Appeal inadmissible for insufficient reasoning

8C_360/2014Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV23 de jun. de 2014Inadmissible

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Resumo Omnilex

A federal appeal in an accident-insurance matter was dismissed at the admissibility stage. The Federal Supreme Court held that the appellant’s submission did not meet the statutory duty to reason an appeal: it did not engage with the decisive findings of the cantonal judgment and largely repeated the earlier cantonal brief verbatim. As a result, the court did not enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 300.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; the appeal must, in concise form, show with reference to the decisive reasoning of the challenged decision why it is unlawful. Mere repetition of prior submissions or purely appellatory criticism is insufficient. The appellant must address the operative grounds of the lower-court judgment and demonstrate, by reference to Art. 95 ff. BGG and, where relevant, Art. 97 BGG, the alleged legal error or manifestly incorrect fact-finding. If these requirements are not met, the court may refuse to enter into the appeal without setting a deadline for rectification (consid. 1).

Texto completo

8C_360/2014

{ T 0/2 }

Urteil vom 23. Juni 2014

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch Fürsprecher Dr. Urs Fasel,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische
National-Versicherungs-Gesellschaft AG, Steinengraben 41, 4003 Basel,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 8. April 2014.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des A.________ vom 12. Mai 2014 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 8. April 2014,

in Erwägung,
dass die Beschwerde nach Art. 82 ff. BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); die Bestimmungen der Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften bzw. Rechte und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE V 140 III 86 E. 2 S. 88, 134 V 53 E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt nicht (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.2 S. 246; vgl. auch Laurent Merz, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 53 sowie 56 f. zu Art. 42 BGG und dortige weitere Hinweise),
dass im vorliegenden Fall die Eingabe vom 12. Mai 2014 den vorerwähnten Anforderungen offensichtlich nicht gerecht wird, indem sie sich mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise auseinandersetzt, wobei in diesem Zusammenhang auch zu berücksichtigen ist,
dass sich die Begründung der beim Bundesgericht eingereichten Rechtsschrift nur in wenigen untergeordneten Punkten von der Beschwerde, welche der Rechtsvertreter des Versicherten schon vor dem kantonalen Gericht eingereicht hat, unterscheidet (BGE 134 II 244 E. 2.1 ff. S. 245 ff.), und die materiellen Ausführungen - abgesehen von zwei kleinen Absätzen - wortwörtlich der bereits vor dem erstinstanzlichen Gericht eingereichten Beschwerde entsprechen (vgl. dazu statt vieler: Urteile 8C_198/2014 vom 10. April 2014, 8C_9/2012 vom 31. Januar 2012, 8C_499/2011 vom 14. Juli 2011 und 8C_524/2011 vom 29. Juli 2011),
dass in der Beschwerde auch mit den kurzen, neu eingefügten Aus-führungen nicht in hinreichend substanziierter Weise aufgezeigt wird, inwiefern die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. eine für den Entscheid wesentliche unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 BGG begangen haben sollte (Laurent Merz, a.a.O., N. 53 und 57 zu Art. 42 BGG; vgl. dazu statt vieler: Urteile 8C_303/2011 vom 23. Mai 2011, 8C_158/2011 vom 13. Mai 2011, 6B_836/2010 vom 4. Februar 2011 und 8C_914/2010 vom 7. Februar 2011 mit Hinweisen),

dass deshalb auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass dem Verfahrensausgang entsprechend die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 23. Juni 2014

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Batz

Palavras-chave

inadmissibilityreasoning requirementsocial insuranceappealcourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the federal appeal was sufficiently reasoned under the Federal Supreme Court Act.

Decisão extraída

The appeal did not address the decisive reasons of the cantonal judgment with the required specificity and was therefore inadmissible.

Fundamentação extraída

The filing failed to comply with Art. 42 BGG; it largely repeated the earlier cantonal appeal and contained only minor additions, without showing any violation of federal law or erroneous fact-finding under Arts. 95 and 97 BGG.

Questão jurídica principal

Allocation of court costs.

Decisão extraída

Court costs were charged to the appellant.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome of the proceedings.

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