Non-entry for insufficiently reasoned unemployment insurance appeal

8C_353/2010Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV25 de mai. de 2010Inadmissible

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P. appealed a Bern administrative court decision in an unemployment insurance matter. The Federal Supreme Court held that the submission failed to satisfy the minimal requirements of Art. 42 BGG because it contained no proper request and did not engage specifically with the lower court’s reasoning. Despite an express warning and an opportunity to cure the defects within the appeal period, no valid appeal resulted. The Court therefore declined to enter into the case under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG and, given the circumstances, waived court costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG; requirements for admissible appeals before the Federal Supreme Court. An appeal must contain a clear request and a reasoned argument showing, in a concise and case-specific manner, why the challenged decision is unlawful. The appellant must address the decisive considerations of the lower court; mere assertions or undeveloped criticism do not suffice. If a defective appeal is not corrected within the appeal period despite a warning, the Federal Supreme Court will not enter into the matter. In simplified proceedings under Art. 108 BGG, the division president is competent to decide. Court costs may exceptionally be waived on equitable grounds.

Texto completo

{T 0/2}
8C_353/2010

Urteil vom 25. Mai 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
P.________,
Beschwerdeführer,

gegen

beco Berner Wirtschaft, Arbeitsvermittlung, Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 6. April 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des P.________ vom 27. April 2010 (Datum des Poststempels) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 6. April 2010,
in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 28. April 2010, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse nicht zu erfüllen scheine und eine Verbesserung der mangelhaften Eingabe nur innert der Beschwerdefrist möglich sei,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person wenigstens kurz mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Eingabe des Versicherten vom 27. April 2010 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht gerecht wird, da sie kein rechtsgenügliches Begehren enthält und sich der Beschwerdeführer nicht in konkreter und hinreichend substanziierter Weise mit den entscheidenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt, indem den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die für das vorliegende Verfahren relevanten Sachverhaltsfeststellungen im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - offensichtlich unrichtig oder auf einer Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG beruhend und die darauf basierenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollten,

dass deshalb kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl das Bundesgericht den Versicherten auf die entsprechenden Anforderungen an Beschwerden und die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Möglichkeit einer Verbesserung der mangelhaften Eingabe in der Mitteilung vom 28. April 2010 eigens hingewiesen hatte,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),

dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Staatssekretariat für Wirtschaft schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 25. Mai 2010
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Palavras-chave

unemployment insuranceappeal admissibilityreasoning requirementnon-entrycourt costssimplified proceedings

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal met the formal requirements of Art. 42 BGG.

Decisão extraída

The appeal did not contain proper requests or a sufficient, case-related reasoning addressing the decisive grounds of the lower court.

Fundamentação extraída

The appellant failed to engage concretely with the challenged reasoning and did not show any manifestly incorrect fact-finding or legal error.

Questão jurídica principal

Whether the Federal Supreme Court could enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG.

Decisão extraída

No valid appeal was filed, so the Court could not enter into the matter.

Fundamentação extraída

Because the formal deficiencies were not cured within the appeal period despite an express warning, the appeal was manifestly inadmissible.

Questão jurídica principal

Court costs for the federal proceedings.

Decisão extraída

No court costs were charged in light of the circumstances.

Fundamentação extraída

The Court exercised its discretion under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG to waive costs.

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