Inadmissible appeal for insufficient reasoning and improper requests

8C_440/2014Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV7 de jul. de 2014Inadmissible

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Resumo Omnilex

The insured person challenged the Zurich Social Insurance Court’s non-entry decision concerning family allowances. The Federal Supreme Court held that the filing did not meet the reasoning requirements for a public-law appeal: it did not engage with the decisive procedural grounds, did not show any violation of federal law, and raised inadmissible substantive demands and unrelated requests. The complaint was therefore not entered into under the simplified procedure. The court waived costs because of the circumstances. The request for suspensive effect became moot.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2, Art. 95 ff., Art. 97 Abs. 1, Art. 108 Abs. 1 lit. a and b BGG; admissibility of a public-law appeal and requirements of substantiation. A filing must, in a concentrated manner, address the decisive considerations of the challenged decision and indicate precisely which federal norms or constitutional rights were violated; mere appellatory criticism or a mere listing of provisions is insufficient. If the appeal does not engage with the non-entry reasoning of the lower court, the Federal Supreme Court may refuse to enter under the simplified procedure. Requests outside the subject matter of the proceedings or lacking a proper prayer for relief are inadmissible. In such cases, costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG; ancillary requests such as suspensive effect become moot.

Texto completo

{T 0/2}

8C_440/2014

Urteil vom 7. Juli 2014

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung als Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Familienausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Familienzulage (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen die Verfügung des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 25. April 2014.

Nach Einsicht
in den Entscheid der Familienausgleichskasse des Kantons Zürich vom 18. März 2014, mit welchem die von A.________ angefochtene Verfügung vom 15. Oktober 2013 aufgehoben und die Einsprache vom 11. November 2013 als gegenstandslos geworden abgeschrieben wurde,
in die Verfügung des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 25. April 2014, mit welcher auf die Beschwerde der Versicherten gegen den Abschreibungsentscheid vom 18. März 2014 zufolge fehlenden schutzwürdigen Interesses resp. - bezüglich der materiellen, den Anspruch auf Familienzulagen betreffenden Begehren - mangels Vorliegens eines entsprechenden Anfechtungsgegenstandes nicht eingetreten wurde,
in die gegen die kantonale Verfügung vom 25. April 2014 beim Bundesgericht erhobene "Verfassungs-Beschwerde" bzw. "Staatsrechtliche-Beschwerde" vom 2. Juni 2014 (Datum des Poststempels),
in die vom Bundesgericht beigezogenen Verfahrensakten,

in Erwägung,
dass bei der Eingabe vom 2. Juni 2014 die Voraussetzungen nach Art. 82 ff. BGG für die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an sich erfüllt sind, weshalb sie als solche und nicht - wie von der Beschwerdeführerin auch bezeichnet - als (subsidiäre) Verfassungsbeschwerde (Art. 113 BGG) oder als "Staatsrechtliche Beschwerde" (Art. 84 ff. des seit dem 1. Januar 2007 aufgehobenen OG) entgegenzunehmen ist,
dass die Beschwerde nach Art. 82 ff. BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); die Bestimmungen der Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften bzw. Rechte und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 140 III 86 E. 2 S. 88; 134 V 53 E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt nicht (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.3 S. 246 f.),
dass die Beschwerde vom 2. Juni 2014 den vorgenannten Erfordernissen offensichtlich nicht genügt, da sie sich nicht in hinreichender Weise mit der prozessualen Erledigung durch die Vorinstanz (Nichteintreten zufolge fehlenden schutzwürdigen Interesses resp. - bezüglich der materiellen, den Anspruch auf Familienzulagen betreffenden Begehren - mangels Vorliegens eines entsprechenden Anfechtungsgegenstandes) auseinandersetzt und insbesondere nicht darlegt, weshalb das erstinstanzliche Gericht mit seinem Entscheid eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. eine für den Entscheid wesentliche, offensichtlich unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte, woran auch die blosse Enumerierung einzelner Artikel der EMRK, der BV und verschiedener weiterer Erlasse nichts ändert,
dass auch eine in diesem Zusammenhang sinngemäss geltend gemachte Rechtsverweigerung bzw. -verzögerung bezüglich Erlass eines entsprechenden Anfechtungsgegenstandes nicht in hinreichender Weise begründet ist (vgl. auch Urteil 8C_58/2013 vom 14. Februar 2013 mit Hinweisen), und die vor Bundesgericht wiederum gestellten Begehren hinsichtlich des Anspruchs auf Familien- bzw. Kinderzulagen ebenfalls unzulässig sind, weil die materiellen Gesichtspunkte - ebenso wenig wie im kantonalen Verfahren - auch nicht Gegenstand des letztinstanzlichen Verfahrens bilden können (vgl. BGE 132 V 74 E. 1.1 und 125 V 503 E. 1 S. 505 mit Hinweis),
dass die Beschwerde zudem verschiedene sachfremde Anträge und Ausführungen (insbesondere bezüglich Löschung von Betreibungen sowie Widerruf von Verträgen und Rückzahlung verschiedener Beträge, auch hinsichtlich Schadenersatz, strafbarer Handlungen und diverser Kostenerstattungen etc. betreffend) enthält, welche nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden und auch keine rechtsgenügliche Begehren darstellen (Art. 42 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 133 III 489 E. 3.1 S. 489 f.; 132 III 186 E. 1.2 S. 188; 130 III 136 E. 1.2 S. 139; 125 III 412 E. 1b S. 414 mit Hinweisen), so dass auch insoweit ein unzulässiges Rechtsmittel vorliegt,
dass schliesslich entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin von einer "Nichtigkeit" des vorinstanzlichen Gerichtsentscheides keine Rede sein kann (BGE 132 II 21 E. 3.1 S. 27 mit weiteren Hinweisen),

dass deshalb auf die insgesamt offensichtlich keine rechtsgültige Beschwerde darstellende und im Übrigen auch ungebührliche Züge aufweisende Eingabe in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin bzw. der von ihr gemäss Art. 108 Abs. 2 BGG damit betraute Einzelrichter zuständig ist,
dass mit diesem Urteil das Gesuch um aufschiebende Wirkung der Beschwerde gegenstandslos wird,
erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 7. Juli 2014

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Palavras-chave

admissibilityreasoning requirementsnon-entryfamily allowancespublic-law appealsimplified procedurecourt costsmootness

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Questão jurídica principal

Whether the appeal met the Federal Supreme Court’s admissibility and reasoning requirements.

Decisão extraída

No. The filing did not sufficiently address the cantonal court’s non-entry reasoning and did not show any legal error or manifestly incorrect factual finding.

Fundamentação extraída

The appeal lacked a focused discussion of the decisive procedural grounds and consisted largely of unsupported assertions and enumerations of legal provisions, which is insufficient under the BGG.

Questão jurídica principal

Whether the appellant’s requests concerning family and child allowances could be examined on the merits.

Decisão extraída

No. The material claims were not part of the appealable subject matter before the Federal Supreme Court.

Fundamentação extraída

Because the cantonal decision concerned only admissibility/procedural closure, substantive entitlement issues could not be brought before the Federal Supreme Court in this proceeding.

Questão jurídica principal

Whether extraneous requests such as debt deletion, contract revocation, repayment, damages, and criminal allegations could be considered.

Decisão extraída

No. These requests were unrelated to the case and did not constitute legally sufficient prayers for relief.

Fundamentação extraída

They fell outside the subject matter of the proceeding and failed to satisfy the formal requirements for requests under Art. 42 BGG.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged for the federal proceedings.

Decisão extraída

No court costs were levied due to the circumstances of the case.

Fundamentação extraída

The court exercised discretion under the BGG to refrain from imposing costs.

Questão jurídica principal

Whether the request for suspensive effect remained pending.

Decisão extraída

It became moot with this judgment.

Fundamentação extraída

Once the appeal was not admitted, the request for suspensive effect no longer had independent significance.

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