1 Vollz (Ws) 533/14•Oberlandesgericht Hamm, 2014-11-13, 1 Vollz (Ws) 533/14
Oberlandesgericht Hamm, 2014-11-13, 1 Vollz (Ws) 533/14
1 Vollz (Ws) 533/14Tribunal Superior13 de nov. de 2014
Regest
1. Macht ein Strafgefangener Amtshaftungsansprüche fälschlich vor der Strafvollstreckungskammer geltend, so darf diese den Antrag auf gerichtliche Entscheidung nicht mangels Zuständigkeit als unzulässig verwerfen, sondern sie muss den Rechtsstreit von Amts wegen an das zuständige Gericht analog § 17a Abs. 2 GVG verweisen. 2. Eine Verweisung durch das Rechtsbeschwerdegericht scheidet nach § 17a Abs. 5 GVG aus.
Texto completo
Oberlandesgericht Hamm — 1 Vollz (Ws) 533/14 — Beschluss
Entscheidungsdatum: 2014-11-13
Aktenzeichen: 1 Vollz (Ws) 533/14
ECLI: ECLI:DE:OLGHAM:2014:1113.1VOLLZ.WS533.14.00
Dokumenttyp: Beschluss
Spruchkörper: 1. Strafsenat
Normen: GVG § 17a
Leitsätze
-
Macht ein Strafgefangener Amtshaftungsansprüche fälschlich vor der Strafvollstreckungskammer geltend, so darf diese den Antrag auf gerichtliche Entscheidung nicht mangels Zuständigkeit als unzulässig verwerfen, sondern sie muss den Rechtsstreit von Amts wegen an das zuständige Gericht analog § 17a Abs. 2 GVG verweisen.
-
Eine Verweisung durch das Rechtsbeschwerdegericht scheidet nach § 17a Abs. 5 GVG aus.
Tenor
Dem Betroffenen wird kostenfrei (§ 21 GKG) Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Frist zur Einlegung der Rechtsbeschwerde gewährt.
Die Rechtsbeschwerde wird zugelassen.
Der angefochtene Beschluss wird aufgehoben. Die Sache wird zur erneuten Behandlung und Entscheidung – auch über die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens – an die Strafvollstreckungskammer beim Landgericht Krefeld zurückverwiesen.
Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude
Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.