21 WF 128/82•Oberlandesgericht Köln, 1982-08-02, 21 WF 128/82
Oberlandesgericht Köln, 1982-08-02, 21 WF 128/82
21 WF 128/82Tribunal Superior2 de ago. de 1982
Regest
Die Beiordnung eines Verkehrsanwaltes ist jedenfalls dann erforderlich, wenn die von einer bemittelten Partei für einen Verkehrsanwalt aufgewandten Kosten als zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendig im Sinne von § 91 ZPO anzuerkennen sind. Das ist auch der Fall, wenn die Kosten notwendiger Informationsreisen der auswärtigen Partei zu ihrem Prozeßbevollmächtigten die Kosten eines Verkehrsanwaltes nahezu erreichen. In Scheidungs sachen sind in der Regel mindestens zwei Informationsreisen als notwendig anzusehen.
Texto completo
Oberlandesgericht Köln — 21 WF 128/82 — Beschluss
Entscheidungsdatum: 1982-08-02
Aktenzeichen: 21 WF 128/82
ECLI: ECLI:DE:OLGK:1982:0802.21WF128.82.00
Dokumenttyp: Beschluss
Spruchkörper: 21. Zivilsenat
Normen: ZPO § 121 Abs 3
Leitsätze
Die Beiordnung eines Verkehrsanwaltes ist jedenfalls dann erforderlich, wenn die von einer bemittelten Partei für einen Verkehrsanwalt aufgewandten Kosten als zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendig im Sinne von § 91 ZPO anzuerkennen sind. Das ist auch der Fall, wenn die Kosten notwendiger Informationsreisen der auswärtigen Partei zu ihrem Prozeßbevollmächtigten die Kosten eines Verkehrsanwaltes nahezu erreichen. In Scheidungs sachen sind in der
Regel mindestens zwei Informationsreisen als notwendig anzusehen.
Tenor
Der Beschluß des Amtsgerichts - Familiengericht - Köln vom 28. April 1982 - 313 F 170/81 - wird, soweit darin über die Beiordnung eines Verkehrsanwaltes
entschieden worden ist, abgeändert und insoweit wie folgt neu gefaßt:
Der Antragsgegnerin wird im Wege ratenfreier Prozeßkostenhilfe Rechtsanwalt K. in 0000 N. als Verkehrsanwalt für das Scheidungsverfahren einschließlich des Versorgungsausgleichs-Verfahrens beigeordnet.
Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude
Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.