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Art. 41

814.01USGFederal Act1 de jan. de 1985Fonte original
  1. Der Bund vollzieht die Artikel 12 Absatz 1 Buchstabe e (Vorschriften über Brenn- und Treibstoffe), 26 (Selbstkontrolle), 27 (Information der Abnehmer), 29 (Vorschriften über Stoffe), 29a –29h (Umgang mit Organismen), 30b Absatz 3 (Pfandausgleichskasse), 30f und 30g (Ein- und Ausfuhr von Abfällen), 31a Absatz 2 und 31c Absatz 3 (Massnahmen des Bundes zur Abfallentsorgung), 32a bis–32a septies(vorgezogene Entsorgungsgebühr und Recyclingbeiträge), 32e Absätze 1–4 (Abgabe zur Finanzierung von Sanierungen), 35a –35c (Lenkungsabgaben), 35d (Anforderungen an Brenn- und Treibstoffe), 35e –35h (Holz und Holzerzeugnisse sowie weitere Rohstoffe und Produkte), 35i (ressourcenschonende Gestaltung von Produkten und Verpackungen), 39 (Ausführungsvorschriften und völkerrechtliche Vereinbarungen), 40 (Inverkehrbringen serienmässig hergestellter Anlagen) und 46 Absatz 3 (Angaben über Stoffe und Organismen); er kann für bestimmte Teilaufgaben die Kantone beiziehen.1
  2. Die Bundesbehörde, die ein anderes Bundesgesetz oder einen Staatsvertrag vollzieht, ist bei der Erfüllung dieser Aufgabe auch für den Vollzug des Umweltschutzgesetzes zuständig. Sie hört vor ihrem Entscheid die betroffenen Kantone an. Das Bundesamt und die übrigen betroffenen Bundesstellen wirken nach den Artikeln 62a und 62b des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 21. März 19972beim Vollzug mit.3
  3. Eignet sich das Verfahren nach Absatz 2 für bestimmte Aufgaben nicht, so regelt der Bundesrat den Vollzug durch die betroffenen Bundesstellen.4
  4. Die Vollzugsbehörden des Bundes berücksichtigen die Umweltschutzmassnahmen der Kantone.5

Footnotes

  1. Fassung gemäss Ziff. III des BG vom 15. März 2024, in Kraft seit 1. Jan. 2025 (AS 2024 648;BBl 2023 13,437).

  2. SR 172.010

  3. Fassung gemäss Ziff. I 14 des BG vom 18. Juni 1999 über die Koordination und Vereinfachung von Entscheidverfahren, in Kraft seit 1. Jan. 2000 (AS 1999 3071; BBl 1998 2591).

  4. Fassung gemäss Ziff. I 14 des BG vom 18. Juni 1999 über die Koordination und Vereinfachung von Entscheidverfahren, in Kraft seit 1. Jan. 2000 (AS 1999 3071; BBl 1998 2591).

  5. Ursprünglich: Abs. 3.

1 commentary

N1.Bundesführung des Altlastenrechts

Bei bundeskompetenten Infrastrukturvorhaben führt die Bundesbehörde das Altlastenrecht; die Kantone sind vorgängig anzuhören.

Ob eine Pflicht zur Sanierung eines Standorts besteht, beurteilt sich nach Art. 32c Abs. 1 USG (Urteil BGer 1C_414/2014 vom 2. März 2015 E. 2.2). Danach sorgen die Kantone dafür, dass Deponien und andere durch Abfälle belastete Standorte (belastete Standorte) saniert werden, wenn sie zu schädlichen oder lästigen Einwirkungen führen oder die konkrete Gefahr besteht, dass solche Einwirkungen entstehen (Art. 32c Abs. 1 Satz 1 USG). Liegt der Bau eines Infrastrukturvorhabens in der alleinigen Bewilligungskompetenz des Bundes, so vollzieht dieser das Altlastenrecht (vgl. Art. 41 Abs. 2 USG; Urteil BGer 1C_255/2007 vom 17. Juli 2008 E. 3.1). Letzteres ist in weiten Teilen vom Gedanken der Vorsorge geprägt (Rausch/Marti/Griffel, a. a. O., Rz. 70 m. H.).

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