Recovery of expert appraisal costs as accident damages

47 C 366/08Tribunal de Primeira Instância16 de out. de 2009Direito civilRejeitado

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Resumo Omnilex

The plaintiff pursued, by assignment from its client, a claim against the defendant for additional expert appraisal costs arising from a damages claim. The Bochum District Court dismissed the claim. It estimated necessary appraisal costs under § 287 ZPO using the BVSK 2005/2006 fee survey and BVSK insurer discussion results. For net damage of €1,357.40, the court considered the reasonable amount no higher than the €346.33 already allowed; the estimates under the cited benchmarks were lower. The plaintiff was ordered to bear the costs, and the judgment was declared provisionally enforceable.

Sumário Omnilex

§§ 249 Abs. 2 BGB, 287 ZPO; estimation of necessary motor-vehicle damage appraisal costs. In assessing the amount required to obtain an expert report, the injured party need not generally investigate the market to find the least expensive expert, although commissioning an expert without further inquiry carries the risk that the fee will later prove excessive. The recoverable amount may be estimated under § 287 ZPO by reference to the BVSK fee survey or the BVSK insurer discussion results, which may provide sufficient indications of customary and necessary costs. The assessment is not limited to reductions where an excessive fee was obviously apparent or attributable to counsel’s fault.

Texto completo

Amtsgericht Bochum — 47 C 366/08 — Urteil

Entscheidungsdatum: 2009-10-16

Aktenzeichen: 47 C 366/08

ECLI: ECLI:DE:AGBO:2009:1016.47C366.08.00

Dokumenttyp: Urteil

Spruchkörper: 47. Abteilung des Amtsgerichts

Tenor

hat das Amtsgericht Bochum

im vereinfachten Verfahren gemäß § 495a ZPO

ohne mündliche Verhandlung am 16.10.2008

durch den Richter am Amtsgericht für Recht er¬kannt:

I.

Die Klage wird abgewiesen.

II.

Die Kosten des Rechtsstreits trägt der Kläger.

III.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e :

Dem Kläger stehen keine weiteren Schadensersatzansprüche aus angetretenem Recht seines Auftraggebers gegen die Beklagte zu.

Bei dem hier in Rede stehenden Schadensersatzanspruch hat die Beklagte die gemäß

§ 249 Abs. 2 BGB erforderlichen Kosten zu übernehmen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Geschädigte mit dem Sachverständigen eine Preisvereinbarung getroffen hat. Auch ist der Geschädigte grundsätzlich nicht zur Erforschung des ihm zugänglichen Marktes verpflichtet, um einen für den Schädiger und dessen Haftpflichtversicherung möglichst preisgünstigen Sachverständigen ausfindig zu machen, wobei für ihn allerdings das Risiko bleibt, dass er ohne nähere Erkundigungen einen Sachverständigen beauftragt, der sich später im Prozess als zu teuer erweist (BGH NJW 2007, 1450).Dazu paßt es nicht, die erforderlichen Kosten nur bei evidenter Erkennbarkeit einer überzogenen Forderung bzw. bei Anwaltsverschulden bzgl. des Sachverständigen zu kürzen.

Bei der Bewertung der erforderlichen Sachverständigenkosten kommen im Rahmen der gemäß § 287 ZPO zulässigen Schadensschätzung als Grundlage

  • die fortgeschriebene – BVSK – Honorarbefragung von 2005/2006 zur Höhe der üblichen Sachverständigenkosten bzw. die so genannten Gesprächsergebnisse BVSK-

Versicherungen in Betracht. Beide bieten hinreichende Anhaltspunkte für die Angemessenheit und Üblichkeit und damit für die Erforderlichkeit

der zu erstattenden Kosten. Unter Berücksichtigung beider in Betracht kommender Grundlagen schätzt das Gericht den erforderlichen Aufwand auf jedenfalls keinen höheren als den zugestandenen Betrag von 346,33 EURO. Bei einer Schadenshöhe netto von 1.357,40 EURO ergeben die Gesprächsergebnisse einen Bruttobetrag von 322,21 EURO und bei Zugrundelegung der höchsten Honorarzone der BVSK – Honorarbefragung 2005/2006 ergibt sich unter Berücksichtigung der höchsten Honorarzone HB – III, dann allerdings ohne Ansatz von Nebenkosten, selbst unter Fortschreibung in Höhe von jährlich 3 % ein noch darunterliegender Wert.

Die Nebenentscheidungen folgen aus §§ 91, 708 Ziff. 11, 713 ZPO.

Palavras-chave

expert appraisal costsdamagescost estimationreasonablenessassigned claim

Recoverable appraisal costs did not exceed the €346.33 already allowed.

Applying § 287 ZPO, the court relied on the BVSK 2005/2006 survey and the BVSK insurer discussion results as adequate estimation benchmarks. Both supported an amount no higher than €346.33; the applicable estimates were lower.

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