Voltar à lei

Art. 60

814.01USGFederal Act1 de jan. de 1985Fonte original
  1. Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer vorsätzlich:1
    1. die zur Verhinderung von Katastrophen verfügten Sicherheitsmassnahmen unterlässt oder das Verbot bestimmter Produktionsverfahren oder Lagerhaltungen missachtet (Art. 10);
    2. Stoffe, von denen er weiss oder wissen muss, dass bestimmte Verwendungen die Umwelt oder mittelbar den Menschen gefährden können, für diese Verwendungen in Verkehr bringt (Art. 26);
    3. Stoffe in Verkehr bringt, ohne den Abnehmer über die umweltbezogenen Eigenschaften zu informieren (Art. 27 Abs. 1 Bst. a) oder über den vorschriftsgemässen Umgang anzuweisen (Art. 27 Abs. 1 Bst. b);
    4. mit Stoffen entgegen den Anweisungen so umgeht, dass sie, ihre Folgeprodukte oder Abfälle die Umwelt oder mittelbar den Menschen gefährden können (Art. 28);
    5. 2 Vorschriften über Stoffe oder Organismen verletzt (Art. 29, 29b Abs. 2, 29f , 30a Bst. b und 34 Abs. 1);
    6. 3 mit Organismen so umgeht, dass die Grundsätze von Artikel 29a Absatz 1 verletzt werden;
    7. 4 beim Umgang mit pathogenen Organismen nicht alle notwendigen Einschliessungsmassnahmen trifft (Art. 29b Abs. 1);
    8. 5 pathogene Organismen ohne Bewilligung im Versuch freisetzt oder für Verwendungen in der Umwelt in Verkehr bringt (Art. 29c Abs. 1 und 29d Abs. 3 und 4);
    9. 6 Organismen, von denen er weiss oder wissen muss, dass bei bestimmten Verwendungen die Grundsätze von Artikel 29a Absatz 1 verletzt werden, in Verkehr bringt (Art. 29d Abs. 1);
    10. 7 Organismen in Verkehr bringt, ohne den Abnehmer entsprechend zu informieren und anzuweisen (Art. 29e Abs. 1);
    11. 8 mit Organismen entgegen den Anweisungen umgeht (Art. 29e Abs. 2);
    12. 9
    13. eine Deponie ohne Bewilligung errichtet oder betreibt (Art. 30e Abs. 2);
    14. Sonderabfälle für die Übergabe nicht kennzeichnet (Art. 30f Abs. 2 Bst. a) oder an eine Unternehmung übergibt, die keine Bewilligung besitzt (Art. 30f Abs. 2 Bst. b);
    15. 10 Sonderabfälle ohne Bewilligung entgegennimmt oder die Ein- oder Ausfuhr ohne Bewilligung veranlasst (Art. 30f Abs. 2 Bst. c und d);
    16. Vorschriften über den Verkehr mit Sonderabfällen verletzt (Art. 30f Abs. 1);
    17. 11 Vorschriften über Abfälle (Art. 30a Bst. b) verletzt;
    r.^12^ Vorschriften über das erstmalige Inverkehrbringen von Holz und Holzerzeugnissen sowie von Rohstoffen und Produkten, die vom Bundesrat nach Artikel 35e Absatz 3 bezeichnet wurden, verletzt (Art. 35e und 35f Abs. 1 und 2 Bst. a); s.13 Vorschriften über die ressourcenschonende Gestaltung von Produkten und Verpackungen verletzt (Art. 35i Abs. 1); t.14 erneuerbare Brenn- oder Treibstoffe in Verkehr bringt, die die ökologischen Anforderungen nach Artikel 35d Absatz 1 oder 4 nicht erfüllen, oder falsche oder unvollständige Angaben dazu macht; u.15 gegen das Verbot nach Artikel 35d Absatz 2 verstösst. a. die durch die Widerhandlung herbeigeführte Gefährdung von Mensch oder Umwelt schwerwiegend ist; b. die Widerhandlung gewerbsmässig begangen wird; oder c. die Widerhandlung vom Täter als Mitglied einer Bande begangen wird, die sich zur fortgesetzten Ausübung von Widerhandlungen gegen dieses Gesetz zusammengefunden hat.16
  2. Bei erschwerenden Umständen ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Erschwerende Umstände liegen vor, wenn:
  3. Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen.17
  4. Das BAZG verfolgt und beurteilt Vergehen nach Absatz 1 Buchstaben t und u.18

Footnotes

  1. Fassung gemäss Ziff. II 1 des BG vom 19. März 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3233;BBl 2009 5435).

  2. Fassung gemäss Anhang Ziff. 4 des Gentechnikgesetzes vom 21. März 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4803;BBl 2000 2391).

  3. Fassung gemäss Anhang Ziff. 4 des Gentechnikgesetzes vom 21. März 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4803;BBl 2000 2391).

  4. Fassung gemäss Anhang Ziff. 4 des Gentechnikgesetzes vom 21. März 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4803;BBl 2000 2391).

  5. Fassung gemäss Anhang Ziff. 4 des Gentechnikgesetzes vom 21. März 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4803;BBl 2000 2391).

  6. Fassung gemäss Anhang Ziff. 4 des Gentechnikgesetzes vom 21. März 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4803;BBl 2000 2391).

  7. Fassung gemäss Anhang Ziff. 4 des Gentechnikgesetzes vom 21. März 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4803;BBl 2000 2391).

  8. Fassung gemäss Anhang Ziff. 4 des Gentechnikgesetzes vom 21. März 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4803;BBl 2000 2391).

  9. Aufgehoben durch Anhang Ziff. 4 des Gentechnikgesetzes vom 21. März 2003, mit Wirkung seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4803;BBl 2000 2391).

  10. Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 27. Sept. 2024, in Kraft seit 1. April 2025 (AS 2025 178;BBl 2023 239).

  11. Fassung gemäss Ziff. II 1 des BG vom 19. März 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3233;BBl 2009 5435).

  12. Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 27. Sept. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 614;BBl 2019 1251).

  13. Eingefügt durch Anhang Ziff. 4 des BG vom 15. März 2024 (AS 2024 376;BBl 2022 2651). Fassung gemäss Ziff. III des BG vom 15. März 2024, in Kraft seit 1. Jan. 2025 (AS 2024 648;BBl 2023 13,437).

  14. Eingefügt durch Anhang Ziff. 4 des BG vom 15. März 2024 (AS 2024 376;BBl 2022 2651). Fassung gemäss Ziff. III des BG vom 15. März 2024, in Kraft seit 1. Jan. 2025 (AS 2024 648;BBl 2023 13,437).

  15. Eingefügt durch Ziff. III des BG vom 15. März 2024, in Kraft seit 1. Jan. 2025 (AS 2024 648;BBl 2023 13,437).

  16. Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 27. Sept. 2024, in Kraft seit 1. April 2025 (AS 2025 178;BBl 2023 239).

  17. Fassung gemäss Ziff. II 1 des BG vom 19. März 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3233;BBl 2009 5435).

  18. Eingefügt durch Anhang Ziff. 4 des BG vom 15. März 2024 (AS 2024 376;BBl 2022 2651). Fassung gemäss Ziff. III des BG vom 15. März 2024, in Kraft seit 1. Jan. 2025 (AS 2024 648;BBl 2023 13,437).

2 commentaries

N1.Erhöhung der Einsatzstrafe bei Umweltvergehen

Bei Umweltvergehen kann die Einsatzstrafe zusätzlich wegen Art. 60 Abs. 1 lit. d USG erhöht werden; die Strafzumessung kann bei solchen Delikten durch zusätzliche Erhöhungen der Einsatzstrafe erfolgen.

305 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 24 Abs. 1 StGB frei. Weiter sprach es A. – der versuchten schweren Körperverletzung gemäss Art. 122 aStGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, – des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB, – des Angriffs gemäss Art. 134 StGB, – der Gehilfenschaft zu Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB, zu Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB und zu Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB i.V.m. Art. 25 StGB, – der Anstiftung zu Irreführung der Rechtspflege gemäss Art. 304 Ziff. 1 Abs. 2 StGB i.V.m. Art. 24 Abs. 1 StGB, – der qualifiziert groben Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV i.V.m. Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 lit. d SVG, – des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 und 2 VRV i.V.m. Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG, – des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG sowie – des Vergehens gegen Art. 28 USG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 lit. d USG schuldig. B. Gegen dieses Urteil erhob A. (fortan Beschuldigter) Berufung. C. Die Berufungsverhandlung fand am 4. Juni 2024 statt. Anlässlich dieser beantragte er, er sei freizusprechen von den Vorwürfen – der versuchten schweren Körperverletzung gemäss Art. 122 aStGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (Anklagesachverhalt Ziff. 1.3.1.), – des Angriffs gemäss Art. 134 StGB (Anklagesachverhalt Ziff. 1.1.) (Stattdessen sei er diesbezüglich des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen), – der Gehilfenschaft zu Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB, der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB sowie des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB i.V.m. Art. 25 StGB (Anklagesachverhalt Ziff. 1.4; Letzteres und Vorletzteres nur, soweit das Verfahren nicht eingestellt wird) sowie – des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG (Anklage-Ziff. 3). Weiter beantragte er die Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von maximal 12 Mo- naten, wobei ihm der teilbedingte Vollzug zu gewähren sei, sowie die Aufhebung der Landesverweisung.
Schlussendlich erfährt die Einsatzstrafe aufgrund des Vergehens gegen das Umweltschutzgesetz eine letzte angemessene Erhöhung. Vergehen gegen das Umweltschutzgesetz gemäss Art. 28 i.V.m. Art. 60 Abs. 1 lit. d USG sind mit Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren strafbewehrt.

N2.Landesverweisung bei Ausländerrechtsverstössen

Bei Verstößen gegen das Ausländerrecht kann Landesverweisung als zusätzliche Sanktion gefordert werden.

305 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 24 Abs. 1 StGB frei. Weiter sprach es A. – der versuchten schweren Körperverletzung gemäss Art. 122 aStGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, – des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB, – des Angriffs gemäss Art. 134 StGB, – der Gehilfenschaft zu Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB, zu Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB und zu Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB i.V.m. Art. 25 StGB, – der Anstiftung zu Irreführung der Rechtspflege gemäss Art. 304 Ziff. 1 Abs. 2 StGB i.V.m. Art. 24 Abs. 1 StGB, – der qualifiziert groben Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV i.V.m. Art. 90 Abs. 3 und Abs. 4 lit. d SVG, – des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 und 2 VRV i.V.m. Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG, – des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG sowie – des Vergehens gegen Art. 28 USG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 lit. d USG schuldig. B. Gegen dieses Urteil erhob A. (fortan Beschuldigter) Berufung. C. Die Berufungsverhandlung fand am 4. Juni 2024 statt. Anlässlich dieser beantragte er, er sei freizusprechen von den Vorwürfen – der versuchten schweren Körperverletzung gemäss Art. 122 aStGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (Anklagesachverhalt Ziff. 1.3.1.), – des Angriffs gemäss Art. 134 StGB (Anklagesachverhalt Ziff. 1.1.) (Stattdessen sei er diesbezüglich des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen), – der Gehilfenschaft zu Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB, der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB sowie des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB i.V.m. Art. 25 StGB (Anklagesachverhalt Ziff. 1.4; Letzteres und Vorletzteres nur, soweit das Verfahren nicht eingestellt wird) sowie – des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG (Anklage-Ziff. 3). Weiter beantragte er die Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von maximal 12 Mo- naten, wobei ihm der teilbedingte Vollzug zu gewähren sei, sowie die Aufhebung der Landesverweisung.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.