State constitutional complaint dismissed as moot; costs on Zurich

1P.48/1998Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I15 de jun. de 2001Dismissed

Abrir fonte

Extraído pela Omnilex

Resumo Omnilex

The Federal Court struck off Zurich's state constitutional complaint as moot. The dispute concerned the zoning of the Kongresshaus/Tonhalle property; after negotiations during a suspended proceeding, Zurich adopted a new zoning plan for the contested part of the parcel, which entered into force on 21 April 2001. The Court therefore terminated the case without examining the merits. Costs were allocated to the City of Zurich by agreement of the parties, and no party compensation was awarded.

Sumário Omnilex

Art. 72 BZP in conjunction with Art. 40 OG; mootness of a state constitutional complaint after the challenged measure has been replaced. If the contested legal situation ceases to exist and the appellant no longer has a current, practical interest in adjudication, the proceedings are to be struck off as moot. Where the case has already progressed materially, the Court may still impose a court fee despite mootness; party compensation may be denied where the parties have agreed otherwise and no further adjudication on the merits is rendered.

Texto completo

[AZA 1/2]
1P.48/1998/bie

I. ÖFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG


Beschluss vom 15. Juni 2001

Es wirken mit: Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, Präsident der I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter Féraud, Ersatzrichter Seiler und Gerichtsschreiberin Gerber.

_________

In Sachen

PolitischeGemeinde Zürich, Beschwerdeführerin, vertreten durch den Stadtrat, dieser vertreten durch das Hochbaudepartement,

gegen

Kongresshausstiftung, c/o Claudia Depuoz, Postfach 8230, Zürich, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Bösch, Alte Landstrasse 106, Zollikon-Zürich,
RegierungsratdesKantons Zürich,

betreffend
Gemeindeautonomie (Nutzungsplanung),

wird in Erwägung gezogen:

  • dass die Stimmbürger der Stadt Zürich am 17. Mai 1992 eine neue Bau- und Zonenordnung (BZO 1992) angenommen haben, die u.a. das Grundstück, auf dem das Gebäude Kongresshaus/Tonhalle steht, der Kernzone Enge zuwies, in der höchstens fünf Vollgeschosse und eine Gebäudehöhe von 16,5 m zulässig waren;

  • dass der Regierungsrat des Kantons Zürich am 26. November 1997 einen hiergegen gerichteten Rekurs der Kongresshausstiftung teilweise guthiess und die Gemeinde Zürich einlud, im rückwärtigen, seeabgewandten Grundstücksbereich eine grössere Gebäudehöhe und sechs Vollgeschosse zuzulassen;

  • dass die Politische Gemeinde Zürich am 21. Januar 1998 staatsrechtliche Beschwerde erhob mit dem Antrag, den Beschluss des Regierungsrates aufzuheben;

  • dass eine Delegation des Bundesgerichts am 12. November 1999 einen Augenschein durchführte und bei dieser Gelegenheit die Möglichkeit einer Verhandlungslösung erörtert wurde;

  • dass das bundesgerichtliche Verfahren sistiert wurde, um den Parteien Gelegenheit zu geben, eine einvernehmliche Lösung zu finden;

  • dass der Vorsteher des Hochbaudepartements der Stadt Zürich mit der Kongresshausstiftung eine Vereinbarung traf, wonach er dem Stadtrat einen Zonierungsvorschlag für den streitigen Grundstücksteil (6-geschossige Zone für die Tonhalle) zum Beschluss vorlegen werde;

  • dass die Stadt den mit der Kongresshausstiftung vorbesprochenen Zonierungsvorschlag am 25. Oktober 2000 festsetzte;

  • dass die neue Zonierung am 21. April 2001 in Kraft trat, nachdem sie am 10. April 2001 von der Baudirektion genehmigt worden war;

  • dass die staatsrechtliche Beschwerde damit gegenstandslos geworden und abzuschreiben ist;

  • dass sich die Parteien geeinigt haben, dass die Abschreibungskosten der Stadt Zürich auferlegt werden und die Beschwerdegegnerin auf eine Parteientschädigung verzichtet;

  • dass bereits ein Augenschein durchgeführt und die Bearbeitung des Falles vorangeschritten war, weshalb es sich nicht rechtfertigt, gemäss Art. 153 Abs. 2 OG auf eine Gerichtsgebühr ganz zu verzichten;

Demnach beschliesst das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 72 BZP i.V.m. Art. 40 OG:

1.-Die staatsrechtliche Beschwerde wird infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben.

2.-Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'500. -- wird der Politischen Gemeinde Zürich auferlegt.

3.- Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4.- Dieser Beschluss wird den Parteien und dem Regierungsrat des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

______________

Lausanne, 15. Juni 2001

Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

Palavras-chave

mootnesszoningmunicipal autonomycostscourt feesettlementconstitutional complaint

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the state constitutional complaint against the cantonal decision had become moot and should be struck off

Decisão extraída

The complaint was struck off because the matter had become moot after the new zoning regulation entered into force.

Fundamentação extraída

The contested zoning situation ceased to exist once the city adopted a new plan, approved by the cantonal authority and effective as of 21 April 2001.

Questão jurídica principal

How the costs of the mootness dismissal should be allocated

Decisão extraída

Court fees of CHF 1,500 were imposed on the Politische Gemeinde Zürich; no party compensation was awarded.

Fundamentação extraída

The parties had agreed that the city would bear the costs and the respondent would waive compensation; moreover, an inspection had already been held and the case had progressed sufficiently to justify charging a fee.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.