(Art. 21 und 24)
1Als Heizöl «Extra leicht» gelten Heizöl «Extra leicht Euro» und Heizöl «Extra leicht Öko».
2Naturbelassenes Pflanzenöl sowie Pflanzenölmethylester, der den Anforderungen der Norm SN EN 14214 (Flüssige Mineralölerzeugnisse – Fettsäure-Methylester (FAME) zur Verwendung in Dieselmotoren und als Heizöl – Anforderungen und Prüfverfahren)1entspricht, sind Heizöl «Extra leicht Öko» gleichgestellt.
Der Schwefelgehalt von:
1Heizölen dürfen keine Zusätze beigegeben werden, die Halogen- oder Schwermetallverbindungen (ausgenommen Eisenverbindungen) enthalten.
2Dem Heizöl «Extra leicht» dürfen zudem keine Zusätze beigegeben werden, die Stoffe wie Magnesiumverbindungen enthalten, welche das Ergebnis der Russzahl-Messung bei der Ölfeuerungskontrolle verfälschen.
3Heizölen dürfen keine Altöle beigemischt werden.
Als andere flüssige Brennstoffe gelten flüssige organische Verbindungen, die sich wie Heizöl «Extra leicht» verbrennen lassen und die Anforderungen nach Ziffer 132 erfüllen.
1Andere flüssige Brennstoffe dürfen bei der Verbrennung keine höheren und keine anderen Schadstoff-Emissionen hervorrufen, als dies beim Heizöl «Extra leicht» der Fall ist.
2Der Schadstoffgehalt im Brennstoff darf folgende Werte nicht überschreiten:
| Asche | 50 mg/kg |
|---|---|
| Chlor | 50 mg/kg |
| Barium | 5 mg/kg |
| Blei | 5 mg/kg |
| Nickel | 5 mg/kg |
| Vanadium | 10 mg/kg |
| Zink | 5 mg/kg |
| Phosphor | 5 mg/kg |
| Polychlorierte aromatische Kohlenwasserstoffe (z. B. PCB) | 1 mg/kg |
3Für flüssige biogene Brennstoffe gelten für Asche und Phosphor abweichend von Absatz 2 folgende Werte:
| Asche | 100 mg/kg |
|---|---|
| Phosphor | 20 mg/kg |
Andere flüssige organische Verbindungen, welche den Anforderungen nach Ziffer 132 nicht entsprechen, gelten als Sonderabfälle.
Der Schwefelgehalt von Kohle, Kohlebriketts und Koks darf 3,0 Prozent (% Masse) nicht übersteigen.
1Als Holzbrennstoffe gelten:
1. Zaunpfählen, Bohnenstangen und weiteren Gegenständen aus Massivholz, die im Garten oder in der Landwirtschaft eingesetzt wurden,
2. Einwegpaletten aus Massivholz.
2Nicht als Holzbrennstoffe gelten:
1. Altholz oder Holzabfälle, die mit Holzschutzmitteln nach einem Druckverfahren imprägniert wurden oder Beschichtungen aus halogenorganischen oder bleihaltigen Verbindungen aufweisen,
2. mit Holzschutzmitteln wie Pentachlorphenol intensiv behandelte Holzabfälle oder Altholz,
3. Gemische von solchen Abfällen mit Holzbrennstoffen nach Absatz 1 oder Altholz nach Buchstabe a.
Holzpellets und -briketts, die als naturbelassenes Holz im Sinne von Ziffer 31 Absatz 1 Buchstaben a und b gelten, dürfen nur gewerbsmässig eingeführt oder in Verkehr gebracht werden, wenn:
1Als Gasbrennstoffe oder Gastreibstoffe gelten:
2Alle übrigen Gase gelten als Abfallgase, bei deren Verbrennung die Anforderungen nach Anhang 2 Ziffer 71 eingehalten werden müssen. Dies gilt namentlich auch für Deponiegase, die den Anforderungen nach Absatz 1 Buchstabe e nicht entsprechen.
In Gasen nach Ziffer 41 Buchstaben a und b darf der Schwefelgehalt den Wert von 190 mg/kg nicht überschreiten.
1Motorenbenzin darf gewerbsmässig nur eingeführt oder in Verkehr gebracht werden, wenn es den folgenden Anforderungen entspricht:
| Merkmal | Einheit | Mindestwerta | Höchstwerta | Prüfverfahrenb |
|---|---|---|---|---|
| Motorenbenzin | ||||
| – Research-Octanzahl,ROZ | 95,0c | – | EN ISO 5164 | |
| – Motor-Octanzahl,MOZ | 85,0c | – | EN ISO 5163 | |
| – Dampfdruck (DVPE): | EN 13016-1 | |||
| – Sommerhalbjahr | kPa | – | 60,0d | |
| – Siedeverlauf: | EN ISO 3405 | |||
| – bei 100 °C verdampft | % (V/V ) | 46,0 | – | |
| – bei 150 °C verdampft | % (V/V ) | 75,0 | – | |
| – Analyse der Kohlenwasserstoffe: | ||||
| – Olefine | % (V/V ) | – | 18,0 | EN 15553, EN ISO 22854 |
| – Aromaten | % (V/V ) | – | 35,0 | EN 15553, EN ISO 22854 |
| – Benzol | % (V/V ) | – | 1,00 | EN 12177, EN 238, EN ISO 22854 |
| – Sauerstoffgehalt | % (m/m ) | – | 3,7 | EN 1601, EN 13132, EN ISO 22854 |
| – Sauerstoffhaltige Komponenten: | EN 1601, EN 13132, EN ISO 22854 | |||
| – Methanol | % (V/V ) | – | 3,0 | |
| – Ethanol | % (V/V ) | – | 10,0 | |
| – Isopropylalkohol | % (V/V ) | – | 12,0 | |
| – Tertiärer Butylalkohol | % (V/V ) | – | 15,0 | |
| – Isobutylalkohol | % (V/V ) | – | 15,0 | |
| – Ether (5 oder mehr C‑Atome) | % (V/V ) | – | 22,0 | |
| – andere sauerstoffhaltige Verbindungene | % (V/V ) | – | 15,0 | |
| – Schwefelgehalt | mg/kg | – | 10,0 | EN ISO 13032, EN ISO 20846, EN ISO 20884 |
| – Bleigehalt | mg/l | – | 5,0 | EN 237 |
| Hinweise: a Die Prüfergebnisse sind nach der Norm EN ISO 4259 «Petroleum products – determination and application of precision data in relation to methods of test» zu beurteilen. | ||||
| b Für die Prüfung massgebende (gemeinsame) Normen: – EN: Norm des Europäischen Komitees für Normung CEN – ISO: Norm der Internationalen Normenorganisation ISO Diese Normen kann kostenlos eingesehen und gegen Bezahlung bezogen werden bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV), Sulzerallee 70, 8404 Winterthur;www.snv.ch. | ||||
| c Für Normalbenzin muss abweichend von dieser Tabelle die ROZ mindestens 91 und die MOZ mindestens 81 betragen. | ||||
| d Gilt für Benzine, welche vom 1. Mai bis 30. September verbraucht werden. | ||||
| e Andere Monoalkohole und Ether mit einem Siedepunkt nicht höher als 210 °C. |
1bisWird dem Motorenbenzin Bioethanol beigemischt, so darf im Sommerhalbjahr bis am 30. September 2030 vom Dampfdruck-Höchstwert von 60,0 kPa nach Absatz 1 wie folgt abgewichen werden:
| Bioethanolgehalt | % (V/V ) | 1,0 | 2,0 | 3,0 | 4,0 | 5,0 | 6,0 | 7,0 | 8,0 | 9,0 | 10,0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Maximal zulässige Dampfdruckabweichunga | kPa | 3,7 | 6,0 | 7,2 | 7,8 | 8,0 | 8,0 | 7,9 | 7,9 | 7,8 | 7,8 |
| Hinweise: a Zwischenwerte werden durch lineare Interpolation zwischen dem unmittelbar über und dem unmittelbar unter dem Bioethanolgehalt liegenden Wert ermittelt. |
2Flugbenzin darf gewerbsmässig nur eingeführt oder in Verkehr gebracht werden, wenn der Bleigehalt höchstens 0,56 g/l und der Benzolgehalt höchstens 1 Prozent (%V/V ) beträgt. In Verkehr gebrachtes Flugbenzin muss blau eingefärbt sein.
Dieselöl darf gewerbsmässig nur eingeführt oder in Verkehr gebracht werden, wenn es den folgenden Anforderungen entspricht:
| Merkmal | Einheit | Mindestwerta | Höchstwerta | Prüfverfahrenb |
|---|---|---|---|---|
| Dieselöl | ||||
| – Cetanzahl | 51,0c | – | EN ISO 5165, EN 15195, EN 16144, EN 16715 | |
| – Dichte bei 15 °C | kg/m3 | – | 845,0 | EN ISO 3675, EN ISO 12185 |
| – Siedeverlauf: 95 % (V/V) aufgefangen bei | °C | – | 360 | EN ISO 3405, EN ISO 3924 |
| – Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe | % (m/m) | – | 8,0 | EN 12916 |
| – Schwefelgehalt | mg/kg | – | 10,0 | EN ISO 20846, EN ISO 20884, EN ISO 13032 |
| Hinweise: | ||||
| a Die Prüfergebnisse sind nach der Norm EN ISO 4259 «Petroleum products – determination and application of precision data in relation to methods of test» zu beurteilen. | ||||
| b Für die Prüfung massgebende (gemeinsame) Normen: – EN: Norm des Europäischen Komitees für Normung CEN – ISO: Norm der Internationalen Normenorganisation ISO Diese Normen kann kostenlos eingesehen und gegen Bezahlung bezogen werden bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV), Sulzerallee 70, 8404 Winterthur;www.snv.ch. | ||||
| c Für Winterqualitäten muss die Cetanzahl abweichend von dieser Tabelle mindestens den Anforderungen nach SN EN 590 entsprechen. |
Die Norm kann kostenlos eingesehen und gegen Bezahlung bezogen werden bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV), Sulzerallee 70, 8404 Winterthur;www.snv.ch. ↩
Die Norm kann kostenlos eingesehen und gegen Bezahlung bezogen werden bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV), Sulzerallee 70, 8404 Winterthur;www.snv.ch. ↩
Die Norm kann kostenlos eingesehen und gegen Bezahlung bezogen werden bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV), Sulzerallee 70, 8404 Winterthur;www.snv.ch. ↩
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