LGBL_ST_19911021_89•Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 1. Juli 1991, mit der die Verordnung über das Aufbringen von Gülle geändert wird.
LGBL_ST_19911021_89Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 1. Juli 1991, mit der die Verordnung über das Aufbringen von Gülle geändert wird.Gazette21.10.1991
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 1. Juli 1991, mit der die Verordnung über das Aufbringen von Gülle geändert wird.
Auf Grund des § 5 des Steiermärkischen landwirtschaftlichen Bodenschutzgesetzes, LGBl. Nr. 66/1987, wird verordnet:
Artikel I
Die Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 14. Dezember 1987, LGBl. Nr. 88, über das Aufbringen von Gülle (Gülleverordnung) wird wie folgt geändert:
„Düngungsbedarf der Kulturpflanzen
(1) Als Düngungsbedarf der Kulturpflanzen sind höchstens folgende pflanzenwirksame Reinnährstoffmengen an Stickstoff (N) anzunehmen:
Mais 170 kg N/ha/Anbauperiode
Getreide 150 kg N/ha/Anbauperiode
Körnerraps 180 kg N/ha/Anbauperiode
Kartoffel, Paradeis 160 kg N/ha/Anbauperiode
Zuckerrübe 160 kg N/ha/Anbauperiode
Ackerbohne 40 kg N/ha/Anbauperiode
Soja 30 kg N/ha/Anbauperiode
Erbse 40 kg N/ha/Anbauperiode
Kürbis 60 kg N/ha/Anbauperiode
Grünland 200 kg N/ha/Jahr
(Dreischnittnutzung;
drei Teilgaben)
Kraut, Karfiol, Kohl 175 kg N/ha/Anbauperiode
Gurke, Chinakohl 160 kg N/ha/Anbauperiode
Rote Rübe, Paprika 140 kg N/ha/Anbauperiode
Kopfsalat 75 kg N/ha/Anbauperiode
Zwischenfrucht nach
Getreide (Raps, Senf,
Ölrettich, Getreide,
Gräser usw.) 60 kg N/ha/Anbauperiode
Zwischenfrucht nach
Mais (Raps, Senf, Öl-
rettich, Getreide,
Gräser usw.) 40 kg N/ha/Anbauperiode
(2) Zur Verrottung des am Feld verbleibenden Erntestrohs können unter Bedachtnahme auf die natürliche Mineralisierung pflanzenwirksame Reinnährstoffmengen an Stickstoff von maximal 40 kg/ha zugeführt werden.
(3) Werden mehrere Kulturen innerhalb von zwölf Monaten angebaut, darf die Aufbringung von 175 kg bzw. mit winterharter Gründecke von 210 kg Reinstickstoff nur mit wasserrechtlicher Bewilligung überschritten werden.“
„Stickstoffanfall aus Gülle
Durch die Haltung der angeführten Tierarten ist die Erzeugung jeweils folgender pflanzenwirksamer Reinnährstoffmengen an Stickstoff anzunehmen:
Rinder (500 kg
Lebendgewicht) 50 kg N/Jahr/Stk.
Zuchtschweine
(ohne Ferkelaufzucht) 18 kg N/Jahr/Stk.
Mastschweine 3,15 kg N/Mastperiode/Stk.
Geflügel 60 kg N/100
Legehennen/Jahr.“
„(2) Die Aufbringung von Gülle ist jedenfalls verboten auf Ackerflächen
Artikel II
Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 1992 in Kraft.
Für die Steiermärkische Landesregierung:
Der Landesrat:
Schaller
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