(Art. 124a Abs. 3 Ziff. 2 ZGB) Hat ein Ehegatte im Zeitpunkt der Einleitung des Scheidungsverfahrens das reglementarische Referenzalter erreicht und den Bezug der Altersleistung aufgeschoben, so ist sein in diesem Zeitpunkt vorhandenes Vorsorgeguthaben wie eine Austrittsleistung zu teilen.
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Erfolgt am Stichtag tatsächlich der Bezug einer Altersrente, ist Art. 124a ZGB anzuwenden. Wird die Altersrente hingegen nur aufgeschoben bzw. nicht tatsächlich bezogen, bleibt die Teilung als Austrittsleistung nach Art. 123 ZGB (Art. 124a Abs. 3 Ziff. 2 ZGB i.V.m. Art. 19i FZV).
“124a ZGB zur Anwen- dung gebracht, wenn ein Ehegatte im Zeitpunkt der Einleitung des Scheidungsver- fahrens bereits eine Altersrente bezieht. Wie im alten Recht für die Anwendung von aArt. 124 ZGB ist massgeblich, ob die Altersrente im konkreten Einzelfall und per Stichtag tatsächlich bezogen wird. Nicht von Bedeutung ist daher, ob das re- glementarische Rentenalter erreicht worden ist, ob nach dem Stichtag, etwa im Zeitpunkt der Scheidung, eine Altersrente ausgerichtet wird, ob die Erwerbstätig- keit aufgegeben wurde oder weiterhin ausgeübt wird oder ob die Altersrente auf- geschoben wurde (Jungo/Grütter, a.a.O., N 2 und N 12 zu Art. 124a ZGB; Thomas Geiser, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 4 zu Art. 124a ZGB; Botschaft zur Änderung des Schweize- rischen Zivilgesetzbuches [Vorsorgeausgleich bei Scheidung], BBl 2013 4887 ff., S. 4906). All dies führt nicht zu einer Anwendung von Art. 124a ZGB, sondern es bleibt bei einer Teilung der Austrittsleistung nach Art. 123 ZGB (Art. 124a Abs. 3 Ziff. 2 ZGB i.V.m. Art. 19i FZV [SR 831.425]; Hans-Ulrich Stauffer/Nora Baud, in: Hürzeler/Stauffer [Hrsg.], Basler Kommentar, Berufliche Vorsorge, Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, Freizügigkeits- gesetz, Basel 2021, N 7 zu Art. 124a ZGB; Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vor- sorge, 3. Aufl., Zürich 2019, N 1726; Rolf Vetterli/Linus Cantieni, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], Kurzkommentar Schweizerisches Zivilgesetzbuch, 2. Aufl., Basel 2018, N 6 zu Art. 124a ZGB).”
“124a ZGB zur Anwen- dung gebracht, wenn ein Ehegatte im Zeitpunkt der Einleitung des Scheidungsver- fahrens bereits eine Altersrente bezieht. Wie im alten Recht für die Anwendung von aArt. 124 ZGB ist massgeblich, ob die Altersrente im konkreten Einzelfall und per Stichtag tatsächlich bezogen wird. Nicht von Bedeutung ist daher, ob das re- glementarische Rentenalter erreicht worden ist, ob nach dem Stichtag, etwa im Zeitpunkt der Scheidung, eine Altersrente ausgerichtet wird, ob die Erwerbstätig- keit aufgegeben wurde oder weiterhin ausgeübt wird oder ob die Altersrente auf- geschoben wurde (Jungo/Grütter, a.a.O., N 2 und N 12 zu Art. 124a ZGB; Thomas Geiser, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 4 zu Art. 124a ZGB; Botschaft zur Änderung des Schweize- rischen Zivilgesetzbuches [Vorsorgeausgleich bei Scheidung], BBl 2013 4887 ff., S. 4906). All dies führt nicht zu einer Anwendung von Art. 124a ZGB, sondern es bleibt bei einer Teilung der Austrittsleistung nach Art. 123 ZGB (Art. 124a Abs. 3 Ziff. 2 ZGB i.V.m. Art. 19i FZV [SR 831.425]; Hans-Ulrich Stauffer/Nora Baud, in: Hürzeler/Stauffer [Hrsg.], Basler Kommentar, Berufliche Vorsorge, Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, Freizügigkeits- gesetz, Basel 2021, N 7 zu Art. 124a ZGB; Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vor- sorge, 3. Aufl., Zürich 2019, N 1726; Rolf Vetterli/Linus Cantieni, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], Kurzkommentar Schweizerisches Zivilgesetzbuch, 2. Aufl., Basel 2018, N 6 zu Art. 124a ZGB).”
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