Inadmissibility of complaint in recusal case

1B_430/2013Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I10 de dez. de 2013Inadmissible

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X.________ challenged the Zurich High Court's refusal to recuse a judicial panel. The Federal Supreme Court held that the complaint did not satisfy the strict reasoning requirements, because it contained only appellatory criticism and failed to specify a violation of law or fundamental rights. The Court therefore declined to enter into the complaint and waived court costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 BGG; admissibility of a complaint before the Federal Supreme Court in recusal matters. The complaint must, in concise form, show how the challenged decision violates law; when fundamental rights are invoked, a qualified duty to plead applies. The Court examines only clearly and specifically raised and, as far as possible, substantiated grievances; purely appellatory criticism is insufficient and leads to non-entry in simplified proceedings (consid. 3). Cost waiver may be ordered under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}

1B_430/2013

Urteil vom 10. Dezember 2013

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer.

Gegenstand
Strafverfahren; Ausstand,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 16. Oktober 2013.

Erwägungen:

1.

Die II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich wies mit Beschluss vom 16. Oktober 2013 ein von X.________ gegen die am Erledigungsbeschluss der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 26. November 2012 beteiligte Gerichtsbesetzung gestelltes Ausstandsbegehren ab. Die II. Strafkammer führte zusammenfassend aus, dass der Gesuchsteller nicht glaubhaft dargetan habe, dass die abgelehnte Gerichtsbesetzung befangen sei oder den Anschein von Befangenheit erwecke.

2.

X.________ führt mit Eingabe vom 18. November 2013 (Postaufgabe 3. Dezember 2013) Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss der II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.

Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die gerügten Grundrechte verstossen soll. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein.

Der Beschwerdeführer, der keinen zulässigen Beschwerdegrund nennt, legt mit seiner hauptsächlich appellatorischen Kritik nicht dar, inwiefern die Begründung der II. Strafkammer, die zur Abweisung des Ausstandsbegehrens führte, bzw. deren Beschluss selber im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

4.

Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Kosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie der II. und III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. Dezember 2013

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Palavras-chave

recusalinadmissibilityreasoning requirementsappellatory criticismfundamental rightscourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the criminal complaint met the Federal Supreme Court's reasoning requirements under Art. 42(2) and 106(2) BGG

Decisão extraída

No. The appellant raised only appellatory criticism and did not show in a sufficiently clear and specific way how the cantonal decision violated law or constitutional rights.

Fundamentação extraída

For fundamental rights, the qualified duty to complain applies. The Federal Supreme Court examines only clearly and specifically argued and, where possible, substantiated grievances; purely appellatory criticism is inadmissible.

Questão jurídica principal

Whether costs should be imposed on the appellant

Decisão extraída

No costs were charged.

Fundamentação extraída

The Court exercised its discretion to waive costs under Art. 66(1) BGG.

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