Cantonal exclusion upheld for suspected drug-related conduct

2A.56/2004Tribunal Federal / Divisão de Direito Público II5 de fev. de 2004Dismissed

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Resumo Omnilex

The Federal Court dismissed the administrative appeal against the Basel-Stadt foreign police order excluding the appellant from the canton. It held that the police report and the later petty theft conviction provided sufficient concrete indications of conduct endangering public security within the meaning of Art. 13e ANAG. The Court also found no disproportionality. The case was decided in simplified proceedings, and no costs were imposed.

Sumário Omnilex

Art. 13e ANAG; exclusion from a cantonal area requires that the foreigner without a residence or settlement permit disturb or endanger public security and order, including in particular in relation to unlawful drug trafficking. Concrete indications of participation in criminal activity in the drug milieu may suffice; a completed conviction for a drug offence is not necessary (consid. 3.2). The measure must remain proportionate, but where the file reveals no factors calling the order excessive, the exclusion is upheld. Manifestly unfounded appeals may be dismissed in simplified proceedings under Art. 36a OG, without levying costs.

Texto completo

{T 0/2}
2A.56/2004 /kil

Urteil vom 5. Februar 2004
II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Wurzburger, Präsident,
Bundesrichter Betschart, Hungerbühler,
Gerichtsschreiberin Diarra.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Einwohnerdienste des Kantons Basel-Stadt, Abteilung Internationale Kundschaft als kantonale Fremdenpolizei, Spiegelgasse 6, 4001 Basel,
Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Stadt, Einzelrichterin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, Bäumleingasse 1, 4051 Basel.

Gegenstand
Ausgrenzung gemäss Art. 13e ANAG,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Einzelrichterin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, vom 23. Dezember 2003.

Das Bundesgericht stellt fest und zieht in Erwägung:

1.
X.________ (geb. 1984), Staatsangehöriger der Elfenbeinküste, hält sich in der Schweiz als dem Kanton Basel-Landschaft zugeteilter Asylbewerber auf. Sein Asylgesuch wurde vom Bundesamt für Flüchtlinge mit Entscheid vom 16. November 2002 unter Festsetzung einer Ausreisefrist bis zum 3. Dezember 2002 abgewiesen.

Am 22. Mai 2002 wurde X.________ in Basel bei einem möglichen Drogenverkauf beobachtet und bei der anschliessenden polizeilichen Kontrolle wurden verschiedene auf eine Tätigkeit im Drogengeschäft hinweisende Indizien festgestellt (sofortiges Ausschalten des Natels nach der Festnahme und Verweigerung der Angabe des PIN, heftige Schluckbewegungen, relativ grosse Barschaft von ungefähr Fr. 350.--). Wegen eines am 10. November 2003 in Basel begangenen Ladendiebstahls wurde er mit Urteil des Strafbefehlsrichters Basel-Stadt vom 11. November 2003 des geringfügigen Diebstahls schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 400.-- verurteilt. Am 28. November 2003 wurde er wegen eines anderen, ebenfalls am 10. November 2003 in Basel begangenen geringfügigen Diebstahls verzeigt.
2.
Am 11. November 2003 verfügten die Einwohnerdienste Basel-Stadt gegenüber X.________ die Ausgrenzung aus dem ganzen Gebiet des Kantons Basel-Stadt.

Die dagegen beim Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Stadt erhobene Beschwerde wies die Einzelrichterin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht mit Urteil vom 23. Dezember 2003 ab.
Mit am 26. Januar 2004 an das Appellationsgericht Basel-Stadt gerichteter, zuständigkeitshalber an das Bundesgericht weitergeleiteter Eingabe erhebt X.________ Beschwerde gegen das Urteil der Einzelrichterin.
Das Bundesgericht hat darauf verzichtet, Vernehmlassungen einzuholen.
3.
3.1 Gemäss Art. 13e Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; SR 142.20) kann die zuständige kantonale Behörde einem Ausländer, der keine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt und der die öffentliche Sicherheit und Ordnung stört oder gefährdet, insbesondere zur Bekämpfung des widerrechtlichen Betäubungsmittelhandels, die Auflage machen, ein ihm zugewiesenes Gebiet nicht zu verlassen oder ein bestimmtes Gebiet nicht zu betreten.
3.2 Die in Art. 13e Abs. 1 ANAG umschriebenen Voraussetzungen für eine Ausgrenzung sind im Falle des Beschwerdeführers aufgrund der Feststellungen im Polizeirapport der Kantonspolizei Basel-Stadt vom 22. Mai 2002, wonach deutliche Indizien für die Beteiligung am Drogenhandel bestehen, sowie aufgrund des am 10. November 2003 begangenen Ladendiebstahls gegeben. In diesem Verhalten liegt eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit im Sinne der genannten Gesetzesbestimmung, die ausreicht, um die angefochtene Massnahme zu rechtfertigen. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist nicht stichhaltig. Wohl gibt er nur den Ladendiebstahl zu und bestreitet die übrigen Vorwürfe, doch darf eine Ein- oder Ausgrenzung schon dann angeordnet werden, wenn - wie hier - konkrete Anhaltspunkte für den Verdacht der Begehung strafbarer Handlungen im Drogenmilieu bestehen. Im Übrigen ist auch nichts ersichtlich, was die verfügte Ausgrenzung als unverhältnismässig erscheinen lassen könnte.
4.
Die offensichtlich unbegründete Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG abzuweisen. Es werden keine Kosten erhoben.

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, den Einwohnerdiensten des Kantons Basel-Stadt, Abteilung Internationale Kundschaft als kantonale Fremdenpolizei, und dem Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Stadt, Einzelrichterin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, sowie dem Bundesamt für Flüchtlinge schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 5. Februar 2004
Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Palavras-chave

immigration controlpublic securitydrug-related suspicionexclusion orderproportionalitysimplified proceedingscost waiver

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the cantonal exclusion under Art. 13e ANAG was justified by a disturbance or danger to public security and order.

Decisão extraída

Yes. Concrete indications of drug-related offending, together with petty theft, were sufficient to establish a threat to public security and to justify the exclusion.

Fundamentação extraída

The court relied on the police report showing clear indications of involvement in drug dealing and on the later theft conviction. It held that an exclusion may be ordered on concrete indications of criminal activity in the drug milieu, even if not all allegations are admitted.

Questão jurídica principal

Whether the exclusion was disproportionate.

Decisão extraída

No. The record disclosed nothing that would make the measure appear disproportionate.

Fundamentação extraída

Given the seriousness of the suspicions and the appellant's conduct, there was no basis to find the measure excessive.

Questão jurídica principal

Whether the administrative appeal should be granted or dismissed in simplified proceedings.

Decisão extraída

The appeal was manifestly unfounded and had to be dismissed under the simplified procedure.

Fundamentação extraída

Because the legal prerequisites for the exclusion were met and no convincing counterarguments were raised, the Federal Court disposed of the case summarily.

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