Employer social-security liability upheld; cross-request inadmissible

H 288/99Tribunal Federal / Divisão de Seguro Social II19 de jun. de 2000Dismissed

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F. challenged a cantonal judgment that held him jointly liable, as a former director of a bankrupt company, for CHF 5,876.35 in unpaid social-security contribution damage. The Federal Insurance Court limited review to federal social-security contributions, refused to entertain A.'s independent request because he had not appealed himself, and rejected the substantive complaint. It held that the cantonal court correctly applied Art. 52 AHVG and Art. 82 AHVV, and that the findings of gross negligence and causation were sufficient. The appeal was dismissed and court costs of CHF 800 were charged to F.

Sumário Omnilex

Art. 52 AHVG; Art. 82 AHVV; administrative appeal against directors' damage liability: a respondent who has not filed his own appeal cannot, in his answer, seek independent relief extending beyond the scope of the appeal, as Swiss administrative procedure does not recognize a cross-appeal absent special statutory authorization. In review of a non-benefit social-insurance decision, the Federal Insurance Court examines only federal law violations, abuse or excess of discretion, and manifestly incorrect or incomplete findings of decisive facts. Where the cantonal court has correctly established timely assertion of the claim, a causally relevant breach of the duty to remit contributions, and gross negligence of the organ, the liability finding stands.

Texto completo

[AZA 7]
H 288/99 Ge

III. Kammer

Bundesrichter Schön, Spira und Bundesrichterin Widmer;
Gerichtsschreiber Condrau

Urteil vom 19. Juni 2000

in Sachen

F.________, Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, Zürich,
Beschwerdegegnerin,

und

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur

A.- Mit Verfügungen vom 11. und 20. Dezember 1995 forderte die Ausgleichskasse des Kantons Zürich von den ehemaligen Verwaltungsräten der Jahre 1994 in Konkurs gefallenen Firma X.________ AG B.________, F.________ und A.________ unter solidarischer Haftung Schadenersatz in der Höhe von Fr. 5876. 35 für nicht abgelieferte bundesrechtliche Sozialversicherungsbeiträge und FAK-Beiträge, einschliesslich Mahngebühren, Betreibungskosten, Verzugszinsen sowie Verwaltungskosten.

B.- Auf Einspruch der Betroffenen hin machte die Ausgleichskasse ihre Forderung mit Klage beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich geltend. In Gutheissung der Klage wurden B.________, F.________ und A.________ verpflichtet, der Ausgleichskasse in solidarischer Haftung Schadenersatz im Betrage von Fr. 5876. 35 zu bezahlen (Entscheid vom 22. Juli 1999).

C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt F.________, er sei von der Haftung für Schadenersatz im Betrage von Fr. 5876. 35 zu befreien. Die Ausgleichskasse verweist auf ihre Ausführungen im vorinstanzlichen Verfahren. Das Bundesamt für Sozialversicherung und der beigeladene Mitinteressent B.________ lassen sich nicht vernehmen. Mitinteressent A.________ beantragt vernehmlassungsweise, dass auch er von der Haftung für Schadenersatz befreit werde.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1.- Auf den Antrag des Mitinteressierten A.________ in seiner Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde des F.________, er sei von der Schadenersatzpflicht gegenüber der Ausgleichskasse zu befreien, ist nicht einzutreten. Da er selber den vorinstanzlichen Entscheid nicht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten hat, kann er in der Vernehmlassung kein selbstständiges Begehren im Sinne eines Antrages mehr stellen, das über den durch die Verwaltungsgerichtsbeschwerde bestimmten Streitgegenstand (BGE 110 V 51 Erw. 3b und c) hinaus geht. Denn das verwaltungsgerichtliche Verfahren kennt das Institut der Anschlussbeschwerde nicht; vorbehalten bleiben in Spezialgesetzen vorgesehene Ausnahmen (BGE 124 V 155 Erw. 1; 114 V 244 Erw. 4 mit Hinweisen).

2.- Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann nur soweit eingetreten werden, als Sozialversicherungsbeiträge kraft Bundesrechts streitig sind. Im vorliegenden Verfahren ist daher nicht zu prüfen, wie es sich bezüglich der Beitragsschuld gegenüber der Ausgleichskasse für kantonale Familienzulagen verhält (BGE 124 V 146 Erw. 1 mit Hinweis).

3.- Da es sich bei der angefochtenen Verfügung nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen handelt, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nur zu prüfen, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).

4.- Im angefochtenen Entscheid werden die Haftungsvoraussetzungen des Art. 52 AHVG, mitsamt der zu den einzelnen Haftungsgründen (Geltungsbereich von Art. 52 AHVG, subsidiäre Haftung des Organs, Widerrechtlichkeit, Verschulden und Kausalität) ergangenen Rechtsprechung, zutreffend dargelegt. Zudem hat das kantonale Gericht richtig erkannt, dass die streitige Forderung gemäss Art. 82 AHVV fristgerecht erhoben wurde, und festgestellt, dass der Tatbestand einer adäquat schadenskausalen Verletzung der Beitragsablieferungspflicht durch die Firma zu bejahen und dem als subsidiär haftbares Organ in Pflicht genommenen Beschwerdeführer als grobfahrlässiges Verhalten zuzurechnen ist. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde enthaltenen Einwände sind zudem nicht geeignet, die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als mangelhaft im Sinne von Art. 105 Abs. 2
OG erscheinen zu lassen.

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

II. Auf den Antrag von A.________ wird nicht eingetreten.

III. Die Gerichtskosten von Fr. 800. - werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, dem Bundesamt für Sozialversicherung, B.________ und A.________ zugestellt.

Luzern, 19. Juni 2000

Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der III. Kammer:

Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

social security contributionsdirector liabilitysolidary liabilityinadmissibilitycross-appealgross negligenceprocedural standingcourt costs

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Questão jurídica principal

Whether A. could seek his own release from liability in his response to F.'s appeal

Decisão extraída

A. could not raise an independent request in his response because he had not filed his own appeal.

Fundamentação extraída

The federal insurance court held that Swiss administrative-court procedure does not allow a cross-appeal, except where a special statute provides otherwise; a respondent cannot enlarge the dispute beyond the subject of the filed appeal.

Questão jurídica principal

Whether the canton court correctly held F. jointly liable for damage under Art. 52 AHVG

Decisão extraída

The appeal failed; the lower court correctly found the statutory requirements for liability satisfied and attributed grossly negligent conduct to F.

Fundamentação extraída

The court endorsed the lower court's analysis of the conditions for liability under Art. 52 AHVG, the timely assertion of the claim under Art. 82 AHVV, the causal breach of the duty to remit contributions, and the absence of any decisive error in the factual findings.

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