Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

4D_11/2008Tribunal Federal / Divisão Civil I19 de fev. de 2008Inadmissible

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Resumo Omnilex

The employer challenged a cantonal judgment ordering payment of CHF 4,394.80 plus interest in an employment dispute. After the Federal Court asked whether the filing should be treated as a complaint and warned that it lacked sufficient reasoning, the appellant confirmed his intent to appeal. The Court held that the written submissions did not meet the federal substantiation requirements for constitutional complaints and therefore did not enter into the matter. In view of the circumstances, it waived court costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; Begründungsanforderungen der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen bzw. verfassungsrechtlichen Rügen; das Bundesgericht tritt auf eine Eingabe nicht ein, wenn sie sich nicht hinreichend mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt und keine ausdrücklich erhobenen, substanziierten Grundrechts- oder verfassungsmässigen Rügen enthält. Eine bloss pauschale Anfechtung genügt nicht; das Gericht prüft solche Rügen nicht von Amtes wegen (E. 2). Bei Nichteintreten können die Gerichtskosten ausnahmsweise erlassen werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Texto completo

{T 0/2}
4D_11/2008 /len

Urteil vom 19. Februar 2008
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

B.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Arbeitsvertrag; Lohnzahlung,

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 3. Kammer, vom 10. Dezember 2007.

In Erwägung,
dass der Beschwerdeführer auf Klage des Beschwerdegegners vom Arbeitsgericht Lenzburg mit Urteil vom 15. Mai 2007 zur Zahlung von Fr. 4'394.80 nebst 5 % Zins seit 28. Dezember 2004 verpflichtet wurde;
dass der Beschwerdeführer an das Obergericht des Kantons Aargau appellierte, das sein Rechtsmittel mit Urteil vom 10. Dezember 2007 abwies;
dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht in Luzern eine vom 15. Januar 2008 datierte Eingabe einreichte, aus der nicht klar hervorging, ob er das Urteil des Obergerichts anfechten wollte;
dass der Beschwerdeführer mit Schreiben des Bundesgerichts vom 17. Januar 2008 angefragt wurde, ob seine Eingabe vom 15. Januar 2008 als Beschwerde behandelt werden solle, wobei er darauf hingewiesen wurde, dass seine Eingabe die vom Gesetz vorgeschriebenen Begründungsanforderungen nicht erfülle;
dass der Beschwerdeführer mit Antwortbrief vom 24. Januar 2008 erklärte, er wolle gegen das Urteil des Obergerichts vom 10. Dezember 2007 Beschwerde beim Bundesgericht einlegen;
dass die beiden schriftlichen Eingaben des Beschwerdeführers und die zugehörigen Beilagen am 28. Januar 2008 dem Bundesgericht in Lausanne zugesandt wurden;
dass die Streitsache, welche dem angefochtenen Urteil des Obergerichts vom 10. Dezember 2007 zugrunde liegt, den Bereich des Arbeitsrechts betrifft, weshalb die I. zivilrechtliche Abteilung des Bundesgerichts in Lausanne zur Behandlung der Beschwerde zuständig ist (Art. 31 Abs. 1 lit. a des Reglementes für das Bundesgericht vom 20. November 2006 [SR 173.110.131]);
dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass die Eingaben des Beschwerdeführers vom 15. und 24. Januar 2008 diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügen, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);
dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 19. Februar 2008
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Corboz Huguenin

Palavras-chave

employment contractsalary paymentconstitutional complaintadmissibilityreasoning requirementnon-entrycourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the constitutional complaint satisfied the federal reasoning requirements for admissibility.

Decisão extraída

The submissions did not sufficiently explain which rights were violated by the cantonal decision or properly raise and substantiate constitutional grievances.

Fundamentação extraída

Under Arts. 42(2) and 106(2) BGG, the complaint must engage with the reasoning of the challenged decision and expressly and substantively raise constitutional violations; the appellant's letters did not do so.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged despite inadmissibility.

Decisão extraída

No court costs were levied in the circumstances.

Fundamentação extraída

Given the case posture and circumstances, the court waived the collection of judicial costs under Art. 66(1) BGG.

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