31 commentaries
VAC‑Kennzeichen wie das "box de voltige" können als konkrete Betriebsmodalitäten bzw. als betrieblich relevante, operationelle Aspekte im Sinn von Art. 36c LFG angesehen werden und gehören damit in das vom Flugplatzhalter zu erlassende Betriebsreglement; die Aufsichtsbehörde durfte eine entsprechende Regelung verlangen.
“________ sert essentiellement à couvrir les besoins privés et, en particulier, ceux liés à l'aviation sportive et à la formation aéronautique (cf. Plan sectoriel des transports: Partie Infrastructure aéronautique [PSIA], Partie IIIC 12e série, Fiches d'object 12e série du 28 juin 2017, VD-3, p. 2). Sous cet angle, la coordination de la pratique de l'aviation sportive avec la protection contre le bruit représente une problématique centrale de l'aérodrome, étant souligné que le plan sectoriel susmentionné commande précisément à l'exploitant de prendre toutes les dispositions d'exploitation possibles conformément au principe de précaution et d'en contrôler l'efficacité afin de diminuer la charge sonore (cf. ibidem). A partir de là, le box de voltige inscrit sur la carte VAC de l'aérodrome de U.________ peut être vu comme une "modalité concrète de l'exploitation [de ladite installation] telle qu'elle résulte du plan sectoriel «Infrastructure aéronautique»" et, partant, comme un "aspect opérationnel" central de cette dernière au sens respectif de l'art. 36c LA et de l'art. 23 al. 1 OSIA, à l'instar des autres prescriptions particulières régissant l'utilisation de ce champ d'aviation. A ce titre, il faut admettre que l'OFAC était en droit de considérer qu'une telle indication aurait dû être explicitement prévue par le règlement d'exploitation de l'installation, étant rappelé que le Tribunal fédéral s'impose une certaine retenue lorsqu'il doit se prononcer sur de telles questions, qui dépendent essentiellement de données techniques pour lesquelles l'autorité inférieure à des connaissances spéciales (cf. ATF 142 II 451 consid. 4.5.1; 138 II 77 consid. 6.4).”
“Sur le vu de ce qui précède, on peut admettre, comme l'a soutenu l'OFAC jusqu'à présent, que l'actuel box de voltige figurant sur la carte VAC de l'aérodrome de U.________ représente une question qui aurait dû être traitée par le règlement d'exploitation de cette installation aérienne au sens des art. 36c LA et 23 OSIA, dans la mesure où l'on peut considérer qu'elle en constitue un aspect opérationnel important. Une telle appréciation se justifie non seulement en raison des répercussions que cette activité peut avoir sur le voisinage, voire sur la sécurité aérienne, mais aussi de l'intérêt que revêt la voltige pour le champ d'aviation concerné, comme la recourante n'a d'ailleurs de cesse de le souligner dans ses écritures. Il faut dire que, selon le Plan sectoriel de l'infrastructure aéronautique (PSIA), l'aérodrome de U.________ sert essentiellement à couvrir les besoins privés et, en particulier, ceux liés à l'aviation sportive et à la formation aéronautique (cf. Plan sectoriel des transports: Partie Infrastructure aéronautique [PSIA], Partie IIIC 12e série, Fiches d'object 12e série du 28 juin 2017, VD-3, p. 2). Sous cet angle, la coordination de la pratique de l'aviation sportive avec la protection contre le bruit représente une problématique centrale de l'aérodrome, étant souligné que le plan sectoriel susmentionné commande précisément à l'exploitant de prendre toutes les dispositions d'exploitation possibles conformément au principe de précaution et d'en contrôler l'efficacité afin de diminuer la charge sonore (cf.”
Das Betriebsreglement ist dem BAZL zur Genehmigung vorzulegen. Die Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL) konkretisiert Inhalt und die Voraussetzungen der Genehmigung durch das BAZL.
“Der Halter eines Flugplatzes ist gemäss Art. 36c Abs. 1 LFG verpflichtet, ein Betriebsreglement zu erlassen. Das Betriebsreglement dient der Konkretisierung der im SIL, in der Betriebsbewilligung und in der Plangenehmigung vorgesehenen Rahmenbedingungen. Es sind insbesondere die Organisation des Flugplatzes und die An- und Abflugverfahren sowie die besonderen Vorschriften für die Benützung festzuhalten (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das Betriebsreglement ist sodann der Vorinstanz zur Genehmigung zu unterbreiten (Art. 36c Abs. 3 LFG). Die Vorgaben des LFG zum Betriebsreglement werden in der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1) konkretisiert. Gemäss Art. 23 VIL regelt das Betriebsreglement den Flugplatzbetrieb in allen Belangen und enthält Vorschriften über die Organisation des Flugplatzes, die Betriebszeiten, die An- und Abflugverfahren, die Benützung von Flugplatzanlagen durch Passagiere, Luft- und Bodenfahrzeuge sowie sonstige Benützer und die Bodenabfertigungsdienste. Die Bestimmung von Art. 24 VIL legt fest, welche Unterlagen einem Gesuch um Genehmigung eines Betriebsreglements beizulegen sind. Die Voraussetzungen der Genehmigung sind schliesslich in Art. 25 VIL festgehalten. Demnach ist das Betriebsreglement für einen Flugplatz wie vorliegend den Flugplatz Mollis zu genehmigen, wenn der Inhalt den Zielen und Vorgaben des SIL entspricht (Bst. a), die Vorgaben der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung umgesetzt sind (Bst. b), die luftfahrtspezifischen Anforderungen sowie die Anforderungen der Raumplanung und des Umwelt-, Natur- und Heimatschutzes erfüllt sind (Bst.”
“Mit der Konzession, die vom UVEK erteilt wird, wird der Konzessionär verpflichtet, den Flughafen unter Vorbehalt der im Betriebsreglement festgelegten Einschränkungen für alle Luftfahrzeuge im nationalen und internationalen Verkehr zur Verfügung zu stellen, einen ordnungsgemässen, sicheren Betrieb zu gewährleisten und für die dafür erforderliche Infrastruktur zu sorgen (Art. 36a Abs. 2; siehe auch Art. 10 Abs. 1 VIL). Er muss ein Betriebsreglement erlassen, worin insbesondere die Organisation des Flugplatzes und die besonderen Vorschriften für dessen Benutzung festzuhalten sind (Art. 36c Abs. 1 und 2 LFG). Das Betriebsreglement unterliegt der Genehmigung durch das BAZL (Art. 36c Abs. 3 LFG; Urteile 2C_377/2016 vom 16. April 2018 E. 4.1; 2C_488/2012 vom 1. April 2013 E. 5.1).”
Das Betriebsreglement konkretisiert die im Sachplan, in der Betriebsbewilligung und in der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen. Es regelt insbesondere die Betriebszeiten sowie weitere Verkehrs- und Betriebsvorschriften zur Emissionsbegrenzung, beispielsweise Bewegungskontingente und Emissionsplafonds.
“Funktional können sie als aufgabenspezifische Richtpläne des Bundes bezeichnet werden (PIERRE TSCHANNEN, in: Praxiskommentar RPG: Richt- und Sachplanung, Interessenabwägung, 2019, N. 53 zu Art. 2 RPG N. 19 zu Art. 2 RPG; JEANNERAT/BÜHLMANN, in: Praxiskommentar RPG: Richt- und Sachplanung, Interessenabwägung, 2019, N. 1 zu Art. 13 RPG). Der SIL legt die Ziele und Vorgaben für die Infrastruktur der Zivilluftfahrt der Schweiz behördenverbindlich fest (Art. 3a Abs. 1 VIL). Er bestimmt insbesondere den Zweck, das beanspruchte Areal, die Grundzüge der Nutzung, die Erschliessung sowie die Rahmenbedingungen zum Betrieb und stellt zudem die Auswirkungen auf Raum und Umwelt dar (Art. 3a Abs. 2 VIL). Er bildet die Grundlage für die Erteilung der Betriebsbewilligung oder -konzession, für die Genehmigung des Betriebsreglements und für die Bewilligung von Bauten und Anlagen im Plangenehmigungsverfahren (Art. 12 Abs. 1 lit. a, Art. 19 Abs. 1 lit. a, Art. 25 Abs. 1 lit. a und Art. 27d Abs. 1 lit. a VIL). Das Betriebsreglement konkretisiert die im Sachplan, der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen (Art. 36c Abs. 1 LFG). Es regelt insbesondere auch die Betriebszeiten (Art. 23 lit. b VIL) sowie andere Verkehrs- und Betriebsvorschriften zur Emissionsbegrenzung nach Art. 12 Abs. 1 lit. c USG wie z.B. Bewegungskontingente und Emissionsplafonds (WALPEN, a.a.O., S. 179; TOBIAS JAAG/JULIA HÄNNI, in: Georg Müller [Hrsg.], Verkehrsrecht, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band IV, Basel 2008, Teil G, Luftverkehrsrecht - Teil I: Infrastruktur der Luftfahrt, Rz. 65). In der Regel belässt der Sachplan einen erheblichen Beurteilungs- und Ermessensspielraum für die nachgeordneten Entscheide; wichtige Ermessensentscheid sind jedoch bereits von der Sachplanbehörde zu treffen und dürfen nicht in das Plangenehmigungsverfahren verschoben werden (ADRIAN WALPEN, Bau und Betrieb von zivilen Flughäfen, Diss. Freiburg 2005, S. 136). Gemäss Art. 37 Abs. 5 LFG setzt die Plangenehmigung für Vorhaben, die sich erheblich auf Raum und Umwelt auswirken, grundsätzlich einen Sachplan voraus. Dies entspricht der Regelung in anderen Bundesgesetzen (z.”
“Funktional können sie als aufgabenspezifische Richtpläne des Bundes bezeichnet werden (PIERRE TSCHANNEN, in: Praxiskommentar RPG: Richt- und Sachplanung, Interessenabwägung, 2019, N. 53 zu Art. 2 RPG N. 19 zu Art. 2 RPG; JEANNERAT/BÜHLMANN, in: Praxiskommentar RPG: Richt- und Sachplanung, Interessenabwägung, 2019, N. 1 zu Art. 13 RPG). Der SIL legt die Ziele und Vorgaben für die Infrastruktur der Zivilluftfahrt der Schweiz behördenverbindlich fest (Art. 3a Abs. 1 VIL). Er bestimmt insbesondere den Zweck, das beanspruchte Areal, die Grundzüge der Nutzung, die Erschliessung sowie die Rahmenbedingungen zum Betrieb und stellt zudem die Auswirkungen auf Raum und Umwelt dar (Art. 3a Abs. 2 VIL). Er bildet die Grundlage für die Erteilung der Betriebsbewilligung oder -konzession, für die Genehmigung des Betriebsreglements und für die Bewilligung von Bauten und Anlagen im Plangenehmigungsverfahren (Art. 12 Abs. 1 lit. a, Art. 19 Abs. 1 lit. a, Art. 25 Abs. 1 lit. a und Art. 27d Abs. 1 lit. a VIL). Das Betriebsreglement konkretisiert die im Sachplan, der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen (Art. 36c Abs. 1 LFG). Es regelt insbesondere auch die Betriebszeiten (Art. 23 lit. b VIL) sowie andere Verkehrs- und Betriebsvorschriften zur Emissionsbegrenzung nach Art. 12 Abs. 1 lit. c USG wie z.B. Bewegungskontingente und Emissionsplafonds (WALPEN, a.a.O., S. 179; TOBIAS JAAG/JULIA HÄNNI, in: Georg Müller [Hrsg.], Verkehrsrecht, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band IV, Basel 2008, Teil G, Luftverkehrsrecht - Teil I: Infrastruktur der Luftfahrt, Rz. 65). In der Regel belässt der Sachplan einen erheblichen Beurteilungs- und Ermessensspielraum für die nachgeordneten Entscheide; wichtige Ermessensentscheid sind jedoch bereits von der Sachplanbehörde zu treffen und dürfen nicht in das Plangenehmigungsverfahren verschoben werden (ADRIAN WALPEN, Bau und Betrieb von zivilen Flughäfen, Diss. Freiburg 2005, S. 136). Gemäss Art. 37 Abs. 5 LFG setzt die Plangenehmigung für Vorhaben, die sich erheblich auf Raum und Umwelt auswirken, grundsätzlich einen Sachplan voraus. Dies entspricht der Regelung in anderen Bundesgesetzen (z.”
Betriebsrelevante Einrichtungen oder Hinweise (z. B. eine auf der VAC-Karte verzeichnete Kunstflugbox) sind nach Art. 36c LFG im Betriebsreglement zu regeln, soweit sie einen wesentlichen betrieblichen Aspekt darstellen. Dies ist insbesondere dann relevant, wenn die betreffende Nutzung Auswirkungen auf den Schutz der Nachbarschaft (Lärm) oder auf die Flugsicherheit haben kann. Im Genehmigungsverfahren hat das zuständige Bundesamt die Rechtmässigkeit der vorgesehenen Regelungen im Hinblick auf solche Folgen zu prüfen.
“Sur le vu de ce qui précède, on peut admettre, comme l'a soutenu l'OFAC jusqu'à présent, que l'actuel box de voltige figurant sur la carte VAC de l'aérodrome de U.________ représente une question qui aurait dû être traitée par le règlement d'exploitation de cette installation aérienne au sens des art. 36c LA et 23 OSIA, dans la mesure où l'on peut considérer qu'elle en constitue un aspect opérationnel important. Une telle appréciation se justifie non seulement en raison des répercussions que cette activité peut avoir sur le voisinage, voire sur la sécurité aérienne, mais aussi de l'intérêt que revêt la voltige pour le champ d'aviation concerné, comme la recourante n'a d'ailleurs de cesse de le souligner dans ses écritures. Il faut dire que, selon le Plan sectoriel de l'infrastructure aéronautique (PSIA), l'aérodrome de U.________ sert essentiellement à couvrir les besoins privés et, en particulier, ceux liés à l'aviation sportive et à la formation aéronautique (cf. Plan sectoriel des transports: Partie Infrastructure aéronautique [PSIA], Partie IIIC 12e série, Fiches d'object 12e série du 28 juin 2017, VD-3, p. 2). Sous cet angle, la coordination de la pratique de l'aviation sportive avec la protection contre le bruit représente une problématique centrale de l'aérodrome, étant souligné que le plan sectoriel susmentionné commande précisément à l'exploitant de prendre toutes les dispositions d'exploitation possibles conformément au principe de précaution et d'en contrôler l'efficacité afin de diminuer la charge sonore (cf.”
“Partant de cette considération liminaire, la Cour de céans s'étonne que le Tribunal administratif fédéral ait expressément déclaré dans l'arrêt attaqué ne pas voir l'utilité d'examiner la question de la licéité du box de voltige figurant sur la carte VAC de la recourante, respectivement de contrôler si la décision de l'OFAC - qui ordonne la suppression de cette inscription - reposait sur une base légale, ce qui était pourtant contesté devant lui. Ce faisant, il s'est à tort contenté de retenir que cette décision - qui amorce selon lui un changement de pratique plus large de l'OFAC consistant à interdire de manière générale de telles indications sur les cartes VAC des aérodromes - poursuivait des motifs légitimes de sécurité et de protection contre le bruit (cf. supra consid. 3.4). Il lui aurait en principe incombé de vérifier en premier lieu si l'OFAC avait correctement appliqué le droit en constatant l'illicéité du box d'acrobatie figurant sur la carte VAC de l'aérodrome de U.________ et s'il convenait véritablement d'en ordonner la suppression de l'AIP au regard des circonstances, que ce soit en application de l'art. 11 LPE, qui commande de réduire les émissions de bruit à titre préventif si les conditions d'exploitation le permettent, ou de l'art. 36c LA, qui exige que les modalités concrètes de l'exploitation d'un aérodrome soient prévues dans le règlement d'exploitation. Il n'est toutefois pas nécessaire de renvoyer la cause au Tribunal administratif fédéral pour complément d'instruction et nouvelle décision sur ces différents points. En effet, s'agissant de questions relevant du droit fédéral, le Tribunal fédéral peut les examiner lui-même, dès lors que les faits constatés dans l'arrêt attaqué par le Tribunal administratif fédéral sont suffisants (cf. supra consid. 2.1).”
Das Betriebsreglement hat die Vorgaben der Plangenehmigung sowie der Betriebsbewilligung umzusetzen. Soweit ein Bauvorhaben die betrieblichen Verhältnisse auf dem Flugplatz beeinflusst, sind die entsprechenden betrieblichen Belange im Plangenehmigungsverfahren zu prüfen und die Verfahren zu koordinieren.
“Erstellt oder ändert der Flugplatzhalter das Betriebsreglement im Zusammenhang mit der Erstellung oder Änderung von Flugplatzanlagen, so genehmigt das BAZL das Betriebsreglement frühestens im Zeitpunkt, in dem die Plangenehmigung erteilt wird (Art. 36c Abs. 4 LFG). Werden die betrieblichen Verhältnisse auf einem Flugplatz durch ein Bauvorhaben beeinflusst, so sind die entsprechenden betrieblichen Belange ebenfalls im Plangenehmigungsverfahren zu prüfen (Art. 27c Abs. 1 der Verordnung vom 23. November 1994 über die Infrastruktur der Luftfahrt [VIL; SR 748.131.1]). Soweit die Erstellung oder Änderung des Betriebsreglements im Zusammenhang mit einer Planänderung steht, müssen die beiden Verfahren miteinander koordiniert werden. Das Betriebsreglement hat insbesondere die Vorgaben der Plangenehmigung und der Betriebsbewilligung umzusetzen (Art. 36c Abs. 4 LFG; Art. 27c Abs. 1 und 2 VIL; Stefan Vogel, in: Alain Griffel, Hans U. Liniger, Heribert Rausch, Daniela Thurnherr [Hrsg.], Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, 2016, S. 471 ff. Rz.”
Das BAZL genehmigt das Betriebsreglement. Bei der Genehmigungsprüfung beurteilt es u. a., ob die luftfahrtspezifischen Anforderungen sowie die Anforderungen der Raumplanung und des Umwelt-, Natur- und Heimatschutzes erfüllt sind. Das BAZL legt zudem die zulässigen Lärmimmissionen fest.
“Gemäss Art. 36c LFG muss die Flugplatzhalterin ein Betriebsreglement erlassen (Abs. 1). Darin sind die im SIL, in der Betriebsbewilligung bzw. -konzession sowie in der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen konkret auszugestalten (Abs. 2). Das BAZL genehmigt das Betriebsreglement (Art. 36c Abs. 3 LFG) und legt die zulässigen Lärmimmissionen fest (Art. 37a der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 [LSV; SR 814.41]). Die Vorgaben des LFG zum Betriebsreglement werden in der Verordnung vom 23. November 1994 über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1) konkretisiert. Gemäss Art. 25 VIL ist das Betriebsreglement für einen Flugplatz zu genehmigen, wenn der Inhalt den Zielen und Vorgaben des SIL entspricht (lit. a), die Vorgaben der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung umgesetzt sind (lit. b), die luftfahrtspezifischen Anforderungen sowie die Anforderungen der Raumplanung und des Umwelt-, Natur- und Heimatschutzes erfüllt sind (lit. c), bei Flugfeldern der Hindernisbegrenzungsflächen-Kataster festgesetzt werden kann (lit.”
“36c LA prévoit que tout exploitant d'aérodrome est tenu d'édicter un règlement d'exploitation appelé à fixer les modalités concrètes de l'exploitation de l'installation, lesquelles résultent notamment du plan sectoriel "Infrastructure aéronautique" (PSIA), et à définir, entre autres éléments, l'organisation de son aérodrome, les procédures d'approche et de départ, ainsi que les prescriptions particulières pour l'utilisation d'une telle installation aérienne (cf. supra consid. 3.1.2). Cette exigence est précisée à l'art. 23 OSIA, qui dispose que le règlement d'exploitation régit tous les aspects opérationnels de l'aérodrome et qu'il contient, notamment, des prescriptions sur l'organisation de l'aérodrome (let. a), les heures d'ouverture (let. b), les procédures d'approche et de décollage (let. c). D'après la loi sur l'aviation civile et sa réglementation d'exécution, l'exploitant de l'aérodrome doit faire approuver son règlement d'exploitation par l'OFAC, de même que ses modifications, en déposant une demande devant cette autorité qui décrit, notamment, les effets du règlement sur l'exploitation de l'installation, ainsi que sur l'aménagement du territoire et l'environnement, et qui indique les projets de documents devant être publiés dans l'AIP (cf. art. 36c al. 3 LA en lien avec l'art. 24 let. b et f OSIA). Lorsque la modification de la situation de droit ou de fait l'exige, l'OFAC jouit du reste du pouvoir d'ordonner à l'exploitant qu'il dépose une demande de modification de son règlement, voire d'en ordonner lui-même la révision, afin de l'adapter à la situation légale (cf. art. 26 OSIA; aussi ATF 129 II 331 consid. 3.1; 127 II 306 consid. 7d). Cette possibilité d'imposer une modification du règlement d'exploitation répond à l'exigence selon laquelle ce document normatif doit s'adapter en permanence à la réalité et à la législation et garantir de manière continue une coordination satisfaisante des diverses activités aéronautiques sur le sol et dans l'air (cf. notamment STEFAN VOGEL, Luftfahrtinfrastruktur, in: Biaggini et al. [éd.], Fachhandbuch - Verwaltungsrecht, 2015, p. 363 ss, n. 8.28; TOBIAS JAAG, Die Schweizerischen Flughäfen: Rechtsgrundlagen, Organisation und Verfahren, in: Tobias Jaag [éd.], Rechtsfragen rund um den Flughafen, 2004, p.”
Dem Genehmigungsgesuch sind das Betriebsreglement mit Erläuterung und Begründung sowie Angaben zu den Auswirkungen auf den Betrieb, auf Raumplanung und auf die Umwelt beizulegen. Es ist anzugeben, welche Dokumente im Luftfahrthandbuch (AIP) veröffentlicht werden sollen. Unterliegt die Änderung der Umweltverträglichkeitsprüfung, ist ein Umweltverträglichkeitsbericht vorzulegen; soweit erforderlich sind zudem weitere flugbetriebsrelevante Belege, Angaben zur Lärmauswirkung sowie Entwürfe allfällig zu ändernder Sicherheitszonen einzureichen.
“Das Betriebsreglement ist dem BAZL zur Genehmigung zu unterbreiten (Art. 36c Abs. 3 LFG). Welche Unterlagen und welche Angaben ein Gesuch um erstmalige Genehmigung oder Änderung des Betriebsreglements zu enthalten hat, ist auf Verordnungsstufe in Art. 24 VIL festgelegt. Demnach müssen dem Gesuch insbesondere das Betriebsreglement bzw. dessen Änderungen mit Erläuterung sowie Begründung beiliegen und es ist darzulegen, welche Auswirkungen das Betriebsreglement bzw. dessen Änderung auf den Betrieb sowie auf Raum und Umwelt hat. Unterliegt die Änderung des Betriebsreglements der Umweltverträglichkeitsprüfung, ist ein Umweltverträglichkeitsbericht vorzulegen (Art. 24 Bst. a und b VIL). Soweit erforderlich sind weitere flugbetriebsrelevante Belege zu erbringen und es sind die Auswirkungen auf die Lärmbelastung aufzuzeigen sowie Entwürfe von allfällig zu ändernden Sicherheitszonen einzureichen (Art. 24 Bst. c-e VIL). Zudem ist dem Genehmigungsgesuch ein Entwurf der im Luftfahrthandbuch der Schweiz (Aeronautical Information Publication [AIP], nachfolgend: Luftfahrthandbuch) zu veröffentlichenden Dokumente beizulegen (Art.”
“36c LA prévoit que tout exploitant d'aérodrome est tenu d'édicter un règlement d'exploitation appelé à fixer les modalités concrètes de l'exploitation de l'installation, lesquelles résultent notamment du plan sectoriel "Infrastructure aéronautique" (PSIA), et à définir, entre autres éléments, l'organisation de son aérodrome, les procédures d'approche et de départ, ainsi que les prescriptions particulières pour l'utilisation d'une telle installation aérienne (cf. supra consid. 3.1.2). Cette exigence est précisée à l'art. 23 OSIA, qui dispose que le règlement d'exploitation régit tous les aspects opérationnels de l'aérodrome et qu'il contient, notamment, des prescriptions sur l'organisation de l'aérodrome (let. a), les heures d'ouverture (let. b), les procédures d'approche et de décollage (let. c). D'après la loi sur l'aviation civile et sa réglementation d'exécution, l'exploitant de l'aérodrome doit faire approuver son règlement d'exploitation par l'OFAC, de même que ses modifications, en déposant une demande devant cette autorité qui décrit, notamment, les effets du règlement sur l'exploitation de l'installation, ainsi que sur l'aménagement du territoire et l'environnement, et qui indique les projets de documents devant être publiés dans l'AIP (cf. art. 36c al. 3 LA en lien avec l'art. 24 let. b et f OSIA). Lorsque la modification de la situation de droit ou de fait l'exige, l'OFAC jouit du reste du pouvoir d'ordonner à l'exploitant qu'il dépose une demande de modification de son règlement, voire d'en ordonner lui-même la révision, afin de l'adapter à la situation légale (cf. art. 26 OSIA; aussi ATF 129 II 331 consid. 3.1; 127 II 306 consid. 7d). Cette possibilité d'imposer une modification du règlement d'exploitation répond à l'exigence selon laquelle ce document normatif doit s'adapter en permanence à la réalité et à la législation et garantir de manière continue une coordination satisfaisante des diverses activités aéronautiques sur le sol et dans l'air (cf. notamment STEFAN VOGEL, Luftfahrtinfrastruktur, in: Biaggini et al. [éd.], Fachhandbuch - Verwaltungsrecht, 2015, p. 363 ss, n. 8.28; TOBIAS JAAG, Die Schweizerischen Flughäfen: Rechtsgrundlagen, Organisation und Verfahren, in: Tobias Jaag [éd.], Rechtsfragen rund um den Flughafen, 2004, p.”
Das BAZL ist sachlich zuständig, den zulässigen Gegenstand einer Genehmigungsverfügung nach Art. 36c Abs. 3 LFG festzulegen; diese Zuständigkeit wurde vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt.
“1 LSV hat das BAZL als Vollzugsbehörde in ihrem Entscheid über die Erstellung, Änderung oder Sanierung einer Anlage die zulässigen Lärmimmissionen festzulegen und gewährt Erleichterungen, wenn bei einer wesentlich geänderten öffentlichen oder konzessionierten Anlage die lärmschutzrechtlichen Anforderungen nicht eingehalten werden können (Art. 10 Abs. 1 LSV; Urteile des BGer 1C_506/2014 vom 14. Oktober 2015 E. 6.4 und 1C_480/2010 vom 23. Februar 2011 E. 3.1 mit Hinweis u.a. auf BGE 125 II 643 E. 17c). Die IG Nord-Gemeinden legt denn auch nicht dar, inwieweit sie durch die weiteren Anträge der Flughafen Zürich AG (beispielswiese es sei der SIL in Bezug auf das Gebiet mit Lärmauswirkungen fortzuschreiben oder es sei die zuständige deutsche Behörde um Eröffnung des Verfahrens zur Anpassung der DVO zu ersuchen) in ihren schutzwürdigen Interessen berührt wäre, umso mehr, als diese nicht Verfahrensgegenstand waren. Der Einwand, das BAZL sei mit seiner Verfügung vom 14. Mai 2018 über den zulässigen Gegenstand einer Genehmigungsverfügung im Sinne von Art. 36c Abs. 3 LFG hinausgegangen und (daher) insoweit zum Erlass der entsprechenden Verfügung sachlich nicht zuständig gewesen, ist daher als unbegründet zurückzuweisen. Formelle Rechtsverweigerung”
Fehlt im Betriebsreglement eine ausdrückliche Grundlage für die Ausweisung eines Voltigier‑Box auf der VAC, kann eine solche Eintragung nach der Rechtsprechung nicht mit Art. 36c LFG vereinbar sein. Entsprechende Eintragungen können daher als rechtswidrig festgestellt und ihre Entfernung angeordnet werden.
“Il s'ensuit qu'en l'absence, pour l'heure, de tout fondement exprès dans le règlement d'exploitation de l'aérodrome de U.________, le box de voltige actuellement inscrit sur la carte VAC de cette installation n'est pas conforme au droit, dans la mesure où il contrevient en l'état aux art. 36c LA et 23 OSIA. Il convient ainsi d'admettre, par substitution de motifs (supra consid. 2.1), que l'arrêt attaqué peut être suivi en tant qu'il a pour résultat de confirmer la décision de l'OFAC du 17 février 2021 constatant l'illicéité d'une telle inscription et ordonnant à la recourante de procéder à sa suppression de la carte VAC publiée à l'AIP. Cela étant, il n'y a pas lieu de se demander si une telle mesure pourrait également reposer sur le principe de limitation des émissions à la source posé à l'art. 11 LPE, comme l'a soutenu l'OFAC dans sa décision de première instance, mais le conteste la recourante. De même n'est-il pas nécessaire d'examiner si une interdiction générale de délimiter des box d'aviation sur les cartes VAC des aérodromes suisses constituerait le cas échéant un changement de pratique admissible de la part de l'OFAC, comme l'a considéré le Tribunal administratif fédéral, ou si, au contraire, de telles inscriptions devraient rester possibles - au cas par cas - pour des raisons de sécurité, comme le soutient la recourante dans ses écritures.”
“________ sert essentiellement à couvrir les besoins privés et, en particulier, ceux liés à l'aviation sportive et à la formation aéronautique (cf. Plan sectoriel des transports: Partie Infrastructure aéronautique [PSIA], Partie IIIC 12e série, Fiches d'object 12e série du 28 juin 2017, VD-3, p. 2). Sous cet angle, la coordination de la pratique de l'aviation sportive avec la protection contre le bruit représente une problématique centrale de l'aérodrome, étant souligné que le plan sectoriel susmentionné commande précisément à l'exploitant de prendre toutes les dispositions d'exploitation possibles conformément au principe de précaution et d'en contrôler l'efficacité afin de diminuer la charge sonore (cf. ibidem). A partir de là, le box de voltige inscrit sur la carte VAC de l'aérodrome de U.________ peut être vu comme une "modalité concrète de l'exploitation [de ladite installation] telle qu'elle résulte du plan sectoriel «Infrastructure aéronautique»" et, partant, comme un "aspect opérationnel" central de cette dernière au sens respectif de l'art. 36c LA et de l'art. 23 al. 1 OSIA, à l'instar des autres prescriptions particulières régissant l'utilisation de ce champ d'aviation. A ce titre, il faut admettre que l'OFAC était en droit de considérer qu'une telle indication aurait dû être explicitement prévue par le règlement d'exploitation de l'installation, étant rappelé que le Tribunal fédéral s'impose une certaine retenue lorsqu'il doit se prononcer sur de telles questions, qui dépendent essentiellement de données techniques pour lesquelles l'autorité inférieure à des connaissances spéciales (cf. ATF 142 II 451 consid. 4.5.1; 138 II 77 consid. 6.4).”
Bei baulichen Änderungen (Plangenehmigung durch das UVEK) und Anpassungen des Betriebsreglements sind die Verfahren zu koordinieren. Zuständig für die Plangenehmigung von Flugplatzanlagen ist das UVEK; für die Genehmigung des Betriebsreglements bzw. seiner Änderungen ist das BAZL zuständig. Betriebliche Belange sind jeweils im zuständigen Verfahren zu prüfen.
“Zu prüfen ist schliesslich die Parteistellung der Gemeinde Dällikon und Mitbeteiligte sowie der Gemeinden Niederglatt und Niederhasli, soweit diese verlangen, es sei der Flughafen Zürich AG zu verbieten, das Projekt zur Verlängerung der Pisten 28 und 32 weiterzuverfolgen. Das Luftfahrtrecht unterscheidet in Bezug auf die Infrastruktur von Flughäfen zwischen baulichen und betrieblichen Belangen. So dürfen Flugplatzanlagen - darunter fallen Bauten und Anlagen, die ganz oder überwiegend dem Betrieb eines Flughafens dienen - nur mit einer Plangenehmigung erstellt oder geändert werden (Art. 37 Abs. 1 LFG). Mit der Plangenehmigung werden sämtliche nach Bundesrecht für den Bau oder die Änderung erforderlichen Bewilligungen erteilt (Art. 37 Abs. 3 LFG) und Genehmigungsbehörde ist bei Flughäfen das UVEK (Art. 37 Abs. 2 Bst. a LFG). Der Betrieb des Flughafens wiederum wird, wie bereits ausgeführt, in allen Belangen im Betriebsreglement geregelt (Art. 36c Abs. 2 LFG; Art. 23 VIL) und zuständig für die Genehmigung des Betriebsreglements und von Änderungen desselben ist das BAZL (Art. 36c Abs. 3 LFG). Bedingt ein Bauvorhaben Anpassungen im Betriebsreglement, gilt es die beiden Verfahren zu koordinieren (Art. 27c Abs. 2 VIL). Die Beschwerde führenden Gemeinwesen haben vom BAZL verlangt, es sei der Flughafen Zürich AG zu verbieten, das Projekt zur Verlängerung der Pisten 28 und 32 weiterzuverfolgen. Der Antrag kommt - im Ergebnis - einem Antrag auf Nichtgenehmigung der Pistenverlängerung gleich (vgl. Urteil des BVGer A-4670/2019 vom 3. September 2020 E. 1.4). Eine allfällige zukünftige Verlängerung der Pisten 28 und 32 stellt indes eine bauliche Massnahme dar und zum Entscheid über die Errichtung oder Änderung von Flugplatzanlagen wie vorliegend die Verlängerung der Pisten 28 und 32 ist das angerufene BAZL nicht zuständig. Es wird vielmehr Sache des UVEK sein, auf entsprechenden Antrag der Flughafen Zürich AG hin in einem Plangenehmigungsverfahren gemäss den Art. 37 ff. LFG über die Zulässigkeit einer Verlängerung der beiden Pisten 28 und 32 zu entscheiden. Würden hierdurch die betrieblichen Verhältnisse etwa durch veränderte Lärmemissionen beeinflusst, sind im Plangenehmigungsverfahren auch die entsprechenden betrieblichen Belange zu prüfen (Art.”
Der Flugplatzhalter ist verpflichtet, ein Betriebsreglement zu erlassen. Dieses Reglement dient der Konkretisierung der einschlägigen Rahmenbedingungen und enthält insbesondere Bestimmungen zur Organisation des Flugplatzes, zu An‑ und Abflugverfahren sowie zu besonderen Vorschriften für die Benützung.
“Der Halter eines Flugplatzes ist gemäss Art. 36c Abs. 1 LFG verpflichtet, ein Betriebsreglement zu erlassen. Das Betriebsreglement dient der Konkretisierung der im SIL, in der Betriebsbewilligung und in der Plangenehmigung vorgesehenen Rahmenbedingungen. Es sind insbesondere die Organisation des Flugplatzes und die An- und Abflugverfahren sowie die besonderen Vorschriften für die Benützung festzuhalten (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das Betriebsreglement ist sodann der Vorinstanz zur Genehmigung zu unterbreiten (Art. 36c Abs. 3 LFG). Die Vorgaben des LFG zum Betriebsreglement werden in der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1) konkretisiert. Gemäss Art. 23 VIL regelt das Betriebsreglement den Flugplatzbetrieb in allen Belangen und enthält Vorschriften über die Organisation des Flugplatzes, die Betriebszeiten, die An- und Abflugverfahren, die Benützung von Flugplatzanlagen durch Passagiere, Luft- und Bodenfahrzeuge sowie sonstige Benützer und die Bodenabfertigungsdienste. Die Bestimmung von Art. 24 VIL legt fest, welche Unterlagen einem Gesuch um Genehmigung eines Betriebsreglements beizulegen sind.”
“Wie vorstehend bereits ausgeführt, ist der Flugplatzhalter gemäss Art. 36c Abs. 1 LFG verpflichtet, ein Betriebsreglement zu erlassen. Dieses ist zudem dem BAZL zur Genehmigung zu unterbreiten (Art. 36c Abs. 3 LFG; vgl. vorstehend E. 11.1 f.). Es ist mithin Sache des Flugplatzhalters, das Betriebsreglement zu erstellen, einschliesslich der Planung und detaillierten Ausarbeitung der An- und Abflugverfahren sowie der Flugrouten, wozu in aller Regel auch die verantwortliche Flugsicherung beizuziehen ist (vgl. ausdrücklich aArt. 11 Abs. 1 VIL [AS 1994 III 3050, 3053], der mit Erlass des Koordinationsgesetzes mit unveränderter Bedeutung auf Gesetzesebene [Art. 36c Abs. 1 LFG] angehoben worden ist [Botschaft Koordinationsgesetz, BBl 1998 III 2591, 2645]; zudem auch Art. 24 VIL). Das Genehmigungsverfahren wird daher, wie das BAZL grundsätzlich zu Recht festhielt, von der Dispositionsmaxime beherrscht; der Halter löst das Genehmigungsverfahren mit seinem Gesuch aus, bestimmt mit seinen Begehren dessen Gegenstand und kann das Verfahren durch Rückzug des Begehrens beenden (vgl. Urteil des BVGer A-1575/2017 vom 16. August 2018 E. 5.2.4 mit Hinweisen; Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., Rz. 139 f. mit Hinweisen).”
Das vom Flugplatzhalter zu erlassende Betriebsreglement ist dem BAZL/OFAC zur Genehmigung vorzulegen. Das Genehmigungsverfahren unterliegt der Dispositionsmaxime: der Halter löst das Verfahren mit seinem Gesuch aus, bestimmt dessen Gegenstand und kann das Gesuch durch Rückzug beenden.
“Wie vorstehend bereits ausgeführt, ist der Flugplatzhalter gemäss Art. 36c Abs. 1 LFG verpflichtet, ein Betriebsreglement zu erlassen. Dieses ist zudem dem BAZL zur Genehmigung zu unterbreiten (Art. 36c Abs. 3 LFG; vgl. vorstehend E. 11.1 f.). Es ist mithin Sache des Flugplatzhalters, das Betriebsreglement zu erstellen, einschliesslich der Planung und detaillierten Ausarbeitung der An- und Abflugverfahren sowie der Flugrouten, wozu in aller Regel auch die verantwortliche Flugsicherung beizuziehen ist (vgl. ausdrücklich aArt. 11 Abs. 1 VIL [AS 1994 III 3050, 3053], der mit Erlass des Koordinationsgesetzes mit unveränderter Bedeutung auf Gesetzesebene [Art. 36c Abs. 1 LFG] angehoben worden ist [Botschaft Koordinationsgesetz, BBl 1998 III 2591, 2645]; zudem auch Art. 24 VIL). Das Genehmigungsverfahren wird daher, wie das BAZL grundsätzlich zu Recht festhielt, von der Dispositionsmaxime beherrscht; der Halter löst das Genehmigungsverfahren mit seinem Gesuch aus, bestimmt mit seinen Begehren dessen Gegenstand und kann das Verfahren durch Rückzug des Begehrens beenden (vgl. Urteil des BVGer A-1575/2017 vom 16. August 2018 E. 5.2.4 mit Hinweisen; Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., Rz. 139 f. mit Hinweisen).”
“Ayant notamment pour but de régler l'utilisation de l'espace aérien suisse par des aéronefs, la loi fédérale sur l'aviation du 21 décembre 1948 (LA; RS 748.0) prévoit, à son art. 36c, que les exploitants des aérodromes situés en Suisse sont tenus, entre autres obligations, d'édicter un règlement d'exploitation. Ce règlement, qui doit être approuvé par l'OFAC (cf. art. 36c al. 3 LA), fixe les modalités concrètes de l'exploitation de leurs installations telles qu'elles résultent à la fois du plan sectoriel "Infrastructure aéronautique" (PSIA), de la concession ou de l'autorisation d'exploitation et, le cas échéant, de la décision d'approbation des plans (cf. art. 36c al. 1 LA). A ce titre, le règlement d'exploitation doit notamment définir l'organisation de l'aérodrome, les procédures d'approche et de départ, ainsi que les prescriptions particulières pour l'utilisation de l'aérodrome (cf. art. 36c al. 2 LA). Les principales prescriptions d'utilisation de l'aérodrome sont ensuite publiées dans ce que l'on appelle la " Publication d'information aéronautique " gérée par Skyguide ( Aeronautical Information Publication; ci-après: l'AIP), laquelle contient des informations de caractère durable qui sont essentielles à la sécurité de la navigation aérienne (cf. art. 15a OSIA et annexe 1 ch.”
Das Betriebsreglement ist vom BAZL/OFAC zu genehmigen. Es hat insbesondere die Organisation des Aerodroms, An- und Abflugverfahren sowie die besonderen Vorschriften für die Nutzung des Aerodroms festzulegen. Die wesentlichen und dauerhaften, für die Flugsicherheit relevanten Nutzungsvorschriften werden anschliessend in der AIP publiziert.
“Ayant notamment pour but de régler l'utilisation de l'espace aérien suisse par des aéronefs, la loi fédérale sur l'aviation du 21 décembre 1948 (LA; RS 748.0) prévoit, à son art. 36c, que les exploitants des aérodromes situés en Suisse sont tenus, entre autres obligations, d'édicter un règlement d'exploitation. Ce règlement, qui doit être approuvé par l'OFAC (cf. art. 36c al. 3 LA), fixe les modalités concrètes de l'exploitation de leurs installations telles qu'elles résultent à la fois du plan sectoriel "Infrastructure aéronautique" (PSIA), de la concession ou de l'autorisation d'exploitation et, le cas échéant, de la décision d'approbation des plans (cf. art. 36c al. 1 LA). A ce titre, le règlement d'exploitation doit notamment définir l'organisation de l'aérodrome, les procédures d'approche et de départ, ainsi que les prescriptions particulières pour l'utilisation de l'aérodrome (cf. art. 36c al. 2 LA). Les principales prescriptions d'utilisation de l'aérodrome sont ensuite publiées dans ce que l'on appelle la " Publication d'information aéronautique " gérée par Skyguide ( Aeronautical Information Publication; ci-après: l'AIP), laquelle contient des informations de caractère durable qui sont essentielles à la sécurité de la navigation aérienne (cf. art. 15a OSIA et annexe 1 ch.”
Im Rahmen des Koordinationsgebots nach Art. 36c Abs. 4 LFG darf die Genehmigung des Betriebsreglements erst erfolgen, wenn die für den Betrieb erforderlichen Grundstücksrechte gesichert bzw. ein Einverständnis der betroffenen Grundeigentümerinnen vorliegt; liegen solche Rechte nicht vor, kann die Genehmigung nicht erteilt werden.
“Zusammengefasst folgt aus dem Gesagten, dass die Plangenehmigung und die Betriebsbewilligung nicht erteilt werden können, nachdem sich die Beschwerdegegnerin die für den GEP respektive die für die Erstellung der Sickerungsgräben notwendigen Rechte an den zum Betrieb notwendigen Grundstücken der Beschwerdeführerin 1 bisher noch nicht hat sicherstellen können und keine Einverständniserklärung der Beschwerdeführerin 1 vorliegt (Art. 27abis Abs. 1 Bst. b VIL). Mit Blick auf das zwischen der Planungsgenehmigung und dem Betriebsreglement zu beachtende Koordinationsgebot (Art. 36c Abs. 4 LFG; Art. 27c Abs. 2 VIL; E. 3.3.1 und”
Das vom Flugplatzhalter zu erlassende Betriebsreglement legt die konkreten Nutzungs‑ und Betriebsregelungen des Flugplatzes fest. Die wesentlichen Vorschriften zur Nutzung des Flugplatzes werden sodann in der Aeronautical Information Publication (AIP) veröffentlicht.
“Ayant notamment pour but de régler l'utilisation de l'espace aérien suisse par des aéronefs, la loi fédérale sur l'aviation du 21 décembre 1948 (LA; RS 748.0) prévoit, à son art. 36c, que les exploitants des aérodromes situés en Suisse sont tenus, entre autres obligations, d'édicter un règlement d'exploitation. Ce règlement, qui doit être approuvé par l'OFAC (cf. art. 36c al. 3 LA), fixe les modalités concrètes de l'exploitation de leurs installations telles qu'elles résultent à la fois du plan sectoriel "Infrastructure aéronautique" (PSIA), de la concession ou de l'autorisation d'exploitation et, le cas échéant, de la décision d'approbation des plans (cf. art. 36c al. 1 LA). A ce titre, le règlement d'exploitation doit notamment définir l'organisation de l'aérodrome, les procédures d'approche et de départ, ainsi que les prescriptions particulières pour l'utilisation de l'aérodrome (cf. art. 36c al. 2 LA). Les principales prescriptions d'utilisation de l'aérodrome sont ensuite publiées dans ce que l'on appelle la " Publication d'information aéronautique " gérée par Skyguide ( Aeronautical Information Publication; ci-après: l'AIP), laquelle contient des informations de caractère durable qui sont essentielles à la sécurité de la navigation aérienne (cf. art. 15a OSIA et annexe 1 ch.”
“Ayant notamment pour but de régler l'utilisation de l'espace aérien suisse par des aéronefs, la loi fédérale sur l'aviation du 21 décembre 1948 (LA; RS 748.0) prévoit, à son art. 36c, que les exploitants des aérodromes situés en Suisse sont tenus, entre autres obligations, d'édicter un règlement d'exploitation. Ce règlement, qui doit être approuvé par l'OFAC (cf. art. 36c al. 3 LA), fixe les modalités concrètes de l'exploitation de leurs installations telles qu'elles résultent à la fois du plan sectoriel "Infrastructure aéronautique" (PSIA), de la concession ou de l'autorisation d'exploitation et, le cas échéant, de la décision d'approbation des plans (cf. art. 36c al. 1 LA). A ce titre, le règlement d'exploitation doit notamment définir l'organisation de l'aérodrome, les procédures d'approche et de départ, ainsi que les prescriptions particulières pour l'utilisation de l'aérodrome (cf. art. 36c al. 2 LA). Les principales prescriptions d'utilisation de l'aérodrome sont ensuite publiées dans ce que l'on appelle la " Publication d'information aéronautique " gérée par Skyguide ( Aeronautical Information Publication; ci-après: l'AIP), laquelle contient des informations de caractère durable qui sont essentielles à la sécurité de la navigation aérienne (cf. art. 15a OSIA et annexe 1 ch.”
Das Betriebsreglement konkretisiert die im Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL), in der Betriebsbewilligung und in der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen und ist der zuständigen Behörde bzw. Vorinstanz zur Genehmigung vorzulegen. Die Genehmigung erfolgt nur, wenn der Inhalt des Reglements den Zielen und Vorgaben des SIL entspricht und die Vorgaben der Betriebsbewilligung sowie der Plangenehmigung sowie die relevanten luftfahrtspezifischen, raumplanerischen und umweltrechtlichen Anforderungen (u. a. Lärmvorgaben) umsetzt.
“Gemäss Art. 36c Abs. 1 des Luftfahrtgesetzes (LFG, SR 748.0) muss die Halterin eines Flugplatzes ein Betriebsreglement erlassen. Das Betriebsreglement konkretisiert die im Sachplan, in der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das BAZL genehmigt das Betriebsreglement (Art. 36c Abs. 3 LFG) und legt die zulässigen Lärmimmissionen fest (Art. 37a der Lärmschutz-Verordnung [LSV; SR 814.41]). Die Vorgaben des Luftfahrtgesetzes zum Betriebsreglement werden in der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1) konkretisiert. Demnach regelt das Betriebsreglement insbesondere die Betriebszeiten (Art. 23 Bst. b VIL) sowie andere Verkehrs- und Betriebsvorschriften zur Emissionsbegrenzung nach Art. 12 Abs. 1 Bst. c des Umweltschutzgesetzes (USG, SR 814.01; Urteil des BGer 1C_493/2022 vom 19. September 2023 E. 6 mit Hinweisen). Die Voraussetzungen der Genehmigung sind in Art. 25 VIL festgehalten. Das Betriebsreglement für einen Flugplatz wie vorliegend den Flugplatz Mollis ist demnach zu genehmigen, wenn der Inhalt den Zielen und Vorgaben des SIL entspricht (Bst. a), die Vorgaben der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung umgesetzt sind (Bst. b), die luftfahrtspezifischen Anforderungen sowie die Anforderungen der Raumplanung und des Umwelt-, Natur- und Heimatschutzes (Bst.”
“Der Halter eines Flugplatzes ist gemäss Art. 36c Abs. 1 LFG verpflichtet, ein Betriebsreglement zu erlassen. Das Betriebsreglement dient der Konkretisierung der im SIL, in der Betriebsbewilligung und in der Plangenehmigung vorgesehenen Rahmenbedingungen. Es sind insbesondere die Organisation des Flugplatzes und die An- und Abflugverfahren sowie die besonderen Vorschriften für die Benützung festzuhalten (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das Betriebsreglement ist sodann der Vorinstanz zur Genehmigung zu unterbreiten (Art. 36c Abs. 3 LFG). Die Vorgaben des LFG zum Betriebsreglement werden in der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1) konkretisiert. Gemäss Art. 23 VIL regelt das Betriebsreglement den Flugplatzbetrieb in allen Belangen und enthält Vorschriften über die Organisation des Flugplatzes, die Betriebszeiten, die An- und Abflugverfahren, die Benützung von Flugplatzanlagen durch Passagiere, Luft- und Bodenfahrzeuge sowie sonstige Benützer und die Bodenabfertigungsdienste. Die Bestimmung von Art. 24 VIL legt fest, welche Unterlagen einem Gesuch um Genehmigung eines Betriebsreglements beizulegen sind. Die Voraussetzungen der Genehmigung sind schliesslich in Art. 25 VIL festgehalten. Demnach ist das Betriebsreglement für einen Flugplatz wie vorliegend den Flugplatz Mollis zu genehmigen, wenn der Inhalt den Zielen und Vorgaben des SIL entspricht (Bst. a), die Vorgaben der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung umgesetzt sind (Bst.”
Die Genehmigungsverfügung des BAZL über das Betriebsreglement wirkt konstitutiv und ist als Verfügung zu qualifizieren. Sie ist massgebend für die Rechtsstellung der Flughafenhalterin sowie der vom Betrieb betroffenen Dritten; gegen ein Betriebsreglement ist der Rechtsschutz im Genehmigungsverfahren zu gewähren.
“Die IG Nord-Gemeinden macht schliesslich geltend, die Gesuche der Flughafen Zürich AG vom 25. Oktober 2013 sowie vom 31. Mai 2017 um eine (teilweise) Genehmigung des BR 2014 und (entsprechend) die Genehmigungsverfügung des BAZL vom 14. Mai 2018 gingen über das hinaus, was Gegenstand eines Verfahrens zur Genehmigung eines Betriebsreglements oder von Änderungen desselben und damit Gegenstand einer Genehmigungsverfügung sein könne. Die Halterin des Flughafens Zürich, die Flughafen Zürich AG, hat gemäss Art. 36c LFG, wie vorstehend ausgeführt, ein Betriebsreglement zu erlassen. Im Betriebsreglement sind insbesondere die Organisation des Flughafens, die An- und Abflugverfahren sowie die besonderen Vorschriften für die Benützung festzuhalten (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das Betriebsreglement sowie Änderungen desselben sind dem BAZL zur Genehmigung einzureichen (Art. 36c Abs. 3 LFG). Die Genehmigung - sie wirkt konstitutiv (Art. 25 Abs. 2 VIL) - stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG dar; gemäss der Bestimmung von Art. 36d Abs. 4 LFG ist der Rechtsschutz gegen ein Betriebsreglement im Genehmigungsverfahren zu gewähren (vgl. zu Art. 36d LFG vorstehend E. 11.3; zur Qualifikation des Betriebsreglements als Bundesrecht BGE 137 II 58 E. 14.2.2). Massgebend für die Rechtsstellung der gesuchstellende Flughafens Zürich AG sowie der vom Betrieb des Flughafens Zürich betroffenen Dritten ist somit die Genehmigungsverfügung des BAZL. Das BAZL hat - wie von der Flughafen Zürich AG beantragt - mit Verfügung vom 14. Mai 2018 die Änderung verschiedener Bestimmungen des Betriebsreglements sowie der Abflugrouten ab den Pisten 10, 32 und 34 genehmigt. Zudem hat sie die zulässigen Fluglärmimmissionen für den Flughafen Zürich festgelegt und der Flughafen Zürich AG für die neu von Immissionsgrenzwert- sowie Alarmwertüberschreitungen betroffenen Gebiete Erleichterungen gewährt (Verfügung des BAZL vom 14.”
Bei den im Betriebsreglement festzuhaltenden An- und Abflugverfahren sind auch deren technische Ausgestaltung und Details zu konkretisieren, namentlich etwa Wegpunkte, Anflugsegmente, Anflugwinkel und Warteräume.
“Der Halter eines Flughafens hat ein Betriebsreglement zu erlassen (Art. 36c Abs. 1 LFG). Das Betriebsreglement dient der Konkretisierung der u.a. im SIL sowie in der Betriebskonzession vorgesehenen Rahmenbedingungen für den Betrieb. Es sind insbesondere die Organisation des Flughafens und die An- und Abflugverfahren (einschliesslich Warteräume) sowie die besonderen Vorschriften für die Benützung festzuhalten (Art. 36c Abs. 2 LFG; zur weitergehenden Konkretisierung der Vorgaben zum Betriebsreglement auf Verordnungsstufe vgl. Art. 23 VIL). Zu den An- und Abflugverfahren gehört auch die detaillierte Ausgestaltung dieser Verfahren (Wegpunkte, Anflugsegmente, Anflugwinkel etc.; vgl. Urteil des BGer 2C_975/2019 vom 27. Mai 2020 E. 3.1; zur Übertragung von Rechtsetzungskompetenzen an den Flugplatzhalter sowie zur Qualifikation des Betriebsreglements als Bestandteil des Bundesrechts vgl. Urteile des BGer 1C_58/2010 vom 22. Dezember 2010 E. 9.3 und 2C_585/2009 vom 31. März 2010 E. 5.3 und 6.2).”
Das Betriebsreglement hat die im SIL, in der Konzession oder in der Betriebsbewilligung sowie in der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen zu konkretisieren. Insbesondere sind darin festzuhalten: die Organisation des Flugplatzes, die Betriebszeiten, die An- und Abflugverfahren sowie die besonderen Vorschriften zur Benützung der Flugplatzanlagen (z. B. durch Passagiere, Luft- und Bodenfahrzeuge) und Regelungen zu Bodenabfertigungsdiensten.
“Der Flugplatzhalter muss ein Betriebsreglement erlassen (Art. 36c Abs. 1 LFG). Im Betriebsreglement sind die im SIL, in der Konzession oder in der Betriebsbewilligung sowie in der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen konkret auszugestalten; insbesondere sind die Organisation des Flugplatzes sowie die An- und Abflugverfahren sowie die besonderen Vorschriften für die Benützung des Flugplatzes festzuhalten (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das BAZL übermittelt Gesuche um Änderungen des Betriebsreglements, die wesentliche Auswirkungen auf die Fluglärmbelastung haben, den betroffenen Kantonen und lädt sie ein, innerhalb von drei Monaten dazu Stellung zu nehmen (Art. 36d Abs. 1 LFG). Soweit die Betriebsreglementserstellung bzw. -änderung im Zusammenhang mit einer Planänderung steht, müssen die beiden Verfahren miteinander koordiniert werden (Art. 36c Abs. 4 LFG; Art. 27c Abs. 2 VIL). Das Betriebsreglement regelt den Flugplatzbetrieb in allen Belangen (Art. 23 VIL). Es enthält Vorschriften über die Organisation des Flugplatzes (Bst. a), die Betriebszeiten (Bst. b), die An- und Abflugverfahren (Bst. c), die Benützung von Flugplatzanlagen durch Passagiere, Luft- und Bodenfahrzeuge sowie sonstige Benützer (Bst.”
“Der Halter eines Flugplatzes ist gemäss Art. 36c Abs. 1 LFG verpflichtet, ein Betriebsreglement zu erlassen. Das Betriebsreglement dient der Konkretisierung der im SIL, in der Betriebsbewilligung und in der Plangenehmigung vorgesehenen Rahmenbedingungen. Es sind insbesondere die Organisation des Flugplatzes und die An- und Abflugverfahren sowie die besonderen Vorschriften für die Benützung festzuhalten (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das Betriebsreglement ist sodann der Vorinstanz zur Genehmigung zu unterbreiten (Art. 36c Abs. 3 LFG). Die Vorgaben des LFG zum Betriebsreglement werden in der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1) konkretisiert. Gemäss Art. 23 VIL regelt das Betriebsreglement den Flugplatzbetrieb in allen Belangen und enthält Vorschriften über die Organisation des Flugplatzes, die Betriebszeiten, die An- und Abflugverfahren, die Benützung von Flugplatzanlagen durch Passagiere, Luft- und Bodenfahrzeuge sowie sonstige Benützer und die Bodenabfertigungsdienste. Die Bestimmung von Art. 24 VIL legt fest, welche Unterlagen einem Gesuch um Genehmigung eines Betriebsreglements beizulegen sind. Die Voraussetzungen der Genehmigung sind schliesslich in Art. 25 VIL festgehalten. Demnach ist das Betriebsreglement für einen Flugplatz wie vorliegend den Flugplatz Mollis zu genehmigen, wenn der Inhalt den Zielen und Vorgaben des SIL entspricht (Bst. a), die Vorgaben der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung umgesetzt sind (Bst.”
Das Betriebsreglement hat die im Sachplan, in der Konzession bzw. Betriebsbewilligung und in der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen konkret zu regeln; hierzu gehören insbesondere die Organisation des Aerodroms, An- und Abflugverfahren sowie besondere Nutzungsvorschriften. Die wesentlichen Vorschriften zur Nutzung des Aerodroms werden in der Aeronautical Information Publication (AIP) veröffentlicht.
“Ayant notamment pour but de régler l'utilisation de l'espace aérien suisse par des aéronefs, la loi fédérale sur l'aviation du 21 décembre 1948 (LA; RS 748.0) prévoit, à son art. 36c, que les exploitants des aérodromes situés en Suisse sont tenus, entre autres obligations, d'édicter un règlement d'exploitation. Ce règlement, qui doit être approuvé par l'OFAC (cf. art. 36c al. 3 LA), fixe les modalités concrètes de l'exploitation de leurs installations telles qu'elles résultent à la fois du plan sectoriel "Infrastructure aéronautique" (PSIA), de la concession ou de l'autorisation d'exploitation et, le cas échéant, de la décision d'approbation des plans (cf. art. 36c al. 1 LA). A ce titre, le règlement d'exploitation doit notamment définir l'organisation de l'aérodrome, les procédures d'approche et de départ, ainsi que les prescriptions particulières pour l'utilisation de l'aérodrome (cf. art. 36c al. 2 LA). Les principales prescriptions d'utilisation de l'aérodrome sont ensuite publiées dans ce que l'on appelle la " Publication d'information aéronautique " gérée par Skyguide ( Aeronautical Information Publication; ci-après: l'AIP), laquelle contient des informations de caractère durable qui sont essentielles à la sécurité de la navigation aérienne (cf. art. 15a OSIA et annexe 1 ch.”
Steht die Erstellung oder Änderung des Betriebsreglements im Zusammenhang mit einer Erstellung oder Änderung von Flugplatzanlagen, sind das Plangenehmigungsverfahren und die Erstellung/Änderung des Betriebsreglements miteinander zu koordinieren. Das BAZL kann das Betriebsreglement in diesem Zusammenhang frühestens zum Zeitpunkt der Erteilung der Plangenehmigung genehmigen.
“Der Flugplatzhalter muss ein Betriebsreglement erlassen (Art. 36c Abs. 1 LFG). Im Betriebsreglement sind die im SIL, in der Konzession oder in der Betriebsbewilligung sowie in der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen konkret auszugestalten; insbesondere sind die Organisation des Flugplatzes sowie die An- und Abflugverfahren sowie die besonderen Vorschriften für die Benützung des Flugplatzes festzuhalten (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das BAZL übermittelt Gesuche um Änderungen des Betriebsreglements, die wesentliche Auswirkungen auf die Fluglärmbelastung haben, den betroffenen Kantonen und lädt sie ein, innerhalb von drei Monaten dazu Stellung zu nehmen (Art. 36d Abs. 1 LFG). Soweit die Betriebsreglementserstellung bzw. -änderung im Zusammenhang mit einer Planänderung steht, müssen die beiden Verfahren miteinander koordiniert werden (Art. 36c Abs. 4 LFG; Art. 27c Abs. 2 VIL). Das Betriebsreglement regelt den Flugplatzbetrieb in allen Belangen (Art. 23 VIL). Es enthält Vorschriften über die Organisation des Flugplatzes (Bst. a), die Betriebszeiten (Bst. b), die An- und Abflugverfahren (Bst. c), die Benützung von Flugplatzanlagen durch Passagiere, Luft- und Bodenfahrzeuge sowie sonstige Benützer (Bst.”
“Erstellt oder ändert der Flugplatzhalter das Betriebsreglement im Zusammenhang mit der Erstellung oder Änderung von Flugplatzanlagen, so genehmigt das BAZL das Betriebsreglement frühestens im Zeitpunkt, in dem die Plangenehmigung erteilt wird (Art. 36c Abs. 4 LFG). Werden die betrieblichen Verhältnisse auf einem Flugplatz durch ein Bauvorhaben beeinflusst, so sind die entsprechenden betrieblichen Belange ebenfalls im Plangenehmigungsverfahren zu prüfen (Art. 27c Abs. 1 der Verordnung vom 23. November 1994 über die Infrastruktur der Luftfahrt [VIL; SR 748.131.1]). Soweit die Erstellung oder Änderung des Betriebsreglements im Zusammenhang mit einer Planänderung steht, müssen die beiden Verfahren miteinander koordiniert werden. Das Betriebsreglement hat insbesondere die Vorgaben der Plangenehmigung und der Betriebsbewilligung umzusetzen (Art. 36c Abs. 4 LFG; Art. 27c Abs. 1 und 2 VIL; Stefan Vogel, in: Alain Griffel, Hans U. Liniger, Heribert Rausch, Daniela Thurnherr [Hrsg.], Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, 2016, S. 471 ff. Rz.”
Fehlt im Betriebsreglement eine ausdrückliche rechtliche Grundlage, sind entsprechende Eintragungen auf der VAC-Karte der betroffenen Luftfahrtanlage (z. B. ein sogenannter «Box»-Bereich) nach der zitierten Rechtsprechung nicht mit Art. 36c LFG vereinbar und können als rechtswidrig angesehen werden.
“Il s'ensuit qu'en l'absence, pour l'heure, de tout fondement exprès dans le règlement d'exploitation de l'aérodrome de U.________, le box de voltige actuellement inscrit sur la carte VAC de cette installation n'est pas conforme au droit, dans la mesure où il contrevient en l'état aux art. 36c LA et 23 OSIA. Il convient ainsi d'admettre, par substitution de motifs (supra consid. 2.1), que l'arrêt attaqué peut être suivi en tant qu'il a pour résultat de confirmer la décision de l'OFAC du 17 février 2021 constatant l'illicéité d'une telle inscription et ordonnant à la recourante de procéder à sa suppression de la carte VAC publiée à l'AIP. Cela étant, il n'y a pas lieu de se demander si une telle mesure pourrait également reposer sur le principe de limitation des émissions à la source posé à l'art. 11 LPE, comme l'a soutenu l'OFAC dans sa décision de première instance, mais le conteste la recourante. De même n'est-il pas nécessaire d'examiner si une interdiction générale de délimiter des box d'aviation sur les cartes VAC des aérodromes suisses constituerait le cas échéant un changement de pratique admissible de la part de l'OFAC, comme l'a considéré le Tribunal administratif fédéral, ou si, au contraire, de telles inscriptions devraient rester possibles - au cas par cas - pour des raisons de sécurité, comme le soutient la recourante dans ses écritures.”
Nach dem zwischen Plangenehmigung und Betriebsreglement geltenden Koordinationsgebot (Art. 36c Abs. 4 LFG) sind fehlende Grundstücks‑ oder Betriebsrechte vor Erteilung der Plangenehmigung zu sichern; liegen diese Rechte nicht vor (bzw. kein Einverständnis), können Plangenehmigung und Betriebsbewilligung nicht erteilt werden.
“Zusammengefasst folgt aus dem Gesagten, dass die Plangenehmigung und die Betriebsbewilligung nicht erteilt werden können, nachdem sich die Beschwerdegegnerin die für den GEP respektive die für die Erstellung der Sickerungsgräben notwendigen Rechte an den zum Betrieb notwendigen Grundstücken der Beschwerdeführerin 1 bisher noch nicht hat sicherstellen können und keine Einverständniserklärung der Beschwerdeführerin 1 vorliegt (Art. 27abis Abs. 1 Bst. b VIL). Mit Blick auf das zwischen der Planungsgenehmigung und dem Betriebsreglement zu beachtende Koordinationsgebot (Art. 36c Abs. 4 LFG; Art. 27c Abs. 2 VIL; E. 3.3.1 und”
“Zusammengefasst folgt aus dem Gesagten, dass die Plangenehmigung und die Betriebsbewilligung nicht erteilt werden können, nachdem sich die Beschwerdegegnerin die für den GEP respektive die für die Erstellung der Sickerungsgräben notwendigen Rechte an den zum Betrieb notwendigen Grundstücken der Beschwerdeführerin 1 bisher noch nicht hat sicherstellen können und keine Einverständniserklärung der Beschwerdeführerin 1 vorliegt (Art. 27abis Abs. 1 Bst. b VIL). Mit Blick auf das zwischen der Planungsgenehmigung und dem Betriebsreglement zu beachtende Koordinationsgebot (Art. 36c Abs. 4 LFG; Art. 27c Abs. 2 VIL; E. 3.3.1 und”
Steht die Erstellung oder Änderung des Betriebsreglements im Zusammenhang mit einer Planänderung, sind das Verfahren zum Betriebsreglement und das Plangenehmigungsverfahren miteinander zu koordinieren.
“Der Flugplatzhalter muss ein Betriebsreglement erlassen (Art. 36c Abs. 1 LFG). Im Betriebsreglement sind die im SIL, in der Konzession oder in der Betriebsbewilligung sowie in der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen konkret auszugestalten; insbesondere sind die Organisation des Flugplatzes sowie die An- und Abflugverfahren sowie die besonderen Vorschriften für die Benützung des Flugplatzes festzuhalten (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das BAZL übermittelt Gesuche um Änderungen des Betriebsreglements, die wesentliche Auswirkungen auf die Fluglärmbelastung haben, den betroffenen Kantonen und lädt sie ein, innerhalb von drei Monaten dazu Stellung zu nehmen (Art. 36d Abs. 1 LFG). Soweit die Betriebsreglementserstellung bzw. -änderung im Zusammenhang mit einer Planänderung steht, müssen die beiden Verfahren miteinander koordiniert werden (Art. 36c Abs. 4 LFG; Art. 27c Abs. 2 VIL). Das Betriebsreglement regelt den Flugplatzbetrieb in allen Belangen (Art. 23 VIL). Es enthält Vorschriften über die Organisation des Flugplatzes (Bst. a), die Betriebszeiten (Bst. b), die An- und Abflugverfahren (Bst. c), die Benützung von Flugplatzanlagen durch Passagiere, Luft- und Bodenfahrzeuge sowie sonstige Benützer (Bst.”
“Der Flugplatzhalter muss ein Betriebsreglement erlassen (Art. 36c Abs. 1 LFG). Im Betriebsreglement sind die im SIL, in der Konzession oder in der Betriebsbewilligung sowie in der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen konkret auszugestalten; insbesondere sind die Organisation des Flugplatzes sowie die An- und Abflugverfahren sowie die besonderen Vorschriften für die Benützung des Flugplatzes festzuhalten (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das BAZL übermittelt Gesuche um Änderungen des Betriebsreglements, die wesentliche Auswirkungen auf die Fluglärmbelastung haben, den betroffenen Kantonen und lädt sie ein, innerhalb von drei Monaten dazu Stellung zu nehmen (Art. 36d Abs. 1 LFG). Soweit die Betriebsreglementserstellung bzw. -änderung im Zusammenhang mit einer Planänderung steht, müssen die beiden Verfahren miteinander koordiniert werden (Art. 36c Abs. 4 LFG; Art. 27c Abs. 2 VIL). Das Betriebsreglement regelt den Flugplatzbetrieb in allen Belangen (Art. 23 VIL). Es enthält Vorschriften über die Organisation des Flugplatzes (Bst. a), die Betriebszeiten (Bst. b), die An- und Abflugverfahren (Bst. c), die Benützung von Flugplatzanlagen durch Passagiere, Luft- und Bodenfahrzeuge sowie sonstige Benützer (Bst.”
Der Flugplatzhalter erstellt das Betriebsreglement und unterbreitet es dem BAZL. Das Genehmigungsverfahren folgt der Dispositionsmaxime: Der Halter löst es mit seinem Gesuch aus, bestimmt dessen Gegenstand und kann das Verfahren durch Rückzug des Begehrens beenden.
“Wie vorstehend bereits ausgeführt, ist der Flugplatzhalter gemäss Art. 36c Abs. 1 LFG verpflichtet, ein Betriebsreglement zu erlassen. Dieses ist zudem dem BAZL zur Genehmigung zu unterbreiten (Art. 36c Abs. 3 LFG; vgl. vorstehend E. 11.1 f.). Es ist mithin Sache des Flugplatzhalters, das Betriebsreglement zu erstellen, einschliesslich der Planung und detaillierten Ausarbeitung der An- und Abflugverfahren sowie der Flugrouten, wozu in aller Regel auch die verantwortliche Flugsicherung beizuziehen ist (vgl. ausdrücklich aArt. 11 Abs. 1 VIL [AS 1994 III 3050, 3053], der mit Erlass des Koordinationsgesetzes mit unveränderter Bedeutung auf Gesetzesebene [Art. 36c Abs. 1 LFG] angehoben worden ist [Botschaft Koordinationsgesetz, BBl 1998 III 2591, 2645]; zudem auch Art. 24 VIL). Das Genehmigungsverfahren wird daher, wie das BAZL grundsätzlich zu Recht festhielt, von der Dispositionsmaxime beherrscht; der Halter löst das Genehmigungsverfahren mit seinem Gesuch aus, bestimmt mit seinen Begehren dessen Gegenstand und kann das Verfahren durch Rückzug des Begehrens beenden (vgl. Urteil des BVGer A-1575/2017 vom 16. August 2018 E. 5.2.4 mit Hinweisen; Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., Rz. 139 f. mit Hinweisen).”
Für die Genehmigung nach Art. 36c Abs. 3 LFG gelten die Voraussetzungen der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (Art. 25 VIL). Das BAZL genehmigt das Betriebsreglement, wenn dessen Inhalt den Zielen und Vorgaben des Sachplans (SIL) entspricht, die Vorgaben der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung umsetzt sowie die luftfahrtspezifischen Anforderungen und die Anforderungen der Raumplanung sowie des Umwelt-, Natur- und Heimatschutzes erfüllt.
“Gemäss Art. 36c Abs. 1 des Luftfahrtgesetzes (LFG, SR 748.0) muss die Halterin eines Flugplatzes ein Betriebsreglement erlassen. Das Betriebsreglement konkretisiert die im Sachplan, in der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das BAZL genehmigt das Betriebsreglement (Art. 36c Abs. 3 LFG) und legt die zulässigen Lärmimmissionen fest (Art. 37a der Lärmschutz-Verordnung [LSV; SR 814.41]). Die Vorgaben des Luftfahrtgesetzes zum Betriebsreglement werden in der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1) konkretisiert. Demnach regelt das Betriebsreglement insbesondere die Betriebszeiten (Art. 23 Bst. b VIL) sowie andere Verkehrs- und Betriebsvorschriften zur Emissionsbegrenzung nach Art. 12 Abs. 1 Bst. c des Umweltschutzgesetzes (USG, SR 814.01; Urteil des BGer 1C_493/2022 vom 19. September 2023 E. 6 mit Hinweisen). Die Voraussetzungen der Genehmigung sind in Art. 25 VIL festgehalten. Das Betriebsreglement für einen Flugplatz wie vorliegend den Flugplatz Mollis ist demnach zu genehmigen, wenn der Inhalt den Zielen und Vorgaben des SIL entspricht (Bst. a), die Vorgaben der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung umgesetzt sind (Bst. b), die luftfahrtspezifischen Anforderungen sowie die Anforderungen der Raumplanung und des Umwelt-, Natur- und Heimatschutzes (Bst.”
“Gemäss Art. 36c LFG muss die Flugplatzhalterin ein Betriebsreglement erlassen (Abs. 1). Darin sind die im SIL, in der Betriebsbewilligung bzw. -konzession sowie in der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen konkret auszugestalten (Abs. 2). Das BAZL genehmigt das Betriebsreglement (Art. 36c Abs. 3 LFG) und legt die zulässigen Lärmimmissionen fest (Art. 37a der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 [LSV; SR 814.41]). Die Vorgaben des LFG zum Betriebsreglement werden in der Verordnung vom 23. November 1994 über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1) konkretisiert. Gemäss Art. 25 VIL ist das Betriebsreglement für einen Flugplatz zu genehmigen, wenn der Inhalt den Zielen und Vorgaben des SIL entspricht (lit. a), die Vorgaben der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung umgesetzt sind (lit. b), die luftfahrtspezifischen Anforderungen sowie die Anforderungen der Raumplanung und des Umwelt-, Natur- und Heimatschutzes erfüllt sind (lit. c), bei Flugfeldern der Hindernisbegrenzungsflächen-Kataster festgesetzt werden kann (lit.”
“Der Halter eines Flugplatzes ist gemäss Art. 36c Abs. 1 LFG verpflichtet, ein Betriebsreglement zu erlassen. Das Betriebsreglement dient der Konkretisierung der im SIL, in der Betriebsbewilligung und in der Plangenehmigung vorgesehenen Rahmenbedingungen. Es sind insbesondere die Organisation des Flugplatzes und die An- und Abflugverfahren sowie die besonderen Vorschriften für die Benützung festzuhalten (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das Betriebsreglement ist sodann der Vorinstanz zur Genehmigung zu unterbreiten (Art. 36c Abs. 3 LFG). Die Vorgaben des LFG zum Betriebsreglement werden in der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1) konkretisiert. Gemäss Art. 23 VIL regelt das Betriebsreglement den Flugplatzbetrieb in allen Belangen und enthält Vorschriften über die Organisation des Flugplatzes, die Betriebszeiten, die An- und Abflugverfahren, die Benützung von Flugplatzanlagen durch Passagiere, Luft- und Bodenfahrzeuge sowie sonstige Benützer und die Bodenabfertigungsdienste. Die Bestimmung von Art. 24 VIL legt fest, welche Unterlagen einem Gesuch um Genehmigung eines Betriebsreglements beizulegen sind. Die Voraussetzungen der Genehmigung sind schliesslich in Art. 25 VIL festgehalten. Demnach ist das Betriebsreglement für einen Flugplatz wie vorliegend den Flugplatz Mollis zu genehmigen, wenn der Inhalt den Zielen und Vorgaben des SIL entspricht (Bst. a), die Vorgaben der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung umgesetzt sind (Bst. b), die luftfahrtspezifischen Anforderungen sowie die Anforderungen der Raumplanung und des Umwelt-, Natur- und Heimatschutzes erfüllt sind (Bst.”
Der SIL legt verbindliche Ziele und Rahmenbedingungen für die zivile Flugplatzinfrastruktur fest; das Betriebsreglement ist gemäss Art. 36c Abs. 2 LFG danach zu konkretisieren. Das Betriebsreglement sowie Änderungen desselben dürfen grundsätzlich nur genehmigt werden, wenn sie den im SIL (insbesondere im Objektblatt) festgelegten Rahmenbedingungen entsprechen bzw. auf diesen beruhen.
“5 LFG i.V.m. Art. 3a, Art. 25 Abs. 1 Bst. a und Art. 27d Abs. 1 Bst. a VIL). Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass auf übergeordneter Ebene in einer Gesamtschau die berührten Interessen abgewogen werden (vgl. auch BGE 137 II 58 E. 3.3 mit Hinweis; Urteil des BGer 1C_52/2008 vom 2. Juni 2008 E. 4.1; Walpen, a.a.O., S. 114 f.). Gemäss der Bestimmung von Art. 3a Abs. 1 VIL legt der Sachplan Verkehr Teil Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) die Ziele und Vorgaben für die Infrastruktur der Zivilluftfahrt der Schweiz für die Behörden verbindlich fest (Konzeptteil). Ferner bestimmt der SIL für die einzelnen dem zivilen Betrieb von Luftfahrtanlagen dienenden Infrastrukturanlagen insbesondere den Zweck, das beanspruchte Areal, die Grundzüge der Nutzung, die Erschliessung sowie die Rahmenbedingungen zum Betrieb. Zudem sind die Auswirkungen auf Raum und Umwelt darzustellen (Art. 3a Abs. 2 VIL; Objektblätter). Diese Vorgaben sind - für den Betrieb - im Betriebsreglement konkret auszugestalten (Art. 36c Abs. 2 LFG). Der SIL ist in diesem Sinne Voraussetzung und Vorgabe für die luftfahrtspezifischen Infrastruktur- und Betriebsverfahren: Das Betriebsreglement sowie Änderungen desselben dürfen - entsprechend der Behördenverbindlichkeit des SIL - grundsätzlich nur genehmigt werden, wenn die Festlegungen des SIL eingehalten sind (Art. 25 Abs. 1 Bst. a VIL). Nach diesem von Gesetz- und Verordnungsgeber vorgesehenen System hat grundsätzlich zunächst der vollständige Sachplan (Konzeptteil und Objektblatt) vorzuliegen, um darauf aufbauend das Betriebsreglement für einen Flugplatz zu konzipieren (sog. planerischer Stufenbau). Bauliche und betriebliche Änderungen mit erheblichen Auswirkungen auf Raum und Umwelt dürfen entsprechend nur bewilligt werden, wenn sie sich auf eine Grundlage im SIL (Objektblatt) stützen können (vgl. zum Ganzen und zu den Möglichkeiten baulicher und betrieblicher Änderungen ohne Festlegung im SIL das Urteil des BVGer A-3484/2018 vom 7. September 2021 [Flughafen Zürich] E. 32.2 mit Hinweisen).”
“Nach dem vorstehend zur planerischen Abfolge Ausgeführten sind wichtige Interessenabwägungen und Ermessensentscheide von der Sachplanbehörde auf Stufe Sachplan vorzunehmen bzw. zu treffen. Entsprechend schreibt denn auch Art. 36c Abs. 2 LFG ausdrücklich vor, dass im Betriebsreglement die im SIL vorgesehenen Rahmenbedingungen konkret auszugestalten sind und im Konzeptteil zum SIL ist vorgesehen, dass im Objektteil für jeden Flugplatz u.a. die Zweckbestimmung und Funktion der Anlage sowie die Rahmenbedingungen für den Betrieb festzulegen sind (Konzeptteil zum SIL, Kapitel 1.2.2). Die Rügen und Vorbringen der Beschwerde führenden Parteien in Bezug auf die Prüfung betrieblicher Alternativen betreffen vor diesem Hintergrund nicht (in erster Linie) das vorliegend streitbetroffene BR 2014, sondern die vorgelagerte Planungsstufe der Sachplanung, konkret die Rahmenbedingungen zum Betrieb im Objektblatt für den Flughafen Zürich im SIL (Festlegung Ziff. 2), die (in den Grundzügen) die Flugbetriebskonzepte und die Flugrouten festlegen und damit das Betriebsreglement im Wesentlichen vorbestimmen (vgl. Konzeptteil zum SIL, Kapitel 3.3). Es ist daher im Folgenden im Rahmen einer akzessorischen Anfechtung der Festlegung Ziff. 2 im Objektblatt für den Flughafen Zürich im SIL zu prüfen, ob die festgelegten Rahmenbedingungen zum Betrieb mit den Anforderungen insbesondere des Raumplanungsrechts in Einklang zu bringen sind.”
Das Betriebsreglement konkretisiert die Vorgaben des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt sowie die Vorgaben aus Betriebsbewilligung und Plangenehmigung. Nach VIL regelt es insbesondere die Betriebszeiten sowie Verkehrs‑ und Betriebsvorschriften zur Emissionsbegrenzung. Bei der Genehmigung ist erforderlich, dass der Inhalt den Zielen und Vorgaben des SIL entspricht und die Vorgaben der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung umgesetzt sind.
“Gemäss Art. 36c Abs. 1 des Luftfahrtgesetzes (LFG, SR 748.0) muss die Halterin eines Flugplatzes ein Betriebsreglement erlassen. Das Betriebsreglement konkretisiert die im Sachplan, in der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung vorgegebenen Rahmenbedingungen (Art. 36c Abs. 2 LFG). Das BAZL genehmigt das Betriebsreglement (Art. 36c Abs. 3 LFG) und legt die zulässigen Lärmimmissionen fest (Art. 37a der Lärmschutz-Verordnung [LSV; SR 814.41]). Die Vorgaben des Luftfahrtgesetzes zum Betriebsreglement werden in der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1) konkretisiert. Demnach regelt das Betriebsreglement insbesondere die Betriebszeiten (Art. 23 Bst. b VIL) sowie andere Verkehrs- und Betriebsvorschriften zur Emissionsbegrenzung nach Art. 12 Abs. 1 Bst. c des Umweltschutzgesetzes (USG, SR 814.01; Urteil des BGer 1C_493/2022 vom 19. September 2023 E. 6 mit Hinweisen). Die Voraussetzungen der Genehmigung sind in Art. 25 VIL festgehalten. Das Betriebsreglement für einen Flugplatz wie vorliegend den Flugplatz Mollis ist demnach zu genehmigen, wenn der Inhalt den Zielen und Vorgaben des SIL entspricht (Bst. a), die Vorgaben der Betriebsbewilligung und der Plangenehmigung umgesetzt sind (Bst. b), die luftfahrtspezifischen Anforderungen sowie die Anforderungen der Raumplanung und des Umwelt-, Natur- und Heimatschutzes (Bst.”
Jede Änderung des Betriebsreglements unterliegt der Genehmigung durch das BAZL; die Einstufung als «wesentlich» oder «unwesentlich» wirkt sich allein auf das anzuwendende Verfahren aus, nicht auf das Erfordernis einer Genehmigung.
“mit Hinweis). Die Wesentlichkeit einer Änderung des Betriebsreglements zeigt - entsprechend der Bestimmung von Art. 36d LFG - Auswirkungen lediglich auf das anwendbare Verfahren, nicht hingegen auf das Genehmigungserfordernis; der Genehmigungspflicht unterliegt jede Änderung des Betriebsreglements, gleich welcher inhaltlichen Tragweite (Art. 36c Abs. 3 LFG i.V.m. Art. 25 VIL; Urteil des BVGer A-1936/2006 vom 10. Dezember 2009 E. 45.10.2 und”
Der Flugplatzhalter hat das Betriebsreglement zu erstellen; hierzu gehört insbesondere die Planung und detaillierte Ausarbeitung der An‑ und Abflugverfahren sowie der Flugrouten. In der Regel ist dabei die verantwortliche Flugsicherung beizuziehen.
“Wie vorstehend bereits ausgeführt, ist der Flugplatzhalter gemäss Art. 36c Abs. 1 LFG verpflichtet, ein Betriebsreglement zu erlassen. Dieses ist zudem dem BAZL zur Genehmigung zu unterbreiten (Art. 36c Abs. 3 LFG; vgl. vorstehend E. 11.1 f.). Es ist mithin Sache des Flugplatzhalters, das Betriebsreglement zu erstellen, einschliesslich der Planung und detaillierten Ausarbeitung der An- und Abflugverfahren sowie der Flugrouten, wozu in aller Regel auch die verantwortliche Flugsicherung beizuziehen ist (vgl. ausdrücklich aArt. 11 Abs. 1 VIL [AS 1994 III 3050, 3053], der mit Erlass des Koordinationsgesetzes mit unveränderter Bedeutung auf Gesetzesebene [Art. 36c Abs. 1 LFG] angehoben worden ist [Botschaft Koordinationsgesetz, BBl 1998 III 2591, 2645]; zudem auch Art. 24 VIL). Das Genehmigungsverfahren wird daher, wie das BAZL grundsätzlich zu Recht festhielt, von der Dispositionsmaxime beherrscht; der Halter löst das Genehmigungsverfahren mit seinem Gesuch aus, bestimmt mit seinen Begehren dessen Gegenstand und kann das Verfahren durch Rückzug des Begehrens beenden (vgl. Urteil des BVGer A-1575/2017 vom 16.”
Das Betriebsreglement setzt den rechtlich verbindlichen betrieblichen Rahmen auch im Hinblick auf den Lärmschutz. Die Festlegung der zulässigen Lärmimmissionen erfolgt hingegen im Zusammenhang mit der Genehmigung des Betriebsreglements und gestützt auf den aus SIL, Betriebsbewilligung und Plangenehmigung resultierenden betrieblichen Rahmen; in der Praxis werden diese Grenzwerte regelmässig anhand umhüllender Lärmbelastungskurven bestimmt.
“Vor dem Hintergrund der Festlegungen im Objektblatt für den Flugplatz Mollis im SIL ist zunächst zu klären, welches der "bisherige Rahmen" und damit der Bezugspunkt für die Beurteilung betrieblicher Änderungen ist. Der Betrieb eines Flugplatzes wird durch das Betriebsreglement verbindlich geregelt. Dieses legt die Organisation, die Betriebszeiten, die An- und Abflugverfahren sowie die Benützung der Flughafenanlagen verbindlich fest (vgl. Art. 36c Abs. 2 LFG). Dabei sind die Rahmenbedingungen, wie sie im SIL, in der Betriebsbewilligung und in der Plangenehmigung vorgegeben sind, konkret auszugestalten. Zusammen mit der Genehmigung des Betriebsreglements und gestützt auf den betrieblichen Rahmen, wie er sich aus dem SIL und dem Betriebsreglement ergibt, legt die Vorinstanz auch die zulässigen Lärmimmissionen fest (vgl. Art. 37a LSV); sie stützt sich dabei auf die für den zulässigen Betrieb der Anlage ermittelte Lärmbelastung. Für den Fluglärm erfolgt die Festlegung der zulässigen Lärmimmissionen in der Regel auf der Grundlage von sog. umhüllenden Lärmbelastungskurven. Diese stecken den äusseren Rand der künftig zu erwartenden Lärmbelastung ab und legen damit indirekt im Sinne eines Lärmkontingents auch den zulässigen Rahmen der betrieblichen Entwicklung fest (vgl. ausführlich das Urteil des BVGer A-3484/2018 vom 7. September 2021 [Flughafen Zürich] E. 24.3 mit Hinweisen). Es ist somit das Betriebsreglement, welches auch aus Sicht des Lärmschutzes den rechtlich verbindlichen Rahmen für den Betrieb eines Flugplatzes setzt.”
Utilisez la page actuelle comme contexte pour rechercher, résumer, comparer ou rédiger.