13Os168/86•OGH 13Os168/86
Beschluß
Der Oberste Gerichtshof hat in der Strafsache gegen Mustafa A*** und Fazli A*** wegen des Verbrechens nach § 12 Abs 1
SuchtgiftG a.F. und anderer strafbarer Handlungen die Gebühren des beeideten Gerichtsdolmetschers für die türkische Sprache Emanuel A***, der dem Gerichtstag zur öffentlichen Verhandlung über die Rechtsmittel der Staatsanwaltschaft und der Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichts Salzburg als Schöffengerichts vom 24.März 1986, GZ 21 a Vr 2914/84-167, beigezogen worden war, wie folgt bestimmt:
1. Entschädigung für Zeitversäumnis, zwei begonnene Stunden je
177 S (§§ 32 Abs 1, 53 Abs 1, GebAG 1975) 354 S 2.
Zuziehung zur gerichtlichen Verhandlung, für die erste halbe Stunde
191 S für zwei weitere halbe Stunden je 96 S (§ 54 Abs 1 Z 3
GebAG 1975) 192 S 3. die von der Dolmetschgebühr zu
entrichtende Umsatzsteuer von 10 % (§§ 31 Z 6, 53 Abs 1 GebAG 1975)
73,70 S 810,70 S aufgerundet (§ 39 Abs 2
GebAG 1975) 811 S.
Der Rechnungsführer des Obersten Gerichtshofs hat den Betrag von 811 (in Worten: achthundertelf) Schilling aus Amtsgeldern gebührenfrei an den Dolmetscher Emanuel A*** auf dessen Konto-Nr.2322899 der R*** Lainzerstraße 129, 1130 Wien, zu überweisen und hierüber zum Akt zu berichten.
Begründung:
Da der Angeklagte Fazli A*** der Verhandlungssprache des Gerichts
nicht mächtig war, war ihm zum Gerichtstag zur öffentlichen
Verhandlung von Amts wegen ein Dolmetscher beizustellen (Art 6 § 3
lit e MRK, § 381 Abs 6 StPO).
Die von diesem verzeichneten Gebühren entsprechen den von ihm erbrachten Leistungen und finden in den zitierten Stellen des Gebührenanspruchsgesetzes 1975 Deckung. Die von der Dolmetschgebühr zu entrichtende Umsatzsteuer beträgt 10 %.
Sonach war vom Vorsitzenden des Senats gemäß § 395 a StPO wie vorstehend Beschluß zu fassen (LSK 1976/66, EvBl.1983 Nr.46).
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