Streitwert for indirect effects of changed flight procedures

BVerwG 4 C 8/13Bverwg / Divisão 426 de ago. de 2013Dismissed

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Resumo Omnilex

The plaintiffs withdrew their revisions against a Baden-Württemberg judgment. The Federal Administrative Court therefore discontinued the cassation proceedings and ordered costs according to the withdrawal rules. It also revisited an earlier provisional Streitwert of EUR 2,360,000 and held that the valuation must not be based on the indirect financial consequences of changed flight procedures for the plaintiffs, because the designation of the flight procedures is addressed to aircraft operators, while the plaintiffs are only indirectly affected through later changes to Zurich airport operating rules. The court indicated that no higher Streitwert than in comparable third-party challenges was justified.

Sumário Omnilex

§ 47 Abs. 1 Satz 2, § 52 Abs. 1 GKG; Streitwert bei Drittbetroffenheit durch geänderte Flugverfahren: Maßgeblich ist nicht der mittelbar vermittelte wirtschaftliche Nachteil des klagenden Dritten, wenn die angegriffene Festlegung sich nicht an ihn, sondern an andere Normadressaten richtet. Bei nur mittelbarer, gleichsam sekundärer Betroffenheit ist für die Wertbemessung auf die Art des rechtlichen Angriffs und die Vergleichbarkeit mit anderen Drittanfechtungskonstellationen abzustellen; ein besonderer Vermögensschaden rechtfertigt nur ausnahmsweise eine höhere Bemessung. Die bloße mittelbare Lärmbelastung infolge späterer, durch eine ausländische Behörde vorgenommener Betriebsregelung genügt nicht, um den Streitwert nach dem behaupteten Immobilienwertverlust zu bestimmen (vgl. insb. die Erwägungen zum fehlenden Adressatenstatus und zur Orientierung an den üblichen Drittanfechtungswerten).

Texto completo

BVerwG — 4 C 8/13, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2013-08-26

Aktenzeichen: 4 C 8/13

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 47 Abs 1 S 2 GKG, § 52 Abs 1 GKG

Vorinstanz: vorgehend Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, 24. Januar 2006, Az: 8 S 1706/04, Urteil

Spruchkörper: 4. Senat

Titelzeile

Streitwertfestsetzung bei geänderten Flugverfahren, wenn die betreffende Partei nicht Adressat der neuen Festlegung ist

Gründe

1 Die Kläger haben ihre Revisionen gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 24. Januar 2006 mit Schriftsatz vom 30. Juli 2013 zurückgenommen. Das Revisionsverfahren ist deshalb gemäß § 141 Satz 1, § 125 Abs. 1 Satz 1, § 92 Abs. 3 Satz 1 VwGO mit der Kostenfolge aus § 155 Abs. 2, § 159 Satz 1 VwGO i.V.m. § 100 Abs. 2 ZPO einzustellen.

2 Die Streitwertfestsetzung beruht auf § 47 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 52 Abs. 1 GKG. Der Senat bestätigt nicht seinen Beschluss vom 20. Februar 2007, in dem der Streitwert vorläufig auf 2 360 000 € festgesetzt worden ist. Für die Streitwertfestsetzung ist nicht, wie seinerzeit in Übereinstimmung mit der Vorinstanz angenommen, maßgeblich, welche finanziellen Folgen die Änderung der Flugverfahren über deutschem Hoheitsgebiet für An- und Abflüge nach Instrumentenflugregeln zum und vom Flughafen Zürich für die Kläger deshalb hat, weil das schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt als Reaktion auf die vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung verordneten Restriktionen das Betriebsreglement für den Flughafen Zürich geändert hat und die Liegenschaften der Kläger wegen Lärmbelastungen aufgrund der neuen Flugverfahren an Wert verloren haben sollen. Die Kläger sind nicht Adressaten der Festlegung der geänderten Flugverfahren; dies sind die Luftfahrzeugführer. Die Kläger sind durch die Änderung der Flugverfahren über der Bundesrepublik Deutschland lediglich mittelbar betroffen, und das sogar gleichsam nur in zweiter Linie, weil erst die Änderung des Betriebsreglements für den Flughafen Zürich durch die zuständige Behörde der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu den Lärmbelastungen geführt hat, die Anlass für die Klageerhebung waren. Soweit sich der Streitwertkatalog für die Verwaltungsgerichtsbarkeit (NVwZ 2004, 1327), an dessen Vorschlägen sich der Senat im Interesse der Rechtssicherheit und Berechenbarkeit von Streitwertentscheidungen zu orientieren pflegt, zu Konstellationen der Drittanfechtung verhält, sieht er für Klagen von Gemeinden einen Streitwert in Höhe von 60 000 € vor (Nr. 2.3 für das Recht der Abfallentsorgung, Nr. 6.3 für das Atomrecht, Nr. 9.8.2 für die Normenkontrolle gegen einen Bebauungsplan, Nr. 11.3 für das Bergrecht und Nr. 34.3 für das Planfeststellungsrecht). Für Klagen drittbetroffener Privater gegen die Planfeststellung für einen Verkehrsflughafen bringt der Senat gewöhnlich einen Streitwert von 15 000 € in Ansatz (vgl. Streitwertbeschlüsse vom 16. März 2006 - BVerwG 4 A 1075.04 und BVerwG 4 A 1078.04 -). Für Klagen gegen die Festlegung von Flugverfahren ist jedenfalls kein höherer Streitwert angezeigt.

Palavras-chave

dispute valuewithdrawal of appealflight proceduresthird-party challengenoise impactindirect affectednesscosts

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Questão jurídica principal

Whether the cassation proceedings had to be terminated after withdrawal of the revisions

Decisão extraída

Yes. The revisions were withdrawn, so the proceedings had to be discontinued with costs following the withdrawal.

Fundamentação extraída

Under the applicable procedural rules, withdrawal of the revisions ends the cassation proceedings and triggers the statutory cost consequences.

Questão jurídica principal

How the value in dispute should be determined for challenges to changed flight procedures when the plaintiffs are not the addressees of the procedural designation

Decisão extraída

The disputed value should not be based on the indirect financial consequences alleged by the plaintiffs; they are only indirectly affected because the flight procedures are addressed to aircraft operators, and any noise impact arises only via the subsequent change to the Zurich airport operating rules.

Fundamentação extraída

For valuation purposes, the court rejected the earlier provisional amount of EUR 2,360,000. It relied on the plaintiffs' only indirect, secondary affectedness and aligned the valuation with comparable third-party challenges, concluding that no higher amount than customary was warranted.

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