Extension of removal detention upheld

2C_595/2008Tribunal Federal / Divisão de Direito Público II22 de ago. de 2008Dismissed

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed the detainee's appeal against the cantonal court's decision extending his removal detention by six months. It held that the appellant had been finally removed in asylum proceedings, had not procured travel documents, and that removal still appeared feasible in the near future. The court found the extension proportionate despite the difficulties in executing removal and noted that cooperation with the authorities could shorten detention. Given the appellant's indigence and the nature of the case, no court costs were imposed.

Sumário Omnilex

Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und Abs. 3 AuG; Art. 80 Abs. 5 and Art. 90 AuG; Art. 109 and Art. 66 Abs. 1 BGG; extension of removal detention and proportionality. Removal detention remains permissible where a person is subject to a final removal order, has failed to procure travel documents despite requests, and removal appears achievable within a foreseeable period. A six-month extension, even at the upper limit, is not disproportionate if detention may be shortened through cooperation and the enforcement difficulties stem from the detainee's conduct. The court may decide in summary procedure when the appeal is manifestly unfounded; costs may be waived in view of indigence and the circumstances of removal enforcement.

Texto completo

{T 0/2}
2C_595/2008

Urteil vom 22. August 2008
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Müller,
Bundesrichterin Aubry Girardin,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Parteien
X.________, z.Zt. Kantonalgefängnis,
Beschwerdeführer,

gegen

Migrationsamt des Kantons Thurgau, Schlossmühlestrasse 7, 8510 Frauenfeld.

Gegenstand
Verlängerung der Ausschaffungshaft,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 31. Juli 2008.

Erwägungen:

1.
X.________ will aus Marokko stammen, dürfte aber eher tunesischer Staatsbürger sein. Das Migrationsamt des Kantons Thurgau nahm ihn am 2. Mai 2008 in Ausschaffungshaft, welche der Haftrichter am Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau am 31. Juli 2008 um sechs Monate verlängerte. X.________ beantragt vor Bundesgericht, er sei aus der Haft zu entlassen.

2.
Seine Eingabe erweist sich als offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden; es erübrigt sich zu prüfen, ob die Beschwerde den Begründungsanforderungen von Art. 42 BGG genügt (vgl. zur Publikation bestimmtes Urteil 1C_380/2007 vom 19. Mai 2008, E. 2):

2.1 Der Beschwerdeführer ist im Asylverfahren rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen worden (Verfügung des Bundesamts für Migration vom 19. März 2008 bestätigt mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. März 2008). Er hat sich trotz wiederholter Aufforderungen keine Reisepapiere beschafft und das Land nicht verlassen; er erfüllt deshalb den Haftgrund von Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 AuG (SR 142.20). Die Abklärungen bei den tunesischen Behörden sind im Gang; es kann nicht gesagt werden, dass diese nicht in absehbarer Zeit zu seiner Ausschaffung führen könnten. Der Umstand, dass sich der Vollzug seiner Wegweisung wegen seines Verhaltens ("Zigeunerdasein") schwierig gestaltet, lässt seine Festhaltung nicht bereits unverhältnismässig erscheinen; gerade wegen solcher Probleme hat der Gesetzgeber die Haftdauer erhöht und die Möglichkeit der Haftverlängerung - inzwischen bis zu achtzehn Monaten - geschaffen (Art. 76 Abs. 3 AuG; BGE 133 II 1 E. 4.2).

2.2 Zwar erscheint eine Haftverlängerung direkt um sechs Monate an der oberen Grenze des Zulässigen (vgl. BGE 126 II 439 ff.); sie ist indessen mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer um Haftentlassung ersuchen (Art. 80 Abs. 5 AuG) und seine Festhaltung verkürzen kann, indem er mit den Behörden kooperiert (vgl. Art. 90 AuG), nicht unverhältnismässig. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Schweiz bei einer Haftentlassung innert vier Tagen verlassen zu wollen, ist nicht ersichtlich, wie er dies ohne gültige Papiere rechtmässig tun könnte. Sollte er solche vorlegen, könnten die schweizerischen Behörden prüfen, ob ein legaler Wegweisungsvollzug in einen Drittstaat möglich ist (Art. 69 Abs. 2 AuG); andernfalls ist nur sein Heimatstaat verpflichtet, ihn zurückzunehmen (BGE 133 II 97 E. 4.2.2). Seinem Gesundheitszustand kann im Rahmen des Festhaltungsvollzugs Rechnung getragen werden. Für alles Weitere wird auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).

3.
Aufgrund der besonderen Umstände (Bedürftigkeit, Wegweisungsvollzug) sind keine Kosten zu erheben (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Migrationsamt des Kantons Thurgau wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass das vorliegende Urteil dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 22. August 2008
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Merkli Hugi Yar

Palavras-chave

removal detentionproportionalitytravel documentscooperationsummary procedurecourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the appeal against the six-month extension of removal detention was admissible and well founded under the summary procedure.

Decisão extraída

The appeal was manifestly unfounded and could be dismissed in summary proceedings under Article 109 BGG.

Fundamentação extraída

The complaint did not raise any arguable ground requiring further examination; the court relied on the lower court's reasoning for the remainder.

Questão jurídica principal

Whether the requirements for removal detention and its six-month extension were met.

Decisão extraída

The detention and its extension were lawful and proportionate.

Fundamentação extraída

The appellant had been finally removed in asylum proceedings, had not obtained travel documents despite repeated requests, and there remained a realistic prospect of removal once the ongoing inquiries with Tunisian authorities progressed. His cooperation could shorten detention, and a six-month extension was not disproportionate in the circumstances.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged.

Decisão extraída

No court costs were imposed because of the appellant's indigence and the nature of the removal-enforcement proceedings.

Fundamentação extraída

Special circumstances justified waiving costs under the Federal Supreme Court Act.

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