Non-entry on complaint against non-prosecution decision

6B_113/2014Tribunal Federal / Divisão Penal3 de mar. de 2014Inadmissible

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Resumo Omnilex

The complainant challenged a cantonal non-entry decision concerning alleged misuse of his pension assets by his guardian. The Federal Supreme Court held that the complaint was insufficiently reasoned and, to the extent admissible at all, disclosed no punishable conduct or hearing violation. It therefore did not enter into the complaint. Legal aid was refused because the case was hopeless, and the appellant was ordered to pay CHF 500 in court costs. No compensation was awarded to the two individual respondents.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 64, Art. 65 Abs. 2, Art. 66 Abs. 1 BGG; Art. 428 Abs. 1 StPO: A complaint that does not substantiate, with reference to the contested reasoning, why the cantonal authority erred is inadmissible in the summary procedure under Art. 108 BGG. A mere assertion that the lower court ignored submissions does not suffice to establish a violation of the right to be heard. A challenge to the cantonal cost order must likewise demonstrate the specific unlawfulness of the application of Art. 428 Abs. 1 StPO. Legal aid is refused when the prospects of success are lacking.

Texto completo

{T 0/2}

6B_113/2014

Urteil vom 3. März 2014

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Mathys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
2. Y.________,
3. Z.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Nichtanhandnahme (Falschbeurkundung usw.),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 17. Januar 2014.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.

Der Beschwerdeführer wirft seiner Vormundin vor, im Zusammenhang mit der Verwaltung seiner Pensionskassengelder strafbare Handlungen begangen zu haben. Der Regierungsstatthalter, welcher die Kontrolle und Aufsicht habe, sei Gehilfe. Die Regionale Staatsanwaltschaft Oberland nahm das Verfahren am 17. Dezember 2012 nicht an die Hand. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern am 17. Januar 2014 ab, soweit es darauf eintrat. Der Beschwerdeführer beantragt beim Bundesgericht, der Entscheid vom 17. Januar 2014 sei aufzuheben.

Da es nur um das Strafverfahren geht, sind die Anträge 2, 3, 4 und 5 unzulässig. Im Übrigen kann offenbleiben, ob der Beschwerdeführer zur Beschwerde vor Bundesgericht legitimiert ist.

Die Vorinstanz kommt zum Schluss, ein strafbares Verhalten der Beschuldigten sei nicht ersichtlich. Auch aus der Eingabe vor Bundesgericht ergibt sich ein solches Verhalten nicht. Soweit der Beschwerdeführer der Vormundin zur Last legt, sie habe versucht, an seine Pensionskassengelder heranzukommen, und sie habe ihn um mehr als Fr. 16'000.-- geschädigt, sind der Begründung keine Hinweise dafür zu entnehmen, dass die Vorwürfe berechtigt wären.

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Indessen sagt er nicht, auf welche seiner Ausführungen im Beschwerdeverfahren die Vorinstanz in ihrer Begründung noch hätte eingehen müssen. Sein Hinweis, sie habe seine Vorbringen "in Bausch und Bogen ignoriert", genügt den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht.

Die Vorinstanz hat sich den Ausführungen der Generalstaatsanwaltschaft angeschlossen. Welche Vorschrift dies nicht zuliesse, ergibt sich aus der Beschwerde nicht.

Schliesslich bemängelt der Beschwerdeführer, dass ihm die Kosten des kantonalen Beschwerdeverfahrens auferlegt wurden. Die Vorinstanz stützt sich insoweit auf Art. 428 Abs. 1 StPO. Inwieweit diese Bestimmung verletzt worden wäre, vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.

Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Den Beschwerdegegnern 2 und 3 ist keine Entschädigung auszurichten, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe hatten.

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. März 2014

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: Monn

Palavras-chave

non-entrycriminal complainthearing rightsinadmissibilitylegal aidcourt costsreasoning requirements

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal against the cantonal non-entry decision disclosed any criminally relevant conduct warranting review.

Decisão extraída

No such conduct was shown; the appeal revealed no basis to disturb the non-entry decision.

Fundamentação extraída

The cantonal court found no indicia of punishable conduct, and the federal filing likewise contained no substantiated facts showing the accusations to be justified.

Questão jurídica principal

Whether the appellant demonstrated a violation of the right to be heard.

Decisão extraída

No. The complaint did not identify which arguments the lower court had failed to address, so the pleading requirements were not met.

Fundamentação extraída

A bare assertion that the submissions were ignored does not satisfy Art. 42(2) BGG.

Questão jurídica principal

Whether the allocation of cantonal costs violated federal law.

Decisão extraída

No violation was shown in the application of Art. 428(1) StPO.

Fundamentação extraída

The appellant failed to explain why the cost order would be unlawful.

Questão jurídica principal

Whether the federal complaint was admissible in the ordinary review procedure.

Decisão extraída

No; the Federal Supreme Court did not enter into the complaint under Art. 108 BGG.

Fundamentação extraída

The submissions were insufficiently reasoned and, in part, inadmissible.

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