Haben die zuständigen Behörden bei der Prüfung des Ehegattennachzugs nach den Artikeln 42–45 Anhaltspunkte dafür, dass für die Ehe ein Ungültigkeitsgrund nach Artikel 105 Ziffer 5 oder 105a des Zivilgesetzbuchs (ZGB)1vorliegt, so melden sie dies der nach Artikel 106 ZGB zuständigen Behörde.2Das Gesuch um Ehegattennachzug wird bis zur Entscheidung dieser Behörde sistiert. Erhebt die Behörde Klage, so wird das Gesuch bis zum Vorliegen des rechtskräftigen Urteils sistiert.
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Die Sistierung tritt nicht automatisch ein: Sie kommt nur in Betracht, wenn die Verwaltungsbehörde der nach Art. 106 ZGB zuständigen Behörde entsprechende Indizien für einen Annulationsgrund mitteilt; in der zitierten Entscheidung war kein zivilrechtliches Annulationsverfahren eingeleitet worden.
“On observera en outre qu'en matière de regroupement familial, et en présence de soupçons de mariage de complaisance, la LEI n'impose la suspension de la procédure que lorsque l'autorité administrative a informé l'autorité visée à l'art. 106 CC de l'existence d'indices d'une cause absolue d'annulation du mariage au sens de l'art. 105 ch. 5 ou 6 CC (cf. art. 45a LEI). Or il ne ressort pas de l'arrêt attaqué qu'une telle procédure civile en annulation du mariage aurait été engagée en l'espèce.”
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