(Art. 3 Abs. 1)
1Die Bestimmungen dieses Anhangs gelten für die vorsorgliche Begrenzung der Emissionen von stationären Anlagen.
2Vorbehalten bleiben die ergänzenden oder abweichenden Bestimmungen:
Abluft, Rauchgase und andere von Anlagen abgegebene Luftverunreinigungen werden als Abgase bezeichnet.
Das Mass der Emissionen wird angegeben als: a. Konzentration: Masse der emittierten Stoffe bezogen auf das Volumen des Abgases (z. B. in Milligramm pro Kubikmeter [mg/m3]); b. Massenstrom: Masse der emittierten Stoffe pro Zeiteinheit (z. B. in Gramm pro Stunde [g/h]); c. Emissionsfaktor: Verhältnis der Masse der emittierten Stoffe zur Masse der erzeugten oder verarbeiteten Produkte (z. B. in Kilogramm pro Tonne [kg/t]); d. Emissionsgrad: Verhältnis der emittierten Masse eines luftverunreinigenden Stoffes zur Masse dieses Stoffes, welche der Anlage mit den Brenn- und Einsatzstoffen zugeführt wird (in Prozent [% Masse]); e. Russzahl: Der durch Abgase erzeugte Grad der Schwärzung auf einem Filterpapier. Die für die Bestimmung der Russzahl (nach Bacharach) zu verwendende Vergleichsskala umfasst 10 Stufen; die Stufen werden mit 0 bis 9 angegeben.
1Die als Konzentrationen angegebenen Grenzwerte und die als Bezugsgrössen angegebenen Sauerstoffgehalte beziehen sich auf das Volumen des Abgases im Normzustand (0 °C, 1013 mbar) nach Abzug des Feuchtegehaltes (trocken).
2Die als Emissionskonzentrationen angegebenen Grenzwerte beziehen sich auf die Abgasmenge, die nicht stärker verdünnt ist, als dies technisch und betrieblich unvermeidlich ist.
3Wird für eine Anlage in den Anhängen 2–4 als Bezugsgrösse ein Volumengehalt an Sauerstoff angegeben, so sind die gemessenen Emissionskonzentrationen jeweils auf diese Bezugsgrösse umzurechnen.
Die Feuerungswärmeleistung bezeichnet die Wärmeenergie, die einer Anlage pro Zeiteinheit maximal zugeführt werden kann. Sie wird errechnet, indem der Brennstoffverbrauch der Anlage mit dem unteren Heizwert des Brennstoffes multipliziert wird.
1Es gelten folgende Emissionsbegrenzungen: a. für Staub: Ziffer 4; b für anorganische, vorwiegend staubförmige Stoffe: Ziffer 5; c. für anorganische gas- oder dampfförmige Stoffe: Ziffer 6; d. für organische gas-, dampf- oder partikelförmige Stoffe: Ziffer 7; e. für krebserzeugende Stoffe: Ziffer 8.
2Die in den Ziffern 5–8 nicht aufgeführten Stoffe werden den Stoffklassen zugeordnet, mit denen sie in ihrer Einwirkung auf die Umwelt vergleichbar sind. Dabei sind insbesondere die Abbaubarkeit und Anreicherbarkeit, die Toxizität, die Auswirkungen von Abbauvorgängen und deren Folgeprodukten sowie die Geruchsintensität zu berücksichtigen.
1Sind mehrere Emissionsquellen vorhanden und hängt die Anforderung an die Emissionsbegrenzung von der Grösse einer Anlage (z. B. Leistung oder Massenstrom) ab, so legt die Behörde fest, welche Emissionsquellen zusammen als eine einzige Anlage gelten.
2Als eine einzige Anlage sind in der Regel Emissionsquellen zu bezeichnen, die in einem engen räumlichen Zusammenhang stehen und deren Emissionen:
3Teile einer Anlage, die nur dazu dienen, bei Betriebsausfällen die Leistung anderer Anlageteile zu ersetzen, werden bei der Bestimmung der Anlagegrösse nicht berücksichtigt.
4Emissionsgrenzwerte, die von einem bestimmten Massenstrom abhängen, gelten nur, wenn:
Beträgt der Massenstrom an Staub 0,20 kg/h oder mehr, so dürfen die staubförmigen Emissionen gesamthaft 20 mg/m3nicht überschreiten.
Für die Begrenzung der einzelnen Inhaltsstoffe des Staubes gelten die Anforderungen nach den Ziffern 5, 7 und 8.
1Können in gewerblichen oder industriellen Betrieben durch Vorgänge wie Fördern, Zerkleinern, Klassieren oder Abfüllen staubender Güter erhebliche Staubemissionen entstehen, so müssen die staubhaltigen Abgase erfasst und einer Entstaubungsanlage zugeführt werden.
2Bei der Lagerung und beim Umschlag staubender Güter im Freien müssen Massnahmen zur Verhinderung von erheblichen Staubemissionen getroffen werden.
3Beim Transport staubender Güter müssen Transporteinrichtungen verwendet werden, welche die Entstehung erheblicher Staubemissionen verhindern.
4Können durch den Werkverkehr auf Fahrwegen erhebliche Staubemissionen entstehen, so müssen die Fahrwege staubfrei gehalten werden.
1Die Emissionskonzentration der in Ziffer 52 aufgeführten Stoffe darf folgende Werte nicht übersteigen: a. Stoffe der Klasse 1 bei einem Massenstrom von 1 g/h oder mehr 0,2 mg/m3 b. Stoffe der Klasse 2 bei einem Massenstrom von 5 g/h oder mehr 1 mg/m3 c. Stoffe der Klasse 3 bei einem Massenstrom von 25 g/h oder mehr 5 mg/m3
2Die Grenzwerte gelten für die gesamte Masse eines emittierten Stoffes, einschliesslich der gas- und dampfförmigen Anteile im Abgas.
3Enthält das Abgas mehrere Stoffe der gleichen Klasse, so gilt der Grenzwert für die Summe dieser Stoffe.
| Stoff | angegeben als | Klasse | ||
|---|---|---|---|---|
| Antimon1 | und seine Verbindungen | Sb | 3 | |
| Arsen1 | und seine Verbindungen, ausgenommen Arsenwasserstoff | As | 2 | |
| Blei | und seine Verbindungen | Pb | 3 | |
| Chrom1 | und seine Verbindungen | Cr | 3 | |
| Cobalt1 | und seine Verbindungen | Co | 2 | |
| Cyanide2 | CN | 3 | ||
| Fluoride2 | soweit staubförmig | F | 3 | |
| Kupfer | und seine Verbindungen | Cu | 3 | |
| Mangan | und seine Verbindungen | Mn | 3 | |
| Nickel1 | und seine Verbindungen | Ni | 2 | |
| Palladium | und seine Verbindungen | Pd | 3 | |
| Platin | und seine Verbindungen | Pt | 3 | |
| Quarzstaub | soweit kristalliner Feinstaub | SiO | 3 | |
| Quecksilber | und seine Verbindungen | Hg | 1 | |
| Rhodium | und seine Verbindungen | Rh | 3 | |
| Selen | und seine Verbindungen | Se | 2 | |
| Tellur | und seine Verbindungen | Te | 2 | |
| Thallium | und seine Verbindungen | Tl | 1 | |
| Vanadium | und seine Verbindungen | V | 3 | |
| Zinn | und seine Verbindungen | Sn | 3 | |
| 1 Soweit nicht als krebserzeugende Verbindung nach Ziffer 8 erfasst. 2 Soweit leicht löslich. |
Die Emissionskonzentration eines der in Ziffer 62 aufgeführten Stoffe darf folgende Werte nicht übersteigen: a. bei einem Stoff der Klasse 1 bei einem Massenstrom von 10 g/h oder mehr 1 mg/m3 b. bei einem Stoff der Klasse 2 bei einem Massenstrom von 50 g/h oder mehr 5 mg/m3 c. bei einem Stoff der Klasse 3 bei einem Massenstrom von 300 g/h oder mehr 30 mg/m3 d. bei einem Stoff der Klasse 4 bei einem Massenstrom von 2500 g/h oder mehr 250 mg/m3
| Stoff | Klasse |
|---|---|
| Ammoniak und Ammoniumverbindungen angegeben als Ammoniak | 3 |
| Arsenwasserstoff | 1 |
| Brom und seine dampf- und gasförmigen Verbindungen, angegeben | |
| als Bromwasserstoff | 2 |
| Chlor | 2 |
| Chlorcyan | 1 |
| Chlorverbindungen, dampf- oder gasförmige anorganische | |
| Chlorverbindungen, ausgenommen Chlorcyan und Phosgen, angegeben | |
| als Chlorwasserstoff | 3 |
| Cyanwasserstoff | 2 |
| Fluor und seine dampf- oder gasförmigen Verbindungen, angegeben | |
| als Fluorwasserstoff | 2 |
| Phosgen | 1 |
| Phosphorwasserstoff | 1 |
| Schwefeloxide (Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid),angegeben | |
| als Schwefeldioxid | 4 |
| Schwefelwasserstoff | 2 |
| Stickoxide (Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid),angegeben | |
| als Stickstoffdioxid | 4 |
1Die Emissionskonzentration der in Ziffer 72 aufgeführten Stoffe darf folgende Werte nicht übersteigen: a. Stoffe der Klasse 1 bei einem Massenstrom von 0,1 kg/h oder mehr 20 mg/m3 b. Stoffe der Klasse 2 bei einem Massenstrom von 2,0 kg/h oder mehr 100 mg/m3 c. Stoffe der Klasse 3 bei einem Massenstrom von 3,0 kg/h oder mehr 150 mg/m3
2Für partikelförmige organische Stoffe der Klassen 2 und 3 gelten abweichend von Absatz 1 die Vorschriften über die Staubbegrenzung nach Ziffer 41.
3Enthält das Abgas mehrere Stoffe der gleichen Klasse, so gilt der Grenzwert für die Summe dieser Stoffe.
4Enthält das Abgas Stoffe von verschiedenen Klassen, so darf zusätzlich zu den Anforderungen nach den Absätzen 1 und 2 die Summe der Stoffe bei einem Massenstrom von insgesamt 3,0 kg/h oder mehr den Grenzwert von 150 mg/m3nicht übersteigen.
5Für Stoffe, bei denen der begründete Verdacht auf eine krebserzeugende Wirkung2besteht und die nicht in der Tabelle Ziffer 72 als Stoffe der Klasse 1 klassiert sind, müssen die Emissionen nach Absatz 1 Buchstabe a begrenzt werden.
6Für Stoffe, die nach Anhang 1.4 der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung vom 18. Mai 20053zu einem Abbau der Ozonschicht führen und die nicht in der Tabelle unter Ziffer 72 als Stoffe der Klasse 1 klassiert sind, müssen die Emissionen nach Absatz 1 Buchstabe a begrenzt werden. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen von Ziffer 8.
| Stoff | Summenformel | Klasse |
|---|---|---|
| Acetaldehyd | C | 1 |
| Aceton | C | 3 |
| Acrolein (s. 2-Propenal) | ||
| Acrylsäure | C | 1 |
| Acrylsäureethylester (s. Ethylacrylat) | ||
| Acrylsäuremethylester (s. Methylacrylat) | ||
| Alkane, ausgenommen Methan | 3 | |
| Alkene, ausgenommen 1,3-Butadien und Ethen | 3 | |
| Alkylalkohole | 3 | |
| Alkylbleiverbindungen | l | |
| Ameisensäure | CH | l |
| Ameisensäuredimethylamid (s. N,N-Dimethylformamid) | ||
| Ameisensäuremethylester (s. Methylformiat) | ||
| Anilin | C | l |
| Benzoesäuremethylester (s. Methylbenzoat) | ||
| Biphenyl | C | 1 |
| Brommethan | CH | 1 |
| 2-Butanon | C | 3 |
| 2-Butoxyethanol | C | 2 |
| Butylacetate | C | 3 |
| Butylglykol (s. 2-Butoxyethanol) | ||
| Butyraldehyd | C | 2 |
| Chloracetaldehyd | C | 1 |
| Chlorbenzol | C | 2 |
| Chloressigsäure | C | 1 |
| Chlorethan | C | 1 |
| Chlormethan | CH | 1 |
| Chloroform (s. Trichlormethan) | ||
| 2-Chloropren | ||
| 2-Chlorpropan | C | 2 |
| Cumol (s. Isopropylbenzol) | ||
| Cyclohexanon | C | 1 |
| Diacetonalkohol (s. 4-Hydroxy-4-methyl-2-pentanon) | ||
| Dibutylether | C | 3 |
| 1,2-Dichlorbenzol | C | 1 |
| 1,1-Dichlorethan | C | 2 |
| 1,1-Dichlorethen | C | 1 |
| 1,2-Dichlorethen | C | 3 |
| Dichlormethan | CH | 1 |
| Dichlorphenole | C | 1 |
| Diethanolamin (s. 2,2’-Iminodiethanol) | ||
| Diethylamin | C | 1 |
| Diethylether | C | 3 |
| Di-(2-ethylhexyl)-phthalat | C | 2 |
| Diisopropylether | C | 3 |
| Diisobutylketon (s. 2,6-Dimethyl-4-heptanon) | ||
| Diisocyanatotoluol (s. 4-Methyl-m-Phenylendiisocyanat) | ||
| Dimethylamin | C | 1 |
| Dimethylether | C | 3 |
| N,N-Dimethylformamid | C | 2 |
| 2,6-Dimethyl-4-heptanon | C | 2 |
| Dioctylphthalat (s. Di-(2-ethylhexyl)-phthalat) | ||
| 1,4-Dioxan | C | 1 |
| Diphenyl (s. Biphenyl) | ||
| Essigester (s. Ethylacetat) | ||
| Essigsäure | C | 2 |
| Essigsäurebutylester (s. Butylacetat) | ||
| Essigsäureethylester (s. Ethylacetat) | ||
| Essigsäuremethylester (s. Methylacetat) | ||
| Essigsäurevinylester (s. Vinylacetat) | ||
| Ethanol (s. Alkylalkohole) | ||
| Ethen | C | 1 |
| Ether (s. Diethylether) | ||
| 2-Ethoxyethanol | C | 2 |
| Ethylacetat | C | 3 |
| Ethylacrylat | C | 1 |
| Ethylamin | C | 1 |
| Ethylbenzol | C | 1 |
| Ethylchlorid (s. Chlorethan) | ||
| Ethylenglykol | C | 3 |
| Ethylenglykolmonobutylether (s. 2-Butoxyethanol) | ||
| Ethylenglykolmonoethylether (s. 2-Ethoxyethanol) | ||
| Ethylenglykolmonomethylether (s. 2-Methoxyethanol) | ||
| Ethylglykol (s. 2-Ethoxyethanol) | ||
| Ethylmethylketon (s. 2-Butanon) | ||
| FCKW, Fluorchlorkohlenwasserstoffe, | ||
| vollständig halogeniert, mit bis zu 3 C-Atomen | 1 | |
| Formaldehyd | CH | 1 |
| 2-Furaldehyd | C | 1 |
| Furfural, Furfurol, 2-Furylmethanal (s. 2-Furaldehyd) | ||
| Furfurylalkohol | C | 2 |
| Glykol (s. Ethylenglykol) | ||
| Halone, bromhaltige Fluorkohlenwasserstoffe, | ||
| vollständig halogeniert, mit bis zu 3 C-Atomen | 1 | |
| HFBKW, bromhaltige Fluorkohlenwasserstoffe, | ||
| teilweise halogeniert, mit bis zu 3 C-Atomen | 1 | |
| HFCKW, Fluorchlorkohlenwasserstoffe, | ||
| teilweise halogeniert, mit bis zu 3 C-Atomen | 1 | |
| Holzstaub, in atembarer Form (ausgenommen Buchen- und Eichenholzstaub) | 1 | |
| 4-Hydroxy-4-methyl-2-pentanon | C | 3 |
| 2,2’-Iminodiethanol | C | 1 |
| Isobutylmethylketon (s. 4-Methyl-2-pentanon) | ||
| Isopropenylbenzol | C | 2 |
| Isopropylbenzol | C | 2 |
| Kohlenstoffdisulfid | CS | 2 |
| Kresole | C | 1 |
| Maleinsäureanhydrid | C | 1 |
| Mercaptane (s. Thioalkohole) | ||
| Methacrylsäuremethylester (s. Methylmethacrylat) | ||
| Methanol (s. Alkylalkohole) | ||
| 2-Methoxyethanol | C | 2 |
| Methylacetat | C | 2 |
| Methylacrylat | C | 1 |
| Methylamin | CH | 1 |
| Methylbenzoat | C | 3 |
| Methylchlorid (s. Chlormethan) | ||
| Methylchloroform (s. 1,1,1,-Trichlorethan) | ||
| Methylcyclohexanone | C | 2 |
| Methylenchlorid (s. Dichlormethan) | ||
| Methylethylketon (s. 2-Butanon) | ||
| Methylformiat | C | 2 |
| Methylglykol (s. 2-Methoxyethanol) | ||
| Methylisobutylketon (s. 4-Methyl-2-pentanon) | ||
| Methylmethacrylat | C | 2 |
| 4-Methyl-2-pentanon | C | 3 |
| 4-Methyl-m-phenylendiisocyanat | C | 1 |
| N-Methylpyrrolidon | C | 3 |
| Naphthalin | C | 1 |
| Nitrobenzol | C | 1 |
| Nitrokresole | C | 1 |
| Nitrophenole | C | 1 |
| Nitrotoluole, ausser 2-Nitrotoluol | C | 1 |
| Olefinkohlenwasserstoffe (s. Alkene) | 3 | |
| Paraffinkohlenwasserstoffe (s. Alkane) | 3 | |
| Perchlorethylen (s. Tetrachlorethen) | ||
| Phenol | C | 1 |
| Phthalsäure-bis-(2-Ethylhexyl)-Ester (s. Di-(2-Ethylhexyl)-phthalat) | ||
| Phthalsäure-Dioctylester (s. Di-(2-Ethylhexyl)-phthalat) | ||
| Pinene | C10H16 | 3 |
| 2-Propenal | C | 1 |
| Propionaldehyd | C | 2 |
| Propionsäure | C | 2 |
| Pyridin | C | 1 |
| Schwefelkohlenstoff (s. Kohlenstoffdisulfid) | ||
| Styrol | C | 2 |
| 1,1,2,2-Tetrachlorethan | C | 1 |
| Tetrachlorethen | C | 1 |
| Tetrachlorkohlenstoff (s. Tetrachlormethan) | ||
| Tetrachlormethan | CCl | 1 |
| Tetrahydrofuran | C | 1 |
| Thioalkohole | 1 | |
| Thioether | 1 | |
| Toluol | C | 2 |
| Tolylen-2,4-diisocyanat (s. 4-Methyl-m-phenylendiisocyanat) | ||
| 1,1,1-Trichlorethan | C | 1 |
| 1,1,2-Trichlorethan | C | 1 |
| Trichlormethan | CHCl | 1 |
| Trichlorphenole | C | 1 |
| Triethylamin | C | 1 |
| Trimethylbenzole | C | 2 |
| Vinylacetat | C | 1 |
| Xylenole, ausgenommen 2,4-Xylenol | C | 1 |
| 2,4-Xylenol | C | 2 |
| Xylole | C | 2 |
Als krebserzeugend gelten Stoffe, die in der Liste der arbeitshygienischen Grenzwerte4der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) als krebserzeugend (K) bezeichnet sind.
1Die Emissionen von krebserzeugenden Stoffen sind unabhängig vom Risiko der durch sie verursachten krebserzeugenden Belastung so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist.
2Die Emissionen der in Ziffer 83 aufgeführten krebserzeugenden Stoffe sind mindestens so weit zu begrenzen, dass die Emissionskonzentrationen die folgenden Werte nicht übersteigen: a. Stoffe der Klasse 1 bei einem Massenstrom von 0,5 g/h oder mehr 0,1 mg/m3 b. Stoffe der Klasse 2 bei einem Massenstrom von 5 g/h oder mehr 1 mg/m3 c. Stoffe der Klasse 3 bei einem Massenstrom von 25 g/h oder mehr 5 mg/m3
3Enthält das Abgas mehrere Stoffe der gleichen Klasse, so gilt die Begrenzung nach Absatz 2 für die Summe dieser Stoffe.
| Stoff | Summenformel | Klasse |
|---|---|---|
| Acrylnitril | C | 3 |
| Antimontrioxid (in atembarer Form), angegeben als Sb | Sb | 2 |
| Arsentrioxid und Arsenpentoxid, arsenige Säure und ihre Salze, Arsensäure und ihre Salze (in atembarer Form), angegeben als As | As | 2 |
| Asbest (Chrysotil, Krokydolith, Amosit, Anthophyllit, Aktinolith, Tremolit) als Feinstaub | 1 | |
| Benzo(a)pyren | C | 1 |
| Benzol | C | 3 |
| Beryllium und seine Verbindungen in atembarer Form, angegeben als Be | Be | l |
| Bromethan | C | 3 |
| Buchenholzstaub in atembarer Form | 3 | |
| 1,3-Butadien | C | 3 |
| Cadmium und seine Verbindungen Cadmiumchlorid, Cadmiumoxid, Cadmiumsulfat, Cadmiumsulfid, und andere bioverfügbare Verbindungen (in atembarer Form), angegeben als Cd | Cd | 1 |
| 2-Chlor-1,3-butadien | C | 3 |
| 1-Chlor-2,3-epoxypropan | C | 3 |
| α-Chlortoluol | C | 3 |
| α-Chlortoluole: Gemische aus -Chlortoluol, α, α-Dichlortoluol, α, α, α-Trichlortoluol und Benzoylchlorid | 3 | |
| Chrom(VI)verbindungen (in atembarer Form) soweit Calciumchromat, Chrom(III)chromat, Strontiumchromat und Zinkchromat, angegeben als Cr | Cr | 2 |
| Cobalt (in Form atembarer Stäube oder Aerosole von Cobaltmetall und schwerlöslichen Cobaltsalzen), angegeben als Co | Co | 2 |
| Dibenz(a, h)anthracen | C | 1 |
| 1,2-Dibromethan | C | 3 |
| 3,3’-Dichlorbenzidin | C | 2 |
| 1,4 Dichlorbenzol | C | 3 |
| 1,2-Dichlorethan | C | 3 |
| Dieselruss | 3 | |
| Diethylsulfat | C | 2 |
| Dimethylsulfat | C | 2 |
| Eichenholzstaub in atembarer Form | 3 | |
| Epichlorhydrin (s. 1-Chlor-2,3-epoxypropan) | ||
| 1,2 Epoxypropan | C | 3 |
| Ethylenimin | C | 2 |
| Ethylenoxid | C | 3 |
| Hydrazin | H | 3 |
| 2-Naphthylamin | C | 1 |
| Nickel (in Form atembarer Stäube oder Aerosole von Nickelmetall, Nickelsulfid und sulfidischen Erzen, Nickeloxid und Nickelcarbonat, Nickeltetracarbonyl), angegeben als Ni | Ni | 2 |
| 2-Nitrotoluol | C | 3 |
| o-Toluidin | C | 3 |
| Trichlorethen | C | 3 |
| Vinylchlorid | C | 3 |
| N-Vinyl-2-pyrrolidon | C | 3 |
Dieser Bst. ist infolge der Änd. von Anhang 4 gegenstandslos (sieheAS 2021 632). ↩
Als Stoffe mit begründetem Verdacht auf eine krebserzeugende Wirkung gelten insbesondere die in Abschnitt III (krebserzeugende Arbeitsstoffe) in den Kategorien 3–5 der «MAK- und BAT-Werte-Liste» der Deutschen Forschungsgemeinschaft aufgeführten Stoffe. Bezugsquelle: Wiley-VCH Verlag GmbH, D-69469 Weinheim. ↩
SR 814.81 ↩
Bezugsquelle: Schweizerische Unfallversicherungsanstalt SUVA, Postfach, 6002 Luzern. ↩
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