Introduit par le ch. I de la LF du 17 déc. 1976, en vigueur depuis le 1erjanv. 1978 (RO 1977 1997;FF 1976 II 1). ↩
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Mit der Übertragung des Rechts am Patent nach Art. 33 Abs. 1 PatG kann der Erwerber über das Patent verfügen; Handlungen zur Bewirtschaftung des Patents in der Zeit nach der Übertragung sind in der Regel der privaten Vermögenssphäre des Erwerbers zuzuordnen und nicht ohne Weiteres dem Geschäftsvermögen einer anderen Gesellschaft zuzurechnen.
“________ AG - wurde sodann ein neuer "Master-Lizenzvertrag" zwischen der neuen Patentinhaberin (der B.________ AG) und der E.________ GmbH (der Lizenzverwaltungsgesellschaft) abgeschlossen. 4.3.2.6. Das oben (vgl. E. 4.3.2.5 hiervor) skizzierte Vorgehen des Steuerpflichtigen erscheint in wesentlichen Teilen als inkohärent; jedenfalls zwischen April 2009 und Juni 2010 hat er in verschiedener Hinsicht nur unzureichend zwischen den Vermögenssphären der von ihm gehaltenen Gesellschaften und seiner privaten Vermögenssphäre unterschieden. Insofern lässt sich zumindest aufgrund des gegenwärtigen Aktenstands nicht klar sagen, welche Handlungen der Steuerpflichtige in seiner Eigenschaft als Arbeitnehmer der C.________ GmbH vorgenommen hat, welche Handlungen ihm als Privatperson zuzurechnen sind und wo er für die E.________ GmbH tätig geworden ist. Starkes Gewicht muss aber in dieser Hinsicht dem Umstand beigemessen werden, dass die streitbetroffenen Patente zwischen April 2009 und Juni 2010 dem Steuerpflichtigen persönlich gehörten. Mit der Übertragung des Rechts am Patent (Art. 33 Abs. 1 PatG) im April 2009 konnte nurmehr der Steuerpflichtige darüber verfügen; entsprechend sind an sich sämtliche Handlungen, die er in der Zeit zwischen April 2009 und Juni 2010 im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung dieser Patente vornahm (z.B. Abschluss von Lizenzverträgen, Änderungen am Patent, Verwertung der Erfindung), seiner privaten Sphäre zuzuordnen, und zwar unbesehen des Umstands, dass er von der C.________ GmbH einen Lohn von Fr. 101'911.-- (vgl. Steuererklärung der Steuerpflichtigen 2010, act. 37 [d] der vorinstanzlichen Akten; Art. 105 Abs. 2 BGG) aus unselbständiger Erwerbstätigkeit bezog. Zu bedenken ist ferner, dass sich die technisch-wirtschaftliche Funktion der Patente (vgl. E. 4.3.2.2 hiervor) mit der Übertragung der Patente von der C.________ GmbH auf den Steuerpflichtigen nicht verändert hat: Die Patente dienten seit ihrer Eintragung Erwerbszwecken (insbesondere durch das Hinarbeiten auf Einnahmen aus Lizenzgebühren und die Verwertung der Erfindung auf dem Markt). Auch das dürfte für die Frage, ob in der hier interessierenden Steuerperiode selbständige Erwerbstätigkeit vorlag und ob die Patente dem Geschäftsvermögen des Steuerpflichtigen zuzuordnen waren, von nicht zu vernachlässigender Bedeutung sein.”
Das aus dem Patent fliessende Vermögensrecht gehört zum Vermögen des Inhabers und ist übertragbar. Es kann gepfändet und im Rahmen der Zwangsverwertung verwertet sowie mit Arrest belegt werden. Mit dem Erlöschen des Patents (z.B. durch Nichtbezahlung der Jahresgebühren oder Ablauf der Schutzdauer) endet das ausschliessliche Recht und damit die Möglichkeit einer Zwangsverwertung.
“Ein Patent verschafft seinem Inhaber das Recht, anderen zu verbieten, die Erfindung gewerbsmässig zu benützen (Art. 8 Abs. 1 PatG). Das Recht aus dem Patent ist Gegenstand des Vermögens des Inhabers und übertragbar (Art. 33 Abs. 1 PatG). Das Patentrecht kann auch Gegenstand der Zwangsverwertung sein; es ist pfändbar (BGE 75 III 5 S. 6) und kann mit Arrest belegt werden (vgl. Art. 275 SchKG; Hilti/Stauber, in: Schweizerisches und europäisches Patent- und Patentprozessrecht, 2021, S. 283; Schweizer, in: SHK zum Patentgesetz, 2019, N. 9 zu Art. 33 PatG; Heinrich, in: Schweizerisches Patentgesetz/Europäisches Patentübereinkommen, Kommentar in synoptischer Darstellung, 3. Aufl. 2018, N. 36 zu Art. 33 PatG). Mit dem Erlöschen des Patents, z.B. durch Nichtbezahlung der Jahresgebühren oder Ablauf des maximalen Patentschutzes, endet das exklusive Recht des Patentinhabers. Die Erfindung wird dann frei verfügbar und fällt in das sog. Public Domain: Jeder kann sie verwenden, es besteht kein absolutes subjektives Recht mehr an ihr (Heinrich, a.a.O., N. 4 zu Art. 14 PatG; Hilti/Stauber, a.a.O., S. 4). Ein Patent ist nach Ablauf der Schutzdauer – d.h. die frei verfügbare Erfindung – kein Vermögensrecht des Schuldners mehr, welcher durch Zwangsverwertung auf einen Dritten übertragen werden kann (BGE 142 III 348 E.”
Das Prioritätsrecht ist ein vom Recht am Patent bzw. an der Patentanmeldung unabhängiges Recht, das gesondert übertragen werden kann. Art. 33 Abs. 2bis PatG nennt das Prioritätsrecht nicht; nach den zitierten Quellen gilt die dort normierte Schriftlichkeit deshalb nicht für die Übertragung des Prioritätsrechts, sodass deren Wirksamkeit nicht an eine schriftliche Form gebunden ist.
“Das Prioritätsrecht kann vom Erstanmelder oder von demjenigen beansprucht werden, der das Recht des Erstanmelders erworben hat, die gleiche Erfindung in der Schweiz zur Patentierung anzumelden (Art. 18 Abs. 2 PatG). Das Prioritätsrecht ist ein vom Recht auf das Patent oder die Patentanmeldung unabhängiges Recht, das separat übertragen werden kann. Da das Prioritätsrecht in Art. 33 Abs. 2bis PatG nicht genannt wird, kann es übertragen werden, ohne dass die schriftliche Form beachtet werden müsste. Es gelten keine Formvorschriften; die Übertragung ist formfrei gültig (Heinrich, a.a.O., N. 1a zu Art. 18 PatG; Mark Schweizer, in: Mark Schweizer / Herbert Zech [Hrsg.], Patentgesetz, 2019, N. 29 zu Art. 33 PatG; Jacques de Werra, in: Jacques de Werra / Philippe Gilliéron, Propriété intellectuelle, 2013, N. 9 zu Art. 33 LBI; Tobias Bremi, Einreichung von US Provisional Applications und Übertragung von Prioritätsrechten: Einige Fallstricke in der Praxis, sic! 2010 S.296 ff., S. 297; vgl. auch Entscheidung der Grossen Beschwerdekammer des EPA vom 10. Oktober 2023 G 1/22 Rz. 99 f.).”
“Das Prioritätsrecht kann vom Erstanmelder oder von demjenigen beansprucht werden, der das Recht des Erstanmelders erworben hat, die gleiche Erfindung in der Schweiz zur Patentierung anzumelden (Art. 18 Abs. 2 PatG). Das Prioritätsrecht ist ein vom Recht auf das Patent oder die Patentanmeldung unabhängiges Recht, das separat übertragen werden kann. Da das Prioritätsrecht in Art. 33 Abs. 2bis PatG nicht genannt wird, kann es übertragen werden, ohne dass die schriftliche Form beachtet werden müsste. Es gelten keine Formvorschriften; die Übertragung ist formfrei gültig (Heinrich, a.a.O., N. 1a zu Art. 18 PatG; Mark Schweizer, in: Mark Schweizer / Herbert Zech [Hrsg.], Patentgesetz, 2019, N. 29 zu Art. 33 PatG; Jacques de Werra, in: Jacques de Werra / Philippe Gilliéron, Propriété intellectuelle, 2013, N. 9 zu Art. 33 LBI; Tobias Bremi, Einreichung von US Provisional Applications und Übertragung von Prioritätsrechten: Einige Fallstricke in der Praxis, sic! 2010 S.296 ff., S. 297; vgl. auch Entscheidung der Grossen Beschwerdekammer des EPA vom 10. Oktober 2023 G 1/22 Rz. 99 f.).”
Nach Art. 33 Abs. 2bis PatG muss der dispositive Akt, durch den die Anmeldung oder das Patent übertragen wird, schriftlich erfolgen. Eine bloss formlose Verpflichtungsvereinbarung (Verpflichtungsgeschäft) reicht demnach nicht aus; das wirkende Verfügungsgeschäft bedarf der Schriftform. Für die Anforderungen an die Schriftform gelten Art. 12–15 OR; die Unterschrift des Veräusserers gilt als ausreichend.
“Le droit à la délivrance du brevet appartient à l'inventeur, à son ayant cause ou au tiers à qui l'invention appartient à un autre titre (art. 3 al. 1 LBI). Au cours de la procédure devant l'IPI, celui qui dépose la demande de brevet est considéré comme étant en droit de requérir la délivrance du brevet (art. 4 LBI). L'IPI publie les demandes de brevet (cf. art. 58a LBI). Le droit à la délivrance du brevet et le droit au brevet peuvent être transférés à des tiers, en tout ou en partie (art. 33 al. 1 LBI). Le transfert du droit à la délivrance du brevet et du droit au brevet est un acte juridique sui generis. Il suppose la conclusion d'un acte générateur d'obligation puis d'un acte de disposition correspondant. Par l'acte générateur d'obligations, le titulaire du droit s'engage à transférer celui-ci à l'acquéreur. Cet acte n'a que des effets contractuels et peut être conclu sans forme particulière (TAF, arrêt B-7311/2010 du 10 mai 2011 consid. 3.2 [droit des marques]; de Werra, in Commentaire romand, Propriété intellectuelle, 2013, n° 20 ss ad art. 33 LBI). En revanche, l'art. 33 al. 2bis LBI prévoit que le transfert de la demande de brevet et du brevet qui découle d'un acte juridique n'est valable que sous la forme écrite. En d'autres termes, l'acte de disposition avec effet réel doit revêtir la forme écrite. Les exigences relatives à la forme écrite de l'acte de disposition sont régies par les art. 12-15 CO, la signature de l'aliénateur du droit étant suffisante. Le transfert des droits de la propriété intellectuelle étant régi par le principe de causalité, la caducité de l'acte générateur d'obligation affecte l'acte de disposition et le droit retourne ex tunc à l'aliénateur (cf. arrêt B-7311/2010 précité consid. 3.3.1 et 3.3.2; de Werra, op. cit., n° 26 e 29 ad art. 33 LBI). 4.2. En l'espèce, le comportement punissable consistait, pour les prévenus, à disposer en faveur d'un tiers des demandes de brevets dont la titularité était litigieuse. Or, s'agissant de la cession des demandes de brevets à E.________ SA, il figure certes au dossier un acte écrit intitulé "cession", du 10 novembre 2018, signé par les prévenus en faveur de E.”
“Le droit à la délivrance du brevet appartient à l'inventeur, à son ayant cause ou au tiers à qui l'invention appartient à un autre titre (art. 3 al. 1 LBI). Au cours de la procédure devant l'IPI, celui qui dépose la demande de brevet est considéré comme étant en droit de requérir la délivrance du brevet (art. 4 LBI). L'IPI publie les demandes de brevet (cf. art. 58a LBI). Le droit à la délivrance du brevet et le droit au brevet peuvent être transférés à des tiers, en tout ou en partie (art. 33 al. 1 LBI). Le transfert du droit à la délivrance du brevet et du droit au brevet est un acte juridique sui generis. Il suppose la conclusion d'un acte générateur d'obligation puis d'un acte de disposition correspondant. Par l'acte générateur d'obligations, le titulaire du droit s'engage à transférer celui-ci à l'acquéreur. Cet acte n'a que des effets contractuels et peut être conclu sans forme particulière (TAF, arrêt B-7311/2010 du 10 mai 2011 consid. 3.2 [droit des marques]; de Werra, in Commentaire romand, Propriété intellectuelle, 2013, n° 20 ss ad art. 33 LBI). En revanche, l'art. 33 al. 2bis LBI prévoit que le transfert de la demande de brevet et du brevet qui découle d'un acte juridique n'est valable que sous la forme écrite. En d'autres termes, l'acte de disposition avec effet réel doit revêtir la forme écrite. Les exigences relatives à la forme écrite de l'acte de disposition sont régies par les art. 12-15 CO, la signature de l'aliénateur du droit étant suffisante. Le transfert des droits de la propriété intellectuelle étant régi par le principe de causalité, la caducité de l'acte générateur d'obligation affecte l'acte de disposition et le droit retourne ex tunc à l'aliénateur (cf. arrêt B-7311/2010 précité consid. 3.3.1 et 3.3.2; de Werra, op. cit., n° 26 e 29 ad art. 33 LBI). 4.2. En l'espèce, le comportement punissable consistait, pour les prévenus, à disposer en faveur d'un tiers des demandes de brevets dont la titularité était litigieuse. Or, s'agissant de la cession des demandes de brevets à E.________ SA, il figure certes au dossier un acte écrit intitulé "cession", du 10 novembre 2018, signé par les prévenus en faveur de E.”
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