Wage garnishment: start of the one-year period

ZZ.1978.10Outro Tribunal13 de fev. de 1978

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The supervisory court dealt with the start of the one-year period for garnishing future wages under Art. 93 SchKG. It reaffirmed that the decisive moment is the effective execution of the garnishment, not the last request, accession, or supplementary garnishment. In the concrete case, the earlier visits of the bailiff did not yet allow a valid declaration because the subsistence minimum and the garnishable surplus had not been determined. The garnishment was therefore deemed effectively executed only on 8 March 1977, when the amount could first be fixed and entered in the garnishment record.

Sumário Omnilex

Art. 93 SchKG; wage garnishment and start of the one-year period. The one-year limit for garnishing future earnings begins with the effective execution of the garnishment, i.e. when the debtor is informed that a specifically determined amount exceeding the subsistence minimum is attached and entered in the garnishment record. Earlier investigative acts by the bailiff, including inquiries into family and income circumstances, do not constitute execution. In cases of multiple creditors, the period does not run from the last request, accession, or supplementary garnishment, as there is no material reason for such a postponement (consid. 1).

Texto completo

Geschäftsnummer:** ZZ.1978.10**
Instanz:Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
Entscheiddatum:14.02.1978
FindInfo-Nummer:O_SC.2015.70
Titel:** Lohnpfändung, Jahresfrist**
Resümee:** Art. 93 SchKG. Lohnpfändung; Beginn der Jahresfrist und Begriff des Vollzuges.**
SOG 1978 Nr. 10 ** Art. 93 SchKG.** Lohnpfändung; Beginn der Jahresfrist und Begriff des Vollzuges. In Literatur und Praxis herrscht darüber Klarheit, dass künftiger Lohn in einem bestimmten Betreibungsverfahren höchstens für ein Jahr seit Pfändungsvollzug gepfändet werden kann. Das Bundesgericht hat sich auf Anfrage der Verwaltungskommission des Obergerichtes des Kantons Zürich in 98 III Nr. 2, in Bestätigung seiner 8-jahrzehntealten Praxis über den Beginn des Lohnpfändungsjahres geäussert, wobei es sich eingehend mit der von Jaeger (SJZ 32 S. 53 ff.) und Fritzsche (I. S. 255 ff.) verfochtenen Meinung auseinandersetzte. Die Frage des Fristebeginns stellt sich zwar nur im Zusammenhang der Konkurrenz verschiedener Gläubiger mit Lohnpfändungen. Dabei hielt das Bundesgericht fest, dass künftiger Lohn höchstens für ein Jahr seit Pfändungsvollzug gepfändet werden dürfe, indem kein sachlicher Grund dafür bestünde, diese Frist im Falle der Teilnahme mehrerer an der Pfändung vom letzten Pfändungsbegehren oder vom letzten Anschluss oder von der letzten Ergänzungspfändung an laufen zu lassen. Zur Vereinheitlichung der Praixs im Kanton Solothurn schliesst sich die Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung dieser vom Bundesgericht überzeugend dargelegten Auffassung an (vgl. zur ganzen Frage: Jaeger SJZ 32 S. 53 ff.; Hinderling ZSTR (Festgabe Germann) 75, 1959 S. 172 ff.; Fritzsche, 1967 Bd. I S. 255; BGE 98 III Nr. 2 mit Zitaten). Im vorliegenden Fall stellt sich hingegen die Frage, wann die Lohnpfändung materiell - Nicht formell (Jaeger a.a.O. S. 83) - vollzogen wurde. das Betreibungsamt verlegt den Vollzug auf den 9. Oktober 1976 (Pfändungsversuch des Bezirksweibels), der Beschwerdeführer auf den 8. März 1977 (Verfügungsdatum).Nach Favre (S. 157) ist die Pfändung vollzogen, sobald das Betreibunsamt dem Schuldner ausdrücklich erklärt hat, dass gewisse bestimmt bezeichnete Vermögensstücke gepfändet sind. Es bedarf also für die Gültigkeit einer Pfändung der genauen Bezeichnung der Gegenstände. Bei der Lohnpfändung ist "das künftige Einkommen des Schuldners" Gegenstand der Pfandung (vgl Hinderling a.a.O. S. 183).Damit dass der mit der Vornahme der Lohnpfändung beauftragte Bezirksweibel die Familien- und Erwerbsverhältnisse des Schuldners abklärt und zu Protokoll nimmt und dieses dem Betreibungsamt weiterleitet, ist die Pfändung noch nicht erklärt. Dies kann frühestens dann der Fall sein wenn dem Schuldner erklärt wird, dass ein das Existenzminimum übersteigender Betrag gepfändet, d. h. für ihn nicht mehr verfügbar sei (SchKG 96).Eine solche Erklärung setzt aber Klarheit über das Existenzminimum voraus, so dass sie frühestens im Zeitpunkt seiner Bestimmung erfolgen kann (vgl. hiezu BGE Separatausgabe Bd. 14 S. 314 ff.; BGE 93 III S. 36; 94 III S. 80; Jaeger a.a.O. S. 80 und 83).Wesentliches Erfordernis für den Vollzug der Lohnpfändung ist die Eröffnung an den betriebenen Schuldner mit Eintrag in der Pfändungsurkunde (Komm. Jaeger zu 89 N 4; BGE 74 III Nr. 1); nicht nötig ist die Anzeige an den Drittschuldner. Anlässlich der Pfändungsversuche des Bezirksweibels vom 9. Oktober 1976, 24. November 1976 und 24. Januar 1977 standen das Existenzminimum oder der dieses übersteigende Betrag nicht fest, weshalb ein Eintrag ins Pfändungsprotokoll noch nicht möglich war. Hingegen bestand laufend ab 24. Januar 1977 durchaus die Möglichkeit - mindestens provisorisch unter Vorbehalt nachträglicher Berichtigung - den pfändbaren Betrag und das Existenzminimum zu bestimmen. Den Betreibungsakten ist zu entnehmen, dass der tatsächliche Vollzug der Pfändung als das die Jahresfrist auslösende Ereignis erst am 8. März 1977 erfolgte. Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs, Urteil vom 14. Februar 1978

Palavras-chave

debt enforcementwage garnishmentone-year periodexecution of garnishmentsubsistence minimumcompeting creditors

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Questão jurídica principal

When does the one-year period for garnishing future wages begin under Art. 93 SchKG?

Decisão extraída

The one-year period begins with the effective execution of the wage garnishment, not with the date of the last garnishment request, joining, or supplementary garnishment.

Fundamentação extraída

There is no material reason to let the period run from later procedural steps in cases with competing creditors. For wage garnishment, execution occurs only when the debtor is informed that a specified amount exceeding the minimum subsistence level has been garnished and is no longer available to him.

Questão jurídica principal

When was the wage garnishment effectively executed in this case?

Decisão extraída

The garnishment was effectively executed on 8 March 1977, when the enforceable garnishable amount and the minimum subsistence level could be determined and entered in the garnishment protocol.

Fundamentação extraída

Earlier attempts on 9 October 1976, 24 November 1976, and 24 January 1977 did not yet permit a formal declaration of garnishment because the subsistence minimum had not been established. The debtor had not yet been told that a specific excess amount was garnished.

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