Non-entry for insufficiently reasoned constitutional complaint

4D_49/2007Tribunal Federal / Divisão Civil I12 de nov. de 2007Inadmissible

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The Federal Supreme Court held that the subsidiary constitutional complaint was insufficiently reasoned because the appellant did not explain, with reference to the cantonal judgment, how her constitutional rights were violated. The complaint was therefore not entertained. The appellant's request for free legal aid was refused because the appeal was hopeless. In view of the circumstances, the court waived the imposition of court costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 und Art. 117 BGG; subsidiäre Verfassungsbeschwerde: Begründungsanforderungen; Nichteintreten bei ungenügender Rügeausführung. Die Beschwerdeschrift hat in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzutun, welche verfassungsmässigen Rechte inwiefern verletzt sein sollen; blosse Zitierung von Grundrechten genügt nicht. Unterbleibt eine hinreichende Begründung, ist auf das Rechtsmittel nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist bei Aussichtslosigkeit abzuweisen (Art. 64 BGG); die Kosten können ausnahmsweise erlassen werden (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG).

Texto completo

{T 0/2}
4D_49/2007/wim

Urteil vom 12. November 2007
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Gerichtsschreiber Leemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Hemmeler,
Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, Obere Vorstadt 38, 5000 Aarau.

Gegenstand
Werkvertrag; Zivilprozess,

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht,
4. Kammer, vom 27. Juli 2007.

In Erwägung:
dass der Präsident II des Bezirksgerichts Zofingen die Beschwerdeführerin mit Entscheid vom 28. Februar 2007 verpflichtete, der Beschwerdegegnerin den Betrag von Fr. 4'005.80 (nebst Zins) zu bezahlen und auf die Widerklage der Beschwerdeführerin nicht eintrat;
dass das Obergericht des Kantons Aargau die gegen den Entscheid des Präsidenten II des Bezirksgerichts Zofingen vom 28. Februar 2007 erhobene Appellation der Beschwerdeführerin mit Urteil vom 27. Juli 2007 abwies;
dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 16. September 2007 beim Bundesgericht erklärt hat, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 27. Juli 2007 mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde anzufechten;
dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen zu begründen sind (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG in Verbindung mit Art. 117 BGG);
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Rechtsschrift zwar Art. 7, 9, 12, 17 sowie 35 BV erwähnt, ohne jedoch zu begründen, inwiefern die Vorinstanz die genannten Bestimmungen verletzt haben soll;
dass die Beschwerdeführerin mit Verweis auf Erwägung 3 des angefochtenen Entscheids rügt, der Zeuge Z.________ sei zu Unrecht nicht vorgeladen worden, ohne darzulegen, inwiefern darin eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte liegen soll;
dass sich die Beschwerdeführerin mit Verweis auf Erwägung 4 des angefochtenen Entscheids unter Berufung auf das Willkürverbot (Art. 9 BV) sowie den Gehörsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV) sinngemäss gegen die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege durch die Erstinstanz wehrt, ohne auf die Erwägung der Vorinstanz einzugehen, wonach die entsprechende Verfügung von der Beschwerdeführerin unangefochten geblieben war und ohne näher zu begründen, worin eine Verletzung der genannten Rechte bestehen soll;
dass die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 16. September 2007 die erwähnten Begründungsanforderungen daher nicht erfüllt, weshalb auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG in Verbindung mit Art. 117 BGG nicht eingetreten werden kann;
dass das sinngemäss gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 BGG);
dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

erkennt der Präsident:
1.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.
2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
3.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. November 2007

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

constitutional complaintreasoning requirementsinadmissibilityfree legal aidcourt costscivil contract dispute

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Questão jurídica principal

Whether the subsidiary constitutional complaint met the Federal Supreme Court's reasoning requirements.

Decisão extraída

No. The filing merely cited constitutional provisions and objections without showing, with reference to the contested judgment, which constitutional rights were violated.

Fundamentação extraída

Under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG in conjunction with Art. 117 BGG, a constitutional complaint must specifically explain the alleged violations. The appellant failed to do so.

Questão jurídica principal

Whether the request for free legal aid should be granted.

Decisão extraída

No. The complaint was hopeless, so legal aid had to be refused.

Fundamentação extraída

Because the complaint was inadmissible for lack of reasoning, it was prospectively without merit within the meaning of Art. 64 BGG.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be levied.

Decisão extraída

No court costs were imposed exceptionally.

Fundamentação extraída

The court exercised its discretion under Art. 66(1) second sentence BGG to waive costs.

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