Appeal inadmissible against procedural order without irreparable harm

RV120003Tribunal Superior21 de mai. de 2012Inadmissible

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The Zurich High Court dealt with an appeal by two defendants against a first-instance procedural order in an eviction/enforcement matter. The appellants sought annulment, suspension, and a new hearing. The court held that the challenged order was only a procedural order and that an appeal is admissible only if a non-easily remediable disadvantage is shown. Because the appellants did not even allege such harm, the court did not enter into the appeal. It denied their request for free legal aid as hopeless, set the second-instance fee at CHF 500, charged the appellants jointly and severally, and denied party compensation to the city.

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Art. 319 lit. b ZPO; appeal against a procedural order: admissibility requires allegation and, where necessary, prima facie proof of a non-easily remediable disadvantage. If the appellant neither invokes nor demonstrates such prejudice, and it is not manifest, the appellate court must refuse entry. A hopeless appeal also defeats a request for free legal aid under Art. 117 lit. b ZPO. Costs follow the outcome under Art. 106 Abs. 1 and 3 ZPO; party compensation may be refused where the respondent incurred no compensable effort (Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Texto completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RV120003-O/U

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin Dr. M. Schaf- fitz und Oberrichter Dr. M. Spahn sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke Beschluss vom 21. Mai 2012

in Sachen

  1. A., 2. B., Beklagte und Beschwerdeführer

gegen

Stadt C., Klägerin und Beschwerdegegnerin vertreten durch Liegenschaftenverwaltung der Stadt C., vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

betreffend Vollstreckung

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht Zürich vom 2. Mai 2012 (EZ120012)

Erwägungen: 1. a) Die Klägerin stellte am 26. März 2012 bei der Vorinstanz ein Ausweisungsbegehren gegen die Beklagten (Vi-Urk. 1). Die Vorinstanz lud die Parteien am 28. März 2012 zur Hauptverhandlung auf den 2. Mai 2012 vor (Vi- Urk. 3-5). Am 1. Mai 2012 stellten die Beklagten ein Verschiebungsgesuch (Vi- Urk. 13a+b). Mit Verfügung vom 2. Mai 2012 hat die Vorinstanz das Verschie- bungsgesuch des Beklagten 1 abgewiesen und der Beklagten 2 Frist zur schriftli- chen Stellungnahme angesetzt (Urk. 2). b) Gegen diese Verfügung haben die Beklagten am 10. Mai 2012, zur Post gegeben am 11. Mai 2012, fristgerecht Beschwerde erhoben und stellen die Beschwerdeanträge (Urk. 1 S. 2): "1. Es sei die Verfügung mit der Geschäfts-Nr. EZ120012-L/Z aufzuheben. 2. Es sei das Verfahren mit der Geschäfts-Nr. EZ120012-L einzustellen. 3. Es sei der Beschwerde mit sofortiger Wirkung aufschiebende Wirkung zu erteilen. 4. Eventualiter sei eine neue Verhandlung vor Bezirksgericht anzusetzen. 5. 'Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Kläger.' " c) Die vorinstanzlichen Akten sind am 21. Mai 2012 hierorts eingetroffen. Da sich die Beschwerde sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei ver- zichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). d) Mit dem heutigen Endentscheid wird das Gesuch der Beklagten um Er- teilung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos. 2. Die angefochtene vorinstanzliche Verfügung ist eine prozessleitende Verfügung. Gegen eine solche ist die Beschwerde – neben den hier nicht zutref- fenden, vom Gesetz speziell vorgesehenen Fällen (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO) – (nur) dann zulässig, wenn durch sie ein nicht leicht wiedergutzumachender Nach- teil droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). Ein solcher Nachteil ist in der Beschwerde geltend zu machen, d.h. zu behaupten und nachzuweisen (Oberhammer [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, N 12 zu Art. 319 ZPO). In der ganzen Beschwerdeschrift

findet sich hierzu jedoch kein Wort. Ein nicht leicht wiedergutzumachender Nach- teil ist auch nicht geradezu offensichtlich. Auf die Beschwerde kann daher nicht eingetreten werden. 3. a) Die angefochtene Verfügung und die Parteien äussern sich nicht zum Streitwert. Dieser ist auf unter Fr. 10'000.-- zu schätzen (Art. 91 Abs. 2 ZPO). Für die Festsetzung der Entscheidgebühr ist zu berücksichtigen, dass vorliegend einzig über eine Beschwerde gegen eine prozessleitende Verfügung zu entschei- den war. b) Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss den Beklagten, unter solida- rischer Haftung, aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 und 3 ZPO). c) Die Beklagten haben ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ge- stellt (Urk. 1 S. 2). Dieses ist jedoch zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde (vgl. vorstehende Erwägungen) abzuweisen (Art. 117 lit. b ZPO). d) Der Klägerin ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden den Beklagten aufer- legt, unter solidarischer Haftbarkeit eines jeden für den ganzen Betrag. 4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht Audi- enz, unter Beilage einer Kopie von Urk. 1, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt weniger als Fr. 10'000.--. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 21. Mai 2012

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. F. Rieke

versandt am: ss

Palavras-chave

procedural orderadmissibilityirreparable harmlegal aidcourt costsparty compensationevictionenforcement

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal against a procedural order was admissible without showing irreparable harm.

Decisão extraída

The appeal was inadmissible because the challenged order was merely procedural and no non-reparable disadvantage was alleged or evident.

Fundamentação extraída

Under Art. 319 lit. b ZPO, appeals against procedural orders are only admissible if a non-easily remediable disadvantage threatens. The appellants did not assert such harm anywhere in the appeal, and it was not obvious.

Questão jurídica principal

Whether the appellants were entitled to free legal aid.

Decisão extraída

Free legal aid was denied because the appeal had no prospect of success.

Fundamentação extraída

A request for legal aid fails when the appeal is hopeless; the court had already found the appeal obviously inadmissible or manifestly unfounded.

Questão jurídica principal

Allocation of second-instance costs and party compensation.

Decisão extraída

The appellants had to bear the court costs jointly and severally, and no party compensation was awarded to the respondent.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome. No compensable effort by the respondent in the appeal proceedings justified an award of party compensation.

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