Non-entry for insufficiently substantiated criminal complaint

1B_118/2010Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I22 de abr. de 2010Inadmissible

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Resumo Omnilex

X. challenged a cantonal prosecutorial decision refusing to stop a criminal investigation and requesting interim relief and compensation. The Oberstaatsanwaltschaft of Zurich dismissed the recourse. On appeal, the Federal Supreme Court held that the challenged ruling was an interim decision and that the appellant failed to substantiate the admissibility requirements under Art. 93 BGG. The court therefore did not enter on the appeal in simplified proceedings and ordered the appellant to pay CHF 500 in costs.

Sumário Omnilex

Art. 93 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG; admissibility of an appeal against an interim criminal decision. An appeal against a non-final decision is admissible only if the appellant specifically demonstrates the conditions of Art. 93 Abs. 1 BGG. The Federal Supreme Court does not examine those requirements ex officio. Where the submission contains no such substantiation, the appeal is manifestly insufficiently reasoned and non-entry follows in the simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 BGG. Costs are allocated according to the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
1B_118/2010

Urteil vom 22. April 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Eugen Bucher,

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,
Stauffacherstrasse 55, Postfach, 8026 Zürich.

Gegenstand
Strafverfahren,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 18. März 2010 der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich.
Erwägungen:

1.
Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl führt gegen X.________ ein Strafverfahren. Mit Eingabe vom 31. Januar 2010 erhob X.________ Rekurs bei der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und stellte dabei folgende Anträge:
"1. Es sei die Strafuntersuchung einzustellen;
2. Es sei vorsorglich zu verfügen, dass bis zum Ergehen des Entscheids keine Untersuchungshandlungen zu erfolgen haben;
3. Im Falle der beantragten Einstellung sei dem Angeschuldigten gem. ZH/StPO § 43 eine Entschädigung für Kosten und Umtriebe (Abs. 2 Satz 1) wie auch eine Genugtuung (Abs. 3) zuzusprechen."
Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich wies den Rekurs mit Entscheid vom 18. März 2010 ab, soweit sie darauf eintrat.

2.
X.________ führt mit Eingabe vom 16. April 2010 Beschwerde in Strafsachen gegen den Rekursentscheid der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.
Der angefochtene Entscheid ist im Rahmen eines Strafverfahrens gegen den Beschwerdeführer ergangen. Dabei handelt es sich um einen Zwischenentscheid, der das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer nicht abschliesst.
Gegen Vor- und Zwischenentscheide, die weder die Zuständigkeit noch den Ausstand betreffen (s. dazu Art. 92 BGG), ist die Beschwerde ans Bundesgericht nur unter den Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG zulässig. Es obliegt dabei dem Beschwerdeführer darzutun, dass die Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 BGG erfüllt sind (BGE 134 III 426 E. 1.2; 133 III 629 E. 2.3.1). Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, hierzu von Amtes wegen Nachforschungen anzustellen. Vorliegend äussert sich der Beschwerdeführer nicht, inwiefern die Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 BGG erfüllt sein sollten. Die Beschwerde enthält somit keine hinreichende Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

4.
Entsprechend dem Verfahrensausgang trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl und der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. April 2010
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Pfäffli

Palavras-chave

admissibilityinterim decisionreasoning requirementnon-entrycriminal procedurecourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the criminal complaint against the cantonal higher prosecutor’s decision was admissible despite being directed against a non-final decision.

Decisão extraída

The challenged decision was an interim decision, and the appellant failed to show the conditions for an appeal under Art. 93 BGG.

Fundamentação extraída

For interim decisions unrelated to jurisdiction or recusal, admissibility depends on the requirements of Art. 93 Abs. 1 BGG. The appellant bears the burden of demonstrating those requirements. He did not explain why they were met, so the appeal lacked sufficient reasoning under Art. 42 Abs. 2 BGG.

Questão jurídica principal

Whether the appeal should be entertained under the simplified procedure.

Decisão extraída

No; the court declined to enter on the appeal in simplified proceedings.

Fundamentação extraída

Because the appeal was insufficiently substantiated, non-entry was appropriate under Art. 108 Abs. 1 BGG.

Questão jurídica principal

Court costs

Decisão extraída

Court costs were imposed on the appellant.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome of the proceedings.

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