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Art. 9

142.31AsylGFederal Act1 de out. de 1999Fonte original
  1. Die zuständige Behörde darf Asylsuchende, die in einem Zentrum des Bundes1oder in einer Privat- oder Kollektivunterkunft untergebracht sind, und ihre mitgeführten Sachen auf Reise- und Identitätspapiere sowie auf gefährliche Gegenstände, Drogen und Vermögenswerte unklarer Herkunft hin durchsuchen.2
  2. Asylsuchende dürfen nur von Personen gleichen Geschlechts durchsucht werden.

Footnotes

  1. Ausdruck gemäss Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2016 3101, 2018 2855;BBl 2014 7991). Diese Änd. wurde im ganzen Erlass berücksichtigt.

  2. Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 16. Dez. 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2006 4745, 2007 5573;BBl 2002 6845).

1 commentary

N1.Unzulässige Delegation von Durchsuchungsbefugnissen

Die Verordnung sah vor, dass Sicherheitspersonal Durchsuchungen durchführen darf. Nach der zitierten Rechtsprechung bildet diese Verordnungsbestimmung jedoch keine formellgesetzliche Grundlage, und die vorgesehene Delegationsnorm gestattet laut Urteil keine Übertragung entsprechender Aufgaben an Dritte.

S. 7 Fn. 27). Art. 9 AsylG ermächtigt die "zuständige Behörde" immerhin dazu, in einem Bundeszentrum untergebrachte Asylsuchende zu durchsuchen. Gemäss Art. 3 Abs. 1 der damals in Kraft stehenden Verordnung vom 24. November 2007 über den Betrieb von Unterkünften des Bundes im Asylbereich (AS 2007 6621), welche das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) u.a. gestützt auf aArt. 26 Abs. 3 AsylG erlassen hatte, darf namentlich das Sicherheitspersonal solche Durchsuchungen vornehmen. Diese Verordnungsbestimmung bildet jedoch keine formellgesetzliche Grundlage (vgl. vorstehende E. 3.3.1) und die gesetzliche Delegationsnorm von aArt. 26 Abs. 3 AsylG sieht ihrerseits keine Aufgabenübertragung an Dritte vor (vgl. vorstehende E. 3.3.5).

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