No extension of deadline in debt enforcement complaint

7B.113/2006Tribunal Federal / Divisão Penal II14 de ago. de 2006Dismissed

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X.________ challenged a seizure-related cantonal supervisory decision and asked the Federal Tribunal for a further deadline to file reasons. The court held that the complaint period under the SchKG is forfeitory and cannot be extended except in the narrow statutory cases for parties abroad or service by public notice. It also found that the timely filing failed to meet the formal substantiation requirements under Art. 79(1) OG. The complaint was therefore not admitted. Proceedings were noted as free of charge absent bad faith.

Sumário Omnilex

Art. 19 Abs. 1 SchKG, Art. 33 Abs. 3 SchKG, Art. 79 Abs. 1 OG; Beschwerdefrist im Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren als Verwirkungsfrist und Anforderungen an die Beschwerdeschrift. Die Beschwerdefrist ist grundsätzlich nicht erstreckbar; eine Verlängerung kommt nur in den gesetzlich ausdrücklich vorgesehenen Fällen in Betracht (Partei im Ausland oder Zustellung durch öffentliche Bekanntmachung). Eine nach Fristablauf eingereichte Ergänzung kann nicht berücksichtigt werden, selbst wenn sie rechtzeitig vorbehalten wurde. Die Beschwerdeschrift muss den beantragten Rechtsmittelantrag sowie die angerufenen Bundesrechtssätze und deren Verletzung kurz bezeichnen; fehlt es daran offensichtlich, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. Erw. 1).

Texto completo

{T 0/2}
7B.113/2006 /blb

Urteil vom 14. August 2006
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichter Meyer, Marazzi,
Gerichtsschreiber Levante.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, als obere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen, Postfach, 8023 Zürich.

Gegenstand
Pfändung,

SchKG-Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen vom 19. Juni 2006 (NR060040/U).

Die Kammer hat nach Einsicht
in den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen vom 19. Juni 2006, mit welchem die Beschwerde von X.________ gegen den Beschluss des Bezirksgerichts Winterthur vom 22. Mai 2006 als unterer Aufsichtsbehörde betreffend die Pfändung vom 25. Januar 2006 in der Betreibung Nr. xxxx (Betreibungsamt Elgg) abgewiesen wurde,
in die Beschwerde vom 6. Juli 2006 (Postaufgabe), mit welcher X.________ den Beschluss der oberen Aufsichtsbehörde (Zustelldatum: 26. Juni 2006) rechtzeitig an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen hat und beantragt, es sei ihm zur Ausarbeitung der Beschwerdebegründung eine Nachfrist zu gewähren, da die angesetzte Frist von zehn Tagen zu kurz gewesen sei,

in Erwägung,
dass es sich bei der Frist gemäss Art. 19 Abs. 1 SchKG um eine Verwirkungsfrist handelt, so dass eine nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereichte Ergänzungsschrift nicht mehr berücksichtigt werden könnte, selbst wenn sie in einer rechtzeitig eingereichten Beschwerdeschrift angekündigt wird (BGE 126 III 30 E. 1b S. 31),
dass eine Verlängerung der Frist nur möglich ist, wenn ein am Verfahren Beteiligter im Ausland wohnt oder er durch öffentliche Bekanntmachung anzusprechen ist (Art. 33 Abs. 3 SchKG),
dass eine Erstreckung der Beschwerdefrist aus anderen Gründen nicht möglich ist und der Antrag des Beschwerdeführers unzulässig ist (BGE 114 III 5 E. 3 S. 5),
dass in der Beschwerdeschrift anzugeben ist, welche Abänderung des angefochtenen Entscheides beantragt wird, und kurz darzulegen ist, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 79 Abs. 1 OG),
dass der Beschwerdeführer in seiner fristgerechten Eingabe den erwähnten Anforderungen offensichtlich nicht genügt,
dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann,
dass das Beschwerdeverfahren - abgesehen von mut- oder böswilliger Beschwerdeführung - kostenlos ist (Art. 20a Abs. 1 SchKG),

erkannt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungsamt Elgg und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen mitgeteilt.
Lausanne, 14. August 2006
Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

debt enforcementseizureperemptory deadlineinadmissibilitysubstantiation requirementsdeadline extensionsupervisory complaint

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Questão jurídica principal

Whether the complaint period in debt enforcement matters could be extended so the appellant could submit the substantiation later.

Decisão extraída

The complaint deadline is a peremptory deadline and may only be extended in the limited situations provided by law; the appellant's request was therefore inadmissible.

Fundamentação extraída

Under Art. 19(1) SchKG the time limit is forfeitory, so a later supplemental brief cannot be considered. Extension is only possible for parties abroad or those to be served by public notice under Art. 33(3) SchKG; no other extension ground exists.

Questão jurídica principal

Whether the timely complaint met the formal requirements for a federal debt enforcement complaint.

Decisão extraída

No; the filing did not satisfy the requirement to specify the requested modification and the alleged violation of federal law.

Fundamentação extraída

Art. 79(1) OG requires a concise statement of the requested relief and the federal-law provisions allegedly violated. The appellant's submission obviously failed to meet these requirements, so the court could not enter into the merits.

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