Non-entry for insufficiently reasoned appeal; legal aid denied

1C_85/2011Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I17 de mar. de 2011Dismissed

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant's complaint against the Federal Administrative Court's interim order refusing legal aid and requiring an advance on costs. It held that the appeal did not satisfy the substantiation requirements because it failed to engage with the reasons of the challenged order or to show a violation of constitutional rights. As the appeal was manifestly hopeless, the request for legal aid in the Supreme Court proceedings was denied. The court waived the charging of costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2 and Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility requirements for constitutional grievances and consequences of deficient reasoning. An appeal must, in concise form, show in what respect the challenged decision violates law; where fundamental rights are invoked, a qualified duty to raise and substantiate specific grievances applies. The Federal Supreme Court examines only clearly and detailedly articulated objections. If the submission fails to address the reasoning of the challenged decision, non-entry follows in simplified proceedings under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. A request for legal aid under Art. 64 BGG is to be refused where the appeal has no prospects of success. Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
1C_85/2011

Urteil vom 17. März 2011
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Guido Hensch,

gegen

Bundesamt für Migration,
Direktionsbereich Zuwanderung und Integration,
Sektion Deutsche Schweiz 1, Quellenweg 6, 3003 Bern.

Gegenstand
Nichtigerklärung der Einbürgerung; Kostenvorschuss,

Beschwerde gegen die Zwischenverfügung vom
28. Januar 2011 des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III.
Erwägungen:

1.
Das Bundesamt für Migration eröffnete am 26. August 2008 gegen X.________ ein Verfahren auf Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung gemäss Art. 41 BüG. Mit Verfügung vom 30. November 2010 erklärte das Bundesamt für Migration die am 7. Dezember 2005 erfolgte erleichterte Einbürgerung von X.________ für nichtig. Gegen diese Verfügung erhob X.________ am 3. Januar 2011 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht und ersuchte um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung.
Das Bundesverwaltungsgericht wies mit Zwischenverfügung vom 28. Januar 2011 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Verbeiständung ab und forderte den Beschwerdeführer zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 1'000.-- auf. Zur Begründung führte das Bundesverwaltungsgericht zusammenfassend aus, dass die Beschwerde aufgrund der derzeitigen Aktenlage als aussichtslos zu bezeichnen sei.

2.
X.________ führt gegen die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. Januar 2011 mit Eingabe vom 21. Februar 2011 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Das Bundesamt für Migration und das Bundesverwaltungsgericht haben auf eine Vernehmlassung verzichtet.

3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die gerügten Grundrechte verstossen soll. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen.
Der Beschwerdeführer beruft sich auf Art. 29 Abs. 3 BV (Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege) und Art. 29a BV (Rechtsweggarantie). Aus seinen Ausführungen ergibt sich indessen nicht, inwiefern die Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege die angerufenen verfassungsmässigen Rechte bzw. sonst wie Recht im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG verletzt haben sollte. Da die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Ausführungen keine hinreichende Auseinandersetzung mit den Entscheidgründen der angefochtenen Zwischenverfügung darstellen, ist mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

4.
Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als offensichtlich aussichtslos. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist daher abzuweisen (Art. 64 BGG). Auf eine Kostenauflage kann indessen verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Es werden keine Kosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bundesamt für Migration und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. März 2011
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Fonjallaz Pfäffli

Palavras-chave

legal aidinadmissibilitysubstantiation dutyfundamental rightscost advancesimplified procedurenaturalization annulment

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Questão jurídica principal

Whether the appeal against the interim order was sufficiently reasoned under Art. 42(2) BGG.

Decisão extraída

The appeal did not sufficiently address the reasons of the challenged order and therefore could not be examined on the merits.

Fundamentação extraída

The appellant failed to explain in a concrete and detailed manner how the refusal of legal aid violated constitutional rights or otherwise federal law; the requirements for a qualified substantiation of fundamental-rights grievances were not met.

Questão jurídica principal

Whether the appellant was entitled to free legal aid in the federal appeal proceedings.

Decisão extraída

Legal aid was denied because the appeal was obviously without prospects of success.

Fundamentação extraída

Given the current file situation and the deficient substantiation of the appeal, the request was manifestly hopeless within the meaning of Art. 64 BGG.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged.

Decisão extraída

No costs were imposed.

Fundamentação extraída

Although the appeal was inadmissible, the court waived costs under Art. 66(1) BGG.

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