Appeal against definitive debt enforcement release dismissed

RT150217Tribunal Superior3 de fev. de 2016Dismissed

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The Zurich Higher Court dismissed A._____ GmbH’s appeal against the district court’s order granting definitive debt enforcement release in favor of the Canton of Zurich. It held that the company had in fact been duly summoned to the hearing of 24 November 2015, so the notice objection failed. Its further denial of the tax debt was a new factual allegation and therefore inadmissible on appeal under Art. 326 ZPO. The appeal was dismissed as manifestly unfounded, the second-instance fee was fixed at CHF 500 and charged to the appellant, and no party compensation was awarded.

Sumário Omnilex

Art. 326 Abs. 1 ZPO; new allegations and evidence on appeal in civil proceedings are inadmissible, including both true and false novae. The appeal instance reviews only the challenged decision and cannot cure a party's failure to participate in first instance. Where the record shows proper summons and service, an objection of lack of notice fails. Late substantive defences against a debt-enforcement release order are excluded if they were not raised before the lower court despite the opportunity to do so; the appeal is then dismissed as manifestly unfounded (consid. 3-5).

Texto completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT150217-O/U.doc

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunzi ker Schni der, Vorsitzende, Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. M. Schaffitz sowie Gerichtsschreiberin lic. i ur. P. Kunz Bucheli Urteil vom 3. Februar 2016

i n Sachen

A._____ GmbH, Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin

gegen

Kanton Zürich, Gesuchsteller und Beschwerdegegner

vertreten durch Kantonales Steueramt Zürich

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht Zürich vom 24. November 2015 (EB151606-L)

Erwägungen: 1. Mit Urteil vom 24. November 2015 erteilte der Vorderrichter dem Ge- suchsteller und Beschwerdegegner (fortan Gesuchsteller) in der Betreibung Nr. ..., Betrei bungsamt Züri ch 4, Zahlungsbefehl vom 4. Mai 2015, definitive Rechtsöffnung für Fr. 12'503.50 nebst Zins zu 3 % seit 30. April 2015 sowie für Fr. 356.90 (Urk. 12 S. 3). 2. Gegen dieses Urteil erhob die Gesuchsgegnerin und Beschwerdefüh- rerin (fortan Gesuchsgegnerin) mit Eingabe vom 21. Dezember 2015 Beschwerde und verlangte eine Fristerstreckung bis 11. Januar 2016 für die Einreichung einer Beschwerdebegründung (Urk. 11). Mit Verfügung vom 22. Dezember 2015 wurde das Fristerstreckungsgesuch unter Hinweis darauf, dass es sich bei der Be- schwerdefrist um eine nicht erstreckbare gesetzliche Frist handle, abgewiesen (Urk. 13). Innert laufender Beschwerdefrist reichte die Gesuchsgegnerin am 5. Januar 2016 eine schriftliche Beschwerdebegründung ein (Urk. 14). 3. Die Gesuchsgegnerin macht einerseits geltend, dass sie entgegen der Erwägungen des Vorderrichters ni cht zur Rechtsöffnungs ver ha ndlung vom 22. Oktober 2015 vorgeladen worden sei. Deshalb sei auch kein Vertreter zur Verhandlung erschienen (Urk. 14). Den vorinstanzlichen Akten lässt sich entnehmen, dass die Gesuchsgegne- rin am 27. Oktober 2015 auf den 24. November 2015 zur Rechtsöffnungsverhand- lung vorgeladen wurde (Urk. 7 S. 2). Entgegen den Ausführungen der Gesuchs- gegnerin fand die Verhandlung nicht am 22. Oktober 2015 statt, sondern datiert lediglich das Rechtsöffnungsgesuch vom 22. Oktober 2015 (Urk. 1). Die Vorla- dung wurde der Gesuchsgegnerin - wie sich aus der Sendungsnummer ... ergibt (Urk. 7 S. 2) - am 28. Oktober 2015 zugestellt. Die Rüge der Gesuchsgegnerin, sie sei zur Verhandlung vom 24. November 2015 nicht vorgeladen worden, geht daher ins Leere. 4. Anderseits bringt die Gesuchsgegnerin vor, dass keine offenen Steuer- schulden in dieser Sache bestünden. Wenn überhaupt, könne es sich bei dieser Forderung nur um ei ne Ei nschätzung handeln (Urk. 14).

Im Beschwerdeverfahren sind neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO ausgeschlossen. Dies wird mit dem Charakter der Beschwerde begründet, die sich als ausserordentliches Rechtsmittel im Wesentlichen auf die Rechtskontrolle beschränkt und nicht das erstinstanzliche Verfahren fortsetzen soll. Das Novenverbot ist umfassend und gilt sowohl für echte wie auch für unechte Noven (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess- ordnung (ZPO), Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 326 N 3 f.). Unechte Noven sind neue Tatsachen und Beweismittel, die bereits vor erster Instanz hätten vorge- bracht werden können (vgl. Leuenberger, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen- berger, a.a.O., Art. 229 N 8). Die Gesuchsgegnerin ist weder zur vorinstanzlichen Verhandlung am 24. November 2015 erschienen noch hat sie sich schriftlich (vgl. Vorladung vom 27. Oktober 2015, Urk. 7 S. 1 unten) zu den Vorbringen der Gesuchstellerin ver- nehmen lassen. Ihre Bestreitung der Forderung erfolgt daher verspätet und kann im Beschwerdeverfahren nicht mehr berücksichtigt werden. 5. Zusammengefasst erweist sich die Beschwerde der Gesuchsgegnerin sogleich als unbegründet. Auf das Einholen einer Beschwerdeantwort des Ge- suchstellers kann unter diesen Umständen verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 6. Ausgangsgemäss wird die Gesuchsgegnerin für das Beschwerdever- fahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Für das Beschwerdeverfahren sind sodann keine Parteientschädigungen zuzusprechen, der Gesuchsgegnerin infolge ihres Unterliegens, dem Gesuchsteller mangels erheblicher Umtriebe. Es wird erkannt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.

  1. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchsgegne- rin auferlegt. 4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage eines Doppels von Urk. 11 und einer Kopie von Urk. 14, sowie an die Vor- instanz, je gegen Empfangsschein. D i e ersti nstanzli che n Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 12'503.50. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 3. Februar 2016

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

li c. i ur. P. Kunz Bucheli

versandt am: js

Palavras-chave

debt enforcementdefinitive releaseappealnew allegationssummonstax claimcosts

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Questão jurídica principal

Whether the debtor was properly summoned to the first-instance hearing

Decisão extraída

Yes. The record showed a summons for 24 November 2015, served on 28 October 2015; the debtor's objection that no summons existed was unfounded.

Fundamentação extraída

The hearing was not on 22 October 2015; that date referred only to the application. The summons in the file and service record disproved the complaint.

Questão jurídica principal

Whether the debtor's substantive denial of the tax debt could still be considered on appeal

Decisão extraída

No. The denial was raised too late and was inadmissible as a new allegation in the appeal proceedings.

Fundamentação extraída

Under Art. 326(1) ZPO, new allegations and evidence are excluded on appeal. The debtor neither appeared at first instance nor submitted written comments despite being invited, so the objection could not be considered.

Questão jurídica principal

Whether the appeal against the first-instance order granting definitive release should be upheld

Decisão extraída

No. The appeal was manifestly unfounded.

Fundamentação extraída

Since both objections failed, there was no basis to interfere with the order granting definitive release.

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