Non-entry for insufficiently reasoned appeal in accident insurance case

8C_649/2013Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV27 de set. de 2013Inadmissible

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The appellant challenged a cantonal social insurance judgment confirming SUVA's objection decision concerning the validity of a settlement. The Federal Supreme Court held that the appeal did not meet the requirements of Art. 42 BGG because it contained no proper request and did not address the decisive reasoning of the cantonal court. The submissions were largely appellatory and repetitive. The court therefore declined to enter into the appeal under Art. 108(1)(b) BGG, waived court costs, and declared the request for free legal proceedings moot.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG: Die Beschwerde muss ein hinreichendes Begehren und eine sachbezogene Auseinandersetzung mit den für den Entscheid wesentlichen vorinstanzlichen Erwägungen enthalten. Bloss appellatorische Kritik oder die Wiederholung früherer Vorbringen genügt nicht. Fehlt es daran offensichtlich, ist auf das Rechtsmittel ohne Nachfristansetzung im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Bei den gegebenen Umständen kann von Gerichtskosten abgesehen werden; ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird dadurch gegenstandslos.

Texto completo

{T 0/2}

8C_649/2013

Urteil vom 27. September 2013

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
S.______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des
Kantonsgerichts Wallis vom 29. Juli 2013.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der S.______ vom 13. September 2013 (Poststempel) gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Wallis, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 29. Juli 2013,

in das gleichzeitig gestellte sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Prozessführung,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt (BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176, 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),

dass die Beschwerde vom 13. September 2013 diesen Mindestanfor-derungen offensichtlich nicht gerecht wird, da sie kein rechtsgenüg-liches Begehren enthält und sich die Versicherte nicht in konkreter Weise mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz betreffend Bestätigung des Einspracheentscheides der SUVA vom 13. September 2012 über die Gültigkeit des Vergleiches vom 15. Mai 2012 auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG resp. - soweit überhaupt geltend gemacht - eine für den Entscheid wesentliche unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 BGG begangen haben sollte,

dass hieran auch die in weiten Teilen appellatorische Kritik aufwei-senden Einwendungen der Beschwerde, die bezüglich des materiellen Gehalts der Begründung sinngemässe Wiederholungen der schon vor dem kantonalen Gericht eingereichten Rechtsschriften enthalten und mit denen sich die Vorinstanz bereits eingehend befasst hat (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 ff. S. 245 ff.), nichts ändern,

dass demnach, bei allem Verständnis für die Lage der Beschwerdeführerin, kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, weshalb - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG), womit das sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gegenstandslos wird,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Wallis, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 27. September 2013

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Batz

Palavras-chave

accident insuranceadmissibilityreasoned appealnon-entryappellate pleadingcourt costsfree legal aidsummary procedure

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the federal appeal met the minimum pleading requirements under Art. 42 BGG.

Decisão extraída

No. The appeal lacked a proper request and did not meaningfully engage with the decisive reasoning of the cantonal judgment.

Fundamentação extraída

The appellant did not explain, in a legally sufficient manner, how the lower court violated federal law or made decisive factual errors; the submissions were largely appellatory and repetitive.

Questão jurídica principal

Whether the court should set a deadline to cure the defects in the appeal.

Decisão extraída

No. The defects were such that no valid appeal had been filed, so no cure period was granted.

Fundamentação extraída

Under Art. 108(1)(b) BGG, the court may refuse entry without setting a deadline for correction where the appeal is manifestly insufficient.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged and the request for free proceedings granted.

Decisão extraída

No court costs were charged, and the request for free legal proceedings became moot.

Fundamentação extraída

Given the circumstances, the court waived costs pursuant to Art. 66(1) second sentence BGG; this rendered the request for legal aid moot.

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