RS 142.20 ↩
RS 142.31 ↩
RS 241 ↩
RS 451 ↩
RS 514.54 ↩
RS 680 ↩
RS 741.01 ↩
RS 741.71 ↩
RS 747.201 ↩
RS 812.121 ↩
RS 814.01 ↩
RS 817.0 ↩
Introdotto dal n. II 1 della LF del 18 dic. 2020 (Cultura, casi di rigore, sport, assicurazione contro la disoccupazione, multe disciplinari), in vigore dal 19 dic. 2020 al 31 dic. 2022 (RU 2020 5821; 2021 878n. III 2;FF 2020 7713; 2021 2515). ↩
RS 818.31 ↩
RS 921.0 ↩
RS 922.0 ↩
RS 923.0 ↩
RS 943.1 ↩
Introdotto dall’art. 4 della LF del 29 set. 2023 sul divieto di dissimulare il viso, in vigore dal 1° gen 2025 (RU 2024 620;FF 2022 2668). ↩
RS 311.6 ↩
Seconda parte del per. introdotta dal n. II 1 della LF del 18 dic. 2020 (Cultura, casi di rigore, sport, assicurazione contro la disoccupazione, multe disciplinari), in vigore dal 19 dic. 2020 al 31 dic. 2021 (RU 2020 5821;FF 2020 7713). ↩
RS 313.0 ↩
6 commentaries
Im Ordnungsbussenverfahren sind Vorleben (Antezedenzien), Vorstrafen, Leumund und persönliche Verhältnisse nicht zu berücksichtigen; die Bussen werden routinemässig nach äusseren Tatmerkmalen bemessen.
“Comme les amendes d'ordre sont infligées pour des contraventions au sens de l'art. 103 CP (cf. consid. 3.1 supra), les principes généraux du CP s'appliquent, à moins que la LAO ne contienne des dispositions spéciales à ce sujet. L'une des principales dérogations aux principes généraux du droit pénal est prévue à l'art. 1 al. 5 LAO, selon lequel les antécédents et la situation personnelle du prévenu ne sont pas pris en compte dans la procédure d'amende d'ordre (contrairement à la fixation de la peine selon l'art. 47 CP). En outre, la LAO prévoit d'importantes simplifications procédurales par rapport à la procédure ordinaire. Celles-ci se caractérisent par le fait que le prévenu, s'il est identifié lors de l'infraction, peut payer l'amende immédiatement ou dans les 30 jours (délai de réflexion) par bulletin de versement sans autre mention de son identité (art. 6 al. 1 à 3 LAO). Une procédure pénale ordinaire n'est engagée que si le prévenu ne paie pas l'amende dans le délai imparti (art. 6 al. 4 LAO). Pour les cas où le conducteur responsable n'est pas interpellé ou arrêté lors de l'infraction à la LCR, le législateur a prévu à l'art. 7 LAO une "responsabilité du détenteur du véhicule": Dans ce cas, l'amende est mise à la charge de la personne physique ou morale inscrite dans le permis de circulation comme détenteur du véhicule.”
“Nachdem der Beschuldigte die zulässige Höchstgeschwindigkeit nur um 1 km/h überschritten hatte und fahrlässig handelte, ging die Vorinstanz zu Recht von einem sehr leichten Tatverschulden aus. Das Tatverschulden rechtfertigt demnach nicht, von der Ausfällung einer Ordnungsbusse abzusehen. Der ge- trübte automobilistische Leumund des Beschuldigten betrifft sodann nicht das Tat- verschulden, sondern die Täterkomponente. Auch wenn der Beschuldigte bereits Übertretungen im Strassenverkehr begangen hat (vgl. Anhang zu Urk. 23), so wiegt dies nicht derart schwer, dass die Vorinstanz von einem zureichenden Grund ausgehen musste, welcher es rechtfertigen würde, im ordentlichen Straf- verfahren nicht eine Ordnungsbusse auszusprechen, zumal ihr der Auszug aus der Geschäftskontrolle des Stadtrichteramts nicht vorlag. Da die Vorinstanz eine Ordnungsbusse verhängte, musste sie das Vorleben und die persönlichen Ver- hältnisse des Beschuldigten und damit auch seinen automobilistischen Leumund nicht berücksichtigen (vgl. Art. 1 Abs. 5 OBG). Demnach hat sie Art. 47 StGB nicht verletzt. Die Auferlegung einer Busse in der Höhe von Fr. 40.– gemäss An- hang 1 der Ordnungsbussenverordnung ist zu bestätigen. 4.Im Rahmen des Ordnungsbussenverfahrens ist eine Ersatzfreiheits- strafe ausgeschlossen. Wird die Busse nicht innert Frist bezahlt, wird das ordentli- che Strafverfahren eingeleitet (Art. 6 Abs. 3 OBG). Demgegenüber können im or- dentlichen Verfahren ausgesprochene Ordnungsbussen grundsätzlich mit einer Ersatzfreiheitsstrafe verbunden werden (Weissenberger, Kommentar Strassen- verkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 1 OBG N 7; vgl. dazu auch BSK StGB - Heimgartner, 4. Aufl. 2019, Art. 106 N 15). Die Vorinstanz sprach angesichts des sehr tiefen Bussenbetrags und des Bagatellcharakters des vom Beschuldigten begangenen Delikts keine Ersatzfrei- heitsstrafe aus. Da im Ordnungsbussenverfahren keine Ersatzfreiheitsstrafe aus- gesprochen wird und im ordentlichen Strafverfahren die Ordnungsbussen nicht zwingend mit einer Ersatzfreiheitsstrafe verbunden werden müssen, ist der Ent- - 20 - scheid der Vorinstanz nicht zu bemängeln und von der Aussprechung einer Er- satzfreiheitsstrafe abzusehen.”
“let. a pour un dépassement de vitesse à l'intérieur d'une localité de 1 à 5 km/h [40 fr.] et ch. 322 pour l'utilisation abusive des signaux avertisseurs [40 fr.], idem sous l'empire de l'aOAO). En dérogation au régime ordinaire, l'art. 1 al. 5 LAO prévoit qu'il n'est tenu compte ni des antécédents ni de la situation personnelle du prévenu (cf. art. 1 al. 3 aLAO), le montant maximal de l'amende d'ordre étant de 300 francs (art. 1 al. 4 LAO; art. 1 al. 2 aLAO). En cas de concours d'infractions réprimées par des amendes d'ordre, l'art. 5 al. 1 LAO prévoit le cumul des amendes (cf. art. 3a al. 1 aLAO). Les cas dans lesquels des contraventions relevant de la procédure de l'amende d'ordre doivent par exception être réprimées selon la procédure ordinaire sont réglés exhaustivement par la loi et l'ordonnance (ATF 145 IV 252 consid. 1.5; 105 IV 136 consid. 1 à 3; arrêt 6B_27/2023 du 5 mai 2023 consid. 2.2). Alors que l'art. 3 LAO fixe les conditions d'application de cette procédure, l'art. 4 LAO prévoit des exceptions. Aux termes de l'art. 3 LAO, la procédure de l'amende d'ordre s'applique aux infractions constatées directement par le représentant de l'organe compétent (al. 1; cf. art. 2 LAO, notamment les organes de police compétents) ainsi qu'aux infractions à la LCR et à ses ordonnances d'exécution constatées au moyen d'une installation automatique de surveillance répondant aux exigences de la loi fédérale du 17 juin 2011 sur la métrologie (al.”
“Das Gericht ist nicht an diese Richtlinien gebunden, sondern sie dienen lediglich als Anhaltspunkt. Die Richtlinien beinhalten eine normierte Strafzumessung für Massendelikte, welche in der Regel von den vorliegenden Umständen und dem jeweiligen Verschulden her sehr ähnlich sind. Insofern dienen die Richtlinien der rechtsgleichen Behandlung in gleichgearteten Fällen und somit auch der Rechtssicherheit und der Gerechtigkeit. Die in den Bussenlisten (Ordnungsbussengesetz [OBG; SR 314.1] / Ordnungsbussenverordnung [OBV; SR 314.11]) enthaltenen Delikte werden in den VBRS-Richtlinien teilweise nicht aufgeführt. Falls diese Delikte im ordentlichen Verfahren zur Beurteilung kommen, gelten diese Bussenlisten als Richtlinien (VBRS-Richtlinien per 01.01.2021, S. 4). Die Prinzipien nach Art. 47 StGB gelten grundsätzlich auch bei der Festsetzung von Übertretungsbussen (Art. 104 StGB). Die Strafbehörde ist im Ordnungsbussenverfahren jedoch gezwungen, auf die Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse und der Vorstrafen des Täters zu verzichten (Art. 1 Abs. 5 OBG) und die Busse nach äusseren Tatmerkmalen routinemässig zu bemessen (vgl. BGE 114 IV 63 ff., E. 3).”
Zur Auslegung: Gerichtliche Praxis nimmt an, dass der Tatbestand des «Verwendens» eines Mobiltelefons ohne Freisprecheinrichtung auch andere Funktionen umfasst als das Telefonieren, namentlich das Verfassen oder Lesen von Kurznachrichten oder E‑Mails (vgl. Urteil 6B_894/2016 E.1.3.1). Ein konkreter Übertretungstatbestand ist vorausgesetzt, weil das Ordnungsbussenverfahren nur für in den Listen nach Art. 15/den Anhängen aufgeführte Tatbestände zur Anwendung kommt.
“Übertretungen des Strassenverkehrsgesetzes können nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG; SR 314.1; Fassung gültig bis 18. Dezember 2020) in einem vereinfachten Verfahren mit Ordnungsbussen bis Fr. 300.-- geahndet werden (Art. 1 Abs. 1 lit. a Ziff. 7 und Abs. 4 OBG). Nach Art. 1 Abs. 2 OBG ist das Ordnungsbussenverfahren nur anwendbar, wenn der betreffende Übertretungstatbestand in den Listen nach Artikel 15 aufgeführt ist. Das trifft vorliegend zu, denn das Verwenden eines Telefons ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt wird nach Anhang 1 Nr. 311 der Ordnungsbussenverordnung vom 16. Januar 2019 (OBV; SR 314.11; Stand am 22. Juni 2020) mit einer Busse von Fr. 100.-- bestraft. Dabei impliziert das "Verwenden" eines modernen Mobiltelefons nicht notwendigerweise dessen Benutzung zum Telefonieren, sondern beinhaltet weitere Funktionen, wie das Verfassen von Kurznachrichten oder E-Mails oder auch deren Lektüre (Urteil 6B_894/2016 vom 14. März 2017 E. 1.3.1). Das Ordnungsbussenverfahren ist obligatorisch anzuwenden, wenn seine Voraussetzungen gegeben sind (BGE 145 IV 252 E. 1.5; 121 IV 375 E. 1a; 105 IV 136 E. 1-3). Es dient der raschen und definitiven Erledigung der im Strassenverkehr massenhaft vorkommenden Übertretungen mit Bagatellcharakter mit möglichst geringem Verwaltungsaufwand (BGE 145 IV 252 E.”
Nach Art. 1 Abs. 2 OBG ist das Ordnungsbussenverfahren nur anwendbar, wenn der betreffende Übertretungstatbestand in den Listen gemäss Art. 15 OBG aufgeführt ist.
“Übertretungen des Strassenverkehrsgesetzes können nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG; SR 314.1; Fassung gültig bis 19. Dezember 2020) in einem vereinfachten Verfahren mit Ordnungsbussen bis Fr. 300.-- geahndet werden (Art. 1 Abs. 1 lit. a Ziff. 7 und Abs. 4 OBG). Nach Art. 1 Abs. 2 OBG ist das Ordnungsbussenverfahren nur anwendbar, wenn der betreffende Übertretungstatbestand in den Listen nach Art. 15 OBG aufgeführt ist. Gemäss Anhang 1 Ziff.”
“Übertretungen des Strassenverkehrsgesetzes können nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG; SR 314.1; Fassung gültig bis 19. Dezember 2020) in einem vereinfachten Verfahren mit Ordnungsbussen bis Fr. 300.-- geahndet werden (Art. 1 Abs. 1 lit. a Ziff. 7 und Abs. 4 OBG). Nach Art. 1 Abs. 2 OBG ist das Ordnungsbussenverfahren nur anwendbar, wenn der betreffende Übertretungstatbestand in den Listen nach Art. 15 OBG aufgeführt ist. Gemäss Anhang 1 Ziff.”
Im Ordnungsbussenverfahren sind Vorleben und persönliche Verhältnisse (z. B. Leumund) nicht zu berücksichtigen (vgl. Art. 1 Abs. 5 OBG).
“Nachdem der Beschuldigte die zulässige Höchstgeschwindigkeit nur um 1 km/h überschritten hatte und fahrlässig handelte, ging die Vorinstanz zu Recht von einem sehr leichten Tatverschulden aus. Das Tatverschulden rechtfertigt demnach nicht, von der Ausfällung einer Ordnungsbusse abzusehen. Der ge- trübte automobilistische Leumund des Beschuldigten betrifft sodann nicht das Tat- verschulden, sondern die Täterkomponente. Auch wenn der Beschuldigte bereits Übertretungen im Strassenverkehr begangen hat (vgl. Anhang zu Urk. 23), so wiegt dies nicht derart schwer, dass die Vorinstanz von einem zureichenden Grund ausgehen musste, welcher es rechtfertigen würde, im ordentlichen Straf- verfahren nicht eine Ordnungsbusse auszusprechen, zumal ihr der Auszug aus der Geschäftskontrolle des Stadtrichteramts nicht vorlag. Da die Vorinstanz eine Ordnungsbusse verhängte, musste sie das Vorleben und die persönlichen Ver- hältnisse des Beschuldigten und damit auch seinen automobilistischen Leumund nicht berücksichtigen (vgl. Art. 1 Abs. 5 OBG). Demnach hat sie Art. 47 StGB nicht verletzt. Die Auferlegung einer Busse in der Höhe von Fr. 40.– gemäss An- hang 1 der Ordnungsbussenverordnung ist zu bestätigen. 4.Im Rahmen des Ordnungsbussenverfahrens ist eine Ersatzfreiheits- strafe ausgeschlossen. Wird die Busse nicht innert Frist bezahlt, wird das ordentli- che Strafverfahren eingeleitet (Art. 6 Abs. 3 OBG). Demgegenüber können im or- dentlichen Verfahren ausgesprochene Ordnungsbussen grundsätzlich mit einer Ersatzfreiheitsstrafe verbunden werden (Weissenberger, Kommentar Strassen- verkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 1 OBG N 7; vgl. dazu auch BSK StGB - Heimgartner, 4. Aufl. 2019, Art. 106 N 15). Die Vorinstanz sprach angesichts des sehr tiefen Bussenbetrags und des Bagatellcharakters des vom Beschuldigten begangenen Delikts keine Ersatzfrei- heitsstrafe aus. Da im Ordnungsbussenverfahren keine Ersatzfreiheitsstrafe aus- gesprochen wird und im ordentlichen Strafverfahren die Ordnungsbussen nicht zwingend mit einer Ersatzfreiheitsstrafe verbunden werden müssen, ist der Ent- - 20 - scheid der Vorinstanz nicht zu bemängeln und von der Aussprechung einer Er- satzfreiheitsstrafe abzusehen.”
Das Ordnungsbussenverfahren ist nur anwendbar, wenn der betreffende Übertretungstatbestand in den Listen nach Art. 15 OBG/Anhang der OBV aufgeführt ist. Ein typisches Beispiel ist das Verwenden eines Telefons ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt, das in Anhang 1 Nr. 311 OBV (Busse Fr. 100) genannt ist; «Verwenden» umfasst nach Rechtsprechung auch Tätigkeiten wie Verfassen oder Lesen von Nachrichten.
“Übertretungen des Strassenverkehrsgesetzes können nach dem Ordnungsbussengesetz vom 18. März 2016 (OBG; SR 314.1; Fassung gültig bis 18. Dezember 2020) in einem vereinfachten Verfahren mit Ordnungsbussen bis Fr. 300.-- geahndet werden (Art. 1 Abs. 1 lit. a Ziff. 7 und Abs. 4 OBG). Nach Art. 1 Abs. 2 OBG ist das Ordnungsbussenverfahren nur anwendbar, wenn der betreffende Übertretungstatbestand in den Listen nach Artikel 15 aufgeführt ist. Das trifft vorliegend zu, denn das Verwenden eines Telefons ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt wird nach Anhang 1 Nr. 311 der Ordnungsbussenverordnung vom 16. Januar 2019 (OBV; SR 314.11; Stand am 22. Juni 2020) mit einer Busse von Fr. 100.-- bestraft. Dabei impliziert das "Verwenden" eines modernen Mobiltelefons nicht notwendigerweise dessen Benutzung zum Telefonieren, sondern beinhaltet weitere Funktionen, wie das Verfassen von Kurznachrichten oder E-Mails oder auch deren Lektüre (Urteil 6B_894/2016 vom 14. März 2017 E. 1.3.1). Das Ordnungsbussenverfahren ist obligatorisch anzuwenden, wenn seine Voraussetzungen gegeben sind (BGE 145 IV 252 E. 1.5; 121 IV 375 E. 1a; 105 IV 136 E. 1-3). Es dient der raschen und definitiven Erledigung der im Strassenverkehr massenhaft vorkommenden Übertretungen mit Bagatellcharakter mit möglichst geringem Verwaltungsaufwand (BGE 145 IV 252 E.”
Das Ordnungsbussenverfahren ist nur anwendbar, wenn die betreffende Übertretung in den in Artikel 15 genannten Listen aufgeführt ist. Diese Listen enthalten die in der LCR und in den Ausführungsordnungen aufgeführten Übertretungen, die mittels Ordnungsbusse behandelt werden können.
“03]) institue un système de fixation d'amende qui s'écarte des principes régissant la fixation de la peine dans le code pénal (cf. ATF 103 IV 53 consid. 4a). La procédure simplifiée relative aux amendes d'ordre prévoit, schématiquement, pour tous les contrevenants, les mêmes amendes et modalités d'exécution pour certaines infractions prédéfinies. Cela conduit au règlement simple, rapide et définitif des contraventions de masse (notamment en matière de circulation routière) qui ont un caractère bagatelle, ce avec une moindre charge administrative (cf. ATF 145 IV 252 consid. 1.5; 135 IV 221 consid. 2.2 p. 223; 126 IV 95 consid. 2). Peuvent être sanctionnées par une amende d'ordre dans une procédure simplifiée (procédure de l'amende d'ordre), les contraventions prévues dans la LCR ou dans une des ordonnances d'exécution (art. 1 al. 1 let. a ch. 7 et let. b LAO; cf. art. 1 al. 1 aLAO). La procédure de l'amende d'ordre n'est applicable qu'aux contraventions figurant dans les listes établies en vertu de l'art. 15 LAO (art. 1 al. 2 LAO; cf. art. 3 aLAO). Sur la base de cette norme de délégation, le Conseil fédéral a édicté l'ordonnance du 16 janvier 2019 sur les amendes d'ordre ([OAO; RS 314.11] entrée en vigueur le 1er janvier 2020, précédemment ordonnance du 4 mars 1996 sur les amendes d'ordre; RS 741.031) et son Annexe 1, laquelle dresse une liste des infractions à la LCR passibles d'une amende d'ordre, avec indication du montant (cf. notamment ch.”
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