SR 0.142.112.681 ↩
Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1 ). ↩
Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.11 ). ↩
Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern; in der jeweils gültigen Fassung des Freizügigkeitsabkommens (AS 2004 121, 2008 42194273, 2009 4831) bzw. des revidierten EFTA-Übereinkommens. ↩
Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern; in der jeweils gültigen Fassung des Freizügigkeitsabkommens (AS 2005 3909, 2008 4273, 2009 6214845) bzw. des revidierten EFTA-Übereinkommens. ↩
SR 0.632.31 ↩
Nutzen Sie die aktuelle Seite als Kontext für Recherche, Zusammenfassungen, Vergleiche und Entwürfe.
8 commentaries
Bei Ergänzungsleistungen (Prestations complémentaires) sind diese nach der Rechtsprechung und der VO 883/2004 als nicht beitragsbezogene Leistungen erfasst; die anwendbare Gesetzgebung bestimmt sich nach Art. 11 Abs. 3 lit. e VO 883/2004 nach dem Wohnsitzstaat. Bei Wohnsitz in der Schweiz ist folglich schweizerisches Recht anwendbar.
“Les décisions sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte peuvent faire l’objet d’un recours auprès du tribunal des assurances compétent (art. 56 et 58 LPGA), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, le recours a été déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respecte les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu’il est recevable. 2. Le présent litige porte sur le bien-fondé de la suppression des prestations complémentaires à l’AVS/AI au recourant, au motif qu’il ne bénéficiait plus d’un statut de séjour légal valable en Suisse. 3. a) Le recourant étant titulaire de la nationalité V.________, il est ressortissant d’un État pour lequel les conventions entre l’Union européenne et la Suisse sont applicables. Dans le cadre des prestations complémentaires, la relation avec le droit européen est régie par l’art. 32 LPC. Selon cette disposition, l’ALCP (Accord du 21 juin 1999 entre la Confédération suisse, d’une part, et la Communauté européenne et ses États membres, d’autre part, sur la libre circulation des personnes ; RS 0.142.112.681), son annexe II et les règlements nos° CE 883/2004, CE 987/29009, CEE 1408/71 et CEE 574/72, sont applicables aux prestations comprises dans le champ d’application de la LPC. Les prestations complémentaires entrent dans le champ d’application matériel du règlement n° 883/2004 au titre de prestations à caractère non contributif (art. 3 al. 3 cum 70 de ce règlement ; ATF 133 V 265 consid. 4.2.2). S’agissant du droit applicable, l’art. 11 al. 3 let. e du règlement n° 883/2004 prévoit que les personnes autres que celles visées aux let. a) à d) – ce qui est le cas en l’occurrence – sont soumises à la législation de l’État membre de résidence. Dans les faits, le recourant résidant en Suisse, [...], au moment déterminant, ce qui n’est pas contesté, le droit suisse est applicable.”
Als serbische Staatsangehörige wurde die betreffende Person in der Rechtssache als «Ausländerin» im Sinne von Art. 5 ELG qualifiziert (vgl. Art. 32 ELG).
“Tag im Ausland verbracht hat. Als wichtiger Grund gilt unter anderem eine Krankheit oder ein Unfall der Bezügerin oder des Bezügers, wenn dadurch eine Rückkehr in die Schweiz unmöglich ist. Wird der Auslandaufenthalt fortgesetzt, obwohl der wichtige Grund dafür weggefallen ist, so gelten die weiteren Aufenthaltstage im Ausland als Auslandaufenthalt ohne wichtigen Grund (Art. 1b der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [ELV, SR 831.301, Stand 1. Juli 2021] i.V.m. Art. 1a Abs. 4 und 5 ELV). Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin als serbische Staatsangehörige als Ausländerin im Sinne von Art. 5 ELG gilt (vgl. Art. 32 ELG und Rz.”
Soweit die in Art. 32 Abs. 1 ELG genannten unionsrechtlichen Bestimmungen anwendbar sind, umfassen die dortigen Gleichbehandlungsgebote nach der Rechtsprechung des EuGH sowohl unmittelbare als auch mittelbare (indirekte) Diskriminierungen.
“883/2004 haben Personen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates, sofern in dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist. In Art. 5 lit. a Verordnung Nr. 883/2004 ist der Grundsatz der Gleichstellung von Leistungen oder sonstigen Einkünften verankert. Die Diskriminierungsverbote bzw. Gleichbehandlungsgebote verbieten nach der auch bei der Auslegung des FZA zu berücksichtigenden Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nicht nur unmittelbare/direkte Diskriminierungen aufgrund der Staatsangehörigkeit, sondern auch mittelbare/indirekte Diskriminierungen, die durch die Anwendung anderer Unterscheidungsmerkmale tatsächlich zum gleichen Ergebnis führen (BGE 131 V 209, 215 E. 6.2 mit Hinweisen). Sofern die Voraussetzungen des persönlichen und des sachlichen Geltungsbereichs der jeweiligen Verordnung erfüllt sind, hat somit der Beschwerdeführer unter den gleichen Voraussetzungen wie ein Schweizer Bürger Anspruch auf die anbegehrte Leistung (vgl. auch Art. 32 Abs. 1 ELG; BGE 145 V 231, 238 E. 6.4 mit Hinweisen). Der Bezug einer entsprechenden Altersrente aus einem anderen Mitgliedstaat ist daher grundsätzlich geeignet, den Anspruch auf Ergänzungsleistungen in der Schweiz zu begründen (BGE 141 V 396, 400 E. 5.2 mit Hinweisen). 3.6. Der Beschwerdeführer bezieht seit dem 1. November 2020 eine vorgezogene Altersrente des Versorgungswerks B____. Ob diese Altersrente äquivalent zu einer schweizerischen AHV-Altersrente ist wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht (Beschwerde II Ziff. 4) kann offengelassen werden (vgl. dazu das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften [EuGH] C-453/14 vom 12. November 2015). Nach Art. 70 Abs. 4 Verordnung Nr. 883/2004 werden die in Abs. 2 dieser Bestimmung genannten besonderen beitragsunabhängigen Geldleistungen ausschliesslich in dem Mitgliedstaat, in dem die betreffenden Personen wohnen, und nach dessen Rechtsvorschriften gewährt. Der Anspruch auf EL setzt grundsätzlich voraus, dass ein Anspruch auf Leistungen der AHV oder der IV im Sinne von Art.”
Nach Art. 32 Abs. 2 ELG ist die Verordnung Nr. 883/2004 nur auf den in diesem Absatz beschriebenen Personenkreis anwendbar: Personen, für die die Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit der Schweiz, Islands, Norwegens oder Liechtensteins gelten, die Staatsangehörigen dieser Staaten sind oder als Flüchtlinge bzw. Staatenlose ihren Wohnort in der Schweiz, in Island, Norwegen oder Liechtenstein haben, sowie deren Familienangehörige und Hinterlassenen. Personen ohne einen solchen Rechtsbezug zu diesen Staaten können sich danach nicht auf die Verordnung berufen.
“Da der Beschwerdeführer eine liechtensteinische Altersrente bezieht und die dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) angeschlossenen EFTA-Staaten Island, Fürstentum Liechtenstein und Norwegen nicht unter den Geltungsbereich des FZA zwischen der Schweiz und der Europäischen Gemeinschaft sowie ihren Mitgliedstaaten fallen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_313/2010 vom 5. November 2010 E. 2.4 mit Hinweisen), kann er sich nicht über das FZA auf die Anwendung der Verordnung Nr. 883/2004 zur Begründung eines EL-Anspruchs berufen. 4.3.3. Gemäss dem Übereinkommen zwischen Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz vom 4. Januar 1960 zur Errichtung der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA), in Kraft getreten am 1. Juni 2002 (EFTA-Übereinkommen; SR 0.632.31), regeln die Mitgliedstaaten die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit nach Art. 21 EFTA-Übereinkommen gemäss Anlage 2 zu Anhang K und durch das Protokoll zu Anhang K über die Freizügigkeit zwischen Liechtenstein und der Schweiz. Gemäss Art. 21 i.V.m. Abschnitt A des Anhangs K sieht das EFTA-Übereinkommen ebenfalls die Anwendung der Verordnung Nr. 883/2004 vor. Auch nach Art. 32 Abs. 2 lit. a ELG ist die Verordnung Nr. 883/2004 für Personen, für die die Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit der Schweiz, Islands, Norwegens oder Liechtensteins gelten, anwendbar. Allerdings erstreckt sich der räumliche Geltungsbereich des EFTA-Übereinkommens auf Norwegen, Island, das Fürstentum Liechtenstein und die Schweiz. Als deutscher Staatsbürger gehört der Beschwerdeführer auch nicht zu den Staatsangehörigen eines der EFTA-Mitgliedstaaten, weshalb er sich in persönlicher Hinsicht nicht über das EFTA-Übereinkommen auf die Verordnung Nr. 883/2004 berufen kann (BGE 136 V 244, 250 f. E. 6.3.2). 4.4. Wie von der Beschwerdegegnerin ausgeführt (Duplik Rz. 2 lit. a und lit. e), besteht zwischen dem FZA und dem EFTA-Übereinkommen keine vertragsübergreifende Koordinierung bzw. liegt kein Dachabkommen vor. Das FZA und das EFTA-Übereinkommen gelten in persönlicher Hinsicht für die Staatsangehörigen der jeweiligen Vertragsparteien und sind in räumlicher Hinsicht nur auf Sachverhalte anwendbar, die sich innerhalb der jeweiligen Vertragsstaaten verwirklichen (vgl.”
“Da der Beschwerdeführer eine liechtensteinische Altersrente bezieht und die dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) angeschlossenen EFTA-Staaten Island, Fürstentum Liechtenstein und Norwegen nicht unter den Geltungsbereich des FZA zwischen der Schweiz und der Europäischen Gemeinschaft sowie ihren Mitgliedstaaten fallen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_313/2010 vom 5. November 2010 E. 2.4 mit Hinweisen), kann er sich nicht über das FZA auf die Anwendung der Verordnung Nr. 883/2004 zur Begründung eines EL-Anspruchs berufen. 4.3.3. Gemäss dem Übereinkommen zwischen Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz vom 4. Januar 1960 zur Errichtung der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA), in Kraft getreten am 1. Juni 2002 (EFTA-Übereinkommen; SR 0.632.31), regeln die Mitgliedstaaten die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit nach Art. 21 EFTA-Übereinkommen gemäss Anlage 2 zu Anhang K und durch das Protokoll zu Anhang K über die Freizügigkeit zwischen Liechtenstein und der Schweiz. Gemäss Art. 21 i.V.m. Abschnitt A des Anhangs K sieht das EFTA-Übereinkommen ebenfalls die Anwendung der Verordnung Nr. 883/2004 vor. Auch nach Art. 32 Abs. 2 lit. a ELG ist die Verordnung Nr. 883/2004 für Personen, für die die Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit der Schweiz, Islands, Norwegens oder Liechtensteins gelten, anwendbar. Allerdings erstreckt sich der räumliche Geltungsbereich des EFTA-Übereinkommens auf Norwegen, Island, das Fürstentum Liechtenstein und die Schweiz. Als deutscher Staatsbürger gehört der Beschwerdeführer auch nicht zu den Staatsangehörigen eines der EFTA-Mitgliedstaaten, weshalb er sich in persönlicher Hinsicht nicht über das EFTA-Übereinkommen auf die Verordnung Nr. 883/2004 berufen kann (BGE 136 V 244, 250 f. E. 6.3.2). 4.4. Wie von der Beschwerdegegnerin ausgeführt (Duplik Rz. 2 lit. a und lit. e), besteht zwischen dem FZA und dem EFTA-Übereinkommen keine vertragsübergreifende Koordinierung bzw. liegt kein Dachabkommen vor. Das FZA und das EFTA-Übereinkommen gelten in persönlicher Hinsicht für die Staatsangehörigen der jeweiligen Vertragsparteien und sind in räumlicher Hinsicht nur auf Sachverhalte anwendbar, die sich innerhalb der jeweiligen Vertragsstaaten verwirklichen (vgl.”
Für die Währungsumrechnung ist die EG‑Verordnung Nr. 987/2009 massgebend; die Verwaltung hat den dabei angewandten Umrechnungskurs festzustellen und in der Anspruchsberechnung zu berücksichtigen.
“WEL der tatsächlichen Situation zum Vorneherein nicht gerecht werden kann. Da die Ergänzungsleistung die frankengenaue Deckung des jeweils aktuellen tatsächlichen Bedarfs eines EL-Ansprechers unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen tatsächlichen Einnahmen bezweckt, führt dieser Mangel der Verwaltungspraxis zu einer Vereitelung des Sinn und Zwecks der Ergänzungsleistung. Das richtige Vorgehen bestünde an sich darin, jeweils jenen Betrag in Franken zu berücksichtigen, der dem Bankkonto des EL-Ansprechers tatsächlich gutgeschrieben worden ist. Allerdings hat der Gesetzgeber im Art. 32 Abs. 1 lit. b ELG die EG-Verordnung Nr. 987/2009 ausdrücklich für anwendbar erklärt, was bedeutet, dass auf die Bestimmungen über die Währungsumrechnung der Verordnung Nr. 987/2009 abgestellt werden muss (vgl. das Urteil des Bundesgerichtes 8C_701/2023 vom 9. April 2024, E. 5.1, mit Hinweisen). Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist folglich gesetzmässig gewesen. Allerdings ist aufgrund der Akten nicht nachvollziehbar, welchen Umrechnungskurs sie angewendet hat. Die Beschwerdegegnerin wird im wieder aufzunehmenden Verwaltungsverfahren (vgl. dazu die nachfolgende Erwägung) den massgebenden Umrechnungskurs in Erfahrung bringen und bei der Anspruchsberechnung berücksichtigen. Die EL-Anspruchsberechnung beruht zwar auf dem Grundsatz, dass den tatsächlichen Ausgaben (soweit sie gesetzlich anerkannt sind; vgl. Art. 10 ELG) nur die tatsächlich erzielten Einnahmen gegenüber zu stellen sind, weil nur so der effektive Fehlbetrag ermittelt werden kann, der mit der Ergänzungsleistung zu decken ist. Aber als Versicherungsleistung darf die Ergänzungsleistung nur jenen Teil des Fehlbetrages respektive des Ausgabenüberschusses (als versicherungsrechtlichen bzw.”
“WEL der tatsächlichen Situation zum Vorneherein nicht gerecht werden kann. Da die Ergänzungsleistung die frankengenaue Deckung des jeweils aktuellen tatsächlichen Bedarfs eines EL-Ansprechers unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen tatsächlichen Einnahmen bezweckt, führt dieser Mangel der Verwaltungspraxis zu einer Vereitelung des Sinn und Zwecks der Ergänzungsleistung. Das richtige Vorgehen bestünde an sich darin, jeweils jenen Betrag in Franken zu berücksichtigen, der dem Bankkonto des EL-Ansprechers tatsächlich gutgeschrieben worden ist. Allerdings hat der Gesetzgeber im Art. 32 Abs. 1 lit. b ELG die EG-Verordnung Nr. 987/2009 ausdrücklich für anwendbar erklärt, was bedeutet, dass auf die Bestimmungen über die Währungsumrechnung der Verordnung Nr. 987/2009 abgestellt werden muss (vgl. das Urteil des Bundesgerichtes 8C_701/2023 vom 9. April 2024, E. 5.1, mit Hinweisen). Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist folglich gesetzmässig gewesen. Allerdings ist aufgrund der Akten nicht nachvollziehbar, welchen Umrechnungskurs sie angewendet hat. Die Beschwerdegegnerin wird im wieder aufzunehmenden Verwaltungsverfahren (vgl. dazu die nachfolgende Erwägung) den massgebenden Umrechnungskurs in Erfahrung bringen und bei der Anspruchsberechnung berücksichtigen. Die EL-Anspruchsberechnung beruht zwar auf dem Grundsatz, dass den tatsächlichen Ausgaben (soweit sie gesetzlich anerkannt sind; vgl. Art. 10 ELG) nur die tatsächlich erzielten Einnahmen gegenüber zu stellen sind, weil nur so der effektive Fehlbetrag ermittelt werden kann, der mit der Ergänzungsleistung zu decken ist. Aber als Versicherungsleistung darf die Ergänzungsleistung nur jenen Teil des Fehlbetrages respektive des Ausgabenüberschusses (als versicherungsrechtlichen bzw.”
Für die in Art. 32 ELG genannten Personen gelten die in Art. 32 genannten europäischen Rechtsakte (insbesondere das Freizügigkeitsabkommen und die Verordnungen, namentlich VO 883/2004). Nach Art. 11 Abs. 3 lit. e VO 883/2004 sind die in den Quellen betrachteten Personen der Gesetzgebung des Aufenthaltsstaates unterworfen. In den zitierten Entscheiden wurde daher festgestellt, dass bei einem Aufenthalt in der Schweiz zur massgeblichen Zeit grundsätzlich schweizerisches Recht anwendbar ist.
“93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. 2. Le présent litige porte sur le bien-fondé du refus des prestations complémentaires à l’AVS/AI au recourant, au motif qu’il ne bénéficiait pas d’un statut de séjour légal valable en Suisse. L’éventuelle conclusion supplémentaire qu’il pourrait avoir prise en restitution de ses cotisations AVS, dans son courrier du 30 mars 2022, dépasse l’objet de la contestation, de sorte qu’elle doit être déclarée irrecevable (ATF 144 II 359 consid. 4.3; 142 I 155 consid. 4.4.2 ; 134 V 418 consid. 5.2.1). 3. a) Le recourant étant titulaire de la nationalité W.________, il est ressortissant d’un État pour lequel les conventions entre l’Union européenne et la Suisse sont applicables. Dans le cadre des prestations complémentaires, la relation avec le droit européen est régie par l’art. 32 LPC. Selon cette disposition, l’ALCP (Accord du 21 juin 1999 entre la Confédération suisse, d’une part, et la Communauté européenne et ses États membres, d’autre part, sur la libre circulation des personnes ; RS 0.142.112.681), son annexe II et les règlements nos° CE 883/2004, CE 987/29009, CEE 1408/71 et CEE 574/72, sont applicables aux prestations comprises dans le champ d’application de la LPC. Les prestations complémentaires entrent dans le champ d’application matériel du règlement n° 883/2004 au titre de prestations à caractère non contributif (art. 3 al. 3 cum 70 de ce règlement ; ATF 133 V 265 consid. 4.2.2). S’agissant du droit applicable, l’art. 11 al. 3 let. e du règlement n° 883/2004 prévoit que les personnes autres que celles visées aux let. a) à d) – ce qui est le cas en l’occurrence – sont soumises à la législation de l’État membre de résidence. Dans les faits, le recourant résidant en Suisse, à [...], au moment déterminant, ce qui n’est pas contesté, le droit suisse est applicable.”
“Les décisions sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte peuvent faire l’objet d’un recours auprès du tribunal des assurances compétent (art. 56 et 58 LPGA), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, le recours a été déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respecte les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu’il est recevable. 2. Le présent litige porte sur le bien-fondé de la suppression des prestations complémentaires à l’AVS/AI au recourant, au motif qu’il ne bénéficiait plus d’un statut de séjour légal valable en Suisse. 3. a) Le recourant étant titulaire de la nationalité V.________, il est ressortissant d’un État pour lequel les conventions entre l’Union européenne et la Suisse sont applicables. Dans le cadre des prestations complémentaires, la relation avec le droit européen est régie par l’art. 32 LPC. Selon cette disposition, l’ALCP (Accord du 21 juin 1999 entre la Confédération suisse, d’une part, et la Communauté européenne et ses États membres, d’autre part, sur la libre circulation des personnes ; RS 0.142.112.681), son annexe II et les règlements nos° CE 883/2004, CE 987/29009, CEE 1408/71 et CEE 574/72, sont applicables aux prestations comprises dans le champ d’application de la LPC. Les prestations complémentaires entrent dans le champ d’application matériel du règlement n° 883/2004 au titre de prestations à caractère non contributif (art. 3 al. 3 cum 70 de ce règlement ; ATF 133 V 265 consid. 4.2.2). S’agissant du droit applicable, l’art. 11 al. 3 let. e du règlement n° 883/2004 prévoit que les personnes autres que celles visées aux let. a) à d) – ce qui est le cas en l’occurrence – sont soumises à la législation de l’État membre de résidence. Dans les faits, le recourant résidant en Suisse, [...], au moment déterminant, ce qui n’est pas contesté, le droit suisse est applicable.”
Angehörige von EU- und EFTA-Staaten, die der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 unterstellt sind, sind im Rahmen von Art. 32 ELG von den gesetzlichen Karenzfristen ausgenommen. Gestützt auf das in der VO Nr. 883/2004 verankerte Gleichbehandlungsprinzip gelten für diese Personen die gleichen Anspruchsvoraussetzungen auf Ergänzungsleistungen wie für Schweizerinnen und Schweizer.
“5 ELG haben Ausländerinnen und Ausländer nur Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie sich rechtmässig in der Schweiz aufhalten. Sie müssen sich zudem unmittelbar vor dem Zeitpunkt, ab dem die Ergänzungsleistung verlangt wird, während zehn Jahren ununterbrochen in der Schweiz aufgehalten haben (Karenzfrist; Abs. 1). Für Flüchtlinge und staatenlose Personen beträgt die Karenzfrist fünf Jahre (Abs. 2). Den Voraussetzungen in Art. 5 ELG gehen staatsvertragliche Regelungen vor, die zu Gunsten der gesuchstellenden Personen von den gesetzlichen Karenzfristen abweichen. Von der Voraussetzung einer Karenzfrist ausgenommen sind namentlich Angehörige eines Mitgliedstaates der EU und der EFTA, die der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1; VO Nr. 883/2004) unterstellt sind; für diese gelten gestützt auf das Prinzip der Gleichbehandlung im Bereich der sozialen Sicherheit (Art. 4 VO Nr. 883/2004; BGE 141 V 246 E. 2.1) im Rahmen von Art. 32 ELG die gleichen Voraussetzungen wie für Schweizerinnen und Schweizer (vgl. Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV [WEL], gültig ab 1. April 2011, Stand 1. Januar 2021 und 1. Januar 2023, Rz 2410.01; BGE 141 V 396 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 133 V 265 E. 5; vgl. ebenso bei einer hinterbliebenen Ehegattin eines EU-Staatsangehörigen: BGE 145 V 231 E. 8.3.7 mit Hinweis; Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage 2021, S. 165 f. Rz 419-422).”
“Den Voraussetzungen in Art. 5 ELG gehen staatsvertragliche Regelungen vor, die zu Gunsten der gesuchstellenden Personen von den gesetzlichen Karenzfristen abweichen. Von der Voraussetzung einer Karenzfrist ausgenommen sind namentlich Angehörige eines Mitgliedstaates der EU und der EFTA, die der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1; VO Nr. 883/2004) unterstellt sind; für diese gelten gestützt auf das Prinzip der Gleichbehandlung im Bereich der sozialen Sicherheit (Art. 4 VO Nr. 883/2004; BGE 141 V 246 E. 2.1) im Rahmen von Art. 32 ELG die gleichen Voraussetzungen wie für Schweizerinnen und Schweizer (vgl. Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV [WEL], gültig ab 1. April 2011, Stand 1. Januar 2020 und 1. Januar 2022, Rz 2410.01; BGE 141 V 396 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 133 V 265 E. 5; vgl. ebenso bei einer hinterbliebenen Ehegattin eines EU-Staatsangehörigen: BGE 145 V 231 E. 8.3.7 mit Hinweis; Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage 2021, S. 165 f. Rz 419-422).”
Der Bezug einer Altersrente aus einem EU‑Mitgliedstaat kann grundsätzlich einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen in der Schweiz begründen, sofern die für den persönlichen und sachlichen Geltungsbereich einschlägigen Voraussetzungen erfüllt sind.
“883/2004 haben Personen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates, sofern in dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist. In Art. 5 lit. a Verordnung Nr. 883/2004 ist der Grundsatz der Gleichstellung von Leistungen oder sonstigen Einkünften verankert. Die Diskriminierungsverbote bzw. Gleichbehandlungsgebote verbieten nach der auch bei der Auslegung des FZA zu berücksichtigenden Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nicht nur unmittelbare/direkte Diskriminierungen aufgrund der Staatsangehörigkeit, sondern auch mittelbare/indirekte Diskriminierungen, die durch die Anwendung anderer Unterscheidungsmerkmale tatsächlich zum gleichen Ergebnis führen (BGE 131 V 209, 215 E. 6.2 mit Hinweisen). Sofern die Voraussetzungen des persönlichen und des sachlichen Geltungsbereichs der jeweiligen Verordnung erfüllt sind, hat somit der Beschwerdeführer unter den gleichen Voraussetzungen wie ein Schweizer Bürger Anspruch auf die anbegehrte Leistung (vgl. auch Art. 32 Abs. 1 ELG; BGE 145 V 231, 238 E. 6.4 mit Hinweisen). Der Bezug einer entsprechenden Altersrente aus einem anderen Mitgliedstaat ist daher grundsätzlich geeignet, den Anspruch auf Ergänzungsleistungen in der Schweiz zu begründen (BGE 141 V 396, 400 E. 5.2 mit Hinweisen). 3.6. Der Beschwerdeführer bezieht seit dem 1. November 2020 eine vorgezogene Altersrente des Versorgungswerks B____. Ob diese Altersrente äquivalent zu einer schweizerischen AHV-Altersrente ist wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht (Beschwerde II Ziff. 4) kann offengelassen werden (vgl. dazu das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften [EuGH] C-453/14 vom 12. November 2015). Nach Art. 70 Abs. 4 Verordnung Nr. 883/2004 werden die in Abs. 2 dieser Bestimmung genannten besonderen beitragsunabhängigen Geldleistungen ausschliesslich in dem Mitgliedstaat, in dem die betreffenden Personen wohnen, und nach dessen Rechtsvorschriften gewährt. Der Anspruch auf EL setzt grundsätzlich voraus, dass ein Anspruch auf Leistungen der AHV oder der IV im Sinne von Art.”