Standing to challenge completed coercive treatment; no torture under Article 3 ECHR

AGVE_2001_51Tribunal Administrativo / Câmara 131 de dez. de 2001Not Examined

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Resumo Omnilex

A patient challenged coercive measures ordered by the district physician and implemented at Klinik Königsfelden, including forced medication with neuroleptics. The Administrative Court held that a complaint seeking a declaration of unlawfulness may be heard even after the measure has been carried out, provided there remains a concrete possibility of further coercive measures. On the merits, the court held that coercive treatment serving therapeutic purposes and carried out according to medical rules does not constitute torture or inhuman treatment under Article 3 ECHR.

Sumário Omnilex

§ 38 Abs. 1 VRPG; Art. 3 EMRK; Rechtsschutzinteresse bei erledigter Zwangsmassnahme und Abgrenzung zu Folter und unmenschlicher Behandlung. Auf eine Beschwerde gegen eine bereits vollzogene Zwangsmassnahme ist einzutreten, wenn die betroffene Person mit weiteren einschneidenden Massnahmen rechnen muss und die Feststellung der Widerrechtlichkeit noch einen praktischen Nutzen zu stiften vermag (E. 2). Heilzwecklich indizierte und nach ärztlichen Regeln durchgeführte Zwangsbehandlungen erreichen den Schwellenwert von Art. 3 EMRK nicht; sie sind weder Folter noch unmenschliche Behandlung (E. 3).

Texto completo

212 Verwaltungsgericht 2001 wertschätzung abwälzen). Andernfalls verstösst er gegen das Schlechterstellungsverbot, wonach die Kantone diejenigen Steuerpflichtigen, die nur für einen Teil des Vermögens oder Einkommens steuerpflichtig sind, aus diesem Grund nicht anders und stärker belasten dürfen als die ausschliesslich im Kanton steuerpflichtigen Personen (vgl. Art. 127 Abs. 3 BV; BGE 121 I 261 mit Hinweisen; Höhn/Mäusli, a.a.O., § 4 Rz. 17 f.; vgl. auch Locher, a.a.O., S. 40). Dass der Kanton Aargau ohne Verstoss gegen die verfassungsrechtlichen Vorgaben die Erbschaftssteuer nach Massgabe der Verkehrswerte erheben dürfte, wie das KStA geltend macht, ist in diesem Zusammenhang ohne Bedeutung. 51 Nichtigkeit einer Verfügung. Schutzwürdiges Interesse als Voraussetzung der Beschwerdelegitimation.

  • Schutzwürdiges Interesse (§ 38 Abs. 1 VRPG) ist auch bei der Beschwerdeführung durch das KStA verlangt (Erw. 4/c, 6/b).
  • Zuständigkeiten der Steuerkommission und des Gemeindesteueramtes (Erw. 5).
  • Keine Nichtigkeit, wenn nach dem äusseren Anschein eine Veranlagungsverfügung der zuständigen Steuerkommission vorliegt, selbst wenn das Gemeindesteueramt eigenmächtig handelte (Erw. 6). vgl. AGVE 2001 81 378.

2001 Fürsorgerische Freiheitsentziehung 213 IX. Fürsorgerische Freiheitsentziehung

52 Zwangsbehandlung; Folter?; Rechtsschutzinteresse an der Prüfung bereits vollzogener Zwangsmassnahmen.

  • auf ein Beschwerdebegehren, es sei die Rechtswidrigkeit einer bereits vollzogenen Zwangsmassnahme festzustellen, wird namentlich in jenen Fällen eingetreten, bei denen die betroffene Person mit weiteren Zwangsmassnahmen zu rechnen hat (Erw. 2).
  • Zwangsbehandlungen, welche Heilzwecken dienen und nach den Regeln der Medizin vorgenommen werden, stellen keine Folter oder unmenschliche Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK dar (Erw. 3). Entscheid des Verwaltungsgerichts, 1. Kammer, vom 13. Februar 2001 in Sachen A.R. gegen Verfügung des Bezirksarzts R. und Entscheide der Klinik Königsfelden. Aus den Erwägungen 1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die an ihr vorgenommenen Zwangsmassnahmen stellten Folter dar und verstiessen gegen Art. 3 (sowie 5 und evtl. 8) EMRK. Zwangsmedikation mit Neuroleptika sei ausnahmslos unzulässig, was formell festzustellen sei. 2. a) Gemäss § 38 Abs. 1 VRPG kann jedermann Verfügungen und Entscheide durch Beschwerde anfechten, der ein schutzwürdiges eigenes Interesse besitzt. Schutzwürdig ist ein eigenes Interesse insbesondere dann, wenn der Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer einen naheliegenden, praktischen Nutzen bringt; dazu gehört im Allgemeinen, dass das Rechtsschutzinteresse aktuell ist und auch im Zeitpunkt der Urteilsfällung noch besteht. Ausnahmsweise tritt das Verwaltungsgericht (in Anlehnung an die bundesgerichtliche Rechtsprechung) auf Beschwerden trotz fehlendem aktuellem Inte-

Palavras-chave

coercive treatmentstandingprotected interestmental healthArticle 3 ECHRforced medication

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Questão jurídica principal

Whether the appeal was admissible despite the coercive measure already having been carried out.

Decisão extraída

A complaint seeking a declaration of unlawfulness of an already executed coercive measure is admissible, especially where further coercive measures are likely.

Fundamentação extraída

A protected legal interest exists when the outcome can provide a practical benefit; in cases of likely repeated coercive measures, review remains worthwhile even after execution.

Questão jurídica principal

Whether medically indicated coercive treatment carried out according to medical rules constitutes torture or inhuman treatment under Article 3 ECHR.

Decisão extraída

Such coercive treatment does not amount to torture or inhuman treatment within the meaning of Article 3 ECHR.

Fundamentação extraída

The court distinguished therapeutic, medically administered coercive treatment from prohibited ill-treatment and found the latter threshold not met.

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