Non-entry on subsidiary constitutional complaint in debt enforcement

5D_85/2013Tribunal Federal / Divisão Civil II15 de abr. de 2013Dismissed

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Resumo Omnilex

The Federal Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against a cantonal ruling confirming definitive debt enforcement for CHF 800 in court costs. The complainant also sought unrelated relief, including lifting a third party’s guardianship and damages of CHF 180,000. The Court held that these requests were خارج the scope of the cantonal and federal proceedings. As the filing did not engage with the decisive cantonal reasoning and contained no sufficiently reasoned constitutional complaint, the Court declared it inadmissible in summary procedure. Court costs of CHF 150 were charged to the complainant.

Sumário Omnilex

Art. 113 ff., Art. 116, Art. 117, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. a and b BGG; subsidiary constitutional complaint. The Federal Court enters into such a remedy only if it is directed against a decision subject to this extraordinary remedy and if the appellant alleges, with reference to the challenged reasoning, a specific violation of constitutional rights in a sufficiently clear and detailed manner. Requests not raised before the cantonal instance, or unrelated to the subject matter of the cantonal proceedings, are inadmissible. Failure to address the decisive reasons of the cantonal decision results in non-entry under the simplified procedure; costs are borne by the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
5D_85/2013

Urteil vom 15. April 2013
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bezirksgericht Prättigau/Davos,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 22. Februar 2013 des Kantonsgerichts von Graubünden (Schuldbetreibungs- und Konkurskammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 22. Februar 2013 des Kantonsgerichts von Graubünden, das eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an den Beschwerdegegner für Fr. 800.-- abgewiesen hat,

in Erwägung,
dass gegen die in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangene Verfügung des Kantonsgerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe der Beschwerdeführerin als solche entgegengenommen worden ist,
dass die Verfassungsbeschwerde zum Vornherein unzulässig ist, soweit die Beschwerdeführerin die Aufhebung der Vormundschaft einer Drittperson und Schadenersatz von 180'000 Franken fordert, weil diese Begehren weder Gegenstand des kantonalen Verfahrens bildeten noch Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens sein können,
dass sodann in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Kantonsgericht in der Verfügung vom 22. Februar 2013 erwog, die Betreibungsforderung (der Beschwerdeführerin unter solidarischer Haftbarkeit auferlegte Gerichtskosten von Fr. 800.--) beruhe auf einem rechtskräftigen Beschwerdeentscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos und damit auf einem definitiven Rechtsöffnungstitel (Art. 80 Abs. 1 SchKG), zulässige Einwendungen im Sinne von Art. 81 Abs. 1 SchKG erhebe die Beschwerdeführerin keine, im Rechtsöffnungsverfahren könne die materielle Begründetheit der Forderung ebenso wenig überprüft werden wie das zum definitiven Rechtsöffnungstitel führende Verfahren, die Rechtsöffnung sei zu Recht erteilt worden und die Beschwerde somit abzuweisen,
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden kantonsgerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass sie auch keine Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend macht,
dass sie erst recht nicht anhand der kantonsgerichtlichen Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch die Verfügung des Kantonsgerichts vom 22. Februar 2013 verletzt sein sollen,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige bzw. keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist,
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,
erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 150.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graubünden schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. April 2013

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Palavras-chave

debt enforcementdefinitive enforcementsubsidiary constitutional complaintadmissibilityconstitutional reasoningcourt costs

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Questão jurídica principal

Admissibility of the subsidiary constitutional complaint against the cantonal debt-enforcement decision

Decisão extraída

The complaint is inadmissible and the Federal Court will not enter into it.

Fundamentação extraída

The filing did not address the decisive cantonal reasoning, did not allege any constitutional violation, and did not substantiate such violations with the required specificity.

Questão jurídica principal

Requests for lifting a guardianship of a third person and payment of CHF 180,000 damages

Decisão extraída

These requests cannot be examined in this proceeding.

Fundamentação extraída

They were not part of the cantonal proceedings and cannot be introduced for the first time before the Federal Court.

Questão jurídica principal

Court costs before the Federal Court

Decisão extraída

Court costs are imposed on the unsuccessful complainant.

Fundamentação extraída

As the complainant failed, she must bear the costs under the Federal Court Act.

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