Non-entry on insufficiently reasoned constitutional complaint

5D_154/2010Tribunal Federal / Divisão Civil II10 de dez. de 2010Inadmissible

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The Federal Supreme Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against a cantonal appellate judgment in definitive debt enforcement. It held that the filing did not satisfy the strict substantiation requirements for constitutional complaints because it failed to address the cantonal court's decisive reasoning and to show a constitutional violation. The court therefore did not enter into the complaint. The unsuccessful complainant was ordered to pay CHF 300 in court costs.

Sumário Omnilex

Art. 116 f. BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint: strict duty to reason; a complaint is inadmissible if it does not, by reference to the decisive grounds of the cantonal decision, clearly and specifically indicate which constitutional rights were violated and how. Mere disagreement with the outcome or unsubstantiated assertions is insufficient (consid. 1). Under Art. 66 Abs. 1 BGG, the costs of the federal proceedings are borne by the unsuccessful party (consid. 2).

Texto completo

{T 0/2}
5D_154/2010

Urteil vom 10. Dezember 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Benvenuto Savoldelli,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau (Zivilgericht, 5. Kammer) vom 1. November 2010.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil vom 1. November 2010 des Obergerichts des Kantons Aargau, das auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers, soweit den Rechtsöffnungsentscheid vom 17. Mai 2010 des Gerichtspräsidiums A.________ (Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an die Beschwerdegegnerin für Fr. 4'545.-- nebst Zins und Kosten) betreffend, nicht eingetreten ist, jedoch in teilweiser Gutheissung der Beschwerde Dispositiv-Ziffer 1 des Ergänzungsurteils des Gerichtspräsidiums vom 29. Juni 2010 (definitive Rechtsöffnung auch für Zustellkosten von Fr. 36.--) aufgehoben hat,

in Erwägung,
dass gegen das in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangene Urteil des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Urteil vom 1. November 2010 erwog, gegen das dem Beschwerdeführer am 8. Juni 2010 zugestellte Urteil vom 17. Mai 2010 habe dieser erst am 10. Juli 2010 und damit nach Ablauf der 10-tägigen Beschwerdefrist Beschwerde erhoben, rechtzeitig sei dagegen die Beschwerde, soweit der Beschwerdeführer auch das Ergänzungsurteil vom 29. Juni 2010 anfechte, in diesem zweiten Urteil sei zu Unrecht zusätzlich für die Zustellkosten die definitive Rechtsöffnung erteilt worden, weil der Gläubiger berechtigt sei, von den Zahlungen des Schuldners die Betreibungskosten vorab zu erheben (Art. 68 Abs. 2 SchKG), und daher keiner Rechtsöffnung bedürfe,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden Erwägungen des Obergerichts eingeht,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 1. November 2010 verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. Dezember 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Palavras-chave

debt enforcementdefinitive enforcementconstitutional complaintadmissibilitysubstantiationcostsnon-entry

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Questão jurídica principal

Whether the constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Decisão extraída

It was not. The filing failed to engage with the cantonal court's decisive reasoning and did not show any constitutional violation in the required manner.

Fundamentação extraída

In a subsidiary constitutional complaint, constitutional rights must be specifically invoked and substantiated by reference to the challenged reasoning. The appellant did not meet this standard, so the court could not enter into the merits.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be imposed on the unsuccessful complainant.

Decisão extraída

Yes. The losing complainant bears the federal court costs.

Fundamentação extraída

Under the Federal Supreme Court Act, costs follow the outcome and are imposed on the unsuccessful party.

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