II-8 UF 149/14•Oberlandesgericht Düsseldorf, 2014-11-21, II-8 UF 149/14
Oberlandesgericht Düsseldorf, 2014-11-21, II-8 UF 149/14
II-8 UF 149/14Tribunal Superior21 de nov. de 2014
Regest
Ein Vormund ist nicht im Sinne des § 1909 Abs. 1 Satz 1 BGB an der sachgemäßen Ermittlung und Abwicklung des Nachlasses tatsächlich verhindert, wenn ihm die hier-zu erforderliche juristische Sachkunde in Erbschaftsangelegenheiten und Vermö-gensverwaltung fehlt (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 29.05.2013, AZ: XII ZB 530/11, BGH, Beschluss vom 29.05.2013, AZ: XII ZB 124/12). Allein eine umfangreiche und schwierige Abwicklung des Nachlasses führt nicht zu der Annah-me einer schwierigen Vermögensverwaltung, welche gemäß § 1775 Satz 2 BGB die Bestellung eines Mitvormundes betreffend die Vermögenssorge begründen könnte.
Texto completo
Oberlandesgericht Düsseldorf — II-8 UF 149/14 — Beschluss
Entscheidungsdatum: 2014-11-21
Aktenzeichen: II-8 UF 149/14
ECLI: ECLI:DE:OLGD:2014:1121.II8UF149.14.00
Dokumenttyp: Beschluss
Spruchkörper: 8. Senat für Familiensachen
Leitsätze
Ein Vormund ist nicht im Sinne des § 1909 Abs. 1 Satz 1 BGB an der sachgemäßen Ermittlung und Abwicklung des Nachlasses tatsächlich verhindert, wenn ihm die hier-zu erforderliche juristische Sachkunde in Erbschaftsangelegenheiten und Vermö-gensverwaltung fehlt (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 29.05.2013,
AZ: XII ZB 530/11, BGH, Beschluss vom 29.05.2013, AZ: XII ZB 124/12). Allein eine umfangreiche und schwierige Abwicklung des Nachlasses führt nicht zu der Annah-me einer schwierigen Vermögensverwaltung, welche gemäß § 1775 Satz 2 BGB die Bestellung eines Mitvormundes betreffend die Vermögenssorge begründen könnte.
Tenor
Die Beschwerde der Stadt O. vom 29.08.2014 gegen den Beschluss des Amtsgerichts –Familiengericht – Oberhausen vom 25.07.2014 wird zurückgewiesen.
Von der Erhebung der Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren wird abgesehen.
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