921.552.1•Verordnung über forstliches Vermehrungsgut
921.552.1Departmental Ordinance01.01.1995
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"title": "Ordinanza del 29 novembre 1994 sul materiale di riproduzione forestale",
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}vom 29. November 1994 (Stand am 1. August 2020)
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK),
gestützt auf die Artikel 22 Absatz 3 und 24 der Waldverordnung vom 30. November 19921(WaV),
verordnet:2
Folgende in dieser Verordnung verwendeten Begriffe bedeuten:
| Ausgangsmaterial | a. für generatives Vermehrungsgut: Bestände und Samenplantagen; b. für vegetatives Vermehrungsgut: Klone und Mischungen von Klonen mit festgelegten Anteilen der verschiedenen Klone. |
|---|---|
| Herkunft | Standort, an dem sich ein autochthoner, d. h. an Ort und Stelle entstandener, oder ein nicht autochthoner Bestand von Bäumen befindet. |
| Herkunftsgebiet | a. im allgemeinen: Gebiet oder Gesamtheit von Gebieten mit annähernd gleichen ökologischen Gegebenheiten, in denen sich Bestände einer bestimmten Art, Unterart oder Sorte von Bäumen befinden, die ähnliche phänotypische oder genetische Merkmale aufweisen; als schweizerische Herkunftsgebiete gelten die Forstregionen gemäss Schweizerischer Forststatistik; b. für Vermehrungsgut aus einer Samenplantage: Herkunft des Ausgangsmaterials, das bei der Anlage der betreffenden Samenplantage verwendet worden ist. |
| Samenplantage | Anpflanzung ausgewählter Klone oder Nachkommen, die mindestens 50 Klone umfasst und die gegen Fremdbestäubung abgeschirmt oder so angelegt ist, das eine solche Bestäubung vermieden oder in Grenzen gehalten wird, und die mit dem Ziel häufiger, reicher und leicht durchführbarer Ernten planmässig bewirtschaftet wird. |
| Vermehrungsgut | a. Saatgut: Zapfen, Fruchtstände, Früchte und Samen, die zur Pflanzenerzeugung bestimmt sind; b. Pflanzenteile: Stecklinge, Steckhölzer, Ableger, Wurzeln und Propfreiser sowie andere pflanzliche Gewebe, die zur Pflanzenerzeugung bestimmt sind, mit Ausnahme von Setzstangen; c. Pflanzgut: Pflanzen, die aus Saatgut oder Pflanzenteilen gezogen sind, Setzstangen und Wildlinge. |
| Ausgewähltes Vermehrungsgut | Vermehrungsgut, das aus Ausgangsmaterial hervorgegangen ist, das nach den in Anhang 2 aufgeführten Grundsätzen wegen seiner Güte für die Nachzucht geeignet erscheint und dessen Nachkommenschaft keine für den Wald nachteiligen Eigenschaften erwarten lässt. |
| Geprüftes Vermehrungsgut | Vermehrungsgut, das aus Ausgangsmaterial hervorgegangen ist, dessen Vermehrungsgut aufgrund von Vergleichsprüfungen einen gegenüber den in Anhang 3 aufgeführten Anforderungen verbesserten Kulturwert besitzt. |
| Quellengesichertes Vermehrungsgut | Den Anforderungen von Anhang 4 entsprechendes Vermehrungsgut, für welches der Standort des Erntebestandes (Gemeinde, Waldort, Höhenlage und Exposition) der betreffenden Baumart bekannt und registriert ist. |
Ist zu befürchten, dass die Verwendung von forstlichem Vermehrungsgut einer bestimmten Herkunft aufgrund seiner genetischen Eigenschaften einen ungünstigen Einfluss auf den Wald hat, so kann das Bundesamt die Bewilligung zur Einfuhr verweigern oder unter der Auflage erteilen, dass das Vermehrungsgut nur in bestimmten schweizerischen Herkunftsgebieten verwendet werden darf.
Die Verfügung des Eidgenössischen Departements des Innern vom 22. Oktober 19566betreffend die Kontrolle über Herkunft und Verwendung von forstlichem Saatgut und Forstpflanzen wird aufgehoben.
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1995 in Kraft.
(Art. 1 Abs. 1 Bst. a)
| Botanische Bezeichnung | Deutsche Bezeichnung | |
|---|---|---|
| Nadelgehölze: | Abies alba1 | Weisstanne |
| Larix sp. | ||
| Larix decidua 1 | Europäische Lärche | |
| Larix kaempferi | Japanische Lärche | |
| Picea abies1 | Fichte, Rottanne | |
| Pinus sp. | ||
| Pinus cembra | Arve | |
| Pinus mugo | Bergföhre | |
| Pinus mugo mughus | Legföhre | |
| Pinus nigra | Schwarzföhre | |
| Pinus strobus | Strobe, Weymoutsföhre | |
| Pinus sylvestris 1 | Föhre, Waldföhre | |
| Pseudotsuga menziesii | Douglasie | |
| Laubgehölze: | Acer sp. | |
| Acer platanoides | Spitzahorn | |
| Acer pseudoplatanus | Bergahorn | |
| Alnus sp. | ||
| Alnus glutinosa | Schwarzerle | |
| Alnus incana | Weisserle, Grauerle | |
| Alnus viridis | Grünerle, Alpenerle | |
| Betula sp. | ||
| Betula pendula | Weissbirke, Sandbirke | |
| Betula pubescens | Moorbirke | |
| Carpinus betulus | Hagebuche, Hainbuche | |
| Castanea sativa1 | Edelkastanie | |
| Fagus silvatica1 | Buche | |
| Fraxinus excelsior | Esche | |
| Juglans sp. | ||
| Juglans nigra | Schwarznussbaum | |
| Juglans regia | Walnussbaum | |
| Ostrya carpinifolia | Hopfenbuche | |
| Populus sp. | ||
| Populus alba | Silberpappel | |
| Populus nigra | Schwarzpappel | |
| Populus tremula | Zitterpappel, Aspe | |
| Prunus avium | Vogelkirsche | |
| Quercus sp. | ||
| Quercus petraea 1 | Traubeneiche | |
| Quercus pubescens | Flaumeiche | |
| Quercus robur 1 | Stieleiche | |
| Quercus rubra | Roteiche, Amerikanische Roteiche | |
| Robinia pseudoacacia | Robinie, Scheinakazie | |
| Salix alba | Weissweide, Silberweide | |
| Sorbus sp. | ||
| Sorbus aria | Mehlbeere | |
| Sorbus aucuparia | Vogelbeerbaum, Eberesche | |
| Sorbus torminalis | Elsbeere | |
| Tilia sp. | ||
| Tilia cordata | Winterlinde | |
| Tilia platyphyllos | Sommerlinde | |
| Ulmus sp. | ||
| Ulmus glabra | Bergulme | |
| Ulmus minor | Feldulme | |
| 1 Bestandesbildende Baumarten; die übrigen Arten der Liste gelten als zerstreut vorkommende Baumarten. |
(Art. 2)
Samenplantagen werden derart angelegt, dass eine ausreichende Gewähr dafür besteht, dass das in ihnen erzeugte Saatgut mindestens die durchschnittliche genetische Qualität des Ausgangsmaterials wiedergibt, dem die Samenplantage entstammt.
(Art. 2)
Für diesen Anhang gelten die Bestimmungen der Anlage 1 der Zweiten Richtlinie Nr. 75/445 des Rates der Europäischen Gemeinschaften vom 26. Juni 1975 zur Änderung der Richtlinie Nr. 66/404 über den Verkehr mit forstlichem Vermehrungsgut7.
(Art. 2)
Für bestandesbildende Baumarten nach Anhang 1 sind mindestens 25 potentielle Erntebäume oder mindestens eine reduzierte Fläche (Deckungsgrad der betreffenden Baumart multipliziert mit der Gesamtfläche des Bestandes) von 25 Aren erforderlich.
Für zerstreutvorkommende Baumarten nach Anhang 1 sind mindestens zehn potentielle Erntebäume erforderlich.
(Art. 6 Abs. 1 und 9 Abs. 2)
SR 921.01 ↩
Fassung gemäss Ziff. III der V des WBF und des UVEK vom 19. Juni 2020, in Kraft seit 1. Aug. 2020 (AS 2020 3073). ↩
SR 916.20 ↩
Fassung gemäss Ziff. III der V des WBF und des UVEK vom 19. Juni 2020, in Kraft seit 1. Aug. 2020 (AS 2020 3073). ↩
Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) angepasst. ↩
[AS 1956 1490] ↩
EG-Amtsblatt (ABL.) Nr. L 196 vom 26.7.75, S. 20–22. Der Text dieser Vorschriften kann beim Bundesamt für Umwelt, 3003 Bern, bezogen werden. ↩