Complaint inadmissible against order for cost advance

1C_321/2014Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I26 de jun. de 2014Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court declared the complaint inadmissible because the appellant failed to satisfy the Federal Supreme Court's strict reasoning requirements. She did not demonstrate in a substantiated way why the Federal Administrative Court had violated the law by ordering a CHF 1,000 cost advance after the withdrawal of her legal-aid request. The court therefore issued a non-entry decision in simplified procedure and waived court costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility of a complaint against an order requiring a cost advance under Art. 63 Abs. 4 VwVG: A complaint must state in a concise and sufficiently substantiated manner how the challenged decision violates law. Where fundamental rights are invoked, a qualified duty to allege and reason applies. Appellatory criticism is insufficient. If the appellant does not specifically address the legal basis for the cost advance and does not show special reasons for a waiver, the Federal Supreme Court will not enter into the complaint under Art. 108 Abs. 1 BGG (consid. 3). Court costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG where appropriate (consid. 4).

Texto completo

{T 0/2}

1C_321/2014

Urteil vom 26. Juni 2014

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Nachrichtendienst des Bundes NDB, Papiermühlestrasse 20, 3003 Bern.

Gegenstand
Auskunftsgesuch betreffend Einsicht in die Datenbanken des NDB,

Beschwerde gegen die Zwischenverfügung vom 11. Juni 2014 des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I.

Erwägungen:

1.

In einem Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht in Sachen Auskunftsgesuch betreffend Einsicht in die Datenbanken des Nachrichtendienstes des Bundes NDB bestätigte das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 11. Juni 2014 den Eingang des Rückzugs des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege der Beschwerdeführerin A.________. Gleichzeitig forderte das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerdeführerin auf, einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- bis zum 2. Juli 2014 zu leisten, ansonsten auf die Beschwerde unter Kostenfolge nicht eingetreten werde.

2.

A.________ führt mit Eingabe vom 16. Juni 2014 (Postaufgabe 23. Juni 2014) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Juni 2014. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.

Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die gerügten Grundrechte verstossen soll. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein.

Das Bundesverwaltungsgericht verfügte den Kostenvorschuss gestützt auf Art. 63 Abs. 4 VwVG. Gemäss dieser Bestimmung ist das Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich gehalten, von der Beschwerdeführerin einen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu erheben. Es kann nur dann ganz oder teilweise auf einen Vorschuss verzichten, "wenn besondere Gründe vorliegen". Die Beschwerdeführerin, die ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurückgezogen hat, legt vorliegend nicht dar, inwiefern das Bundesverwaltungsgericht in rechts- bzw. verfassungswidriger Weise derartige Gründe für einen Verzicht auf die Kostenvorschussleistung übergangen haben sollte. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

4.

Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Kosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Nachrichtendienst des Bundes NDB und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Juni 2014

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Palavras-chave

admissibilityreasoning dutycost advancefundamental rightsnon-entrycourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the complaint met the Federal Supreme Court's reasoning requirements against the interim order.

Decisão extraída

No. The appellant did not specifically show why the lower court allegedly acted unlawfully by requiring a cost advance.

Fundamentação extraída

Under Art. 42(2) BGG, a complaint must explain in a concise form how the decision violates the law. For alleged fundamental-rights violations, a qualified duty to reason applies under Art. 106(2) BGG. The filing contained no sufficiently clear, detailed, and substantiated challenge to the cost-advance order based on Art. 63(4) VwVG.

Questão jurídica principal

Whether the complaint should be entertained under the simplified procedure.

Decisão extraída

No. Because the pleading was manifestly deficient, the court refused to enter into the complaint in simplified procedure.

Fundamentação extraída

The legal requirements for admissibility were obviously not met, so non-entry under Art. 108(1) BGG was appropriate.

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