Inadmissibility of appeal against non-renewal of residence permit

2C_239/2012Tribunal Federal / Divisão de Direito Público II15 de mar. de 2012Dismissed

Abrir fonte

Extraído pela Omnilex

Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appeal against the refusal to extend a residence permit was inadmissible because the appellant did not show any arguable legal entitlement to renewal. The filing could also not be treated as a subsidiary constitutional complaint, since no constitutional rights violation was specifically alleged. The Court therefore declined to enter into the case, refused legal aid as the appeal was hopeless, and imposed court costs of CHF 500 on the appellant.

Sumário Omnilex

Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; admissibility of a public-law appeal against non-renewal of an alien-law permit: such a remedy is excluded where no federal-law or treaty-based entitlement is plausibly demonstrated. The appellant bears the burden, in a sufficiently arguable manner, of establishing the existence of a claim when admissibility is doubtful (consid. 2.1). A filing cannot be requalified as subsidiary constitutional complaint unless violations of constitutional rights are specifically invoked and reasoned; a bare assertion of excessive formalism is insufficient (consid. 2.2). Hopelessness precludes legal aid under Art. 64 BGG; costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 2.4).

Texto completo

{T 0/2}
2C_239/2012

Urteil vom 15. März 2012
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin, vertreten durch Beratungsstelle für Ausländer M. Milovanovic,

gegen

Migrationsamt des Kantons Zürich,
Berninastrasse 45, Postfach, 8090 Zürich,
Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Neumühlequai 10, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Aufenthaltsbewilligung,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 2. Kammer, vom 1. Februar 2012.

Erwägungen:

1.
X.________, 1968 geborene türkische Staatsangehörige, reiste im Oktober 2007 in die Schweiz ein und erhielt am 23. November 2007 eine Aufenthaltsbewilligung mit dem Zweck der Berufsausübung als Oberassistentin an einem Institut der Universität Zürich. In der Folge belegte sie eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der ETH Zürich, zuletzt als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Neuenburg. Seit Ende August 2010 ist sie arbeitslos. Zuletzt wurde ihre Aufenthaltsbewilligung bis zum 28. Februar 2011 verlängert. Das Migrationsamt des Kantons Zürich lehnte eine weitere Bewilligungsverlängerung ab. Die dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos (zuletzt Urteil des Verwaltungsgericht des Kantons Zürich vom 1. Februar 2012).
Mit vom 14. März 2012 datierter Beschwerde beantragt X.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben und das Migrationsamt des Kantons Zürich sei zu verpflichten, ihr die Aufenthaltsbewilligung für weitere zwölf Monate zu verlängern.

2.
2.1 Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG).
Zwar prüft das Bundesgericht seine Zuständigkeit bzw. die Zulässigkeit eines Rechtsmittels von Amtes wegen und mit freier Kognition (Art. 29 Abs. 1 BGG; BGE 136 II 497 E. 3 S. 499 mit Hinweisen). Ist jedoch die Zulässigkeit eines Rechtsmittels zweifelhaft, beschlägt die der Beschwerde führenden Partei obliegende Begründungspflicht gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG grundsätzlich auch die Eintretensvoraussetzungen (vgl. BGE 134 II 45 E. 2.2.3 S. 48; 133 II 249 E. 1.1 S. 251, 353 E. 1 S. 356, 400 E. 2 S. 404). Die für deren Vorliegen massgeblichen Aspekte müssen diesfalls aufgezeigt werden; bei der Anfechtung eines Entscheids über die Nichtverlängerung einer ausländerrechtlichen Bewilligung ist das Bestehen eines Anspruchs in vertretbarer Weise geltend zu machen.
Es ist nicht ersichtlich, gestützt auf welche Norm des Landesrechts oder eines Staatsvertrags die vor gut vier Jahren als 39-Jährige in die Schweiz eingereiste Beschwerdeführerin einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung haben könnte; in der Beschwerdeschrift wird das Bestehen eines solchen nicht in vertretbarer Weise geltend gemacht. Als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist das eingereichte Rechtsmittel offensichtlich unzulässig (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG).

2.2 Die Rechtsschrift kann auch nicht als subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) entgegengenommen werden: Mit diesem Rechtsmittel lässt sich allein die Verletzung verfassungsmässiger Rechte rügen; entsprechende Rügen bedürfen spezifischer Geltendmachung und Begründung (Art. 106 Abs. 2 BGG). Solche Rügen erhebt die Beschwerdeführerin nicht. Die Behauptung, dass bisher angeblich überspitzter Formalismus geübt worden sei, genügt nicht.

2.3 Auf die Beschwerde ist mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.4 Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht entsprochen werden (Art. 64 BGG). Damit sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 2. Kammer, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. März 2012

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Palavras-chave

residence permitinadmissibilitylegal entitlementconstitutional complaintlegal aidcourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal in public law matters was admissible despite the lack of a claimed entitlement to a residence permit extension.

Decisão extraída

The appeal was not admissible because no plausible legal entitlement to renewal under domestic law or a treaty was shown.

Fundamentação extraída

In matters of alien law, appeals against non-renewal of a permit are inadmissible when neither federal law nor international law grants a right. The appellant did not substantiate any such right in a sufficiently arguable manner.

Questão jurídica principal

Whether the filing could be treated as a subsidiary constitutional complaint.

Decisão extraída

It could not be treated as a subsidiary constitutional complaint because no specific constitutional rights violation was properly raised and substantiated.

Fundamentação extraída

Such a remedy is limited to constitutional rights claims, which must be expressly and specifically argued. The mere allegation of excessive formalism was insufficient.

Questão jurídica principal

Whether legal aid should be granted.

Decisão extraída

Legal aid was denied because the appeal had no prospect of success.

Fundamentação extraída

Under the applicable rule, hopeless proceedings do not justify free legal assistance.

Questão jurídica principal

Who bears the court costs.

Decisão extraída

The appellant was ordered to pay court costs.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome of the proceedings and were imposed on the unsuccessful appellant.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.