Federal appeal inadmissible for lack of proper challenge object and reasoning

2C_553/2009Tribunal Federal / Divisão de Direito Público II14 de set. de 2009Inadmissible

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The appellant challenged tax matters concerning 2002, but repeatedly failed to submit an appealable final cantonal decision and did not provide a legally sufficient reasoning. After several procedural instructions, he finally filed a non-final decision of the Aargau Tax Appeals Court, which could not serve as a valid challenge object. The Federal Supreme Court therefore refused to enter into the appeal in simplified proceedings and ordered the appellant to pay court costs of CHF 1,000.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1–3 und 5 BGG, Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG, Art. 95 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG; inadmissibility of a federal appeal for lack of a proper appealable decision and insufficient reasoning. The appellant must designate and file the decision attacked; absent a final cantonal decision within the meaning of Art. 86 BGG, the Federal Supreme Court does not enter into the matter. The written submissions must set out, in a reasoned manner, which federal law was allegedly violated; mere references to tax assessments or auxiliary enforcement documents do not satisfy Art. 42 BGG. If these requirements are manifestly unmet, non-entry follows in simplified proceedings under Art. 108 BGG, with costs ordinarily borne by the appellant.

Texto completo

{T 0/2}
2C_553/2009

Urteil vom 14. September 2009
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Müller, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Steueramt des Kantons Aargau.

Gegenstand
Gemeinde-, Kantons- und direkte Bundessteuer 2002,

Beschwerde gegen den Entscheid des Steuerrekursgerichts des Kantons Aargau vom 25. August 2005.

Erwägungen:

1.
Am 13. Februar 2009 gelangte X.________ mit einem Schreiben in französischer Sprache ans Bundesgericht. Er erklärte, bei der "décision fiscale de 2002" seien nicht alle massgeblichen Angaben berücksichtigt worden, er wünsche eine neue Berechnung; die Sache sei an das "Tribunal juridiction financière dans le Canton d'Argovie pour nouveau audience" zurückzuweisen. Das Schreiben war, unter anderem, betitelt mit "opposition contre la décision de 04.02.2009 Tribunal cantonal".

Im Auftrag des Präsidenten der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung wurde dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 16. Februar 2009 mitgeteilt, wie vorzugehen ist, wenn Beschwerde ans Bundesgericht erhoben wird. Namentlich wurde darauf hingewiesen, dass nur letztinstanzliche kantonale Entscheide angefochten werden könnten, die zu bezeichnen und der Beschwerde beizulegen seien. In der Folge wurde in dieser Angelegenheit weitere Korrespondenz geführt. Der Beschwerdeführer nahm dabei Bezug auf Steuerrechnungen und entsprechende Mahnungen, die er beilegte, sowie auf eine "décision de 08.06.2009 Tribunal cantonal" (offenbar des Kantons Bern) im Zusammenhang mit einem Zahlungsbefehl. In einem weiteren belehrenden Schreiben vom 28. August 2009 teilte das präsidierende Mitglied dem Beschwerdeführer mit, dass - soweit die Ermessensveranlagung des Kantons Aargau 2002 bemängelt werde - höchstens ein Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau beim Bundesgericht angefochten werden könnte; da es - in Berücksichtigung der bisherigen Angaben des Beschwerdeführers - an einem tauglichen Anfechtungsobjekt fehle, würde die Angelegenheit, ohne anderslautenden Gegenbericht bis zum 11. September 2009, als für das Bundesgericht erledigt betrachtet. Am 10. September 2009 reichte der Beschwerdeführer einen Entscheid des Steuerrekursgerichts des Kantons Aargau vom 25. August 2005 ein, womit dieses auf einen Rekurs des Beschwerdeführers betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2002 mangels Leistung des Kostenvorschusses nicht eingetreten war. Im Begleitschreiben hielt er fest, dass er weder den fraglichen Entscheid noch eine Aufforderung zur Bezahlung des Kostenvorschusses je erhalten habe.

2.
Der Beschwerdeführer hat weder ein in seiner ersten Eingabe erwähntes Urteil des Kantonsgerichts vom 4. Februar 2009 noch ein später erwähntes Urteil des Obergerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2009 vorgelegt. Der Beschwerdeführer wurde mehrmals und unter Fristansetzung (zuletzt mit Schreiben vom 17. August 2009) belehrt, dass er Entscheide, die er anfechten wolle, einreichen müsse, ansonsten Eingaben unbeachtet blieben. Soweit der Beschwerdeführer die beiden vorerwähnten letztinstanzlichen Entscheide anfechten wollte, kann seinen Eingaben keine Folge gegeben werden (Art. 42 Abs. 3 und 5 BGG). Beim schliesslich eingereichten Nichteintretensentscheid des Steuerrekursgerichts des Kantons Aargau vom 25. August 2009 handelt es sich nicht um einen kantonal-letztinstanzlichen Entscheid, wie der Beschwerdeführer einerseits der darauf angebrachten Rechtsmittelbelehrung, andererseits dem Schreiben des präsidierenden Mitglieds der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung vom 28. August 2009 hätte entnehmen können. Was diesen Entscheid betrifft, erweist sich eine Beschwerde in Anwendung von Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG als offensichtlich unzulässig. Hinzu kommt, dass sich keiner der zahlreichen Eingaben des Beschwerdeführers eine Begründung entnehmen lässt, welcher sich entnehmen liesse, inwiefern die kantonalen Behörden in einer der erwähnten Entscheidungen schweizerisches Recht (Art. 95 BGG) verletzt hätten; die sich aus Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ergebenden Form-Anforderungen, denen eine Rechtsschrift genügen muss, sind in keiner Weise erfüllt.

Auf die in jeder Hinsicht unzulässige bzw. untauglich begründete Beschwerde (Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG) ist im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten.

Diesem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Steueramt des Kantons Aargau, dem Steuerrekursgericht des Kantons Aargau und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. September 2009
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Müller Feller

Palavras-chave

taxationinadmissibilityappeal requirementsfinal decisionreasoningcourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal was admissible given the absence of a proper, final cantonal decision and deficient reasoning.

Decisão extraída

The appeal could not be entertained because the appellant did not submit an appealable cantonal final decision and failed to show any violation of federal law.

Fundamentação extraída

The court repeatedly instructed the appellant to file the decision attacked. The submitted tax recourse court decision was not a cantonal last-instance decision, and the submissions did not satisfy the statutory requirements for reasoning and identification of the challenged decision.

Questão jurídica principal

Who bears the court costs of the inadmissible appeal?

Decisão extraída

The appellant must bear the court costs.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome of the proceedings; since the appeal was inadmissible, the appellant was ordered to pay the costs.

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