Non-entry on criminal appeal against recusal decision

1B_150/2014Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I28 de abr. de 2014Inadmissible

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Resumo Omnilex

The defendant appealed to the Federal Court against a cantonal decision rejecting his recusal request against the prosecutor in a case concerning driving without authorization. The Federal Court held that the appeal did not satisfy the substantiation requirements of the Federal Supreme Court Act because it contained only unsupported objections and did not address the cantonal reasoning. It therefore refused to enter into the appeal in simplified proceedings and waived court costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2 and Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility and reasoning requirements of a criminal appeal concerning recusal; the appellant must, in a concise but specific manner, show how the challenged decision violates federal law or fundamental rights. Where the complaint merely asserts bias or raises appellatory criticism without engaging with the decisive reasoning, the appeal is manifestly insufficiently reasoned. In such a case, the Federal Court may decline to enter in simplified proceedings under Art. 108 Abs. 1 BGG; costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 3-4).

Texto completo

{T 0/2}

1B_150/2014

Urteil vom 28. April 2014

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

B.________, Staatsanwaltschaft See/Oberland,
Beschwerdegegnerin,

Staatsanwaltschaft See/Oberland.

Gegenstand
Strafverfahren; Ausstand,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 28. März 2014.

Erwägungen:

1.

Die Staatsanwaltschaft See/Oberland führt eine Strafuntersuchung gegen A.________ wegen Fahrens ohne Berechtigung. Mit Schreiben vom 5. Dezember 2013 lud die Staatsanwaltschaft A.________ auf den 7. Januar 2014 vor. Daraufhin wandte sich A.________ mit Schreiben vom 6. Dezember 2013 an die Staatsanwaltschaft und wies darauf hin, dass er die Staatsanwältin B.________ wegen Befangenheit ablehne und sie deshalb nicht berechtigt sei, ihn vorzuladen. Die Staatsanwältin leitete das Begehren am 12. Dezember 2013 an III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich weiter, welche das Ausstandsbegehren mit Beschluss vom 28. März 2014 abwies.

2.

Gegen den Beschluss vom 28. März 2014 wandte sich A.________ mit Eingabe vom 10. April 2014 an die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, welche die Eingabe am 16. April 2014 an das Bundesgericht überwies. Der Sache nach handelt es sich bei dieser Eingabe um eine Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts.

Das Bundesgericht hat davon abgesehen, Vernehmlassungen einzuholen.

3.

Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die gerügten Grundrechte verstossen soll. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein.

Der Beschwerdeführer lehnt die am obergerichtlichen Beschluss beteiligten Gerichtspersonen ohne nähere Begründung ab. Weiter setzt sich der Beschwerdeführer mit der Begründung, die zur Abweisung seines Ausstandsbegehrens gegen die Staatsanwältin führte, nicht auseinander. Insgesamt ergibt sich aus der Beschwerde nicht, inwiefern die III. Strafkammer durch den Beschluss vom 28. März 2014 Recht im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG verletzt haben soll. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

4.

Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Kosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft See/Oberland und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. April 2014

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Palavras-chave

recusalinadmissibilityreasoning requirementcriminal procedurebiasnon-entrycourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal met the pleading requirements under Art. 42 para. 2 BGG and Art. 106 para. 2 BGG.

Decisão extraída

The appeal did not explain in a legally sufficient way how the cantonal decision violated federal law or fundamental rights.

Fundamentação extraída

The appellant only objected to the judges involved without specific reasons and did not address the reasoning for rejecting the recusal request; the complaint was purely appellatory.

Questão jurídica principal

Whether the Federal Court could enter into the appeal in simplified proceedings under Art. 108 para. 1 BGG.

Decisão extraída

Because the appeal manifestly failed to satisfy the statutory formal requirements, the Federal Court declined to enter into it in simplified proceedings.

Fundamentação extraída

Insufficient substantiation justified non-entry without obtaining observations.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged.

Decisão extraída

No costs were charged.

Fundamentação extraída

The Court decided to waive the fee under Art. 66 para. 1 BGG.

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