shall be liable to a custodial sentence not exceeding three years or to a monetary penalty.
2. The offender shall be liable to a custodial sentence of not less than one year if he or she:1
3. The court may at its discretion mitigate the penalty in the following cases:
a. an offence under paragraph 1 letter g;
b. an offence under paragraph 2, where the offender is dependent on narcotic substances and the offence was intended to finance his or her own consumption of narcotic substances.
4. The offender also commits an offence under the provisions of paragraphs 1 and 2 if he or she committed the offence abroad but is apprehended in Switzerland and is not extradited, provided the act is also an offence at the place of commission. If the law at the place of commission is more lenient, it shall be applied. Article 6 of the Criminal Code2applies.
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In den zitierten Entscheiden zu Art. 19 Abs. 1 BetmG wurde jeweils eine Landesverweisung angeordnet und im Schengener Informationssystem (SIS/N‑SIS) vermerkt. Dies wurde insbesondere in Fällen qualifizierten Drogenhandels oder umfangreicher/mehrfacher Delinquenz angeordnet.
“Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind auf die Gerichtskasse zu nehmen, bis der Beschuldigte in bessere finanzielle Verhältnisse gelangt. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 3.Der amtliche Verteidiger ist - ausgehend von der eingereichten Kostennote - mit Fr. 7'600.– pauschal zu entschädigen (Urk. 96, § 23 in Verbindung mit § 17 f. AnwGebV). Es wird beschlossen: 1.Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, I. Abteilung, vom 12. Oktober 2022 bezüglich der Dispositivziffern Ziff. 1 al. 3 (Schuld- spruch wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes), Ziff. 7 (Herausgabe iPhone samt Hülle), Ziff. 8 (Einziehung und Vernichtung Asser- vate) sowie Ziff. 9 (Beschlagnahme Bargeld zur Kostendeckung) und Ziff. 10 (Kostenaufstellung) in Rechtskraft erwachsen ist. 2.Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. Es wird erkannt: 1.Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. - 28 - 2.Der Beschuldigte wird bestraft einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten (wovon 101 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr. 4'000.–. 3.Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 12 Monaten aufgescho- ben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 40 Tagen. 4.Der mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 29. September 2021 für die Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 30.– unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren gewährte bedingte Strafvollzug wird widerrufen. 5.Der Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB für 7 Jahre des Landes verwiesen. 6.Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff.”
“Die angeordnete Landesverweisung wird gemäss Art. 20 N-SIS-Verordnung im Schengener Informationssystem eingetragen. 4. A. trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO die ihn betreffenden Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von Fr. 14'268.15, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von Fr. 1'450.− und einem Drittel der Gerichtsgebühr von insgesamt Fr. 18‘000.−, d.h. Fr. 6’000.−. 5. Das Honorar des amtlichen Verteidigers Christoph Vettiger in Höhe von insgesamt Fr. 32'634.− (gemäss Honorarnote zuzüglich Verhandlung/Urteilseröff- nung/Weg: 14.25 Std.; inkl. Auslagen) wird aus der Gerichtskasse entrichtet. II. B. 1. B. wird der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 7 ½ Jahren, unter Anrechnung der vom 3. Dezember 2020 bis zum 1. September 2021 ausgestandenen Untersuchungshaft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs vom 2. September 2021 bis zum 22. Juni 2022 von insgesamt 567 Tagen, in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a und lit. b BetmG, Art. 40 StGB sowie Art. 51 StGB. 2. B. wird in Anwendung von Art. 66a StGB für die Dauer von 10 Jahren des Landes verwiesen. 3. Die angeordnete Landesverweisung wird gemäss Art. 20 N-SIS-Verordnung im Schengener Informationssystem eingetragen. 4. Die gegen B. am 20. September 2017 von der Staatsanwaltschaft Baden bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je Fr. 30.− wird in Anwendung von Art. 46 Abs. 2 StGB nicht für vollziehbar erklärt. 5. B. trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO die ihn betreffenden Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von Fr. 21'359.−, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von Fr. 1'700.− und einem Drittel der Gerichtsgebühr von insgesamt Fr. 18‘000.−, d.h. Fr. 6’000.−. 6. Das Honorar der amtlichen Verteidigerin Patricia Jenny in Höhe von insgesamt Fr. 30‘142.30 (gemäss Honorarnote zuzüglich Verhandlung/Urteilseröffnung: 8 Std.; inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) wird aus der Gerichtskasse entrich- tet.”
“Erwägungen: I. Verfahrensgang und Gegenstand der Berufung 1. Verfahrensgang Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten mit vorstehend im Dispositiv wiederge- gebenem Urteil vom 2. Juni 2021 des Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie in Verbindung mit Art. 25 StGB, des Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG, der mehrfachen Gewaltdarstellungen im Sinne von Art. 135 Abs. 1 und 1 bis StGB, der Pornografie im Sinne von Art. 197 Abs. 4 und Abs. 5 StGB sowie der mehrfachen Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig. Das Verfahren betreffend mehrfa- che Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG wurde eingestellt, soweit sich die Tatvorwürfe auf die Zeit vor dem 2. Juni 2018 bezogen. Der Beschuldigte wurde bestraft mit 20 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 84 Tage durch Untersu- - 6 - chungshaft erstanden sind, und mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je Fr. 40.– sowie einer Busse von Fr. 400.–. Der Vollzug der Freiheits- sowie der Geldstrafe wurde unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben. Für die zu bezahlende Busse wurde eine Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Tagen fest- gesetzt. Es wurde eine Landesverweisung für die Dauer von 6 Jahren sowie de- ren Ausschreibung im Schengener Informationssystem angeordnet. Weiter ent- schied die Vorinstanz über Sicherstellungen und auferlegte dem Beschuldigten die Kosten des Verfahrens (Urk.”
“Mit Urteil vom 23. Oktober 2019 sprach das Bezirksgericht Zürich den Be- schuldigten des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig. Vom Vorwurf des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c und d in Verbindung mit lit. g BetmG sprach es den Beschuldigten frei. Es bestrafte den Beschuldigten mit 16 Monaten Freiheitsstrafe als Zusatzstrafe zu der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 30. November 2018 ausgefällten Strafe. Den Vollzug der Freiheitsstrafe schob es auf und setzte die Probezeit auf 3 Jahre fest. Schliesslich verwies es den Beschuldigten für 5 Jahre des Landes - 6 - und ordnete die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informati- onssystem an (Urk. 74).”
“Un ressortissant d'un État tiers peut en effet obtenir un titre de séjour d'un État Schengen si celui-ci considère, après consultation entre États, que l'inscription ne fait pas obstacle à l'octroi d'une telle autorisation, par exemple au titre du regroupement familial. Il importe néanmoins de procéder à l'inscription pour informer les États membres de l'existence d'une condamnation (arrêts du Tribunal fédéral 6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.3 et 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.2.5). Dans deux récents arrêts (6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.4 et 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.4.1), le Tribunal fédéral a confirmé les décisions cantonales d'inscrire dans le SIS l'expulsion des recourants d'une durée de cinq et huit ans, lesquels avaient été condamnés à 16 mois, respectivement 24 mois, de peine privative de liberté, avec sursis, pour infraction grave à la LStup (trafic et possession de cocaïne). Dans le premier arrêt cité, le Tribunal fédéral a considéré que les conditions étaient remplies compte tenu du trafic portant sur environ 35 grammes de chlorhydrate de cocaïne pure, de la peine menace de l'infraction qualifiée retenue, laquelle était d'une certaine gravité, et des antécédents spécifiques de la recourante (art. 19 al. 1 LStup). Dans le second arrêt, le Tribunal fédéral est arrivé à la même conclusion, alors que le recourant, ressortissant guinéen, qui s'était livré pendant plus de deux ans au trafic de cocaïne auprès de différents consommateurs, résidait de manière légale en Suisse depuis 2005 et était père de deux filles mineures, l'une de nationalité néerlandaise et l'autre guinéenne, domiciliée chacune dans leur pays respectif avec leur mère. Il appartenait en effet aux autorités néerlandaises de décider si, malgré le signalement de l'expulsion suisse dans le SIS, le recourant devait se voir délivrer une autorisation pour visiter sa fille. À ces deux occasions, le Tribunal fédéral a rappelé que le trafic de drogue qualifié pour des motifs purement pécuniaires était considéré comme une infraction grave, représentant une menace sérieuse pour l'ordre public (cf. ATF 139 I 145 consid. 2.5 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.4 ; 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.4.1). 3.”
Bei aufeinanderfolgenden Teilakten, die ein und dasselbe Drogengeschäft bilden, liegt nur eine Bewertungseinheit vor. Infolgedessen darf nur ein Schuldspruch ergehen; die gesonderte Aufzählung verschiedener Tatbestände im Urteil darf nicht zu einer höheren Strafe führen, da Tateinheit besteht.
“Die Entgegennahme eines allfälligen Kaufpreises ist irrelevant (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 52 ff. zu Art. 19 BetmG). Die Tatbestandsvariante des Anstaltentreffens erfasst sowohl den Versuch wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen zu den in Art. 19 Abs. 1 Bst. a-f BetmG genannten Taten. Ein Anstaltentreffen liegt nur vor, wenn sich der Entschluss des Täters in bestimmten Handlungen äussert, wie zum Beispiel Kontaktaufnahme mit dem Drogenmilieu (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 97 ff. zu Art. 19 BetmG; Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 796 zu Art. 19 BetmG). Das Verhalten des Täters muss seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lassen (BGE 117 IV 309). Sämtliche im Rahmen ein und desselben Drogengeschäfts aufeinander folgende Teilakte stellen stets nur eine Straftat dar. Es handelt sich um verschiedene Angriffe auf das gleiche Rechtsgut. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer sogenannten Bewertungseinheit (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 164 zu Art. 19 BetmG). Dies hat zur Folge, dass trotz der verschiedenen Handlungen nur ein Schuldspruch ergeht, auch wenn in einem Strafurteilsdispositiv die verschiedenen Straftatbestände von Art. 19 Abs. 1 BetmG einzeln aufgeführt werden. Dies darf jedoch keine höhere Strafe im Sinne von Art. 49 StGB zur Folge haben, weil eine Tateinheit vorliegt (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 16 f. und 168 zu Art. 19 BetmG). In der Literatur wird folgende Konkurrenzausscheidung vorgenommen: Besitz ist als Auffangtatbestand subsidiär zu anderen Erwerbs- und Weitergabehandlungen. Das Anstaltentreffen wird durch alle anderen Tathandlungen konsumiert (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 17 zu Art. 19 BetmG). Frühere Entwicklungsstufen der deliktischen Tätigkeit wie ein vorangehender Erwerb und die Beförderung der zur Veräusserung bestimmten Drogen sind von einem Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung nicht erfasst. Das hat zur Folge, dass neben dem Schuldspruch für den Erwerb ein selbstständiger Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung zu ergehen hat.”
Bei einem qualifizierenden Gesamtbefund mit hoher Betäubungsmittelmenge kann das Gericht eine einzelne, im Verhältnis gering gewichtete Teilhandlung (z. B. ein einmaliges Anstaltentreffen) nach Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG in geringem Umfang mildern. Diese Möglichkeit wurde in der zitierten Rechtsprechung zur Strafmilderung eines einzelnen Verkaufsakts trotz insgesamt überschrittener Grenzwerte angewandt.
“Mit Blick auf die Planung und den betriebenen Aufwand hat der Berufungskläger zusammen mit den anderen Mitgliedern der Bande äusserst professionell und mit hoher krimineller Energie gehandelt. Er bediente die Abnehmer mit wechselnden Telefonnummern und organisierte eine Kommunikation mit verdeckter Sprache. Von seinem umfangreichen Heroinhandel liess er sich selbst dann nicht abbringen, als die Läufer seiner Bande von der Polizei mit Drogen kontrolliert und verhaftet wurden. Gemäss Addition der Drogenmengen aufgrund der Schuldsprüche ist dem Berufungskläger das Veräussern von rund 287 Gramm reinem Heroin-Hydrochlorid sowie das Anstaltentreffen zum Verkauf von 50,05 Gramm reinem Heroin anzulasten. Mit dieser im Vergleich zur Vorinstanz leicht reduzierten Betäubungsmittelmenge, hat der Berufungskläger den Grenzwert zum qualifizierten Fall erheblich überschritten, was es straferhöhend zu berücksichtigen gilt. Bezüglich des Anstaltentreffens zum Verkauf von 50,05 Gramm reinem Heroin nimmt das Berufungsgericht, wie bereits die Vorinstanz, in Anwendung von Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG eine Strafminderung in geringem Umfang vor. Negativ fällt ins Gewicht, dass der Berufungskläger mit dem Heroinverkauf über eine recht lange Zeitspanne von rund einem Jahr einen beträchtlichen Umsatz von etwa CHF 45000. erzielte. Des Weiteren ist aus subjektiver Sicht leicht verschuldenserhöhend zu berücksichtigen, dass der Berufungskläger zwar selbst Drogen konsumiert, allerdings aus rein finanziellen Motiven dem Betäubungsmittelhandel nachgegangen ist. Ebenso verschuldenserhöhend wirkt sich aus, dass er als sogenannter «Kriminaltourist» einzig zum Zweck der Verübung von Straftaten in die Schweiz eingereist ist (BGer 6B_510/2013 vom 3. März 2014 E. 4.2). Insgesamt ist mit der Vorinstanz von einem mittleren Tatverschulden auszugehen.”
Die in Art. 19 aufgeführten Handlungen bilden jeweils selbständige Straftatbestände. Werden mehrere der genannten Handlungen verwirklicht, sind sie üblicherweise nicht als mehrere nebeneinander stehende Delikte zu qualifizieren, sondern als eine Tat; die Häufung der strafbaren Verhaltensweisen und die insgesamt zu berücksichtigenden Mengen fliessen jedoch bei der Strafzumessung ein.
“- à titre de débours correspondant aux frais d'interprète. L'activité de la défenseure d'office en première instance a été indemnisée à hauteur de 14h10. EN DROIT : 1. L'appel est recevable pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits (art. 398 et 399 du Code de procédure pénale [CPP]). La Chambre limite son examen aux violations décrites dans l'acte d'appel (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP). 2. 2.1. Selon l'art. 19 al. 1 LStup, est puni d'une peine privative de liberté de trois au plus ou d'une peine pécuniaire celui qui, sans droit, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b), celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) et celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). L'art. 19 LStup ne réprime pas globalement le "trafic de stupéfiants", mais érige différents comportements en autant d'infractions indépendantes, chaque acte, même répété, constituant une infraction distincte (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 p. 39 ; ATF 133 IV 187 consid. 3.2 p. 193 ; arrêts du Tribunal fédéral 228/2018 du 22 août 2018 consid. 4.1 ; 6B_1335/2016 du 5 septembre 2017 consid. 2.2 ; 6B_474/2016 du 6 février 2017 consid. 3.1). La LStup réprime, en particulier, la possession et la détention de stupéfiants, ainsi que leur entreposage. La possession au sens de la LStup suppose, comme en matière de vol, la maîtrise de la chose et la volonté de l'exercer, autrement dit la possibilité d'y accéder, la connaissance du lieu où elle se trouve et la volonté de la détenir (ATF 119 IV 266 consid. 3c p. 26). 2.2. Selon l'art. 19 ch. 2 let. a LStup, le cas est grave lorsque l'auteur sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes.”
“Allo scopo di evitare una qualsiasi lacuna nella catena che va dal produttore al consumatore, la predetta norma enumera parecchie azioni. Il compimento di anche una sola di esse è sufficiente per compiere il reato. Detto diversamente, ogni singola azione tra quelle enumerate costituisce una figura di reato autonoma (ein selbständiger Straftatbestand: Corboz, Les infractions en droit suisse, vol. II, 2010, ad art. 19 n. 15 e 17 con anche rinvii alla giurisprudenza del Tribunale federale, segnatamente alla DTF 133 IV 193 consid. 3.2). Se l’autore commette più azioni tra quelle elencate all’art. 19 cpv. 1 LStup, si considera, senza applicare le regole sul concorso, che si tratta di un solo reato, da giudicare applicando il primo o il secondo capoverso dell’articolo, a seconda, segnatamente, della quantità complessiva di sostanza pura (DTF 110 IV 99 consid. 3). Nondimeno, la presenza di svariati comportamenti puniti dalla norma in questione sarà presa in considerazione al momento di determinare la pena (Corboz, op. cit., ad art. 19 LStup n. 145).”
“a) Au moment de fixer la peine, il sied de relever que l’appelant, dans sa déclaration d’appel, n’a pas formulé de grief sur la peine qui lui a été infligée, pour le cas où il serait quand même condamné ; le cas échéant, il n’a pris aucune conclusion subsidiaire en vue de faire diminuer la peine prononcée en première instance. En d’autres termes, l’appelant n’a pas du tout discuté la question de la peine. Comme la Cour pénale a abandonné les chiffres 3 et 4 de l’acte d’accusation soit les faux dans les certificats, il convient tout de même de revoir la peine. À cet égard, il sied de relever que l’appelant n’a pas remis en cause le genre de peine. b) À titre liminaire, il faut relever que les premiers juges ont correctement rappelé les règles juridiques qui doivent être observées pour fixer une peine en cas de concours et qu’il convient d’y renvoyer l’appelant (art. 82 al. 4 CPP), en précisant toutefois que, contrairement à ce qu’a été retenu par la première juge, la jurisprudence (arrêt du TF du 06.10.2021 [6B_93/2021] cons. 2.2 et les réf. cit.) rappelle qu’en matière de trafic de stupéfiants, les différents actes (acquisition, revente – qui comprend le transport [Grodecki/Jeanneret, PC LStup, 2022, Bâle, n. 18 ad art. 19 LStup] – et la distribution) n’entrent pas en concours entre eux, mais doivent être considérés comme une seule infraction ; en contrepartie, l’abondance des actes est prise en considération au stade de la fixation de la peine, les quantités de drogue en cause étant notamment additionnées pour dire si l’on se trouve en présence d’une infraction qui peut directement ou indirectement mettre en danger la vie de nombreuses personnes. c) La façon dont la première juge a arrêté la peine pour l’infraction à l’article 19 al. 1 et 2 LStup à huit mois est conforme au droit (art. 25 et 48a CP) et en tout cas pas trop sévère. Il convient de renvoyer à la motivation du jugement attaqué sur ce point, à cela près que, selon la jurisprudence précitée, il faut considérer que cette peine réprimera également la prévention visée aux chiffres 3 et 4 de l’acte d’accusation (entre juillet 2019 et février 2020, la remise par A.________ de quatre fois un gramme de cocaïne et réclamation de 300 francs à un client) ; le jugement attaqué sera réformé dans ce sens.”
Wenn die Tat darin bestand, Betäubungsmittel durch die Schweiz zu leiten (Transit) oder die Drogen für die Schweiz bestimmt waren, kann die Tat als in der Schweiz begangen angesehen werden, sodass Art. 19 anwendbar sein kann.
“1 supra), l’appelant conteste que les empreintes retrouvées sur l’aluminium ayant conditionné la drogue retrouvée dans son appartement soient les siennes. En vain. En effet, le rapport établi le 15 avril 2021 par l’Institut forensique de Zurich, ainsi que le rapport complémentaire du 17 octobre 2022 requis par son défenseur sont formels : les empreintes sont celles de l’appelant. L’alibi de l’appelant, soit le fait qu’il avait quitté le Brésil peu avant le transport de la drogue, ne convainc pas. Le conditionnement et l’organisation du transport pouvaient intervenir avant le 6 décembre 2015, date de son départ. Fondés sur ces éléments probants indiscutables, c’est à raison que les premiers juges ont reconnu l’appelant coupable d’infraction grave à la LStup, la quantité transportée étant de 839 grammes nets de cocaïne, correspondant à 395 grammes de cocaïne pure, selon le taux de pureté analysé de 47%, réalisant ainsi manifestement le cas grave, lequel est retenu à compter de 18 grammes pure de cocaïne (cf. jgmt, p. 19). 4.2.2 L’appelant semble invoquer une violation de l’art. 19 al. 4 LStup. Selon l’alinéa 4 de l’art. 19 LStup, qui énumère les actes punissables, celui qui commet l’acte à l’étranger, se trouve en Suisse et n’est pas extradé est également punissable en vertu des al. 1 et 2, pour autant que l’acte soit également punissable dans le pays où il a été commis. La législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l’auteur. L’art. 6 du code pénal est applicable. En réalité, la question de la compétence territoriale ne se pose pas dans la mesure où il était convenu que la drogue transite par la Suisse. 4.2.3 S’agissant de l’implication de l’appelant dans le trafic de cocaïne en relation avec C.________, en particulier pour les cas 1.2 et 1.3 de l’acte d’accusation (cf. ch. 2.2 et 2.3 supra), force est de relever que ce dernier n'avait d'abord aucune raison d'incriminer l'appelant – qu'il ne désigne d'ailleurs pas par son nom – plutôt qu'un autre. En parlant de son fournisseur, C.________ s'incriminait en effet lui-même, ce qui rajoute de la crédibilité à ses mises en cause. À l'audience de confrontation (PV aud.”
“237 république et canton de Genève POUVOIR JUDICIAIRE P/17391/2020 ACPR/751/2020 COUR DE JUSTICE Chambre pénale de recours Arrêt du jeudi 22 octobre 2020 Entre A______, actuellement détenue à la prison de B______, comparant par Me C______, avocat, recourante, contre l'ordonnance de mise en détention provisoire rendue le 25 septembre 2020 par le Tribunal des mesures de contrainte, et LE TRIBUNAL DES MESURES DE CONTRAINTE, rue des Chaudronniers 9, 1204 Genève - case postale 3715, 1211 Genève 3, LE MINISTÈRE PUBLIC de la République et canton de Genève, route de Chancy 6B, 1213 Petit-Lancy - case postale 3565, 1211 Genève 3, intimés. EN FAIT : A. Par acte expédié le 9 octobre 2020 par messagerie électronique sécurisée, A______ recourt contre l'ordonnance du 25 septembre 2020, notifiée le 29 suivant, par laquelle le Tribunal des mesures de contrainte (ci-après : TMC) a prononcé sa mise en détention provisoire jusqu'au 23 décembre 2020. La recourante conclut à l'annulation de l'ordonnance précitée et à sa mise en liberté immédiate, le cas échéant soumise à une assignation au domicile de son frère D______ "pour une durée d'un mois", au port d'un bracelet électronique durant le même laps de temps et à l'obligation de déposer son passeport. B. Les faits pertinents suivants ressortent de la procédure : a. A______, ressortissante dominicaine domiciliée en Espagne, est prévenue d'infraction à la loi fédérale sur les stupéfiants (art. 19 LStup), d'infraction à la loi fédérale sur les étrangers (art. 115 al. 1 let. c LEI) et d'exercice illicite de la prostitution (art. 199 CP). Il lui est reproché d'avoir, à Genève, le 22 septembre 2020, jour de son interpellation, de concert avec E______, importé en Suisse, par la douane de F______, en tram, dans son soutien-gorge, 59.8 grammes bruts de cocaïne destinés à la vente, ainsi que de s'être, à des dates indéterminées en septembre 2020, livrée à la prostitution sans autorisation. b. Entendue par la police, A______ a déclaré avoir rejoint - depuis l'Espagne - son compagnon, E______, à G______, France, dans le but de s'adonner à la prostitution à Genève, ce qu'elle aurait déjà fait par le passé. Elle a ensuite expliqué avoir reçu de la cocaïne d'un Africain, devant l'hôtel, en France, à charge pour elle de la transporter et de l'importer à Genève pour une amie "escort" dominicaine. c. Entendue par le Ministère public, elle a modifié ses déclarations, expliquant avoir voulu protéger son compagnon, lequel avait transporté deux jours plus tôt la cocaïne par avion d'Espagne et la lui avait confiée pour la passer de France en Suisse.”
Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG ist eine fakultative Strafmilderungsregel: Das Gericht kann die nach Art. 19 Abs. 2 zu verhängende strengere Strafe mildern, wenn der Täter nach ICD‑10 betäubungsmittelabhängig ist und die Widerhandlung der Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums diente bzw. dienen sollte (zielt namentlich auf abhängige Kleindealer).
“Strafrahmen Art. 19 Abs. 2 BetmG sieht für schwere Fälle von Betäubungsmitteldelikten einen Strafrahmen von mindestens einem Jahr bis 20 Jahre Freiheitsstrafe vor. Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG gibt dem Gericht die Möglichkeit, die Strafe in diesen Fällen zu mildern, wenn der Täter oder die Täterin von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Wiederhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen. Damit sollen abhängige Kleindealer (im Gegensatz zu den nichtabhängigen Profiteuren des Drogenschwarzmarktes) milder bestraft werden können (BGE 150 IV 213 E. 1.6.2.5 m.w.H.). Es ist unbestritten, dass die Bestimmung nur auf Personen anwendbar ist, die selbst von unter den Anwendungsbereich des BetmG fallenden Substanzen abhängig sind (im Sinne der Klassifikation ICD-10 der WHO; vgl. Parlamentarische Initiative, Teilrevision des Betäubungsmittelgesetzes, Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates vom 4. Mai 2006, BBl 2006 8573 f., Ziff. 3.1.11.3). Nicht einig ist man sich in der Lehre, was die Voraussetzung der Finanzierung des Betäubungsmittelkonsums anbelangt. HUG-BEELI hält dafür, dass die Widerhandlung "einzig und allein" dem Betäubungsmittelkonsum dienen muss, weist aber darauf hin, dass bei betäubungsmittelabhängigen Tätern der Drogenhandel in den seltensten Fallen nur zur Finanzierung des Betäubungsmittelkonsums betrieben werde.”
“Zu berücksichtigen bleibt darüber hinaus die im aktuellen Recht in Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG dem Richter ausdrücklich eingeräumte Möglichkeit, die bei qualifizierter Tatbegehung zu verhängende (strengere) Strafe nach freiem Ermessen zu mildern, wenn der Täter selbst betäubungsmittelabhängig ist und delinquierte, um seinen eigenen Betäubungsmittelkonsum zu finanzieren. Mit dieser Regelung sollen abhängige Kleinhändler milder bestraft werden können, da die Qualifizierung von Art. 19 Abs. 2 BetmG auf nichtabhängige Profiteure des Drogenschwarzmarkts abzielt (Kommissionsbericht, a.a.O., BBl 2006 8613 Ziff. 3.1.11.3; BBl 2001 3773 Ziff. 2.2.8.3). Anlass für die im Schrifttum zuweilen gehegte Befürchtung, bei einer gesamthaften Betrachtung mehrerer unabhängiger Einzelhandlungen müssten vermehrt auch abhängige Kleinhändler der untersten Stufe, die während einiger Zeit tätig sind, mit unangemessen BGE 150 IV 213 S. 222 hohen Strafen des qualifizierten Tatbestands belegt werden (vgl. ALBRECHT, Urteilsbesprechung, a.a.O., S. 101), besteht bereits aus diesem Grund nicht.”
“Gemäss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG kann das Gericht bei einer Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 2 BetmG die Strafe nach freiem Ermessen mildern, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Widerhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen bzw. gedient hat (vgl. zu dieser Ergänzung Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 N 1186). Es handelt sich um eine Kann-Vorschrift, d.h. um einen fakultativen Strafmilderungsgrund, was auf das gerichtliche Ermessen hinweist. Gemäss der Botschaft (Botschaft über die Änderung des Betäubungsmittelgesetzes vom 9. März 2001; BBl 2001, S. 3715, 3773) ist diese Bestimmung für «abhängige Kleindealer» vorgesehen, deren Abhängigkeit Krankheitswert im Sinne der ICD-10 der WHO aufweist und die den Betäubungsmittelhandel einzig zur Finanzierung der eigenen Sucht betreiben. Diese Einschränkung wurde von der zuständigen Kommission des Nationalrats bestätigt (Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats vom 4. Mai 2006; BBl 2006, S.”
Bei grösseren eingeführten bzw. beförderten Mengen kann das Einführen/Befördern nach Art. 19 Abs. 1 BetmG als abstraktes Gefährdungsdelikt einen schweren Fall begründen. Die Rechtsprechung zieht zur Beurteilung der Gefährdung die Menge des reinen Stoffs heran; so ist für Heroin in der Rechtsprechung ein Schwellenwert von 12 g reinem Heroin als relevant genannt worden. Sehr grosse Mengen (etwa im Kilogrammbereich, etwa bei Kokain) werden in der Praxis regelnd strafschärfend berücksichtigt.
“Gramm Methamphetamin willkürfrei fest, dass eine Menge von deutlich mehr als 12 Gramm zur Weitergabe an Dritte bestimmt war. Ferner rügt der Beschwerdeführer, mangels entsprechender Untersuchungen sei völlig unklar, in welcher Form, wem und welche Menge durch den Beschwerdeführer hätten abgegeben werden sollen. Die Vorinstanz hielt fest, es seien keine qualifizierten Vorbereitungshandlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG zu erkennen und verurteilte den Beschwerdeführer nicht (wie noch die erste Instanz) wegen Anstaltentreffen zur Veräusserung (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG) sondern wegen unbefugtem Einführen (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG). Die Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (oben E. 1.2.1). Anders als in dem vom Beschwerdeführer angerufenen Urteil 6B_1239/2023 vom 22. Januar 2024 E. 1.3.1 liegen vorliegend keine Umstände vor, aufgrund derer davon auszugehen wäre, dass der Beschwerdeführer in Anbetracht des Eigenkonsums den Schwellenwert für die Annahme eines schweren Falles nicht erreicht hätte. Schliesslich weist der Beschwerdeführer auf das Urteil 6B_17/2022 vom 18. März 2024 E. 1.6.2.5 (zur Publikation vorgesehen) hin, wonach die Qualifizierung von Art. 19 Abs. 2 BetmG auf nicht abhängige Profiteure des Drogenschwarzmarkts abzielt, weswegen abhängige Kleinhändler nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG milder bestraft werden können. Weswegen die Vorinstanz vorliegend in willkürlicher Weise von der Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen ausgegangen ist, ergibt sich daraus indes nicht. Der Beschwerdeführer hat gemäss willkürfreier Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz eine Menge Methamphetamin eingeführt, die geeignet ist, die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr zu bringen.”
“Verbrechen im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (Einfuhr von einem Kilo- gramm Kokain sowie”
“Damit ergibt sich unter Berücksichtigung der Anhaltesituation des Berufungsklägers, dass das sichergestellte Heroin nicht für seinen Eigenkonsum, sondern für die Weitergabe an Dritte bestimmt war. An dieser Einschätzung vermag auch die durch den Berufungskläger beantragte Auswertung der Spuren an seiner Kleidung nichts zu ändern. So wäre ein positives Testresultat nicht als Beweis für den Eigenkonsum zu werten, liesse sich doch ein positives Ergebnis genauso gut mit dem Hantieren von Heroin und damit mit Vorbereitungen zum Verkauf bzw. zur Weitergabe an Dritte erklären. Aus einem negativen Resultat könnte allenfalls geschlossen werden, dass sein Tatbeitrag einzig im Transport bzw. der Weitergabe an Dritte bestand. Der Sachverhalt gemäss Anklageschrift ist damit erstellt. 3.2 3.2.1 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. Auf der subjektiven Seite ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei einer Heroinmenge von 12 Gramm vor, wobei die Menge des reinen Stoffs entscheidend ist (BGE 145 IV 312,”
Gewerbsmässigkeit setzt voraus, dass der Täter seine deliktische Tätigkeit in der Art einer Berufsausübung betreibt (auch nebenberuflich möglich). Entscheidend sind insbesondere: wiederholte Begehung, der Einsatz von Zeit und Mitteln für die deliktische Tätigkeit, das Bestreben, durch diese Tätigkeit relativ regelmässige Einnahmen zu erzielen, und dass diese Einnahmen einen namhaften Beitrag an die Kosten der Lebensführung darstellen. Aus den gesamten Umständen muss ferner ersichtlich sein, dass der Täter zu einer Vielzahl entsprechender Handlungen bereit war.
“Die Einnahmequelle braucht nicht den hauptsächlichen oder regelmässigen Erwerb zu bilden. Eine nebenberufliche deliktische Tätigkeit kann als Voraussetzung für Gewerbsmässigkeit genügen, weil auch in diesem Fall die erforderliche soziale Gefährlichkeit gegeben sein kann. Wesentlich ist ausserdem, dass der Täter sich darauf einrichtet, durch sein deliktisches Handeln relativ regelmässige Einnahmen zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kosten seiner Lebensgestaltung darstellen. Zudem muss er die Tat bereits mehrfach begangen haben und es muss aus den gesamten Umständen geschlossen werden, er sei zu einer Vielzahl unter den entsprechenden Tatbestand fallender Handlungen bereit gewesen (BGE 147 IV 176 E. 2.2.1; 129 IV 188 E. 3.1.2; 129 IV 253 E. 2.2; 119 IV 129 E. 3a; Urteile 6B_1214/2019 vom 1. Mai 2020 E. 3.3; 6B_976/2015 vom 27. September 2016 E. 10.3.2; 6B_1192/2014 vom 24. April 2015 E. 3.2; je mit Hinweisen; GUSTAV HUG-BEELI, Betäubungsmittelgesetz [BetmG], Kommentar, 2016, N. 1102 zu Art. 19 BetmG). Bei der Gewerbsmässigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG handelt es sich um ein persönliches Merkmal im Sinne von Art. 27 StGB. Somit kommt die Annahme der Gewerbsmässigkeit bei Tatbeteiligung (Mittätern, Anstiftern und Gehilfen) nur dann in Betracht, wenn der Täter das qualifizierende Tatbestandsmerkmal selbst erfüllt (BGE 147 IV 176 E. 2.2.2 mit Hinweisen).”
“Die Einnahmequelle braucht nicht den hauptsächlichen oder regelmässigen Erwerb zu bilden. Eine nebenberufliche deliktische Tätigkeit kann als Voraussetzung für Gewerbsmässigkeit genügen, weil auch in diesem Fall die erforderliche soziale Gefährlichkeit gegeben sein kann. Wesentlich ist ausserdem, dass der Täter sich darauf einrichtet, durch sein deliktisches Handeln relativ regelmässige Einnahmen zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kosten seiner Lebensgestaltung darstellen. Zudem muss er die Tat bereits mehrfach begangen haben und es muss aus den gesamten Umständen geschlossen werden, er sei zu einer Vielzahl unter den entsprechenden Tatbestand fallender Handlungen bereit gewesen (BGE 129 IV 188 E. 3.1.2, BGE 129 IV 253 E. 2.2; 119 IV 129 E. 3a; Urteile 6B_1214/2019 vom 1. Mai 2020 E. 3.3; 6B_976/2015 vom 27. September 2016 E. 10.3.2; 6B_1192/2014 vom 24. April 2015 E. 3.2; je mit Hinweisen; GUSTAV HUG-BEELI, Betäubungsmittelgesetz [BetmG], Kommentar [...], 2016, N. 1102 zu Art. 19 BetmG).”
“d) L’auteur agit par métier lorsqu’il résulte du temps et des moyens qu’il consacre à ses agissements délictueux, de la fréquence des actes pendant une période déterminée, ainsi que des revenus envisagés ou obtenus, qu’il exerce son activité coupable à la manière d’une profession, même accessoire. Il faut que l’auteur aspire à obtenir des revenus relativement réguliers représentant un apport notable au financement de son genre de vie et qu’il se soit ainsi, d’une certaine façon, installé dans la délinquance (ATF 129 IV 253 cons. 2.1). Sont importants un chiffre d’affaires de 100'000 francs (ATF 129 IV 188 cons. 3.1) et un gain de 10'000 francs (ATF 129 IV 253 cons. 2.2). La circonstance aggravante du métier ne peut être appliquée que si le chiffre d’affaires ou le gain a été effectivement réalisé ; les quantités et type de drogue vendue doivent être établis, de même que le bénéfice effectivement réalisé (arrêt du TF du 18.03.2022 [6B_738/2021] cons. 2.5, cité par Grodecki/Jeanneret, op. cit., n. 94 ad art. 19 LStup). b.e) Lorsque le juge constate un motif pour lequel le cas doit être qualifié de grave, il ne doit pas rechercher s’il en existerait un autre, le cadre légal ne devant pas être déplacé davantage vers le haut. Ce sera seulement au moment de la fixation de la peine, dans le cadre extrêmement large fixé par l’article 19 al. 2 LStup, que le juge tiendra compte de toutes les circonstances importantes pour apprécier la gravité de la faute commise (Corboz, op. cit., n. 112 à 115 ad art. 19 LStup). c.a) Au niveau subjectif, l’article 19 al. 1 et 2 LStup est une infraction intentionnelle, le dol éventuel étant toutefois suffisant (ATF 126 IV 198 cons. 2 et Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3e éd., 2016, n. 201 ad art. 19 LStup et les réf. cit.). c.b) Pour ce qui a trait à la circonstance aggravante de la bande (cf. l’arrêt précité [6B_281/2022] cons. 1.2 et les réf. cit.), l'auteur doit être conscient de l'existence et du but de la bande. Son intention doit englober les éléments constitutifs de l'infraction en bande pour justifier cette qualification.”
Bevor die Schweiz nach Art. 19 Abs. 4 BetmG wegen im Ausland begangener Taten Strafverfolgung betreibt (insbesondere wenn Auslieferung nicht ausgeschlossen ist), hat der schweizerische Richter bzw. die Strafverfolgungsbehörde vom betreffenden Staat ein nihil obstat / die Zusicherung einzuholen, dass keine Auslieferungsforderung gestellt wird; erst dann kann die Schweiz ihre eigene Zuständigkeit ausüben. Es ist dabei nicht erforderlich, für jede einzelne Tat separat den Tatort nachzuweisen, da die Tatbestände oft als abstrakte Gefährdungsdelikte bzw. als ein Komplex von Handlungen zu beurteilen sind.
“6 et 2 à 8) il se trouvait à l’étranger, le plus souvent aux Pays-Bas, pays dans lequel il avait alors sa résidence habituelle, et exceptionnellement en Espagne. 9.2 Conformément à l'art. 19 al. 4 LStup, l'auteur d'une infraction commise à l'étranger, appréhendé en Suisse et qui n'est pas extradé, est passible des peines prévues aux al. 1 et 2 si l'acte est réprimé dans le pays où il l'a perpétré ; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP ; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas a priori exclue, qu'elle ne sera pas requise par l'Etat étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet Etat un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art.”
“4 LStup, l'auteur d'une infraction commise à l'étranger, appréhendé en Suisse et qui n'est pas extradé, est passible des peines prévues aux al. 1 et 2 si l'acte est réprimé dans le pays où il l'a perpétré ; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP ; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas a priori exclue, qu'elle ne sera pas requise par l'Etat étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet Etat un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art. 8 al. 1 CP. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle.”
“4 LStup, l'auteur d'une infraction commise à l'étranger, appréhendé en Suisse et qui n'est pas extradé, est passible des peines prévues aux al. 1 et 2 si l'acte est réprimé dans le pays où il l'a perpétré ; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP ; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas a priori exclue, qu'elle ne sera pas requise par l'Etat étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet Etat un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art. 8 al. 1 CP. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle.”
“6 et 2 à 8) il se trouvait à l’étranger, le plus souvent aux Pays-Bas, pays dans lequel il avait alors sa résidence habituelle, et exceptionnellement en Espagne. 9.2 Conformément à l'art. 19 al. 4 LStup, l'auteur d'une infraction commise à l'étranger, appréhendé en Suisse et qui n'est pas extradé, est passible des peines prévues aux al. 1 et 2 si l'acte est réprimé dans le pays où il l'a perpétré ; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP ; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas a priori exclue, qu'elle ne sera pas requise par l'Etat étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet Etat un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art.”
“6 et 2 à 8) il se trouvait à l’étranger, le plus souvent aux Pays-Bas, pays dans lequel il avait alors sa résidence habituelle, et exceptionnellement en Espagne. 9.2 Conformément à l'art. 19 al. 4 LStup, l'auteur d'une infraction commise à l'étranger, appréhendé en Suisse et qui n'est pas extradé, est passible des peines prévues aux al. 1 et 2 si l'acte est réprimé dans le pays où il l'a perpétré ; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP ; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas a priori exclue, qu'elle ne sera pas requise par l'Etat étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet Etat un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art.”
“Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP ; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas a priori exclue, qu'elle ne sera pas requise par l'Etat étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet Etat un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art. 8 al. 1 CP. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle. On peut ainsi considérer que ces différents comportements forment, pour une opération donnée, un complexe de faits. Dans ce cas, il n'est pas nécessaire de rechercher pour chacun des actes constitutifs le lieu où il a été commis et il suffit de déterminer à quel Etat le complexe de faits peut être rattaché (ATF 137 IV 33 consid.”
“Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP ; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas a priori exclue, qu'elle ne sera pas requise par l'Etat étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet Etat un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art. 8 al. 1 CP. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle. On peut ainsi considérer que ces différents comportements forment, pour une opération donnée, un complexe de faits. Dans ce cas, il n'est pas nécessaire de rechercher pour chacun des actes constitutifs le lieu où il a été commis et il suffit de déterminer à quel Etat le complexe de faits peut être rattaché (ATF 137 IV 33 consid.”
“Selon l'art. 19 al. 4 LStup, est également punissable en vertu des al. 1 et 2 celui qui commet l'acte à l'étranger, se trouve en Suisse et n'est pas extradé, pour autant que l'acte soit également punissable dans le pays où il a été commis; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du CP. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas exclue a priori, qu'elle ne sera pas requise par l'État étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet État un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'État étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art. 8 al. 1 CP. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins, comme on l'a vu, les stades successifs de la même activité délictuelle.”
“Selon l'art. 19 al. 4 LStup, est également punissable en vertu des al. 1 et 2 celui qui commet l'acte à l'étranger, se trouve en Suisse et n'est pas extradé, pour autant que l'acte soit également punissable dans le pays où il a été commis; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du CP. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas exclue a priori, qu'elle ne sera pas requise par l'État étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet État un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'État étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art.”
“Selon l'art. 19 al. 4 LStup, est également punissable en vertu des al. 1 et 2 celui qui commet l'acte à l'étranger, se trouve en Suisse et n'est pas extradé, pour autant que l'acte soit également punissable dans le pays où il a été commis; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du CP. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas exclue a priori, qu'elle ne sera pas requise par l'État étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet État un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'État étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art. 8 al. 1 CP. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins, comme on l'a vu, les stades successifs de la même activité délictuelle.”
“Selon l'art. 19 al. 4 LStup, est également punissable en vertu des al. 1 et 2 celui qui commet l'acte à l'étranger, se trouve en Suisse et n'est pas extradé, pour autant que l'acte soit également punissable dans le pays où il a été commis; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du CP. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas exclue a priori, qu'elle ne sera pas requise par l'État étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet État un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'État étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art.”
Die nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG erfassten vorbereitenden Handlungen werden von vollendeten Tathandlungen der lit. a–f in der Regel konsumiert; liegen die tatbestandlichen Voraussetzungen der Vollendung vor, führt lit. g daher normalerweise nicht zu einer gesonderten Verurteilung. In engen, inhaltlich sehr eng verknüpften Fällen kann das Gericht indessen eine tatbezogene hypothetische Einzelstrafe festlegen.
“Im Zuge dieser Ausführungen verlangt der Beschwerdeführer, vom Vorwurf des Anstaltentreffens zum Verkauf freigesprochen zu werden. Wegen Vorbereitungshandlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG wird er jedoch gar nicht verurteilt. Die Vorinstanz hält in diesem Zusammenhang fest, die Vorbereitungshandlungen würden von den Schuldsprüchen nach Art. 19 Abs. 1 lit. c (Verkauf; fünf Gramm an den verdeckten Fahnder) und lit. d (Besitz) BetmG konsumiert. Auf das Vorbringen ist insoweit mangels rechtlich geschützten Interesses (Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG) nicht weiter einzugehen.”
“L'appel est recevable pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits (art. 398 et 399 CPP). La Chambre n'examine que les points attaqués du jugement de première instance (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP), sans être liée par les motifs invoqués par les parties ni par leurs conclusions, à moins qu'elle ne statue sur une action civile (art. 391 al. 1 CPP). 2. 2.1.1. Les violations graves de la LStup, au sens de l'art. 19 al. 2 LStup, sont réprimées d'une peine privative de liberté d'un à 20 ans au plus. L'infraction de rupture de ban de l'art. 291 CP est quant à elle sanctionnée d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Enfin, les infractions d'entrée illégale, selon l'art. 115 al. 1 let. a LEI, et de séjour illégal, selon l'art. 115 al. 1 let. b LEI, sont punies d'une peine privative de liberté d'un an au plus ou d'une peine pécuniaire. Les différents actes visés par l'art. 19 al. 1 LStup constituent des infractions indépendantes (ATF 142 IV 401 consid. 3.3.2 ; 133 IV 187 consid. 3.2 ; 119 IV 266 consid. 3a ; 118 IV 397 consid. 2c ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_1248/2017 du 21 février 2019 consid. 6.4.2 ; 6B_211/2018 du 3 octobre 2018 consid. 8.3). L'art. 19 al. 1 let. g LStup est une règle spéciale de l'art. 22 CP, qui punit la tentative et même les actes préparatoires aux autres comportements réprimés par l'art. 19 al. 1 LStup (ATF 138 IV 100 consid. 3.2 ; 133 IV 187 consid. 3.3 ; 130 IV 131 consid. 2.1). En conséquence, elle ne trouve pas application lorsque ledit comportement punissable est achevé (ATF 130 IV 131 consid. 2.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_518/2014 du 4 décembre 2014 consid. 10.4.3 ; 6B_969/2010 du 31 mars 2011 consid 2.1.2 ; Obergericht BE, SK 18 87 du 23 août 2018 consid. 11.4 ; S. SCHLEGEL/O. JUCKER, OFK Kommentar BetmG, 4ème éd. 2022, n. 98 ad art. 19 LStup). L'art. 19 al. 2 LStup consacre quant à lui une infraction indépendante constituant une forme qualifiée des infractions réprimées par l'art.”
“Bei der Festsetzung der Einzelstrafe für den Tatbestand des Anstaltentreffens zur unbefugten Veräusserung von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG ist in Bezug auf die objektive Tatschwere zu erwägen, dass die vom Tatvorwurf erfassten, für die Verschuldensbewertung massgeblichen Faktoren ‒ Art und Menge des Betäubungsmittels, Professionalität der Anlage sowie Hierarchiestufe des Beschuldigten ‒ die gleichen sind wie vorgängig beim Vorwurf des unbefugten Anbaus von illegalem Hanf beschrieben. Zu beachten ist ferner, dass sich in casu noch keine konkrete Gefahr manifestiert hat, sind doch die in Blüte stehenden Hanfpflanzen tatsächlich noch nicht geerntet worden. Ausserdem erscheint es nicht mehr als logisch, dass der Anbau von THChaltigem Hanf keinen Selbstzweck gehabt hat. Insofern rechtfertigt es sich ‒ trotz der jeweils eigenständigen Strafbarkeit der beiden Tatbestände sowie der gleichermassen als mittelschwer im unteren Bereich einzustufenden objektiven und subjektiven Tatschwere ‒ im vorliegenden Fall aufgrund der inhaltlich überaus engen Verknüpfung zwischen dem Vorwurf des unbefugten Anbaus von Betäubungsmitteln und demjenigen des Anstaltentreffens zur unbefugten Veräusserung derselben Betäubungsmittel für den vorliegend zu bewertenden Tatbestand eine tatbezogene hypothetische Einzelstrafe von 180 Strafeinheiten festzulegen.”
“oder durch gewerbsmässigen Handel einen grossen Umsatz oder einen erheblichen Gewinn erzielt (lit. c). Die strafbaren Vorbereitungen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG werden durch die Tathandlungen der lit. a–f von Art. 19 Abs. 1 BetmG konsumiert. Wer bspw. straf- bare Anstalten zur Drogeneinfuhr unternimmt und anschliessend den Stoff auch in die Schweiz einführt, wird lediglich nach Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG schuldig ge- sprochen. Die Vorinstanz hat sodann sorgfältig und zutreffend die theoretischen Grundlagen gemäss Lehre und Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Gehil- fenschaft und Mittäterschaft sowie des gewerbs- und bandenmässigen Handeln gemäss Lehre und Rechtsprechung dargetan. Auf diese Ausführungen ist vorab zu verweisen (Urk. 123 S. 86, S. 92 ff., S. 98 ff.). Angesichts der extrem weiten Fassung der Verbotsmaterie in Art. 19 Abs. 1 BetmG ist zu beachten, dass ver- schiedene der aufgezählten verbotenen Handlungen den Charakter der Mittäter- - 58 - schaft oder einer Teilnahme an Drogengeschäften von Drittpersonen aufweisen können, gleichwohl aber als selbstständige Straftatbestände eingestuft sind. Wer in solchen Fällen selber alle Merkmale eines der gesetzlichen Tatbestände objek- tiv wie subjektiv erfüllt, ist – nach der bundesgerichtlichen Praxis – als Täter zu betrachten und untersteht als solcher der vollen Strafdrohung. Gemäss der – auch für den illegalen Drogenhandel – massgebenden Rechtsprechung ist Mittä- ter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Delikts vorsätz- lich und in massgebender Weise mit andern Tätern so zusammenwirkt, dass er als Hauptbeteiligter dasteht, und der über die tatsächliche Begehung nicht allein bestimmen kann, sondern zusammen mit andern. Mittäterschaft setzt somit eine (Mit-)Tatherrschaft voraus.”
Art. 19 Abs. 3 BetmG richtet sich insbesondere auf abhängige Kleinhändler. Das Gericht kann nach freiem Ermessen mildern, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und die Widerhandlung der Finanzierung des eigenen Konsums diente. Es handelt sich um eine fakultative Milderungsmöglichkeit; die Quellen betonen zudem, dass die Abhängigkeit Krankheitswert (z. B. nach ICD‑10) haben und der Handel primär der Suchtfinanzierung dienen soll.
“Zu berücksichtigen bleibt darüber hinaus die im aktuellen Recht in Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG dem Richter ausdrücklich eingeräumte Möglichkeit, die bei qualifizierter Tatbegehung zu verhängende (strengere) Strafe nach freiem Ermessen zu mildern, wenn der Täter selbst betäubungsmittelabhängig ist und delinquierte, um seinen eigenen Betäubungsmittelkonsum zu finanzieren. Mit dieser Regelung sollen abhängige Kleinhändler milder bestraft werden können, da die Qualifizierung von Art. 19 Abs. 2 BetmG auf nichtabhängige Profiteure des Drogenschwarzmarkts abzielt (Kommissionsbericht, a.a.O., BBl 2006 8613 Ziff. 3.1.11.3; BBl 2001 3773 Ziff. 2.2.8.3). Anlass für die im Schrifttum zuweilen gehegte Befürchtung, bei einer gesamthaften Betrachtung mehrerer unabhängiger Einzelhandlungen müssten vermehrt auch abhängige Kleinhändler der untersten Stufe, die während einiger Zeit tätig sind, mit unangemessen BGE 150 IV 213 S. 222 hohen Strafen des qualifizierten Tatbestands belegt werden (vgl. ALBRECHT, Urteilsbesprechung, a.a.O., S. 101), besteht bereits aus diesem Grund nicht.”
“Entgegen der Vorinstanz führt der Umstand, dass sich auch die Ehefrau des Beschuldigten am Kokain bediente, nicht zu einem Ausschluss von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG. Diese Bestimmung wurde für abhängige Kleinhändler vorge- sehen; die Qualifizierung von Art. 19 Abs. 2 BetmG zielt auf die nichtabhängigen Profiteure des Drogen-Schwarzmarktes ab. Folglich kommt, wer selbst abhängig ist und das Dealen allein zur Finanzierung seiner eigenen Sucht betreibt, in den Genuss einer Strafmilderung (vgl. hierzu BBl 2006 8612 f.). Nach der ratio legis dieser Bestimmung und unter Berücksichtigung, dass die Finanzierung der eige- nen Sucht das vorherrschende Handlungsziel des Beschuldigten bildete (vgl. A LBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19-28l BetmG], 3. Aufl., Bern 2016, Art. 19 BetmG N 284; FINGER- HUTH /SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 249) sowie dass der Beschuldig- - 52 - te und dessen zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls drogenabhängige und kranke Ehefrau voneinander abhängig waren und einen Haushalt teilten, muss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG auch auf den Beschuldigten Anwendung finden. Bei einer Ge- samtbetrachtung wird die objektive Tatschwere dadurch leicht relativiert. Dies führt insgesamt zu einer Tatschwere, welche als leicht zu bezeichnen ist. Inner- halb des weit gefassten Strafrahmens erweist sich damit eine Einsatzstrafe von 18 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen.”
“Gemäss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG kann das Gericht bei einer Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 2 BetmG die Strafe nach freiem Ermessen mildern, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Widerhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen bzw. gedient hat (vgl. zu dieser Ergänzung Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 N 1186). Es handelt sich um eine Kann-Vorschrift, d.h. um einen fakultativen Strafmilderungsgrund, was auf das gerichtliche Ermessen hinweist. Gemäss der Botschaft (Botschaft über die Änderung des Betäubungsmittelgesetzes vom 9. März 2001; BBl 2001, S. 3715, 3773) ist diese Bestimmung für «abhängige Kleindealer» vorgesehen, deren Abhängigkeit Krankheitswert im Sinne der ICD-10 der WHO aufweist und die den Betäubungsmittelhandel einzig zur Finanzierung der eigenen Sucht betreiben. Diese Einschränkung wurde von der zuständigen Kommission des Nationalrats bestätigt (Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats vom 4. Mai 2006; BBl 2006, S.”
Bei Amtspersonen können neben der strafrechtlichen Verfolgung nach Art. 19 Abs. 1 auch dienst- oder berufsrechtliche Sanktionen bis hin zur Entlassung erfolgen.
“Il les avait placées dans un gobelet et les avait prises avec lui dans le vestiaire en passant près d’un collègue qui lui avait demandé s’il s’agissait d’une saisie de la nuit, il avait répondu par l’affirmative puis placé les plants dans son armoire personnelle et l’avait fermée à clé. Il avait ensuite participé à l’apéritif de fin de nuit avec notamment MM. B______ et C______ avant de rentrer chez lui. M. A______ avait affirmé avoir oublié les plants dans son armoire. Le MP retenait que tel n’était pas le cas. L’intéressé n’avait rien dit à son collègue pour expliquer le fait qu’il tenait des plants dans sa main alors qu’il savait parfaitement qu’il n’avait rien à faire dans le vestiaire avec des pièces à conviction. Il avait volontairement laissé les plants dans son casier. 7) Le 24 mai 2019, à la suite de l’opposition que M. A______ avait formée à l’ordonnance pénale, le Tribunal de police a confirmé qu’il s’était rendu coupable de soustraction d’objets mis sous main de l’autorité et d’infraction à l’art. 19 al. 1 LStup. Il l’a condamné à une peine pécuniaire de nonante jours-amende à CHF 130.- le jour avec sursis, le délai d’épreuve étant fixé à trois ans. La faute de M. A______ n’était pas anodine. Les faits retenus avaient été commis par un gendarme expérimenté qui ne pouvait ignorer les conséquences de la disparition de stupéfiants saisis dans le cadre d’une enquête pénale en cours. 8) a. Le 19 juin 2019, le Secrétaire général et la Secrétaire générale adjointe du département de la sécurité, de l’emploi et de la santé, devenu le département de la sécurité, de la population et de la santé (ci-après : le département) ont entendu M. A______ au sujet des faits qui s’étaient déroulés le 13 janvier 2018. Ils lui ont fait savoir que l’employeur envisageait de demander sa révocation au Conseil d’État. b. M. A______ a produit ses observations le 11 juillet 2019. 9) Par décision déclarée exécutoire nonobstant recours du 16 octobre 2019, le Conseil d’État a révoqué M. A______ de ses fonctions avec effet au 31 janvier 2020.”
Objektiv setzt Art. 19 Abs. 1 BetmG die Übertragung der Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person voraus. Subjektiv verlangt die Bestimmung Vorsatz; Eventualvorsatz (dolus eventualis) genügt.
“Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG setzt in objektiver Hinsicht voraus, dass die Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person übertragen wird (F INGERHUT/SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., N 52 zu Art. 19 BetmG). In subjektiver Hin- - 32 - sicht verlangt Art. 19 Abs. 1 BetmG Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt (BGE 126 IV 198 E. 2).”
“Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG setzt in objektiver Hinsicht voraus, dass die Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person übertragen wird (F INGERHUT/SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., N 52 zu Art. 19 BetmG). In subjektiver Hin- - 32 - sicht verlangt Art. 19 Abs. 1 BetmG Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt (BGE 126 IV 198 E. 2).”
“Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG setzt in objektiver Hinsicht voraus, dass die Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person übertragen wird (F INGERHUT/SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., N 52 zu Art. 19 BetmG). In subjektiver Hin- - 32 - sicht verlangt Art. 19 Abs. 1 BetmG Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt (BGE 126 IV 198 E. 2).”
Handelte die beschuldigte Person aus Gefälligkeit ohne Gegenleistung, kann das subjektive Tatverschulden geringer beurteilt werden. Dies kann im Rahmen von Art. 19 Abs. 3 BetmG strafmildernd berücksichtigt werden (vgl. die Erwägung zur leichten Schuld und Strafmilderung in der zitierten Rechtssache).
“54 S. 28), lässt sich ein direkter Vorsatz in Bezug auf die mit der qualifizierten Menge an Kokain verbundene Ge- fährdung der Gesundheit von vielen Menschen nicht nachweisen. Der Beschuldig- te wusste seit dem Zeitpunkt, als er die erhaltene Tasche aufgemacht und das Kokain in den Händen hatte, dass er eine grössere Menge Reinsubstanz aufbe- wahrte, die geeignet war, die Gesundheit vieler Menschen zu gefährden. Er nahm dies in Kauf und handelte daher eventualvorsätzlich. Mangels Gegenleistung für die Aufbewahrung ist mit der Vorinstanz in subjektiver Hinsicht zu Gunsten des - 19 - Beschuldigten davon auszugehen (Art. 10 Abs. 3 StPO), dass er primär aus Ge- fälligkeit handelte. Damit ist auch nicht erstellt, dass der Beschuldigte die Tat für die Finanzierung seines Drogenkonsums beging, und es liegt ebenfalls keine fi- nanzielle Notlage vor, welche auf eine reduzierte Entscheidungsfreiheit schliessen liesse und den Beschuldigten zum deliktischen Verhalten getrieben hätte (vgl. Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG). Es liegen ferner keine Anzeichen dafür vor, dass der Kokainkonsum des Beschuldigten bzw. eine allfällige Betäubungsmittelabhängig- keit im Tatzeitraum Auswirkungen auf seine Schuldfähigkeit gehabt hätte, war er doch in der Lage, das Kokain unangetastet zu lassen und erhielt dafür angeblich auch keine Belohnung. Den Beschuldigten vermag insofern nicht zu entlasten, dass es ihm damals nicht gutging (vgl. Urk. 9 F44). Im Rahmen der subjektiven Verschuldensaspekte ist nach dem Erwogenen namentlich das eventualvorsätzli- che Handeln des Beschuldigten verschuldensmindernd zu berücksichtigen, indes liegt der Eventualvorsatz derart nahe beim direkten Vorsatz, dass es sich prak- tisch kaum auf die Strafhöhe auswirkt. Insgesamt ist das Tatverschulden im Rah- men der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz als leicht zu beurteilen und die Einsatzstrafe mit der Vorinstanz im untersten Drittel des Strafrahmens bei 14 Monaten Freiheitsstrafe festzulegen.”
Wer Art. 19 Abs. 1 BetmG zur Sicherstellung des Eigenkonsums begeht, ist nach Art. 19a Abs. 1 BetmG grundsätzlich zur Geldstrafe (Busse/Amende) zu verurteilen. In geringfügigen Fällen kann nach Art. 19a Abs. 2 das Verfahren eingestellt oder eine Rüge ausgesprochen werden.
“Comme règle de l'appréciation des preuves, ce principe interdit au juge de se déclarer convaincu d'un état de fait défavorable à l'accusé, lorsqu'une appréciation objective des éléments de preuve recueillis laisse subsister un doute sérieux et insurmontable quant à l'existence de cet état de fait. Des doutes abstraits ou théoriques, qui sont toujours possibles, ne suffisent certes pas à exclure une condamnation. La présomption d'innocence n'est invoquée avec succès que si le recourant démontre qu'à l'issue d'une appréciation exempte d'arbitraire de l'ensemble des preuves, le juge aurait dû éprouver des doutes sérieux et irréductibles sur sa culpabilité (ATF 120 Ia 31 consid. 2 p. 33 ss ; 124 IV 86 consid. 2a p. 87 ss). L'appréciation des preuves doit être examinée dans son ensemble et l'état de fait déduit du rapprochement de divers éléments ou indices. Un ou plusieurs arguments corroboratifs peuvent demeurer fragiles si la solution retenue peut être justifiée de façon soutenable par un ou plusieurs arguments de nature à emporter la conviction (ATF 129 I 8 consid. 2.1 p. 9 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_109/2014 du 25 septembre 2014 consid. 2.1 ; 6B_398/2013 du 11 juillet 2013 consid. 2.1 et 6B_642/2012 du 22 janvier 2013 consid. 1.1). 2.2. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire notamment celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) et celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). Celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art. 19 LStup pour assurer sa propre consommation est, en revanche, passible d'une amende uniquement (art. 19a LStup). Aux termes de l'art. 19b al. 1 LStup, celui qui se borne à préparer des stupéfiants en quantités minimes, pour sa propre consommation ou pour permettre à des tiers de plus de 18 ans d’en consommer simultanément en commun après leur en avoir fourni gratuitement, n’est pas punissable. Selon l'al. 2, dix grammes de stupéfiants ayant des effets de type cannabique sont considérés comme une quantité minime. 2.”
“Comme règle de l'appréciation des preuves, ce principe interdit au juge de se déclarer convaincu d'un état de fait défavorable à l'accusé, lorsqu'une appréciation objective des éléments de preuve recueillis laisse subsister un doute sérieux et insurmontable quant à l'existence de cet état de fait. Des doutes abstraits ou théoriques, qui sont toujours possibles, ne suffisent certes pas à exclure une condamnation. La présomption d'innocence n'est invoquée avec succès que si le recourant démontre qu'à l'issue d'une appréciation exempte d'arbitraire de l'ensemble des preuves, le juge aurait dû éprouver des doutes sérieux et irréductibles sur sa culpabilité (ATF 120 Ia 31 consid. 2 p. 33 ss ; 124 IV 86 consid. 2a p. 87 ss). L'appréciation des preuves doit être examinée dans son ensemble et l'état de fait déduit du rapprochement de divers éléments ou indices. Un ou plusieurs arguments corroboratifs peuvent demeurer fragiles si la solution retenue peut être justifiée de façon soutenable par un ou plusieurs arguments de nature à emporter la conviction (ATF 129 I 8 consid. 2.1 p. 9 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_109/2014 du 25 septembre 2014 consid. 2.1 ; 6B_398/2013 du 11 juillet 2013 consid. 2.1 et 6B_642/2012 du 22 janvier 2013 consid. 1.1). 2.2. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire notamment celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) et celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). Celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art. 19 LStup pour assurer sa propre consommation est, en revanche, passible d'une amende uniquement (art. 19a LStup). Aux termes de l'art. 19b al. 1 LStup, celui qui se borne à préparer des stupéfiants en quantités minimes, pour sa propre consommation ou pour permettre à des tiers de plus de 18 ans d’en consommer simultanément en commun après leur en avoir fourni gratuitement, n’est pas punissable. Selon l'al. 2, dix grammes de stupéfiants ayant des effets de type cannabique sont considérés comme une quantité minime. 2.”
“Dans ces conditions, l'appelant ne démontre pas pour quel motif son absence de moyens financiers ou de papiers d'identité constituerait une impossibilité objective de quitter la Suisse et impliquerait l'absence d'intention. Au contraire, cette situation semble résulter de son seul fait et de l'absence de démarches volontaires pour y remédier. Il résulte d'ailleurs des informations recensées au SYMIC que l'appelant a disparu dans la nature après que l'OCPM lui a délivré une carte de sortie pour quitter le territoire. Ses nombreuses condamnations depuis 2012 pour séjour illégal démontrent que l'appelant n'a en réalité jamais eu l'intention de quitter le territoire suisse, ce qu'il avait d'ailleurs admis lors de son audition à la police en indiquant vouloir "vivre toute sa vie en Suisse" malgré l'expulsion judiciaire dont il faisait l'objet. Les art. 12 et 17 CP ne trouvent donc pas application. Ainsi, le comportement de l'appelant est constitutif de rupture de ban. Sa culpabilité de ce chef sera partant confirmée et l'appel rejeté sur ce point également. 2.4.1. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire celui qui sans droit possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d). Celui qui aura commis une telle infraction pour assurer sa propre consommation est passible de l’amende (art. 19a al. 1 LStup). 2.4.2. En l'espèce, l'appelant ne conteste pas sa condamnation pour consommation de stupéfiants ni la quotité de l'amende prononcée pour ces faits, qui seront donc également confirmées. 3. 3.1. L'art. 41 al. 1 CP autorise le juge à prononcer une peine privative de liberté à la place d'une peine pécuniaire, si une peine privative de liberté paraît justifiée pour détourner l'auteur d'autres crimes ou délits (let. a), ou s'il y a lieu de craindre qu'une peine pécuniaire ne puisse pas être exécutée (let. b). Le choix de la sanction doit être opéré en tenant compte au premier chef de l'adéquation de la peine, de ses effets sur l'auteur et sur sa situation sociale ainsi que de son efficacité du point de vue de la prévention.”
“2 LEI, dont il ne réunit pourtant pas les conditions dès lors que, désormais libre et devant purger deux peines privatives de liberté, son renvoi ne peut pas être exécuté immédiatement et il ne se trouve pas en détention à cette fin. Il est donc établi que l'appelant est venu en toute connaissance de cause à Genève le 7 octobre 2021 et y a séjourné jusqu'à son interpellation le lendemain, sans document d'identité ni toute autorisation de séjour, alors qu'il n'était plus autorisé à revenir en Suisse et faisait l'objet d'une interdiction spécifique d'entrer sur le territoire genevois. Il n'est pas au bénéfice d'un statut de requérant d'asile, sa demande à cet égard ayant fait l'objet d'une décision de non-entrée en matière le 21 mai 2019. La période pénale retenue dans la présente cause (du 7 au 8 octobre 2021) est antérieure à celle (à partir de novembre 2021) visée par les ordonnances pénales du MP prononcées en mars et avril 2022 ; il n’y a donc aucune violation du principe ne bis in idem. Sa culpabilité pour violations des art. 115 al. 1 et 119 al. 1 LEI sera en conséquence confirmée. 3. 3.1. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire notamment celui qui sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ou possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d). Celui qui aura commis une telle infraction pour assurer sa propre consommation est passible de l’amende (art. 19a al. 1 LStup). Dans les cas bénins, l’autorité compétente pourra suspendre la procédure ou renoncer à infliger une peine. Une réprimande peut être prononcée (al. 2). Pour dire s'il y a cas bénin, il faut prendre en compte l'ensemble des circonstances concrètes, objectives et subjectives. Des consommations antérieures ne l'excluent pas par principe. La notion de quantité minime n'est pas contenue dans cette disposition. La persistance à consommer exclut le cas bénin, même pour le haschich (ATF 124 IV 45 consid. 2a). 3.2. En l'espèce, il est établi à satisfaction de droit que l'appelant a acquis, parmi les stupéfiants saisis, à tout le moins les dix boulettes de cocaïnes aux fins de les vendre.”
“Ainsi, au vu de ce qui précède, malgré la courte période pénale et le fait que le montant obtenu indûment dépasse de quelques centaines de francs le seuil fixé par la Conférence des procureurs de Suisse, le comportement de l'appelant ne permet pas de retenir le cas de peu de gravité. L'état de nécessité excusable, plaidé subsidiairement par l'appelant, n'entre pas en considération. Le comportement illicite d'un bénéficiaire de l'aide sociale ne justifie aucunement qu'il se soustraie à ses obligations au détriment de la collectivité publique. L'art. 18 al. 2 CP ne trouve ainsi pas application. Ainsi, au vu de ce qui précède, la décision entreprise sera confirmée et l'appelant condamné pour obtention illicite de prestations d'une assurance sociale ou de l'aide sociale en vertu de l'art. 148a al. 1 CP. 3. 3.1.1. L'obtention illicite de prestations de l'aide sociale est sanctionnée d'une peine privative de liberté d'un an au plus ou d'une peine pécuniaire (art. 148a al. 1 CP). 3.1.2. Les infractions commises en lien avec l'art. 19 al. 1 LStup sont sanctionnées par une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire ; le prévenu sera condamné à une amende s'il a commis une infraction à cet article pour assurer sa propre consommation (art. 19a LStup). 3.1.3.1. Selon l'art. 47 al. 1 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur, en tenant compte des antécédents et de la situation personnelle de ce dernier ainsi que de l'effet de la peine sur son avenir. La culpabilité de l'auteur doit être évaluée en fonction de tous les éléments objectifs pertinents, qui ont trait à l'acte lui-même, à savoir notamment la gravité de la lésion, le caractère répréhensible de l'acte et son mode d'exécution (objektive Tatkomponente). Du point de vue subjectif, sont pris en compte l'intensité de la volonté délictuelle ainsi que les motivations et les buts de l'auteur (subjektive Tatkomponente). A ces composantes de la culpabilité, il faut ajouter les facteurs liés à l'auteur lui-même (Täterkomponente), à savoir les antécédents (judiciaires et non judiciaires), la réputation, la situation personnelle (état de santé, âge, obligations familiales, situation professionnelle, risque de récidive, etc.”
Art. 19 BetmG findet auch auf Kokain und auf Präparate, die Kokain enthalten (insbesondere Kokaingemische und Kokain‑Hydrochlorid), Anwendung. Diese Präparate fallen damit unter die Strafbestimmungen des Art. 19.
“Auf welche Betäubungsmittel das BetmG anwendbar ist, wurde vorstehend bereits ausgeführt. Insbesondere fallen Kokain oder Präparate, welche Kokain ent- halten, also etwa die vorliegenden Kokaingemische bzw. Kokain-Hydrochlorid HCL, darunter. Ebenfalls wurden bereits die übrigen Voraussetzungen für die Anwend- barkeit der Strafbestimmungen von Art. 19 BetmG dargetan. Darauf ist zu verwei- sen.”
Art. 19 Abs. 1 BetmG umschreibt nach der herrschenden Auffassung und Rechtsprechung nahezu alle denkbaren vorsätzlichen Unterstützungshandlungen im unbefugten Drogenverkehr als selbstständige Tatbestände. Aufgrund dieser hohen Regelungsdichte besteht nach der Rechtsprechung grundsätzlich kein Bedürfnis, unterstützende Tatbeiträge über die Regeln von Mittäterschaft, Anstiftung oder Gehilfenschaft in die Haupttat einzubeziehen. Gehilfenschaft ist demnach nur zurückhaltend anzunehmen und kommt nur in Betracht, wenn die Mitwirkung auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbständiges Delikt erfassten Beitrag beschränkt ist.
“E. 2). Die allgemeinen Regeln des Strafgesetzbuchs über Täter und Teilnahme gelten auch im Bereich der Betäubungsmitteldelikte (Art. 26 BetmG). Dabei ist zu beachten, dass Art. 19 Abs. 1 BetmG nahezu alle Unterstützungshandlungen als selbständige Handlungen umschreibt. Aufgrund der hohen Regelungsdichte besteht kein Bedürfnis, unterstützende Tatbeiträge über die Regeln der Mittäterschaft, Anstiftung oder Gehilfenschaft in die eigentliche Tat einzubeziehen. Diese Dichte hat eine starke Einschränkung des Anwendungsbereichs von Art. 25 aStGB (Gehilfenschaft) zur Folge. Gehilfenschaft liegt nur vor, wenn die objektive Mitwirkung an der Tat eines anderen sich auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbständiges Delikt erfassten Beitrag beschränkt (Urteil des Bundesgerichts 6B_138/2022 vom”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem anderen verschafft oder in Verkehr bringt. Strafbar sind somit nach der abschliessenden Aufzählung in Art. 19 Abs. 1 BetmG beinahe alle denkbaren Formen einer vorsätzlichen Beteiligung am unbefugten Drogenver- kehr, d.h. sowohl die Verbreitung wie auch schon der Erwerb von Betäubungsmit- teln.”
“Gehilfenschaft Der Gehilfenschaft macht sich strafbar, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet (Art. 25 aStGB). Als Hilfeleistung i.S.v. Art. 25 aStGB gilt jeder kausale Beitrag, der die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Der Gehilfe fördert eine Tat, wenn er sie durch einen untergeordneten Tatbeitrag unterstützt resp. wenn er die Ausführung der Haupttat durch irgendwelche Vorkehren oder durch psychische Hilfe erleichtert (Urteil des Bundesgerichts 6B_894/2009 vom 19. Januar 2010 E. 1.2.2). Im Rahmen des Betäubungsmittelstrafrechts ist Gehilfenschaft nur zurückhaltend anzunehmen. Art. 19 Abs. 1 BetmG umschreibt nahezu alle Unterstützungshandlungen als selbstständige Handlungen, so dass Täter ist und der vollen Strafdrohung untersteht, wer in eigener Person einen dieser gesetzlichen Tatbestände objektiv und subjektiv erfüllt. Aufgrund der gegebenen hohen Regelungsdichte der Bestimmung besteht grundsätzlich kein Bedürfnis, unterstützende Tatbeiträge über die Regeln der Mittäterschaft, Anstiftung oder Gehilfenschaft in die eigentliche Tat einzubeziehen. Gehilfenschaft liegt nur vor, wenn die objektive Mitwirkung an der Tat eines anderen sich auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbständiges Delikt erfassten Beitrag beschränkt (zum Ganzen BGE 133 IV 187 E. 3.2 S. 192 ff; Urteil des Bundesgerichts 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.4). Gehilfenschaft zum Befördern i.S.v. Art. 19 Abs. 1 Bst. b BetmG etwa liegt vor, wenn der Mitwirkende nicht selber Betäubungsmittel befördert, aber ein Fahrzeug für den Transport zur Verfügung stellt (BGE 113 IV 90 E. 2a S. 90). Die blosse Anwesenheit als Mitfahrer bei einem Drogentransport begründet nur dann eine strafbare Hilfeleistung, wenn sie für den Täter einen psychischen Rückhalt bildet (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.”
Ergibt die Gesamtwürdigung aller Umstände – namentlich die Unfähigkeit des Beschuldigten, die Herkunft der verdächtigen Mittel plausibel zu begründen – dass die in Frage stehenden Vermögenswerte Ausdruck eines gesamthaft betriebenen Betäubungsmittelverkehrs sind, kann der Richter die Einziehung bzw. Konfiskation dieser Werte vornehmen. Er ist dabei nicht gehalten, jede einzelne Transaktion bis auf den letzten Franken zu belegen.
“En d'autres termes, on ne peut exiger du juge qu'il reconstitue a posteriori, au franc près, chaque transaction et le montant de son produit, respectivement la comptabilité précise du trafic, pour être à même de confisquer les sommes en main d'un trafiquant. Certes le juge ne peut-il se borner à exiger de l'auteur ou d'un tiers séquestré qu'il démontre l'origine licite des sommes en cause, pas plus qu'il ne peut se borner à constater une origine délictuelle indéterminée ou simplement vraisemblable. En revanche, le juge doit prononcer la confiscation lorsqu'il parvient à la conclusion, après avoir examiné l'ensemble des circonstances pertinentes – y compris, le cas échéant, l'incapacité de l'intéressé à justifier l'origine de fonds rendus suspects par d'autres éléments probants –, que les valeurs patrimoniales en cause sont le résultat d'un trafic appréhendé dans sa globalité. Une telle conclusion s'imposera d'autant plus lorsque l'aggravante de la bande (cf. art. 19 al. 2 let. b LStup) ou du métier (cf. art. 19 al. 2 let. c et d LStup) sont réalisées, puisqu'elles tiennent précisément compte d'une pluralité d'infractions à l'art. 19 al. 1 LStup (arrêt du Tribunal fédéral 6B_474/2016 du 6 février 2017 consid. 3.1. et les références, SJ 2017 I 366). 4.2. En l’espèce,le prévenu est reconnu coupable d’un trafic de stupéfiants portant sur 80 grammes de cette drogue, vendu au prix de CHF 80.- le gramme, ce qui correspond à un chiffre d’affaires de CHF 6'400.-, ainsi que sur une quantité supplémentaire de 103.7 grammes, ce qui représente plus de CHF 8'240.- et 42.4 grammes retrouvés à son domicile, ce qui représente encore CHF 3'360.-. Son chiffre d’affaires brut s’élève ainsi à CHF 18’000.-, sans compter la vente de MDMA et de cannabis. Compte tenu de la prise en compte d'une valeur brute, et dans la mesure où – dans le respect du principe de proportionnalité – les valeurs correspondantes sont disponibles, la confiscation de l’intégralité des fonds saisis est pleinement justifiée. L’appelant revendique la restitution d’une somme de CHF 4'600.-, correspondant selon lui à son pécule insaisissable, reçu à l’échéance de sa détention au printemps 2020.”
Art. 19 Abs. 1 BetmG ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet. Er erfasst sämtliche Handlungen, die dazu führen, dass Betäubungsmittel in den Umlauf geraten oder für potenzielle Konsumenten zugänglich werden. Geschütztes Rechtsgut ist die öffentliche bzw. Volksgesundheit (die Gesundheit der Bevölkerung als Kollektiv), nicht in erster Linie individuelle Rechtsgüter.
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt. Nach lit. d derselben Bestimmung macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen.”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3f; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden (Urteil 6B_1440/2019 vom 25. Februar 2020 E. 2.3.1 mit Hinweis). Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann.”
“Betreffend das zwischen Frühling 2016 und 7. Dezember 2016 begangene Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG ist festzuhalten, dass der Berufungsführer massgeblich am Hanfanbau auf seinem Hof beteiligt war. Er verfügte über die nötige Infrastruktur und das Wissen für den Betrieb einer solchen Anlage. Der Leitgedanke des BetmG besteht darin, die Gesellschaft vor gesundheitlicher Beeinträchtigung als Folge von Drogenmissbrauch und den damit zusammenhängenden Drittwirkungen zu schützen. Geschütztes Rechtsgut der Strafbestimmungen des BetmG ist demnach die Gesundheit in einem weiteren Sinn, also nicht nur die Gesundheit des Einzelnen, sondern die Gesundheit der Bevölkerung als Kollektiv (Maurer, in StGB/JStG Kommentar, Mit weiteren Erlassen und Kommentar zu den Strafbestimmungen des SVG, BetmG und AuG/AIG, 20. Aufl. 2018, Art. 19 BetmG N. 2 mit Hinweisen). Das Betäubungsmittelstrafrecht dient somit dem Schutz der Volksgesundheit (vgl. BGE 122 IV 211 E. 4). Für eine Bestrafung wird nicht vorausgesetzt, dass durch die jeweilige Tathandlung jemand in seiner Gesundheit geschädigt oder zumindest konkret gefährdet sein muss.”
“Widerhandlungen gegen das BetmG sind grundsätzlich keine Gewalthandlungen, aus denen konkrete Opfer hervorgehen. Sie sind in erster Linie gegen die öffentliche Gesundheit und somit nicht gegen ein Individualrechtsgut gerichtet (vgl. BGE 133 IV 201 E. 3.2; 124 IV 97 E. 2c S. 101). Zwar ist nicht auszuschliessen, dass Widerhandlungen gegen das BetmG, vordergründig solche nach Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG, allenfalls in Verbindung mit einem qualifizierenden Merkmal nach Abs. 2, zu einer konkreten Beeinträchtigung der physischen oder psychischen Integrität einer Person führen können. Solche Fälle ausgenommen ist die Anwendung von Art. 221 Abs. 1bis StPO auf Betäubungsmitteldelinquenz nach der vorstehenden Auslegeordnung jedoch ausgeschlossen.”
Der qualifizierte Drogenhandel aus rein pekuniären Motiven gilt als schwere Straftat und begründet eine erhebliche Gefährdung der öffentlichen Ordnung und der öffentlichen Gesundheit. Vor diesem Hintergrund ist das öffentliche Fernhalteinteresse als gewichtig zu qualifizieren.
“Der qualifizierte Drogenhandel aus rein pekuniären Motiven - wie vorliegend - gilt als schwere Straftat, von welcher eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Ordnung ausgeht. Das Inverkehrbringen von harten Drogen (wie Kokain) gefährdet die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen und befördert die mit dem Betäubungsmittelhandel verknüpfte Kriminalität (Urteil 6B_861/2019 vom 23. April 2020 E. 3.7.4 mit Hinweisen). Das öffentliche Fernhalteinteresse muss daher als gewichtig bezeichnet werden. Die Dauer des vorliegend zu beurteilenden kriminellen Verhaltens und das damit zusammenhängende Quantum des Kokainhandels sind unstrittig als schwerer Fall im Sinn von Art. 19 Abs. 2 BetmG zu qualifizieren, womit per se eine erhebliche Gefährdung der öffentlichen Gesundheit einhergeht (vgl. BGE 145 IV 312 E. 2.1).”
In den vorliegenden Entscheiden zu Widerhandlungen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG wurden mehrfach begangene Verstösse in mehreren Fällen mit bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafen (Sursis) im Bereich von 7–18 Monaten bzw. 11 Monaten (in einem weiteren Entscheid) sowie mit Probezeiten von 2–4 Jahren bzw. 3 Jahren geahndet. In einzelnen Fällen wurde bereits geleistete Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet.
“Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht vom 14. Mai 2024 (460 23 182) Strafrecht Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Daniel Häring (Ref.), Richterin Helena Hess; Gerichtsschreiber Pascal Neumann Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Besondere Delikte, Rheinstrasse 27, 4410 Liestal, Anklagebehörde gegen A. , vertreten durch Advokat Dr. Nicolas Roulet, Rebgasse 1, Postfach 477, 4005 Basel, Beschuldigter und Berufungskläger Gegenstand Mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Berufung des Beschuldigten gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. November 2022) A.a Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. November 2022 wurde A. der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 18 Monaten, bei einer Probezeit von vier Jahren, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB und Art. 49 Abs. 1 StGB (Dispositiv-Ziffer IV). Ferner wurde der Verkaufserlös der sichergestellten Erde (sieben Paletten) in der Höhe von insgesamt CHF 610.-- gemäss Art. 442 Abs. 4 StPO in Verbindung mit Art. 268 StPO an die Verfahrenskosten angerechnet sowie diverses Beschlagnahmegut zufolge des Verzichts auf eine Rückgabe eingezogen und vernichtet (Dispositiv-Ziffer V.1 und V.2). Die Verfahrenskosten, ohne Kosten des Zwangsmassnahmengerichts, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von insgesamt CHF 61'339.20 und einer pauschalen Gerichtsgebühr von CHF 10'000.--, abzüglich der beschlagnahmten Gelder im Umfang von CHF 610.--, mithin im Betrag von CHF 70'729.20, gingen im Umfang von 45 %, entsprechend dem Betrag von CHF 31'828.15, zu Lasten von A. (Dispositiv-Ziffer VI). Auf die Begründung dieses Urteils sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Entscheids eingegangen.”
“Die Verfahrenskosten, ohne Kosten des Zwangsmassnahmengerichts, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von insgesamt CHF 61'339.20 und einer pauschalen Gerichtsgebühr von CHF 10'000.--, abzüglich der beschlagnahmten Gelder im Umfang von CHF 610.--, mithin im Betrag von CHF 70'729.20, gingen im Umfang von 45 %, entsprechend dem Betrag von CHF 31'828.15, zu Lasten von A. (Dispositiv-Ziffer VI). Auf die Begründung dieses Urteils sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Entscheids eingegangen. A.b Mit nämlichem Urteil wurde ebenso der Mitbeschuldigte B. der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von acht Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie unter Anrechnung der vom 24. Juli 2020 bis zum 1. Oktober 2020 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 69 Tagen, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB und Art. 51 StGB. Vom Vorwurf des Betäubungsmittelkonsums in der Schweiz im Zeitraum vom 22. Februar 2020 bis zum 9. Mai 2020 wurde B. freigesprochen. Des Weiteren wurde das Verfahren gegen B. betreffend Betäubungsmittelkonsum im Zeitraum vom 10. Mai 2020 bis zum 24. Juli 2020 in Anwendung von Art. 19a Ziff. 2 BetmG eingestellt. Sodann wurde auf die Anordnung einer Landesverweisung gemäss Art. 66abis StGB verzichtet (Dispositiv-Ziffer I). A.c Gleichermassen wurde C. der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von sieben Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie unter Anrechnung der vom 24. Juli 2020 bis zum 19. August 2020 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 26 Tagen, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art.”
“66abis StGB verzichtet (Dispositiv-Ziffer I). A.c Gleichermassen wurde C. der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von sieben Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie unter Anrechnung der vom 24. Juli 2020 bis zum 19. August 2020 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 26 Tagen, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB und Art. 51 StGB. Eine Landesverweisung gemäss Art. 66abis StGB wurde wiederum nicht angeordnet (Dispositiv-Ziffer II). A.d Schliesslich wurde auch D. der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 13 Monaten, bei einer Probezeit von vier Jahren, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB und Art. 49 Abs. 1 StGB. Eine Landesverweisung gemäss Art. 66abis StGB wurde ebenfalls nicht angeordnet (Dispositiv-Ziffer III). Betreffend die drei Mitbeschuldigten erwuchs das erstinstanzliche Urteil unangefochten in Rechtskraft. B. Demgegenüber meldete A. gegen das Urteil des Strafgerichts vom 10. November 2022 im Anschluss an die Urteilseröffnung mündlich sowie zusätzlich mit Eingabe vom 14. November 2022 schriftlich die Berufung an. In seiner Berufungserklärung vom 16. August 2023 an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, brachte er sodann folgende Rechtsbegehren vor: Es sei das angefochtene, ihn betreffende Urteil vollumfänglich aufzuheben (Ziffer 1). Dementsprechend sei er vom Vorwurf der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz freizusprechen, und es seien die o/e Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu Lasten des Staates zu verlegen (Ziffer 2); dies alles unter o/e Kostenfolge (Ziffer 3).”
“Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht vom 14. Mai 2024 (460 23 182) Strafrecht Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Daniel Häring (Ref.), Richterin Helena Hess; Gerichtsschreiber Pascal Neumann Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Besondere Delikte, Rheinstrasse 27, 4410 Liestal, Anklagebehörde gegen A. , vertreten durch Advokat Dr. Nicolas Roulet, Rebgasse 1, Postfach 477, 4005 Basel, Beschuldigter und Berufungskläger Gegenstand Mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Berufung des Beschuldigten gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. November 2022) A.a Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. November 2022 wurde A. der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 18 Monaten, bei einer Probezeit von vier Jahren, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB und Art. 49 Abs. 1 StGB (Dispositiv-Ziffer IV). Ferner wurde der Verkaufserlös der sichergestellten Erde (sieben Paletten) in der Höhe von insgesamt CHF 610.-- gemäss Art. 442 Abs. 4 StPO in Verbindung mit Art. 268 StPO an die Verfahrenskosten angerechnet sowie diverses Beschlagnahmegut zufolge des Verzichts auf eine Rückgabe eingezogen und vernichtet (Dispositiv-Ziffer V.1 und V.2). Die Verfahrenskosten, ohne Kosten des Zwangsmassnahmengerichts, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von insgesamt CHF 61'339.20 und einer pauschalen Gerichtsgebühr von CHF 10'000.--, abzüglich der beschlagnahmten Gelder im Umfang von CHF 610.--, mithin im Betrag von CHF 70'729.20, gingen im Umfang von 45 %, entsprechend dem Betrag von CHF 31'828.15, zu Lasten von A. (Dispositiv-Ziffer VI). Auf die Begründung dieses Urteils sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Entscheids eingegangen.”
“426 CPP). 5. Considéré globalement, l'état de frais produit par le défenseur d'office de A______, satisfait les exigences légales et jurisprudentielles régissant l'assistance judiciaire gratuite en matière pénale. Sa rémunération sera arrêtée à CHF 1'594.- pour 5 heures et vingt minutes d'activité (débats compris) + la majoration forfaitaire de 20% + les deux vacations aux débats d'appel (2 x CHF 100.-) + la TV au taux de 7.7%. * * * * * PAR CES MOTIFS, LA COUR : Reçoit l'appel formé par A______ contre le jugement JTDP/1671/2018 rendu le 20 décembre 2018 par le Tribunal de police dans la procédure P/21829/2018. Le rejette. Condamne A______ aux frais de la procédure d'appel, en CHF 1'785.-, qui comprennent un émolument d'arrêt de CHF 1'500.-. Arrête à CHF 1'594.-, TVA comprise, le montant des frais et honoraires de Me B______, défenseur d'office de A______. Confirme le jugement entrepris, dont le dispositif est le suivant : "Déclare A______ coupable d'infraction simple à la LStup (art. 19 al. 1 LStup) et de violence ou menace contre les autorités et les fonctionnaires (art. 285 ch. 1 CP). Condamne A______ à une peine privative de liberté de 11 mois, sous déduction de 46 jours de détention avant jugement (art. 40 CP). Met A______ au bénéfice du sursis et fixe la durée du délai d'épreuve à 3 an. Avertit A______ que s'il devait commettre de nouvelles infractions durant le délai d'épreuve, le sursis pourrait être révoqué et la peine suspendue exécutée, cela sans préjudice d'une nouvelle peine (art. 44 al. 3 CP). Ordonne la libération immédiate de A______. Ordonne la confiscation du téléphone portable Samsung figurant sous chiffre 1 de l'inventaire n°2______. Ordonne la restitution à A______ du téléphone portable Samsung Smartphone figurant sous chiffre 3 de l'inventaire n°2______. Ordonne la confiscation et la destruction de la drogue figurant sous chiffre 4 de l'inventaire n°2______. Constate que les valeurs figurant sous chiffre 2 de l'inventaire n° 2______ ont été restituées à A______.”
Das Ausbleiben des tatbestandsmässigen Erfolgs ist strafmildernd und hat grundsätzlich zu einer Reduktion der Strafe innerhalb des ordentlichen Strafrahmens zu führen. Das Ausmass der Milderung hängt aber vom Tatfortschritt und von den Gründen für das Scheitern ab; wenn die Vollendung ausschliesslich auf vom Täter unabhängige Faktoren (z. B. rechtzeitiges Eingreifen von Behörden, Zufälle) zurückgeht, kann die Milderung nur in geringerem Umfang erfolgen.
“Ob im konkreten Fall die Strafe zu mildern ist, hängt u.a. davon ab, wieweit das Tatgeschehen vorangeschritten ist (versuchte Widerhandlung oder blosse Vorbereitung dazu). Überdies kommt es darauf an, aus welchen Gründen die Tatvollendung verfehlt wurde. Waren hierfür nicht das Verhalten des Täters, sondern davon unabhängige Faktoren ausschlaggebend (etwa das frühzeitige Eingreifen von Polizei- bzw. Zollbehörden oder andere «Zufälle»), so kommt eine Strafmilderung nicht oder nur in geringem Masse in Betracht. Dabei ist allerdings zu beachten, dass im Strafrecht dem Erfolgsunrecht generell eine selbstständige Bedeutung beigemessen wird. Deshalb sollte das Ausbleiben des Erfolgs «stets zu einer milderen Strafe führen … als derjenigen, auf die zu erkennen gewesen wäre, wenn der Täter das Delikt vollendet hätte». Jedenfalls hat eine Strafminderung, d.h. eine Reduktion der Strafe innerhalb des ordentlichen Strafrahmens, stattzufinden (Albrecht, in: Stämpflis Handkommentar, 3. Aufl. 2016, N 279 zu Art. 19 BetmG). Dem Umstand, dass die 64,59 Gramm Amphetamin letztlich nicht eingeführt werden konnten, ist strafmildernd Rechnung zu tragen. Zwar ist dies einzig auf die rechtzeitige Beschlagnahmung des Pakets durch die deutschen Behörden nur Stunden vor dem Abholversuch zurückzuführen und nicht auf das Verhalten des Beschuldigten. Unabhängig davon ist das Ausmass des verschuldeten Erfolgs jedoch objektiv geringer, da es nicht zur Einfuhr gekommen ist. Die Kammer erachtet dafür einen Abzug von 2 Monaten als angemessen. Art und Weise des Tatvorgehens / Verwerflichkeit des Handelns Unter dem Aspekt der Art und Weise der Ausführung der Tat ist im Einklang mit der Vorinstanz hervorzuheben, dass der Beschuldigte bis zu einem gewissen Grad versucht hat, seine Spuren zu verwischen. Von einem besonders raffinierten Vorgehen kann dabei aber nicht gesprochen werden, zumal der Beschuldigte einen Weg zur Bestellung bzw. Einfuhr der Betäubungsmittel wählte, bei der er seine wahre Identität gegenüber der I.________-Filiale preisgeben musste.”
“Ob im konkreten Fall die Strafe zu mildern ist, hängt u.a. davon ab, wieweit das Tatgeschehen vorangeschritten ist (versuchte Widerhandlung oder blosse Vorbereitung dazu). Überdies kommt es darauf an, aus welchen Gründen die Tatvollendung verfehlt wurde. Waren hierfür nicht das Verhalten des Täters, sondern davon unabhängige Faktoren ausschlaggebend (etwa das frühzeitige Eingreifen von Polizei- bzw. Zollbehörden oder andere «Zufälle»), so kommt eine Strafmilderung nicht oder nur in geringem Masse in Betracht. Dabei ist allerdings zu beachten, dass im Strafrecht dem Erfolgsunrecht generell eine selbstständige Bedeutung beigemessen wird. Deshalb sollte das Ausbleiben des Erfolgs «stets zu einer milderen Strafe führen … als derjenigen, auf die zu erkennen gewesen wäre, wenn der Täter das Delikt vollendet hätte». Jedenfalls hat eine Strafminderung, d.h. eine Reduktion der Strafe innerhalb des ordentlichen Strafrahmens, stattzufinden (Albrecht, in: Stämpflis Handkommentar, 3. Aufl. 2016, N 279 zu Art. 19 BetmG). Dem Umstand, dass die 64,59 Gramm Amphetamin letztlich nicht eingeführt werden konnten, ist strafmildernd Rechnung zu tragen. Zwar ist dies einzig auf die rechtzeitige Beschlagnahmung des Pakets durch die deutschen Behörden nur Stunden vor dem Abholversuch zurückzuführen und nicht auf das Verhalten des Beschuldigten. Unabhängig davon ist das Ausmass des verschuldeten Erfolgs jedoch objektiv geringer, da es nicht zur Einfuhr gekommen ist. Die Kammer erachtet dafür einen Abzug von 2 Monaten als angemessen. Art und Weise des Tatvorgehens / Verwerflichkeit des Handelns Unter dem Aspekt der Art und Weise der Ausführung der Tat ist im Einklang mit der Vorinstanz hervorzuheben, dass der Beschuldigte bis zu einem gewissen Grad versucht hat, seine Spuren zu verwischen. Von einem besonders raffinierten Vorgehen kann dabei aber nicht gesprochen werden, zumal der Beschuldigte einen Weg zur Bestellung bzw. Einfuhr der Betäubungsmittel wählte, bei der er seine wahre Identität gegenüber der I.________-Filiale preisgeben musste.”
Bei sehr kleinen Mengen und bei Ersttaten kann das Gericht die Sanktionen bzw. Nebenfolgen (z. B. die Dauer einer Rayon‑/Betretungsverbotsmassnahme) mildern; die Quantität der betroffenen Droge bleibt dabei ein zentraler, aber nicht ausschliesslicher Bemessungsfaktor bei der Straf- und Massbemessung.
“Lors d’une « surveillance de dealers » qui sévissaient à la rue de la Coulouvrenière, la police avait observé un individu qui faisait le guet, identifié par la suite comme étant M. A______. La police avait assisté à des échanges de main à main avec un tiers qui avait quitté les lieux et avait été intercepté à la rue du Stand. Le tiers détenait une boulette de cocaïne de 0.5 g et avait reconnu l’avoir achetée CHF 40.-, au moyen de deux billets de CHF 20.- à l’individu dont il venait de se séparer. La drogue avait été saisie. Interpellé, M. A______ était en possession de deux billets de CHF 20.- ainsi que de CHF 1.10 et de € 18.15. L’acheteur avait formellement identifié M. A______ lors d’un tapissage. Les faits reprochés étaient établis au vu des éléments du dossier, en particulier les constatations policières et la drogue saisie. C. a. Le 25 février 2023, à 18h45, le commissaire de police a prononcé à l’encontre de M. A______ une interdiction de pénétrer dans le canton de Genève pour une durée de 12 mois. Il faisait l’objet d’une enquête pénale notamment pour infraction à l’art. 19 LStup. Il avait été arrêté par la police genevoise, à la rue de la Coulouvrenière no 9 après que cette dernière l’avait observé en flagrant délit de vente d’une boulette de cocaïne, d’un poids de 0.5 g, à un toxicomane. Il avait été mis en cause par le toxicomane pour cette vente contre la somme de CHF 40.-. Il avait été mis en détention provisoire et libéré le 25 février, à la suite de sa condamnation, par ordonnance pénale du MP. b. M. A______ a fait opposition à cette décision par pli du 27 février 2023. c. Bien que dûment convoqué, M. A______ ne s’est pas présenté à l’audience devant le Tribunal administratif de première instance (ci-après : TAPI). d. Par jugement du 27 février 2023, le TAPI a partiellement admis le recours. Il a confirmé la décision d’interdiction de pénétrer dans une région déterminée prise par le commissaire de police le 25 février 2023, mais a réduit sa durée à six mois. Le jugement ne fait mention que de l’épisode du 24 février 2023. La durée de la mesure était réduite, « s’agissant de la première infraction à la LStup, pour une quantité, certes de cocaïne, mais très faible ».”
“Du point de vue subjectif, sont pris en compte l'intensité de la volonté délictuelle ainsi que les motivations et les buts de l'auteur. À ces composantes de la culpabilité, il faut ajouter les facteurs liés à l'auteur lui-même, à savoir les antécédents (judiciaires et non judiciaires), la réputation, la situation personnelle (état de santé, âge, obligations familiales, situation professionnelle, risque de récidive, etc.), la vulnérabilité face à la peine, de même que le comportement après l'acte et au cours de la procédure pénale (ATF 141 IV 61 consid. 6.1.1 ; ATF 136 IV 55 consid. 5 ; ATF 134 IV 17 consid. 2.1). L'art. 47 CP confère un large pouvoir d'appréciation au juge (ATF 144 IV 313 consid. 1.2). En matière d'infractions fondées sur l'art. 19 LStup, la quantité nette de drogue en cause (1) et le rôle joué par l'auteur (2) sont deux critères importants, mais non exclusifs, pour déterminer la quotité de la peine ; le critère de la quantité de drogue a d'autant plus de poids que celle-ci est importante et le critère du rôle de l'auteur pèse d'autant plus lourd que plusieurs comportements couverts par l'art. 19 LStup sont réalisés (ATF 121 IV 202 consid. 2d/cc ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_843/2014 du 7 avril 2015 consid. 1.1.1 ; 6B_632/2014 du 27 octobre 2014 consid. 1.2 ; 6B_107/2013 du 15 mai 2013 consid. 2.1). 3.4. Aux termes de l'art. 49 al. 1 CP, si, en raison d'un ou de plusieurs actes, l'auteur remplit les conditions de plusieurs peines de même genre, le juge le condamne à la peine de l'infraction la plus grave et l'augmente dans une juste proportion. Il ne peut toutefois excéder de plus de la moitié le maximum de la peine prévue pour cette infraction. Il est en outre lié par le maximum légal de chaque genre de peine. 3.5. En l'espèce, l'infraction la plus grave commise par l'appelant est celle à l'art. 19 al. 1 let. d LStup. Eu égard à cette infraction, sa culpabilité est moyenne vu les quantités relativement faibles de stupéfiants en cause. Son mobile est égoïste, il a agi mû par l'appât du gain. Sa collaboration est mauvaise. Sa prise de conscience est inexistante. Il persiste, en appel encore, à contester les faits qui lui sont reprochés.”
Der gleichzeitige Besitz verschiedenartiger Betäubungsmittel ist nach herrschender Ansicht als eine einzige Tathandlung zu qualifizieren; es liegt daher regelmässig keine Mehrfachbestrafung wegen mehrerer selbständiger Delikte nach Art. 19 BetmG vor.
“19 N 114 f.) In den meisten Fällen erfüllt ein Täter, der dem Betäubungsmittelgesetz zuwiderhandelt, gleichzeitig mehrere der in den verschiedenen Absätzen von Art. 19 Abs. 1 BetmG aufgezählten Tathandlungen. Dabei stellt sich die Frage, ob echte Realkonkurrenz im Sinne einer wiederholten Deliktsbegehung vorliegt. Echte Idealkonkurrenz ist demgegenüber nicht möglich (Hug/Beeli, Betäubungsmittelgesetz, 1. Aufl. 2016, Art. 19 N. 163 ff.). So ist der Besitz verschiedenartiger Betäubungsmittel nur als eine einzige Tathandlung zu qualifizieren (Hug/Beeli, a.a.O., Art. 19 N. 604). 3.1.3.2 Strafbar ist nur, wer «unbefugte» Handlungen mit Betäubungsmitteln vornimmt. Das Unrecht liegt im Verstoss gegen das Bewilligungssystem, welchem der Verkehr mit Betäubungsmitteln unterliegt. Unbefugt handelt, wer nicht über die notwendige behördliche Bewilligung verfügt oder mit einem gemäss Art. 8 Abs. 1 BetmG generell verbotenen Betäubungsmittel umgeht (Albrecht, Handkommentar, Art. 19-28l BetmG, 3. Aufl. 2016, Art. 19 BetmG N. 29 f.; BGE 95 IV 179). 3.1.3.3 Zu den verbotenen Betäubungsmitteln gehören namentlich abhängigkeitserzeugende Stoffe des Wirkungstyps Cannabis (Art. 2 lit. a BetmG), soweit sie nicht zu medizinischen Zwecken verwendet werden (Art. 8 Abs. 1 lit. d BetmG). Hanfpflanzen oder Teile davon, die einen durchschnittlichen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % aufweisen, und sämtliche Gegenstände und Präparate, welche einen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1% aufweisen oder aus Hanf mit einem Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1% hergestellt werden, sind als Drogenhanf und damit verbotene Betäubungsmittel zu qualifizieren (Art. 1 Abs. 2 lit. a in Verbindung mit dem Verzeichnis d [Anhang 5] der BetmVV-EDI; vgl. BGE 145 IV 513 E. 2.3 S. 516 ff.). Demgegenüber gelten Hanfprodukte, die einen THC-Gehalt von unter 1 % aufweisen, nicht als Drogenhanf, sondern als Industriehanf. 3.1.4 Tatsächliches 3.1.4.1 Anlässlich der Hausdurchsuchung vom 16. November 2022 wurden in den von der Garage DD. GmbH gemieteten Räumlichkeiten in U.”
Die Praxis prüft bei mehreren unterschiedlichen Tathandlungen gesondert die jeweiligen Qualifikationen nach Art. 19 Abs. 1 lit. a–d (z. B. Anbau; Lagern/Einführen; Veräussern; Besitz). Daraus können unterschiedliche rechtliche Bewertungen und folglich unterschiedliche Sanktionsfolgen entstehen. Bei unklaren Feststellungen zu Umfang, Rolle oder Menge kann das Gericht die Strafe unterhalb des Höchststrafrahmens bemessen (unter Beachtung der allgemeinen Strafzumessungsgrundsätze).
“Die rechtliche Subsumtion der Beteiligung des Beschuldigten an der erstellten Einfuhr sowie dem Anbau von Marihuana unter Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG (unbefugtes Anbauen), Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG (unbefugtes Lagern, Versenden, Befördern, Einführen), Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (unbefugtes Veräussern, in Verkehr Bringen) sowie Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG (unbefugtes Besitzen, Aufbewahren und Erwerben) durch die Vorinstanz (Urk. 195 S. 204) ändert sich auch unter Berücksichtigung des Wegfalls der Teilmenge gemäss Anklageziffer 1.1.1.1. lit. a nicht. Dies wird vom Beschuldigten denn auch im Rückweisungsverfahren zu Recht nicht in Abrede gestellt (Urk. 247). Gleiches gilt hinsichtlich der Qualifikation gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG (Bandenmässigkeit) und Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG (Gewerbsmässigkeit) mit Bezug auf die Ziffern”
“2 StGB keine Verbindungsgelds- trafe mehr vorgesehen ist, sondern lediglich noch eine Bestrafung mit Freiheits- strafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Insofern ist das neue Recht in casu mithin das mildere im Sinne von Art. 2 Abs. 2 StGB, weshalb die revidierte Bestimmung anzuwenden ist und der Beschuldigte für das in diesem Zusammenhang began- gene Unrecht – im Gegensatz zur Vorinstanz, welche die diesbezügliche Sanktion noch unter der Geltung des alten Rechts auszufällen hatte (vgl. Urk. 77 S. 62 f.) – ausschliesslich mit einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe zu belegen ist. 2.Grundlagen 2.1.Zu den theoretischen Grundlagen der Strafenbildung hat sich die Vorinstanz bereits umfassend geäussert und dabei insbesondere auch den Strafrahmen (mit Ausnahme der nunmehr nicht mehr auszusprechenden Verbindungsgeldstrafe) so- wie die allgemeinen Strafzumessungsregeln korrekt dargelegt (vgl. Urk. 77 S. 62 ff.). Für das Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sieht das Gesetz einen ordentlichen Strafrahmen von einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bis zu 20 Jahren vor. Die qualifizierte Geldwäscherei nach Art. 305 bis Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 305 bis Ziff. 2 lit. c StGB wird, wie vorstehend ausgeführt, mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe geahndet. 2.2.In diesem Zusammenhang hat die Vorinstanz zutreffend hervorgehoben, dass bei Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz insbesondere die Drogen- menge und die Gefährlichkeit der Droge eine Rolle spielen, wobei auch die Hierar- chiestufe innerhalb des Betäubungsmittelhandels und die Art des Handels mass- gebende Bedeutung erlangen (vgl. BGE 121 IV 193). 3.Tatkomponente 3.1.Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz a)Was die objektive Tatschwere anbelangt, so kann dem Beschuldigten der Vertrieb von insgesamt 125 Gramm reinem Kokain innert zwei Monaten an einen - 28 - drogensüchtigen Läufer im Rahmen von drei Gelegenheiten nachgewiesen wer- den, ohne dass er selbst süchtig war, was durchaus für eine erhebliche kriminelle Energie spricht.”
“HD 16) sowie die Nachtragsanklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kan- tons Zürich vom 4. Januar 2021 (Urk. 150/14/5) sind diesem Urteil beigeheftet. Urteil der Vorinstanz: (Urk. 186 S. 148 ff.) 1.Das Verfahren gegen den Beschuldigten wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG (Hauptanklagepunkt HD/b), mehrfacher Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB (Hauptan- klagepunkte ND 4 und 5), einfacher Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Hauptanklagepunkt ND 5) sowie Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen im Sinne von Art. 292 StGB (Hauptanklagepunkt ND 7) wird definitiv eingestellt. 2.Der Beschuldigte ist schuldig der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungs- mittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG in Verbin- dung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (Kokainerwerb bzw. -besitz und -verkauf gemäss den Hauptanklagepunkten HD/a bzw. ND 1 und ND 2a, b, d und e), der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG (Marihuanaerwerb gemäss Hauptanklagepunkt HD/a), - 4 - der Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 Abs. 1 StGB (Hauptanklage- punkt ND 4), der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB (Hauptanklagepunkte ND 4 und 6), des versuchten Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbin- dung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Hauptanklagepunkt ND 8), der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (Hauptankla- gepunkt ND 8), des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG (Hauptanklagepunkte ND 12 und 13 sowie Nachtrags- anklagepunkt D 2) sowie der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG (Nachtragsanklagepunkt D 1). 3.Der Beschuldigte wird freigesprochen von den Vorwürfen der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungs- mittelgesetz im Sinne Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs.”
Art. 19 Abs. 1 BetmG erfasst in einer sehr weiten und detaillierten Aufzählung zahlreiche unterstützende Handlungen als selbständige Straftatbestände. Dadurch reduziert sich der Anwendungsbereich klassischer Gehilfenschaft nach Art. 25 aStGB: Bleibt ein Tatbeitrag nicht als «untergeordnet» und vom Gesetz nicht selbständig erfasst, ist er nach Praxis und Lehre nicht bloss als Gehilfenschaft, sondern gegebenenfalls als Täterverhalten zu qualifizieren. Die Rechtsprechung macht deutlich, dass etwa Gärtnerarbeiten (Anpflanzen, Pflegen, Ernten, Trocknen von Stecklingen) die Merkmale von Haupttatbeständen (z.B. unbefugter Anbau und unbefugter Besitz nach Art. 19 Abs. 1 lit. a und d) erfüllen können.
“E. 2). Die allgemeinen Regeln des Strafgesetzbuchs über Täter und Teilnahme gelten auch im Bereich der Betäubungsmitteldelikte (Art. 26 BetmG). Dabei ist zu beachten, dass Art. 19 Abs. 1 BetmG nahezu alle Unterstützungshandlungen als selbständige Handlungen umschreibt. Aufgrund der hohen Regelungsdichte besteht kein Bedürfnis, unterstützende Tatbeiträge über die Regeln der Mittäterschaft, Anstiftung oder Gehilfenschaft in die eigentliche Tat einzubeziehen. Diese Dichte hat eine starke Einschränkung des Anwendungsbereichs von Art. 25 aStGB (Gehilfenschaft) zur Folge. Gehilfenschaft liegt nur vor, wenn die objektive Mitwirkung an der Tat eines anderen sich auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbständiges Delikt erfassten Beitrag beschränkt (Urteil des Bundesgerichts 6B_138/2022 vom”
“________ geltend gemachte Gehilfenschaft zu verneinen (siehe dazu auch E. II.13.5 hiervor, letzter Absatz). Ohnehin ist unter Berücksichtigung der rechtlichen Ausführungen unter E. III.16.3 hiervor festzuhalten, dass A.________ selbst dann nicht als Gehilfe i.S.v. Art. 25 aStGB zu qualifizieren wäre, wenn er nur die zugestandenen «Gärtnerarbeiten» verrichtet hätte: Wer Cannabisstecklinge anpflanzt, pflegt, erntet und trocknet, unterstützt den Cannabishandel nicht durch einen bloss untergeordneten Tatbeitrag, sondern ist für die Verwirklichung des Delikts derart wesentlich, dass dieses mit ihm steht oder fällt, und damit Hauptbeteiligter. Allein schon mit seinen «Gärtnertätigkeiten» trug A.________ in massgebender Weise zum Betrieb und Erfolg der Hanf-Indooranlage bei und erfüllte er eigenständig die Tatbestände des unbefugten Anbaus (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG) und des unbefugten Besitzes (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) von Cannabis. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann A.________ schliesslich aus dem Umstand, dass T.________ wegen Gehilfenschaft nach Art. 19 Abs. 1 BetmG i.V.m. Art. 25 aStGB verurteilt wurde. Dessen Verurteilung ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und für die Kammer nicht bindend.”
“oder durch gewerbsmässigen Handel einen grossen Umsatz oder einen erheblichen Gewinn erzielt (lit. c). Die strafbaren Vorbereitungen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG werden durch die Tathandlungen der lit. a–f von Art. 19 Abs. 1 BetmG konsumiert. Wer bspw. straf- bare Anstalten zur Drogeneinfuhr unternimmt und anschliessend den Stoff auch in die Schweiz einführt, wird lediglich nach Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG schuldig ge- sprochen. Die Vorinstanz hat sodann sorgfältig und zutreffend die theoretischen Grundlagen gemäss Lehre und Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Gehil- fenschaft und Mittäterschaft sowie des gewerbs- und bandenmässigen Handeln gemäss Lehre und Rechtsprechung dargetan. Auf diese Ausführungen ist vorab zu verweisen (Urk. 123 S. 86, S. 92 ff., S. 98 ff.). Angesichts der extrem weiten Fassung der Verbotsmaterie in Art. 19 Abs. 1 BetmG ist zu beachten, dass ver- schiedene der aufgezählten verbotenen Handlungen den Charakter der Mittäter- - 58 - schaft oder einer Teilnahme an Drogengeschäften von Drittpersonen aufweisen können, gleichwohl aber als selbstständige Straftatbestände eingestuft sind. Wer in solchen Fällen selber alle Merkmale eines der gesetzlichen Tatbestände objek- tiv wie subjektiv erfüllt, ist – nach der bundesgerichtlichen Praxis – als Täter zu betrachten und untersteht als solcher der vollen Strafdrohung.”
“Bei Betäubungsmittelde- likten handelt es sich um Delikte, die sich typischerweise durch Arbeitsteilung auszeichnen und von mehreren Personen in unterschiedlichen Rollen gemeinsam begangen werden (P ETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmit- telgesetzes [Art. 19–28l BetmG], 3. Aufl. 2016, N. 148 zu Art. 19 BetmG). Die ext- rem weite Fassung der Verbotsmaterie in Art. 19 Abs. 1 BetmG hat aber zur Fol- - 11 - ge, dass verschiedene der aufgezählten verbotenen Handlungen, welche zwar den Charakter der Mittäterschaft oder Teilnahme an Drogengeschäften von Dritt- personen aufweisen können, als selbständige Straftatbestände eingestuft werden. Wer in solchen Fällen selber alle Merkmale eines gesetzlichen Straftatbestands objektiv und subjektiv erfüllt, ist nach der Praxis nicht bloss Teilnehmer, sondern Täter (BGE 142 IV 401 E. 3.3.2 S. 405; Urteil 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 E. 1.2.2; je mit Hinweisen; ALBRECHT, a.a.O., N. 149 zu Art. 19 BetmG). Das Bun- desgericht schlussfolgerte, wer etwa unbefugt Betäubungsmittel kaufe, sei "nur" Täter nach Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG und nicht auch Mittäter des Lieferanten im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG, weshalb Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO, welcher die Beurteilung von Mittätern und Teilnehmern in einem Verfahren gebiete, nicht einschlägig sei (Urteil 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 E. 1.2.2). Auch ein allfälli- ges Unterordnungsverhältnis macht einen Täter rechtlich nicht zum Gehilfen (BGE 133 IV 187 E. 3.3 S. 194 mit Hinweis). Die Staatsanwaltschaft legt dem Beschuldigten zur Last, er habe von E._____ rund 50 Gramm Kokain für Fr. 3'500.-- gekauft, um dieses gewinnbringend an Konsumenten zu verkaufen. Aus den Einvernahmen von E._____ geht hervor, dass diesem ein Betäubungsmittelhandel mit ca. 70 Betäubungsmittelkäufern vorgehalten wurde (vgl. etwa Urk. 3/13 S. 14). Damit geht die Anklagebehörde von unterschiedlichen Rollen aus und wirft sie dem Beschuldigten und E._____ nicht ein gemeinsames Handeln vor. Der Grundsatz der Verfahrenseinheit im Sinne von Art. 29 StPO wurde nicht verletzt. Dem Beschuldigten kam damit im Verfahren gegen E.”
Im Berufungsverfahren greift das Verbot der reformatio in peius: Eine in der Vorinstanz nicht erfolgte Verurteilung wegen Tatbeständen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG ist für das Berufungsgericht verbindlich. Entsprechend verbietet das Verbot der reformatio in peius die Verhängung einer verschärfenden Strafe (z. B. Freiheits- statt Geldstrafe), wenn die Vorinstanz eine Geldstrafe ausgesprochen hat. Werden nur einzelne Punkte angefochten, bleiben die nicht angefochtenen Schuldsprüche und sonstigen Dispositivteile in Rechtskraft.
“Die – entgegen dem Antrag der Staatsanwaltschaft – nicht erfolgte vo- rinstanzliche Verurteilung wegen Veräusserung (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG) und Besitz bzw. Erwerb (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) ist aufgrund der Verbotes der re- formatio in peius ohne Weiteres für das hiesige Berufungsgericht bindend. Gleiches hat für die Verneinung der Bandenmässigkeit gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG zu gelten.”
“Der Deliktsvorwurf des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG sieht einen Strafrahmen von einer Geld- strafe bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe vor. Angesichts der Vorstrafen des Be- schuldigten (Urk. 82 ) stellte sich zwar ernsthaft die Frage, inwieweit er sich von der Aussprechung einer Geldstrafe beeindrucken liesse, und ob deswegen nicht gemäss Art. 41 Abs. 1 StGB eine kurze Freiheitsstrafe angemessen wäre. Nach- dem aber die Vorinstanz hierfür eine Geldstrafe aussprach (Urk. 79 S. 41 f.) ver- bietet das Verbot der reformatio in peius gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO die Aus- sprechung einer Freiheitsstrafe für diesen Vorwurf. Eine Zusatzstrafe zur Verurtei- lung durch das Jugendgericht kommt auf der Ungleichartigkeit der Strafen nicht in Frage.”
“Mit Präsidialverfügung vom 1. Juni 2022 wurde dem Beschuldigten und den Privatklägern 1 und 2 Frist zur Erhebung einer Anschlussberufung angesetzt (Urk. 52). Der Beschuldigte liess mit Schreiben vom 24. Juni 2022 auf eine An- schlussberufung verzichten (Urk. 54). Die Privatkläger 1 und 2 liessen sich nicht vernehmen. 3. Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO hat die Beru- fung im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils dementsprechend gehemmt. Nachdem die Staatsan- waltschaft die Dispositivziffern 1 (Schuldsprüche), 6 bis 8 (Herausgabe, Einzie- hung und Vernichtung von beschlagnahmten Gegenständen, Sicherstellungen, Asservaten, Spuren und Spurenträgern), 9 (Zivilansprüche), 10 (Kostenfestset- zung) und 13 (Umtriebsentschädigung) nicht angefochten hat, sind diese in Rechtskraft erwachsen. Der nicht explizit im Dispositiv erwähnte Freispruch vom - 7 - Vorwurf des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (Überlassen einer Tablette Diaphin an D._____) ist ebenfalls angefochten, was sich aus der Begründung der Berufung durch den zuständigen Staatsanwalt anlässlich der Berufungsverhandlung ausdrücklich ergibt (Urk. 76 S. 5). Ebenfalls als mitangefochten muss die teilweise Kostenauflage (Dispositiv- ziffer 11) gelten, nachdem die Staatsanwaltschaft im erstinstanzlichen Gerichts- verfahren einen vollumfänglichen Schuldspruch verlangt hatte, dem Beschuldig- ten von der Vorinstanz aber ausgangsgemäss nur ein Drittel der Kosten auferlegt wurde. Gleiches gilt mutatis mutandis für den Rückforderungsvorbehalt gemäss Dispositivziffer 12 des vorinstanzlichen Urteils. 4. Am 26. September 2022 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 21. März 2023 vorgeladen (Urk. 63). Anlässlich derselben stellten die Parteien die eingangs aufgeführten Anträge. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. II. Tatsächliches und Rechtliches 1. Die Staatsanwaltschaft verlangt einen Schuldspruch des Beschuldigten auch wegen versuchter Unterlassung der Nothilfe im Sinne von Art.”
“Mai 2021, Urk. 47). - 7 - 4. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung auf- schiebende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils dement- sprechend gehemmt. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Auch wenn das Berufungsgericht nur die angefochtenen Punkte neu beurteilt, fällt es am Ende ein insgesamt neues Urteil (Art. 408 StPO), worin es jedoch anzugeben hat, welche Punkte bereits früher in Rechtskraft erwachsen sind (BGE 141 IV 244 E. 1.3.3; Urteil des Bundesgerichtes 6B_533/2016 vom 29. November 2016 E. 4.2 mit Hinweisen). 4.1. Der Beschuldigte ficht mit seiner Berufung das vorinstanzliche Urteil einer- seits hinsichtlich des Schuldspruchs wegen qualifizierten Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG (Verbrechen) an, hin- sichtlich welchem er einen Schuldspruch wegen Vergehens gegen das Betäu- bungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) beantragt. Zudem beantragt er einen Freispruch vom Vorwurf des Vergehens gegen das Waffengesetz. Hinsichtlich letzterem hatte der Beschuldigte vor Vorinstanz den Vorwurf samt rechtlicher Würdigung gemäss Anklageschrift noch anerkannt und entsprechend selber einen Schuldspruch beantragt (vgl. Urk. 37 S. 3 bzw. Urk. 30 S. 5). Im Berufungsverfah- ren verlangt er jedoch auch hinsichtlich dieses Vorwurfes neu einen Freispruch. Die übrigen vorinstanzlichen Schuldsprüche anerkennt er dagegen. Im Weiteren richtet der Beschuldigte seine Berufung gegen das vorinstanzlich festgesetzte Strafmass und den von der Vorinstanz angeordneten teilbedingten Vollzug sowie gegen den Widerruf der Geldstrafe gemäss Strafbefehl vom 3. Februar 2017. Schliesslich verlangt er die Herausgabe der beiden Mobiltelefone, hinsichtlich welcher die Vorinstanz die Einziehung und Vernichtung verfügt hat. 4.2. Das vorinstanzliche Urteil blieb somit bezüglich der Dispositivziffern 1 teil- weise (Schuldsprüche betreffend harte Pornografie, mehrfache Gewaltdarstellun- gen und mehrfache Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes), 6 (Einziehun- gen Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien), 7 (Einziehung Bargeld zur Deckung der Verfahrenskosten), 8 teilweise (Einziehungen, ausser 2 iPhones) - 8 - sowie 9 - 10 (Kostenfestsetzung) unangefochten.”
Frühere einschlägige Verurteilungen — namentlich wegen Delikten nach Art. 19 BetmG — sowie zahlreiche Vorstrafen können in Verbindung mit der Gleichartigkeit der Taten und weiteren Umständen die Annahme der Wiederholungsgefahr nach Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO begründen und damit eine vorsorgliche Untersuchungshaft rechtfertigen.
“Das Zwangsmassnahmengericht begründet die Wiederholungsgefahr wie folgt: Damit ist auch gesagt, dass, anders als die Verteidigung annimmt, der Haftgrund der Wiederholungsgefahr nach Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO gegeben ist: er ist in Anbetracht der zahlreichen Vorstrafen – namentlich am 14. Oktober 2015 wegen u.a. versuchter einfacher Körperverletzung i.S.v. Art. 123 StGB und Raubs i.S.v. Art. 140 StGB, am 18. August 2020 wegen u.a. mehrfachen Vergehens gegen das BetmG i.S.v. Art. 19 BetmG, grober und qualifizierter grober Verletzung der Verkehrsregeln i.S.v. Art. 90 SVG und Fahrens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand i.S.v. Art. 91 SVG sowie am 15. Oktober 2020 wegen u.a. mehrfacher Körperverletzung i.S.v. Art. 123 StGB – einerseits und der Gegenstand der hängigen Untersuchung bildenden, zugegebenen und als Vortaten heranzuziehenden SVG-Delikte, mit denen die für die Annahme der Wiederholungsgefahr erforderliche Gleichartigkeit der Straftaten erstellt ist (vgl. z.B. Urteile des Bundesgerichts 1B_538/2011 vom 17. Oktober 2011 E. 3.2 und 1B_71/2013 vom 13. März 2013 E. 2.3) und die als schwere Vergehen zu qualifizieren sind, anderseits zu bejahen. Die ungünstige Prognose ergibt sich zum einen aus seinem psychischen Zustand (A.________ spricht selber von einer unbehandelten Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), zum anderen aus der Tatsache, dass A.________ im Fall seiner Freilassung in ein unverändert gebliebenes Umfeld zurückkehren würde, dass offensichtlich nicht imstande war, ihn von den ihm vorgeworfenen Straftaten abzuhalten, oder ihn vielmehr gerade dazu brachte.”
“Das Zwangsmassnahmengericht begründet die Wiederholungsgefahr wie folgt: Damit ist auch gesagt, dass, anders als die Verteidigung annimmt, der Haftgrund der Wiederholungsgefahr nach Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO gegeben ist: er ist in Anbetracht der zahlreichen Vorstrafen – namentlich am 14. Oktober 2015 wegen u.a. versuchter einfacher Körperverletzung i.S.v. Art. 123 StGB und Raubs i.S.v. Art. 140 StGB, am 18. August 2020 wegen u.a. mehrfachen Vergehens gegen das BetmG i.S.v. Art. 19 BetmG, grober und qualifizierter grober Verletzung der Verkehrsregeln i.S.v. Art. 90 SVG und Fahrens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand i.S.v. Art. 91 SVG sowie am 15. Oktober 2020 wegen u.a. mehrfacher Körperverletzung i.S.v. Art. 123 StGB – einerseits und der Gegenstand der hängigen Untersuchung bildenden, zugegebenen und als Vortaten heranzuziehenden SVG-Delikte, mit denen die für die Annahme der Wiederholungsgefahr erforderliche Gleichartigkeit der Straftaten erstellt ist (vgl. z.B. Urteile des Bundesgerichts 1B_538/2011 vom 17. Oktober 2011 E. 3.2 und 1B_71/2013 vom 13. März 2013 E. 2.3) und die als schwere Vergehen zu qualifizieren sind, anderseits zu bejahen. Die ungünstige Prognose ergibt sich zum einen aus seinem psychischen Zustand (A.________ spricht selber von einer unbehandelten Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), zum anderen aus der Tatsache, dass A.________ im Fall seiner Freilassung in ein unverändert gebliebenes Umfeld zurückkehren würde, dass offensichtlich nicht imstande war, ihn von den ihm vorgeworfenen Straftaten abzuhalten, oder ihn vielmehr gerade dazu brachte.”
Für die Qualifikation als «Anstalten treffen» (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG) ist nach den zitierten Entscheidungen ersichtlich, dass die Tathandlungen objektiv geeignet sein müssen, eine Gefährdung (z. B. einer Vielzahl von Personen) herbeizuführen. Blosse Indizien allein genügen nach den Entscheidungen nicht automatisch zur Qualifikation, wenn die objektive Gefährdung fehlt.
“Gramm Methamphetamin sowie die 560 ml GBL. Aus den obgenannten Gründen ist auch hinsichtlich der sicherge- - 15 - stellten Drogen nicht ersichtlich, dass der Beschuldigte den Tatbestand des Anstal- tentreffens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG erfüllt hätte. Dementsprechend ist der Beschuldigte heute des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig zu sprechen.”
“Die Vorinstanz hat den Tatbestand unter die lit. c und d des Art. 19 Abs. 1 BetmG subsumiert. Dem ist zuzustimmen. Betreffend lit. g (Anstalten treffen) führ- te die Vorinstanz mit Hinweis auf die entsprechende Literatur zutreffend aus, dass alle Tathandlungen gemäss lit. a bis lit. f umfasst seien, weshalb der Versuch nicht zum Tragen komme. Zur Qualifizierung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG kann wiederholt werden, dass die Tathandlungen des Beschuldigten nie objektiv geeignet waren, eine Vielzahl von Menschen zu gefährden (es wurde Mehl statt 50 Kilogramm Kokain geliefert), obwohl sich der Beschuldigte dies na- türlich subjektiv anders vorstellte. Mit Wegfall der objektiven Gefahr scheidet ein qualifiziertes Anstaltentreffen aus (OFK/BetmG, 4. Aufl., Zürich 2022, S CHLEGEL/ JUCKER, BetmG Art. 19 N 233 m.w.H.).”
Vor einer Verurteilung nach Art. 19 Abs. 4 BetmG hat das schweizerische Gericht sicherzustellen, dass das ausländische Staat nicht die Auslieferung verlangt; hierzu sind nötigenfalls Rücksprachen mit dem Staat des Tatorts zu führen bzw. ein nihil obstat einzuholen.
“Da die Betäubungsmittel Mitte Januar 2010 aufgefunden wurden, kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass diese bereits im Jahre 2009 in die Schweiz eingeführt wurden, wodurch diese Einfuhr noch nicht durch das französische Urteil vom 22. November 2016 erfasst wäre. Auch diesen Umstand gilt es vom Strafgericht zu klären. Gegen die Möglichkeit, dass Frankreich bereits stellvertretend die auch in der Schweiz begangenen Betäubungsmitteldelikte abgeurteilt hat, spricht überdies Folgendes: Zwar gilt die Regelung, dass bei schweren Betäubungsmitteldelikten gestützt auf Art. 19 Abs. 4 BetmG von der Schweiz auch Auslandstaten verfolgt werden können, jedoch kann dies nicht als Universalitäts- bzw. Weltrechtsprinzip verstanden werden. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Zwischenform zwischen dem Universalitätsprinzip und der Übernahme der Strafverfolgung nach Art. 85 des Rechtshilfegesetzes (IRSG, SR 351.1, vgl. BGE 126 IV 255 E. 4.c S. 266). Sofern die Schweiz einen Ausländer wegen z.B. in Frankreich begangener Delikte gestützt auf Art. 19 Abs. 4 BetmG verurteilen will, so wäre zuerst Rücksprache mit Frankreich zu nehmen und etwa abzuklären, ob nicht Frankreich um zulässige Auslieferung des Delinquenten ersucht (vgl. BGE 118 IV 416 E. 2 S. 418 f.; Hug-Beeli, in: Kommentar Betäubungsmittelgesetz, Basel 2016, Art. 19 N 1200). Im umgekehrten Fall ist nicht anzunehmen, dass Frankreich, sollte es Betäubungsmitteldelikte mit Tatort Schweiz verfolgen und bestrafen wollen, eine Verurteilung ohne vorhergehende Rücksprache mit der Schweiz hätte vornehmen können. Solche Anfragen der französischen Justizbehörden sind aber nicht aktenkundig und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Ferner ist die Ausführung des Beschwerdeführers nicht korrekt, dass die Betäubungsmittel gemäss Anklage der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt unbestrittenermassen aus Frankreich stammen würden, führt die Anklage doch aus, dass diese auch aus Deutschland stammen könnten (Ziff.”
“4 LStup, l'auteur d'une infraction commise à l'étranger, appréhendé en Suisse et qui n'est pas extradé, est passible des peines prévues aux al. 1 et 2 si l'acte est réprimé dans le pays où il l'a perpétré ; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP ; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas a priori exclue, qu'elle ne sera pas requise par l'Etat étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet Etat un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art. 8 al. 1 CP. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle.”
Für die Qualifikation nach Art. 19 BetmG (aggravierende «Metier»-Konstellation) sind grundsätzlich nur tatsächlich realisierter Umsatz bzw. tatsächlich verkaufter Mengen massgeblich; Mengen und der tatsächlich erzielte Gewinn müssen feststellbar sein. Soweit dem Täter mit der Übergabe bereits eine Kaufpreisforderung zusteht, kann diese Forderung als realisierter Umsatz/Gewinn angerechnet werden, auch wenn Zahlung noch aussteht.
“La circonstance aggravante du métier ne peut être appliquée que si le chiffre d’affaires ou le gain a été effectivement réalisé ; les quantités et type de drogue vendue doivent être établis, de même que le bénéfice effectivement réalisé (arrêt du TF du 18.03.2022 [6B_738/2021] cons. 2.5, cité par Grodecki/Jeanneret, op. cit., n. 94 ad art. 19 LStup). b.e) Lorsque le juge constate un motif pour lequel le cas doit être qualifié de grave, il ne doit pas rechercher s’il en existerait un autre, le cadre légal ne devant pas être déplacé davantage vers le haut. Ce sera seulement au moment de la fixation de la peine, dans le cadre extrêmement large fixé par l’article 19 al. 2 LStup, que le juge tiendra compte de toutes les circonstances importantes pour apprécier la gravité de la faute commise (Corboz, op. cit., n. 112 à 115 ad art. 19 LStup). c.a) Au niveau subjectif, l’article 19 al. 1 et 2 LStup est une infraction intentionnelle, le dol éventuel étant toutefois suffisant (ATF 126 IV 198 cons. 2 et Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3e éd., 2016, n. 201 ad art. 19 LStup et les réf. cit.). c.b) Pour ce qui a trait à la circonstance aggravante de la bande (cf. l’arrêt précité [6B_281/2022] cons. 1.2 et les réf. cit.), l'auteur doit être conscient de l'existence et du but de la bande. Son intention doit englober les éléments constitutifs de l'infraction en bande pour justifier cette qualification. Un acte commis en bande ne doit être admis que si l'auteur avait la volonté de commettre une pluralité d'infractions avec ses comparses. c.c) Selon la jurisprudence (arrêt du TF du 27.08.2021 [6B_627/2021] cons. 2.2 et les réf. cit.), il y a dol éventuel lorsque l'auteur tient pour possible la réalisation de l'infraction et l'accepte au cas où celle-ci se produirait, même s'il ne le souhaite pas (art. 12 al. 2 CP). 7. a) Aux termes de l’article 305bis CP, se rend coupable de blanchiment d’argent celui qui aura commis un acte propre à entraver l’identification de l’origine, la découverte ou la confiscation de valeurs patrimoniales dont il savait ou devait présumer qu’elles provenaient d’un crime.”
“Die entsprechende Schädlichkeit liegt in Fällen, in denen im grossen Stil verbotene Substanzen umgesetzt werden, auch schon dann vor, wenn der Händler für die weitergegebene Ware noch nicht bezahlt wurde. Anlass, Händler von der höheren Strafandrohung auszunehmen, nur weil sie für die umgesetzte Ware noch nicht bezahlt wurden, besteht daher nicht. Dass die Kaufpreisforderung aufgrund der Rechtswidrigkeit des ihr zugrundeliegenden Verkaufsgeschäfts gestützt auf Art. 20 OR als nichtig betrachtet werden muss und deshalb nach dem juristisch-wirtschaftlichen Vermögensbegriff kein Vermögen im Rechtssinn darstellt (vgl. dazu BGE 147 IV 73 E. 6.2 sowie E. 5.2.5 unten), kann angesichts der erwähnten Zielsetzung im Übrigen keine Rolle spielen. Denn es geht hier nicht um eine Vermögenszuordnung nach dem entsprechenden Vermögensbegriff, sondern um die Erfassung einer besonderen sozialen Schädlichkeit. Dem scheint im Ergebnis auch die Lehre zuzustimmen, soweit sie zu Recht jedenfalls Drogen, die ihrerseits illegale Mittel darstellen, als relevanten Vermögensvorteil im Sinne der qualifizierenden Bestimmung zulässt (vgl. HUG-BEELI, a.a.O., N. 1109 zu Art. 19 BetmG; so im Ergebnis auch schon das bundesgerichtliche Urteil vom 31. Oktober 1977, a.a.O., S. 590). Ein grosser Umsatz oder erheblicher Gewinn kann nach dem Ausgeführten folglich bereits dann vorliegen, wenn dem Händler erst eine Forderung auf Bezahlung des Kaufpreises für die verkaufte verbotene Ware in der vorausgesetzten Höhe zukommt. 3.2.2.6. Laut dem erstellten Sachverhalt übergab der Beschwerdeführer die Dopingmittel an L.________ zum Zweck des Weiterverkaufs durch denselben auf Kommissionsbasis. L.________ sollte den Beschwerdeführer nach Weiterverkauf der Ware vergüten. Gemäss der Abmachung der Beteiligten kam dem Beschwerdeführer folglich mit Übergabe der Ware an L.________ eine Forderung auf entsprechende Vergütung zu. Ein Umsatz des Beschwerdeführers ist damit nach dem oben Gesagten, soweit nicht tatsächlich schon eine Zahlung erfolgte, im Umfang dieser Forderung realisiert. Gleiches gilt für den daraus abzuleitenden Gewinn. Unter Zugrundelegung der von der Vorinstanz mit Verweis auf die Erstinstanz angenommenen Berechnungsparameter, die der Beschwerdeführer nicht kritisiert und das Bundesgericht gemäss Art.”
“par pilule thaïe en 2019 (celles vendues auparavant à O.________ l’ayant été in dubio sans bénéfice, D. 330 l. 433 ; 562 l. 195-196). Il est toutefois précisé que seules les quantités effectivement vendues peuvent être prises en compte dans le calcul du bénéfice (Bernard Corboz, Les infractions de droit suisse, vol. II, 2002, no 105 ad art. 19 LStup ; Peter Albrecht, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes, Art. 19-28l BetmG, 3e éd. 2016, no 226 ad art. 19 LStup), de sorte que seule la quantité de 217 g de crystal brut doit être retenue pour les ventes effectuées en 2019 (350 g – 100 g – 33 g), au vu de l’interception de 100 g lors de l’arrestation du prévenu. Ainsi, le bénéfice total réalisé s’élève, au minimum, à CHF 17'650.00. Il se compose comme suit : - Bénéfice pour le crystal meth, entre 2015 et 2018 : 45 g x CHF”
Auch reine Gärtnertätigkeiten (z. B. Stecklinge anpflanzen, pflegen, ernten, trocknen) können, soweit sie für den Betrieb der Anlage erheblich sind, als tatbestandsmässige Handlungen qualifiziert werden und die Ausführenden als Hauptbeteiligte erscheinen lassen; sie können damit die Tatbestände des unbefugten Anbaus und des unbefugten Besitzes nach Art. 19 Abs. 1 BetmG erfüllen.
“________ gemäss Beweisergebnis wusste, dass er in eine illegale THC-Indooranlage investierte, erübrigen sich Ausführungen zu dem seinerseits behaupteten Sachverhaltsirrtum nach Art. 13 Abs. 1 aStGB. Mit Blick auf das Beweisergebnis ist auch die von A.________ geltend gemachte Gehilfenschaft zu verneinen (siehe dazu auch E. II.13.5 hiervor, letzter Absatz). Ohnehin ist unter Berücksichtigung der rechtlichen Ausführungen unter E. III.16.3 hiervor festzuhalten, dass A.________ selbst dann nicht als Gehilfe i.S.v. Art. 25 aStGB zu qualifizieren wäre, wenn er nur die zugestandenen «Gärtnerarbeiten» verrichtet hätte: Wer Cannabisstecklinge anpflanzt, pflegt, erntet und trocknet, unterstützt den Cannabishandel nicht durch einen bloss untergeordneten Tatbeitrag, sondern ist für die Verwirklichung des Delikts derart wesentlich, dass dieses mit ihm steht oder fällt, und damit Hauptbeteiligter. Allein schon mit seinen «Gärtnertätigkeiten» trug A.________ in massgebender Weise zum Betrieb und Erfolg der Hanf-Indooranlage bei und erfüllte er eigenständig die Tatbestände des unbefugten Anbaus (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG) und des unbefugten Besitzes (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) von Cannabis. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann A.________ schliesslich aus dem Umstand, dass T.________ wegen Gehilfenschaft nach Art. 19 Abs. 1 BetmG i.V.m. Art. 25 aStGB verurteilt wurde. Dessen Verurteilung ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und für die Kammer nicht bindend.”
Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG ist eine Kann‑Vorschrift: Das Gericht kann die Strafe mildern, wenn es sich um einen abhängigen Kleindealer handelt, der den Handel ausschliesslich zur Finanzierung des eigenen Konsums (gegebenenfalls auch des Konsums des Partners) betrieben hat. Voraussetzung ist, dass die Abhängigkeit Krankheitswert im Sinne der ICD‑10 aufweist.
“Gramm von seinem Kokain konsumiert, teils habe sich die- se selbst bedient (Urk. 1/3/9 F/A 3, 6, 9, 11). Da weder Anzeichen dafür, dass sich der Beschuldigte mit dem Erlös aus dem Drogenhandel einen luxuriösen Le- bensstil finanziert hätte, noch Anhaltspunkte für einen anderen Verwendungs- zweck vorliegen, ist gestützt auf seine Aussagen und die Ausführungen seiner Verteidigerin (vgl. Urk. 122 S. 4 f.) davon auszugehen, dass er ausschliesslich zum Zwecke des eigenen Konsums und desjenigen seiner Ehefrau mit Drogen handelte. Entgegen der Vorinstanz führt der Umstand, dass sich auch die Ehefrau des Beschuldigten am Kokain bediente, nicht zu einem Ausschluss von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG. Diese Bestimmung wurde für abhängige Kleinhändler vorge- sehen; die Qualifizierung von Art. 19 Abs. 2 BetmG zielt auf die nichtabhängigen Profiteure des Drogen-Schwarzmarktes ab. Folglich kommt, wer selbst abhängig ist und das Dealen allein zur Finanzierung seiner eigenen Sucht betreibt, in den Genuss einer Strafmilderung (vgl. hierzu BBl 2006 8612 f.). Nach der ratio legis dieser Bestimmung und unter Berücksichtigung, dass die Finanzierung der eige- nen Sucht das vorherrschende Handlungsziel des Beschuldigten bildete (vgl. A LBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19-28l BetmG], 3. Aufl., Bern 2016, Art. 19 BetmG N 284; FINGER- HUTH /SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 249) sowie dass der Beschuldig- - 52 - te und dessen zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls drogenabhängige und kranke Ehefrau voneinander abhängig waren und einen Haushalt teilten, muss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG auch auf den Beschuldigten Anwendung finden. Bei einer Ge- samtbetrachtung wird die objektive Tatschwere dadurch leicht relativiert.”
“Gemäss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG kann das Gericht bei einer Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 2 BetmG die Strafe nach freiem Ermessen mildern, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Widerhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen bzw. gedient hat (vgl. zu dieser Ergänzung Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 N 1186). Es handelt sich um eine Kann-Vorschrift, d.h. um einen fakultativen Strafmilderungsgrund, was auf das gerichtliche Ermessen hinweist. Gemäss der Botschaft (Botschaft über die Änderung des Betäubungsmittelgesetzes vom 9. März 2001; BBl 2001, S. 3715, 3773) ist diese Bestimmung für «abhängige Kleindealer» vorgesehen, deren Abhängigkeit Krankheitswert im Sinne der ICD-10 der WHO aufweist und die den Betäubungsmittelhandel einzig zur Finanzierung der eigenen Sucht betreiben. Diese Einschränkung wurde von der zuständigen Kommission des Nationalrats bestätigt (Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats vom 4. Mai 2006; BBl 2006, S.”
Der Besitz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG setzt ein tatsächliches Herrschaftsverhältnis an der Sache und einen von diesem Herrschaftsverhältnis getragenen Willen voraus. Mittelbarer Besitz genügt, wenn der Täter einen so sicheren und ungehinderten Zugang zu den Betäubungsmitteln hat, dass er tatsächlich über sie verfügen kann. Das Lagern oder Aufbewahren in der Wohnung sowie eine vorübergehende Innehabung werden in der Regel vom Begriff des Besitzes erfasst.
“Erwägungen der Kammer Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG). Der Begriff Besitz bedeutet ein vom Herrschaftswillen getragenes tatsächliches Herrschaftsverhältnis an einer Sache (Urteil BGer 6B_539/2009 vom 8. September 2009). Massgebend sind somit immer die tatsächliche Sachherrschaft und der Wille, sie auch auszuüben. Die Herrschaftsmöglichkeit umfasst die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zur Sache und das Wissen darum, wo sie sich befindet, und der Herrschaftswille bezeichnet den Willen, die Sache der tatsächlichen Möglichkeit gemäss zu beherrschen, d. h. über die Betäubungsmittel nach eigenem und freien Belieben verfahren zu können, z. B. sie nach seinem Willen zu verbrauchen oder weiterzugeben oder zu vernichten oder sie einstweilen einfach aufzubewahren. Das tatsächliche Herrschaftsverhältnis muss mit dem Herrschaftswillen verbunden sein, das Machtverhältnis aufrecht zu erhalten und die tatsächliche Verfügungsgewalt ausüben zu können (zum Ganzen Hug-Beeli, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, Basel 2016, Art. 19 N 575 m.w.H.). Es handelt sich bei den Tatbeständen gemäss Art.”
“Ein solches ist auch dann gegeben, wenn der Täter das Betäubungsmittel nicht selbst unmittelbar besitzt, sondern anderweitig einen solchen sicheren Zugang zu ihm hat, dass er ohne Schwierigkeiten tatsächlich darüber verfügen kann. Massgeblich für die Erfüllung des Besitzestatbestandes ist die tatsächliche Einwirkungsmöglichkeit auf die Betäubungsmittel, d. h. der ungehinderte Zugang zu ihnen (Beeli, a.a.O., N. 572 f. zu Art. 19 BemtG). Der mittelbare Besitz setzt demnach voraus, dass der Täter einen so sicheren Zugang zu den an irgendeiner Stelle verwahrten Betäubungsmitteln hat und auch tatsächlich ohne Schwierigkeiten über die Betäubungsmittel verfügen kann. Mittelbarer Besitz reicht aus, wenn er mit der tatsächlichen Verfügungsmacht über die Betäubungsmittel verbunden ist. (Beeli, a.a.O., N. 580 f. zu Art. 19 BemtG). Albrecht verlangt eine restriktive Interpretation des Besitzes, um eine Gleichwertigkeit mit den übrigen Tathandlungen des Bst. d herzustellen (Albrecht, Stämpflis Handkommentar, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes, 3. Aufl. 2016, Art. 19 Rz. 68). Eine Bestrafung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG verlangt Vorsatz, wobei dolus eventualis genügt. Der Vorsatz muss sämtliche objektiven Tatbestandsmerkmale umfassen. Gegenstand des Vorsatzes sind insbesondere die Art, die Menge und die Qualität der in den Verkehr gebrachten Betäubungsmittel (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3. Aufl. 2016, N. 114 ff. zu Art. 19 BetmG). Weiss der Täter, oder muss er annehmen, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann, droht Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr an, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt im Fall von Heroin ein schwerer Fall vor, wenn die Menge des reinen Stoffes 12 Gramm erreicht (BGE 145 IV 312; Urteil des Bundesgerichts 6B_504/2019 vom 29. Juli 2019 E. 2.1.1.; vgl. zum Ganzen Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N. 175 ff. zu Art. 19 BetmG). Bei Heroin ist auf das Hydrochlorid abzustellen (BGE 109 IV 143 S. 145). Art. 19 Abs. 2 Bst.”
“Wer unbefugt Betäubungsmittel vorsätzlich konsumiert oder wer zum eige- nen Konsum eine Widerhandlung im Sinne von Artikel 19 begeht, wird mit Busse bestraft (Art. 19a Ziff. 1 BetmG). Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf an- dere Weise erlangt. Mit dem Konsum der verschiedenen Betäubungsmitteln hat der Beschuldigte die in Art. 19a Ziff. 1 BetmG umschriebenen Übertretungen begangen. Indem er zum Eigenkonsum Betäubungsmittel auf sich trug und in seiner Wohnung aufbewahr- te, besass er diese im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. Betreffend die objek- tiven Tatbestandsmerkmale handelte der Beschuldigte gestützt auf das Beweis- ergebnis mit Wissen und Willen und damit vorsätzlich. Das Lagern und Aufbewah- ren ist in der Regel im Begriff des unbefugten Besitzes enthalten (F INGER- HUTH /SCHLEGEL/JUCKER, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016, N. 76 zu Art. 19 BetmG). Ein Lagern im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG liegt entgegen der Vorinstanz (Urk. 51 S. 73 und 111) deshalb nicht vor. Der Beschuldigte ist demnach schuldig zu sprechen der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. Teilweise ist der Beschuldigte wie ausgeführt vom Vorwurf freizusprechen. - 24 -”
“Es ist auch nicht nachvollziehbar, wieso der Beschuldigte aus angeblich wertlosem Abfall hätte Pollinat herstellen und dafür seinen eigenen Angaben zufolge auch noch hätte vergütet werden sollen. Entsprechend sind seine diesbezüglichen Aussagen als reine Schutzbehauptungen zu werten. 3.1.5.2 Besitz von Betäubungsmitteln a) Der Beschuldigte B. hat die in seinen Räumlichkeiten sichergestellten 256.643 kg Cannabismaterial, 24.4671 kg Cannabisharz (Haschisch), 16 Liter Cannabisextrakt sowie ca. 15'000 Cannabissamen erwiesener- und unbestrittenermassen besessen. Der Einwand des Beschuldigten im Vorverfahren, das Cannabismaterial sei nicht «sein Besitz» (gemeint: sein Eigentum) und er habe dies nur «genommen», um damit Pollinat herzustellen (BA pag. 13.2.201), vermag daran nichts zu ändern. Vorliegend geht es gerade nicht um die Frage des umgangssprachlichen Besitzes, sondern einzig um die Verfügungsmacht und den Herrschaftswillen des Beschuldigten, der fraglos bestanden hat. Der objektive Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG ist somit erfüllt. b) In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte in Bezug auf das Cannabismaterial wissentlich und willentlich. Das Cannabismaterial war in seinem Besitz, damit er es zu Pollinat verarbeiten konnte, wobei er um dessen Betäubungsmittelqualität wusste. Der Vorsatz ist auch hinsichtlich des Cannabisextraktes sowie des Pollinats gegeben und selbst wenn – seinen Angaben entsprechend – angenommen würde, dass er dieses von derselben ominösen Person wie das Cannabismaterial zur Lagerung erhalten hat, so hätte er in diesem Fall umso mehr davon ausgehen müssen, dass es sich wie beim Cannabismaterial um Drogenhanf handelte. In Bezug auf die Cannabissamen ist ebenfalls von einem vorsätzlichen Handeln auszugehen. Der Umstand, dass er diese im Tresor aufbewahrte, weil er fürchtete, dass ihm diese sonst jemand hätte stehlen können, weist deutlich darauf hin, dass es sich um wertvolle Samen und somit um solche des Typs Drogenhanf handelte (BA pag. 13.2.204). Dass er die hier relevanten Samen auf einer CBD-Messe in X.”
Fehlt eine nachvollziehbare rechtmässige Einkommensquelle, kann dies von Gerichten als Indiz gewertet werden, dass die Glaubwürdigkeit der Behauptung rein persönlichen Konsums mindert. Vor dem Hintergrund der Gesamtwürdigung der Beweislage kann die Besitzstruktur daher verstärkt zu der Annahme einer Verteilungsabsicht beitragen.
“L'appréciation des preuves doit être examinée dans son ensemble et l'état de fait déduit du rapprochement de divers éléments ou indices. Un ou plusieurs arguments corroboratifs peuvent demeurer fragiles si la solution retenue peut être justifiée de façon soutenable par un ou plusieurs arguments de nature à emporter la conviction (ATF 129 I 8 consid. 2.1 p. 9 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_109/2014 du 25 septembre 2014 consid. 2.1 ; 6B_398/2013 du 11 juillet 2013 consid. 2.1 et 6B_642/2012 du 22 janvier 2013 consid. 1.1). 2.2. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire notamment celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) et celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). Celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art. 19 LStup pour assurer sa propre consommation est, en revanche, passible d'une amende uniquement (art. 19a LStup). Aux termes de l'art. 19b al. 1 LStup, celui qui se borne à préparer des stupéfiants en quantités minimes, pour sa propre consommation ou pour permettre à des tiers de plus de 18 ans d’en consommer simultanément en commun après leur en avoir fourni gratuitement, n’est pas punissable. Selon l'al. 2, dix grammes de stupéfiants ayant des effets de type cannabique sont considérés comme une quantité minime. 2.3.1. En l'espèce, l'appelant affirme que la drogue retrouvée en sa possession le 3 janvier 2022 était destinée à sa consommation personnelle. Toutefois, au vu des éléments au dossier, il s'agit uniquement de déclarations de circonstances ayant pour objectif de se soustraire à ses responsabilités pénales. Si les quantités retrouvées sur l'appelant le 3 janvier 2022 ne sont pas nécessairement importantes et pourraient être compatibles avec une consommation personnelle, il sied de rappeler que l'appelant ne disposait d'aucune source de revenu licite qui lui aurait permis de financer une telle consommation.”
Sind Tatentschlüsse zeitlich getrennt und jeweils gesondert gefasst, können die während der jeweiligen Zeiträume gehandelte Mengen nicht ohne Weiteres zusammengerechnet werden; in solchen Fällen kommt jeweils eine gesonderte Beurteilung/Verurteilung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG in Betracht.
“Gramm ergebe. Er weist zudem darauf hin, dass von Oktober 2020 bis Januar 2021 keinerlei Absatzhandlungen ausgewiesen seien, weshalb in Bezug auf den Zeitraum davor sowie denjenigen danach von zwei separat gefassten Tatentschlüssen und damit einhergehend von zwei einzelnen zu beurteilenden Taten auszugehen sei. Entsprechend könnten die von ihm während diesen beiden Zeitspannen gehandelten Mengen nicht zusammengerechnet werden und es habe somit je eine Verurteilung wegen einfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG zu erfolgen. Die gegen ihn ausgesprochene Strafe sei folglich zu reduzieren und es sei ihm für das gesamte Strafmass der bedingte Vollzug zu gewähren.”
“Die Rollen müssen denn auch nicht – wie dies die Verteidigung ausführt (Urk. 176 N 169; Urk. 219 N 115) – real austauschbar sein, denn auch im kriminellen Um- feld gibt es Spezialisten für gewisse Tätigkeiten. Der Beschuldigte hat durch sei- nen Vorsatz das Handeln von AM._____ gewollt und mitgetragen. Ohne jeden vernünftigen Zweifel hätte er – wenn es zur Kreditauszahlung gekommen wäre – diese entgegengenommen und in seinem Sinne verwendet. Der Beschuldigte ist daher des versuchten Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. 7.Fazit Zusammenfassend ist der Beschuldigte zudem der mehrfachen qualifizierten Wi- derhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (Kokainerwerb bzw. -besitz gemäss den Hauptanklagepunkten HD/a bzw. ND 1 und ND 2a, b, d und e), der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG (Marihuanaerwerb gemäss Hauptanklage- punkt HD/a), der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB, des versuch- ten Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. - 73 - Wie bereits erwähnt, sind die Freisprüche mit Bezug auf den Vorwurf der mehrfa- chen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG betreffend die Vorfälle vom 6. Februar 2016, 17. Februar 2016, 22. April 2016, 6. Juni 2016, 10. Juni 2016, 16. Juni 2016, 22. Juni 2016, 28. Juni 2016, 29. Juni 2016, 1. Juli 2016, 4. Juli 2016, 13. Juli 2016, 18. Juli 2016, 20. Juli 2016, 12. August 2016, 24. August 2016, 20. Dezember 2016, 12. Januar 2017, 19. Januar 2017 und 24. Januar 2017 (Kokainerwerb gemäss Hauptanklagepunkt HD/a), mit Bezug auf den Vorwurf der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art.”
Als Beitrag zur Mittäterschaft kommen konkret in Betracht: das Treffen von Anstalten zur Herstellung oder zur Veräusserung von Betäubungsmitteln; die Übernahme organisatorischer Funktionen (z. B. tatsächliche Auftraggeberschaft, Beauftragung Dritter, Nutzung beruflicher Nähe zur Realisierung der Anlage); das Ausüben einer hierarchisch übergeordneten Anweisungs‑ und Kontrollfunktion sowie die Übernahme des gemeinsamen Tatentschlusses.
“Rechtliches Die rechtliche Würdigung der Vorinstanz ist nicht in Frage gestellt und trifft zu. Es kann darauf verwiesen werden (act. E.1 E. 3.5). Damit hat der Beschuldigte als Mit- täter Anstalten getroffen, um Betäubungsmittel herzustellen und zu verkaufen. Er hat sich gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG strafbar gemacht.”
“Die Vorinstanz hat den Beschuldigten wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG sowie Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG verurteilt. Zur Begründung haben die Vorderrichter ausgeführt, es sei ohne Zweifel davon auszugehen, dass A. betreffend die zweite Einhausung als tatsächlicher Auftraggeber fungiert habe, wobei er die persönliche Nähe zu einer Baufirma genutzt habe, was ihm ermöglicht habe, D. als offiziellen Auftraggeber vorzuschieben, auf Rechnung arbeiten zu lassen, eine professionellere Anlage errichten zu lassen als die erste Einhausung, selbst auf der Baustelle aufzutreten, um Fragen zur konkreten Bauausführung zu beantworten und das Ganze nach aussen hin unverdächtig erscheinen zu lassen. Der Zweck der zweiten Einhausung sei A. zweifelsohne bekannt gewesen, weshalb er sich spätestens zum Zeitpunkt der Beauftragung der Firma E. GmbH den ursprünglichen Tatentschluss zum Betrieb einer Hanfindooranlage mit THChaltigen und für den verbotenen Verkauf bestimmte Pflanzen zu eigen gemacht und mit der Erweiterung der Anlage eine tragende Rolle gespielt habe. Unklar bleibe hingegen, in welchem Verhältnis A.”
“Grundtatbestand Es wird vorab auf die zutreffende Subsumtion der Vorinstanz verwiesen, der sich die Kammer anschliesst (pag. 2070 f.; S. 81 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). Der Beschuldigte liess durch die Kurierinnen, die auf seine Anweisung handelten, Kokain von Spanien in die Schweiz überführen, wo sie dieses in der Wohnung an der V.____-strasse in Biel ausschieden und anschliessend, wiederum auf seine Anweisung, selbst veräusserten oder an H.________ oder I.________ zur Veräusserung übergaben. Dabei übte der Beschuldigte als hierarchisch übergeordneter Anweisungsgeber ständige Kontrolle über die Kurierinnen sowie über H.________ oder I.________ aus. Die Tatbestandsvarianten des Einführens gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG sowie des Veräusserns gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sind erfüllt, wobei im Umfang der sichergestellten Menge von total 2'217 Gramm Kokaingemisch (1'325 Gramm reines Kokain) lediglich Anstalten zur Veräusserung gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g i.V.m. lit. c BetmG getroffen wurden. Der Beschuldigte handelte aus finanziellem Eigeninteresse – der Erlös kam überwiegend ihm zugute – sowie direktvorsätzlich und somit auch subjektiv tatbestandsmässig. Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe sind weder ersichtlich noch dargetan. Der Grundtatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. b, c und g ist damit erfüllt.”
“Nachfolgend ist zu prüfen, inwiefern dem Berufungskläger eine Beteiligung an den einzelnen Lieferungen nachgewiesen werden kann. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen erfolgt keine Verurteilung wegen eigenständiger Verkaufshandlungen, weshalb auf diesen Teil des angeklagten Sachverhalts nicht weiter einzugehen ist. Gemäss den Aussagen von E. sei ihm der Transport separat vergütet worden, was ebenfalls einen Vorwurf der Anklage bildet. Zumal jedoch nicht erstellt ist, dass der Berufungskläger auf eigene Rechnung Marihuana importierte und verkaufte, muss vorliegend offen bleiben, von welchen Personen der Transport der eingeführten Betäubungsmittel entschädigt wurde. Ausserdem sind die Aussagen von E. , wonach er bis im September 2015 lediglich als Transporteur im Auftrag von H. und dem Berufungskläger tätig gewesen sei, nicht als glaubhaft zu bewerten. Die dem Berufungskläger vorzuwerfende Beteiligung an den einzelnen Lieferungen beschränkt sich daher auf die Teilnahme an der Einfuhr des Marihuanas (vgl. Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), begangen dadurch, dass er für die Organisation der Lieferungen aus Spanien verantwortlich war und dabei als Mittelsmann zwischen den Produzenten sowie den Abnehmern der Betäubungsmittel agierte.”
Wer mehrere der in Art. 19 Abs. 1 aufgeführten Handlungen begangen hat, gilt nach der Praxis als Täter einer einzigen Tat; die Regeln über den Tatmehrheits‑/Täterkonkurrenz werden nicht angewandt. Die Einordnung nach Abs. 1 oder Abs. 2 richtet sich nach der insgesamt in Betracht stehenden Menge (insbesondere danach, ob sie geeignet ist, die Gesundheit zahlreicher Personen zu gefährden).
“Il faut prendre en considération davantage le degré d’organisation et l’intensité de la collaboration entre les auteurs que le nombre de participants : le fait qu’il y ait des coauteurs n’implique pas forcément que l’on soit en présence d’une bande (ATF 124 IV 86 cons. 26). Cette jurisprudence s’applique aussi en matière de stupéfiants (ATF 132 IV 132 cons. 5.2 p. 137). e) Au niveau subjectif, l’article 19 al. 1 LStup est une infraction intentionnelle, le dol éventuel étant toutefois suffisant (ATF 126 IV 198 cons. 2 p. 201). L’intention doit porter sur tous les éléments constitutifs de l’infraction. L’auteur doit adopter volontairement le comportement prohibé et savoir que des stupéfiants sont en cause et qu’il n’est pas au bénéfice de l’une des autorisations prévues par la loi (art. 3e, 4 al. 1, 5 al. 1, 7 al. 1, 8 al. 5, et 9 à 14a LStup). S’agissant du cas grave de l’article 19 al. 2 let. a LStup, l’auteur doit savoir ou accepter que l’infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la vie de nombreuses personnes, le dol éventuel étant toutefois suffisant (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3e éd., 2016, n. 201 ad art. 19 LStup et les réf.). f) Si l’auteur a accompli plusieurs des actes énumérés à l’article 19 al. 1 LStup, on considère, sans appliquer les règles sur le concours, qu’il s’agit d’une seule infraction, jugée en application de l’alinéa premier ou second de l’article 19 LStup, selon que la quantité globale de drogue en cause est ou non de nature à mettre en danger la santé de nombreuses personnes (ATF 110 IV 99 cons. 3 p. 100/101 ; Corboz, op. cit., n.145 ad art. 19 LStup). 8. a) En l’occurrence, le recourant 1 ne conteste pas avoir contribué, le 8 avril 2020, d’une manière délibérée, au succès de la transaction portant sur 180 grammes de cocaïne, en faisant l’intermédiaire entre des acheteurs valaisans et l’équipe de trafiquants formée par K.________, I.________, le recourant 2 et E.________. Il a aussi reconnu avoir vendu trois grammes de cocaïne entre le mois de novembre 2019 et le 13 juillet 2020, en plusieurs fois à C.________. En retenant un taux de pureté moyen de 62 %, il a ainsi admis des mises à disposition de cette drogue à des consommateurs à hauteur de 113.”
Bei grenzüberschreitenden Sachverhalten verlangt Art. 19 Abs. 1 BetmG nicht zwingend die getrennte Feststellung des Tatorts für jeden einzelnen Teilakt. Die in Abs. 1 erfassten Verhaltensweisen können als aufeinanderfolgende Stadien einer einheitlichen deliktischen Tätigkeit einen "Komplex von Tatsachen" bilden; in solchen Fällen genügt es, zu bestimmen, welchem Staat dieser Komplex zuzurechnen ist.
“Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas a priori exclue, qu'elle ne sera pas requise par l'Etat étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet Etat un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art. 8 al. 1 CP. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle. On peut ainsi considérer que ces différents comportements forment, pour une opération donnée, un complexe de faits. Dans ce cas, il n'est pas nécessaire de rechercher pour chacun des actes constitutifs le lieu où il a été commis et il suffit de déterminer à quel Etat le complexe de faits peut être rattaché (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et 2.1.4 les arrêts cités). 9.3 En l’espèce, tous les faits dénoncés sont rattachés à la Suisse, où les appelants avaient établi leur base opérationnelle et déployaient leur commerce de produits stupéfiants. En particulier, pour le cas 3, l’appelant O.________ négociait la transaction en cause depuis la Suisse (PV aud. 13, p. 6, l. 193). Quant au cas 8, l’opération devait avoir lieu en Suisse. Le contexte factuel des deux états de fait se rattache donc à la Suisse, ce qui justifie l’application du droit suisse.”
“Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas exclue a priori, qu'elle ne sera pas requise par l'État étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet État un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'État étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art. 8 al. 1 CP. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins, comme on l'a vu, les stades successifs de la même activité délictuelle. On peut ainsi considérer que ces différents comportements forment, pour une opération donnée, un complexe de faits. Dans ce cas, il n'est pas nécessaire de rechercher pour chacun des actes constitutifs le lieu où il a été commis et il suffit de déterminer à quel État le complexe de faits peut être rattaché (cf. ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et”
Erhebliche Überschreitungen der Grenzwerte können zur Erfüllung weitergehender Tatbestandsvarianten (z. B. Art. 19 Abs. 1 lit. g bzw. lit. b) führen; dies zeigen Gerichtsentscheide, in denen die Mengen vielfach über den Grenzwerten lagen.
“Gramm reines Kokain veräussert, bezüglich Heroin übersteigt die Menge den Grenzwert um das 43-fache und bezüglich Kokain um das 1.8-fache. Ebenso ist erstellt, dass A.________ in verschiedenen Fällen Anstalten getroffen hat, gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG zur Veräusserung von 1'082.75 Gramm reinem Heroin, was den Grenzwert um das 90-fache übersteigt und von”
“kg Kokaingemisch keine Anstalten zum Inverkehrbringen getroffen, womit diese Tatbestandsvariante ebenfalls nicht erfüllt ist (Ziff. I.B.1.2. AKS). Mit seinem Verhalten hat der Beschuldigte somit die Tatbestandsvarianten der unbefugten Einfuhr und Beförderung von mindestens 24’003 Gramm Kokaingemisch resp. 18'602.4 Gramm reinem Kokain erfüllt (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG).”
Verschiedene Handlungen (z. B. Besitz, Lagern, Aufbewahren, Anstaltentreffen zur Veräusserung) können als einzelne Tatbestände nach Art. 19 Abs. 1 BetmG verfolgt werden. In der Praxis wurden Mengen, die an mehreren Orten aufgefunden wurden, bei der Beurteilung einer Widerhandlung nach lit. d berücksichtigt.
“Allgemeines zu den Betäubungsmittelwiderhandlungen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer verschiedene Handlungen in Zusammenhang mit Betäubungsmitteln begeht. Dem Beschuldigten wird in Bezug auf die bei der Kirche in D.________(Ortschaft) gefundenen Drogen in der Anklageschrift der Besitz, die Lagerung und Aufbewahrung sowie das Anstaltentreffen zur Veräusserung vorgeworfen. Nach Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (BetmG; SR 812.121) macht sich unter anderem strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt lagert (Bst. b), veräussert (Bst.”
“% und 1'119 Gramm Marihuana mit einem durchschnittlichen THC-Gehalt 14 % sowie gleichentags an seinem Wohnort entdeckten Besitzes von 309,3 Gramm Marihuana mit einem gewichteten THC-Gehalt von 22,8 % wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig gesprochen. Da dies vom Beschuldigten nicht bestritten wird, kann in dieser Hinsicht vollumfänglich auf die betreffenden, zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urt. SG E. III/Fall 1).”
Anbieten von Betäubungsmitteln in Mehrkilobeträgen, ohne dass ein tatsächlicher Verkauf nachgewiesen ist, kann nach der Rechtsprechung als leichter Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 1 bewertet werden. Die Annahme von Gewerbsmässigkeit kann sich aus dem Gesamtzusammenhang (z. B. neben laufendem Kokainhandel) ergeben.
“Sodann habe der Beschwerdeführer neben dem Kokainhandel seinen Lieferanten grosse Mengen Marihuana, mindestens 59 Kilogramm, angeboten. Hingegen stehe nicht fest, dass er diese Menge tatsächlich verkauft habe, weshalb er lediglich wegen Anstaltentreffens zum Verkauf im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG schuldig sei. Die Gewerbsmässigkeit ergebe sich aus dem Gesamtzusammenhang mit dem Kokainhandel. Für das Anbieten von Marihuana im Mehrkilobereich sei von einem leichten Fall auszugehen. In subjektiver Hinsicht habe der Beschwerdeführer vorsätzlich grosse Mengen an Marihuana angeboten. Er habe profitorientiert und aus rein finanziellen, egoistischen Beweggründen gehandelt. Jedoch habe er das Angebot gegenüber Personen gemacht, die sich mit Betäubungsmitteln ausgekannt hätten. Das subjektive Verschulden sei vor diesem Hintergrund als noch leicht einzustufen. Die objektive Tatschwere werde dadurch nicht vermindert. Angemessen sei eine Freiheitsstrafe von 12 Monaten. Die Einsatzstrafe von 42 Monaten für den Kokainhandel sei unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips für das Anbieten von Marihuana um 9 Monate auf 51 Monate Freiheitsstrafe zu erhöhen. Die Schuldsprüche wegen mehrfachen Gewaltdarstellungen und Pornografie sowie wegen Fahrens trotz Entzugs des Ausweises ahndete die Vorinstanz mit einer Geldstrafe.”
“Sodann habe der Beschwerdeführer neben dem Kokainhandel seinen Lieferanten grosse Mengen Marihuana, mindestens 59 Kilogramm, angeboten. Hingegen stehe nicht fest, dass er diese Menge tatsächlich verkauft habe, weshalb er lediglich wegen Anstaltentreffens zum Verkauf im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG schuldig sei. Die Gewerbsmässigkeit ergebe sich aus dem Gesamtzusammenhang mit dem Kokainhandel. Für das Anbieten von Marihuana im Mehrkilobereich sei von einem leichten Fall auszugehen. In subjektiver Hinsicht habe der Beschwerdeführer vorsätzlich grosse Mengen an Marihuana angeboten. Er habe profitorientiert und aus rein finanziellen, egoistischen Beweggründen gehandelt. Jedoch habe er das Angebot gegenüber Personen gemacht, die sich mit Betäubungsmitteln ausgekannt hätten. Das subjektive Verschulden sei vor diesem Hintergrund als noch leicht einzustufen. Die objektive Tatschwere werde dadurch nicht vermindert. Angemessen sei eine Freiheitsstrafe von 12 Monaten. Die Einsatzstrafe von 42 Monaten für den Kokainhandel sei unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips für das Anbieten von Marihuana um 9 Monate auf 51 Monate Freiheitsstrafe zu erhöhen. Die Schuldsprüche wegen mehrfachen Gewaltdarstellungen und Pornografie sowie wegen Fahrens trotz Entzugs des Ausweises ahndete die Vorinstanz mit einer Geldstrafe.”
Wer mehrere der in Art. 19 genannten Handlungen begeht, gilt nach der Rechtsprechung als Täter einer einzigen Tat; die Regeln über Wettbewerb/Konkurrenz sind in diesem Fall nicht anzuwenden.
“Le cas est également aggravé lorsque l'auteur agit comme membre d'une bande formée pour se livrer de manière systématique au trafic illicite des stupéfiants (let. b). L'essentiel, pour justifier l'aggravation, est que l'auteur s'associe à autrui en vue de commettre des infractions, d'une manière telle qu'il crée un lien qui lui rend difficile la renonciation et qu'il s'installe ainsi dans la délinquance (ATF 124 IV 293 cons. 2a). Il faut donc un minimum d'organisation (une répartition des tâches) et une certaine intensité de la collaboration qui permette de parler d'une équipe stable (ATF 132 IV 137 cons. 5.2). c) Si l’auteur a accompli plusieurs des actes énumérés à l’article 19 al. 1 LStup, on considère, sans appliquer les règles sur le concours, qu’il s’agit d’une seule infraction, jugée en application de l’alinéa premier ou second de l’article 19 LStup, selon que la quantité globale de drogue en cause est ou non de nature à mettre en danger la santé de nombreuses personnes (ATF 110 IV 99 cons. 3 p. 100/101 ; Corboz, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3e éd., 2010, n. 145 ad art. 19 LStup). d) Aux termes de l’article 19a al. 1 LStup, celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants est passible de l’amende. 5. En l’espèce, il est incontestable que les éléments constitutifs d’infractions au sens de l’article 19 al. 1 let. b, c et d et al. 2 let. a et b LStup sont réunis et qu’il doit être condamné à ce titre avec la précision qu’il n’y a pas de cumul entre les différentes hypothèses de l’article 19 al. 2 LStup, de sorte que ni la qualification juridique, ni le cadre légal de la peine sont touchés du fait que les actes commis impliquent tant la circonstance aggravante de la quantité que celle de la bande. Il en va de même, si la circonstance aggravante de la quantité est déjà réalisée en lien avec un stupéfiant – l’héroïne par exemple – et qu’il apparaît qu’elle pourrait aussi l’être avec une autre drogue. Dans ce cas, il n’est pas nécessaire de l’examiner pour cet autre stupéfiant, car la réponse à cette question n’est pas non plus de nature à modifier la qualification de l’infraction ni le cadre légal de la peine.”
Gerichte haben Art. 19 Abs. 1 BetmG in der Rechtsprechung wiederholt auf einmaligen Erwerb, unbefugten Besitz bzw. Erwerb von Betäubungsmitteln angewandt. Konkret finden sich Verurteilungen u. a. wegen MDMA (Ecstasy), Xanax, Kokain, Methamphetamin/‚Thaipillen‘ sowie Mitragynin-haltiger Produkte. Ebenfalls wurden Transporthandlungen von Betäubungsmitteln unter Art. 19 Abs. 1 subsumiert. (Sachverhalte in den zitierten Entscheiden.)
“Durch den Erwerb des verabreichten Ecstasy (MDMA) hat der Beschuldigte sich überdies mit Verweis auf die vorinstanzlichen Ausführungen des einfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG (unbefugter Besitz, unbefugte Aufbewahrung, unbefugter Erwerb oder unbefugtes anderweitiges Erlangen von Betäubungsmitteln) schuldig gemacht (Urk. 42 S. 32 f.).”
“Vom Einverständnis des Opfers habe der Beschuldigte angesichts der Trennung der Parteien und dem Verlauf des Abends nicht ausgehen können. Indem der Beschuldigte in Kenntnis davon, dass das Opfer widerstandsunfähig gewesen sei, zur Tat geschritten sei, habe er die subjektiven und objektiven Tatbestandsmerkmale von Art. 191 StGB erfüllt und A.________ sei in diesem Punkt schuldig zu sprechen. Bezüglich der Vorwürfe der einfachen Körperverletzung bzw. des Versuches dazu erachtete es das Strafgericht aufgrund der konstanten und glaubhaften Aussagen von B.________ sowie der Aktenlage als erstellt, dass A.________ letztere insgesamt vier Mal Xanax in deren Getränk gemischt habe. Bezüglich der genauen Quantität stellte das Gericht mangels anderer Beweise auf die Aussagen des Beschuldigten ab, dass er B.________ jeweils eine Tablette Xanax in das Getränk gemischt habe und die Dosis beim letzten Mal auf zwei Tabletten erhöht habe. A.________ habe unbefugt Xanax-Pillen erworben und vorübergehend besessen und sich dadurch der Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig gemacht. Das Verabreichen der Xanax-Pillen an B.________ falle hingegen nicht in den Anwendungsbereich des BetmG und werde durch den Schuldspruch wegen Körperverletzung abgegolten. Mit Eingabe vom 6. November 2023 erklärte A.________ (nachfolgend: der Beschuldigte oder der Berufungsführer) die Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts des Sensebezirks vom 15. Mai 2023. Die Berufung ist beschränkt auf den Schuldspruch, die Strafzumessung und die Nebenfolgen des Urteils. Der Berufungsführer beantragt, dass das Verfahren in Anwendung der Art. 8 Abs. 1 und 4 StPO i.V.m. Art. 53 StGB einzustellen sei, eventualiter sei von einer Bestrafung Umgang zu nehmen. Subeventualiter wird eine bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen bzw. im Plädoyer eine bedingte Freiheitsstrafe von einem Jahr, mit einer Probezeit von 2 Jahren beantragt. Alles mit den entsprechenden Kosten- und Entschädigungsfolgen. Die Staatsanwaltschaft liess mit Eingabe vom 15. November 2023 verlauten, dass sie weder Nichteintreten noch Anschlussberufung erkläre.”
“Rechtliche Würdigung Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG stellt den unbefugten Besitz und die Aufbewahrung von Betäubungsmitteln, zu welchen auch Kokain zählt (Art. 1 lit. a BetmG) unter Stra- fe. Es kann auf die zutreffende rechtliche Würdigung der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. K.4), wonach sich der Beschuldigte des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig gemacht hat.”
“Subsumtion Die vorinstanzliche Subsumtion unter die verschiedenen in Art. 19 Abs. 1 BetmG aufgezählten Tathandlungen ist ebenfalls korrekt (pag. 2795 ff.), so dass der Beschuldigte zusammenfassend wie folgt gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG verstossen hat: - Methamphetamin/Thaipillen - Erwerb und Besitz von mindestens”
“Die in Kratom enthaltene Substanz Mitragynin ist jeweils im Verzeichnis a der Anhänge 1 und 2 der Betäubungsmittelverzeichnisverordnung aufgeführt. Demzufolge handelt es sich dabei um ein Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG (vgl. Art. 2a BetmG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 lit. a BetmVV- EDI). Der Beschuldigte verfügte während des Deliktszeitraums über keine gültige behördliche Bewilligung für den nachfolgend zu beurteilenden Umgang mit Mit- ragynin-haltigen Produkten (vgl. Art. 4 Abs. 1 BetmG). Er handelte somit unbefugt im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG.”
“Eine allfällige Rückerstattungspflicht im Umfang von 5/6 bleibt vorbehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO). 3.Die amtliche Verteidigung macht einen Aufwand von 41.15 Stunden sowie Barauslagen von total Fr. 87.50.– geltend (Urk. 70). Der geltend gemachte Aufwand ist ausgewiesen und erscheint angemessen. Unter Berücksichtigung der tatsächlichen Dauer der Berufungsverhandlung erweist sich daher eine Pauscha- lentschädigung in Höhe von Fr. 9'300.– (inkl. MwSt.) angemessen. Es wird beschlossen: 1.Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 7. Dezember 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: "Es wird erkannt: 1.Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG; des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AIG sowie der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. 2.[...] - 34 - 3.[...] 4.[...] 5.[...] 6.[...] 7.[...] 8.Es wird keine Ersatzforderung festgesetzt. 9.Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. Juni 2022 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Asservate-Triage lagernden Gegen- stände, Betäubungsmittel und Betäubungsmittelzubehöre (Polis-Geschäftsnummer 79835146) werden eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: Mobiltelefon Samsung (Asservat-Nr. A014'798'448); Betäubungsmittelfeinwaage (Asservat-Nr. A014'798'368); Portion Kokain (Asservat-Nr. A014'798'379); 21 Portionen Kokain (Asservat-Nr. A014'798'380); Pulverrückstände (Asservat-Nr. A014'798'404); Tasse mit Pulverrückständen (Asservat-Nr. A014'798'415); 10.7 Gramm Kokain (Asservat-Nr. A014'798'437). 10.Die folgenden, sichergestellten und bei der Kantonspolizei Asservate-Triage lagernden Gegenstände, Spuren und Spurenträger (Polis-Geschäftsnummer 79835146) werden eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: DNA-Spur – Wattetupfer (Asservat-Nr.”
“Le 30 mars 2019, au niveau de la rue Henri-Frédéric-Amiel 5, il a soustrait le motocycle de la société C______ SA, dans le but d'en faire usage, le véhicule ayant été retrouvé le lendemain matin par la police (ch. 1.4. – vol d'usage). b.b.e. À la même date, il a circulé au guidon de ce motocycle, sans être au bénéfice du permis de conduire requis (ch. 1.5.1. – conduite sous défaut du permis de conduire requis). b.b.f. À la même date, au guidon de ce motocycle, il a changé de voie de circulation sans droit et franchi une ligne jaune (ch. 1.7. – violation simple des règles de la circulation routière). b.b.g. Le 1er novembre 2018 à tout le moins, à son domicile, il a détenu sans droit un pistolet à impulsion électrique à effet paralysant ("taser"), dissimulé sous la forme d'une lampe de poche (ch. 1.9. – infraction à l'art. 33 al. 1 let. a LArm). b.b.h. Le 26 décembre 2018, dans les circonstances décrites supra sous let. b.a.a., il a acquis de la marijuana auprès de D______ (ch. 1.1. – infraction à l'art. 19 al. 1 LStup). b.b.i. À tout le moins du 31 juillet 2018 au 17 novembre 2019, il a régulièrement consommé de la marijuana (ch. 1.10. – contravention à l'article 19a LStup). b.c. Il était également reproché à A______ d'avoir, le 4 juillet 2019, au Jardin anglais, de concert avec deux autres personnes, dérobé à H______ son porte-monnaie, mais le prévenu a été acquitté de ces faits en première instance (ch. 1.3.2. – vol). B. Les faits pertinents suivants ressortent de la procédure : a. Agression de D______ (ch. 1.1 de l'acte d'accusation) a.a. Il résulte de la plainte pénale du 26 mars 2019 et des déclarations constantes du précité que le 26 décembre 2018, aux alentours de 17h00, A______ est venu à sa rencontre au parc Louis-Bertrand, à proximité de l'école du Petit-Lancy à Genève, pour lui acheter des stupéfiants. Il était accompagné de J______ et de deux autres personnes dont l'identité est inconnue. En confrontation et comme A______ avait expliqué avoir acquis auprès de lui de la marijuana, D______ a évoqué pour la première fois la vente de stupéfiants, admettant avoir remis cette substance au prévenu, qui a refusé d'en payer le prix.”
“c und d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a und b BetmG schuldig. C.Dossier 2 - Marihuanahandel 1.Die Staatsanwaltschaft würdigt das Verhalten des Beschuldigten hinsichtlich der ihm bei Dossier 2 gemachten Vorwürfe in rechtlicher Hinsicht als Verbrechen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, c, d und g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG (Urk. D1 16 S. 2 u. 9 sowie Urk. 32 S. 13 f.). 2.Indem der Beschuldigte am 11. Mai 2020 wissentlich und willentlich zwei Ki- logramm Marihuana transportiert hat, welches er zuvor bei U._____ abgeholt ge- habt hatte, handelte er tatbestandsmässig im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. Eine gewerbsmässige Deliktsbegehung ist angesichts dieses einmaligen Trans- ports – einhergehend mit der zutreffenden Auffassung der Vorinstanz (Urk. 44 E. III. 2.3.1.) – nicht ersichtlich. 3.Mangels ersichtlicher Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe machte sich der Beschuldigte demnach in Bezug auf Dossier 2 des Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig. V. Strafzumessung A.Theoretische Grundlagen der Strafzumessung 1.Seitens der Vorinstanz wurden die theoretischen Grundlagen der Strafzumes- sung, des Vollzugs und des Widerrufs umfassend und zutreffend erörtert. Darauf (Urk. 44 E. IV.1.1., 2.1.-2.3., V.1.2.,”
Bei besonders organisierter, umfangreicher oder grenzüberschreitender Tätigkeit sprechen die Umstände für die Annahme der banden- oder gewerbsmässigen Tatbegehung. Indizien hierfür sind u. a. wiederholte internationale Transporte/Importe, erhebliche Mengen/Umsätze, ein ausgedehntes Liefer‑/Vertriebsnetz sowie eine systematische, längerdauernde Handelsorganisation (z. B. Ladenbetrieb oder «Shop»-betrieb). Diese Umstände sind bei der Würdigung von Art. 19 BetmG als relevante Tatsachenindikatoren zu berücksichtigen.
“________ aux débats de première instance soient à même de remettre en cause ce constat, faute de valeur probante. Les appelants ne sont pas toxicomanes, leurs activités criminelles ne poursuivant pas d’autre but que leur enrichissement personnel (PV aud. 1, D. 11, pp. 5 s. ; PV aud. 2, D. 7, p. 5 ; PV aud. 6, D. 27, p. 17). La drogue, l’argent et le matériel saisis dans l’appartement qu’ils occupaient à Prilly, démontrent que l’organisation mise en place était destinée à leur permettre de se livrer durablement au trafic de stupéfiants. C’est à l’aune de ces éléments qu’il convient d’interpréter les messages recueillis par l’enquête que les appelants se sont échangés. Ces conversations sont explicites et parfois accompagnées d’images qui restituent l’ampleur des activités criminelles des appelants et la réalité de leurs intentions quant aux quantités considérables de drogue qu’ils entendaient écouler sur le marché (P. 69). Les preuves réunies par les enquêteurs sont accablantes. 3.4 L'art. 19 LStup ne réprime pas globalement le « trafic de stupéfiants », mais érige différents comportements en autant d'infractions indépendantes, chaque acte, même répété, constituant une infraction distincte (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 ; ATF 133 IV 187 consid. 3.2 ; TF 6B_1008/2022 du 10 mai 2023 consid. 2.1). L'art. 19 al. 1 let. g LStup punit celui qui prend des mesures aux fins de commettre l'une des infractions prévues aux lettres précédentes. Cette disposition vise tant la tentative que les actes préparatoires qualifiés qu'il tient pour aussi répréhensibles que les comportements énumérés aux let. a à f (ATF 138 IV 100 consid. 3.2 ; ATF 133 IV 187 consid. 3.2). Ne peut prendre des mesures au sens de l'art. 19 al. 1 let. g LStup que celui qui projette d'accomplir l'un des actes énumérés à l'art. 19 al. 1 let. a à f LStup en qualité d'auteur ou de coauteur avec d'autres personnes. Celui qui n'envisage pas de commettre un tel acte ne prend pas de mesures à cette fin puisqu'il ne tente ni ne prépare l'une des infractions en question.”
“S'agissant d'apprécier les mobiles qui ont poussé l'auteur à agir, le juge doit distinguer le cas de celui qui est lui-même toxicomane et agit pour financer sa propre consommation de celui qui participe à un trafic uniquement poussé par l'appât du gain (TF 6B_1192/2019 précité ; TF 6B_780/2018 précité ; TF 6B 807/2017 du 30 janvier 2018 consid. 2.1). Enfin, le comportement du délinquant lors de la procédure peut aussi jouer un rôle. Le juge pourra atténuer la peine en raison de l'aveu ou de la bonne coopération de l'auteur de l'infraction avec les autorités policières ou judiciaires notamment si cette coopération a permis d'élucider des faits qui, à ce défaut, seraient restés obscurs (ATF 121 IV 202 consid. 2d/aa ; ATF 118 IV 342 consid. 2d ; TF 6B_965/2018 du 15 novembre 2018 consid. 3.3). Le Tribunal fédéral a encore précisé que diverses violations de l'art. 19 LStup devaient être réprimées en dehors des règles sur le concours comme une seule infraction (ATF 110 IV 99 consid. 3 ; Corboz, Les infractions en droit suisse, volume II, 3e éd., Berne 2010, n. 89 ad art. 19 LStup). 4.2 L’appelante se méprend lorsqu'elle soutient que l'aggravante du métier « ne serait pas réalisée » en se référant à l'art. 19 al. 2 let. b Lstup. Cette disposition vise l'aggravante de la bande et c'est bien celle-ci qui a été retenue par les premiers juges (jgmt, p. 54). L'affiliation à une bande est difficilement contestable, vu le réseau formé par l’appelante avec les fournisseurs aux Pays-Bas, les mules et le dépositaire A.________. Le grief tombe à faux, le métier n'ayant pas été retenu. Le Tribunal criminel a relevé que le trafic de l’appelante, par les quantités importées, était hors normes, que l’appelante avait agi avec une énergie criminelle extraordinaire, ayant organisé 14 transports internationaux entre octobre 2017 et mars 2018. Elle se comportait comme une cadre d'une entreprise bien organisée, tirant profit de la soumission, voire de la précarité de la situation des mules. Sa position hiérarchique était au-dessus de celle de ces dernière mais sans doute inférieure aux dirigeants qui définissaient les orientations stratégiques, puisqu'elle avait elle-même participé à un bout de transport.”
“S'agissant d'apprécier les mobiles qui ont poussé l'auteur à agir, le juge doit distinguer le cas de celui qui est lui-même toxicomane et agit pour financer sa propre consommation de celui qui participe à un trafic uniquement poussé par l'appât du gain (TF 6B_1192/2019 précité ; TF 6B_780/2018 précité ; TF 6B 807/2017 du 30 janvier 2018 consid. 2.1). Enfin, le comportement du délinquant lors de la procédure peut aussi jouer un rôle. Le juge pourra atténuer la peine en raison de l'aveu ou de la bonne coopération de l'auteur de l'infraction avec les autorités policières ou judiciaires notamment si cette coopération a permis d'élucider des faits qui, à ce défaut, seraient restés obscurs (ATF 121 IV 202 consid. 2d/aa ; ATF 118 IV 342 consid. 2d ; TF 6B_965/2018 du 15 novembre 2018 consid. 3.3). Le Tribunal fédéral a encore précisé que diverses violations de l'art. 19 LStup devaient être réprimées en dehors des règles sur le concours comme une seule infraction (ATF 110 IV 99 consid. 3 ; Corboz, Les infractions en droit suisse, volume II, 3e éd., Berne 2010, n. 89 ad art. 19 LStup). 5.2 La prévenue se méprend lorsqu'elle soutient que l'aggravante du métier « ne serait pas réalisée » en se référant à l'art. 19 al. 2 let. b Lstup. Cette disposition vise l'aggravante de la bande et c'est bien celle-ci qui a été retenue par les premiers juges (jgt, p. 54). L'affiliation à une bande est difficilement contestable, vu le réseau formé par la prévenue avec les fournisseurs aux Pays-Bas, les mules et le dépositaire I.________. Le grief tombe à faux, le métier n'ayant pas été retenu. Le Tribunal criminel a relevé que le trafic de la prévenue, par les quantités importées, était hors normes, que la prévenue avait agi avec une énergie criminelle extraordinaire, ayant organisé 14 transports internationaux entre octobre 2017 et mars 2018. Elle se comportait comme une cadre d'une entreprise bien organisée, tirant profit de la soumission, voire de la précarité de la situation des mules. Sa position hiérarchique était au-dessus de celle de ces dernière mais sans doute inférieure aux dirigeants qui définissaient les orientations stratégiques, puisqu'elle avait elle-même participé à un bout de transport.”
“Un trafic purement local sera en règle générale considéré comme moins grave qu'un trafic avec des ramifications internationales. Enfin, le nombre d'opérations constitue un indice pour mesurer l'intensité du comportement délictueux. S'agissant d'apprécier les mobiles qui ont poussé l'auteur à agir, le juge doit distinguer le cas de celui qui est lui-même toxicomane et agit pour financer sa propre consommation de celui qui participe à un trafic uniquement poussé par l'appât du gain (TF 6B_1192/2019 précité ; TF 6B_780/2018 précité ; TF 6B 807/2017 du 30 janvier 2018 consid. 2.1). Enfin, le comportement du délinquant lors de la procédure peut aussi jouer un rôle. Le juge pourra atténuer la peine en raison de l'aveu ou de la bonne coopération de l'auteur de l'infraction avec les autorités policières ou judiciaires notamment si cette coopération a permis d'élucider des faits qui, à ce défaut, seraient restés obscurs (ATF 121 IV 202 consid. 2d/aa ; ATF 118 IV 342 consid. 2d ; TF 6B_965/2018 du 15 novembre 2018 consid. 3.3). Le Tribunal fédéral a encore précisé que diverses violations de l'art. 19 LStup devaient être réprimées en dehors des règles sur le concours comme une seule infraction (ATF 110 IV 99 consid. 3 ; Corboz, Les infractions en droit suisse, volume II, 3e éd., Berne 2010, n. 89 ad art. 19 LStup). 5.2 La prévenue se méprend lorsqu'elle soutient que l'aggravante du métier « ne serait pas réalisée » en se référant à l'art. 19 al. 2 let. b Lstup. Cette disposition vise l'aggravante de la bande et c'est bien celle-ci qui a été retenue par les premiers juges (jgt, p. 54). L'affiliation à une bande est difficilement contestable, vu le réseau formé par la prévenue avec les fournisseurs aux Pays-Bas, les mules et le dépositaire I.________. Le grief tombe à faux, le métier n'ayant pas été retenu. Le Tribunal criminel a relevé que le trafic de la prévenue, par les quantités importées, était hors normes, que la prévenue avait agi avec une énergie criminelle extraordinaire, ayant organisé 14 transports internationaux entre octobre 2017 et mars 2018. Elle se comportait comme une cadre d'une entreprise bien organisée, tirant profit de la soumission, voire de la précarité de la situation des mules.”
“Das Qualifikationsmerkmal der Bande setzt gewisse Mindestansätze einer Organisation, etwa Rollen- oder Arbeitsteilung, und eine Intensität des Zusammenwirkens in einem Masse voraus, dass von einem stabilen Team gesprochen werden kann, auch wenn dieses nur kurzlebig ist. In subjektiver Hinsicht muss sich der Täter des Zusammenschlusses und der Zielrichtung der Bande bewusst sein. Sein Vorsatz muss die die Bandenmässigkeit begründenden Tatumstände umfassen. Bandenmässige Tatbegehung ist nur anzunehmen, wenn der Wille der Täter auf die gemeinsame Verübung einer Mehrzahl von Delikten gerichtet ist ( BGE 135 IV 158 E. 2 und 3.4; 124 IV 86 E. 2b; Urteile 6B_960/2019 vom 4. Februar 2020 E. 5.1; 6B_115/2019 vom 15. Mai 2019 E. 2.2). Diese Begriffsbeschreibung verdeutlicht, dass es sich bei der bandenmässigen Tatbegehung gar um eine gegenüber der Mittäterschaft intensivierte Form gemeinsamen deliktischen Vorgehens handelt, die durch ein gemeinsames, übergeordnetes Bandeninteresse sowie einen gefestigten Bandenwillen gekennzeichnet ist (ALBRECHT, a.a.O., N. 247 zu Art. 19 BetmG; HUG-BEELI, a.a.O., N. 1082 zu Art. 19 BetmG). Es besteht mithin kein Anlass, das Bandenmitglied in Bezug auf den erzielten Umsatz als Auswirkung der bandenmässigen Tatbegehung anders zu behandeln als jeden Mittäter, welchem zufolge der Mittäterschaft die gesamte Handlung zugerechnet wird (vgl. BGE 143 IV 361 E. 4.10; BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; Urteil 6B_371/2020 vom 10. September 2020 E. 2.3.3 mit Hinweisen). Da die bandenmässige Tatbegehung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG erstellt ist, ist dem Beschwerdeführer der von der Bande erzielte und den Grenzwert von Fr. 100'000.- bei weitem übersteigende Umsatz vollumfänglich zuzurechnen, womit das Qualifikationsmerkmal der Gewerbsmässigkeit in seiner Person erfüllt ist. Die Beschwerde erweist sich damit auch in diesem Punkt als unbegründet und der Schuldspruch wegen gewerbsmässigem Betäubungsmittelhandel verletzt kein Bundesrecht.”
“________, leur degré d’organisation et l’intensité de leur collaboration sont suffisants pour que la circonstance aggravante de la bande soit retenue, quand bien même la coordination n’exigeait pas un raffinement particulier et les rôles respectifs ne se distinguaient pas par une hiérarchie compliquée. En outre, au vu de la durée (près de quatre ans) et de l’intensité du trafic (l’adresse étant bien connue des consommateurs et la police ayant notamment constaté la visite de 20 personnes durant une perquisition d’une heure et demie), il ne peut qu’être retenu que ce dernier était exercé de manière systématique, à la manière d’un magasin. À ce propos, en réponse à la plaidoirie de la défense, il est souligné que la bande se distingue principalement de la simple coaction par l’intensité et la durée de la collaboration, ainsi que par le but commun poursuivi ; une répartition des rôles stricte ou un degré d’organisation particulier n’étant à ce titre pas indispensable (Gustav Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz, Kommentar, 2016, no 1081 ad art. 19 LStup). Or, ces critères sont précisément remplis dans le cas d’espèce. En outre, au vu du fait que le trafic avait lieu dans l’appartement du prévenu lui‑même, ainsi que du soin pris par les autres membres de la bande (en particulier L.________ et R.________) pour protéger ce dernier, il n’y a pas lieu de douter que le prévenu était le membre le plus important de celle-ci, étant rappelé que lui et Q.________ ont été reconnus par de nombreux consommateurs comme étant les dealers principaux de l’adresse. En outre, comme relevé par l’instance précédente, au vu de la situation financière précaire de Q.________ (qui ressort notamment des déclarations de ce dernier ; dossier PEN 19 262 p. 651 l. 40-44), il est certain que le prévenu était la personne chargée de fournir la marchandise. Il mettait par ailleurs à disposition les locaux. Il était en outre seul titulaire du bail et avait le contrôle sur les clefs, de sorte qu’il avait un pouvoir total sur la poursuite du trafic à cette adresse. Il était d’ailleurs le membre le plus âgé de la bande et était au bénéfice d’un permis d’établissement, alors que ses acolytes étaient en situation de séjour illégal.”
Art. 19 Abs. 3 ist eine Kann‑Vorschrift und damit ermessensabhängig. In der Praxis haben Gerichte diese Bestimmung etwa in vergleichbaren Einzelfällen (z. B. Anstaltentreffen zum Verkauf von 50,05 g reinem Heroin) nur in geringem Umfang angewendet. Für lit. b gilt, dass die Regelung für abhängige Kleindealer vorgesehen ist, die den Handel zur Finanzierung des eigenen Konsums betreiben.
“Mit Blick auf die Planung und den betriebenen Aufwand hat der Berufungskläger zusammen mit den anderen Mitgliedern der Bande äusserst professionell und mit hoher krimineller Energie gehandelt. Er bediente die Abnehmer mit wechselnden Telefonnummern und organisierte eine Kommunikation mit verdeckter Sprache. Von seinem umfangreichen Heroinhandel liess er sich selbst dann nicht abbringen, als die Läufer seiner Bande von der Polizei mit Drogen kontrolliert und verhaftet wurden. Gemäss Addition der Drogenmengen aufgrund der Schuldsprüche ist dem Berufungskläger das Veräussern von rund 287 Gramm reinem Heroin-Hydrochlorid sowie das Anstaltentreffen zum Verkauf von 50,05 Gramm reinem Heroin anzulasten. Mit dieser im Vergleich zur Vorinstanz leicht reduzierten Betäubungsmittelmenge, hat der Berufungskläger den Grenzwert zum qualifizierten Fall erheblich überschritten, was es straferhöhend zu berücksichtigen gilt. Bezüglich des Anstaltentreffens zum Verkauf von 50,05 Gramm reinem Heroin nimmt das Berufungsgericht, wie bereits die Vorinstanz, in Anwendung von Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG eine Strafminderung in geringem Umfang vor. Negativ fällt ins Gewicht, dass der Berufungskläger mit dem Heroinverkauf über eine recht lange Zeitspanne von rund einem Jahr einen beträchtlichen Umsatz von etwa CHF 45000. erzielte. Des Weiteren ist aus subjektiver Sicht leicht verschuldenserhöhend zu berücksichtigen, dass der Berufungskläger zwar selbst Drogen konsumiert, allerdings aus rein finanziellen Motiven dem Betäubungsmittelhandel nachgegangen ist. Ebenso verschuldenserhöhend wirkt sich aus, dass er als sogenannter «Kriminaltourist» einzig zum Zweck der Verübung von Straftaten in die Schweiz eingereist ist (BGer 6B_510/2013 vom 3. März 2014 E. 4.2). Insgesamt ist mit der Vorinstanz von einem mittleren Tatverschulden auszugehen.”
“Gemäss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG kann das Gericht bei einer Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 2 BetmG die Strafe nach freiem Ermessen mildern, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Widerhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen bzw. gedient hat (vgl. zu dieser Ergänzung Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 N 1186). Es handelt sich um eine Kann-Vorschrift, d.h. um einen fakultativen Strafmilderungsgrund, was auf das gerichtliche Ermessen hinweist. Gemäss der Botschaft (Botschaft über die Änderung des Betäubungsmittelgesetzes vom 9. März 2001; BBl 2001, S. 3715, 3773) ist diese Bestimmung für «abhängige Kleindealer» vorgesehen, deren Abhängigkeit Krankheitswert im Sinne der ICD-10 der WHO aufweist und die den Betäubungsmittelhandel einzig zur Finanzierung der eigenen Sucht betreiben. Diese Einschränkung wurde von der zuständigen Kommission des Nationalrats bestätigt (Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats vom 4. Mai 2006; BBl 2006, S.”
Einschlägige Vorstrafen gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG — auch solche wegen Aufbewahrung (lit. c) oder wegen Eigenkonsums — werden in der Rechtsprechung regelmässig als relevant angesehen. Solche Vorstrafen können die Legalprognose verschlechtern, gegen eine Strafmilderung sprechen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass spätere Betäubungsmitteldelikte als wiederholte bzw. schwerere Taten beurteilt werden.
“Il ressortait des écoutes téléphoniques que A______ prenait des décisions relatives à la gestion du réseau (et notamment le logement des "ouvriers"), qu'il était informé des arrivages d'héroïne et qu'il récoltait l'argent lorsqu'un autre protagoniste de ce trafic ne le faisait pas. Le 27 novembre 2022, il avait répondu à deux clients qui cherchaient à acquérir de l'héroïne. Son ADN avait été retrouvé sur trois téléphones portables et deux cartes SIM. Lors de l'audience de confrontation du 28 avril 2023, A______ avait nié toute implication dans le trafic de stupéfiants. Devant le Tribunal correctionnel, il avait déclaré – en lien avec la vente de stupéfiants qui lui était reprochée dans le courant du mois de février 2021 – qu'il contestait non seulement avoir vendu de l'héroïne, mais également en avoir détenu. Il ne comprenait pas comment son ADN avait pu se retrouver sur des sachets ayant contenu de l'héroïne. Il ressortait de son casier judiciaire qu'il avait été notamment condamné par le Ministère public pour infractions à l'art. 19 al. 1 LStup, les 8 janvier 2016 et 5 avril 2020. b.b. Le Tribunal correctionnel a conclu à sa culpabilité, s'agissant des faits datant du début de l'année 2021, en raison de la présence de son ADN sur dix sachets minigrip ayant contenu de l'héroïne, ce qui démontrait qu'il les avait manipulés. A______ n'était pas crédible lorsqu'il indiquait qu'il n'était pas en mesure d'expliquer la présence de son ADN, alors même qu'il était déjà rompu au trafic de stupéfiants au vu de ses antécédents. Il était parfaitement au courant de l'utilisation qui était faite de tels sachets. En outre, il n'y avait pas lieu de s'écarter du rapport de police qui reprenait les conclusions des analyses effectuées sur la drogue. c. Par un courrier adressé au Ministère public le 18 novembre 2024, ainsi que deux courriers adressés les 4 décembre 2024 à l'IGS, A______ a indiqué vouloir déposer plainte pénale à l'encontre du policier qui avait traité son dossier en 2021, notamment "en relation avec un rapport au sujet de l'ADN retrouvé sur des sachets, dix sachets.”
“Il me vendait cette marchandise au prix de CHF 140.- le gramme » (PV aud. 2, R. 6 et R. 7). En outre, hormis les mises en cause de M.________, la perquisition dans la chambre du recourant a permis de découvrir la somme de 1'090 fr., 4,8 g bruts de marijuana, 3,5 g de shit, 2,1 g bruts d’héroïne et deux téléphones portables, ce qui ne fait que renforcer les soupçons dirigés contre lui. A cela s’ajoute que, selon l’extrait de son casier judiciaire, le recourant a déjà été condamné pour avoir vendu des stupéfiants. En outre, de source confidentielle, la police a pu établir que le recourant écoulait de l’héroïne auprès de consommateurs d’Yverdon-les-Bains depuis plusieurs mois (P. 4, p. 3). Enfin, le fait que les conditions de l’infraction grave à la LStup au sens de l’art. 19 al. 2 LStup ne soient pas réalisées, comme le soutient le recourant, ce que l’enquête devra déterminer, n’implique pas que seule une contravention puisse lui être reprochée. Le recourant perd en effet de vue que le trafic d’héroïne au sens de l’art. 19 al. 1 LStup est passible d’une peine privative de liberté de trois ans ; il s’agit donc d’un délit (cf. art. 10 al. 3 CP) et non d’une simple contravention. Par conséquent, il existe, à ce stade de la procédure, l’enquête n’en étant qu’à ses débuts, des indices suffisamment sérieux qu’I.________ ait commis les faits qui lui sont reprochés, justifiant sa mise en détention provisoire. 4. 4.1 Le recourant conteste l’existence d’un risque de collusion. Il soutient que dans la mesure où ses deux téléphones ont été saisis, pour lesquels il a transmis les codes d’accès, il ne serait pas en mesure de contacter qui que ce soit ni d’être contacté. Il aurait en outre répondu aux questions posées par le Ministère public et pas la police. Il n’existerait dès lors pas de risque de collusion. 4.2 Selon l’art. 221 al. 1 let. b CPP, la détention provisoire ne peut être ordonnée que lorsque le prévenu est fortement soupçonné d'avoir commis un crime ou un délit et qu'il y a sérieusement lieu de craindre qu'il compromette la recherche de la vérité en exerçant une influence sur des personnes ou en altérant des moyens de preuves.”
“E. 3.4.2 m.w.H.), zumal der Beschuldigte auch ohne Berücksichtigung der gelöschten Einträge dreimal im Strafregister verzeichnet ist. Die wiederholte Straffälligkeit des Be- schuldigten ist unabhängig davon zu berücksichtigen, dass es sich bei diesen Ta- ten nicht um Katalogtaten handelte. Dabei fällt insbesondere die mit Strafbefehl vom 21. November 2017 ausgesprochene, einschlägige Vorstrafe wegen Verge- hens gegen das Betäubungsmittelgesetz (unbefugtes Veräussern, Verordnen, Verschaffen oder Inverkehrbringen von Betäubungsmitteln [Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG]) sowie wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgeset- zes (unbefugter vorsätzlicher Konsum oder Beschaffungshandlungen zum eige- nen Konsum [Art. 19a BetmG]) zulasten des Beschuldigten ins Gewicht, zeigt die- se doch auf, dass er sich trotz des Eindrucks des gegen ihn geführten Strafverfah rens und der - unter Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren bedingt ausgespro- chenen - Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu CHF”
“Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr ist indes nicht erforderlich, weshalb der Einwand der Beschwerdeführerin diesbezüglich fehl geht (vgl. E. 1.8.3 hiervor). Zudem muss von der betroffenen Person eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung ausgehen (Art. 24 Abs. 2 SIS-II-Verordnung), wobei an die Annahme einer solchen Gefahr keine allzu hohen Anforderungen zu stellen sind (vgl. E. 1.8.3 hiervor). Die Vorinstanz führt angesichts des durch die Beschwerdeführerin getätigten Drogenhandels zu Recht aus, es handle sich dabei um eine Straftat von einer gewissen Schwere im Sinne von Art. 24 Abs. 2 lit. a SIS-II-Verordnung. Der qualifizierte Drogenhandel aus rein pekuniären Motiven gilt nach der Rechtssprechung als schwere Straftat, von welcher eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung ausgeht (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.5; vgl. Urteil 6B_834/2021 vom 5. Mai 2022 E. 2.4.1; je mit Hinweis). Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass die Beschwerdeführerin bereits mit Strafbefehl vom 7. März 2012 wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG verurteilt wurde und damit einschlägig vorbestraft ist. Die Voraussetzungen von Art. 21 und 24 SIS-II-Verordnung für die Ausschreibung der Landesverweisung im SIS sind daher erfüllt. Damit erweist sich die Beschwerde auch in diesem Punkt als unbegründet.”
“Gramm Kokain (9.9 Gramm Reinsubstanz) und zwei Feinwaagen hätten sichergestellt werden können. Überdies handle es sich beim Beschuldigten in Bezug auf Betäubungs- - 9 - mitteldelikte nicht um einen unbescholtenen Bürger; mit Strafbefehl der Staatsan- waltschaft Zürich-Limmat vom 13. März 2015 sei er wegen des Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG schuldig gesprochen worden, da er eine Ko- kainportion (0.5 Gramm brutto) für eine Drittperson aufbewahrt habe (Urk. 35 S. 15 ff.).”
“5 Anhang I FZA namentlich auch im Zusammenhang mit Cannabishandel begründet sind, da die Droge trotz der vergleichsweise geringen Gefahr für die menschliche Gesundheit nicht unbedenklich ist (vgl. zum Ganzen E. 3.4.3 oben). Die vom Beschuldigten eingeführte Marihuanamenge ist mit rund 51 Kilogramm äusserst gross. Der Beschuldigte handelte zudem direktvorsätzlich und sein Verschulden ist gerade noch als mittelschwer einzustufen. Die hinreichend schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Gesundheit im Sinn von Art. 5 Anhang I FZA ist mit der vorliegenden Verurteilung damit klarerweise gegeben. Bereits unter dem Titel des Vollzugs der vorliegenden Freiheitsstrafe wurde erörtert, dass dem Beschuldigten eine schlechte Legalprognose gestellt werden muss. Der unter verschiedenen Alias-Namen auftretende Beschuldigte (vgl. Akten S. 3, 144 ff.; ferner auch seine Ausführungen anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung, Akten S. 744) ist mehrfach vorbestraft, wobei in Bezug auf die vorliegende Verurteilung insbesondere die Vorstrafe vom 22. Juli 2019 negativ ins Gewicht fällt. Nachdem er bereits damals unter anderem wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG im Zusammenhang mit Marihuana verurteilt worden war, wurde er vorliegend nur rund ein Jahr später erneut bei der Einfuhr von einer beträchtlichen Menge an Marihuana festgenommen, wobei er dabei zudem gegen ein gegen ihn bestehendes Einreiseverbot des SEM verstossen hat. Es erscheint offenkundig, dass der Beschuldigte die hiesige Rechtsordnung schlichtweg nicht beachtet; er muss daher als unbelehrbar bezeichnet werden. Das gegenwärtige Rückfallrisiko im Sinne des FZA ist aus diesen Gründen als gross einzustufen.”
“Entgegen seiner Auffassung sind diese durchaus mitzuberücksichtigen, auch wenn sie aufgrund von formellen Voraussetzungen keinen Eingang in das Strafregister gefunden haben. Für nicht eintragungspflichtige Verurteilungen – so unter anderem explizit Jugendstrafen –galt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung vor Inkraftsetzung des neuen Bundesgesetzes über das Strafregister-Informationssystem VOSTRA (Strafregistergesetz, StReG, SR 330) am 23. Januar 2023 die 10-jährige Minimalfrist nach dem bis zu diesem Zeitpunkt anwendbaren aArt. 69 Abs. 3 StGB (BGE 135 IV 87 E. 4 f.). Mit Einführung des neuen Strafregistergesetzes wurde die Minimalfrist für die Entfernung von Strafurteilen auf 15 Jahre angehoben (Art. 30 Abs. 2 lit. d StReG). Ungeachtet dieses Umstands liegen die Vorstrafen des Beschuldigten indessen noch keine 10 Jahre zurück, womit diese unter allen Umständen in die Beurteilung miteinzuziehen sind. Die mehrmalige Verurteilung des Beschuldigten aufgrund des Eigenkonsums verbotener Betäubungsmittel sowie seine einschlägige Vorstrafe wegen mehrfachen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG (Weiterverkauf von Marihuana zur Finanzierung des Eigenkonsums) werten die Vorderrichter zu Recht straferhöhend. Sie verweisen sodann korrekterweise auf die fehlende Einsicht und Reue des Beschuldigten. Dieser hat im vorliegenden Verfahren grösstenteils von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht, was ihm nicht zu seinen Lasten ausgelegt werden kann. Die Vorinstanz führt indessen zutreffend aus, dass ihm aufgrund dieser Begebenheiten keine Strafreduktion gewährt werden könne. Dies gilt umso mehr, als der Beschuldigte mit jüngstem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 19. Juli 2023 erneut wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG sowie wegen Widerhandlungen gegen das Waffengesetz gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. a WG verurteilt worden ist. Dem genannten Strafbefehl lässt sich entnehmen, dass sich der Beschuldigte anlässlich einer am 27. März 2023 durchgeführten Hausdurchsuchung wiederum im Besitz von”
Begeht der Täter mehrere in Art. 19 BetmG genannte Handlungen, sind diese nach Rechtsprechung und Lehre nicht als mehrere selbständige Delikte zu behandeln, sondern als ein einziges Delikt, das nach dem ersten oder zweiten Absatz des Artikels zu beurteilen ist. Das Vorliegen mehrerer der normierten Verhaltensweisen bleibt jedoch bei der Strafzumessung zu berücksichtigen.
“Allo scopo di evitare una qualsiasi lacuna nella catena che va dal produttore al consumatore, la predetta norma enumera parecchie azioni. Il compimento di anche una sola di esse è sufficiente per compiere il reato. Detto diversamente, ogni singola azione tra quelle enumerate costituisce una figura di reato autonoma (ein selbständiger Straftatbestand: Corboz, Les infractions en droit suisse, vol. II, 2010, ad art. 19 n. 15 e 17 con anche rinvii alla giurisprudenza del Tribunale federale, segnatamente alla DTF 133 IV 193 consid. 3.2). Se l’autore commette più azioni tra quelle elencate all’art. 19 cpv. 1 LStup, si considera, senza applicare le regole sul concorso, che si tratta di un solo reato, da giudicare applicando il primo o il secondo capoverso dell’articolo, a seconda, segnatamente, della quantità complessiva di sostanza pura (DTF 110 IV 99 consid. 3). Nondimeno, la presenza di svariati comportamenti puniti dalla norma in questione sarà presa in considerazione al momento di determinare la pena (Corboz, op. cit., ad art. 19 LStup n. 145). 26. Giusta l’art. 19 cpv. 1 lett. b e d LStup, è punito con una pena detentiva sino a tre anni o con una pena pecuniaria chiunque, senza essere autorizzato, segnatamente possiede, spedisce o importa stupefacenti. Nei casi gravi è prevista una pena detentiva non inferiore a un anno, cui può essere cumulata una pena pecuniaria (art. 19 cpv. 2 LStup). La pena detentiva prevista dall’art. 19 cpv. 2 LStup è suscettibile di essere estesa sino a 20 anni (art. 40 cpv. 2 CP; Corboz, op. cit., ad art. 19 n. 72). Un caso è grave, segnatamente, se l’autore sa o deve presumere che l’infrazione può mettere direttamente o indirettamente in pericolo la salute di molte persone (art. 19 cpv. 2 lett. a LStup. Per costante giurisprudenza: 20 persone, vedasi la DTF 145 IV 312 consid. 2.1.3 pag. 317 con rinvii), il che è oggettivamente dato già per quantitativi, presi nel loro complesso (DTF 112 IV 113, con la precisazione in DTF 114 IV 165), di 12 grammi di eroina pura (sul tema DTF 145 IV 312 consid.”
Nach der Rechtsprechung und Lehre kommt die Milderung nach Art. 19 Abs. 3 nur dann in Betracht, wenn der Täter tatsächlich (toxiko-)abhängig ist und der begangene Handel ausschliesslich der Finanzierung seines Eigenkonsums diente. Fehlt eine dieser kumulativen Voraussetzungen, ist die Anwendbarkeit des Milderungsgrundes in der Regel ausgeschlossen.
“L'existence d'un pronostic défavorable quant au comportement futur du condamné, bien qu'elle soit une condition aussi bien du refus du sursis à la nouvelle peine que de la révocation d'un sursis antérieur, ne peut faire l'objet d'un unique examen, dont le résultat suffirait à sceller tant le sort de la décision sur le sursis à la nouvelle peine que celui de la décision sur la révocation du sursis antérieur. Le fait que le condamné devra exécuter l'une des peines peut apparaître suffisant à le détourner de la récidive et, partant, doit être pris en considération pour décider de la nécessité ou non d'exécuter l'autre peine. Il constitue donc une circonstance nouvelle, appelant un réexamen du pronostic au stade de la décision d'ordonner ou non l'exécution de l'autre peine. Le juge doit motiver sa décision sur ce point, pour que l'intéressé puisse au besoin la contester utilement et l'autorité de recours exercer son contrôle (arrêt du Tribunal fédéral 6B_855/2010 du 7 avril 2011 consid. 2.2). 2.4. Selon l’art. 19 al. 3 LStup, le tribunal peut atténuer librement la peine dans le cas d’une infraction visée à l’al. 2, si l’auteur est dépendant et que cette infraction aurait dû servir au financement de sa propre consommation de stupéfiants. Pour bénéficier de cette disposition, l'auteur doit être toxico-dépendant et non seulement consommateur, comme c'est souvent le cas pour les trafiquants de cocaïne (Initiative parlementaire, révision partielle de la loi sur les stupéfiants, rapport de la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique du Conseil national, FF 2006 p. 8141 ss, p. 8179 ch. 3.1.11.3 ad art. 19 al. 4 P-LStup ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_858/2014 du 19 mai 2015 consid. 2.2 in SJ 2015 I 439 p. 400). La Commission précitée renvoie, pour distinguer consommateurs et personnes dépendantes, aux critères développés dans la classification statistique internationale des maladies et des problèmes de santé connexes établie par l'OMS (CIM-10). L'art. 19 al. 3 let. b LStup n'est en outre applicable que si le trafic de drogue de l'intéressé finance exclusivement sa propre toxicomanie (FF 2006 ibidem).”
“L'existence d'un pronostic défavorable quant au comportement futur du condamné, bien qu'elle soit une condition aussi bien du refus du sursis à la nouvelle peine que de la révocation d'un sursis antérieur, ne peut faire l'objet d'un unique examen, dont le résultat suffirait à sceller tant le sort de la décision sur le sursis à la nouvelle peine que celui de la décision sur la révocation du sursis antérieur. Le fait que le condamné devra exécuter l'une des peines peut apparaître suffisant à le détourner de la récidive et, partant, doit être pris en considération pour décider de la nécessité ou non d'exécuter l'autre peine. Il constitue donc une circonstance nouvelle, appelant un réexamen du pronostic au stade de la décision d'ordonner ou non l'exécution de l'autre peine. Le juge doit motiver sa décision sur ce point, pour que l'intéressé puisse au besoin la contester utilement et l'autorité de recours exercer son contrôle (arrêt du Tribunal fédéral 6B_855/2010 du 7 avril 2011 consid. 2.2). 2.4. Selon l’art. 19 al. 3 LStup, le tribunal peut atténuer librement la peine dans le cas d’une infraction visée à l’al. 2, si l’auteur est dépendant et que cette infraction aurait dû servir au financement de sa propre consommation de stupéfiants. Pour bénéficier de cette disposition, l'auteur doit être toxico-dépendant et non seulement consommateur, comme c'est souvent le cas pour les trafiquants de cocaïne (Initiative parlementaire, révision partielle de la loi sur les stupéfiants, rapport de la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique du Conseil national, FF 2006 p. 8141 ss, p. 8179 ch. 3.1.11.3 ad art. 19 al. 4 P-LStup ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_858/2014 du 19 mai 2015 consid. 2.2 in SJ 2015 I 439 p. 400). La Commission précitée renvoie, pour distinguer consommateurs et personnes dépendantes, aux critères développés dans la classification statistique internationale des maladies et des problèmes de santé connexes établie par l'OMS (CIM-10). L'art. 19 al. 3 let. b LStup n'est en outre applicable que si le trafic de drogue de l'intéressé finance exclusivement sa propre toxicomanie (FF 2006 ibidem).”
Unbefugter Besitz (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) setzt sowohl die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zur Sache und damit eine Herrschaftsmöglichkeit als auch den Willen voraus, diese Möglichkeit auszuüben (Herrschaftswillen). Entscheidend ist die faktische Möglichkeit, die Betäubungsmittel in den Verkehr zu bringen; auch das Verstecken oder Aufbewahren an geheimen Orten (sog. Drogenbunker) kann darunter fallen.
“Es ist auch nicht nachvollziehbar, wieso der Beschuldigte aus angeblich wertlosem Abfall hätte Pollinat herstellen und dafür seinen eigenen Angaben zufolge auch noch hätte vergütet werden sollen. Entsprechend sind seine diesbezüglichen Aussagen als reine Schutzbehauptungen zu werten. 3.1.5.2 Besitz von Betäubungsmitteln a) Der Beschuldigte B. hat die in seinen Räumlichkeiten sichergestellten 256.643 kg Cannabismaterial, 24.4671 kg Cannabisharz (Haschisch), 16 Liter Cannabisextrakt sowie ca. 15'000 Cannabissamen erwiesener- und unbestrittenermassen besessen. Der Einwand des Beschuldigten im Vorverfahren, das Cannabismaterial sei nicht «sein Besitz» (gemeint: sein Eigentum) und er habe dies nur «genommen», um damit Pollinat herzustellen (BA pag. 13.2.201), vermag daran nichts zu ändern. Vorliegend geht es gerade nicht um die Frage des umgangssprachlichen Besitzes, sondern einzig um die Verfügungsmacht und den Herrschaftswillen des Beschuldigten, der fraglos bestanden hat. Der objektive Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG ist somit erfüllt. b) In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte in Bezug auf das Cannabismaterial wissentlich und willentlich. Das Cannabismaterial war in seinem Besitz, damit er es zu Pollinat verarbeiten konnte, wobei er um dessen Betäubungsmittelqualität wusste. Der Vorsatz ist auch hinsichtlich des Cannabisextraktes sowie des Pollinats gegeben und selbst wenn – seinen Angaben entsprechend – angenommen würde, dass er dieses von derselben ominösen Person wie das Cannabismaterial zur Lagerung erhalten hat, so hätte er in diesem Fall umso mehr davon ausgehen müssen, dass es sich wie beim Cannabismaterial um Drogenhanf handelte. In Bezug auf die Cannabissamen ist ebenfalls von einem vorsätzlichen Handeln auszugehen. Der Umstand, dass er diese im Tresor aufbewahrte, weil er fürchtete, dass ihm diese sonst jemand hätte stehlen können, weist deutlich darauf hin, dass es sich um wertvolle Samen und somit um solche des Typs Drogenhanf handelte (BA pag. 13.2.204). Dass er die hier relevanten Samen auf einer CBD-Messe in X.”
“a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder un- mittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Die Grenze für die Annahme eines sogenannten schweren Falles liegt gemäss Bundesgericht bei 12 Gramm Heroin, 18 Gramm Kokain, 200 Trips LSD oder 36 Gramm Amphetamin, wobei jeweils die Menge des reinen Stoffes massgebend ist (BGE 145 IV 312 E. 2.1; 109 IV 143 E. 3b). Keine Anwendung findet die Qualifizierung nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG bei Cannabis (wie Haschisch oder Marihuana; BGE 117 IV 314), ebenso wenig bei MDMA/Ecstasy (BGE 125 IV 90). Nach der Rechtsprechung hat jede der in Art. 19 Abs. 1 BetmG aufgeführten Hand- lungen die Bedeutung eines selbstständigen Straftatbestandes, so dass Täter ist, wer in eigener Person einen dieser gesetzlichen Tatbestände objektiv und subjektiv erfüllt (BGer 6B_1008/2022 vom 10. Mai 2023 E. 2.1, 6B_1226/2015 vom 5. August 2016 E. 3.3.2; BGE 133 IV 187 E. 3.2). 1.2.Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung meint Besitz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG nicht den Zustand als solchen, sondern ein dafür kausales Verhalten, nämlich die Herbeiführung und Aufrechterhaltung des illegalen Zustands. Der Tatbestand ist demnach erfüllt, wenn der Täter anders als auf dem im Gesetz vorgeschriebenen Weg Betäubungsmittel erlangt hat. Besitz setzt die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zur Sache voraus und das Wissen darum, wo sie sich befindet (Herrschaftsmöglichkeit), sowie den Willen, die Sache der tatsächlichen Möglichkeit nach zu beherrschen (Herrschaftswillen; BGE 119 IV 266 E. 3c mit Hinweisen; BGer 6B_1008/2022 vom 10. Mai 2023 E. 2.1.1). Es kommt nicht auf eine irgendwie geartete Sachherrschaft an, sondern auf die faktische Möglichkeit des Täters, die betreffenden Betäubungsmittel in den Verkehr zu brin- gen (OFK/BetmG-SCHLEGEL/JUCKER, BetmG 19 N 69). Dass der Beschuldigte über - 29 - diese Möglichkeit verfügte, ist zu bejahen. Unerheblich bleibt, ob weitere Personen Zugang zum Lagerraum hatten (vgl.”
“Es kommt nicht auf eine irgendwie geartete Sachherrschaft an, sondern auf die faktische Möglichkeit des Täters, die betreffenden Betäubungsmittel in den Verkehr zu brin- gen (OFK/BetmG-SCHLEGEL/JUCKER, BetmG 19 N 69). Dass der Beschuldigte über - 29 - diese Möglichkeit verfügte, ist zu bejahen. Unerheblich bleibt, ob weitere Personen Zugang zum Lagerraum hatten (vgl. BGer 6B_120/2008 vom 1. Juli 2008 E. 3.1 und 3.2). Folglich erlangte der Beschuldigte Besitz an den inkriminierten Sub- stanzen. 1.3.Unter Lagern wird gemeinhin das Aufbewahren zur späteren Verwendung, insbesondere zu Handelszwecken verstanden (OFK/BetmG-SCHLEGEL/JUCKER, BetmG 19 N 41; FIOLKA, AJP 2011, 1276). Dem Vorgang des Aufbewahrens der verschiedenen Substanzen (Bunkern von Betäubungsmittel und Streckmittel) im Lagerraum, im Sinne eines eigentlichen Vorrats mit der Bereitschaft, stets genug an Lager zu haben, kommt hier eigenständige Bedeutung zu, sodass über den blos- sen Besitz hinaus auch die Tatbestandsvariante von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG erfüllt wurde (a. M. die Verteidigung, vgl. Urk. 54 Rz II/1 f. S. 13). 1.4.Mit dem Drogenhandel im Allgemeinen und namentlich mit den Verkäufen von Kokaingemisch an D._____ und F._____ im Speziellen erfüllte der Beschul- digte klarerweise auch die Tatbestandsvariante des Veräusserns gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG. 1.5.Die Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG ist als abstraktes Gefähr- dungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3f). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelangt Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG auch zur Anwendung, wenn die (harte) Droge noch nicht an Dritte abgegeben wurde, aber zur Abgabe an Dritte bestimmt war. Bereits der Besitz einer qualifizierten Menge an harten Drogen kann eine ausreichende Gefährdung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG begründen (BGer 6B_1070/2018 vom 14. August 2019 E. 4.3.2; 6B_134/2021 vom 20. Juni 2020 E. 1.3.5). 1.6.Eine bandenmässige Tatbegehung (Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG) wirft die An- klage dem Beschuldigten nicht vor.”
“Der Tathandlung des unbefugten Besitzes gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG kommt die Stellung eines Auffangtatbestands zu und setzt Herrschafts- möglichkeit und Herrschaftswillen voraus. Dementsprechend kommt es für den unbefugten Besitz nicht auf eine irgendwie geartete Sachherrschaft an, sondern auf die (faktische) Möglichkeit des Täters, die betreffenden Betäubungsmittel in den Verkehr zu bringen. Diese Sachherrschaft muss nicht unmittelbar ausgeübt werden. Es genügt, dass er beispielsweise die Betäubungsmittel an einem ge- heimen Ort vergraben hat (sog. Drogenbunker; vgl. F INGER- HUTH /SCHLEGEL/JUCKER, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016, 3 Art. 19 N 67-69 m.H.).”
Bande (Art. 19 Abs. 2 lit. b): Die Zugehörigkeitsvoraussetzung liegt vor, wenn zwei oder mehr Personen ausdrücklich oder durch schlüssiges Verhalten die Absicht zeigen, sich zur gemeinsamen Begehung mehrerer (pluraler) unabhängiger Straftaten zusammenzuschliessen, auch wenn die einzelnen Taten noch nicht konkret bestimmt sind. Die Verbindung kann ausdrücklich oder stillschweigend sein. Für die Qualifikation als Bande ist ein Mindestgrad an Organisation erforderlich (z. B. Arbeitsteilung, Rollenzuweisung) sowie eine in ihrer Intensität hinreichende Zusammenarbeit.
“ainsi que celui qui prend des mesures aux fins de commettre une des infractions visées aux let. a à f (let. g). L'art. 19 al. 2 LStup prévoit les cas aggravés pour lesquels une peine privative de liberté d'un an au moins doit être prononcée. Il réprime notamment le comportement de l'auteur qui sait ou ne peut pas ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (let. a), qui agit comme membre d'une bande formée pour se livrer de manière systématique au trafic illicite de stupéfiants (let. b), ou qui se livre au trafic par métier et réalise ainsi un chiffre d'affaires ou un gain important (let. c). La condition de l'affiliation à une bande est réalisée lorsque deux ou plusieurs auteurs manifestent expressément ou par actes concluants la volonté de s'associer en vue de commettre ensemble plusieurs infractions indépendantes, même si elles ne sont pas encore déterminées (ATF 147 IV 176 consid. 2.4.2; 135 IV 158 consid. 2 et les références citées). Cette qualification repose sur la dangerosité particulière qu'engendre l'association des auteurs, qui les renforce physiquement et psychiquement et laisse prévoir la commission d'une pluralité d'infractions.”
“JEANNERET, Petit commentaire, LStup : dispositions pénales, 2022, n. 71 et 75 ad art. 19 LStup). La condition de l'affiliation à une bande (let. b) est réalisée lorsque deux ou plusieurs auteurs manifestent expressément ou par actes concluants la volonté de s'associer en vue de commettre ensemble plusieurs (plus de deux) infractions indépendantes, même si elles ne sont pas encore déterminées (ATF 147 IV 176 consid. 2.4.2 ; 135 IV 158 consid. 2 et les références citées ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1273/2023 du 19 février 2024 consid. 2.1.1). La notion de bande suppose un degré minimum d'organisation (par exemple un partage des rôles et du travail) et une collaboration d'une intensité suffisante pour qu'on puisse parler d'une équipe relativement stable et soudée, même si elle peut être éphémère. L'association peut ainsi être expresse ou tacite, et envisageable dès deux participants (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 86 et 75 ad art. 19 LStup). Lorsque l'une des circonstances aggravantes prévues à l'art. 19 al. 2 LStup est réalisée, il est superflu de se demander si l'infraction ne pourrait pas également être qualifiée de grave pour un autre motif. En effet, la suppression de l'une des circonstances aggravantes retenues ne modifie pas la qualification de l'infraction, qui reste grave au sens de l'art. 19 al. 2 LStup, ni, par conséquent, le cadre légal de la peine encourue pour cette infraction (ATF 124 IV 286 consid. 3 ; ATF 122 IV 265 consid. 2c ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_970/2022 du 13 avril 2023 consid. 2.1). En revanche, si la réalisation d'une seconde circonstance aggravante ne modifie pas le cadre légal de la peine, le juge pourra en tenir compte lors de la fixation de celle-ci sur la base des critères généraux de la fixation de la peine concrète, selon l'art. 47 CP, car cela aggrave la faute de l'auteur (ATF 120 IV 330 consid. 1c/aa ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_970/2022 précité). 3.1.3. L'infraction définie à l'art. 19 LStup est intentionnelle. Le dol éventuel suffit. L'infraction est ainsi réalisée lorsque l'auteur accepte l'éventualité de réaliser l'infraction, notamment admet qu'il s'agisse de stupéfiants (arrêts du Tribunal fédéral 6B_590/2023 du 20 septembre 2023 consid.”
“b) est réalisée lorsque deux ou plusieurs auteurs manifestent expressément ou par actes concluants la volonté de s'associer en vue de commettre ensemble plusieurs (plus de deux) infractions indépendantes, même si elles ne sont pas encore déterminées (ATF 147 IV 176 consid. 2.4.2 ; 135 IV 158 consid. 2 et les références citées ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1273/2023 du 19 février 2024 consid. 2.1.1). La notion de bande suppose un degré minimum d'organisation (par exemple un partage des rôles et du travail) et une collaboration d'une intensité suffisante pour qu'on puisse parler d'une équipe relativement stable et soudée, même si elle peut être éphémère. L'association peut ainsi être expresse ou tacite, et envisageable dès deux participants (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 86 et 75 ad art. 19 LStup). Lorsque l'une des circonstances aggravantes prévues à l'art. 19 al. 2 LStup est réalisée, il est superflu de se demander si l'infraction ne pourrait pas également être qualifiée de grave pour un autre motif. En effet, la suppression de l'une des circonstances aggravantes retenues ne modifie pas la qualification de l'infraction, qui reste grave au sens de l'art. 19 al. 2 LStup, ni, par conséquent, le cadre légal de la peine encourue pour cette infraction (ATF 124 IV 286 consid. 3 ; ATF 122 IV 265 consid. 2c ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_970/2022 du 13 avril 2023 consid. 2.1). En revanche, si la réalisation d'une seconde circonstance aggravante ne modifie pas le cadre légal de la peine, le juge pourra en tenir compte lors de la fixation de celle-ci sur la base des critères généraux de la fixation de la peine concrète, selon l'art. 47 CP, car cela aggrave la faute de l'auteur (ATF 120 IV 330 consid. 1c/aa ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_970/2022 précité). 3.1.3. L'infraction définie à l'art. 19 LStup est intentionnelle. Le dol éventuel suffit. L'infraction est ainsi réalisée lorsque l'auteur accepte l'éventualité de réaliser l'infraction, notamment admet qu'il s'agisse de stupéfiants (arrêts du Tribunal fédéral 6B_590/2023 du 20 septembre 2023 consid. 3.1 ; 6B_381/2011 du 22 août 2011). S'agissant du dol éventuel, le Tribunal fédéral a, notamment, jugé que celui qui ne sait pas dire non à une requête se rend coupable d'infraction à l'art.”
Zur Bestimmung der für die Qualifikation nach Art. 19 Abs. 1 BetmG massgebenden reinen Wirkstoffmenge kann auf den Reinheitsgehalt abgestellt werden; Gerichte haben dabei Durchschnittswerte der SGRM-Statistik herangezogen oder diese Werte zur Schätzung verwendet. Solche statistischen Werte können genügen, um die reine Drogenmenge für den qualifizierten Tatbestand zu bestimmen, wobei die Gerichte die jeweiligen statistischen Streuungen und Einzelfallumstände zu berücksichtigen pflegen.
“Gramm (Grenzwert Kokain bei 18 Gramm). Nichts anderes ergibt sich im übrigen, wenn man auf den Reinheitsgehalt der Statistik der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM) abstellt. Dieser beträgt gemäss der als pdf-Datei auf der Homepage der SGRM abrufbaren Statistik 2019 (https://www.sgrm.ch/de/forensische-chemie-und-toxikologie/fachgruppe- - 19 - forensische-chemie/statistiken-kokain-und-heroin/) für Einzelkonfiskate in der Grössenordnung 10<100 Gramm 28.5% (Mittelwert für Heroinbase) bzw. 31.2% (Mittelwert für Heroinhydrochlorid) und 66.5% (Mittelwert für Kokainbase) bzw. 73.2% (Mittelwert für Kokainhydrochlorid) und fällt für den Beschuldigten mithin nicht günstiger aus. Es ist somit davon auszugehen, dass der Eventualvorsatz des Beschuldigten in jedem Fall eine reine Drogenmenge umfasste, welche die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringt, die mithin die Grenze zum qualifi- zierten Delikt im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG deutlich übersteigt.”
“Gramm reinem Stoff ausgeht, so stellt dies eine zurückhal- tende Würdigung dar, welche – auch angesichts der diesbezüglich eher unklaren Aussagen von C._____ (vgl. Urk. 6/5 S. 10) – für den vorliegenden Berufungsent- scheid indessen zu übernehmen ist, auch wenn sämtliches beim Beschuldigten und seinem Umfeld sichergestelltes Kokain einen höheren Reinheitsgrad aufwies (vgl. Urk. 10/6) und die statistischen Werte der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin für das vorliegend massgebende Jahr 2022 mit 75 Prozent (für Ko- kain-Base) und 83 Prozent (für das vorliegend massgebende Kokain-Hydrochlorid) höher liegen (vgl. die entsprechende Statistik betreffend Kokain für das Jahr 2022 auf www.sgrm.ch), wobei hier indessen wiederum zu berücksichtigen ist, dass re- lativ hohe Standardabweichungen von 15 Prozent bestehen, welche die Werte wie- derum in den vorinstanzlich erstellten Bereich rücken. 1.2.Der Beschuldigte ist somit des Verbrechens gegen das Betäubungsmittel- gesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen. - 23 - 2.Qualifizierte Geldwäscherei”
Bei der Wahl zwischen Freiheits- und Geldstrafe sind Zweckmässigkeit, präventive Wirkung und das Verhältnismässigkeitsprinzip zu berücksichtigen; regelmässig ist die Geldstrafe als weniger freiheitseingreifend vorzuziehen. Allein in besonders gravierenden, insbesondere professionell organisierten oder eindeutig gewinnorientierten Fällen hat die Rechtsprechung anerkannt, dass eine Freiheitsstrafe als geeignet angesehen werden kann.
“Darauf sowie auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen (namentlich zu Fällen im Betäubungsmittelbereich; vgl. Urk. 32 E. IV/1.1 und IV/2.1–2.3 S. 7 ff.) kann verwiesen werden. Die Bildung einer Gesamtstrafe ist nur bei gleichartigen Strafen möglich. Un- gleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen, da das Asperationsprinzip nur greift, wenn mehrere gleichartige Strafen ausgesprochen werden. Mehrere gleichartige Strafen liegen vor, wenn das Gericht im konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss gleichartige Strafen ausfällen würde (BGE 144 IV 313 E. 1.1.3; 138 IV 120 E. 5.2; je mit Hinweisen). 2.Strafrahmen, Wahl Sanktionsart 2.1.Für qualifizierte Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 BetmG sieht das Gesetz eine Freiheits- strafe von mindestens einem (1) Jahr vor, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann. Das Höchstmass der Freiheitsstrafe beträgt 20 Jahre (Art. 40 Abs. 2 Satz 1 StGB). - 14 - Der Grundtatbestand von Art. 19 Abs. 1 BetmG enthält eine Strafandrohung von Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor (zutreffend zum Straf- rahmen bereits die Vorinstanz in Urk. 32 E. IV/1.2 f. S. 8). 2.2.Bei der Wahl der Sanktionsart ist als wichtiges Kriterium die Zweckmässig- keit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf die Täterschaft und auf ihr soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen (BGE 147 IV 241 E. 3.2; BGer 6B_355/2021 vom 22. März 2023 E. 3.3; je mit Hinweisen). Nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll nach konstanter Rechtsprechung bei alternativ zur Verfügung stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs äqui- valenten Sanktionen im Regelfall diejenige gewählt werden, die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift. Die Geldstrafe ist gegenüber der Freiheitsstrafe weniger eingriffsintensiv und daher als mildere Strafe anzusehen (BGE 138 IV 120 E. 5.2). Während für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Erwerb von >18 Gramm Kokain; Art.”
“A.________ wurde schuldig gesprochen des Verbrechens nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG, des Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 Bst. a BetmG sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (Art. 116 Abs. 1 Bst. a aAuG). Ein Verbrechen nach Art. 19 Abs. 2 BetmG wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft, wobei diese mit einer Geldstrafe verbunden werden kann. Die Höchstdauer der Freiheitsstrafe beträgt 20 Jahre (Art. 40 StGB). Der abstrakte Strafrahmen für Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) und Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (Art. 116 Abs. 1 aAuG) beträgt Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. Damit sind vorliegend die Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz als schwerste Tat zu qualifizieren. Hierfür ist die Einsatzstrafe festzulegen, bevor die Strafe dann aufgrund der weiteren Delikte zu erhöhen ist. Mit Ausnahme des Verbrechens nach Art. 19 Abs. 2 BetmG kann bei sämtlichen begangenen Delikten grundsätzlich sowohl eine Freiheitsstrafe wie auch eine Geldstrafe ausgesprochen werden. Betreffend die Verurteilung wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz ist hervorzuheben, dass der Beschuldigte den Cannabis-Anbau mit Hilfe anderer Personen professionell aufzog und insbesondere eine gewisse Summe Geld und viel Zeit für den Anbau einer grossen Menge Hanfpflanzen investierte, wobei das verfolgte Ziel einzig der finanzielle Gewinn war. Unter diesen Vorgaben ist nur eine Freiheitsstrafe geeignet, um der kriminellen Energie des Beschuldigten gerecht zu werden.”
Für die subjektive Seite genügt Vorsatz. Der Entschluss zur Begehung der in Art. 19 Abs. 1 BetmG genannten Tat(en) muss nicht endgültig sein; auch ein vorbehaltener oder vorläufiger Tatentschluss, etwa mit dem Vorbehalt, bei Hindernissen vom Vorhaben Abstand zu nehmen, kann ausreichen.
“Zu ahnden sind demnach nur Fälle, in denen das Verhalten nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich jemand mit der Absicht des Erwerbs von Betäubungsmitteln nach Bezugsquellen erkundigt (BGE 138 IV 100 E. 3.2; 117 IV 309 E. 1a und E. 1d; je mit Hinweisen). Auch die telefonische Vereinbarung eines Treffens an einem bestimmten Ort, damit Betäubungsmittel zu Testzwecken überbracht werden können, stellt ein Anstaltentreffen dar (Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.2 mit Hinweis). In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand voraus, dass der Täter Anstalten zu einer der in Art. 19 Abs. 1 lit. a-f BetmG genannten Straftaten vorsätzlich getroffen hat. Der Entschluss zur Begehung einer solchen Tat braucht kein endgültiger zu sein. Auch wer sich vorbehält, beim Auftreten entsprechender Hindernisse von seinem Vorhaben Abstand zu nehmen, kann gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG Anstalten treffen (BGE 117 IV 309 E. 1e; Urteil 6B_1078/2022 vom 25. Januar 2023 E. 3.1.4).”
“Die Rechtsprechung hat diesen Tatbestand indessen eingegrenzt, um der Gefahr zu entgehen, allein die Gesinnung zum Gegenstand der Strafverfolgung zu erheben. Zu ahnden sind demnach nur Fälle, in denen das Verhalten nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äussern Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt (BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 103; 117 IV 309 E. 1d S. 313; je mit Hinweisen). Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Täter sich mit der Absicht des Erwerbs von Betäubungsmitteln nach Bezugsquellen erkundigt (BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 103; 117 IV 309 E. 1a S. 310 f. und E. 1d S. 312 f.; je mit Hinweisen). In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand voraus, dass der Täter Anstalten zu einer der in Art. 19 Abs. 1 lit. a bis f BetmG genannten Straftaten vorsätzlich getroffen hat. Der Beschluss zur Begehung einer solchen Tat braucht allerdings kein endgültiger zu sein. Auch wer sich vorbehält, beim Auftreten entsprechender Hindernisse von seinem Vorhaben Abstand zu nehmen, kann gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG Anstalten treffen (BGE 117 IV 309 E. 1e S. 313; Urteil 6B_632/2018 vom 21. August 2018 E. 1.1.1).”
“Zu ahnden sind nur Fälle, in denen das Verhalten des Täters nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich jemand mit der Absicht des Erwerbs von Betäubungsmitteln nach Bezugsquellen erkundigt (BGE 117 IV 309 E. 1a S. 310 f. und E. 1d S. 312 f. mit Hinweisen). Auch die telefonische Vereinbarung einer Zusammenkunft an einem bestimmten Ort, damit Betäubungsmittel zu Testzwecken überbracht werden können, stellt ein Anstaltentreffen (etwa zum Kauf oder Verkauf) dar (Urteile 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.2; 6B_273/2013 vom 4. November 2013 E. 2.2; 6S.380/2004 vom 11. Januar 2006 E. 2.4). In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand voraus, dass der Täter Anstalten zu einer der in Art. 19 Abs. 1 BetmG genannten Straftaten vorsätzlich getroffen hat. Der Entschluss zur Begehung einer solchen Tat braucht jedoch kein endgültiger zu sein. Auch wer sich vorbehält, beim Auftreten entsprechender Hindernisse von seinem deliktischen Vorhaben Abstand zu nehmen, kann gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG Anstalten treffen (BGE 117 IV 309 E. 1e; zum Ganzen: Urteil 6B_273/2013 vom 4. November 2013 E. 2.2).”
“Zwar umfasst der Begriff des Anstalten Treffens eine Vielzahl nicht näher umschriebener Vorberei- tungshandlungen, was mitunter zu Schwierigkeiten in der Anwendung der Be- stimmung führt. Die Rechtsprechung hat diesen Tatbestand indessen einge- grenzt, um der Gefahr zu entgehen, allein die Gesinnung zum Gegenstand der Strafverfolgung zu erheben. Zu ahnden sind demnach nur Fälle, in denen das Verhalten nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erken- nen lässt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Täter sich mit der Absicht des Erwerbs von Betäubungsmitteln nach Bezugsquellen erkundigt. In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand voraus, dass der Täter Anstalten zu einer der in Art. 19 Abs. 1 lit. a bis f BetmG genannten Straftaten vorsätzlich getroffen hat. Der Entschluss zur Begehung einer solchen Tat braucht allerdings kein endgültiger zu sein. Auch wer sich vorbehält, beim Auftreten entsprechender Hindernisse von seinem Vorhaben Abstand zu nehmen, kann gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG Anstalten treffen (BGer-Urteil 6B_632/2018 vom 21. August 2018 E. 1.1.1. m.w.H.). Der Versuch gilt als da begangen, wo der Täter ihn ausführt, und da, wo nach seiner Vorstellung der Erfolg hätte eintreten sollen (Art. 8 Abs. 2 StGB). Nachdem die Anklage dem Beschuldigten vorwirft, dass das Kokain in die Schweiz habe transportiert werden sollen, ist die Strafhoheit in der Schweiz ge- geben. Für eine Strafbarkeit nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG genügt es, dass die Einfuhr in die Schweiz geplant war.”
Konkrete, für die illegale Kultivierung nutzbare Hinweise können, insbesondere wenn der Ratgeber den rechtswidrigen Zweck kennt und die Hinweise die Fortsetzung der Tat fördern, als strafbare Beihilfe zu Art. 19 Abs. 1 BetmG qualifiziert werden. Dass dieselben Informationen auch anderweitig verwendbar oder allgemein zugänglich sind, schliesst eine solche Bewertung nicht aus; die Beurteilung hängt vom konkreten Beitrag und Kenntnisstand ab.
“L'ordonnance de classement fondée sur cette norme respecte, en l'absence de prononcé d'une condamnation, la présomption d'innocence dont bénéficie le prévenu. Néanmoins, il se justifie, au vu de l'acte illicite commis par l’auteur, d’imputer à ce dernier les frais de la cause (ATF 144 IV 202 précité, consid. 2.3). 4.4. En l’espèce, il résulte de la procédure que D______ a cultivé, sans droit, entre 2016 et fin 2017, des plants de cannabis d’une teneur en THC supérieure à 1%, comportement susceptible d’être réprimé par l’art. 19 al. 1 let. a LStup. Le prénommé reconnaît ces faits, pour lesquels il n’a pas encore été jugé. La recourante admet avoir, en janvier 2017, au cours de trois conversations téléphoniques – enregistrées lors de l’exécution d’une mesure de surveillance, dont elle ne conteste pas la licéité (arrêt du Tribunal fédéral 6B_795/2014 du 6 janvier 2015 consid. 2.4) –, dispensé à son frère des conseils au sujet de la plantation. Il convient donc de déterminer si ses agissements, exorbitants à ceux énumérés à l’art. 19 al. 1 LStup, peuvent être qualifiés d’actes de complicité de l’infraction reprochée à D______. Les renseignements donnés tendaient à endiguer le jaunissement des feuilles de cannabis, respectivement à éviter l’apparition de champignons, pour assurer la pérennité des plants et permettre, in fine, leur utilisation. Ils se sont révélés utiles, puisque certains de ces végétaux avaient, deux jours plus tard, "repris des ( ) couleurs" aux dires de D______. Ils ont donc permis à ce dernier de poursuivre la culture, à tout le moins pour les plants concernés par cette amélioration. Contrairement à que semble penser la recourante, ce n’est pas la teneur en elle-même des informations susvisées qui est réprimée par l’art. 25 CP – de sorte qu’il importe peu que celles-ci soient transposables à d’autres plantes ou aisément trouvables sur internet, voire dans des livres –, mais le fait de les avoirs fournies à l’auteur principal de l’infraction envisagée à la LStup. Par ailleurs, la recourante connaissait pertinemment le caractère illicite de la plantation, raison pour laquelle elle a pris la précaution d’utiliser, lors des téléphones, le terme codé "orchidées" pour évoquer les plants de cannabis.”
“Le 4 décembre 2017, la police a trouvé deux cent deux plants de cannabis au domicile de D______, répartis dans quatre serres distinctes, chacune représentant une étape de leur maturation. La teneur en THC desdits plants était supérieure à 1%, d’après les échantillons prélevés et analysés (pièces D - 40'545 à 40’550). a.d. Le prénommé a été interpellé le jour même (P/25/2016). Il a reconnu avoir cultivé, sans droit, ces stupéfiants (pièces E - 50'350 et s.). b. En sus de ces faits, D______ est soupçonné d’avoir commis d’autres infractions, parmi lesquelles deux braquages à main armée en 2014 et 2016, en coactivité, notamment, avec l’un de ses frères, E______ (P/25/2016). c.a. Fin février 2021, A______ – non encore entendue dans la procédure P/25/2016 – a reçu du Ministère public, d’une part, un avis de prochaine clôture informant "les parties" de leur futur renvoi en jugement et, d’autre part, une convocation pour être auditionnée en qualité de prévenue lors de l’audience finale, appointée le 24 mars 2021. c.b. À cette dernière date, le Procureur a informé A______, assistée d’un avocat, qu’une procédure était ouverte contre elle du chef d’infraction à l’art. 19 al. 1 LStup, pour avoir fourni, à D______ notamment, des conseils relatifs à sa culture de stupéfiants (pièce E – 50’344). L’intéressée a reconnu qu’après avoir vu à une occasion la plantation litigieuse, elle avait spontanément donné des conseils à son frère, lors des trois conversations téléphoniques enregistrées – étant précisé qu’elle avait eu accès aux écoutes et pièces y relatives via son conseil, quelques jours avant l’audience –. Ses agissements étaient pénalement irrelevants. d.a. En avril 2021, le Ministère public a renvoyé D______ en jugement du chef, notamment, d’infraction à l’art. 19 al. 1 let. a LStup, en précisant que la drogue cultivée était destinée à la vente [le prénommé n’étant pas consommateur de marijuana]. d.b. Le Ministère public n’a pas informé A______ de son intention de classer la procédure la concernant, ni ne l’a interpellée au sujet de ses éventuelles prétentions en indemnisation. C. Dans sa décision querellée, le Procureur a considéré que le rôle joué par A______ "dans le cadre des infractions à la [LStup] reprochées ( ) à D______" était limité, l’intéressée s’étant contentée de donner quelques conseils en matière d’arrosage des plants de cannabis.”
Im frühen Ermittlungsstadium genügt ein glaubhafter Anfangsverdacht bzw. erste Indizien (z. B. sichergestellte Mengen, Geld, Vorstrafen, gefundene Gegenstände), damit präventive Sicherungsmassnahmen wie Séquester oder Untersuchungshaft angeordnet werden können. Der Haft- oder Séquesterentscheid verlangt keine abschliessende Beweiswürdigung; allerdings muss sich der Verdacht im weiteren Verlauf der Untersuchung erhärten, damit die Massnahme aufrechterhalten werden kann.
“2 CPP), ce qui exclut qu'elle résolve des questions juridiques complexes ou qu'elle attende d'être renseignée de manière exacte et complète sur les faits avant d'agir (ATF 116 Ib 96 consid. 3a; arrêt du Tribunal fédéral 1B_421/2011 du 22 décembre 2011 consid. 3.1 et 3.3). Ainsi, au début de l'enquête, un soupçon crédible ou un début de preuve de l'existence de l'infraction reprochée suffit à permettre le séquestre, ce qui laisse une grande place à l'appréciation du juge. On exige toutefois que ce soupçon se renforce au cours de l'instruction pour justifier le maintien de la mesure (A. KUHN / Y. JEANNERET (éds), Commentaire romand : Code de procédure pénale suisse, Bâle 2011 n. 17-22 ad art. 263). La saisie probatoire (art. 263 al. 1 let. a CPP) sert à réunir et à retenir les objets ou valeurs dont la vision ou l'examen peuvent être utiles à la manifestation de la vérité en rapport avec l'infraction poursuivie et les pièces qui peuvent servir à la conviction du magistrat instructeur. 5.2. En l'occurrence, B______ est soupçonné d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup. Selon les premières constatations de la police, l'échantillon de marchandise saisie le 8 février 2021 serait de la résine de cannabis, ce qui a justifié la saisie de l'intégralité de la marchandise découverte dans les locaux sis route 1______ [no.] ______. Des échantillons des substances présumées illicites ont été transmis à la BPTS pour analyses. B______ allègue que son activité était parfaitement légale. Les briquettes de pollen de CBD ne contiendraient selon lui pas un THC supérieur à 1% et auraient été prises par la police pour de la résine de cannabis. Or, les allégations du recourant ne reposent sur aucun élément tangible. Au moment du prononcé du séquestre, le Ministère public s'est fondé sur les premières analyses visuelles de la police, à teneur desquelles la matière saisie serait de la résine de cannabis, soupçons renforcés par le fait que le recourant aurait été arrêté en décembre 2020 en possession de plusieurs kilogrammes de cette substance illicite. Ces soupçons étaient suffisants, au début de l'enquête, à justifier le séquestre des substances et du matériel, sur la base de l'art.”
“Les mesures de substitution, que A______ jugeait inapplicables, étaient précisément celles qu'il avait lui-même requises. Le risque de fuite était désormais plus important du fait de la proximité de l'audience de jugement. La quotité de la peine encourue dépassait très largement la détention subie. c. Le TMC maintient les termes de son ordonnance et renonce à formuler des observations. d. Le recourant, dans réplique, persiste dans ses conclusions. EN DROIT : 1. Le recours est recevable pour avoir été déposé selon la forme et dans le délai prescrits (art. 385 al. 1 et 396 al. 1 CPP), concerner une ordonnance sujette à recours auprès de la Chambre de céans (art. 222 et 393 al. 1 let. c CPP) et émaner du prévenu détenu qui, partie à la procédure (art. 104 al. 1 let. a CPP), a qualité pour agir, ayant un intérêt juridiquement protégé à la modification ou à l'annulation de la décision querellée (art. 382 al. 1 CPP). 2. Le recourant allègue une insuffisance des charges, contestant avoir commis une infraction à l'art. 19 al. 1 LStup. 2.1. À teneur de l'art. 221 al. 1 première phrase CPP, la détention provisoire ne peut être ordonnée que lorsque le prévenu est fortement soupçonné d'avoir commis un crime ou un délit. Il doit exister à son égard des charges suffisantes ou des indices sérieux de culpabilité, c'est-à-dire des raisons plausibles de la soupçonner d'avoir commis une infraction. Il n'appartient cependant pas au juge de la détention de procéder à une pesée complète des éléments à charge et à décharge et d'apprécier la crédibilité des personnes qui mettent en cause le prévenu. Il doit uniquement examiner s'il existe des indices sérieux de culpabilité justifiant une telle mesure (ATF 137 IV 122 consid. 3.2 p. 126 ; 116 Ia 143 consid. 3c p. 146), l'autorité devant indiquer les éventuels éléments – à charge ou à décharge – que l'instruction aurait fait apparaître depuis sa précédente décision relative à la détention (arrêt du Tribunal fédéral 1B_295/2014 du 29 septembre 2014 consid. 2.3). 2.2. Selon l'art. 119 al.”
“Il me vendait cette marchandise au prix de CHF 140.- le gramme » (PV aud. 2, R. 6 et R. 7). En outre, hormis les mises en cause de M.________, la perquisition dans la chambre du recourant a permis de découvrir la somme de 1'090 fr., 4,8 g bruts de marijuana, 3,5 g de shit, 2,1 g bruts d’héroïne et deux téléphones portables, ce qui ne fait que renforcer les soupçons dirigés contre lui. A cela s’ajoute que, selon l’extrait de son casier judiciaire, le recourant a déjà été condamné pour avoir vendu des stupéfiants. En outre, de source confidentielle, la police a pu établir que le recourant écoulait de l’héroïne auprès de consommateurs d’Yverdon-les-Bains depuis plusieurs mois (P. 4, p. 3). Enfin, le fait que les conditions de l’infraction grave à la LStup au sens de l’art. 19 al. 2 LStup ne soient pas réalisées, comme le soutient le recourant, ce que l’enquête devra déterminer, n’implique pas que seule une contravention puisse lui être reprochée. Le recourant perd en effet de vue que le trafic d’héroïne au sens de l’art. 19 al. 1 LStup est passible d’une peine privative de liberté de trois ans ; il s’agit donc d’un délit (cf. art. 10 al. 3 CP) et non d’une simple contravention. Par conséquent, il existe, à ce stade de la procédure, l’enquête n’en étant qu’à ses débuts, des indices suffisamment sérieux qu’I.________ ait commis les faits qui lui sont reprochés, justifiant sa mise en détention provisoire. 4. 4.1 Le recourant conteste l’existence d’un risque de collusion. Il soutient que dans la mesure où ses deux téléphones ont été saisis, pour lesquels il a transmis les codes d’accès, il ne serait pas en mesure de contacter qui que ce soit ni d’être contacté. Il aurait en outre répondu aux questions posées par le Ministère public et pas la police. Il n’existerait dès lors pas de risque de collusion. 4.2 Selon l’art. 221 al. 1 let. b CPP, la détention provisoire ne peut être ordonnée que lorsque le prévenu est fortement soupçonné d'avoir commis un crime ou un délit et qu'il y a sérieusement lieu de craindre qu'il compromette la recherche de la vérité en exerçant une influence sur des personnes ou en altérant des moyens de preuves.”
Bei besonders gravierendem, planmässigem oder gewinnsüchtigem Vorgehen (z. B. Einsatz Dritter, hoher Gewinn) kommt eine Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG nicht in Betracht; mildernde Täterfaktoren sind in solchen Fällen nur eingeschränkt zu berücksichtigen.
“Er habe sich des Darknets bedient und dort verschiedene Shops eingerichtet und ein Bitcoin-Konto eröffnet. Den Drogenhandel habe er während eines Jahres sehr intensiv betrieben und auch andere Personen gegen Entlöhnung eingesetzt, insbesondere um Drogen in die Schweiz einzuführen und hier zu lagern. Sein Vorgehen sei sehr planmässig und durchdacht gewesen. So habe er einen Gewinn von mindestens Fr. 21'545.-- erzielt (Fr. 10'725.-- aus dem Verkauf von MDMA, Marihuana, Ecstasy und 2C-B-Tabletten; Fr. 9'200.-- aus dem Verkauf von Amphetamin; Fr. 1'395.-- aus dem Verkauf von Kokain und Fr. 225.-- aus dem Verkauf von LSD -Trips). Er habe mit beachtlicher krimineller Energie, gewinnsüchtig und namentlich nicht aus finanzieller Not gehandelt. Selbst habe er immer wieder Drogen konsumiert, das mindere seine Verantwortung für die qualifizierten Widerhandlungen aber nicht. Denn der Drogenhandel habe höchstens in untergeordnetem Mass zur Finanzierung des Eigenkonsums beigetragen. Damit scheide eine Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG aus. Insgesamt sei von einem mittelschweren bis schweren Tatverschulden auszugehen. Mit Blick auf den Strafrahmen von einem bis zwanzig Jahren Freiheitsstrafe sei eine solche von sieben Jahren angemessen. Was die Täterkomponenten angehe, seien die Vorstrafen (Geldstrafen von bis zu 90 Tagessätzen) leicht straferhöhend zu berücksichtigen, auch wenn sie schon mehrere Jahre zurücklägen. Weiter hätten die Aussagen des Beschwerdeführers (vollständige Geständigkeit) die Strafverfolgung wesentlich vereinfacht. Dies sei strafmindernd zu berücksichtigen, wenn auch nicht in einem Umfang, wie dies bei einem von Anfang an geständigen, einsichtigen und reuigen Täter möglich wäre. Seit der Untersuchungshaft sei der Beschwerdeführer drogenabstinent. Er sei eine Beziehung eingegangen und gehe wieder einer geregelten Arbeit nach. Der Arbeitgeber stelle ihm ein gutes Zeugnis aus. Diese Veränderungen seien positiv zu würdigen, ausserordentliche Umstände lägen jedoch nicht vor. Die Strafempfindlichkeit sei nicht erhöht; der Strafvollzug betreffe ihn nicht über das in vergleichbaren Fällen übliche Mass hinaus.”
Bei der Anwendung von Art. 19 Abs. 4 BetmG ist in der Praxis in der Regel mit Rücksprache des Tatortstaats zu rechnen; zuständigkeits- und Territorialitätsfragen (etwa laufende Ermittlungen oder Verfolgung im Ausland) können entscheidend dafür sein, ob die Schweiz die Verfolgung übernimmt oder abtritt. Gegebenenfalls ist abzuklären, ob der Tatortstaat Auslieferung ersucht oder bereits Verfahren geführt hat.
“der Anklage). Da die Betäubungsmittel Mitte Januar 2010 aufgefunden wurden, kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass diese bereits im Jahre 2009 in die Schweiz eingeführt wurden, wodurch diese Einfuhr noch nicht durch das französische Urteil vom 22. November 2016 erfasst wäre. Auch diesen Umstand gilt es vom Strafgericht zu klären. Gegen die Möglichkeit, dass Frankreich bereits stellvertretend die auch in der Schweiz begangenen Betäubungsmitteldelikte abgeurteilt hat, spricht überdies Folgendes: Zwar gilt die Regelung, dass bei schweren Betäubungsmitteldelikten gestützt auf Art. 19 Abs. 4 BetmG von der Schweiz auch Auslandstaten verfolgt werden können, jedoch kann dies nicht als Universalitäts- bzw. Weltrechtsprinzip verstanden werden. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Zwischenform zwischen dem Universalitätsprinzip und der Übernahme der Strafverfolgung nach Art. 85 des Rechtshilfegesetzes (IRSG, SR 351.1, vgl. BGE 126 IV 255 E. 4.c S. 266). Sofern die Schweiz einen Ausländer wegen z.B. in Frankreich begangener Delikte gestützt auf Art. 19 Abs. 4 BetmG verurteilen will, so wäre zuerst Rücksprache mit Frankreich zu nehmen und etwa abzuklären, ob nicht Frankreich um zulässige Auslieferung des Delinquenten ersucht (vgl. BGE 118 IV 416 E. 2 S. 418 f.; Hug-Beeli, in: Kommentar Betäubungsmittelgesetz, Basel 2016, Art. 19 N 1200). Im umgekehrten Fall ist nicht anzunehmen, dass Frankreich, sollte es Betäubungsmitteldelikte mit Tatort Schweiz verfolgen und bestrafen wollen, eine Verurteilung ohne vorhergehende Rücksprache mit der Schweiz hätte vornehmen können. Solche Anfragen der französischen Justizbehörden sind aber nicht aktenkundig und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht.”
“00 francs que les 47'000 euros saisis par les services français des douanes, respectivement en 2015 et en 2019, n’étaient pas liés à une quelconque activité rémunérée – légale ou illégale – en France, mais provenaient de Suisse ou d’Albanie, pays dans lesquels le prévenu déployait ses activités d’import-export de véhicules automobiles. Toujours selon l’appelant, le contrôle de sa voiture en 2015 était intervenu alors qu’il rentrait au Kosovo par la route – probablement via l’Italie – avec en sa possession l’argent que des connaissances lui avaient confié en prévision de l’acquisition de plusieurs voitures d’occasion que le prévenu n’avait pas pu acheter, si bien qu’il s’apprêtait à leur restituer les valeurs patrimoniales qui lui avaient été confiées. c.h.d) Si l’on retient la thèse des autorités françaises, le prévenu aurait récolté l’argent de la drogue auprès de dealers français, de sorte que les faits incriminés n'auraient pas de lien avec la Suisse et que les préventions décrites aux chiffres I.1.18 et 19 de l’acte d’accusation ne pourraient être jugées qu’en France, sous réserve des conditions – non réalisées en l’espèce – permettant de déroger au principe général de territorialité (cf. art. 19 al. 4 LStup). c.h.e) Les explications du prévenu, qui conteste avoir récolté de l’argent en France, ne peuvent pas être démenties par le résultat de l’instruction – étant rappelé que la justice française a finalement retenu que l’argent litigieux était de provenance indéterminée. La Cour pénale retient donc qu’il n’est pas prouvé que l’argent découvert en France aurait un lien avec un supposé trafic de drogue déployé à l’étranger. Il s’ensuit que les montants saisis en France doivent plutôt être considérés comme le résultat des activités du prévenu en Suisse et en Albanie ; il n’y a ainsi aucun obstacle – du point de vue du principe de territorialité – à ce que les faits décrits aux chiffres I.1.18 et I.1.19 de l’acte d’accusation soient poursuivis en Suisse. c.h.f.a) L’avocat de la défense de l’appelant soutient que les chiffres I.1.18 et 19 de l’acte d’accusation devraient être abandonnés, à mesure qu’une condamnation par la Cour pénale de son client pour ces faits représenterait une violation du principe ne bis in idem qui veut qu’une personne condamnée pénalement ou acquittée selon les termes d’un jugement définitif et exécutoire ne peut être poursuivie une nouvelle fois pour les mêmes faits.”
Kann die Droge nicht labortechnisch bestimmt werden, darf zur Ermittlung der reinen Stoffmenge und damit zur Beurteilung, ob die Schwellen von Art. 19 erreicht sind, ohne Willkür von einem durchschnittlichen Reinheitsgrad ausgegangen werden. In der Praxis werden hierfür marktübliche Richtwerte herangezogen (z. B. 20 % bei Strassenkoks), was auch für verfahrensrechtliche Entscheide relevant sein kann (etwa zur Beurteilung, ob eine zu erwartende Mindeststrafe eine Pflichtverteidigung begründet).
“Pour déterminer si le seuil est atteint, il faut déterminer la quantité de drogue pure sur laquelle a porté l'infraction, qui est seule décisive. Si l'examen est impossible, dès lors que la drogue n'a pas pu être saisie, le juge peut admettre sans arbitraire, en l'absence d'autres éléments, que la drogue était d'une qualité moyenne et se référer au degré de pureté habituel sur le marché à l'époque et au lieu en question. Lorsque l'infraction porte sur plusieurs substances différentes, il faut apprécier le danger d'ensemble pour dire s'il y a quantité susceptible de mettre en danger la santé de nombreuses personnes. Le cas peut ainsi être considéré comme grave, même si la quantité de chacun des produits, pris isolément, est inférieure aux limites fixées par la jurisprudence. Si l'auteur acquiert un stupéfiant pour en vendre une partie et en consommer l'autre partie, il commet, en concours idéal, des infractions à l'art. 19 LStup et à l'art. 19a LStup. Dans ce cas, la quantité destinée à la consommation personnelle ne doit pas être prise en compte pour dire si l'infraction à l'art. 19 LStup constitue un cas grave (ATF 146 IV 312 consid. 2.1.1 et les réf.). 2.3.5. A titre d’exemple, le Tribunal cantonal zurichois a considéré que la saisie d’une grande quantité de cocaïne, soit 2 x 200 grammes, laisse présumer une éventuelle condamnation selon l’art. 19 al. 2 let. a LStup, ce qui permet de reconnaître dès ce moment que, compte tenu des circonstances, une peine privative de liberté d'au moins un an est imminente et donc qu’il existe un cas de défense obligatoire (OGer ZH Beschluss vom 5.4.2018, UH180024, Erw. 4.2 = ZR 117 (2018) Nr. 41, cité in Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung StPO, 2020, art. 131 n. 13). 2.4. En l’espèce, il ressort du dossier les éléments suivants. La police a interpellé le recourant le 27 septembre 2022 à 15h00 alors qu’il était dans un taxi, en provenance de C.________. Elle l’a amené au poste de police. Sur place, elle a procédé à une fouille de ses effets personnels (entre 15h00 et 16h00) et a découvert dans un sac 40 grammes d’héroïne, 10 grammes de cocaïne et 1 gramme de haschich.”
“c) et celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). Selon l'art. 19 al. 2 let. a LStup, la peine privative de liberté est d'un an au moins si l'auteur sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes. Dans sa directive B.4, le Procureur général de Genève retient, se fondant sur l'ATF 6B_632/2008 du 10 mars 2009, un taux de pureté de 20% pour le trafic de rue de cocaïne, une peine supérieure à un an devant être requise dès 18 grammes de cocaïne pure. 3.5. En l'espèce, le Ministère public a ordonné, le 25 octobre 2024, la mise en œuvre d'une défense d'office en faveur de A______, considérant que celui-ci relevait de la défense obligatoire, plus particulièrement eu égard aux faits qui lui étaient reprochés, soit des infractions d'entrée illégale et de séjour illégal (art. 115 al. 1 let. a et b LEI), un délit contre la loi sur les stupéfiants (art. 19 LStup) et une consommation de stupéfiants (art. 19a LStup). Bien que l'ordonnance y relative ne le mentionne pas expressément, ce choix semble avoir été dicté par le fait que A______ se voyait alors reprocher une participation à un trafic portant sur 104 grammes de cocaïne, ce qui représente, à un taux de pureté de 20%, une quantité de 20.8 grammes de cocaïne pure, soit une quantité susceptible de tomber sous le coup de l'art. 19 al. 2 LStup et, partant, d'entrainer le prononcé d'une peine privative de liberté d'un an au moins. Si une défense d'office se justifiait ainsi au moment où le Ministère public en a ordonné la mise en œuvre – au vu de la peine alors concrètement encourue par A______ et du cas de défense obligatoire qui en découlait au sens de l'art. 130 let. b CPP –, tel n'était en revanche plus le cas dès l'instant où, par le prononcé de son ordonnance de non-entrée en matière partielle, cette autorité a décidé d'abandonner les charges pesant contre celui-ci en lien avec son éventuelle participation à un trafic portant sur 104 grammes de cocaïne.”
Art. 19 Abs. 4 BetmG setzt voraus, dass sich der Täter in der Schweiz befindet. Nach der einschlägigen Lehre ist dabei unerheblich, ob die Anwesenheit freiwillig oder aufgrund einer Auslieferung erfolgt und ob der Täter sich in Haft befindet oder nicht.
“4 LStup n'exige pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionné dans l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'État étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle. On peut ainsi considérer que ces différents comportements forment, pour une opération donnée, un complexe de faits. Il suffit de déterminer à quel État le complexe de fait peut-être rattaché (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 159 ad art. 19). Pour déterminer si l'acte est punissable dans le pays où il a été commis et, cas échéant, si la législation de ce dernier elle est plus favorable à l'auteur, le droit étranger doit être véritablement établi préalablement à une condamnation, par exemple grâce à un avis de droit de l'institut suisse de droit comparé (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 160 ad art. 19). L’art. 19 al. 4 LStup exige que l’auteur se trouve en Suisse. Il importe à cet égard peu qu’il s’y trouve de son plein gré ou soit extradé à la Suisse, et qu’il soit détenu ou non (ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes, 3e édition, Berne 2016, n. 289 ad art. 19 LStup ; voir aussi l’arrêt du Tribunal fédéral 6B_969/2010 susmentionné, qui concerne précisément le cas d’un prévenu extradé à la Suisse). 2.3.1. La CPAR a retenu, dans son arrêt du 10 février 2023 relatif au comparse de l’appelant, que la drogue était bien destinée à la Suisse. Il n’y a en l’espèce aucune raison de statuer différemment. En effet, ainsi que cela ressort de l’arrêt AARP/59/2023, ledit comparse a agi principalement depuis Genève, où il vivait et a vendu de la cocaïne au détail ; il se servait d’un raccordement suisse pour ses contacts avec la mule, laquelle a initialement déclaré qu’elle devait livrer la drogue à Genève. Il ne fait ainsi pas de doute que la cocaïne était destinée au marché genevois, où le commanditaire entendait la revendre.”
Art. 19 Abs. 1 ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet. Damit kann bereits eine unbefugte Handlung, die typischerweise eine Gefahr schafft (z. B. Erwerb, Besitz oder Inverkehrbringen von Betäubungsmitteln), zur Strafbarkeit führen, ohne dass ein konkreter Schaden eingetreten sein muss.
“Rechtliche Grundlagen Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt. Nach lit. d derselben Bestimmung macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen.”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3f; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis).”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt. Nach lit. d derselben Bestimmung macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen.”
Bei der Abgrenzung eines «schweren Falls» nach Art. 19 ist die insgesamt vom Täter veräusserte Menge an Betäubungsmitteln heranzuziehen. Das gilt auch, wenn diese Menge sich aus mehreren Transaktionen ergibt und zwischen den einzelnen Taten nur eine Wiederholung, nicht jedoch eine durchgehende Kontinuität besteht. Mehrere Verstösse nach Art. 19 können insoweit zusammengefasst werden, so dass die kumulierte Menge für die Beurteilung des schweren Falls massgeblich ist.
“En effet, la suppression de l'une des circonstances aggravantes retenues ne modifie pas la qualification de l'infraction, qui reste grave au sens de l'art. 19 al. 2 LStup, ni, par conséquent, le cadre légal de la peine encourue pour cette infraction (ATF 122 IV 265 consid. 2c ; ATF 120 IV 330 consid. 1c/aa). Inversement, la prise en compte d'une circonstance aggravante supplémentaire ne peut conduire à une extension vers le haut du cadre légal plus sévère de la répression (ATF 120 IV 330 consid. 1c/aa et les arrêts cités), dans la mesure où le juge, ainsi qu'il le peut, en a tenu compte dans les limites de l'art. 47 CP. L’art. 19 LStup décrit des infractions de mise en danger abstraite. Si les comportements mentionnés à l’alinéa 1 sont érigés en infractions indépendantes (ATF 119 IV 266 consid. 3a), ils n’en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 ; Favre/Pellet/Stoudmann, Droit pénal accessoire, Code annoté, Lausanne 2018, n. 1.1 ad art. 19 LStup). Le cas doit être considéré comme grave au sens de l'art. 19 al. 2 let. a LStup lorsque le trafic de cocaïne porte sur une quantité supérieure à 18 grammes de substance pure (ATF 138 IV 100 consid. 3.2 ; ATF 109 IV 143 consid. 3b ; TF 6B_1263/2018 du 28 janvier 2019). Ainsi, des infractions répétées à la LStup qui, considérées dans leur ensemble, portent sur une quantité de stupéfiants qui peut mettre en danger la santé de nombreuses personnes, constituent un cas grave (ATF 114 IV 164 consid. 2; Favre/Pellet/Stoudmann, op. cit., n. 2.1 ad art. 19 LStup). Les stupéfiants qui ont fait l’objet de plusieurs transactions doivent être pris en compte globalement pour décider de l’existence d’un cas grave, même si entre les diverses opérations, il n’existe qu’une relation de répétition et non de continuité (ATF 112 IV 109 consid. 2a; Favre/Pellet/Stoudmann, op. cit., n. 2.10 ad art. 19 LStup). Le Tribunal fédéral a encore précisé que diverses violations de l’art. 19 LStup devaient être réprimées en dehors des règles sur le concours comme une seule infraction (ATF 110 IV 99 consid.”
“Ainsi, des infractions répétées à la LStup qui, considérées dans leur ensemble, portent sur une quantité de stupéfiants qui peut mettre en danger la santé de nombreuses personnes, constituent un cas grave (ATF 114 IV 164 consid. 2; Favre/Pellet/Stoudmann, op. cit., n. 2.1 ad art. 19 LStup). Les stupéfiants qui ont fait l’objet de plusieurs transactions doivent être pris en compte globalement pour décider de l’existence d’un cas grave, même si entre les diverses opérations, il n’existe qu’une relation de répétition et non de continuité (ATF 112 IV 109 consid. 2a; Favre/Pellet/Stoudmann, op. cit., n. 2.10 ad art. 19 LStup). Le Tribunal fédéral a encore précisé que diverses violations de l’art. 19 LStup devaient être réprimées en dehors des règles sur le concours comme une seule infraction (ATF 110 IV 99 consid. 3 ; Corboz, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3e éd., Berne 2010, n. 89 ad art. 19 LStup). C’est la quantité totale de produits stupéfiants vendue par l’auteur qui doit être retenue ; peu importe de savoir si la quantité de drogue vendue lors de chaque transaction était inférieure à la limite du cas grave (TI : CCRP 16.01.1979, Rep 1980, p. 358 ; Favre/Pellet/Stoudmann, op. cit., n. 2.12 ad art. 19 LStup). 4.2 En l’espèce, l’appelant ne conteste pas que, lors de son entrée sur le territoire suisse le 26 juillet 2022, il a été interpellé par des agents de la douane en possession de 466 grammes de cocaïne conditionnés en 28 fingers, qui ont été trouvés dans son sac. C’est sans convaincre qu’il prétend ignorer comment cette drogue s’est retrouvée dans ses effets personnels. Il n’a en effet pu fournir aucune explication crédible à ce sujet. Lors de sa première audition et par la suite encore il a expliqué qu’un inconnu rencontré à la gare de Lausanne avait placé la drogue dans son sac à son insu pour la transporter à Vevey, alors qu’il se trouvait aux toilettes (cf. PV aud. 1, pp. 6-7 ; cf. ég. PV aud. 2 p. 3 et PV aud. 4, l. 57). Or l’analyse des images de vidéosurveillance de la gare de Lausanne a permis d’établir qu’il était arrivé à la gare à 21h08, qu’il s’était dirigé directement au distributeur de billets pour prendre un ticket, qu’il était ensuite retourné dans le hall central pour acheter des victuailles à la boulangerie, qu’à 21h11 il était entré dans le train, qu’il avait traversé un wagon et qu’il s’était assis.”
“3a), ils n’en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 ; Favre/Pellet/Stoudmann, Droit pénal accessoire, Code annoté, Lausanne 2018, n. 1.1 ad art. 19 LStup). Le cas doit être considéré comme grave au sens de l'art. 19 al. 2 let. a LStup lorsque le trafic de cocaïne porte sur une quantité supérieure à 18 grammes de substance pure (ATF 138 IV 100 consid. 3.2 ; ATF 109 IV 143 consid. 3b ; TF 6B_1263/2018 du 28 janvier 2019). Ainsi, des infractions répétées à la LStup qui, considérées dans leur ensemble, portent sur une quantité de stupéfiants qui peut mettre en danger la santé de nombreuses personnes, constituent un cas grave (ATF 114 IV 164 consid. 2; Favre/Pellet/Stoudmann, op. cit., n. 2.1 ad art. 19 LStup). Les stupéfiants qui ont fait l’objet de plusieurs transactions doivent être pris en compte globalement pour décider de l’existence d’un cas grave, même si entre les diverses opérations, il n’existe qu’une relation de répétition et non de continuité (ATF 112 IV 109 consid. 2a; Favre/Pellet/Stoudmann, op. cit., n. 2.10 ad art. 19 LStup). Le Tribunal fédéral a encore précisé que diverses violations de l’art. 19 LStup devaient être réprimées en dehors des règles sur le concours comme une seule infraction (ATF 110 IV 99 consid. 3 ; Corboz, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3e éd., Berne 2010, n. 89 ad art. 19 LStup). C’est la quantité totale de produits stupéfiants vendue par l’auteur qui doit être retenue ; peu importe de savoir si la quantité de drogue vendue lors de chaque transaction était inférieure à la limite du cas grave (TI : CCRP 16.01.1979, Rep 1980, p. 358 ; Favre/Pellet/Stoudmann, op. cit., n. 2.12 ad art. 19 LStup). 4.2 En l’espèce, l’appelant ne conteste pas que, lors de son entrée sur le territoire suisse le 26 juillet 2022, il a été interpellé par des agents de la douane en possession de 466 grammes de cocaïne conditionnés en 28 fingers, qui ont été trouvés dans son sac. C’est sans convaincre qu’il prétend ignorer comment cette drogue s’est retrouvée dans ses effets personnels. Il n’a en effet pu fournir aucune explication crédible à ce sujet.”
“Ainsi, des infractions répétées à la LStup qui, considérées dans leur ensemble, portent sur une quantité de stupéfiants qui peut mettre en danger la santé de nombreuses personnes, constituent un cas grave (ATF 114 IV 164 consid. 2 ; Favre/Pellet/Stoudmann, op. cit., n. 2.1 ad art. 19 LStup). Les stupéfiants qui ont fait l’objet de plusieurs transactions doivent être pris en compte globalement pour décider de l’existence d’un cas grave, même si entre les diverses opérations, il n’existe qu’une relation de répétition et non de continuité (ATF 112 IV 109 consid. 2a ; Favre/Pellet/Stoudmann, op. cit., n. 2.10 ad art. 19 LStup). Le Tribunal fédéral a encore précisé que diverses violations de l’art. 19 LStup devaient être réprimées en dehors des règles sur le concours comme une seule infraction (ATF 110 IV 99 consid. 3 ; Corboz, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3e éd., Berne 2010, n. 89 ad art. 19 LStup). C’est la quantité totale de produits stupéfiants vendue par l’auteur qui doit être retenue ; peu importe de savoir si la quantité de drogue vendue lors de chaque transaction était inférieure à la limite du cas grave (TI : CCRP 16.01.1979, Rep 1980, p. 358 ; Favre/Pellet/Stoudmann, op. cit., n. 2.12 ad art. 19 LStup). Selon la jurisprudence, lorsque l'une des circonstances aggravantes prévues à l'art. 19 al. 2 LStup est réalisée, il est superflu de se demander si l'infraction ne pourrait pas également être qualifiée de grave pour un autre motif. Ainsi, lorsque le cas est grave au sens de l'art. 19 al. 2 let. a LStup, il n'y a pas lieu de rechercher s'il doit également être considéré comme grave au sens de l'art. 19 al. 2 let. b LStup. En effet, la suppression de l'une des circonstances aggravantes retenues ne modifie pas la qualification de l'infraction, qui reste grave au sens de l'art. 19 al. 2 LStup, ni, par conséquent, le cadre légal de la peine encourue pour cette infraction (ATF 122 IV 265 consid. 2c ; ATF 120 IV 330 consid. 1c/aa). Inversement, la prise en compte d'une circonstance aggravante supplémentaire ne peut conduire à une extension vers le haut du cadre légal plus sévère de la répression (ATF 120 IV 330 consid. 1c/aa et les arrêts cités), dans la mesure où le juge, ainsi qu'il le peut, en a tenu compte dans les limites de l'art.”
Bei Verdacht oder Anklage ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen des qualifizierten Falls vorliegen. Gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG begründet ein qualifizierter Tatbestand eine Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr; die Rechtsprechung veranschaulicht, dass sich daraus in der Praxis erhebliche straf- und verfahrensrechtliche Folgen ergeben können. Die Abgrenzung ist daher praxisrelevant.
“Strafandrohung von mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe In Bezug auf die abstrakte Strafandrohung von mindestens einem Jahr Freiheits- strafe ist die Voraussetzung vorliegend gegeben. Art. 19 Abs. 1 BetmG sieht als Strafrahmen Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor, Art. 19 Abs. 2 BetmG legt für qualifizierte Fälle eine Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr fest.”
“, vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Vettiger, Austrasse 37, 4051 Basel, amtlicher Verteidiger (bis am 13. November 2023), sowie vertreten durch Advokatin Angela Agostino-Passerini, Baselstrasse 11, Postfach 722, 4125 Riehen, Wahlverteidigerin, Beschuldigter und Berufungskläger B. , vertreten durch Rechtsanwalt Reto Steinmann, Bahnhofstrasse 10, Postfach 7652, 6302 Zug, amtlicher Verteidiger, Beschuldigter und Berufungskläger C. Verfahrensbeteiligter Gegenstand Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 22. Juni 2022 A. Das Strafgericht Basel-Landschaft erkannte mit Urteil vom 22. Juni 2022 Folgendes: „ I. A. 1. A. wird der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren, unter Anrechnung der vom 3. Dezember 2020 bis zum 14. November 2021 ausgestandenen Untersuchungshaft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs vom 15. November 2021 bis zum 22. Juni 2022 von insgesamt 567 Tagen, in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a und lit. b BetmG, Art. 40 StGB sowie Art. 51 StGB. 2. A. wird in Anwendung von Art. 66a StGB für die Dauer von 8 Jahren des Landes verwiesen. 3. Die angeordnete Landesverweisung wird gemäss Art. 20 N-SIS-Verordnung im Schengener Informationssystem eingetragen. 4. A. trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO die ihn betreffenden Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von Fr. 14'268.15, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von Fr. 1'450.− und einem Drittel der Gerichtsgebühr von insgesamt Fr. 18‘000.−, d.h. Fr. 6’000.−. 5. Das Honorar des amtlichen Verteidigers Christoph Vettiger in Höhe von insgesamt Fr. 32'634.− (gemäss Honorarnote zuzüglich Verhandlung/Urteilseröff- nung/Weg: 14.25 Std.; inkl. Auslagen) wird aus der Gerichtskasse entrichtet. II. B. 1. B. wird der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 7 ½ Jahren, unter Anrechnung der vom 3. Dezember 2020 bis zum 1.”
Kaum lesbare oder unklare Chatäusserungen genügen für sich genommen nicht zwingend als Beweis. Wenn aus ihnen keine klare Sachverhaltsverwirklichung folgt und sonstige Beweismittel fehlen, können erhebliche Zweifel am Vorwurf bestehen, die einen Freispruch nach Art. 19 Abs. 1 BetmG rechtfertigen.
“Januar 2015 zu entnehmen, mit folgendem Inhalt: "Und viel nit dia lüt zeiga das i dopr verticka tuan." Hinsichtlich der ersten Aussage brachte C. lediglich - im Sinne einer Mutmassung - ins Spiel, dass es so, wie ihm vorgehalten wurde, gewesen sein könnte. Daraus abzuleiten, er habe die- sen Vorhalt zugestanden, geht zu weit. Sodann kann aus dem Chatverlauf nichts zu Ungunsten von C. abgeleitet werden. Zu unverständlich ist der kaum les- bare Satz. Selbst wenn der Satz dahingehend verstanden würde, dass C. P. dazu anhält, nicht weiterzuerzählen, dass er Marihuana verkaufe, belegte dies den Anklagevorwurf nicht. Einerseits bleibt weiterhin unklar, ob er P. tatsächlich Marihuana verkaufte. Andererseits kann daraus nicht abgeleitet wer- den, dass er auch anderen Personen welches verkauft hätte bzw. verkaufen wür- de. Es bleiben mangels weiterer Beweise erhebliche Zweifel an der angeklagten Sachverhaltsverwirklichung. C. ist in Bezug auf Anklageziffer 7.1.d vom Vorwurf des mehrfachen Vergehens gegen das BetmG gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG freizusprechen. Die Berufung von C. ist in diesem Punkt gutzuheis- sen.”
“Januar 2015 zu entnehmen, mit folgendem Inhalt: "Und viel nit dia lüt zeiga das i dopr verticka tuan." Hinsichtlich der ersten Aussage brachte C. lediglich - im Sinne einer Mutmassung - ins Spiel, dass es so, wie ihm vorgehalten wurde, gewesen sein könnte. Daraus abzuleiten, er habe die- sen Vorhalt zugestanden, geht zu weit. Sodann kann aus dem Chatverlauf nichts zu Ungunsten von C. abgeleitet werden. Zu unverständlich ist der kaum les- bare Satz. Selbst wenn der Satz dahingehend verstanden würde, dass C. P. dazu anhält, nicht weiterzuerzählen, dass er Marihuana verkaufe, belegte dies den Anklagevorwurf nicht. Einerseits bleibt weiterhin unklar, ob er P. tatsächlich Marihuana verkaufte. Andererseits kann daraus nicht abgeleitet wer- den, dass er auch anderen Personen welches verkauft hätte bzw. verkaufen wür- de. Es bleiben mangels weiterer Beweise erhebliche Zweifel an der angeklagten Sachverhaltsverwirklichung. C. ist in Bezug auf Anklageziffer 7.1.d vom Vorwurf des mehrfachen Vergehens gegen das BetmG gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG freizusprechen. Die Berufung von C. ist in diesem Punkt gutzuheis- sen.”
In dem vorliegenden Fall war die Person zum Zeitpunkt der Festnahme von einer gerichtlichen Ausweisung/Expulsion betroffen; die Wiedereinreise bzw. das Verweilen während der Ausweisungsfrist führte zu polizeilichen Ermittlungen und steht in Verbindung mit straf- und verwaltungsrechtlichen Konsequenzen. Dies zeigt, dass eine Wiedereinreise während einer laufenden Ausweisungsfrist straf- und/oder administrativ verfolgt werden kann.
“A______ a été appréhendé le 5 août 2018, à 07h30, au passage de la douane de C______, à sa sortie de Suisse, alors qu'il se trouvait dans un bus en partance pour D______ [Italie] en tant que passager. Identifié au moyen de son passeport gambien, il est ressorti de son contrôle qu'il faisait l'objet d'une parution RIPOL en exécution d'une expulsion judiciaire du territoire suisse datée du 12 mai 2017 et valable du 5 janvier 2018 au 5 janvier 2022 et que l'intéressé n'avait jamais retourné sa carte de sortie du territoire à l'Office cantonal de la population et des migrations (OCPM). Il était en possession d'un permis de séjour italien émis le 26 mars 2018 ainsi que d'une carte d'identité italienne valable du 23 janvier 2018 au 11 mai 2028. A______ a été remis en liberté le 6 août 2018 à 18h31. b. Par arrêt du 21 septembre 2017, la Chambre pénale d'appel et de révision de la République et du Canton de Genève (CPAR) a rejeté l'appel de A______ contre le jugement du Tribunal de police du 12 mai 2017, par lequel il avait été condamné pour entrée illégale (art. 115 al. 1 let. a LEI), séjour illégal (art. 115 al. 1 let. b LEI), délit à la loi sur les stupéfiants (art. 19 al. 1 LStup) et contravention à la loi sur les stupéfiants (art. 19a LStup), ainsi qu'à une peine privative de liberté de 11 mois, sous déduction de 176 jours de détention préventive, à une amende de CHF 100.- et expulsé du territoire suisse (art. 66abis CP) pour une durée de quatre ans. A______ a été libéré conditionnellement par le TAPEM le 13 décembre 2017, la date de sa libération étant fonction de l'organisation de son renvoi. Finalement, A______ a exécuté l'entier de sa peine. Un délai de départ volontaire au 5 janvier 2018 lui a été fixé. c. Devant la police, A______ a indiqué avoir bien reçu, à fin 2017, un document lui stipulant qu'il devait quitter la Suisse avant le 5 janvier 2018, mais ne pas avoir compris qu'il ne pouvait plus passer par la Suisse même sans y rester. Il avait quitté Genève en direction de l'Italie le 4 janvier 2018 et retourné depuis ce pays la carte de sortie qui lui avait été remise. Depuis lors, il avait vécu en Italie mais, le 3 août 2018 depuis E______ [Italie], il avait décidé d'aller rendre visite à une amie vivant à F______ [France].”
“A______ a été appréhendé le 5 août 2018, à 07h30, au passage de la douane de C______, à sa sortie de Suisse, alors qu'il se trouvait dans un bus en partance pour D______ [Italie] en tant que passager. Identifié au moyen de son passeport gambien, il est ressorti de son contrôle qu'il faisait l'objet d'une parution RIPOL en exécution d'une expulsion judiciaire du territoire suisse datée du 12 mai 2017 et valable du 5 janvier 2018 au 5 janvier 2022 et que l'intéressé n'avait jamais retourné sa carte de sortie du territoire à l'Office cantonal de la population et des migrations (OCPM). Il était en possession d'un permis de séjour italien émis le 26 mars 2018 ainsi que d'une carte d'identité italienne valable du 23 janvier 2018 au 11 mai 2028. A______ a été remis en liberté le 6 août 2018 à 18h31. b. Par arrêt du 21 septembre 2017, la Chambre pénale d'appel et de révision de la République et du Canton de Genève (CPAR) a rejeté l'appel de A______ contre le jugement du Tribunal de police du 12 mai 2017, par lequel il avait été condamné pour entrée illégale (art. 115 al. 1 let. a LEI), séjour illégal (art. 115 al. 1 let. b LEI), délit à la loi sur les stupéfiants (art. 19 al. 1 LStup) et contravention à la loi sur les stupéfiants (art. 19a LStup), ainsi qu'à une peine privative de liberté de 11 mois, sous déduction de 176 jours de détention préventive, à une amende de CHF 100.- et expulsé du territoire suisse (art. 66abis CP) pour une durée de quatre ans. A______ a été libéré conditionnellement par le TAPEM le 13 décembre 2017, la date de sa libération étant fonction de l'organisation de son renvoi. Finalement, A______ a exécuté l'entier de sa peine. Un délai de départ volontaire au 5 janvier 2018 lui a été fixé. c. Devant la police, A______ a indiqué avoir bien reçu, à fin 2017, un document lui stipulant qu'il devait quitter la Suisse avant le 5 janvier 2018, mais ne pas avoir compris qu'il ne pouvait plus passer par la Suisse même sans y rester. Il avait quitté Genève en direction de l'Italie le 4 janvier 2018 et retourné depuis ce pays la carte de sortie qui lui avait été remise. Depuis lors, il avait vécu en Italie mais, le 3 août 2018 depuis E______ [Italie], il avait décidé d'aller rendre visite à une amie vivant à F______ [France].”
In der Praxis wird Art. 19 Abs. 1 BetmG häufig zusammen mit weiteren Straftatbeständen verhandelt und verurteilt. Solche Kumulationen können die Wahl und Bemessung der zu verhängenden Strafe beeinflussen (insbesondere bei der Bestimmung der massgeblichen Freiheits- oder Geldstrafe). Soweit frühere bedingte Strafen bestehen, kann ihre Widerrufsbarkeit in den konkreten Fällen ebenfalls relevant werden.
“Erwägungen: I. Verfahrensgang, Berufungsumfang 1.Verfahrensgang 1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann auf die zutreffen- den Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 50 S. 3 f.). 1.2. Mit Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 7. Dezember 2022 wurde der Beschuldigte der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG, des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AIG sowie der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig gesprochen. Vom Vorwurf der unerlaubten Verbreitung von Arzneimitteln im Sinne des Heilmittelgesetzes im Sinne von Art. 86 Abs. 1 lit. a HMG wurde der Beschuldigte freigesprochen. Die mit Entscheid des Amts für Justizvollzug des Kantons Zürich vom 25. Juli 2019 für eine Freiheitsstrafe von insgesamt 66 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von 670 Tagen verfügte bedingte Entlassung wurde widerrufen und der Vollzug der Reststrafe von 670 Tagen Freiheitsstrafe angeordnet. Unter Einbezug der durch den Widerruf voll- ziehbar gewordenen Reststrafe wurde er mit einer Gesamtstrafe von 30 Monaten Freiheitsstrafe sowie mit einer Busse von Fr. 1'000.– bestraft, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe nicht aufgeschoben wurde.”
“4 StPO vorbehalten. 3.Der amtliche Verteidiger ist - ausgehend von der eingereichten Kostennote - mit Fr. 7'600.– pauschal zu entschädigen (Urk. 96, § 23 in Verbindung mit § 17 f. AnwGebV). Es wird beschlossen: 1.Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, I. Abteilung, vom 12. Oktober 2022 bezüglich der Dispositivziffern Ziff. 1 al. 3 (Schuld- spruch wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes), Ziff. 7 (Herausgabe iPhone samt Hülle), Ziff. 8 (Einziehung und Vernichtung Asser- vate) sowie Ziff. 9 (Beschlagnahme Bargeld zur Kostendeckung) und Ziff. 10 (Kostenaufstellung) in Rechtskraft erwachsen ist. 2.Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. Es wird erkannt: 1.Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. - 28 - 2.Der Beschuldigte wird bestraft einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten (wovon 101 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr. 4'000.–. 3.Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 12 Monaten aufgescho- ben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 40 Tagen. 4.Der mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 29. September 2021 für die Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 30.– unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren gewährte bedingte Strafvollzug wird widerrufen. 5.Der Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB für 7 Jahre des Landes verwiesen. 6.Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 11) wird bestätigt. 7.Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen: Fr.”
“Vorliegend wird der Beschuldigte wegen Angriffs (Art. 134 StGB), Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG), Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) schuldig gesprochen. Er hat folglich mehrere Straftatbestände erfüllt. Angriff (Art. 134 StGB) und Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 StGB) werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB) mit Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen. Für Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahren in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) droht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes (Art.”
“Sachverhalt A. Mit Anklageschrift vom 24. August 2020 überwies die Staatsanwaltschaft A.________ wegen Raubes, ev. wegen Angriffs und Diebstahls, wegen Beschimpfung und Ungehorsams gegen Anordnungen eines Sicherheitsorgans des öffentlichen Verkehrs an den Polizeirichter des Seebezirks (DO 50 2020 76 act. 10000). Zudem verurteilte die Staatsanwaltschaft A.________ mit Strafbefehl vom 18. Dezember 2020 wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG, Übertretung nach Art. 19a BetmG, Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis, Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch zu einer bedingten Geldstrafe von 70 Tagessätzen und zu einer Busse von CHF 2'000.- (DO 50 2021 7 act. 10000). Gegen diesen Strafbefehl erhob A.________ am 23. Dezember 2020 Einsprache (DO 50 2020 7 act. 9004), weshalb auch dieses Verfahren dem Polizeirichter des Seebezirks übermittelt wurde. Am 24. Februar 2021 vereinte der Polizeirichter des Seebezirks die beiden Verfahren. B. Der Polizeirichter des Seebezirks (nachfolgend: der Polizeirichter) sprach A.________ mit Urteil vom 19. August 2021 von den Vorwürfen des Raubes und des Ungehorsams gegen Anordnungen eines Sicherheitsorgans des öffentlichen Verkehrs frei. Er sprach ihn schuldig des Angriffs (Art. 134 StGB), des Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB), der Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art.”
“Pour déterminer le genre de la peine, il doit tenir compte, à côté de la culpabilité de l'auteur, de l'adéquation de la peine, de ses effets sur l'auteur et sur sa situation sociale ainsi que de son efficacité du point de vue de la prévention (ATF 147 IV 241 consid. 3.2 p. 244 ss). 3.1.4. Aux termes de l'art. 49 al. 1 CP, si, en raison d'un ou de plusieurs actes, l'auteur remplit les conditions de plusieurs peines de même genre, le juge le condamne à la peine de l'infraction la plus grave et l'augmente dans une juste proportion. Il ne peut toutefois excéder de plus de la moitié le maximum de la peine prévue pour cette infraction. Il est en outre lié par le maximum légal de chaque genre de peine. 3.1.5. Les peines pécuniaires ou les peine privative de liberté de deux ans au plus peuvent être assorties d'un sursis aux conditions de l'art. 42 CP. Les peines privatives de liberté d'un an au moins et de trois ans au plus peuvent l'être aux conditions de l'art. 43 CP. 3.2. En l'espèce, la faute de l'appelant est très lourde s'agissant du viol. Elle n'est pas anodine s'agissant de l'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup, nonobstant qu'elle concernait des drogues dites "douces". Il s'en est pris aussi bien à la liberté et à l'honneur sexuels de la plaignante, qu'à la santé de nombreux toxicomanes. La période pénale est certes courte pour les faits du 8 juillet 2020, mais elle ne l'est pas pour le trafic de stupéfiants. Ses mobiles relèvent du besoin, non maîtrisé, d'assouvir une pulsion sexuelle soit un mobile foncièrement égoïste, et de l'appât du gain, également égoïste. Sa collaboration ne peut être qualifiée de bonne. S'il a certes répondu aux questions qui lui étaient posées, il n'a pas apporté d'explications permettant la manifestation de la vérité sur les faits les plus graves qui lui étaient reprochés. S'il s'est finalement excusé, il a tenu pendant de longs mois des propos particulièrement méprisants au sujet de la plaignante. Sa situation personnelle n'explique en rien les faits commis. Sa prise de conscience est encore inexistante, compte tenu de l'acquittement plaidé, même si le travail thérapeutique entrepris semble au moins l'avoir amené à ne pas réitérer les propos désobligeants tenus précédemment et à s'en excuser.”
Abgrenzungspraxis: Liegen qualifizierte Vorbereitungshandlungen vor, kann Art. 19 Abs. 1 lit. g (Anstaltentreffen) einschlägig sein; fehlen solche qualifizierten Vorbereitungshandlungen, kommen stattdessen u. a. Tatbestände wie Einfuhr, Besitz oder Veräusserung (lit. b–d) in Betracht. Weiter hat die Rechtsprechung dargelegt, dass Vorbereitungshandlungen durch darauf folgende Vollendungsakte konsumiert werden können, sodass ein Schuldspruch wegen der Vollendung die gesonderte Verurteilung bestimmter vorbereitender Handlungen entfallen lässt.
“Gramm Methamphetamin willkürfrei fest, dass eine Menge von deutlich mehr als 12 Gramm zur Weitergabe an Dritte bestimmt war. Ferner rügt der Beschwerdeführer, mangels entsprechender Untersuchungen sei völlig unklar, in welcher Form, wem und welche Menge durch den Beschwerdeführer hätten abgegeben werden sollen. Die Vorinstanz hielt fest, es seien keine qualifizierten Vorbereitungshandlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG zu erkennen und verurteilte den Beschwerdeführer nicht (wie noch die erste Instanz) wegen Anstaltentreffen zur Veräusserung (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG) sondern wegen unbefugtem Einführen (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG). Die Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (oben E. 1.2.1). Anders als in dem vom Beschwerdeführer angerufenen Urteil 6B_1239/2023 vom 22. Januar 2024 E. 1.3.1 liegen vorliegend keine Umstände vor, aufgrund derer davon auszugehen wäre, dass der Beschwerdeführer in Anbetracht des Eigenkonsums den Schwellenwert für die Annahme eines schweren Falles nicht erreicht hätte. Schliesslich weist der Beschwerdeführer auf das Urteil 6B_17/2022 vom 18. März 2024 E. 1.6.2.5 (zur Publikation vorgesehen) hin, wonach die Qualifizierung von Art. 19 Abs. 2 BetmG auf nicht abhängige Profiteure des Drogenschwarzmarkts abzielt, weswegen abhängige Kleinhändler nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG milder bestraft werden können. Weswegen die Vorinstanz vorliegend in willkürlicher Weise von der Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen ausgegangen ist, ergibt sich daraus indes nicht.”
“Gramm Methamphetamin sowie die 560 ml GBL. Aus den obgenannten Gründen ist auch hinsichtlich der sicherge- - 15 - stellten Drogen nicht ersichtlich, dass der Beschuldigte den Tatbestand des Anstal- tentreffens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG erfüllt hätte. Dementsprechend ist der Beschuldigte heute des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig zu sprechen.”
“Anstaltentreffen zum Verkauf von Betäubungsmitteln nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG Die Vorinstanz verneinte zutreffend eine Strafbarkeit auch für Vorbereitungs- handlungen, die als "Anstaltentreffen" nach lit. g gelten, weil diese Vorberei- tungshandlungen durch die Schuldsprüche nach Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG konsumiert werden (Urk. 91 S. 35; vgl. dazu OFK BetmG-S CHLEGEL/JUCKER, 4. Auflage 2022, BetmG 19 N 162 mit Hinweisen). Weiterungen dazu erübrigen sich, zumal in diesem Punkt ohnehin das Verschlechterungsverbot bzw. das - 31 - Verbot der reformatio in peius greift (Art. 391 Abs. 2 StPO). Der Beschuldigte ist bezüglich dieses Vorwurfs nicht schuldig zu sprechen.”
“1 BetmG aufgeführten Handlungen die Bedeutung eines selbständigen Straftatbestandes, sodass Täter ist und der vollen Strafdrohung untersteht, wer in eigener Person einen dieser gesetzlichen Tatbestände objektiv und subjektiv erfüllt (BGE 133 IV 187 E. 3.2 S. 193 mit Hinweisen). Die fraglichen Handlungen stellen verschiedene Entwicklungsstufen derselben deliktischen Tätigkeit dar (BGE 137 IV 33 E. 2.1.3 S. 39 mit Hinweis). Gemäss der Lehre und Recht- sprechung hat lediglich ein Schuldspruch wegen Verkaufs zu erfolgen, wenn ein Täter zum Beispiel Betäubungsmittel im Ausland erwirbt, anschliessend in die Schweiz einführt und dort – wie von Anfang an geplant – an Konsumenten ver- äussert (Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.3). Ein Schuldspruch wegen Drogentransports schliesst einen Schuldspruch wegen des vorgängigen Erwerbs derselben Droge demgegenüber nicht aus (vgl. Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.6), da wer Betäubungsmittel transportiert, diese nicht zwingend auch erworben hat. Die entsprechenden Verhaltensweisen erfahren eine Erweiterung durch das Anstaltentreffen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG. Gemäss BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 102 f. erfasst das Anstaltentreffen sowohl den Versuch im Sinne von Art. 22 StGB wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen und wertet sie zu selbständigen Taten mit derselben Strafdrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen auf (BGE 133 IV 187 E. 3.2 S. 193 mit Hinweisen). 1.4.4.2. Es stellt sich die Frage, wie es sich mit den allgemeinen Konkurrenz- regeln im Bereich der qualifizierten Tatbegehung verhält. Nach HUG-BEELI liegt eine mehrfache Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG vor, wenn jemand mehrfach Betäubungsmittel in einer qualifizierten Menge umsetzt (GUSTAV HUG-BEELI, Kommentar Betäubungsmittelgesetz [BetmG], 2016, N. 983 zu Art. 19 BetmG). In dieser absoluten Form ist dem nicht beizupflichten. Zentra- - 14 - les Kriterium für die Qualifikation im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG ist die Menge der Betäubungsmittel.”
Art. 19 Abs. 4 ist als Lex specialis der Ersatzzuständigkeit zu verstehen und steht in der Tradition des Grundsatzes «aut dedere aut judicare». Vor einer schweizerischen Verfolgung ist zu klären, ob der for naturalis (der Richter des Tatorts) eine Auslieferung verlangen wird; der schweizerische Richter hat dazu beim einschlägigen Auslandstaat ein nihil obstat einzuholen. Die schweizerische Zuständigkeit tritt nach den Quellen nur ein, wenn der Staat des Tatorts auf Auslieferung verzichtet, diese nicht erreicht oder nicht antwortet.
“4 LStup, l'auteur d'une infraction commise à l'étranger, appréhendé en Suisse et qui n'est pas extradé, est passible des peines prévues aux al. 1 et 2 si l'acte est réprimé dans le pays où il l'a perpétré ; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP ; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas a priori exclue, qu'elle ne sera pas requise par l'Etat étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet Etat un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art. 8 al. 1 CP. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle.”
“Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement qui peut se résumer pour l'essentiel à l'adage "aut dedere aut judicare" ("livrer ou juger"; ATF 116 IV 244 consid. 3b p. 248). Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 ch. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). En règle générale, le juge suisse ne connaîtra pas des infractions commises à l'étranger sans s'être assuré que l'extradition – admissible a priori – ne sera pas requise (ATF 116 IV 244). Dans la mesure où il s'agit d'une compétence de remplacement, le juge suisse doit interpeller préalablement le for naturel, c'est-à-dire le juge du lieu de commission et le juge suisse n'est compétent que si le juge du lieu de commission renonce à demander l'extradition, ne l'obtient pas ou ne répond pas (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup – dispositions pénales, 2022, n. 157 ad art. 19 ; CORBOZ, Les infractions en droit suisse, vol. II 2010, n. 131, p. 929). L'art. 19 al. 4 LStup n'exige pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionné dans l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'État étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle. On peut ainsi considérer que ces différents comportements forment, pour une opération donnée, un complexe de faits. Il suffit de déterminer à quel État le complexe de fait peut-être rattaché (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 159 ad art. 19). Pour déterminer si l'acte est punissable dans le pays où il a été commis et, cas échéant, si la législation de ce dernier elle est plus favorable à l'auteur, le droit étranger doit être véritablement établi préalablement à une condamnation, par exemple grâce à un avis de droit de l'institut suisse de droit comparé (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 160 ad art. 19). L’art.”
“La Chambre limite son examen aux violations décrites dans l'acte d'appel (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP). 2. Selon l'art. 339 al. 2 CPP, le tribunal et les parties peuvent soulever des questions préjudicielles, notamment concernant les preuves recueillies (let. d). 2.1.1. À teneur de l'art. 3 al. 1 CP, le Code pénal est applicable à quiconque commet un crime ou un délit en Suisse. Un crime ou un délit est réputé commis tant au lieu où l'auteur a agi ou aurait dû agir qu'au lieu où le résultat s'est produit (art. 8 al. 1 CP). 2.1.2. Selon l'art. 19 al. 4 LStup, celui qui commet à l'étranger un acte punissable selon les al. 1 et 2 de cette même disposition est également punissable, s'il se trouve en Suisse et n'est pas extradé, pour autant que l'acte soit également punissable dans le pays où il a été commis. La législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur de l'acte. Lorsque des actes ont été commis à l'étranger, l'art. 19 al. 4 LStup s'applique à titre de lex specialis. En règle générale, le juge suisse ne connaîtra pas des infractions commises à l'étranger sans s'être assuré que l'extradition – admissible a priori – ne sera pas requise (ATF 116 IV 244). Dans la mesure où il s'agit d'une compétence de remplacement, le juge suisse doit interpeller préalablement le for naturel, c'est-à-dire le juge du lieu de commission et le juge suisse n'est compétent que si le juge du lieu de commission renonce à demander l'extradition, ne l'obtient pas ou ne répond pas (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup – dispositions pénales, 2022, n. 157 ad art. 19 ; CORBOZ, Les infractions en droit suisse, vol. II 2010, n. 131, p. 929). L'art. 19 al. 4 LStup n'exige pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionné dans l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle.”
Konkrete äussere Handlungen oder Anstalten (z. B. Bestellung/Organisation einer Abholung über das Darknet, Fahrt ins Ausland zur Abholung, Anbahnung eines Geschäfts, Entgegennahme von Geld für die Beschaffung) können nach den zitierten Entscheiden als nach aussen kundgetaner Tatentschluss gewertet werden und damit auf den für Art. 19 Abs. 1 BetmG erforderlichen Vorsatz schliessen.
“Zum Grundtatbestand von Art. 19 Abs. 1 BetmG Den Ausführungen der Vorinstanz kann beigepflichtet werden. Gemäss vorangehendem Beweisergebnis hat der Beschuldigte zunächst einen Google-Account sowie ein Konto bei I.________ zum Zweck, Betäubungsmittelbestellungen zu tätigen, erstellt. Im Anschluss bestellte er als User «.________» im Darknet ein Kilogramm Amphetamin und gab als Empfängeradresse sein Postfach bei I.________ in .________ an. Am 27. November 2021 fuhr der Beschuldigte schliesslich erwiesenermassen mit dem Ziel nach Deutschland, die bestellten Betäubungsmittel abzuholen und in die Schweiz einzuführen. Angesichts dieses Abholversuchs hat der Beschuldigte seinen Entschluss, die bestellten Betäubungsmittel in die Schweiz einzuführen, klar geäussert und es ist mitnichten bei blossen Absichten und Plänen geblieben. Das Verhalten des Beschuldigten konnte dabei nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen, sondern lässt seinem äusseren Erscheinungsbild nach seine deliktische Bestimmung klar erkennen. Da die Drogen dabei nicht in die Schweiz gelangten, blieb es bei einem blossen «Anstaltentreffen».”
“Dem Beschuldigten wurde nicht vorgeworfen, den objektiven Tatbe- stand von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG erfüllt und unbefugt Betäubungsmittel ver- äussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr gebracht zu haben. Es ist dagegen erstellt, dass er sich bereiterklärte, der Ge- schädigten G._____ MDMA Tabletten zu verschaffen resp. ihr dies anbot, und zu diesem Zweck auf Fr. 100.– von ihr entgegennahm. Laut seinen eigenen Aussa- gen verfügte er über entsprechende Kontakte. Damit hat er den subjektiven Tat- bestand erfüllt. Durch die Entgegennahme von Bargeld, sei dies zwecks Erwerb von Betäubungsmitteln oder als Vermittlungsprämie, äusserte sich sein Ent- schluss, G._____ Betäubungsmittel zu verschaffen. Somit traf er nach aussen of- fen kundgetan entsprechende Anstalten und erfüllte damit den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG (Anstalten treffen).”
Als Herstellen im Sinne von Art. 19 BetmG gilt unter anderem das Trocknen von Betäubungsmitteln. Dagegen ist nach der zitierten Lehre das reine Verpacken der Droge in gebrauchsfähige Portionen nicht als Herstellen zu qualifizieren.
“Als Herstellen gilt unter anderem das Trocknen von Betäubungsmitteln (Hug-Beeli, 1. Aufl. 2016, Betäubungsmittelgesetz, Kommentar [...], Art. 19 BetmG N 261). Nicht als Herstellen gilt hingegen, wenn die Droge lediglich in gebrauchsfähige Portionen verpackt wird (Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 BetmG N 281).”
Die blosse Aufbewahrung sehr hoher Mengen kann den qualifizierten Tatbestand erfüllen, wenn der Horter als Depothalter für Dritte ernsthaft damit rechnen musste, dass die Stoffe zwecks späterer Weitergabe an Dritte bereitgehalten werden.
“Anerkanntermassen hortete er nämlich das Kokain auch diesfalls nicht für den Eigenkonsum und musste als Depothalter für einen Dritten zumindest ernsthaft damit rechnen, dass er eine solch hohe Menge an Betäubungsmitteln zwecks späterer Weitergabe an Dritte zur Verfügung hält. Damit beteiligte er sich - 17 - aber bereits mit seiner Aufbewahrung in massgeblicher Weise an einem abstrakten Gefährdungsdelikt, unabhängig davon, inwiefern er die Drogen selber in Umlauf brachte bzw. hätte bringen wollen. Bezeichnenderweise lag dem vom Verteidiger vorinstanzlich angeführten Bundesgerichtsentscheid (Urk. 24 S. 14 f.) denn auch eine andere Konstellation zu Grunde, indem dort die Weitergabe an eine süchtige Bezugsperson zur Disposition stand und dabei die Gewissheit herrschte, dass die Betäubungsmittel nicht weiter in Umlauf gesetzt würden, weshalb die abstrakte Gefahr, dass der Stoff in die Hände unbestimmt vieler Personen gelangen könnte, vernachlässigbar war (vgl. BGE 120 IV 334, E. 2.b). Diese Überlegungen führen mithin zum Schuldspruch wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG.”
Bei gemeinsamer Besitzfeststellung kann zu prüfen sein, ob die Menge, die Umstände der Beschaffung und Angaben der Betroffenen auf Eigenkonsum oder auf eine Vermarktungsabsicht hindeuten. Bei dieser Abwägung sind persönliche Umstände (z. B. Abhängigkeit, Einkaufspraxis, Konsummenge) zu berücksichtigen; dies kann Auswirkungen auf die Qualifikation des Verhaltens nach Art. 19 Abs. 1 bzw. auf eine Einordnung als Eigenkonsum nach Art. 19a haben.
“Dans le coffre dudit véhicule, la police a découvert deux sacs contenant 105 flacons de MAKATUSSIN [médicament contenant un opioïde, délivré sous ordonnance, et détourné pour ses effets psychotropes]. Entendu le même jour par la police, A______ a déclaré que les flacons de MAKATUSSIN appartenaient à D______, qui avait une ordonnance. Lui-même était dépendant de cette substance et en achetait "un peu partout". Il a contesté s'adonner à la vente de ce médicament. Quant à D______, il a indiqué avoir acheté les flacons de MAKATUSSIN pour sa propre consommation, étant précisé qu'il en consommait entre 5 et 6 bouteilles par jour et qu'il en avait acquis une quantité importante car il partait en vacances. a.b. Les perquisitions menées chez les deux protagonistes se sont révélées négatives. Il a par ailleurs été constaté que le téléphone portable détenu par A______ n'était pas signalé volé. a.c. À teneur de la fiche "IPAS" figurant au dossier, le profil d'ADN de A______ a été établi à cinq reprises entre le 8 janvier 2017 et le 8 juillet 2019. b.a. Le 19 février 2025, le Ministère public a prévenu A______ d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup et de consommation de stupéfiants (art. 19a ch. 1 LStup) pour les faits susvisés, soit d'avoir, de concert avec D______, détenu 105 flacons de MAKATUSSIN en vue de sa consommation personnelle et de la vente. Il lui est également reproché d'avoir circulé sans permis de conduire au volant du véhicule [de marque] C______ immatriculé GE 2______ entre le 29 janvier et le 18 février 2025, ainsi qu'au volant d'un autre véhicule de location C______/3______ [modèle] immatriculé GE 4______, entre le 10 et le 29 janvier 2025 (art. 95 al. 1 let. a LCR). b.b. A______ a maintenu ses précédentes déclarations, précisant qu'il avait une "légère addiction", n'avait pas d'ordonnance et se procurait le médicament sur internet. Il était actuellement au chômage. c. Il ressort de son casier judiciaire qu'il a été condamné à neuf reprises, entre le 12 juillet 2016 et le 2 septembre 2023, notamment pour vol simple et dommages à la propriété le 12 juillet 2016, vol simple le 21 juin 2018 et vol simple et dommages à la propriété le 8 juillet 2019, diverses infractions la LCR (dont un vol d'usage) ainsi que pour escroquerie (et tentative).”
“], médicament non autorisé en Suisse ; - une ampoule CHORIOMON 5000 avec son kit d’injection, hormones ne pouvant être remises que contre une ordonnance ; - deux boîtes NOVORAPID FLEX PEN contenant respectivement 1 et 5 stylos à injection d’insuline, produit dopant ne pouvant être remis que contre une ordonnance ; - trois boîtes contenant respectivement 12 et 11 ampoules de GXGENX-TROPIN, hormone de croissance ne pouvant être remise que contre une ordonnance ; - une boîte RELMUS 4 mg, relaxant musculaire non autorisé en Suisse ; - une boîte VOLTAREN contenant 3 ampoules ne correspondant pas à l’emballage, contenant probablement de la testostérone, hormone ne pouvant être remise que contre une ordonnance ; - une boîte de vitamine B12 1 mg contenant 9 ampoules, médicament qui ne peut être obtenu que sur ordonnance ; - un sachet contenant 4 boîtes PROVIRON 25 mg, produit anabolisant non autorisé en Suisse ; - un sachet contenant 14 ampoules de MYOGEN, SUSTANON, EQUITEST, TREN-ACE, TESTROP et MASTPROP, des stéroïdes anabolisants ; - un sachet contenant 4 ampoules de MASTEROLIC 100 mg, un stéroïde anabolisant ; - une boîte TESTBOLIC contenant 3 ampoules de testostérone 100 mg, hormone ne pouvant être remise que contre une ordonnance ; - une boîte MODURETIC 50 mg contenant 10 comprimés, médicament diurétique non autorisé en Suisse ; - une boîte ANASTROZOL 1 mg, produit dopant et médicament non autorisé en Suisse ; - une boîte SUSTENON 250 mg contenant des ampoules emballées, médicament destiné à remplacer la testostérone, non autorisé en Suisse ; - un sachet contenant 2 boîtes CLENBUTEROL, substance à usage vétérinaire assimilable aux anabolisants ; - un sachet contenant 2 boîtes de DUFINE 50 mg, médicament contre la stérilité non autorisé en Suisse ; - 2 plaquettes de comprimés ZADITEN 1 mg, médicament délivré sur ordonnance uniquement ; - 2 plaquettes de comprimés LEGALON 140 mg, médicament délivré sur ordonnance uniquement ; - une boîte PREDNISON STREULI 50 mg, médicament délivré sur ordonnance uniquement ; - une boîte de DORMICUM 5 mg, médicament et produit stupéfiant délivré sur ordonnance uniquement ; - une boîte FUROSEMIDA RATIOPHARM 40 mg, médicament diurétique non autorisé en Suisse mais ne pouvant être obtenu à l’étranger que sur ordonnance ; - une boîte ALPRAZOLAM RATIOPHARM 1 mg, équivalant au XANAX, médicament et produit stupéfiant qui ne peut être délivré que sur ordonnance ; - 2 flacons DOSTINEX 0,5 mg, hormone qui ne peut être obtenue que contre une ordonnance ; - un flacon ANDROGAN 50, stéroïde anabolisant ; - un stylo à injection GENOTROPINE 5,3 mg, hormone qui ne peut être obtenue que contre une ordonnance ; - un étui contenant du matériel pour l’injection d’insuline, médicament et produit dopant qui ne peut être obtenu que contre une ordonnance ; - 8 ampoules diverses MYOGEN, stéroïde anabolisant ; - une boîte contenant des seringues ; - un sachet contenant du matériel d’injection ; - une boîte contenant du matériel pour l’injection d’insuline, médicament et produit dopant qui ne peut être obtenu que contre une ordonnance ; - des pansements et des compresses. » 4.2 L'appelant soutient qu'il ne serait pas établi que les Dormicum et Xanax en sa possession, acquis au Portugal, n’avaient pas été acquis sur la base d'une ordonnance. Il devrait par conséquent être libéré de l'accusation d'infraction à la LStup. De plus, tous les médicaments en sa possession auraient été destinés à sa consommation personnelle et Swissmedic avait confirmé que les produits trouvés chez lui ne dépassaient pas les doses admises pour une consommation personnelle. Il devrait donc être libéré de l'accusation de contravention à la LPTh. 4.3 Les principes relatifs à l'appréciation des preuves ont été énoncés ci-dessus (cf. consid. 3.2 supra). Selon l'art. 19 al. 1 LStup, est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire, notamment celui qui, sans droit, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b) et/ou celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). L’art. 19a LStup dispose que celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art. 19 LStup pour assurer sa propre consommation est passible de l'amende (al. 1). Dans les cas bénins, l'autorité compétente pourra suspendre la procédure ou renoncer à infliger une peine. Une réprimande peut être prononcée (al. 2). A teneur de l'art. 86 al. 1 let. a LPTh, est passible d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire quiconque, intentionnellement, fabrique, met sur le marché, utilise, prescrit, importe ou exporte des médicaments ou en fait le commerce à l'étranger sans l'autorisation nécessaire, en enfreignant les exigences et conditions liés à l'autorisation obtenue ou en enfreignant les devoirs de diligence visés aux art.”
“Me C______, défenseure d'office de A______, dépose un état de frais pour la procédure d'appel, facturant 45 minutes d'activité à CHF 200.-/h. En première instance, elle a été rémunérée pour 33h d'activité. EN DROIT : 1. L'appel est recevable pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits (art. 398 et 399 du CPP). La Chambre limite son examen aux violations décrites dans l'acte d'appel (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP). 2. 2.1.1. À teneur de l'art. 115 al. 1 let. b LEI, est puni d'une peine privative de liberté d'un an au plus ou d'une peine pécuniaire quiconque séjourne illégalement en Suisse, notamment après l'expiration de la durée du séjour non soumis à autorisation ou du séjour autorisé. Selon l'art. 119 al. 1 LEI, est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire quiconque enfreint une interdiction de pénétrer dans une région déterminée. 2.1.2. L’art. 19 al. 1 LStup punit d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire, celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c). L’art. 19a LStup punit de l’amende celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l’art. 19 pour assurer sa propre consommation. 2.2. Selon l'art. 47 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al.”
Erfolgt in der Vorinstanz entgegen dem Antrag der Staatsanwaltschaft keine Verurteilung wegen Veräusserung (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG) bzw. Besitz/Erwerb (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG), ist diese Nichtverurteilung für das Berufungsgericht aufgrund des Verbots der reformatio in peius bindend.
“Die – entgegen dem Antrag der Staatsanwaltschaft – nicht erfolgte vo- rinstanzliche Verurteilung wegen Veräusserung (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG) und Besitz bzw. Erwerb (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) ist aufgrund der Verbotes der re- formatio in peius ohne Weiteres für das hiesige Berufungsgericht bindend. Gleiches hat für die Verneinung der Bandenmässigkeit gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG zu gelten.”
“Die – entgegen dem Antrag der Staatsanwaltschaft – nicht erfolgte vorinstanz- liche Verurteilung wegen Veräusserung (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG) und Besitz bzw. Erwerb (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) ist aufgrund der Verbotes der reformatio in peius ohne Weiteres für das Berufungsgericht bindend. Gleiches hat für die Verneinung der Bandenmässigkeit gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG zu gelten.”
Bei abhängigen Tätern kann die vermutete Zweckrichtung «Finanzierung der eigenen Sucht» dadurch widerlegt werden, dass der Handelserlös deutlich über den Eigenkonsum hinausgeht und ersichtlich dem Lebensunterhalt diente. Art. 19 Abs. 3 BetmG ist eine Kann‑Bestimmung; eine Herabsetzung des Strafrahmens bleibt dem Gericht vorbehalten und soll nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur in aussergewöhnlichen Fällen erfolgen.
“zu Art. 19 BetmG). Überzeugender ist die Ansicht ALBRECHTS, wonach die Finanzierung der eigenen Sucht nicht das einzige, aber doch das vorherrschende Handlungsziel des Täters bilden müsse (PETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19-28l BetmG], 2016, Rz. 284 zu Art. 19 BetmG). SCHLEGEL/JUCKER verweisen auf ALBRECHT, ebenso GRODECKI/JEANNERET (STEPHAN SCHLEGEL/OLIVER JUCKER, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz sowie zu Bestimmungen des StGB und OBG mit weiteren Erlassen, 4. Aufl. 2022, N. 249 zu Art. 19 BetmG; STÉPHANE GRODECKI/YVAN JEANNERET, Petit commentaire Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes du 3 octobre 1951, Dispositions pénales [art. 2 et 19 à 28a], 2022, Rz. 143 zu Art. 19 BetmG). HUG- BEELI selbst führt an, eine ausschliessliche Finanzierung der Drogensucht dürfte bei abhängigen Tätern praktisch nie vorkommen. Würde man die Privilegierung nur diesen Tätern zuteilkommen, würde die Bestimmung gar keine Anwendung finden. Art. 19 Abs. 3 BetmG ist eine Kann-Bestimmung. Es liegt demnach im Ermessen des Gerichts, ob es den Strafrahmen nach unten öffnet. Solches soll nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur dann geschehen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart erscheint (Urteil des Bundesgerichts 6B_1157/2022 vom 24. Februar 2023 E. 2.2.2.). Dass der Beschuldigte abhängig ist, wurde nicht in Frage gestellt. Vorliegend steht fest, dass er 360 Gramm Kokain-Base hergestellt und verkauft und 90 Gramm Kokain-Base konsumiert hat. Damit ist die verkaufte Menge deutlich höher als die konsumierte. Der Beschuldigte hat also nicht hauptsächlich hergestellt und verkauft, um seinen eigenen Drogenbedarf zu decken, sondern hat aus dem Handel auch Gewinn erzielt (CHF 4'000.00). Der Beschuldigte hatte im relevanten Zeitraum kein Erwerbseinkommen, was nahelegt, dass der Erlös aus dem Drogenhandel auch seinem Lebensunterhalt diente. Zudem ist erstellt, dass er Glücksspiele gespielt hat, und dass ein Teil seiner Einnahmen auch dahinein floss.”
Neben einer Verurteilung nach Art. 19 Abs. 2 BetmG können zugleich weitere strafbare Handlungen festgestellt und gestraft werden; dies zeigt sich etwa an gleichzeitigen Verurteilungen wegen Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) und Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB).
“Ergebnis Schuldsprüche Zusätzlich zu den in Rechtskraft erwachsenen Schuldsprüchen wegen mehrfacher Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19a Ziff. 1 BetmG), geringfügigen Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB), Übertretung des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen (Art. 5 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 2 Abs. 1 und Art. 1 Abs. 2 lit. i), mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG) sowie Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 Abs. 1 StGB) ist der Beschuldigte wegen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG), Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 StGB) und Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB) schuldig zu sprechen.”
Eine Verurteilung wegen Art. 19 Abs. 1 kann arbeits- bzw. disziplinarrechtliche Folgen haben; in konkreten Fällen kann sie zur Entlassung/Revokation führen (vgl. den in den Quellen dargestellten Fall eines Gendarmen).
“Il les avait placées dans un gobelet et les avait prises avec lui dans le vestiaire en passant près d’un collègue qui lui avait demandé s’il s’agissait d’une saisie de la nuit, il avait répondu par l’affirmative puis placé les plants dans son armoire personnelle et l’avait fermée à clé. Il avait ensuite participé à l’apéritif de fin de nuit avec notamment MM. B______ et C______ avant de rentrer chez lui. M. A______ avait affirmé avoir oublié les plants dans son armoire. Le MP retenait que tel n’était pas le cas. L’intéressé n’avait rien dit à son collègue pour expliquer le fait qu’il tenait des plants dans sa main alors qu’il savait parfaitement qu’il n’avait rien à faire dans le vestiaire avec des pièces à conviction. Il avait volontairement laissé les plants dans son casier. 7) Le 24 mai 2019, à la suite de l’opposition que M. A______ avait formée à l’ordonnance pénale, le Tribunal de police a confirmé qu’il s’était rendu coupable de soustraction d’objets mis sous main de l’autorité et d’infraction à l’art. 19 al. 1 LStup. Il l’a condamné à une peine pécuniaire de nonante jours-amende à CHF 130.- le jour avec sursis, le délai d’épreuve étant fixé à trois ans. La faute de M. A______ n’était pas anodine. Les faits retenus avaient été commis par un gendarme expérimenté qui ne pouvait ignorer les conséquences de la disparition de stupéfiants saisis dans le cadre d’une enquête pénale en cours. 8) a. Le 19 juin 2019, le Secrétaire général et la Secrétaire générale adjointe du département de la sécurité, de l’emploi et de la santé, devenu le département de la sécurité, de la population et de la santé (ci-après : le département) ont entendu M. A______ au sujet des faits qui s’étaient déroulés le 13 janvier 2018. Ils lui ont fait savoir que l’employeur envisageait de demander sa révocation au Conseil d’État. b. M. A______ a produit ses observations le 11 juillet 2019. 9) Par décision déclarée exécutoire nonobstant recours du 16 octobre 2019, le Conseil d’État a révoqué M. A______ de ses fonctions avec effet au 31 janvier 2020.”
“Il les avait placées dans un gobelet et les avait prises avec lui dans le vestiaire en passant près d’un collègue qui lui avait demandé s’il s’agissait d’une saisie de la nuit, il avait répondu par l’affirmative puis placé les plants dans son armoire personnelle et l’avait fermée à clé. Il avait ensuite participé à l’apéritif de fin de nuit avec notamment MM. B______ et C______ avant de rentrer chez lui. M. A______ avait affirmé avoir oublié les plants dans son armoire. Le MP retenait que tel n’était pas le cas. L’intéressé n’avait rien dit à son collègue pour expliquer le fait qu’il tenait des plants dans sa main alors qu’il savait parfaitement qu’il n’avait rien à faire dans le vestiaire avec des pièces à conviction. Il avait volontairement laissé les plants dans son casier. 7) Le 24 mai 2019, à la suite de l’opposition que M. A______ avait formée à l’ordonnance pénale, le Tribunal de police a confirmé qu’il s’était rendu coupable de soustraction d’objets mis sous main de l’autorité et d’infraction à l’art. 19 al. 1 LStup. Il l’a condamné à une peine pécuniaire de nonante jours-amende à CHF 130.- le jour avec sursis, le délai d’épreuve étant fixé à trois ans. La faute de M. A______ n’était pas anodine. Les faits retenus avaient été commis par un gendarme expérimenté qui ne pouvait ignorer les conséquences de la disparition de stupéfiants saisis dans le cadre d’une enquête pénale en cours. 8) a. Le 19 juin 2019, le Secrétaire général et la Secrétaire générale adjointe du département de la sécurité, de l’emploi et de la santé, devenu le département de la sécurité, de la population et de la santé (ci-après : le département) ont entendu M. A______ au sujet des faits qui s’étaient déroulés le 13 janvier 2018. Ils lui ont fait savoir que l’employeur envisageait de demander sa révocation au Conseil d’État. b. M. A______ a produit ses observations le 11 juillet 2019. 9) Par décision déclarée exécutoire nonobstant recours du 16 octobre 2019, le Conseil d’État a révoqué M. A______ de ses fonctions avec effet au 31 janvier 2020.”
In den vorliegenden Entscheiden zu Art. 19 Abs. 1 BetmG wurden mehrfach begangene Widerhandlungen jeweils mit bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafen unter Anordnung einer Probezeit geahndet. Ausserdem erfolgte in den Fällen eine Anrechnung vorzeitig verbüsster Untersuchungshaft. Soweit mehrere Straftatbestände zusammentrafen, wurde die Situation der Deliktsmehrheit berücksichtigt.
“Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht vom 14. Mai 2024 (460 23 182) Strafrecht Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Daniel Häring (Ref.), Richterin Helena Hess; Gerichtsschreiber Pascal Neumann Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Besondere Delikte, Rheinstrasse 27, 4410 Liestal, Anklagebehörde gegen A. , vertreten durch Advokat Dr. Nicolas Roulet, Rebgasse 1, Postfach 477, 4005 Basel, Beschuldigter und Berufungskläger Gegenstand Mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Berufung des Beschuldigten gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. November 2022) A.a Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. November 2022 wurde A. der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 18 Monaten, bei einer Probezeit von vier Jahren, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB und Art. 49 Abs. 1 StGB (Dispositiv-Ziffer IV). Ferner wurde der Verkaufserlös der sichergestellten Erde (sieben Paletten) in der Höhe von insgesamt CHF 610.-- gemäss Art. 442 Abs. 4 StPO in Verbindung mit Art. 268 StPO an die Verfahrenskosten angerechnet sowie diverses Beschlagnahmegut zufolge des Verzichts auf eine Rückgabe eingezogen und vernichtet (Dispositiv-Ziffer V.1 und V.2). Die Verfahrenskosten, ohne Kosten des Zwangsmassnahmengerichts, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von insgesamt CHF 61'339.20 und einer pauschalen Gerichtsgebühr von CHF 10'000.--, abzüglich der beschlagnahmten Gelder im Umfang von CHF 610.--, mithin im Betrag von CHF 70'729.20, gingen im Umfang von 45 %, entsprechend dem Betrag von CHF 31'828.15, zu Lasten von A. (Dispositiv-Ziffer VI). Auf die Begründung dieses Urteils sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Entscheids eingegangen.”
“Erwägungen des vorliegenden Entscheids eingegangen. A.b Mit nämlichem Urteil wurde ebenso der Mitbeschuldigte B. der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von acht Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie unter Anrechnung der vom 24. Juli 2020 bis zum 1. Oktober 2020 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 69 Tagen, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB und Art. 51 StGB. Vom Vorwurf des Betäubungsmittelkonsums in der Schweiz im Zeitraum vom 22. Februar 2020 bis zum 9. Mai 2020 wurde B. freigesprochen. Des Weiteren wurde das Verfahren gegen B. betreffend Betäubungsmittelkonsum im Zeitraum vom 10. Mai 2020 bis zum 24. Juli 2020 in Anwendung von Art. 19a Ziff. 2 BetmG eingestellt. Sodann wurde auf die Anordnung einer Landesverweisung gemäss Art. 66abis StGB verzichtet (Dispositiv-Ziffer I). A.c Gleichermassen wurde C. der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von sieben Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie unter Anrechnung der vom 24. Juli 2020 bis zum 19. August 2020 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 26 Tagen, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art.”
“Einfache Körperverletzung und Hausfriedensbruch (Ziff. 2 und 3 AKS) Der Beschuldigte ist wegen folgender vorliegend ergangener Schuldsprüche zu bestrafen: - Qualifizierte Widerhandlung gegen das BetMG, bedroht mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr (Art. 19 Abs. 2 BetmG); - Widerhandlung gegen das BetmG, mehrfach begangen, bedroht mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 19 Abs. 1 BetmG); - Konsumwiderhandlung gegen das BetmG, bedroht mit einer Busse (Art. 19a Abs. 1 BetmG); - Tätlichkeiten, bedroht mit Busse (Art. 126 Abs. 2 Bst. b StGB). Es liegt somit die Situation der Deliktsmehrheit vor.”
Art. 19 Abs. 3 BetmG enthält zwei betäubungsmittelspezifische, fakultative Strafmilderungsgründe. Diese begründen kein eigenes Unrecht und sind lediglich für die Strafzumessung von Bedeutung.
“Wäre dies nicht der Fall, könnte die höchst widersprüchliche Situation eintreten, dass dank Strafmilderung eine geringe Geldstrafe oder blosse Busse auferlegt werden könnte, "was gar noch unter den Ansätzen des Grundtatbestands von Art. 19 Abs. 1 BetmG (also keine Katalogtat) läge, gleichwohl aber [eine] obligatorische Landesverweisung zur Folge hätte". Es sei zu prüfen, ob dies nicht im erläuterten Sinne Bundesrecht verletze (Beschwerde S. 5). Mit 12 g Heroin-Hydrochlorid ist der quantitativ schwere Fall im Sinne der Strafzumessungsnorm des Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG bereits erfüllt (BGE 119 IV 180 E. 2d). Im Wesentlichen wegen Transports einer grossen Menge Heroingemischs wird der Beschwerdeführer wegen Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 2 BetmG zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 31 Monaten verurteilt. Deshalb ist er von Gesetzes wegen (unter Vorbehalt insb. von Art. 66a Abs. 2 StGB) obligatorisch aus der Schweiz zu verweisen im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB. Angesichts dieser Verurteilung erweist sich die Argumentation des Beschwerdeführers von vornherein als irrelevant. Es ist nicht erkennbar, wie gestützt auf Erläuterungen unter den Gesichtspunkten von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG (betr. Strafmilderung), Art. 105 Abs. 1 StGB (betr. Übertretungen, die keine Katalogtaten sind) oder BGE 145 IV 404 (betr. Ladendiebstahl) beim Beschwerdeführer auf einen Härtefall nach Art. 66a Abs. 2 StGB geschlossen werden sollte (Beschwerde S. 5 f.). Wie die Vorinstanz bereits festhielt, enthält die Bestimmung von Art. 19 Abs. 3 BetmG zwei besondere betäubungsmittelspezifische Strafmilderungsgründe fakultativen Charakters. Diese stellen kein eigenes Unrecht dar und sind einzig für die Strafzumessung von Bedeutung (Urteil S. 9 sowie S. 13 mit Hinweis auf BGE 144 IV 168 E. 1.4.2). Auch auf diese Vorbringen ist nicht einzutreten.”
Bei den Tatbeständen des Anbaus, Herstellens oder sonstigen Erzeugens (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG) ist für die Vollendung kein Herstellungserfolg erforderlich. Vielmehr genügt das Arbeiten mit dem Betäubungsmittel; mit Beginn des Herstellungs- bzw. Erzeugungsvorgangs ist die Vollendung des Delikts eingetreten.
“1 zudem mehrfache Herstellung von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG vorgeworfen, indem dieser in einem unbekannten Zeitraum, jedoch spätestens bis zum 16. November 2022, unbefugt mit Hilfe eines Pollinators aus Drogenhanf 24.4671 kg Cannabisharz (Haschisch) gewonnen und dieses teilweise mit einer Presse zu Haschischblöcken gepresst habe, wobei der THC-Gehalt den Grenzwert von 1 % jeweils überschritten habe. Weiter soll er mit Hilfe einer Extraktionsanlage 16 Liter Cannabisextrakt mit einem THC-Gehalt von 1.9 % gewonnen haben. 3.1.2 Die Anklage wirft dem Beschuldigten B. in Anklageziffer 1.2.2 alsdann vor, 256.643 kg Cannabismaterial, 24.4671 kg Cannabisharz (Haschisch), 16 Liter Cannabisextrakt sowie ca. 15'000 Cannabissamen, jeweils der Kategorie «Drogenhanf» mit einem THC-Gehalt von über 1 %, ab einem unbekannten Zeitpunkt und bis am 16. November 2022 besessen und sich damit des mehrfachen Besitzes von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG strafbar gemacht zu haben. 3.1.3 Rechtliches 3.1.3.1 Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Betäubungsmittel in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden (Urteil 6B_1440/2019 vom 25. Februar 2020 E. 2.3.1 mit Hinweis). Nach Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Weise erzeugt. Als Herstellen gelten dabei alle zur Erzeugung von Betäubungsmitteln geeigneten Verfahren. Zur Vollendung des Delikts gehört dabei kein Herstellungserfolg, es genügt vielmehr, dass mit einem Betäubungsmittel gearbeitet wird, womit bereits mit Beginn des Herstellungsvorganges die Vollendung eintritt. Gemäss lit. d desselben Artikels macht sich auch strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Besitz im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes setzt grundsätzlich Herrschaftsmöglichkeit, d.h. die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zur Sache und das Wissen darum, wo sie sich befindet, sowie Herrschaftswillen, d.”
“4671 kg Cannabisharz (Haschisch) gewonnen und dieses teilweise mit einer Presse zu Haschischblöcken gepresst habe, wobei der THC-Gehalt den Grenzwert von 1 % jeweils überschritten habe. Weiter soll er mit Hilfe einer Extraktionsanlage 16 Liter Cannabisextrakt mit einem THC-Gehalt von 1.9 % gewonnen haben. 3.1.2 Die Anklage wirft dem Beschuldigten B. in Anklageziffer 1.2.2 alsdann vor, 256.643 kg Cannabismaterial, 24.4671 kg Cannabisharz (Haschisch), 16 Liter Cannabisextrakt sowie ca. 15'000 Cannabissamen, jeweils der Kategorie «Drogenhanf» mit einem THC-Gehalt von über 1 %, ab einem unbekannten Zeitpunkt und bis am 16. November 2022 besessen und sich damit des mehrfachen Besitzes von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG strafbar gemacht zu haben. 3.1.3 Rechtliches 3.1.3.1 Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Betäubungsmittel in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden (Urteil 6B_1440/2019 vom 25. Februar 2020 E. 2.3.1 mit Hinweis). Nach Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Weise erzeugt. Als Herstellen gelten dabei alle zur Erzeugung von Betäubungsmitteln geeigneten Verfahren. Zur Vollendung des Delikts gehört dabei kein Herstellungserfolg, es genügt vielmehr, dass mit einem Betäubungsmittel gearbeitet wird, womit bereits mit Beginn des Herstellungsvorganges die Vollendung eintritt. Gemäss lit. d desselben Artikels macht sich auch strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Besitz im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes setzt grundsätzlich Herrschaftsmöglichkeit, d.h. die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zur Sache und das Wissen darum, wo sie sich befindet, sowie Herrschaftswillen, d.h. den Willen, die Sache der tatsächlichen Möglichkeit gemäss zu beherrschen voraus (BGE 119 IV 269 m.w.V.). Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E.”
“4671 kg Cannabisharz (Haschisch) gewonnen und dieses teilweise mit einer Presse zu Haschischblöcken gepresst habe, wobei der THC-Gehalt den Grenzwert von 1 % jeweils überschritten habe. Weiter soll er mit Hilfe einer Extraktionsanlage 16 Liter Cannabisextrakt mit einem THC-Gehalt von 1.9 % gewonnen haben. 3.1.2 Die Anklage wirft dem Beschuldigten B. in Anklageziffer 1.2.2 alsdann vor, 256.643 kg Cannabismaterial, 24.4671 kg Cannabisharz (Haschisch), 16 Liter Cannabisextrakt sowie ca. 15'000 Cannabissamen, jeweils der Kategorie «Drogenhanf» mit einem THC-Gehalt von über 1 %, ab einem unbekannten Zeitpunkt und bis am 16. November 2022 besessen und sich damit des mehrfachen Besitzes von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG strafbar gemacht zu haben. 3.1.3 Rechtliches 3.1.3.1 Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Betäubungsmittel in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden (Urteil 6B_1440/2019 vom 25. Februar 2020 E. 2.3.1 mit Hinweis). Nach Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Weise erzeugt. Als Herstellen gelten dabei alle zur Erzeugung von Betäubungsmitteln geeigneten Verfahren. Zur Vollendung des Delikts gehört dabei kein Herstellungserfolg, es genügt vielmehr, dass mit einem Betäubungsmittel gearbeitet wird, womit bereits mit Beginn des Herstellungsvorganges die Vollendung eintritt. Gemäss lit. d desselben Artikels macht sich auch strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Besitz im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes setzt grundsätzlich Herrschaftsmöglichkeit, d.h. die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zur Sache und das Wissen darum, wo sie sich befindet, sowie Herrschaftswillen, d.h. den Willen, die Sache der tatsächlichen Möglichkeit gemäss zu beherrschen voraus (BGE 119 IV 269 m.w.V.). Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E.”
Als "Bande" gilt eine Verbindung von mindestens zwei Personen, die ausdrücklich oder durch schlüssiges Verhalten den Willen erkennen lässt, sich zur gemeinsamen Begehung mehrerer selbständiger Straftaten zusammenzuschliessen. Entscheidend sind dabei die Intensität der Zusammenarbeit und ein Mindestgrad an Organisation (z. B. Arbeitsteilung), nicht allein die Zahl der Beteiligten. Der Täter muss sich des Zusammenschlusses und dessen Zielrichtung bewusst sein und diese Umstände wollen; hierfür genügt dolus eventualis.
“) précise au sujet de l’affiliation à une bande que cette condition est réalisée lorsque deux ou plusieurs auteurs manifestent expressément ou par actes concluants la volonté de s'associer en vue de commettre ensemble plusieurs infractions indépendantes, même si elles ne sont pas encore déterminées. Pour le Tribunal fédéral (arrêt du TF du 08.06.2022 [6B_281/2022] cons. 1.2 et les réf. cit.), cette qualification repose sur la dangerosité particulière qu'engendre l'association des auteurs, qui les renforce physiquement et psychiquement et laisse prévoir la commission d'une pluralité d'infractions. La notion de bande suppose un degré minimum d'organisation (par exemple un partage des rôles et du travail) et une collaboration d'une intensité suffisante pour être à même de parler d'une équipe relativement stable et soudée, même si elle peut être éphémère. c.a) Au niveau subjectif, l’article 19 al. 1 et 2 LStup est une infraction intentionnelle, le dol éventuel étant toutefois suffisant (ATF 126 IV 198 cons. 2 et Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3e éd., 2016, n. 201 ad art. 19 LStup et les réf. cit.). c.b) Pour ce qui a trait à la circonstance aggravante de la bande (cf. l’arrêt précité [6B_281/2022] cons. 1.2 et les réf. cit.), l'auteur doit être conscient de l'existence et du but de la bande. Son intention doit englober les éléments constitutifs de l'infraction en bande pour justifier cette qualification. Un acte commis en bande ne doit être admis que si l'auteur avait la volonté de commettre une pluralité d'infractions avec ses comparses. c.c) Selon la jurisprudence (arrêt du TF du 27.08.2021 [6B_627/2021] cons. 2.2 et les réf. cit.), il y a dol éventuel lorsque l'auteur tient pour possible la réalisation de l'infraction et l'accepte au cas où celle-ci se produirait, même s'il ne le souhaite pas (art. 12 al. 2 CP). d) Agit comme complice, celui qui prête intentionnellement assistance à l'auteur pour commettre un crime ou un délit (cf. art. 25 CP). Objectivement, la complicité, qui est une forme de participation accessoire à l'infraction, suppose que le complice ait apporté à l'auteur principal une contribution causale à la réalisation de l'infraction, de telle sorte que les événements ne se seraient pas déroulés de la même manière sans cette contribution.”
“Selon la jurisprudence constante du Tribunal fédéral, l’affiliation à une bande est réalisée lorsque deux ou plusieurs auteurs manifestent expressément ou par actes concluants la volonté de s’associer en vue de commettre ensemble plusieurs infractions indépendantes, même si elles ne sont pas encore déterminées (ATF 147 IV 176 consid. 2.4.2 ; ATF 135 IV 158 consid. 2). La notion de bande suppose un degré minimum d’organisation (par exemple un partage des rôles et du travail) et une collaboration d’une intensité suffisante pour que l’on puisse parler d’une équipe relativement stable et soudée, même si elle peut être éphémère (ATF 147 IV 176, consid. 2.4.2 ; ATF 135 IV 158, consid. 2; ATF 132 IV 132, consid. 5.2). La bande se distingue principalement de la simple coaction par l’intensité et la durée de la collaboration, ainsi que par le but commun poursuivi, une répartition des rôles stricte ou un degré d’organisation particulier n’étant à ce titre pas indispensable (Gustav Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz, Kommentar, 2016, no 1081 ad art. 19 LStup).”
“Das Qualifikationsmerkmal der Bande setzt gewisse Mindestansätze einer Organisation, etwa Rollen- oder Arbeitsteilung, und eine Intensität des Zusammenwirkens in einem Masse voraus, dass von einem stabilen Team gesprochen werden kann, auch wenn dieses nur kurzlebig ist. Ist demgegenüber schon die Zusammenarbeit derart locker, dass von Anfang an nur ein loser und damit völlig unbeständiger Zusammenhalt besteht, liegt keine Bande vor (BGE 135 IV 158 E. 2 mit Hinweisen). Hat der Täter die Tatsachen, aus denen das Gericht den Schluss auf bandenmässige Tatbegehung zieht, gekannt und gewollt, ist der Vorsatz zu bejahen. Bandenmässigkeit ist erst anzunehmen, wenn der Wille der Täter auf die gemeinsame Verübung einer Mehrzahl von Delikten gerichtet ist (BGE 124 IV 286 E. 2a mit Hinweis). Der Täter muss sich des Zusammenschlusses und der Zielrichtung der Bande zur Verübung mehrerer selbstständiger, im Einzelnen möglicherweise noch unbestimmter Straftaten bewusst sein. Er muss die Tatumstände kennen, welche die Bandenmässigkeit begründen, und diese wollen; dolus eventualis genügt (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 210 zu Art. 19 BetmG).”
“Il faut prendre en considération davantage le degré d’organisation et l’intensité de la collaboration entre les auteurs que le nombre de participants : le fait qu’il y ait des coauteurs n’implique pas forcément que l’on soit en présence d’une bande (ATF 124 IV 86 cons. 26). Cette jurisprudence s’applique aussi en matière de stupéfiants (ATF 132 IV 132 cons. 5.2 p. 137). e) Au niveau subjectif, l’article 19 al. 1 LStup est une infraction intentionnelle, le dol éventuel étant toutefois suffisant (ATF 126 IV 198 cons. 2 p. 201). L’intention doit porter sur tous les éléments constitutifs de l’infraction. L’auteur doit adopter volontairement le comportement prohibé et savoir que des stupéfiants sont en cause et qu’il n’est pas au bénéfice de l’une des autorisations prévues par la loi (art. 3e, 4 al. 1, 5 al. 1, 7 al. 1, 8 al. 5, et 9 à 14a LStup). S’agissant du cas grave de l’article 19 al. 2 let. a LStup, l’auteur doit savoir ou accepter que l’infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la vie de nombreuses personnes, le dol éventuel étant toutefois suffisant (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3e éd., 2016, n. 201 ad art. 19 LStup et les réf.). f) Si l’auteur a accompli plusieurs des actes énumérés à l’article 19 al. 1 LStup, on considère, sans appliquer les règles sur le concours, qu’il s’agit d’une seule infraction, jugée en application de l’alinéa premier ou second de l’article 19 LStup, selon que la quantité globale de drogue en cause est ou non de nature à mettre en danger la santé de nombreuses personnes (ATF 110 IV 99 cons. 3 p. 100/101 ; Corboz, op. cit., n.145 ad art. 19 LStup). 8. a) En l’occurrence, le recourant 1 ne conteste pas avoir contribué, le 8 avril 2020, d’une manière délibérée, au succès de la transaction portant sur 180 grammes de cocaïne, en faisant l’intermédiaire entre des acheteurs valaisans et l’équipe de trafiquants formée par K.________, I.________, le recourant 2 et E.________. Il a aussi reconnu avoir vendu trois grammes de cocaïne entre le mois de novembre 2019 et le 13 juillet 2020, en plusieurs fois à C.________. En retenant un taux de pureté moyen de 62 %, il a ainsi admis des mises à disposition de cette drogue à des consommateurs à hauteur de 113.”
Einfuhr, Transport oder wiederholte Übernahmen grosser Mengen (z. B. mehrere 100 g bis zu Kilogramm) wurden in der Rechtsprechung bereits als qualifizierte Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG subsumiert. Solche Fälle können zu erheblichen Freiheitsstrafen im Rahmen des für qualifizierte Delikte geltenden Strafrahmens führen und haben in der Praxis auch zu ausländerrechtlichen Folgen wie Landesverweisung bzw. zu Einträgen im SIS geführt.
“Der Beschuldigte ging während des Zeitraums von Mitte August 2014 bis Februar 2017 dem Handel mit Kokain nach, was unter den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. c. und d BetmG zu subsumieren ist. Weiter erfasst Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG vorliegend die Vorbereitungshandlungen des Beschuldigten im Sinne ei- nes Angebots an F._____ bezüglich des Verkaufs von Marihuana. In casu über- schreitet die vom Beschuldigten eingekaufte Kokainmenge von 784 Gramm Rein- substanz die genannte Schwelle des qualifizierten Falles für Kokain von 18 Gramm deutlich. Diese Höchstgrenze wurde vorliegend sowohl bei den Erwerbs- handlungen sowie sämtlichen Verkaufshandlungen um ein Vielfaches überschrit- ten. Entsprechend sind die objektiven Voraussetzungen des schweren Falls im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG bezüglich des Kokainhandels eindeutig er- füllt. - 59 -”
“Die Vorinstanz würdigte das Verhalten des Beschuldigten A._____ als mehr- fache qualifizierte Widerhandlung gegen das BetmG gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG, beinhaltend die mehrfache Einfuhr grosser Mengen an Kokain (Urk. 46 S. 92 ff.). Als nicht gegeben erachtete sie – wie bereits dargelegt – einerseits die Weiterveräusserung sowie Erwerb bzw. Besitz und Aufbewahrung der Betäubungsmittel gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG, andererseits verneinte sie aus rechtlichen Erwägungen das Vorlie- gen von Bandenmässigkeit gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG.”
“Es ist unbestritten, dass der Beschuldigte mit dem Einführen von 3'762 Gramm reinem Kokain von Brasilien in die Schweiz den objektiven Tatbe- stand von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG erfüllt hat (vgl. Urk. 42 S. 3; Urk. 85 S. 3).”
“Die Staatsanwaltschaft beantragt im Berufungsverfahren die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 45; Urk. 70). Vor der Vorinstanz hatte sie eine Sanktion von 36 Monaten Freiheitsstrafe verlangt, davon die Hälfte unbedingt (Urk. 17). 2. Strafzumessungsregeln Die allgemeinen Regeln und Kriterien der Strafzumessung wurden im vorinstanz- lichen Urteil unter Hinweis auf Lehre und Rechtsprechung korrekt wiedergegeben (Urk. 38 S. 23). Ausserdem wurde in zutreffender Weise auf die besonderen Strafzumessungskriterien bei Betäubungsmitteldelikten hingewiesen (Urk. 38 S. 24). Dies braucht nicht wiederholt zu werden. 3. Strafrahmen Auch der massgebliche Strafrahmen für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde durch die Vorinstanz korrekt abgesteckt (Urk. 38 S. 22 f.). Dieser erstreckt sich von einem bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe, wobei die Möglichkeit besteht, mit dieser eine Geldstrafe zu verbinden (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). Aussergewöhn- liche Umstände, die ein Über- oder Unterschreiten des ordentlichen Strafrahmens rechtfertigen würden, bestehen nicht. 4. Tatschwere 4.1 Objektive Tatschwere 4.1.1 Der Beschuldigte reiste mit dem Flugzeug von B._____ (C._____ [Staat in Südamerika]) nach D._____ (C._____) und anschliessend nach Zürich, in der Ab- sicht, nach E._____ (F._____ [Staat in Europa]) weiterzufliegen. In einem Dop- pelboden seines Koffers führte er eine Menge von 2'662 Gramm Kokaingemisch mit einem Reinheitsgehalt von 91 %, und damit insgesamt 2'426 Gramm reines Kokain mit sich. Die Menge von 18 Gramm Reinsubstanz Kokain, welche gemäss Bundesgericht einen schweren Fall begründet (BGE 121 IV 332 E. 2a; BGE 109 - 7 - IV 143 E. 3b; F INGERHUTH/ SCHLEGEL/JUCKER, Kommentar Betäubungsmittelge- setz, 3. A. Zürich 2016, Art. 19 BetmG N 176, 181), wurde um ein Vielfaches überschritten. Bei Kokain handelt es sich um eine harte Drogen mit stark abhän- gigkeitserzeugender und gesundheitsgefährdender Wirkung, die in der vorliegen- den Menge ausreicht, um die Gesundheit sehr vieler Menschen in Gefahr zu brin- gen.”
“Un ressortissant d'un État tiers peut en effet obtenir un titre de séjour d'un État Schengen si celui-ci considère, après consultation entre États, que l'inscription ne fait pas obstacle à l'octroi d'une telle autorisation, par exemple au titre du regroupement familial. Il importe néanmoins de procéder à l'inscription pour informer les États membres de l'existence d'une condamnation (arrêts du Tribunal fédéral 6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.3 et 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.2.5). Dans deux récents arrêts (6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.4 et 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.4.1), le Tribunal fédéral a confirmé les décisions cantonales d'inscrire dans le SIS l'expulsion des recourants d'une durée de cinq et huit ans, lesquels avaient été condamnés à 16 mois, respectivement 24 mois, de peine privative de liberté, avec sursis, pour infraction grave à la LStup (trafic et possession de cocaïne). Dans le premier arrêt cité, le Tribunal fédéral a considéré que les conditions étaient remplies compte tenu du trafic portant sur environ 35 grammes de chlorhydrate de cocaïne pure, de la peine menace de l'infraction qualifiée retenue, laquelle était d'une certaine gravité, et des antécédents spécifiques de la recourante (art. 19 al. 1 LStup). Dans le second arrêt, le Tribunal fédéral est arrivé à la même conclusion, alors que le recourant, ressortissant guinéen, qui s'était livré pendant plus de deux ans au trafic de cocaïne auprès de différents consommateurs, résidait de manière légale en Suisse depuis 2005 et était père de deux filles mineures, l'une de nationalité néerlandaise et l'autre guinéenne, domiciliée chacune dans leur pays respectif avec leur mère. Il appartenait en effet aux autorités néerlandaises de décider si, malgré le signalement de l'expulsion suisse dans le SIS, le recourant devait se voir délivrer une autorisation pour visiter sa fille. À ces deux occasions, le Tribunal fédéral a rappelé que le trafic de drogue qualifié pour des motifs purement pécuniaires était considéré comme une infraction grave, représentant une menace sérieuse pour l'ordre public (cf. ATF 139 I 145 consid. 2.5 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.4 ; 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.4.1). 3.”
Für die Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 lit. a genügt bedingter Vorsatz (dolus eventualis): es ist ausreichend, dass der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit (bzw. das Leben) vieler Menschen in Gefahr bringen kann.
“oder in Verkehr bringt oder wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt (lit. d). Abs. 2 von Art. 19 BetmG bestraft schliesslich, wer unter anderem weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Das Betäubungsmittelgesetz stellt ferner auch den vorsätzlichen Konsum von unbefugten Betäubungsmitteln unter Strafe (Art. 19a Ziff. 1 BetmG).”
“2; STF del 29 marzo 2011, inc. 6B_859/2010, consid. 6; STF del 13 dicembre 2010, inc. 6B_699/2010, consid. 4; STF del 15 luglio 2010, inc. 6B 294/2010, consid. 3.3.2; STF del 15 marzo 2010, inc. 6B 911/2009, consid. 2.3.1; STF del 10 marzo 2009, inc. 6B 632/2008, consid. 2; Albrecht, Kommentar zum schweizerischen Strafrecht, Sonderband Betäubungsmittelstrafrecht, Berna 1995, ad art. 19, n. 150 e seg.; Corboz, Les infractions en droit suisse, vo. II, 3ème édition, Berna 2010, ad art. 19 LStup, n. 81 segg., pag. 917 segg.). Dal punto di vista soggettivo, l’autore deve sapere di detenere, possedere o alienare stupefacenti. Il dolo eventuale è sufficiente (Corboz, op. cit., ad. art. 19 LStup, n. 68 e segg., pag. 913). Inoltre, affinché vi sia un caso aggravato ai sensi dell'art. 19 cpv. 2 lett. a LStup, è necessario che l'autore sappia o accetti che l'infrazione da lui commessa possa, direttamente o indirettamente, mettere in pericolo la vita di molte persone (DTF 111 IV 31; Bernard Corboz, op. cit., n. 91 ad art. 19 LStup). Affinché ciò sia realizzato, è sufficiente che egli sia cosciente del quantitativo e del tipo di droga trafficato, poiché, sia egli consumatore o meno, si deve presumere conoscere la pericolosità della droga per la salute (DTF 106 IV 232 consid. 4). Il dolo eventuale è sufficiente. È irrilevante che l'autore sappia che la droga è destinata ad un numero limitato di persone, così che, concretamente, non saranno in realtà numerose quelle messe in pericolo (DTF 111 IV 31). Secondo l’art. 19a LStup chiunque, senza essere autorizzato, consuma intenzionalmente stupefacenti, è punito con la multa. VI) Considerazioni della Corte”
Ausländische Betäubungsmittelstraftaten können nach Art. 19 Abs. 4 BetmG bei Personen, die sich in der Schweiz aufhalten, als Verfolgungs- und Haftgrund herangezogen werden; dies gilt insbesondere im Rahmen von Haftprüfungen zum dringenden Tatverdacht.
“Nach dem Gesagten hat das Zwangsmassnahmengericht den dringenden Tatverdacht wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu Recht bejaht (vgl. bezüglich der Auslandtaten [Art. 19 Abs. 4 BetmG]: S. 2 des Haftverlängerungsantrags der Staatsanwaltschaft vom 5. Dezember 2023).”
Erfüllt der Täter mehrere in Art. 19 genannte Handlungen, sind diese in der Regel als eine einzige Tat zu qualifizieren; es erfolgt keine Kumulation der einzelnen Tatbestände. Die Einordnung richtet sich danach, ob die für das Gesamtgeschehen relevante Menge die Schwelle von Absatz 2 erreicht (Art. 19 Abs. 1 oder 2). Ebenso besteht kein Kumulationsprinzip zwischen den verschiedenen Varianten von Art. 19 Abs. 2.
“Le cas est également aggravé lorsque l'auteur agit comme membre d'une bande formée pour se livrer de manière systématique au trafic illicite des stupéfiants (let. b). L'essentiel, pour justifier l'aggravation, est que l'auteur s'associe à autrui en vue de commettre des infractions, d'une manière telle qu'il crée un lien qui lui rend difficile la renonciation et qu'il s'installe ainsi dans la délinquance (ATF 124 IV 293 cons. 2a). Il faut donc un minimum d'organisation (une répartition des tâches) et une certaine intensité de la collaboration qui permette de parler d'une équipe stable (ATF 132 IV 137 cons. 5.2). c) Si l’auteur a accompli plusieurs des actes énumérés à l’article 19 al. 1 LStup, on considère, sans appliquer les règles sur le concours, qu’il s’agit d’une seule infraction, jugée en application de l’alinéa premier ou second de l’article 19 LStup, selon que la quantité globale de drogue en cause est ou non de nature à mettre en danger la santé de nombreuses personnes (ATF 110 IV 99 cons. 3 p. 100/101 ; Corboz, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3e éd., 2010, n. 145 ad art. 19 LStup). d) Aux termes de l’article 19a al. 1 LStup, celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants est passible de l’amende. 5. En l’espèce, il est incontestable que les éléments constitutifs d’infractions au sens de l’article 19 al. 1 let. b, c et d et al. 2 let. a et b LStup sont réunis et qu’il doit être condamné à ce titre avec la précision qu’il n’y a pas de cumul entre les différentes hypothèses de l’article 19 al. 2 LStup, de sorte que ni la qualification juridique, ni le cadre légal de la peine sont touchés du fait que les actes commis impliquent tant la circonstance aggravante de la quantité que celle de la bande. Il en va de même, si la circonstance aggravante de la quantité est déjà réalisée en lien avec un stupéfiant – l’héroïne par exemple – et qu’il apparaît qu’elle pourrait aussi l’être avec une autre drogue. Dans ce cas, il n’est pas nécessaire de l’examiner pour cet autre stupéfiant, car la réponse à cette question n’est pas non plus de nature à modifier la qualification de l’infraction ni le cadre légal de la peine.”
Zwischen einer qualifizierten Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 2 BetmG und einer einfachen Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG besteht in der Regel echte Konkurrenz. Die Lehre nimmt jedoch an, dass einfache Tathandlungen in Ausnahmefällen durch qualifizierte Tathandlungen konsumiert werden können, wenn sie tatsächlich gleichzeitig erfolgen (z. B. gleichzeitiger Verkauf von qualifizierter Menge Kokain und Cannabis an denselben Abnehmer).
“von die- ser konsumiert und in der Strafzumessung entsprechend auch gemeinsam gewür- digt und nicht – wie geschehen – zu einer separaten Bestrafung des Beschuldig- ten führen würden. Nicht zweifelhaft ist dabei, dass die Tathandlungen betreffend Cannabis – ausgenommen den unter Art. 19a Ziff. 1 BetmG fallenden Eigenkon- sum des Beschuldigten – für sich allein als einfache Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG zu würdigen wären, diejenigen betreffend Kokain dagegen als qualifizierte Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG. Richtiger- weise stellt sich hier somit einzig die Frage nach der Konkurrenz zwischen diesen beiden Tatbeständen, wobei es sich entgegen der Verteidigung um eine rechtli- che Frage handelt und nicht um eine Frage hinsichtlich des Anklagesachverhalts. 3.2 Die Lehre vertritt hierzu – soweit ersichtlich: einhellig – die Meinung, dass zwischen einer qualifizierten Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG sowie einer einfachen Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG in aller Regel echte Konkurrenz besteht. Ein Teil der Lehre geht zwar davon aus, dass in bestimmten Fällen einfache Tathandlungen durch qualifizierte Tathandlungen konsumiert wer- den, dies jedoch nur, wenn sie gleichzeitig erfolgen, z.B. wenn ein Täter gleichzei- tig Kokain in qualifizierter Menge wie auch Cannabis an denselben Abnehmer ver- kauft (vgl. zum Ganzen: Schlegel / Jucker, BetmG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2022, N 236 zu Art. 19 BetmG; Hug-Beeli, BetmG-Kommentar, Basel 2016, N 984 zu Art. 19 BetmG; Albrecht, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgeset- zes, 3. Aufl., Bern 2016, N 273 f. zu Art. 19 BetmG). 3.3 Gemäss dem vom Beschuldigten eingestandenen”
“Diese Ausführungen gehen allerdings insofern an der Sache vorbei, als die Vorinstanz den Beschuldigten hier nicht von einem solchen (gar nie erhobenen) Vorwurf freisprach, sondern ihn im Gegenteil zusätzlich zur qualifizierten Widerhandlung betreffend Kokain auch noch wegen einer einfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz betreffend Cannabis schuldig sprach. Dies, obwohl die Staatsanwaltschaft (noch vor Vorin- - 10 - stanz) wie auch die Verteidigung offenbar implizit davon ausgegangen waren, dass die Tathandlungen betreffend Cannabis in der Verurteilung des Beschuldig- ten wegen qualifizierter Widerhandlung betreffend Kokain aufgehen bzw. von die- ser konsumiert und in der Strafzumessung entsprechend auch gemeinsam gewür- digt und nicht – wie geschehen – zu einer separaten Bestrafung des Beschuldig- ten führen würden. Nicht zweifelhaft ist dabei, dass die Tathandlungen betreffend Cannabis – ausgenommen den unter Art. 19a Ziff. 1 BetmG fallenden Eigenkon- sum des Beschuldigten – für sich allein als einfache Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG zu würdigen wären, diejenigen betreffend Kokain dagegen als qualifizierte Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG. Richtiger- weise stellt sich hier somit einzig die Frage nach der Konkurrenz zwischen diesen beiden Tatbeständen, wobei es sich entgegen der Verteidigung um eine rechtli- che Frage handelt und nicht um eine Frage hinsichtlich des Anklagesachverhalts.”
Art. 19 Abs. 1 BetmG erfasst eine weite Palette von Handlungsformen (u. a. Produktion, Einfuhr, Transport, Veräusserung/Vertrieb, Erwerb sowie auch strafbare Vorbereitungen wie Anstaltentreffen). Die in Absatz 1 aufgezählten Handlungen können je für sich einen selbstständigen Tatbestand bilden; erfüllt jemand die objektiven und subjektiven Merkmale eines solchen Tatbestands, wird er nach der Rechtsprechung regelmässig als Täter und nicht lediglich als Gehilfe betrachtet. Gehilfenschaft ist nur zurückhaltend anzunehmen und kommt vornehmlich bei untergeordneten, nicht als eigenständiges Delikt erfassten Beiträgen in Frage.
“La coactivité suppose une décision commune, qui ne doit cependant pas obligatoirement être expresse, mais peut aussi résulter d'actes concluants, le dol éventuel quant au résultat étant suffisant. Il n'est pas requis du coauteur qu'il participe à la conception du projet, car il peut y adhérer ultérieurement. Il n'est pas non plus indispensable que l'acte soit prémédité puisque le coauteur peut s'y associer en cours d'exécution. Ce qui est déterminant c'est que le coauteur se soit associé à la décision dont est issue l'infraction ou à la réalisation de cette dernière, dans des conditions ou dans une mesure qui le font apparaître comme un participant principal et non pas secondaire. La jurisprudence exige même que le coauteur ait une certaine maîtrise des opérations et que son rôle soit plus ou moins indispensable (ATF 135 IV 152 consid. 2.3.1; 130 IV 58 consid. 9.2.1; 125 IV 134 consid. 3a; 118 IV 227 consid. 5d; 108 IV 92; arrêts du Tribunal fédéral 6B_909/2020 du 15 décembre 2020 consid. 1.2; 6B_419/2016 du 10 avril 2017 consid. 2.2). 5.2.2 L'art. 19 al. 1 LStup punit toutes les formes de participation au trafic de drogue non autorisé, de la production et la distribution jusqu'à l'acquisition, ainsi que les simples actes préparatoires (v. la jurisprudence relative à l'ancien art. 19 ch. 1 LStup: arrêts du Tribunal fédéral 6B_778/2009 du 7 janvier 2010 consid. 2.4; 6S.99/2007 du 28 juin 2007 consid. 5.2.1; Grodecky/Jeanneret, Petit commentaire, 2022, n° 9 ad art. 19 LStup). Quant à l'art. 19 al. 2 LStup, il décrit quatre circonstances aggravantes qui entraînent la qualification des faits en crime. Ces circonstances ont trait à la quantité de stupéfiants, au fait d'agir en bande, par métier ou par métier dans les lieux de formation principalement réservés aux mineurs ou dans leur périmètre immédiat (v. Grodecky/Jeanneret, op. cit., n° 55 ss ad art. 19 LStup). En matière d'actes délictueux prévus à l'art. 19 al. 1 LStup, la jurisprudence a précisé que chacun des actes qui y sont énumérés constitue une infraction autonome, de sorte que celui qui réalise objectivement et subjectivement l'une des hypothèses agit en qualité d'auteur et non de complice (ATF 133 IV 187 consid.”
“Ist dies der Fall, muss er sich auch fremde, nicht von ihm selber begangene Hand- lungen anrechnen lassen (SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 138). Demgegenüber ist Gehilfe im Sinne von Art. 25 StGB, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet, die Tat jedoch nur durch einen untergeord- neten Tatbeitrag unterstützt (BGE 129 IV 124 E. 3.2 S. 126). Gehilfenschaft im Zusammenhang mit Betäubungsmitteldelikten ist unter Hinweis auf die Rechtspre- chung jede Förderung der von einem anderen beschlossenen und ausgeführten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Mithin jeder irgendwie gear- tete kausale Tatbeitrag, ohne den sich die Haupttat anders abgespielt hätte. Die Gehilfenschaft setzt jedoch voraus, dass die objektive Mitwirkung an der Tat eines anderen sich auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbstständiges Delikt erfassten Beitrag beschränkt (vgl. BGE 113 IV 90 E. 2 S. 91). Hat der Han- delnde tatbestandsmässige Handlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG be- gangen, so hat er für diese als Täter einzustehen (SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 146 f.). Im Übrigen ist mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu betonen, dass im Rahmen des Betäubungsmittelgesetzes Gehilfenschaft nur zurückhaltend anzunehmen ist, da die umfangreiche kriminelle Tätigkeit von Art. 19 Abs. 1 BetmG erfasst wird und sich verschuldensmässig nicht als gehilfenschaftsähnlich gewichten lässt (BGE 118 IV 397 E. 2c S. 401; Urteil des Bundesgerichts 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.4 m.w.H.). Ge- hilfenschaft liegt beispielsweise vor, wenn ein Mitwirkender nicht selber Betäu- - 42 - bungsmittel befördert, aber ein Fahrzeug für den Transport zur Verfügung stellt (BGE 106 IV 72 E. 2b S. 73).”
“oder durch gewerbsmässigen Handel einen grossen Umsatz oder einen erheblichen Gewinn erzielt (lit. c). Die strafbaren Vorbereitungen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG werden durch die Tathandlungen der lit. a–f von Art. 19 Abs. 1 BetmG konsumiert. Wer bspw. straf- bare Anstalten zur Drogeneinfuhr unternimmt und anschliessend den Stoff auch in die Schweiz einführt, wird lediglich nach Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG schuldig ge- sprochen. Die Vorinstanz hat sodann sorgfältig und zutreffend die theoretischen Grundlagen gemäss Lehre und Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Gehil- fenschaft und Mittäterschaft sowie des gewerbs- und bandenmässigen Handeln gemäss Lehre und Rechtsprechung dargetan. Auf diese Ausführungen ist vorab zu verweisen (Urk. 123 S. 86, S. 92 ff., S. 98 ff.). Angesichts der extrem weiten Fassung der Verbotsmaterie in Art. 19 Abs. 1 BetmG ist zu beachten, dass ver- schiedene der aufgezählten verbotenen Handlungen den Charakter der Mittäter- - 58 - schaft oder einer Teilnahme an Drogengeschäften von Drittpersonen aufweisen können, gleichwohl aber als selbstständige Straftatbestände eingestuft sind.”
“22 StGB wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen und wertet sie zu selbständigen Taten mit derselben Strafandrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen auf (BGer 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.4; BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 102 f., 133 IV 187 E. 3.2 S. 192 f.). Damit wird die Strafbarkeit weit vorgelagert, indem schon das blosse Anstaltentreffen bestraft wird und damit Vorbereitungshandlungen, die der Täter zwecks Begehung eines Delikts gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a-f BetmG ausführt, das tatbestandsmässig nicht erfüllt ist (BGer 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.5; BGE 130 IV 131 E. 2.1 S. 135 f.; ausführlich BGer 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.1-10.6). Wer in solchen Fällen alle Merkmale eines der gesetzlichen Tatbestände objektiv wie subjektiv erfüllt, ist nach der bundesgerichtlichen Praxis als Täter zu betrachten und untersteht der vollen Strafdrohung auf die sonst üblichen Abstufungen strafrechtlicher Verantwortung wird nach dem gesetzgeberischen Konzept keine Rücksicht genommen (BGer 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 E. 1.2.2; kritisch: Albrecht, Art. 19 Abs. 1 BetmG: Zwischen Täterschaft und Gehilfenschaft, in: forumpoenale 2017, S. 337 ff.). Dasselbe gilt, wenn lediglich die tatbestandsmässige Verwirklichungsform des Anstaltentreffens verübt wurde. Wenn die Anklage dem Beschuldigten Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz und im einzelnen «Drogenhandelsaktivitäten» vorwirft, dann nimmt sie zunächst Bezug auf diese weit gefassten Handlungsformen bzw. -stufen und beinhaltet diese auch. In der vorliegenden Beschreibung des konkreten Tatvorgehens wäre sodann das blosse Anstaltentreffen mitumfasst; die Anklageschrift hat sogar die Abweichungen und Unstimmigkeiten bei der Abwicklung der Geschäfte in ihrer Schilderung aufgezeigt (zum Akkusationsprinzip vgl. im Übrigen E. 2.1.2 oben).”
Bei Lagerung/ Besitz von THC‑haltigem Marihuana kann das Fehlen von Kenntnis über den THC‑Ge halt (z. B. die Behauptung, es handle sich um CBD) strafmildernd oder entlastend sein. Gleichwohl können konkrete Umstände — etwa Äusserungen des Übergebenden über Ernte/Trennung, Sichtung einer Plantage, Art der Verpackung/Separierung, Aufbewahrung in einem Tresor, hoher Wert oder sichergestellte Hilfsmittel (z. B. Waage, Minigrip) — als Indizien dienen, aus denen die Gerichte zumindest Eventualvorsatz (Bewusstein des möglichen Vorliegens von THC‑haltigem Drogenhanf) folgern. Diese Abwägung betrifft den subjektiven Tatbestand nach Art. 19 Abs. 1 BetmG.
“Die Gebühr für diesen prozessualen Entscheid ist auf Fr. 300.– festzusetzen und dem amtlichen Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO), zumal die Anfechtung der vorinstanzlich festgesetzten Entschädigung des amtlichen Verteidigers in seinem eigenen Interesse erfolgte. III. 1. Der Beschuldigte gab in der Untersuchung (Urk. 3/5 S. 1 f.), vor Bezirks- gericht (Prot. I S. 12) und auch heute (Prot. II S. 11) zu, von "B._____" 4'159 Gramm Marihuana entgegengenommen und dieses anschliessend im Lagerraum der C._____ GmbH in E._____ aufbewahrt zu haben. Vor Vorinstanz und heute anerkannte er auch als zutreffend, dass dieses Marihuana einen THC-Gehalt von 3,1 % aufwies (Prot. I S. 12 f.; Prot. II S. 11; vgl. auch Urk. 55 Rz. 10). Hanfpro- dukte mit einem THC-Gehalt von mehr als 1 % sind dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt (Anhang 5 zur BetmVV-EDI, SR 812.121.11). Der Beschuldigte erfüllte somit in objektiver Hinsicht den Tatbestand des unbefugten Lagerns von Betäu- bungsmitteln (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG). 2. a) Der Beschuldigte will indessen nicht gewusst und auch nicht mit der Möglichkeit gerechnet haben, dass es sich bei der Ware, die er für "B._____" auf- bewahrte, um Drogenhanf handelte. Er machte während des ganzen Verfahrens konstant geltend, davon überzeugt gewesen zu sein, dass es CBD-Hanf sei - 8 - (Urk. 3/1, F/A 34 und 36; Urk. 3/2, F/A 10 und 11; Urk. 3/3, F/A 7; Prot. I S. 13; Prot. II S. 11 ff. ). b) Er begründete dies damit, dass das Marihuana von diesem Nachbarn ne- benan gewesen sei (Urk. 3/1, F/A 37; Prot. I S. 13 f.; Prot. II S. 12, 14 f.), der ja dort eine CBD-Produktion betrieben habe (Urk. 3/2, F/A 14; Urk. 3/3, F/A 7; Prot. II S. 12 ff.). Diese habe er selber gesehen, auch die Plantage (Urk. 3/2, F/A 21; Prot. II S. 13; vgl. auch Urk. 3/3, F/A 33). Er habe "B._____" "zum Spass" gefragt, ob das ihm übergebene Marihuana wirklich alles CBD sei oder ob auch THC drin sei, und dieser habe ihm wirklich versichert, dass es nur CBD sei (Urk. 3/2, F/A 23; Prot.”
“_____" habe die Ware in der Kartonschachtel zu ihm gebracht, um sie von der Ernte zu trennen (Urk. 3/3, F/A 27; so auch Urk. 3/3, F/A 50 und 52). Vor Bezirksgericht und anlässlich der Berufungsverhandlung gab der Beschul- digte schliesslich zu Protokoll, "B._____" habe gesagt, er sei gerade an der Ernte und wolle die Substanzen auseinanderhalten (Prot. I S. 15; Prot. II S. 13). Damit war für den Beschuldigten klar erkennbar, dass es sich beim Marihuana, das er aufbewahren sollte, um eine andere Substanz als CBD handeln musste, und dies konnte logischerweise nur Drogenhanf sein, welches "B._____" für den Fall einer Kontrolle seines Betriebs durch die Behörden an einem Ort ausserhalb der ihm zurechenbaren Geschäftsräumlichkeiten deponieren wollte, wo er aber bei Bedarf jederzeit darauf zugreifen konnte (vgl. dazu auch Urk. 44 S. 12). Nicht ernsthaft bezweifeln lässt sich daher, dass der Beschuldigte zumindest im Sinne eines Eventualvorsatzes bewusst in Kauf nahm, THC-haltiges Marihuana zu lagern. Er ist der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG schuldig zu sprechen. IV.”
“_____" habe die Ware in der Kartonschachtel zu ihm gebracht, um sie von der Ernte zu trennen (Urk. 3/3, F/A 27; so auch Urk. 3/3, F/A 50 und 52). Vor Bezirksgericht und anlässlich der Berufungsverhandlung gab der Beschul- digte schliesslich zu Protokoll, "B._____" habe gesagt, er sei gerade an der Ernte und wolle die Substanzen auseinanderhalten (Prot. I S. 15; Prot. II S. 13). Damit war für den Beschuldigten klar erkennbar, dass es sich beim Marihuana, das er aufbewahren sollte, um eine andere Substanz als CBD handeln musste, und dies konnte logischerweise nur Drogenhanf sein, welches "B._____" für den Fall einer Kontrolle seines Betriebs durch die Behörden an einem Ort ausserhalb der ihm zurechenbaren Geschäftsräumlichkeiten deponieren wollte, wo er aber bei Bedarf jederzeit darauf zugreifen konnte (vgl. dazu auch Urk. 44 S. 12). Nicht ernsthaft bezweifeln lässt sich daher, dass der Beschuldigte zumindest im Sinne eines Eventualvorsatzes bewusst in Kauf nahm, THC-haltiges Marihuana zu lagern. Er ist der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG schuldig zu sprechen. IV.”
“Der Vorsatz ist auch hinsichtlich des Cannabisextraktes sowie des Pollinats gegeben und selbst wenn – seinen Angaben entsprechend – angenommen würde, dass er dieses von derselben ominösen Person wie das Cannabismaterial zur Lagerung erhalten hat, so hätte er in diesem Fall umso mehr davon ausgehen müssen, dass es sich wie beim Cannabismaterial um Drogenhanf handelte. In Bezug auf die Cannabissamen ist ebenfalls von einem vorsätzlichen Handeln auszugehen. Der Umstand, dass er diese im Tresor aufbewahrte, weil er fürchtete, dass ihm diese sonst jemand hätte stehlen können, weist deutlich darauf hin, dass es sich um wertvolle Samen und somit um solche des Typs Drogenhanf handelte (BA pag. 13.2.204). Dass er die hier relevanten Samen auf einer CBD-Messe in X. für insgesamt Fr. 300.-- bis Fr. 500.-- erworben haben will (BA pag. 13.2.116), ist nicht glaubhaft, bezeichnete er dies doch selber als äusserst günstig, was wiederum gegen eine Aufbewahrung derselben im Tresor sprechen würde. Seine widersprüchlichen Aussagen sind somit als Schutzbehauptungen zu werten. Nach dem Gesagten wusste der Beschuldigte B. um die Betäubungsmittelqualität der bei ihm sichergestellten Cannabismaterialien und er besass diese offensichtlich mit Wissen und Willen. Vor diesem Hintergrund ist auch der subjektive Tatbestand von Art. 19 Abs.1 lit. d BetmG erfüllt. 3.1.5.3 Mehrfache Herstellung von Betäubungsmitteln a) Dass der Beschuldigte B., wie von der Anklage behauptet, die 16 Liter Cannabisextrakt sowie ca. 24 kg Cannabisharz (Haschisch) hergestellt hat, wird von ihm auch bestritten und lässt sich nicht rechtsgenügend nachweisen. Zwar wurde im Rahmen der Hausdurchsuchung eine entsprechende Extraktionsanlage aufgefunden. Dass diese jedoch zur Herstellung des hier in Rede stehenden Cannabisextraktes verwendet wurde, ergibt sich nicht aus den Akten. Darüber hinaus wurde in den vom Beschuldigten B. angemieteten Räumlichkeiten zwar auch ein von ihm selbst gebauter Pollinator aufgefunden, auf dem ebenfalls Rückstände von betäubungsmittelhaltigem Pollinat sichergestellt wurden. Allein dieser Umstand stellt noch kein hinreichender Beweis dafür dar, dass B. die bei ihm sichergestellten ca. 24 kg Cannabisharz hergestellt hat. Dies gilt umso mehr, als der Beschuldigte B. nach eigenen Angaben versucht hat, das ihm angeblich von einer Person übergebene Cannabismaterial mittels des von ihm selbst konstruierten Pollinators zu pollinieren, was ihm aber letztlich nicht gelungen ist, womit sich die Rückstände auf dem Pollinator ohne weiteres erklären lassen.”
“Der Vorsatz ist auch hinsichtlich des Cannabisextraktes sowie des Pollinats gegeben und selbst wenn – seinen Angaben entsprechend – angenommen würde, dass er dieses von derselben ominösen Person wie das Cannabismaterial zur Lagerung erhalten hat, so hätte er in diesem Fall umso mehr davon ausgehen müssen, dass es sich wie beim Cannabismaterial um Drogenhanf handelte. In Bezug auf die Cannabissamen ist ebenfalls von einem vorsätzlichen Handeln auszugehen. Der Umstand, dass er diese im Tresor aufbewahrte, weil er fürchtete, dass ihm diese sonst jemand hätte stehlen können, weist deutlich darauf hin, dass es sich um wertvolle Samen und somit um solche des Typs Drogenhanf handelte (BA pag. 13.2.204). Dass er die hier relevanten Samen auf einer CBD-Messe in X. für insgesamt Fr. 300.-- bis Fr. 500.-- erworben haben will (BA pag. 13.2.116), ist nicht glaubhaft, bezeichnete er dies doch selber als äusserst günstig, was wiederum gegen eine Aufbewahrung derselben im Tresor sprechen würde. Seine widersprüchlichen Aussagen sind somit als Schutzbehauptungen zu werten. Nach dem Gesagten wusste der Beschuldigte B. um die Betäubungsmittelqualität der bei ihm sichergestellten Cannabismaterialien und er besass diese offensichtlich mit Wissen und Willen. Vor diesem Hintergrund ist auch der subjektive Tatbestand von Art. 19 Abs.1 lit. d BetmG erfüllt. 3.1.5.3 Mehrfache Herstellung von Betäubungsmitteln a) Dass der Beschuldigte B., wie von der Anklage behauptet, die 16 Liter Cannabisextrakt sowie ca. 24 kg Cannabisharz (Haschisch) hergestellt hat, wird von ihm auch bestritten und lässt sich nicht rechtsgenügend nachweisen. Zwar wurde im Rahmen der Hausdurchsuchung eine entsprechende Extraktionsanlage aufgefunden. Dass diese jedoch zur Herstellung des hier in Rede stehenden Cannabisextraktes verwendet wurde, ergibt sich nicht aus den Akten. Darüber hinaus wurde in den vom Beschuldigten B. angemieteten Räumlichkeiten zwar auch ein von ihm selbst gebauter Pollinator aufgefunden, auf dem ebenfalls Rückstände von betäubungsmittelhaltigem Pollinat sichergestellt wurden. Allein dieser Umstand stellt noch kein hinreichender Beweis dafür dar, dass B. die bei ihm sichergestellten ca. 24 kg Cannabisharz hergestellt hat. Dies gilt umso mehr, als der Beschuldigte B. nach eigenen Angaben versucht hat, das ihm angeblich von einer Person übergebene Cannabismaterial mittels des von ihm selbst konstruierten Pollinators zu pollinieren, was ihm aber letztlich nicht gelungen ist, womit sich die Rückstände auf dem Pollinator ohne weiteres erklären lassen.”
“Etwas anderes kann der erstinstanzlichen Urteilsbegründung – entgegen den Ausführungen des Beschuldigten 1 – nicht entnommen werden. Unter dem Titel rechtliche Würdigung führte die Vorinstanz sodann aus, dass AA.________ drei Pflanzen aus Samen herangezogen und der Beschuldigte 1 diese anschliessend behändigt sowie separiert habe und in der Folge um deren Wachstum besorgt gewesen sei (S. 41 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 1671). Die Vorinstanz ging folglich davon aus, dass AA.________ die Samen zunächst aussäte und der Beschuldigte 1 diese anschliessend separierte, also anpflanzte. Dass die Pflanzen vor der Eingangstür durch den Beschuldigten 1 und diejenigen vor der Wohnzimmertür durch AA.________ gepflegt und aufgezogen wurden – erstere also dem Beschuldigten 1 und letztere AA.________ gehörten – steht dieser Schlussfolgerung nicht entgegen, zumal das Ansäen bzw. Anpflanzen allein noch nichts über die Eigentumsverhältnisse aussagt. Es sei bereits an dieser Stelle erwähnt, dass das Gesetz unter dem Begriff «Anbauen» i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG nicht nur das Anpflanzen, sondern auch das Aussäen, Aufziehen, Züchten oder Kultivieren von Pflanzen versteht und unter Strafe stellt (vgl. Ziff. III.14.1.1 unten). Zusammenfassend kann daher gesagt werden, dass der Beschuldigte 1 – in Übereinstimmung mit dem Strafbefehl und der Vorinstanz – die sichergestellten Hanfpflanzen (Asservat Nr. 17 und 18) anpflanzte. Der Beschuldigte 1 wusste und wollte, dass der THC-Gehalt der Pflanzen den gesetzlichen Grenzwert überschreiten würde bzw. die durch ihn angepflanzten Cannabispflanzen einen höheren THC-Gehalt als 1 % aufweisen würden. Er kann in Bezug auf die Handhabung und Wirkungsweise von Hanf nicht als «Novize» gelten. Dies zeigt sich u.a. durch die sichergestellten Beweismittel (Waage, Minigrip etc.) und des bereits früheren Hantierens des Beschuldigten 1 mit Hanfpflanzen (pag. 267 Z. 28 f.; pag. 268 Z. 90 ff.; pag. 270 Z. 182 ff.). Die Kammer sieht somit als erstellt, dass der Beschuldigte 1 in der Zeit vom 1. Juni 2014 bis zum 11. September 2014 an seinem Wohnort an der D.”
“Subsumtion Indem der Beschuldigte 1 an seinem Wohnort drei Hanfpflanzen, welche sein Bruder aus Samen herangezogen hatte, behändigte, separierte und zumindest diejenigen vor der Eingangstür pflegte und aufzog, erfüllt er den Tatbestand des Anbauens. Wie die Vorinstanz zudem treffend ausführte, wies der sichergestellte Hanf gemäss Beweisergebnis einen THC-Gehalt von durchschnittlich 8,9 % auf und überschritt somit die Strafbarkeitsgrenze von 1 % bei weitem. Dass der Beschuldigte 1 dabei direktvorsätzlich handelte, zeigt sich bereits unter anderem an den sichergestellten Beweismitteln (Waage, Minigrip) und des früheren Hantierens mit Hanfpflanzen. Überdies sind keine Rechtfertigungs- und Schuldausschliessungsgründe ersichtlich. Der Beschuldigte 1 ist daher wegen Anbaus von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG schuldig zu sprechen.”
“Anders beurteilt die Kammer hingegen den subjektiven Tatbestand: Aus den vom Beschuldigten 2 eingereichten Unterlagen (Broschüren zur Herstellung von Hanfprodukten, Zeitungsartikel, Gerichtsentscheide, Einstellungsverfügungen usw.) sowie seinen Aussagen wurde deutlich, dass sein primärer Wille darauf gerichtet ist, dass sein Hanf als landwirtschaftliches Produkt anerkannt wird. Dass der Verwendungszweck von Betäubungsmitteln seit der Gesetzesrevision vom 1. Juli 2011 keine Rolle mehr spielt und sämtliche Hanferzeugnisse mit einem THC-Wert ab 1 % fortan illegal sind, will der Beschuldigte 2 nicht akzeptieren, weshalb er auch nie aufgehört hat, Hanf und Hanfprodukte herzustellen. Darin ist denn auch sein eigentliches Handlungsziel zu sehen. Dass dabei die THC-Werte teilweise über 1 % liegen können, nimmt er – wie bereits unter Ziff. II.12.3.2 hiervor ausgeführt – in Kauf, weil er sich im Recht fühlt und ihm der THC-Gehalt, plakativ gesagt, schlichtweg egal ist. Entgegen der Vorinstanz kommt die Kammer zum Schluss, dass der Beschuldigte 2 eventualvorsätzlich gehandelt hat. Es liegen weder Rechtsfertigungs- noch Schuldausschliessungsgründe vor. Der Beschuldigte 2 ist demnach i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG schuldig zu sprechen. IV. Strafzumessung”
In der Rechtsprechung zu Art. 19 BetmG wird häufig auf BGE 145 IV 312 Bezug genommen; diese Entscheidung wird als wichtige Leitentscheidung herangezogen.
“Liste des abréviations générales utilisées : al. = alinéa(s) art. = article(s) ATF = arrêt du Tribunal fédéral suisse (publication officielle) ch. = chiffre(s) éd. = édition env. = environ év. = éventuellement let. = lettre(s) no(s) = numéro(s) ou note(s) op. cit. = ouvrage déjà cité p. = page(s) RS = recueil systématique du droit fédéral RSB = recueil systématique des lois bernoises s. = et suivant(e) ss = et suivant(e)s 1 SK 22 61 Art. 46 StGBart. 46 CPart. 46 CP Art. 135 StPOart. 135 CPPart. 135 CPP Art. 69 StGBart. 69 CPart. 69 CP Art. 70 StGBart. 70 CPart. 70 CP Art. 71 StGBart. 71 CPart. 71 CP Art. 267 StPOart. 267 CPPart. 267 CPP Art. 268 StPOart. 268 CPPart. 268 CPP Art. 46 StGBart. 46 CPart. 46 CP Art. 69 StGBart. 69 CPart. 69 CP Art. 70 StGBart. 70 CPart. 70 CP Art. 71 StGBart. 71 CPart. 71 CP BGE 141 IV 244ATF 141 IV 244DTF 141 IV 244 6B_731/2015 6B_632/2019 BGE 145 IV 312ATF 145 IV 312DTF 145 IV 312 BGE 145 IV 312ATF 145 IV 312DTF 145 IV 312 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 28l BetmGart. 28l LStupart. 28l LStup BGE 145 IV 312ATF 145 IV 312DTF 145 IV 312 6B_959/2013 BGE 119 IV 59ATF 119 IV 59DTF 119 IV 59 BGE 122 IV 211ATF 122 IV 211DTF 122 IV 211 Art. 2 StGBart. 2 CPart. 2 CP 6B_222/2012 6B_14/2007 6B_466/2013 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 47 StGBart. 47 CPart. 47 CP BGE 143 IV 339ATF 143 IV 339DTF 143 IV 339 6B_438/2013 6B_1046/2013 6B_951/2013 BGE 139 V 496ATF 139 V 496DTF 139 V 496 BGE 139 IV 261ATF 139 IV 261DTF 139 IV 261 Art. 70 StGBart. 70 CPart. 70 CP Art. 71 StGBart. 71 CPart. 71 CP Art. 267 StPOart. 267 CPPart. 267 CPP Art. 28 BetmGart. 28 LStupart. 28 LStup Art. 46 StGBart. 46 CPart. 46 CP Art. 69 StGBart. 69 CPart. 69 CP Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 40 StGBart. 40 CPart. 40 CP Art. 46 StGBart. 46 CPart. 46 CP Art. 47 StGBart. 47 CPart. 47 CP Art. 49 StGBart. 49 CPart. 49 CP Art. 51 StGBart. 51 CPart. 51 CP Art. 70 StGBart. 70 CPart. 70 CP Art. 71 StGBart. 71 CPart. 71 CP Art. 305bis StGBart. 305bis CPart.”
Erwerb/ Besitz (Art. 19 Abs. 1 lit. d) ist nach Lehre und Praxis subsidiär zu Veräusserung/ Verschaffung (lit. c). Liegt ein überzeugendes Indizienbündel vor (z. B. abgepackte Einzelportionen, Waage, Verpackungsmaterialien, grössere Bargeldbeträge, Tatort, widersprüchliche Angaben, frühere einschlägige Verurteilungen), kann die reine Besitzsituation als Hinweis auf eine Verkaufs‑ bzw. Verschaffensabsicht gewertet werden.
“Comme règle d'appréciation des preuves, la présomption d'innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait (ATF 145 IV 154 consid. 1.1). 2.2.1. Quiconque, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ou possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d) est passible d'une peine de droit (art. 19 al. 1 LStup). L'aliénation correspond au transfert à un tiers de la possession de stupéfiants, peu importe la cause, soit notamment la vente, l'échange, la donation, la consignation ou le prêt. L'aspect financier ne joue pas de rôle dans l'application de la norme, faute pour le texte légal de se limiter à la vente (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup : dispositions pénales, Bâle 2022, n. 25 ad art. 19). Les différents actes visés par l'art. 19 al. 1 LStup constituent des infractions indépendantes (ATF 142 IV 401 consid. 3.3.2 ; 133 IV 187 consid. 3.2 ; 119 IV 266 consid. 3a), mais également des phases successives d'un même comportement. Il faut dès lors retenir, pour une transaction donnée, que ces différents actes forment un ensemble de faits (ATF 137 IV 33 consid. 2.3.1). L'acquisition et la détention de stupéfiants sont, en principe, subsidiaires à la vente ultérieure (arrêt du Tribunal fédéral 6B_971/2017 du 23 juillet 2018 consid. 4.5.2). 2.2.2. Celui qui se borne à préparer des stupéfiants en quantités minimes, pour sa propre consommation ou pour permettre à des tiers de plus de 18 ans d’en consommer simultanément en commun après leur en avoir fourni gratuitement, n’est pas punissable (art. 19b ch. 1 LStup). Dix grammes de stupéfiants ayant des effets de type cannabique sont considérés comme une quantité minime (ch. 2). 2.3.1. L'appelant conteste avoir vendu du cannabis à D______. Un faisceau d'indices sérieux indique toutefois le contraire.”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG macht sich unter anderem strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem anderen verschafft oder in Verkehr bringt (lit. c), oder wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt (lit. d).”
“Ainsi, après avoir indiqué qu'il avait un doute sur le fait qu'il s'agissait de marijuana, il a déclaré spontanément au premier juge que c'était en fait des fleurs de cannabis, avant de se rétracter, questionné par son avocat, alléguant qu'il s'agissait de CBD pour une partie. Ces dernières rétractations n'emportent pas conviction dès lors qu'il apparaît peu vraisemblable qu'admettant en avoir consommé, à tout le moins, à une reprise, il ne sache pas faire la distinction entre un produit à faible ou à fort taux de THC. Cela est d'autant moins crédible qu'il est établi que ces stupéfiants n'étaient pas exclusivement destinés à la consommation personnelle du prévenu, contrairement à ce qu'il allègue. 2.5.3. En effet, il admet, se qualifiant de "pointure" dans le domaine, acheter sur demande de la drogue auprès de son "fournisseur" pour le compte de ses amis proches, avec lesquels il a opéré des "échanges commerciaux". En particulier il reconnaît tant en acheter qu'en vendre à "E______", ce qui tombe sous le coup de l'art. 19 al. 1 LStup, quand bien même il ne réaliserait pas de bénéfice, tout comme le fait d'échanger avec des producteurs de la résine de cannabis contre des fleurs de cannabis. Ses échanges avec "E______" à cet égard sont éloquents puisque l'on comprend que non seulement le prévenu se fournissait auprès du précité, mais également qu'il lui procurait, directement à lui ou à des tiers, des stupéfiants (notamment son message du 31 janvier 2022, "G de la Cali un peu si jamais"). Entendu sur le contexte de ces messages, il s'est montré incapable de donner des explications plausibles, de même que s'agissant de la note du 6 mars 2022 retrouvée dans son téléphone, laquelle s'apparente davantage à un résumé comptable dans le cadre d'un trafic de stupéfiants, qu'aux simples résultats d'un jeu entre amis. Par ailleurs, la balance, les trois grinders, les sachets minigrip, l'argent liquide (CHF 235.75 et CHF 85.-, ainsi que EUR 11.31 et EUR 330.-), également en monnaie étrangère, ainsi que les graines de "génétique rare", qu'il destinait à faire pousser, découverts lors des perquisitions, sont autant d'éléments, pris dans leur ensemble, qui renforcent la conviction selon laquelle le prévenu faisait bien le commerce de drogue.”
“La libre appréciation des preuves implique que l'état de fait retenu pour construire la solution doit être déduit des divers éléments et indices, qui doivent être examinés et évalués dans leur ensemble (arrêts du Tribunal fédéral 6B_1169/2017 du 15 juin 2018 consid. 1.1 ; 6B_608/2017 du 12 avril 2018 consid. 3.1). 2.2. Quiconque, en usant de violence ou de menace, empêche une autorité, un membre d’une autorité ou un fonctionnaire de faire un acte entrant dans ses fonctions, les contraint à faire un tel acte ou se livre à des voies de fait sur eux pendant qu’ils y procèdent, est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus. Dans les cas de peu de gravité, le juge peut prononcer une peine pécuniaire (art. 285 ch. 1 al. 1 CP). 2.3.1. Est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire quiconque, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ou celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d) (art. 19 al. 1 LStup). 2.3.2. La simple possession de drogue, même lorsque l'auteur allègue qu'il s'agit de sa consommation personnelle, peut être appréhendée sous l'angle de l'art. 19 al. 1 let. c LStup si, au vu des circonstances, notamment le lieu de l'arrestation et les explications fluctuantes, le contraire ne peut être retenu (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup : dispositions pénales, Bâle 2022, n. 25 ad art. 19 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1130/2020 consid. 1.3 et 1.4). 2.3.3. Celui qui se borne à préparer des stupéfiants en quantités minimes, pour sa propre consommation ou pour permettre à des tiers de plus de 18 ans d’en consommer simultanément en commun après leur en avoir fourni gratuitement, n’est pas punissable (art. 19b al. 1 LStup). Dix grammes de stupéfiants ayant des effets de type cannabique sont considérés comme une quantité minime (al. 2). 2.4.1. Quoi qu'en dise l'appelant, il est établi que deux gendarmes sont intervenus le 27 novembre 2022 sur la rue de la Coulouvrenière et qu'à leur vue, celui-ci a pris le fuite en courant malgré les sommations d'usage.”
“Nach Ansicht der Kammer sind dem Beschuldigten auch diese beiden – schlussendlich zwar nicht sichergestellten aber doch dem Beschuldigten klar zurechenbaren – Fallschirme mit einem mutmasslich gleichen Inhalt wie beim sichergestellten Fallschirm aus der Aare, anzulasten. Die total 114 Fallschirme wiesen unterschiedliche Reinheitsgrade auf. Es kann diesbezüglich auf das IRM-Gutachten verwiesen werden (pag. 116). Die Kammer geht nach Abzug des Toleranzwertes von 4 % für die insgesamt 114 Fallschirme von folgenden reinen Mengen Kokain-Base aus: 84 Gramm (91 Fallschirme) à mind. 54% = rund 45,5 Gramm Kokainbase 19 Gramm (20 Fallschirme) à mind. 53% = rund 10 Gramm Kokainbase 2,82 Gramm (3 Fallschirme) à mind. 52% = rund 1,5 Gramm Kokainbase = Total mind. rund 57 Gramm Kokainbase Zusammen mit der Staatsanwaltschaft geht die Kammer davon aus, dass der Beschuldigte das in Einzelportionen abgepackte Kokain nicht nur besessen hat, sondern beabsichtigt war, diese Einzelportionen an Abnehmerinnen und Abnehmer weiterzuveräussern. Dies ergibt sich einerseits aus der sichergestellten Menge an Einzelportionen und auch aus der aus den Akten ersichtlichen Vorgeschichte des Beschuldigten, wonach dieser bereits mehrfach wegen Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (Veräusserung bzw. Verschaffen von Betäubungsmitteln) sowie wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung von Drogen verurteilt wurde. Das Anstaltentreffen zur Veräusserung bildet vorliegend zwar nicht Inhalt der Anklage (angeklagt ist nur Art. 19 Abs. 1 lit. d i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG; pag. 187), darf aber bei der Strafzumessung entsprechend berücksichtigt werden.”
Bei mehrfachen Handlungen unter Art. 19 BetmG liegt häufig Tateinheit vor, sodass grundsätzlich nur ein Schuldspruch ergeht. Eine Strafschärfung im Sinne von Art. 49 StGB kommt dabei nicht in Betracht. Gleichwohl kann der Umfang des tatbestandsmässigen Verhaltens – namentlich welche und wie viele Einzelhandlungen begangen wurden – bei der Strafzumessung straferhöhend berücksichtigt werden.
“des Urteilsdispositivs aus, da sie die einzelnen Mengen addierte, allerdings ohne dieses Vorgehen näher zu begründen. Nicht nachvollziehbar ist demnach, weshalb die Vorinstanz den Beschuldigten bei entsprechender Vorgehensweise der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärte. Angeklagt waren gemäss der Anklageschrift vom 06. April 2020 denn auch «Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mengenmässig qualifiziert und im Wissen um die dadurch geschaffene Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen, begangen durch: […]» (pag. 911). Dies hat zur Folge, dass trotz der verschiedenen Handlungen nur ein Schuldspruch ergehen kann, auch wenn, wie vorliegend, im Dispositiv die verschiedenen Straftatbestände von Art. 19 Abs. 1 BetmG einzeln aufgeführt werden. Dies darf keine Strafschärfung im Sinne von Art. 49 StGB zur Folge haben, weil eine Tateinheit vorliegt. Das Verhalten des Täters kann sich jedoch straferhöhend auswirken, je nachdem welche und wie viele Einzelhandlungen er verübte (Hug-Beeli, a.a.O., N. 168 zu Art. 19 BetmG). Darauf ist in der nachfolgenden Strafzumessung zurückzukommen (Ziff. IV. hiernach).”
Wird in der Berufungsinstanz eine Verurteilung wegen eines Verbrechens zugunsten einer Verurteilung wegen Art. 19 Abs. 1 BetmG abgeändert oder das Strafmass reduziert, kann dies Auswirkungen auf die Verteilung der Verfahrenskosten sowie auf die Anrechnung bereits geleisteter Polizei‑/Untersuchungshaft haben; im vorliegenden Fall führten die Änderung der Tatqualifikation und die Reduktion des Strafmasses zur anteiligen Auferlegung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten und zur Anrechnung der Untersuchungshaft.
“Die Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird. Ausgenommen sind die Kosten für die amtliche Verteidigung, vorbehalten bleibt Art. 135 Abs. 4 StPO. Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen Entscheid, so befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO). Die Berufungsführerin wird vorliegend wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG und nicht wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 2 BetmG für schuldig befunden. Das Strafmass wurde von 30 Monaten Freiheitsstrafe auf eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen reduziert. Bei diesem Verfahrensausgang sind demnach die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 8’600.- (Gebühren: CHF 5’000.-; Auslagen: CHF 3’600.-) zu einem Sechstel der Berufungsführerin und zu fünf Sechsteln dem Staat Freiburg aufzuerlegen. Für die Kosten der amtlichen Verteidigung bleibt die Rückzahlungspflicht der Berufungsführerin im Umfang von einem Sechstel gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO vorbehalten. Sie hat die Kosten der amtlichen Verteidigung zurückzuzahlen, sobald sie dazu finanziell in der Lage sein wird. Für das Berufungsverfahren gilt, dass die Parteien die Verfahrenskosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens zu tragen haben (Art. 428 StPO). Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Auslagen im konkreten Straffall (Art. 422 StPO i.V.m. Art. 33 ff. des Justizreglements vom 30.”
“Es sprach sie schuldig des Verbrechens gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel (19 Abs. 2 Bst. a BetmG), begangen in der Zeit von 15. Juli 2017 bis 18. April 2018. Es verurteilte sie zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten, wobei der Vollzug von 10 Monaten angeordnet wurde, für die restlichen 20 Monate wurde der Vollzug aufgeschoben und die Probezeit auf fünf Jahre festgesetzt. Die vom 19. April 2018 bis 10. August 2018 erstandene Untersuchungshaft wurde angerechnet. Zudem wurden die beschlagnahmten Gegenstände eingezogen und deren Vernichtung angeordnet. Die Verfahrenskosten wurden A.________ auferlegt. B. Gegen dieses Urteil meldete A.________ (nachfolgend: die Beschuldigte oder die Berufungsführerin) am 8. Februar 2022 die Berufung an und reichte am 23. Mai 2022 ihre Berufungserklärung ein. Sie beantragt einen Freispruch vom Vorwurf des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG) und ihre Verurteilung wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Dafür sei sie zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu CHF 30.- mit einer Probezeit von zwei Jahren zu verurteilen, unter Anrechnung der erstandenen Polizei- und Untersuchungshaft. Als Folge des beantragten Freispruchs von Art. 19 Abs. 2 und ihrer Verurteilung wegen Art. 19 Abs. 1 BetmG seien ihr die erstinstanzlichen Verfahrenskosten lediglich zu einem Sechstel aufzuerlegen. Ihr sei zudem für das Berufungsverfahren eine Entschädigung zuzusprechen und die Verfahrenskosten seien dem Staat Freiburg aufzuerlegen. Mit Eingabe vom 24. Juni 2022 teilte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft (nachfolgend: die Staatsanwaltschaft oder die Berufungsgegnerin) mit, kein Nichteintreten zu beantragen und auf eine Anschlussberufung zu verzichten. C. Von Amtes wegen wurde über die Berufungsführerin ein aktueller Strafregisterauszug, datierend vom 16. Januar 2023, eingeholt. D. Anlässlich der Verhandlung vom 8. Februar 2023 erschienen die Berufungsführerin, begleitet von ihrem amtlichen Verteidiger, sowie die Vertreterin der Staatsanwaltschaft.”
Indizien für Handel sind insbesondere wiederholte Verkaufsakte, tatsächliche Übergaben an Dritte, Portionierung/Verpackung in mehreren Tütchen sowie Gesamtmengen oder Umstände, die mit Absatz und nicht mit ausschliesslich persönlichem Verbrauch vereinbar sind. Geringe Einzelsummen und Mengen, die mit dem erklärten Tagesverbrauch übereinstimmen, sprechen dagegen für Eigenkonsum. Es bestehen jedoch keine starren Grenzwerte in den zitierten Entscheiden; die Bewertung ist am konkreten Beweisbild vorzunehmen.
“Mehrfaches Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz Das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz nach Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sieht einen Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Dem Beschuldigten 1 konnten insgesamt sieben Verkaufshandlungen von brutto insgesamt 12 Gramm Kokain nachgewiesen werden. Die einzelnen Schuldsprüche unterscheiden sich verschuldensmässig lediglich von der jeweils veräusserten Menge. In objektiver Hinsicht ist zunächst zu berücksichtigen, dass es sich beim gehandelten Betäubungsmittel um Kokain, und damit um eine harte Droge handelte, was verschuldenserhöhend ins Gewicht fällt. Zu Gunsten des Beschuldigten 1 zu werten ist hingegen, dass die einzelnen Mengen jeweils äusserst gering ausgefallen sind (zwischen einem und vier Gramm) und offensichtlich für den Endgebrauch bestimmt waren. Ausserdem war Abnehmerin der Betäubungsmittel immer dieselbe Person. Dass der Beschuldigte 1 demnach in grösserem Rahmen mit Kokain handelte, ist mithin nicht erstellt, geschweige denn, dass er in eine grössere Organisation eingebunden gewesen wäre. Die Staatsanwaltschaft gibt zwar zu bedenken, dass es sich bei den 12 Gramm um eine Minimalmenge handle und die Aussagen von H____ auf die doppelte Menge schliessen liessen (Berufungsbegründung Staatsanwaltschaft S.”
“La juridiction d'appel a ordonné l'instruction de la cause par la voie écrite avec l'accord des parties. b. Selon son mémoire d'appel et de réponse à l'appel joint, A______ persiste dans les conclusions de son appel et conclut au rejet de l'appel joint. Aucun élément du dossier ne permettait d'affirmer que la marijuana qu'il détenait sur lui le 1er novembre 2022 était destinée à être remise à un tiers et non à sa consommation personnelle. En effet, il consommait, à cette époque, entre 5 et 10 joints par jour (soit environ 4 à 5 grammes par jour). Il avait ainsi acheté 140 grammes de marijuana ce jour-là pour un prix d'environ CHF 500.- à 600.-, venant de percevoir son salaire d'environ EUR 1'200.-, afin d'avoir suffisamment de stock pour ne pas avoir à revenir pour se fournir trop souvent. Il admettait en avoir donné l'équivalent de CHF 20.- à son ami C______, réalisant ainsi l'infraction à l'art. 19 al. 1 let. c LStup, mais comptait bien consommer le reste de la drogue retrouvée sur lui. Par conséquent, la let. d de l'art. 19 al. 1 LStup n'était pas réalisée. Lors de son entrée en Suisse du 8 août 2023, comme lors de celle du 1er novembre 2022 pour laquelle il avait été acquitté, il disposait de son passeport et d'un titre de séjour italien valables. Il disposait d'un peu d'argent pour la journée, étant précisé qu'il comptait repartir le jour même à E______, où il logeait. L'interdiction de pénétrer sur le territoire genevois n'entraînait pas une violation de l'art. 115 al. 1 let. a LEI. Il n'était d'ailleurs pas établi qu'il entendait commettre des infractions en Suisse ce jour-là. Il était ainsi légitimé à entrer dans le pays. La peine prononcée par le premier juge était disproportionnée à plusieurs égards. Les infractions à la LEI ne relevaient pas de la grande délinquance et ne comportaient qu'un risque modéré d'atteinte à la sécurité publique. Il avait bien collaboré à la procédure, pris conscience des fautes commises et s'était bien comporté depuis le 8 août 2023. Il était désormais installé en Italie, où il séjournait légalement et disposait d'un travail, de sorte que rien ne s'opposait au prononcé d'une peine pécuniaire.”
“Il faut que l'acte soit destiné exclusivement à permettre à l'auteur de se procurer la drogue pour sa propre consommation. L'application de cette circonstance atténuante spéciale est exclue dès que les infractions à l'art. 19 LStup conduisent des tiers à faire usage de stupéfiants. Celui qui, ne serait-ce que pour satisfaire ses propres besoins, se livre au trafic, vend ou permet à autrui, soit à des consommateurs potentiels, de se procurer de la drogue, ne peut dès lors bénéficier de l'art. 19a ch. 1 LStup (ATF 119 IV 180 consid. 2a ; 118 IV 200 consid. 3b et 3d ; SJ 1996 p. 341 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_352/2014 du 22 mai 2015 consid. 4 non publié in ATF 141 IV 273). Même un échange de stupéfiants entre deux personnes, sans remise d'argent, exclut l'art. 19a LStup puisque les stupéfiants échangés sont réciproquement remis à un tiers (ATF 119 IV 180, consid. 2a ; S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup, Bâle 2022, n. 3 ad art. 19a). 3.1.2. Est punissable au titre de l'art. 19 al. 1 LStup celui qui, sans droit, notamment aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ainsi que celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). 3.2.1. En l'espèce, les explications de l'appelant, maintenues en appel, relatives à la destination de la drogue retrouvée sur lui ne sont pas crédibles. Il a été interpellé, le 1er novembre 2022, en possession de 140 grammes de marijuana conditionnée en 12 sachets de tailles différentes et de CHF 586.40. S'il a toujours prétendu que cette drogue était destinée à sa propre consommation, l'appelant a fourni des versions évolutives au sujet de l'argent, prétendant qu'il s'agissait de la seule somme qu'il avait sur lui en arrivant à Genève, puis qu'il lui restait un solde sur son salaire du mois après avoir acheté sa drogue. L'appelant a pourtant déclaré qu'il travaillait comme jardinier à E______, ville où il logeait ; dès lors, un versement en euros aurait été plus probable.”
“La juridiction d'appel a ordonné l'instruction de la cause par la voie écrite avec l'accord des parties. b. Selon son mémoire d'appel et de réponse à l'appel joint, A______ persiste dans les conclusions de son appel et conclut au rejet de l'appel joint. Aucun élément du dossier ne permettait d'affirmer que la marijuana qu'il détenait sur lui le 1er novembre 2022 était destinée à être remise à un tiers et non à sa consommation personnelle. En effet, il consommait, à cette époque, entre 5 et 10 joints par jour (soit environ 4 à 5 grammes par jour). Il avait ainsi acheté 140 grammes de marijuana ce jour-là pour un prix d'environ CHF 500.- à 600.-, venant de percevoir son salaire d'environ EUR 1'200.-, afin d'avoir suffisamment de stock pour ne pas avoir à revenir pour se fournir trop souvent. Il admettait en avoir donné l'équivalent de CHF 20.- à son ami C______, réalisant ainsi l'infraction à l'art. 19 al. 1 let. c LStup, mais comptait bien consommer le reste de la drogue retrouvée sur lui. Par conséquent, la let. d de l'art. 19 al. 1 LStup n'était pas réalisée. Lors de son entrée en Suisse du 8 août 2023, comme lors de celle du 1er novembre 2022 pour laquelle il avait été acquitté, il disposait de son passeport et d'un titre de séjour italien valables. Il disposait d'un peu d'argent pour la journée, étant précisé qu'il comptait repartir le jour même à E______, où il logeait. L'interdiction de pénétrer sur le territoire genevois n'entraînait pas une violation de l'art. 115 al. 1 let. a LEI. Il n'était d'ailleurs pas établi qu'il entendait commettre des infractions en Suisse ce jour-là. Il était ainsi légitimé à entrer dans le pays. La peine prononcée par le premier juge était disproportionnée à plusieurs égards. Les infractions à la LEI ne relevaient pas de la grande délinquance et ne comportaient qu'un risque modéré d'atteinte à la sécurité publique. Il avait bien collaboré à la procédure, pris conscience des fautes commises et s'était bien comporté depuis le 8 août 2023. Il était désormais installé en Italie, où il séjournait légalement et disposait d'un travail, de sorte que rien ne s'opposait au prononcé d'une peine pécuniaire.”
“Comme règle de l'appréciation des preuves, ce principe interdit au juge de se déclarer convaincu d'un état de fait défavorable à l'accusé, lorsqu'une appréciation objective des éléments de preuve recueillis laisse subsister un doute sérieux et insurmontable quant à l'existence de cet état de fait. Des doutes abstraits ou théoriques, qui sont toujours possibles, ne suffisent certes pas à exclure une condamnation. La présomption d'innocence n'est invoquée avec succès que si le recourant démontre qu'à l'issue d'une appréciation exempte d'arbitraire de l'ensemble des preuves, le juge aurait dû éprouver des doutes sérieux et irréductibles sur sa culpabilité (ATF 120 Ia 31 consid. 2 p. 33 ss ; 124 IV 86 consid. 2a p. 87 ss). L'appréciation des preuves doit être examinée dans son ensemble et l'état de fait déduit du rapprochement de divers éléments ou indices. Un ou plusieurs arguments corroboratifs peuvent demeurer fragiles si la solution retenue peut être justifiée de façon soutenable par un ou plusieurs arguments de nature à emporter la conviction (ATF 129 I 8 consid. 2.1 p. 9 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_109/2014 du 25 septembre 2014 consid. 2.1 ; 6B_398/2013 du 11 juillet 2013 consid. 2.1 et 6B_642/2012 du 22 janvier 2013 consid. 1.1). 2.2. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire notamment celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) et celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). Celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art. 19 LStup pour assurer sa propre consommation est, en revanche, passible d'une amende uniquement (art. 19a LStup). 2.3.1. En l'espèce, l'appelant affirme que les drogues retrouvées en sa possession le 16 mars 2021 étaient destinées à sa consommation personnelle. Toutefois, au vu des éléments au dossier, il s'agit uniquement de déclarations de circonstance visant à lui permettre de bénéficier d'une sanction plus clémente. Si les quantités retrouvées sur l'appelant ne peuvent pas être qualifiées d'importantes et restent conciliables avec une prétendue consommation personnelle, celle-ci – si elle était avérée – ne serait qu'occasionnelle.”
“4 Gramm Haschisch, vier lose Klumpen Haschisch von insgesamt 1 Gramm, ein Minigrip mit 0.5 Gramm Heroin und ein Minigrip mit 0.3 Gramm Amphetamin (je- weils Bruttogewicht) zum Eigenkonsum aufbewahrt. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, der Vorwurf sei erstellt. Der Beschuldigte habe den angeklagten Sach- verhalt in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 16. Mai 2019 einge- standen. Sein Geständnis decke sich mit den Durchsuchungsprotokollen vom 22. Februar 2019 und der Bildbeilage der Stadtpolizei Zürich (Urk. 51 S. 11 f.). 2.2.2. Der Beschuldigte anerkannte vor Vorinstanz, Kokain, Haschisch, Heroin und Amphetamin wie in der Anklage umschrieben zum Eigenkonsum auf sich ge- tragen respektive in seiner Wohnung aufbewahrt zu haben (Urk. 39 S. 19). Die Verteidigung beantragte vor Vorinstanz, der Beschuldigte sei der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG, schuldig zu sprechen (Urk. 41 S. 2). 2.2.3. Im Berufungsverfahren wendet sich die Verteidigung neu gegen den Schuldspruch und beantragt, der Beschuldigte sei diesbezüglich freizusprechen (Urk. 54/1 S. 4). Dieser hielt anlässlich der Berufungsverhandlung fest, er sei sich - 23 - nicht sicher, ob es sich bei 1.1 Gramm Kokain um das Brutto- oder Nettogewicht gehandelt habe (Prot. II S. 23 f.). 2.2.4. Das Geständnis des Beschuldigten anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 16. Mai 2019 wie auch vor Vorinstanz (Urk. 2/4 S. 4 und 7 f.; Urk. 39 S. 19) stimmt mit den bei ihm sichergestellten Betäubungsmitteln überein (Urk. 5/2). Gestützt auf seine Schilderungen bestehen auch keine Zweifel, dass er wusste, was er zum Zwecke des Eigenkonsums auf sich trug und aufbewahrte. Der Anklagesachverhalt ist erstellt. 2.3. Wer unbefugt Betäubungsmittel vorsätzlich konsumiert oder wer zum eige- nen Konsum eine Widerhandlung im Sinne von Artikel 19 begeht, wird mit Busse bestraft (Art.”
“Ainsi, la requête d’expertise déposée par l’appelant doit être rejetée. Au vu de ce qui précède, il convient de retenir, à l’instar du premier juge, que le prévenu s’est adonné à une culture de cannabis destinée en partie à sa consommation personnelle, mais également, dans une proportion qu’il n’est pas possible de déterminer précisément, à la vente. La condamnation d’Z.________ doit ainsi être confirmée pour le cas 1.1. 5. 5.1 Invoquant une constatation erronée des faits, l’appelant conteste avoir agi en tant qu’intermédiaire et affirme que son rôle doit être examiné en lien avec sa propre consommation de drogue. Il fait valoir que plusieurs témoins ont indiqué qu’il ne leur vendait pas de drogue, qu’J.________ a déclaré qu’ils mettaient leurs ressources en commun pour obtenir de la drogue à meilleur prix, qu’il ne vendait pas de drogue à ses amis, mais leur faisait tout au plus profiter de ses contacts pour acquérir de la drogue à meilleur prix et que son comportement doit être sanctionné par l’art. 19a LStup 5.2 Aux termes de l’art. 19 al. 1 LStup, celui qui, sans droit, notamment, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b), aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire. Selon l’art. 19a ch. 1 LStup, celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l’art. 19 pour assurer sa propre consommation est passible de l’amende. Mis à part le fait de consommer, l’art 19a LStup ne vise que les actes destinés exclusivement à permettre à l’auteur de se procurer de la drogue pour sa propre consommation. En revanche, les actes qui conduisent à la consommation de drogue par des tiers ne peuvent pas bénéficier du traitement privilégié de l’art. 19a LStup (ATF 119 IV 180 consid. 2a). 5.3 En l’espèce, l’appelant n’a jamais nié avoir consommé du cannabis à raison d’un à cinq joints par jour depuis 2015, ainsi que de la cocaïne et de l’héroïne occasionnellement (PV aud.”
“2 LEI, dont il ne réunit pourtant pas les conditions dès lors que, désormais libre et devant purger deux peines privatives de liberté, son renvoi ne peut pas être exécuté immédiatement et il ne se trouve pas en détention à cette fin. Il est donc établi que l'appelant est venu en toute connaissance de cause à Genève le 7 octobre 2021 et y a séjourné jusqu'à son interpellation le lendemain, sans document d'identité ni toute autorisation de séjour, alors qu'il n'était plus autorisé à revenir en Suisse et faisait l'objet d'une interdiction spécifique d'entrer sur le territoire genevois. Il n'est pas au bénéfice d'un statut de requérant d'asile, sa demande à cet égard ayant fait l'objet d'une décision de non-entrée en matière le 21 mai 2019. La période pénale retenue dans la présente cause (du 7 au 8 octobre 2021) est antérieure à celle (à partir de novembre 2021) visée par les ordonnances pénales du MP prononcées en mars et avril 2022 ; il n’y a donc aucune violation du principe ne bis in idem. Sa culpabilité pour violations des art. 115 al. 1 et 119 al. 1 LEI sera en conséquence confirmée. 3. 3.1. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire notamment celui qui sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ou possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d). Celui qui aura commis une telle infraction pour assurer sa propre consommation est passible de l’amende (art. 19a al. 1 LStup). Dans les cas bénins, l’autorité compétente pourra suspendre la procédure ou renoncer à infliger une peine. Une réprimande peut être prononcée (al. 2). Pour dire s'il y a cas bénin, il faut prendre en compte l'ensemble des circonstances concrètes, objectives et subjectives. Des consommations antérieures ne l'excluent pas par principe. La notion de quantité minime n'est pas contenue dans cette disposition. La persistance à consommer exclut le cas bénin, même pour le haschich (ATF 124 IV 45 consid. 2a). 3.2. En l'espèce, il est établi à satisfaction de droit que l'appelant a acquis, parmi les stupéfiants saisis, à tout le moins les dix boulettes de cocaïnes aux fins de les vendre.”
Wer Wohnraum einem Dritten zum Verstecken von Betäubungsmitteln zur Verfügung stellt, handelt nicht nur passiv als Gehilfe; wegen des mit der Überlassung verbundenen Herrschaftswillens und der faktischen Herrschaftsmöglichkeit kann sich dies als eigenständiger unbefugter Besitz nach Art. 19 BetmG darstellen. Eine solche Bewertung setzt jedoch voraus, dass Herrschaftsmöglichkeit und -wille gegeben sind; die Strafbarkeit tritt damit nicht automatisch in jedem Fall ein, sondern ist anhand der tatsächlichen Umstände zu prüfen.
“Il n'y a pas davantage lieu de tenir compte du fait que l'appelant aurait travaillé en Grèce, faute de plus amples explications. Il ne le soutient d'ailleurs pas à l'appui de son appel. Sa famille, notamment son père et, à lire son mémoire d'appel, un frère médecin, vit en Albanie et lui-même a déclaré souhaiter retourner dans son pays pour y fonder une famille et y exercer un emploi. Il n'y a ainsi dans son cas aucun motif de renoncer à l'inscription querellée, de sorte que l'invocation de trois situation isolées où une solution contraire a été admise est vaine (cf. la jurisprudence en matière de comparaison de peines : ATF 141 IV 61 consid. 6.3.2 ; ATF 135 IV 191 consid. 3.1 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_353/2016 du 30 mars 2017 consid. 3.2 ; ATF 123 IV 49 consid. 2e ; ATF 120 IV 136 consid. 3a et les références). L'argument tiré de ce que le TP n'a pas ordonné le signalement dans le SIS de la mesure prononcée à l'encontre de l'appelant A______ est inopérant, ce dernier étant ressortissant d'un Etat membre de l'espace Schengen. 2.3. L'appel est partant rejeté. A______ 3. 3.1.1. L'art. 19 LStup ne réprime pas globalement le "trafic de stupéfiants", mais érige différents comportements en autant d'infractions indépendantes, chaque acte, même répété, constituant une infraction distincte (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 p. 39 ; ATF 133 IV 187 consid. 3.2 p. 193 ; arrêts du Tribunal fédéral 228/2018 du 22 août 2018 consid. 4.1 ; 6B_1335/2016 du 5 septembre 2017 consid. 2.2 ; 6B_474/2016 du 6 février 2017 consid. 3.1). 3.1.2. Selon la jurisprudence, celui qui met son logement à la disposition d'autrui, afin d'y dissimuler des stupéfiants, ne fait pas que tolérer d'une manière passive le dépôt de ceux-ci, aussi n'agit-il pas seulement en qualité de complice mais, en raison de son comportement actif, il se rend également coupable de possession sans droit de stupéfiants en tant qu'auteur indépendant. Tel est notamment le cas de celui qui offre à un trafiquant les locaux où celui-ci peut cacher la drogue (ATF 119 IV 266 consid. 3c). Selon l'art. 19 ch. 2 let. a LStup, le cas est grave lorsque l'auteur sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes.”
“mit Hinweisen). Für den unbefugten Besitz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 Bst. d BetmG kommt es nicht auf eine irgendwie geartete Sachherrschaft an, sondern auf die faktische Möglichkeit des Täters, die betreffenden Betäubungsmittel in den Verkehr zu bringen (vgl. Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl., Zürich 2016, N. 68 f. zu Art. 19 BetmG). Bei Betäubungsmitteln innerhalb der eigenen Herrschaftssphäre z.B. Wohnräumlichkeiten, deren Vorhandensein jederzeit festgestellt werden kann, genügt ein entsprechender Herrschaftswille, um die Annahme des Besitzes zu bejahen. Dementsprechend duldet derjenige, der einem anderen für das Verstecken von Betäubungsmitteln seine Wohnräumlichkeiten zur Verfügung stellt, nicht nur bloss passiv deren Hinterlegung und ist folglich nicht nur Gehilfe, sondern macht sich selbständig, durch aktives Tun wegen unbefugten Besitzes von Betäubungsmitteln strafbar (Hug-Beeli, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 1. Aufl. 2016, Basel 2016, N. 578 zu Art. 19 BetmG). Die Beweiswürdigung ergab, dass in der Wohnung des Beschuldigten”
Im Rahmen von Verfahren nach Art. 19 Abs. 4 LStup können forensische Analysen und einschlägige Umrechnungsraten herangezogen werden, um die dem Angeklagten im Inland zurechenbare Menge (z. B. die Reinmasse von Betäubungsmitteln) zu beziffern.
“En l’occurrence, aucun élément ne justifie de s’écarter des tabelles de la Société suisse de médecine légale s’agissant des quantités de drogue qui n’ont pas pu être saisies ni analysées, de sorte que c’est un taux de 77,3 % qui sera retenu, soit 38 kg de cocaïne pure. Pour la drogue saisie dans le logement de Prilly occupé par les appelants au cas 10 de l’acte d’accusation, soit 1'032,8 g de cocaïne, il faut retenir 715,1 g de cocaïne pure sur la base des analyses réalisées par l’Ecole des sciences criminelles. En définitive, c’est une quantité totale de 42,715 kg (4 kg + 38 kg + 715,1 g) de cocaïne pure qu’il y a lieu de retenir et d’imputer aux appelants. Il s’agit donc incontestablement d’un cas grave au sens de l’art. 19 al. 2 let. a LStup (ATF 145 IV 312 consid. 2.1.1 ; ATF 138 IV 100 consid. 3.2 ; ATF 109 IV 143 consid. 3b ; TF 6B_281/2022 du 8 juin 2022 consid. 1.2). 9. 9.1 Les appelants soutiennent qu’une partie des faits qui leur sont reprochés violerait le principe d’extranéité en ne respectant pas les conditions de l’art. 19 al. 4 LStup. L’appelant O.________ soutient ainsi que les faits qui lui sont reprochés aux cas 3 et 7 de l’acte d’accusation n’auraient pas été commis en Suisse et ne s’y seraient pas non plus matérialisés par des résultats. L’appelant I.________ argue quant à lui que lors des faits qui se sont déroulés avant le 21 juillet 2022, puis entre le 8 août et le 13 septembre 2022 (cas 1.6 et 2 à 8) il se trouvait à l’étranger, le plus souvent aux Pays-Bas, pays dans lequel il avait alors sa résidence habituelle, et exceptionnellement en Espagne. 9.2 Conformément à l'art. 19 al. 4 LStup, l'auteur d'une infraction commise à l'étranger, appréhendé en Suisse et qui n'est pas extradé, est passible des peines prévues aux al. 1 et 2 si l'acte est réprimé dans le pays où il l'a perpétré ; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal.”
Wenn der Täter mehrere in Art. 19 BetmG genannte Handlungen vornimmt, gelten diese ohne Anwendung der Konkurrenzregeln als eine einzige Tat. Massgeblich für die Einordnung (Abs. 1 oder Abs. 2) ist die Gesamtmenge der Betäubungsmittel.
“g) En matière d’infractions à l’article 19 LStup, dès que le prévenu accomplit l’un des actes visés par cette disposition, il est l’auteur de l’infraction, une participation à un autre titre, telle une complicité, n’entrant pas en ligne de compte (ATF 133 IV 187 cons. 3.2 p. 193). La LStup ne laisse une place à la complicité que lorsque l’assistance porte sur l’acte d’un autre, présente un caractère accessoire et ne constitue pas en elle-même une infraction définie comme telle expressément par la loi, c’est-à-dire qu’elle ne tombe pas non plus sous le coup de l’article 19 ch. 1 al. 6 aLStup ou de l’article 19 al. 1 let. g LStup (ATF 115 IV 59 cons. 3 p. 61 ; arrêt du TF du 14.10.2008 [6B_635/2008] cons. 5). Tel est par exemple le cas de celui qui met à disposition un véhicule pour le transport de stupéfiants ou qui aménage une cachette à cette fin dans un véhicule. Le complice doit favoriser intentionnellement la commission de l’acte punissable par autrui, ce qui suppose qu’il connaisse, au moins dans les grandes lignes, l’infraction principale projetée (Corboz, op. cit., n°137 ad art. 19 LStup). h) Si l’auteur a accompli plusieurs des actes énumérés à l’article 19 al. 1 LStup, on considère, sans appliquer les règles sur le concours, qu’il s’agit d’une seule infraction, jugée en application de l’alinéa premier ou second de l’article 19 LStup, selon que la quantité globale de drogue en cause est ou non de nature à mettre en danger la santé de nombreuses personnes (ATF 110 IV 99 cons. 3 p. 100/101 ; Corboz, op. cit., n°145 ad art. 19 LStup). 6. En l’occurrence, X.________ et A.________ ont déployé en assez peu de temps un trafic de cocaïne d’assez grande ampleur par comparaison à ce qui a pu être observé dans la région jusqu’à ce jour. L’activité criminelle des prévenus telle que décrite dans l’acte d’accusation comprend plusieurs volets ayant trait à l’approvisionnement (les nombreuses acquisitions, y compris à l’étranger [le voyage en Hollande de Client_1 et les deux effectués par Client_2], le tout représentant plus de deux kilos de cocaïne), au conditionnement (la confection de pochons par les prévenus, Cliente_2 et Client_3), à l’entreposage de la drogue (chez Client_3 ou en des lieux dont les prévenus avaient la maîtrise comme par exemple dans la smart que conduisait X.”
Sind mehrere tatbestandsmässige Handlungen bloss verschiedene Entwicklungsstufen derselben deliktischen Tätigkeit und beziehen sie sich auf dieselbe individualisierte Drogenart und -menge, genügt für den Schuldspruch, wenn eine solche Handlung erwiesen ist; eine Doppelbestrafung für verschiedene Handlungen mit denselben bestimmt umgrenzten Betäubungsmitteln ist unzulässig.
“Betreffend Reinheitsgehalt ist festzustellen, dass das veräusserte Kokain nicht sichergestellt und naturgemäss nicht auf dessen Reinheitsgehalt untersucht werden konnte. Mit Verweis auf die Ausführungen zur Bestimmung des Reinheitsgehaltes von nicht sichergestellten Betäubungsmittel (E. 11.2.4 oben) wird erneut auf die Betäubungsmittelstatistik der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin des Jahres 2017 abgestellt. Für die Verkaufsmenge von 5 Gramm Kokaingemisch ergibt sich ein durchschnittlicher Reinheitsgehalt von 59%. Es resultiert somit eine Gesamtmenge von 2.9 Gramm reinem Kokain, welche der Beschuldigte im Zeitraum vom 21. Juni 2017 bis 5. August 2017 an Z.________ verkaufte (5 Gramm Kokaingemisch bei einem Reinheitsgehalt von 59%). 11.4 Beweisfazit Beweismässig ist erstellt, dass der Beschuldigte in der Zeit vom Mai 2017 bis zum 16. November 2017 insgesamt 14.1 Gramm reines Kokain an C.________ sowie in der Zeit vom 21. Juni 2017 bis 5. August 2017 insgesamt 2.9 Gramm reines Kokain an Z.________ verkaufte. III. Rechtliche Würdigung 12. Allgemeines 12.1 Strafbarkeit nach Art. 19 BetmG Der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz nach Art. 19 Abs. 1 BetmG macht sich unter anderem strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt befördert (Bst. b), unbefugt veräussert oder auf andere Weise einem anderen verschafft (Bst. c) sowie unbefugt besitzt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt (Bst. d). Der Grundtatbestand von Art. 19 Abs. 1 Bst. a-g umfasst beinahe alle denkbaren Formen einer Beteiligung am illegalen Drogenhandel, vom Stadium der Herstellung bis hin zur Abgabe des Stoffes an den Konsumenten. Weil es sich bei den einzelnen Tathandlungen lediglich um verschiedene Entwicklungsstufen derselben deliktischen Tätigkeit handelt, genügt es für einen Schuldspruch, wenn von mehreren tatbestandsmässigen Handlungen, die sich jeweils auf die gleiche individualisierte Drogenart und -menge beziehen, eine Handlung tatsächlich erwiesen ist. Es darf daher keine Doppelbestrafung für verschiedene Handlungen mit denselben bestimmt umgrenzten Betäubungsmitteln geben (Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz [BetmG]: Kommentar zum Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe vom 3.”
Gemäss Praxis und forensischer Expertise wird für Methamphetamin‑HCl ein Richtwert von ca. 12 g reinem Wirkstoff genannt; Mengen deutlich über diesem Richtwert können nach der Rechtsprechung als geeignet erachtet werden, die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr zu bringen und damit eine mengenmässige Qualifikation im Sinne von Art. 19 Abs. 1 (i.V.m. Abs. 2 lit. a) BetmG zu begründen.
“a BetmG gemäss Bundesgericht bei 36 Gramm liegt (BGE 113 IV 32), wirke Methamphet- amin etwa doppelt so stark auf das Herz-Kreislauf-System und berge ein höheres Suchtpotential. Gemäss früheren Erhebungen des "Institut universitaire de méde- cine légale" in Lausanne sei Methamphetamin zudem als mindestens so gefährlich zu erachten wie Kokain. Aufgrund des konkreten Vergleichs mit Kokain und Am- phetamin empfehle es sich, die Substanzmenge für Methamphetamin, die die Ge- sundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann, auf 12 Gramm Methamphet- amin-Hydrochlorid festzulegen (https://sgrm.ch/inhalte/Forensische-Chemie-und- Toxikologie/gutachten_methamphetamin_jun2010_06.pdf). Dies überzeugt nach wie vor. - 14 - Aufgrund des erstellten Sachverhalts, wonach der Hauptteil des eingeführten Me- thamphetamins für die Weitergabe an Dritte bestimmt war, ist die rechtliche Würdi- gung durch die Vorinstanz weitgehend zu bestätigen. Entgegen der Vorinstanz kann im Verhalten des Beschuldigten jedoch kein Anstaltentreffen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG erkannt werden. Nach Auffassung der Vorinstanz ent- spreche die vom Beschuldigten eingeführte Menge rund 4'728 bis 59'100 Konsu- meinheiten und sei eine derart grosse Menge offensichtlich nicht mehr für den blos- sen Eigenkonsum bestimmt, sondern für die Weitergabe an Drittpersonen, weshalb der Beschuldigte Anstalten zu Widerhandlungen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG getroffen habe (Urk. 43 S. 20 f. u. S. 23). Anstalten im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG sind nur gegeben, wenn sich der Entschluss des Täters in bestimmten Handlungen äussert; mithin kann von Vorbereitungshandlungen qualifizierter Art gesprochen werden (BGE 117 IV 309 E 1a; HUG-BEELI, BetmG-Komm, Art. 19 N 793). Die strafbaren Handlungen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG werden durch die Tathandlungen der lit. a–f von Art. 19 Abs. 1 BetmG konsumiert. Wer bspw. strafbare Anstalten zur Drogeneinfuhr unternimmt und anschliessend den Stoff auch in die Schweiz einführt, wird lediglich nach Art.”
“Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (Qualifizierte Menge) Gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG macht sich schuldig, wer weiss oder annehmen muss, dass eine von ihm begangene Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Der Gesetzgeber überlässt die Beantwortung der Frage, welche Menge es braucht, um eine derartige Gesundheitsgefahr hervorzurufen, der Rechtsprechung. Das Bundesgericht hat sich bisher nicht auf einen genauen Grenzwert für Methamphetamin festgelegt, jedoch erachtet es den von der Sektion Forensische Chemie und Toxikologie der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin empfohlenen Grenzwert von 12 Gramm reinem Methamphetamin-Hydrochlorid als angemessen (BGer 6B_504/2019 E. 2.2 und 2.3; Hug-Beeli, BetmG-Komm, 1. Aufl., 2015, Art. 19 N 929 f). Aufgrund des Beweisergebnisses ist erstellt, dass alle vier Beschuldigten über einen längeren Zeitraum hinweg Handel mit Crystal Meth betrieben haben. A____ sind 1'691.2 Gramm, G____ 540 Gramm, E____ 260 Gramm und C____ 575 Gramm (Anklage-Ziffer 2.3.1) sowie 160 Gramm (Anklage-Ziffer Ziffer 3) Crystal Meth nachweisbar. Im Ergebnis ist somit festzustellen, dass alle vier Beschuldigten mit einer Menge an Crystal Meth gehandelt haben, welche massiv über dem Grenzwert zur mengenmässigen Qualifikation liegt und somit des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art.”
“Gramm Methamphetamin willkürfrei fest, dass eine Menge von deutlich mehr als 12 Gramm zur Weitergabe an Dritte bestimmt war. Ferner rügt der Beschwerdeführer, mangels entsprechender Untersuchungen sei völlig unklar, in welcher Form, wem und welche Menge durch den Beschwerdeführer hätten abgegeben werden sollen. Die Vorinstanz hielt fest, es seien keine qualifizierten Vorbereitungshandlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG zu erkennen und verurteilte den Beschwerdeführer nicht (wie noch die erste Instanz) wegen Anstaltentreffen zur Veräusserung (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG) sondern wegen unbefugtem Einführen (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG). Die Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (oben E. 1.2.1). Anders als in dem vom Beschwerdeführer angerufenen Urteil 6B_1239/2023 vom 22. Januar 2024 E. 1.3.1 liegen vorliegend keine Umstände vor, aufgrund derer davon auszugehen wäre, dass der Beschwerdeführer in Anbetracht des Eigenkonsums den Schwellenwert für die Annahme eines schweren Falles nicht erreicht hätte. Schliesslich weist der Beschwerdeführer auf das Urteil 6B_17/2022 vom 18. März 2024 E. 1.6.2.5 (zur Publikation vorgesehen) hin, wonach die Qualifizierung von Art. 19 Abs. 2 BetmG auf nicht abhängige Profiteure des Drogenschwarzmarkts abzielt, weswegen abhängige Kleinhändler nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG milder bestraft werden können. Weswegen die Vorinstanz vorliegend in willkürlicher Weise von der Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen ausgegangen ist, ergibt sich daraus indes nicht.”
Bestimmte unterstützende Handlungen können bereits eine Verantwortlichkeit nach Art. 19 Abs. 1 BetmG begründen. Dazu gehören insbesondere das verdeckte Einsetzen Dritter als vorgespielte Auftraggeber oder Frontpersonen sowie die verdeckte Auftraggeberschaft; ferner kann stellvertretendes Handeln für einen abwesenden Mitwirkenden zur Verantwortlichkeit führen. Solche qualifizierten Unterstützungsakte fallen überwiegend unter die in Art. 19 Abs. 1 erfassten Tatbestände bzw. unter lit. g (Vorbereitungs-/Massnahmencharakter).
“Die Vorinstanz hat den Beschuldigten wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG sowie Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG verurteilt. Zur Begründung haben die Vorderrichter ausgeführt, es sei ohne Zweifel davon auszugehen, dass A. betreffend die zweite Einhausung als tatsächlicher Auftraggeber fungiert habe, wobei er die persönliche Nähe zu einer Baufirma genutzt habe, was ihm ermöglicht habe, D. als offiziellen Auftraggeber vorzuschieben, auf Rechnung arbeiten zu lassen, eine professionellere Anlage errichten zu lassen als die erste Einhausung, selbst auf der Baustelle aufzutreten, um Fragen zur konkreten Bauausführung zu beantworten und das Ganze nach aussen hin unverdächtig erscheinen zu lassen. Der Zweck der zweiten Einhausung sei A. zweifelsohne bekannt gewesen, weshalb er sich spätestens zum Zeitpunkt der Beauftragung der Firma E. GmbH den ursprünglichen Tatentschluss zum Betrieb einer Hanfindooranlage mit THChaltigen und für den verbotenen Verkauf bestimmte Pflanzen zu eigen gemacht und mit der Erweiterung der Anlage eine tragende Rolle gespielt habe.”
“Subsumtion Auch für die Subsumtion kann vorab auf die zutreffenden Ausführungen in der vorinstanzlichen Urteilsbegründung verwiesen werden (pag. 1120, S. 50 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). Das Beweisergebnis hat ergeben, dass der Beschuldigte in der Zeit vom 1. Januar 2018 bis am 25. Juni 2019 gemeinsam mit D.________ eine Menge von rund 2'036 Gramm Kokaingemisch bzw. rund 1’200 Gramm reinen Kokains (Reinheitsgehalt von 59%) an unbekannte Abnehmer veräusserte. Damit erfüllte er den objektiven Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG. Objektiv ebenso erfüllt ist sodann Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG: Indem der Beschuldigte gemeinsam mit D.________ für eine Menge von 886,4 Gramm Kokaingemisch, ausmachend 607,8 Gramm reinen Kokains, Anstalten zur Veräusserung traf, erfüllte er auch diesen Tatbestand. Die subjektiven Tatbestandsmerkmale sind ebenfalls erfüllt. Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich, mithin mit Wissen und Willen. Zur Qualifikation ist festzuhalten, dass die Gesamtmenge von insgesamt 1'807,8 Gramm reinen Kokains den durch die bundesgerichtliche Rechtsprechung festgelegten Grenzwert von 18 Gramm um das 100-fache überschreitet und damit ohne Weiteres die Anforderungen an die mengenmässige Qualifikation gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG erfüllt. Gemäss dem als erwiesen erachteten Sachverhalt arbeiteten der Beschuldigte und D.________ bei gemeinsamer Anwesenheit in E.________ betreffend Kokainhandel zusammen. Sodann betrieb der jeweils alleine in der Schweiz Anwesende den Handel mit Kokain auch stellvertretend für den Abwesenden.”
“Il est violé lorsque le juge rend un verdict de culpabilité au seul motif que l'accusé n'a pas prouvé son innocence ; lorsqu'il résulte du jugement que, pour être parti de la fausse prémisse qu'il incombait à l'accusé de prouver son innocence, le juge l'a condamné parce qu'il n'avait pas apporté cette preuve (ATF 127 I 38 consid. 2a p. 40 et les arrêts cités) ou encore lorsque le juge condamne le prévenu au seul motif que sa culpabilité est plus vraisemblable que son innocence (arrêts du Tribunal fédéral 6B_1145/2014 du 26 novembre 2015 consid. 1.2 et 6B_748/2009 du 2 novembre 2009 consid. 2.1). Comme règle d'appréciation des preuves, la présomption d'innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait. Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.3). 3.2.1.1. L'art. 19 al. 1 LStup réprime celui qui, sans droit, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b) ; celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ; celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d) ; finance le trafic illicite de stupéfiants ou sert d'intermédiaire pour son financement (let. e) ; enfin, celui qui prend des mesures aux fins de commettre une des infractions visées aux let. a à f (let. g). L'art. 19 al. 1 let. g LStup vise tant la tentative que les actes préparatoires qualifiés qu'il tient pour aussi répréhensibles que les comportements énumérés aux let. a à f. Ne peut prendre des mesures au sens de l'art. 19 al. 1 let. g Lstup que celui qui projette d'accomplir l'un des actes énumérés à l'art. 19 al. 1 let. a à f Lstup en qualité d'auteur ou de coauteur avec d'autres personnes. Dès que l'auteur a accompli l'un des actes punissables par l'art.”
Werden bei einer nach Art. 246 ff. StPO angeordneten Durchsuchung Chatnachrichten auf einem Mobiltelefon aufgefunden, können diese Unterlagen als vom Durchsuchungsbefehl erfasste Verstösse nach Art. 19 Abs. 1 BetmG gelten, sofern die im Durchsuchungsbefehl dargelegten Verdachtsgründe (z. B. mengenmässig qualifizierter Betäubungsmittelverdacht) diese Sachverhalte abdecken. Die Quelle stellt ferner klar, dass auch Zufallsfunde unter solchen Voraussetzungen häufig verwertbar sind, wobei die Verwertbarkeit davon abhängt, ob die Zwangsmassnahme auch für das neu entdeckte Delikt hätte angeordnet werden dürfen.
“Juni 2019 wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (evtl. Gehilfenschaft dazu) eröffnet (pag. 3). Gleichentags wurde durch die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland aufgrund des Verdachts auf Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz gestützt auf Art. 246 ff. StPO eine Durchsuchung des Mobiltelefons H.________ (IMEI ________) sowie des Mobiltelefons ________ (IMEI ________) angeordnet (pag. 262 f.). Im Mobiltelefon H.________ wurde sodann ein Chatverlauf sichergestellt, welchem zu entnehmen war, dass der Beschuldigte und C.________ sich am 22. Juni 2019 über «weed» unterhalten haben (pag. 162 ff.). Unter Berücksichtigung des Durchsuchungsbefehls vom 26. Juni 2019 und die dort vorgetragenen Gründe für die Untersuchung, mithin dem «Verdacht auf Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mengenmässig qualifiziert», ist bereits fraglich, ob es sich bei den Chatnachrichten überhaupt um Zufallsfunde im Sinne von Art. 243 StPO handelt. Die daraus ersichtlichen Zuwiderhandlungen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sind vom Durchsuchungsbefehl und den darin festgehaltenen Verdachtsgründen klar miterfasst (vgl. analog dazu Urteil des Bundesgerichts 6B_1197/2019 vom 5. Mai 2020, E. 4.3). Aus diesem Grund wurde durch die Staatsanwaltschaft nach Auffinden dieser Chatnachrichten denn auch die Untersuchung nicht ausgedehnt, zumal diese bereits wegen Widerhandlungen nach Art. 19 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a BetmG eröffnet worden war. Selbst wenn es sich um einen Zufallsfund handeln sollte, ist denn auch das Vorbringen der Verteidigung, wonach es sich hinsichtlich des Verdachts des angeblichen Beschaffens bzw. Organisierens von (wenig) Haschisch um eine einfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz handle, welche im Vergleich zum Vorwurf der qualifizierten Widerhandlung sehr untergeordnet sei, nicht stichhaltig (pag. 650 f.). Ob ein Zufallsfund verwertbar ist oder nicht, hängt unter anderem davon ab, ob die Zwangsmassnahme auch für das neu entdeckte Delikt hätte angeordnet werden dürfen. Indessen kennen die Untersuchungen und Durchsuchungen keine Einschränkung auf Verbrechen oder Vergehen und sind somit auch bei Übertretungen zulässig (Diego R.”
“Juni 2019 wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (evtl. Gehilfenschaft dazu) eröffnet (pag. 3). Gleichentags wurde durch die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland aufgrund des Verdachts auf Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz gestützt auf Art. 246 ff. StPO eine Durchsuchung des Mobiltelefons H.________ (IMEI ________) sowie des Mobiltelefons ________ (IMEI ________) angeordnet (pag. 262 f.). Im Mobiltelefon H.________ wurde sodann ein Chatverlauf sichergestellt, welchem zu entnehmen war, dass der Beschuldigte und C.________ sich am 22. Juni 2019 über «weed» unterhalten haben (pag. 162 ff.). Unter Berücksichtigung des Durchsuchungsbefehls vom 26. Juni 2019 und die dort vorgetragenen Gründe für die Untersuchung, mithin dem «Verdacht auf Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mengenmässig qualifiziert», ist bereits fraglich, ob es sich bei den Chatnachrichten überhaupt um Zufallsfunde im Sinne von Art. 243 StPO handelt. Die daraus ersichtlichen Zuwiderhandlungen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sind vom Durchsuchungsbefehl und den darin festgehaltenen Verdachtsgründen klar miterfasst (vgl. analog dazu Urteil des Bundesgerichts 6B_1197/2019 vom 5. Mai 2020, E. 4.3). Aus diesem Grund wurde durch die Staatsanwaltschaft nach Auffinden dieser Chatnachrichten denn auch die Untersuchung nicht ausgedehnt, zumal diese bereits wegen Widerhandlungen nach Art. 19 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a BetmG eröffnet worden war. Selbst wenn es sich um einen Zufallsfund handeln sollte, ist denn auch das Vorbringen der Verteidigung, wonach es sich hinsichtlich des Verdachts des angeblichen Beschaffens bzw. Organisierens von (wenig) Haschisch um eine einfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz handle, welche im Vergleich zum Vorwurf der qualifizierten Widerhandlung sehr untergeordnet sei, nicht stichhaltig (pag. 650 f.). Ob ein Zufallsfund verwertbar ist oder nicht, hängt unter anderem davon ab, ob die Zwangsmassnahme auch für das neu entdeckte Delikt hätte angeordnet werden dürfen. Indessen kennen die Untersuchungen und Durchsuchungen keine Einschränkung auf Verbrechen oder Vergehen und sind somit auch bei Übertretungen zulässig (Diego R.”
Auch untergeordnete oder rein arbeitsteilige Beiträge können eine Mitgliedschaft in einer Bande begründen. Es reicht, dass nach der Bandenabrede Aufgaben wahrgenommen werden, die zwar gehilflich erscheinen, aber zum Zusammenhalt und zur Verwirklichung des Bandenzwecks beitragen. Innerhalb einer Bande sind Abstufungen und Rangordnungen möglich; eine gleichrangige Eingliederung aller Beteiligten oder eine umfassende Kenntnis aller Aktivitäten untereinander ist nicht erforderlich.
“Die Beteiligung an einer Bande lässt vielmehr ohne Weiteres Abstufungen nach dem Grad der Tatinteressen und des Einflusses auf die Tat zu, so dass auch in einer Bande eine Rangordnung der Mitglieder bestehen kann. Mitglied einer Bande kann auch sein, wem nach der Bandenabrede nur Aufgaben zufallen, die sich bei wertender Betrachtung als Gehilfentätigkeit darstellen. Gerade bei einem bandenmässig verübten Betäubungsmitteldelikt haben die jeweiligen Bandenmitglieder recht unterschiedliche Tatbeiträge zu leisten. Dabei ist besonders im Auge zu behalten, dass der Drogenhandel sich durch gewisse Besonderheiten und Eigentümlichkeiten auszeichnet, weil er zu den eigentlichen arbeitsteiligen Geschäften gehört, z. B. Aufgabe oder Annahme von Bestellungen, Lieferungen, Kurierfahrten, Geldübergabe etc. Die Mitglieder einer Bande erbringen als Mittäter oder Gehilfen in unterschiedlicher Weise ihre Tatbeiträge und tragen dabei aber trotzdem in gleicher Weise zum Zusammenhalt der Bande und zur Verwirklichung des Bandenzweckes bei (zum Ganzen: Hug-Beeli, in: Betäubungsmittelgesetz, 2016, Rz. 1075 und 1081 zu Art. 19 BetmG). Selbst wenn der Beschwerdeführer also eine untergeordnete Rolle innehatte und Anweisungen der Gebrüder M., N. und O.________ annehmen und ausführen musste, wäre von einer bandenmässigen Tatbegehung ausgegangen.”
“Die Beteiligung an einer Bande lässt vielmehr ohne Weiteres Abstufungen nach dem Grad der Tatinteressen und des Einflusses auf die Tat zu, so dass auch in einer Bande eine Rangordnung der Mitglieder bestehen kann. Mitglied einer Bande kann auch sein, wem nach der Bandenabrede nur Aufgaben zufallen, die sich bei wertender Betrachtung als Gehilfentätigkeit darstellen. Gerade bei einem bandenmässig verübten Betäubungsmitteldelikt haben die jeweiligen Bandenmitglieder recht unterschiedliche Tatbeiträge zu leisten (Hug-Beeli, in: Basler Kommentar, 1. Aufl. 2016, Art. 19 BetmG N 1075). Es ist sodann entgegen der Auffassung des Berufungsbeklagten auch nicht notwendig, dass die Bandenmitglieder ständig zusammenwirken. Vielmehr ist gerade für den bandenmässigen Drogenhandel geradezu typisch, dass konkrete Aktivitäten wie Bestellungen, Lieferungen, Kurierfahrten, Geldübergaben und vielfältige Handlungen zur Koordination der Beteiligten nur von Einzelpersonen durchgeführt werden, damit das Risiko vermindert und ökonomisch vorgegangen werden kann (Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 BetmG N 1076). Ob zwischen den Bandenmitgliedern besondere persönliche Beziehungen bestehen oder nicht, ist für den Begriff der Bande unerheblich. Ebenso wenig ist es erforderlich, dass sämtliche Bandenmitglieder sich untereinander kennen, oder dass jedes einzelne Mitglied der Bande konkrete Kenntnis von allen Aktivitäten anderer oder gar sämtlicher Beteiligter hat. Es reicht aus, wenn der Täter den Willen hat, mit einer anderen Person künftig Betäubungsmitteldelikte zu begehen. Gerade im internationalen Drogenhandel wird besonders darauf geachtet, dass die Bandenmitglieder möglichst anonym bleiben, damit bei einer Festnahme eines Mitgliedes dieses gar nicht in der Lage ist, Auskunft über die Bandenstruktur und die Bandenmitglieder zu geben (Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 BetmG N 1077, mit Hinweisen).”
“________, leur degré d’organisation et l’intensité de leur collaboration sont suffisants pour que la circonstance aggravante de la bande soit retenue, quand bien même la coordination n’exigeait pas un raffinement particulier et les rôles respectifs ne se distinguaient pas par une hiérarchie compliquée. En outre, au vu de la durée (près de quatre ans) et de l’intensité du trafic (l’adresse étant bien connue des consommateurs et la police ayant notamment constaté la visite de 20 personnes durant une perquisition d’une heure et demie), il ne peut qu’être retenu que ce dernier était exercé de manière systématique, à la manière d’un magasin. À ce propos, en réponse à la plaidoirie de la défense, il est souligné que la bande se distingue principalement de la simple coaction par l’intensité et la durée de la collaboration, ainsi que par le but commun poursuivi ; une répartition des rôles stricte ou un degré d’organisation particulier n’étant à ce titre pas indispensable (Gustav Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz, Kommentar, 2016, no 1081 ad art. 19 LStup). Or, ces critères sont précisément remplis dans le cas d’espèce. En outre, au vu du fait que le trafic avait lieu dans l’appartement du prévenu lui‑même, ainsi que du soin pris par les autres membres de la bande (en particulier L.________ et R.________) pour protéger ce dernier, il n’y a pas lieu de douter que le prévenu était le membre le plus important de celle-ci, étant rappelé que lui et Q.________ ont été reconnus par de nombreux consommateurs comme étant les dealers principaux de l’adresse. En outre, comme relevé par l’instance précédente, au vu de la situation financière précaire de Q.________ (qui ressort notamment des déclarations de ce dernier ; dossier PEN 19 262 p. 651 l. 40-44), il est certain que le prévenu était la personne chargée de fournir la marchandise. Il mettait par ailleurs à disposition les locaux. Il était en outre seul titulaire du bail et avait le contrôle sur les clefs, de sorte qu’il avait un pouvoir total sur la poursuite du trafic à cette adresse. Il était d’ailleurs le membre le plus âgé de la bande et était au bénéfice d’un permis d’établissement, alors que ses acolytes étaient en situation de séjour illégal.”
Die Rechtsprechung grenzt den Tatbestand des «Anstaltentreffens» eng: zu ahnden sind nur Fälle, in denen das Verhalten nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt; so soll vermieden werden, allein die Gesinnung zu bestrafen.
“Nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG macht sich strafbar, wer zu einer Wiederhandlung nach den Buchstaben a bis f Anstalten trifft. Damit werden sowohl der Versuch im Sinne von Art. 22 StGB wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen erfasst und zu selbständigen Taten mit derselben Strafdrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen aufgewertet (BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 102 f.; 133 IV 187 E. 3.2 S. 193; 130 IV 131 E. 2.1 S. 135; je mit Hinweisen). Zwar umfasst der Begriff des Anstaltentreffens eine Vielzahl nicht näher umschriebener Vorbereitungshandlungen, was mitunter zu Schwierigkeiten in der Anwendung der Bestimmung führt. Die Rechtsprechung hat diesen Tatbestand indessen eingegrenzt, um der Gefahr zu entgehen, allein die Gesinnung zum Gegenstand der Strafverfolgung zu erheben. Zu ahnden sind demnach nur Fälle, in denen das Verhalten nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äussern Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt (BGE 138 IV 100 E. 3.”
“Die Rechtsprechung hat diesen Tatbestand indessen eingegrenzt, um der Gefahr zu entgehen, allein die Gesinnung zum Gegenstand der Strafverfolgung zu erheben. Zu ahnden sind demnach nur Fälle, in denen das Verhalten nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äussern Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt (BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 103; 117 IV 309 E. 1d S. 313; je mit Hinweisen). Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Täter sich mit der Absicht des Erwerbs von Betäubungsmitteln nach Bezugsquellen erkundigt (BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 103; 117 IV 309 E. 1a S. 310 f. und E. 1d S. 312 f.; je mit Hinweisen). In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand voraus, dass der Täter Anstalten zu einer der in Art. 19 Abs. 1 lit. a bis f BetmG genannten Straftaten vorsätzlich getroffen hat. Der Beschluss zur Begehung einer solchen Tat braucht allerdings kein endgültiger zu sein. Auch wer sich vorbehält, beim Auftreten entsprechender Hindernisse von seinem Vorhaben Abstand zu nehmen, kann gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG Anstalten treffen (BGE 117 IV 309 E. 1e S. 313; Urteil 6B_632/2018 vom 21. August 2018 E. 1.1.1).”
“Der Tatbestand des Anstaltentreffens ist in Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG aufgeführt. Gemäss BGE 138 IV 100 E. 3.2 erfasst das Anstaltentreffen sowohl den Versuch im Sinne von Art. 22 StGB wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen und wertet sie zu selbständigen Taten mit derselben Strafdrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen auf (BGE 133 IV 187 E. 3.2 mit Hinweisen). Die Rechtsprechung hat den Begriff des Anstaltentreffens eingegrenzt. Zu ahnden sind nur Fälle, in denen das Verhalten des Täters nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich jemand mit der Absicht des Erwerbs von Betäubungsmitteln nach Bezugsquellen erkundigt (BGE 117 IV 309 E. 1a S. 310 f. und E. 1d S. 312 f. mit Hinweisen). Auch die telefonische Vereinbarung einer Zusammenkunft an einem bestimmten Ort, damit Betäubungsmittel zu Testzwecken überbracht werden können, stellt ein Anstaltentreffen (etwa zum Kauf oder Verkauf) dar (Urteile 6B_518/2014 vom 4.”
“Zwar umfasst der Begriff des Anstalten Treffens eine Vielzahl nicht näher umschriebener Vorberei- tungshandlungen, was mitunter zu Schwierigkeiten in der Anwendung der Be- stimmung führt. Die Rechtsprechung hat diesen Tatbestand indessen einge- grenzt, um der Gefahr zu entgehen, allein die Gesinnung zum Gegenstand der Strafverfolgung zu erheben. Zu ahnden sind demnach nur Fälle, in denen das Verhalten nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erken- nen lässt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Täter sich mit der Absicht des Erwerbs von Betäubungsmitteln nach Bezugsquellen erkundigt. In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand voraus, dass der Täter Anstalten zu einer der in Art. 19 Abs. 1 lit. a bis f BetmG genannten Straftaten vorsätzlich getroffen hat. Der Entschluss zur Begehung einer solchen Tat braucht allerdings kein endgültiger zu sein. Auch wer sich vorbehält, beim Auftreten entsprechender Hindernisse von seinem Vorhaben Abstand zu nehmen, kann gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG Anstalten treffen (BGer-Urteil 6B_632/2018 vom 21. August 2018 E. 1.1.1. m.w.H.). Der Versuch gilt als da begangen, wo der Täter ihn ausführt, und da, wo nach seiner Vorstellung der Erfolg hätte eintreten sollen (Art. 8 Abs. 2 StGB). Nachdem die Anklage dem Beschuldigten vorwirft, dass das Kokain in die Schweiz habe transportiert werden sollen, ist die Strafhoheit in der Schweiz ge- geben. Für eine Strafbarkeit nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG genügt es, dass die Einfuhr in die Schweiz geplant war.”
Transit und Export werden in Art. 19 Abs. 1 ausdrücklich als Tatbestandsvarianten genannt und sind damit vom Straftatbestand erfasst, sofern sie ohne Recht erfolgen.
“L'art. 19 al. 1 LStup rend punissable notamment celui qui, sans droit, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b), aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d).”
Nach der herrschenden Rechtsprechung werden bei der Beurteilung, ob eine Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 1 mengenmässig als schwer bzw. qualifiziert anzusehen ist, bei Betäubungsmittelgemischen die Mengen des reinen Wirkstoffs herangezogen. Als praxisrelevante Orientierungswerte gelten dabei insbesondere rund 18 g reines Kokain bzw. rund 12 g reines Heroin.
“Rechtliche Grundlagen Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt. Nach lit. d derselben Bestimmung macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist die Schwelle zu einem qualifizierten Fall überschritten und von einer Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen auszugehen, wenn ein Betäubungsmittelgemisch mindestens 18 Gramm reines Kokain oder mindestens 12 Gramm reines Heroin enthält (Urteil des Bundesgerichts 6B_1280/2022 vom 4.”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG macht sich unter anderem strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt lagert, versendet, befördert, einführt, ausführt oder durchführt (lit. b), oder wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt (lit. d). Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist die Schwelle zu einem qualifizierten Fall überschritten und von einer Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen (d.h. von mindestens 20 Personen) auszugehen, wenn ein Betäubungsmittelgemisch mindestens 18 Gramm reines Kokain enthält.”
“Aus dem Ergebnis der Urinuntersuchung und den widersprüchlichen und unglaubhaften Aussagen des Berufungsklägers folgt zweifelsfrei, dass er kein regelmässiger Heroinkonsument ist. Damit ergibt sich unter Berücksichtigung der Anhaltesituation des Berufungsklägers, dass das sichergestellte Heroin nicht für seinen Eigenkonsum, sondern für die Weitergabe an Dritte bestimmt war. An dieser Einschätzung vermag auch die durch den Berufungskläger beantragte Auswertung der Spuren an seiner Kleidung nichts zu ändern. So wäre ein positives Testresultat nicht als Beweis für den Eigenkonsum zu werten, liesse sich doch ein positives Ergebnis genauso gut mit dem Hantieren von Heroin und damit mit Vorbereitungen zum Verkauf bzw. zur Weitergabe an Dritte erklären. Aus einem negativen Resultat könnte allenfalls geschlossen werden, dass sein Tatbeitrag einzig im Transport bzw. der Weitergabe an Dritte bestand. Der Sachverhalt gemäss Anklageschrift ist damit erstellt. 3.2 3.2.1 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. Auf der subjektiven Seite ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei einer Heroinmenge von 12 Gramm vor, wobei die Menge des reinen Stoffs entscheidend ist (BGE 145 IV 312,”
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts gilt bei Kokain eine Menge von 18 Gramm des reinen Wirkstoffs als Schwelle, bei deren Erreichen von einer Gefährdung der Gesundheit «vielen Personen» (mindestens 20 Personen) ausgegangen werden kann. Trifft dies zu und wusste oder musste der Täter dies annehmen, ist der Tatbestand des schweren Falls nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG gegeben, was eine höhere Strafdrohung (Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr) bewirkt.
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG macht sich unter anderem strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem anderen verschafft oder in Verkehr bringt (lit. c), oder wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt (lit. d). Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist die Schwelle zu einem qualifizierten Fall überschritten und von einer Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen (d.h. von mindestens 20 Personen) auszugehen, wenn ein Betäubungsmittelgemisch mindestens 18 Gramm reines Kokain enthält.”
“und wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert oder auf andere Weise einem andern verschafft (lit. c). Eine qualifizierte Wider- handlung im Sinne von Absatz 2 der Bestimmung liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (lit. a). Kokain ist ein Betäubungsmittel im Sinne von Art. 2 lit. a BetmG und Art. 19 Abs. 1 BetmG (vgl. dazu auch VO des EDI über die Verzeichnisse der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe, Vorläuferstoffe und Hilfschemikalien vom 30. Mai 2011; Betäubungsmittelverzeichnisverordnung, BetmVV-EDI, SR 812.121.11). Präparate, welche Kokain enthalten, also etwa die vorliegenden Kokaingemische, fallen ebenfalls unter den Begriff der Betäubungs- mittel im Sinne von Art. 2 lit. a BetmG und Art. 19 Abs. 1 BetmG (vgl. auch Art. 2 lit. d BetmG). Bei Kokain geht das Bundesgericht in konstanter Praxis davon aus, dass bereits eine Menge von 18 Gramm genügt, um die Gesundheit vieler Men- schen (mindestens 20 Personen) in Gefahr zu bringen (BGE 122 IV 360, E. 2a; BGE 109 IV 145, E. 3a). Diese Gewichtsangabe bezieht sich auf den reinen Dro- genwirkstoff (vgl. BGE 111 IV 101 E. 2). Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts genügt Eventualvorsatz für die Tatbestandsmässigkeit eines Vorsatzdelikts (BGE 96 IV 99; BGE 99 IV 60; BGE 108 Ib 303). Er liegt dann vor, wenn der Täter den als möglich voraussehbaren Erfolg für den Fall seines Eintritts billigt, sich mit ihm abfindet oder ihn in Kauf nimmt (BGE 96 IV 100).”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt. Nach lit. d derselben Bestimmung macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist die Schwelle zu einem qualifizierten Fall überschritten und von einer Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen (d.h. von mindestens 20 Personen) auszugehen, wenn ein Betäubungsmittelgemisch mindestens 18 Gramm reines Kokain enthält. Erwirbt resp. besitzt der Täter Betäubungsmittel sowohl zum Zweck des Verkaufs als auch zum Eigenkonsum, darf die für den persönlichen Konsum bestimmte Menge für die Annahme eines schweren Falls im Sinne von Art.”
Jede wiederholte Handlung nach Art. 19 wird als selbständige Straftat qualifiziert; jeder einzelne Tatakt kann daher separat verfolgt werden. Wiederholte Drogendelikte können zudem migrationsrechtliche Folgen nach sich ziehen (z. B. Ausschaffung und Einreiseverbot), wie im in Quelle 0 dokumentierten Entscheid ersichtlich.
“L'art. 19 LStup ne réprime pas globalement le "trafic de stupéfiants", mais érige différents comportements en autant d'infractions indépendantes, chaque acte, même répété, constituant une infraction distincte (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3; 133 IV 187 consid. 3.2; arrêt 6B_1441/2019 du 30 mars 2020 consid. 3.1).”
“Le 28 janvier 2021, le commissaire de police a fait interdiction à M. A______ de pénétrer dans le canton de Genève pour une durée de douze mois. 6. M. A______ a violé cette mesure à réitérées reprises et a été condamné en conséquence tant par le Tribunal de police que par le Ministère public. 7. Par décision du 26 mai 2021, l'office cantonal de la population et des migrations (ci-après: l'OCPM) a prononcé son renvoi immédiat de Suisse, lui octroyant un délai de départ au 27 mai 2021. 8. Par décision du 4 février 2022, notifiée le 11 février 2022, le secrétariat d'Etat aux migrations (ci-après: le SEM) lui a fait interdiction d'entrer en Suisse jusqu'au 3 janvier 2025. 9. Le 24 novembre 2022, M. A______ a été interpellé par la police genevoise dans le quartier B______, après avoir été observé, en compagnie d'un tiers, prendre contact avec deux personnes, lesquelles ont reconnu qu'elles venaient de leur acheter trois "cailloux" de crack. Prévenu d’infractions à la LEI et à l’art. 19 LStup (trafic), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police. 10. Le jour même, après avoir été condamné par ordonnance pénale du Ministère public, il a fait l'objet d'une interdiction de pénétrer dans le canton de Genève prise à son encontre par le commissaire de police pour une durée de vingt-quatre mois. 11. Le 29 janvier 2024, l'intéressé, en possession d'un passeport sénégalais ainsi que d'un titre de séjour portugais, a été interpellé par les services de police genevois, dans le cadre d'une opération de lutte contre le trafic de stupéfiants. Il ressort du rapport d'arrestation que la police a observé l'intéressé en train d'effectuer un échange de main à la main avec un autre individu, lequel a mis en cause M. A______ pour lui avoir vendu un caillou de crack d'un poids de 0.9 gr brut. M. A______ a refusé de s'exprimer devant la police. 12. Prévenu d’infractions à la LEI et à l’art. 19 LStup (trafic), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police.”
Bei einem Reinheitsgehalt von etwa 33% erreichen einmalige Handlungen wie das Treffen von Anstalten zur Veräusserung nach den genannten Entscheiden in der Regel nicht allein die Grenze zum schweren bzw. qualifizierten Fall; es bleibt eine einzelfallabhängige Würdigung, wobei im konkreten Entscheid eine Ausnahme für die dort spezifizierte Teilziffer geprüft wurde.
“und Ziffer 3.2.n des Anklagesachverhalts A) und er traf einmalig Anstalten für eine Veräusserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG (Ziffer 3.2.m des Anklagesachverhalts A). Da diese Handlungen für sich alleine gesehen bei einem Reinheitsgehalt von 33.3% mit Ausnahme von Ziffer 3.2.m des Anklagesachverhalts A die Grenze zum schweren Fall nicht erreichen und in Bezug auf das Marihuana eine entsprechende Schwelle nicht besteht, ist der Be- schuldigte hierfür der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittel- - 27 - gesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG schuldig zu sprechen. In Bezug auf Ziffer 3.2.m des Anklagesachverhalts A wäre der Beschuldigte der qua- lifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen. Eine mengenmässig qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelge- setz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG kann selbst in der Form des Anstal- tentreffens nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG begangen werden (BGE 138 IV 100 E.”
“n des Anklagesachverhalts A) und er traf einmalig Anstalten für eine Veräusserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG (Ziffer 3.2.m des Anklagesachverhalts A). Da diese Handlungen für sich alleine gesehen bei einem Reinheitsgehalt von 33.3% mit Ausnahme von Ziffer 3.2.m des Anklagesachverhalts A die Grenze zum schweren Fall nicht erreichen und in Bezug auf das Marihuana eine entsprechende Schwelle nicht besteht, ist der Be- schuldigte hierfür der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittel- - 27 - gesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG schuldig zu sprechen. In Bezug auf Ziffer 3.2.m des Anklagesachverhalts A wäre der Beschuldigte der qua- lifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen. Eine mengenmässig qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelge- setz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG kann selbst in der Form des Anstal- tentreffens nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG begangen werden (BGE 138 IV 100 E.”
In der Praxis werden bei fehlender Analytik oder unklarem Reinheitsgrad typischerweise Annahmen über mittlere Reinheitsgrade getroffen. Bei Kokain stützen Entscheide und SGRM-Statistiken Annahmen im Bereich von ca. 40% bis hin zu Medianwerten von rund 63–74% (je nach Menge/Kategorie; in Einzelfällen werden auch spezifisch etwa 47% bzw. 63% genannt). Für Heroin werden in Lehre und Praxis üblicherweise Werte von ca. 20–35% angenommen; die bundesgerichtliche Rechtsprechung geht in einzelnen Fällen von etwa 25% aus.
“Zum Reinheitsgrad im Besonderen Gemäss Bundesgericht darf das Gericht vernünftigerweise davon ausgehen, dass die Drogen von mittlerer Qualität sind, solange es keine Hinweise auf eine besonders reine oder gestreckte Substanz gibt (Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 4. Aufl. 2022, N. 187 zu Art. 19 BetmG unter Hinweis auf BGE 138 IV 105). Bei C.________ konnte kein Kokain sichergestellt werden, jedoch beim Beschuldigten. C.________ fragte den Beschuldigten noch am 13. Mai 2019 für Kokain an, weshalb es naheliegt, dass der Beschuldigte C.________ aus seinem Vorrat beliefert hätte, wenn er nicht zuvor von der Polizei angehalten worden wäre. C.________ sagte zudem aus, dass er denke, dass die Qualität des Kokains nicht so schlecht gewesen sei, ansonsten er wohl gesundheitliche Probleme gehabt hätte (pag. 140 Z. 105). Dass die Qualität des Kokains variierte, schilderte er nicht. Auch finden sich keine sonstigen Hinweise in den Akten, dass die Qualität stark variierte oder von über-/unterdurchschnittlicher Qualität gewesen wäre. Der in der Anklageschrift genannte und von der Vorinstanz zu Gunsten des Beschuldigten festgesetzte Reinheitsgrad von mindestens 40 % kann damit zweifellos als erstellt gelten. Nach Ansicht der Kammer dürfte dieser sogar noch etwas höher gelegen haben und zumindest dem Reinheitsgrad des beim Beschuldigten sichergestellten Kokains von 47 % ± 4 % entsprochen haben.”
“E. 9.3). Es ist deshalb vorliegend - mit Ausnahme der vor der Reithalle Bern erworbenen 8 Gramm Kokain - von einem Reinheitsgrad von 63% Kokainbase auszugehen. Gemäss Bundesgericht darf das Gericht vernünftigerweise davon ausgehen, dass die Drogen von mittlerer Qualität sind, solange es keine Hinweise auf eine besonders reine oder gestreckte Substanz gibt (Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 4. Aufl. 2022, N. 187 zu Art. 19 BetmG unter Hinweis auf BGE 138 IV 105).”
“Zwar wies die an H._____ veräusserte Kokainportion einen sehr hohen Reinheitsgrad auf. Die anlässlich der Verhaftung des Beschuldigten sichergestell- te Portion wies mit 62 % wiederum aber eher einen unterdurchschnittlichen Rein- heitsgehalt auf, weshalb beim Kokain, mit welchem der Beschuldigte Handel be- trieb, weder von ausschliesslich besonders guter noch von ausschliesslich minde- rer Qualität die Rede sein kann. Es rechtfertigt sich daher, in Bezug auf jene Ko- kainportionen mit unbekanntem Reinheitsgrad jeweils von mittlerer Qualität aus- zugehen. Gemäss der Statistik der Gruppe Forensische Chemie der Schweizeri- schen Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM) lag der Medianwert für Kokainkon- fiskate zwischen einem und 10 Gramm im Jahre 2018 bei 65 %, für Kokainkonfis- ka te zwischen 10 Gramm und 100 Gramm bei 70 % und für Kokainkonfiskate zwischen 100 Gramm und einem Kilogramm bei 74 % (vgl. Finger- huth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 186 ff. zu Art. 19 BetmG). Entsprechend rechtfer- tigt es sich, hinsichtlich der gemäss Anklageziffer”
“Damit - 22 - bestehen keine Hinweise darauf, dass das vom Beschuldigten weiterveräusserte Kokain von besonders schlechter bzw. stark gestreckter Qualität gewesen sein könnte. Entsprechende Beanstandungen gehen denn auch aus den ausgewerte- ten Chats oder den Angaben anderer Abnehmer des Beschuldigten nicht hervor. Angesichts der Schwankungen in den festgestellten Reinheitsgraden der sicher- gestellten Kokainportionen wäre demnach weder von ausschliesslich besonders guter noch von ausschliesslich minderer Qualität auszugehen. Mithin ist es ge- rechtfertigt, in Bezug auf jene Kokainportionen mit unbekanntem Reinheitsgrad jeweils von einem solchen in der Grössenordnung der bei den Sicherstellungen ermittelten bzw. von mittlerer Qualität auszugehen. Gemäss der Statistik der Gruppe Forensische Chemie der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM) lag der Medianwert im Jahre 2018 für Kokainkonfiskate zwischen 10 Gramm und 100 Gramm bei 70 % und für Kokainkonfiskate zwischen 100 Gramm und einem Kilogramm bei 74 % (vgl. Fingerhuth/Schlegel/ Jucker, a.a.O., N 186 ff. zu Art. 19 BetmG). Entsprechend rechtfertigt es sich, hin- sichtlich der gemäss den Anklageziffern I.4, I.5, I.6, I.8, I.9, I.10, I.12 veräusserten Kokainmengen von einem Reinheitsgrad von 70 % Kokaingemisch auszugehen. Vor diesem Hintergrund zeigt sich, dass die von der Vorinstanz getroffene An- nahme eines Reinheitsgrades von 20 % willkürlich tief ausfiel. Mithin resultiert in Bezug auf die Anklageziffern I.4, I.5, I.6, I.8, I.9, I.10 und I.12 eine Menge von 203 Gramm veräusserter Reinsubstanz Kokain. Was die an C._____ weitergege- bene Menge von 700 Gramm Kokaingemisch betrifft, wird dem Beschuldigten in Anklageziffer I.14 zur Last gelegt, dass jenes Kokain einen Reinheitsgrad von mindestens 80 % aufgewiesen habe. Angesichts der vorstehenden Erwägungen rechtfertigt sich hinsichtlich dieser Kokainmenge lediglich die Annahme des Rein- heitsgrades für mittlere Qualität, mithin von 74 %. Hinsichtlich des gemäss Ankla- geziffer I.14 veräusserten Kokains resultiert somit eine Menge von 518 Gramm Reinsubstanz Kokain.”
“) ohne verbleibende unüberwindliche Zweifel davon auszugehen, dass der Beschuldigte wusste, dass er sich am Handel mit grösseren Mengen von harten Drogen, in concreto mit Heroin, beteiligte. Dies wird zudem schon aus der unprovozierten, spontanen Aussage des Beschuldig- ten anlässlich seiner ersten Befragung deutlich, als er sich gemüssigt sieht, zu be- tonen, er habe selber "nichts gesehen und nichts berührt" (Urk. 6/1/1 S. 7 F/A 53). Diese Aussage erscheint vor dem Hintergrund seiner übrigen unglaubhaften und widersprüchlichen Aussagen zum Transport als deutliches Warnsignal, weil er damit zu erkennen gibt, dass er um die Wichtigkeit wusste, selbst nicht direkt mit den Drogen in Kontakt zu kommen, obwohl er angeblich nicht wusste, welches Gut abgeholt und überbracht werden sollte. Angesichts fehlender Hinweise auf eine besonders gute oder eine besonders schlechte Qualität der Droge, ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte stillschweigend einen handelsüblichen durch- schnittlichen Reinheitsgrad des transportierten Heroins in Kauf genommen hat (vgl. dazu BGE 138 IV 100 E. 3.5; F INGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., N 187 zu Art. 19 BetmG), welcher nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 25% beträgt (Urteil des Bundesgerichts 6B_720/2018 vom 3. Oktober 2018 E. 4 mit Hinweisen). Das ergibt beim vorliegenden Heroingemisch von”
“Es ist aufgrund der Über- nahme des Auftrages trotz Unkenntnis des genauen Transportgutes gestützt auf die gesamten Umstände davon auszugehen, dass es dem Beschuldigten gleich- gültig war und er gar nicht wissen wollte, um welches Betäubungsmittel und wel- chen Reinheitsgrad es sich beim transportierten und übergebenen genau handel- te. Er akzeptierte und führte den Auftrag dennoch gemäss den Anweisungen aus. Er entschloss sich mithin unbekümmert um den exakten Reinheitsgrad für die Rechtsgüterverletzung. Angesichts fehlender Hinweise auf eine besonders gute oder eine besonders schlechte Qualität der Droge, ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte stillschweigend einen handelsüblichen durchschnittlichen Rein- heitsgrad der transportierten harten Droge in Kauf genommen hat, welcher nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei Kokain mit 33.3% (Urteil des Bun- desgerichts 6B_971/2017 vom 23. Juli 2018 E. 6; 6B_361/2008 vom 9. Oktober 2008 E. 1.2.) und bei Heroin mit 25% (Urteil des Bundesgerichts 6B_720/2018 vom 3. Oktober 2018 E. 4 mit Hinweisen) angenommen wird (vgl. dazu BGE 138 IV 100 E. 3.5; F INGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., N 187 zu Art. 19 BetmG). Das ergibt beim vorliegenden Heroingemisch von netto”
“À défaut d'analyse de la drogue saisie, les statistiques scientifiques et l'expérience empirique des auteurs de doctrine retiennent, s'agissant de l'héroïne, un taux de pureté de 20 à 35% (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire, LStup : dispositions pénales, 2022, n. 71 et 75 ad art. 19 LStup). La condition de l'affiliation à une bande (let. b) est réalisée lorsque deux ou plusieurs auteurs manifestent expressément ou par actes concluants la volonté de s'associer en vue de commettre ensemble plusieurs (plus de deux) infractions indépendantes, même si elles ne sont pas encore déterminées (ATF 147 IV 176 consid. 2.4.2 ; 135 IV 158 consid. 2 et les références citées ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1273/2023 du 19 février 2024 consid. 2.1.1). La notion de bande suppose un degré minimum d'organisation (par exemple un partage des rôles et du travail) et une collaboration d'une intensité suffisante pour qu'on puisse parler d'une équipe relativement stable et soudée, même si elle peut être éphémère. L'association peut ainsi être expresse ou tacite, et envisageable dès deux participants (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 86 et 75 ad art. 19 LStup). Lorsque l'une des circonstances aggravantes prévues à l'art. 19 al. 2 LStup est réalisée, il est superflu de se demander si l'infraction ne pourrait pas également être qualifiée de grave pour un autre motif. En effet, la suppression de l'une des circonstances aggravantes retenues ne modifie pas la qualification de l'infraction, qui reste grave au sens de l'art. 19 al. 2 LStup, ni, par conséquent, le cadre légal de la peine encourue pour cette infraction (ATF 124 IV 286 consid. 3 ; ATF 122 IV 265 consid. 2c ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_970/2022 du 13 avril 2023 consid. 2.1). En revanche, si la réalisation d'une seconde circonstance aggravante ne modifie pas le cadre légal de la peine, le juge pourra en tenir compte lors de la fixation de celle-ci sur la base des critères généraux de la fixation de la peine concrète, selon l'art. 47 CP, car cela aggrave la faute de l'auteur (ATF 120 IV 330 consid. 1c/aa ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_970/2022 précité). 3.1.3. L'infraction définie à l'art.”
Strafverfahren nach Art. 19 können parallel zu administrativen Wegweisungs-/Ausweisungsverfahren geführt werden. Die Quellen dokumentieren zugleich polizeiliche Festnahmen, administrative Einreiseverbote/Wegweisungen und Massnahmen im Rahmen der Vollziehung des Wegweisungsentscheids (z. B. Planung eines Rückflugs).
“Prévenu d’infractions à la LEI et à l’art. 19 LStup (trafic), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police. 10. Le jour même, après avoir été condamné par ordonnance pénale du Ministère public, il a fait l'objet d'une interdiction de pénétrer dans le canton de Genève prise à son encontre par le commissaire de police pour une durée de vingt-quatre mois. 11. Le 29 janvier 2024, l'intéressé, en possession d'un passeport sénégalais ainsi que d'un titre de séjour portugais, a été interpellé par les services de police genevois, dans le cadre d'une opération de lutte contre le trafic de stupéfiants. Il ressort du rapport d'arrestation que la police a observé l'intéressé en train d'effectuer un échange de main à la main avec un autre individu, lequel a mis en cause M. A______ pour lui avoir vendu un caillou de crack d'un poids de 0.9 gr brut. M. A______ a refusé de s'exprimer devant la police. 12. Prévenu d’infractions à la LEI et à l’art. 19 LStup (trafic), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police. 13. Par décision du 30 janvier 2024, l'OCPM a prononcé le renvoi de Suisse de M. A______, sur la base de l'art. 64 LEI. 14. Le 30 janvier 2024 également, par ordonnance pénale du Ministère public, l'intéressé a été condamné pour les faits ayant mené à son arrestation, puis il a été remis en mains des services de police. 15. Ces derniers ont entrepris les démarches nécessaires au renvoi de Suisse de M. A______ en procédant à la réservation d'un vol à destination du Portugal qui aura lieu le 2 février 2024 au départ de Genève. 16. Le 30 janvier 2024, à 16h25, le commissaire de police a émis un ordre de mise en détention administrative à l'encontre de M. A______ pour une durée de trois semaines sur la base des art. 75 al. 1 let. b, c et g et 76 al. 1 let. b ch. 1 de la loi fédérale sur les étrangers et l’intégration du 16 décembre 2005 (LEI - RS 142.20 ; anciennement dénommée loi fédérale sur les étrangers - LEtr).”
“Le 28 janvier 2021, le commissaire de police a fait interdiction à M. A______ de pénétrer dans le canton de Genève pour une durée de douze mois. 6. M. A______ a violé cette mesure à réitérées reprises et a été condamné en conséquence tant par le Tribunal de police que par le Ministère public. 7. Par décision du 26 mai 2021, l'office cantonal de la population et des migrations (ci-après: l'OCPM) a prononcé son renvoi immédiat de Suisse, lui octroyant un délai de départ au 27 mai 2021. 8. Par décision du 4 février 2022, notifiée le 11 février 2022, le secrétariat d'Etat aux migrations (ci-après: le SEM) lui a fait interdiction d'entrer en Suisse jusqu'au 3 janvier 2025. 9. Le 24 novembre 2022, M. A______ a été interpellé par la police genevoise dans le quartier B______, après avoir été observé, en compagnie d'un tiers, prendre contact avec deux personnes, lesquelles ont reconnu qu'elles venaient de leur acheter trois "cailloux" de crack. Prévenu d’infractions à la LEI et à l’art. 19 LStup (trafic), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police. 10. Le jour même, après avoir été condamné par ordonnance pénale du Ministère public, il a fait l'objet d'une interdiction de pénétrer dans le canton de Genève prise à son encontre par le commissaire de police pour une durée de vingt-quatre mois. 11. Le 29 janvier 2024, l'intéressé, en possession d'un passeport sénégalais ainsi que d'un titre de séjour portugais, a été interpellé par les services de police genevois, dans le cadre d'une opération de lutte contre le trafic de stupéfiants. Il ressort du rapport d'arrestation que la police a observé l'intéressé en train d'effectuer un échange de main à la main avec un autre individu, lequel a mis en cause M. A______ pour lui avoir vendu un caillou de crack d'un poids de 0.9 gr brut. M. A______ a refusé de s'exprimer devant la police. 12. Prévenu d’infractions à la LEI et à l’art. 19 LStup (trafic), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police.”
Art. 19 Abs. 1 BetmG enthält selbständige Tatbestandsvarianten. Deren rechtliche Einordnung fällt nicht grundsätzlich in den Anwendungsbereich von Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO. Wird eine konkrete Tatbestandsvariante in der Anklageschrift nicht umschrieben, kann daraus kein entsprechender Schuldspruch abgeleitet werden.
“Gemäss Eröffnungsverfügung führt die Staatsanwaltschaft gegen die Beschwerdeführerin eine Strafuntersuchung wegen "Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG etc." (vgl. StA act. 1.1). Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG umfasst den mengenmässig grossen Fall der in Art. 19 Abs. 1 BetmG aufgeführten Tatvarianten. Wie die Staatsanwaltschaft in der angefochtenen Verfügung zu Recht festhielt, umschreibt Art. 19 Abs. 1 BetmG selbständige Straftatbestände (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 E. 1.2.2); dementsprechend fällt auch die Qualifikation von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG grundsätzlich nicht in den Anwendungsbereich von Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO.”
Die in Art. 19a vorgesehene Sondermilderung kommt nur zur Anwendung, wenn die Handlung ausschliesslich dem eigenen Konsum dient. Sie ist ausgeschlossen, sobald die tatbestandlichen Handlungen dazu führen, dass Dritte konsumieren oder ein konkretes Risiko hierfür besteht (z. B. Vorratsbildung), oder wenn der Handel, Verkauf, das Ermöglichen des Bezugs durch andere oder auch der Tausch von Betäubungsmitteln vorliegt. Diese restriktive Auslegung findet sich in der Rechtsprechung.
“Le juge ne doit pas non plus se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait. Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.3 ; 127 I 38 consid. 2a). 3. 3.1.1. Aux termes de l'art. 19a al. 1 LStup, celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art. 19 pour assurer sa propre consommation est passible de l'amende. La jurisprudence a adopté une conception restrictive de cette disposition. Il faut que l'acte soit destiné exclusivement à permettre à l'auteur de se procurer la drogue pour sa propre consommation. L'application de cette circonstance atténuante spéciale est exclue dès que les infractions à l'art. 19 LStup conduisent des tiers à faire usage de stupéfiants. Celui qui, ne serait-ce que pour satisfaire ses propres besoins, se livre au trafic, vend ou permet à autrui, soit à des consommateurs potentiels, de se procurer de la drogue, ne peut dès lors bénéficier de l'art. 19a ch. 1 LStup (ATF 119 IV 180 consid. 2a ; 118 IV 200 consid. 3b et 3d ; SJ 1996 p. 341 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_352/2014 du 22 mai 2015 consid. 4 non publié in ATF 141 IV 273). Même un échange de stupéfiants entre deux personnes, sans remise d'argent, exclut l'art. 19a LStup puisque les stupéfiants échangés sont réciproquement remis à un tiers (ATF 119 IV 180, consid. 2a ; S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup, Bâle 2022, n. 3 ad art. 19a). 3.1.2. Est punissable au titre de l'art. 19 al. 1 LStup celui qui, sans droit, notamment aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ainsi que celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let.”
“La cour cantonale n'a pas non plus violé le droit fédéral en retenant l'application de l'art. 19 LStup au détriment de l'art. 19a LStup. En effet, elle a jugé que les actes qui conduisent à la consommation de stupéfiants par des tiers ou qui créent un risque concret d'aboutir à ce résultat (comme la constitution d'un stock de drogue) ne pouvaient pas bénéficier du traitement privilégié prévu par l'art. 19a LStup (ATF 118 IV 204). A cet égard, l'argumentation du recourant est une nouvelle fois appellatoire et donc irrecevable lorsqu'il se borne à affirmer, sans autre développement, qu'il s'est adonné à la culture de cannabis (ce qu'il ne conteste pas) et au troc de matériel pour satisfaire sa propre consommation ainsi qu'à la consommation de cannabis par un tiers (ce qu'il ne conteste pas non plus) était intervenue à titre récréatif en sa présence.”
“En revanche, l'absence de doute à l'issue de l'appréciation des preuves exclut la violation de la présomption d'innocence en tant que règle sur le fardeau de la preuve. Le juge ne doit pas non plus se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait. Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.3 ; 127 I 38 consid. 2a). 2.1.2. L'art. 19 al. 1 let. d LStup est réalisé par celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière. Selon l'art. 19a ch. 1 LStup, celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art. 19 LStup pour assurer sa propre consommation est passible de l'amende. La jurisprudence a adopté une conception restrictive de cette disposition. Il faut que l'acte soit destiné exclusivement à permettre à l'auteur de se procurer la drogue pour sa propre consommation. L'application de cette circonstance atténuante spéciale est exclue dès que les infractions à l'art. 19 LStup conduisent des tiers à faire usage de stupéfiants. Celui qui, ne serait-ce que pour satisfaire ses propres besoins, se livre au trafic, vend ou permet à autrui, soit à des consommateurs potentiels, de se procurer de la drogue, ne peut dès lors bénéficier de l'art. 19a ch. 1 LStup (ATF 119 IV 180 consid. 2a ; 118 IV 200 consid. 3b et 3d ; SJ 1996 p. 341 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_352/2014 du 22 mai 2015 consid. 4 non publié in ATF 141 IV 273). 2.2. In casu, lors de son interpellation par la police, le 24 août 2020, l'appelant détenait 7.4 gr. de cocaïne, conditionnés sous forme de six boulettes, dont les deux tiers étaient dissimulés dans son caleçon.”
Bei der Beurteilung, ob die Gesundheit vieler Personen gefährdet ist, ist die Menge des reinen Wirkstoffs (Reinheit) massgeblich.
“Damit ergibt sich unter Berücksichtigung der Anhaltesituation des Berufungsklägers, dass das sichergestellte Heroin nicht für seinen Eigenkonsum, sondern für die Weitergabe an Dritte bestimmt war. An dieser Einschätzung vermag auch die durch den Berufungskläger beantragte Auswertung der Spuren an seiner Kleidung nichts zu ändern. So wäre ein positives Testresultat nicht als Beweis für den Eigenkonsum zu werten, liesse sich doch ein positives Ergebnis genauso gut mit dem Hantieren von Heroin und damit mit Vorbereitungen zum Verkauf bzw. zur Weitergabe an Dritte erklären. Aus einem negativen Resultat könnte allenfalls geschlossen werden, dass sein Tatbeitrag einzig im Transport bzw. der Weitergabe an Dritte bestand. Der Sachverhalt gemäss Anklageschrift ist damit erstellt. 3.2 3.2.1 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. Auf der subjektiven Seite ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei einer Heroinmenge von 12 Gramm vor, wobei die Menge des reinen Stoffs entscheidend ist (BGE 145 IV 312,”
“Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. Auf der subjektiven Seite ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei einer Heroinmenge von 12 Gramm vor, wobei die Menge des reinen Stoffs entscheidend ist (BGE 145 IV 312, Regeste und E. 2.1.1 und 2.1.3, 138 IV 100 E. 3.2, 120 IV 334 E. 2a, 109 IV 143 E.”
“Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. Auf der subjektiven Seite ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei einer Heroinmenge von 12 Gramm vor, wobei die Menge des reinen Stoffs entscheidend ist (BGE 145 IV 312, Regeste und E.”
Auch bei vergleichsweise geringen Mengen kann eine Hausdurchsuchung verhältnismässig sein; die Verhältnismässigkeitsprüfung richtet sich insbesondere nach der aufgefundenen Menge und weiteren Indizien, etwa sichergestelltem Bargeld.
“Gegen den Beschwerdeführer bestand im Zeitpunkt der mündlichen Anordnung der Hausdurchsuchung wie dargelegt der hinreichend konkrete Tatverdacht des Handels mit Marihuana, das heisst eines Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG. Mit Blick auf die Menge des im Fahrzeug des Beschwerdeführers vorgefundenen Marihuanas und das auf seiner Person sichergestellte Bargeld war die Hausdurchsuchung als nicht schwerer Eingriff in das (Grund-)Recht auf Schutz der Privatsphäre (Art. 13 Abs. 1 BV) offensichtlich verhältnismässig, galt es doch namentlich festzustellen, ob sich am Domizil des Beschwerdeführers weitere Drogen befanden. Hingegen wäre eine Hausdurchsuchung bloss aufgrund des Verdachts des Fahrens unter Drogeneinfluss in der Tat unverhältnismässig gewesen, wie die Staatsanwaltschaft in ihrer Stellungnahme selber einräumt. Die Dringlichkeit der Hausdurchsuchung ergibt sich im vorliegenden Fall nur schon daraus, dass der Beschwerdeführer vor seinem Domizil angehalten wurde und nicht auszuschliessen war, dass die Anhaltung von möglichen Mitbewohnern mitverfolgt worden war und diese dadurch Gelegenheit erhielten, allfällige Beweismittel beiseitezuschaffen. In der Tat stellte sich dann heraus, dass die Ehefrau des Beschuldigten in der Wohnung anwesend war.”
“Gegen den Beschwerdeführer bestand im Zeitpunkt der mündlichen Anordnung der Hausdurchsuchung wie dargelegt der hinreichend konkrete Tatverdacht des Handels mit Marihuana, das heisst eines Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG. Mit Blick auf die Menge des im Fahrzeug des Beschwerdeführers vorgefundenen Marihuanas und das auf seiner Person sichergestellte Bargeld war die Hausdurchsuchung als nicht schwerer Eingriff in das (Grund-)Recht auf Schutz der Privatsphäre (Art. 13 Abs. 1 BV) offensichtlich verhältnismässig, galt es doch namentlich festzustellen, ob sich am Domizil des Beschwerdeführers weitere Drogen befanden. Hingegen wäre eine Hausdurchsuchung bloss aufgrund des Verdachts des Fahrens unter Drogeneinfluss in der Tat unverhältnismässig gewesen, wie die Staatsanwaltschaft in ihrer Stellungnahme selber einräumt. Die Dringlichkeit der Hausdurchsuchung ergibt sich im vorliegenden Fall nur schon daraus, dass der Beschwerdeführer vor seinem Domizil angehalten wurde und nicht auszuschliessen war, dass die Anhaltung von möglichen Mitbewohnern mitverfolgt worden war und diese dadurch Gelegenheit erhielten, allfällige Beweismittel beiseitezuschaffen. In der Tat stellte sich dann heraus, dass die Ehefrau des Beschuldigten in der Wohnung anwesend war.”
Im vorliegenden Entscheid erachtete der Strafappellationshof angesichts des noch jugendlichen Alters des Beschuldigten und dessen Fehlens von Vorstrafen eine Geldstrafe für die Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG als tat- und schuldangemessen.
“Vorliegend wird der Beschuldigte wegen Angriffs (Art. 134 StGB), Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG), Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) schuldig gesprochen. Er hat folglich mehrere Straftatbestände erfüllt. Angriff (Art. 134 StGB) und Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 StGB) werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB) mit Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen. Für Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahren in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) droht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG) werden mit Busse bestraft. Für den Angriff, den Diebstahl, das mehrfache Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis, das Fahren in fahrunfähigem Zustand und die Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch kann somit grundsätzlich sowohl eine Freiheitsstrafe wie auch eine Geldstrafe ausgesprochen werden. Angesichts des noch jugendlichen Alters des Beschuldigten im Zeitpunkt der Taten sowie der Tatsache, dass er nicht vorbestraft ist, erachtet der Strafappellationshof für diese Delikte eine Geldstrafe als tat- und schuldangemessen. Dazu kommt die nicht angefochtene Busse wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes.”
“Vorliegend wird der Beschuldigte wegen Angriffs (Art. 134 StGB), Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG), Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) schuldig gesprochen. Er hat folglich mehrere Straftatbestände erfüllt. Angriff (Art. 134 StGB) und Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 StGB) werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB) mit Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen. Für Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG), Fahren in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug/andere Gründe; Art. 94 Abs. 1 SVG) und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) droht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG) werden mit Busse bestraft. Für den Angriff, den Diebstahl, das mehrfache Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Führen eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis, das Fahren in fahrunfähigem Zustand und die Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch kann somit grundsätzlich sowohl eine Freiheitsstrafe wie auch eine Geldstrafe ausgesprochen werden. Angesichts des noch jugendlichen Alters des Beschuldigten im Zeitpunkt der Taten sowie der Tatsache, dass er nicht vorbestraft ist, erachtet der Strafappellationshof für diese Delikte eine Geldstrafe als tat- und schuldangemessen. Dazu kommt die nicht angefochtene Busse wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes.”
In der Praxis werden einfache Widerhandlungen nach Art. 19 Abs. 1 häufig mit einer Geldstrafe oder einer Übertretungsbusse (in einzelnen Fällen Fr. 300.–) geahndet; bei sehr geringem Verschulden können kurze Freiheitsstrafen (z. B. 3 Monate) verhängt werden. Eine Freiheitsstrafe für eine einfache Widerhandlung kann, ausgehend vom schwersten Delikt, zu einer Bildung einer Gesamtfreiheitsstrafe führen. Neben der Sanktion für das Vergehen ist zwingend eine separate Übertretungsbusse nach Art. 19a auszusprechen.
“S’agissant de l’infraction simple en matière de stupéfiants au sens de l’art. 19 al. 1 LStup, une peine pécuniaire est justifiée dans la mesure où les actes relatifs à cette prévention demeurent bien ici dans le cadre de la petite criminalité (remise de marijuana par le prévenu à E.________). A cela s’ajoute l’absence de besoin de prévention spéciale dans la mesure où le prévenu n’a pas d’antécédents judiciaires (primo-délinquant) et qu’il n’a pas commis de nouvelles infractions durant toute la durée de la procédure. A cela s’ajoute qu’en dépit de ses nombreuses poursuites, le prévenu travaille actuellement de sorte que le recouvrement éventuel de la sanction semble possible. C’est donc une peine pécuniaire qui devra sanctionner le délit à la loi sur les stupéfiants commis par A.________.”
“Hinsichtlich des unbefugten Besitzes beziehungsweise der Aufbewahrung von Betäubungsmitteln (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) können die soeben gemach- ten Ausführungen übernommen werden. Es liegt ein sehr enger zeitlicher und sachlicher Zusammenhang vor. Das Verschulden wiegt sehr leicht und es ist eine Einsatzstrafe von 3 Monaten festzulegen.”
“Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten somit bezüglich des Cannabis- handels im Ergebnis zu Recht wegen einer (separaten) einfachen Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG. Der angefochtene Schuldspruch ist deshalb zu bestätigen. IV. Strafzumessung / Vollzug / Widerruf 1.Die Vorinstanz hat die Grundsätze der Strafzumessung im Allgemeinen so- wie bei Drogendelikten im Besonderen wie auch den anwendbaren Strafrahmen (Freiheitsstrafe von einem bis zu 20 Jahren) zutreffend dargelegt (Urk. 43 S. 9 bis S. 12 oben). Darauf kann ohne Weiteres verwiesen werden. Wie nachfolgend noch zu zeigen sein wird, ist auch für die einfache Widerhand- lung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG vorliegend eine Freiheitsstrafe auszufällen. Ausgehend vom schwersten Delikt (qualifizierte Widerhandlung gegen das BetmG) ist somit gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB eine Ge- samtfreiheitsstrafe zu bilden. Die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes ge- mäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG ist dagegen mit einer separaten Busse zu ahnden.”
“Mit Blick auf die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB kann vorab auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 45 S. 13 f.). Im Übrigen hat das Bundesgericht diese Grundsätze und die an diese gestellten Begründungsanforderungen wiederholt dargelegt (statt vieler: BGE 141 IV 61 E. 6.6.1; 136 IV 55 E. 5.4 ff. m.w.H.). Das braucht hier nicht wie- derholt zu werden. Darüber hinaus hat die Vorinstanz richtig erkannt, dass die Bestimmung von Art. 19 Abs. 1 BetmG einen Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe und diejenige von Art. 19a Ziff. 1 BetmG einen sol- chen von Busse bis zu Fr. 10'000.– vorsieht, weshalb neben der Sanktion für das Vergehen zwingend auch eine separate Übertretungsbusse auszusprechen ist (Urk. 45 S. 14), wobei es sich dabei, entgegen dem Vorbringen der Verteidigung (Urk. 68 S. 6), nicht um eine Verbindungsbusse handelt. - 18 -”
“Busse Für die Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel im Sin- ne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG sprach die Vo- rinstanz eine Busse von Fr. 300.– aus. Die diesbezüglichen Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid treffen nach wie vor zu und sind zu übernehmen (Urk. - 26 - 60 S. 27). Der Beschuldigte ist deshalb auch vorliegend mit einer Busse von Fr. 300.– zu bestrafen. VI. Vollzug”
Ist nur ein einzelner Abnehmer vorhanden, spricht dies in der Regel gegen eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG; es bleibt jedoch die konkrete Gefährdungslage (objektiv und subjektiv) im Zusammenhang mit Art. 19 Abs. 1 BetmG zu prüfen.
“Allein durch den Besitz der Betäubungsmittel könne vorliegend weder in objektiver noch subjektiver Hinsicht auf eine unmittelbare oder mittelbare Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen i.S.v. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG geschlossen werden. Die zutreffende Feststellung der Vorinstanz, wonach der Berufungskläger ausschliesslich B____ mit den Betäubungsmitteln beliefert habe, stehe einer unmittelbaren Gesundheitsgefährdung vieler Menschen entgegen. Aus dem Umstand, dass gegen B____ kein Verfahren wegen eines Verbrechens gegen das BetmG eingeleitet worden sei, müsse zumindest in dubio geschlossen werden, dass auch eine mittelbare Gesundheitsgefährdung vieler Menschen nicht gegeben sei. Ausserdem enthalte das erstinstanzliche Urteil keinerlei Ausführungen dazu, inwiefern er gewusst habe oder hätte annehmen müssen, mit der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz die Gesundheit vieler Menschen mittelbar oder unmittelbar zu gefährden (Berufungsbegründung S. 4 ff., Akten S. 2396 ff.). 2.2.3 Rechtliche Grundlagen 2.2.3.1 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). 2.2.3.2 In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt bei einer Kokainmenge von 18 Gramm bzw.”
In den entschiedenen Fällen zu Art. 19 Abs. 1 BetmG erfolgte nach Verurteilung die Einziehung bzw. Vernichtung der sichergestellten Betäubungsmittel und die Auferlegung der Verfahrens- bzw. sonstigen Kosten zugunsten der Staatskasse.
“Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers (zzgl. MWST) für das erstinstanzliche Gerichtsverfahren sei definitiv auf die Staatskasse zu nehmen. 11. Eventualiter sei der amtliche Verteidiger für das erstinstanzliche Ge- richtsverfahren, unter Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO, aus der Staatskasse zu entschädigen (zzgl. MWST). b)Der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl: (schriftlich, Urk. 49) Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. _________________________________ - 5 - Erwägungen: I. a) Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, er habe zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt von einem gewissen "B._____" 4'159 Gramm Marihuana mit einem THC-Gehalt von 3,1 % entgegengenommen und dieses hernach im Lager- raum der C._____ GmbH an der D._____-strasse ... in E._____ aufbewahrt, bis es am 1. März 2022 von der Polizei sichergestellt worden sei (Urk. 16 S. 2). b) Das Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung, sprach den Beschuldigten am 22. August 2023 der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG schuldig. Es verurteilte ihn zu 160 Tagessätzen zu Fr. 50.– Geldstrafe mit unbedingtem Vollzug. Ausserdem wurde der bedingte Voll- zug einer am 18. April 2018 vom Bezirksgericht Baden verhängten Freiheitsstrafe von 14 Monaten widerrufen. Die beschlagnahmten Betäubungsmittel wurden ein- gezogen und die gesamten Kosten – unter Vornahme einer Kürzung bei der Ent- schädigung des amtlichen Verteidigers – dem Beschuldigten auferlegt (Urk. 44 S. 27 f.). c) Der Beschuldigte liess gegen dieses Urteil rechtzeitig die Berufung anmel- den (Prot. I S. 21, Urk. 38; Art. 399 Abs. 1 StPO) und sodann auch fristgerecht die Berufungserklärung einreichen (Urk. 46, vgl. Urk. 43/2; Art. 399 Abs. 3 StPO). Im Hauptstandpunkt verlangt er einen Freispruch vom angeklagten Vorwurf unter Übernahme aller Kosten auf die Staatskasse und die Zusprechung von Fr. 13'000.– Genugtuung und Fr. 18'044.– Schadenersatz für die erlittene Haft. Für den Fall eines Schuldspruchs beantragt die Verteidigung eine bedingt voll- ziehbare Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr.”
“Abteilung, sprach den Beschuldigten am 22. August 2023 der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG schuldig. Es verurteilte ihn zu 160 Tagessätzen zu Fr. 50.– Geldstrafe mit unbedingtem Vollzug. Ausserdem wurde der bedingte Voll- zug einer am 18. April 2018 vom Bezirksgericht Baden verhängten Freiheitsstrafe von 14 Monaten widerrufen. Die beschlagnahmten Betäubungsmittel wurden ein- gezogen und die gesamten Kosten – unter Vornahme einer Kürzung bei der Ent- schädigung des amtlichen Verteidigers – dem Beschuldigten auferlegt (Urk. 44 S. 27 f.).”
“Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind auf die Gerichtskasse zu nehmen, bis der Beschuldigte in bessere finanzielle Verhältnisse gelangt. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 3.Der amtliche Verteidiger ist - ausgehend von der eingereichten Kostennote - mit Fr. 7'600.– pauschal zu entschädigen (Urk. 96, § 23 in Verbindung mit § 17 f. AnwGebV). Es wird beschlossen: 1.Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, I. Abteilung, vom 12. Oktober 2022 bezüglich der Dispositivziffern Ziff. 1 al. 3 (Schuld- spruch wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes), Ziff. 7 (Herausgabe iPhone samt Hülle), Ziff. 8 (Einziehung und Vernichtung Asser- vate) sowie Ziff. 9 (Beschlagnahme Bargeld zur Kostendeckung) und Ziff. 10 (Kostenaufstellung) in Rechtskraft erwachsen ist. 2.Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. Es wird erkannt: 1.Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. - 28 - 2.Der Beschuldigte wird bestraft einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten (wovon 101 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr. 4'000.–. 3.Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 12 Monaten aufgescho- ben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 40 Tagen. 4.Der mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 29. September 2021 für die Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 30.– unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren gewährte bedingte Strafvollzug wird widerrufen. 5.Der Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB für 7 Jahre des Landes verwiesen. 6.Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff.”
“Schärer, Präsidentin, die Ersatzoberrichter lic. iur. Vesely und lic. iur. Amsler sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. Schwarzenbach Urteil vom 24. September 2021 in Sachen A._____, Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw X._____ gegen Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. Mucklenbeck, Anklägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin betreffend Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz etc. Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, I. Abteilung, vom 14. Juli 2020 (DG200007) - 2 - Anklage: Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 3. März 2020 (Urk. 20) ist diesem Urteil beigeheftet. Urteil der Vorinstanz: 1. Der Beschuldigte wird freigesprochen von Anklageziffer 1.1 und 1.2 (Über- gabe von Kokain an B._____). 2. Der Beschuldigte ist schuldig des Verbrechens gegen das Betäubungsmit- telgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie des Vergehens gegen das Betäubungsmittelge- setz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG. 3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 108 Tage durch Haft erstanden sind) als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksge- richts Horgen vom 19. November 2019. 4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 9 Monaten aufgescho- ben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (9 Monate, abzüg- lich 108 Tage, die durch Haft erstanden sind), wird die Freiheitsstrafe vollzo- gen. 5. Der sichergestellte und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 17. Januar 2020 beschlagnahmte Bargeldbetrag in der Höhe von Fr. 1'300.– wird zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 6. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides wird das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 17. Januar 2020 beschlagnahmte Verpackungsmaterial, lagernd unter der BM-Lagernummer S02353-2019 bei der Stadtpolizei Zürich, eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.”
Bei unbefugtem Besitz von Betäubungsmitteln zum ausschliesslichen Eigenkonsum kann es sich nach der Rechtsprechung um eine Übertretung im Sinn von Art. 19a i.V.m. Art. 19 Abs. 1 BetmG handeln. Für solche Übertretungen gilt eine einjährige Verfolgungsverjährungsfrist, weshalb entsprechende Vorwürfe bei bereits eingetretener Verjährung einzustellen sind.
“Gramm) (Dossier 17) seien zum ausschliesslichen Eigenkonsum gedacht gewesen (Urk. 38). Hierbei handelt es sich entgegen dem vorinstanzli- chen Schuldspruch "Vergehen" (vgl. Urk. 71 S. 51) um eine Übertretung des Be- täubungsmittelgesetzes (Art. 19a Ziff. 1 BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG). Entsprechend kommt eine einjährige Verfolgungsverjährungsfrist zur Anwendung. Der Vorwurf war demnach zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils vom 7. Oktober 2021 bereits verjährt. Die Vorinstanz sprach daher zu Unrecht eine Busse für den unbefugten Besitz von Betäubungsmitteln zum Eigenkonsum aus (vgl. Urk. 71 S. 34), was es (zumindest im Sanktionspunkt) zu korrigieren gilt. Es ist demnach keine Busse auszufällen.”
“Der Beschuldigte wendet sich mit seiner Berufung gegen einen Teil der vorinstanzlichen Schuldsprüche und beantragt, er sei vom Vorwurf der qualifizier- ten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie von den Vorwürfen der Urkundenfälschung und des Vergehens gegen das Ausländergesetz freizu- sprechen (Dispositiv-Ziffer 1 Spiegelstriche 1, 2 und 3). Er ficht ebenfalls die aus- gesprochene Sanktion, deren Vollzug und die Bussenhöhe (Dispositiv-Ziffern 3 bis 5), die Anordnung einer Landesverweisung und deren Ausschreibung im Schengener Informationssystem SIS (Dispositiv-Ziffern 7 und 8) sowie die erstin- stanzliche Kostenauflage (Dispositiv-Ziffern 13 und 14 Abs. 3) an (Urk. 28 S. 2 f.; Urk. 43 S. 1). Die anschlussappellierende Staatsanwaltschaft wendet sich gegen die vorinstanzlich ausgesprochene Sanktion sowie deren Vollzug (Dispositiv- Ziffern 3 und 4; Urk. 33 S. 1 f.; Urk. 44 S. 1). 2.2. Entsprechend sind der vorinstanzliche Schuldspruch wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Dispositiv-Ziffer 1 Spiegelstrich 4), der Freispruch vom Vorwurf der Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG (Dispositiv-Ziffer 2), der Verzicht auf den Widerruf einer Vorstrafe (Dispositiv-Ziffer 6), die Anordnungen betreffend Verwendung von beschlagnahmten Gegenstän- den und Betäubungsmitteln (Dispositiv-Ziffern 9 und 10), die vorinstanzliche Kos- tenfestsetzung (Dispositiv-Ziffern 11 und 12) und die vorinstanzliche Festsetzung der Entschädigung der amtlichen Verteidigung (Dispositiv-Ziffer 14 Abs. 1 und Abs. 2) im Berufungsverfahren nicht angefochten (vgl. Prot. II. S. 6) und in - 7 - Rechtskraft erwachsen. Dies ist vorab mittels Beschluss festzustellen (Art. 404 StPO). 3. Einstellung des Verfahrens Die Vorinstanz hätte das Verfahren betreffend die Konsumhandlungen von Juli 2017 bis 9. Dezember 2017 einstellen müssen, da diese im Urteilszeitpunkt ver- jährt waren (Art. 109 StGB). Der entsprechende Schuldspruch wurde nicht ange- fochten. Zugunsten des Beschuldigten ist die Einstellung des Verfahrens betref- fend mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art.”
Liegt am objektiven Sachverhalt berechtigte Zweifel an der Verwirklichung des subjektiven Tatbestands (Vorsatz) vor, kann eine allenfalls vorliegende fahrlässige Pflichtverletzung nicht zur Bestrafung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG führen. Reine Pflichtwidrigkeiten aus unvorsichtiger Nachlässigkeit sind demnach nicht strafbar, wenn der Vorsatz fehlt.
“Lotus, der fehlenden Zusicherung des indonesischen Herstellers, von dem er die Pulver in verschweissten Plastiksäcken bezogen hatte, und der unterbliebenen Überprü- fung auf den verbotenen Wirkstoff hätte er zwar mit der Möglichkeit rechnen müs- sen, dass darin Mitragynin enthalten sein könnte. Zu seinen Gunsten ist jedoch davon auszugehen, dass er nicht in Kauf nahm, Kratom oder verunreinigtes Hirsuta am Sitz der F._____ AG aufzubewahren. Vor diesem Hintergrund beste- - 25 - hen unüberwindliche Zweifel daran, dass sich der subjektive Sachverhalt so, wie in der Anklage beschrieben wird, verwirklicht hat (Art. 10 Abs. 3 StPO). Dass sich der Beschuldigte im Sinne einer fahrlässigen Tatbegehung aus pflicht- widriger Unvorsichtigkeit nicht darum kümmerte, ob in den Produkten mit den Be- zeichnungen Kayal, Kayal Red, Kayal Green und Blou Lotus allenfalls der verbo- tene Inhaltsstoff Mitragynin enthalten sein könnte, ist nicht angeklagt und wäre im Übrigen auch nicht strafbar (vgl. Art. 12 Abs. 1 und Abs. 3 StGB in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 BetmG). Der Beschuldigte ist daher vom Vorwurf des Besitzes von Betäubungsmitteln im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG freizusprechen. III. Rechtliche Würdigung”
Voraussetzung ist, dass die Abhängigkeit Krankheitswert im Sinne der ICD‑10 aufweist. Die Botschaft spricht von einem Handel «einzig» zur Finanzierung der eigenen Sucht; Lehrmeinungen und Gerichtsentscheide lassen aber auch eine Anwendung zu, wenn die Finanzierung der eigenen Sucht das vorherrschende bzw. primäre Handlungsziel bildete. Ob die Anwendung von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG eintritt, hängt damit von einer wertenden Gesamtbetrachtung des Handlungsziels ab.
“Gemäss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG kann das Gericht bei einer Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 2 BetmG die Strafe nach freiem Ermessen mildern, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Widerhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen bzw. gedient hat (vgl. zu dieser Ergänzung Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 N 1186). Es handelt sich um eine Kann-Vorschrift, d.h. um einen fakultativen Strafmilderungsgrund, was auf das gerichtliche Ermessen hinweist. Gemäss der Botschaft (Botschaft über die Änderung des Betäubungsmittelgesetzes vom 9. März 2001; BBl 2001, S. 3715, 3773) ist diese Bestimmung für «abhängige Kleindealer» vorgesehen, deren Abhängigkeit Krankheitswert im Sinne der ICD-10 der WHO aufweist und die den Betäubungsmittelhandel einzig zur Finanzierung der eigenen Sucht betreiben. Diese Einschränkung wurde von der zuständigen Kommission des Nationalrats bestätigt (Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats vom 4. Mai 2006; BBl 2006, S.”
“Dieses fällt straferhöhend aus. Zudem macht die Vorinstanz in Anlehnung an HUG-BEELI (a.a.O., N. 1165 ff. zu Art. 19 BetmG) Erwägungen zum Strafmilderungsgrund von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG und Art. 19 Abs. 2 StGB. Die Suchtproblematik des Beschuldigten (vgl. die ärztlichen Zeugnisse von Dr. med. B._____ vom 12. März 2020 und 3. Juni 2020, Urk. 49/1- 2) sei im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB leicht strafmindernd zu werten. Eine wei- tere fakultative Strafmilderung im Sinne von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG komme nicht in Frage, nachdem der Beschuldigte mit der Delinquenz nicht nur seine Sucht, sondern auch einen Teil seines Lebensunterhalts finanziert habe. Die feh- lende Reue sei neutral zu gewichten (Urk. 61 S. 20 ff.). Diese Erwägungen kön- nen übernommen werden. Insbesondere verzichtet die Vorinstanz entgegen der Argumentation der Verteidigung mit zutreffender Begründung auf eine weitere fa- - 21 - kultative Strafmilderung im Sinne von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG (Urk. 61 S. 21 f. und Urk. 83 S. 8). Nach C ORBOZ gelangt Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG nur zur Anwendung, wenn die Tathandlungen des von Betäubungsmitteln Abhängigen ausschliesslich der Finanzierung des eigenen Konsums dienten (CORBOZ, a.a.O., N. 117 zu Art. 19 BetmG; a.M. PETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19-28l BetmG], 3. Aufl. 2016, N. 283 ff. zu Art. 19 BetmG, wonach es ausreicht, wenn die Finanzierung der eigenen Sucht das vor- herrschende, nicht aber das einzige Handlungsziel des Täters sei). Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG gelangt damit nicht zur Anwendung. Selbst wenn dem Beschuldigten eine entsprechende Strafmilderung zugebilligt würde, wäre das vorinstanzliche Strafmass im Ergebnis gleichwohl zu bestätigen. Wie noch zu zeigen sein wird, erscheint insgesamt eine Freiheitsstrafe von 33 Monaten als angemessen. Auch bei einer zusätzlichen Strafminderung wäre die vorinstanzliche Strafhöhe von 28 Monaten Freiheitsstrafe nicht zu unterschreiten.”
“Entgegen der Vorinstanz führt der Umstand, dass sich auch die Ehefrau des Beschuldigten am Kokain bediente, nicht zu einem Ausschluss von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG. Diese Bestimmung wurde für abhängige Kleinhändler vorge- sehen; die Qualifizierung von Art. 19 Abs. 2 BetmG zielt auf die nichtabhängigen Profiteure des Drogen-Schwarzmarktes ab. Folglich kommt, wer selbst abhängig ist und das Dealen allein zur Finanzierung seiner eigenen Sucht betreibt, in den Genuss einer Strafmilderung (vgl. hierzu BBl 2006 8612 f.). Nach der ratio legis dieser Bestimmung und unter Berücksichtigung, dass die Finanzierung der eige- nen Sucht das vorherrschende Handlungsziel des Beschuldigten bildete (vgl. A LBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19-28l BetmG], 3. Aufl., Bern 2016, Art. 19 BetmG N 284; FINGER- HUTH /SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 249) sowie dass der Beschuldig- - 52 - te und dessen zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls drogenabhängige und kranke Ehefrau voneinander abhängig waren und einen Haushalt teilten, muss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG auch auf den Beschuldigten Anwendung finden. Bei einer Ge- samtbetrachtung wird die objektive Tatschwere dadurch leicht relativiert. Dies führt insgesamt zu einer Tatschwere, welche als leicht zu bezeichnen ist. Inner- halb des weit gefassten Strafrahmens erweist sich damit eine Einsatzstrafe von 18 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen.”
“Gramm von seinem Kokain konsumiert, teils habe sich die- se selbst bedient (Urk. 1/3/9 F/A 3, 6, 9, 11). Da weder Anzeichen dafür, dass sich der Beschuldigte mit dem Erlös aus dem Drogenhandel einen luxuriösen Le- bensstil finanziert hätte, noch Anhaltspunkte für einen anderen Verwendungs- zweck vorliegen, ist gestützt auf seine Aussagen und die Ausführungen seiner Verteidigerin (vgl. Urk. 122 S. 4 f.) davon auszugehen, dass er ausschliesslich zum Zwecke des eigenen Konsums und desjenigen seiner Ehefrau mit Drogen handelte. Entgegen der Vorinstanz führt der Umstand, dass sich auch die Ehefrau des Beschuldigten am Kokain bediente, nicht zu einem Ausschluss von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG. Diese Bestimmung wurde für abhängige Kleinhändler vorge- sehen; die Qualifizierung von Art. 19 Abs. 2 BetmG zielt auf die nichtabhängigen Profiteure des Drogen-Schwarzmarktes ab. Folglich kommt, wer selbst abhängig ist und das Dealen allein zur Finanzierung seiner eigenen Sucht betreibt, in den Genuss einer Strafmilderung (vgl. hierzu BBl 2006 8612 f.). Nach der ratio legis dieser Bestimmung und unter Berücksichtigung, dass die Finanzierung der eige- nen Sucht das vorherrschende Handlungsziel des Beschuldigten bildete (vgl. A LBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19-28l BetmG], 3. Aufl., Bern 2016, Art. 19 BetmG N 284; FINGER- HUTH /SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 249) sowie dass der Beschuldig- - 52 - te und dessen zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls drogenabhängige und kranke Ehefrau voneinander abhängig waren und einen Haushalt teilten, muss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG auch auf den Beschuldigten Anwendung finden. Bei einer Ge- samtbetrachtung wird die objektive Tatschwere dadurch leicht relativiert.”
“Negativ ist aber zu vermerken, dass er die Drogen zu- hause in einem Haushalt mit Kindern aufbewahrte (Urk. 1/2 S. 2: die Drogen la- gen bei der Verhaftung gar offen auf dem Tisch, als beide Kinder in der Wohnung anwesend, aber immerhin in einem anderen Zimmer fernsehend abgelenkt waren, vgl. Prot. II S. 16) und auch den Verkauf aus der Familienwohnung heraus be- trieb, was eine gewisse Skrupellosigkeit belegt. Aufgrund der objektiven, nicht mehr leichten Tatschwere wäre eine Einsatzstrafe von 26 Monaten Freiheitsstrafe festzusetzen. - 16 - Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich. Dass er dabei primär seinen eigenen, zuletzt mittelstarken bis starken Konsum finanzierte und darüber hinaus nur einen bescheidenen Gewinn erzielte, welchen er – insbesondere als in den letzten Mo- naten aufgrund eines Fehlverhaltens seines Arbeitgebers die Lohnzahlungen ausblieben – für Bedürfnisse des laufenden Unterhalts verbrauchte, ist in Anwen- dung von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG verschuldensmindernd zu berücksichtigen. Nicht auszugehen ist demgegenüber von einer eigentlichen finanziellen Notsitua- tion. Schliesslich hätte ihn der ausstehende Lohn zu einer Kündigung und zum Bezug von Arbeitslosenunterstützung berechtigt, zumal er sich notfalls auch bei der Sozialbehörde hätte melden können. Insgesamt ist das Verschulden damit als leicht zu qualifizieren, wofür eine Ein- satzstrafe von 21 Monaten angemessen erscheint.”
Bei hinreichend konkretem Tatverdacht des Handels (Art. 19 Abs. 1 BetmG) können Beschlagnahme und Hausdurchsuchung als dringlich und verhältnismässig erscheinen, namentlich um das Auffinden weiterer Drogen zu ermöglichen oder zu verhindern, dass Beschuldigte oder Mitbewohner Beweismittel beseitigen.
“Gegen den Beschwerdeführer bestand im Zeitpunkt der mündlichen Anordnung der Hausdurchsuchung wie dargelegt der hinreichend konkrete Tatverdacht des Handels mit Marihuana, das heisst eines Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG. Mit Blick auf die Menge des im Fahrzeug des Beschwerdeführers vorgefundenen Marihuanas und das auf seiner Person sichergestellte Bargeld war die Hausdurchsuchung als nicht schwerer Eingriff in das (Grund-)Recht auf Schutz der Privatsphäre (Art. 13 Abs. 1 BV) offensichtlich verhältnismässig, galt es doch namentlich festzustellen, ob sich am Domizil des Beschwerdeführers weitere Drogen befanden. Hingegen wäre eine Hausdurchsuchung bloss aufgrund des Verdachts des Fahrens unter Drogeneinfluss in der Tat unverhältnismässig gewesen, wie die Staatsanwaltschaft in ihrer Stellungnahme selber einräumt. Die Dringlichkeit der Hausdurchsuchung ergibt sich im vorliegenden Fall nur schon daraus, dass der Beschwerdeführer vor seinem Domizil angehalten wurde und nicht auszuschliessen war, dass die Anhaltung von möglichen Mitbewohnern mitverfolgt worden war und diese dadurch Gelegenheit erhielten, allfällige Beweismittel beiseitezuschaffen. In der Tat stellte sich dann heraus, dass die Ehefrau des Beschuldigten in der Wohnung anwesend war.”
Die Tatbestände nach Art. 19 BetmG sind als abstrakte Gefährdungsdelikte ausgestaltet; es ist demnach nicht der Eintritt einer konkreten Gefahr erforderlich. Dementsprechend kann auch das Treffen von Anstalten zu einer in Art. 19 lit. g genannten Widerhandlung strafbar sein.
“Sie sind in gesundheitlicher Hinsicht dennoch nicht unbedenklich und stellen Betäubungsmittel dar (BGE 120 IV 256). "Verbotenes Cannabis" ist gemäss Verzeichnis "d" der BetmVV-EDI nur die Hanfpflanze oder ihre Teile, welche einen durchschnittlichen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % aufweisen (sowie sämtliche Gegenstände und Präparate, welche einen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % beinhalten oder aus Hanf mit einem Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % hergestellt werden), soweit es nicht zu medizinischen Zwecken verwendet wird (BGer 6B_1113/2013 und 6B_1114/2013 vom 30. Juni 2014 E. 4.2; Schlegel/ Jucker, a.a.O., N 23 ff. zu Art. 8 BetmG, mit Hinweisen; Hug-Beeli, a.a.O., N 32 ff. zu Art. 8 BetmG). Die einzelnen Tatbestände sind als abstrakte Gefährdungsdelikte ausgestaltet, weshalb nicht der Eintritt einer Gefahr verlangt wird, sondern bloss ein Tun bestraft wird, welches leicht eine konkrete Gefahr auslösen kann. Damit lässt sich auch der Tatbestand des blossen Anstaltentreffens begründen (Hug-Beeli, a.a.O., N 20 zu Art. 19 BetmG, mit Hinweisen).”
“Nach Art. 19 Abs. 1 BetmG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer unter anderem: Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Weise erzeugt (lit. a); Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (lit. c); zu einer Widerhandlung nach den Buchstaben a-f Anstalten trifft (lit. g). Eine Bestrafung gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG verlangt Vorsatz, wobei dolus eventualis genügt (BGE 126 IV 201; Stephan Schlegel/ Oliver Jucker, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 4. Auflage, Zürich 2022, N 114 ff. zu Art. 19 BetmG, mit Hinweisen; Gustav Hug-Beeli, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, Basel 2016, N 102 ff. zu Art. 19 BetmG, mit Hinweisen). Nach diesem Gesetz gelten als Betäubungsmittel abhängigkeitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen Morphin, Kokain oder Cannabis, sowie Stoffe und Präparate, die auf deren Grundlage hergestellt werden oder eine ähnliche Wirkung wie diese haben (Art. 2 lit. a BetmG). Cannabisprodukte sind zwar nicht geeignet, die körperliche und seelische Gesundheit vieler Menschen in eine naheliegende und ernstliche Gefahr zu bringen. Dementsprechend findet der Qualifikationstatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (Menge) auf Cannabis keine Anwendung (BGE 117 IV 314; Schlegel/ Jucker, a.a.O., N 181 zu Art. 19 BetmG). Sie sind in gesundheitlicher Hinsicht dennoch nicht unbedenklich und stellen Betäubungsmittel dar (BGE 120 IV 256). "Verbotenes Cannabis" ist gemäss Verzeichnis "d" der BetmVV-EDI nur die Hanfpflanze oder ihre Teile, welche einen durchschnittlichen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % aufweisen (sowie sämtliche Gegenstände und Präparate, welche einen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % beinhalten oder aus Hanf mit einem Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % hergestellt werden), soweit es nicht zu medizinischen Zwecken verwendet wird (BGer 6B_1113/2013 und 6B_1114/2013 vom 30.”
Bei wiederholten Handeltaten und mehrfachen Festnahmen kann das Risiko einer Anordnung von Untersuchungshaft erhöht sein, weil konkret eine Reititionsgefahr (Wiederholungsgefahr) und gegebenenfalls Fluchtrisiko angenommen werden kann. Die Haftüberprüfung konzentriert sich auf die konkrete Risikobeurteilung und darauf, ob weniger einschneidende Ersatzmassnahmen geeignet sind, das festgestellte Risiko zu beseitigen; sind sie nicht geeignet, spricht dies für die Anordnung oder Fortdauer der Haft.
“-) provenait de son activité professionnelle en France comme auto-entrepreneur L______, étant précisé qu'un employé en France travaillait pour lui, lui-même restant en Suisse pour s'occuper de ses enfants. Il était sans domicile fixe mais a donné comme adresse de notification en Suisse celle de S______. j.b. Prévenu par le Ministère public, le lendemain, d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup, l'intéressé a déclaré avoir agi car il avait des dettes (frais d'avocat). À l'issue de son audition, le Ministère public a ordonné sa mise en liberté. k.a. Le 28 août 2024, A______ a été arrêté par la police à la rue 8______ à Genève (P/19858/2024). Il était soupçonné d'avoir vendu, le jour en question, à X______, une boulette de cocaïne d'un poids brut de 0,4 gramme pour la somme de CHF 30.-. À la police, il a admis les faits. Il ne faisait pas cela d'habitude. Un ami dont il ne connaissait pas le nom lui avait donné la drogue. Il lui avait demandé de l'aide pour se faire un peu d'argent. Il habitait actuellement chez des amis. Il n'avait pas d'adresse en Suisse. k.b. Prévenu par le Ministère public, le lendemain, d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup, A______ a confirmé ses précédentes déclarations. Il avait des dettes en lien avec la procédure civile initiée pour pouvoir voir ses enfants. Il rappelait avoir deux enfants en Suisse, l'un à N______ [AG], l'autre à Genève. Il essayait d'obtenir un droit de visite. À l'issue de l'audience, le Ministère public a ordonné sa mise en liberté. l. Les procédures P/19306/2024 et P/19858/2024 seront jointes à la présente cause le 25 septembre 2024. m.a. Le 13 septembre 2024, A______ a encore été arrêté par la police à la rue 8______ no. ______ à Genève (P/21273/2024). Il était soupçonné d'avoir vendu une boulette de cocaïne à Y______. Il a contesté les faits devant la police. Lui-même consommait de la réside de cannabis. Il avait habité à S______ et recevait son courrier à cette adresse. m.b. Prévenu par le Ministère public, le lendemain, d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup, A______ a contesté les faits. Il cherchait du travail mais n'en trouvait pas, faute de permis. ` À l'issue de l'audience, le Ministère public a informé le prévenu qu'il allait solliciter sa mise en détention provisoire en raison des risques de réitération et de fuite.”
“Il habitait actuellement chez des amis. Il n'avait pas d'adresse en Suisse. k.b. Prévenu par le Ministère public, le lendemain, d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup, A______ a confirmé ses précédentes déclarations. Il avait des dettes en lien avec la procédure civile initiée pour pouvoir voir ses enfants. Il rappelait avoir deux enfants en Suisse, l'un à N______ [AG], l'autre à Genève. Il essayait d'obtenir un droit de visite. À l'issue de l'audience, le Ministère public a ordonné sa mise en liberté. l. Les procédures P/19306/2024 et P/19858/2024 seront jointes à la présente cause le 25 septembre 2024. m.a. Le 13 septembre 2024, A______ a encore été arrêté par la police à la rue 8______ no. ______ à Genève (P/21273/2024). Il était soupçonné d'avoir vendu une boulette de cocaïne à Y______. Il a contesté les faits devant la police. Lui-même consommait de la réside de cannabis. Il avait habité à S______ et recevait son courrier à cette adresse. m.b. Prévenu par le Ministère public, le lendemain, d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup, A______ a contesté les faits. Il cherchait du travail mais n'en trouvait pas, faute de permis. ` À l'issue de l'audience, le Ministère public a informé le prévenu qu'il allait solliciter sa mise en détention provisoire en raison des risques de réitération et de fuite. m.c. Dite procédure a été jointe à la présente cause le même jour. n. Dans sa demande de mise en détention provisoire du 14 septembre 2024, le Ministère public rappelle factuellement les charges pesant sur le prévenu jusqu'à la date de prolongation des mesures de substitution, le 22 mars 2024. Il expose ensuite que, depuis lors, l'intéressé avait été interpellé à 4 reprises pour des délits à la LStup. Les procédures P/12287/2024 et P/21273/2024 avaient été jointes à la présente procédure, tandis que les procédures P/19306/2024 et P/19858/2024 devaient encore l'être. Il existait un risque de fuite et de réitération qu'aucune mesure de substitution ne pouvait pallier. o. À l'audience du 15 septembre 2024 devant le TMC, A______ a contesté tout risque de fuite.”
“Le recourant considère en revanche – à tort – que la Chambre de céans aurait retenu, dans son précédent arrêt, que les charges, similaires à celles en cause ici (arrestation du 16 septembre 2021), auraient été insuffisantes à fonder un risque de réitération. Elle avait – au contraire – retenu un risque concret de réitération. Toutefois, parce que le recourant était détenu à titre provisoire depuis 9 mois – pour infraction à l'art. 119 LEI, la possession de 0.8 grammes de haschich et la vente d'un sachet de cette substance –, ce risque, au regard des infractions retenues, ne justifiait "plus" la prolongation de la détention provisoire, faute de gravité suffisante. En l'occurrence, le recourant a, à nouveau, été placé en détention provisoire le 17 septembre 2021, puis placé en détention de sûreté pour trois mois, soit une détention totale portant, en l'état, sur quatre mois. Or, même si l'on ne retient que les faits à l'origine de sa nouvelle arrestation – soit deux infractions à l'art. 119 LEI (3 et 16 septembre 2021) et une violation de l'art. 19 al. 1 LStup –, le maintien en détention du recourant jusqu'à l'audience de jugement, pour pallier le risque de réitération, respecte le principe de la proportionnalité. 4. Le risque de réitération étant réalisé, l'autorité de recours peut se dispenser d'examiner si d'autres risques – alternatifs – le sont également (arrêt du Tribunal fédéral 1B_322/2019 du 17 juillet 2019 consid. 3.3 et la jurisprudence citée). 5. Les mesures de substitution précédemment ordonnées – que le recourant appelle à nouveau de ses vœux tout en déplorant qu'elles l'inciteraient à la récidive – ne sont plus aptes à contenir le risque de réitération, au vu des faits survenus après la précédente libération ordonnée par la Chambre de céans. 6. Le recours s'avère ainsi infondé et doit être rejeté. 7. Le recourant, qui succombe, supportera les frais envers l'État, qui seront fixés en totalité à CHF 900.- (art. 428 al. 1 CPP et 13 al. 1 du Règlement fixant le tarif des frais en matière pénale, RTFMP ; E 4 10.”
Nach der zitierten Rechtsprechung können wiederholte und substanzielle «Gärtnerarbeiten» an einer Cannabis‑Indooranlage (z. B. Stecklinge anpflanzen, Pflanzen pflegen, ernten, trocknen) einen derart wesentlichen Beitrag zum Betrieb und Erfolg der Anlage leisten, dass die handelnde Person nicht als blosse Gehilfin zu qualifizieren ist. Solche Tätigkeiten können daher selbständig die Tatbestände des unbefugten Anbaus und des unbefugten Besitzes nach Art. 19 Abs. 1 BetmG erfüllen.
“________ gemäss Beweisergebnis wusste, dass er in eine illegale THC-Indooranlage investierte, erübrigen sich Ausführungen zu dem seinerseits behaupteten Sachverhaltsirrtum nach Art. 13 Abs. 1 aStGB. Mit Blick auf das Beweisergebnis ist auch die von A.________ geltend gemachte Gehilfenschaft zu verneinen (siehe dazu auch E. II.13.5 hiervor, letzter Absatz). Ohnehin ist unter Berücksichtigung der rechtlichen Ausführungen unter E. III.16.3 hiervor festzuhalten, dass A.________ selbst dann nicht als Gehilfe i.S.v. Art. 25 aStGB zu qualifizieren wäre, wenn er nur die zugestandenen «Gärtnerarbeiten» verrichtet hätte: Wer Cannabisstecklinge anpflanzt, pflegt, erntet und trocknet, unterstützt den Cannabishandel nicht durch einen bloss untergeordneten Tatbeitrag, sondern ist für die Verwirklichung des Delikts derart wesentlich, dass dieses mit ihm steht oder fällt, und damit Hauptbeteiligter. Allein schon mit seinen «Gärtnertätigkeiten» trug A.________ in massgebender Weise zum Betrieb und Erfolg der Hanf-Indooranlage bei und erfüllte er eigenständig die Tatbestände des unbefugten Anbaus (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG) und des unbefugten Besitzes (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) von Cannabis. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann A.________ schliesslich aus dem Umstand, dass T.________ wegen Gehilfenschaft nach Art. 19 Abs. 1 BetmG i.V.m. Art. 25 aStGB verurteilt wurde. Dessen Verurteilung ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und für die Kammer nicht bindend.”
“________ gemäss Beweisergebnis wusste, dass er in eine illegale THC-Indooranlage investierte, erübrigen sich Ausführungen zu dem seinerseits behaupteten Sachverhaltsirrtum nach Art. 13 Abs. 1 aStGB. Mit Blick auf das Beweisergebnis ist auch die von A.________ geltend gemachte Gehilfenschaft zu verneinen (siehe dazu auch E. II.13.5 hiervor, letzter Absatz). Ohnehin ist unter Berücksichtigung der rechtlichen Ausführungen unter E. III.16.3 hiervor festzuhalten, dass A.________ selbst dann nicht als Gehilfe i.S.v. Art. 25 aStGB zu qualifizieren wäre, wenn er nur die zugestandenen «Gärtnerarbeiten» verrichtet hätte: Wer Cannabisstecklinge anpflanzt, pflegt, erntet und trocknet, unterstützt den Cannabishandel nicht durch einen bloss untergeordneten Tatbeitrag, sondern ist für die Verwirklichung des Delikts derart wesentlich, dass dieses mit ihm steht oder fällt, und damit Hauptbeteiligter. Allein schon mit seinen «Gärtnertätigkeiten» trug A.________ in massgebender Weise zum Betrieb und Erfolg der Hanf-Indooranlage bei und erfüllte er eigenständig die Tatbestände des unbefugten Anbaus (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG) und des unbefugten Besitzes (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) von Cannabis. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann A.________ schliesslich aus dem Umstand, dass T.________ wegen Gehilfenschaft nach Art. 19 Abs. 1 BetmG i.V.m. Art. 25 aStGB verurteilt wurde. Dessen Verurteilung ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und für die Kammer nicht bindend.”
Bei der Anwendung von Art. 19 Abs. 2 sind insbesondere die Menge der Betäubungsmittel, deren Reinheitsgrad, die Art und die Natur des Verkehrs sowie die Art der Teilnahme/der Beteiligung des Täters und seine Motive als massgebliche Kriterien für die Qualifikation und die Strafzumessung zu berücksichtigen.
“Les principes régissant la fixation de la peine en application de l'art. 47 CP ont encore récemment été rappelés notamment aux ATF 149 IV 217 et 144 IV 313, auxquels il peut être renvoyé. En bref, le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation dans la fixation de la peine. Le Tribunal fédéral n'intervient que lorsque l'autorité cantonale a fixé une peine en dehors du cadre légal, si elle s'est fondée sur des critères étrangers à l'art. 47 CP, si des éléments d'appréciation importants n'ont pas été pris en compte ou, enfin, si la peine prononcée est exagérément sévère ou clémente au point de constituer un abus du pouvoir d'appréciation (ATF 149 IV 217 consid. 1.1; 144 IV 313 consid. 1.2; arrêt 6B_1100/2023 du 8 juillet 2024 consid. 1 non publié aux ATF 150 IV 377, avec références). L'art. 19 al. 2 LStup prévoit les cas aggravés pour lesquels une peine privative de liberté d'un an au moins doit être prononcée. En matière de trafic de stupéfiants, il y a lieu de tenir compte plus spécifiquement de certains éléments pour fixer la peine, tels que, notamment, la quantité de drogue, son taux de pureté, le type et la nature du trafic, ainsi que la nature de la participation de l'auteur au trafic et ses mobiles (cf. arrêts 6B_1009/2023 du 12 mars 2024 consid. 4.1; 6B_912/2023 du 18 octobre 2023 consid. 3.1.1).”
“Les principes régissant la fixation de la peine en application de l'art. 47 CP ont encore récemment été rappelés notamment aux ATF 149 IV 217 et 144 IV 313, auxquels il peut être renvoyé. En bref, le juge dispose d'un large pouvoir d'appréciation dans la fixation de la peine. Le Tribunal fédéral n'intervient que lorsque l'autorité cantonale a fixé une peine en dehors du cadre légal, si elle s'est fondée sur des critères étrangers à l'art. 47 CP, si des éléments d'appréciation importants n'ont pas été pris en compte ou, enfin, si la peine prononcée est exagérément sévère ou clémente au point de constituer un abus du pouvoir d'appréciation (ATF 149 IV 217 consid. 1.1; 144 IV 313 consid. 1.2; arrêt 6B_1100/2023 du 8 juillet 2024 consid. 1 non publié aux ATF 150 IV 377, avec références). L'art. 19 al. 2 LStup prévoit les cas aggravés pour lesquels une peine privative de liberté d'un an au moins doit être prononcée. En matière de trafic de stupéfiants, il y a lieu de tenir compte plus spécifiquement de certains éléments pour fixer la peine, tels que, notamment, la quantité de drogue, son taux de pureté, le type et la nature du trafic, ainsi que la nature de la participation de l'auteur au trafic et ses mobiles (cf. arrêts 6B_1009/2023 du 12 mars 2024 consid. 4.1; 6B_912/2023 du 18 octobre 2023 consid. 3.1.1).”
Art. 19 BetmG ist als abstraktes Gefährdungsdelikt konzipiert und hat im Schwerpunkt die Verhinderung von Selbstgefährdung durch den Konsum von Betäubungsmitteln zum Ziel. Aufgrund der komplexen Wirkungszusammenhänge des Konsums lässt sich eine etwaige Gesundheitsschädigung im Regelfall nicht als unmittelbare Fremdschädigung einzelner Personen fassen.
“a.O., S. 22). Eine Gesundheitsschädigung kann frühstens durch (missbräuchliche) Konsumhandlungen entstehen, und diese nimmt normalerweise jede Konsumentin und jeder Konsument selber vor. Dabei lassen sich, wie im Schrifttum zutreffend erläutert wird, die damit einhergehenden Gesundheitsrisiken in der Regel nicht auf einzelne (vorgelagerte) Handlungen zurückführen, sondern sind das Resultat von komplexen Wirkungszusammenhängen. Aufgrund dieser Komplexität verfängt denn auch der klassische Dualismus von Täter und Opfer im Betäubungsmittelstrafrecht nicht (ALBRECHT, a.a.O., Einleitung N. 69; ferner GUSTAV HUG-BEELI, a.a.O., N. 8 ff. vor 1a. Kapitel). Eine Widerhandlung gegen das BetmG, selbst in Form einer qualifizierten Weitergabe von Betäubungsmitteln (Art. 19 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Abs. 2 lit. a BetmG), kann im Normalfall somit keine unmittelbare Schädigung der Gesundheit der betreffenden Person bewirken (gl.M. CONTE, a.a.O., S. 288; ALBRECHT, a.a.O., N. 23 ff., 192 und 197 zu Art. 19 BetmG). Die Haft wegen qualifizierter Wiederholungsgefahr verlangt die unmittelbare Gefährdung hochwertiger Individualrechtsgüter. Was das Erfordernis der Unmittelbarkeit anbelangt, so muss die Gefahr nach der Rechtsprechung akut sein oder in naher Zukunft drohen, weshalb die Haft mit grosser Dringlichkeit anzuordnen ist (BGE 150 IV 360 E. 3.2.3 und 3.4.4; Urteil 7B_1009/2024 vom 3. Oktober 2024 E. 2.2.2; je mit Hinweisen). Bei einer Widerhandlung gegen das BetmG fehlt es nach dem Gesagten gemeinhin an einer solchen unmittelbaren Gefahr. Auch aus diesem Grund kann Betäubungsmitteldelinquenz grundsätzlich keine qualifizierte Wiederholungsgefahr begründen.”
“Dieses Verständnis findet seine Stütze in einem weiteren Aspekt: Die Strafbestimmungen des BetmG sind als abstrakte Gefährdungsdelike ausgestaltet (BGE 133 IV 201 E. 3.2; 118 IV 200 E. 3f; Urteile 6B_17/2022 vom 18. März 2024 E. 1.7, nicht publ. in: BGE 150 IV 213 E. 1.7; 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146). Eine Besonderheit des Betäubungsmittelstrafrechts liegt sodann darin, dass es im Endeffekt nicht auf die Verhinderung einer Fremdgefährdung, sondern auf die Verhinderung einer Selbstgefährdung abzielt (vgl. PETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes, 3. Aufl. 2016, Einleitung N. 39; GUSTAV HUG-BEELI, Basler Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 2016, N. 21 zu Art. 19 BetmG; ferner JOSITSCH/RÖTHLISBERGER, a.a.O., S. 22). Eine Gesundheitsschädigung kann frühstens durch (missbräuchliche) Konsumhandlungen entstehen, und diese nimmt normalerweise jede Konsumentin und jeder Konsument selber vor. Dabei lassen sich, wie im Schrifttum zutreffend erläutert wird, die damit einhergehenden Gesundheitsrisiken in der Regel nicht auf einzelne (vorgelagerte) Handlungen zurückführen, sondern sind das Resultat von komplexen Wirkungszusammenhängen. Aufgrund dieser Komplexität verfängt denn auch der klassische Dualismus von Täter und Opfer im Betäubungsmittelstrafrecht nicht (ALBRECHT, a.a.O., Einleitung N. 69; ferner GUSTAV HUG-BEELI, a.a.O., N. 8 ff. vor 1a. Kapitel). Eine Widerhandlung gegen das BetmG, selbst in Form einer qualifizierten Weitergabe von Betäubungsmitteln (Art. 19 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Abs. 2 lit. a BetmG), kann im Normalfall somit keine unmittelbare Schädigung der Gesundheit der betreffenden Person bewirken (gl.M. CONTE, a.a.O., S. 288; ALBRECHT, a.”
“Dieses Verständnis findet seine Stütze in einem weiteren Aspekt: Die Strafbestimmungen des BetmG sind als abstrakte Gefährdungsdelike ausgestaltet (BGE 133 IV 201 E. 3.2; 118 IV 200 E. 3f; Urteile 6B_17/2022 vom 18. März 2024 E. 1.7, nicht publ. in: BGE 150 IV 213 E. 1.7; 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146). Eine Besonderheit des Betäubungsmittelstrafrechts liegt sodann darin, dass es im Endeffekt nicht auf die Verhinderung einer Fremdgefährdung, sondern auf die Verhinderung einer Selbstgefährdung abzielt (vgl. PETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes, 3. Aufl. 2016, Einleitung N. 39; GUSTAV HUG-BEELI, Basler Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 2016, N. 21 zu Art. 19 BetmG; ferner JOSITSCH/RÖTHLISBERGER, a.a.O., S. 22). Eine Gesundheitsschädigung kann frühstens durch (missbräuchliche) Konsumhandlungen entstehen, und diese nimmt normalerweise jede Konsumentin und jeder Konsument selber vor. Dabei lassen sich, wie im Schrifttum zutreffend erläutert wird, die damit einhergehenden Gesundheitsrisiken in der Regel nicht auf einzelne (vorgelagerte) Handlungen zurückführen, sondern sind das Resultat von komplexen Wirkungszusammenhängen. Aufgrund dieser Komplexität verfängt denn auch der klassische Dualismus von Täter und Opfer im Betäubungsmittelstrafrecht nicht (ALBRECHT, a.a.O., Einleitung N. 69; ferner GUSTAV HUG-BEELI, a.a.O., N. 8 ff. vor 1a. Kapitel). Eine Widerhandlung gegen das BetmG, selbst in Form einer qualifizierten Weitergabe von Betäubungsmitteln (Art. 19 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Abs. 2 lit. a BetmG), kann im Normalfall somit keine unmittelbare Schädigung der Gesundheit der betreffenden Person bewirken (gl.M. CONTE, a.a.O., S. 288; ALBRECHT, a.”
Ein positives Spurenresultat ist nicht zwingend als Beleg für Eigenkonsum zu werten; es kann auch durch Hantieren mit Betäubungsmitteln (z. B. Vorbereitungen zum Verkauf oder zur Weitergabe) erklärbar sein. Ein negatives Testergebnis kann allenfalls darauf hindeuten, dass der Tatbeitrag sich auf Transport bzw. Weitergabe beschränkte, stellt jedoch keinen zwingenden Entlastungsbeweis für das Fehlen von Veräusserungsabsicht dar.
“Damit ergibt sich unter Berücksichtigung der Anhaltesituation des Berufungsklägers, dass das sichergestellte Heroin nicht für seinen Eigenkonsum, sondern für die Weitergabe an Dritte bestimmt war. An dieser Einschätzung vermag auch die durch den Berufungskläger beantragte Auswertung der Spuren an seiner Kleidung nichts zu ändern. So wäre ein positives Testresultat nicht als Beweis für den Eigenkonsum zu werten, liesse sich doch ein positives Ergebnis genauso gut mit dem Hantieren von Heroin und damit mit Vorbereitungen zum Verkauf bzw. zur Weitergabe an Dritte erklären. Aus einem negativen Resultat könnte allenfalls geschlossen werden, dass sein Tatbeitrag einzig im Transport bzw. der Weitergabe an Dritte bestand. Der Sachverhalt gemäss Anklageschrift ist damit erstellt. 3.2 3.2.1 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. Auf der subjektiven Seite ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei einer Heroinmenge von 12 Gramm vor, wobei die Menge des reinen Stoffs entscheidend ist (BGE 145 IV 312,”
Als «Herstellen» im Sinn von Art. 19 BetmG wird unter anderem das Trocknen von Betäubungsmitteln verstanden. Dagegen gilt das blosses Verpacken der Droge in gebrauchsfähige Portionen nicht als Herstellen.
“Als Herstellen gilt unter anderem das Trocknen von Betäubungsmitteln (Hug-Beeli, 1. Aufl. 2016, Betäubungsmittelgesetz, Kommentar [...], Art. 19 BetmG N 261). Nicht als Herstellen gilt hingegen, wenn die Droge lediglich in gebrauchsfähige Portionen verpackt wird (Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 BetmG N 281).”
Die Einfuhrschwelle kann bereits dann als überschritten gelten, wenn sich der Tatentschluss in objektiven Handlungen äussert (etwa Fahrt ins Nachbarland verbunden mit konkreten Planungen zum Weiterverkauf), sodass nicht nur eine innere Absicht, sondern eine durch äussere Handlungen manifestierte Absicht vorliegt.
“Entgegen dem Vorbringen der Verteidigung hat diese Handlung – das versuchte Holen des Amphetamins aus der I.________‑Filiale – innerhalb des Anklagezeitraums (23.11.2021 bis 28.01.2022) stattgefunden. Angesichts des Umstands, dass der Beschuldigte einzig nach Deutschland gefahren ist, um das Amphetamin in die Schweiz zu bringen und es weiter erstellt ist, dass er die Absicht hatte, dieses danach zu veräussern, ist die Schwelle des Anstaltentreffens zur Einfuhr und zur Veräusserung überschritten, da sich der Tatentschluss des Beschuldigten mit objektiven Handlungen äusserte (Fahrt nach Deutschland sowie Planung an wen die Betäubungsmittel verkauft werden sollten). Das Gericht erachtet es weiter als erstellt, dass der Beschuldigte wissentlich und willentlich handelte und damit direktvorsätzlich. Er wusste, dass es sich bei den bei ihm sichergestellten Drogen um verbotene Betäubungsmittel handelte, hatte er diese doch im Darknet bestellt und selbst auch Amphetamin konsumiert. Der objektive und subjektive Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 BetmG ist demnach erfüllt. Beim sichergestellten Amphetamingemisch – betreffend welches der Beschuldigte Anstalten zur Einfuhr und zum Verkauf getroffen hat – handelt es sich nach dem Ergebnis der Beweiswürdigung um eine reine Wirkstoffmenge von”
Praktische Anwendung: Sind Drogenabhängigkeit und die Verwendung der Verkaufserlöse zur Finanzierung des Eigenkonsums nachgewiesen, ist dies ein strafmildernder Umstand nach Art. 19 Abs. 3 (lit. b) BetmG. Die Gerichte berücksichtigen diesen Umstand regelmässig innerhalb des ordentlichen Strafrahmens; in einzelnen Fällen kann dadurch das Verschulden als leicht eingestuft werden.
“In subjektiver Hinsicht ist zu beachten, dass der Beschuldigte mit direktem Vorsatz handelte. Im Übrigen ist dem Strafmilderungsgrund, dass der Beschuldig- te ungefähr die Hälfte des eingekauften Kokains für seinen Eigenkonsum sowie den Konsum seiner Ehefrau verbrauchte (Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG; Strafmilde- rung nach freiem Ermessen), verschuldensmindernd Rechnung zu tragen. Ge- stützt auf die Aussagen des Beschuldigten ist nämlich davon auszugehen, dass dieser im deliktsrelevanten Zeitraum von Kokain abhängig war. So erklärte er, fast täglich”
“(CHF 107'517.20 [Erlös aus verkauftem Kokain] ./. CHF 107'500.00 [Einkaufbetrag Gesamtkokain]). In Bezug auf die Abhängigkeit nach ICD-10-Klassifikation ist festzuhalten, dass die Beschuldigte nach eigenen Angaben im massgeblichen Zeitraum drogenabhängig war und sich freiwillig in eine Suchttherapie begeben hatte (vgl. act. H.3, IV.1; act. B.1-3). Dies bestätigt denn auch der Bericht von Dr. med. B., aus wel- chem sowohl die Diagnose einer Drogenabhängigkeit bei der Beschuldigten in den Jahren 2019-2020 als auch ein Entzug und die aktuelle Abstinenz der Beschuldig- ten hervorgeht (act. B.1). Damit gelten beide Voraussetzungen, nämlich die Verwendung des Gewinns für die Finanzierung des Eigenkonsums sowie die Drogenabhängigkeit, bei der Be- schuldigten als ausgewiesen. Sie kommt in den Genuss des Strafmilderungs- grunds von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG. Der abstrakte Strafrahmen für den Betäu- bungsmittelhandel nach Art. 19 Abs. 2 lit. a und c BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG öffnet sich theoretisch nach unten. Mangels aussergewöhnlicher Umstän- de ist der Strafmilderungsgrund allerdings innerhalb des ordentlichen Strafrah- mens strafmindernd zu berücksichtigen (vgl. nachstehend E. 3.3.1.2).”
“Der ordentliche Strafrahmen der qualifizierten Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG beträgt zwischen einem bis zu zwanzig Jahren Freiheits- strafe. Dieser Strafrahmen ist vorliegend weder nach oben noch nach unten zu erweitern, da der Tatsache, dass der Beschuldigte den Betäubungsmittelhandel primär deshalb ausübte, um seinen Eigenkonsum zu finanzieren (Strafmilde- rungsgrund gemäss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG) innerhalb dieses weiten Rahmens hinreichend Rechnung getragen werden kann. Innerhalb des massgebenden Strafrahmens misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt dabei das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Han- delns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Für die Zumes- sung der Strafe ist zwischen Tat- und Täterkomponente zu unterscheiden. Das Gericht ist dabei nicht gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungsgründe innerhalb der Einzelstrafe gewichtet (BGE 136 IV 55, E.”
“Negativ ist aber zu vermerken, dass er die Drogen zu- hause in einem Haushalt mit Kindern aufbewahrte (Urk. 1/2 S. 2: die Drogen la- gen bei der Verhaftung gar offen auf dem Tisch, als beide Kinder in der Wohnung anwesend, aber immerhin in einem anderen Zimmer fernsehend abgelenkt waren, vgl. Prot. II S. 16) und auch den Verkauf aus der Familienwohnung heraus be- trieb, was eine gewisse Skrupellosigkeit belegt. Aufgrund der objektiven, nicht mehr leichten Tatschwere wäre eine Einsatzstrafe von 26 Monaten Freiheitsstrafe festzusetzen. - 16 - Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich. Dass er dabei primär seinen eigenen, zuletzt mittelstarken bis starken Konsum finanzierte und darüber hinaus nur einen bescheidenen Gewinn erzielte, welchen er – insbesondere als in den letzten Mo- naten aufgrund eines Fehlverhaltens seines Arbeitgebers die Lohnzahlungen ausblieben – für Bedürfnisse des laufenden Unterhalts verbrauchte, ist in Anwen- dung von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG verschuldensmindernd zu berücksichtigen. Nicht auszugehen ist demgegenüber von einer eigentlichen finanziellen Notsitua- tion. Schliesslich hätte ihn der ausstehende Lohn zu einer Kündigung und zum Bezug von Arbeitslosenunterstützung berechtigt, zumal er sich notfalls auch bei der Sozialbehörde hätte melden können. Insgesamt ist das Verschulden damit als leicht zu qualifizieren, wofür eine Ein- satzstrafe von 21 Monaten angemessen erscheint.”
Für die Anwendung der Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG ist eine tatsächliche Betäubungsmittelabhängigkeit erforderlich; blosser häufiger oder gelegentlicher Konsum genügt nicht. Der Begriff der Abhängigkeit ist nach der ICD‑10 zu bestimmen und wird in der Regel durch einen Sachverständigen zu prüfen sein.
“Die Tätigkeit diente zwar zunächst primär der Deckung und Finanzierung des eigenen Konsums zunehmend jedoch auch der Finanzierung seines überschwänglichen Lebensstils (vgl. hierzu pag. 725 f., Z. 420 und Z. 432 ff.; pag. 1186, Z. 169 ff. und Z. 177 ff.). Da auch der «Beschaffungskriminalität» ein finanzieller Beweggrund zugrunde liegt und eine allfällige Suchtmittelabhängigkeit bei der Frage der Vermeidbarkeit zu berücksichtigen ist, wiegen die Beweggründe des Beschuldigten insgesamt neutral. Beim Kriterium der Vermeidbarkeit ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte während seiner deliktischen Tätigkeit selbst Drogen konsumierte. Gemäss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG kann das Gericht die Strafe bei einer Widerhandlung nach Abs. 2 nach freiem Ermessen mildern, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Widerhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen. Wer in den Genuss der Strafmilderung kommen soll, muss geradezu abhängig sein und nicht nur gelegentlich selbst Betäubungsmittel konsumieren (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N. 247 zu Art. 19 BetmG mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des BGer 6B_27/2013 vom 5. März 2013 E 2.2). Vorliegend konsumierte der Beschuldigte im Deliktszeitraum zwar eine grössere Menge an Betäubungsmitteln (insbesondere Cannabis) und sagte konstant aus, die Delikte primär zur Finanzierung seines Eigenkonsums begangen zu haben. Zugleich war er jedoch in der Lage, auf eigene Initiative und Rechnung einen semi-professionellen Drogenhandel zu betreiben, was Planung, Organisation und Zuverlässigkeit erfordert. Zudem betrieb er den Drogenhandel zunehmend auch zur Finanzierung seines überschwänglichen Lebensstils. Es ist damit noch von keiner Suchtmittelabhängigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 3 lit. b BemtG auszugehen. Nichts desto trotz dürfte die Vermeidbarkeit aufgrund des Eigenkonsums leichtgradig vermindert gewesen sein, was verschuldensmindernd zu berücksichtigen ist. Nach Ansicht der Kammer rechtfertigt sich unter diesem Punkt ein Abzug von acht Monaten.”
“47 StGB und nur knapp im qualifizierten Bereich liegende Drogenmengen rechtfertigen eine solche Unterschreitung des Strafrahmens nicht. Dies bereits deshalb nicht, als der Beschuldigte mit zwei verschiedenen Betäubungsmittel handelte und eine Strafe innerhalb des ordentlichen Rahmens vorliegend bei Weitem nicht dem Rechtsempfinden widerspräche. Ein möglicher (fakultativer) Strafmilderungsgrund könnte bezogen auf die qualifizierte Widerhandlung gegen das BetmG höchstens in Art. 19 Abs. 3 Bst. b aBetmG erblickt werden, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig wäre und diese Widerhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen. Der Begriff der Abhängigkeit ist dabei nach der ICD-10-Klassifikation der World Health Organization (WHO) zu verstehen; ein schädlicher Gebrauch reicht nicht aus (vgl. Schlegel/Jucker, a.a.O., N 247 zu Art. 247 BetmG). Der Betäubungsmittelabhängige muss sodann das Dealen einzig und allein zur Finanzierung seiner eigenen Sucht betreiben (Hug-Beeli, a.a.O., N 1183 und 1188 zu Art. 19 BetmG, wonach der Strafmilderungsgrund nicht zur Anwendung gelangen kann, wenn ein Teil des Erlöses aus dem Drogenhandel zugleich für die Finanzierung des Lebensunterhaltes verwendet wird). Vorliegend kann gestützt auf die Aussagen des Beschuldigten weder von einer erwiesenen und mithin strafmilderungswürdigen Abhängigkeit noch von einer ausschliesslichen Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums ausgegangen werden (etwa pag. 189 Z. 36: «ein bisschen Heroin und sehr selten Kokain. Heroin auch selten» und 53 ff.: «Kokain konsumiere ich ca. 1 Mal pro Monat. Heroin konsumiere erst ich seit den letzten drei Monaten. Früher war es zwei bis drei Mal pro Woche und seit der letzten Woche war es täglich» [Anmerkung der Kammer: Aussage vom 17. Dezember 2020]; pag. 262 f., wonach der Entzug im Gefängnis «nicht so schlimm» gewesen sei, er habe 3-4 Tage durchgehalten; pag. 212 Z. 297 f.: auf Frage, was er mit den CHF”
“2 BetmG, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Widerhandlung zur Finanzie- rung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen, die Strafe nach freiem Ermessen mildern (Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG). Bei der Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 BetmG handelt es sich um eine Kann-Vorschrift (Gustav Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz [BetmG] Kommentar, Basel 2016, N 1168 zu Art. 19 BetmG). Um in den Genuss dieses Strafmilderungsgrundes zu kommen, muss die Beschuldigte sowohl abhängig sein, als auch den Handel allein zur Finanzierung der eigenen Sucht betrieben haben. Dabei reicht das gelegentliche Konsumieren nicht aus (Hug-Beeli, a.a.O., N 1175 zu Art. 19 BetmG). Der Begriff Abhängigkeit ist nach der ICD-10 Klassifikation der WHO zu interpretieren. Abhängigkeit ist durch den starken Wunsch gekennzeichnet, die Substanz einzunehmen, Schwie- rigkeiten, den Konsum zu kontrollieren, und die Substanz trotz schädlicher Folgen zu gebrauchen, wobei dem Substanzgebrauch Vorrang vor anderen Verpflichtun- gen und Aktivitäten gegeben wird. Dies ist durch einen Sachverständigen festzu- stellen (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 247 zu Art. 19 BetmG). Bei der Fi- nanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums reicht es aus, dass diese das vorherrschende Ziel des Handelns war (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 249 zu Art. 19 BetmG). Die Beschuldigte führt aus, sie hätte keinen Drogenhandel betrieben, wäre sie nicht kokainabhängig gewesen. Ihr Willen habe nicht dem Gewinn, sondern der Finanzierung ihres eigenen Konsums gegolten. Dies sei veranschaulicht worden, indem der Handel hinfällig geworden sei, nachdem sie dem Drogenkonsum freiwil- lig den Rücken zugekehrt habe. Da sie und ihr Partner rund 1/5 des Kokains selbst konsumiert hätten, sei auch kein Gewinn mehr übriggeblieben. Die Be- schuldigte habe nur so viel abgegeben wie nötig, um sich die Sucht finanzieren zu können. Bei Gewinnsucht hätte sie wohl eine höhere Menge veranschlagt und nicht selbst konsumiert, sondern eben gehandelt, um einen Gewinn zu erzielen (act. H.2, Rz. 14). Die Staatsanwaltschaft hält dem entgegen, die Beschuldigte habe den Drogenhandel zwar betrieben, um sich ihren Eigenkonsum zu finanzie- ren, was auch bei der Strafzumessung zu ihren Gunsten berücksichtigt werden könne.”
Begründete Zurechnung verlangt Anknüpfungstatsachen: Fehlen Herkunfts- oder Übergabebeweise, reicht die bloss mögliche Übergabe oder blosse örtliche Nähe nicht aus, um Besitz oder Überlassen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sicher festzustellen. Entscheidend sind konkrete Anknüpfungstatsachen (z. B. sichtbare Übergabe, verwertbare Spuren, Zeugenaussagen), andernfalls kann keine Verurteilung wegen Besitzes/Überlassens erfolgen.
“_____ genommen und dar- über "verfügt" zu haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, mindestens eine dieser Tabletten D._____ überlassen zu haben. Die Vorinstanz hat diesbezüglich ausge- führt, dass sich dieser Vorwurf mit den im Recht liegenden Beweismitteln nicht erhärten lasse. Woher D._____ das in der Nacht vom tt. auf den tt.mm.2019 inj i- zierte Diaphin gehabt habe, sei bis zum Schluss ungeklärt geblieben. Der Be- schuldigte habe zwar die Möglichkeit anerkannt, dass D._____ ihm eine Tablette "gestohlen" haben könnte (Prot. I S. 14 f.). Genauso gut sei aber möglich, dass D._____ das Medikament selbst mit zum Beschuldigten genommen habe. Inso- fern liesse sich dieser Vorwurf nicht erstellen (Urk. 49 S. 17). Die Vorinstanz hat den Beschuldigten in der Folge lediglich des Vergehens gegen das Betäubungs- mittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig gesprochen, ihn je- doch nicht – wie es formell richtig gewesen wäre – vom Vorwurf des Vergehens - 19 - gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (Überlassen einer Tablette Diaphin an D._____) freigesprochen.”
“En revanche, on ne conçoit guère à quel acte officiel le comportement de l'appelant a pu constituer une entrave. En effet, il ne ressort pas du dossier, en particulier de ses déclarations, qu'à l'occasion de sa patrouille, le témoin C______ a cherché à contrôler l'identité de l'appelant, contrairement à ce qui est retenu dans l'acte d'accusation, et encore moins à l'interpeller lors de sa fuite, ce qui lui aurait été loisible de faire, compte tenu de la faible distance les séparant et du fait qu'il patrouillait avec son chien, non tenu en laisse, auquel il aurait pu ordonner de poursuivre l'appelant, ce qu'il n'a pas fait. Or, le simple fait de partir en courant à la vue d'un policier, sans que celui-ci n'ait préalablement, ou durant la fuite, manifesté l'intention d'accomplir un acte entrant dans le cadre de ses fonctions à l'égard du fuyard, ne saurait être punissable. Il y a dès lors lieu de réformer le jugement du TP sur ce point et d'acquitter l'appelant du chef d'empêchement d'accomplir un acte officiel. 4. 4.1. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire notamment celui qui sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d). 4.2. Il est établi que le 16 novembre 2020, la police a trouvé, à trois ou quatre mètres de l'endroit où l'appelant a été interpellé, sept parachutes de cocaïne, dissimulés entre deux véhicules. Contrairement à ce que soutient l'intimé/appelant-joint, le dossier ne permet pas d'établir que cette drogue appartenait à l'appelant. En effet, aucun profil ADN interprétable n'a été mis en évidence sur les parachutes de cocaïne. Les témoins C______ et D______ n'ont pas vu l'appelant les jeter ou les dissimuler. A cela s'ajoute le fait que plusieurs individus ont pris la fuite à la vue de la police, de sorte qu'il ne peut pas être exclu que la drogue a été abandonnée sur place par l'un d'eux, ou encore à un autre moment par un tiers, s'agissant d'un endroit régulièrement fréquenté par les vendeurs de drogue.”
Mengen-, Verpackungs- und Organisationsmerkmale (z. B. zahlreiche Einzelportionen, Handelsverpackungen, Waage, Lagerraum oder Tresor, grosser Bestand, hohe Reinheit) sowie frühere einschlägige Vorstrafen oder konkrete Verkaufsmerkmale gelten in der Praxis als belastende Indizien für eine Veräusserungs- bzw. Handelsabsicht und können — unter Berücksichtigung des Gesamtbilds — die Qualifikation als Veräusserung i.S.v. Art. 19 Abs. 1 BetmG begründen.
“im März 2021 angefragt habe, ob er jemanden kenne, der bis im Sommer 2021 Drogen und Geld lagern könne und wolle. Der Kollege X habe daraufhin mit Wissen und Willen und der Bereitschaft von A.________, den Handel mit harten Drogen zu ermöglichen resp. zu fördern, die in der Hauptanklage erwähnten Substanzen an Kokain- und Heroingemisch und MDMA/Ecstasy sowie Streckmittel - ohne aber das erwähnte Marihuana und Haschisch -, in dem ihm (X) frei zugänglichen Raum (inkl. Tresor) aufbewahrt. In der Folge habe auch A.________ den Raum mehrmals frequentiert, sodass er die Substanzen auch selber wahrgenommen habe (eingeklagt als Verbrechen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. b und d BetmG). Sodann soll A.________ die in der Hauptanklage umschriebenen Verkäufe von 49.8 g Kokaingemisch (46.2 g reines Kokain) für Fr. 3'000.-- an B.________ sowie von 49.9 g Kokaingemisch (46.4 g reines Kokain) für Fr. 3'700.-- an C.________ getätigt haben (eingeklagt als Verbrechen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG). Weiter soll A.________ seit Anfang 2021 bis zum 3. Juni 2021 im erwähnten Lagerraum wissentlich und willentlich Marihuana und Haschisch (drei Asservate mit insgesamt 11,874 kg Marihuana und ein Asservat mit 4,168 kg Haschisch) gelagert haben, wobei er über die Absicht und die ständige Bereitschaft verfügt habe, diese Betäubungsmittel einer Vielzahl von Dritten gegen Entgelt zugänglich zu machen. Zudem habe A.________, so die Eventualanklage weiter, im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zur Verhaftung am 3. Juni 2021, an nicht näher eruierbare Abnehmer bei zahlreichen Gelegenheiten Marihuana und Haschisch (je mindestens 1 kg insgesamt) verkauft (eingeklagt als mehrfaches Vergehen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit b-d BetmG). Schliesslich wird A.________ auch vorgeworfen, er habe zugelassen, dass der Kollege X im Zuge des Einlagerns von sehr grossen Mengen an Betäubungsmitteln im Tresor im erwähnten Raum Fr. 100'000.-- (in einem Vakuumbeutel) versteckt habe. A.________ habe den Raum und den Tresor wissentlich und willentlich zur Verfügung gestellt, wobei er um die verbrecherische Herkunft (namentlich den umfangreichen Handel mit harten Betäubungsmitteln) gewusst oder diese zumindest in Kauf genommen habe (eingeklagt als Geldwäscherei im Sinne von Art.”
“Le fait que l'analyse des deux téléphones portables du prévenu se soit avérée infructueuse quant à l'établissement d'un trafic de drogue n'est pas déterminant, dans la mesure où il est logique qu'un trafiquant avisé ne laisse aucune trace de ses agissements dans des appareils qui, en cas d'interpellation par la police, seront immédiatement examinés. La très grande quantité de cannabis découverte est peu compatible avec un seul but de consommation personnelle, ce d'autant plus que celle du prévenu n'était de que l'ordre de cinquante grammes par semaine, selon ses propres dires. Par ailleurs, si l'on tient compte de la valeur marchande considérable de cette drogue et de la situation peu favorable du prévenu, telle qu'elle ressort des indications fournies le 14 janvier 2022, on voit mal pourquoi le prévenu aurait renoncé à une démarche de vente qui allait s'avérer lucrative. C'est aussi le lieu de rappeler que le prévenu, antérieurement au 7 novembre 2021, avait déjà été condamné à deux reprises du chef de délit contre la loi fédérale sur les stupéfiants, étant précisé que la condamnation du 30 décembre 2020 portait sur les lettres c et d de l'art. 19 al. 1 LStup. A cela s'ajoute les faits du 20 janvier 2023 relatifs à I______, pour lesquels le Tribunal a acquis la conviction qu'il s'agissait bel et bien d'une vente de cannabis (cf. infra 2.2.2). Il peut ainsi être affirmé que le prévenu n'est pas étranger au trafic de stupéfiants. Enfin, il n'est pas rendu vraisemblable que le prévenu comptait consommer les 13.37 grammes de cocaïne, dès lors qu'il n'a jamais évoqué la prise de ce type de stupéfiant dans ses différentes déclarations et que ce n'est qu'à l'audience de jugement qu'il a avancé cela. Au vu de l'ensemble de ces éléments, le Tribunal n'éprouve aucun doute quant au fait que les stupéfiants détenus le 7 novembre 2021 étaient destinés à être vendus. Il n'y a ainsi pas de place pour une infraction à l'art. 19a al. 1 LStup et le prévenu sera reconnu coupable d'infraction à l'art. 19 al. 1 let. d LStup. 2.2.2. En ce qui concerne les faits du 20 janvier 2023, le Tribunal retient qu'il ressort des constatations policières et du procès-verbal d'audition manuscrite de I______ que le prévenu a vendu à ce dernier 4.”
“Nach Ansicht der Kammer sind dem Beschuldigten auch diese beiden – schlussendlich zwar nicht sichergestellten aber doch dem Beschuldigten klar zurechenbaren – Fallschirme mit einem mutmasslich gleichen Inhalt wie beim sichergestellten Fallschirm aus der Aare, anzulasten. Die total 114 Fallschirme wiesen unterschiedliche Reinheitsgrade auf. Es kann diesbezüglich auf das IRM-Gutachten verwiesen werden (pag. 116). Die Kammer geht nach Abzug des Toleranzwertes von 4 % für die insgesamt 114 Fallschirme von folgenden reinen Mengen Kokain-Base aus: 84 Gramm (91 Fallschirme) à mind. 54% = rund 45,5 Gramm Kokainbase 19 Gramm (20 Fallschirme) à mind. 53% = rund 10 Gramm Kokainbase 2,82 Gramm (3 Fallschirme) à mind. 52% = rund 1,5 Gramm Kokainbase = Total mind. rund 57 Gramm Kokainbase Zusammen mit der Staatsanwaltschaft geht die Kammer davon aus, dass der Beschuldigte das in Einzelportionen abgepackte Kokain nicht nur besessen hat, sondern beabsichtigt war, diese Einzelportionen an Abnehmerinnen und Abnehmer weiterzuveräussern. Dies ergibt sich einerseits aus der sichergestellten Menge an Einzelportionen und auch aus der aus den Akten ersichtlichen Vorgeschichte des Beschuldigten, wonach dieser bereits mehrfach wegen Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (Veräusserung bzw. Verschaffen von Betäubungsmitteln) sowie wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung von Drogen verurteilt wurde. Das Anstaltentreffen zur Veräusserung bildet vorliegend zwar nicht Inhalt der Anklage (angeklagt ist nur Art. 19 Abs. 1 lit. d i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG; pag. 187), darf aber bei der Strafzumessung entsprechend berücksichtigt werden.”
“BetmG-Vergehen (MDMA/Ecstasy, Cannabis-Produkte) Zur objektiven Tatschwere lässt sich hier festhalten, dass der Beschuldigte über einen Zeitraum von mehreren Monaten in beträchtlichen Mengen weitere Betäu- bungsmittel – 2'567 Gramm MDMA (Ecstasy), 11'874 Gramm Marihuana sowie 4'168 Gramm Haschisch – zum Verkauf besass. Auch wenn das Gefährdungspotential dieser Substanzen im Vergleich zu den harten Drogen Heroin und Kokain wesentlich tiefer ist und es sich um Drogen mit tieferem Abhängigkeitspotential handelt (BGE 125 IV 90, 117 IV 314), ist an- gesichts der verschiedenen Behältnisse, der Vorgehensweise (Lagerraum, Vorsichtsmassnahmen, Utensilien etc.) und auch im Gesamtkontext mit den harten Drogen nicht zu übersehen, dass diesem Geschäftszweig ebenfalls eine erhebliche Bedeutung zukam. Die weiteren Elemente entsprechen im Wesent- lichen jenen des Hauptdelikts. Insgesamt kann mit Fug von einem organisierten Gemischtwarenladen gesprochen werden. Wiederum vermag die subjektive Tatschwere die objektive nicht zu relativieren; es ist von direktem Vorsatz sowie von finanziellen, egoistischen Motiven auszugehen. Im Spektrum denkbarer Verstösse gegen den Grundtatbestand von Art. 19 Abs. 1 BetmG liegt das Tatverschulden hier im mittleren Bereich und muss als erheblich bezeichnet werden. Für sich betrachtet wäre eine Einsatzstrafe von 18 Monaten angemessen. Die persönlichen Verhältnisse zeitigen wiederum keine Auswirkungen auf die Straf- zumessung. Das bei erdrückender Beweislage abgegebene Geständnis vermag hier die direkt einschlägigen Vorstrafen (Handel mit Cannabis) nicht auszugleichen. Einer leichten Strafminderung steht eine deutlich spürbare Straferhöhung gegen- über, sodass unter dem Strich eine Straferhöhung von 3 Monaten resultieren würde. - 41 - Als Einzelstrafe für das BetmG-Vergehen wären 21 Monate Freiheitsstrafe ange- messen. 5.Gesamtstrafenbildung, angemessene Strafe Den beiden direkt nachgewiesenen Kokainverkäufen und dem minderschweren Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz kommen zwar verschuldensmässig je selbstständige Bedeutung zu, handelt es sich doch um eigenständige Tathand- lungen bzw. Straftatbestände mit spezifischen Strafandrohungen.”
“Unangefochten ist der vorinstanzlich festgestellte Besitz von 132.7 Gramm (netto) Kokaingemisch mit einem Reinheitsgehalt von 95%, entsprechend 125.7 Gramm reinem Kokain, und die Feststellung der Vorinstanz, dass der nicht konsumierende Beschuldigte die- ses Kokain für den Konsum von anderen Personen vorgesehen hatte (vgl. Urk. 46 S. 7 und S. 9 ff. , vgl. Urk. 47 S. 2). Weiter ist die die vorinstanzlich ausgefällte Sanktion und damit zusammenhän- gend deren Vollzug angefochten (Disp. Ziff. 2 bis 4, vgl. Urk. 47 S. 2 und Urk. 57 S. 4). Und letztlich wendet sich der Beschuldigte mit der Berufung gegen die vo- rinstanzliche Anordnung der Landesverweisung (Disp. Ziff. 6 und Urk. 57 S. 4 ff.). Unangefochten und damit in Rechtskraft erwachsen ist mithin der vorinstanzliche Schuldspruch bestreffend Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. b und d i.V.m. Art. 19 Abs. 2 BetmG (Disp. Ziff. 1 ohne Verkauf an B._____, d.h. ohne Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), die Verlängerung der Probezeit für eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.– gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 28. Juli 2020 (Disp. Ziff. 5), die Regelung der beschlagnahmten Barschaft, Drogen und Gegenstände (Disp. Ziff. 7 - 9), so- - 7 - wie das vorinstanzliche Kostendispositiv (Disp. Ziff. 10 - 12). Die Rechtskraft ist vorab mittels Beschluss festzustellen (vgl. Prot. II S. 4). III.”
“Die Vorinstanz erwägt, für die Annahme eines qualifizierten Falls nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sei nicht entscheidend, welche der in Art. 19 Abs. 1 BetmG genannten Widerhandlungen der Täter im Einzelnen begangen habe. Trotz Erreichung der mengenmässigen Grenzwerte von der Qualifikation ausgenommen seien einzig Konstellationen, in denen die Gefahr einer Weiterverbreitung der Drogen auszuschliessen sei. Eine solche Konstellation sei hier nicht gegeben. Zunächst deuteten sowohl die aufgefundene Menge als auch die Qualität der Stoffe offensichtlich nicht auf blossen Eigenkonsum hin. Insbesondere die mit einem Reinheitsgrad von 90 % ausserordentlich gute Qualität des Kokains stelle ein Indiz für eine höhere Hierarchiestufe des Beschuldigten innerhalb des Drogenhandels dar. Auch der Wert des sichergestellten Kokains (rund Fr. 2'500.-- bei gassenüblichen Fr. 100.-- pro Gramm) und des Amphetamins (rund Fr. 2'700.-- bei gassenüblichen Fr. 30.-- pro Gramm) spreche gegen die Annahme einer Vorratshaltung für den Eigenkonsum, zumal dies aufgrund der leichten Verfügbarkeit und den in den letzten Jahren konstanten Preisen für Abnehmer auch unsinnig wäre.”
Wiederholte Abgaben oder Veräusserungen von Betäubungsmitteln — auch wenn jede einzelne Abgabe nur kleine Mengen betrifft — werden in der Praxis verstärkt verfolgt und können sich bei der Strafzumessung strafverschärfend auswirken. Mehrfache Tatbegehungen und frühere einschlägige Verurteilungen werden von den Gerichten als relevante Umstände gewertet und können die Annahme eines qualifizierten oder schwereren Falls bzw. eine strengere Sanktion begünstigen; anhaltender Konsum schliesst zudem eine Behandlung als milder, «leichter» Fall nicht zwingend aus.
“A______ a reconnu avoir échangé 0.2 grammes de cocaïne à un homme qui l'avait interpellé, contre du bicarbonate de soude laissé sur un banc. Il a en outre indiqué être venu pour la première fois à Genève en juillet 2023 avant de retourner en Italie et être revenu à Genève une semaine auparavant. Il ne travaillait pas, dormait dans la rue lorsqu'il se trouvait en Suisse où il n'avait aucun lien particulier. Quant à lui, M. B______ a déclaré avoir acheté de la cocaïne contre la somme de CHF 30.- à un africain, corpulent, en habits noirs avec une capuche bleue. 5. Le 29 décembre 2023 à 11h38, en application de l'art. 74 LEI, le commissaire de police a prononcé à l'encontre de M. A______ une mesure d'interdiction de pénétrer dans une région déterminée (interdiction d'accès au canton de Genève) pour une durée de douze mois. 6. Par ordonnance pénale du 5 janvier 2024, M. A______ a été condamné par le Ministère public de Genève à une peine privative de liberté de 120 jours, pour infraction à l'art. 19 al. 1 LStup et 115 al. 1 let. b LEI. Il lui était notamment reproché d'avoir, au niveau des jeux pour enfants de ______[GE], à des dates indéterminées entre le 1er octobre 2023 et le 4 janvier 2024, vendu à quatre reprises une boulette de cocaïne à Monsieur C______, les trois premières fois contre la somme de EUR 40.- et la quatrième fois, une boulette de 0.6 grammes contre la somme de EUR 30.-. 7. Il ressort du rapport de police du 4 janvier 2024 que des agents de police avait constaté une prise de contact entre les intéressés qui étaient ensuite partis ensemble pour procéder à un échange à l'angle de ______[GE] et de ______[GE]. Interpellé, M. C______ leur a remis la cocaïne qu'il venait d'acheter à M. A______. 8. Entendu par la police le 4 janvier 2024, M. C______ a déclaré avoir acheté à quatre reprises de la cocaïne à M. A______, qu'il a reconnu sur une planche photographique. Ce dernier a quant à lui, exercé son droit au silence. 9. Par courrier du 8 janvier 2024, sous la plume de son conseil, M.”
“Nach Ansicht der Kammer sind dem Beschuldigten auch diese beiden – schlussendlich zwar nicht sichergestellten aber doch dem Beschuldigten klar zurechenbaren – Fallschirme mit einem mutmasslich gleichen Inhalt wie beim sichergestellten Fallschirm aus der Aare, anzulasten. Die total 114 Fallschirme wiesen unterschiedliche Reinheitsgrade auf. Es kann diesbezüglich auf das IRM-Gutachten verwiesen werden (pag. 116). Die Kammer geht nach Abzug des Toleranzwertes von 4 % für die insgesamt 114 Fallschirme von folgenden reinen Mengen Kokain-Base aus: 84 Gramm (91 Fallschirme) à mind. 54% = rund 45,5 Gramm Kokainbase 19 Gramm (20 Fallschirme) à mind. 53% = rund 10 Gramm Kokainbase 2,82 Gramm (3 Fallschirme) à mind. 52% = rund 1,5 Gramm Kokainbase = Total mind. rund 57 Gramm Kokainbase Zusammen mit der Staatsanwaltschaft geht die Kammer davon aus, dass der Beschuldigte das in Einzelportionen abgepackte Kokain nicht nur besessen hat, sondern beabsichtigt war, diese Einzelportionen an Abnehmerinnen und Abnehmer weiterzuveräussern. Dies ergibt sich einerseits aus der sichergestellten Menge an Einzelportionen und auch aus der aus den Akten ersichtlichen Vorgeschichte des Beschuldigten, wonach dieser bereits mehrfach wegen Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (Veräusserung bzw. Verschaffen von Betäubungsmitteln) sowie wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung von Drogen verurteilt wurde. Das Anstaltentreffen zur Veräusserung bildet vorliegend zwar nicht Inhalt der Anklage (angeklagt ist nur Art. 19 Abs. 1 lit. d i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG; pag. 187), darf aber bei der Strafzumessung entsprechend berücksichtigt werden.”
“2 LEI, dont il ne réunit pourtant pas les conditions dès lors que, désormais libre et devant purger deux peines privatives de liberté, son renvoi ne peut pas être exécuté immédiatement et il ne se trouve pas en détention à cette fin. Il est donc établi que l'appelant est venu en toute connaissance de cause à Genève le 7 octobre 2021 et y a séjourné jusqu'à son interpellation le lendemain, sans document d'identité ni toute autorisation de séjour, alors qu'il n'était plus autorisé à revenir en Suisse et faisait l'objet d'une interdiction spécifique d'entrer sur le territoire genevois. Il n'est pas au bénéfice d'un statut de requérant d'asile, sa demande à cet égard ayant fait l'objet d'une décision de non-entrée en matière le 21 mai 2019. La période pénale retenue dans la présente cause (du 7 au 8 octobre 2021) est antérieure à celle (à partir de novembre 2021) visée par les ordonnances pénales du MP prononcées en mars et avril 2022 ; il n’y a donc aucune violation du principe ne bis in idem. Sa culpabilité pour violations des art. 115 al. 1 et 119 al. 1 LEI sera en conséquence confirmée. 3. 3.1. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire notamment celui qui sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ou possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d). Celui qui aura commis une telle infraction pour assurer sa propre consommation est passible de l’amende (art. 19a al. 1 LStup). Dans les cas bénins, l’autorité compétente pourra suspendre la procédure ou renoncer à infliger une peine. Une réprimande peut être prononcée (al. 2). Pour dire s'il y a cas bénin, il faut prendre en compte l'ensemble des circonstances concrètes, objectives et subjectives. Des consommations antérieures ne l'excluent pas par principe. La notion de quantité minime n'est pas contenue dans cette disposition. La persistance à consommer exclut le cas bénin, même pour le haschich (ATF 124 IV 45 consid. 2a). 3.2. En l'espèce, il est établi à satisfaction de droit que l'appelant a acquis, parmi les stupéfiants saisis, à tout le moins les dix boulettes de cocaïnes aux fins de les vendre.”
“Der Täter muss sich dabei darauf eingerichtet haben, durch delikti- sche Handlungen Einkünfte zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kos- ten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung bilden, wobei eine gewissermassen "nebenberufliche" deliktische Tätigkeit genügen kann (BGE 116 IV 329; 123 IV 116). Wesentlich ist, dass der Täter die Tat bereits mehrfach begangen hat, wobei es nicht auf ein längerfristiges Tätigwerden ankommt (BGE 129 IV 191 ff.). Das zusätzliche Erfordernis eines grossen Umsatzes oder erheblichen Gewinns ist bei einem (Brutto-)Umsatz ab Fr. 100'000.– bzw. einem Gewinn von Fr. 10'000.– ge- geben, wobei dabei der Zeitraum, über den sich die gewerbsmässige Tätigkeit er- streckte, irrelevant ist (vgl. dazu SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 212 f.). Die in lit. c umschriebene Qualifikation betrifft persönliche Merkmale im Sinne von Art. 27 StGB. Ein Teilnehmer, Mittäter, Anstifter oder Gehilfe, auf den die Voraussetzungen der Gewerbsmässigkeit und des erheblichen Gewinns bzw. des grossen Umsatzes als persönliche Merkmale nach Art. 27 StGB nicht zutref- fen, kann nur nach Art. 19 Abs. 1 BetmG bestraft werden. Ein Teilnehmer kann nur dann wegen gewerbsmässiger Begehungsweise verurteilt werden, wenn er auch selber gewerbsmässig gehandelt hat. Beteiligte, die selber nicht in gewerbs- mässiger Absicht agieren, verwirklichen diesen Tatbestand selbst dann nicht, wenn sie von der Gewerbsmässigkeit des anderen Tatbeteiligten gewusst haben. Dies ist z.B. der Fall bei einem Angestellten, der in einem Hanfgeschäft oder La- - 47 - den angestellt ist und für seine Tätigkeit nur einen gewissen Lohn erhält, solange dieser nicht den Grenzbetrag des erheblichen Gewinnes überschreitet (HUG-BE- ELI, a.a.O., Art. 19 N 1122; SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 221).”
“_____ verkauft hat, sich die Taten mithin nicht in mas- sgeblicher Weise unterscheiden, beziehen sich die nachfolgenden Ausführungen zur Tatkomponente auf beide Delikte. Der Beschuldigte A._____ verkaufte 95 Gramm reines Kokain an D._____ zwecks Weiterverkaufs. Dass D._____ den Kaufpreis für die zweite Kokainmenge noch nicht beglichen hat, fällt nicht zu Gunsten des Beschuldigten A._____ in Betracht. Dieser Umstand ist in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass die Strafverfolgungsbehörden einen grossen Teil der zweiten Portion bei D._____ konfisziert haben und er diese folglich noch nicht weiterverkaufen konnte. Für ei- ne Menge von 95 Gramm reinem Kokain wird eine Einsatzstrafe von 20 Monaten vorgesehen (F INGERHUTH/ SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., N 45 zu Nr. 6 Art. 47 StGB). In Übrigen kann betreffend die objektive Tatschwere auf die vorstehenden Erwä- gungen verwiesen werden (E. III.1.2.). Unter Berücksichtigung aller denkbaren qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG wiegt das Verschulden in objektiver Hinsicht leicht. Auch betreffend das subjektive Verschulden kann auf die vorstehenden Erwägun- gen verwiesen werden (E. III.1.2.). Dem Beschuldigten A._____ beabsichtigte, damit einen Teil seiner Lebenshaltungskosten zu bestreiten, was ihm teilweise - 40 - auch gelang. Die subjektiven Elemente vermögen die objektiven Elemente nicht zu relativieren. Bei einer Gesamtbetrachtung ist das Gesamtverschulden als leicht zu qualifizieren. Eine Einzelstrafe von je 14 Monaten erscheint damit angemes- sen. Für die Asperation und die Bemessung der Gesamtstrafe ist dem Verhältnis der einzelnen Taten untereinander, ihrem Zusammenhang, ihrer grösseren oder ge- ringeren Selbständigkeit sowie der Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten Rechtsgüter und Begehungsweisen Rechnung zu tragen. Der Gesamtschuldbei- trag des einzelnen Delikts wird dabei geringer zu veranschlagen sein, wenn die Delikte zeitlich, sachlich und situativ in einem engen Zusammenhang stehen (Ur- teil des Bundesgerichts 6B_323/2010 vom 23.”
“kg Kokain massiv über dem Schwellenwert zur Annahme eines qualifizierten Falls, welcher bei 18 g reinem Kokain liege. Weiter sei eine mehrfache Tatbegehung zu beurteilen. Die vom Beschwerdeführer beantragte Freiheitsstrafe von 24 Monaten erscheine unter diesen Umständen viel zu niedrig. In Anbetracht der tiefen Hierarchiestufe des Beschwerdeführers sowie der durch die Verneinung des Anstaltentreffens deutlich niedrigeren Menge von Betäubungsmitteln erscheine die von der ersten Instanz angenommene Einsatzstrafe von 44 Monaten zu hoch. Angebracht seien vorliegend 36 Monate. Die tiefe Hierarchiestufe des Beschwerdeführers könne nicht verschuldensmindernd gewertet werden, sei doch bereits die Zugehörigkeit zu einer Bande an sich verschuldenserhöhend zu werten. Die Vorinstanz erhöht die Einsatzstrafe aufgrund der Weitergabe von Kokain an C.________ und D.________ um einen Monat auf 37 Monate (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), eine Straferhöhung für den Besitz von”
Für die Einfuhr i.S.v. Art. 19 Abs. 1 BetmG ist nicht zwingend dauerhafte Herrschaft oder Eigentum an den Betäubungsmitteln erforderlich. Teilnahme an einem grenzüberschreitenden Transport kann ausreichen; dies kann etwa temporärer Gewahrsam oder die Übernahme von Steuerungs-/Überwachungsaufgaben (z. B. telefonische Beaufsichtigung), sofern sie einen direkten Bezug zum Transport und dessen Durchführung haben, umfassen.
“Rechtliche Würdigung Die rechtliche Würdigung der Vorinstanz ist zutreffend und wird grundsätzlich auch seitens der Verteidigung nicht bestritten (Urk. 49 S. 16-19 E. III. ; Urk. 66 N 24). Auf die Erwägungen der Vorinstanz kann daher verwiesen werden. Soweit die Verteidigung ins Feld führt, die Beschuldigte habe keine Herrschaftsmöglich- - 16 - keit und daher auch keinen Besitz bzw. Gewahrsam am Koffer gehabt, da sie während des Fluges bis zum Rollout nicht ungehindert auf den Koffer habe ein- wirken können, zielt dies ins Leere (Urk. 66 N 43-48). Beim Befördern bzw. bei der Einfuhr von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG ist gerade keine Herrschaft oder Gewahrsam an den Drogen erforderlich (F INGER- HUTH /SCHLEGEL/JUCKER, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016, Art. 19 N 43 und N 46). III. Sanktion und Vollzug”
“Der Beschuldigte agierte im vorliegenden Fall als typischer Drogentranspor- teur für eine aus dem Hintergrund agierende Bande, in welcher Funktion er den Stoff vor dem Abflug in Besitz nahm, ihn alsdann in den ihm zur Verfügung ge- stellten Gepäckstücken transportierte und ihn auf diesem Weg in die Schweiz ein- führte. Auch wenn die Gepäckstücke nicht ihm gehörten und er in diesem Sinne nicht Eigentümer der Drogen wurde, gingen die von ihm vollstreckten Tathand- lungen mit zumindest temporär vollem Gewahrsam und Herrschaftswillen an der Ware über blosse Gehilfenschaftshandlungen hinaus, so dass von eigenständi- - 20 - gen Tathandlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG auszugehen ist. Dabei entspricht es bei der vorliegenden Konstellation eines Drogentransportes unter vorgängiger Erlangung bzw. gleichzeitigem Besitz der herrschenden Praxis und Doktrin, sämtliche erfüllten Tatbestandsvarianten ins Urteilsdispositiv aufzuneh- men, ohne von einer mehrfachen Tatbegehung auszugehen oder eine Konkur- renzausscheidung vorzunehmen (Urteil 6S.99/2007 vom 28. Juni 2007, E.”
“Les preuves doivent être examinées dans leur ensemble et l'état de fait déduit du rapprochement de divers éléments ou indices. Un ou plusieurs arguments corroboratifs peuvent demeurer fragiles si la solution retenue peut être justifiée de façon soutenable par un ou plusieurs arguments de nature à emporter la conviction (ATF 129 I 8 consid. 2.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_324/2017 du 8 mars 2018 consid. 1.1 et 6B_1183/2016 du 24 août 2017 consid. 1.1). 3.1.3. Dans certains cas, la déclaration d'un témoin auquel le prévenu n'a pas été confronté peut être exploitée, pour autant que la déposition soit soumise à un examen attentif, que l'accusé puisse prendre position à son sujet et que le verdict de culpabilité ne soit pas fondé sur cette seule preuve. De manière générale, il convient de rechercher si la procédure, considérée dans son ensemble, y compris la présentation des moyens de preuve, a revêtu un caractère équitable (ATF 131 I 476 consid. 2.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_721/2020 du 11 février 2021 consid. 3.3.1 et 6B_289/2020 du 1er décembre 2020 consid. 4.5.1). 3.2.1. Selon l'art. 19 al. 1 LStup, se rend notamment coupable d'un délit à la LStup celui qui, sans droit, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b). L'importation, l'exportation ou le transit sont des cas de transport, qui se caractérisent par le passage des stupéfiants par une frontière. L'activité n'est pas nécessairement un transport physique. Celui qui surveille la livraison par téléphone se rend coupable d'importation, soit de transport, de stupéfiants. Il faut une activité qui a un lien direct avec le transport de stupéfiants, aboutissant à elle seule au déplacement de la marchandise (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup : dispositions pénales, Bâle 2022, n. 22 et 23 ad art. 19). 3.2.2. L'infraction à l'art. 19 LStup est intentionnelle. Le dol éventuel suffit (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 101 ad art. 19). 3.2.3. L'art. 19 al. 2 let. a LStup érige en circonstance aggravante le fait que l'auteur ait su ou n'ait pu ignorer que son acte pouvait directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes.”
“Er holte auch hier vermehrt zu Gegenangriffen aus (beispielhaft pag. 589, Z. 341 f.; pag. 599, Z. 45 f.; pag. 610 f., Z. 610 ff.; pag. 613 f., Z. 762 ff.) und konzentrierte sich im Wesentlichen darauf, die Aussagen der anderen Einvernommenen zu negieren statt auf die gestellten Fragen zu antworten. Aufgrund der vorangegangenen Beweiswürdigung ist damit erstellt, dass der Beschuldigte am 17. Dezember 2015 gemeinsam mit einer weiteren Person und K.________ 300 Gramm Kokaingemisch (enthaltend ca. 170 Gramm Kokain Base) von H.________ nach I.________ sowie von I.________ nach J.________ befördern und somit in die Schweiz einführen liess. III. Rechtliche Würdigung 9. Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 und 2) 9.1 Theoretische Grundlagen Für die theoretischen Grundlagen zum Tatbestand kann vorab auf die zutreffenden, wenn auch knappen Ausführungen in der vorinstanzlichen Urteilsbegründung verwiesen werden (pag. 4275 f., S. 45 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). Der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz nach Art. 19 Abs. 1 BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt lagert, versendet, befördert, einführt, ausführt oder durchführt (lit. b) bzw. unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (lit. c). Der Täter wird sodann mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann, bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). Die Tathandlung des Veräusserns i.S.v. Art. 19 lit. c BetmG bedeutet die vorsätzliche Übertragung der Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person, mithin das Anbieten, Verteilen, Verkaufen, Vermitteln oder Abgeben von Betäubungsmittel (Urteil des Bundesgerichts 6B_360/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 2.2; Fingerhut/Schlegel/Jucker, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl., Art. 19 N 51 f.). Die Vollendung tritt mit der der Entäusserung folgenden Erlangung der Verfügungsgewalt durch den Erwerber ein (Fingerhut/Schlegel/Jucker, a.”
Im vorliegenden Entscheid wurde eine ambulante therapeutische Behandlung angeordnet. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde zugunsten dieser Massnahme aufgeschoben. Zudem erhielt der Verurteilte die Weisung, sich mindestens alle zwei Monate einer Kontrolle der Drogenabstinenz zu unterziehen.
“________, und an einem unbekannten Ort; der Gewaltdarstellungen und der verbotenen Pornografie, mehrfach begangen bzw. festgestellt, am 19.09.2017 in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________; der Sachbeschädigung, begangen am 20.09.2017, zirka 09:00 Uhr, in H.________ (Ortschaft), I.________strasse, Regionalgefängnis, Wartezelle 00.020; der Widerhandlung gegen das Waffengesetz, mehrfach begangen bzw. festgestellt, am 19.09.2017 und früher, in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________; der Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Fahren ohne Berechtigung, mehrfach begangen am 12.10.2017, zirka 15:10 Uhr und früher, in H.________ (Ortschaft), J.________strasse, und anderswo; am 02.11.2018, zirka 18:30/18:35 Uhr sowie früher und später, in H.________ (Ortschaft), K.________strasse, Tankstelle L.________ (Geschäft), und anderswo; und in Anwendung der Art. 34, Art. 40, Art. 47, Art. 49, Art. 51, Art. 63, Art. 135 Abs. 1bis, Art. 144, Art. 197 Abs. 5 Satz 1 StGB Art. 426 ff. StPO, Art. 19 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 19 Abs.1 BetmG und Art. 19 Abs. 1 BetmG Art. 33 Abs. 1 lit. a und Art. 34 Abs. 1 lit. e WG Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG verurteilt: Zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten. Die Polizei- und Untersuchungshaft von insgesamt 4 Tagen werden im Umfang von 4 Tagen auf die Freiheitsstrafe angerechnet. Es wird eine ambulante therapeutische Behandlung angeordnet. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zugunsten der Massnahme aufgeschoben. Zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu CHF 20.00, ausmachend total CHF 3'600.00. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 200.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung wird auf 2 Tage festgesetzt. Zu den auf den Schuldspruch entfallenden Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren von CHF 16'400.00 und Auslagen von CHF 29'289.30, insgesamt bestimmt auf CHF 45’689.30. [Zusammensetzung der Gebühren und Auslagen] IV. [Entschädigung amtliche Verteidigung] V. Weiter wird verfügt: Dem Beschuldigten wird, verbunden mit der ambulanten Massnahme, die Weisung erteilt, sich regelmässig, mindestens alle 2 Monate, einer Kontrolle der Drogenabstinenz zu unterziehen.”
Bei Verdacht auf ein Vergehen oder Verbrechen nach Art. 19 BetmG kann die Staatsanwaltschaft als Verfahrensmassnahme die Entnahme einer DNA-Probe bzw. die Erstellung eines DNA-Profils anordnen. Eine solche Anordnung wird in der Praxis insbesondere gestützt, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die DNA zur Aufklärung weiterer tatbezogener Straftaten beitragen kann, namentlich bei früheren Verurteilungen oder wiederholten Verfahren im Zusammenhang mit Art. 19 BetmG.
“Vorliegend ist unbestritten, dass der für die Anordnung einer WSA-Probe bzw. Erstellung eines DNA-Profils hinreichende Tatverdacht eines Verbrechens oder Vergehens vorliegt, nämlich einer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 BetmG). Umstritten ist einzig, ob die Vorinstanz die Verhältnismässigkeit der von der Staatsanwaltschaft beantragten Massnahmen zu Recht verneint hat.”
“2.1; ATF 145 IV 263 consid. 3.4; arrêt du Tribunal fédéral 1B_230/2022 du 7 septembre 2022 consid. 2.2). 3.2. En l'espèce, il résulte clairement de l'ordonnance querellée que l'établissement du profil d'ADN du recourant a été ordonné par le Ministère public en raison de ses condamnations des 20 juillet et 17 octobre 2017 pour des infractions à l'art. 19 al. 1 LStup, soit des délits, ainsi que de son interpellation le 30 janvier 2025 "suite à la vente de stupéfiants marijuana". Il existe ainsi des indices concrets laissant présumer qu’il pourrait avoir commis d’autres délits à la LStup, que la vente de deux pilules d'ecstasy le 10 janvier 2025 dont il est soupçonné dans la présente procédure. Dans ces circonstances, le prélèvement du profil d'ADN du recourant se justifie, étant au demeurant relevé que, contrairement à ce qu'il soutient, la Directive A.5 art. 4.3 du Ministère public prévoit bien un tel prélèvement sur la base de l'art. 255 al. 1bis CP lorsqu'il s'agit d'infractions à l'art. 19 LStup, soit tant les délits que les crimes, puisque n'y figure pas spécifiquement l'al. 2 de cette disposition, soit la forme aggravée. Pour le surplus, le prélèvement d'ADN est une mesure impliquant une atteinte légère aux droits personnels, proportionnée par rapport au trafic de stupéfiants dont le recourant est soupçonné, à la perspective de ses deux antécédents spécifiques. Ceci est d'autant plus vrai que le recourant, qui a dit vivre tantôt à D______, tantôt en Italie et être sans revenu régulier, s'est trouvé aux dires de la police les 10 et 30 janvier 2025 ainsi que 13 février 2025 dans le secteur de la place des Volontaires à Genève, notoirement connu pour abriter un trafic de rue de diverses drogues. Partant, la mesure ordonnée, qui repose sur une base légale, est proportionnée et dictée par un intérêt public. Compte tenu de ce qui précède, nul n'est besoin d'analyser les autres griefs formulés. 4. Il s'ensuit que le recours doit être rejeté. 5. Le recourant, qui succombe, supportera les frais envers l'État, fixés en totalité à CHF 600.”
“À deux reprises, le 14 janvier 2025, puis le 3 février 2025, dans le cadre des procédures P/592/2025 et P/2427/2025, désormais jointes, le Ministère public a ordonné l'établissement du profil d'ADN de A______, au motif que celui-ci avait déjà été soupçonné d'avoir commis des infractions susceptibles d'être élucidées au moyen de l'ADN, soit des délits contre la loi fédérale sur les stupéfiants. o. À teneur de l'extrait de son casier judiciaire suisse, A______ a été condamné à cinq reprises par le Tribunal des mineurs, entre le 5 juillet 2023 et le 13 septembre 2024, quatre fois pour des délits contre la loi fédérale sur les stupéfiants et cinq fois pour des infractions à la législation sur les étrangers, puis par le Ministère public, le 17 janvier 2025, pour délit contre la loi fédérale sur les stupéfiants. C. Le Ministère public motive l'ordonnance querellée par le fait que A______ avait déjà été soupçonné d'avoir commis des infractions susceptibles d'être élucidées au moyen de l'ADN, soit des infractions à l'art. 19 LStup (art. 255 al. 1bis CPP). D. a. Dans son recours, A______ constate une multiplication des ordonnances d'établissement de profil ADN, laissant craindre une volonté de "ficher de manière massive les étrangers" et de voir resurgir "l'affaire des fiches ayant eu lieu dans les années 80". En outre, l'établissement de son profil ADN avait déjà été ordonné le 3 février 2025 – à ses frais – dans le cadre de la procédure P/2427/2025. Quand bien même les profils ADN seraient soumis à effacement après un certain délai, il ne se justifiait guère d'ordonner derechef et "arbitrairement" une telle mesure – "inutile" et "coûteuse" – à son égard. Son profil ADN pourrait de toute façon être conservé pendant 20 ans et on peinait à percevoir l'intérêt de le conserver un mois supplémentaire à l'échéance de ce délai. Son casier judiciaire était vierge, des frais relatifs à l'établissement de son profil ADN avaient déjà été mis à sa charge dans une autre procédure et un profil ADN ne changeait pas "au cours de la vie d'un être humain".”
Bei Herstellungsdelikten gilt: Für die Vollendung genügt das Arbeiten mit dem Stoff; ein Herstellungserfolg ist nicht erforderlich. Besitz im Sinn des Betäubungsmittelgesetzes setzt tatsächliche Herrschaftsmöglichkeit (tatsächlicher Zugang und Wissen um den Aufbewahrungsort) sowie Herrschaftswillen voraus. Der subjektive Tatbestand von Art. 19 BetmG verlangt Vorsatz; Eventualvorsatz genügt.
“a BetmG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Weise erzeugt. Als Herstellen gelten dabei alle zur Erzeugung von Betäubungsmitteln geeigneten Verfahren. Zur Vollendung des Delikts gehört dabei kein Herstellungserfolg, es genügt vielmehr, dass mit einem Betäubungsmittel gearbeitet wird, womit bereits mit Beginn des Herstellungsvorganges die Vollendung eintritt. Gemäss lit. d desselben Artikels macht sich auch strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Besitz im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes setzt grundsätzlich Herrschaftsmöglichkeit, d.h. die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zur Sache und das Wissen darum, wo sie sich befindet, sowie Herrschaftswillen, d.h. den Willen, die Sache der tatsächlichen Möglichkeit gemäss zu beherrschen voraus (BGE 119 IV 269 m.w.V.). Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3f; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Der subjektive Tatbestand von Art. 19 BetmG verlangt Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt. Namentlich ist ausreichend, dass der Täter den Charakter des Stoffs als Betäubungsmittel, die Menge des Betäubungsmittels und das Fehlen einer erforderlichen Bewilligung in Kauf nimmt (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016, Art. 19 N 114 f.) In den meisten Fällen erfüllt ein Täter, der dem Betäubungsmittelgesetz zuwiderhandelt, gleichzeitig mehrere der in den verschiedenen Absätzen von Art. 19 Abs. 1 BetmG aufgezählten Tathandlungen. Dabei stellt sich die Frage, ob echte Realkonkurrenz im Sinne einer wiederholten Deliktsbegehung vorliegt. Echte Idealkonkurrenz ist demgegenüber nicht möglich (Hug/Beeli, Betäubungsmittelgesetz, 1. Aufl. 2016, Art. 19 N. 163 ff.). So ist der Besitz verschiedenartiger Betäubungsmittel nur als eine einzige Tathandlung zu qualifizieren (Hug/Beeli, a.a.O., Art. 19 N. 604). 3.1.3.2 Strafbar ist nur, wer «unbefugte» Handlungen mit Betäubungsmitteln vornimmt. Das Unrecht liegt im Verstoss gegen das Bewilligungssystem, welchem der Verkehr mit Betäubungsmitteln unterliegt.”
Richterliches Ermessen bei der Strafzumessung ist innerhalb des im Art. 19 Abs. 1 BetmG vorgesehenen ordentlichen Strafrahmens zulässig. Tabellen und Strafmassempfehlungen in Literatur oder Richtlinien können als blosse Orientierung herangezogen werden, sind jedoch für das Gericht nicht bindend. Differenzen in der Strafzumessungspraxis innerhalb dieses gesetzlichen Rahmens sind zulässig, sofern die Entscheidung gestützt auf alle wesentlichen Gesichtspunkte erfolgt und das Ermessen nachvollziehbar begründet wurde.
“Der Hinweis des Beschwerdeführers auf die Strafmassempfehlungen der Staatsanwaltschaft und auf die Tabelle in FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, Kommentar BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 43 zu Art. 47 StGB ist unbehelflich. Das Gericht kann in Literatur und Richtlinien angegebene Strafmasse als blosse Orientierungshilfe heranziehen, diese sind für Strafgerichte jedoch in keiner Weise bindend (Urteile 6B_81/2021 vom 10. Mai 2021 E. 4.2; 6B_144/2018 vom 21. März 2019 E. 3.2; je mit Hinweisen). Die Vorinstanz war somit nicht zum Beizug einer bestimmten Tabelle verpflichtet. Sie hat eine eigene Strafzumessung vorgenommen und das Verschulden hinsichtlich des Besitzes der Ecstasy-Tabletten nachvollziehbar als leicht und hinsichtlich der Entgegennahme von 8 g Haschisch als sehr leicht eingestuft. Dass sie die Einzelfreiheitsstrafe - vor Berücksichtigung der Täterkomponenten - in Bezug auf den erstgenannten Tatvorvorwurf auf 3 Monate und in Bezug auf den letztgenannten Tatvorwurf auf 1 Monat festsetzt, ist angesichts des für diese Widerhandlungen jeweils geltenden ordentlichen Strafrahmens von Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren (vgl. Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG), vom sachrichterlichen Ermessen gedeckt. Ein Verstoss gegen das Willkürverbot ist nicht auszumachen. Ebensowenig ist eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots ersichtlich. Soweit die Strafe - wie vorliegend geschehen - innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens, gestützt auf alle wesentlichen Gesichtspunkte und im Rahmen des richterlichen Ermessens festgesetzt wurde, sind Unterschiede in der Strafzumessungspraxis innerhalb dieser Grenzen als Ausdruck unseres Rechtssystems hinzunehmen (Urteile 6B_1435/2021 vom 16. November 2022 E. 1.3; 6B_81/2021 vom 10. Mai 2021 E. 4.2; je mit Hinweisen).”
“Die Vorinstanz hat den ordentlichen Strafrahmen von Art. 19 Abs. 1 BetmG korrekt mit drei Tagessätzen Geldstrafe bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe abge- steckt und festgehalten, dass keine ausserordentlichen Umstände ersichtlich sind, die ein Verlassen des ordentlichen Strafrahmens als angezeigt erscheinen liessen (Urk. 32 S. 27 f.) . Die tat- und täterangemessene Strafe ist deshalb innerhalb des ordentlichen Strafrahmens festzusetzen.”
“Das Gesetz sieht für das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG als vorliegend schwerste zu beurteilende Tat eine Strafandrohung von Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Strafschärfungs- und Strafmilderungsgründe führen mangels aussergewöhnlicher Umstände im hier zu beurteilenden Fall nicht dazu, die Grenzen des ordentlichen Strafrahmens zu verlassen (BGE 136 IV 55 E. 5.8 S. 63 m.H.).”
Strafmilderungsgründe nach Art. 19 Abs. 3 BetmG sind strafmindernd zu berücksichtigen und können zu einer Reduktion des Strafmasses führen; in der Praxis kann dadurch einem weiteren mildernden Umstand faktisch keine zusätzliche Bedeutung zukommen.
“Das Gesetz sieht für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäu- bungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine Strafandrohung von Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr vor, womit eine Geldstrafe verbun- den werden kann. Für die Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 - 46 - Abs. 1 lit. c BetmG) und das Fahren in fahrunfähigem Zustand (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG) beträgt der Strafrahmen Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Strafschärfungs- und Strafmilderungsgründe führen nur bei aus- sergewöhnlichen Umständen dazu, die Grenzen des ordentlichen Strafrah- mens zu verlassen und sie nach oben oder unten zu erweitern (BGE 136 IV 55 E. 5.8 S. 63 mit Hinweisen). Strafschärfungsgründe (Deliktsmehrheit und mehr- fache Tatbegehung) sind aber straferhöhend und Strafmilderungsgründe (Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG) strafmindernd zu berücksichtigen.”
Sichergestellte Betäubungsmittel und zugehöriges Zubehör (z. B. Vorräte, Waagen, Verpackungsmaterial, Mobiltelefone) wurden in den zitierten Entscheiden als Beweismittel herangezogen und führten zu Verurteilungen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG; die entsprechenden Gegenstände wurden in diesen Fällen eingezogen und zur Vernichtung überlassen.
“Eine allfällige Rückerstattungspflicht im Umfang von 5/6 bleibt vorbehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO). 3.Die amtliche Verteidigung macht einen Aufwand von 41.15 Stunden sowie Barauslagen von total Fr. 87.50.– geltend (Urk. 70). Der geltend gemachte Aufwand ist ausgewiesen und erscheint angemessen. Unter Berücksichtigung der tatsächlichen Dauer der Berufungsverhandlung erweist sich daher eine Pauscha- lentschädigung in Höhe von Fr. 9'300.– (inkl. MwSt.) angemessen. Es wird beschlossen: 1.Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 7. Dezember 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: "Es wird erkannt: 1.Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG; des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AIG sowie der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. 2.[...] - 34 - 3.[...] 4.[...] 5.[...] 6.[...] 7.[...] 8.Es wird keine Ersatzforderung festgesetzt. 9.Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. Juni 2022 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Asservate-Triage lagernden Gegen- stände, Betäubungsmittel und Betäubungsmittelzubehöre (Polis-Geschäftsnummer 79835146) werden eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: Mobiltelefon Samsung (Asservat-Nr. A014'798'448); Betäubungsmittelfeinwaage (Asservat-Nr. A014'798'368); Portion Kokain (Asservat-Nr. A014'798'379); 21 Portionen Kokain (Asservat-Nr. A014'798'380); Pulverrückstände (Asservat-Nr. A014'798'404); Tasse mit Pulverrückständen (Asservat-Nr. A014'798'415); 10.7 Gramm Kokain (Asservat-Nr. A014'798'437). 10.Die folgenden, sichergestellten und bei der Kantonspolizei Asservate-Triage lagernden Gegenstände, Spuren und Spurenträger (Polis-Geschäftsnummer 79835146) werden eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: DNA-Spur – Wattetupfer (Asservat-Nr.”
“_____, gegen Staatsanwaltschaft See/Oberland, vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. M. Kehrli, Anklägerin und Berufungsbeklagte betreffend einfache Körperverletzung etc. Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Uster, Einzelgericht, vom 12. April 2021 (GG200055) - 2 - Anklage: Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 4. November 2020 (Urk. 20) ist diesem Urteil beigeheftet. Urteil der Vorinstanz: (Urk. 42 S. 49 ff.) " Es wird erkannt: 1. Der Beschuldigte, A._____, ist schuldig − der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB, − des einfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG (unbefugter Besitz, unbefugte Aufbewahrung, unbefugter Erwerb oder unbefugtes anderweitiges Erlangen von Betäubungsmitteln) sowie − der einfachen Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG. 2. Vom Vorwurf des einfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (unbefugte Veräusserung, Verordnung oder unbefugtes Verschaffen oder in Verkehr bringen von Betäubungsmitteln) wird der Beschuldigte freigesprochen. 3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 10 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 4 Tage durch Haft erstanden sind) und einer Busse von Fr. 100.–. 4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tagen. 6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 29. Oktober 2020 be- schlagnahmten Gegenstände: - 3 - a) Mobiltelefon iPhone, A013'695'664 b) USB-Stick grün/weiss, A013'695'675 c) Duftfläschchen mit weisser Flüssigkeit, A013'695'711 d) Duftfläschchen mit gelber Flüssigkeit, A013'695'722 e) iPad, A013'695'777 f) Mobiltelefon Samsung, A013'695'788 g) Mobiltelefon iPhone, A013'695'813 h) USB-Stick, A013'695'824 i) Vanille Glace Viennetta, A013'695'880.”
“Wer unbefugt Betäubungsmittel vorsätzlich konsumiert oder wer zum eige- nen Konsum eine Widerhandlung im Sinne von Artikel 19 begeht, wird mit Busse bestraft (Art. 19a Ziff. 1 BetmG). Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf an- dere Weise erlangt. Mit dem Konsum der verschiedenen Betäubungsmitteln hat der Beschuldigte die in Art. 19a Ziff. 1 BetmG umschriebenen Übertretungen begangen. Indem er zum Eigenkonsum Betäubungsmittel auf sich trug und in seiner Wohnung aufbewahr- te, besass er diese im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. Betreffend die objek- tiven Tatbestandsmerkmale handelte der Beschuldigte gestützt auf das Beweis- ergebnis mit Wissen und Willen und damit vorsätzlich. Das Lagern und Aufbewah- ren ist in der Regel im Begriff des unbefugten Besitzes enthalten (F INGER- HUTH /SCHLEGEL/JUCKER, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016, N. 76 zu Art. 19 BetmG). Ein Lagern im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG liegt entgegen der Vorinstanz (Urk. 51 S. 73 und 111) deshalb nicht vor. Der Beschuldigte ist demnach schuldig zu sprechen der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. Teilweise ist der Beschuldigte wie ausgeführt vom Vorwurf freizusprechen. - 24 -”
Werden Betäubungsmittel sichergestellt, sind diese nach praktischer Rechtsprechung einer chemischen Analyse zu unterziehen, um den Wirkstoffgehalt festzustellen. Liegt keine Analyse vor, wird in der Praxis auf die Statistik der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM, Mittelwerte) abgestellt; die bundesgerichtliche Rechtsprechung geht insoweit davon aus, dass Drogen grundsätzlich von mittlerer Qualität sind, solange keine Analyse oder Anhaltspunkte für besonders reine oder stark gestreckte Substanzen vorliegen. Die VBRS‑Richtlinien werden nur unter ihren Voraussetzungen angewandt (u. a. Fehlen einer IRM‑Analyse und sofortige Fallbeurteilung) und dienen typischerweise als Alternative, wenn aktuelle SGRM‑Mittelwerte noch nicht verfügbar sind.
“Gramm. Soweit der Beschuldigte geltend macht, es müsse für die Berechnung der Menge reinen Kokains in dubio pro reo auf den geringsten ermittelten Wert abgestellt werden, ist er ebenfalls nicht zu hören. Stellen die Untersuchungsbehörden Betäubungsmittel sicher, haben sie diese einer chemischen Analyse zu unterziehen, um die exakte Wirkstoffkonzentration einwandfrei festzustellen und die so umgesetzte Drogenmenge zu definieren (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 871 und 881 zu Art. 19 BetmG). Im vorliegenden Fall hat die Staatsanwaltschaft dem Institut für Rechtsmedizin der Universität Basel (IRM) das beim Beschuldigten sichergestellte Kokain zur Ermittlung des Reinheitsgehaltes zugehen lassen, wobei das IRM bei den beiden getesteten Proben einen Kokain-Gehalt von”
“76% Kokainbase lassen zwar darauf schliessen, dass C.________ grundsätzlich nicht mit stark gestreckter Ware handelte (pag. 1112 f.). Es bleibt aber trotz dessen Aussagen, wonach im Drogenbunker nur das Kokain aus Holland, nicht aber jenes aus U.________, versteckt worden sei (pag. 2380 Z. 18 ff.), unklar, ob es sich dabei tatsächlich um Reste einer früheren «Holland-Lieferung» handelte. Die Sicherstellungen taugen somit nicht, um den Reinheitsgrad früherer Lieferungen zu bestimmen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf davon ausgegangen werden, dass Drogen von mittlerer Qualität sind, solange keine Analyse vorliegt und es keine Hinweise auf eine besonders reine oder gestreckte Substanz gibt (BGE 138 IV 100 E. 3.5). Zur Beurteilung der mittleren Qualität wird praxisgemäss auf die Statistik der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM) abgestellt (Schlegel/Jucker, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz sowie zu Bestimmungen des StGB und OBG mit weiteren Erlassen, 4. Auflage, Zürich 2022, N 188 zu Art. 19 BetmG). Vorliegend gibt es neben dem im Drogenbunker sichergestellten Kokain noch Hinweise darauf, dass das von C.________ verkaufte Kokain von guter Qualität war (Beschuldigter: pag. 821 Z. 465; V.________: pag. 1016 Z. 162 f.; technische Überwachung C.________: pag. 433). Es kann somit ausgeschlossen werden, dass es sich beim umgesetzten Kokaingemisch um besonders gestreckte Substanz handelte. Zur Bestimmung der Menge reinen Kokains der restlichen Fahrten wird demnach auf den Mittelwert der SGRM-Statistik abgestellt. Massgebend ist vorliegend die Einzelkonfiskatgrösse von über 1000 Gramm, für die der Mittelwert für Kokainbase im Jahr 2017 75% und im Jahr 2018 79% betrug. Gestützt auf diese Mittelwerte wird für die Fahrt vom 24.-26. November 2017 von einem Reinheitsgrad von 75% Kokainbase ausgegangen, mithin 3 kg reinem Kokain. Die restlichen vier Transportfahrten fanden im Jahr 2018 statt. Der mittlere Reinheitsgrad betrug in diesem Jahr 79% Kokainbase. Da in der Anklageschrift jedoch ein Reinheitsgrad von lediglich 78% aufgeführt ist, wird auf letzteren abgestellt.”
“Dieser wird weder vom Beschuldigten angezweifelt noch bestehen Anhaltspunkte dafür, dass dieser falsch wäre. Für das Kokain orientierten sich sowohl Staatsanwaltschaft wie auch Vorinstanz an den VBRS-Richtlinien und setzten den Reinheitsgrad gestützt darauf auf 30% fest. Die VBRS-Richtlinien verlangen für deren Anwendung kumulativ das Fehlen einer IRM-Analyse des Reinheitsgrads wie auch die sofortige Beurteilung des Falles (S. 26 der VBRS-Richtlinien). Letzteres bedingt praxisgemäss das Fehlen aktueller Mittelwerte der SGRM (durchschnittliche Wirkstoffgehalte von sämtlichen Sicherstellungen eines Jahres). Die VBRS-Richtlinien gelangen mithin in Fällen zur Anwendung, in welchen eine Anklageerhebung resp. Aburteilung erfolgt, bevor die aktuellen Zahlen durch die SGRM erhoben resp. publiziert wurden. Liegen die aktuellen Mittelwerte vor, ist praxisgemäss auf die SGRM-Statistik abzustellen (vgl. etwa SK 22 122 mit Verweis auf Schlegel/Jucker, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz sowie zu Bestimmungen des StGB und OBG mit weiteren Erlassen, 4. Aufl. 2022, N 188 zu Art. 19 BetmG; auch gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf davon ausgegangen werden, dass Drogen von mittlerer Qualität sind, solange keine Analyse vorliegt und es keine Hinweise auf eine besonders reine oder gestreckte Substanz gibt [BGE 138 IV 100 E. 3.5]). Vorliegend lag der Mittelwert gemäss der SGRM-Statistik bei einer Menge zwischen 10 und 100 Gramm bei rund 74% (vor Berücksichtigung der Standardabweichung von 21.2%). Eine oberinstanzliche Anpassung des Reinheitsgrads und mithin der reinen Kokainmenge nach oben fällt indes mit Blick auf das Anklageprinzip ausser Betracht. Es ist folglich vom angeklagten Reinheitsgrad von 30% auszugehen.”
Erwerb und Beförderung gelten nicht als von einem Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung konsumiert; frühere Entwicklungsstufen (Erwerb, Beförderung) können daher neben dem Anstaltentreffen als selbstständige Tatbestände verurteilt werden. Ein mehrfacher Schuldspruch darf nicht zu einer strafschärfenden Kumulation im Sinn von Art. 49 StGB führen.
“In der Literatur wird folgende Konkurrenzausscheidung vorgenommen: Besitz ist als Auffangtatbestand subsidiär zu anderen Erwerbs- und Weitergabehandlungen. Das Anstaltentreffen wird durch alle anderen Tathandlungen konsumiert (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 17 zu Art. 19 BetmG). Frühere Entwicklungsstufen der deliktischen Tätigkeit wie ein vorangehender Erwerb und die Beförderung der zur Veräusserung bestimmten Drogen sind von einem Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung nicht erfasst. Das hat zur Folge, dass neben dem Schuldspruch für den Erwerb ein selbstständiger Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung zu ergehen hat. Der mehrfache Schuldspruch darf dabei nicht zu einer Strafschärfung i.S.v. Art. 49 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) führen, weil sonst das Anstaltentreffen zur Veräusserung härter bestraft würde, als die erfolgreiche Veräusserung, bei der dann eine Konsumtion vorangehender Erwerbs- und Beförderungshandlungen vorläge (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 163 zu Art. 19 BetmG m.w.H.).”
Mitragyninhaltige Produkte gelten als Betäubungsmittel i.S.v. Art. 19 Abs. 1 BetmG; fehlende behördliche Bewilligung begründet unbefugten Umgang (vgl. Quelle [0]). Art. 19 Abs. 1 erfasst verschiedene Umgangsformen (z. B. Besitz, Lagern, Befördern, Veräussern); eine unbekannte oder nicht qualifizierte Menge schliesst einen Schuldspruch nicht aus (vgl. Quelle [1]).
“Die in Kratom enthaltene Substanz Mitragynin ist jeweils im Verzeichnis a der Anhänge 1 und 2 der Betäubungsmittelverzeichnisverordnung aufgeführt. Demzufolge handelt es sich dabei um ein Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG (vgl. Art. 2a BetmG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 lit. a BetmVV- EDI). Der Beschuldigte verfügte während des Deliktszeitraums über keine gültige behördliche Bewilligung für den nachfolgend zu beurteilenden Umgang mit Mit- ragynin-haltigen Produkten (vgl. Art. 4 Abs. 1 BetmG). Er handelte somit unbefugt im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG.”
“Fazit Die Kammer kommt in Übereinstimmung mit der der Vorinstanz zum Schluss, dass der Beschuldigte der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 BetmG schuldig zu sprechen ist, begangen durch Besitz, Lagern, Befördern, Veräussern und Anstalten Treffen zur Veräusserung einer unbekannten, nicht qualifizierten Menge Kokain im Zeitraum von Juni 2016 bis 19. Juni 2017 im Grossraum D.________, E.________ und F.________. In Abweichung zum vorinstanzlichen Urteil erfolgt allerdings hinsichtlich des im Personenwagen festgestellten Heroingemischs kein Schuldspruch gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG. IV. Strafzumessung”
Die in Art. 19 Abs. 1 BetmG aufgezählten Tathandlungen (z. B. Erwerb, Einfuhr, Veräusserung, Besitz, Vorbereitung) sind rechtlich selbständige Tatbestände. Gleichwohl können sie — sofern sie sich auf dieselben konkret bestimmten Betäubungsmittel beziehen und als aufeinanderfolgende Entwicklungsstufen eines einheitlichen Tatentschlusses zu betrachten sind — eine Handlungseinheit (Tateinheit) bilden. In einem solchen Fall genügt für den Schuldspruch regelmässig eine der erwiesenen Handlungen (etwa die Veräusserung); frühere oder spätere Teilakte werden nicht gesondert bestraft, dürfen aber bei der Strafzumessung berücksichtigt werden. Es besteht somit keine zusätzliche Strafschärfung wegen Konkurrenz zwischen den unterschiedlichen Buchstaben von Art. 19 Abs. 1 BetmG.
“Les différents comportements décrits à l'art. 19 al. 1 LStup constituent des infractions indépendantes. Toutefois, les différents actes punissables énumérés constituent également des phases successives d'un même comportement criminel et il convient dès lors de retenir, pour la transaction donnée, que ces différents actes forment un ensemble de faits. Ainsi, si un auteur achète des stupéfiants à l'étranger, les importe en Suisse et, comme prévu dès le départ, les vend à un consommateur, seule la vente de stupéfiants au sens de l'art. 19 al. 1 let. c LStup doit être retenue. Dans ce contexte, une application en concours des différents comportements décrits à l'art. 19 al. 1 LStup conduirait à de grandes complications pratiques, raison pour laquelle il y a lieu de retenir que les actes successifs forment un ensemble de faits. Il n'existe ainsi pas d'application en concours des différentes lettres de l'art. 19 LStup et la multiplicité des actes sera prise en considération lors de la fixation de la faute et donc de la peine (ATF 137 IV 33 consid. 2.3.1 ; arrêt du Tribunal fédéral 7B_29/2023 du 10 juin 2024 consid. 2.2.3 ; S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire, LStup : dispositions pénales, 2022, n. 10 et 113 ad art. 19 LStup).”
“1. La présomption d'innocence, garantie par les art. 10 CPP, 32 al. 1 Cst., 14 par. 2 Pacte ONU II et 6 par. 2 CEDH, ainsi que son corollaire, le principe "in dubio pro reo", concernent tant le fardeau de la preuve que l'appréciation des preuves au sens large. En tant que règle sur le fardeau de la preuve, elle signifie, au stade du jugement, que le fardeau de la preuve incombe à l'accusation et que le doute doit profiter au prévenu. Comme règle d'appréciation des preuves, la présomption d'innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait (ATF 145 IV 154 consid. 1.1). 2.2.1. Quiconque, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ou possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d) est passible d'une peine de droit (art. 19 al. 1 LStup). L'aliénation correspond au transfert à un tiers de la possession de stupéfiants, peu importe la cause, soit notamment la vente, l'échange, la donation, la consignation ou le prêt. L'aspect financier ne joue pas de rôle dans l'application de la norme, faute pour le texte légal de se limiter à la vente (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup : dispositions pénales, Bâle 2022, n. 25 ad art. 19). Les différents actes visés par l'art. 19 al. 1 LStup constituent des infractions indépendantes (ATF 142 IV 401 consid. 3.3.2 ; 133 IV 187 consid. 3.2 ; 119 IV 266 consid. 3a), mais également des phases successives d'un même comportement. Il faut dès lors retenir, pour une transaction donnée, que ces différents actes forment un ensemble de faits (ATF 137 IV 33 consid. 2.3.1). L'acquisition et la détention de stupéfiants sont, en principe, subsidiaires à la vente ultérieure (arrêt du Tribunal fédéral 6B_971/2017 du 23 juillet 2018 consid. 4.5.2). 2.2.2. Celui qui se borne à préparer des stupéfiants en quantités minimes, pour sa propre consommation ou pour permettre à des tiers de plus de 18 ans d’en consommer simultanément en commun après leur en avoir fourni gratuitement, n’est pas punissable (art.”
“et prend des mesures aux fins de commettre une des infractions visées aux let. a à f (let. g). Selon la jurisprudence, les différents comportement décrits à l'art. 19 al. 1 LStup constituent des infractions indépendantes. Toutefois, les différents actes punissables énumérés constituent également des phases successives d'un même comportement criminel et il convient dès lors de retenir, pour la transaction donnée, que ces différents actes forment un ensemble de faits. Ainsi, si un auteur achète des stupéfiants à l'étranger, les importe en Suisse et, comme prévu dès le départ, les vend à un consommateur, seule la vente de stupéfiants au sens de l'art. 19 al. 1 let. c LStup doit être retenue (GRODECKI/JEANNERET, Petit commentaire, LStup, dispositions pénales, 2022, n. 10 art. 19 LStup et les références citées, dont l'ATF 137 IV 33 consid. 2.3.1). Dans ce contexte, une application en concours des différents comportements décrits à l'art. 19 al. 1 LStup conduirait à de grandes complications pratiques, raison pour laquelle il y a lieu de retenir que les actes successifs forment un ensemble de faits. Il n'existe ainsi pas d'application en concours des différentes lettres de l'art.”
“Die Tatbestandsvariante des Anstaltentreffens erfasst sowohl den Versuch wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen zu den in Art. 19 Abs. 1 Bst. a-f BetmG genannten Taten. Ein Anstaltentreffen liegt nur vor, wenn sich der Entschluss des Täters in bestimmten Handlungen äussert, wie zum Beispiel Kontaktaufnahme mit dem Drogenmilieu (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 97 ff. zu Art. 19 BetmG; Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 796 zu Art. 19 BetmG). Das Verhalten des Täters muss seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lassen (BGE 117 IV 309). Sämtliche im Rahmen ein und desselben Drogengeschäfts aufeinander folgende Teilakte stellen stets nur eine Straftat dar. Es handelt sich um verschiedene Angriffe auf das gleiche Rechtsgut. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer sogenannten Bewertungseinheit (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 164 zu Art. 19 BetmG). Dies hat zur Folge, dass trotz der verschiedenen Handlungen nur ein Schuldspruch ergeht, auch wenn in einem Strafurteilsdispositiv die verschiedenen Straftatbestände von Art. 19 Abs. 1 BetmG einzeln aufgeführt werden. Dies darf jedoch keine höhere Strafe im Sinne von Art. 49 StGB zur Folge haben, weil eine Tateinheit vorliegt (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 16 f. und 168 zu Art. 19 BetmG). In der Literatur wird folgende Konkurrenzausscheidung vorgenommen: Besitz ist als Auffangtatbestand subsidiär zu anderen Erwerbs- und Weitergabehandlungen. Das Anstaltentreffen wird durch alle anderen Tathandlungen konsumiert (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 17 zu Art. 19 BetmG). Frühere Entwicklungsstufen der deliktischen Tätigkeit wie ein vorangehender Erwerb und die Beförderung der zur Veräusserung bestimmten Drogen sind von einem Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung nicht erfasst. Das hat zur Folge, dass neben dem Schuldspruch für den Erwerb ein selbstständiger Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung zu ergehen hat. Der mehrfache Schuldspruch darf dabei nicht zu einer Strafschärfung i.S.v. Art. 49 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.”
“Bei den in Art. 19 Abs. 1 BetmG umschriebenen verschiedenen Tatvarian- ten handelt es sich jeweils um selbständige Tathandlungen. Aufgrund der sehr detaillierten Aufzählung der verschiedenen möglichen Tathandlungen kann es da- zu kommen, dass sich im Einzelfall mehrere dieser Begehungsformen decken oder überschneiden können. Die innerhalb eines Tatrahmens aufeinanderfolgen- den Teilhandlungen stellen indessen nicht eine Mehrzahl von Delikten dar. Viel- mehr handelt es sich dabei um eine strafbare Handlung gegen das Betäubungs- mittelgesetz, wobei die einzelnen Tathandlungen straflose Vortaten bzw. Nachta- ten sind. Es darf keine Doppelbestrafung für verschiedene Handlungen mit den- selben, bestimmt umgrenzten Betäubungsmitteln geben. Gemäss herrschender Lehre stehen die verschiedenen Tatbestandsvarianten von Art. 19 Abs. 1 BetmG bei Tateinheit grundsätzlich nicht im Verhältnis echter Konkurrenz zueinander, da es sich um verschiedene Angriffe oder Angriffsstadien auf das gleiche Rechtsgut handelt. Entsprechend erfolgt keine Strafschärfung wegen Konkurrenz. Ja, es kann ganz eigentlich auf eine Konkurrenzausscheidung verzichtet werden, indem alle erfüllten Tatbestandsvarianten ins Urteil aufgenommen werden (vgl. zum Ganzen: Hug-Beeli, BetmG-Komm, Art. 19 N 9 ff. sowie N 163 ff.; Urteil 6S.99/2007 vom 28. Juni 2007 E. 4.2 und 5.2).”
“Weil es sich bei den einzelnen Tathandlungen lediglich um verschiedene Entwicklungsstufen derselben deliktischen Tätigkeit handelt, genügt es für einen Schuldspruch, wenn von mehreren tatbestandsmässigen Handlungen, die sich jeweils auf die gleiche individualisierte Drogenart und -menge beziehen, eine Handlung tatsächlich erwiesen ist. Es darf daher keine Doppelbestrafung für verschiedene Handlungen mit denselben bestimmt umgrenzten Betäubungsmitteln geben (Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz [BetmG]: Kommentar zum Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe vom 3. Oktober 1951, Art. 19 N 13). Veräussern i.S.v. Art. 19 lit. c BetmG bedeutet die vorsätzliche Übertragung der Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person, mithin das Anbieten, Verteilen, Verkaufen, Vermitteln oder Abgeben von Betäubungsmittel (Urteil des Bundesgerichts 6B_360/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 2.2; Fingerhuth/Schlegel/Jucker, OFK BetmG, 3. Auflage, Art. 19 N 51 f.). Die Vollendung tritt mit der der Entäusserung folgenden Erlangung der Verfügungsgewalt durch den Erwerber ein (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., Art. 19 N 55). Anstalten Treffen i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG bezeichnet Vorbereitungshandlungen qualifizierter Art. Der Entschluss des Täters, der zur Begehung der Tat noch kein endgültiger zu sein braucht, muss sich zumindest in bestimmten Handlungen äussern und sein Verhalten muss zumindest seinem äusseren Erscheinungsbilde nach seine deliktische Bestimmung erkennen lassen. Das Stadium des Versuchs braucht aber noch nicht erreicht zu sein (Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 N 793). Marihuana gilt als Betäubungsmittel i.S.v. Art. 19 BetmG, wenn es einen THC-Gehalt von mindestens 1% aufweist (Anhang 1 der Verordnung des EDI über die Verzeichnisse der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe, Vorläuferstoffe und Hilfschemikalien [Betäubungsmittelverzeichnisverordnung, BetmVV-EDI; SR 821.121.11]). Hat das Gericht gleichzeitig über mehrere Tatvorwürfe (Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz) zu befinden, hat es vorab zu prüfen, ob zwischen diesen Handlungseinheit oder Handlungsmehrheit besteht. Liegt Handlungseinheit vor, ist für diese Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein einziger Schuldspruch zu fällen.”
“Die Vorinstanz erwägt zur Frage der mehrfachen Verübung zum einen, der Beschwerdeführer habe bereits durch den Erwerb der Dopingmittel von H.________ am 29. Januar 2015 und der Übergabe derselben an L.________ am 7. Februar 2015 zwecks Weiterveräusserung mehrfach gehandelt (angefochtener Entscheid E. 5.3.4.2 S. 45). Dieser Auffassung kann nicht zugestimmt werden. Das Bundesgericht hat in Bezug auf die Betäubungsmittelgesetzgebung festgehalten, die in Art. 19 Abs. 1 BetmG erwähnten Handlungen stellen in Bezug auf einen bestimmten Vorgang, d.h. sofern sie sich auf dasselbe konkret bestimmte Betäubungsmittel beziehen, verschiedene Entwicklungsstufen derselben deliktischen Tätigkeit dar (vgl. BGE 137 IV 33 E. 2.1.3 mit Hinweis). Gemäss der Lehre und Rechtsprechung hat daher lediglich ein Schuldspruch wegen Verkaufs zu erfolgen, wenn ein Täter zum Beispiel Betäubungsmittel im Ausland erwirbt, anschliessend in die Schweiz einführt und dort - wie von Anfang an geplant - an Konsumenten veräussert (Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 6B_249/2020 vom 27. Mai 2021 E. 4.3.2). Gleich verhält es sich hinsichtlich der in Art. 22 Abs. 1 SpoFöG aufgeführten strafbaren Verhaltensweisen, sofern sie sich auf den gleichen verbotenen Stoff beziehen. Das ist hier der Fall. Der Beschwerdeführer erwarb die Dopingmittel von H.________ am 29. Januar 2015, um sie gewinnbringend weiterzuverkaufen. Dieses Vorhaben setzte er mit der Weitergabe an L.”
Im vorliegenden Fall erhob die Staatsanwaltschaft Berufung gegen ein Abwesenheitsurteil, das den Beschuldigten vom Vorwurf nach Art. 19 Abs. 1 BetmG freisprach.
“Sachverhalt A. Am 31. Juli 2020 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen A.________. Sie beantragte dabei, dass der Beschuldigte zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 10 Monaten, unter Anrechnung der entstandenen Haft, und zu einer Busse von CHF 3'000.00 zu verurteilen sei wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG und Widerhandlung gegen das AIG im Sinne von Art. 115 Abs. 1 Bst. a AIG. Des Weiteren sei der Beschuldigte für 10 Jahre des Landes zu verweisen. B. Mit Abwesenheitsurteil vom 14. Oktober 2021 sprach die Polizeirichterin des Sensebezirks den Beschuldigten frei vom Vorwurf des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Wegen Widerhandlung gegen das AIG (Art. 115 Abs. 1 Bst. a AIG) wurde der Beschuldigte zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen mit einer Probezeit von drei Jahren verurteilt. Der Tagessatz wurde auf CHF 30.00 festgesetzt. Zudem wurde dem Beschuldigten eine Genugtuung in der Höhe von CHF 3'600.00 für die vom 19. November 2019 bis 6. Dezember 2019 entstandene Untersuchungshaft (18 Tage) zu Lasten des Staates zugesprochen. C. Am 31. Januar 2022 erklärte die Staatsanwaltschaft die Berufung gegen dieses Urteil. Sie beantragt, dass die Ziffern 3 und 4 des angefochtenen Urteils abgeändert werden. Ziffer 3 sei mit dem Zusatz zu ergänzen, dass die vom 19.”
Zwischen einer qualifizierten Widerhandlung (Art. 19 Abs. 2) und einer einfachen Widerhandlung (Art. 19 Abs. 1) besteht nach herrschender Lehre in der Regel echte Konkurrenz. In der Auffassungsteilschaft wird Konsumation lediglich in engen Grenzen angenommen, namentlich bei gleichzeitigen Tathandlungen gegenüber demselben Abnehmer (z. B. gleichzeitiger Verkauf von Kokain in qualifizierter Menge und von Cannabis an denselben Abnehmer).
“von die- ser konsumiert und in der Strafzumessung entsprechend auch gemeinsam gewür- digt und nicht – wie geschehen – zu einer separaten Bestrafung des Beschuldig- ten führen würden. Nicht zweifelhaft ist dabei, dass die Tathandlungen betreffend Cannabis – ausgenommen den unter Art. 19a Ziff. 1 BetmG fallenden Eigenkon- sum des Beschuldigten – für sich allein als einfache Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG zu würdigen wären, diejenigen betreffend Kokain dagegen als qualifizierte Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG. Richtiger- weise stellt sich hier somit einzig die Frage nach der Konkurrenz zwischen diesen beiden Tatbeständen, wobei es sich entgegen der Verteidigung um eine rechtli- che Frage handelt und nicht um eine Frage hinsichtlich des Anklagesachverhalts. 3.2 Die Lehre vertritt hierzu – soweit ersichtlich: einhellig – die Meinung, dass zwischen einer qualifizierten Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG sowie einer einfachen Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG in aller Regel echte Konkurrenz besteht. Ein Teil der Lehre geht zwar davon aus, dass in bestimmten Fällen einfache Tathandlungen durch qualifizierte Tathandlungen konsumiert wer- den, dies jedoch nur, wenn sie gleichzeitig erfolgen, z.B. wenn ein Täter gleichzei- tig Kokain in qualifizierter Menge wie auch Cannabis an denselben Abnehmer ver- kauft (vgl. zum Ganzen: Schlegel / Jucker, BetmG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2022, N 236 zu Art. 19 BetmG; Hug-Beeli, BetmG-Kommentar, Basel 2016, N 984 zu Art. 19 BetmG; Albrecht, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgeset- zes, 3. Aufl., Bern 2016, N 273 f. zu Art. 19 BetmG). 3.3 Gemäss dem vom Beschuldigten eingestandenen”
“Gemäss dem vom Beschuldigten eingestandenen Sachverhalt erwarb dieser zu unterschiedlichen Zeitpunkten jeweils eine grössere Menge Kokain bzw. Can- nabis von unbekannten Lieferanten und verkaufte diese hernach bei unterschiedli- chen Gelegenheiten an verschiedene Abnehmer (Kokain an C._____ sowie Can- nabis an D._____). Der Cannabishandel des Beschuldigten gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG steht somit vorliegend ohne Weiteres in echter Konkurrenz zum Kokainhandel gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG. - 11 -”
“von die- ser konsumiert und in der Strafzumessung entsprechend auch gemeinsam gewür- digt und nicht – wie geschehen – zu einer separaten Bestrafung des Beschuldig- ten führen würden. Nicht zweifelhaft ist dabei, dass die Tathandlungen betreffend Cannabis – ausgenommen den unter Art. 19a Ziff. 1 BetmG fallenden Eigenkon- sum des Beschuldigten – für sich allein als einfache Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG zu würdigen wären, diejenigen betreffend Kokain dagegen als qualifizierte Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG. Richtiger- weise stellt sich hier somit einzig die Frage nach der Konkurrenz zwischen diesen beiden Tatbeständen, wobei es sich entgegen der Verteidigung um eine rechtli- che Frage handelt und nicht um eine Frage hinsichtlich des Anklagesachverhalts. 3.2 Die Lehre vertritt hierzu – soweit ersichtlich: einhellig – die Meinung, dass zwischen einer qualifizierten Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG sowie einer einfachen Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG in aller Regel echte Konkurrenz besteht. Ein Teil der Lehre geht zwar davon aus, dass in bestimmten Fällen einfache Tathandlungen durch qualifizierte Tathandlungen konsumiert wer- den, dies jedoch nur, wenn sie gleichzeitig erfolgen, z.B. wenn ein Täter gleichzei- tig Kokain in qualifizierter Menge wie auch Cannabis an denselben Abnehmer ver- kauft (vgl. zum Ganzen: Schlegel / Jucker, BetmG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2022, N 236 zu Art. 19 BetmG; Hug-Beeli, BetmG-Kommentar, Basel 2016, N 984 zu Art. 19 BetmG; Albrecht, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgeset- zes, 3. Aufl., Bern 2016, N 273 f. zu Art. 19 BetmG). 3.3 Gemäss dem vom Beschuldigten eingestandenen”
Fehlen direkter Entlastungsbeweise: Das Fehlen entlastender Spuren (z.B. auf dem Mobiltelefon) oder von Wechselgeld kann durch ein überwiegendes Indizienbild – namentlich erhebliche Mengen, unterschiedliche Abpackungsformen, auffälliges Verhalten, erhebliche Bargeldbestände oder sonstige Ermittlungsansätze – kompensiert werden. Umgekehrt ist das bloss räumliche Auffinden von Betäubungsmitteln in der Umgebung einer Person ohne weitere Anhaltspunkte für Besitz oder Weitergabe regelmässig nicht ausreichend, um den Tatbestand des Art. 19 Abs. 1 BetmG zu begründen.
“Der Beschwerdeführer vermag angesichts der weiteren erdrückenden Indizien nichts zu seinen Gunsten daraus abzuleiten, dass auf seinem Mobiltelefon keine Hinweise auf eine Dealertätigkeit zu finden waren und er kein Wechselgeld auf sich trug. Die Vorinstanz prüft die vorhandenen Indizien sorgfältig. Ihre Ausführungen dazu, dass nicht erklärbar sei, weshalb der Beschwerdeführer an diesem Abend eine so grosse Menge Heroingemisch in unterschiedlichen Abpackungsformen mitgeführt habe, sind nachvollziehbar. Dasselbe gilt für die Feststellungen betreffend die Situation des Beschwerdeführers. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dessen Aussagen als Schutzbehauptungen qualifiziert. Seine dagegen vorgebrachten Argumente sind als appellatorische Kritik zurückzuweisen. Gesamthaft erweist sich die Sachverhaltswürdigung der Vorinstanz als nicht zu beanstanden, während die Ausführungen des Beschwerdeführers die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nicht in Zweifel zu ziehen vermögen. Damit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Betäubungsmittel mit der Absicht zur Weitergabe besessen hat. Er hat somit den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG erfüllt. Der vorinstanzliche Schuldspruch wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz ist nicht bundesrechtswidrig.”
“En revanche, on ne conçoit guère à quel acte officiel le comportement de l'appelant a pu constituer une entrave. En effet, il ne ressort pas du dossier, en particulier de ses déclarations, qu'à l'occasion de sa patrouille, le témoin C______ a cherché à contrôler l'identité de l'appelant, contrairement à ce qui est retenu dans l'acte d'accusation, et encore moins à l'interpeller lors de sa fuite, ce qui lui aurait été loisible de faire, compte tenu de la faible distance les séparant et du fait qu'il patrouillait avec son chien, non tenu en laisse, auquel il aurait pu ordonner de poursuivre l'appelant, ce qu'il n'a pas fait. Or, le simple fait de partir en courant à la vue d'un policier, sans que celui-ci n'ait préalablement, ou durant la fuite, manifesté l'intention d'accomplir un acte entrant dans le cadre de ses fonctions à l'égard du fuyard, ne saurait être punissable. Il y a dès lors lieu de réformer le jugement du TP sur ce point et d'acquitter l'appelant du chef d'empêchement d'accomplir un acte officiel. 4. 4.1. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire notamment celui qui sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d). 4.2. Il est établi que le 16 novembre 2020, la police a trouvé, à trois ou quatre mètres de l'endroit où l'appelant a été interpellé, sept parachutes de cocaïne, dissimulés entre deux véhicules. Contrairement à ce que soutient l'intimé/appelant-joint, le dossier ne permet pas d'établir que cette drogue appartenait à l'appelant. En effet, aucun profil ADN interprétable n'a été mis en évidence sur les parachutes de cocaïne. Les témoins C______ et D______ n'ont pas vu l'appelant les jeter ou les dissimuler. A cela s'ajoute le fait que plusieurs individus ont pris la fuite à la vue de la police, de sorte qu'il ne peut pas être exclu que la drogue a été abandonnée sur place par l'un d'eux, ou encore à un autre moment par un tiers, s'agissant d'un endroit régulièrement fréquenté par les vendeurs de drogue.”
“Il me vendait cette marchandise au prix de CHF 140.- le gramme" (PV aud. 2, R. 6 et R. 7). En outre, hormis les mises en cause de T1.________, la perquisition dans la chambre du recourant a permis de découvrir la somme de 1'090 fr., 4,8 g bruts de marijuana, 3,5 g de shit, 2,1 g bruts d’héroïne et deux téléphones portables, ce qui ne fait que renforcer les soupçons dirigés contre lui. A cela s’ajoute que, selon l’extrait de son casier judiciaire, le recourant a déjà été condamné pour avoir vendu des stupéfiants. En outre, de source confidentielle, la police a pu établir que le recourant écoulait de l’héroïne auprès de consommateurs d’Yverdon-les-Bains depuis plusieurs mois (P. 4, p. 3). Enfin, le fait que les conditions de l’infraction grave à la LStup au sens de l’art. 19 al. 2 LStup ne soient pas réalisées, comme le soutient le recourant, ce que l’enquête devra déterminer, n’implique pas que seule une contravention puisse lui être reprochée. Le recourant perd en effet de vue que le trafic d’héroïne au sens de l’art. 19 al. 1 LStup est passible d’une peine privative de liberté de trois ans ; il s’agit donc d’un délit (cf. art. 10 al. 3 CP) et non d’une simple contravention. Par conséquent, il existe, à ce stade de la procédure, l’enquête n’en étant qu’à ses débuts, des indices suffisamment sérieux qu’Y.________ ait commis les faits qui lui sont reprochés, justifiant sa mise en détention provisoire. » Concernant le risque de collusion, la Cour a retenu ce qui suit : « En l’espèce, il ressort du dossier que des mesures d’investigation sont en cours pour identifier et interpeller les personnes en lien avec le trafic de stupéfiants reproché au recourant, en particulier les clients toxicomanes et les fournisseurs, et déterminer ainsi l’étendue de l’activité délictueuse du recourant. Il s’agit notamment de procéder à l’extraction des données de ses téléphones cellulaires. Il faut donc éviter que le recourant entrave l’instruction. Le résultat des investigations précitées pourrait être compromis si le recourant venait à être remis en liberté.”
“La production au procès d'éléments de preuve venant corroborer la déposition non vérifiée constitue une autre garantie de grand poids, à l'instar de déclarations faites au procès par des personnes auxquelles le témoin absent a rapporté les événements immédiatement après leur survenue, la collecte d'autres preuves, notamment médico-légales ou des expertises relatives aux blessures ou à la crédibilité de la victime. La CourEDH considère aussi comme des facteurs importants la déposition d'un autre témoin rapportant, avec de grandes similitudes, une infraction similaire, pour autant qu'il n'y ait pas collusion et de surcroît si ce témoin a pu être entendu en audience et faire l'objet d'un contre-interrogatoire. La défense doit se voir en outre offrir la possibilité de donner sa propre version des faits et de mettre en doute la crédibilité du témoin absent en soulignant toute incohérence ou contradiction avec les déclarations d'autres témoins. Le fait que la défense connaisse l'identité du témoin constitue un élément supplémentaire susceptible d'améliorer la situation de la défense en la mettant en mesure d'identifier et d'analyser les motifs que le témoin peut avoir de mentir, et donc de contester la crédibilité de manière effective, même en son absence (ATF 148 I 295 consid. 2.3 et les références citées). 3.2.3 Aux termes de l’art. 19 al. 1 LStup, celui qui, sans droit, notamment, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (b), aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d), prend des mesures aux fins de commettre une des infractions visées aux let. a à f (let. g), est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire. Selon l’art. 19 al. 2 LStup, l’auteur de l’infraction est puni d’une peine privative de liberté d’un an au moins, cette sanction pouvant être cumulée avec une peine pécuniaire : s’il sait ou ne peut ignorer que l’infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (let. a) ou s’il agit comme membre d’une bande formée pour se livrer de manière systématique au trafic illicite de stupéfiant (let. b). L’art. 19a LStup dispose que celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art.”
Arbeitsteilige Transport- oder Besitzhandlungen von Betäubungsmitteln, die aus rein pekuniären Motiven erfolgen, können nach der Rechtsprechung den Ausweisungsgrund des «Drogenhandels» im weiten Sinne i.S. von Art. 19 Abs. 1 BetmG begründen.
“Auch das Bundesgericht hat sich bei Straftaten von Ausländern gegen das Betäubungsmittelgesetz hinsichtlich der Ausweisung zwecks Verhinderung neuer Straftaten zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit wie erwähnt (siehe E. 3.2.1 oben) stets rigoros gezeigt. Der Beschuldigte moniert zwar, dass er lediglich wegen einer Transporthandlung verurteilt werde mithin habe er nicht mit Drogen gehandelt (Berufungsbegründung Rz. 19, Akten S. 1052; Plädoyer Beschuldigter Berufungsverhandlung S. 10, Akten S. 1175). Sein Einwand erweist sich jedoch als unbehelflich. Der Beschuldigte verkennt, dass ihm weder das Strafgericht noch das Appellationsgericht zu Gute gehalten haben, die Betäubungsmittel zum Eigenkonsum in die Schweiz eingeführt zu haben, sondern er den Transport aus rein pekuniären Interessen durchgeführt hat. Wie das Bundesgericht festgehalten hat, ist der Ausweisungsgrund des «Drogenhandels» nach dem Willen des Gesetzgebers in einem weiten Sinne zu verstehen und umfasst sämtliche in Art. 19 Abs. 1 BetmG erfassten Tathandlungen. Ob es im arbeitsteiligen Drogenhandel zu einer Endhandlung kommt, ist nicht von Bedeutung. Daher gilt auch nur schon der unbefugte Besitz bzw. das Aufbewahren von grösseren Mengen an Betäubungsmitteln aus rein pekuniären Motiven im Sinne einer qualifizierten Widerhandlung gegen das BetmG als schwere Straftat, von welcher eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung ausgeht (BGer 6B_1424/2019 vom 15. September 2020 Sachverhalt A., E. 2.4.3 f. sowie E. 3.4.10). Ferner ist zu berücksichtigen, dass die strafrechtliche Vergangenheit des Beschuldigten breitgefächerte Delikte beinhaltet, darunter auch Einschleich- bzw. auch Einbruchdiebstähle, welche innerhalb der Vermögensdelikte erschwerte Taten darstellen und im Übrigen auch Katalogtaten für eine Landesverweisung sind (vgl. Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB). Wie bereits dargelegt, ist dem Beschuldigten eine schlechte Legalprognose zu attestieren. Er ist mehrfach vorbestraft und weder Geldstrafen noch hängige Strafverfahren noch migrationsrechtliche Verwarnungen haben den Beschuldigten davon abgehalten, weiter zu delinquieren.”
“Folg- lich muss keine Abwägung zwischen den öffentlichen Interessen der Schweiz an einer Wegweisung und den privaten Interessen des Beschuldigten an einem Ver- bleib erfolgen. Es erübrigt sich somit eine Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass der Beschuldigte in den rund zwölf Jahren seiner Anwesenheit in der Schweiz – ohne Berücksichtigung des unangefochten gebliebenen vorinstanzli- chen Schuldspruchs – nicht weniger als sechs Mal rechtskräftig verurteilt werden musste (Urk. 57). 3. Selbst wenn man annehmen würde, die Wegweisung des Beschuldigten aus der Schweiz würde zu einem Eingriff mit einer gewissen Tragweite in das Recht auf Eheleben gemäss Art. 13 BV und Art. 8 EMRK bzw. zu einem Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB führen, wäre der Beschuldigte des Landes zu verweisen: "Drogenhandel" führt von Verfassungs wegen in der Regel zur Lan- desverweisung (Art. 121 Abs. 3 lit. a BV). Der Ausweisgrund des Drogenhandels soll sich nach dem Willen des Gesetzgebers nicht bloss auf den Kauf und Verkauf von Betäubungsmittel beschränken, sondern die ganze Fülle der in Art. 19 Abs. 1 BetmG umschriebenen”
Bei Art. 19 BetmG sind die Anforderungen an die Annahme von Mittäterschaft eher hoch. Mittäterschaft liegt namentlich dann vor, wenn eine Person in einer der Deliktsbegehung dienlichen Organisation eine bestimmte ihr zugewiesene Rolle wahrnimmt oder während der Tatausführung bestimmenden Einfluss auf das Tatgeschehen ausübt. Reine Wiederverkäufer oder blosse Bezugspersonen gelten in der Regel nicht als Mittäter, es sei denn, sie sind in erheblichem Masse von ihrem Lieferanten abhängig oder handeln nach dessen Weisungen, sodass ihnen die alleinige Tatherrschaft für ihre (Weiter‑)Verkäufe fehlt.
“Nicht verlangt wird, dass - 41 - alle Handlungen gemeinsam ausgeübt werden. Die Handlungen des einen Täters werden dem Mittäter angerechnet, wenn sie vom gemeinsamen Tatentschluss er- fasst sind. Objektive Faktoren wie die Beteiligung an der Tatausführung und sub- jektive Faktoren wie die Beteiligung an Tatentschluss und -planung oder der psy- chische Einfluss auf die anderen Beteiligten können sich gegenseitig vertreten, wobei der Täter aber während der Tatphase bestimmenden Einfluss auf das Tat- geschehen ausüben muss (TRECHSEL/NOLL/PIETH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil, 7. Aufl., Zürich 2017, S. 196). Mittäterschaft ist bei allen Tatbe- ständen von Art. 19 Abs. 1 BetmG denkbar und strafbar. Sie ist grundsätzlich an- zunehmen, wenn der Betreffende einer der Deliktsbegehung dienlichen Organisa- tion angehört, in welcher er bestimmte, ihm zugedachte Aufgaben übernimmt. Ist dies der Fall, muss er sich auch fremde, nicht von ihm selber begangene Hand- lungen anrechnen lassen (SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 138). Demgegenüber ist Gehilfe im Sinne von Art. 25 StGB, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet, die Tat jedoch nur durch einen untergeord- neten Tatbeitrag unterstützt (BGE 129 IV 124 E. 3.2 S. 126). Gehilfenschaft im Zusammenhang mit Betäubungsmitteldelikten ist unter Hinweis auf die Rechtspre- chung jede Förderung der von einem anderen beschlossenen und ausgeführten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Mithin jeder irgendwie gear- tete kausale Tatbeitrag, ohne den sich die Haupttat anders abgespielt hätte. Die Gehilfenschaft setzt jedoch voraus, dass die objektive Mitwirkung an der Tat eines anderen sich auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbstständiges Delikt erfassten Beitrag beschränkt (vgl. BGE 113 IV 90 E. 2 S. 91). Hat der Han- delnde tatbestandsmässige Handlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG be- gangen, so hat er für diese als Täter einzustehen (SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 146 f.). Im Übrigen ist mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu betonen, dass im Rahmen des Betäubungsmittelgesetzes Gehilfenschaft nur zurückhaltend anzunehmen ist, da die umfangreiche kriminelle Tätigkeit von Art.”
“Ce qui est déterminant c'est que le coauteur se soit associé à la décision dont est issue l'infraction ou à la réalisation de cette dernière, dans des conditions ou dans une mesure qui le font apparaître comme un participant principal et non pas secondaire. La jurisprudence exige même que le coauteur ait une certaine maîtrise des opérations et que son rôle soit plus ou moins indispensable (ATF 135 IV 152 consid. 2.3.1; 130 IV 58 consid. 9.2.1; 125 IV 134 consid. 3a; 118 IV 227 consid. 5d; 108 IV 92; arrêts du Tribunal fédéral 6B_909/2020 du 15 décembre 2020 consid. 1.2; 6B_419/2016 du 10 avril 2017 consid. 2.2). 5.2.2 L'art. 19 al. 1 LStup punit toutes les formes de participation au trafic de drogue non autorisé, de la production et la distribution jusqu'à l'acquisition, ainsi que les simples actes préparatoires (v. la jurisprudence relative à l'ancien art. 19 ch. 1 LStup: arrêts du Tribunal fédéral 6B_778/2009 du 7 janvier 2010 consid. 2.4; 6S.99/2007 du 28 juin 2007 consid. 5.2.1; Grodecky/Jeanneret, Petit commentaire, 2022, n° 9 ad art. 19 LStup). Quant à l'art. 19 al. 2 LStup, il décrit quatre circonstances aggravantes qui entraînent la qualification des faits en crime. Ces circonstances ont trait à la quantité de stupéfiants, au fait d'agir en bande, par métier ou par métier dans les lieux de formation principalement réservés aux mineurs ou dans leur périmètre immédiat (v. Grodecky/Jeanneret, op. cit., n° 55 ss ad art. 19 LStup). En matière d'actes délictueux prévus à l'art. 19 al. 1 LStup, la jurisprudence a précisé que chacun des actes qui y sont énumérés constitue une infraction autonome, de sorte que celui qui réalise objectivement et subjectivement l'une des hypothèses agit en qualité d'auteur et non de complice (ATF 133 IV 187 consid. 3.2; 119 IV 266 consid. 3a; arrêt du Tribunal fédéral 6B_419/2016 précité ibidem; décision du Tribunal pénal fédéral BG.2019.23 du 7 juin 2019 consid. 2.3; Grodecky/Jeanneret, op. cit., n° 110 ad art. 19 LStup), et ce, même s'il agit sous les directives d'un autre participant auquel il obéit (ATF 106 IV 72 consid.”
“1 StPO wird unter anderem als Auskunftsperson einvernommen, wer (d) ohne selber beschuldigt zu sein, als Täterin, Täter, Teilnehmerin oder Teil- nehmer der abzuklärenden Straftat oder einer anderen damit zusammenhängen- den Straftat nicht ausgeschlossen werden kann; oder (f) in einem andern Verfah- ren wegen einer Tat, die mit der abzuklärenden Straftat im Zusammenhang steht, beschuldigt ist. C._____ wurde anlässlich seiner Verhaftung infolge der verdeckten Fahndung erstmals am 29. April 2017 korrekterweise als beschuldigte Person befragt (Urk. 9/1), was auch von der Verteidigung nicht in Frage gestellt wird. Das durch die verdeckte Fahndung veranlasste Verfahren gegen C._____ wurde mit Strafbe- fehl vom 4. Juli 2017 rechtskräftig abgeschlossen. Im Verfahren gegen den Be- schuldigten B._____ und die Beschuldigte A._____ gab es hernach keinen An- lass, C._____ erneut als beschuldigte Person einzuvernehmen. Zum Erfordernis der Vereinigung der Verfahren gegen C._____, B._____ und A._____ ist die bun- desgerichtliche Rechtsprechung zur Mittäterschaft bei Betäubungsmitteldelikten zu beachten. Bei der Anwendung von Art. 19 BetmG sind die Anforderungen an die Annahme einer Mittäterschaft eher hoch anzusetzen. Mittäterschaft ist nur - 9 - dann zu bejahen, wenn der Wiederverkäufer von seinem Lieferanten mehr als nur betreffend den blossen Bezug der Ware wesentlich abhängig ist oder nach des- sen Weisungen handelt, und ihm dadurch die alleinige Tatherrschaft für die von ihm getätigten (Weiter-) Verkäufe fehlt. Mittäter im Sinne von Art. 33 Abs. 2 StPO sind in der Regel Personen, die auf der gleichen Hierarchiestufe im Drogenhandel tätig sind (vgl. zum Ganzen BGE 118 IV 397 E. 2c mit weiteren Hinweisen). Wer Betäubungsmittel kauft, ist bezüglich der gekauften Drogen grundsätzlich Täter (Käufer) nach Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG und nicht gleichzeitig Mittäter des Ver- käufers im Sinne von dessen lit. c. Dies gilt gemäss bundesgerichtlicher Recht- sprechung auch dann, wenn er die Drogen seinerseits auf eigene Rechnung wei- terverkauft.”
“1 StPO wird unter anderem als Auskunftsperson einvernommen, wer (d) ohne selber beschuldigt zu sein, als Täterin, Täter, Teilnehmerin oder Teil- nehmer der abzuklärenden Straftat oder einer anderen damit zusammenhängen- den Straftat nicht ausgeschlossen werden kann; oder (f) in einem andern Verfah- ren wegen einer Tat, die mit der abzuklärenden Straftat im Zusammenhang steht, beschuldigt ist. M._____ wurde anlässlich seiner Verhaftung infolge der verdeckten Fahndung erstmals am 29. April 2017 korrekterweise als beschuldigte Person befragt (Urk. D1/7/1), was auch von der Verteidigung nicht in Frage gestellt wird. Das durch die verdeckte Fahndung veranlasste Verfahren gegen M._____ wurde mit Strafbefehl vom 4. Juli 2017 rechtskräftig abgeschlossen. Im Verfahren gegen den Beschuldigten A._____ und die Beschuldigte G._____ gab es hernach keinen Anlass, M._____ erneut als beschuldigte Person einzuvernehmen. Zum Erforder- nis der Vereinigung der Verfahren gegen M._____, A._____ und G._____ ist die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Mittäterschaft bei Betäubungsmitteldelik- ten zu beachten. Bei der Anwendung von Art. 19 BetmG sind die Anforderungen an die Annahme einer Mittäterschaft eher hoch anzusetzen. Mittäterschaft ist nur dann zu bejahen, wenn der Wiederverkäufer von seinem Lieferanten mehr als nur betreffend den blossen Bezug der Ware wesentlich abhängig ist oder nach des- sen Weisungen handelt, und ihm dadurch die alleinige Tatherrschaft für die von ihm getätigten (Weiter-) Verkäufe fehlt. Mittäter im Sinne von Art. 33 Abs. 2 StPO sind in der Regel Personen, die auf der gleichen Hierarchiestufe im Drogenhandel tätig sind (vgl. zum Ganzen BGE 118 IV 397 E. 2c mit weiteren Hinweisen). Wer Betäubungsmittel kauft, ist bezüglich der gekauften Drogen grundsätzlich Täter (Käufer) nach Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG und nicht gleichzeitig Mittäter des Verkäufers im Sinne von dessen lit. c. Dies gilt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch dann, wenn er die Drogen seinerseits auf eigene Rechnung weiterverkauft. Da in Art. 19 Abs. 1 BetmG die Unterstützungshandlungen als selbständige Tatbestände ausgestaltet sind, wodurch nahezu jeder Teilnehmer zum Täter gemacht wird, besteht auch kein grosser Raum für die Anwendung der Tatfigur der Gehilfenschaft (vgl.”
Konkrete Fahndungsbeweise — etwa eine zulässig durchgeführte verdeckte Fahndung mit unmittelbarer Übergabe an einen verdeckten Ermittler oder das Auffinden von Zahlungsbelegen beim Beschuldigten bzw. beim Käufer — können als zulässige und tragfähige Beweismittel für die Veräusserungsqualifikation nach Art. 19 Abs. 1 BetmG herangezogen werden.
“Aufgrund des Gesagten ist der dringende Tatverdacht hinsichtlich der Betäubungsmitteldelikte sowohl wegen der Drogenübergabe am 21. November 2023 gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG als auch eines weitergehenden Drogenhandels im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG gegeben.”
“Veräusserung von Betäubungsmitteln nach Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG Der Vorwurf, dass der Beschuldigte dem verdeckten Fahnder sechs Gramm Methamphetamin verkaufte (Reinheitsgrad 99%), trifft mit der Vorinstanz (Urk. 91 S. 33) zu und der Beschuldigte ist der Veräusserung von Betäubungsmitteln nach Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG schuldig zu sprechen. Die verdeckte Fahndung war zulässig und erfolgte korrekt, diesbezüglich kann auf das bereits vorne unter E. I.”
“3 CPP, concerne tant le fardeau de la preuve que l'appréciation des preuves au sens large (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.1). En tant que règle sur le fardeau de la preuve, la présomption d'innocence signifie, au stade du jugement, que ce fardeau incombe à l'accusation et que le doute doit profiter au prévenu (arrêts du Tribunal fédéral 6B_519/2018 du 29 août 2018 consid. 3.1 ; 6B_377/2018 du 22 août 2018 consid. 1.1). Comme règle d'appréciation des preuves, la présomption d'innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait. Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 138 V 74 consid. 7 p. 82 ; ATF 127 I 38 consid. 2a p. 41 ; ATF 124 IV 86 consid. 2a p. 87 s.). 2.2. Selon l'art. 19 al. 1 LStup, se rend notamment coupable d'un délit à la LStup celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) et/ou possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). 2.3. L'appelant soutient qu'il n'a pas vendu de haschich, le 22 novembre 2022, au consommateur C______, affirmant s'être contenté de "checker" ce dernier après qu'il lui avait demandé s'il vendait de la cocaïne. Les dénégations de l'appelant entrent en conflit avec les éléments du dossier. D'une part, le consommateur interpellé juste après leur échange a d'emblée admis avoir acheté du haschich pour la somme CHF 40.-, payée sous la forme de deux billets de CHF 20.-, à un dealer qui portait une veste militaire, vêtement avec lequel l'appelant a été interpellé. La fouille de l'appelant, interpellé immédiatement après les faits, a également permis de découvrir, dans l'une de ses poches, deux billets de CHF 20.”
Art. 19 Abs. 1 umfasst die in den lit. a–d genannten Tathandlungen. Unbefugtes Lagern, Aufbewahren oder der Besitz von Betäubungsmitteln erfüllt danach den objektiven Tatbestand und kann nach Art. 19 Abs. 1 bestraft werden.
“Den objektiven Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 BetmG erfüllt, wer Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Weise erzeugt (lit. a); Betäubungsmittel unbefugt lagert, versendet, befördert, einführt, ausführt oder durchführt (lit. b); Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (lit. c); Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt (lit. d).”
Verpackungsmerkmale (z. B. mehrere Einzelverpackungen, aufgedruckte Kennzeichen), erhebliche Mengen sowie sukzessive bzw. nahe beieinander liegende Abgaben sind Indizien, die im Rahmen der Gesamtwürdigung gegen reinen Eigenkonsum und zugunsten eines auf Vertrieb gerichteten Vorsatzes sprechen; sie begründen indessen keine automatische Schlussfolgerung, sondern sind abgewogen auszulegen.
“Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.3 ; 127 I 38 consid. 2a). 2.1.2. L'art. 19 al. 1 let. d LStup est réalisé par celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière. Selon l'art. 19a ch. 1 LStup, celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art. 19 LStup pour assurer sa propre consommation est passible de l'amende. La jurisprudence a adopté une conception restrictive de cette disposition. Il faut que l'acte soit destiné exclusivement à permettre à l'auteur de se procurer la drogue pour sa propre consommation. L'application de cette circonstance atténuante spéciale est exclue dès que les infractions à l'art. 19 LStup conduisent des tiers à faire usage de stupéfiants. Celui qui, ne serait-ce que pour satisfaire ses propres besoins, se livre au trafic, vend ou permet à autrui, soit à des consommateurs potentiels, de se procurer de la drogue, ne peut dès lors bénéficier de l'art. 19a ch. 1 LStup (ATF 119 IV 180 consid. 2a ; 118 IV 200 consid. 3b et 3d ; SJ 1996 p. 341 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_352/2014 du 22 mai 2015 consid. 4 non publié in ATF 141 IV 273). 2.2. In casu, lors de son interpellation par la police, le 24 août 2020, l'appelant détenait 7.4 gr. de cocaïne, conditionnés sous forme de six boulettes, dont les deux tiers étaient dissimulés dans son caleçon. A ce conditionnement, typique de celui utilisé pour la vente, s'ajoute à charge le lot de sachets prédécoupés en plastique découvert dans sa chambre. L'appelant a tenté de justifier ces aspects en arguant d'une consommation de stupéfiants pour apaiser ses douleurs. Or, il était suivi par un médecin et sous traitement, en particulier de Tramal.”
“1 gr dans une fiole (accrochée à son body) (cf. pièce à conviction P 009), 26.6 gr mêlés à de la cendre dans une fiole (accrochée à son body), 6.5 gr conditionnés en sept sachets (dans une sacoche dans la boîte à gants de la voiture) et 3.5 gr de MDMA conditionnés en sachets dans une pochette (sous son collant). b. Devant la police, le 16 septembre 2017, A______ a reconnu que les drogues lui appartenaient mais en a contesté le relevé des quantités. Elles étaient destinées à sa consommation personnelle et conditionnées pour réguler celle-ci. Elle prenait quotidiennement de la cocaïne et de la marijuana, et occasionnellement les autres stupéfiants. Elle se fournissait [à] E______ [GE] sans dealer habituel. D______ a confirmé que A______ était consommatrice de drogues, mais il n'était pas au courant des quantités qu'elle détenait. c. Le lendemain, mise en prévention pour détention d'importantes quantités de stupéfiants (telles que listées dans le rapport de l'AFD) de diverses sortes, pour une large part destinée à la vente (art. 19 LStup), A______ a confirmé ses déclarations et demandé au MP que la pesée nette de la drogue soit rapidement effectuée, dans la mesure où les quantités reprochées lui paraissaient élevées, en particulier celles de la cocaïne. Le 6 octobre suivant, par l'intermédiaire de son conseil, elle a réitéré sa demande. d. Le 16 octobre 2017, le MP a chargé la Brigade de police technique et scientifique (ci-après : BPTS) de procéder, en plus de l'analyse de la drogue saisie, à la vérification de son poids net, la pesée faite étant contestée par la prévenue. e. Le 8 novembre 2017, la BPTS a envoyé à l'Ecole des sciences criminelles de l'UNIL une fiche de transmission, laquelle contenait la liste des échantillons avec les résultats d'une nouvelle pesée des stupéfiants saisis, la priant de procéder à une analyse qualitative et quantitative ainsi qu'au profilage de ceux-ci. Il en est ressorti les quantités suivantes : - 23.2 gr net de cocaïne conditionnés sous diverses formes, soit dans de nombreux sachets plastique portant des inscriptions telles que "VIP", "normal", "F______", "G______", "5", "1/2" ou encore un point bleu (selon les inscriptions, la quantité et le taux de pureté varient), dans des sachets minigrip, des fioles ou encore une boîte en plastique ; - 0,4 gr net de kétamine conditionné dans un sachet marqué "K" ; - 5 gr net d'ecstasy conditionnés en 16 pilules ; - 3.”
“Diesem Vorbringen ist entgegenzuhalten, dass sich aufgrund der eingestandenen Betäubungsmittelverkäufe, der ausgelesenen WhatsApp Nachrichten, der - 22 - Vorgeschichte des Beschuldigten sowie insbesondere angesichts der Grösse der Betäubungsmittelmenge, welche er bei seiner Festnahme auf sich hatte, im Rahmen einer Gesamtbetrachtung der Schluss aufdrängt, dass er die generelle Absicht verfolgte, Drogen in Verkehr zu bringen. So hat er aus dem bereitgehaltenen Vorrat sukzessive Betäubungsmittel veräussert resp. beabsichtigt, aus dem beschafften Vorrat anlässlich der bevorstehenden "Chem- Sex-Party" davon an seine Gäste gegen Entgelt abzugeben, wobei eben gerade kein begrenzter Abnahmekreis anzunehmen ist, da jeweils unklar war, welche und wie viele Gäste zu den vielfältig publik gemachten Partys erscheinen würden. Sein Handeln war damit von einem generellen Vorsatz getragen, bei dieser von ihm geschaffenen Gelegenheit der beschriebenen Tätigkeit nachzugehen (vorstehend, Erw. IV.1. f.; Erw. IV.5.5.; vgl. dazu auch Fingerhuth/Schlegel/ Jucker, a.a.O., N 195 zu Art. 19 BetmG), weshalb entgegen der Auffassung der Verteidigung eine natürliche Handlungseinheit vorliegt.”
Bestehen erhebliche und konkrete Anhaltspunkte für eine über Jahre andauernde Handelstätigkeit (insbesondere in Verbindung mit einschlägigen Vorstrafen), kann der Abgleich eines DNA‑Profils mit Sicherstellungs‑Spuren sowie die erkennungsdienstliche Erfassung im konkreten Fall als durch die Bedeutung der behaupteten Straftat (Art. 19 Abs. 1 BetmG) gerechtfertigt angesehen werden. Das Gericht hielt in diesem Zusammenhang mildere, ersichtliche Alternativen nicht für gegeben.
“Darüber hinaus ist der Beschwerdeführer bereits einschlägig aus den Jahren 2015 und 2016 vorbestraft. Vorliegend wird ihm vorgeworfen, seit 2016 in den Marihuana-Handel verwickelt zu sein, wobei er diese Tätigkeit auch nach seiner Anhaltung vom 24. Oktober 2023 bis im Januar 2024 weitergeführt haben soll (vgl. Einvernahmen vom 20. Februar 2024 von E.________, Zeilen 146 ff. und 176 ff., und D.________, Zeilen 235 ff.; act. 2078 f., 2092 f.). Es liegen somit nicht bloss verjährte Jugendsünden vor, sondern es bestehen erhebliche und konkrete Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer seit acht Jahren in den Marihuana-Handel involviert ist. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft das DNA-Profil des Beschwerdeführers mit DNA-Spuren aus Sicherstellungen in separaten Verfahren abgleichen will. Dies ist denn auch geeignet, um die Beteiligung des Beschwerdeführers am Marihuana-Handel nachzuweisen. Dabei handelt es sich um ein Vergehen, das mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft wird (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Die Massnahme ist durch die Bedeutung der angeblichen Straftat gerechtfertigt. Mildere Massnahmen sind nicht ersichtlich, was vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht wird. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.”
“Sachverhalt A. Gegen A.________, geb. 1996, wird ein Strafverfahren wegen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) geführt. Er wird namentlich verdächtigt, seit Juni 2016 in den Kantonen Freiburg und Bern im Marihuana-Handel tätig zu sein. Mit Befehl vom 19. März 2024 ordnete die Polizei dessen erkennungsdienstliche Erfassung (Art. 260 StPO) sowie eine DNA-Entnahme (Art. 255 StPO) an. Die Massnahmen wurde gleichentags ausgeführt, wobei sich A.________ kooperativ verhielt. Am 22. März 2024 ordnete die Staatsanwaltschaft sodann die Analyse der DNA-Probe an. Diese Verfügung wurde A.________ am 25. März 2024 zugestellt. B. Dagegen erhob er, handelnd durch seinen Rechtsvertreter, Beschwerde. Er beantragt, die Verfügung vom 22. März 2024 sei aufzuheben, von einer Erstellung eines DNA-Profils sei abzusehen und die bereits entnommene DNA-Probe sei zu vernichten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Staatsanwaltschaft nahm am 13. Mai 2024 und 13. Juni 2024 Stellung zur Beschwerde. Sie schliesst auf Abweisung, soweit darauf einzutreten sei.”
“Darüber hinaus ist der Beschwerdeführer bereits einschlägig aus den Jahren 2015 und 2016 vorbestraft. Vorliegend wird ihm vorgeworfen, seit 2016 in den Marihuana-Handel verwickelt zu sein, wobei er diese Tätigkeit auch nach seiner Anhaltung vom 24. Oktober 2023 bis im Januar 2024 weitergeführt haben soll (vgl. Einvernahmen vom 20. Februar 2024 von E.________, Zeilen 146 ff. und 176 ff., und D.________, Zeilen 235 ff.; act. 2078 f., 2092 f.). Es liegen somit nicht bloss verjährte Jugendsünden vor, sondern es bestehen erhebliche und konkrete Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer seit acht Jahren in den Marihuana-Handel involviert ist. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft das DNA-Profil des Beschwerdeführers mit DNA-Spuren aus Sicherstellungen in separaten Verfahren abgleichen will. Dies ist denn auch geeignet, um die Beteiligung des Beschwerdeführers am Marihuana-Handel nachzuweisen. Dabei handelt es sich um ein Vergehen, das mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft wird (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Die Massnahme ist durch die Bedeutung der angeblichen Straftat gerechtfertigt. Mildere Massnahmen sind nicht ersichtlich, was vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht wird. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.”
Bei qualifizierten Widerhandlungen nach Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 BetmG sieht die Rechtsprechung eine Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr vor. In Verbindung mit Art. 40 StGB kann für schwerwiegende bzw. mehrfach begangene Taten ein weitreichender Strafrahmen von etwa einem bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe angenommen werden. Die Rechtsprechung kennt einzelne Fälle mit mehrjährigen Freiheitsstrafen.
“Vorliegend wird der Berufungsführer wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 lit. a BetmG) schuldig gesprochen. Die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bedroht.”
“Strafandrohung von mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe In Bezug auf die abstrakte Strafandrohung von mindestens einem Jahr Freiheits- strafe ist die Voraussetzung vorliegend gegeben. Art. 19 Abs. 1 BetmG sieht als Strafrahmen Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor, Art. 19 Abs. 2 BetmG legt für qualifizierte Fälle eine Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr fest.”
“Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG).”
“Strafrahmen Es ist bei der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG von einem Strafrahmen von einem bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe auszugehen. Die mehrfache Tatbegehung ist mit der Vorinstanz innerhalb des ordentlichen Strafrahmens – da keine aussergewöhnlichen Umstände vorliegen – straferhö- hend zu berücksichtigen (vgl. Urk. 55 S. 96 f.). Strafmilderungsgründe sind ferner nicht ersichtlich. Als Ausgangspunkt für die Festsetzung der Einzelstrafe ist die Kokaineinfuhr vom 18. Februar 2019 heranzuziehen, bei welcher rund”
“Ausgehend von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG ergibt sich der massgebliche (sehr weite) Strafrahmen von einem bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe (Art. 40 Abs. 2 StGB), womit eine Geldstrafe von ei- nem bis zu 180 Tagessätzen verbunden werden kann (Art. 34 Abs. 1 StGB).”
“Ausgehend von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG ergibt sich der massgebliche (sehr weite) Strafrahmen von einem bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe (Art. 40 Abs. 2 StGB), womit eine Geldstrafe von ei- nem bis zu 180 Tagessätzen verbunden werden kann (Art. 34 Abs. 1 StGB).”
“Die angeordnete Landesverweisung wird gemäss Art. 20 N-SIS-Verordnung im Schengener Informationssystem eingetragen. 4. A. trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO die ihn betreffenden Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von Fr. 14'268.15, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von Fr. 1'450.− und einem Drittel der Gerichtsgebühr von insgesamt Fr. 18‘000.−, d.h. Fr. 6’000.−. 5. Das Honorar des amtlichen Verteidigers Christoph Vettiger in Höhe von insgesamt Fr. 32'634.− (gemäss Honorarnote zuzüglich Verhandlung/Urteilseröff- nung/Weg: 14.25 Std.; inkl. Auslagen) wird aus der Gerichtskasse entrichtet. II. B. 1. B. wird der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 7 ½ Jahren, unter Anrechnung der vom 3. Dezember 2020 bis zum 1. September 2021 ausgestandenen Untersuchungshaft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs vom 2. September 2021 bis zum 22. Juni 2022 von insgesamt 567 Tagen, in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a und lit. b BetmG, Art. 40 StGB sowie Art. 51 StGB. 2. B. wird in Anwendung von Art. 66a StGB für die Dauer von 10 Jahren des Landes verwiesen. 3. Die angeordnete Landesverweisung wird gemäss Art. 20 N-SIS-Verordnung im Schengener Informationssystem eingetragen. 4. Die gegen B. am 20. September 2017 von der Staatsanwaltschaft Baden bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je Fr. 30.− wird in Anwendung von Art. 46 Abs. 2 StGB nicht für vollziehbar erklärt. 5. B. trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO die ihn betreffenden Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von Fr. 21'359.−, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von Fr. 1'700.− und einem Drittel der Gerichtsgebühr von insgesamt Fr. 18‘000.−, d.h. Fr. 6’000.−. 6. Das Honorar der amtlichen Verteidigerin Patricia Jenny in Höhe von insgesamt Fr. 30‘142.30 (gemäss Honorarnote zuzüglich Verhandlung/Urteilseröffnung: 8 Std.; inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) wird aus der Gerichtskasse entrich- tet.”
“, vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Vettiger, Austrasse 37, 4051 Basel, amtlicher Verteidiger (bis am 13. November 2023), sowie vertreten durch Advokatin Angela Agostino-Passerini, Baselstrasse 11, Postfach 722, 4125 Riehen, Wahlverteidigerin, Beschuldigter und Berufungskläger B. , vertreten durch Rechtsanwalt Reto Steinmann, Bahnhofstrasse 10, Postfach 7652, 6302 Zug, amtlicher Verteidiger, Beschuldigter und Berufungskläger C. Verfahrensbeteiligter Gegenstand Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 22. Juni 2022 A. Das Strafgericht Basel-Landschaft erkannte mit Urteil vom 22. Juni 2022 Folgendes: „ I. A. 1. A. wird der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren, unter Anrechnung der vom 3. Dezember 2020 bis zum 14. November 2021 ausgestandenen Untersuchungshaft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs vom 15. November 2021 bis zum 22. Juni 2022 von insgesamt 567 Tagen, in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a und lit. b BetmG, Art. 40 StGB sowie Art. 51 StGB. 2. A. wird in Anwendung von Art. 66a StGB für die Dauer von 8 Jahren des Landes verwiesen. 3. Die angeordnete Landesverweisung wird gemäss Art. 20 N-SIS-Verordnung im Schengener Informationssystem eingetragen. 4. A. trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO die ihn betreffenden Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von Fr. 14'268.15, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von Fr. 1'450.− und einem Drittel der Gerichtsgebühr von insgesamt Fr. 18‘000.−, d.h. Fr. 6’000.−. 5. Das Honorar des amtlichen Verteidigers Christoph Vettiger in Höhe von insgesamt Fr. 32'634.− (gemäss Honorarnote zuzüglich Verhandlung/Urteilseröff- nung/Weg: 14.25 Std.; inkl. Auslagen) wird aus der Gerichtskasse entrichtet. II. B. 1. B. wird der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 7 ½ Jahren, unter Anrechnung der vom 3. Dezember 2020 bis zum 1.”
“Fazit Die Beschuldigte ist für das Verbrechen gegen Art. 19 Abs. 2 lit. a und c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG mit einer Freiheitsstrafe von 24 Mona- ten zu bestrafen. Die erstandene Haft von 18 Tagen ist anzurechnen (Art. 51 StGB). Für die mehrfache Übertretung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG ist ihr eine Busse von CHF”
Bei hinreichendem, sachdienlichem Verdacht im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG kann die Strafverfolgungsbehörde erkennungsdienstliche Massnahmen anordnen; ebenfalls kann die Staatsanwaltschaft die Analyse bereits entnommener DNA‑Proben verfügen. Gegen solche Verfügungen steht den Betroffenen der Rechtsweg offen (z. B. Beschwerde).
“Sachverhalt A. Gegen A.________, geb. 1996, wird ein Strafverfahren wegen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) geführt. Er wird namentlich verdächtigt, seit Juni 2016 in den Kantonen Freiburg und Bern im Marihuana-Handel tätig zu sein. Mit Befehl vom 19. März 2024 ordnete die Polizei dessen erkennungsdienstliche Erfassung (Art. 260 StPO) sowie eine DNA-Entnahme (Art. 255 StPO) an. Die Massnahmen wurde gleichentags ausgeführt, wobei sich A.________ kooperativ verhielt. Am 22. März 2024 ordnete die Staatsanwaltschaft sodann die Analyse der DNA-Probe an. Diese Verfügung wurde A.________ am 25. März 2024 zugestellt. B. Dagegen erhob er, handelnd durch seinen Rechtsvertreter, Beschwerde. Er beantragt, die Verfügung vom 22. März 2024 sei aufzuheben, von einer Erstellung eines DNA-Profils sei abzusehen und die bereits entnommene DNA-Probe sei zu vernichten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Staatsanwaltschaft nahm am 13. Mai 2024 und 13. Juni 2024 Stellung zur Beschwerde. Sie schliesst auf Abweisung, soweit darauf einzutreten sei.”
“Sie legen hingegen dar, dass der Beschwerdeführer mit einer ausreichenden Wahrscheinlichkeit in andere Delikte von erheblicher Schwere impliziert sein könnte, die nicht bereits Gegenstand des laufenden Verfahrens bilden. Zwar sei der 74 Jahre alte Beschuldigte nicht vorbestraft. Eine Gewährsperson habe jedoch zu Protokoll gegeben, sie habe dem Beschwerdeführer, über mehrere Jahre hinweg und mehrfach, jeweils 200-300g Cannabis gestohlen und auch schon früher einen intensiven Hanfgeruch in dessen Haus festgestellt. Aufgrund dieser Aussagen, mit denen sich die Gewährsperson selber erheblich belastet habe und welche dem Beschwerdeführer anlässlich seiner eigenen Einvernahme vorgehalten worden seien, bestünden erhebliche Anhaltspunkte dafür, dass dieser schon zu früheren Zeiten grössere Mengen Cannabis angebaut, weiterverarbeitet und verkauft habe. Eine von der Verteidigung ins Recht gelegte E-Mail der Gewährsperson vom 4. März 2021 vermöge diesen Verdacht nicht vollständig zu zerstreuen. Es bestehe gegen den Beschuldigten der Verdacht auf Anbau, Lagerung und Verkauf von Betäubungsmitteln, was gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG (als einfacher Tatbestand) mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werde. Dies stelle über mehrere Jahre hinweg eine Straftat von einer gewissen Schwere dar, die noch untersucht werden müsse und zu deren Verfolgung eine erkennungsdienstliche Erfassung des Beschuldigten sachdienlich sei. Ob er, wie er behauptet, bloss als Opfer falscher Anschuldigungen anzusehen sei, werde im weiteren Verlauf des Verfahrens zu klären sein.”
Liegt eine konkrete Veräusserungshandlung vor, geht diese der Auffangtatbestandsprüfung des blossen Besitzes gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG vor; in solchen Fällen soll kein gesonderter Schuldspruch wegen blossen Besitzes erfolgen.
“Der Beschuldigte hat mehrfach in unregelmässigen Abständen Kokainge- misch an B._____ veräussert. Diese Verkaufshandlungen waren in Übereinstim- mung mit der Verteidigung nicht von einem einheitlichen Willensentschluss getra- gen (vgl. Urteil 6S.190/2000 vom 11. Juli 2001 E. 2a ff.; Urk. 92 S. 20). Sodann liegt kein mengenmässig schwerer Fall gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG vor (Grenzwert 18 Gramm Reinmenge bei Kokain). Die Verteidigung hat im Übrigen zutreffend darauf hingewiesen, dass ein zusätzlicher Schuldspruch wegen Besitz nicht zu ergehen hat, da die Veräusserungshandlung dem Auffangtatbestand ge- mäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG vorgeht und die am 4. Juni 2019 sichergestellten”
Bei qualifizierter Widerhandlung entfällt eine Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG.
“Der Beschuldigte ist somit der qualifizierten Widerhandlung gegen das BetmG im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b und c in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen und hierfür angemessen zu bestrafen. Eine Strafmil- derung nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG fällt ausser Betracht.”
Anpflanzen, Pflegen, Ernten und Trocknen von Cannabisstecklingen kann nach der Rechtsprechung unmittelbar den Tatbestand des unbefugten Anbaus (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG) und des unbefugten Besitzes (lit. d) erfüllen und als für die Deliktsverwirklichung wesentlicher Beitrag die Qualifikation als Hauptbeteiligung begründen. In einem entschiedenen Fall wurde bei kleinem Heim-Anbau (6 Jungpflanzen, Growzelt und Zubehör) eine Busse ausgesprochen.
“________ gemäss Beweisergebnis wusste, dass er in eine illegale THC-Indooranlage investierte, erübrigen sich Ausführungen zu dem seinerseits behaupteten Sachverhaltsirrtum nach Art. 13 Abs. 1 aStGB. Mit Blick auf das Beweisergebnis ist auch die von A.________ geltend gemachte Gehilfenschaft zu verneinen (siehe dazu auch E. II.13.5 hiervor, letzter Absatz). Ohnehin ist unter Berücksichtigung der rechtlichen Ausführungen unter E. III.16.3 hiervor festzuhalten, dass A.________ selbst dann nicht als Gehilfe i.S.v. Art. 25 aStGB zu qualifizieren wäre, wenn er nur die zugestandenen «Gärtnerarbeiten» verrichtet hätte: Wer Cannabisstecklinge anpflanzt, pflegt, erntet und trocknet, unterstützt den Cannabishandel nicht durch einen bloss untergeordneten Tatbeitrag, sondern ist für die Verwirklichung des Delikts derart wesentlich, dass dieses mit ihm steht oder fällt, und damit Hauptbeteiligter. Allein schon mit seinen «Gärtnertätigkeiten» trug A.________ in massgebender Weise zum Betrieb und Erfolg der Hanf-Indooranlage bei und erfüllte er eigenständig die Tatbestände des unbefugten Anbaus (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG) und des unbefugten Besitzes (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) von Cannabis. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann A.________ schliesslich aus dem Umstand, dass T.________ wegen Gehilfenschaft nach Art. 19 Abs. 1 BetmG i.V.m. Art. 25 aStGB verurteilt wurde. Dessen Verurteilung ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und für die Kammer nicht bindend.”
“_____ 4 amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin MLaw X4._____ 5 amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X5._____ 6 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X6._____ betreffend Öffentliche Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit etc. - 2 - Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Winterthur, Einzelgericht, vom 31. August 2021 (GG200086) - 3 - Anklage: Die Anklageschriften der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 21. Dezember 2020 sind diesem Urteil beigeheftet (Urk. 1.55, 1.59, 1.57, 1.54, 1.58 und 1.56). Urteil der Vorinstanz i.S. des Beschuldigten A._____: (SB220169 Urk. 72 S. 31 ff.) "Es wird erkannt: 1. Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf der öffentlichen Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit im Sinne von Art. 259 Abs. 2 StGB freigesprochen. 2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG. 3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 300.–. 4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 5. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 26. November 2020 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich, Asservaten- Triage, lagernden Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde nach Eintritt der Rechtskraft zur Vernichtung überlassen: − 6 Marihuanajungpflanzen (Asservat-Nr. A012'768'091); − 1 Growzelt inkl. Zubehör: Zelt im engeren Sinne, 1 Aktivkohlefilter, 1 Ventilator, 1 Wärmelampe, 1 Hygrometer (Asservat-Nr. A012'768'148); − Marihuana in Weckglas, 1.2 Gramm (Asservat-Nr. A012'768'262). 6. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: Fr. 150.00 ; die weiteren Kosten betragen: Fr. 2'000.00 Gebühr für das Vorverfahren Fr. 2'150.00 Total Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.”
Ein Transfer ins Ausland kann den Tatbestand der Geldwäscherei nach Art. 19 BetmG erfüllen, wenn die Transaktion geeignet ist, eine (auch ausländische) Konfiskation zu vereiteln. Subjektiv ist erforderlich, dass der Täter die kriminelle Herkunft der Werte kennt oder zumindest vermutet und sich bewusst ist, dass seine Handlung die Feststellung der Herkunft, das Auffinden oder die Konfiskation vereiteln kann.
“Giusta l'art. 305bis cifra 1 CP, chiunque compie un atto suscettibile di vanificare l'accertamento dell'origine, il ritrovamento o la confisca di valori patrimoniali sapendo o dovendo presumere che provengono da un crimine o da un delitto fiscale qualificato, è punito con una pena detentiva sino a tre anni o con una pena pecuniaria. L’infrazione aggravata alla LStup è un crimine (art. 19 cpv. 2 lett. a LStup e art. 10 cpv. 2 CP; vedasi anche Corboz, Les infractions en droit suisse, Vol. II, ad art. 19 LStup n. 72, pag. 914). L’Alta Corte ha stabilito che in caso di trasferimento di denaro all'estero, il reato di riciclaggio è realizzato se la transazione è suscettibile di vanificare la confisca all'estero (DTF 144 IV 172 consid. 7.2.2, confermata in STF 6B_829/2019 del 21 ottobre 2019 consid. 3.1). Secondo la giurisprudenza costante del Tribunale federale il reato di riciclaggio può essere commesso anche da chi ricicla valori patrimoniali provenienti da un crimine da lui stesso commesso (DTF 144 IV 172 consid. 7.2 pag. 174; 124 IV 274 consid. 3; 120 IV 323 consid. 3; STF 6S.691/1999 del 29 novembre 2000 consid. 3a; sulle diverse posizioni degli autori: Trechsel/Pieth, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2018, ad art. 305bis n. 7). Dal profilo soggettivo, l'autore deve conoscere l'origine criminosa dei fondi ed essere consapevole che il suo atto potrà vanificarne l'accertamento dell'origine, il ritrovamento o la confisca.”
“Giusta l'art. 305bis cifra 1 CP, chiunque compie un atto suscettibile di vanificare l'accertamento dell'origine, il ritrovamento o la confisca di valori patrimoniali sapendo o dovendo presumere che provengono da un crimine o da un delitto fiscale qualificato, è punito con una pena detentiva sino a tre anni o con una pena pecuniaria. L’infrazione aggravata alla LStup è un crimine (art. 19 cpv. 2 lett. a LStup e art. 10 cpv. 2 CP; vedasi anche Corboz, Les infractions en droit suisse, Vol. II, ad art. 19 LStup n. 72, pag. 914). L’Alta Corte ha stabilito che in caso di trasferimento di denaro all'estero, il reato di riciclaggio è realizzato se la transazione è suscettibile di vanificare la confisca all'estero (DTF 144 IV 172 consid. 7.2.2, confermata in STF 6B_829/2019 del 21 ottobre 2019 consid. 3.1). Secondo la giurisprudenza costante del Tribunale federale il reato di riciclaggio può essere commesso anche da chi ricicla valori patrimoniali provenienti da un crimine da lui stesso commesso (DTF 144 IV 172 consid. 7.2 pag. 174; 124 IV 274 consid. 3; 120 IV 323 consid. 3; STF 6S.691/1999 del 29 novembre 2000 consid. 3a; sulle diverse posizioni degli autori: Trechsel/Pieth, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2018, ad art. 305bis n. 7). Dal profilo soggettivo, l'autore deve conoscere l'origine criminosa dei fondi ed essere consapevole che il suo atto potrà vanificarne l'accertamento dell'origine, il ritrovamento o la confisca.”
Bei wiederholtem Handel mit Betäubungsmitteln können strafrechtliche Verfahren nach Art. 19 BetmG parallel zu verwaltungsrechtlichen Ausweisungs- und Einreiseverboten bzw. Wegweisungsentscheidungen durchgesetzt werden; die Praxisbelege zeigen gleichzeitige straf- und ausländerrechtliche Massnahmen (z. B. kantonale Betretungsverbote, Wegweisung, Einreiseverbot, Administrativhaft).
“Le 28 janvier 2021, le commissaire de police a fait interdiction à M. A______ de pénétrer dans le canton de Genève pour une durée de douze mois. 6. M. A______ a violé cette mesure à réitérées reprises et a été condamné en conséquence tant par le Tribunal de police que par le Ministère public. 7. Par décision du 26 mai 2021, l'office cantonal de la population et des migrations (ci-après: l'OCPM) a prononcé son renvoi immédiat de Suisse, lui octroyant un délai de départ au 27 mai 2021. 8. Par décision du 4 février 2022, notifiée le 11 février 2022, le secrétariat d'Etat aux migrations (ci-après: le SEM) lui a fait interdiction d'entrer en Suisse jusqu'au 3 janvier 2025. 9. Le 24 novembre 2022, M. A______ a été interpellé par la police genevoise dans le quartier B______, après avoir été observé, en compagnie d'un tiers, prendre contact avec deux personnes, lesquelles ont reconnu qu'elles venaient de leur acheter trois "cailloux" de crack. Prévenu d’infractions à la LEI et à l’art. 19 LStup (trafic), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police. 10. Le jour même, après avoir été condamné par ordonnance pénale du Ministère public, il a fait l'objet d'une interdiction de pénétrer dans le canton de Genève prise à son encontre par le commissaire de police pour une durée de vingt-quatre mois. 11. Le 29 janvier 2024, l'intéressé, en possession d'un passeport sénégalais ainsi que d'un titre de séjour portugais, a été interpellé par les services de police genevois, dans le cadre d'une opération de lutte contre le trafic de stupéfiants. Il ressort du rapport d'arrestation que la police a observé l'intéressé en train d'effectuer un échange de main à la main avec un autre individu, lequel a mis en cause M. A______ pour lui avoir vendu un caillou de crack d'un poids de 0.9 gr brut. M. A______ a refusé de s'exprimer devant la police. 12. Prévenu d’infractions à la LEI et à l’art. 19 LStup (trafic), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police.”
“Prévenu d’infractions à la LEI et à l’art. 19 LStup (trafic), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police. 10. Le jour même, après avoir été condamné par ordonnance pénale du Ministère public, il a fait l'objet d'une interdiction de pénétrer dans le canton de Genève prise à son encontre par le commissaire de police pour une durée de vingt-quatre mois. 11. Le 29 janvier 2024, l'intéressé, en possession d'un passeport sénégalais ainsi que d'un titre de séjour portugais, a été interpellé par les services de police genevois, dans le cadre d'une opération de lutte contre le trafic de stupéfiants. Il ressort du rapport d'arrestation que la police a observé l'intéressé en train d'effectuer un échange de main à la main avec un autre individu, lequel a mis en cause M. A______ pour lui avoir vendu un caillou de crack d'un poids de 0.9 gr brut. M. A______ a refusé de s'exprimer devant la police. 12. Prévenu d’infractions à la LEI et à l’art. 19 LStup (trafic), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police. 13. Par décision du 30 janvier 2024, l'OCPM a prononcé le renvoi de Suisse de M. A______, sur la base de l'art. 64 LEI. 14. Le 30 janvier 2024 également, par ordonnance pénale du Ministère public, l'intéressé a été condamné pour les faits ayant mené à son arrestation, puis il a été remis en mains des services de police. 15. Ces derniers ont entrepris les démarches nécessaires au renvoi de Suisse de M. A______ en procédant à la réservation d'un vol à destination du Portugal qui aura lieu le 2 février 2024 au départ de Genève. 16. Le 30 janvier 2024, à 16h25, le commissaire de police a émis un ordre de mise en détention administrative à l'encontre de M. A______ pour une durée de trois semaines sur la base des art. 75 al. 1 let. b, c et g et 76 al. 1 let. b ch. 1 de la loi fédérale sur les étrangers et l’intégration du 16 décembre 2005 (LEI - RS 142.20 ; anciennement dénommée loi fédérale sur les étrangers - LEtr).”
Gehilfenschaft ist nach Art. 19 Abs. 1 BetmG nur anzunehmen, wenn die objektive Mitwirkung auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbstständiges Delikt erfassten Beitrag beschränkt ist. Im Bereich des Betäubungsmittelstrafrechts ist Gehilfenschaft zurückhaltend zu bejahen, da Art. 19 Abs. 1 viele Unterstützungshandlungen als eigene Tatbestände erfasst.
“E. 2). Die allgemeinen Regeln des Strafgesetzbuchs über Täter und Teilnahme gelten auch im Bereich der Betäubungsmitteldelikte (Art. 26 BetmG). Dabei ist zu beachten, dass Art. 19 Abs. 1 BetmG nahezu alle Unterstützungshandlungen als selbständige Handlungen umschreibt. Aufgrund der hohen Regelungsdichte besteht kein Bedürfnis, unterstützende Tatbeiträge über die Regeln der Mittäterschaft, Anstiftung oder Gehilfenschaft in die eigentliche Tat einzubeziehen. Diese Dichte hat eine starke Einschränkung des Anwendungsbereichs von Art. 25 aStGB (Gehilfenschaft) zur Folge. Gehilfenschaft liegt nur vor, wenn die objektive Mitwirkung an der Tat eines anderen sich auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbständiges Delikt erfassten Beitrag beschränkt (Urteil des Bundesgerichts 6B_138/2022 vom”
“25 StGB, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet, die Tat jedoch nur durch einen untergeord- neten Tatbeitrag unterstützt (BGE 129 IV 124 E. 3.2 S. 126). Gehilfenschaft im Zusammenhang mit Betäubungsmitteldelikten ist unter Hinweis auf die Rechtspre- chung jede Förderung der von einem anderen beschlossenen und ausgeführten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Mithin jeder irgendwie gear- tete kausale Tatbeitrag, ohne den sich die Haupttat anders abgespielt hätte. Die Gehilfenschaft setzt jedoch voraus, dass die objektive Mitwirkung an der Tat eines anderen sich auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbstständiges Delikt erfassten Beitrag beschränkt (vgl. BGE 113 IV 90 E. 2 S. 91). Hat der Han- delnde tatbestandsmässige Handlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG be- gangen, so hat er für diese als Täter einzustehen (SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 146 f.). Im Übrigen ist mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu betonen, dass im Rahmen des Betäubungsmittelgesetzes Gehilfenschaft nur zurückhaltend anzunehmen ist, da die umfangreiche kriminelle Tätigkeit von Art. 19 Abs. 1 BetmG erfasst wird und sich verschuldensmässig nicht als gehilfenschaftsähnlich gewichten lässt (BGE 118 IV 397 E. 2c S. 401; Urteil des Bundesgerichts 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.4 m.w.H.). Ge- hilfenschaft liegt beispielsweise vor, wenn ein Mitwirkender nicht selber Betäu- - 42 - bungsmittel befördert, aber ein Fahrzeug für den Transport zur Verfügung stellt (BGE 106 IV 72 E. 2b S. 73).”
“Gehilfenschaft Der Gehilfenschaft macht sich strafbar, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet (Art. 25 aStGB). Als Hilfeleistung i.S.v. Art. 25 aStGB gilt jeder kausale Beitrag, der die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Der Gehilfe fördert eine Tat, wenn er sie durch einen untergeordneten Tatbeitrag unterstützt resp. wenn er die Ausführung der Haupttat durch irgendwelche Vorkehren oder durch psychische Hilfe erleichtert (Urteil des Bundesgerichts 6B_894/2009 vom 19. Januar 2010 E. 1.2.2). Im Rahmen des Betäubungsmittelstrafrechts ist Gehilfenschaft nur zurückhaltend anzunehmen. Art. 19 Abs. 1 BetmG umschreibt nahezu alle Unterstützungshandlungen als selbstständige Handlungen, so dass Täter ist und der vollen Strafdrohung untersteht, wer in eigener Person einen dieser gesetzlichen Tatbestände objektiv und subjektiv erfüllt. Aufgrund der gegebenen hohen Regelungsdichte der Bestimmung besteht grundsätzlich kein Bedürfnis, unterstützende Tatbeiträge über die Regeln der Mittäterschaft, Anstiftung oder Gehilfenschaft in die eigentliche Tat einzubeziehen. Gehilfenschaft liegt nur vor, wenn die objektive Mitwirkung an der Tat eines anderen sich auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbständiges Delikt erfassten Beitrag beschränkt (zum Ganzen BGE 133 IV 187 E. 3.2 S. 192 ff; Urteil des Bundesgerichts 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.4). Gehilfenschaft zum Befördern i.S.v. Art. 19 Abs. 1 Bst. b BetmG etwa liegt vor, wenn der Mitwirkende nicht selber Betäubungsmittel befördert, aber ein Fahrzeug für den Transport zur Verfügung stellt (BGE 113 IV 90 E. 2a S. 90). Die blosse Anwesenheit als Mitfahrer bei einem Drogentransport begründet nur dann eine strafbare Hilfeleistung, wenn sie für den Täter einen psychischen Rückhalt bildet (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.”
Art und Umfang der aufgefundenen Packungen sowie das Fehlen einer ärztlichen Verschreibung können für die Strafbarkeit nach Art. 19 Abs. 1 (z. B. Besitz, Einfuhr, Handel von Betäubungsmitteln sowie verschreibungspflichtigen oder nicht zugelassenen Arzneimitteln) strafrechtlich relevant sein.
“], médicament non autorisé en Suisse ; - une ampoule CHORIOMON 5000 avec son kit d’injection, hormones ne pouvant être remises que contre une ordonnance ; - deux boîtes NOVORAPID FLEX PEN contenant respectivement 1 et 5 stylos à injection d’insuline, produit dopant ne pouvant être remis que contre une ordonnance ; - trois boîtes contenant respectivement 12 et 11 ampoules de GXGENX-TROPIN, hormone de croissance ne pouvant être remise que contre une ordonnance ; - une boîte RELMUS 4 mg, relaxant musculaire non autorisé en Suisse ; - une boîte VOLTAREN contenant 3 ampoules ne correspondant pas à l’emballage, contenant probablement de la testostérone, hormone ne pouvant être remise que contre une ordonnance ; - une boîte de vitamine B12 1 mg contenant 9 ampoules, médicament qui ne peut être obtenu que sur ordonnance ; - un sachet contenant 4 boîtes PROVIRON 25 mg, produit anabolisant non autorisé en Suisse ; - un sachet contenant 14 ampoules de MYOGEN, SUSTANON, EQUITEST, TREN-ACE, TESTROP et MASTPROP, des stéroïdes anabolisants ; - un sachet contenant 4 ampoules de MASTEROLIC 100 mg, un stéroïde anabolisant ; - une boîte TESTBOLIC contenant 3 ampoules de testostérone 100 mg, hormone ne pouvant être remise que contre une ordonnance ; - une boîte MODURETIC 50 mg contenant 10 comprimés, médicament diurétique non autorisé en Suisse ; - une boîte ANASTROZOL 1 mg, produit dopant et médicament non autorisé en Suisse ; - une boîte SUSTENON 250 mg contenant des ampoules emballées, médicament destiné à remplacer la testostérone, non autorisé en Suisse ; - un sachet contenant 2 boîtes CLENBUTEROL, substance à usage vétérinaire assimilable aux anabolisants ; - un sachet contenant 2 boîtes de DUFINE 50 mg, médicament contre la stérilité non autorisé en Suisse ; - 2 plaquettes de comprimés ZADITEN 1 mg, médicament délivré sur ordonnance uniquement ; - 2 plaquettes de comprimés LEGALON 140 mg, médicament délivré sur ordonnance uniquement ; - une boîte PREDNISON STREULI 50 mg, médicament délivré sur ordonnance uniquement ; - une boîte de DORMICUM 5 mg, médicament et produit stupéfiant délivré sur ordonnance uniquement ; - une boîte FUROSEMIDA RATIOPHARM 40 mg, médicament diurétique non autorisé en Suisse mais ne pouvant être obtenu à l’étranger que sur ordonnance ; - une boîte ALPRAZOLAM RATIOPHARM 1 mg, équivalant au XANAX, médicament et produit stupéfiant qui ne peut être délivré que sur ordonnance ; - 2 flacons DOSTINEX 0,5 mg, hormone qui ne peut être obtenue que contre une ordonnance ; - un flacon ANDROGAN 50, stéroïde anabolisant ; - un stylo à injection GENOTROPINE 5,3 mg, hormone qui ne peut être obtenue que contre une ordonnance ; - un étui contenant du matériel pour l’injection d’insuline, médicament et produit dopant qui ne peut être obtenu que contre une ordonnance ; - 8 ampoules diverses MYOGEN, stéroïde anabolisant ; - une boîte contenant des seringues ; - un sachet contenant du matériel d’injection ; - une boîte contenant du matériel pour l’injection d’insuline, médicament et produit dopant qui ne peut être obtenu que contre une ordonnance ; - des pansements et des compresses. » 4.2 L'appelant soutient qu'il ne serait pas établi que les Dormicum et Xanax en sa possession, acquis au Portugal, n’avaient pas été acquis sur la base d'une ordonnance. Il devrait par conséquent être libéré de l'accusation d'infraction à la LStup. De plus, tous les médicaments en sa possession auraient été destinés à sa consommation personnelle et Swissmedic avait confirmé que les produits trouvés chez lui ne dépassaient pas les doses admises pour une consommation personnelle. Il devrait donc être libéré de l'accusation de contravention à la LPTh. 4.3 Les principes relatifs à l'appréciation des preuves ont été énoncés ci-dessus (cf. consid. 3.2 supra). Selon l'art. 19 al. 1 LStup, est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire, notamment celui qui, sans droit, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b) et/ou celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). L’art. 19a LStup dispose que celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art. 19 LStup pour assurer sa propre consommation est passible de l'amende (al. 1). Dans les cas bénins, l'autorité compétente pourra suspendre la procédure ou renoncer à infliger une peine. Une réprimande peut être prononcée (al. 2). A teneur de l'art. 86 al. 1 let. a LPTh, est passible d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire quiconque, intentionnellement, fabrique, met sur le marché, utilise, prescrit, importe ou exporte des médicaments ou en fait le commerce à l'étranger sans l'autorisation nécessaire, en enfreignant les exigences et conditions liés à l'autorisation obtenue ou en enfreignant les devoirs de diligence visés aux art.”
Bei einem nach Art. 19 Abs. 1 BetmG verfolgten, erheblichen Anbau von Betäubungsmitteln kann die Bedeutung der Tat die Entsiegelung und Durchsuchung eines sichergestellten Mobiltelefons rechtfertigen. (Entscheid: Hinweis, dass insbes. bei grossem Produktionsumfang solche Massnahmen vor dem Bundesrecht standhalten können.)
“Die Vorinstanz erwägt in diesem Zusammenhang Folgendes: Es bestehe der hinreichende Verdacht, dass der Beschwerdeführer sich eines Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG (Anbau von Betäubungsmitteln) schuldig gemacht habe. Anlässlich der polizeilichen Durchsuchung eines vom Beschwerdeführer gemieteten Raumes, bei der er angehalten worden sei, seien unter anderem 308 Marihuanapflanzen sowie einschlägige Lampen, Filteranlagen und Ventilatoren sichergestellt worden. Er habe ausgesagt, die Hanfstecklinge angepflanzt und geplant zu haben, das gewonnene Marihuana bzw. Cannabis zu ernten und "zum Rauchen" zu verkaufen. Der Beschwerdeführer bestreitet den hinreichenden Tatverdacht ausdrücklich nicht (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO). Es wird ihm vorgeworfen, erhebliche Mengen Marihuana angebaut zu haben in der Absicht, diese zu ernten und an Dritte zu verkaufen. Die gesetzliche Strafdrohung umfasst eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG). Die Ansicht der Vorinstanz, die Bedeutung der untersuchten Straftat rechtfertige grundsätzlich die Entsiegelung und Durchsuchung des beim Beschwerdeführer sichergestellten Mobiltelefons, hält vor dem Bundesrecht (Art. 197 Abs. 1 lit. d StPO) stand.”
“Wie bereits dargelegt, wird dem Beschwerdeführer vorgeworfen, erhebliche Mengen Marihuana bzw. Cannabis (308 Pflanzen) angebaut zu haben in der Absicht, diese zu ernten und an Dritte zu verkaufen. Der Beschwerdeführer bestreitet den hinreichenden Tatverdacht (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO) nicht. Die gesetzliche Strafdrohung für das untersuchte Vergehen umfasst eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG). Zwar beruft sich der Beschwerdeführer auf "Privatgeheimnisse". Wie die Vorinstanz feststellt, hat er jedoch schon im Entsiegelungsverfahren nicht dargelegt, dass sich auf seinem Mobiltelefon konkrete sensible, höchstpersönliche oder intime Aufzeichnungen befänden, die vom ZMG zu triagieren und auszusondern gewesen wären. Die allgemeine Privatsphäre, etwa bezüglich persönliche Korrespondenz oder sonstige private Aufzeichnungen, ist bei der Durchsuchung von Mobiltelefon praktisch immer tangiert und stellt per se kein gesetzliches Entsiegelungshindernis dar. Bei dieser Sachlage sind keine konkreten Privatinteressen des Beschwerdeführers dargetan, welche das öffentliche Interesse an der Aufklärung der untersuchten Straftat überwiegen würden. Folglich bilden auch die vom Beschwerdeführer angerufenen privaten Geheimnisinteressen kein Entsiegelungshindernis (aArt. 248 Abs. 1 i.V.m. Art. 264 Abs. 1 lit. b StPO).”
Bei Art. 19 Abs. 1 BetmG sind für die Strafzumessung unter anderem das Tatmotiv (z. B. Eigenkonsum versus Gewinnstreben), die Anzahl der Geschäfts‑/Operationen sowie das Verhalten des Täters im Verfahren (Geständnis, Kooperation) als mildernde oder strafschärfende Umstände relevant. Diese Kriterien können das Mass der Strafe beeinflussen und sind von den Gerichten im Rahmen der schuldangemessenen Bemessung zu würdigen.
“Me E______, défenseure d'office de D______, dont l'activité en première instance a été taxée pour 25 heures et cinq minutes, dépose un état de frais pour la procédure d'appel, facturant, sous des libellés divers, quatre heures d'activité de collaborateur, hors débats d'appel, dont 30 minutes d'étude du jugement. EN DROIT : 1. L'appel est recevable pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits (art. 398 et 399 CPP). La Chambre n'examine que les points attaqués du jugement de première instance (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP), sans être liée par les motifs invoqués par les parties ni par leurs conclusions, à moins qu'elle ne statue sur une action civile (art. 391 al. 1 CPP). 2. 2.1. Les violations graves de la LStup, au sens de l'art. 19 al. 2 LStup, sont réprimées d'une peine privative de liberté d'un à 20 ans au plus. L'infraction prévue à l'art. 115 al. 1 LEI ainsi que celles prévues aux art. 19 al. 1 LStup et 305bis ch. 1 CP prévoient une peine privative de liberté d'un an au plus pour la première et de trois ans pour les secondes, ou une peine pécuniaire. 2.2.1.1. Selon l'art. 47 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Celle-ci doit être évaluée en fonction de tous les éléments objectifs pertinents, qui ont trait à l'acte lui-même, à savoir notamment la gravité de la lésion, le caractère répréhensible de l'acte et son mode d'exécution. Du point de vue subjectif, sont pris en compte l'intensité de la volonté délictuelle ainsi que les motivations et les buts de l'auteur. À ces composantes de la culpabilité, il faut ajouter les facteurs liés à l'auteur lui-même, à savoir les antécédents, la situation personnelle (état de santé, âge, obligations familiales, situation professionnelle, risque de récidive, etc.), la vulnérabilité face à la peine, de même que le comportement après l'acte et au cours de la procédure pénale (ATF 149 IV 395 consid. 3.6.2 ; 149 IV 217 consid.”
“2 StGB keine Verbindungsgelds- trafe mehr vorgesehen ist, sondern lediglich noch eine Bestrafung mit Freiheits- strafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Insofern ist das neue Recht in casu mithin das mildere im Sinne von Art. 2 Abs. 2 StGB, weshalb die revidierte Bestimmung anzuwenden ist und der Beschuldigte für das in diesem Zusammenhang began- gene Unrecht – im Gegensatz zur Vorinstanz, welche die diesbezügliche Sanktion noch unter der Geltung des alten Rechts auszufällen hatte (vgl. Urk. 77 S. 62 f.) – ausschliesslich mit einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe zu belegen ist. 2.Grundlagen 2.1.Zu den theoretischen Grundlagen der Strafenbildung hat sich die Vorinstanz bereits umfassend geäussert und dabei insbesondere auch den Strafrahmen (mit Ausnahme der nunmehr nicht mehr auszusprechenden Verbindungsgeldstrafe) so- wie die allgemeinen Strafzumessungsregeln korrekt dargelegt (vgl. Urk. 77 S. 62 ff.). Für das Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sieht das Gesetz einen ordentlichen Strafrahmen von einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bis zu 20 Jahren vor. Die qualifizierte Geldwäscherei nach Art. 305 bis Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 305 bis Ziff. 2 lit. c StGB wird, wie vorstehend ausgeführt, mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe geahndet. 2.2.In diesem Zusammenhang hat die Vorinstanz zutreffend hervorgehoben, dass bei Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz insbesondere die Drogen- menge und die Gefährlichkeit der Droge eine Rolle spielen, wobei auch die Hierar- chiestufe innerhalb des Betäubungsmittelhandels und die Art des Handels mass- gebende Bedeutung erlangen (vgl. BGE 121 IV 193). 3.Tatkomponente 3.1.Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz a)Was die objektive Tatschwere anbelangt, so kann dem Beschuldigten der Vertrieb von insgesamt 125 Gramm reinem Kokain innert zwei Monaten an einen - 28 - drogensüchtigen Läufer im Rahmen von drei Gelegenheiten nachgewiesen wer- den, ohne dass er selbst süchtig war, was durchaus für eine erhebliche kriminelle Energie spricht.”
“Un trafic purement local sera en règle générale considéré comme moins grave qu'un trafic avec des ramifications internationales. Le nombre d'opérations constitue un indice pour mesurer l’intensité du comportement délictueux. S'agissant d'apprécier les mobiles qui ont poussé l’auteur à agir, le juge doit distinguer le cas de celui qui est lui-même toxicomane et agit pour financer sa propre consommation de celui qui participe à un trafic uniquement poussé par l’appât du gain (TF 6B_101/2021 du 22 décembre 2021 consid. 3.2 ; TF 6B_227/2020 consid. 2.1 et les références citées). Enfin, le comportement du délinquant lors de la procédure peut aussi jouer un rôle. Le juge pourra atténuer la peine en raison de l'aveu ou de la bonne coopération de l'auteur de l’infraction avec les autorités policières ou judiciaires notamment si cette coopération a permis d'élucider des faits qui, à ce défaut, seraient restés obscurs (ATF 121 IV 202 consid. 2d/aa ; ATF 118 IV 342 consid. 2d ; TF 6B_965/2018 du 15 novembre 2018 consid. 3.3). 4.2.2 Aux termes de l’art. 19 al. 1 LStup, celui qui, sans droit, notamment, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (b), aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d), est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire. Selon l’art. 19 al. 2 LStup, l’auteur de l’infraction est puni d’une peine privative de liberté d’un an au moins, cette sanction pouvant être cumulée avec une peine pécuniaire : s’il sait ou ne peut ignorer que l’infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (let. a), s’il agit comme membre d’une bande formée pour se livrer de manière systématique au trafic illicite de stupéfiants (let. b) ou s’il se livre au trafic par métier et réalise ainsi un chiffre d'affaires ou un gain important (let. c). Selon la jurisprudence, lorsque l'une des circonstances aggravantes prévues à l'art.”
“Un trafic purement local sera en règle générale considéré comme moins grave qu'un trafic avec des ramifications internationales. Enfin, le nombre d'opérations constitue un indice pour mesurer l'intensité du comportement délictueux. S'agissant d'apprécier les mobiles qui ont poussé l'auteur à agir, le juge doit distinguer le cas de celui qui est lui-même toxicomane et agit pour financer sa propre consommation de celui qui participe à un trafic uniquement poussé par l'appât du gain (TF 6B_101/2021 précité ; TF 6B_227/2020 du 29 avril 2020 consid. 2.1 et les références citées). Enfin, le comportement du délinquant lors de la procédure peut aussi jouer un rôle. Le juge pourra atténuer la peine en raison de l’aveu ou de la bonne coopération de l’auteur de l’infraction avec les autorités policières ou judiciaires notamment si cette coopération a permis d’élucider des faits qui, à ce défaut, seraient restés obscurs (ATF 121 IV 202 consid. 2d/aa ; ATF 118 IV 342 consid. 2d ; TF 6B_965/2018 du 15 novembre 2018 consid. 3.3). 4.2.2 Aux termes de l’art. 19 al. 1 LStup, celui qui, sans droit, notamment, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (b), aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d), est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire. Selon l’art. 19 al. 2 LStup, l’auteur de l’infraction est puni d’une peine privative de liberté d’un an au moins, cette sanction pouvant être cumulée avec une peine pécuniaire : s’il sait ou ne peut ignorer que l’infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (let. a) ou s’il se livre au trafic par métier et réalise ainsi un chiffre d'affaires ou un gain important (let. c). Selon la jurisprudence, lorsque l'une des circonstances aggravantes prévues à l'art. 19 al. 2 LStup est réalisée, il est superflu de se demander si l'infraction ne pourrait pas également être qualifiée de grave pour un autre motif.”
“Enfin, le nombre d'opérations constitue un indice pour mesurer l'intensité du comportement délictueux. Celui qui écoule une fois un kilo d'héroïne sera en principe moins sévèrement puni que celui qui vend cent grammes à dix reprises. S'agissant d'apprécier les mobiles qui ont poussé l'auteur à agir, le juge doit distinguer le cas de celui qui est lui-même toxicomane et agit pour financer sa propre consommation de celui qui participe à un trafic uniquement poussé par l'appât du gain (TF 6B_632/2014 précité consid. 1.2 ; TF 6B_107/2013 du 15 mai 2013 consid. 2.1.1). Enfin, le comportement du délinquant lors de la procédure peut aussi jouer un rôle. Le juge pourra atténuer la peine en raison de l'aveu ou de la bonne coopération de l'auteur de l'infraction avec les autorités policières ou judiciaires notamment si cette coopération a permis d'élucider des faits qui, à ce défaut, seraient restés obscurs (ATF 121 IV 202 consid. 2d/aa ; ATF 118 IV 342 consid. 2d ; TF 6B_567/2012 du 18 décembre 2012 consid. 3.2). 5.2.2 Aux termes de l’art. 19 al. 1 LStup, celui qui, sans droit, notamment, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (b), aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d), est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire. Selon l’art. 19 al. 2 LStup, l’auteur de l’infraction est puni d’une peine privative de liberté d’un an au moins, cette sanction pouvant être cumulée avec une peine pécuniaire : s’il sait ou ne peut ignorer que l’infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (let. a), s’il agit comme membre d’une bande formée pour se livrer de manière systématique au trafic illicite de stupéfiants (let. b) ou s’il se livre au trafic par métier et réalise ainsi un chiffre d'affaires ou un gain important (let. c). Le cas doit être considéré comme grave au sens de l'art.”
Bei Einfuhrtaten nach Art. 19 BetmG können konkrete Angaben zu Betäubungsmittelart bzw. -menge sowie zeitliche und örtliche Eingrenzungen für die Gewährleistung genügender Verteidigung ausreichend sein. Hinsichtlich des subjektiven Tatbestands ist Vorsatz erforderlich; Eventualvorsatz genügt. Fehlen in der Anklageschrift Hinweise auf eine eventualvorsätzliche Begehung, kann der Beschuldigte davon ausgehen, dass eine direktvorsätzliche Tatbegehung vorgeworfen wird.
“November 2021 in diesem Postfach ein Paket mit einem Inhalt von 1'083,1 Gramm Amphetamin (Bruttomenge) habe sichergestellt werden können (pag. 460 Z. 93 ff., 460 Z. 116 ff. und 461 Z. 164 ff.). Er wurde weiter dazu befragt, ob er diese Betäubungsmittelmenge bestellt habe (pag. 461 Z. 169 f.). Der Beschuldigte war sich somit bereits zu diesem Zeitpunkt bewusst, um was es in dem gegen ihn eröffneten Strafverfahren wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz durch Anstaltentreffen zur Einfuhr geht und was ihm im Kern vorgeworfen wird. Überdies ergibt sich der Vorwurf des Anstaltentreffens in der Begehungsvariante der Einfuhr bereits weitestgehend aus der Aufführung des gesetzlichen Tatbestandes (schliesslich ist bei dieser Begehungsvariante das Ziel eines jeden Täters dasselbe, namentlich eine bestimmte Menge an Betäubungsmittel aus dem Ausland in das Hoheitsgebiet der Schweiz bzw. den Geltungsbereich des Betäubungsmittelgesetzes einzuführen [Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 4. Aufl. 2022, N 45 zu Art. 19 BetmG]), womit es zur Gewährleistung der genügenden Verteidigungsmöglichkeiten an einer weniger hohen Umschreibungsdichte bedarf. Vor diesem Hintergrund erfüllt der in der Anklage umschriebene Sachverhalt angesichts der darin aufgeführten konkreten Betäubungsmittel, der zeitlichen und örtlichen Eingrenzung des Tatvorwurfs und mit Blick darauf, dass der Beschuldigte bereits am 28. Januar 2022 detailliert zum Vorwurf befragt wurde, die Anforderungen an die Informations- und Umschreibungsfunktion gerade noch. Dem Beschuldigten war es möglich, sich trotz fehlender Umschreibung von konkreten Tathandlungen umfassend gegen den Vorwurf zu verteidigen. Hinsichtlich des subjektiven Tatbestands ist zudem festzuhalten, dass mangels Hinweises in der Anklageschrift auf eine eventualvorsätzliche Begehung der Beschuldigte davon ausgehen konnte, dass die direktvorsätzliche Tatbegehung angeklagt ist. Insgesamt hält die Anklageschrift hinsichtlich dem Vorwurf des Anstaltentreffens zur Einfuhr dem Anklagegrundsatz somit knapp stand und es ist keine Verletzung desselben anzunehmen.”
“Der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, c, d und g BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt lagert, versendet, befördert, einführt, ausführt, durchführt, veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft, in Verkehr bringt, besitzt, aufbewahrt, erwirbt, auf andere Weise erlangt oder wer zu einer dieser Wider- handlungen Anstalten trifft. Hervorzuheben ist dabei, dass unter die Tatvariante der Einfuhr grundsätzlich jedes tatsächliche Verbringen von Betäubungsmitteln - 47 - (aus dem Ausland) in das schweizerische Hoheitsgebiet bzw. den Geltungsbe- reich des BetmG fällt. Hinsichtlich der Täterschaft ist nicht vorausgesetzt, dass diese selbst beim Verbringen der Betäubungsmittel über die Grenze mitwirkt oder gar Gewahrsam an den Betäubungsmitteln hat (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 45 f. zu Art. 19 BetmG). In subjektiver Hinsicht ist jeweils Vorsatz erfor- derlich, wobei Eventualvorsatz genügt (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 114 zu Art. 19 BetmG). Einer qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmit- telgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG macht sich strafbar, wer weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Ge- sundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Eine Gefährdung der Gesund- heit vieler Menschen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt gemäss bun- desgerichtlicher Praxis ab einer Personenanzahl von mindestens 20 oder ab einer Reinsubstanz von mindestens 18 Gramm Kokain vor (BGE 121 IV 332 E. 2a; BGE 109 IV 143 E. 3b; Urteil des Bundesgerichtes 6B_1068/2014 vom”
“Der Tatbestand der Einfuhr von Betäubungsmitteln verlangt kein eigenhändiges Verbringen der Substanzen in das Inland. Einfuhr umfasst also nicht nur das persönliche, das eigenhändige Verbringen von Drogen in die Schweiz, sondern auch das Verbringenlassen durch Drittpersonen (Hug-Beeli, a.a.O., N 335 zu Art. 19 BetmG). Der Täter wird sodann mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann, bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG). Der Tatbestand des mengenmässig qualifizierten Falls ist erfüllt, wenn sich die Tathandlung auf eine Menge von mindestens 18 g reinem Kokain bezieht (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Namentlich ist ausreichend, dass der Täter den Charakter des Stoffs als Betäubungsmittel, die Menge des Betäubungsmittels und das Fehlen einer erforderlichen Bewilligung zumindest in Kauf nimmt (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 114 f. zu Art. 19 BetmG). Für den mengenmässig qualifizierten Fall ist insbesondere erforderlich, dass der Täter wusste resp. nach den Umständen wissen musste, dass die infrage stehende Drogenmenge geeignet war, eine gesundheitliche Gefahr für eine Vielzahl von Menschen zu schaffen (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 201 ff. zu Art. 19 BetmG). Sind an der Einfuhr mehrere Personen beteiligt, liegt Mittäterschaft oder Gehilfenschaft vor. Mittäter ist, wer bei Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Delikts vorsätzlich und in massgeblicher Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, sodass er als Hauptbeteiligter dasteht (zum Ganzen Forster, in: Basler Kommentar Strafrecht, 4. Auflage 2019, N 7 ff. zu den Vorbemerkungen zu Art. 24 StGB).”
Reinheitsgrad: Bei der Ermittlung der für Art. 19 massgeblichen reinen Wirkstoffmenge ist der Reinheitsgrad zu berücksichtigen. In der Praxis werden hierfür Pauschalannahmen verwendet (z. B. 20% für Strassenkoks). Der Reinheitsgrad wirkt sich dabei als eigenständiger Strafbarkeitsfaktor nur ins Gewicht, wenn er deutlich vom üblichen Gehalt abweicht.
“c) et celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). Selon l'art. 19 al. 2 let. a LStup, la peine privative de liberté est d'un an au moins si l'auteur sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes. Dans sa directive B.4, le Procureur général de Genève retient, se fondant sur l'ATF 6B_632/2008 du 10 mars 2009, un taux de pureté de 20% pour le trafic de rue de cocaïne, une peine supérieure à un an devant être requise dès 18 grammes de cocaïne pure. 3.5. En l'espèce, le Ministère public a ordonné, le 25 octobre 2024, la mise en œuvre d'une défense d'office en faveur de A______, considérant que celui-ci relevait de la défense obligatoire, plus particulièrement eu égard aux faits qui lui étaient reprochés, soit des infractions d'entrée illégale et de séjour illégal (art. 115 al. 1 let. a et b LEI), un délit contre la loi sur les stupéfiants (art. 19 LStup) et une consommation de stupéfiants (art. 19a LStup). Bien que l'ordonnance y relative ne le mentionne pas expressément, ce choix semble avoir été dicté par le fait que A______ se voyait alors reprocher une participation à un trafic portant sur 104 grammes de cocaïne, ce qui représente, à un taux de pureté de 20%, une quantité de 20.8 grammes de cocaïne pure, soit une quantité susceptible de tomber sous le coup de l'art. 19 al. 2 LStup et, partant, d'entrainer le prononcé d'une peine privative de liberté d'un an au moins. Si une défense d'office se justifiait ainsi au moment où le Ministère public en a ordonné la mise en œuvre – au vu de la peine alors concrètement encourue par A______ et du cas de défense obligatoire qui en découlait au sens de l'art. 130 let. b CPP –, tel n'était en revanche plus le cas dès l'instant où, par le prononcé de son ordonnance de non-entrée en matière partielle, cette autorité a décidé d'abandonner les charges pesant contre celui-ci en lien avec son éventuelle participation à un trafic portant sur 104 grammes de cocaïne.”
“À ces composantes de la culpabilité, il faut ajouter les facteurs liés à l'auteur lui-même, à savoir les antécédents, la situation personnelle (état de santé, âge, obligations familiales, situation professionnelle, risque de récidive, etc.), la vulnérabilité face à la peine, de même que le comportement après l'acte et au cours de la procédure pénale (ATF 149 IV 395 consid. 3.6.2 ; 149 IV 217 consid. 1.1 ; 141 IV 61 consid. 6.1.1 ; 136 IV 55 consid. 5.5, 5.6 et 5.7), ainsi que l'effet de la peine sur son avenir. L'art. 47 CP confère un large pouvoir d'appréciation au juge (ATF 149 IV 395 consid. 3.6.1 ; 144 IV 313 consid. 1.2 ; 135 IV 130 consid. 5.3.1 ; 134 IV 35 consid. 2.1). 2.2.1.2. En matière d'infractions à l'art. 19 LStup, la quantité nette de drogue en cause et le rôle joué par l'auteur sont deux critères importants, mais pas exclusifs, pour déterminer la quotité de la peine ; le critère de la quantité de drogue a d'autant plus de poids que celle-ci est importante et le critère du rôle de l'auteur pèse d'autant plus lourd que plusieurs comportements couverts par l'art. 19 LStup sont réalisés (ATF 121 IV 202 consid. 2d/cc ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_843/2014 du 7 avril 2015 consid. 1.1.1 ; 6B_632/2014 du 27 octobre 2014 consid. 1.2 ; 6B_107/2013 du 15 mai 2013 consid. 2.1). Le degré de pureté des stupéfiants ne joue un rôle distinct de la quantité de drogue concernée sur la culpabilité de l'auteur que lorsque qu'il est notablement plus faible ou plus élevé que l'usage (ATF 122 IV 299 consid. 2c ; voir également ATF 121 IV 193 consid. 2b/aa). Outre les critères susmentionnés, il faut prendre en compte le type de drogue, la nature du trafic, en particulier le fait que l'auteur ait ou non agi comme membre d'une organisation et, le cas échéant, sa position au sein de celle-ci, l'étendue de celui-ci et le nombre d'opérations au moment de fixer la peine ; eu égard au mobile, il convient par ailleurs de faire une différence entre le toxicomane qui agit pour financer sa propre consommation et l'auteur qui participe à un trafic uniquement poussé par l'appât du gain (arrêts du Tribunal fédéral 6B_1009/2023 du 12 mars 2024 consid.”
Art. 19 BetmG schützt ein von anderen Delikten (z. B. Art. 305bis StGB) unabhängiges Rechtsgut; daher kann echte Konkurrenz vorliegen.
“Konkurrenz zur Gehilfenschaft Die Verteidigung machte an der oberinstanzlichen Verhandlung geltend, der Geldwechsel stelle keine separate Geldwäschereihandlung dar, sondern müsse – wenn überhaupt – im Zusammenhang mit der Gehilfenschaft zur Drogeneinfuhr berücksichtigt und gegebenenfalls in diesem Zusammenhang sanktioniert werden. Die Kammer sieht in dem die Geldwäscherei begründenden Geldwechsel und dem (als Gehilfin begangenen) späteren Erwerb der Drogen in Tschechien und deren Einfuhr in die Schweiz keine Handlungseinheit, welche eine unechte Konkurrenz oder eine straflose Vortat begründen würde (vgl. zu den Konkurrenzen Günter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht Allgemeiner Teil I: Die Straftat, 4. Aufl. 2011, S. 520 ff.). Die Beschuldigte erfuhr nach eigenen Angaben erst am Abend des 23. September 2016 und damit nach den Geldwechseln vom eigentlichen Ziel der Reise nach Tschechien. Sie handelte damit nicht mit Vorsatz auf das bevorstehende Drogengeschäft, weshalb der Geldwechsel für letzteres keine Gehilfenschaftshandlung darstellen kann. Im Übrigen schützen Art. 305bis StGB und Art. 19 BetmG unterschiedliche Rechtsgüter, weshalb das Bundesgericht von vornherein von echter Konkurrenz ausgeht (BGE 122 IV 211 E. 4 und 5 S. 221 ff.). Die beiden Geldwechsel am”
Eine Verurteilung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG kann zu ausländerrechtlichen und administrativen Folgen führen, namentlich zu strafrechtlichen Ausweisungen/Verweisungen, zu Prüfungen und Massnahmen zur Rückführung sowie — soweit erforderlich zur Sicherstellung des tatsächlichen Vollzugs der Wegweisung — zu administrativer Haft. Solche Folgen werden in den zitierten Entscheidungen insbesondere bei Fällen mit Beteiligung an «harten» Drogen thematisiert.
“76 al. 4 LEI ; « principe de célérité ou de diligence »). Il s'agit d'une condition à laquelle la détention est subordonnée (cf. arrêt du Tribunal fédéral 2A.581/2006 du 18 octobre 2006 ; ATA/611/2021 du 8 juin 2021 consid. 5a ; ATA/1367/2020 du 24 décembre 2020 consid. 7 et les références citées). 15. Selon l'art. 79 al. 1 LEI, la détention ne peut excéder six mois au total. Cette durée maximale peut néanmoins, avec l’accord de l’autorité judiciaire cantonale, être prolongée de douze mois au plus, lorsque la personne concernée ne coopère pas avec l’autorité compétente (art. 79 al. 2 let. a LEI) ou lorsque l’obtention des documents nécessaires au départ auprès d’un État qui ne fait pas partie des États Schengen prend du retard (art. 79 al. 2 let. b LEI). 16. En l’occurrence, M. A______ fait l’objet d’une mesure d’expulsion judiciaire du territoire suisse pour une durée de trois ans prononcé par le TDP le 15 avril 2024. Il a par ailleurs été condamné pour infraction à l’art. 19 al. 1 LStup pour son implication dans un trafic portant sur de la cocaïne, soit une drogue « dure ». Il ressort des pièces du dossier que M. A______ s’est adonné à ce trafic parce qu’il souhaitait « se faire de l’argent » ; il a ainsi vu dans ce trafic un moyen de se procurer facilement de l’argent et il aurait certainement poursuivi cette activité s’il n’avait pas été arrêté par la police. Ces circonstances démontrent un risque sérieux qu’il pourrait continuer à participer à du trafic de stupéfiants - dont tout porte à croire qu'il constituait la seule raison de sa venue à Genève - s’il était remis en liberté, de sorte que sa détention administrative est justifiée, sous l’angle de l’art. 76 al. 1 let. b ch. 1 LEI, renvoyant à l’art. 75 al. 1 let. g LEI. Par ailleurs, l'assurance du départ effectif de M. A______ répond à un intérêt public certain et s'inscrit dans le cadre des obligations internationales de la Suisse, étant rappelé que les autorités suisses doivent s'assurer du fait qu'il quittera effectivement le territoire, désormais - et sans autre option possible en l'état - à destination de son pays d'origine.”
“Brunner, Anklägerin und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungsklägerin betreffend mehrfache Schändung etc. Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung, vom 2. Februar 2021 (DG200119) - 2 - Anklage: Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 20. Mai 2020 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 32). Urteil der Vorinstanz vom 2. Februar 2021 (Urk. 72 S. 55 ff.) "Es wird erkannt: 1. Der Beschuldigte ist schuldig − der mehrfachen Schändung im Sinne von Art. 191 StGB − der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB − der jeweils mehrfachen Pornografie im Sinne von Art. 197 Abs. 4 Satz 2 und im Sinne von Art. 197 Abs. 5 Satz 1 und Satz 2 StGB − der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB − des Vergehens gegen das BG über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stof- fe im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sowie − der Übertretung gegen das BG über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stof- fe im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. 2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 42 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 148 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.– und einer Busse von Fr. 400.–. 3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfrei- heitsstrafe von 4 Tagen. 5. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGBfür 10 Jahre des Landes verwiesen. 6. Dem Beschuldigten wird im Sinne von aArt. 67 Abs. 3 StGB jede berufliche und jede orga- nisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, für die Dauer von 10 Jahren verboten. - 3 - Für die Dauer des Tätigkeitsverbots wird dem Beschuldigten im Sinne von aArt. 67 Abs. 7 StGB Bewährungshilfe angeordnet. 7.”
“9) Le 2 avril 2020, M. A______ a été condamné par ordonnance pénale du Ministère public (ci-après : MP) à une peine privative de liberté de 150 jours pour infractions aux art. 115 al. 1 LEI (séjour illégal), 119 LEI (non-respect d'une interdiction de pénétrer dans une région déterminée) et 139 al. 1 Code pénal suisse du 21 décembre 1937 (CP - RS 311.0 ; vol). 10) Le 30 septembre 2020, il a été condamné par le MP à une peine privative de liberté de 140 jours pour infraction à l'art. 115 al. 1 LEI (séjour illégal et exercice d'une activité lucrative sans autorisation) et délit à la LStup. 11) Le 8 avril 2022, M. A______ s'est vu notifier une nouvelle IES, prononcée le 30 décembre 2021 par le SEM, valable jusqu’au 29 décembre 2024. 12) Le 24 avril 2022, il a été interpellé par la police genevoise à la rue du Rhône, après avoir été observé par les agents de police en train remettre de la drogue (5 gr. de haschich) à un tiers en échange de CHF 50.-. Il a dès lors été prévenu d'infraction aux art. 19 al. 1 LStup (trafic de stupéfiants) et 115 LEI. Entendu par la police, il a expliqué qu'il agissait de la sorte pour pouvoir manger. Il n'avait pas de travail et dépendait de ses amis pour subvenir à ses besoins. Il résidait à Lausanne chez un ami, au sujet duquel il ne souhaitait pas donner de précisions. Il était arrivé en Suisse 15 ans auparavant et n'avait plus d'attaches avec l'Algérie, les membres de sa famille ayant émigré en Europe. 13) Par ordonnance pénale du 25 avril 2022, le MP a condamné M. A______, à la suite de cette interpellation, pour infractions à la LStup et à la LEI, à une peine privative de liberté de 30 jours. Il a été conduit à la prison de Champ-Dollon pour purger plusieurs écrous. 14) Le 20 juillet 2022, le SEM a informé la brigade migration et retour que le laissez-passer en sa faveur pourrait être obtenu dès qu'une date de vol aurait été fixée. 15) Le lendemain, les services de police genevois ont adressé à swissREPAT une demande en vue de l'obtention pour M. A______ d'une place à bord d'un avion à destination de l'Algérie dans les meilleurs délais.”
“L’ordre de mise en détention ne tenait notamment pas compte du préavis favorable pour bonne conduite prononcé dans le cadre de sa détention pénale. La représentante du commissaire de police a indiqué que le document intitulé carte d'identité n'était pas considéré comme un titre de séjour. C'était un document émis dans le cadre de la procédure Dublin, laquelle était désormais close. Les autorités suisses n’avaient pas d'autre choix que de faire des démarches en vue d'un renvoi au Nigéria, à condition que l'intéressé soit identifié comme leur ressortissant. M. A______ était toujours inscrit à l'audition du 18 octobre 2022. La suite de la procédure dépendait du résultat de cette audition, raison pour laquelle une détention de deux mois avait été requise. 13) Par jugement du 7 octobre 2022, le TAPI a rejeté le recours. M. A______ faisait l'objet d'une décision d'expulsion pénale prononcée par le TP le 28 avril 2022 pour une durée de trois ans. Il avait été reconnu coupable à plusieurs reprises, la dernière fois par le jugement précité, notamment d’infractions à l'art. 19 al. 1 LStup et de non-respect d'une mesure d'assignation territoriale. Il était démuni de toutes ressources financières légales et n’en était pas à sa première condamnation pour trafic de drogue. En conséquence, il pouvait être retenu qu’il aurait sans aucun doute poursuivi cette activité s'il n'avait pas été interpellé par la police. Sa détention administrative était ainsi justifiée sur la base des art. 76 al. 1 let. b ch. 1 et 75 al. 1 let. b et g LEI, sans qu’il soit nécessaire d’examiner si elle pouvait l’être également en application de l’art. 76 al. 1 let. b ch. 3 et 4 LEI. L’assurance de son départ de Suisse répondait à un intérêt public certain et toute autre mesure moins incisive que la détention administrative serait vaine pour assurer sa présence au moment où il devrait monter dans l’avion devant le reconduire au Nigéria, étant relevé que l’intéressé n’avait ni résidence fixe ni source légale de revenu en Suisse et que les autorités suisses devaient s'assurer du fait qu'il quitterait effectivement le territoire.”
Art. 19 Abs. 1 ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet. Erfasst sind unbefugtes Veräussern, Verordnen, auf andere Weise Verschaffen oder Inverkehrbringen von Betäubungsmitteln sowie Besitz, Aufbewahrung oder Erwerb; generell verbietet die Norm Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder Konsumenten zugänglich gemacht werden. Für einen schweren Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a verlangt die Rechtsprechung eine objektive Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen sowie subjektiv, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen; beide Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein.
“Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3; Urteile 6B_333/2024 vom 30. August 2024 E. 1.2.1; 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden (Urteile 6B_1086/2023 vom 21. August 2024 E. 1.2.1; 6B_1280/2022 vom 4. Mai 2023 E. 4.1.1; je mit Hinweisen).”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt. Nach lit. d derselben Bestimmung macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet. Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein.”
“Rechtliche Grundlagen Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt. Nach lit. d derselben Bestimmung macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen.”
Der Besitz verschiedenartiger Betäubungsmittel ist nach der Rechtsprechung/Literatur nicht als mehrere selbständige Tathandlungen, sondern als eine einzige Tathandlung im Sinne von Art. 19 BetmG zu qualifizieren.
“19 N 114 f.) In den meisten Fällen erfüllt ein Täter, der dem Betäubungsmittelgesetz zuwiderhandelt, gleichzeitig mehrere der in den verschiedenen Absätzen von Art. 19 Abs. 1 BetmG aufgezählten Tathandlungen. Dabei stellt sich die Frage, ob echte Realkonkurrenz im Sinne einer wiederholten Deliktsbegehung vorliegt. Echte Idealkonkurrenz ist demgegenüber nicht möglich (Hug/Beeli, Betäubungsmittelgesetz, 1. Aufl. 2016, Art. 19 N. 163 ff.). So ist der Besitz verschiedenartiger Betäubungsmittel nur als eine einzige Tathandlung zu qualifizieren (Hug/Beeli, a.a.O., Art. 19 N. 604). 3.1.3.2 Strafbar ist nur, wer «unbefugte» Handlungen mit Betäubungsmitteln vornimmt. Das Unrecht liegt im Verstoss gegen das Bewilligungssystem, welchem der Verkehr mit Betäubungsmitteln unterliegt. Unbefugt handelt, wer nicht über die notwendige behördliche Bewilligung verfügt oder mit einem gemäss Art. 8 Abs. 1 BetmG generell verbotenen Betäubungsmittel umgeht (Albrecht, Handkommentar, Art. 19-28l BetmG, 3. Aufl. 2016, Art. 19 BetmG N. 29 f.; BGE 95 IV 179). 3.1.3.3 Zu den verbotenen Betäubungsmitteln gehören namentlich abhängigkeitserzeugende Stoffe des Wirkungstyps Cannabis (Art. 2 lit. a BetmG), soweit sie nicht zu medizinischen Zwecken verwendet werden (Art. 8 Abs. 1 lit. d BetmG). Hanfpflanzen oder Teile davon, die einen durchschnittlichen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % aufweisen, und sämtliche Gegenstände und Präparate, welche einen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1% aufweisen oder aus Hanf mit einem Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1% hergestellt werden, sind als Drogenhanf und damit verbotene Betäubungsmittel zu qualifizieren (Art. 1 Abs. 2 lit. a in Verbindung mit dem Verzeichnis d [Anhang 5] der BetmVV-EDI; vgl. BGE 145 IV 513 E. 2.3 S. 516 ff.). Demgegenüber gelten Hanfprodukte, die einen THC-Gehalt von unter 1 % aufweisen, nicht als Drogenhanf, sondern als Industriehanf. 3.1.4 Tatsächliches 3.1.4.1 Anlässlich der Hausdurchsuchung vom 16. November 2022 wurden in den von der Garage DD. GmbH gemieteten Räumlichkeiten in U.”
Unleserliche oder schwer verständliche Chatäusserungen sind für sich genommen regelmässig nicht tragfähig als Beweismittel für eine Verurteilung wegen eines Delikts nach Art. 19 Abs. 1 BetmG; aus unklaren Texten darf nicht ohne Weiteres ein Geständnis oder Handel geschlossen werden. Demgegenüber können deutlich codierte Nachrichten, die einen Drogenverkehr nahelegen, zusammen mit dem Fehlen einer plausiblen, glaubhaften Erklärung des Beschuldigten ein starkes Indiz für den Drogenhandel bilden.
“Januar 2015 zu entnehmen, mit folgendem Inhalt: "Und viel nit dia lüt zeiga das i dopr verticka tuan." Hinsichtlich der ersten Aussage brachte C. lediglich - im Sinne einer Mutmassung - ins Spiel, dass es so, wie ihm vorgehalten wurde, gewesen sein könnte. Daraus abzuleiten, er habe die- sen Vorhalt zugestanden, geht zu weit. Sodann kann aus dem Chatverlauf nichts zu Ungunsten von C. abgeleitet werden. Zu unverständlich ist der kaum les- bare Satz. Selbst wenn der Satz dahingehend verstanden würde, dass C. P. dazu anhält, nicht weiterzuerzählen, dass er Marihuana verkaufe, belegte dies den Anklagevorwurf nicht. Einerseits bleibt weiterhin unklar, ob er P. tatsächlich Marihuana verkaufte. Andererseits kann daraus nicht abgeleitet wer- den, dass er auch anderen Personen welches verkauft hätte bzw. verkaufen wür- de. Es bleiben mangels weiterer Beweise erhebliche Zweifel an der angeklagten Sachverhaltsverwirklichung. C. ist in Bezug auf Anklageziffer 7.1.d vom Vorwurf des mehrfachen Vergehens gegen das BetmG gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG freizusprechen. Die Berufung von C. ist in diesem Punkt gutzuheis- sen.”
“Il en va de même pour des choses abandonnées dont le propriétaire s'est volontairement dessaisi (objets encombrants, ordures, vieux papiers) (L. MOREILLON / A. MACALUSO / N. QUELOZ [éds], op. cit., n. 39 ad art. 137). 2.3.2. Il n'y a pas lieu de s'écarter des explications de l'appelant, s'agissant des circonstances dans lesquelles il serait entré en possession du vélo incriminé (art. 10 al. 3 CPP), au demeurant non-signalé volé et dont le détenteur est inconnu. Il faut donc considérer ce vélo comme une chose abandonnée, n'appartenant plus à autrui, ce qui exclut tout acte d'appropriation. Dût-on retenir un acte d'appropriation qu'il faudrait douter du dessein d'enrichissement illégitime, vu l'état du vélo, très abîmé, et nécessitant des réparations. Or si l'infraction peut être réalisée, en l'absence d'un tel dessein, sous sa forme privilégiée (art. 137 ch. 2 CP), elle n'en nécessite pas moins le dépôt d'une plainte pénale, qui fait défaut ici. L'appelant sera acquitté du chef d'appropriation illégitime (art. 137 ch. 1 CP) et le jugement entrepris réformé en ce sens. 2.4.1. À teneur de l'art. 19 al. 1 LStup, est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ou celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d). 2.4.2. Il existe un faisceau d'indices permettant de retenir que l'appelant s'adonnait au trafic de stupéfiants pendant la période pénale. Les messages WhatsApp extraits de son téléphone sont évocateurs de transactions, de quantités, suffisamment codés pour suggérer un contenu illicite. L'appelant ne fournit pas d'explication rationnelle, partant crédible, à leur sujet. Du moins était-ce le cas lors de la procédure préliminaire et devant le premier juge. Aux débats d'appel, il a fini par admettre, bien qu'à demi-mot et en tenant des propos volontairement confus, que certaines discussions tournaient autour du crack, en particulier que des gens recevaient son numéro de téléphone car ils échangeaient cette substance et savaient qu'il en avait.”
Sind die für die Bemessung relevanten Mengen nicht feststellbar, sind Mengentabellen/Leitlinien nur eingeschränkt anwendbar. Fehlt der Nachweis konkreter Mengen, kann daraus nicht ohne Weiteres die Zuschreibung einer schwereren Tatfolge oder die Mitwirkung an einer schweren Tat hergeleitet werden; es kann dann nur eine einfachere Verletzung des Art. 19 festgestellt werden.
“En l’espèce, les recommandations précitées ne sont que très partiellement applicables à la présente affaire, dans la mesure où les quantités exactes d’héroïne et de cocaïne pour lesquelles le prévenu s’est rendu complice de trafic de drogue n’ont pu être établies (voir ch. IV.19.3 ci-dessus) s’agissant de l’infraction à l’art. 19 LStup.”
“D’un point de vue subjectif et comme analysé dans la partie en fait (voir III.15 ci-dessus), le prévenu savait qu’il mettait son logement à disposition d’un trafiquant de drogue pour des activités illicites et l’avait accepté contre rémunération. Ce logement a servi à X.________ tant comme pied à terre pour la vente de drogue que de local dans lequel la drogue était préparée et stockée sans précaution ni dissimulation. Bien que la présence de X.________ dans le logement du prévenu se soit limitée à environ 4 semaines (suite à l’intervention policière), il ne fait aucun doute qu’elle devait s’inscrire dans la durée et que les loyers élevés promis au prévenu ne pouvaient provenir que de l’activité de trafiquant de drogue de X.________. Contrairement à ce qu’a soutenu la défense, le fait que le prévenu ne soit pas au fait des drogues concernées et les missions attribuées à X.________ n’est pas pertinent en l’espèce, dans la mesure où il connaissait, dans les grandes lignes au moins, l’infraction principale projetée, à savoir le trafic de stupéfiants au sens de l’art. 19 LStup. En d’autres termes, il savait pertinemment lorsqu’il a mis son appartement à disposition de X.________ que ce dernier allait se livrer à un trafic de stupéfiants. Il ne fait aucun doute que A.________ s’est rendu à tout le moins coupable d’infraction simple à la LStup. Etant donné qu’il n’est pas possible d’établir que le prévenu était au courant de la quantité sur laquelle le trafic portait, il n’est toutefois pas possible de retenir la complicité à une infraction grave à la LStup.”
“En l’espèce et de l’avis de la Cour, aucune violation du principe d’accusation ne peut être retenu quant à l’infraction en cause. En effet, la description du ministère public (D. 360, AA. I.3) permet parfaitement au prévenu de comprendre les faits qui lui sont reprochés dans le chef d’accusation en question, à savoir : « Délit à la LStup (art. 19 al. 1 LStup) commis entre le 10 décembre 2018 et le 5 février 2019, à Biel/Bienne, rue de D.________, par le fait d’avoir remis une quantité indéterminée de fleurs de marijuana à E.________ ». Il est rappelé que la disposition légale en cause réprime celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce. Les exigences de l’article 325 let. f et g CPP sont respectées et on ne voit pas comment le chef d’accusation en question pourrait être plus complet. La quantité exacte de marijuana remise par le prévenu à E.________ n’est pas quantifiable. Des précisions sur ce point ne sont donc pas possibles. En outre, l’infraction à l’art. 19 LStup est une infraction de mise en danger abstraite de sorte que les conséquences de l’acte n’ont pas à être prouvées et dès lors, n’ont pas nécessairement besoin de figurer dans l’acte d’accusation. Finalement, le mode de procéder de l’auteur est défini avec suffisamment de précision par l’emploi de la formule : « par le fait d’avoir remis […] ». Partant, il n’est pas perçu en quoi d’éventuelles imprécisions ont pu faire obstacle à une préparation convenable de la défense et il est constaté que les intérêts du prévenu ont été défendus de manière effective durant toute la procédure. Les deux fonctions primordiales de l’acte d’accusation ont ainsi été respectées. Le grief est dès lors rejeté.”
Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann eine mengenmässig qualifizierte Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 1 (lit. g) auch in der Form des Anstaltentreffens verwirklicht werden. Eine vom Gericht festgestellte Kaufabsicht bezüglich einer Menge von rund 1 kg Kokain erfüllt dieses Kriterium.
“Diese Würdigung ist sowohl in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht zu- treffend. Es kann, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, vollumfänglich auf die ausführliche und korrekte Begründung der Vorinstanz hierzu verwiesen werden (Urk. 63 S. 136 f.). Es ist darauf zu verweisen, dass das Bundesgericht das Gesetz dahingehend auslegt, dass eine mengenmässig qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz auch in der Form des Anstaltentreffens nach aArt. 19 Ziff. 1 Abs. 6 BetmG (entspricht dem neuen Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG) begangen werden kann (BGE 138 IV 100). Nachdem eine Kaufabsicht hinsichtlich einer Menge von rund 1 Kilogramm Kokain brutto erstellt wurde, ist dieses Kriterium er- füllt. Folglich ist der Beschuldigte A._____ des Anstaltentreffens zu einer Wider- handlung im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Abs. 2 lit. a BetmG schuldig zu befinden.”
Einschlägige Vorverurteilungen, namentlich solche, die zeitlich nahe liegen oder während laufender Probezeit begangen wurden, sind bei der Strafzumessung als strafverschärfend zu berücksichtigen und können die Anordnung einer Freiheitsstrafe gegenüber einer Geldstrafe begünstigen. Die Rechtsprechung würdigt Delinquenz in der Probezeit sowie wiederholte einschlägige Verurteilungen als Gewichtungselement zuungunsten des Täters.
“c, d und g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie wegen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 13 Monaten. Die Probezeit wurde auf zwei Jahre festgelegt (act. 42; Beizugsakten Urk. 24). Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 3. März 2021 wurde gegen den Beschuldigten wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sowie Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. g WG, Art. 25 WG und Art. 27 WG eine Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 11. November 2020 von 40 Tagen bedingter Freiheitsstrafe verhängt. Die Probezeit wurde wiederum auf zwei Jahre festgesetzt. Sodann wurde für die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG eine Busse von Fr. 300.– ausgefällt (Urk. 17/5). Diese beiden Vorstrafen liegen zeitlich nicht weit vor der heute zu beurteilenden Delinquenz zurück. Gerade mal wenige - 10 - Wochen nach der jüngeren Verurteilung delinquierte der Beschuldigte unbeirrt und dazu noch einschlägig in grösserem Stil weiter. Wenn die Vorinstanz unter diesem Titel lediglich eine Straferhöhung von drei Monaten als angezeigt erachtete, erscheint dies mild, aber noch vertretbar. Dabei hält die Vorinstanz richtig fest, dass es sich bei der zweiten Vorstrafe um eine Zusatzstrafe handelt und der Beschuldigte seit der Verurteilung vom 11. November 2020 zum ersten Mal wieder delinquierte (Urk. 40 S. 16). Sodann ist auch die Delinquenz während laufender Probezeit – welche die Vorinstanz unberücksichtigt liess – merklich straferhöhend zu berücksichtigen. 3.3. Strafreduzierend berücksichtigte die Vorinstanz das Nachtatverhalten des Beschuldigten.”
“Vorliegend wird der Berufungsführer wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sowie Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig gesprochen. Er hat folglich mehrere Straftatbestände erfüllt. Das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a Ziff. 1 BetmG) mit Busse. Für das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz kann somit grundsätzlich sowohl eine Freiheitsstrafe wie auch eine Geldstrafe ausgesprochen werden. Hierzu ist hervorzuheben, dass der Berufungsführer einschlägig vorbestraft ist und die vorliegend zu beurteilenden Straftaten während der Probezeit verübt wurden. Das konkrete Tatvorgehen, das Verschulden des Berufungsführers sowie die kriminelle Energie rechtfertigen hierfür das Verhängen einer Freiheitsstrafe. Da die widerrufene und die neue Strafe somit gleicher Art sind, ist in sinngemässer Anwendung von Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe zu bilden. Dazu kommt eine Busse für die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes.”
“Aus dem aktuellen Strafregisterauszug des Anschlussberufungsführers geht hervor, dass er mit Urteil vom 19. März 2013 des Regionalgerichts Bern-Mittelland wegen mehrfachen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 und 2 aBetmG in der Zeit zwischen dem 21. Juni 2009 und dem 30. Juni 2011, wegen mehrfachen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG zwischen dem 1. Juli 2011 und dem 21. Januar 2012 sowie wegen mehrfachen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 2 Bst. c BetmG (gewerbsmässiger Handel) zwischen dem 1. Juli 2011 und dem 21. Januar 2012 zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 21 Monaten verurteilt wurde, davon 13 Monate bedingt vollziehbar mit einer Probezeit von fünf Jahren. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Oberland, Thun, vom 16. November 2016 wurde er wegen mehrfacher Nichtabgabe von Ausweisen und/oder Kontrollschildern zu einer unbedingten Geldstrafe von 18 Tagessätzen zu CHF 50.- verurteilt. Schliesslich wurde er mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Oberland, Thun, vom 12. Januar 2017 wegen Nichtabgabe von Ausweisen und/oder Kontrollschildern zu einer unbedingten Geldstrafe von 4 Tagessätzen zu CHF 50.- verurteilt. Die vorliegend zu beurteilenden Delikte beging der Anschlussberufungsführer in der Probezeit. Seit Ablauf der Probezeit sind weiter noch keine drei Jahre vergangen (Art.”
Auch bei Freispruch in der Hauptanklage können unter den in der Rechtsprechung und Praxis genannten Voraussetzungen Entschädigungen für Verteidigungskosten in Betracht fallen; insoweit ist eine pauschale Versagung der Entschädigung nicht zwingend, sofern nicht gleichzeitig eine andere rechtswidrige Verhaltensnorm gegen die Beschuldigten festgestellt worden ist.
“Au vu du parallélisme entre les frais et l’indemnisation, le principe d’une indemnité au sens de l’art. 429 CPP se justifie donc a priori. Le Ministère public est d’avis que puisque la culpabilité d’X.________ est désormais établie, l’art. 430 CPP peut maintenant s’appliquer, sans que cela constitue une violation de la présomption d’innocence. Seule une indemnité de 1'615 fr. 50 devrait donc être allouée à l’appelant. Il renvoie au raisonnement tenu par la Chambre des recours pénale dans sa décision du 1er novembre 2019. Dans cette décision, l’autorité avait fait application de l’art. 430 CPP, retenant qu’X.________ avait de manière illicite et fautive provoqué l’ouverture de la procédure pénale à son encontre par son comportement illicite au regard de l’art. 8 al. 1 let. d LStup, soit notamment la culture indoor de plusieurs centaines de plants de cannabis. L'art. 8 al. 1 let. d LStup n'est pas une norme de comportement qui aurait une portée indépendante des normes pénales définies aux art. 19 ss LStup. Le comportement interdit par l'art. 8 al. 1 LStup est sanctionné par l'art. 19 al. 1 LStup qui réprime la culture, l'importation, la fabrication et la mise dans le commerce de stupéfiants au sens des art. 2 et 8 al. 1 LStup (TF 6B_1399/2019 du 5 mars 2020 consid. 1.4.1 et réf. cit.). Dès lors que l’appelant a été libéré du chef d’accusation de l’art. 19 al. 2 LStup (infraction grave), on ne saurait, sans violer sa présomption d’innocence, lui refuser toute indemnité au sens de l’art. 429 CPP en lui reprochant d’avoir adopté un comportement contraire à cette même disposition. Or, la violation d’aucune autre norme de comportement n’a été invoquée à l’encontre de l’appelant. Il s’ensuit que l’art. 430 CPP ne trouve pas application. 4.4 Le montant requis par l’appelant, soit 42'335 fr. 35, concerne l'entier de la procédure pénale, du 19 juin 2017 au 6 février 2022. Or, seuls les frais de défense en lien avec l'ordonnance de classement du 5 avril 2019 doivent être indemnisés, ce qui exclut les opérations postérieures à cette date. Par courrier du 4 juillet 2018, faisant suite à l’avis de prochaine clôture du Ministère public du 24 mai 2018, l'appelant avait requis à ce titre le montant total de 30'872 fr.”
Überschreitet die beachtliche Menge die gesetzliche Schwelle (z.B. mindestens 18 g reines Kokain), kann dies zur Einordnung als schwerer/qualifizierter Fall nach Art. 19 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 führen, was die rechtliche Schwere der Tat erhöht.
“Dass es sich im Übrigen bei den illegalen Einzahlungen gemäss Anklageziffer 2 um Drogenerlös (und nicht etwa um Erlös aus anderen unbewiese- nen illegalen Tätigkeiten) gehandelt haben muss, zeigen die zahlreichen Anhalts- punkte, welche den Beschuldigten für die massgebende Zeitspanne rechtsgenü- gend als Kokainverkäufer ausweisen, wie namentlich die erstellten Vorgänge mit C._____ gemäss Anklageziffer 1, die sichergestellten Betäubungsmittel und -uten- silien in seiner Wohnung sowie sein regelmässiger Umgang mit Personen (nament- lich F._____, welche zu jener Zeit ebenfalls im Drogenmilieu verkehrten. d)Zusammengefasst kann mithin festgehalten werden, dass demnach auch der Sachverhalt gemäss Anklageziffer 2 mit Ausnahme der vorgenannten Ein- schränkungen als erstellt zu erachten und in dieser Form der nachfolgenden recht- lichen Würdigung zu Grunde zu legen ist. - 22 - IV. Rechtliche Würdigung 1.Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz 1.1.Die rechtliche Einordnung des Sachverhaltes als Verbrechen gegen das Be- täubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG gibt insofern zu keinen relevanten Problemen Anlass, als bereits der hinlänglich erstellte Drogenhandel gemäss Anklageziffer 1 eine Menge beinhaltet, welche die Grenze zum schweren Fall gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, die im Falle von Kokain bei 18 Gramm reinem Stoff liegt (vgl. BGE 109 IV 143 E. 3.b; Urteil des Bundesgerichtes 6B_1068/2014 vom 29. September 2015 E. 1.5), vielfach überschreitet. Der Beschuldigte übergab in diesem Zusammen- hang am 22. März 2022 nachweislich”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG (SR 812.121) macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. Subjektiv ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1). Nach der Rechtsprechung ist die Schwelle zu einem qualifizierten Fall überschritten und von einer Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen (d.h. von mindestens 20 Personen) auszugehen, wenn ein Betäubungsmittelgemisch mindestens 18 Gramm reines Kokain enthält (Urteil 6B_138/2022 vom 4. November 2022 E. 2.1.1 mit Hinweisen).”
Bei der Feststellung des Reinheitsgrads sind Abweichungen und Messunsicherheiten (z. B. Standardabweichung) zu berücksichtigen. Solche statistischen Unsicherheiten können die Einordnung der Reinheit beeinflussen und dadurch in der Beurteilung des Tatbestands strafmildernd wirken.
“Gramm reinem Stoff ausgeht, so stellt dies eine zurückhal- tende Würdigung dar, welche – auch angesichts der diesbezüglich eher unklaren Aussagen von C._____ (vgl. Urk. 6/5 S. 10) – für den vorliegenden Berufungsent- scheid indessen zu übernehmen ist, auch wenn sämtliches beim Beschuldigten und seinem Umfeld sichergestelltes Kokain einen höheren Reinheitsgrad aufwies (vgl. Urk. 10/6) und die statistischen Werte der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin für das vorliegend massgebende Jahr 2022 mit 75 Prozent (für Ko- kain-Base) und 83 Prozent (für das vorliegend massgebende Kokain-Hydrochlorid) höher liegen (vgl. die entsprechende Statistik betreffend Kokain für das Jahr 2022 auf www.sgrm.ch), wobei hier indessen wiederum zu berücksichtigen ist, dass re- lativ hohe Standardabweichungen von 15 Prozent bestehen, welche die Werte wie- derum in den vorinstanzlich erstellten Bereich rücken. 1.2.Der Beschuldigte ist somit des Verbrechens gegen das Betäubungsmittel- gesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen. - 23 - 2.Qualifizierte Geldwäscherei”
Prozessuales/akkusatorisches Hinweis: Die Tatbestandsvariante des «Anstaltentreffens» muss in der Anklageschrift hinreichend konkret umschrieben oder angekündigt sein; fehlt diese Umschreibung, ist ein auf dieser Variante gestützter Schuldspruch nicht zu tragen.
Ein blosses Ausbleiben des tatbestandlichen Erfolgs begründet nicht automatisch eine Milderung nach Art. 19 Abs. 3 BetmG. Steht fest, dass der Täter alle nach seiner Vorstellung notwendigen Schritte unternommen hat (kein blosses Unterlassen) oder dass die Tat nicht durch suchtbeschränkte Veranlagungen verursacht war, kann eine fakultative Strafmilderung entfallen.
“Damit kann sich die auszusprechende Strafe nicht mehr unmittelbar an der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestgrenze von ei- nem Jahr bewegen. Immerhin ist zu seinen Gunsten davon auszugehen, dass der Beschuldigte das Kokain aus reiner Gefälligkeit gegenüber D._____ vermittelte, ohne davon finanziell selbst zu profitieren. Daran ändert wenig, dass ihm D._____ vielleicht eine kleine Portion zum gemeinsamen Konsum vor Ort geschenkt hätte. Aufgrund der Menge von über 60 Gramm und des sehr hohen reinen Wirkstoffge- haltes nahm der Beschuldigte in Kauf, dass D._____ einen Teil veräussert hätte, allenfalls vorgängig auch gestreckt hätte. Daran ändert nichts, wenn er davon ausging, dass D._____ einen Teil selbst konsumiert hätte. Auch aus diesem Grund bleibt es – wie bereits ausgeführt – bei der Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG. Eine Strafe im Bereich von 15 Monaten für das noch leichte Tat- verschulden ist angemessen. Die Verteidigung bringt vor, Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG sehe bei einer Verurteilung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG (Anstalten treffen) ausdrücklich eine fa- kultative Strafmilderung vor. Eine Abweichung von dieser Kannvorschrift sei ge- mäss Lehre zu begründen (Urk. 103 S. 30). Nachdem der Beschuldigte alles nach seiner Vorstellung Notwendige unternommen hat, um den Drogendeal zu organi- si eren und durchzuführen, ist es nicht sein Verdienst, dass dieser nicht zum ord- - 13 - nungsgemässen Abschluss gekommen ist. Entsprechend ist eine Strafmilderung vorliegend nicht angezeigt. Den Akten ist nicht zu entnehmen, dass die Vermittlungshandlung des Beschul- digten in irgendeinem Zusammenhang mit seiner Alkoholsucht oder Persönlich- keitsstörung stand. Deshalb kann auch – entgegen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 103 S. 30) – nicht von einer verminderten Schuldfähigkeit ausgegangen werden. Die Verteidigung wendet sodann ein, dass die Vorinstanz das Geständ- nis des Beschuldigten nicht berücksichtigt oder zumindest nicht erwähnt habe (Urk.”
Bei Art. 19 Abs. 1 BetmG kann die Zugehörigkeit zu einer deliktsdienlichen Organisation, in der einem Beteiligten bestimmte, zugewiesene Aufgaben zukommen, grundsätzlich zur Annahme von Mittäterschaft führen; in arbeitsteiligen Organisationen kann einem Beteiligten insoweit die dem Gesamthandeln zuzuordnende Menge zugerechnet werden. Die Rechtsprechung verlangt dabei jedoch konkrete Anhaltspunkte für eine Mitverantwortung am Gesamttatentschluss bzw. einen bestimmenden Einfluss auf das Tatgeschehen; in typischen Liefer‑/Verkäufer‑Verhältnissen werden die Anforderungen an Coaktivität eher hoch angesetzt.
“Daraus folgt aber nicht, dass Mittäter nur ist, wer an der eigentlichen Tatausführung beteiligt ist oder sie zu beeinflussen vermag. Dass der Mittäter bei der Fassung des gemeinsamen Tatentschlusses mitwirkt, ist nicht erforderlich; es genügt, dass er sich später den Vorsatz seiner Mittäter zu eigen macht (BGE 118 IV 397 E. 2a S. 399). Nicht verlangt wird, dass - 41 - alle Handlungen gemeinsam ausgeübt werden. Die Handlungen des einen Täters werden dem Mittäter angerechnet, wenn sie vom gemeinsamen Tatentschluss er- fasst sind. Objektive Faktoren wie die Beteiligung an der Tatausführung und sub- jektive Faktoren wie die Beteiligung an Tatentschluss und -planung oder der psy- chische Einfluss auf die anderen Beteiligten können sich gegenseitig vertreten, wobei der Täter aber während der Tatphase bestimmenden Einfluss auf das Tat- geschehen ausüben muss (TRECHSEL/NOLL/PIETH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil, 7. Aufl., Zürich 2017, S. 196). Mittäterschaft ist bei allen Tatbe- ständen von Art. 19 Abs. 1 BetmG denkbar und strafbar. Sie ist grundsätzlich an- zunehmen, wenn der Betreffende einer der Deliktsbegehung dienlichen Organisa- tion angehört, in welcher er bestimmte, ihm zugedachte Aufgaben übernimmt. Ist dies der Fall, muss er sich auch fremde, nicht von ihm selber begangene Hand- lungen anrechnen lassen (SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 138). Demgegenüber ist Gehilfe im Sinne von Art. 25 StGB, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet, die Tat jedoch nur durch einen untergeord- neten Tatbeitrag unterstützt (BGE 129 IV 124 E. 3.2 S. 126). Gehilfenschaft im Zusammenhang mit Betäubungsmitteldelikten ist unter Hinweis auf die Rechtspre- chung jede Förderung der von einem anderen beschlossenen und ausgeführten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Mithin jeder irgendwie gear- tete kausale Tatbeitrag, ohne den sich die Haupttat anders abgespielt hätte. Die Gehilfenschaft setzt jedoch voraus, dass die objektive Mitwirkung an der Tat eines anderen sich auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbstständiges Delikt erfassten Beitrag beschränkt (vgl.”
“Dans ces conditions, les juges cantonaux pouvaient, sans violer le droit fédéral, conclure que le recourant avait agi en qualité de coauteur (cf. supra consid. 1.3), ainsi qu'en tant que membre d'une bande de trafic de stupéfiants ( supra consid. 1.2) et lui imputer dans son intégralité, la quantité de cocaïne dont il a organisé la réception, respectivement la distribution. Dans la mesure où, dans la présente occurrence, la responsabilité du recourant est donnée pour l'ensemble du trafic, la référence à l'arrêt publié aux ATF 118 IV 397 consid. 2c ne saurait lui être d'une quelconque utilité. En effet, cette jurisprudence, qui prévoit que celui qui adopte l'un des comportements énumérés à l'art. 19 al. 1 LStup doit en principe être puni comme auteur de son acte et non comme coauteur de l'acte d'un tiers impliqué, ne s'applique pas lorsque, comme en l'espèce, on se trouve en présence d'une organisation comportant une répartition des tâches définie (cf. ATF 118 IV 397 consid. 2c p. 401).”
“5d; 108 IV 92; arrêts du Tribunal fédéral 6B_909/2020 du 15 décembre 2020 consid. 1.2; 6B_419/2016 du 10 avril 2017 consid. 2.2). 5.2.2 L'art. 19 al. 1 LStup punit toutes les formes de participation au trafic de drogue non autorisé, de la production et la distribution jusqu'à l'acquisition, ainsi que les simples actes préparatoires (v. la jurisprudence relative à l'ancien art. 19 ch. 1 LStup: arrêts du Tribunal fédéral 6B_778/2009 du 7 janvier 2010 consid. 2.4; 6S.99/2007 du 28 juin 2007 consid. 5.2.1; Grodecky/Jeanneret, Petit commentaire, 2022, n° 9 ad art. 19 LStup). Quant à l'art. 19 al. 2 LStup, il décrit quatre circonstances aggravantes qui entraînent la qualification des faits en crime. Ces circonstances ont trait à la quantité de stupéfiants, au fait d'agir en bande, par métier ou par métier dans les lieux de formation principalement réservés aux mineurs ou dans leur périmètre immédiat (v. Grodecky/Jeanneret, op. cit., n° 55 ss ad art. 19 LStup). En matière d'actes délictueux prévus à l'art. 19 al. 1 LStup, la jurisprudence a précisé que chacun des actes qui y sont énumérés constitue une infraction autonome, de sorte que celui qui réalise objectivement et subjectivement l'une des hypothèses agit en qualité d'auteur et non de complice (ATF 133 IV 187 consid. 3.2; 119 IV 266 consid. 3a; arrêt du Tribunal fédéral 6B_419/2016 précité ibidem; décision du Tribunal pénal fédéral BG.2019.23 du 7 juin 2019 consid. 2.3; Grodecky/Jeanneret, op. cit., n° 110 ad art. 19 LStup), et ce, même s'il agit sous les directives d'un autre participant auquel il obéit (ATF 106 IV 72 consid. 2b). 5.2.3 Lors de l'application de l'art. 19 al. 1 LStup il convient, dans l'intérêt d'une limitation raisonnable de la responsabilité pénale, de fixer des exigences plutôt élevées quant à l'hypothèse de la coactivité. Dans les rapports « fournisseur-revendeur », par exemple, la jurisprudence n'admet l'existence de coactivité que dans les cas où le revendeur dépend essentiellement de son fournisseur pour autre chose que le simple achat de la marchandise ou s'il agit selon les instructions de ce dernier, et qu'il n'a donc pas la maîtrise exclusive des (re)ventes qu'il effectue (v.”
Sozialhilfeabhängigkeit oder erhebliche Verschuldung können eine Geldstrafe unter spezialpräventiven Gesichtspunkten als ungeeignet erscheinen lassen; in solchen Fällen kann zugunsten einer Freiheitsstrafe entschieden werden.
“Strafarten, schwerste Straftat und Methodik Das Gericht bestimmt beim Aussprechen einer Strafe zuerst die Art der Strafe und setzt danach das Strafmass fest. Bei der Wahl der Strafart trägt es neben dem Verschulden des Täters, der Angemessenheit der Strafe, ihren Auswirkungen auf den Täter und auf seine soziale Situation sowie ihrer Wirksamkeit unter dem Gesichtswinkel der Prävention Rechnung (BGE 147 IV 241 = Pra 111 [2022] Nr. 17). Die Geldstrafe hat als mildere Sanktion grundsätzlich Vorrang gegenüber der Freiheitsstrafe (BGE 144 IV 217 E. 3.6). Eine mengenmässig qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zieht gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG zwingend eine Freiheitsstrafe nach sich. Für eine Verbindung mit einer Geldstrafe, wie es Art. 19 Abs. 2 BetmG in seiner bis zum 30. Juni 2023 geltenden Fassung zuliess, besteht kein Anlass. Die nicht qualifiziert begangenen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 BetmG können sowohl mit einer Geldstrafe als auch einer Freiheitsstrafe geahndet werden. Es ist deshalb vorab darüber zu befinden, ob die Schuldsprüche wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 BetmG ebenfalls mit Freiheitsstrafen oder lediglich mit Geldstrafen zu sanktionieren sind. Die Vorinstanz erkannte bei sämtlichen oberinstanzlich zu beurteilenden Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz auf eine Freiheitsstrafe, da eine Geldstrafe aufgrund der Sozialhilfeabhängigkeit und der hohen Schulden des Beschuldigten spezialpräventiv kontraproduktiv sei und sich die finanziell angespannte Lage aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme auch mittelfristig kaum verbessern werde (vgl. S. 31 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 1639). Auch nach Überzeugung der Kammer erscheint unter spezialpräventiven Gesichtspunkten einzig eine Freiheitsstrafe zweckmässig und angemessen. Diesbezüglich besteht auch unter den Parteien – wie bereits vor erster Instanz (pag.”
“Bei der Wahl der Strafart trägt es neben dem Verschulden des Täters, der Angemessenheit der Strafe, ihren Auswirkungen auf den Täter und auf seine soziale Situation sowie ihrer Wirksamkeit unter dem Gesichtswinkel der Prävention Rechnung (BGE 147 IV 241 = Pra 111 [2022] Nr. 17). Die Geldstrafe hat als mildere Sanktion grundsätzlich Vorrang gegenüber der Freiheitsstrafe (BGE 144 IV 217 E. 3.6). Eine mengenmässig qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zieht gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG zwingend eine Freiheitsstrafe nach sich. Für eine Verbindung mit einer Geldstrafe, wie es Art. 19 Abs. 2 BetmG in seiner bis zum 30. Juni 2023 geltenden Fassung zuliess, besteht kein Anlass. Die nicht qualifiziert begangenen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 BetmG können sowohl mit einer Geldstrafe als auch einer Freiheitsstrafe geahndet werden. Es ist deshalb vorab darüber zu befinden, ob die Schuldsprüche wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 BetmG ebenfalls mit Freiheitsstrafen oder lediglich mit Geldstrafen zu sanktionieren sind. Die Vorinstanz erkannte bei sämtlichen oberinstanzlich zu beurteilenden Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz auf eine Freiheitsstrafe, da eine Geldstrafe aufgrund der Sozialhilfeabhängigkeit und der hohen Schulden des Beschuldigten spezialpräventiv kontraproduktiv sei und sich die finanziell angespannte Lage aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme auch mittelfristig kaum verbessern werde (vgl. S. 31 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 1639). Auch nach Überzeugung der Kammer erscheint unter spezialpräventiven Gesichtspunkten einzig eine Freiheitsstrafe zweckmässig und angemessen. Diesbezüglich besteht auch unter den Parteien – wie bereits vor erster Instanz (pag. 1594 und pag. 1596) – oberinstanzlich Einigkeit (vgl. pag. 1741 und pag. 1742). Der Beschuldigte delinquierte wiederholt und über längere Zeit. Während laufenden Verfahrens trat er zudem erneut strafrechtlich in Erscheinung.”
Logistische Leistungen (z. B. Bereitstellen eines Fahrzeugs, Einrichten einer Versteckmöglichkeit, Fahrdienste) können als vorsätzliche Unterstützung (Komplizenschaft) strafbar sein. Voraussetzung ist, dass die Hilfezeug intentional die Tatförderung bezweckt und der Gehilfe die Haupttat zumindest «in ihren Grundzügen» kannte. Soweit die geleistete Handlung jedoch selbst unter die in Art. 19 aufgezählten Tatbestände fällt, gilt der Handelnde nicht als blosser Gehilfe, sondern als Täter nach Art. 19; eine eigenständige Einordnung als Komplize kommt dann nicht in Betracht.
“b) Agit comme complice, celui qui prête intentionnellement assistance à l'auteur pour commettre un crime ou un délit (cf. art. 25 CP). En matière d’infractions à l’article 19 LStup, dès que le prévenu accomplit l’un des actes visés par cette disposition, il est l’auteur de l’infraction, une participation à un autre titre, telle une complicité, n’entrant pas en ligne de compte (ATF 133 IV 187 cons. 3.2 p. 193). La loi sur les stupéfiants ne laisse une place à la complicité que lorsque l’assistance porte sur l’acte d’un autre, présente un caractère accessoire et ne constitue pas en elle-même une infraction définie comme telle expressément par la loi, c’est-à-dire qu’elle ne tombe pas non plus sous le coup de l’article 19 ch. 1 al. 6 aLStup ou de l’article 19 al. 1 let. g LStup (ATF 115 IV 59 cons. 3 p. 61 ; arrêt du TF du 05.01.2009 [6B_325/2008] cons. 5). Cela étant, le complice doit favoriser intentionnellement la commission de l’acte punissable par autrui, ce qui suppose qu’il connaisse, au moins dans les grandes lignes, l’infraction principale projetée (Corboz, op.cit., n. 137 ad art. 19 LStup). Tel est par exemple le cas de celui qui met à disposition un véhicule pour le transport de stupéfiants ou qui aménage une cachette à cette fin dans une voiture. 9. a) En l’occurrence, la Cour pénale a retenu que A1________ – et son épouse qui était son bras droit pour bon nombre d’activités – avaient pris part de manière intense à un trafic international de stupéfiants dirigé depuis l’Albanie, en rendant toutes sortes de services à des « chefs ». C’est ainsi que l’appelant a pris en charge dans des voitures lui appartenant plusieurs vendeurs de drogue albanais, en vue de les faire venir en Suisse. Il a aussi parfois pris soin d’eux et leur a permis de regagner leur pays par la route. Se conformant aux instructions reçues de la part des dirigeants, le prévenu a parcouru la Suisse, afin d’aller à la rencontre de dealers et se faire remettre le produit de la vente de drogue. Il a pris ces sommes en dépôt chez lui et les a tenues à la disposition des chefs, soit des personnes qui occupaient un rang élevé dans la hiérarchie de ces filières albanaises.”
“La LStup ne laisse une place à la complicité que lorsque l’assistance porte sur l’acte d’un autre, présente un caractère accessoire et ne constitue pas en elle-même une infraction définie comme telle expressément par la loi, c’est-à-dire qu’elle ne tombe pas non plus sous le coup de l’article 19 ch. 1 al. 6 aLStup ou de l’article 19 al. 1 let. g LStup (ATF 115 IV 59 cons. 3 p. 61 ; arrêt du TF du 14.10.2008 [6B_635/2008] cons. 5). Tel est par exemple le cas de celui qui met à disposition un véhicule pour le transport de stupéfiants ou qui aménage une cachette à cette fin dans un véhicule. Le complice doit favoriser intentionnellement la commission de l’acte punissable par autrui, ce qui suppose qu’il connaisse, au moins dans les grandes lignes, l’infraction principale projetée (Corboz, op. cit., n°137 ad art. 19 LStup). h) Si l’auteur a accompli plusieurs des actes énumérés à l’article 19 al. 1 LStup, on considère, sans appliquer les règles sur le concours, qu’il s’agit d’une seule infraction, jugée en application de l’alinéa premier ou second de l’article 19 LStup, selon que la quantité globale de drogue en cause est ou non de nature à mettre en danger la santé de nombreuses personnes (ATF 110 IV 99 cons. 3 p. 100/101 ; Corboz, op. cit., n°145 ad art. 19 LStup). 6. En l’occurrence, X.________ et A.________ ont déployé en assez peu de temps un trafic de cocaïne d’assez grande ampleur par comparaison à ce qui a pu être observé dans la région jusqu’à ce jour. L’activité criminelle des prévenus telle que décrite dans l’acte d’accusation comprend plusieurs volets ayant trait à l’approvisionnement (les nombreuses acquisitions, y compris à l’étranger [le voyage en Hollande de Client_1 et les deux effectués par Client_2], le tout représentant plus de deux kilos de cocaïne), au conditionnement (la confection de pochons par les prévenus, Cliente_2 et Client_3), à l’entreposage de la drogue (chez Client_3 ou en des lieux dont les prévenus avaient la maîtrise comme par exemple dans la smart que conduisait X.________ ou dans un scooter acquis pour servir de cachette) et de l’argent issu des ventes (notamment chez Client_3), à la vente proprement dite par les prévenus qu’ils aient agi directement ou par le biais d’intermédiaires (Cliente_2, Client_3, G.”
“e) En matière d’infractions à l’article 19 LStup, dès que le prévenu accomplit l’un des actes visés par cette disposition, il est l’auteur de l’infraction, une participation à un autre titre, telle une complicité, n’entrant pas en ligne de compte (ATF 133 IV 187 cons. 3.2 p. 193). La LStup ne laisse une place à la complicité que lorsque l’assistance porte sur l’acte d’un autre, présente un caractère accessoire et ne constitue pas en elle-même une infraction définie comme telle expressément par la loi, c’est-à-dire qu’elle ne tombe pas non plus sous le coup de l’article 19 ch. 1 al. 6 aLStup ou de l’article 19 al. 1 let. g LStup (ATF 115 IV 59 cons. 3 p. 61 ; arrêt du TF du 05.01.2009 [6B_325/2008] cons. 5). Tel est par exemple le cas de celui qui met à disposition un véhicule pour le transport de stupéfiants ou qui aménage une cachette à cette fin dans un véhicule. Le complice doit favoriser intentionnellement la commission de l’acte punissable par autrui, ce qui suppose qu’il connaisse, au moins dans les grandes lignes, l’infraction principale projetée (Corboz, les infractions en droit suisse, 3ème éd., Berne, 2010, n°137 ad art. 19 LStup). 7. En l’occurrence, le prévenu a, à tout le moins, entre Morteau et la douane du Col-France près du Locle, entrepris un voyage comme conducteur d’une voiture permettant ainsi que l’un de ses passagers puisse importer en Suisse 218.5 grammes de cocaïne pure. Ce comportement réalise les éléments constitutifs objectifs de l’article 19 al. 1 let. b LStup, ainsi que l’une des hypothèses du cas grave au sens de l’article 19 al. 2 let. a LStup. D’un point de vue subjectif, le prévenu a prétendu pour sa défense qu’il avait ignoré que B.________ transportait de la cocaïne. La Cour pénale a retenu, en se fiant aux premières déclarations de B.________, jugées plus crédibles sur ce point, que le prévenu savait qu’il transportait de la cocaïne à tout le moins depuis Morteau, au retour d’un premier passage de la douane, lors duquel B.________ le lui avait dit. Ni B.________, qui croyait transporter environ 100 grammes de cocaïne – ce qui représente déjà cinq fois la limite du cas grave –, ni le prévenu à qui B.”
Ein durch gewerbsmässigen Handel erzielter hoher Umsatz oder erheblicher Gewinn erfüllt nach Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG die Qualifikation der Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG.
“Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz Eine Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG begeht unter anderem, wer Betäubungsmittel unbefugt einführt oder befördert (lit. b), in Verkehr bringt (lit. c), oder zu einer dieser Widerhandlungen Anstalten trifft (lit. g). Die mengenmässige Qualifikation gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a erfüllt, wer weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Wer durch gewerbsmässigen Handel einen grossen Umsatz oder einen erheblichen Gewinn erzielt, erfüllt den Tatbestand ebenfalls in qualifizierter Form (Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG). Auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zum Grundtatbestand und zur Qualifikation kann vorab verwiesen werden (pag. 2679 ff., S. 88 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). Einzelne Ergänzungen oder Wiederholungen zum besseren Verständnis erfolgen direkt im Rahmen der Subsumtion.”
“Subsumtion Haupttat 2.2.1.In objektiver Hinsicht handelte es sich gemäss erstelltem Sachverhalt bei Cannabis mit einem durchschnittlichen THC-Gehalt von über 1% um ein Betäu- bungsmittel gemäss Art. 2 lit. a BetmG, das weder angebaut, eingeführt, hergestellt noch in Verkehr gebracht werden darf (Art. 8 Abs. 1 lit. d BetmG). Hinsichtlich der erfüllten Tathandlungen baute der Mitbeschuldigte E._____ als Haupttäter das Cannabis an (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG), er veräusserte es (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), besass es (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) und finanzierte mittels der inves- tierten Fr. 376'800.– die Produktion der Betäubungsmittel (Art. 19 Abs. 1 lit. e BetmG), wobei letzteres bezüglich des Beschuldigten nicht relevant ist. Der objek- tive Tatbestand gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a, c, d und e BetmG der Haupttat ist somit erfüllt. 2.2.2.In subjektiver Hinsicht handelte der Mitbeschuldigte E._____ wissent- lich, willentlich und somit vorsätzlich. Der Tatbestand der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c, d und e BetmG als Haupttat ist dementsprechend erfüllt. 2.2.3.Der Mitbeschuldigte E._____ verwendete den aus dem Betäubungsmit- telhandel erwirtschafteten Gewinn für seinen Lebensunterhalt, wobei er nach eige- nen Angaben durchaus in einem gewissen Luxus lebte, indem er seiner Familie teure Ferien und gutes Essen finanzieren sowie seiner Ehefrau und einem seiner Söhne eine Ausbildung bezahlen konnte. Durch den Betäubungsmittelhandel er- zielte E._____ einen Gesamtumsatz von mindestens Fr. 920'000.–. Zudem ging er der Produktion und dem Handel von und mit Cannabis gewissermassen vollberuf- - 41 - lich nach, indem er während der betreffenden Zeit keine weitere Berufstätigkeit auf- wies.”
Vorstrafen, Rückfälligkeit und die fortgesetzte Begehung einschlägiger Delikte werden in den Entscheidungen als strafschärfende Umstände gewertet. Sie können zum Widerruf eines bedingten Teils der Strafe und dessen Einrechnung in die Gesamtfreiheitsstrafe führen; die Tat nach Art. 19 Abs. 2 kann in solchen Fällen allein eine unbedingte Freiheitsstrafe rechtfertigen, und wiederholtes Verhalten kann die Gesamtstrafe deutlich erhöhen.
“Or, vu la nature et la gravité des infractions commises, la présence de deux condamnations antérieures dont une à une peine privative de liberté 30 mois dont 12 mois fermes et 18 mois avec sursis et une autre à une peine privative de liberté de 6 mois avec sursis, ainsi que le fait qu’il s’agit d’un récidiviste spécial en matière d’infractions à la LEI, la Cour considère que pour chacune d’elles seule une peine privative de liberté entre en ligne de compte et est de nature à faire prendre conscience au prévenu de la gravité de ses actes et à écarter le risque de récidive. De plus, conformément à l’art. 41 CP, le prévenu étant sans ressource financière, en situation illégale et sous le coup d’une décision d’expulsion entrée en force, il y a lieu de craindre qu’une peine pécuniaire ne puisse pas être exécutée. Partant, ces infractions entrent en concours au sens de l’art. 49 CP. L’infraction de crime contre la LStup, qui est passible d'une peine privative de liberté d'un an au moins à vingt ans au plus (art. 19 al. 2 LStup et 40 CP), sous réserve de l’interdiction de la reformatio in pejus, est l’infraction la plus grave. En l’espèce, le trafic du prévenu, qui s’est déroulé entre le mois de mai 2022 et le 14 mai 2023, a porté sur une quantité de 90 g de cocaïne brute, correspondant à 60.12 g de cocaïne pure, en tenant compte d’un taux de pureté de 66.8%, soit 3.34 fois le cas grave tel qu’il a été fixé par la jurisprudence du Tribunal fédéral. Le prévenu ne s’est pas livré à un seul acte unique mais a accompli, durant un an, plusieurs transactions, ce qui dénote une volonté criminelle affirmée. Le trafic du prévenu était régional, dans la mesure où il se fournissait à Lausanne et revendait à Fribourg, à une poignée de clients. L’organisation était assez simple et il agissait seul. Il ne vouait en outre pas tout son temps à cette activité dès lors qu’il exerçait des activités lucratives temporaires en parallèle. Il en découle que la culpabilité objective du prévenu est qualifiée de moyenne. S’agissant de son mobile, il doit être retenu qu’il était purement égoïste, à savoir exclusivement dicté par l’appât d’un gain rapide et conséquent, sans considération aucune pour les toxicomanes qu’il abreuvait.”
“Sa prise de conscience est à peine entamée. Il a exprimé des regrets et un sentiment de honte dès le début de la procédure en lien avec les faits du 24 avril 2022, mais n'apparaît pas avoir pris la mesure de la mise en danger représentée pour les consommateurs en Suisse. Il avait déjà été condamné pour des faits similaires le 23 janvier 2019, sans que cela ne le dissuade de récidiver peu après être sorti de prison et dans le délai d'épreuve du sursis partiel qui lui avait été accordé. C'est ainsi à raison que le TCO a prononcé la révocation de ce sursis, la partie suspendue correspondant à 18 mois de peine privative de liberté entrera dans le calcul de la peine d'ensemble. Il y a concours d'infractions. L'infraction abstraitement et concrètement la plus grave est le crime à l'art. 19 al. 2 LStup, qui justifie à lui seul une peine de trois ans au vu des nombreux éléments à charge décrits ci-dessus. Cette peine doit être augmentée de 14 mois pour les ruptures de ban commises à sept reprises (peine hypothétique de 90 jours par occurrence). Au vu du sursis révoqué en lien avec des infractions précédentes à l'art. 19 al. 2 LStup, les 18 mois restant ont été réduits à 10 mois dans le cadre la fixation de la peine d'ensemble selon l'art. 46 al. 1 2ème phrase CP par le TCO, ce qui semble généreux et favorable à l'appelant. Le dispositif du jugement querellé retient à tort sur cette question l'application de l'art. 89 al. 6 CP, ce qui sera rectifié. Aussi, la peine privative de liberté d'ensemble de cinq ans prononcée à l'encontre de l'appelant D______ est appropriée et doit être confirmée. La disproportion plaidée avec la peine prononcée à l'encontre de K______ n'est pas pertinente ; celui-ci n'étant pas jugé en appel, la CPAR n'est pas en mesure de se prononcer sur sa peine (cf. notamment arrêts du Tribunal fédéral 6B_654/2018 du 5 septembre 2018 consid.”
Bei grossen Gesamtmengen und/ oder organisiertem Mischhandel mit Lagerung und logistischer Infrastruktur ziehen Gerichte dies in die Beurteilung der objektiven Tatschwere nach Art. 19 Abs. 1 BetmG ein; in der Praxis wird ein solcher Gesamtzusammenhang mitunter als «organisierter Gemischtwarenladen» qualifiziert und kann zu einer höheren Strafzumessung führen.
“BetmG-Vergehen (MDMA/Ecstasy, Cannabis-Produkte) Zur objektiven Tatschwere lässt sich hier festhalten, dass der Beschuldigte über einen Zeitraum von mehreren Monaten in beträchtlichen Mengen weitere Betäu- bungsmittel – 2'567 Gramm MDMA (Ecstasy), 11'874 Gramm Marihuana sowie 4'168 Gramm Haschisch – zum Verkauf besass. Auch wenn das Gefährdungspotential dieser Substanzen im Vergleich zu den harten Drogen Heroin und Kokain wesentlich tiefer ist und es sich um Drogen mit tieferem Abhängigkeitspotential handelt (BGE 125 IV 90, 117 IV 314), ist an- gesichts der verschiedenen Behältnisse, der Vorgehensweise (Lagerraum, Vorsichtsmassnahmen, Utensilien etc.) und auch im Gesamtkontext mit den harten Drogen nicht zu übersehen, dass diesem Geschäftszweig ebenfalls eine erhebliche Bedeutung zukam. Die weiteren Elemente entsprechen im Wesent- lichen jenen des Hauptdelikts. Insgesamt kann mit Fug von einem organisierten Gemischtwarenladen gesprochen werden. Wiederum vermag die subjektive Tatschwere die objektive nicht zu relativieren; es ist von direktem Vorsatz sowie von finanziellen, egoistischen Motiven auszugehen. Im Spektrum denkbarer Verstösse gegen den Grundtatbestand von Art. 19 Abs. 1 BetmG liegt das Tatverschulden hier im mittleren Bereich und muss als erheblich bezeichnet werden. Für sich betrachtet wäre eine Einsatzstrafe von 18 Monaten angemessen. Die persönlichen Verhältnisse zeitigen wiederum keine Auswirkungen auf die Straf- zumessung. Das bei erdrückender Beweislage abgegebene Geständnis vermag hier die direkt einschlägigen Vorstrafen (Handel mit Cannabis) nicht auszugleichen. Einer leichten Strafminderung steht eine deutlich spürbare Straferhöhung gegen- über, sodass unter dem Strich eine Straferhöhung von 3 Monaten resultieren würde. - 41 - Als Einzelstrafe für das BetmG-Vergehen wären 21 Monate Freiheitsstrafe ange- messen. 5.Gesamtstrafenbildung, angemessene Strafe Den beiden direkt nachgewiesenen Kokainverkäufen und dem minderschweren Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz kommen zwar verschuldensmässig je selbstständige Bedeutung zu, handelt es sich doch um eigenständige Tathand- lungen bzw. Straftatbestände mit spezifischen Strafandrohungen.”
“Gegenstand der vorinstanzlichen Verurteilung sind folgende Handlungen des Berufungsklägers: Organisation der Einfuhr von Marihuana im Umfang von total 766 kg; Entgegennahme der Bestellmengen; Bereitstellen des Marihuanas in Spanien; teilweise Teilnahme als Begleit- und Vorausfahrer beim Transport; Wechsel des Geldes für die Marihuana-Bestellungen (ab Juli 2015); Zuständigkeit für die Logistik der Marihuana-Transporte in die Schweiz (Dezember 2015 bis April 2016); Veräusserung von Marihuana im Raum Lausanne; Erzielung eines Gewinns von insgesamt CHF 17'034.– mit Provisionen für Geldwechselgeschäfte; Erzielung eines Gewinns von insgesamt CHF 331'000.– durch Veräusserung von Marihuana. Gestützt auf diesen Sachverhalt wurde der Berufungskläger in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. c des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG, SR 812.121) wegen des Verkaufs von insgesamt 305 kg Marihuana verurteilt (primär im Raum Lausanne, Anstalten treffen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetMG hinsichtlich 30 kg bei Lieferung 16, Verkauf von 40 kg an D. , ev. an unbekannte Personen im Raum Nordwestschweiz bei Lieferung 14). Weiter wurde der Berufungskläger wegen der Einfuhr von insgesamt 461 kg Marihuana gestützt auf Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG verurteilt (30 kg weniger als angeklagt). Das deliktische Verhalten wurde sodann als gewerbs- und bandenmässig im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. b und c BetmG qualifiziert.”
“im März 2021 angefragt habe, ob er jemanden kenne, der bis im Sommer 2021 Drogen und Geld lagern könne und wolle. Der Kollege X habe daraufhin mit Wissen und Willen und der Bereitschaft von A.________, den Handel mit harten Drogen zu ermöglichen resp. zu fördern, die in der Hauptanklage erwähnten Substanzen an Kokain- und Heroingemisch und MDMA/Ecstasy sowie Streckmittel - ohne aber das erwähnte Marihuana und Haschisch -, in dem ihm (X) frei zugänglichen Raum (inkl. Tresor) aufbewahrt. In der Folge habe auch A.________ den Raum mehrmals frequentiert, sodass er die Substanzen auch selber wahrgenommen habe (eingeklagt als Verbrechen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. b und d BetmG). Sodann soll A.________ die in der Hauptanklage umschriebenen Verkäufe von 49.8 g Kokaingemisch (46.2 g reines Kokain) für Fr. 3'000.-- an B.________ sowie von 49.9 g Kokaingemisch (46.4 g reines Kokain) für Fr. 3'700.-- an C.________ getätigt haben (eingeklagt als Verbrechen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG). Weiter soll A.________ seit Anfang 2021 bis zum 3. Juni 2021 im erwähnten Lagerraum wissentlich und willentlich Marihuana und Haschisch (drei Asservate mit insgesamt 11,874 kg Marihuana und ein Asservat mit 4,168 kg Haschisch) gelagert haben, wobei er über die Absicht und die ständige Bereitschaft verfügt habe, diese Betäubungsmittel einer Vielzahl von Dritten gegen Entgelt zugänglich zu machen. Zudem habe A.________, so die Eventualanklage weiter, im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zur Verhaftung am 3. Juni 2021, an nicht näher eruierbare Abnehmer bei zahlreichen Gelegenheiten Marihuana und Haschisch (je mindestens 1 kg insgesamt) verkauft (eingeklagt als mehrfaches Vergehen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit b-d BetmG). Schliesslich wird A.________ auch vorgeworfen, er habe zugelassen, dass der Kollege X im Zuge des Einlagerns von sehr grossen Mengen an Betäubungsmitteln im Tresor im erwähnten Raum Fr. 100'000.-- (in einem Vakuumbeutel) versteckt habe. A.________ habe den Raum und den Tresor wissentlich und willentlich zur Verfügung gestellt, wobei er um die verbrecherische Herkunft (namentlich den umfangreichen Handel mit harten Betäubungsmitteln) gewusst oder diese zumindest in Kauf genommen habe (eingeklagt als Geldwäscherei im Sinne von Art.”
Anstaltentreffen (Art. 19 Abs. 1 lit. g) kann einen fakultativen Strafmilderungsgrund nach Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG bilden. In der Rechtsprechung wurde unter diesem Tatbestand eine Reduktion der Strafe um 15 Monate (zur Gesamtstrafe von 21 Monaten) als angemessen erachtet. Die strafmindernde Wirkung kann jedoch gering sein, wenn die Betäubungsmittel bereits zum Zweck der späteren Abgabe erworben/bereitgehalten waren.
“Beim Tatbestand des Anstaltentreffens nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG handelt es sich um einen fakultativen Strafmilderungsgrund (Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG). Verschuldensrelativierend ist damit zu berücksichtigen, dass dem Unter- fangen kein Erfolg beschieden war, wenn dies auch einzig der Intervention der Behörden zu verdanken war. Es rechtfertigt sich unter diesem Tatbestand eine Reduktion der Strafe um 15 Monate auf insgesamt 21 Monate.”
“Bei der Tat des Beschuldigten liegen keine Strafschärfungsgründe vor. Auch eine relevante, die Schuldfähigkeit vermindernde Betäubungsmittelabhängigkeit, wie sie bisweilen bei Beschaffungskriminellen vorkommt, ist nicht gegeben. Der Beschuldigte betonte stets, durch die Betäubungsmittelabgaben keinen Verdienst zu erzielen und von seiner Schwester sowie von B._____ und von Kollegen unterstützt zu werden (vorstehend, Erw. IV.5.4.5.), weshalb er nicht auf Einkünfte aus dem Drogenhandel - 27 - angewiesen war. Alsdann unterliegen die vom Beschuldigten bereitgehaltenen, wegen deren Sicherstellung in der Folge aber nicht an die Abnehmer abgegebenen Betäubungsmittel infolge Anstaltentreffens (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 3 lit. a, vorstehend, Erw. V.1.) grundsätzlich der fakultativen Strafmilderung. Da er diese Betäubungsmittel indessen bereits zur späteren Abgabe gekauft und besessen hatte, wirkt sich dieser fakultative Strafmilderungsgrund kaum strafmindernd aus.”
Zwischen der einfachen Widerhandlung (Art. 19 Abs. 1 BetmG) und der qualifizierten Widerhandlung (Art. 19 Abs. 2 BetmG) besteht nach Lehre und Praxis in der Regel echte Konkurrenz. Eine Konsumation einfacher Tathandlungen durch qualifizierte Tathandlungen wird nur in engen Ausnahmefällen angenommen, etwa wenn beide Handlungen gleichzeitig an denselben Abnehmer erfolgen.
“Diese Ausführungen gehen allerdings insofern an der Sache vorbei, als die Vorinstanz den Beschuldigten hier nicht von einem solchen (gar nie erhobenen) Vorwurf freisprach, sondern ihn im Gegenteil zusätzlich zur qualifizierten Widerhandlung betreffend Kokain auch noch wegen einer einfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz betreffend Cannabis schuldig sprach. Dies, obwohl die Staatsanwaltschaft (noch vor Vorin- - 10 - stanz) wie auch die Verteidigung offenbar implizit davon ausgegangen waren, dass die Tathandlungen betreffend Cannabis in der Verurteilung des Beschuldig- ten wegen qualifizierter Widerhandlung betreffend Kokain aufgehen bzw. von die- ser konsumiert und in der Strafzumessung entsprechend auch gemeinsam gewür- digt und nicht – wie geschehen – zu einer separaten Bestrafung des Beschuldig- ten führen würden. Nicht zweifelhaft ist dabei, dass die Tathandlungen betreffend Cannabis – ausgenommen den unter Art. 19a Ziff. 1 BetmG fallenden Eigenkon- sum des Beschuldigten – für sich allein als einfache Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG zu würdigen wären, diejenigen betreffend Kokain dagegen als qualifizierte Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG. Richtiger- weise stellt sich hier somit einzig die Frage nach der Konkurrenz zwischen diesen beiden Tatbeständen, wobei es sich entgegen der Verteidigung um eine rechtli- che Frage handelt und nicht um eine Frage hinsichtlich des Anklagesachverhalts. 3.2 Die Lehre vertritt hierzu – soweit ersichtlich: einhellig – die Meinung, dass zwischen einer qualifizierten Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG sowie einer einfachen Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG in aller Regel echte Konkurrenz besteht. Ein Teil der Lehre geht zwar davon aus, dass in bestimmten Fällen einfache Tathandlungen durch qualifizierte Tathandlungen konsumiert wer- den, dies jedoch nur, wenn sie gleichzeitig erfolgen, z.B. wenn ein Täter gleichzei- tig Kokain in qualifizierter Menge wie auch Cannabis an denselben Abnehmer ver- kauft (vgl. zum Ganzen: Schlegel / Jucker, BetmG-Kommentar, 4.”
“Gemäss dem vom Beschuldigten eingestandenen Sachverhalt erwarb dieser zu unterschiedlichen Zeitpunkten jeweils eine grössere Menge Kokain bzw. Can- nabis von unbekannten Lieferanten und verkaufte diese hernach bei unterschiedli- chen Gelegenheiten an verschiedene Abnehmer (Kokain an C._____ sowie Can- nabis an D._____). Der Cannabishandel des Beschuldigten gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG steht somit vorliegend ohne Weiteres in echter Konkurrenz zum Kokainhandel gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG. - 11 -”
Zur Beweiswürdigung des Vorsatzes (bei Nichtgeständnis) sind äussere Indizien zu prüfen. Relevante Anknüpfungspunkte sind insbesondere die dem Täter bekannte Wahrscheinlichkeit der Verwirklichung des Risikos, das Gewicht der Verletzung der Sorgfaltspflicht sowie Motive und konkrete Verhaltensweisen. Zudem können frühere, unmittelbar gemachte Äusserungen – etwa erste Aussagen bei der Polizei – als stützende Indizien gewertet werden; später abgegebene, entlastende Angaben können in ihrer Glaubwürdigkeit beeinträchtigt sein, wenn sich Umstände darstellen lassen, die eine nachträgliche Änderung plausibel erklären.
“En ce qui concerne la preuve de l'intention, le juge – dans la mesure où l'auteur n'avoue pas – doit, en principe, se fonder sur les éléments extérieurs (arrêt du TF du 23.12.2015 [6B_1189/2014] cons. 5.2). Parmi les éléments extérieurs permettant de conclure que l'auteur s'est accommodé du résultat dommageable pour le cas où il se produirait figurent notamment la probabilité, connue par l'auteur, de la réalisation du risque et l'importance de la violation du devoir de prudence ; plus celles-ci sont grandes, plus sera fondée la conclusion que l'auteur, malgré d'éventuelles dénégations, avait accepté l'éventualité de la réalisation du résultat dommageable ; ainsi, le dol éventuel peut notamment être retenu lorsque la réalisation du résultat devait paraître suffisamment vraisemblable à l'auteur pour que son comportement ne puisse raisonnablement être interprété que comme une acceptation de ce risque ; peuvent également constituer des éléments extérieurs révélateurs, les mobiles de l'auteur et la manière dont il a agi (arrêt du TF du 18.07.2017 [6B_1117/2016] cons. 1.1.4). 3.2.2. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire celui qui, sans droit, cultive, fabrique ou produit de toute autre manière des stupéfiants (let. a); celui qui, sans droit, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b); celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c). L'art. 19 al. 2 LStup prévoit les cas aggravés pour lesquels une peine privative de liberté d'un an au moins doit être prononcée. Il réprime le comportement de l'auteur qui sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (let. a). Cette formulation contient une condition objective (la mise en danger, directe ou indirecte, de la vie de nombreuses personnes) et une condition subjective (le fait que l'auteur le sache ou ne puisse l'ignorer). Les deux conditions sont cumulatives: l'intention de l'auteur (y compris le dol éventuel) ne peut suppléer l'absence de la condition objective (ATF 145 IV 312 consid.”
“Il considère dès lors qu'il n'existerait aucun élément permettant de retenir qu'il aurait accepté le risque qu'il puisse avoir commandé, respectivement importé, la substance illégale qu'est le LSD, ce d'autant plus qu'il avait consulté un site internet ouvert et public, et non le darkweb, qu'il avait payé la commande avec sa propre carte de crédit et qu'il avait requis la livraison à son adresse professionnelle. En l'espèce, on doit admettre que les considérations de la cour cantonale sur le fait que le recourant aurait dû percevoir, en passant sa commande sur un site internet mentionnant un produit contenant du 1cP-LSD, qu'il s'agissait en réalité d'une astuce pour dissimuler du LSD, ne sont pas en soi pertinentes. Ce raisonnement ne résulte en effet pas de l'état de fait cantonal, ni d'indices ou d'éléments au dossier, le cas échéant notoires. Par ailleurs, pris isolément, ce raisonnement n'est pas convaincant et ne saurait conduire à retenir que le recourant aurait accepté le risque de commander du LSD, à savoir une substance illicite, en passant une commande portant sur du 1cP-LSD. Cela étant, l'autorité cantonale s'est fondée sur plusieurs autres éléments convergents pour considérer que le recourant avait eu l'intention de commander du LSD, à savoir un stupéfiant entrant dans le champ d'application de l'art. 19 al. 1 LStup. Elle s'est tout d'abord basée, de manière correcte (cf. consid. 5.3 supra), sur le rapport Kurzbericht du 18 octobre 2019 constatant la présence de LSD sur plusieurs feuilles de buvard commandées par le recourant. Ensuite, elle s'est fondée sur les premières déclarations faites par le recourant à la police le 19 février 2020, lors desquelles il avait uniquement été question de LSD en tant que produit stupéfiant. A cet égard, elle a écarté les déclarations ultérieures de l'intéressé, en particulier celles faites lors de l'audience de jugement du 6 avril 2022, parce qu'elles avaient changé après que son défenseur avait eu accès au dossier et qu'il avait appris la différence entre les deux substances. Or, au vu de ces explications, il n'était pas insoutenable, pour la cour cantonale, de considérer que les déclarations subséquentes du recourant, et donc sa version selon laquelle il voulait uniquement commander du 1cP-LSD, n'étaient pas crédibles. Celle-ci a relevé que le recourant n'avait pas expliqué aux policiers qu'il aurait voulu commander une substance proche du LSD, qui était légale, comme le 1cP-LSD, et n'avait pas attiré leur attention sur la nuance entre ces deux produits.”
Tätigkeiten wie das Anpflanzen, Pflegen, Ernten und Trocknen von Cannabis sind nicht notwendigerweise bloss Gehilfenschaft. Solche «Gärtnertätigkeiten» können als derart wesentlicher Beitrag qualifiziert werden, dass die betreffende Person als Hauptbeteiligte gilt und damit die Tatbestände des unbefugten Anbaus und des unbefugten Besitzes nach Art. 19 Abs. 1 BetmG verwirklichen kann.
“________ gemäss Beweisergebnis wusste, dass er in eine illegale THC-Indooranlage investierte, erübrigen sich Ausführungen zu dem seinerseits behaupteten Sachverhaltsirrtum nach Art. 13 Abs. 1 aStGB. Mit Blick auf das Beweisergebnis ist auch die von A.________ geltend gemachte Gehilfenschaft zu verneinen (siehe dazu auch E. II.13.5 hiervor, letzter Absatz). Ohnehin ist unter Berücksichtigung der rechtlichen Ausführungen unter E. III.16.3 hiervor festzuhalten, dass A.________ selbst dann nicht als Gehilfe i.S.v. Art. 25 aStGB zu qualifizieren wäre, wenn er nur die zugestandenen «Gärtnerarbeiten» verrichtet hätte: Wer Cannabisstecklinge anpflanzt, pflegt, erntet und trocknet, unterstützt den Cannabishandel nicht durch einen bloss untergeordneten Tatbeitrag, sondern ist für die Verwirklichung des Delikts derart wesentlich, dass dieses mit ihm steht oder fällt, und damit Hauptbeteiligter. Allein schon mit seinen «Gärtnertätigkeiten» trug A.________ in massgebender Weise zum Betrieb und Erfolg der Hanf-Indooranlage bei und erfüllte er eigenständig die Tatbestände des unbefugten Anbaus (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG) und des unbefugten Besitzes (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) von Cannabis. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann A.________ schliesslich aus dem Umstand, dass T.________ wegen Gehilfenschaft nach Art. 19 Abs. 1 BetmG i.V.m. Art. 25 aStGB verurteilt wurde. Dessen Verurteilung ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und für die Kammer nicht bindend.”
Nach der Rechtsprechung ist der Ausweisungsgrund «Drogenhandel» im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG weit auszulegen. Auch Transport- oder Aufbewahrungshandlungen, die aus rein pekuniären Motiven erfolgen, können hierunter fallen. Ob im arbeitsteiligen Drogenhandel eine Endhandlung vorliegt, ist für die Ausweisungswürdigkeit nicht entscheidend.
“Auch das Bundesgericht hat sich bei Straftaten von Ausländern gegen das Betäubungsmittelgesetz hinsichtlich der Ausweisung zwecks Verhinderung neuer Straftaten zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit wie erwähnt (siehe E. 3.2.1 oben) stets rigoros gezeigt. Der Beschuldigte moniert zwar, dass er lediglich wegen einer Transporthandlung verurteilt werde mithin habe er nicht mit Drogen gehandelt (Berufungsbegründung Rz. 19, Akten S. 1052; Plädoyer Beschuldigter Berufungsverhandlung S. 10, Akten S. 1175). Sein Einwand erweist sich jedoch als unbehelflich. Der Beschuldigte verkennt, dass ihm weder das Strafgericht noch das Appellationsgericht zu Gute gehalten haben, die Betäubungsmittel zum Eigenkonsum in die Schweiz eingeführt zu haben, sondern er den Transport aus rein pekuniären Interessen durchgeführt hat. Wie das Bundesgericht festgehalten hat, ist der Ausweisungsgrund des «Drogenhandels» nach dem Willen des Gesetzgebers in einem weiten Sinne zu verstehen und umfasst sämtliche in Art. 19 Abs. 1 BetmG erfassten Tathandlungen. Ob es im arbeitsteiligen Drogenhandel zu einer Endhandlung kommt, ist nicht von Bedeutung. Daher gilt auch nur schon der unbefugte Besitz bzw. das Aufbewahren von grösseren Mengen an Betäubungsmitteln aus rein pekuniären Motiven im Sinne einer qualifizierten Widerhandlung gegen das BetmG als schwere Straftat, von welcher eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung ausgeht (BGer 6B_1424/2019 vom 15. September 2020 Sachverhalt A., E. 2.4.3 f. sowie E. 3.4.10). Ferner ist zu berücksichtigen, dass die strafrechtliche Vergangenheit des Beschuldigten breitgefächerte Delikte beinhaltet, darunter auch Einschleich- bzw. auch Einbruchdiebstähle, welche innerhalb der Vermögensdelikte erschwerte Taten darstellen und im Übrigen auch Katalogtaten für eine Landesverweisung sind (vgl. Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB). Wie bereits dargelegt, ist dem Beschuldigten eine schlechte Legalprognose zu attestieren. Er ist mehrfach vorbestraft und weder Geldstrafen noch hängige Strafverfahren noch migrationsrechtliche Verwarnungen haben den Beschuldigten davon abgehalten, weiter zu delinquieren.”
Wiederholte oder einschlägige Delinquenz nach Art. 19 Abs. 1 BetmG kann zum Widerruf eines bedingten Vollzugs bzw. einer bedingten Entlassung und zur Anordnung des Vollzugs der Reststrafe führen, insbesondere bei erneuten strafbaren Handlungen im gleichen Deliktsbereich oder während der Probezeit.
“Abteilung, sprach den Beschuldigten am 22. August 2023 der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG schuldig. Es verurteilte ihn zu 160 Tagessätzen zu Fr. 50.– Geldstrafe mit unbedingtem Vollzug. Ausserdem wurde der bedingte Voll- zug einer am 18. April 2018 vom Bezirksgericht Baden verhängten Freiheitsstrafe von 14 Monaten widerrufen. Die beschlagnahmten Betäubungsmittel wurden ein- gezogen und die gesamten Kosten – unter Vornahme einer Kürzung bei der Ent- schädigung des amtlichen Verteidigers – dem Beschuldigten auferlegt (Urk. 44 S. 27 f.).”
“Mit Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 7. Dezember 2022 wurde der Beschuldigte der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG, des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AIG sowie der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig gesprochen. Vom Vorwurf der unerlaubten Verbreitung von Arzneimitteln im Sinne des Heilmittelgesetzes im Sinne von Art. 86 Abs. 1 lit. a HMG wurde der Beschuldigte freigesprochen. Die mit Entscheid des Amts für Justizvollzug des Kantons Zürich vom 25. Juli 2019 für eine Freiheitsstrafe von insgesamt 66 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von 670 Tagen verfügte bedingte Entlassung wurde widerrufen und der Vollzug der Reststrafe von 670 Tagen Freiheitsstrafe angeordnet. Unter Einbezug der durch den Widerruf voll- ziehbar gewordenen Reststrafe wurde er mit einer Gesamtstrafe von 30 Monaten Freiheitsstrafe sowie mit einer Busse von Fr. 1'000.– bestraft, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe nicht aufgeschoben wurde.”
“1 lit. a SVG) sowie Vergehens gegen das BetmG (Art. 19 Abs. 1 BetmG) mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je Fr. 80.–. Gleichzeitig wurde die bedingt vollziehbare Geldstrafe gemäss dem Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 11. November 2011 in dem Sinne widerrufen, als dass diese zu begleichen war. - Mit Strafbefehl des Statthalteramts des Bezirks Zürich vom 30. September 2015 wurde A wegen vorsätzlichen Besitzes und Konsums von Betäubungsmitteln (Art. 19a Ziff. 1 BetmG) mit einer Busse von Fr. 1'000.– bestraft. - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 7. September 2017 wurde A wegen mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzug oder Aberkennung des Ausweises (Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG) und mehrfacher Übertretung nach Art. 19a BetmG mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je Fr. 70.– sowie einer Busse von Fr. 300.– bestraft. - Das Bezirksgericht Zürich verurteilte A mit Urteil vom 3. September 2018 wegen Vergehens gegen das BetmG (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit (Art. 91a Abs. 1 SVG), mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzug oder Aberkennung des Ausweises (Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG), pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall (Art. 92 Abs. 1 SVG), Verletzung der Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 1 SVG) sowie mehrfacher Übertretung nach Art. 19a BetmG zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten, unter Ansetzung einer Probezeit von einem Jahr sowie einer Busse von Fr. 500.-. Hinzu kommen mehrere Strafbefehle der Stadtrichterämter Winterthur und Zürich im Zeitraum von 2017 bis 2021, mit welchen A wegen Widerhandlungen gegen das BetmG und Übertretungen des Personenbeförderungsgesetzes (PBG) zu Bussen verurteilt wurde. B. Mit Verfügungen des Migrationsamts vom 3. März 2006, 22. Mai 2007 sowie 13. März 2015 wurde A ausländerrechtlich verwarnt bzw. ihm der Widerruf der Niederlassungsbewilligung in Aussicht gestellt für den Fall, dass er weiterhin strafrechtlich in Erscheinung treten oder zu anderen berechtigten Klagen Anlass geben sollte; ein gleichlautendes Hinweisschreiben erging am 5.”
“Aus dem aktuellen Strafregisterauszug des Berufungsführers geht hervor, dass er am 20. August 2004 vom Bezirksstrafgericht der Sense wegen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Gefängnisstrafe von 15 Monaten verurteilt wurde. Mit Urteil des Polizeirichters des Sensebezirks vom 1. April 2014 wurde er zudem wegen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz in der Zeitspanne vom 1. Januar 2012 bis 2. Oktober 2012 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten mit einer Probezeit von fünf Jahren verurteilt. Zu diesem Eintrag im Strafregister ist festzustellen, dass dieser falsch und zu korrigieren ist. Gemäss Urteil wurde der Berufungsführer am 1. April 2014 wegen Vergehens, nicht Verbrechens, gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Das vorliegend zu beurteilende Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG wurde begangen zwischen Frühling 2016 und 7. Dezember 2016 und somit noch während der Probezeit. Die ebenfalls zwischen dem 17. April 2016 und November 2016 begangene Übertretung nach Art. 19a Ziff. 1 BetmG kann im Rahmen der Beurteilung des Widerrufs nach Art. 46 Abs. 1 StGB nicht berücksichtigt werden. Seit Ablauf der Probezeit sind weiter noch keine drei Jahre vergangen (Art. 46 Abs. 5 StGB), weshalb ein Widerruf grundsätzlich möglich ist. Es ist somit festzustellen, dass es sich beim Berufungsführer um einen Probezeittäter handelt, welcher während der Probezeit erneut wegen Delikten gegen das Betäubungsmittelgesetz straffällig geworden ist. Der Zeitpunkt und die Art der neuen Delinquenz im einschlägigen Bereich legen eine schlechte Prognose nahe. Seine Vorstrafen und die laufende Probezeit scheinen den Berufungsführer nicht beeindruckt zu haben, was auf eine gewisse Unbelehrbarkeit und Uneinsichtigkeit hindeutet. Die Prognose ist schlecht und es liegen keine besonderen Umstände vor, die ein Absehen vom Widerruf rechtfertigen würden.”
Bei einer sehr umfangreichen Cannabis‑Kultur (im entschiedenen Fall 3'000 Pflanzen) konnten nach der zitierten Rechtsprechung bereits fahrlässige Verhaltensweisen die Eröffnung einer strafrechtlichen Untersuchung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG rechtfertigen. Als konkret beanstandete Nachlässigkeiten werden in der Entscheidung etwa die fehlende Gewissheit über Art/Quelle der Samen, das Nichtprüfen des THC‑Gehalts, das Ungenügende Kontrollieren von Mitbeteiligten sowie die Übertragung von Aussaat/Ernte an unbekannte Personen genannt. Die Entscheidung zeigt, dass solche Fahrlässigkeiten zur Verwirklichung der objektiven Tatbestandsmerkmale und damit zur Einleitung einer Instruktion führen können, obwohl der subjektive Tatbestand im konkreten Fall letztlich Zweifel hervorrief.
“3 En l’espèce, avec le Ministère public, il y a lieu de considérer que l’autorité d’instruction était fondée à ouvrir une enquête pénale à l’encontre de V.________, dès lors que 3'000 plants de chanvre ont été retrouvés dans le local qu’il avait pris en location, qu’il les a lui-même plantés et qu’ils avaient un taux de THC largement supérieur à la limite autorisée. C’est à tort que le Ministère public estime que le comportement de l’intimé s’inscrit en violation de l’art. 8 al. 1 let. d LStup et de la jurisprudence fédérale, selon laquelle il n’est plus nécessaire de démontrer qu’une culture est destinée à l’extraction de stupéfiants pour qu’elle soit illicite. Cette disposition ne consacre pas une norme de comportement et, du reste, l’intimé a été renvoyé pour violation de l’art. 19 al. 1 LStup. Cependant, les motifs ayant conduit à l’acquittement de V.________ (cf. supra consid. 3) sont en substance qu’il existait un doute sur le fait qu’il était conscient ou non que les graines qui lui avaient été vendues n’étaient pas du CBD. Si la question de la négligence ne se pose pas dans le cadre de l’examen de l’art. 19 al. 1 LStup, elle peut en revanche se poser dans le cadre de l’application de l’art. 426 al. 2 CPP. En l’occurrence, l’intimé a effectivement fait preuve de négligence, comme il l’admet du reste lui-même. Pour reprendre les termes du Ministère public, V.________ a fait preuve d’un manque de prudence blâmable en se lançant dans une culture de grande taille, en n’étant pas en mesure d’affirmer que les graines qu’il avait achetées à Barcelone étaient bien des graines de CBD, en s’associant avec une personne dont il ne connaissait rien, en lui confiant la gestion de la mise en terre et de la récolte de sa plantation, en ne vérifiant pas quelles plantes avaient été cultivées dans ses locaux et en ne se renseignant pas sur le taux admissible de THC en Suisse pour rester dans la légalité. Ces négligences ont eu pour conséquence la réalisation des éléments constitutifs objectifs de l’art. 19 al. 1 LStup – et l’ouverture, à juste titre, d’une instruction pénale – même si le prévenu a été libéré, au bénéfice du doute, faute d’élément subjectif.”
“1 ou 2 CPP, il n'y a pas lieu d'octroyer de dépens ou de réparer le tort moral ; en revanche, si l'Etat supporte les frais de la procédure pénale, il ne peut être dérogé au principe du droit à l'indemnisation qu'à titre exceptionnel (ATF 145 IV 268 consid. 1.2 ; ATF 144 IV 207 consid. 1.8.2 ; ATF 137 IV 352 consid. 2.4.2 ; TF 6B_248/2022 du 26 octobre 2022 consid. 1.2). 3.3 En l’espèce, avec le Ministère public, il y a lieu de considérer que l’autorité d’instruction était fondée à ouvrir une enquête pénale à l’encontre de V.________, dès lors que 3'000 plants de chanvre ont été retrouvés dans le local qu’il avait pris en location, qu’il les a lui-même plantés et qu’ils avaient un taux de THC largement supérieur à la limite autorisée. C’est à tort que le Ministère public estime que le comportement de l’intimé s’inscrit en violation de l’art. 8 al. 1 let. d LStup et de la jurisprudence fédérale, selon laquelle il n’est plus nécessaire de démontrer qu’une culture est destinée à l’extraction de stupéfiants pour qu’elle soit illicite. Cette disposition ne consacre pas une norme de comportement et, du reste, l’intimé a été renvoyé pour violation de l’art. 19 al. 1 LStup. Cependant, les motifs ayant conduit à l’acquittement de V.________ (cf. supra consid. 3) sont en substance qu’il existait un doute sur le fait qu’il était conscient ou non que les graines qui lui avaient été vendues n’étaient pas du CBD. Si la question de la négligence ne se pose pas dans le cadre de l’examen de l’art. 19 al. 1 LStup, elle peut en revanche se poser dans le cadre de l’application de l’art. 426 al. 2 CPP. En l’occurrence, l’intimé a effectivement fait preuve de négligence, comme il l’admet du reste lui-même. Pour reprendre les termes du Ministère public, V.________ a fait preuve d’un manque de prudence blâmable en se lançant dans une culture de grande taille, en n’étant pas en mesure d’affirmer que les graines qu’il avait achetées à Barcelone étaient bien des graines de CBD, en s’associant avec une personne dont il ne connaissait rien, en lui confiant la gestion de la mise en terre et de la récolte de sa plantation, en ne vérifiant pas quelles plantes avaient été cultivées dans ses locaux et en ne se renseignant pas sur le taux admissible de THC en Suisse pour rester dans la légalité.”
Bei qualifiziertem bzw. für rein pécuniares Handel betriebenem Drogenhandel (z. B. grösse-re Mengen, kommerzielles Vorgehen) können die Behörden trotz bedingter Freiheitsstrafen mehrjährige Ausweisungen bzw. SIS‑Eintragungen anordnen; solche Taten werden nach Auffassung des Bundesgerichts als schwere Delikte i.S. von Art. 19 Abs. 1 eingestuft.
“Un ressortissant d'un État tiers peut en effet obtenir un titre de séjour d'un État Schengen si celui-ci considère, après consultation entre États, que l'inscription ne fait pas obstacle à l'octroi d'une telle autorisation, par exemple au titre du regroupement familial. Il importe néanmoins de procéder à l'inscription pour informer les États membres de l'existence d'une condamnation (arrêts du Tribunal fédéral 6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.3 et 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.2.5). Dans deux récents arrêts (6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.4 et 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.4.1), le Tribunal fédéral a confirmé les décisions cantonales d'inscrire dans le SIS l'expulsion des recourants d'une durée de cinq et huit ans, lesquels avaient été condamnés à 16 mois, respectivement 24 mois, de peine privative de liberté, avec sursis, pour infraction grave à la LStup (trafic et possession de cocaïne). Dans le premier arrêt cité, le Tribunal fédéral a considéré que les conditions étaient remplies compte tenu du trafic portant sur environ 35 grammes de chlorhydrate de cocaïne pure, de la peine menace de l'infraction qualifiée retenue, laquelle était d'une certaine gravité, et des antécédents spécifiques de la recourante (art. 19 al. 1 LStup). Dans le second arrêt, le Tribunal fédéral est arrivé à la même conclusion, alors que le recourant, ressortissant guinéen, qui s'était livré pendant plus de deux ans au trafic de cocaïne auprès de différents consommateurs, résidait de manière légale en Suisse depuis 2005 et était père de deux filles mineures, l'une de nationalité néerlandaise et l'autre guinéenne, domiciliée chacune dans leur pays respectif avec leur mère. Il appartenait en effet aux autorités néerlandaises de décider si, malgré le signalement de l'expulsion suisse dans le SIS, le recourant devait se voir délivrer une autorisation pour visiter sa fille. À ces deux occasions, le Tribunal fédéral a rappelé que le trafic de drogue qualifié pour des motifs purement pécuniaires était considéré comme une infraction grave, représentant une menace sérieuse pour l'ordre public (cf. ATF 139 I 145 consid. 2.5 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.4 ; 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.4.1). 3.”
Liegt Berufsmässigkeit vor, ist die seit dem 1. Juli 2011 eingeführte mildernde Umstandsregelung des Art. 19 Abs. 3 bei der Strafzumessung für den gesamten Handel zu prüfen und — sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind — auf das gesamte Verhalten anzuwenden.
“En l’occurrence, deux des infractions commises (soit l’infraction qualifiée à la loi sur les stupéfiants et celle à la loi sur les produits thérapeutiques) l’ont été par métier, tant sous l’empire de l’ancien que du nouveau droit des sanctions (soit avant et dès le 1er janvier 2018). Elles ne peuvent toutefois par définition faire l’objet que d’une seule peine privative de liberté chacune, en raison de l’aggravante du métier. Partant, et quand bien même il ne s’agit pas d’infractions continues, elles doivent se voir appliquer le nouveau droit, tant il est exclu d’appliquer à une partie des actes commis (soit celle postérieure au 31 décembre 2017) un droit qui n’était plus en vigueur au moment où ils ont été commis. Cela implique par ailleurs sans autres réflexions supplémentaires la prise en considération, pour l’entier du trafic, de la circonstance atténuante de l’art. 19 al. 3 LStup, introduite le 1er juillet 2011, si les conditions en sont réunies dans le cas d’espèce. Pour le surplus, le nouveau droit des sanctions sera appliqué à toutes les autres infractions, dont le cadre légal n’a pas changé, en particulier l’infraction de l’art. 96 al. 2 de la loi sur la circulation routière. On précisera encore, s’agissant de l’infraction à la loi sur les produits thérapeutiques, qu’il sera cependant tenu compte du fait que l’ancien cadre légal (soit celui de la disposition dans sa teneur antérieure au 1er janvier 2019 [art. 86 al. 2 aLPTh]) est plus favorable et qu’il convient de l’appliquer.”
Bei mehreren parallelen Beteiligungen können mehrere Gehilfenschaftstatbestände geprüft und verwertet werden; die Rechtsprechung geht von mehrfachem Gehilfenschaftshandeln aus.
“der Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie mit Art. 25 StGB schuldig zu spre- chen. - 32 - 3.Mehrfache Gehilfenschaft zur qualifizierten Widerhandlung gegen das Be- täubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. b und c BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie mit Art. 25 StGB 3.1.Weiter hat die Vorinstanz zur objektiven Hinsicht richtig erwogen, dass die Beschuldigte mit folgenden Handlungen Hilfe zur Einfuhr der Betäubungsmittel in die Schweiz bzw. deren Verkauf leistete: Sie mietete unter Anklageziffer”
Bei Verurteilung wegen Art. 19 Abs. 2 BetmG führt dies für ausländische Täter grundsätzlich zur obligatorischen Landesverweisung gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB für eine Dauer von fünf bis fünfzehn Jahren. Von der Anordnung kann nur ausnahmsweise abgesehen werden, wenn kumulativ ein schwerer persönlicher Härtefall nach Art. 66a Abs. 2 StGB vorliegt und das öffentliche Interesse an der Verweisung den privaten Interessen des Ausländers nicht überwiegt; die Härtefallklausel ist restriktiv anzuwenden.
“Gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB verweist das Gericht den Ausländer, der wegen Widerhandlungen gegen Art. 19 Abs. 2 BetmG verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für 5-15 Jahre aus der Schweiz. Die Landesverweisung ist grundsätzlich obligatorisch und unabhängig von der konkreten Tatschwere anzuordnen (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 332 E. 3.1). Von ihr kann nur "ausnahmsweise" unter den kumulativen Voraussetzungen abgesehen werden, dass sie (1.) einen schweren persönlichen Härtefall bewirken würde und (2.) die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen des Ausländers am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen (Art. 66a Abs. 2 Satz 1 StGB; sog. Härtefallklausel). Dabei ist der besonderen Situation von Ausländern Rechnung zu tragen, die in der Schweiz geboren oder aufgewachsen sind (Art. 66a Abs. 2 Satz 2 StGB). Die Härtefallklausel von Art. 66a Abs. 2 StGB dient der Umsetzung des Verhältnismässigkeitsprinzips (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV). Sie ist restriktiv anzuwenden (BGE 146 IV 105 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung lässt sich zur kriteriengeleiteten Prüfung des Härtefalls im Sinn von Art.”
“Aux termes de l'art. 66a al. 1 let. o CP, le juge expulse de Suisse l'étranger qui est condamné notamment pour infraction à l'art. 19 al. 2 LStup, quelle que soit la quotité de la peine prononcée à son encontre, pour une durée de cinq à quinze ans. En l'espèce, la recourante, de nationalité kosovare et reconnue coupable d'infraction grave à la LStup, remplit a priori les conditions d'une expulsion, sous la réserve d'une application de l'art. 66a al. 2 CP, voire également des normes de droit international.”
“Rechtliche Grundlagen Das Gericht verweist den Ausländer, der wegen Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 2 BetmG verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für 5-15 Jahre aus der Schweiz (Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB). Von der Anordnung der Landesverweisung kann nur ausnahmsweise unter den kumulativen Voraussetzungen abgesehen werden, dass sie (1.) einen schweren persönlichen Härtefall bewirken würde und (2.) die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen des Ausländers am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen. Dabei ist der besonderen Situation von Ausländern Rechnung zu tragen, die in der Schweiz geboren oder aufgewachsen sind (Art. 66a Abs. 2 StGB; sog. Härtefallklausel). Die Härtefallklausel ist restriktiv anzuwenden. Ob ein schwerer persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB vorliegt, bestimmt sich anhand der gängigen Integrationskriterien. Zu berücksichtigen sind namentlich der Grad der (persönlichen und wirtschaftlichen) Integration, einschliesslich familiäre Bindungen des Ausländers in der Schweiz bzw. in der Heimat, die Aufenthaltsdauer, der Gesundheitszustand und die Resozialisierungschancen (BGE 146 IV 105 E.”
Das "Aufbewahren" i.S.v. Art. 19 Abs. 1 BetmG kann sowohl als Synonym für das In-der-Wohnung-Haben/unbefugten Besitz verstanden werden als auch in Konstellationen eigenständige Bedeutung erlangen, in denen jemand Betäubungsmittel für Dritte verwahrt (z. B. weil diese in einem verschlossenen Behälter liegen). Ob das Aufbewahren als blosser Besitz oder als eigenständige Tathandlung zu qualifizieren ist, ist anhand des konkreten Sachverhalts zu prüfen (insbesondere Erwähnung Dritter oder Anhaltspunkte für Konsum‑/Verkaufsabsicht). Zudem ist zu beachten, dass Aufbewahren häufig im unbefugten Besitz enthalten sein kann.
“Es ist zunächst die Formulierung der Staatsanwaltschaft auszulegen, wonach der Beschuldigte sowohl die am 14. November 2016 als auch die am 16. Mai 2017 in seiner Wohnung sichergestellten Betäubungsmittel in seiner Wohnung «aufbewahrte». Es trifft zu, dass Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG sowohl das unbefugte Besitzen als auch das Aufbewahren als mögliche Begehungsweise nennt. Ein Täter kann für einen Dritten Betäubungsmittel aufbewahren, ohne dass er selbst darüber verfügen kann ‒ etwa weil sie sich in einem verschlossenen Behälter befinden ‒, und dem Aufbewahren kann in einer solchen Konstellation eigenständige Bedeutung zukommen. Ebenso wie das Lagern (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG) ist das Aufbewahren im unbefugten Besitz jedoch meistens enthalten (Fingerhut/Schlegel/Jucker, Kommentar BetmG, 3. Auflage 2016, Art. 19 N 76). Vorliegend ergibt sich aus dem Zusammenhang klar, dass das Aufbewahren lediglich das «In-der-Wohnung-Haben» zum Ausdruck bringen will und keinen fremden Besitz. Der Verteidiger selbst hat zu Recht festgehalten, dass es für eine solche Auslegung eines Dritten bedürfte, der in der Anklageschrift jedoch nicht erwähnt wird. Zudem wird geschildert, dass der Beschuldigte die «aufbewahrten» Betäubungsmittel jeweils zu einem kleinen Teil für den eigenen Konsum vorgesehen habe und beabsichtigt habe, den Rest gewinnbringend weiterzuverkaufen. Dass das «Aufbewahren» in diesem Kontext als Synonym für Besitz zu verstehen ist, ist somit klar ersichtlich und von der Vorinstanz korrekt so interpretiert worden.”
“72 Gramm Kokain-Reinsubstanz) an seinen Vermieter C._____ als ein Delikt bzw. Verbrechen nach Art. 19 Abs. 2 lit. a - 8 - BetmG angeführt. Die Verteidigung wies an der Hauptverhandlung vor Vorinstanz darauf hin, dass die Anklagepunkte der Aufbewahrung für B._____ und der Über- gabe an C._____ zwei verschiedene Tathandlungen bzw. Lebensvorgänge beträ- fen (Urk. 43 S. 4). Die Vorinstanz folgte dieser Ansicht (Urk. 54 S. 19 f.). Die Beur- teilung der Verteidigung und der Vorinstanz ist richtig, es handelt sich um zwei voneinander unabhängige Tathandlungen und Lebensvorgänge. Wiederum eine andere Tathandlung betrifft den Konsum und Besitz von Kokain zum Eigenkon- sum (Übertretung nach Art. 19a Ziff. 1 BetmG; vgl. Urk. 23 S. 2 f.). Vorweg ist da- her festzustellen, dass das vorinstanzliche Urteil bezüglich der Dispositiv-Ziffer 1 teilweise, nämlich hinsichtlich der vom Anklagepunkt und Schuldspruch wegen Verbrechens gegen das BetmG auch vom Sachverhalt her unabhängigen Schuldsprüche wegen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sowie mehrfacher Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG (Dispositivziffer 1 Absätze bzw. Spiegelstriche 2 und 3) in Rechtskraft erwachsen ist (Art. 404 StPO). Rechtskräftig ist das vorinstanzliche Urteil ferner hinsichtlich der Be- schlagnahmungen (Dispositivziffern 6 und 7), der Vernichtung der DNA-Spuren und Spurenträger (Dispositivziffer 8) sowie hinsichtlich der Kostenfestsetzung (Dispositivziff er 9). III. 1. In der Anklage wird dem Beschuldigten darüber hinaus vorgeworfen, er habe am 23. Mai 2021 insgesamt 39.1 Gramm Kokaingemisch (Reinheitsgehalt 84%, demnach 32.7 Gramm Kokain-Reinsubstanz) von B._____ entgegengenommen, diese Drogenmenge für diesen dann in seiner Wohnung an der ...-strasse ... in D._____ aufbewahrt und am 7. Juni 2021 an B._____ retourniert, obwohl er tat- sächlich gewusst habe, dass die in Frage stehende Drogenmenge nach der Art des Betäubungsmittels geeignet gewesen sei, eine gesundheitliche Gefahr für viele Menschen zu schaffen. 2.”
“Zudem handelt es sich beim Aufbewahren für Dritte im Vergleich zum Aufbewahren für den Eigenbedarf und Eigenkonsum auch um derart unterschiedliche Tathandlun- gen, dass eine Tateinheit im Ergebnis sowohl zeitlich als auch qualitativ nicht be- gründbar ist. Dabei ist entgegen den Vorbringen der Verteidigung (Urk. 57 S. 8) im Rahmen der rechtlichen Würdigung unerheblich, ob sich dies zugunsten oder zu ungunsten der Beschuldigten auswirkt. Nachdem sich in Dossier 6 und Dossier 7 jeweils lediglich ein Besitz von Amphe- taminen zum Eigenkonsum erstellen liess, ist die Beschuldigte diesbezüglich – zusätzlich zum vorinstanzlichen Schuldspruch der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG – zweier (weiterer) Übertretungshandlungen im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig zu spre- chen. Hinsichtlich Dossier 10 kann uneingeschränkt auf die vorinstanzlichen Ausführun- gen verwiesen werden (Urk. 38 S. 20; Art. 82 Abs. 4 StPO). Entsprechend ist die Beschuldigte diesbezüglich des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss dessen Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG schuldig zu sprechen.”
Aufeinanderfolgende Teilakte desselben Drogengeschäfts bilden nach der Rechtsprechung und Kommentarliteratur eine einzige Bewertungseinheit; sie sind als eine Tat zu behandeln, sodass nur ein Schuldspruch ergeht und keine Strafschärfung nach Art. 49 StGB wegen Mehrfachbestrafung erfolgen darf.
“Sämtliche im Rahmen ein und desselben Drogengeschäfts aufeinander folgende Teilakte stellen stets nur eine Straftat dar. Es handelt sich um verschiedene Angriffe auf das gleiche Rechtsgut. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer sogenannten Bewertungseinheit (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 164 zu Art. 19 BetmG). Dies hat zur Folge, dass trotz der verschiedenen Handlungen nur ein Schuldspruch ergeht, auch wenn in einem Strafurteilsdispositiv die verschiedenen Straftatbestände von Art. 19 Abs. 1 BetmG einzeln aufgeführt werden. Dies darf jedoch keine höhere Strafe im Sinne von Art. 49 StGB zur Folge haben, weil eine Tateinheit vorliegt (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 16 f. und 168 zu Art. 19 BetmG). In der Literatur wird folgende Konkurrenzausscheidung vorgenommen: Besitz ist als Auffangtatbestand subsidiär zu anderen Erwerbs- und Weitergabehandlungen. Das Anstaltentreffen wird durch alle anderen Tathandlungen konsumiert (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 17 zu Art. 19 BetmG). Frühere Entwicklungsstufen der deliktischen Tätigkeit wie ein vorangehender Erwerb und die Beförderung der zur Veräusserung bestimmten Drogen sind von einem Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung nicht erfasst. Das hat zur Folge, dass neben dem Schuldspruch für den Erwerb ein selbstständiger Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung zu ergehen hat. Der mehrfache Schuldspruch darf dabei nicht zu einer Strafschärfung i.S.v. Art. 49 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) führen, weil sonst das Anstaltentreffen zur Veräusserung härter bestraft würde, als die erfolgreiche Veräusserung, bei der dann eine Konsumtion vorangehender Erwerbs- und Beförderungshandlungen vorläge (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 163 zu Art. 19 BetmG m.w.H.).”
Als Veräussern/‘Verschaffen’ im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG gilt jede vorsätzliche Übertragung der Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person, unabhängig vom Rechtsgrund. Hierunter fallen Verkauf, Tausch, Schenkung sowie die unentgeltliche oder auf Kredit bzw. Naturalgegenleistung erfolgende Abgabe; auch ein stellvertretender Verkauf ist tatbestandsmässig. Für die Tatbestände des Art. 19 Abs. 1 genügt Eventualvorsatz.
“Bei Gras oder Haschisch handelt es sich um Betäubungsmittel im Sinne von Art. 2 Abs. 1 lit. a BetmG (vgl. Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 2016, Art. 2 N 39 ff.). Der Beschuldigte hat somit die Betäubungsmittel an H.________ veräussert, indem «der Veräusserer seine eigene bisherige Verfügungsmacht und Tatherrschaft über Betäubungsmittel aufgibt und diese auf eine andere Person überträgt» (Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz, 2015, Art. 19 N 412). Dass der Abnehmer den Beschuldigten nicht sofort bezahlt hat, ist vorliegend irrelevant – der Beschuldigte hat die Betäubungsmittel «auf Kredit» veräussert und damit den objektiven Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG erfüllt. Gemäss Beweisergebnis ist erstellt, dass der Beschuldigte eine unbekannte Menge Marihuana an L.________ abgab und dafür bei anderer Gelegenheit von diesem Marihuana erhielt. Insofern bestand die Gegenleistung der Veräusserung ebenfalls in Form von Gras. Der Beschuldigte hat damit den objektiven Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG erfüllt. Schliesslich handelte der Beschuldigte vorsätzlich. Hinsichtlich der Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG ist festzuhalten, dass der Beschuldigte”
“Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG). Das Inverkehrbringen umfasst das Vertreiben und Abgeben von Betäubungsmitteln. Zu den Abgabehandlungen zählt auch die Schenkung (Hug-Beeli, Basler Kommentar BetmG, 2016, Art. 19 N. 502 ff. mit Hinweisen).”
“Auch derjenige, der die Betäubungsmittel in Form eines Tausches unentgeltlich erwirbt oder sich schenken lässt, erfüllt den Tatbestand. Erforderlich ist jedoch immer, dass der Täter durch die Handlung die tatsächliche Gewalt über das Betäubungsmittel erhält (Fingerhut/Schlegel/Jucker, a.a.O. N 77 zu Art. 19). Als Veräussern im Sinne von Buchstabe c dieses Artikels gilt jede vorsätzliche Übertragung der Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person, wobei der Rechtsgrund dabei nicht massgebend ist. Damit ist insbesondere auch die Tatalternative des Verkaufens erfasst. Ob die Veräusserung auf eigene Rechnung oder für einen anderen erfolgt, spielt hingegen keine Rolle, sodass der Verkauf von Betäubungsmitteln stellvertretend für einen Dritten ebenfalls tatbestandsmässig ist. Die Veräusserung umfasst auch das Abgeben. Diese Handlung besteht im unbefugten und unentgeltlichen Einräumen der Verfügungsgewalt seitens des Täters an einen anderen durch körperliche Überlassung von Betäubungsmitteln (Fingerhut/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 52 ff. zu Art. 19). Subjektiv verlangen die Tatbestände von Art. 19 Abs. 1 BetmG Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt (Fingerhut/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 114 zu Art. 19). Die Erwerbshandlungen sind subsidiär zu den zeitlich daran anschliessenden Weitergabehandlungen (Fingerhut/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 157 zu Art. 19). Die Tathandlungen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG (Anstalten treffen) werden durch die Tathandlungen der Buchstaben a bis f konsumiert (Fingerhut/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 162 zu Art. 19). Gemäss dem qualifizierten Tatbestand nach Absatz 2 wird mit Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr bestraft, wer (unter anderem) weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Buchstabe”
In den zitierten Entscheidungen wurde die vorprozessuale Untersuchungshaft auf die verhängte Freiheitsstrafe nach Art. 19 Abs. 1 BetmG angerechnet.
“Erwägungen des vorliegenden Entscheids eingegangen. A.b Mit nämlichem Urteil wurde ebenso der Mitbeschuldigte B. der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von acht Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie unter Anrechnung der vom 24. Juli 2020 bis zum 1. Oktober 2020 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 69 Tagen, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB und Art. 51 StGB. Vom Vorwurf des Betäubungsmittelkonsums in der Schweiz im Zeitraum vom 22. Februar 2020 bis zum 9. Mai 2020 wurde B. freigesprochen. Des Weiteren wurde das Verfahren gegen B. betreffend Betäubungsmittelkonsum im Zeitraum vom 10. Mai 2020 bis zum 24. Juli 2020 in Anwendung von Art. 19a Ziff. 2 BetmG eingestellt. Sodann wurde auf die Anordnung einer Landesverweisung gemäss Art. 66abis StGB verzichtet (Dispositiv-Ziffer I). A.c Gleichermassen wurde C. der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von sieben Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie unter Anrechnung der vom 24. Juli 2020 bis zum 19. August 2020 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 26 Tagen, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art.”
Qualifizierte Drogendelikte können in der Praxis zu weiteren strafrechtlichen Verurteilungen (etwa wegen qualifizierter Geldwäscherei) sowie zu administrativen Folgen wie Landesverweisung und Eintragung im Schengener Informationssystem (SIS) führen. Die Rechtsprechung qualifiziert auch Vermittlungs- oder Gefälligkeitshandlungen als qualifiziert, wenn die Menge und/oder die Reinheit der Betäubungsmittel erheblich sind.
“Abtei- lung, vom 20. April 2023 bezüglich der Dispositivziffer 6 (Einziehung und Vernichtung der Betäubungsmittel und -utensilien) in Rechtskraft erwachsen ist. 2.Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. Es wird erkannt: 1.Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie der qualifizierten Geldwäscherei im Sinne von Art. 305 bis Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 305 bis Ziff. 2 lit. c StGB. 2.Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren, wo- von 625 Tage durch Untersuchungshaft und vorzeitigen Strafvollzug bis und mit heute erstanden sind. 3.Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB für 7 Jahre des Landes verwiesen. - 42 - 4.Es wird die Ausschreibung der Landesverweisung (Einreise- und Aufent- haltsverweigerung) im Schengener Informationssystem angeordnet. 5.Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 5. August 2022 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse Zürich lagernde Barschaft in der Höhe von Fr. 1'330.– wird zur teilweisen Deckung der Ver- fahrenskosten verwendet. 6.Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 8–11) wird bestätigt. 7.Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: Fr. 4'000.– ; die weiteren Kosten betragen: Fr.”
“Un ressortissant d'un État tiers peut en effet obtenir un titre de séjour d'un État Schengen si celui-ci considère, après consultation entre États, que l'inscription ne fait pas obstacle à l'octroi d'une telle autorisation, par exemple au titre du regroupement familial. Il importe néanmoins de procéder à l'inscription pour informer les États membres de l'existence d'une condamnation (arrêts du Tribunal fédéral 6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.3 et 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.2.5). Dans deux récents arrêts (6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.4 et 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.4.1), le Tribunal fédéral a confirmé les décisions cantonales d'inscrire dans le SIS l'expulsion des recourants d'une durée de cinq et huit ans, lesquels avaient été condamnés à 16 mois, respectivement 24 mois, de peine privative de liberté, avec sursis, pour infraction grave à la LStup (trafic et possession de cocaïne). Dans le premier arrêt cité, le Tribunal fédéral a considéré que les conditions étaient remplies compte tenu du trafic portant sur environ 35 grammes de chlorhydrate de cocaïne pure, de la peine menace de l'infraction qualifiée retenue, laquelle était d'une certaine gravité, et des antécédents spécifiques de la recourante (art. 19 al. 1 LStup). Dans le second arrêt, le Tribunal fédéral est arrivé à la même conclusion, alors que le recourant, ressortissant guinéen, qui s'était livré pendant plus de deux ans au trafic de cocaïne auprès de différents consommateurs, résidait de manière légale en Suisse depuis 2005 et était père de deux filles mineures, l'une de nationalité néerlandaise et l'autre guinéenne, domiciliée chacune dans leur pays respectif avec leur mère. Il appartenait en effet aux autorités néerlandaises de décider si, malgré le signalement de l'expulsion suisse dans le SIS, le recourant devait se voir délivrer une autorisation pour visiter sa fille. À ces deux occasions, le Tribunal fédéral a rappelé que le trafic de drogue qualifié pour des motifs purement pécuniaires était considéré comme une infraction grave, représentant une menace sérieuse pour l'ordre public (cf. ATF 139 I 145 consid. 2.5 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.4 ; 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.4.1). 3.”
“Damit kann sich die auszusprechende Strafe nicht mehr unmittelbar an der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestgrenze von ei- nem Jahr bewegen. Immerhin ist zu seinen Gunsten davon auszugehen, dass der Beschuldigte das Kokain aus reiner Gefälligkeit gegenüber D._____ vermittelte, ohne davon finanziell selbst zu profitieren. Daran ändert wenig, dass ihm D._____ vielleicht eine kleine Portion zum gemeinsamen Konsum vor Ort geschenkt hätte. Aufgrund der Menge von über 60 Gramm und des sehr hohen reinen Wirkstoffge- haltes nahm der Beschuldigte in Kauf, dass D._____ einen Teil veräussert hätte, allenfalls vorgängig auch gestreckt hätte. Daran ändert nichts, wenn er davon ausging, dass D._____ einen Teil selbst konsumiert hätte. Auch aus diesem Grund bleibt es – wie bereits ausgeführt – bei der Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG. Eine Strafe im Bereich von 15 Monaten für das noch leichte Tat- verschulden ist angemessen. Die Verteidigung bringt vor, Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG sehe bei einer Verurteilung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG (Anstalten treffen) ausdrücklich eine fa- kultative Strafmilderung vor. Eine Abweichung von dieser Kannvorschrift sei ge- mäss Lehre zu begründen (Urk. 103 S. 30). Nachdem der Beschuldigte alles nach seiner Vorstellung Notwendige unternommen hat, um den Drogendeal zu organi- si eren und durchzuführen, ist es nicht sein Verdienst, dass dieser nicht zum ord- - 13 - nungsgemässen Abschluss gekommen ist. Entsprechend ist eine Strafmilderung vorliegend nicht angezeigt. Den Akten ist nicht zu entnehmen, dass die Vermittlungshandlung des Beschul- digten in irgendeinem Zusammenhang mit seiner Alkoholsucht oder Persönlich- keitsstörung stand. Deshalb kann auch – entgegen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 103 S. 30) – nicht von einer verminderten Schuldfähigkeit ausgegangen werden. Die Verteidigung wendet sodann ein, dass die Vorinstanz das Geständ- nis des Beschuldigten nicht berücksichtigt oder zumindest nicht erwähnt habe (Urk.”
Bereitstellen von Infrastruktur oder Räumlichkeiten kann je nach Bedeutung des Beitrags als Gehilfenschaft oder als Hauptbeteiligung qualifiziert werden: Vermietung bzw. Bereitstellung von Räumen kann Hilfe zur Einfuhr/Veräusserung darstellen; Tätigkeit, die für Betrieb und Erfolg der Anlage in massgebender Weise ist, kann hingegen als Hauptbeteiligung (Täterschaft) gewertet werden.
“der Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie mit Art. 25 StGB schuldig zu spre- chen. - 32 - 3.Mehrfache Gehilfenschaft zur qualifizierten Widerhandlung gegen das Be- täubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. b und c BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie mit Art. 25 StGB 3.1.Weiter hat die Vorinstanz zur objektiven Hinsicht richtig erwogen, dass die Beschuldigte mit folgenden Handlungen Hilfe zur Einfuhr der Betäubungsmittel in die Schweiz bzw. deren Verkauf leistete: Sie mietete unter Anklageziffer”
“________ gemäss Beweisergebnis wusste, dass er in eine illegale THC-Indooranlage investierte, erübrigen sich Ausführungen zu dem seinerseits behaupteten Sachverhaltsirrtum nach Art. 13 Abs. 1 aStGB. Mit Blick auf das Beweisergebnis ist auch die von A.________ geltend gemachte Gehilfenschaft zu verneinen (siehe dazu auch E. II.13.5 hiervor, letzter Absatz). Ohnehin ist unter Berücksichtigung der rechtlichen Ausführungen unter E. III.16.3 hiervor festzuhalten, dass A.________ selbst dann nicht als Gehilfe i.S.v. Art. 25 aStGB zu qualifizieren wäre, wenn er nur die zugestandenen «Gärtnerarbeiten» verrichtet hätte: Wer Cannabisstecklinge anpflanzt, pflegt, erntet und trocknet, unterstützt den Cannabishandel nicht durch einen bloss untergeordneten Tatbeitrag, sondern ist für die Verwirklichung des Delikts derart wesentlich, dass dieses mit ihm steht oder fällt, und damit Hauptbeteiligter. Allein schon mit seinen «Gärtnertätigkeiten» trug A.________ in massgebender Weise zum Betrieb und Erfolg der Hanf-Indooranlage bei und erfüllte er eigenständig die Tatbestände des unbefugten Anbaus (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG) und des unbefugten Besitzes (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) von Cannabis. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann A.________ schliesslich aus dem Umstand, dass T.________ wegen Gehilfenschaft nach Art. 19 Abs. 1 BetmG i.V.m. Art. 25 aStGB verurteilt wurde. Dessen Verurteilung ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und für die Kammer nicht bindend.”
“Am 25. September 2018 hat der Beschuldigte C._____ zusammen mit dem Beschuldigten A._____ mehrere Kilogramm Marihuana von der Hanfanlage I._____ abtransportiert. Das in Verkehr bringen von Drogen ist im Gesetz als selbstständiger Straftatbestand bzw. verbotene Handlung umschrieben. Der Be- schuldigte C._____ ist daher diesbezüglich als Mittäter einzustufen. Er hat sich damit des Vergehens gegen Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG schuldig gemacht. Auch hier gilt, dass er damit, selbst wenn man das Vorliegen einer Bande bejahen wür- de, keine Tathandlungen begangen hat, welche den gesamten Umsatz erwirkten. Der Umsatz der Hanfanlage I._____, der ohnehin nicht als gross im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG zu qualifizieren ist, ist ihm daher jedenfalls nicht anzu- rechnen.”
Wer eine der in Art. 19 bezeichneten tatbestandlichen Handlungen im Sinne von Art. 19 selbst ausführt, gilt als Täter. Eine Teilnahme im Sinne klassischer Komplizenschaft kommt nur in engen Fällen in Betracht, namentlich dann, wenn die geleistete Hilfe eine bloss nebengeordnete Unterstützung eines fremden Hauptakts darstellt und die unterstützende Handlung ihrerseits nicht bereits selbst vom Tatbestand erfasst ist.
“e) En matière d’infractions à l’article 19 LStup, dès que le prévenu accomplit l’un des actes visés par cette disposition, il est l’auteur de l’infraction, une participation à un autre titre, telle une complicité, n’entrant pas en ligne de compte (ATF 133 IV 187 cons. 3.2 p. 193). La LStup ne laisse une place à la complicité que lorsque l’assistance porte sur l’acte d’un autre, présente un caractère accessoire et ne constitue pas en elle-même une infraction définie comme telle expressément par la loi, c’est-à-dire qu’elle ne tombe pas non plus sous le coup de l’article 19 ch. 1 al. 6 aLStup ou de l’article 19 al. 1 let. g LStup (ATF 115 IV 59 cons. 3 p. 61 ; arrêt du TF du 05.01.2009 [6B_325/2008] cons. 5). Tel est par exemple le cas de celui qui met à disposition un véhicule pour le transport de stupéfiants ou qui aménage une cachette à cette fin dans un véhicule. Le complice doit favoriser intentionnellement la commission de l’acte punissable par autrui, ce qui suppose qu’il connaisse, au moins dans les grandes lignes, l’infraction principale projetée (Corboz, les infractions en droit suisse, 3ème éd., Berne, 2010, n°137 ad art. 19 LStup). 7. En l’occurrence, le prévenu a, à tout le moins, entre Morteau et la douane du Col-France près du Locle, entrepris un voyage comme conducteur d’une voiture permettant ainsi que l’un de ses passagers puisse importer en Suisse 218.5 grammes de cocaïne pure. Ce comportement réalise les éléments constitutifs objectifs de l’article 19 al. 1 let. b LStup, ainsi que l’une des hypothèses du cas grave au sens de l’article 19 al. 2 let. a LStup. D’un point de vue subjectif, le prévenu a prétendu pour sa défense qu’il avait ignoré que B.________ transportait de la cocaïne. La Cour pénale a retenu, en se fiant aux premières déclarations de B.________, jugées plus crédibles sur ce point, que le prévenu savait qu’il transportait de la cocaïne à tout le moins depuis Morteau, au retour d’un premier passage de la douane, lors duquel B.________ le lui avait dit. Ni B.________, qui croyait transporter environ 100 grammes de cocaïne – ce qui représente déjà cinq fois la limite du cas grave –, ni le prévenu à qui B.”
Nach der bundesgerichtlichen Praxis und entsprechender Lehre gelten Lieferanten und ihre Abnehmer im Betäubungsmittelhandel typischerweise als Akteure unterschiedlicher Hierarchiestufen; deshalb wird zwischen ihnen in der Regel keine Mittäterschaft angenommen. Wer selbst alle Merkmale eines der in Art. 19 Abs. 1 BetmG genannten Tatbestände erfüllt (z.B. unbefugter Erwerb/Weiterverkauf nach lit. d), gilt als Täter und nicht als Mittäter des Lieferanten. Entsprechend bleibt für viele Unterstützungs- oder Mitwirkungsformen wenig Raum für die klassische Figur der Gehilfenschaft; ebenso werden etwa Kuriere, die primär durch Transporthandlungen zur Tat beitragen, regelmässig als Täter der einschlägigen Tatbestände und nicht bloss als Gehilfen betrachtet.
“Dans les rapports « fournisseur-revendeur », par exemple, la jurisprudence n'admet l'existence de coactivité que dans les cas où le revendeur dépend essentiellement de son fournisseur pour autre chose que le simple achat de la marchandise ou s'il agit selon les instructions de ce dernier, et qu'il n'a donc pas la maîtrise exclusive des (re)ventes qu'il effectue (v. ATF 118 IV 397 consid. 2c avec d'autres références). Les coauteurs au sens de l'art. 33 al. 2 CPP sont en règle générale des personnes actives dans le trafic de drogue au même niveau hiérarchique (v. décisions du Tribunal pénal fédéral BG.2019.23 du 7 juin 2019 consid. 2.3; BG.2005.15 du 16 juin 2005 consid. 3.1 et 3.2). Celui qui achète des stupéfiants est en principe (uniquement) l'auteur de l'infraction au sens de l'art. 19 al. 1 let. d LStup et non pas, en même temps, le coauteur du vendeur au sens de l'al. 1 let. c de cette disposition. Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, cela vaut également lorsqu'il revend de son côté les drogues pour son propre compte. Étant donné que dans l'art. 19 al. 1 LStup, les actes de soutien sont conçus comme des états de fait indépendants, ce qui fait de presque chaque participant l'auteur de l'infraction, il n'y a pas non plus beaucoup de place pour la figure de la complicité (ATF 118 IV 397 consid. 2c). Enfin, le principe n° 14 des Recommandations de la Conférence des procureurs de Suisse relatives à la détermination de la compétence à raison du lieu (état au 1er janvier 2022 [disponible in https://www.ssk-cps.ch/fr/dienstleistungen/empfehlungen-der-ssk/kategorie/321]), considère également comme des coauteurs au sens de l'art. 33 CPP les personnes actives au même niveau hiérarchique dans le trafic de drogue. Aucun lien de coaction ne doit généralement être retenu entre le fournisseur et l'acquéreur, l'enquête devant être menée contre chaque participant au lieu de la part prépondérante de son activité délictueuse. 5.3 L'appréciation de la question du for se fonde sur la situation actuelle des soupçons. Ce n'est pas ce qui sera finalement retenu contre le prévenu qui est déterminant, mais bien les faits qui lui sont reprochés ainsi que leur qualification juridique telle qu'elle ressort du dossier au moment où la question du for est soumise à examen.”
“Im Entscheid 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 setzte sich das Bun- desgericht mit einer ähnlichen Konstellation wie derjenigen auseinander, die sich in diesem Verfahren präsentiert. Dabei erwog es unter anderem, dass Lieferanten und ihre Abnehmer im Betäubungsmittelhandel gemäss Lehre und Rechtspre- - 19 - chung als Akteure verschiedener Hierarchiestufen gelten würden und daher nicht als Mittäter zu betrachten seien. Die extrem weite Fassung der Verbotsmaterie in Art. 19 Abs. 1 BetmG habe vielmehr zur Folge, dass verschiedene der aufgezähl- ten verbotenen Handlungen, welche zwar den Charakter der Mittäterschaft oder Teilnahme an Drogengeschäften von Drittpersonen aufweisen könnten, als selb- ständige Straftatbestände eingestuft würden. Wer in solchen Fällen selber alle Merkmale eines gesetzlichen Straftatbestandes objektiv und subjektiv erfülle, sei nach der Praxis nicht bloss Teilnehmer, sondern Täter. Wer etwa unbefugt Be- täubungsmittel kaufe, sei bezüglich der gekauften Drogen "nur" Täter nach Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG, nicht auch Mittäter des Lieferanten (lit. c). Vor diesem Hinter- grund erachtete das Bundesgericht Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO, welcher die Beurtei- lung von Mittätern und Teilnehmern in einem Verfahren gebiete, nicht als ein- schlägig. Es erachtete mithin in einer solchen Konstellation eine Verfahrenstren- nung bzw. eine von Anfang an getrennte Verfahrensführung als zulässig (a.a.O., E. 1.2.2; Schlegel, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, N 4 zu Art. 30 StPO).”
“Bei Betäubungs- mitteldelikten handelt es sich zwar um Delikte, die sich typischerweise durch Arbeitsteilung auszeichnen und von mehreren Personen in unterschiedlichen Rollen gemeinsam begangen werden (A LBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19 - 28 BetmG], 3. Aufl. 2016, Art. 19 N 148 m.w.H.). Angesichts der extrem weiten Fassung der Verbotsmaterie in Art. 19 Abs. 1 BetmG ist jedoch zu beachten, dass verschiedene der aufgezählten ver- botenen Handlungen den Charakter der Mittäterschaft oder einer Teilnahme an Drogengeschäften von Drittpersonen aufweisen können, gleichwohl aber als selbständige Straftatbestände einzustufen sind (A LBRECHT, a.a.O, Art. 19 N 149; Urteil des Bundesgerichts 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 E. 1.2.2). Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt demnach als Täter und unter- steht als solcher der vollen Strafdrohung, wer in eigener Person alle Merkmale eines in Art. 19 Abs. 1 BetmG umschriebenen Tatbestandes objektiv und subjek- tiv erfüllt (BGE 142 IV 401 E. 3.3.2; BGE 133 IV 187 E. 3.2; BGE 119 IV 266 E. 3a; BGE 118 IV 397 E. 2c; BGE 106 IV 72 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts - 9 - 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 E. 1.2.2). Sodann macht auch ein allfälliges Unterordnungsverhältnis einen Täter rechtlich nicht zum Gehilfen (BGE 133 IV 187 E. 3.3). Überdies gelten Lieferanten und Abnehmer als Akteure verschie- dener Hierarchiestufen und sind daher nicht als Mittäter zu betrachten (Urteil des Bundesgerichts 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 E. 1.2.2). Und auch der Kurier, der zwar ausschliesslich durch den Transport der Drogen zu deren Umsetzung beiträgt und keine wesentlichen, über diesen Transport hinausgehenden Leist- ungen erbringt, handelt als Täter im Sinne der illegalen Drogenbeförderung und nicht nur als Gehilfe einer fremden Tat, obschon er Beihilfe zum Handeltreiben leistet (H UG-BEELI, Kommentar zum BetmG, 2016, Art.”
“_____ gab es hernach keinen Anlass, M._____ erneut als beschuldigte Person einzuvernehmen. Zum Erforder- nis der Vereinigung der Verfahren gegen M._____, A._____ und G._____ ist die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Mittäterschaft bei Betäubungsmitteldelik- ten zu beachten. Bei der Anwendung von Art. 19 BetmG sind die Anforderungen an die Annahme einer Mittäterschaft eher hoch anzusetzen. Mittäterschaft ist nur dann zu bejahen, wenn der Wiederverkäufer von seinem Lieferanten mehr als nur betreffend den blossen Bezug der Ware wesentlich abhängig ist oder nach des- sen Weisungen handelt, und ihm dadurch die alleinige Tatherrschaft für die von ihm getätigten (Weiter-) Verkäufe fehlt. Mittäter im Sinne von Art. 33 Abs. 2 StPO sind in der Regel Personen, die auf der gleichen Hierarchiestufe im Drogenhandel tätig sind (vgl. zum Ganzen BGE 118 IV 397 E. 2c mit weiteren Hinweisen). Wer Betäubungsmittel kauft, ist bezüglich der gekauften Drogen grundsätzlich Täter (Käufer) nach Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG und nicht gleichzeitig Mittäter des Verkäufers im Sinne von dessen lit. c. Dies gilt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch dann, wenn er die Drogen seinerseits auf eigene Rechnung weiterverkauft. Da in Art. 19 Abs. 1 BetmG die Unterstützungshandlungen als selbständige Tatbestände ausgestaltet sind, wodurch nahezu jeder Teilnehmer zum Täter gemacht wird, besteht auch kein grosser Raum für die Anwendung der Tatfigur der Gehilfenschaft (vgl. BGE 118 IV 397 E. 2c; analog BGE 133 IV 187 E. 3.2, 142 IV 401 E. 3.3.2). Insgesamt ergibt sich, dass zwischen dem Drogen- - 20 - lieferanten und -abnehmer in der Regel keine Teilnahmeform anzunehmen ist (vgl. Beschluss des Bundesstrafgerichts BG.2019.14 vom 28. Mai 2019 E. 3). Einer Vereinigung der Verfahren standen abgesehen davon auch sachliche Gründe entgegen, namentlich das in Art. 5 StPO verankerte Beschleunigungs- gebot: Während sich die Beschuldigten A.”
Für die Strafzumessung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sind insbesondere objektive Tatmerkmale bedeutsam, namentlich die Drogenmenge, die Gefährlichkeit/der THC‑Gehalt der Substanz, das Vorliegen von Gewerbsmässigkeit bzw. gewinnorientiertem Handel, die Hierarchiestufe im Handel sowie der Umfang des Verkehrs (z. B. nationaler vs. grenzüberschreitender Handel) und die erzielten Gewinne. Liegen diese Merkmale ausgeprägt vor (z. B. grosse Mengen, gewinnorientierter bzw. gewerbsmässiger Handel, leitende Rolle), erhöhen die Gerichte regelmässig die Freiheitsstrafe bzw. die Einsatzstrafe gegenüber weniger schweren Fällen.
“2 StGB keine Verbindungsgelds- trafe mehr vorgesehen ist, sondern lediglich noch eine Bestrafung mit Freiheits- strafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Insofern ist das neue Recht in casu mithin das mildere im Sinne von Art. 2 Abs. 2 StGB, weshalb die revidierte Bestimmung anzuwenden ist und der Beschuldigte für das in diesem Zusammenhang began- gene Unrecht – im Gegensatz zur Vorinstanz, welche die diesbezügliche Sanktion noch unter der Geltung des alten Rechts auszufällen hatte (vgl. Urk. 77 S. 62 f.) – ausschliesslich mit einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe zu belegen ist. 2.Grundlagen 2.1.Zu den theoretischen Grundlagen der Strafenbildung hat sich die Vorinstanz bereits umfassend geäussert und dabei insbesondere auch den Strafrahmen (mit Ausnahme der nunmehr nicht mehr auszusprechenden Verbindungsgeldstrafe) so- wie die allgemeinen Strafzumessungsregeln korrekt dargelegt (vgl. Urk. 77 S. 62 ff.). Für das Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sieht das Gesetz einen ordentlichen Strafrahmen von einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bis zu 20 Jahren vor. Die qualifizierte Geldwäscherei nach Art. 305 bis Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 305 bis Ziff. 2 lit. c StGB wird, wie vorstehend ausgeführt, mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe geahndet. 2.2.In diesem Zusammenhang hat die Vorinstanz zutreffend hervorgehoben, dass bei Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz insbesondere die Drogen- menge und die Gefährlichkeit der Droge eine Rolle spielen, wobei auch die Hierar- chiestufe innerhalb des Betäubungsmittelhandels und die Art des Handels mass- gebende Bedeutung erlangen (vgl. BGE 121 IV 193). 3.Tatkomponente 3.1.Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz a)Was die objektive Tatschwere anbelangt, so kann dem Beschuldigten der Vertrieb von insgesamt 125 Gramm reinem Kokain innert zwei Monaten an einen - 28 - drogensüchtigen Läufer im Rahmen von drei Gelegenheiten nachgewiesen wer- den, ohne dass er selbst süchtig war, was durchaus für eine erhebliche kriminelle Energie spricht.”
“Bei der Ermittlung der Einsatzstrafe für den unbefugten Anbau von illegalem Hanf gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG ist auf der Seite der objektiven Tatkomponenten zu Lasten des Beschuldigten zu würdigen, dass es sich bei der in casu betriebenen Hanfplantage um eine ausserordentlich professionelle, von mehreren Personen bewirtschaftete und die überaus grosse Anzahl von 4'733 einzelnen Hanfpflanzen beinhaltende Anlage gehandelt hat. Ausserdem hat der THC-Gehalt der untersuchten Pflanzen zwischen 9 % und 16 % betragen und ist damit weit über der zulässigen Grenze von 1 % gelegen. Verschuldenserhöhend kommt hinzu, dass A. die höchste Hierarchiestufe aller bekannten Mittäter bekleidet hat, indem er als Auftraggeber für die zweite Einhausung in Erscheinung getreten ist und im Gegensatz zu B. , C. sowie D. nicht blosser Handlanger oder Strohmann gewesen ist, sondern durchaus inhaltlich gestaltende Entscheidungsbefugnisse gehabt hat. Ohne ihn und seine persönliche, familiäre Nähe zur Firma E. GmbH wäre zumindest die Erweiterung und Professionalisierung der bestehenden Anlage nicht im vorliegend erfolgten Umfang möglich gewesen.”
“Gegenstand der vorinstanzlichen Verurteilung sind folgende Handlungen des Berufungsklägers: Organisation der Einfuhr von Marihuana im Umfang von total 766 kg; Entgegennahme der Bestellmengen; Bereitstellen des Marihuanas in Spanien; teilweise Teilnahme als Begleit- und Vorausfahrer beim Transport; Wechsel des Geldes für die Marihuana-Bestellungen (ab Juli 2015); Zuständigkeit für die Logistik der Marihuana-Transporte in die Schweiz (Dezember 2015 bis April 2016); Veräusserung von Marihuana im Raum Lausanne; Erzielung eines Gewinns von insgesamt CHF 17'034.– mit Provisionen für Geldwechselgeschäfte; Erzielung eines Gewinns von insgesamt CHF 331'000.– durch Veräusserung von Marihuana. Gestützt auf diesen Sachverhalt wurde der Berufungskläger in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. c des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG, SR 812.121) wegen des Verkaufs von insgesamt 305 kg Marihuana verurteilt (primär im Raum Lausanne, Anstalten treffen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetMG hinsichtlich 30 kg bei Lieferung 16, Verkauf von 40 kg an D. , ev. an unbekannte Personen im Raum Nordwestschweiz bei Lieferung 14). Weiter wurde der Berufungskläger wegen der Einfuhr von insgesamt 461 kg Marihuana gestützt auf Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG verurteilt (30 kg weniger als angeklagt). Das deliktische Verhalten wurde sodann als gewerbs- und bandenmässig im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. b und c BetmG qualifiziert.”
“Gleichfalls nicht zu beanstanden ist die Erhöhung der Einsatzstrafe um 12 bzw. asperiert um 9 Monate aufgrund des Anbietens von knapp 60 Kilogramm Marihuana. Der Beschwerdeführer bestreitet zu Recht nicht, dass die Strafe innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens liegt. Angesichts des offensichtlichen Zusammenhangs mit dem Hauptvorwurf ist es insbesondere nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz hier keine Geldstrafe ausspricht (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Ebenso geht sie - zumal angesichts der grossen Menge - zu Recht von Gewerbsmässigkeit bzw. der Absicht hierzu aus. Die Straferhöhung ist mithin auch vor dem Hintergrund, dass es mit Bezug auf den Verkauf von Marihuana bei der Absicht blieb, nicht zu beanstanden. Insbesondere blieb die Vorinstanz bei der Festsetzung der Strafe innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens und dabei auf dem Minimum von 12 Monaten. Eine weitere Reduktion war somit auch Eingedenk des leichten Verschuldens gar nicht möglich, was der Beschwerdeführer zu verkennen scheint. Dass die Vorinstanz bei der Asperation Bundesrecht verletzt hätte, legt er nicht dar. Dies gilt insbesondere für den Einwand, wonach die Erstinstanz lediglich eine Erhöhung um 3 Monate vornahm. Daran war die eine eigene Strafzumessung vornehmende Vorinstanz nicht gebunden, was der Beschwerdeführer auch nicht behauptet.”
“Eine (einfache) Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz ist ge- mäss Art. 19 Abs. 1 BetmG mit Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren oder mit - 14 - Geldstrafe (bis zu 180 Tagessätzen, vgl. Art. 34 Abs. 1 StGB) zu bestrafen. Ent- gegen der Vorinstanz erscheint die Ausfällung einer Geldstrafe vorliegend jedoch nicht adäquat. Vielmehr kommt zum einen angesichts des engen "Sachzusam- menhangs" mit dem Hauptdelikt (gewinnstrebiger Drogenhandel im selben Zeit- raum mit Kokain einerseits und Cannabis anderseits, im Sinne einer "Diversifika- tion") sowie zum anderen unter Berücksichtigung des Umstands, dass sich der Beschuldigte durch die in der Vergangenheit ausgesprochene Geldstrafe nicht da- von abhalten liess, erneut delinquent zu werden, auch für das Nebendelikt ledig- lich die Ausfällung einer Freiheitsstrafe in Betracht. In objektiver Hinsicht erwarb der Beschuldigte zu einem unbekannten Zeitpunkt zwischen Dezember 2021 und Juni 2022 bei einem unbekannten Lieferanten in E._____ insgesamt 536 Gramm Cannabis, in der Absicht, dieses in der Folge bei sich zu Hause aufzubewahren und schliesslich gewinnbringend zu verkaufen.”
“Im Weiteren veräusserte respektive verschaffte der Beschuldigte anderen Personen in mehreren Übergaben rund 500 Gramm Kokaingemisch und mindes- tens zwei Kilogramm Marihuana im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (Ziffer 1, Ziffer 3.2, Ziffer 3.2.a bis l und Ziffer 4 des Anklagesachverhalts A), er besass nachweislich einmalig und erwarb Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG (Ziffer”
“1'075 Gramm Kokain mit einem Reinheitsgehalt von durchschnittlich 65% für total CHF 107'500.00. Davon verkauften sie einen Teil (ca. 808.4 Gramm), gaben et- was gratis an Bekannte ab (ca. 51.6 Gramm) und konsumierten den Rest selbst (ca. 215 Gramm). Der Verkaufspreis betrug im Durchschnitt CHF 133.00 pro Gramm, was insgesamt zu einem Umsatz von CHF 107'517.20 führte. Eingekauft hatten sie die verkaufte Kokainmenge für CHF 80'840.00, was einem Gewinn von CHF 26'677.20 entspricht. Mit Letzterem wollten die Beschuldigte und ihr Partner einen namhaften Beitrag an die Finanzierung ihres Lebensunterhalts, namentlich die Aufwendungen für den Drogenkonsum, erwirtschaften. A.b. Zudem konsumierte die Beschuldigte bis anfangs Winter 2018/2019 drei Jahre lang halbjährlich etwa ein Gramm Kokain. Danach konsumierte sie bis an- fangs Februar 2020 weitere insgesamt gut 112 Gramm Kokain. B. Mit Urteil vom 27. Mai 2021 sprach das Regionalgericht Prättigau/Davos die Beschuldigte des Verbrechens gegen Art. 19 Abs. 2 lit. a und c BetmG in Verbin- dung mit Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sowie der mehrfachen Übertretung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig (Dispositiv-Ziff. 1). Dafür wurde sie mit einer Frei- heitsstrafe von 35 Monaten bestraft, wovon 18 Tage durch Haft erstanden sind. Im Umfang von neun Monaten wurde der Vollzug dieser Strafe angeordnet; der Rest (26 Monate) wurde bei einer Probezeit von drei Jahren bedingt aufgeschoben (Dispositiv-Ziff. 2a). Ausserdem auferlegte die Vorinstanz der Beschuldigten eine Busse von CHF 400.00 und setzte die Ersatzfreiheitsstrafe hierfür auf vier Tage fest (Dispositiv-Ziff. 2b). Alsdann ordnete sie die Einziehung und Vernichtung di- verser Gegenstände im Sinne von Art. 69 Abs. 1 und 2 StGB an (Dispositiv-Ziff. 3 u. 4). Von der Anordnung einer Ersatzforderung im Sinne von Art. 71 StGB wurde abgesehen (Dispositiv-Ziff. 5). Schliesslich wurden die Kosten der Beschuldigten auferlegt und ihr amtlicher Verteidiger, unter Vorbehalt der Rückerstattungspflicht, aus der Gerichtskasse entschädigt (Dispositiv-Ziff. 6-9). C. Gegen dieses Urteil liess die Beschuldigte am 9.”
“5 Millionen gefälschte USD 50-Noten herzustellen, hat er das geschützte Rechtsgut erheblich gefährdet. Ihm ist daher eine hohe kriminelle Energie zu attestieren. In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte gezielt und direktvorsätzlich. Er erhoffte sich aus der kriminellen Tätigkeit einen hohen Erlös. Erschwerend kommt hinzu, dass er im Tatzeitraum in äusserst komfortablen finanziellen Verhältnissen lebte, teure Fahrzeuge besass und generell an einen gehobenen Lebensstandard gewöhnt war. Es wäre ihm daher ein sehr Leichtes gewesen, von dieser kriminellen Tätigkeit gänzlich Abstand zu nehmen. 4.3.3.2 Insgesamt ist dem Beschuldigten ein mittelschweres Tatverschulden vorzuwerfen und es rechtfertigt sich, auch bei ihm die Einsatzstrafe (unter Berücksichtigung des Versuchs) auf 60 Monate festzulegen. 4.3.4 Asperation wegen der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 4.3.4.1 Der Strafrahmen beträgt Geldstrafe oder – wie vorliegend relevant – Freiheitsstrafe von 3 Tagen bis zu 3 Jahren (Art. 19 Abs. 1 BetmG i.V.m. Art. 40 Abs. 1 StGB). 4.3.4.2 Hinsichtlich der objektiven Schwere der Tat ist insbesondere festzuhalten, dass das geschützte Rechtsgut der Volksgesundheit nur in geringem Masse gefährdet wurde. Zwar konnten beim Beschuldigten grosse Mengen an Drogenhanf sowie Cannabissamen, Cannabisharz und Cannabisextrakt sichergestellt werden. Mit THC-Gehalten zwischen 1,4 % und maximal 12 % handelte es sich jedoch um (eher) weiche (illegale) Drogen mit geringem THC-Gehalt und ohne beträchtlich schädigende Wirkung auf die körperliche Gesundheit von Menschen. Zudem wurde der Drogenhanf nicht in Umlauf gebracht oder verkauft. In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte mit direktem Vorsatz und liess sich auch bei dieser illegalen Tätigkeit von eigennützigen und rein finanziellen Motiven leiten. Die Vermeidbarkeit ist eindeutig gegeben und es wurde bereits darauf hingewiesen, dass er nicht auf einen weiteren illegalen Zusatzverdienst angewiesen gewesen wäre. Insgesamt ist von einem leichten Tatverschulden auszugehen und die bisherige Einsatzstrafe von 60 Monaten ist in Anwendung des Asperationsprinzips um 5 Monate zu erhöhen.”
Die Abgabe an Zwischenhändler oder das Überlassen der Betäubungsmittel zur Weiterveräusserung (z. B. durch Drogenläufer oder Mittelsmänner) erfüllt die Veräusserungsvariante von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG; auch die unmittelbare Überlassung an einen Zwischenhändler ist danach als Veräusserung zu werten.
“Gramm reines Kokain) direkt an Abnehmer verkauft hat oder indirekt über Drogenläufer veräussern liess. Beides stellt klarerweise eine Veräusserungshandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG dar. Insgesamt veräusserte A.________”
“Der Beschuldigte überliess zusammen mit dem Mitbeschuldigten D._____ ca. brutto 200 Gramm Methamphetamin an den Mitbeschuldigten B._____ mit dem Auftrag, diese an unbekannte Abnehmer zu einem Preis von Fr. 55.– pro Gramm zu verkaufen und den Gewinn dem Beschuldigten und dem Mitbeschul- digten D._____ abzuliefern. Zu Gunsten des Beschuldigten ist – wie ausgeführt – davon auszugehen, dass dabei die physische Übergabe der Betäubungsmittel al- leine durch den Mitbeschuldigten D._____ erfolgte. Damit wurde der Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG objektiv erfüllt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG "unbe- fugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt") erfüllt. Sodann wurde mit einer Reinsubstanz von insgesamt ca.”
“Durch die Weitergabe von Kokain an C._____, D._____, I._____, H._____ und an einen unbekannten Abnehmer machte sich der Beschuldigte oh- ne Weiteres der Tatbestandsvariante von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG strafbar. Ausserdem erfüllte er durch die Aufbewahrung von Kokain in seinem Bastelraum und den Besitz von rund 20 Gramm Kokaingemisch zum Zeitpunkt seiner Verhaf- tung auch die Tatbestandsvariante von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. Mit der Koor- dination der Einfuhr eines Kilogramm Kokaingemischs von Deutschland in die Schweiz machte er sich schliesslich der Tatbestandsvariante von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG strafbar. - 48 -”
“_____ davon, dass sie dem Beschuldigten an jenem Tag vom - 19 - "heutigen "100er" "1'650" gegeben habe. Das kann nur bedeuten, dass sie für 100 Gramm Drogen Fr. 1'650.-- bezahlte. Weiter sagte N._____, sie werde noch ein weiteres 100er nehmen (Urk. 2/20 Beilage 8). Abgesehen davon wurde sie vom Beschuldigten gefragt: "Wie viel hast du nun Gemischtes?". Aus dieser ab- gehörten Konversation geht zweifelsfrei hervor, dass sie über Drogen sprachen. Allein der Umstand, dass N._____ die Drogen vom Drogenvorrat selbst genom- men hat, entlastet den Beschuldigten nicht. Die Konversation belegt, dass sie dies im Einverständnis des Beschuldigten tat und dass sie ihm Rechenschaft darüber ablegte. Damit ist auch erwiesen, dass es sich um den Heroingemisch-Vorrat des Beschuldigten handelte. Es kann zu diesem Anklagepunkt auf die Darstellung und Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, denen zu folgen ist (Urk. 91 S. 85 - 87). Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG beinhaltet nicht nur eine konkrete, physische Übergabe von Drogen. Das Wort "verschaffen" beinhaltet auch eine Einwilligung an eine andere Person, sich vom Drogenvorrat in seinem Besitz im verabredeten Umfang zu bedienen. Hinweise, dass N._____ letztlich entgegen der Ankündi- gung keine Drogen aus dem Lager des Beschuldigten übernommen hat, bestehen nicht. Die Behauptung der Verteidigung erweist sich deshalb als bloss theoreti- sche Möglichkeit, die immer besteht.”
Mittelbarer Besitz liegt vor, wenn der Täter eine tatsächliche, ausüb- bzw. nutzbare Herrschaftsmöglichkeit über die Betäubungsmittel hat und weiss, wo sie sich befinden. Ein sicherer Zugang (z.B. Tragen des Schlüssels zu einem Versteck, Zugriff auf ein vergrabenes Depot) kann Besitz begründen, auch wenn die Drogen nicht in der unmittelbaren Wohn- oder Herrschaftssphäre des Täters liegen. Die Sachherrschaft muss jedoch tatsächlich ausübbar sein; blosses Aufbewahren ohne Verfügungsmacht (z.B. Hinterlegung in einem Tresor, den der Hinterleger nicht öffnen kann) begründet keinen Besitz.
“Diese Sachherrschaft muss nicht unmittelbar ausgeübt werden. So spielt es keine Rolle, ob der Täter selbst die Betäubungsmittel mit sich führt; es genügt vielmehr, dass er etwa den Schlüssel zu einem Versteck, wie z.B. zu einem Schliessfach, bei sich trägt oder er die Betäubungsmittel an einem geheimen Ort vergraben hat (sog. «Drogenbunker»). Die Sachherrschaft muss aber immer tatsächlich ausübbar sein (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 67 ff. zu Art. 19 BetmG m.w.H.). Wie das Lagern ist auch das Aufbewahren im Begriff des unbefugten Besitzes meisten (aber nicht immer) enthalten. So liegt ein Aufbewahren, nicht aber Besitz vor, wenn einem Hinterleger erlaubt wird, in einem Tresor im Keller Drogen einzulagern, wenn der Kellerinhaber den Tresor nicht öffnen kann (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 76 zu Art. 19 BetmG). Der Aufbewahrer ist in diesem Fall nicht Besitzer, weil er keine Herrschaftsmacht über die Betäubungsmittel hat (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 614 zu Art. 19 BetmG). Veräussern bedeutet die vorsätzliche Übertragung der Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person. Damit ist insbesondere auch der Verkauf erfasst. Ob die Veräusserung auf eigene Rechnung oder für einen anderen erfolgt, spielt keine Rolle, so dass Verkauf von Betäubungsmitteln in Kommission oder stellvertretend für einen Dritten ebenfalls tatbestandsmässig ist. Die Vollendung der Veräusserung tritt mit der der Entäusserung folgenden Erlangung der Verfügungsgewalt durch den Erwerber ein. Die Entäusserung allein genügt da, wo der Abgebende seiner Handlung nichts mehr hinzufügen muss, um die tatsächliche Verfügungsgewalt beim Empfänger zu bewirken, z.B. bei der Postaufgabe. Die Beendigung der Tat fällt in der Regel mit deren Vollendung zusammen. Die Entgegennahme eines allfälligen Kaufpreises ist irrelevant (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 52 ff. zu Art. 19 BetmG). Die Tatbestandsvariante des Anstaltentreffens erfasst sowohl den Versuch wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen zu den in Art.”
“Rechtliche Grundlagen Gemäss Art. 19 Abs. 1 Bst. d BetmG wird bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Mit dem Tatbestandsmerkmal des Besitzes wird nicht ein Zustand als solcher unter Strafe gestellt, sondern ein dafür kausales Verhalten, nämlich die Herbeiführung und die Aufrechterhaltung eines tatsächlichen illegalen von eigener Verfügungsmacht gekennzeichneten bewussten Herrschaftsverhältnisses. Dieses Herrschaftsverhältnis muss vom Besitzwillen und Besitzbewusstsein getragen werden, die darauf gerichtet sind, sich die Möglichkeit ungehinderter Einwirkung auf die Sache zu erhalten. Denn ein tatsächliches Herrschaftsverhältnis setzt die ungehinderte Einwirkungsmöglichkeit auf das Betäubungsmittel voraus (Beeli, in: Basler Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 1. Aufl. 2016, N. 569 zu Art. 19 BetmG). Ein solches ist auch dann gegeben, wenn der Täter das Betäubungsmittel nicht selbst unmittelbar besitzt, sondern anderweitig einen solchen sicheren Zugang zu ihm hat, dass er ohne Schwierigkeiten tatsächlich darüber verfügen kann. Massgeblich für die Erfüllung des Besitzestatbestandes ist die tatsächliche Einwirkungsmöglichkeit auf die Betäubungsmittel, d. h. der ungehinderte Zugang zu ihnen (Beeli, a.a.O., N. 572 f. zu Art. 19 BemtG). Der mittelbare Besitz setzt demnach voraus, dass der Täter einen so sicheren Zugang zu den an irgendeiner Stelle verwahrten Betäubungsmitteln hat und auch tatsächlich ohne Schwierigkeiten über die Betäubungsmittel verfügen kann. Mittelbarer Besitz reicht aus, wenn er mit der tatsächlichen Verfügungsmacht über die Betäubungsmittel verbunden ist. (Beeli, a.a.O., N. 580 f. zu Art. 19 BemtG). Albrecht verlangt eine restriktive Interpretation des Besitzes, um eine Gleichwertigkeit mit den übrigen Tathandlungen des Bst. d herzustellen (Albrecht, Stämpflis Handkommentar, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes, 3.”
“Obwohl vermutungsweise auch andere Personen Zugang zum fraglichen Kellerabteil hatten, waren die Türen verschlossen bzw. zugestellt und der Raum damit nicht frei zugänglich. Auch die beiden Mieter der Wohnung, BJ.________ und von BK.________, wussten gemäss ihren Angaben nicht oder jedenfalls nicht genau Bescheid über die Tätigkeiten in ihrem Keller. Damit ist erstellt, dass der Beschuldigte 1, wenn auch gemeinsam mit unbekannten anderen Personen, die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zum Heroingemisch hatte und auch wusste, wo es sich befand. Der Beschuldigte 1 übte dadurch die Herrschaftsmöglichkeit aus. Seinen Willen, die Herrschaftsmöglichkeit zu haben und auch aufrecht zu halten, brachte der Beschuldigte 1 durch das Versteck auf dem obersten Tablar des Kühlschranks klar zum Ausdruck. Ob das Heroingemisch zur weiteren Verwendung durch ihn selbst oder einen Dritten versteckt war, spielt keine Rolle, ist doch nicht von Belang, ob der Besitz als Eigen- oder Fremdbesitz ausgeübt wird (Hug-Beeli, a.a.O., N. 588 zu Art. 19 BetmG). Die Kammer verkennt dabei nicht, dass sich die Drogen nicht im Wohnbereich des Beschuldigten 1 und damit nicht in seiner Herrschaftssphäre befanden, doch kommt es für die Annahme eines Besitzesverhältnisses nicht auf eine irgendwie geartete Sachherrschaft an, sondern auf die faktische Möglichkeit des Täters, darüber verfügen zu können. Und diese ist vorliegend zu bejahen. Die vom Beschuldigten 1 besessene Menge von”
Erfüllt eine Person eines der in Art. 19 BetmG genannten Handlungen, gilt sie nach einschlägiger Rechtsprechung als Täter im Sinne der Norm; eine zusätzliche Einordnung als Komplize kommt in solchen Fällen grundsätzlich nicht in Betracht. Eine Komplizenschaft ist nur dann zu prüfen, wenn die geleistete Hilfe tatsächlich nur eine nebensächliche Unterstützung darstellt und nicht selbst als durch Art. 19 erfasste Straftatbestandshandlung qualifiziert ist. Als einschlägige Beispiele gelten u. a. das Bereitstellen eines Fahrzeugs für den Transport von Betäubungsmitteln, das Einrichten einer Versteckmöglichkeit in einem Auto sowie das Entgegennehmen und Verwahren von Verkaufserlösen.
“b) Agit comme complice, celui qui prête intentionnellement assistance à l'auteur pour commettre un crime ou un délit (cf. art. 25 CP). En matière d’infractions à l’article 19 LStup, dès que le prévenu accomplit l’un des actes visés par cette disposition, il est l’auteur de l’infraction, une participation à un autre titre, telle une complicité, n’entrant pas en ligne de compte (ATF 133 IV 187 cons. 3.2 p. 193). La loi sur les stupéfiants ne laisse une place à la complicité que lorsque l’assistance porte sur l’acte d’un autre, présente un caractère accessoire et ne constitue pas en elle-même une infraction définie comme telle expressément par la loi, c’est-à-dire qu’elle ne tombe pas non plus sous le coup de l’article 19 ch. 1 al. 6 aLStup ou de l’article 19 al. 1 let. g LStup (ATF 115 IV 59 cons. 3 p. 61 ; arrêt du TF du 05.01.2009 [6B_325/2008] cons. 5). Cela étant, le complice doit favoriser intentionnellement la commission de l’acte punissable par autrui, ce qui suppose qu’il connaisse, au moins dans les grandes lignes, l’infraction principale projetée (Corboz, op.cit., n. 137 ad art. 19 LStup). Tel est par exemple le cas de celui qui met à disposition un véhicule pour le transport de stupéfiants ou qui aménage une cachette à cette fin dans une voiture. 9. a) En l’occurrence, la Cour pénale a retenu que A1________ – et son épouse qui était son bras droit pour bon nombre d’activités – avaient pris part de manière intense à un trafic international de stupéfiants dirigé depuis l’Albanie, en rendant toutes sortes de services à des « chefs ». C’est ainsi que l’appelant a pris en charge dans des voitures lui appartenant plusieurs vendeurs de drogue albanais, en vue de les faire venir en Suisse. Il a aussi parfois pris soin d’eux et leur a permis de regagner leur pays par la route. Se conformant aux instructions reçues de la part des dirigeants, le prévenu a parcouru la Suisse, afin d’aller à la rencontre de dealers et se faire remettre le produit de la vente de drogue. Il a pris ces sommes en dépôt chez lui et les a tenues à la disposition des chefs, soit des personnes qui occupaient un rang élevé dans la hiérarchie de ces filières albanaises.”
Nach der Praxis gilt im Rahmen von Art. 19 BetmG ein Umsatz in der Grössenordnung von ca. CHF 100'000 (Bruttoerlös) beziehungsweise ein Gewinn von rund CHF 10'000 (Nettoertrag) als «gross/erheblich». Diese Schwellenwerte sind Anhaltspunkte; für die Anwendung der qualifizierenden Gewerbsmässigkeit bzw. der entsprechenden Erschwerungsgründe müssen der Umsatz beziehungsweise der Gewinn tatsächlich erzielt und gegebenenfalls nachgewiesen bzw. festgestellt werden.
“d) L’auteur agit par métier lorsqu’il résulte du temps et des moyens qu’il consacre à ses agissements délictueux, de la fréquence des actes pendant une période déterminée, ainsi que des revenus envisagés ou obtenus, qu’il exerce son activité coupable à la manière d’une profession, même accessoire. Il faut que l’auteur aspire à obtenir des revenus relativement réguliers représentant un apport notable au financement de son genre de vie et qu’il se soit ainsi, d’une certaine façon, installé dans la délinquance (ATF 129 IV 253 cons. 2.1). Sont importants un chiffre d’affaires de 100'000 francs (ATF 129 IV 188 cons. 3.1) et un gain de 10'000 francs (ATF 129 IV 253 cons. 2.2). La circonstance aggravante du métier ne peut être appliquée que si le chiffre d’affaires ou le gain a été effectivement réalisé ; les quantités et type de drogue vendue doivent être établis, de même que le bénéfice effectivement réalisé (arrêt du TF du 18.03.2022 [6B_738/2021] cons. 2.5, cité par Grodecki/Jeanneret, op. cit., n. 94 ad art. 19 LStup). b.e) Lorsque le juge constate un motif pour lequel le cas doit être qualifié de grave, il ne doit pas rechercher s’il en existerait un autre, le cadre légal ne devant pas être déplacé davantage vers le haut. Ce sera seulement au moment de la fixation de la peine, dans le cadre extrêmement large fixé par l’article 19 al. 2 LStup, que le juge tiendra compte de toutes les circonstances importantes pour apprécier la gravité de la faute commise (Corboz, op. cit., n. 112 à 115 ad art. 19 LStup). c.a) Au niveau subjectif, l’article 19 al. 1 et 2 LStup est une infraction intentionnelle, le dol éventuel étant toutefois suffisant (ATF 126 IV 198 cons. 2 et Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3e éd., 2016, n. 201 ad art. 19 LStup et les réf. cit.). c.b) Pour ce qui a trait à la circonstance aggravante de la bande (cf. l’arrêt précité [6B_281/2022] cons. 1.2 et les réf. cit.), l'auteur doit être conscient de l'existence et du but de la bande. Son intention doit englober les éléments constitutifs de l'infraction en bande pour justifier cette qualification.”
“D'après la jurisprudence, la circonstance aggravante du métier peut être retenue lorsqu'il résulte du temps et des moyens que consacre l'auteur à ses agissements délictueux, de la fréquence des actes pendant une période déterminée, ainsi que des revenus envisagés ou obtenus, qu'il exerce son activité coupable à la manière d'une profession, même accessoire. Il faut en ce sens que l'auteur aspire à obtenir des revenus relativement réguliers représentant un apport notable au financement de son genre de vie et qu'il se soit ainsi, d'une certaine façon, installé dans la délinquance (ATF 147 IV 176 consid. 2.2.1; 129 IV 253 consid. 2.2; 129 IV 188 consid. 3.1.2; 123 IV 113 consid. 2c). Cette circonstance suppose par conséquent la réunion de trois éléments, à savoir la commission de plusieurs actes de blanchiment, l'objectif d'en tirer une forme de revenu ou de moyen de subsistance et le fait d'être disposé à commettre, à l'avenir, un nombre indéterminé d'infractions du même genre. Le métier se conçoit comme une circonstance personnelle (art. 27 CP) ne concernant que le participant qui réalise les conditions de cette circonstance aggravante. Le chiffre d'affaires ou le gain importants s'apprécie selon la jurisprudence relative à l'art. 19 LStup (ATF 122 IV 216 consid. 2d). Le chiffre d'affaires est le revenu brut des activités de blanchiment, tandis que le gain est le bénéfice net obtenu (cf. ATF 129 IV 253 consid. 2.2). Le chiffre d'affaires est en tout cas important lorsqu'il dépasse le seuil de CHF 100'000.- (ATF 129 IV 188 consid. 3.1.3; 117 IV 66 consid. 2b). Quant au gain, il doit être considéré comme important s'il atteint le seuil de CHF 10'000.- (ATF 129 IV 253 consid. 2.2). Il importe peu que le chiffre d'affaires ou le gain soient réalisés en espèces ou en nature. Peut également être considéré comme un cas grave tout acte de blanchiment correspondant sur les plans objectif et subjectif aux autres cas graves énumérés à l'art. 305bis ch. 2 CP. La doctrine cite l'exemple de l'auteur qui blanchit en une fois pour le compte d'une organisation criminelle des valeurs patrimoniales d'un montant de plusieurs millions de francs ou le cas où l'infraction préalable est d'une gravité certaine telle que par exemple un crime de guerre ou un génocide (Pieth/Schultze, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4e éd.”
“Zur Gewerbsmässigkeit im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes gehört nicht nur die Bereitschaft, gegen unbestimmt viele zu handeln und dadurch ein Erwerbseinkommen zu erzielen, sondern auch, dass das erzielte Erwerbseinkommen zu einem erheblichen Gewinn führt, mindestens aber mit grossen Umsatz verbunden ist (Hug-Beeli, Art. 19 N. 1117). Ein Teilnehmer kann nur dann wegen gewerbsmässiger Begehungsweise verurteilt werden, wenn er auch selber gewerbsmässig gehandelt hat. Beteiligte, die selber nicht in gewerbsmässiger Absicht agieren, verwirklichen diesen Tatbestand selbst dann nicht, wenn sie von der Gewerbsmässigkeit des anderen Tatbeteiligten gewusst haben (Hug-Beeli, Art. 19 N. 1122). Unter Umsatz ist der finanzielle Bruttoerlös zu verstehen. Ein Betrag in der Grössenordnung von CHF 100'000.- stellt einen grossen Umsatz dar. Unter Gewinn ist der Nettoerlös zu verstehen, der sich aus den Drogengeschäften ergibt. Von einem erheblichen Gewinn ist zu sprechen, wenn dieser den Betrag von CHF 10‘000.- erreicht und effektiv erzielt worden ist (Maurer, Art. 19 BetmG N 47 f. mit Hinweisen).”
Bei mehrfachen Widerhandlungen gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG sind die einzelnen Tathandlungen zunächst getrennt zu würdigen. Ergibt die Einzelwürdigung, dass für mindestens eine Tat eine Freiheitsstrafe angemessen ist, ist für die schwerste Tat eine Einsatzstrafe festzulegen und diese sodann in Anwendung des Asperationsprinzips unter Einbezug der weiteren Taten angemessen zu erhöhen.
“Nach Art. 408 Abs. 1 StPO (bzw. Art. 408 aStPO) fällt das Berufungsgericht ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt, wenn es auf die Berufung eintritt. Diese Bestimmung ist in casu umso mehr beachtlich, als die Vorinstanz keine bundesrechtskonforme Strafzumessung vorgenommen hat. So hat diese den Beschuldigten erstens in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG und zweitens gestützt auf Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG schuldig erklärt, in der Folge aber für beide Delikte zusammen eine Einsatzstrafe im Sinne einer Gesamtstrafe festgelegt, was bundesrechtswidrig ist (vgl. oben E. 5.1 lit. d ff., insbesondere lit. h). Angesichts der Verurteilung wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz ist die Festlegung einer gesamtheitlichen Strafe für alle Delikte zusammen nach der Praxis des Bundesgerichts (vgl. zum Ganzen BGer 6B_1422/2019 vom 28. Mai 2021 E. 6.4.1) unzulässig. Vielmehr müssen die einzelnen Tathandlungen vor der Bildung einer allfälligen Gesamtstrafe in einem selbstständigen Schritt vorab gewürdigt werden (BGer 6B_998/2019 vom 20. November 2020 E. 4.2.4). Die enge Verknüpfung der einzelnen Delikte entbindet nicht von dieser Vorgehensweise (BGer 6B_619/2019 vom 11. März 2020 E. 3.4). Demnach hätte die Vorinstanz die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz einzeln würdigen und prüfen müssen, ob sie für jede eine Freiheitsstrafe als angemessen erachtet.”
“Nach Art. 408 Abs. 1 StPO (bzw. Art. 408 aStPO) fällt das Berufungsgericht ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt, wenn es auf die Berufung eintritt. Diese Bestimmung ist in casu umso mehr beachtlich, als die Vorinstanz keine bundesrechtskonforme Strafzumessung vorgenommen hat. So hat diese den Beschuldigten erstens in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG und zweitens gestützt auf Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG schuldig erklärt, in der Folge aber für beide Delikte zusammen eine Einsatzstrafe im Sinne einer Gesamtstrafe festgelegt, was bundesrechtswidrig ist (vgl. oben E. 5.1 lit. d ff., insbesondere lit. h). Angesichts der Verurteilung wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz ist die Festlegung einer gesamtheitlichen Strafe für alle Delikte zusammen nach der Praxis des Bundesgerichts (vgl. zum Ganzen BGer 6B_1422/2019 vom 28. Mai 2021 E. 6.4.1) unzulässig. Vielmehr müssen die einzelnen Tathandlungen vor der Bildung einer allfälligen Gesamtstrafe in einem selbstständigen Schritt vorab gewürdigt werden (BGer 6B_998/2019 vom 20. November 2020 E. 4.2.4). Die enge Verknüpfung der einzelnen Delikte entbindet nicht von dieser Vorgehensweise (BGer 6B_619/2019 vom 11. März 2020 E. 3.4). Demnach hätte die Vorinstanz die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz einzeln würdigen und prüfen müssen, ob sie für jede eine Freiheitsstrafe als angemessen erachtet. Bejahendenfalls hätte sie für den schwersten Fall eine Einsatzstrafe festlegen und diese in Anwendung des Asperationsprinzips unter Einbezug des weiteren Falles angemessen erhöhen müssen.”
“Der ordentliche Strafrahmen des Vergehens gegen das Betäubungsmittel- gesetz sieht einen Strafrahmen von einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe bis 180 Tagessätzen vor (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG). Entgegen der Vorgehensweise der Vorinstanz ist zunächst für die Kokainverkäufe an C._____ und B._____ je eine separate Strafe festzusetzen. Aussergewöhnliche Umstände, die ein Verlassen des ordentlichen Strafrahmens rechtfertigen würden, liegen nicht vor. Folglich ist in einem ersten Schritt die Einsatzstrafe für die schwerste Tat festzulegen und diese sodann in Anwendung des Asperationsprin- zips angemessen zu erhöhen. Schwerste Tat ist vorliegend der Kokainverkauf an C._____.”
“Der Beschuldigte C._____ ist des Vergehens gegen Art. 19 Abs. 1 lit. a und lit. c BetmG (Hanfanlage J._____) sowie des Vergehens gegen Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (Hanfanlage I._____) schuldig zu sprechen. V. Sanktion A. Grundsätze der Strafzumessung Die Vorinstanz hat die allgemeinen Grundsätze der Strafzumessung bereits zu- treffend dargelegt, worauf grundsätzlich zur Vermeidung unnötiger Wiederholun- gen zu verweisen ist (Urk. 123 S. 106 ff.). Entgegen dem – aufgrund der anders lautenden Schuldsprüche nachvollziehbaren – Vorgehen der Vorinstanz erscheint es angebracht und zweckführend, die einzelnen Straftaten hinsichtlich der drei Hanfanlagen aufzutrennen und einzeln zu beurteilen, zumal die verschiedenen Handlungen der Beschuldigten bei den einzelnen Hanfanlagen hinsichtlich des Verschuldens nicht mit der jeweils schwersten Tat vergleichbar sind. Gestützt auf Art. 49 StGB ist von der Strafe für das schwerste Delikt auszugehen und diese aufgrund der Strafen für die weiteren Delikte angemessen zu erhöhen (sogenann- tes Asperations- oder Strafschärfungsprinzip). Der Strafrahmen beim Beschuldig- ten A.”
Art. 19 BetmG wurde in früheren Gerichtsentscheiden wiederholt im Zusammenhang mit Fragen der Auslieferungsverweigerung und dem Rückgriff auf ausländisches Recht behandelt. Entsprechende Rechtsprechungsverweise sind in den zitierten Entscheiden dokumentiert.
“115 LStrI BGE 145 IV 449ATF 145 IV 449DTF 145 IV 449 Art. 115 AIGart. 115 LEIart. 115 LStrI Art. 15 AIGart. 15 LEIart. 15 LStrI Art. 47 StGBart. 47 CPart. 47 CP 6B_353/2012 Art. 47 StGBart. 47 CPart. 47 CP BGE 134 IV 17ATF 134 IV 17DTF 134 IV 17 Art. 47 StGBart. 47 CPart. 47 CP 6B_823/2007 Art. 47 StGBart. 47 CPart. 47 CP BGE 134 IV 17ATF 134 IV 17DTF 134 IV 17 BGE 116 IV 288ATF 116 IV 288DTF 116 IV 288 BGE 138 IV 100ATF 138 IV 100DTF 138 IV 100 BGE 120 IV 334ATF 120 IV 334DTF 120 IV 334 BGE 109 IV 143ATF 109 IV 143DTF 109 IV 143 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup BGE 138 IV 100ATF 138 IV 100DTF 138 IV 100 BGE 122 IV 299ATF 122 IV 299DTF 122 IV 299 BGE 121 IV 193ATF 121 IV 193DTF 121 IV 193 BGE 121 IV 202ATF 121 IV 202DTF 121 IV 202 BGE 122 IV 299ATF 122 IV 299DTF 122 IV 299 6B_567/2012 6B_107/2013 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup BGE 121 IV 202ATF 121 IV 202DTF 121 IV 202 BGE 118 IV 342ATF 118 IV 342DTF 118 IV 342 Art. 49 StGBart. 49 CPart. 49 CP BGE 144 IV 313ATF 144 IV 313DTF 144 IV 313 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 40 StGBart. 40 CPart. 40 CP Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 115 AIGart. 115 LEIart. 115 LStrI Art. 49 StGBart. 49 CPart. 49 CP Art. 49 StGBart. 49 CPart. 49 CP Art. 82 StPOart. 82 CPPart. 82 CPP Art. 42 StGBart. 42 CPart. 42 CP Art. 42 StGBart. 42 CPart. 42 CP Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 426 StPOart. 426 CPPart. 426 CPP Art. 135 StPOart. 135 CPPart. 135 CPP Art. 428 StPOart. 428 CPPart. 428 CPP Art. 428 StPOart. 428 CPPart. 428 CPP Art. 135 StPOart. 135 CPPart. 135 CPP Art. 424 StPOart. 424 CPPart. 424 CPP Art. 124 JGart. 124 LJart. 124 JG Art. 33 JRart. 33 RJart. 33 JR Art. 35 JRart. 35 RJart. 35 JR Art. 43 JRart. 43 RJart. 43 JR Art. 422 StPOart. 422 CPPart. 422 CPP Art. 135 StPOart. 135 CPPart. 135 CPP Art. 426 StPOart. 426 CPPart. 426 CPP Art. 135 StPOart. 135 CPPart. 135 CPP Art. 57 JRart. 57 RJart. 57 JR Art. 67 JRart. 67 RJart. 67 JR Art. 58 JRart. 58 RJart. 58 JR Art. 25 MWSTGart. 25 LTVAart. 25 LIVA Art. 76 JRart. 76 RJart. 76 JR Art. 77 JRart.”
“66a StGBart. 66a CPart. 66a CP Art. 398 StPOart. 398 CPPart. 398 CPP Art. 399 StPOart. 399 CPPart. 399 CPP Art. 104 StPOart. 104 CPPart. 104 CPP Art. 382 StPOart. 382 CPPart. 382 CPP Art. 399 StPOart. 399 CPPart. 399 CPP Art. 398 StPOart. 398 CPPart. 398 CPP Art. 398 StPOart. 398 CPPart. 398 CPP 6B_319/2015 Art. 391 StPOart. 391 CPPart. 391 CPP Art. 404 StPOart. 404 CPPart. 404 CPP Art. 399 StPOart. 399 CPPart. 399 CPP Art. 402 StPOart. 402 CPPart. 402 CPP Art. 405 StPOart. 405 CPPart. 405 CPP Art. 406 StPOart. 406 CPPart. 406 CPP Art. 389 StPOart. 389 CPPart. 389 CPP 6B_1366/2016 BGE 120 IV 136ATF 120 IV 136DTF 120 IV 136 6B_279/2011 6B_14/2007 Art. 47 StGBart. 47 CPart. 47 CP BGE 136 IV 55ATF 136 IV 55DTF 136 IV 55 BGE 134 IV 17ATF 134 IV 17DTF 134 IV 17 Art. 47 StGBart. 47 CPart. 47 CP BGE 136 IV 55ATF 136 IV 55DTF 136 IV 55 6B_353/2012 BGE 138 IV 100ATF 138 IV 100DTF 138 IV 100 BGE 120 IV 334ATF 120 IV 334DTF 120 IV 334 BGE 109 IV 143ATF 109 IV 143DTF 109 IV 143 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup BGE 138 IV 100ATF 138 IV 100DTF 138 IV 100 BGE 122 IV 299ATF 122 IV 299DTF 122 IV 299 BGE 121 IV 193ATF 121 IV 193DTF 121 IV 193 BGE 121 IV 202ATF 121 IV 202DTF 121 IV 202 BGE 122 IV 299ATF 122 IV 299DTF 122 IV 299 6B_567/2012 6B_107/2013 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup BGE 121 IV 202ATF 121 IV 202DTF 121 IV 202 BGE 118 IV 342ATF 118 IV 342DTF 118 IV 342 Art. 48 StGBart. 48 CPart. 48 CP Art. 49 StGBart. 49 CPart. 49 CP BGE 137 IV 57ATF 137 IV 57DTF 137 IV 57 Art. 49 StGBart. 49 CPart. 49 CP Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 40 StGBart. 40 CPart. 40 CP Art. 82 StPOart. 82 CPPart. 82 CPP 6B_99/2012 BGE 134 IV 17ATF 134 IV 17DTF 134 IV 17 6B_99/2012 BGE 136 IV 1ATF 136 IV 1DTF 136 IV 1 Art. 48 StGBart. 48 CPart. 48 CP Art. 66a StGBart. 66a CPart. 66a CP Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 20 BetmGart. 20 LStupart. 20 LStup Art. 66a StGBart. 66a CPart. 66a CP 6B_1043/2017 6B_861/2018 Art. 426 StPOart. 426 CPPart. 426 CPP Art. 135 StPOart. 135 CPPart. 135 CPP Art.”
Art. 19 Abs. 4 BetmG ist als lex specialis zu verstehen; diese Bestimmung schliesst die Anwendung der allgemeinen Regeln des Strafgesetzbuches aus.
“En l’occurrence, aucun élément ne justifie de s’écarter des tabelles de la Société suisse de médecine légale s’agissant des quantités de drogue qui n’ont pas pu être saisies ni analysées, de sorte que c’est un taux de 77,3 % qui sera retenu, soit 38 kg de cocaïne pure. Pour la drogue saisie dans le logement de Prilly occupé par les appelants au cas 10 de l’acte d’accusation, soit 1'032,8 g de cocaïne, il faut retenir 715,1 g de cocaïne pure sur la base des analyses réalisées par l’Ecole des sciences criminelles. En définitive, c’est une quantité totale de 42,715 kg (4 kg + 38 kg + 715,1 g) de cocaïne pure qu’il y a lieu de retenir et d’imputer aux appelants. Il s’agit donc incontestablement d’un cas grave au sens de l’art. 19 al. 2 let. a LStup (ATF 145 IV 312 consid. 2.1.1 ; ATF 138 IV 100 consid. 3.2 ; ATF 109 IV 143 consid. 3b ; TF 6B_281/2022 du 8 juin 2022 consid. 1.2). 9. 9.1 Les appelants soutiennent qu’une partie des faits qui leur sont reprochés violerait le principe d’extranéité en ne respectant pas les conditions de l’art. 19 al. 4 LStup. L’appelant O.________ soutient ainsi que les faits qui lui sont reprochés aux cas 3 et 7 de l’acte d’accusation n’auraient pas été commis en Suisse et ne s’y seraient pas non plus matérialisés par des résultats. L’appelant I.________ argue quant à lui que lors des faits qui se sont déroulés avant le 21 juillet 2022, puis entre le 8 août et le 13 septembre 2022 (cas 1.6 et 2 à 8) il se trouvait à l’étranger, le plus souvent aux Pays-Bas, pays dans lequel il avait alors sa résidence habituelle, et exceptionnellement en Espagne. 9.2 Conformément à l'art. 19 al. 4 LStup, l'auteur d'une infraction commise à l'étranger, appréhendé en Suisse et qui n'est pas extradé, est passible des peines prévues aux al. 1 et 2 si l'acte est réprimé dans le pays où il l'a perpétré ; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal.”
Als «verbotenes Cannabis» im Sinne der Verzeichnisse/Verordnung gilt die Hanfpflanze bzw. ihre Teile sowie Gegenstände und Präparate mit einem durchschnittlichen Gesamt‑THC‑Gehalt von mindestens 1,0 %. Solche Erzeugnisse werden nach den Verzeichnissen als Betäubungsmittel im Sinn von Art. 19 BetmG eingestuft und können nach der einschlägigen Rechtsprechung konfiszierbar sein.
“Nach Art. 19 Abs. 1 BetmG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer unter anderem: Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Weise erzeugt (lit. a); Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (lit. c); zu einer Widerhandlung nach den Buchstaben a-f Anstalten trifft (lit. g). Eine Bestrafung gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG verlangt Vorsatz, wobei dolus eventualis genügt (BGE 126 IV 201; Stephan Schlegel/ Oliver Jucker, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 4. Auflage, Zürich 2022, N 114 ff. zu Art. 19 BetmG, mit Hinweisen; Gustav Hug-Beeli, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, Basel 2016, N 102 ff. zu Art. 19 BetmG, mit Hinweisen). Nach diesem Gesetz gelten als Betäubungsmittel abhängigkeitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen Morphin, Kokain oder Cannabis, sowie Stoffe und Präparate, die auf deren Grundlage hergestellt werden oder eine ähnliche Wirkung wie diese haben (Art. 2 lit. a BetmG). Cannabisprodukte sind zwar nicht geeignet, die körperliche und seelische Gesundheit vieler Menschen in eine naheliegende und ernstliche Gefahr zu bringen. Dementsprechend findet der Qualifikationstatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (Menge) auf Cannabis keine Anwendung (BGE 117 IV 314; Schlegel/ Jucker, a.a.O., N 181 zu Art. 19 BetmG). Sie sind in gesundheitlicher Hinsicht dennoch nicht unbedenklich und stellen Betäubungsmittel dar (BGE 120 IV 256). "Verbotenes Cannabis" ist gemäss Verzeichnis "d" der BetmVV-EDI nur die Hanfpflanze oder ihre Teile, welche einen durchschnittlichen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % aufweisen (sowie sämtliche Gegenstände und Präparate, welche einen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % beinhalten oder aus Hanf mit einem Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % hergestellt werden), soweit es nicht zu medizinischen Zwecken verwendet wird (BGer 6B_1113/2013 und 6B_1114/2013 vom 30.”
“Sie sind in gesundheitlicher Hinsicht dennoch nicht unbedenklich und stellen Betäubungsmittel dar (BGE 120 IV 256). "Verbotenes Cannabis" ist gemäss Verzeichnis "d" der BetmVV-EDI nur die Hanfpflanze oder ihre Teile, welche einen durchschnittlichen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % aufweisen (sowie sämtliche Gegenstände und Präparate, welche einen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % beinhalten oder aus Hanf mit einem Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % hergestellt werden), soweit es nicht zu medizinischen Zwecken verwendet wird (BGer 6B_1113/2013 und 6B_1114/2013 vom 30. Juni 2014 E. 4.2; Schlegel/ Jucker, a.a.O., N 23 ff. zu Art. 8 BetmG, mit Hinweisen; Hug-Beeli, a.a.O., N 32 ff. zu Art. 8 BetmG). Die einzelnen Tatbestände sind als abstrakte Gefährdungsdelikte ausgestaltet, weshalb nicht der Eintritt einer Gefahr verlangt wird, sondern bloss ein Tun bestraft wird, welches leicht eine konkrete Gefahr auslösen kann. Damit lässt sich auch der Tatbestand des blossen Anstaltentreffens begründen (Hug-Beeli, a.a.O., N 20 zu Art. 19 BetmG, mit Hinweisen).”
“Selon le tableau des substances de l’annexe 1 de l’Ordonnance sur les tableaux des stupéfiants (OTStup-DFI ; RS 812.121.11), sont considérés comme des produits stupéfiants au sens de la loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes (LStup ; RS 812.121), les plantes de chanvre ou parties de plantes de chanvre présentant une teneur totale moyenne en THC de 1,0 % au moins et tous les objets et préparations présentant une teneur totale en THC de 1,0 % au moins ou fabriqués à partir de chanvre présentant une teneur totale en THC de 1,0 % au moins. Les stupéfiants au sens de l’art. 19 LStup sont susceptibles de confiscation au sens de l’art. 69 CP (Madeleine Hirsig-Vouilloz, Commentaire Romand CP, 2ème éd. 2021, Bâle, N 24 ad art. 69).”
“Détaillant le processus de test permettant de mesurer la teneur en THC de produits cannabinoïdes, la cour cantonale a en substance retenu que les produits commandés par le recourant contenaient un taux de THC supérieur à 1 %, de sorte qu'ils rentraient dans la catégorie de stupéfiants au sens de l'art. 19 LStup et étaient susceptibles d'être confisqués (art. 69 CP). S'agissant des autres produits qui se trouvaient dans le colis confisqué, à savoir les joints et certains échantillons offerts au recourant, elle a considéré que leur illégalité n'était pas démontrée. La cour cantonale a exposé les motifs pour lesquels elle écartait les arguments du recourant dirigés contre la fiabilité des tests effectués. En l'espèce, le recourant ne formule aucune conclusion. En outre, son argumentation consiste uniquement en une vaste rediscussion des faits. Il ne fait qu'opposer sa propre version à celle de la cour cantonale concernant la commande de produits cannabinoïdes et la teneur en THC des différents échantillons reçus, dans une démarche purement appellatoire. Il n'y a pas lieu d'entrer en matière sur les critiques que forme le recourant contre la prise de position du ministère public (décision attaquée, consid. 1.5), laquelle n'a au demeurant pas été suivie par la cour cantonale. Le recourant est également irrecevable à contester la fiabilité des tests, au seul motif qu'il " parle par expérience ".”
Nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG werden sowohl der Versuch als auch bestimmte qualifizierte Vorbereitungshandlungen erfasst und in der Rechtsprechung zu selbständigen Tatformen mit derselben Strafandrohung wie die in den lit. a–f genannten Verhaltensweisen gewertet. Dementsprechend kann bereits ein blosses Anstaltentreffen oder sonstige vorbereitende Handlungen strafbar sein; die Strafbarkeit wird damit in der Praxis vergleichsweise früh angesetzt.
“22 StGB wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen und wertet sie zu selbständigen Taten mit derselben Strafandrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen auf (BGer 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.4; BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 102 f., 133 IV 187 E. 3.2 S. 192 f.). Damit wird die Strafbarkeit weit vorgelagert, indem schon das blosse Anstaltentreffen bestraft wird und damit Vorbereitungshandlungen, die der Täter zwecks Begehung eines Delikts gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a-f BetmG ausführt, das tatbestandsmässig nicht erfüllt ist (BGer 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.5; BGE 130 IV 131 E. 2.1 S. 135 f.; ausführlich BGer 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.1-10.6). Wer in solchen Fällen alle Merkmale eines der gesetzlichen Tatbestände objektiv wie subjektiv erfüllt, ist nach der bundesgerichtlichen Praxis als Täter zu betrachten und untersteht der vollen Strafdrohung auf die sonst üblichen Abstufungen strafrechtlicher Verantwortung wird nach dem gesetzgeberischen Konzept keine Rücksicht genommen (BGer 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 E. 1.2.2; kritisch: Albrecht, Art. 19 Abs. 1 BetmG: Zwischen Täterschaft und Gehilfenschaft, in: forumpoenale 2017, S. 337 ff.). Dasselbe gilt, wenn lediglich die tatbestandsmässige Verwirklichungsform des Anstaltentreffens verübt wurde. Wenn die Anklage dem Beschuldigten Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz und im einzelnen «Drogenhandelsaktivitäten» vorwirft, dann nimmt sie zunächst Bezug auf diese weit gefassten Handlungsformen bzw. -stufen und beinhaltet diese auch. In der vorliegenden Beschreibung des konkreten Tatvorgehens wäre sodann das blosse Anstaltentreffen mitumfasst; die Anklageschrift hat sogar die Abweichungen und Unstimmigkeiten bei der Abwicklung der Geschäfte in ihrer Schilderung aufgezeigt (zum Akkusationsprinzip vgl. im Übrigen E. 2.1.2 oben).”
“Schliesslich ist auch dem (Eventual-)Einwand des Beschuldigten (Berufungsbegründung Ziff. II.18, Akten S. 2206), es sei nicht erstellt, dass der Beschuldigte die Drogen in Empfang genommen bzw. weiterverkauft habe, und ein allfälliges blosses Anstaltentreffen sei nicht hinreichend angeklagt, nicht beizupflichten. Der Tatbestand der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz ist hinsichtlich der Tathandlungen weit gefasst und umfasst eine Vielzahl an Beteiligungsformen und Vorstufen, so insbesondere auch das Anstaltentreffen (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Dieses erfasst sowohl den Versuch im Sinne von Art. 22 StGB wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen und wertet sie zu selbständigen Taten mit derselben Strafandrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen auf (BGer 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.4; BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 102 f., 133 IV 187 E. 3.2 S. 192 f.). Damit wird die Strafbarkeit weit vorgelagert, indem schon das blosse Anstaltentreffen bestraft wird und damit Vorbereitungshandlungen, die der Täter zwecks Begehung eines Delikts gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a-f BetmG ausführt, das tatbestandsmässig nicht erfüllt ist (BGer 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.5; BGE 130 IV 131 E. 2.1 S. 135 f.; ausführlich BGer 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.1-10.6). Wer in solchen Fällen alle Merkmale eines der gesetzlichen Tatbestände objektiv wie subjektiv erfüllt, ist nach der bundesgerichtlichen Praxis als Täter zu betrachten und untersteht der vollen Strafdrohung auf die sonst üblichen Abstufungen strafrechtlicher Verantwortung wird nach dem gesetzgeberischen Konzept keine Rücksicht genommen (BGer 6B_1026/2017 vom 1.”
Anstalten im Sinne von Art. 19 Abs. 1 können bereits vorliegen, wenn der Täter konkret beabsichtigt, Betäubungsmittel unentgeltlich in Kleinstmengen (z. B. an Parties) abzugeben. Ebenso können schon die Entgegennahme von Geld zur Beschaffung oder das konkrete Versprechen, Betäubungsmittel für eine andere Person zu besorgen, als nach aussen kundgetane Anstalten zur unbefugten Veräusserung gelten.
“der Anklageschrift wurde der Beschuldigte am 18. Juni 2017 von der Polizei angehalten, wobei in seinem Personenwagen 24 Gramm Kokain- und 25 Gramm Heroingemisch sichergestellt worden sind. Im Rahmen der Hausdurchsuchung wurde in seiner Autogarage weitere 13 Gramm Kokaingemisch und 31 Gramm Haschisch vorgefunden, welche er dort versteckt hatte. Das Kokaingemisch war einerseits für seinen Eigenkonsum bestimmt und andererseits hatte er vor, Teile davon an Drogenpartys unentgeltlich an Kollegen abzugeben. Das Heroingemisch und das Haschisch waren hingegen – wie bereits eingangs erwähnt – vollständig für den Eigenkonsum bestimmt. Indem der Beschuldigte das Kokaingemisch im Auto transportierte, erfüllte er die in Art. 19 Abs. 1 BetmG aufgeführte Tathandlung des unbefugten Beförderns (Bst. b). Ein Kokaingemisch über einen längeren Zeitraum in einem Versteck aufzubewahren erfüllt die Tathandlung des unbefugten Lagerns (Bst. b). Da der Beschuldigte die tatsächliche Gewalt über die Betäubungsmittel innehatte, erfüllte er zusätzlich die Tathandlung des unbefugten Besitzes (Bst. d). Dies alles tat er in der Absicht, einen Teil des Kokaingemisches seinen Kollegen (unentgeltlich) abzugeben, womit er Anstalten traf, die Betäubungsmittel unbefugt zu veräussern (Bst. g i.V.m. c). Der objektive Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 BetmG ist damit erfüllt. Gestützt auf das vorstehende Beweisergebnis hinsichtlich Ziff.”
“Dem Beschuldigten wurde nicht vorgeworfen, den objektiven Tatbe- stand von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG erfüllt und unbefugt Betäubungsmittel ver- äussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr gebracht zu haben. Es ist dagegen erstellt, dass er sich bereiterklärte, der Ge- schädigten G._____ MDMA Tabletten zu verschaffen resp. ihr dies anbot, und zu diesem Zweck auf Fr. 100.– von ihr entgegennahm. Laut seinen eigenen Aussa- gen verfügte er über entsprechende Kontakte. Damit hat er den subjektiven Tat- bestand erfüllt. Durch die Entgegennahme von Bargeld, sei dies zwecks Erwerb von Betäubungsmitteln oder als Vermittlungsprämie, äusserte sich sein Ent- schluss, G._____ Betäubungsmittel zu verschaffen. Somit traf er nach aussen of- fen kundgetan entsprechende Anstalten und erfüllte damit den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG (Anstalten treffen).”
Das in den Quellen dargestellte Fehlen fester Wohnverhältnisse und legaler Einkünfte kombiniert mit nachgewiesenem Handel von harten Drogen kann in konkreten Fällen als Indiz für ein ernsthaftes Fortsetzungs‑ und/oder Fluchtrisiko gewertet werden. Solche Umstände können damit die Annahme stützen, dass weniger einschneidende Massnahmen zur Durchsetzung einer Wegweisung oder zur Sicherstellung des tatsächlichen Abgangs nicht ausreichen, und folglich die Anordnung administrativer Haft rechtfertigen. Es bleibt dabei auf den jeweiligen Einzelfall und die Prüfung von Geeignetheit, Erforderlichkeit und Verhältnismässigkeit beschränkt.
“, se compose des règles d'aptitude - qui exige que le moyen choisi soit propre à atteindre le but fixé -, de nécessité - qui impose qu'entre plusieurs moyens adaptés, on choisisse celui qui porte l'atteinte la moins grave aux intérêts privés - et de proportionnalité au sens étroit - qui met en balance les effets de la mesure choisie sur la situation de la personne concernée et le résultat escompté du point de vue de l'intérêt public (ATF 125 I 474 consid. 3 et les arrêts cités ; arrêt du Tribunal fédéral 1P.269/2001 du 7 juin 2001 consid. 2c ; ATA/752/2012 du 1er novembre 2012 consid. 7). Il convient dès lors d'examiner, en fonction des circonstances concrètes, si la détention en vue d'assurer l'exécution d'un renvoi au sens de l'art. 5 par. 1 let. f CEDH est adaptée et nécessaire (ATF 135 II 105 consid. 2.2.1 ; 134 I 92 consid. 2.3.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 2C_26/2013 du 29 janvier 2013 consid. 3.1 ; 2C_420/2011 du 9 juin 2011 consid. 4.1 ; 2C_974/2010 du 11 janvier 2011 consid. 3.1 ; 2C_756/2009 du 15 décembre 2009 consid. 2.1). 11. En l'occurrence, M. A______ fait l’objet d’une décision de renvoi immédiatement exécutoire prononcée par l’OCPM le 13 janvier 2024. Il a été poursuivi et condamné pour infraction à l’art. 19 al. 1 LStup en raison de son implication dans un trafic d'héroïne, soit une drogue dure. Il est évident qu’il s’est livré à un tel trafic parce qu’il y a perçu un moyen facile de se procurer rapidement et sans peine de l’argent, étant sans source de revenu et sans domicile à Genève, et ayant par ailleurs reconnu avoir été dans le besoin. Il est en outre consommateur de marijuana. Force est donc de constater qu’il n’a pas agi ou du moins n’avait pas l’intention d’agir « que de manière isolée » et qu’il aurait sans nul doute poursuivi cette activité s’il n’avait pas été interpellé par la police. Ces circonstances démontrent l’existence d’un risque sérieux qu’il pourrait continuer à vendre de l'héroïne - dont tout porte à croire que ce trafic constituait la raison principale de son séjour à Genève - s’il était remis en liberté, de sorte que sa détention administrative est justifiée. L’assurance de son départ de Suisse répond par ailleurs à un intérêt public certain et toute autre mesure moins incisive que la détention administrative serait vaine pour assurer sa présence le 17 janvier 2024, au moment où M.”
“Ensuite, elles entreprendraient les démarches en vue de l'obtention d'un laissez-passer et la réservation d'un vol, ou présenteraient l’intéressé à la délégation d'un autre pays, selon les pistes qui leur seraient données. C'était aussi pour cette raison qu’elles avaient demandé une détention administrative de deux mois. M. A______ a conclu à sa mise en liberté immédiate. L'ordre de mise en détention pris à son encontre n'était pas nécessaire, était inadéquat et ne tenait pas compte du préavis favorable pour bonne conduite prononcé dans le cadre de sa détention pénale, de ses économies, du fait qu'il possédait une carte d'identité lui permettant de séjourner en Italie et de son engagement à y retourner immédiatement, par ses propres moyens, s'il venait à être libéré. 15) Par jugement du 7 octobre 2022, le TAPI a confirmé l'ordre de mise en détention administrative pour une durée de deux mois. M. A______ faisait l'objet d'une décision d'expulsion pénale prononcée par le Tribunal de police le 28 avril 2022 pour une durée de trois ans. Il avait été reconnu coupable à plusieurs reprises, la dernière fois par le jugement précité, notamment d’infractions à l'art. 19 al. 1 LStup et de non-respect d'une mesure d'assignation territoriale. Il était démuni de toutes ressources financières légales et n’en était pas à sa première condamnation pour trafic de drogue. En conséquence, il pouvait être retenu qu’il aurait sans aucun doute poursuivi cette activité s'il n'avait pas été interpellé par la police. Sa détention administrative était ainsi justifiée sur la base des art. 76 al. 1 let. b ch. 1 et 75 al. 1 let. b et g LEI, sans qu’il soit nécessaire d’examiner si elle pouvait l’être également en application de l’art. 76 al. 1 let. b ch. 3 et 4 LEI. L’assurance de son départ de Suisse répondait à un intérêt public certain et toute autre mesure moins incisive que la détention administrative serait vaine pour assurer sa présence au moment où il devrait monter dans l’avion devant le reconduire au Nigéria, étant relevé que l’intéressé n’avait ni résidence fixe, ni source légale de revenu en Suisse et que les autorités suisses devaient s'assurer du fait qu'il quitterait effectivement le territoire.”
Gerichte haben in der Praxis anerkannt, dass eine Mitwirkung als Mittäterin oder Mittäter nach Art. 19 Abs. 1 BetmG auch dann bejaht werden kann, wenn Beteiligte Jugendliche sind oder die Tat hierarchisch gesteuert wurde. Ebenso kann Mitwirkung trotz fehlender Nachweise einer physischen Anwesenheit angenommen werden; Instruktionen und Telekommunikationsverbindungen können in solchen Fällen als Indizien für eine Beteiligung gewertet werden.
“237 république et canton de Genève POUVOIR JUDICIAIRE P/18649/2022 ACPR/288/2023 COUR DE JUSTICE Chambre pénale de recours Arrêt du lundi 24 avril 2023 Entre A______, actuellement détenu à la prison de B______, comparant par Me C______, avocate, recourant, contre l'ordonnance de prolongation de la détention provisoire rendue le 20 mars 2023 par le Tribunal des mesures de contrainte, et LE TRIBUNAL DES MESURES DE CONTRAINTE, rue des Chaudronniers 9, 1204 Genève - case postale 3715, 1211 Genève 23, LE MINISTÈRE PUBLIC de la République et canton de Genève, route de Chancy 6B, 1213 Petit-Lancy - case postale 3565, 1211 Genève 3, intimés. EN FAIT : A. Par acte expédié le 3 avril 2023, A______ recourt contre l'ordonnance du 20 mars 2023, notifiée le 22 mars 2023, par laquelle le Tribunal des mesures de contrainte (ci-après : TMC) a ordonné la prolongation de sa détention provisoire jusqu'au 21 mai 2023. Le recourant conclut, sous suite de frais, à l'annulation de ladite ordonnance et à sa mise en liberté immédiate, moyennant des mesures de substitution. B. Les faits pertinents suivants ressortent de la procédure : a. A______, né en 2002, est prévenu de brigandage (art. 140 CP), extorsion (art. 156 CP), tentative d'extorsion (art. 22 cum 156 CP), menaces (art. 180 CP), contrainte (art. 181 CP), insultes (art. 177 CP), utilisation frauduleuse d'un ordinateur (art. 147 CP) et détention de stupéfiants (art. 19 al. 1 LStup). Il lui est reproché d'avoir, à Genève, : - le 1er juillet 2022, contraint D______, né en 2007, en le menaçant de le planter avec un couteau, à lui remettre la somme de CHF 1'200.- ou CHF 1'500.-, puis étant donné que la victime n'avait pas cette somme, de l'avoir, sous la contrainte, obligé à extorquer de l'argent à E______, en lui donnant un couteau et en lui disant ce qu'il devait dire et faire, étant précisé que E______ a retiré la somme de CHF 1'400.- qu'il a remise à D______, lequel lui a finalement remis l'argent; - en août 2022, par WhatsApp, menacé de frapper et planter avec un couteau D______ afin que ce dernier lui remette une somme de CHF 500.-; - le 22 août 2022, à F______, de concert avec deux comparses dont l'un était porteur d'un couteau, lame ouverte, abordé D______, l'avoir obligé de prendre le tram ______ en direction de G______ puis une fois descendu du tram, l'avoir obligé de monter à son domicile afin de prendre la somme de CHF 300.- pour la lui remettre, puis, le plaignant étant revenu sans argent, lui avoir laissé jusqu'au lendemain pour lui donner CHF 300.”
“: "Habe ein paar Nummern genommen aber ich muss mit denen Reden", "Ich muss es probieren") et ceux adressés le même jour à différents contacts depuis le téléphone de marque M______ ("Ich bin ein Freund Ihres Freundes, um etwas Gutes zu geben, ich bin ein Freund dieses Albaners"), dont tout porte à croire qu'il était utilisé par l'appelant, alors que son absence de Suisse entre le 21 novembre et le 17 décembre 2020 n'est pas démontrée, ni même rendue vraisemblable. Pour ces motifs, la Chambre de céans est convaincue, au-delà de tout doute possible et à l'instar du TCO, que l'appelant s'est associé pleinement à toutes les activités liées au trafic de cocaïne dirigé par son père et que, partant, les agissements décrits dans l'acte d'accusation peuvent lui être imputés à titre de coauteur, peu importe que lui-même se soit ou non trouvé physiquement sur le territoire suisse au moment où ils ont été exécutés et qu'il n'ait pas remis personnellement la drogue au vendeur (cf. ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 p. 39). Au vu des quantités en jeu, le cas grave de l'art. 19 al. 2 let. a LStup est réalisé. L'appel sera donc aussi rejeté sur ce point. 3. 3.1.1. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire les comportements notamment décrits aux let. c et d de cette même disposition. La peine privative de liberté est d'un an au moins, cette sanction pouvant être cumulée avec une peine pécuniaire, en présence du cas grave prévu par l'art. 19 al. 2 let. a Stup. 3.1.2. À teneur de l'art. 291 al. 1 CP, celui qui aura contrevenu à une décision d'expulsion du territoire de la Confédération ou d'un canton prononcée par une autorité compétente sera puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. 3.2. Le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (art. 47 al. 1 CP). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al.”
Der Beginn des Herstellungsvorgangs genügt für die Vollendung eines Herstellungsdelikts nach Art. 19 Abs. 1 BetmG; ein Herstellungserfolg ist nicht erforderlich. Umgekehrt begründen blosse Indizien (z. B. Rückstände auf einer Anlage) nicht zwingend die Herstellungsbeteiligung; bleibt diese unklar, kann insoweit allein der Besitz nach Art. 19 Abs. 1 lit. d in Betracht kommen.
“angemieteten Räumlichkeiten zwar auch ein von ihm selbst gebauter Pollinator aufgefunden, auf dem ebenfalls Rückstände von betäubungsmittelhaltigem Pollinat sichergestellt wurden. Allein dieser Umstand stellt noch kein hinreichender Beweis dafür dar, dass B. die bei ihm sichergestellten ca. 24 kg Cannabisharz hergestellt hat. Dies gilt umso mehr, als der Beschuldigte B. nach eigenen Angaben versucht hat, das ihm angeblich von einer Person übergebene Cannabismaterial mittels des von ihm selbst konstruierten Pollinators zu pollinieren, was ihm aber letztlich nicht gelungen ist, womit sich die Rückstände auf dem Pollinator ohne weiteres erklären lassen. Gerade in dieser Hinsicht wirft ihm die Anklage aber keine Herstellung, sondern einzig Besitz vor. Entsprechend ist in dubio pro reo davon auszugehen, dass der Beschuldigte B. das Cannabisextrakt und das Cannabisharz nicht selbst hergestellt, sondern lediglich besessen hat. 3.1.5.4 Ergebnis Zusammengefasst ist der Beschuldigte B. wegen Besitzes von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig zu sprechen. 3.2 Widerhandlung gegen das Waffengesetz 3.2.1 Anklagevorwurf Dem Beschuldigten B. wird schliesslich vorgeworfen, seit spätestens dem Jahr 2020 und bis am 16. November 2022 ohne Berechtigung einen Schlagring besessen zu haben. 3.2.2 Rechtliches 3.2.2.1 Gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Waffen, Waffenzubehör und Munition vom 20. Juni 1997 (Waffengesetz, WG; SR 514.54) wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer vorsätzlich (Art. 333 Abs. 1 i.V.m. Art. 12 Abs. 2 StGB) ohne Berechtigung u.a. Waffen besitzt. Für die Tatbegehung genügt Eventualvorsatz. Dieser ist gegeben, wenn der Täter den Eintritt des Erfolgs bzw. die Tatbestandsverwirklichung für möglich hält und in Kauf nimmt (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 m.H.). 3.2.2.2 Als Waffen gelten gemäss Art. 4 Abs. 1 lit. d WG, Geräte, die dazu bestimmt sind, Menschen zu verletzen, namentlich Schlagringe, Schlagruten, Schlagstöcke, Wurfsterne und Schleudern. Zum Besitz einer Waffe ist berechtigt, wer den Gegenstand rechtmässig erworben hat (Art.”
“1 Dem Beschuldigten B. wird in Anklageziffer 1.2.1 zudem mehrfache Herstellung von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG vorgeworfen, indem dieser in einem unbekannten Zeitraum, jedoch spätestens bis zum 16. November 2022, unbefugt mit Hilfe eines Pollinators aus Drogenhanf 24.4671 kg Cannabisharz (Haschisch) gewonnen und dieses teilweise mit einer Presse zu Haschischblöcken gepresst habe, wobei der THC-Gehalt den Grenzwert von 1 % jeweils überschritten habe. Weiter soll er mit Hilfe einer Extraktionsanlage 16 Liter Cannabisextrakt mit einem THC-Gehalt von 1.9 % gewonnen haben. 3.1.2 Die Anklage wirft dem Beschuldigten B. in Anklageziffer 1.2.2 alsdann vor, 256.643 kg Cannabismaterial, 24.4671 kg Cannabisharz (Haschisch), 16 Liter Cannabisextrakt sowie ca. 15'000 Cannabissamen, jeweils der Kategorie «Drogenhanf» mit einem THC-Gehalt von über 1 %, ab einem unbekannten Zeitpunkt und bis am 16. November 2022 besessen und sich damit des mehrfachen Besitzes von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG strafbar gemacht zu haben. 3.1.3 Rechtliches 3.1.3.1 Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Betäubungsmittel in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden (Urteil 6B_1440/2019 vom 25. Februar 2020 E. 2.3.1 mit Hinweis). Nach Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Weise erzeugt. Als Herstellen gelten dabei alle zur Erzeugung von Betäubungsmitteln geeigneten Verfahren. Zur Vollendung des Delikts gehört dabei kein Herstellungserfolg, es genügt vielmehr, dass mit einem Betäubungsmittel gearbeitet wird, womit bereits mit Beginn des Herstellungsvorganges die Vollendung eintritt. Gemäss lit. d desselben Artikels macht sich auch strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Besitz im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes setzt grundsätzlich Herrschaftsmöglichkeit, d.”
“1 zudem mehrfache Herstellung von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG vorgeworfen, indem dieser in einem unbekannten Zeitraum, jedoch spätestens bis zum 16. November 2022, unbefugt mit Hilfe eines Pollinators aus Drogenhanf 24.4671 kg Cannabisharz (Haschisch) gewonnen und dieses teilweise mit einer Presse zu Haschischblöcken gepresst habe, wobei der THC-Gehalt den Grenzwert von 1 % jeweils überschritten habe. Weiter soll er mit Hilfe einer Extraktionsanlage 16 Liter Cannabisextrakt mit einem THC-Gehalt von 1.9 % gewonnen haben. 3.1.2 Die Anklage wirft dem Beschuldigten B. in Anklageziffer 1.2.2 alsdann vor, 256.643 kg Cannabismaterial, 24.4671 kg Cannabisharz (Haschisch), 16 Liter Cannabisextrakt sowie ca. 15'000 Cannabissamen, jeweils der Kategorie «Drogenhanf» mit einem THC-Gehalt von über 1 %, ab einem unbekannten Zeitpunkt und bis am 16. November 2022 besessen und sich damit des mehrfachen Besitzes von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG strafbar gemacht zu haben. 3.1.3 Rechtliches 3.1.3.1 Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Betäubungsmittel in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden (Urteil 6B_1440/2019 vom 25. Februar 2020 E. 2.3.1 mit Hinweis). Nach Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Weise erzeugt. Als Herstellen gelten dabei alle zur Erzeugung von Betäubungsmitteln geeigneten Verfahren. Zur Vollendung des Delikts gehört dabei kein Herstellungserfolg, es genügt vielmehr, dass mit einem Betäubungsmittel gearbeitet wird, womit bereits mit Beginn des Herstellungsvorganges die Vollendung eintritt. Gemäss lit. d desselben Artikels macht sich auch strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Besitz im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes setzt grundsätzlich Herrschaftsmöglichkeit, d.h. die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zur Sache und das Wissen darum, wo sie sich befindet, sowie Herrschaftswillen, d.”
Bei bandenmässiger Begehung können dem einzelnen Bandenmitglied nur die Umsätze zugerechnet werden, die aus den tatbestandsmässigen Handlungen stammen, an denen es sich tatsächlich beteiligt hat. Für die Annahme von Gewerbsmässigkeit sind die hierfür massgeblichen persönlichen Voraussetzungen bzw. Schwellenwerte zu prüfen; sie setzen grundsätzlich eine persönliche Beteiligung bzw. persönliche Erfüllung der betreffenden Kriterien voraus.
“Eine Einschränkung muss man hier aber insofern vornehmen, als dass eine derartige Zurechnung nur für die bandenmäs- sig begangenen Tathandlungen möglich ist, an denen der Täter sich auch tat- sächlich in irgendeiner Form beteiligt hat (OFK/BetmG-S CHLEGEL-JUCKER, Art. 19 N 218). Sodann muss der grosse Umsatz effektiv "erzielt", d.h. realisiert werden. Daran mangelt es, solange bspw. der Preis für das verkaufte Betäubungsmittel nicht bezahlt ist. Die in Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG umschriebene Qualifikation be- trifft besondere persönliche Merkmale in Sinne von Art. 27 StGB. Die Annahme eines qualifizierten Falls kommt somit hier nur in Betracht, wenn der Täter selbst das Tatbestandsmerkmal erfüllt hat, d.h. grundsätzlich persönlich einen grossen Umsatz erzielt hat. Ein Teilnehmer, auf den nicht die Voraussetzungen der Ge- werbsmässigkeit und des grossen Umsatzes als persönliche Merkmale nach Art. 27 StGB zutreffen, kann daher – sofern keine andere Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 BetmG vorliegt – nur nach Art. 19 Abs. 1 BetmG bestraft werden. Aller- dings soll im Rahmen einer mittäterschaftlichen bzw. bandenmässigen Bege- hungsweise der von den Beteiligten erzielte Gesamtumsatz dem einzelnen Mit- glied zugerechnet werden können (OFK/BetmG-S CHLEGEL-JUCKER, Art. 19 N 218, vgl. BGE 147 IV 180). Dieser Grundsatz muss aber mit Blick auf die Bandenmäs- sigkeit als eine gesteigerte Form der Mittäterschaft eingeschränkt werden: Dem Bandenmitglied können daher nur diejenigen Umsätze zugerechnet werden, die aus Straftaten stammen, an denen er als Bandenmitglied selbst mitgewirkt hat. Einem sog. "Läufer", der nur Kleinportionen ausliefert, können daher nicht sämtli- che Geschäfte einer grossen Organisation zugerechnet werden (OFK/BetmG- S CHLEGEL-JUCKER, Art. 19 N 221 mit Hinweisen). C. Würdigung der Handlungen des Beschuldigten A._____ - 61 -”
“_____ ei- ne Hanfanlage zu erstellen und zu betreiben sowie eine gemeinsame und gleich- berechtigte Betreibung der Anlage G._____ nicht erwiesen. Das Hochziehen der Holzwände als Tatbeitrag des Beschuldigten B._____ ist nach den konkreten Umständen vorliegend für die Ausführung des Deliktes nicht so wesentlich, dass sie mit ihm steht oder fällt. Das Betreiben der Hanfanlage wäre wohl auch ohne diesen Beitrag möglich gewesen. Dies muss daher als noch eine untergeordnete Hilfeleistung betrachtet werden und erreicht nicht die Qualität, um B._____ dies- bezüglich als Mittäter zu bezeichnen. Gleiches gilt sodann gemäss den obigen Erwägungen jedenfalls bezüglich der Aufbewahrung des Düngeplanes – dessen Verwendung ohnehin unklar ist – und der weiteren Dokumente. Mit dem Hochzie- hen der Holzwände und dem Erstellen des Düngeplans hat sich der Beschuldigte demnach lediglich – aber immerhin – der Gehilfenschaft im Sinne von Art. 25 - 64 - StGB zu Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG schuldig gemacht. Abgesehen davon, dass das Vorliegen von Bandenmässigkeit wie erwogen ohnehin zu verneinen ist, ist Folgendes zu beachten. Wie oben erwogen muss der grosse Umsatz zwar nicht zwingend direkt beim Täter anfallen und es muss zur Bejahung der Gewerbsmäs- sigkeit auch nicht bei jedem einzelnen Bandenmitglied die massgeblichen Schwellenwerte erreicht werden. Es ist aber wie erwogen einschränkend zu be- rücksichtigen, dass eine derartige Zurechnung nur für die bandenmässig began- genen Tathandlungen möglich ist, an denen der Täter sich auch tatsächlich in ir- gendeiner Form beteiligt hat. Vorliegend hat der Beschuldigte B._____ ohnehin – selbst wenn man das Vorliegen einer Bande bejahen würde – keine Tathandlun- gen begangen, welche die Gewerbsmässigkeit bzw. den grossen Umsatz erwirk- ten. Der grosse Umsatz der Hanfanlage G._____ ist ihm daher jedenfalls nicht anzurechnen.”
“Am 25. September 2018 hat der Beschuldigte C._____ zusammen mit dem Beschuldigten A._____ mehrere Kilogramm Marihuana von der Hanfanlage I._____ abtransportiert. Das in Verkehr bringen von Drogen ist im Gesetz als selbstständiger Straftatbestand bzw. verbotene Handlung umschrieben. Der Be- schuldigte C._____ ist daher diesbezüglich als Mittäter einzustufen. Er hat sich damit des Vergehens gegen Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG schuldig gemacht. Auch hier gilt, dass er damit, selbst wenn man das Vorliegen einer Bande bejahen wür- de, keine Tathandlungen begangen hat, welche den gesamten Umsatz erwirkten. Der Umsatz der Hanfanlage I._____, der ohnehin nicht als gross im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG zu qualifizieren ist, ist ihm daher jedenfalls nicht anzu- rechnen.”
Auch bei geringen Mengen kann Art. 19 Abs. 1 BetmG verwirklicht sein; ein Verstoss bleibt nicht allein deshalb straffrei. Die Menge der eingesetzten Betäubungsmittel kann jedoch bei der Strafzumessung zu einer angemessenen Reduktion der Strafe (quotenmässige Verminderung) führen.
“Elle a ajouté que l'intéressé avait voulu s'affranchir des contraintes administratives pour tester ses idées et qu'il s'y serait plié dans un second temps si ses idées avaient été validées par l'expérience, pour officialiser celle-ci. Elle a estimé que le recourant avait dès lors inversé les priorités et qu'il avait préféré suivre ses intuitions plutôt que les règles légales, de sorte qu'il était exclu d'admettre que sa culpabilité était nulle (jugement querellé, pp. 24-25). Ce raisonnement ne prête pas le flanc à la critique et permet de considérer que la culpabilité de recourant n'est en l'espèce pas de peu d'importance. Le recourant savait qu'il devait engager une procédure d'autorisation pour commander les produits stupéfiants litigieux et pour effectuer les tests envisagés. Il a toutefois préféré, qui plus est sans le concours de sa hiérarchie, outrepasser les obligations qui lui incombaient dans le but de procéder à l'expérimentation sollicitée, au lieu de simplement suivre le cadre légal et le régime d'autorisation prévu à cet effet. On peut ajouter que, par rapport aux cas typiques réprimés par les art. 19 al. 1 LStup et 28 al. 1 let. e LPA, la culpabilité du recourant n'apparaît pas moindre. Si les quantités de stupéfiants commandées sont certes faibles, on ne saurait exempter de toute peine chaque infraction à la LStup pour ce seul motif, au risque de vider l'art. 19 al. 1 LStup de sa substance. A cet égard, il y a plutôt lieu d'en réduire, comme l'ont fait les autorités précédentes, la quotité en une juste proportion selon la quantité de substance incriminée. De plus, en s'abstenant de demander l'autorisation nécessaire pour procéder à des expérimentations animales, le recourant a enfreint l'art. 18 al. 1 LPA de manière typique par rapport aux cas revêtant la même qualification. Pour le surplus, la procédure jusqu'au jugement de l'autorité cantonale, de l'ordre de trois ans, a été d'une durée usuelle, ce d'autant plus qu'elle a impliqué de nombreux actes judiciaires intermédiaires, comme des ordonnances pénales ou des décisions sur la question du for. Les éventuelles difficultés en lien avec la profession du recourant ou avec les médias ne sont enfin pas de nature à réduire sa culpabilité ou la gravité des actes qu'il a commis.”
Das Lagern i.S.v. Art. 19 Abs. 1 BetmG wird in der Regel vom Begriff des Aufbewahrens bzw. des unbefugten Besitzes mitumfasst. Soweit in Rechtsprechung und Literatur beurteilt, ändert etwa die Anmietung eines Lagerraums (auch mit Sicherungsmassnahmen) an dieser Einordnung nichts.
“Es ist der Verteidigung zuzustimmen, dass der Beschuldigte durch das Auf- bewahren bzw. den unbefugten Besitz dieser Drogen im weiteren lediglich den Tatbestand von Art. 19 Ziff. 1 lit. d BetmG (unbefugtes Besitzen, Aufbewahren) und nicht noch zusätzlich denjenigen von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG (Lagern) er- füllt hat. Das Lagern wird vorliegend vom Begriff des Aufbewahrens bzw. des un- befugten Besitzes mitumfasst (vgl. auch OFK/BetmG-S CHLEGEL/JUCKER, 4. Aufl., BetmG Art. 19 N 41). Daran ändert auch nichts, dass der Beschuldigte dazu einen Lagerraum gemietet und diesen mit einer Alarmanlage gesichert hat. Des Weite- ren entfällt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG. Wie oben erwogen, ist die Anklage hinsichtlich der Weitergabe bzw. dem Verkauf von Drogen aus der ersten Probelieferung ungenügend. Bei der zweiten Lieferung wird dem Beschul- - 35 - digten lediglich vorgeworfen, dass die Drogen zur Weitergabe bestimmt waren. Eine tatsächliche Weitergabe bzw. Veräusserung wird ihm nicht zur Last gelegt. Die Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (Betäubungsmittel veräussern, ei- nen Dritten verschaffen oder in Verkehr bringen) entfällt daher.”
“Das Geständnis des Beschuldigten anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 16. Mai 2019 wie auch vor Vorinstanz (Urk. 2/4 S. 4 und 7 f.; Urk. 39 S. 19) stimmt mit den bei ihm sichergestellten Betäubungsmitteln überein (Urk. 5/2). Gestützt auf seine Schilderungen bestehen auch keine Zweifel, dass er wusste, was er zum Zwecke des Eigenkonsums auf sich trug und aufbewahrte. Der Anklagesachverhalt ist erstellt. 2.3. Wer unbefugt Betäubungsmittel vorsätzlich konsumiert oder wer zum eige- nen Konsum eine Widerhandlung im Sinne von Artikel 19 begeht, wird mit Busse bestraft (Art. 19a Ziff. 1 BetmG). Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf an- dere Weise erlangt. Mit dem Konsum der verschiedenen Betäubungsmitteln hat der Beschuldigte die in Art. 19a Ziff. 1 BetmG umschriebenen Übertretungen begangen. Indem er zum Eigenkonsum Betäubungsmittel auf sich trug und in seiner Wohnung aufbewahr- te, besass er diese im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. Betreffend die objek- tiven Tatbestandsmerkmale handelte der Beschuldigte gestützt auf das Beweis- ergebnis mit Wissen und Willen und damit vorsätzlich. Das Lagern und Aufbewah- ren ist in der Regel im Begriff des unbefugten Besitzes enthalten (F INGER- HUTH /SCHLEGEL/JUCKER, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016, N. 76 zu Art. 19 BetmG). Ein Lagern im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG liegt entgegen der Vorinstanz (Urk. 51 S. 73 und 111) deshalb nicht vor. Der Beschuldigte ist demnach schuldig zu sprechen der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. Teilweise ist der Beschuldigte wie ausgeführt vom Vorwurf freizusprechen. - 24 - 3. Fahren in fahrunfähigem Zustand (Dossier 2) 3.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 22. Februar 2019 unter Einfluss von Kokain von einem unbekannten Ort in der Stadt Zürich nach P.”
Mehrere aufeinanderfolgende Teilakte, die zum selben Drogengeschäft gehören, bilden eine Bewertungseinheit; es liegt nur eine Straftat vor.
“Die Entgegennahme eines allfälligen Kaufpreises ist irrelevant (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 52 ff. zu Art. 19 BetmG). Die Tatbestandsvariante des Anstaltentreffens erfasst sowohl den Versuch wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen zu den in Art. 19 Abs. 1 Bst. a-f BetmG genannten Taten. Ein Anstaltentreffen liegt nur vor, wenn sich der Entschluss des Täters in bestimmten Handlungen äussert, wie zum Beispiel Kontaktaufnahme mit dem Drogenmilieu (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 97 ff. zu Art. 19 BetmG; Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 796 zu Art. 19 BetmG). Das Verhalten des Täters muss seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lassen (BGE 117 IV 309). Sämtliche im Rahmen ein und desselben Drogengeschäfts aufeinander folgende Teilakte stellen stets nur eine Straftat dar. Es handelt sich um verschiedene Angriffe auf das gleiche Rechtsgut. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer sogenannten Bewertungseinheit (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 164 zu Art. 19 BetmG). Dies hat zur Folge, dass trotz der verschiedenen Handlungen nur ein Schuldspruch ergeht, auch wenn in einem Strafurteilsdispositiv die verschiedenen Straftatbestände von Art. 19 Abs. 1 BetmG einzeln aufgeführt werden. Dies darf jedoch keine höhere Strafe im Sinne von Art. 49 StGB zur Folge haben, weil eine Tateinheit vorliegt (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 16 f. und 168 zu Art. 19 BetmG). In der Literatur wird folgende Konkurrenzausscheidung vorgenommen: Besitz ist als Auffangtatbestand subsidiär zu anderen Erwerbs- und Weitergabehandlungen. Das Anstaltentreffen wird durch alle anderen Tathandlungen konsumiert (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 17 zu Art. 19 BetmG). Frühere Entwicklungsstufen der deliktischen Tätigkeit wie ein vorangehender Erwerb und die Beförderung der zur Veräusserung bestimmten Drogen sind von einem Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung nicht erfasst. Das hat zur Folge, dass neben dem Schuldspruch für den Erwerb ein selbstständiger Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung zu ergehen hat.”
Bei Verstössen gegen Art. 19 BetmG kann die Konfiskation auf einer Gesamtwürdigung des gesamten Tatverkehrs beruhen. Der Richter ist nicht verpflichtet, jede einzelne Transaktion oder jeden Franken exakt einer einzelnen strafbaren Handlung zuzuordnen; vielmehr kann er Vermögenswerte konfiszieren, wenn er nach Prüfung aller relevanten Umstände zum Schluss gelangt, dass diese Werte aus dem im Ganzen zu betrachtenden Handel stammen oder deren rechtmässige Herkunft nicht glaubhaft dargelegt wurde. Dabei ist eine bloss unbestimmte Annahme einer deliktischen Herkunft unzulässig; die Entscheidung muss sich aus der Gesamtwürdigung der Beweismittel ergeben.
“Ainsi, le Tribunal fédéral a retenu le principe de la recette brute pour, notamment, des comportements généralement interdits, tels que le trafic de stupéfiants (arrêt 6B_986/2008 du 20 avril 2009 consid. 6.1.1), le recel par métier (arrêt 6B_728/2010 du 1er mars 2011 consid. 4.6) ou le blanchiment d'argent (arrêt 6S.426/2006 du 28 décembre 2006 consid. 5). Par contre, le principe de la recette nette trouve application lors de la commission d'une simple contravention (ATF 141 IV 305 consid. 6.3.3 p. 313 ; 141 IV 317 consid. 5.8.2 p. 326 s. ; 124 I 6 consid. 4b/cc et dd p. 9 ss ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_697/2009 du 30 mars 2010 consid. 2.4.1). Dans le domaine des stupéfiants, la question de la preuve du rapport de connexité doit s'appréhender à l'aune du fait que l'art. 19 LStup ne réprime pas globalement le "trafic de stupéfiants", mais érige différents comportements en autant d'infractions indépendantes, chaque acte, même répété, constituant une infraction distincte. Cependant, on ne saurait en déduire qu'une mesure de confiscation nécessiterait, dans ce contexte, d'établir un rapport de connexité entre chaque acte isolé constitutif d'une infraction au sens de l'art. 19 LStup et un montant correspondant, retiré de cet acte. En d'autres termes, on ne peut exiger du juge qu'il reconstitue a posteriori, au franc près, chaque transaction et le montant de son produit, respectivement la comptabilité précise du trafic, pour être à même de confisquer les sommes en main d'un trafiquant. Certes le juge ne peut-il se borner à exiger de l'auteur ou d'un tiers séquestré qu'il démontre l'origine licite des sommes en cause, pas plus qu'il ne peut se borner à constater une origine délictuelle indéterminée ou simplement vraisemblable. En revanche, le juge doit prononcer la confiscation lorsqu'il parvient à la conclusion, après avoir examiné l'ensemble des circonstances pertinentes – y compris, le cas échéant, l'incapacité de l'intéressé à justifier l'origine de fonds rendus suspects par d'autres éléments probants –, que les valeurs patrimoniales en cause sont le résultat d'un trafic appréhendé dans sa globalité. Une telle conclusion s'imposera d'autant plus lorsque l'aggravante de la bande (cf.”
“La vente de crack les 9 et 10 novembre 2022 commanderait à elle seule au minimum une peine pécuniaire de 60 jours-amende et devrait être étendue à 180 jours-amende, tel que retenu de manière adéquate par le TP, pour tenir compte de la vente de cocaïne les 11 et 12 avril 2022 (40 jours, peine hypothétique de 60 jours), la vente de cocaïne le 8 juin 2022 (40 jours, peine hypothétique de 60 jours), de la violation de l'interdiction de pénétrer dans le canton de Genève (30 jours, peine hypothétique de 40 jours) et de l'entrée illégale (10 jours, peine hypothétique de 20 jours). Le prononcé d'une peine pécuniaire de 180 jours-amende sera dès lors confirmé, tout comme le montant du jour-amende établi à CHF 10.- et le délai d'épreuve fixé à trois ans, conformes au droit. 4. 4.1.1. Selon l'art. 70 al. 1 CP, le juge prononce la confiscation des valeurs patrimoniales qui sont le résultat d'une infraction ou qui étaient destinées à décider ou à récompenser l'auteur d'une infraction, si elles ne doivent pas être restituées au lésé en rétablissement de ses droits. 4.1.2. Dans le domaine des stupéfiants, la question de la preuve du rapport de connexité doit s'appréhender à l'aune du fait que l'art. 19 LStup ne réprime pas globalement le "trafic de stupéfiants", mais érige différents comportements en autant d'infractions indépendantes, chaque acte, même répété, constituant une infraction distincte. Cependant, on ne saurait en déduire qu'une mesure de confiscation nécessiterait, dans ce contexte, d'établir un rapport de connexité entre chaque acte isolé constitutif d'une infraction au sens de l'art. 19 LStup et un montant correspondant, retiré de cet acte. En d'autres termes, on ne peut exiger du juge qu'il reconstitue a posteriori, au franc près, chaque transaction et le montant de son produit, respectivement la comptabilité précise du trafic, pour être à même de confisquer les sommes en main d'un trafiquant. Certes le juge ne peut-il se borner à exiger de l'auteur ou d'un tiers séquestré qu'il démontre l'origine licite des sommes en cause, pas plus qu'il ne peut se borner à constater une origine délictuelle indéterminée ou simplement vraisemblable. En revanche, le juge doit prononcer la confiscation lorsqu'il parvient à la conclusion, après avoir examiné l'ensemble des circonstances pertinentes – y compris, le cas échéant, l'incapacité de l'intéressé à justifier l'origine de fonds rendus suspects par d'autres éléments probants – que les valeurs patrimoniales en cause sont le résultat d'un trafic appréhendé dans sa globalité (arrêt du Tribunal fédéral 6B_474/2016 du 6 février 2017 consid.”
“Cela étant, la Cour est d'avis, avec le TP, que la nouvelle peine ferme pourra avoir un effet dissuasif et apparaît suffisante à détourner l'appelant de la récidive. Par conséquent, le sursis octroyé le 21 octobre 2020 ne sera pas révoqué. La prolongation du délai d'épreuve aux fins d'avertissement est conforme aux réquisits de la loi. L'appelant encourt une peine pécuniaire pour l'infraction à l'art. 286 CP. La peine de 10 jours-amende, à CHF 10.- l'unité, fixée par le premier juge, est proportionnée et non critiquée en tant que telle. Elle sera ainsi confirmée. Le sursis est acquis à l'appelant et le délai d'épreuve fixé à trois ans adéquat. 7. 7.1.1. Selon l'art. 70 al. 1 CP, le juge prononce la confiscation des valeurs patrimoniales qui sont le résultat d'une infraction ou qui étaient destinées à décider ou à récompenser l'auteur d'une infraction, si elles ne doivent pas être restituées au lésé en rétablissement de ses droits. 7.1.2. Dans le domaine des stupéfiants, la question de la preuve du rapport de connexité doit s'appréhender à l'aune du fait que l'art. 19 LStup ne réprime pas globalement le "trafic de stupéfiants", mais érige différents comportements en autant d'infractions indépendantes, chaque acte, même répété, constituant une infraction distincte. Cependant, on ne saurait en déduire qu'une mesure de confiscation nécessiterait, dans ce contexte, d'établir un rapport de connexité entre chaque acte isolé constitutif d'une infraction au sens de l'art. 19 LStup et un montant correspondant, retiré de cet acte. En d'autres termes, on ne peut exiger du juge qu'il reconstitue a posteriori, au franc près, chaque transaction et le montant de son produit, respectivement la comptabilité précise du trafic, pour être à même de confisquer les sommes en main d'un trafiquant. Certes le juge ne peut-il se borner à exiger de l'auteur ou d'un tiers séquestré qu'il démontre l'origine licite des sommes en cause, pas plus qu'il ne peut se borner à constater une origine délictuelle indéterminée ou simplement vraisemblable. En revanche, le juge doit prononcer la confiscation lorsqu'il parvient à la conclusion, après avoir examiné l'ensemble des circonstances pertinentes – y compris, le cas échéant, l'incapacité de l'intéressé à justifier l'origine de fonds rendus suspects par d'autres éléments probants – que les valeurs patrimoniales en cause sont le résultat d'un trafic appréhendé dans sa globalité (arrêt du Tribunal fédéral 6B_474/2016 du 6 février 2017 consid.”
Bei der Beweiswürdigung ist auf die Gesamtwürdigung mehrerer Indizien abzustellen. Kleine Mengen können mit Eigenkonsum vereinbar sein; bleiben Angaben zur Konsumhäufigkeit oder -menge jedoch widersprüchlich oder unglaubwürdig, verstärkt dies die Verdachtsgründe gegen die Behauptung des reinen Eigenkonsums. Umgekehrt sind mengenmässig erhebliche Mengen bzw. qualifizierte Mengen sowie längerer oder aktiver Umgang mit den Stoffen Indizien für Handel und können die besondere Konsumausnahme nach Art. 19a ausschliessen. Besitz setzt die tatsächliche Herrschaft über die Sache und den Willen zur Ausübung dieser Herrschaft voraus; auch ein "Weglegen" oder Zurückstellen mit Herrschaftswillen kann bereits als Besitz bzw. als Akt der Verfügung gewertet werden.
“L'appréciation des preuves doit être examinée dans son ensemble et l'état de fait déduit du rapprochement de divers éléments ou indices. Un ou plusieurs arguments corroboratifs peuvent demeurer fragiles si la solution retenue peut être justifiée de façon soutenable par un ou plusieurs arguments de nature à emporter la conviction (ATF 129 I 8 consid. 2.1 p. 9 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_109/2014 du 25 septembre 2014 consid. 2.1 ; 6B_398/2013 du 11 juillet 2013 consid. 2.1 et 6B_642/2012 du 22 janvier 2013 consid. 1.1). 2.2. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire notamment celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) et celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). Celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art. 19 LStup pour assurer sa propre consommation est, en revanche, passible d'une amende uniquement (art. 19a LStup). 2.3.1. En l'espèce, l'appelant affirme que les drogues retrouvées en sa possession le 16 mars 2021 étaient destinées à sa consommation personnelle. Toutefois, au vu des éléments au dossier, il s'agit uniquement de déclarations de circonstance visant à lui permettre de bénéficier d'une sanction plus clémente. Si les quantités retrouvées sur l'appelant ne peuvent pas être qualifiées d'importantes et restent conciliables avec une prétendue consommation personnelle, celle-ci – si elle était avérée – ne serait qu'occasionnelle. En effet, l'appelant n'a jamais prétendu être un consommateur régulier et le fait qu'il soit incapable de répondre aux questions ayant trait à la fréquence et à la quantité de drogue qu'il prétend consommer accrédite cette thèse. Ainsi, la possession d'une telle quantité de substances illicites pour une consommation personnelle et ponctuelle, si tant que celle-ci soit vraie, apparaît d'emblée suspecte, qui plus est s'agissant de deux types de drogues.”
“Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.3 ; 127 I 38 consid. 2a). 3.1.2. L'art. 19 al. 1 let. d LStup est réalisé par celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière. Selon l'art. 19a ch. 1 LStup, celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art. 19 pour assurer sa propre consommation est passible de l'amende. La jurisprudence a adopté une conception restrictive de cette disposition. Il faut que l'acte soit destiné exclusivement à permettre à l'auteur de se procurer la drogue pour sa propre consommation. L'application de cette circonstance atténuante spéciale est exclue dès que les infractions à l'art. 19 LStup conduisent des tiers à faire usage de stupéfiants. Celui qui, ne serait-ce que pour satisfaire ses propres besoins, se livre au trafic, vend ou permet à autrui, soit à des consommateurs potentiels, de se procurer de la drogue, ne peut dès lors bénéficier de l'art. 19a ch. 1 LStup (ATF 119 IV 180 consid. 2a ; 118 IV 200 consid. 3d ; SJ 1996 p. 341 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_352/2014 du 22 mai 2015 consid. 4 non publié in ATF 141 IV 273). 3.2. In casu, il est établi que, lors de son interpellation par la police, en septembre 2020, l'appelant était en possession de 8.5 grammes de cocaïne, conditionnés sous forme de boulettes et découverts dans une poche de sa jaquette, ainsi que de diverses sommes d'argent, dont CHF 2'239.-. L'appelant a commencé par nier être le propriétaire de cette drogue en affirmant avoir trouvé la jaquette sur les lieux de son interpellation, puis en déclarant qu'elle appartenait à un ami, voire que la police l'avait découverte sur un escalier. En tous les cas, il ne consommait pas de cocaïne et ne s'adonnait pas au trafic de stupéfiants.”
“Gramm reines Cocain- Hydrochlorid auf. In derselben Zeit verkaufte er eine qualifizierte Menge Kokain. Der Besitz und das Aufbewahren sind als Auffangtatbestände konzipiert. Sie gelangen im Verhältnis zu anderen Erwerbs- oder Weitergabehandlungen nur subsidiär zu Anwendung (C ORBOZ, a.a.O., N. 144 zu Art. 19 BetmG; FINGERHUTH/ SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., N. 159 zu Art. 19 BetmG). Der mengenmässig schwere Fall schlägt sich hier damit ausschliesslich im Verkauf nieder. - 15 - 1.4.4.5. Zusammenfassend ist der Beschuldigte schuldig zu sprechen der qualifi- zierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG. IV. Strafzumessung”
“1 LStup, est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire notamment celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), ainsi que celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d). Pour qu’il y ait détention ou possession, il faut que l’auteur ait la possession de la drogue, soit la maîtrise de fait avec la volonté de l’exercer. La possession n’est pas un état, mais un comportement causal, à savoir le fait de créer ou de maintenir la situation illégale; il faut que l’auteur ait la possibilité de maîtriser la drogue et la volonté de le faire. Cela signifie d’une part la possibilité d’accéder à la choser et la conscience du lieu où elle se trouve, ainsi que, d’autre part, la volonté d’exercer la maîtrise selon les possibilités réelles de le faire. Une volonté générale suffit pour les choses qui sont dans la sphère personnelle et dont l’existence peut être considérée en tout temps (Favre/Pellet/Stoudmann, Droit pénal accessoire, Code annoté, Lausanne 2018, ad art. 19 LStup, p. 845). 4.2.2 L’art. 19 al. 2 let. a LStup prévoit que l’auteur de l’infraction est puni d’une peine privative de liberté d’un an au moins, cette sanction pouvant être cumulée avec une peine pécuniaire, s’il sait ou ne peut ignorer que l’infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes. 4.3 La question déterminante est celle de savoir si l’appelante a possédé, détenu, respectivement procuré à un tiers des produits stupéfiants avec conscience et volonté. Elle savait que son ex-compagnon [...] se livrait au commerce de stupéfiants. Alors même qu’elle avait compris qu’il s’agissait de produits stupéfiants en découvrant le sac le 15 juillet 2019, elle a écarté son intention initiale d’appeler la police, tout comme elle a renoncé à casser le « pain » de cocaïne et à en jeter les débris aux toilettes. Après avoir trouvé la drogue, elle l’a bien plutôt mise sur une armoire pour ne pas la laisser en évidence. Elle a ainsi, selon ses termes, « posé la drogue en attendant de trouver une idée », ce qui constitue un acte de disposition, soit de maîtrise, exercé sur les produits stupéfiants.”
“Entgegen der Verteidigung verhielt die Beschul- digte sich beim – immerhin drei Monate dauernden – Besitz nicht nur passiv (Urk. 27 S. 8; Urk. 48 S. 12), sondern sie machte sich an den Drogen eingestandener- massen auch zu schaffen (Prot. I S. 12 und S. 15; Urk. 47 S. 8). Die Behauptung der Verteidigung, die Beschuldigte habe die Drogen niemandem zugänglich gemacht und auch keinen entsprechenden Willen gehabt (Urk. 27 S. 10; Urk. 48 S. 15), ist ebenso unmassgeblich wie falsch: Einerseits wird der Beschuldigten kein In-Verkehrbringen von Drogen vorgeworfen (auch kein Anstaltentreffen da- zu), andererseits hat sie freimütig ausgesagt, sie habe die aufbewahrten Drogen jener Person zurückgeben wollen, die sie in ihrem Salon gelassen habe (Prot. I S. 16). Die Strafbarkeit des Besitzes von Betäubungsmitteln erschöpft sich – bereits – in der Aufrechterhaltung des illegalen Zustandes mit der faktischen Möglichkeit - 7 - des Täters, die Drogen in den Verkehr zu bringen (OFK-BetmG, F INGER- HUTH /SCHLEGEL/ JUCKER, Art. 19 BetmG N 67-69). Dass es sich mit der Anklagebehörde (Urk. 26 S. 2) um eine im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG relevante Menge Drogen gehandelt hat, wird nicht bestritten (Urk. 27 S. 9; Urk. 14; vgl. BGE 145 IV 312 E.2.2.-2.4.). Dass die Beschuldigte dies mindestens in Kauf genommen hat, kann aufgrund der eingestandenen Tat- sache, dass sie sich eigenhändig an den Drogen zu schaffen machte, nicht ernst- haft in Frage gestellt werden. Die zwischenzeitliche Behauptung der Beschuldig- ten, sie habe nicht gewusst, dass es sich um Drogen gehandelt hat, zerredet sie umgehend selber, wenn sie angibt, sie habe gewusst, dass es etwas Illegales sei und sie es auch einmal habe versuchsweise konsumieren wollen (Prot. I S. 13 f.). An der Berufungsverhandlung führte sie zudem aus, sie habe nach dem Fund des Pakets zwecks Recherche bei YouTube nach dem Stichwort "Drogen" gesucht (Urk. 47 S. 7); entsprechend muss ihr auch im Zeitpunkt des Fundes zumindest ansatzweise klar gewesen sein, dass es sich beim Inhalt des Pakets um Drogen handeln könnte.”
“1 LStup, est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire notamment celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), ainsi que celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d). Pour qu’il y ait détention ou possession, il faut que l’auteur ait la possession de la drogue, soit la maîtrise de fait avec la volonté de l’exercer. La possession n’est pas un état, mais un comportement causal, à savoir le fait de créer ou de maintenir la situation illégale; il faut que l’auteur ait la possibilité de maîtriser la drogue et la volonté de le faire. Cela signifie d’une part la possibilité d’accéder à la choser et la conscience du lieu où elle se trouve, ainsi que, d’autre part, la volonté d’exercer la maîtrise selon les possibilités réelles de le faire. Une volonté générale suffit pour les choses qui sont dans la sphère personnelle et dont l’existence peut être considérée en tout temps (Favre/Pellet/Stoudmann, Droit pénal accessoire, Code annoté, Lausanne 2018, ad art. 19 LStup, p. 845). 4.2.2 L’art. 19 al. 2 let. a LStup prévoit que l’auteur de l’infraction est puni d’une peine privative de liberté d’un an au moins, cette sanction pouvant être cumulée avec une peine pécuniaire, s’il sait ou ne peut ignorer que l’infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes. 4.3 La question déterminante est celle de savoir si l’appelante a possédé, détenu, respectivement procuré à un tiers des produits stupéfiants avec conscience et volonté. Elle savait que son ex-compagnon [...] se livrait au commerce de stupéfiants. Alors même qu’elle avait compris qu’il s’agissait de produits stupéfiants en découvrant le sac le 15 juillet 2019, elle a écarté son intention initiale d’appeler la police, tout comme elle a renoncé à casser le « pain » de cocaïne et à en jeter les débris aux toilettes. Après avoir trouvé la drogue, elle l’a bien plutôt mise sur une armoire pour ne pas la laisser en évidence. Elle a ainsi, selon ses termes, « posé la drogue en attendant de trouver une idée », ce qui constitue un acte de disposition, soit de maîtrise, exercé sur les produits stupéfiants.”
Das Anstaltentreffen nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG stellt einen fakultativen Strafmilderungsgrund nach Art. 19 Abs. 3 lit. a dar. Die zitierte Entscheidungsstelle hält fest, dass — wenn der Erfolg des Anstaltentreffens einzig der Intervention der Behörden zu verdanken ist — eine Reduktion der Strafe um 15 Monate (auf insgesamt 21 Monate) gerechtfertigt sein kann.
“Beim Tatbestand des Anstaltentreffens nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG handelt es sich um einen fakultativen Strafmilderungsgrund (Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG). Verschuldensrelativierend ist damit zu berücksichtigen, dass dem Unter- fangen kein Erfolg beschieden war, wenn dies auch einzig der Intervention der Behörden zu verdanken war. Es rechtfertigt sich unter diesem Tatbestand eine Reduktion der Strafe um 15 Monate auf insgesamt 21 Monate.”
In kantonalen Instruktionen und Entscheiden wird zur Abgrenzung eines qualifizierten/"schweren" Falls im Sinne von Art. 19 (mit Blick auf die Strafschärfung nach Art. 19 Abs. 2) auf eine Schwelle von 18 Gramm Reinsubstanz für Kokain abgestellt. In der Genfer Dienstanweisung wird dies mit einem angenommenen Strassenreingehalt von rund 20 % verknüpft (d.h. 18 g reine Substanz), und mehrere kantonale Entscheide beziehen sich ebenfalls auf die 18‑g‑Grenze als Anhaltspunkt für die Annahme eines schweren Falls.
“Si, au cours de la procédure, le cas de défense obligatoire à l'origine de la défense d'office disparaît et qu'un autre cas de défense obligatoire ne s'est pas créé dans l'intervalle, la défense d'office est révoquée, sous réserve d'une requête du prévenu tendant à son maintien sur la base de l'art. 132 al. 1 let. b CPP. (Y. JEANNERET/A. KUHN/C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2ème éd., Bâle 2019, n. 7 ad art. 134 CPP). Au cours de la procédure, la défense obligatoire prend naturellement fin dès que la condition qui l'a déclenchée s'avère ne plus être remplie, notamment en cas d'allègement des charges, par exemple suite à un classement partiel pour les faits les plus graves (Y. JEANNERET/A. KUHN/C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), op. cit., n. 7a ad art. 134 CPP; M. NIGGLI/ M. HEER/ H. WIPRÄCHTIGER (éds), Basler Kommentar StPO/JStPO, 3ème éd., Bâle 2023, n. 3 ad art. 134). La révocation ne peut avoir d'effet rétroactif; elle n'intervient que ex nunc (Y. JEANNERET/A. KUHN/C. PERRIER DEPEURSINGE (éds), op. cit., n. 4a ad art. 134 CPP). 3.4. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire, notamment, celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) et celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). Selon l'art. 19 al. 2 let. a LStup, la peine privative de liberté est d'un an au moins si l'auteur sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes. Dans sa directive B.4, le Procureur général de Genève retient, se fondant sur l'ATF 6B_632/2008 du 10 mars 2009, un taux de pureté de 20% pour le trafic de rue de cocaïne, une peine supérieure à un an devant être requise dès 18 grammes de cocaïne pure. 3.5. En l'espèce, le Ministère public a ordonné, le 25 octobre 2024, la mise en œuvre d'une défense d'office en faveur de A______, considérant que celui-ci relevait de la défense obligatoire, plus particulièrement eu égard aux faits qui lui étaient reprochés, soit des infractions d'entrée illégale et de séjour illégal (art.”
“Der Beschuldigte ging während des Zeitraums von Mitte August 2014 bis Februar 2017 dem Handel mit Kokain nach, was unter den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. c. und d BetmG zu subsumieren ist. Weiter erfasst Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG vorliegend die Vorbereitungshandlungen des Beschuldigten im Sinne ei- nes Angebots an F._____ bezüglich des Verkaufs von Marihuana. In casu über- schreitet die vom Beschuldigten eingekaufte Kokainmenge von 784 Gramm Rein- substanz die genannte Schwelle des qualifizierten Falles für Kokain von 18 Gramm deutlich. Diese Höchstgrenze wurde vorliegend sowohl bei den Erwerbs- handlungen sowie sämtlichen Verkaufshandlungen um ein Vielfaches überschrit- ten. Entsprechend sind die objektiven Voraussetzungen des schweren Falls im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG bezüglich des Kokainhandels eindeutig er- füllt. - 59 -”
“Diese hätten Kokain zum direkten Eigenkonsum bezogen. Eine unbestimmte Anzahl Kunden habe der Beschuldigte nicht gehabt und auch nicht gesucht (Urk. 38 S. 5 f.; Urk. 75 S. 6). 2.Würdigung Mit der Vorinstanz ist von einem vollumfänglichen Geständnis des Beschuldigten im Sinne der Anklage auszugehen. Damit ist der eingeklagte Sachverhalt erstellt. In Bezug auf Dossier 1 (7. März 2022; Urk. 23 S. 2) hat die Vorinstanz eine zutref- fende rechtliche Würdigung vorgenommen (Urk. 55 S. 6 E. III.2.), die übernommen werden kann. Entsprechend ist der vorinstanzliche Schuldspruch zu bestätigen. Dieser Punkt wurde von der Verteidigung nicht beanstandet. In Bezug auf Dossier 3 (6. Juli 2022; Urk. 23 S. 3) hat die Vorinstanz grundsätzlich ebenfalls eine richtige rechtliche Würdigung vorgenommen (Urk. 55 S. 6 f. E. III.3.). In Abweichung zu ihr steht indes beim erstellten Sachverhalt nicht der Besitz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d sondern der Transport bzw. eine Beförderung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG im Vordergrund. Der vorinstanzliche Schuld- spruch ist in diesem Sinne zu korrigieren und im Übrigen zu bestätigen. In diesem Punkt hatte die Verteidigung ebenfalls keine Beanstandungen. In Bezug auf Dossier 1 (ungefähr 1. Januar - 6. Juli 2022; Urk. 23 S. 3) ist dem Einwand der Verteidigung entgegenzuhalten, dass ab einem Grenzwert von 18 Gramm reinem Kokain von einem Anwendungsfall von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG auszugehen ist (vgl. statt Weiterer OFK BetmG, SCHLEGEL/JUCKER, N 175 ff. zu Art. 19, insbesondere N 180 f., mit Verweisen, u.a. auf BGE 145 IV 316 ff. = Pra 2020 Nr. 42). Der Beschuldigte hat gestanden, in der eingeklagten Zeitspanne 18 Gramm reines Kokain an diverse Abnehmer weiterverkauft zu haben. Damit ist der eingeklagte Straftatbestand erfüllt. Unzweifelhaft ist, dass die Drogen für den Verkauf an eine unbestimmte Vielzahl von Personen bestimmt waren, wobei das Gericht nicht nachweisen muss, dass der Stoff tatsächlich an mindestens - 9 - 20 Personen verkauft wurde (vgl.”
“_____ wissentlich und willentlich mehrfach Marihuana/Haschisch zum Wohnort von T._____ an der AC._____-strasse ... in AD._____ bzw. am 4. März 2020 an einen nicht näher bekannten Abnehmer "AG._____" in die Region AF._____ transportiert hat. - 34 - IV. Rechtliche Würdigung A.Rechtliche Grundlagen Seitens der Vorinstanz wurden die massgebenden rechtlichen Grundlagen, die bundesgerichtliche Rechtsprechung sowie die herrschenden Lehrmeinungen hierzu umfassend und zutreffend dargelegt (Urk. 44 E. III.1.2. u. 2.2.). Darauf ist vorab zu verweisen. B.Dossier 1 - Kokainhandel 1.Die Staatsanwaltschaft würdigt das Verhalten des Beschuldigten in rechtlicher Hinsicht als Verbrechen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, c und d BetmG in Ver- bindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a und b BetmG (Urk. D1 16 S. 2 u. 9 sowie Urk. 32 S. 13 f.). 2.Indem der Beschuldigte zwischen Ende 2018 und Sommer 2019 fünf Gramm Kokaingemisch an L._____ unbefugt veräusserte, handelte der Beschuldigte tatbe- standsmässig im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG. Indem er ferner zwischen Februar und Juni 2019 zusammen mit E._____ dem organisierten Drogenhandel nachging, wobei sie in einem Kellerabteil 212 Gramm unbefugt reines Kokain – womit der für die Annahme eines schweren Falles bundesgerichtlich festgesetzte Grenzwert von 18 Gramm reinem Kokain um ein Mehrfaches überschritten wurde – lagerten, das zum Weiterverkauf bestimmt war, und die beiden im Rahmen dieser Zusammenarbeit zwischen etwa 20. Mai 2019 und 25. Juni 2019 eine geringfügige Menge Kokaingemisch an G._____ verkauften und E._____ während der Ferien- abwesenheit des Beschuldigten mit dessen Einverständnis am 23. Juni 2019 drei Gramm an einen unbekannten Abnehmer und am 25. Juni 2019 weitere 15 Gramm Kokaingemisch an G._____ veräusserte, erfüllt der Beschuldigte in Mittäterschaft und bandenmässig (s. dazu nachstehend unter E. 3. u. 4.) den Tatbestand gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a und b BetmG, wobei – mit Ausnahme der Drogengeschäfte, welche von E.”
Für die mengenmässige Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 muss die Staatsanwaltschaft die gehandelte Droge sowie die nachgewiesene Mindestmenge belegen (in der zitierten Rechtsprechung z.B. 18 g reines Kokain). Bei Mischformen ist auf die Menge des reinen Wirkstoffs abzustellen.
“Wenn die Vorinstanz festhält, die Staatsanwaltschaft werfe dem Beschuldigten zwischen dem 14. November 2016 und dem 16. Mai 2017 keine Tathandlungen vor, sind damit offensichtlich konkret geschilderte Tathandlungen gemeint. Die Staatsanwaltschaft macht geltend, auch die Vorinstanz gehe davon aus, dass der Beschuldigte dem Betäubungsmittelverkauf nachgegangen sein müsse, weil er seinen kontinuierlichen Eigenkonsum mangels legaler Einnahmen gar nicht anders hätte finanzieren können. Tatsächlich liegt die Vermutung nahe, dass es zwischen den erstellten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu weiteren strafbaren Handlungen im Bereich der Betäubungsmitteldelinquenz gekommen ist, rechtsgenüglich bewiesen sind diese indes nicht. Zu beweisen wäre dabei nicht nur der Handel an sich, sondern auch die gehandelte Droge: Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte das angeklagte Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz in Form der mengenmässigen Qualifikation von Art. 19 Abs. 2 lit. a begangen hat, wofür ihm in casu strafbare Handlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG im Umfang von mindestens 18 Gramm reinem Kokain nachzuweisen wären (BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 102 f.) ‒ der Handel mit Haschisch ist hierbei nicht von Bedeutung. Bereits die beiden Sicherstellungen im vorliegenden Verfahren zeigen jedoch, dass der Beschuldigte neben Kokain auch Haschisch gehandelt hat. Am 14. November 2016 wurden in der Wohnung des Beschuldigten lediglich vier Gramm Kokain gefunden, jedoch”
“Wenn die Vorinstanz festhält, die Staatsanwaltschaft werfe dem Beschuldigten zwischen dem 14. November 2016 und dem 16. Mai 2017 keine Tathandlungen vor, sind damit offensichtlich konkret geschilderte Tathandlungen gemeint. Die Staatsanwaltschaft macht geltend, auch die Vorinstanz gehe davon aus, dass der Beschuldigte dem Betäubungsmittelverkauf nachgegangen sein müsse, weil er seinen kontinuierlichen Eigenkonsum mangels legaler Einnahmen gar nicht anders hätte finanzieren können. Tatsächlich liegt die Vermutung nahe, dass es zwischen den erstellten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu weiteren strafbaren Handlungen im Bereich der Betäubungsmitteldelinquenz gekommen ist, rechtsgenüglich bewiesen sind diese indes nicht. Zu beweisen wäre dabei nicht nur der Handel an sich, sondern auch die gehandelte Droge: Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte das angeklagte Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz in Form der mengenmässigen Qualifikation von Art. 19 Abs. 2 lit. a begangen hat, wofür ihm in casu strafbare Handlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG im Umfang von mindestens 18 Gramm reinem Kokain nachzuweisen wären (BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 102 f.) ‒ der Handel mit Haschisch ist hierbei nicht von Bedeutung. Bereits die beiden Sicherstellungen im vorliegenden Verfahren zeigen jedoch, dass der Beschuldigte neben Kokain auch Haschisch gehandelt hat. Am 14. November 2016 wurden in der Wohnung des Beschuldigten lediglich vier Gramm Kokain gefunden, jedoch”
Art. 19 Abs. 3 BetmG enthält zwei fakultative, betäubungsmittelspezifische Gründe für eine Strafmilderung. Diese begründen kein eigenes Unrecht und sind nicht im Rahmen der rechtlichen Würdigung als Tatbestandsmerkmale zu prüfen, sondern nur im Rahmen der Strafzumessung zu berücksichtigen.
“Wäre dies nicht der Fall, könnte die höchst widersprüchliche Situation eintreten, dass dank Strafmilderung eine geringe Geldstrafe oder blosse Busse auferlegt werden könnte, "was gar noch unter den Ansätzen des Grundtatbestands von Art. 19 Abs. 1 BetmG (also keine Katalogtat) läge, gleichwohl aber [eine] obligatorische Landesverweisung zur Folge hätte". Es sei zu prüfen, ob dies nicht im erläuterten Sinne Bundesrecht verletze (Beschwerde S. 5). Mit 12 g Heroin-Hydrochlorid ist der quantitativ schwere Fall im Sinne der Strafzumessungsnorm des Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG bereits erfüllt (BGE 119 IV 180 E. 2d). Im Wesentlichen wegen Transports einer grossen Menge Heroingemischs wird der Beschwerdeführer wegen Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 2 BetmG zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 31 Monaten verurteilt. Deshalb ist er von Gesetzes wegen (unter Vorbehalt insb. von Art. 66a Abs. 2 StGB) obligatorisch aus der Schweiz zu verweisen im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB. Angesichts dieser Verurteilung erweist sich die Argumentation des Beschwerdeführers von vornherein als irrelevant. Es ist nicht erkennbar, wie gestützt auf Erläuterungen unter den Gesichtspunkten von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG (betr. Strafmilderung), Art. 105 Abs. 1 StGB (betr. Übertretungen, die keine Katalogtaten sind) oder BGE 145 IV 404 (betr. Ladendiebstahl) beim Beschwerdeführer auf einen Härtefall nach Art. 66a Abs. 2 StGB geschlossen werden sollte (Beschwerde S. 5 f.). Wie die Vorinstanz bereits festhielt, enthält die Bestimmung von Art. 19 Abs. 3 BetmG zwei besondere betäubungsmittelspezifische Strafmilderungsgründe fakultativen Charakters. Diese stellen kein eigenes Unrecht dar und sind einzig für die Strafzumessung von Bedeutung (Urteil S. 9 sowie S. 13 mit Hinweis auf BGE 144 IV 168 E. 1.4.2). Auch auf diese Vorbringen ist nicht einzutreten.”
“Im angefochtenen Urteil wurden die diesbe- züglichen Tathandlungen des Beschuldigten im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 109 IV 143 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts Nr. 6B_458/2019 vom 23. Mai 2019, E. 4.2.2) in zutreffender Weise unter den Tatbe- stand der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von dessen Art. 19 Abs. 1 lit. c und d in Verbindung mit Abs. 2 lit. a BetmG subsumiert (Urk. 83 S. 39 f.), was vom Beschuldigten im Übrigen auch anerkannt wird (Urk. 72 S. 22; Urk. 85 S. 5; Urk. 122 S. 4). Abgesehen vom Umstand, dass der Strafmilderungsgrund von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG entgegen der Vorinstanz nicht bei der rechtlichen Würdigung, sondern im Rahmen der Strafzumessung zu prüfen sein wird, erübrigen sich deshalb weitere Bemerkungen (vgl. Erw. V.2.1. und V.4.2.). - 47 - V. Strafzumessung”
Ein auf die Absicht zur Weitergabe hinweisendes Indizienbündel kann unter anderem umfassen: mitgeführte Mengen und deren Stückelung/Verpackung, Verhalten und gefundene Umstände bei der Festnahme (einschliesslich mitgeführter Geldbeträge), codierte Nachrichten auf Mobiltelefonen, frühere Verurteilungen oder polizeiliche Erkenntnisse über Verkäufe sowie übereinstimmende Angaben von Käufern oder Geständnisse. Kein einzelnes Indiz ist zwingend, wohl aber kann das Zusammenwirken mehrerer solcher Anhaltspunkte eine Verurteilung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG tragen.
“Der Beschwerdeführer vermag angesichts der weiteren erdrückenden Indizien nichts zu seinen Gunsten daraus abzuleiten, dass auf seinem Mobiltelefon keine Hinweise auf eine Dealertätigkeit zu finden waren und er kein Wechselgeld auf sich trug. Die Vorinstanz prüft die vorhandenen Indizien sorgfältig. Ihre Ausführungen dazu, dass nicht erklärbar sei, weshalb der Beschwerdeführer an diesem Abend eine so grosse Menge Heroingemisch in unterschiedlichen Abpackungsformen mitgeführt habe, sind nachvollziehbar. Dasselbe gilt für die Feststellungen betreffend die Situation des Beschwerdeführers. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dessen Aussagen als Schutzbehauptungen qualifiziert. Seine dagegen vorgebrachten Argumente sind als appellatorische Kritik zurückzuweisen. Gesamthaft erweist sich die Sachverhaltswürdigung der Vorinstanz als nicht zu beanstanden, während die Ausführungen des Beschwerdeführers die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nicht in Zweifel zu ziehen vermögen. Damit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Betäubungsmittel mit der Absicht zur Weitergabe besessen hat. Er hat somit den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG erfüllt. Der vorinstanzliche Schuldspruch wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz ist nicht bundesrechtswidrig.”
“Il en va de même pour des choses abandonnées dont le propriétaire s'est volontairement dessaisi (objets encombrants, ordures, vieux papiers) (L. MOREILLON / A. MACALUSO / N. QUELOZ [éds], op. cit., n. 39 ad art. 137). 2.3.2. Il n'y a pas lieu de s'écarter des explications de l'appelant, s'agissant des circonstances dans lesquelles il serait entré en possession du vélo incriminé (art. 10 al. 3 CPP), au demeurant non-signalé volé et dont le détenteur est inconnu. Il faut donc considérer ce vélo comme une chose abandonnée, n'appartenant plus à autrui, ce qui exclut tout acte d'appropriation. Dût-on retenir un acte d'appropriation qu'il faudrait douter du dessein d'enrichissement illégitime, vu l'état du vélo, très abîmé, et nécessitant des réparations. Or si l'infraction peut être réalisée, en l'absence d'un tel dessein, sous sa forme privilégiée (art. 137 ch. 2 CP), elle n'en nécessite pas moins le dépôt d'une plainte pénale, qui fait défaut ici. L'appelant sera acquitté du chef d'appropriation illégitime (art. 137 ch. 1 CP) et le jugement entrepris réformé en ce sens. 2.4.1. À teneur de l'art. 19 al. 1 LStup, est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ou celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d). 2.4.2. Il existe un faisceau d'indices permettant de retenir que l'appelant s'adonnait au trafic de stupéfiants pendant la période pénale. Les messages WhatsApp extraits de son téléphone sont évocateurs de transactions, de quantités, suffisamment codés pour suggérer un contenu illicite. L'appelant ne fournit pas d'explication rationnelle, partant crédible, à leur sujet. Du moins était-ce le cas lors de la procédure préliminaire et devant le premier juge. Aux débats d'appel, il a fini par admettre, bien qu'à demi-mot et en tenant des propos volontairement confus, que certaines discussions tournaient autour du crack, en particulier que des gens recevaient son numéro de téléphone car ils échangeaient cette substance et savaient qu'il en avait.”
“3 CPP, concerne tant le fardeau de la preuve que l'appréciation des preuves au sens large (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.1). En tant que règle sur le fardeau de la preuve, la présomption d'innocence signifie, au stade du jugement, que ce fardeau incombe à l'accusation et que le doute doit profiter au prévenu (arrêts du Tribunal fédéral 6B_519/2018 du 29 août 2018 consid. 3.1 ; 6B_377/2018 du 22 août 2018 consid. 1.1). Comme règle d'appréciation des preuves, la présomption d'innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait. Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 138 V 74 consid. 7 p. 82 ; ATF 127 I 38 consid. 2a p. 41 ; ATF 124 IV 86 consid. 2a p. 87 s.). 2.2. Selon l'art. 19 al. 1 LStup, se rend notamment coupable d'un délit à la LStup celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) et/ou possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). 2.3. L'appelant soutient qu'il n'a pas vendu de haschich, le 22 novembre 2022, au consommateur C______, affirmant s'être contenté de "checker" ce dernier après qu'il lui avait demandé s'il vendait de la cocaïne. Les dénégations de l'appelant entrent en conflit avec les éléments du dossier. D'une part, le consommateur interpellé juste après leur échange a d'emblée admis avoir acheté du haschich pour la somme CHF 40.-, payée sous la forme de deux billets de CHF 20.-, à un dealer qui portait une veste militaire, vêtement avec lequel l'appelant a été interpellé. La fouille de l'appelant, interpellé immédiatement après les faits, a également permis de découvrir, dans l'une de ses poches, deux billets de CHF 20.”
“Il me vendait cette marchandise au prix de CHF 140.- le gramme" (PV aud. 2, R. 6 et R. 7). En outre, hormis les mises en cause de T1.________, la perquisition dans la chambre du recourant a permis de découvrir la somme de 1'090 fr., 4,8 g bruts de marijuana, 3,5 g de shit, 2,1 g bruts d’héroïne et deux téléphones portables, ce qui ne fait que renforcer les soupçons dirigés contre lui. A cela s’ajoute que, selon l’extrait de son casier judiciaire, le recourant a déjà été condamné pour avoir vendu des stupéfiants. En outre, de source confidentielle, la police a pu établir que le recourant écoulait de l’héroïne auprès de consommateurs d’Yverdon-les-Bains depuis plusieurs mois (P. 4, p. 3). Enfin, le fait que les conditions de l’infraction grave à la LStup au sens de l’art. 19 al. 2 LStup ne soient pas réalisées, comme le soutient le recourant, ce que l’enquête devra déterminer, n’implique pas que seule une contravention puisse lui être reprochée. Le recourant perd en effet de vue que le trafic d’héroïne au sens de l’art. 19 al. 1 LStup est passible d’une peine privative de liberté de trois ans ; il s’agit donc d’un délit (cf. art. 10 al. 3 CP) et non d’une simple contravention. Par conséquent, il existe, à ce stade de la procédure, l’enquête n’en étant qu’à ses débuts, des indices suffisamment sérieux qu’Y.________ ait commis les faits qui lui sont reprochés, justifiant sa mise en détention provisoire. » Concernant le risque de collusion, la Cour a retenu ce qui suit : « En l’espèce, il ressort du dossier que des mesures d’investigation sont en cours pour identifier et interpeller les personnes en lien avec le trafic de stupéfiants reproché au recourant, en particulier les clients toxicomanes et les fournisseurs, et déterminer ainsi l’étendue de l’activité délictueuse du recourant. Il s’agit notamment de procéder à l’extraction des données de ses téléphones cellulaires. Il faut donc éviter que le recourant entrave l’instruction. Le résultat des investigations précitées pourrait être compromis si le recourant venait à être remis en liberté.”
“Le gendarme a confirmé les déclarations de sa collègue selon lesquelles elle avait constaté la vente et avait également gardé l’appelant en visuel jusqu'à son interpellation qu’elle a ainsi guidée. De plus, l’acheteur, interpellé simultanément, a formellement reconnu l’appelant, certes sans confrontation, comme étant le vendeur des deux boulettes de cocaïne, sur planche photographique et, dans les locaux de la police, par sa veste de type militaire, ce qui corrobore la version des policiers. Si la veste portée par l’appelant n’est pas unique, elle a néanmoins servi pour le décrire, le désigner puis le reconnaître dans le contexte spécifique des faits reprochés, ce qui constitue un élément probant. On peut enfin retenir que l’appelant ne conteste pas avoir été actif dans la vente de stupéfiants à d’autres occasions. Un faisceau d’indices convergents démontre ainsi qu’il a bien vendu deux boulettes de cocaïne au prix de CHF 140.- le 19 février 2021. Partant, sa condamnation du chef d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup sera confirmée. 2.4. Selon l'art. 160 ch. 1 al. 1 CP, celui qui aura acquis, reçu en don ou en gage, dissimulé ou aidé à négocier une chose dont il savait ou devait présumer qu'un tiers l'avait obtenue au moyen d'une infraction contre le patrimoine sera puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au plus ou d'une peine pécuniaire. Le comportement délictueux consiste à accomplir l'un des trois actes de recel énumérés limitativement par l'art. 160 ch. 1 al. 1 CP, à savoir l'acquisition, la dissimulation et l'aide à la négociation d'une chose dont l'auteur sait ou doit présumer qu'un tiers l'a obtenue au moyen d'une infraction contre le patrimoine (ATF 128 IV 23 consid. 3c p. 24). Le recel est une infraction intentionnelle, mais il suffit que l'auteur sache ou doive présumer, respectivement qu'il accepte l'éventualité que la chose provienne d'une infraction contre le patrimoine (arrêts du Tribunal fédéral 6B_1124/2014 du 22 septembre 2015 consid. 2.1; 6B_728/2010 du 1er mars 2011 consid.”
“Verbrechen im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (Verkauf von ca. 200 Gramm Kokain an D._____) Die Vorinstanz erachtete den zur Anklage gebrachten Sachverhalt gestützt auf die massgeblichen Beweismittel als erstellt. Sie würdigte die Aussagen von D._____ sorgfältig, schlüssig und zutreffend und stellte diese ebenfalls korrekt jenen des Beschuldigten A._____ gegenüber. Auch die vorgebrachten Einwände der Vertei- digung wurden angemessen in die Würdigung einbezogen. Zusammengefasst kam die Vorinstanz zum Schluss, dass aufgrund der eingestandenen Kokainkäufe von D._____ und seiner im Rahmen der gegen ihn geführten Strafuntersuchung gemachten detaillierten Aussagen zu seinem Kokainlieferanten, die exakt zum Beschuldigten A._____ passten, der Anklagesachverhalt erstellt sei (Urk. 102 S. 23-29 E. II.6.1.). Auf diese zutreffenden Erwägungen ist abzustellen. Ergänzend ist Folgendes festzuhalten. Entgegen der Ansicht der Verteidigung erscheint es durchaus plausibel, dass D.”
In den vorgelegten Entscheiden wurde gegen Personen, die trotz Ausschaffung/ausweisung in die Schweiz zurückgekehrt waren, wegen Delikten nach Art. 19 LStup strafrechtlich vorgegangen. Wiederholte oder schwerwiegende Handelsdelikte wurden in den Entscheiden ausdrücklich als Umstände genannt, die die Anordnung administrativer Ausweisungs- und Sicherungsmassnahmen (insbesondere administrative Haft zur Sicherstellung des Wegweises/Refoulements) rechtfertigen können.
“Monsieur A______, né le ______ 1969, est originaire d'Albanie. 2. Par jugement du 29 janvier 2020, le Tribunal Correctionnel du canton de Genève a déclaré l'intéressé coupable, notamment, de crime par métier contre la loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes du 3 octobre 1951 (LStup - RS 812.121) (art 19 al. 1 let. c). Il l'a condamné à une peine privative de liberté de 30 mois, avec sursis partiel et, simultanément, a ordonné son expulsion judiciaire de Suisse pour une durée de 5 ans. 3. Le 5 février 2020, M. A______ a été refoulé en Albanie. 4. Revenu en Suisse pendant la durée de l'interdiction, M. A______, démuni de passeport national, en possession d'une autorisation de séjour grecque /FAMILY OF GREEK CITIZEN-PERMANENT/ valable jusqu'au 30 juin 2028, a été interpellé le 29 juillet 2023 par les services de police à la rue de Bourgogne, à Genève, après avoir été mis en cause par un toxicomane pour la vente de 19.8 grammes d'héroïne. Prévenu d'infraction à l'art. 19 LStup et à l'art. 291 du Code pénal suisse du 21 décembre 1937 (CP - RS 311.0), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police. 5. Le lendemain, l'intéressé a été maintenu en arrestation provisoire par le Ministère public dans l'attente de son jugement. 6. Une procédure pénale est actuellement en cours auprès de la Chambre pénale d'appel et de révision du canton de Genève pour rupture de ban (art. 291 al. 1 CP), crime contre la LStup, avec mise en danger de la santé de nombreuses personnes (art. 19 al. 2 let. a LStup) et infraction à la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 - LEI - RS 142.20 ; (art. 115 LEI). 7. Le 23 mai 2024, les services de police ont été avisés de la sortie de détention pénale de l'intéressé. 8. Celui-ci a été libéré le même jour sur ordre de la Chambre pénale d'appel et de révision. 9. Le 23 mai 2024, à 16h45, le commissaire de police a émis un ordre de mise en détention administrative à l'encontre de M.”
“Il en découle qu'un petit dealer condamné une fois pour trafic d'une faible quantité de drogue dure peut parfaitement tomber sous le coup de l'art. 75 al. 1 let. g LEI, indépendamment du fait qu'il ne remplit pas les conditions figurant à l'art. 19 al. 2 LStup, lorsque les circonstances dénotent un risque qu'il continue son trafic. Partant, le fait que l'intéressé ait été en possession d'une quantité en elle-même insuffisante, selon la jurisprudence (cf. ATF 109 IV 143 consid. 3b) à entraîner l'application de l'art. 19 al. 2 let. a LStup n'est pas pertinent, étant relevé que cette disposition pénale suppose une mise en danger de la santé de nombreuses personnes, alors que l'art. 75 al. 1 let. g LEI met l'accent sur la gravité de la mise en danger et non sur le nombre de personnes susceptibles d'être touchées (arrêt du Tribunal fédéral 2C_293/2012 du 18 avril 2012 consid. 4.3). 12. En l'espèce, M. A______ fait l'objet d'une mesure d'expulsion judiciaire de Suisse prononcée à son encontre le 28 mars 2024 pour une durée de 5 ans par le Tribunal de police. Il a été poursuivi et condamné pour infraction grave à l’art. 19 LStup, soit une infraction constitutive d'un crime, au sens de l'art. 10 al. 2 CP, en raison de son implication dans un trafic d'héroïne, soit une drogue dure. Il est évident qu’il s’est livré à un tel trafic parce qu’il y a perçu un moyen facile de se procurer rapidement et sans peine de l’argent, étant sans source de revenu et sans domicile à Genève. Force est donc de constater qu’il n’a pas agi ou du moins n’avait pas l’intention d’agir « que de manière isolée » et qu’il aurait sans nul doute poursuivi cette activité s’il n’avait pas été interpellé par la police. Ces circonstances démontrent l’existence d’un risque sérieux qu’il pourrait continuer à vendre de l'héroïne - dont tout porte à croire que ce trafic constituait la raison principale de son séjour à Genève - s’il était remis en liberté, de sorte que sa détention administrative est justifiée. Par ailleurs, l’assurance du départ de Suisse de l’intéressé répond à un intérêt public certain et toute autre mesure moins incisive que la détention administrative serait vaine pour assurer sa présence au moment où il devra être refoulé de Suisse, étant rappelé que M.”
“, se compose des règles d'aptitude - qui exige que le moyen choisi soit propre à atteindre le but fixé -, de nécessité - qui impose qu'entre plusieurs moyens adaptés, on choisisse celui qui porte l'atteinte la moins grave aux intérêts privés - et de proportionnalité au sens étroit - qui met en balance les effets de la mesure choisie sur la situation de la personne concernée et le résultat escompté du point de vue de l'intérêt public (ATF 125 I 474 consid. 3 et les arrêts cités ; arrêt du Tribunal fédéral 1P.269/2001 du 7 juin 2001 consid. 2c ; ATA/752/2012 du 1er novembre 2012 consid. 7). Il convient dès lors d'examiner, en fonction des circonstances concrètes, si la détention en vue d'assurer l'exécution d'un renvoi au sens de l'art. 5 par. 1 let. f CEDH est adaptée et nécessaire (ATF 135 II 105 consid. 2.2.1 ; 134 I 92 consid. 2.3.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 2C_26/2013 du 29 janvier 2013 consid. 3.1 ; 2C_420/2011 du 9 juin 2011 consid. 4.1 ; 2C_974/2010 du 11 janvier 2011 consid. 3.1 ; 2C_756/2009 du 15 décembre 2009 consid. 2.1). 9. En l'espèce, M. A______, fait l'objet d'une mesure d'expulsion de Suisse pour une durée de huit ans prononcée le 15 septembre 2023 par le Tribunal correctionnel. Il a été poursuivi et condamné, pour infraction grave à l’art. 19 LStup, soit une infraction constitutive d'un crime, au sens de l'art. 10 al. 2 CP, en raison de son implication dans un trafic d'héroïne et de cocaïne, soit des drogues dures. Il est en outre évident qu’il s’est livré à un tel trafic parce qu’il y a perçu un moyen facile de se procurer rapidement et sans peine de l’argent, étant sans source de revenu et sans domicile à Genève. Il indique en outre être consommateur de cocaïne. Force est donc de constater qu’il n’a pas agi ou du moins n’avait pas l’intention d’agir « que de manière isolée » et qu’il aurait sans nul doute poursuivi cette activité s’il n’avait pas été interpellé par la police. Ces circonstances démontrent l’existence d’un risque sérieux qu’il pourrait continuer à vendre de l'héroïne et de la cocaïne – dont tout porte à croire qu'il constituait la raison principale de son séjour à Genève - s’il était remis en liberté, de sorte que sa détention administrative est justifiée, sous l’angle de l’art. 76 al. 1 let. b ch. 1 LEI, renvoyant à l’art.”
“Prévenu d’infractions à la LEI et à l’art. 19 LStup (trafic), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police. 10. Le jour même, après avoir été condamné par ordonnance pénale du Ministère public, il a fait l'objet d'une interdiction de pénétrer dans le canton de Genève prise à son encontre par le commissaire de police pour une durée de vingt-quatre mois. 11. Le 29 janvier 2024, l'intéressé, en possession d'un passeport sénégalais ainsi que d'un titre de séjour portugais, a été interpellé par les services de police genevois, dans le cadre d'une opération de lutte contre le trafic de stupéfiants. Il ressort du rapport d'arrestation que la police a observé l'intéressé en train d'effectuer un échange de main à la main avec un autre individu, lequel a mis en cause M. A______ pour lui avoir vendu un caillou de crack d'un poids de 0.9 gr brut. M. A______ a refusé de s'exprimer devant la police. 12. Prévenu d’infractions à la LEI et à l’art. 19 LStup (trafic), M. A______ a été mis à disposition du Ministère public sur ordre du commissaire de police. 13. Par décision du 30 janvier 2024, l'OCPM a prononcé le renvoi de Suisse de M. A______, sur la base de l'art. 64 LEI. 14. Le 30 janvier 2024 également, par ordonnance pénale du Ministère public, l'intéressé a été condamné pour les faits ayant mené à son arrestation, puis il a été remis en mains des services de police. 15. Ces derniers ont entrepris les démarches nécessaires au renvoi de Suisse de M. A______ en procédant à la réservation d'un vol à destination du Portugal qui aura lieu le 2 février 2024 au départ de Genève. 16. Le 30 janvier 2024, à 16h25, le commissaire de police a émis un ordre de mise en détention administrative à l'encontre de M. A______ pour une durée de trois semaines sur la base des art. 75 al. 1 let. b, c et g et 76 al. 1 let. b ch. 1 de la loi fédérale sur les étrangers et l’intégration du 16 décembre 2005 (LEI - RS 142.20 ; anciennement dénommée loi fédérale sur les étrangers - LEtr).”
“Dans cette mesure, le Tribunal fédéral a jugé que la position de la chambre administrative de Cour de justice, qui se fondait sur sa jurisprudence selon laquelle le seul fait que l'intéressé ait été condamné pénalement pour trafic de cocaïne, soit une drogue « dure », justifiait l'application de l'art. 75 al. 1 let. g LEI, ne pouvait être suivie. Il ressortait des principes exposés ci-dessus qu'en présence d'un petit dealer n'ayant été condamné qu'une fois pour un trafic d'une faible quantité de stupéfiants (même de drogues dures), il convenait d'examiner l'ensemble des circonstances, afin de former un pronostic sur le risque de réitération. Ce n'était qu'en présence d'indices concrets en ce sens que l'on pouvait retenir pour l'avenir une grave mise en danger de la vie ou de l'intégrité d'autres personnes, ce qui était la condition à une mise en détention en phase préparatoire au sens de l'art. 75 al. 1 let. g LEI (arrêt du Tribunal fédéral 2C_293/2012 du 18 avril 2012 consid. 4.5). 7. En l'espèce, M. A______, fait l'objet d'une mesure d'expulsion judiciaire de Suisse prononcée à son encontre le 11 janvier 2024 pour une durée de 5 ans par le TDP. Il a été poursuivi et condamné pour infraction grave à l’art. 19 LStup, soit une infraction constitutive d'un crime, au sens de l'art. 10 al. 2 CP, en raison de son implication dans un trafic d'héroïne, soit une drogue dure. Il est évident qu’il s’est livré à un tel trafic parce qu’il y a perçu un moyen facile de se procurer rapidement et sans peine de l’argent, étant sans source de revenu et sans domicile à Genève. Il est par ailleurs consommateur de haschich depuis de nombreuses années. Force est donc de constater qu’il n’a pas agi ou du moins n’avait pas l’intention d’agir « que de manière isolée » et qu’il aurait sans nul doute poursuivi cette activité s’il n’avait pas été interpellé par la police. Ces circonstances démontrent l’existence d’un risque sérieux qu’il pourrait continuer à vendre de l'héroïne - dont tout porte à croire que ce trafic constituait la raison principale de son séjour à Genève - s’il était remis en liberté, de sorte que sa détention administrative est justifiée. Par ailleurs, l’assurance du départ de Suisse de l’intéressé répond à un intérêt public certain et toute autre mesure moins incisive que la détention administrative serait vaine pour assurer sa présence au moment où il devra être refoulé de Suisse, étant rappelé que M.”
In der Rechtsprechung hat das Bundesgericht als Orientierungswerte 200 Trips für LSD bzw. 36 g reines Amphetamin genannt; diese Grenzwerte werden als Anhaltspunkte herangezogen, wenn es um die Beurteilung schwerer Fälle und die Gefährdung mehrerer Personen im Zusammenhang mit Art. 19 Abs. 1 BetmG (in der Praxis insbesondere im Rahmen von Art. 19 Abs. 2 lit. a) geht.
“Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen der qualifizierten Wider- handlung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden (Urk. 87 S. 25 ff.). Nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG macht sich strafbar, wer weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Viele Menschen sind nach Rechtsprechung 20 Personen oder mehr. Die vom Bundesgericht festgelegten Grenzwerte betragen bei LSD 200 Trips und bei Amphetamin 36 Gramm, welche die potenzielle Gefahr einer dauerhaften Gesundheitsschädigung bei regelmässigem Konsum berücksichtigen (BGE 145 IV 312, E. 2.1.1 ff., BGE 121 IV 334). Die Verteidigung streitet zu Recht nicht ab, dass vorliegend das Lagern von LSD (611 Trips), Amphetamin (963 Gramm reines Amphetamin) jeweils als schwerer Fall im Sinne dieser Bestim- - 34 - mung zu qualifizieren ist (Urk. 73 S. 16). Auch ist nicht bestritten, dass der Be- schuldigte die zweite Lieferung mehrheitlich zum Zweck der Weiterleitung erhal- ten hat (Urk. 73 S. 15 Ziffer 20). Wie oben erstellt, ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte diese Betäubungsmittel grösstenteils hätte weitergeben wollen, insofern also als Zwischenhändler fungiert hätte.”
Wiederholte Delikte nach Art. 19 Abs. 1 BetmG, insbesondere wenn sie zeitlich nahe beieinander liegen oder während laufender Probezeit begangen werden, sind strafschwerend zu berücksichtigen und können zu spürbaren Straferhöhungen führen. Solche Wiederholungen verschlechtern zudem die Legal- bzw. Gefährdungsprognose und rechtfertigen eine entsprechend strengere Bemessung der Strafe.
“c, d und g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie wegen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 13 Monaten. Die Probezeit wurde auf zwei Jahre festgelegt (act. 42; Beizugsakten Urk. 24). Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 3. März 2021 wurde gegen den Beschuldigten wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sowie Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. g WG, Art. 25 WG und Art. 27 WG eine Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 11. November 2020 von 40 Tagen bedingter Freiheitsstrafe verhängt. Die Probezeit wurde wiederum auf zwei Jahre festgesetzt. Sodann wurde für die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG eine Busse von Fr. 300.– ausgefällt (Urk. 17/5). Diese beiden Vorstrafen liegen zeitlich nicht weit vor der heute zu beurteilenden Delinquenz zurück. Gerade mal wenige - 10 - Wochen nach der jüngeren Verurteilung delinquierte der Beschuldigte unbeirrt und dazu noch einschlägig in grösserem Stil weiter. Wenn die Vorinstanz unter diesem Titel lediglich eine Straferhöhung von drei Monaten als angezeigt erachtete, erscheint dies mild, aber noch vertretbar. Dabei hält die Vorinstanz richtig fest, dass es sich bei der zweiten Vorstrafe um eine Zusatzstrafe handelt und der Beschuldigte seit der Verurteilung vom 11. November 2020 zum ersten Mal wieder delinquierte (Urk. 40 S. 16). Sodann ist auch die Delinquenz während laufender Probezeit – welche die Vorinstanz unberücksichtigt liess – merklich straferhöhend zu berücksichtigen. 3.3. Strafreduzierend berücksichtigte die Vorinstanz das Nachtatverhalten des Beschuldigten.”
“Der Beschuldigte verfügt über zwei einschlägige Einträge im Strafregister (Urk. 42). Am 11. November 2020 verurteilte ihn das Bezirksgericht Bülach wegen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie wegen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 13 Monaten. Die Probezeit wurde auf zwei Jahre festgelegt (act. 42; Beizugsakten Urk. 24). Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 3. März 2021 wurde gegen den Beschuldigten wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sowie Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. g WG, Art. 25 WG und Art. 27 WG eine Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 11. November 2020 von 40 Tagen bedingter Freiheitsstrafe verhängt. Die Probezeit wurde wiederum auf zwei Jahre festgesetzt. Sodann wurde für die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG eine Busse von Fr. 300.– ausgefällt (Urk. 17/5). Diese beiden Vorstrafen liegen zeitlich nicht weit vor der heute zu beurteilenden Delinquenz zurück. Gerade mal wenige - 10 - Wochen nach der jüngeren Verurteilung delinquierte der Beschuldigte unbeirrt und dazu noch einschlägig in grösserem Stil weiter. Wenn die Vorinstanz unter diesem Titel lediglich eine Straferhöhung von drei Monaten als angezeigt erachtete, erscheint dies mild, aber noch vertretbar.”
“c, d und g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie wegen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 13 Monaten. Die Probezeit wurde auf zwei Jahre festgelegt (act. 42; Beizugsakten Urk. 24). Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 3. März 2021 wurde gegen den Beschuldigten wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sowie Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. g WG, Art. 25 WG und Art. 27 WG eine Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 11. November 2020 von 40 Tagen bedingter Freiheitsstrafe verhängt. Die Probezeit wurde wiederum auf zwei Jahre festgesetzt. Sodann wurde für die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG eine Busse von Fr. 300.– ausgefällt (Urk. 17/5). Diese beiden Vorstrafen liegen zeitlich nicht weit vor der heute zu beurteilenden Delinquenz zurück. Gerade mal wenige - 10 - Wochen nach der jüngeren Verurteilung delinquierte der Beschuldigte unbeirrt und dazu noch einschlägig in grösserem Stil weiter. Wenn die Vorinstanz unter diesem Titel lediglich eine Straferhöhung von drei Monaten als angezeigt erachtete, erscheint dies mild, aber noch vertretbar. Dabei hält die Vorinstanz richtig fest, dass es sich bei der zweiten Vorstrafe um eine Zusatzstrafe handelt und der Beschuldigte seit der Verurteilung vom 11. November 2020 zum ersten Mal wieder delinquierte (Urk. 40 S. 16). Sodann ist auch die Delinquenz während laufender Probezeit – welche die Vorinstanz unberücksichtigt liess – merklich straferhöhend zu berücksichtigen.”
“E. 3.2, je m.w.H.). Der Beschuldigte hat sich mit der Anlasstat eines qualifizierten Falls des Betäu- bungsmittelhandels schuldig gemacht und dadurch die öffentliche Gesundheit, Sicherheit und Ordnung erheblich gefährdet, nachdem er bereits in der Vergan- genheit unter anderem wegen eines Verstosses gegen Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG verurteilt worden war. Zwar ist dabei der Umstand, dass der durch den Beschul- digten betriebene Betäubungsmittelhandel in engem Zusammenhang mit seiner eigenen Drogensucht stand, mildernd zu werten, es ist aber dennoch nicht mehr von einem leichten Tatverschulden auszugehen. Ausserdem führt die langjährige, von mehreren Rückschlägen geprägte Drogenabhängigkeit des Beschuldigten in Kombination mit seinen aktuell zwar geregelten, aber nicht hinreichend stabil wir- kenden Lebensumständen dazu, dass dem Beschuldigten zum jetzigen Zeitpunkt keine positive Legalprognose gestellt werden kann und weitere, auch erhebliche Straftaten des Beschuldigten im Betäubungsmittelbereich nicht ausgeschlossen werden können (vgl. zum Ganzen E. 3.5.2). Es besteht somit das Risiko einer schweren Verletzung des hohen Rechtsguts der Gesundheit vieler Menschen und damit verbunden eine nicht zu vernachlässigende Gefährdung für Ordnung und Sicherheit (vgl. Stephan Schlegel/Oliver Jucker, BetmG Kommentar, 4. Aufl.”
“) sowie auf seine Aussagen anlässlich der Sitzung des Strafappellationshofs vom 8. Februar 2021 zu verweisen. Der Berufungsführer wohnt mit seinem Sohn zusammen auf dem Hof und ist AHV-Rentner. Der Verkauf von Land hat dazu geführt, dass die Pachteinnahmen nicht mehr so gross sind. Ausser gewissen Altersbeschwerden, geht es ihm gut. Das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Berufungsführers sind daher neutral zu gewichen. Seine Strafempfindlichkeit ist durchschnittlich. In Bezug auf das Nachtatverhalten ist festzuhalten, dass der Berufungsführer die Delikte nach anfänglichen anderslautenden Aussagen bestreitet und weder besondere Reue noch Einsicht gegenüber seinen Taten zeigt. Im Strafregisterauszug sind zwei Vorstrafen und eine neue Strafuntersuchung verzeichnet. Das Verhalten des Berufungsführers zeugt von mangelndem Respekt und Unbelehrbarkeit gegenüber der geltenden Rechtsordnung, was leicht straferhöhend zu bewerten ist. Insgesamt sind die Täterkomponenten neutral zu gewichten. Unter diesen Voraussetzungen ist die Einsatzstrafe für das Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG auf eine Freiheitsstrafe von circa 12 Monaten festzusetzen. Diese Einsatzstrafe ist aufgrund des Widerrufs der bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten angemessen zu erhöhen.”
Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG ist eine fakultative Kann‑Vorschrift. Die Strafe kann gemindert werden, wenn der Täter betäubungsmittelabhängig ist und die qualifizierte Widerhandlung der Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums gedient haben soll. Die Vorschrift wird restriktiv angewendet; das Verlassen des ordentlichen Strafrahmens setzt nach der Rechtsprechung aussergewöhnliche strafmildernde Umstände voraus.
“Die Vorinstanz hält zutreffend fest, dass die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz als schwerste Straftat erscheint. Dafür sieht Art. 19 Abs. 2 BetmG Freiheitsstrafe nicht unter 1 Jahr vor, wobei deren Höchstdauer 20 Jahre beträgt (Art. 40 Abs. 2 StGB) und womit eine Geldstrafe von höchstens 180 Tagessätzen verbunden werden kann (Art. 34 Abs. 1 StGB). Die Vorinstanz übersieht nicht, dass Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG eine fakultative Strafmilderung nach freiem Ermessen erlaubt, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und die qualifizierte Widerhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen. Konkret erkennt sie aber keine Umstände für eine Öffnung des unteren Strafrahmens. Zu Recht, denn nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der ordentliche Strafrahmen nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart erscheint. Der Beschwerdeführer legt auch vor Bundesgericht nicht dar, inwiefern strafreduzierende Faktoren zusammentreffen, die seine Tat derart relativieren würden, dass eine Strafe innerhalb des ordentlichen Rahmens dem Rechtsempfinden widerspräche. Jedenfalls führt nicht einmal verminderte Schuldfähigkeit unweigerlich zu einer Erweiterung des unteren Strafrahmens (vgl. zum Ganzen: BGE 136 IV 55 E. 5.8). Es kann keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz die Begründungspflicht nach Art.”
“b BetmG eine fakultative Strafmilderung nach freiem Ermessen erlaubt, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und die qualifizierte Widerhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen. Konkret erkennt sie aber keine Umstände für eine Öffnung des unteren Strafrahmens. Zu Recht, denn nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der ordentliche Strafrahmen nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart erscheint. Der Beschwerdeführer legt auch vor Bundesgericht nicht dar, inwiefern strafreduzierende Faktoren zusammentreffen, die seine Tat derart relativieren würden, dass eine Strafe innerhalb des ordentlichen Rahmens dem Rechtsempfinden widerspräche. Jedenfalls führt nicht einmal verminderte Schuldfähigkeit unweigerlich zu einer Erweiterung des unteren Strafrahmens (vgl. zum Ganzen: BGE 136 IV 55 E. 5.8). Es kann keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz die Begründungspflicht nach Art. 50 StGB verletzt hätte. Sie verweist ausdrücklich auf den Strafmilderungsgrund von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG und hält fest, der Beschwerdeführer habe ungefähr die Hälfte des Kokains für seinen Eigenkonsum und den Konsum seiner Ehefrau verbraucht. Diesem Umstand trägt die Vorinstanz strafmindernd Rechnung. Sie erwägt, der Beschwerdeführer sei von Kokain abhängig gewesen, und folgt seinen Aussagen, wonach er täglich”
“Die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sieht einen ordentlichen Strafrahmen von mindestens einem Jahr bis maximal 20 Jahre Freiheitsstrafe vor (Art. 19 Abs. 2 lit. a und c BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG i.V.m. Art. 40 Abs. 2 StGB). Strafschärfungsgründe liegen keine vor. In- dessen stellt sich die Frage des Strafmilderungsgrundes nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG, auf welchen sich die Beschuldigte beruft (act. H.2; RG act. 7). Das Gericht kann bei einer Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 2 BetmG, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Widerhandlung zur Finanzie- rung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen, die Strafe nach freiem Ermessen mildern (Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG). Bei der Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 BetmG handelt es sich um eine Kann-Vorschrift (Gustav Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz [BetmG] Kommentar, Basel 2016, N 1168 zu Art. 19 BetmG). Um in den Genuss dieses Strafmilderungsgrundes zu kommen, muss die Beschuldigte sowohl abhängig sein, als auch den Handel allein zur Finanzierung der eigenen Sucht betrieben haben. Dabei reicht das gelegentliche Konsumieren nicht aus (Hug-Beeli, a.a.O., N 1175 zu Art. 19 BetmG). Der Begriff Abhängigkeit ist nach der ICD-10 Klassifikation der WHO zu interpretieren. Abhängigkeit ist durch den starken Wunsch gekennzeichnet, die Substanz einzunehmen, Schwie- rigkeiten, den Konsum zu kontrollieren, und die Substanz trotz schädlicher Folgen zu gebrauchen, wobei dem Substanzgebrauch Vorrang vor anderen Verpflichtun- gen und Aktivitäten gegeben wird.”
“Zu berücksichtigen bleibt darüber hinaus die im aktuellen Recht in Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG dem Richter ausdrücklich eingeräumte Möglichkeit, die bei qualifizierter Tatbegehung zu verhängende (strengere) Strafe nach freiem Ermessen zu mildern, wenn der Täter selbst betäubungsmittelabhängig ist und delinquierte, um seinen eigenen Betäubungsmittelkonsum zu finanzieren. Mit dieser Regelung sollen abhängige Kleinhändler milder bestraft werden können, da die Qualifizierung von Art. 19 Abs. 2 BetmG auf nichtabhängige Profiteure des Drogenschwarzmarkts abzielt (Kommissionsbericht, a.a.O., BBl 2006 8613 Ziff. 3.1.11.3; BBl 2001 3773 Ziff. 2.2.8.3). Anlass für die im Schrifttum zuweilen gehegte Befürchtung, bei einer gesamthaften Betrachtung mehrerer unabhängiger Einzelhandlungen müssten vermehrt auch abhängige Kleinhändler der untersten Stufe, die während einiger Zeit tätig sind, mit unangemessen BGE 150 IV 213 S. 222 hohen Strafen des qualifizierten Tatbestands belegt werden (vgl. ALBRECHT, Urteilsbesprechung, a.a.O., S. 101), besteht bereits aus diesem Grund nicht.”
“Die durch den Beschuldigten begangene schwerste Straftat ist die qualifi- zierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d in Verbindung mit Abs. 2 lit. a BetmG, wofür ein ordentlicher Strafrahmen von nicht unter 1 Jahr bis 20 Jahren Freiheitsstrafe vorgesehen ist (Art. 40 Abs. 2 StGB) und womit eine Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen ver- bunden werden kann (Art. 34 Abs. 1 StGB). Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG sieht einen fakultativen Strafmilderungsgrund bei einer qualifizierten Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG vor, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Widerhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkon- sums hätte dienen sollen. Andererseits stellen die Deliktsmehrheit bzw. mehrfa- che Tatbegehung Strafschärfungsgründe dar (Art. 49 Abs. 1 StGB). Diese Um- stände führen jedoch in concreto mangels aussergewöhnlicher Umstände nicht zu einer Erweiterung des ordentlichen Strafrahmens (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.8), sondern sind – wie zu zeigen ist – bei der Strafzumessung innerhalb des ordentli- - 48 - chen Strafrahmens zu berücksichtigen (vgl. BGE 116 IV 300 E. 2.a). Die Strafe ist dementsprechend innerhalb eines Strafrahmens von nicht unter 1 Jahr bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe zu bemessen. Zu beachten ist das Verschlechterungs- verbot (Art. 391 Abs. 2 StPO).”
Besitz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG erfordert eine tatsächliche Herrschaftsmöglichkeit (tatsächliche Zugangs- und Zugriffsmöglichkeit sowie Kenntnis des Aufbewahrungsorts) und einen Herrschaftswillen (den Willen, die Sache entsprechend zu beherrschen). Zudem ist Besitz nicht nur ein Zustand, sondern ein kausales Verhalten, das darauf gerichtet ist, den rechtswidrigen Zustand zu schaffen oder aufrechtzuerhalten.
“Besitz im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes setzt grundsätzlich Herrschaftsmöglichkeit, d.h. die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zur Sache und das Wissen darum, wo sie sich befindet, sowie Herrschaftswillen, d.h. den Willen, die Sache der tatsächlichen Möglichkeit gemäss zu beherrschen voraus (BGE 119 IV 269 m.w.V.). Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3f; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Der subjektive Tatbestand von Art. 19 BetmG verlangt Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt. Namentlich ist ausreichend, dass der Täter den Charakter des Stoffs als Betäubungsmittel, die Menge des Betäubungsmittels und das Fehlen einer erforderlichen Bewilligung in Kauf nimmt (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016, Art. 19 N 114 f.) In den meisten Fällen erfüllt ein Täter, der dem Betäubungsmittelgesetz zuwiderhandelt, gleichzeitig mehrere der in den verschiedenen Absätzen von Art. 19 Abs. 1 BetmG aufgezählten Tathandlungen. Dabei stellt sich die Frage, ob echte Realkonkurrenz im Sinne einer wiederholten Deliktsbegehung vorliegt. Echte Idealkonkurrenz ist demgegenüber nicht möglich (Hug/Beeli, Betäubungsmittelgesetz, 1. Aufl. 2016, Art. 19 N. 163 ff.). So ist der Besitz verschiedenartiger Betäubungsmittel nur als eine einzige Tathandlung zu qualifizieren (Hug/Beeli, a.a.O., Art. 19 N. 604). 3.1.3.2 Strafbar ist nur, wer «unbefugte» Handlungen mit Betäubungsmitteln vornimmt. Das Unrecht liegt im Verstoss gegen das Bewilligungssystem, welchem der Verkehr mit Betäubungsmitteln unterliegt. Unbefugt handelt, wer nicht über die notwendige behördliche Bewilligung verfügt oder mit einem gemäss Art. 8 Abs. 1 BetmG generell verbotenen Betäubungsmittel umgeht (Albrecht, Handkommentar, Art. 19-28l BetmG, 3. Aufl. 2016, Art. 19 BetmG N. 29 f.; BGE 95 IV 179). 3.1.3.3 Zu den verbotenen Betäubungsmitteln gehören namentlich abhängigkeitserzeugende Stoffe des Wirkungstyps Cannabis (Art. 2 lit.”
“Erwägungen der Kammer Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG). Der Begriff Besitz bedeutet ein vom Herrschaftswillen getragenes tatsächliches Herrschaftsverhältnis an einer Sache (Urteil BGer 6B_539/2009 vom 8. September 2009). Massgebend sind somit immer die tatsächliche Sachherrschaft und der Wille, sie auch auszuüben. Die Herrschaftsmöglichkeit umfasst die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zur Sache und das Wissen darum, wo sie sich befindet, und der Herrschaftswille bezeichnet den Willen, die Sache der tatsächlichen Möglichkeit gemäss zu beherrschen, d. h. über die Betäubungsmittel nach eigenem und freien Belieben verfahren zu können, z. B. sie nach seinem Willen zu verbrauchen oder weiterzugeben oder zu vernichten oder sie einstweilen einfach aufzubewahren. Das tatsächliche Herrschaftsverhältnis muss mit dem Herrschaftswillen verbunden sein, das Machtverhältnis aufrecht zu erhalten und die tatsächliche Verfügungsgewalt ausüben zu können (zum Ganzen Hug-Beeli, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, Basel 2016, Art. 19 N 575 m.w.H.). Es handelt sich bei den Tatbeständen gemäss Art.”
“- 28 - III. Rechtliche Würdigung 1.Wiederhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz 1.1.Nach Art. 19 Abs. 1 BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel (u.a.) unbefugt lagert (lit. b), veräussert (lit. c), besitzt oder aufbewahrt (lit. d). Eine quali- fizierte Wiederhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder un- mittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Die Grenze für die Annahme eines sogenannten schweren Falles liegt gemäss Bundesgericht bei 12 Gramm Heroin, 18 Gramm Kokain, 200 Trips LSD oder 36 Gramm Amphetamin, wobei jeweils die Menge des reinen Stoffes massgebend ist (BGE 145 IV 312 E. 2.1; 109 IV 143 E. 3b). Keine Anwendung findet die Qualifizierung nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG bei Cannabis (wie Haschisch oder Marihuana; BGE 117 IV 314), ebenso wenig bei MDMA/Ecstasy (BGE 125 IV 90). Nach der Rechtsprechung hat jede der in Art. 19 Abs. 1 BetmG aufgeführten Hand- lungen die Bedeutung eines selbstständigen Straftatbestandes, so dass Täter ist, wer in eigener Person einen dieser gesetzlichen Tatbestände objektiv und subjektiv erfüllt (BGer 6B_1008/2022 vom 10. Mai 2023 E. 2.1, 6B_1226/2015 vom 5. August 2016 E. 3.3.2; BGE 133 IV 187 E. 3.2). 1.2.Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung meint Besitz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG nicht den Zustand als solchen, sondern ein dafür kausales Verhalten, nämlich die Herbeiführung und Aufrechterhaltung des illegalen Zustands. Der Tatbestand ist demnach erfüllt, wenn der Täter anders als auf dem im Gesetz vorgeschriebenen Weg Betäubungsmittel erlangt hat. Besitz setzt die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zur Sache voraus und das Wissen darum, wo sie sich befindet (Herrschaftsmöglichkeit), sowie den Willen, die Sache der tatsächlichen Möglichkeit nach zu beherrschen (Herrschaftswillen; BGE 119 IV 266 E. 3c mit Hinweisen; BGer 6B_1008/2022 vom 10.”
“Selon l'art. 19 al. 1 LStup, est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire, notamment celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), ainsi que celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). La formulation "procure de toute autre manière à un tiers" doit être comprise comme un terme général englobant toute activité qui conduit à la remise de stupéfiants à autrui (arrêt 6B_504/2019 du 29 juillet 2019 consid. 1.2, non publié aux ATF 145 IV 312). Par "possession", il faut entendre un comportement propre à créer et à maintenir une situation illégale, y compris lorsque l'auteur s'est procuré de la drogue par d'autres moyens que ceux décrits par la loi. La possession au sens de la LStup suppose, comme en matière de vol, la maîtrise de la chose et la volonté de l'exercer, autrement dit la possibilité d'y accéder, la connaissance du lieu où elle se trouve et la volonté de la détenir (ATF 119 IV 266 consid.”
Das Anstaltentreffen im Sinn von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG erfasst nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung sowohl die versuchte Tat im Sinne von Art. 22 StGB als auch bestimmte qualifizierte Vorbereitungshandlungen. Diese Verhaltensformen werden als eigenständige, strafbare Handlungen behandelt und unterstehen — nach der zitierten Rechtsprechung — derselben Strafdrohung wie die in Art. 19 Abs. 1 lit. a–f genannten Tatbestände.
“1 BetmG aufgeführten Handlungen die Bedeutung eines selbständigen Straftatbestandes, sodass Täter ist und der vollen Strafdrohung untersteht, wer in eigener Person einen dieser gesetzlichen Tatbestände objektiv und subjektiv erfüllt (BGE 133 IV 187 E. 3.2 S. 193 mit Hinweisen). Die fraglichen Handlungen stellen verschiedene Entwicklungsstufen derselben deliktischen Tätigkeit dar (BGE 137 IV 33 E. 2.1.3 S. 39 mit Hinweis). Gemäss der Lehre und Recht- sprechung hat lediglich ein Schuldspruch wegen Verkaufs zu erfolgen, wenn ein Täter zum Beispiel Betäubungsmittel im Ausland erwirbt, anschliessend in die Schweiz einführt und dort – wie von Anfang an geplant – an Konsumenten ver- äussert (Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.3). Ein Schuldspruch wegen Drogentransports schliesst einen Schuldspruch wegen des vorgängigen Erwerbs derselben Droge demgegenüber nicht aus (vgl. Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.6), da wer Betäubungsmittel transportiert, diese nicht zwingend auch erworben hat. Die entsprechenden Verhaltensweisen erfahren eine Erweiterung durch das Anstaltentreffen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG. Gemäss BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 102 f. erfasst das Anstaltentreffen sowohl den Versuch im Sinne von Art. 22 StGB wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen und wertet sie zu selbständigen Taten mit derselben Strafdrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen auf (BGE 133 IV 187 E. 3.2 S. 193 mit Hinweisen). 1.4.4.2. Es stellt sich die Frage, wie es sich mit den allgemeinen Konkurrenz- regeln im Bereich der qualifizierten Tatbegehung verhält. Nach HUG-BEELI liegt eine mehrfache Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG vor, wenn jemand mehrfach Betäubungsmittel in einer qualifizierten Menge umsetzt (GUSTAV HUG-BEELI, Kommentar Betäubungsmittelgesetz [BetmG], 2016, N. 983 zu Art. 19 BetmG). In dieser absoluten Form ist dem nicht beizupflichten. Zentra- - 14 - les Kriterium für die Qualifikation im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG ist die Menge der Betäubungsmittel.”
“22 StGB wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen und wertet sie zu selbständigen Taten mit derselben Strafandrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen auf (BGer 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.4; BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 102 f., 133 IV 187 E. 3.2 S. 192 f.). Damit wird die Strafbarkeit weit vorgelagert, indem schon das blosse Anstaltentreffen bestraft wird und damit Vorbereitungshandlungen, die der Täter zwecks Begehung eines Delikts gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a-f BetmG ausführt, das tatbestandsmässig nicht erfüllt ist (BGer 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.5; BGE 130 IV 131 E. 2.1 S. 135 f.; ausführlich BGer 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.1-10.6). Wer in solchen Fällen alle Merkmale eines der gesetzlichen Tatbestände objektiv wie subjektiv erfüllt, ist nach der bundesgerichtlichen Praxis als Täter zu betrachten und untersteht der vollen Strafdrohung auf die sonst üblichen Abstufungen strafrechtlicher Verantwortung wird nach dem gesetzgeberischen Konzept keine Rücksicht genommen (BGer 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 E. 1.2.2; kritisch: Albrecht, Art. 19 Abs. 1 BetmG: Zwischen Täterschaft und Gehilfenschaft, in: forumpoenale 2017, S. 337 ff.). Dasselbe gilt, wenn lediglich die tatbestandsmässige Verwirklichungsform des Anstaltentreffens verübt wurde. Wenn die Anklage dem Beschuldigten Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz und im einzelnen «Drogenhandelsaktivitäten» vorwirft, dann nimmt sie zunächst Bezug auf diese weit gefassten Handlungsformen bzw. -stufen und beinhaltet diese auch. In der vorliegenden Beschreibung des konkreten Tatvorgehens wäre sodann das blosse Anstaltentreffen mitumfasst; die Anklageschrift hat sogar die Abweichungen und Unstimmigkeiten bei der Abwicklung der Geschäfte in ihrer Schilderung aufgezeigt (zum Akkusationsprinzip vgl. im Übrigen E. 2.1.2 oben).”
“TARONI, Apprécier le risque d'erreur lors d'une analyse ADN : de la nécessité d'être concret, PJA 2013, p. 1217 ss, p. 1220 s.). Le Tribunal fédéral a régulièrement confirmé que le résultat d'analyses de profils ADN peut servir comme élément de preuve pour forger la conviction du juge (arrêts du Tribunal fédéral 6B_936/2020 du 6 janvier 2021 consid. 2.3 ; 6B_772/2020 du 8 décembre 2020 consid. 1.7.1 s. ; 6B_220/2020 du 26 mai 2020 consid. 1). 2.2.3. L'aveu est une preuve ordinaire qui n'a pas de valeur particulière. Il permet la condamnation de l'auteur lorsque le juge est convaincu qu'il est intervenu sans contrainte et paraît vraisemblable. Face à des aveux, suivis de rétractation, le juge doit se forger une conviction aussi bien sur les premières déclarations du prévenu que sur les nouvelles, valant rétractation, et apprécier les circonstances dans lesquelles celui-ci a modifié ses déclarations initiales (arrêts du Tribunal fédéral 6B_65/2016 du 26 avril 2016 consid. 2.2.1 ; 6B_157/2011 du 20 septembre 2011 consid. 1.2 ; 6B_626/2008 du 11 novembre 2008 consid. 2.1). 2.3.1. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire, celui qui notamment possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d) ou celui qui prend des mesures aux fins de commettre une des infractions visées aux let. a à f (let. g). L'art. 19 al. 1 let. g LStup vise tant la tentative que les actes préparatoires qualifiés qu'il tient pour aussi répréhensibles que les comportements énumérés aux let. a à f (ATF 138 IV 100 consid. 3.2 p. 102 s. ; 133 IV 187 consid. 3.2 p. 193). 2.3.2. L'art. 19 al. 2 let. a LStup érige en circonstance aggravante le fait que l'auteur ait su ou n'ait pu ignorer que son acte pouvait directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes. Tel est notamment le cas lorsque la quantité en cause est d'au moins 18 grammes de cocaïne pure (ATF 138 IV 100 consid. 3.2 ; 109 IV 143 consid. 3b). 2.4.1. L'art. 2 CP délimite le champ d'application de la loi pénale dans le temps.”
Für die Voraussetzungen einer «Bande» nach Art. 19 BetmG können bereits zwei Personen genügen. Entscheidend ist nicht die Zahl der Beteiligten, sondern ein Mindestgrad an Organisation (z. B. Rollen‑ oder Arbeitsteilung) sowie eine Zusammenarbeit von ausreichender Intensität, sodass von einem relativ stabilen, verbundenen Team gesprochen werden kann; die Dauer dieses Zusammenwirkens kann auch kurzlebig sein. Eine ausdrückliche Vereinbarung ist nicht erforderlich; massgeblich ist das Bewusstsein der Beteiligten über den Zusammenschluss und dessen Zielrichtung.
“c) La commission en bande est, par rapport à la coactivité, une forme plus intense de la commission en commun d’un acte délictueux, qui se caractérise par un intérêt mutuel et supérieur de la bande, ainsi qu’une volonté commune d’agir en bande (ATF 147 IV 176 cons. 2.4.2). L’affiliation à une bande est réalisée lorsque deux ou plusieurs auteurs manifestent expressément ou par actes concluants la volonté de s’associer en vue de commettre ensemble plusieurs infractions indépendantes, même si elles ne sont pas encore déterminées (ATF 135 IV 158 cons. 2 p. 159). La notion de bande suppose un degré minimum d’organisation (par exemple un partage des rôles et du travail) et une collaboration d’une intensité suffisante pour que l’on puisse parler d’une équipe relativement stable et soudée, même si elle peut être éphémère (ATF 147 IV 176 cons. 2.4.2 ; 135 IV 158 cons. 2 ; 132 IV 132 cons. 5.2). L’association peut être expresse ou tacite. Elle ne nécessite pas la présence d’une structure organisationnelle définie (Grodecki/Jeanneret, op. cit., n. 86 ad art. 19 LStup et la référence). Deux personnes suffisent pour constituer une bande. Il faut prendre en considération davantage le degré d’organisation et l’intensité de la collaboration entre les auteurs que le nombre de participants : le fait qu’il y ait des coauteurs n’implique pas forcément que l’on soit en présence d’une bande (ATF 124 IV 86 cons. 26). Cette jurisprudence s’applique aussi en matière de stupéfiants (ATF 132 IV 132 cons. 5.2 p. 137). À titre d’exemple, le Tribunal fédéral a confirmé l’application de la circonstance aggravante de la bande pour un auteur qui avait agi, durant plusieurs mois, en important au total cinq kilos de cocaïne depuis les Pays-Bas en direction de Bâle ; il avait agi dans le cadre d’une bande organisée où il pouvait déterminer sa rémunération (arrêt du TF du 12.03.2021 [6B_643/2020] cons. 1). Il en allé de même pour un auteur qui exerçait une activité lucrative parallèle légale et s’était associé à quatre autres personnes pour vendre de la cocaïne en réalisant un chiffre d’affaires de plus de 250'000 francs (ATF 147 IV 176 cons.”
“Selon la jurisprudence constante du Tribunal fédéral, l’affiliation à une bande est réalisée lorsque deux ou plusieurs auteurs manifestent expressément ou par actes concluants la volonté de s’associer en vue de commettre ensemble plusieurs infractions indépendantes, même si elles ne sont pas encore déterminées (ATF 147 IV 176 consid. 2.4.2 ; ATF 135 IV 158 consid. 2). La notion de bande suppose un degré minimum d’organisation (par exemple un partage des rôles et du travail) et une collaboration d’une intensité suffisante pour que l’on puisse parler d’une équipe relativement stable et soudée, même si elle peut être éphémère (ATF 147 IV 176, consid. 2.4.2 ; ATF 135 IV 158, consid. 2; ATF 132 IV 132, consid. 5.2). La bande se distingue principalement de la simple coaction par l’intensité et la durée de la collaboration, ainsi que par le but commun poursuivi, une répartition des rôles stricte ou un degré d’organisation particulier n’étant à ce titre pas indispensable (Gustav Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz, Kommentar, 2016, no 1081 ad art. 19 LStup).”
“19 BetmG, mit weiteren Hinweisen). Auf den Bereich der Drogendelikte übertragen bedeutet dies, dass als Bande der Zusammenschluss von zwei oder mehreren Personen für längere oder kürzere Zeit aufgrund eines gemeinsamen, im Voraus gefassten Tatentschlusses zum gemeinsamen Tätigwerden auf dem Gebiet der Drogendelikte zu bezeichnen ist. Ist eine solche Bandenmitgliedschaft ausgewiesen, genügt für die bandenmässige Begehung jeder Tatbeitrag. Auf die Funktion des Mitgliedes innerhalb der Bande kommt es nicht an, weshalb hinsichtlich dieser Tatbeiträge stets Mittäterschaft gegeben ist. Entscheidend ist nur, dass das Mitglied beim einzelnen – sei es zum Voraus genau („generalstabsmässig“) geplanten oder aber improvisierten – Delikt in Erfüllung der ihm zugedachten Aufgabe mitgewirkt hat, wozu jede bewusste Unterstützung der Mitbeteiligten bei Entschliessung, Planung, Vorbereitung oder Durchführung des Delikts genügt (Urteil des Bundesgerichts 6S.398/2006 vom 02. November 2006; Hug-Beeli, a.a.O., N. 1074 zu Art. 19 BetmG). In seinem Entscheid BGE 135 IV 158 E. 3.4, hat das Bundesgericht seine bisherige Praxis bestätigt (BGE 106 IV 233; BGE 135 IV 158; Urteile des Bundesgerichts 6B_580/2007 vom 11. April 2008 E. 1.1 und 6S.204/2005 vom 29. September 2005 E. 2.1), wonach bereits zwei Personen genügen, um eine Bande zu bilden. Gleichzeitig hat das Bundesgericht jedoch festgehalten, dass für den Begriff der «Bande» weniger auf die Zahl der Mitglieder, als auf den Organisationsgrad bzw. die Intensität der Zusammenarbeit der Täter abzustellen sei. Das Qualifikationsmerkmal der Bande setzt gewisse Mindestansätze einer Organisation, etwa Rollen- oder Arbeitsteilung, und eine Intensität des Zusammenwirkens in einem Masse voraus, dass von einem stabilen Team gesprochen werden kann, auch wenn dieses nur kurzlebig ist. In subjektiver Hinsicht muss sich der Täter des Zusammenschlusses und der Zielrichtung der Bande bewusst sein. Sein Vorsatz muss die die Bandenmässigkeit begründenden Tatumstände umfassen. Bandenmässige Tatbegehung ist nur anzunehmen, wenn der Wille der Täter auf die gemeinsame Verübung einer Mehrzahl von Delikten gerichtet ist (Urteile des Bundesgerichts 6B_643/2020 vom 12.”
Fehlende konkrete Hinweise auf Kenntnis machen eine Bestrafung wegen Art. 19 Abs. 1 BetmG nicht aufgrund blosser Fahrlässigkeit möglich; erforderlich ist subjektiver Vorsatz (auch dolus eventualis kommt in Betracht).
“Lotus, der fehlenden Zusicherung des indonesischen Herstellers, von dem er die Pulver in verschweissten Plastiksäcken bezogen hatte, und der unterbliebenen Überprü- fung auf den verbotenen Wirkstoff hätte er zwar mit der Möglichkeit rechnen müs- sen, dass darin Mitragynin enthalten sein könnte. Zu seinen Gunsten ist jedoch davon auszugehen, dass er nicht in Kauf nahm, Kratom oder verunreinigtes Hirsuta am Sitz der F._____ AG aufzubewahren. Vor diesem Hintergrund beste- - 25 - hen unüberwindliche Zweifel daran, dass sich der subjektive Sachverhalt so, wie in der Anklage beschrieben wird, verwirklicht hat (Art. 10 Abs. 3 StPO). Dass sich der Beschuldigte im Sinne einer fahrlässigen Tatbegehung aus pflicht- widriger Unvorsichtigkeit nicht darum kümmerte, ob in den Produkten mit den Be- zeichnungen Kayal, Kayal Red, Kayal Green und Blou Lotus allenfalls der verbo- tene Inhaltsstoff Mitragynin enthalten sein könnte, ist nicht angeklagt und wäre im Übrigen auch nicht strafbar (vgl. Art. 12 Abs. 1 und Abs. 3 StGB in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 BetmG). Der Beschuldigte ist daher vom Vorwurf des Besitzes von Betäubungsmitteln im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG freizusprechen. III. Rechtliche Würdigung”
Wer mehrere der in Art. 19 genannten Tathandlungen verwirklicht, gilt nach Rechtsprechung und Lehre in der Regel als Täter einer einzigen Tat; die Sachverhalte werden demgemäss nach Art. 19 Abs. 1 oder 2 beurteilt, ohne dass es zu einer Kumulation mehrerer Einzelstrafen kommt.
“Le cas est également aggravé lorsque l'auteur agit comme membre d'une bande formée pour se livrer de manière systématique au trafic illicite des stupéfiants (let. b). L'essentiel, pour justifier l'aggravation, est que l'auteur s'associe à autrui en vue de commettre des infractions, d'une manière telle qu'il crée un lien qui lui rend difficile la renonciation et qu'il s'installe ainsi dans la délinquance (ATF 124 IV 293 cons. 2a). Il faut donc un minimum d'organisation (une répartition des tâches) et une certaine intensité de la collaboration qui permette de parler d'une équipe stable (ATF 132 IV 137 cons. 5.2). c) Si l’auteur a accompli plusieurs des actes énumérés à l’article 19 al. 1 LStup, on considère, sans appliquer les règles sur le concours, qu’il s’agit d’une seule infraction, jugée en application de l’alinéa premier ou second de l’article 19 LStup, selon que la quantité globale de drogue en cause est ou non de nature à mettre en danger la santé de nombreuses personnes (ATF 110 IV 99 cons. 3 p. 100/101 ; Corboz, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3e éd., 2010, n. 145 ad art. 19 LStup). d) Aux termes de l’article 19a al. 1 LStup, celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants est passible de l’amende. 5. En l’espèce, il est incontestable que les éléments constitutifs d’infractions au sens de l’article 19 al. 1 let. b, c et d et al. 2 let. a et b LStup sont réunis et qu’il doit être condamné à ce titre avec la précision qu’il n’y a pas de cumul entre les différentes hypothèses de l’article 19 al. 2 LStup, de sorte que ni la qualification juridique, ni le cadre légal de la peine sont touchés du fait que les actes commis impliquent tant la circonstance aggravante de la quantité que celle de la bande. Il en va de même, si la circonstance aggravante de la quantité est déjà réalisée en lien avec un stupéfiant – l’héroïne par exemple – et qu’il apparaît qu’elle pourrait aussi l’être avec une autre drogue. Dans ce cas, il n’est pas nécessaire de l’examiner pour cet autre stupéfiant, car la réponse à cette question n’est pas non plus de nature à modifier la qualification de l’infraction ni le cadre légal de la peine.”
Bei Art. 19 Abs. 1 BetmG kommt sowohl die Geld- als auch die Freiheitsstrafe in Betracht. Die Rechtsprechung legt nach dem Verhältnismässigkeitsprinzip und wegen der geringeren Eingriffsintensität im Regelfall die Geldstrafe als mildere Sanktion näher (vgl. BGE und kantonale Praxis). Eine Freiheitsstrafe kann jedoch statt der Geldstrafe verhängt werden, wenn dies unter besonderer Berücksichtigung der spezialpräventiven Zweckmässigkeit geboten erscheint oder eine Geldstrafe voraussichtlich nicht vollziehbar wäre. Das Gericht hat die Wahl der Strafart im Urteil zu begründen.
“Bei der Wahl der Sanktionsart ist als wichtiges Kriterium die Zweckmässig- keit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf die Täterschaft und auf ihr soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen (BGE 147 IV 241 E. 3.2; BGer 6B_355/2021 vom 22. März 2023 E. 3.3; je mit Hinweisen). Nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll nach konstanter Rechtsprechung bei alternativ zur Verfügung stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs äqui- valenten Sanktionen im Regelfall diejenige gewählt werden, die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift. Die Geldstrafe ist gegenüber der Freiheitsstrafe weniger eingriffsintensiv und daher als mildere Strafe anzusehen (BGE 138 IV 120 E. 5.2). Während für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Erwerb von >18 Gramm Kokain; Art. 19 Abs. 1 lit. d i.V.m. Abs. 2 lit. a BetmG) wie gesehen, von Gesetzes wegen, stets eine Freiheitsstrafe auszufällen ist, kommt für den minderschweren Verstoss (mehrfacher Marihuana-Erwerb; Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) von der abstrakten Strafandrohung her auch eine Geldstrafe in Frage (vgl. zum Ganzen BGE 144 IV 217 E. 3). Wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, bewegt sich die konkret auszufällende Strafe für dieses Nebendelikt im Bereich von bis zu sechs Monaten bzw. 180 Tagessätzen, womit die Ausfällung sowohl einer Freiheits- als auch einer Geldstrafe möglich ist (Art. 34 Abs. 1 StGB; Art. 40 Abs. 1 StGB). Mit der Vorinstanz (Urk. 32 E. IV/1.3 S. 8) sowie der Staatsanwaltschaft sind keine Gründe ersichtlich, die es als notwendig erscheinen lassen würden, betreffend das Nebendelikt von der Geldstrafe als Regelsanktion abzusehen und eine Freiheits- strafe zu verhängen. Folglich ist der Beschuldigte diesbezüglich mit einer Gelds- trafe zu sanktionieren. - 15 - 3.Hauptdelikt: Erwerb von Kokain, teils zur Weitergabe 3.1.Tatverschulden Die objektive Tatschwere ist in Relation zu setzen zum breiten Spektrum von denkbaren qualifizierten Drogendelikten.”
“Für das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz sieht das Gesetz nebst einer Freiheitsstrafe alternativ auch eine Geldstrafe (bis zu 180 Tagessätzen, vgl. Art. 34 Abs. 1 StGB) als mögliche Sanktion vor (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Hält das Gericht im Rahmen der Gesamtstrafenbildung für einzel- ne Delikte im konkret zu beurteilenden Fall unter Beachtung des Verhältnismäs- sigkeitsprinzips eine Geldstrafe nicht mehr für schuldadäquat und zweckmässig, hindert Art. 41 Abs. 1 StGB es nicht daran, auf Einzelfreiheitsstrafen von weniger als sechs Monaten zu erkennen, wenn die daraus zu bildende Gesamtstrafe sechs Monate übersteigt (BGE 144 IV 217 E. 4.3). Das Gericht hat im Urteil die Wahl der Sanktionsart zu begründen (Art. 50 StGB; Urteile des Bundesgerichts 6B_449/2011 vom 12. September 2011 E. 3.6.1 und 6B_210/2017 vom 25. September 2017 E. 2.2.1).”
“Ausgangslage Bei der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 aBetmG sieht das Gesetz einzig eine Freiheitsstrafe als mögliche Strafart vor. Bei der einfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG kommt hingegen sowohl die Strafart der Geld- als auch der Freiheitsstrafe in Betracht. Gleiches gilt für die Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB. Es ist deshalb bei den Schuldsprüchen wegen einfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Geldwäscherei darüber zu befinden, ob hierfür ebenfalls eine Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe auszusprechen ist. Die Vorinstanz erkannte auch bei den Schuldsprüchen wegen einfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Geldwäscherei auf eine Freiheitsstrafe. Sie begründete die Wahl der Strafart damit, dass eine Geldstrafe infolge der Inhaftierung sowie unter Berücksichtigung der finanziellen Situation des Beschuldigten voraussichtlich nicht vollzogen werden könne (vgl. S. 31 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 1310).”
“Bezüglich der weiteren Widerhandlungen gegen das BetmG ist sowohl eine Freiheitsstrafe als auch eine Geldstrafe möglich (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Gemäss Art. 41 Abs. 1 StGB kann das Gericht statt auf eine Geldstrafe auf eine Freiheitsstrafe erkennen, wenn eine solche geboten erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (lit.”
Vermitteln fällt unter den Tatbestand des Verschaffens. Nach der Rechtsprechung und Lehre ist das Vermitteln jedoch erst dann vollendet, wenn der Empfänger den vom Vermittler gegebenen Hinweis nach dessen Vorstellung tatsächlich nutzt und dadurch Sachherrschaft über die Betäubungsmittel erlangt. Vor diesem Zeitpunkt liegt nach Art. 19 Abs. 1 Bst. g BetmG höchstens ein Anstaltentreffen vor.
“Insofern fällt unter Verschaffen jegliche Vermittlungstätigkeit, die sowohl darin besteht, dass ein möglicher Betäubungsmittelkäufer und ein möglicher –verkäufer vermittelt werden, als auch, dass für einen verhandelt wird, geschieht dies auch nur teilweise. Dabei reicht es für den Vorsatz, dass der Vermittler – jedenfalls in groben Zügen – Kenntnis hat über Art und Umfang der Drogengeschäfte, die er fördert. Der blosse Hinweis auf ein «einschlägiges» Lokal in der Szene begründet daher noch kein Verschaffen (Schlegel/Jucker, BetmG-Kommentar, 4. Aufl. 2022, N. 60 f. zu Art. 19 BetmG). Im Unterschied zum alten Recht ist das Vermitteln als ein Unterfall des Verschaffens nicht bereits dann vollendet, wenn bei der eigennützigen oder uneigennützigen Vermittlung ein objektiv tauglicher Hinweis auf die erwähnten Umstände durch eine andere Person eingeht. Bis zu diesem Zeitpunkt liegt lediglich ein Anstaltentreffen gemäss Art. 19 Abs. 1 Bst. g BetmG vor. Ein Verschaffen durch Vermitteln ist erst vollendet, wenn der Mitteilungsempfänger vom Hinweis nach der Vorstellung des Täters Gebrauch gemacht hat und Sachherrschaft über die Betäubungsmittel beim Empfänger eingetreten ist (Schlegel/Jucker, BetmG-Kommentar, 4. Aufl. 2022, N. 62 zu Art. 19 BetmG). Auf der subjektiven Seite gilt das zuvor Ausgeführte (E. III.9.1 oben), wobei in Bezug auf das Anstaltentreffen festzuhalten ist, dass sich der Täter als mögliche Folge seiner Handlungen vorstellen muss, dass einer oder mehrere Tatbestände im Sinne von Art. 19 Abs. 1 Bst. a-f BetmG verwirklicht werden, und diese Folge für den Fall ihres Eintrittes in Kauf nehmen. Der Entschluss muss hier aber kein definitiver sein. Auch wer sich vorbehält, beim Auftreten entsprechender Hindernisse von seinem deliktischen Vorhaben abzusehen, kann gemäss Art. 19 Abs. 1 Bst. g BetmG Anstalten treffen (Schlegel/Jucker, BetmG-Kommentar, 4. Aufl. 2022, N. 117 zu Art. 19 BetmG).”
“c BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt. Das Vermitteln wird – im Gegensatz zum alten Recht – nicht mehr ausdrücklich als strafbare Handlung erwähnt. Allerdings hielt das Bundesgericht fest, dass diese Tatbestandsvariante grundsätzlich auch die Vermittlertätigkeit im Sinne der bisherigen Rechtsprechung beinhaltet und rechtlich somit nicht als Gehilfenschaft zu würdigen ist (BGE 142 IV 401 insb. E. 3.4). Insofern fällt unter Verschaffen jegliche Vermittlungstätigkeit, die sowohl darin besteht, dass ein möglicher Betäubungsmittelkäufer und ein möglicher –verkäufer vermittelt werden, als auch, dass für einen verhandelt wird, geschieht dies auch nur teilweise. Dabei reicht es für den Vorsatz, dass der Vermittler – jedenfalls in groben Zügen – Kenntnis hat über Art und Umfang der Drogengeschäfte, die er fördert. Der blosse Hinweis auf ein «einschlägiges» Lokal in der Szene begründet daher noch kein Verschaffen (Schlegel/Jucker, BetmG-Kommentar, 4. Aufl. 2022, N. 60 f. zu Art. 19 BetmG). Im Unterschied zum alten Recht ist das Vermitteln als ein Unterfall des Verschaffens nicht bereits dann vollendet, wenn bei der eigennützigen oder uneigennützigen Vermittlung ein objektiv tauglicher Hinweis auf die erwähnten Umstände durch eine andere Person eingeht. Bis zu diesem Zeitpunkt liegt lediglich ein Anstaltentreffen gemäss Art. 19 Abs. 1 Bst. g BetmG vor. Ein Verschaffen durch Vermitteln ist erst vollendet, wenn der Mitteilungsempfänger vom Hinweis nach der Vorstellung des Täters Gebrauch gemacht hat und Sachherrschaft über die Betäubungsmittel beim Empfänger eingetreten ist (Schlegel/Jucker, BetmG-Kommentar, 4. Aufl. 2022, N. 62 zu Art. 19 BetmG). Auf der subjektiven Seite gilt das zuvor Ausgeführte (E. III.9.1 oben), wobei in Bezug auf das Anstaltentreffen festzuhalten ist, dass sich der Täter als mögliche Folge seiner Handlungen vorstellen muss, dass einer oder mehrere Tatbestände im Sinne von Art. 19 Abs. 1 Bst. a-f BetmG verwirklicht werden, und diese Folge für den Fall ihres Eintrittes in Kauf nehmen.”
Ein freiwilliger Abbruch der Tatausführung oder ein freiwilliger Verzicht auf den vorgesehenen Tatbeitrag, auch wenn er erst im letzten Moment erfolgt, kann das Verschulden erheblich mindern und ist nach Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG mildernd zu berücksichtigen.
“Auf der an- deren Seite ist zu berücksichtigen, dass es sich bei seiner Beteiligung an der ein- geklagten Kokaineinfuhr um eine Einzeltat gehandelt hat und dass der Beschul- digte hinsichtlich dieses Drogengeschäfts nur eigentliche Hilfstätigkeiten zu be- sorgen gehabt hätte, in den Vertrieb des eingeführten Kokains hingegen nicht weiter involviert gewesen wäre. Vor allem trägt zudem zu seiner Entlastung bei, dass sich der Beschuldigte unabhängig von der praktisch gleichzeitig erfolgten Verhaftung aus eigenem Antrieb letztlich doch entschieden hat, sich nicht mit dem ausländischen Drogenkurier zu treffen, und darauf verzichtet hat, das eingeführte Kokain zu sich mitzunehmen, welche Sachdarstellung ihm gemäss den überzeu- genden Ausführungen der Vorinstanz aufgrund der Aktenlage nicht widerlegt wer- den kann (Urk. 37 S. 12). Denn dadurch entfiel der wesentliche Tatbeitrag, den der Beschuldigte gemäss Tatplan hätte erbringen sollen. Selbst unter Berücksich- tigung des Umstands, dass sein Meinungsumschwung sprichwörtlich erst im letz- ten Moment stattgefunden hat, wirkt sich der Abbruch der Tatausführung ange- sichts der zu seinen Gunsten anzunehmenden Freiwilligkeit seines Entscheids deshalb im Sinne von Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG in erheblichem Mass verschuldensreduzierend aus. Auch für dieses Delikt ist das Tatverschulden mit- hin im Ergebnis als leicht einzustufen. Unter Beachtung des Asperationsgrundsat- zes rechtfertigt sich bezüglich dieser Tat daher lediglich eine Erhöhung der vor- stehend ermittelten Einsatzstrafe um 14 Monate. Vorläufig resultiert daraus folg- lich eine Gesamtstrafe von 32 Monaten.”
Eine Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 BetmG kommt nur in Betracht, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist (i.S. der ICD‑10‑Kriterien) und die Widerhandlung dazu diente, den eigenen Betäubungsmittelkonsum zu finanzieren. In Lehre und Rechtsprechung wird verlangt, dass dieses Finanzierungsziel das massgebliche (teilweise sogar ausschliessliche) Ziel des Handels war; liegt der Handel überwiegend in der Gewinnerzielung oder der Bestreitung des Lebensunterhalts, entfällt die Milderung.
“zu Art. 19 BetmG). Überzeugender ist die Ansicht ALBRECHTS, wonach die Finanzierung der eigenen Sucht nicht das einzige, aber doch das vorherrschende Handlungsziel des Täters bilden müsse (PETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19-28l BetmG], 2016, Rz. 284 zu Art. 19 BetmG). SCHLEGEL/JUCKER verweisen auf ALBRECHT, ebenso GRODECKI/JEANNERET (STEPHAN SCHLEGEL/OLIVER JUCKER, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz sowie zu Bestimmungen des StGB und OBG mit weiteren Erlassen, 4. Aufl. 2022, N. 249 zu Art. 19 BetmG; STÉPHANE GRODECKI/YVAN JEANNERET, Petit commentaire Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes du 3 octobre 1951, Dispositions pénales [art. 2 et 19 à 28a], 2022, Rz. 143 zu Art. 19 BetmG). HUG- BEELI selbst führt an, eine ausschliessliche Finanzierung der Drogensucht dürfte bei abhängigen Tätern praktisch nie vorkommen. Würde man die Privilegierung nur diesen Tätern zuteilkommen, würde die Bestimmung gar keine Anwendung finden. Art. 19 Abs. 3 BetmG ist eine Kann-Bestimmung. Es liegt demnach im Ermessen des Gerichts, ob es den Strafrahmen nach unten öffnet. Solches soll nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur dann geschehen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart erscheint (Urteil des Bundesgerichts 6B_1157/2022 vom 24. Februar 2023 E. 2.2.2.). Dass der Beschuldigte abhängig ist, wurde nicht in Frage gestellt. Vorliegend steht fest, dass er 360 Gramm Kokain-Base hergestellt und verkauft und 90 Gramm Kokain-Base konsumiert hat. Damit ist die verkaufte Menge deutlich höher als die konsumierte. Der Beschuldigte hat also nicht hauptsächlich hergestellt und verkauft, um seinen eigenen Drogenbedarf zu decken, sondern hat aus dem Handel auch Gewinn erzielt (CHF 4'000.00). Der Beschuldigte hatte im relevanten Zeitraum kein Erwerbseinkommen, was nahelegt, dass der Erlös aus dem Drogenhandel auch seinem Lebensunterhalt diente. Zudem ist erstellt, dass er Glücksspiele gespielt hat, und dass ein Teil seiner Einnahmen auch dahinein floss.”
“Die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sieht einen ordentlichen Strafrahmen von mindestens einem Jahr bis maximal 20 Jahre Freiheitsstrafe vor (Art. 19 Abs. 2 lit. a und c BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG i.V.m. Art. 40 Abs. 2 StGB). Strafschärfungsgründe liegen keine vor. In- dessen stellt sich die Frage des Strafmilderungsgrundes nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG, auf welchen sich die Beschuldigte beruft (act. H.2; RG act. 7). Das Gericht kann bei einer Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 2 BetmG, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Widerhandlung zur Finanzie- rung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen, die Strafe nach freiem Ermessen mildern (Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG). Bei der Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 BetmG handelt es sich um eine Kann-Vorschrift (Gustav Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz [BetmG] Kommentar, Basel 2016, N 1168 zu Art. 19 BetmG). Um in den Genuss dieses Strafmilderungsgrundes zu kommen, muss die Beschuldigte sowohl abhängig sein, als auch den Handel allein zur Finanzierung der eigenen Sucht betrieben haben. Dabei reicht das gelegentliche Konsumieren nicht aus (Hug-Beeli, a.a.O., N 1175 zu Art. 19 BetmG). Der Begriff Abhängigkeit ist nach der ICD-10 Klassifikation der WHO zu interpretieren. Abhängigkeit ist durch den starken Wunsch gekennzeichnet, die Substanz einzunehmen, Schwie- rigkeiten, den Konsum zu kontrollieren, und die Substanz trotz schädlicher Folgen zu gebrauchen, wobei dem Substanzgebrauch Vorrang vor anderen Verpflichtun- gen und Aktivitäten gegeben wird.”
“L'existence d'un pronostic défavorable quant au comportement futur du condamné, bien qu'elle soit une condition aussi bien du refus du sursis à la nouvelle peine que de la révocation d'un sursis antérieur, ne peut faire l'objet d'un unique examen, dont le résultat suffirait à sceller tant le sort de la décision sur le sursis à la nouvelle peine que celui de la décision sur la révocation du sursis antérieur. Le fait que le condamné devra exécuter l'une des peines peut apparaître suffisant à le détourner de la récidive et, partant, doit être pris en considération pour décider de la nécessité ou non d'exécuter l'autre peine. Il constitue donc une circonstance nouvelle, appelant un réexamen du pronostic au stade de la décision d'ordonner ou non l'exécution de l'autre peine. Le juge doit motiver sa décision sur ce point, pour que l'intéressé puisse au besoin la contester utilement et l'autorité de recours exercer son contrôle (arrêt du Tribunal fédéral 6B_855/2010 du 7 avril 2011 consid. 2.2). 2.4. Selon l’art. 19 al. 3 LStup, le tribunal peut atténuer librement la peine dans le cas d’une infraction visée à l’al. 2, si l’auteur est dépendant et que cette infraction aurait dû servir au financement de sa propre consommation de stupéfiants. Pour bénéficier de cette disposition, l'auteur doit être toxico-dépendant et non seulement consommateur, comme c'est souvent le cas pour les trafiquants de cocaïne (Initiative parlementaire, révision partielle de la loi sur les stupéfiants, rapport de la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique du Conseil national, FF 2006 p. 8141 ss, p. 8179 ch. 3.1.11.3 ad art. 19 al. 4 P-LStup ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_858/2014 du 19 mai 2015 consid. 2.2 in SJ 2015 I 439 p. 400). La Commission précitée renvoie, pour distinguer consommateurs et personnes dépendantes, aux critères développés dans la classification statistique internationale des maladies et des problèmes de santé connexes établie par l'OMS (CIM-10). L'art. 19 al. 3 let. b LStup n'est en outre applicable que si le trafic de drogue de l'intéressé finance exclusivement sa propre toxicomanie (FF 2006 ibidem).”
“Er habe sich des Darknets bedient und dort verschiedene Shops eingerichtet und ein Bitcoin-Konto eröffnet. Den Drogenhandel habe er während eines Jahres sehr intensiv betrieben und auch andere Personen gegen Entlöhnung eingesetzt, insbesondere um Drogen in die Schweiz einzuführen und hier zu lagern. Sein Vorgehen sei sehr planmässig und durchdacht gewesen. So habe er einen Gewinn von mindestens Fr. 21'545.-- erzielt (Fr. 10'725.-- aus dem Verkauf von MDMA, Marihuana, Ecstasy und 2C-B-Tabletten; Fr. 9'200.-- aus dem Verkauf von Amphetamin; Fr. 1'395.-- aus dem Verkauf von Kokain und Fr. 225.-- aus dem Verkauf von LSD -Trips). Er habe mit beachtlicher krimineller Energie, gewinnsüchtig und namentlich nicht aus finanzieller Not gehandelt. Selbst habe er immer wieder Drogen konsumiert, das mindere seine Verantwortung für die qualifizierten Widerhandlungen aber nicht. Denn der Drogenhandel habe höchstens in untergeordnetem Mass zur Finanzierung des Eigenkonsums beigetragen. Damit scheide eine Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG aus. Insgesamt sei von einem mittelschweren bis schweren Tatverschulden auszugehen. Mit Blick auf den Strafrahmen von einem bis zwanzig Jahren Freiheitsstrafe sei eine solche von sieben Jahren angemessen. Was die Täterkomponenten angehe, seien die Vorstrafen (Geldstrafen von bis zu 90 Tagessätzen) leicht straferhöhend zu berücksichtigen, auch wenn sie schon mehrere Jahre zurücklägen. Weiter hätten die Aussagen des Beschwerdeführers (vollständige Geständigkeit) die Strafverfolgung wesentlich vereinfacht. Dies sei strafmindernd zu berücksichtigen, wenn auch nicht in einem Umfang, wie dies bei einem von Anfang an geständigen, einsichtigen und reuigen Täter möglich wäre. Seit der Untersuchungshaft sei der Beschwerdeführer drogenabstinent. Er sei eine Beziehung eingegangen und gehe wieder einer geregelten Arbeit nach. Der Arbeitgeber stelle ihm ein gutes Zeugnis aus. Diese Veränderungen seien positiv zu würdigen, ausserordentliche Umstände lägen jedoch nicht vor. Die Strafempfindlichkeit sei nicht erhöht; der Strafvollzug betreffe ihn nicht über das in vergleichbaren Fällen übliche Mass hinaus.”
Transport und zielgerichtetes Bereitstellen — etwa Beförderung und Vorbereitung der Übergabe — fallen unter den Begriff des «Verschaffens» im Sinne von Art. 19 BetmG, da hierzu typische Förderhandlungen wie ein aktives, zielgerichtetes Bereitstellen oder Herbeiführen günstiger Erwerbsbedingungen zählen. Ebenso können Anstalten zur Einfuhr bereits in Verhandlungen beziehungsweise im Anwerben eines Transporteurs bestehen.
“________(Adresse), der gemäss Beweisergebnis Heroin und Kokain an Konsumenten und Abnehmer abgegeben hatte, dafür, dass es sich beim gelieferten Paket «Nr 3» um den Zellophanplastiksack mit Heroingemisch gehandelt hat, den der Beschuldigte an den P.________(Adresse) befördern bzw. an C.________ hätte verschaffen sollen. Diese Übergabe wurde durch die Verfolgung des Fahrzeugs des Beschuldigten durch den Botschaftsschutz unterbrochen und aufgrund der Kontrolle letztlich verhindert. Beweiswürdigend konnte jedoch nicht erstellt werden, dass der Beschuldigte das Heroingemisch bereits an C.________ übergeben hatte, weshalb in dubio davon auszugehen ist, dass die Übergabe noch nicht stattgefunden hat. Ob es ferner der Beschuldigte oder C.________ war, der das Heroingemisch aus dem Fahrzeugfenster geworfen hatte, kann letztlich offenbleiben, zumal unter den Begriff des «Verschaffens» typische Förderungshandlungen in Frage kommen, mithin ein aktives sowie zielgerichtetes Bereitstellen oder Herbeiführen günstiger Bedingungen für den unerlaubten Erwerb von Betäubungsmitteln (Hug-Beeli, in: Basler Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 1. Aufl. 2016, N. 500 zu Art. 19 BetmG). Die Vor-instanz erläuterte korrekt und umfassend die Rolle des Beschuldigten resp. seine Aufgabe im Drogenhandel. Demnach beförderte der Beschuldigte die Betäubungsmittelpakete und übergab diese schliesslich an C.________ sowie unbekannte Abnehmer gegen Geldbeträge. Es steht ausser Frage, dass der Beschuldigte auch an diesem Tag ein Paket hätte übergeben sollen. Demnach traf der Beschuldigte Anstalten, dieses Paket an C.________ zu übergeben. Auch hinsichtlich des Reinheitsgrades kann auf die Auswertung des IRM abgestellt und von einem Hydrochlorid-Wert von 22% ausgegangen werden, wobei bei einer Menge von 240 Gramm Heroingemisch eine Menge von”
“Zur Begründung verweist die Verteidigung auf zwei Bundesgerichtsentscheide (BGE 140 IV 40 und BGE 106 IV 74), in welchen das Anstalten treffen bejaht worden sei, eben mit der Begründung, dass Vorbereitungshandlungen getroffen worden seien. Im ersten Fall sei die Täterin extra für den Erwerb von 100 LSD-Pillen nach London gereist und habe diese in der Absicht der Veräusserung portioniert. Im zweiten Fall sei der Täter von der Schweiz aus nach Deutschland gereist, um die Adresse eines Lieferanten ausfindig zu machen. Zudem sei er nach Italien gereist um mit den Abnehmern zu verhandeln. Er habe Zeit und Geld für Reisen investiert und diverse Verhandlungen geführt (vgl. Ausführungen der Verteidigung anlässlich ihres Parteivortrags an der Hauptverhandlung). Dem ist entgegen zu halten, dass gemäss Lehre und Rechtsprechung eben gerade bereits dann ein Anstalten treffen zur Einfuhr von Betäubungsmitteln vorliegt, wenn z.B. mit der Geldmittelbeschaffung im Inland für den Einkauf im Ausland und der gezielten Reise begonnen wird oder eben trifft derjenige Anstalten zur Einfuhr, wer eine Einfuhr organisiert und schon nur einen Transporteur anzuwerben versucht (BSK zum BetmG, Hug-Beeli, N 381 ff. zu Art. 19 BetmG). Daran ändern auch die zitierten Bundesgerichtsentscheide nichts, zumal in casu der Beschuldigte eben bereits solche Handlungen getätigt hat. Er hat mit dem Transporteur verhandelt, und zwar über Lieferumfang und Preis und hat, nachdem er eine Probe über einen weiteren Mittelsmann erhalten hatte, die Zustimmung für den Transport gegeben. Damit hat er ohne weiteres den Tatbestand des Anstaltentreffens zur Einfuhr und damit auch zum Erwerb bzw. Erlangen des Heroins erfüllt, sowohl in objektiver wie auch in subjektiver Hinsicht. Das Beweisverfahren hat ergeben, dass der Beschuldigte wusste, dass es um eine Lieferung von 5 Kilogramm Heroin geht.”
Die Berufungsführerin hat geltend gemacht, der Verkauf sei nicht nachgewiesen, und beantragt deswegen eine Verurteilung allein wegen Eigenkonsums gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG, unter Berufung auf den Grundsatz in dubio pro reo.
“Die Berufungsführerin bestreitet die von der Vorinstanz festgehaltene Menge von mindestens 335 Gramm Kokain, welches sie an Dritte verkauft oder weitergegeben haben soll. Sie beantragt eine Verurteilung wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG. Die Vorinstanz habe die von verschiedenen Personen gemachten Aussagen in unbegründeter Weise als wahrheitsgetreu eingestuft. Der Verkauf von Kokain sei jedoch in keinster Weise bewiesen worden. In Anwendung des Grundsatzes „in dubio pro reo“ sei sie nur wegen des Eigenkonsums von Betäubungsmitteln (Art. 19 Abs. 1 BetmG) zu verurteilen.”
“Die Berufungsführerin bestreitet die von der Vorinstanz festgehaltene Menge von mindestens 335 Gramm Kokain, welches sie an Dritte verkauft oder weitergegeben haben soll. Sie beantragt eine Verurteilung wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG. Die Vorinstanz habe die von verschiedenen Personen gemachten Aussagen in unbegründeter Weise als wahrheitsgetreu eingestuft. Der Verkauf von Kokain sei jedoch in keinster Weise bewiesen worden. In Anwendung des Grundsatzes „in dubio pro reo“ sei sie nur wegen des Eigenkonsums von Betäubungsmitteln (Art. 19 Abs. 1 BetmG) zu verurteilen.”
Die Überlassung oder Weitergabe von Betäubungsmitteln zum Weiterverkauf kann den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 (insbesondere lit. c: „unbefugt veräussert, … auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt“) erfüllen. Auch die Bestimmung bzw. das Veranlassen oder Überlassen ohne eigene physische Übergabe kann darunterfallen. Ob eine Strafbarkeit vorliegt, hängt von der konkreten Tatsachen- und Beweislage ab.
“Der Beschuldigte überliess zusammen mit dem Mitbeschuldigten D._____ ca. brutto 200 Gramm Methamphetamin an den Mitbeschuldigten B._____ mit dem Auftrag, diese an unbekannte Abnehmer zu einem Preis von Fr. 55.– pro Gramm zu verkaufen und den Gewinn dem Beschuldigten und dem Mitbeschul- digten D._____ abzuliefern. Zu Gunsten des Beschuldigten ist – wie ausgeführt – davon auszugehen, dass dabei die physische Übergabe der Betäubungsmittel al- leine durch den Mitbeschuldigten D._____ erfolgte. Damit wurde der Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG objektiv erfüllt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG "unbe- fugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt") erfüllt. Sodann wurde mit einer Reinsubstanz von insgesamt ca.”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem anderen verschafft oder in Verkehr bringt. Strafbar sind somit nach der abschliessenden Aufzählung in Art. 19 Abs. 1 BetmG beinahe alle denkbaren Formen einer vorsätzlichen Beteiligung am unbefugten Drogenver- kehr, d.h. sowohl die Verbreitung wie auch schon der Erwerb von Betäubungsmit- teln.”
“2019 in der Wohnung des Beschuldigten an einer Überdosis Diaphin ge- storben ist, besteht eine gewisse natürliche Vermutung, dass der Beschuldigte ihr dieses Medikament an jenem Tag überlassen hat. Über den vorstehend dargeleg- - 20 - ten Zusammenhang hinaus gibt es aber keine weiteren und gesicherten Hinweise, dass der Beschuldigte D._____ tatsächlich eine seiner Diaphin-Tabletten überlas- sen hat. Der Besuch von D._____ erfolgte erst drei Tage später, am Abend des tt.mm.2019. Sie hatte sodann ebenfalls seit Längerem Drogen (Heroin und Heroin substituierende Medikamente) konsumiert. Es ist deshalb durchaus auch möglich, dass D._____ anderweitig Diaphin organisiert hatte und zum Treffen mit dem Be- schuldigten mitnahm oder auch, dass sie ohne Wissen des Beschuldigten eine seiner Tabletten behändigte. Mit der Vorinstanz ist zu konstatieren, dass sich auch dieser Anklagevorwurf bei der bestehenden Beweislage nicht rechtsgenü- gend erstellen lässt. Der Beschuldigte ist auch von diesem Vorwurf, also des Ver- gehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (Überlassen einer Tablette Diaphin an D._____), freizusprechen. III. Strafzumessung”
Gehilfenschaft wird im Bereich des Betäubungsmittelstrafrechts grundsätzlich zurückhaltend bejaht. Umfangreichere kausale Beiträge gelten in der Regel nicht als blosse Mitwirkung, sondern als eigenständige tatbestandsmässige Handlungen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG; wer solche tatbestandsmässigen Handlungen vornimmt, ist als Täter zu beurteilen. Gehilfenschaft liegt indessen vor, wenn die Mitwirkung objektiv untergeordnet bleibt (z. B. Fahrzeugbereitstellung für den Transport).
“25 StGB, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet, die Tat jedoch nur durch einen untergeord- neten Tatbeitrag unterstützt (BGE 129 IV 124 E. 3.2 S. 126). Gehilfenschaft im Zusammenhang mit Betäubungsmitteldelikten ist unter Hinweis auf die Rechtspre- chung jede Förderung der von einem anderen beschlossenen und ausgeführten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Mithin jeder irgendwie gear- tete kausale Tatbeitrag, ohne den sich die Haupttat anders abgespielt hätte. Die Gehilfenschaft setzt jedoch voraus, dass die objektive Mitwirkung an der Tat eines anderen sich auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbstständiges Delikt erfassten Beitrag beschränkt (vgl. BGE 113 IV 90 E. 2 S. 91). Hat der Han- delnde tatbestandsmässige Handlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG be- gangen, so hat er für diese als Täter einzustehen (SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., Art. 19 BetmG N 146 f.). Im Übrigen ist mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu betonen, dass im Rahmen des Betäubungsmittelgesetzes Gehilfenschaft nur zurückhaltend anzunehmen ist, da die umfangreiche kriminelle Tätigkeit von Art. 19 Abs. 1 BetmG erfasst wird und sich verschuldensmässig nicht als gehilfenschaftsähnlich gewichten lässt (BGE 118 IV 397 E. 2c S. 401; Urteil des Bundesgerichts 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.4 m.w.H.). Ge- hilfenschaft liegt beispielsweise vor, wenn ein Mitwirkender nicht selber Betäu- - 42 - bungsmittel befördert, aber ein Fahrzeug für den Transport zur Verfügung stellt (BGE 106 IV 72 E. 2b S. 73).”
Für die Beurteilung, ob eine Tat die Gesundheit vieler Menschen gefährden kann (im Sinn von Art. 19), ist nach der Rechtsprechung die Masse des reinen Wirkstoffs (Reinheitsmasse) massgeblich. Als Anhaltswerte führt die Rechtsprechung beispielsweise 18 g reines Kokain bzw. 12 g reines Heroin an.
“Aus dem Ergebnis der Urinuntersuchung und den widersprüchlichen und unglaubhaften Aussagen des Berufungsklägers folgt zweifelsfrei, dass er kein regelmässiger Heroinkonsument ist. Damit ergibt sich unter Berücksichtigung der Anhaltesituation des Berufungsklägers, dass das sichergestellte Heroin nicht für seinen Eigenkonsum, sondern für die Weitergabe an Dritte bestimmt war. An dieser Einschätzung vermag auch die durch den Berufungskläger beantragte Auswertung der Spuren an seiner Kleidung nichts zu ändern. So wäre ein positives Testresultat nicht als Beweis für den Eigenkonsum zu werten, liesse sich doch ein positives Ergebnis genauso gut mit dem Hantieren von Heroin und damit mit Vorbereitungen zum Verkauf bzw. zur Weitergabe an Dritte erklären. Aus einem negativen Resultat könnte allenfalls geschlossen werden, dass sein Tatbeitrag einzig im Transport bzw. der Weitergabe an Dritte bestand. Der Sachverhalt gemäss Anklageschrift ist damit erstellt. 3.2 3.2.1 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. Auf der subjektiven Seite ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei einer Heroinmenge von 12 Gramm vor, wobei die Menge des reinen Stoffs entscheidend ist (BGE 145 IV 312,”
“Die zutreffende Feststellung der Vorinstanz, wonach der Berufungskläger ausschliesslich B____ mit den Betäubungsmitteln beliefert habe, stehe einer unmittelbaren Gesundheitsgefährdung vieler Menschen entgegen. Aus dem Umstand, dass gegen B____ kein Verfahren wegen eines Verbrechens gegen das BetmG eingeleitet worden sei, müsse zumindest in dubio geschlossen werden, dass auch eine mittelbare Gesundheitsgefährdung vieler Menschen nicht gegeben sei. Ausserdem enthalte das erstinstanzliche Urteil keinerlei Ausführungen dazu, inwiefern er gewusst habe oder hätte annehmen müssen, mit der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz die Gesundheit vieler Menschen mittelbar oder unmittelbar zu gefährden (Berufungsbegründung S. 4 ff., Akten S. 2396 ff.). 2.2.3 Rechtliche Grundlagen 2.2.3.1 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). 2.2.3.2 In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt bei einer Kokainmenge von 18 Gramm bzw. einer Heroinmenge von 12 Gramm vor, wobei die Menge des reinen Stoffs entscheidend ist (BGE 145 IV 312,”
“Dass die Fingerabdrücke des Beschuldigten nach dem Gesagten völlig zufällig respektive ohne sein Zutun ausgerechnet auf das Verpackungsmaterial von Kokain gelangt sein soll, welches in einem Waldstück aufgefunden worden war, in welchem der Beschuldigte nur wenige Monate später für eine Drogenhandelsorganisation einer identischen Tätigkeit nachgegangen ist, ver- bleibt angesichts der dargelegten Umstände letztlich nur noch als theoretische Möglichkeit. Wenngleich damit nicht erwiesen ist, dass der Beschuldigte im Sinne der Anklageschrift das Kokain selber verpackt und vergraben hat sowie im Auftrag der Drogenhandelsorganisation dem Kokainhandel nachgehen wollte, ist doch immerhin rechtsgenügend erstellt, dass der Beschuldigte bereits im November - 19 - 2018 direkten Zugriff auf 151 Gramm Kokaingemisch bzw. 141 Gramm reines Ko- kain hatte (vgl. Urk. 21 S. 5 f.). III. Rechtliche Würdigung 1. Grundlagen 1.1. Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG) sowie wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG). 1.2. Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann, bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt bei einer Kokainmenge von 18 Gramm vor, wobei die Menge des reinen Stoffs entscheidend ist. Bei Heroin liegt der Grenz- wert für den qualifizierten Tatbestand bei 12 Gramm des reinen Wirkstoffs (BGE 145 IV 312,”
Im vorliegenden Verfahren hat die Staatsanwaltschaft im Rahmen einer teilweisen Nichtanlassverfügung grössere Vorwürfe des Drogenhandels fallengelassen und lediglich die Verfolgung der angeblichen Verkäufe von insgesamt sieben Kokain‑Bolletjes weitergeführt; eine Teilklage/Teileinstellung war damit erfolgt.
“b LEI) et de consommation de stupéfiants (art. 19a LStup), les policiers ont fait appel à un avocat de la première heure, soit à Me E______, avocat-stagiaire au sein de l'étude C______, où travaille également Me B______. d. Entendu par la police, le 24 octobre 2024, en présence de Me E______, A______ n'a que partiellement admis les faits qui lui étaient reprochés. Il n'avait vendu en tout et pour tout que six ou sept boulettes de cocaïne, y compris celle remise le jour même à D______. Il a fourni, dans le cadre de son audition, l'adresse de son avocat – C______, rue 1______ no. ______, [code postal] Genève – comme adresse de notification en Suisse pour y recevoir tous les actes de procédure. e. Par ordonnance du 25 octobre 2024, le Ministère public a ordonné une défense d'office en la personne de Me B______, considérant que A______ – qui se voyait reprocher des infractions d'entrée illégale et de séjour illégal (art. 115 al. 1 let. a et b LEI), un délit contre la loi sur les stupéfiants (art. 19 LStup) et une consommation de stupéfiants (art. 19a LStup) – relevait du régime de la défense obligatoire, n'avait pas désigné de défenseur privé et ne disposait pas des moyens nécessaires, l'assistance d'un défenseur étant justifiée pour sauvegarder ses intérêts. f. Par ordonnance pénale du même jour, A______ a été déclaré coupable d'infraction à l'art. 19 al. 1 let. c et d LStup, d'entrée illégale (art. 115 al. 1 let. a LEI), de séjour illégal (art. 115 al. 1 let. b LEI) et d'infraction à l'art. 19a ch.1 LStup, et condamné à une peine privative de liberté de 150 jours, ainsi qu'à une amende de CHF 500.-. S'agissant du trafic de stupéfiants, seule la vente d'une boulette de cocaïne à D______, le 24 octobre 2024, et de six autres boulettes de cocaïne, entre mai 2024 et le 24 octobre 2024, lui étaient désormais reprochées, le Ministère public ayant, pour le surplus, par ordonnance de non-entrée en matière partielle du même jour, abandonné les charges pesant contre A______ en lien avec son éventuelle participation à un trafic portant sur 104 grammes de cocaïne.”
Bei wiederholten oder gleichartigen Handlungen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG begründen die einzelnen Verhaltensweisen jeweils eigenständige Tatbestände. Für die Festsetzung der Strafe werden jedoch sämtliche relevanten Verhaltensweisen und die insgesamt umgesetzten Mengen berücksichtigt; die Drogenmenge dient dabei als Anhaltspunkt für die Gefährdung des geschützten Rechtsguts und kann bei der Strafzumessung zusammengerechnet werden.
“Il faut dès lors que l'auteur ait eu la liberté de se soumettre au droit. Le reproche résulte de ce que ledit auteur a fait un mauvais usage de sa liberté. Ce mésusage est qualifié de faute, sur laquelle est fondé le droit pénal moderne (L. MOREILLON / N. QUELOZ / A. MACALUSO / N. DONGOIS (éds), Commentaire romand, Code pénal I, art. 1-110 CP, 2ème édition, Bâle 2020, n. 3 et 4 ad art. 12 CP). La punissabilité du séjour irrégulier selon l'art. 115 al. 1 let b. LEI suppose que l'étranger ne se trouve pas dans l'impossibilité de quitter la Suisse et de rentrer légalement dans son pays d'origine, par exemple en raison d'un refus du pays d'origine d'admettre le retour de ses ressortissants ou de délivrer des papiers d'identité (ATF 143 IV 249 consid. 1.6.1). 2.3. L’art. 19 al. 1 LStup réprime notamment l’entreposage, le transport, l’aliénation, la détention et la possession de stupéfiants. Il ne réprime pas une infraction unique de « trafic de stupéfiants » réalisée par les différents comportements visés par cette disposition (art. 19 al. 1 LStup), qui pourraient être reprochés à un auteur sur une période donnée. Cette norme énumère au contraire de nombreux actes constituant chacun un état de fait poursuivi pour lui-même (ATF 133 IV 187 consid. 3.2 p. 192 ss ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_704/2012 du 3 avril 2013 consid. 1.2). Il n'en va pas différemment de la répétition d'un même comportement réprimé (par exemple la vente réitérée à la même personne). Il est vrai que la jurisprudence considère, au stade de la fixation de la peine, qu'il n'y a pas lieu d'appliquer les règles sur le concours dans de telles hypothèses mais d'énoncer l'ensemble des comportements répréhensibles accomplis, de sorte que les quantités de stupéfiants sont additionnées pour l'application de l'art. 19 al. 2 LStup (ATF 105 IV 73 consid. 3a p. 73). Cette pratique fondée sur des motifs de simplification ne remet cependant pas en cause, sous l'angle de l'application du principe ne bis in idem, la nature indépendante des infractions elles-mêmes (arrêt du Tribunal fédéral 6B_704/2012 du 3 avril 2013 consid.”
“Der ordentliche Strafrahmen des Vergehens gegen das Betäubungsmittel- gesetz sieht einen Strafrahmen von einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe bis 180 Tagessätzen vor (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG). Entgegen der Vorgehensweise der Vorinstanz ist zunächst für die Kokainverkäufe an C._____ und B._____ je eine separate Strafe festzusetzen. Aussergewöhnliche Umstände, die ein Verlassen des ordentlichen Strafrahmens rechtfertigen würden, liegen nicht vor. Folglich ist in einem ersten Schritt die Einsatzstrafe für die schwerste Tat festzulegen und diese sodann in Anwendung des Asperationsprin- zips angemessen zu erhöhen. Schwerste Tat ist vorliegend der Kokainverkauf an C._____.”
“Widerhandlungen gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG Das Betäubungsmittelstrafrecht dient dem Schutz der Volksgesundheit (vgl. BGE 122 IV 211 E. 4). Auch wenn der Drogenmenge keine vorrangige Bedeutung bei der Strafzumessung mehr zukommt, so ist als Anhaltspunkt für die Verletzung bzw. Gefährdung des geschützten Rechtsguts gleichwohl von der umgesetzten Drogenmenge auszugehen, zumal die Gefährdung umso grösser ausfällt, je mehr der gesundheitsgefährdenden Drogen in Umlauf gebracht werden (Fingerhuth/ Schlegel/Jucker, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016, N 37 zu Art. 47 StGB; Wiprächtiger/Keller, in: Basler Kommentar StGB/JStG, 4. Aufl. 2019, N 93 zu Art. 47 StGB). Vorliegend wurde der Beschuldigte 1 wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen am 29. März 2018, 19. April 2018 und 13. September 2018 (also mehrfach) durch Besitz zum Verkauf von total 87,2 Gramm Marihuana und Verkauf einer unbestimmten, 150 Gramm nicht übersteigenden Menge Marihuana verurteilt. Das Ausmass des verschuldeten Erfolgs wiegt mit Blick auf die gehandelten Mengen und den damit erzielten Erlös noch leicht.”
“_____ wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 90 Tage durch Haft erstanden sind) sowie einer Busse von Fr. 500.–. 6. Bezahlt der Beschuldigte A._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 7. Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten A._____ wird vollzogen. 8. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom 13. September 2016 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand etc. bedingt vollziehbare Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 120.– und die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft II des - 3 - Kantons Zürich vom 19. Februar 2018 wegen versuchter Förderung von Doping etc. bedingte vollziehbare Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 80.– werden wi- derrufen. Die Strafen werden vollzogen. 9. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig − des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c und g i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. b und c BetmG, teilweise i.V.m. mit Art. 25 StGB; − des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG; − der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG ab dem Zeitraum vom 3. März 2018. 10. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit 20 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 90 Tage durch Haft erstanden sind) sowie einer Busse von Fr. 300.–. 11. Bezahlt der Beschuldigte B._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 12. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten B._____ wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 13. Der Beschuldigte C._____ ist schuldig − des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c und g i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. b und teilweise lit. c BetmG. 14. Der Beschuldigte C._____ wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 90 Tage durch Haft erstanden sind). 15. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten C._____ wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt.”
Bei der Beurteilung nach Art. 19 BetmG ist das Motiv des Täters zu berücksichtigen: Suchtbedingtes Handeln zur Finanzierung des eigenen Konsums kann als mildernder Umstand gewertet werden; dagegen spricht tatsächliches Gewinnstreben (beziehungsweise ein nachgewiesener Umsatz/Gewinn) für eine verschärfende Bewertung. Motive und Ziele des Täters sind bei der Schuld- und Strafzumessung zu berücksichtigen (Art. 47 CP).
“Enfin, le nombre d'opérations constitue un indice pour mesurer l'intensité du comportement délictueux. S'agissant d'apprécier les mobiles qui ont poussé l'auteur à agir, le juge doit distinguer le cas de celui qui est lui-même toxicomane et agit pour financer sa propre consommation de celui qui participe à un trafic uniquement poussé par l'appât du gain. c.b) Une ou plusieurs circonstances aggravantes décrites à l’article 19 al. 2 let. a à c LStup (quantité, bande et métier) peuvent être réalisées en même temps ; dans un tel cas, cela n’entraîne pas un cumul de la qualification juridique du cas grave, ni du cadre légal de la peine. Il n’existe donc pas de concours entre les différentes hypothèses de l’article 19 al. 2 LStup. Lorsqu’un cas grave est réalisé, le juge n’a pas besoin de se demander s’il pouvait l’être pour un autre motif. Il peut néanmoins en tenir compte lors de la fixation de la peine, comme l’un des critères généraux, selon l’article 47 CP (Grodecki et Jeanneret, op.cit. n. 58 ad art. 19 LStup et les réf. cit.). c.c) En outre, la sensibilité de l’auteur à la sanction doit être prise en considération parmi les effets de la peine sur l’avenir de l’auteur (Dupuis / Moreillon et al., PC CP, 2e édition, n. 11 ad art. 47). La jurisprudence (arrêt du TF du 11.04.2023 [6B_252/2022] 5.1 et les réf. cit., où il est question d’une recourante de septante-six ans au moment du prononcé, soit d’un âge que le Tribunal fédéral a considéré comme avancé) précise à cet égard que l'âge et le mauvais état de santé du délinquant font partie des éléments qui peuvent le rendre plus vulnérable face à la peine. La vulnérabilité face à la peine ne doit toutefois être retenue comme circonstance atténuante que si elle rend la sanction considérablement plus dure que pour la moyenne des autres condamnés, par exemple en présence de maladies graves, de psychoses claustrophobiques ou de surdimutité. Dans certains cas, le grand âge de l'auteur pourra aussi être retenu à lui seul. Il a cependant été jugé que l'âge de septante ans n'était pas suffisamment avancé pour être pris en considération (arrêts du TF des 21.”
“La circonstance aggravante du métier ne peut être appliquée que si le chiffre d’affaires ou le gain a été effectivement réalisé ; les quantités et type de drogue vendue doivent être établis, de même que le bénéfice effectivement réalisé (arrêt du TF du 18.03.2022 [6B_738/2021] cons. 2.5, cité par Grodecki/Jeanneret, op. cit., n. 94 ad art. 19 LStup). b.e) Lorsque le juge constate un motif pour lequel le cas doit être qualifié de grave, il ne doit pas rechercher s’il en existerait un autre, le cadre légal ne devant pas être déplacé davantage vers le haut. Ce sera seulement au moment de la fixation de la peine, dans le cadre extrêmement large fixé par l’article 19 al. 2 LStup, que le juge tiendra compte de toutes les circonstances importantes pour apprécier la gravité de la faute commise (Corboz, op. cit., n. 112 à 115 ad art. 19 LStup). c.a) Au niveau subjectif, l’article 19 al. 1 et 2 LStup est une infraction intentionnelle, le dol éventuel étant toutefois suffisant (ATF 126 IV 198 cons. 2 et Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3e éd., 2016, n. 201 ad art. 19 LStup et les réf. cit.). c.b) Pour ce qui a trait à la circonstance aggravante de la bande (cf. l’arrêt précité [6B_281/2022] cons. 1.2 et les réf. cit.), l'auteur doit être conscient de l'existence et du but de la bande. Son intention doit englober les éléments constitutifs de l'infraction en bande pour justifier cette qualification. Un acte commis en bande ne doit être admis que si l'auteur avait la volonté de commettre une pluralité d'infractions avec ses comparses. c.c) Selon la jurisprudence (arrêt du TF du 27.08.2021 [6B_627/2021] cons. 2.2 et les réf. cit.), il y a dol éventuel lorsque l'auteur tient pour possible la réalisation de l'infraction et l'accepte au cas où celle-ci se produirait, même s'il ne le souhaite pas (art. 12 al. 2 CP). 7. a) Aux termes de l’article 305bis CP, se rend coupable de blanchiment d’argent celui qui aura commis un acte propre à entraver l’identification de l’origine, la découverte ou la confiscation de valeurs patrimoniales dont il savait ou devait présumer qu’elles provenaient d’un crime.”
“Il sera enfin relevé que, quand bien même son casier judiciaire est, en l'état, vierge, le contenu des conversations extraites de son téléphone portable saisi lors de son interpellation tend à confirmer que l'appelant est resté actif dans le domaine de trafic de stupéfiants. Si ces faits ne doivent pas être jugés dans le cadre de la présente procédure, n'étant pas visés dans l'acte d'accusation, ils constituent néanmoins un indice supplémentaire du fait que l'appelant s'adonne au trafic de stupéfiants. 3.3.2. En agissant de la sorte, soit comme organisateur des transports de drogue incriminés et réceptionnaire d'une quantité importante de cocaïne ‒ dont 1'192.50 grammes avec un taux de pureté moyen de 86% ‒, quantité dont il ne pouvait que se rendre compte qu'elle était propre à mettre objectivement en danger la santé de nombreuses personnes, l'appelant s'est sciemment rendu coupable d'infraction grave à la LStup, au sens de l'art. 19 al. 1 let b et al. 2 let. a LStup. Partant, le verdict de culpabilité retenu de ce chef par les premiers juges doit être confirmé, ce qui emporte le rejet de l'appel sur ce point. 4. 4.1. Les infractions graves à l'art. 19 LStup sont sanctionnées d'une peine privative de liberté minimale d'un an et maximale de vingt ans, pouvant être cumulée avec une peine pécuniaire (art. 19 al. 2 let. a LStup et art. 40 CP ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_567/2012 du 18 décembre 2012 consid. 3.3.1). 4.2.1. Selon l'art. 47 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al. 2). La culpabilité de l'auteur doit être évaluée en fonction de tous les éléments objectifs pertinents, qui ont trait à l'acte lui-même, à savoir notamment la gravité de la lésion, le caractère répréhensible de l'acte et son mode d'exécution (objektive Tatkomponente).”
Nach der Rechtsprechung gilt eine Gefährdung der Gesundheit «viele Menschen» (mindestens 20 Personen) als gegeben, wenn das Betäubungsmittelgemisch einen entsprechenden Reinwirkstoffgehalt aufweist. Als Orientierung werden in der Rechtsprechung für Kokain rund 18 g reinen Wirkstoffs und für Heroin rund 12 g reinen Wirkstoffs genannt; für die Beurteilung ist der reine Wirkstoffgehalt entscheidend.
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG macht sich unter anderem strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem anderen verschafft oder in Verkehr bringt (lit. c), oder wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt (lit. d). Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist die Schwelle zu einem qualifizierten Fall überschritten und von einer Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen (d.h. von mindestens 20 Personen) auszugehen, wenn ein Betäubungsmittelgemisch mindestens 18 Gramm reines Kokain enthält.”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt. Nach lit. d derselben Bestimmung macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist die Schwelle zu einem qualifizierten Fall überschritten und von einer Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen (d.h. von mindestens 20 Personen) auszugehen, wenn ein Betäubungsmittelgemisch mindestens 18 Gramm reines Kokain enthält. Erwirbt resp. besitzt der Täter Betäubungsmittel sowohl zum Zweck des Verkaufs als auch zum Eigenkonsum, darf die für den persönlichen Konsum bestimmte Menge für die Annahme eines schweren Falls im Sinne von Art.”
“Dass die Fingerabdrücke des Beschuldigten nach dem Gesagten völlig zufällig respektive ohne sein Zutun ausgerechnet auf das Verpackungsmaterial von Kokain gelangt sein soll, welches in einem Waldstück aufgefunden worden war, in welchem der Beschuldigte nur wenige Monate später für eine Drogenhandelsorganisation einer identischen Tätigkeit nachgegangen ist, ver- bleibt angesichts der dargelegten Umstände letztlich nur noch als theoretische Möglichkeit. Wenngleich damit nicht erwiesen ist, dass der Beschuldigte im Sinne der Anklageschrift das Kokain selber verpackt und vergraben hat sowie im Auftrag der Drogenhandelsorganisation dem Kokainhandel nachgehen wollte, ist doch immerhin rechtsgenügend erstellt, dass der Beschuldigte bereits im November - 19 - 2018 direkten Zugriff auf 151 Gramm Kokaingemisch bzw. 141 Gramm reines Ko- kain hatte (vgl. Urk. 21 S. 5 f.). III. Rechtliche Würdigung 1. Grundlagen 1.1. Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG) sowie wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG). 1.2. Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann, bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt bei einer Kokainmenge von 18 Gramm vor, wobei die Menge des reinen Stoffs entscheidend ist. Bei Heroin liegt der Grenz- wert für den qualifizierten Tatbestand bei 12 Gramm des reinen Wirkstoffs (BGE 145 IV 312,”
“C’est donc une quantité totale d’héroïne pure de 20.88 grammes qui doit être retenue. 2.2. Le prévenu conteste l’application de la circonstance aggravante de l’art. 19 al. 2 let. a LStup. Il se prévaut notamment de l’ATF 120 IV 334. Il soutient qu’il n’est pas établi que la santé de nombreuses personnes (au moins 20) a pu être mise en danger dès lors qu’il s’est limité à remettre de la drogue à un nombre restreint de consommateurs, bien inférieur à 20, et que la drogue a été consommée en très grande partie sur place. 2.2.1. Selon la jurisprudence, l'existence d'un cas aggravé au sens de l'art. 19 al. 2 let. a LStup doit être appréciée au regard de la mise en danger, directe ou indirecte, de la santé de nombreuses personnes. La quantité de stupéfiants en cause constitue à cet égard un élément central d'appréciation, même si d'autres critères sont également susceptibles d'être pris en considération, tels les risques liés à une drogue particulièrement pure ou à un mélange dangereux (ATF 145 IV 312). Au niveau subjectif, l’art. 19 al. 1 LStup est une infraction intentionnelle, le dol éventuel étant toutefois suffisant (ATF 126 IV 198 consid. 2). L’intention doit porter sur tous les éléments constitutifs de l’infraction. L’auteur doit adopter volontairement le comportement prohibé et savoir que des stupéfiants sont en cause et qu’il n’est pas au bénéfice de l’une des autorisations prévues par la loi (art. 3e, 4 al. 1, 5 al. 1, 7 al. 1, 8 al. 5, et 9 à 14a LStup). S’agissant du cas grave de l’art. 19 al. 2 let. a LStup, l’auteur doit savoir ou accepter que l’infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la vie de nombreuses personnes, le dol éventuel étant toutefois suffisant (Fingerhuth/ Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3e éd. 2016, art. 19 LStup n° 201). Comme l’a exposé le jugement attaqué, de jurisprudence constante, une quantité dès 12 grammes d’héroïne pure est suffisante pour justifier le cas grave de l’art. 19 al. 2 let. a LStup (cf. ATF 109 IV 143). La volonté de l'auteur de s'enrichir ou d'enrichir un tiers est sans pertinence, dès lors que la quantité d'héroïne trafiquée permet à elle seule de retenir le cas grave au sens de l'art.”
“Handel mit Betäubungsmitteln Der Anklage folgend hat die Vorinstanz das Verhalten der Beschuldigen A._____ zutreffend als Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG in Mittä- terschaft qualifiziert. Diese rechtliche Würdigung wird von der Verteidigung jedoch beanstandet mit der Begründung, der Beschuldigten werde nur der Verkauf an ei- nen Abnehmer vorgeworfen, ein schwerer Fall liege nicht vor (Urk. 35A S. 25 f.; Urk. 72 S. 25 f.). Das trifft mit der Vorinstanz nicht zu: Die Anklage enthält die Angabe, dass die Beschuldigte einer "nicht mehr bestimmbaren Anzahl Abnehmern", wobei diverse genannt werden, Kleinportionen Heroingemisch verkaufte (Urk. 17 S. 2). Diese Angabe ist durch die glaubhaften Aussagen der Auskunftspersonen C._____ und G._____ erstellt, wonach diese jeweils mit anderen Personen zur Beschuldigten nach Hause gingen, um Betäubungsmittel zu beziehen (vgl. Urk. 9/1, 9/5, 9/8, 9/9 und 9/10). Obwohl die genaue Anzahl der Abnehmer nicht mehr feststellbar ist, ist aufgrund der erheblichen Überschreitung des Grenzwerts gemäss der bundes- gerichtlichen Rechtsprechung von 12 Gramm Heroin für die Annahme eines schweren Falles sowie der unbestimmbaren Anzahl der Abnehmer der qualifizier- te Tatbestand gemäss Art.”
Die fakultative Strafmilderung des Art. 19 Abs. 3 BetmG ist auf abhängige "Kleindealer" beschränkt, die den Handel ausschliesslich zur Finanzierung des eigenen Konsums betreiben. Die Privilegierung entfällt, wenn aus dem Handel ersichtlich Gewinn erzielt wurde, die Einnahmen dem Lebensunterhalt dienten oder Umsatz bzw. verkaufte Mengen deutlich über das für den Eigenkonsum typische Ausmass hinausgehen (z. B. hoher Umsatz, wiederholtes bzw. professionelles Handeln).
“Solches soll nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur dann geschehen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart erscheint (Urteil des Bundesgerichts 6B_1157/2022 vom 24. Februar 2023 E. 2.2.2.). Dass der Beschuldigte abhängig ist, wurde nicht in Frage gestellt. Vorliegend steht fest, dass er 360 Gramm Kokain-Base hergestellt und verkauft und 90 Gramm Kokain-Base konsumiert hat. Damit ist die verkaufte Menge deutlich höher als die konsumierte. Der Beschuldigte hat also nicht hauptsächlich hergestellt und verkauft, um seinen eigenen Drogenbedarf zu decken, sondern hat aus dem Handel auch Gewinn erzielt (CHF 4'000.00). Der Beschuldigte hatte im relevanten Zeitraum kein Erwerbseinkommen, was nahelegt, dass der Erlös aus dem Drogenhandel auch seinem Lebensunterhalt diente. Zudem ist erstellt, dass er Glücksspiele gespielt hat, und dass ein Teil seiner Einnahmen auch dahinein floss. Der Beschuldigte kann nicht mehr als Kleindealer bezeichnet werden, für den die Privilegierung von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG gedacht ist. Es besteht somit kein Anlass, eine Strafmilderung aufgrund der Drogensucht vorzunehmen. Der Strafrahmen beginnt damit bei einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr.”
“3715, 3773) ist diese Bestimmung für «abhängige Kleindealer» vorgesehen, deren Abhängigkeit Krankheitswert im Sinne der ICD-10 der WHO aufweist und die den Betäubungsmittelhandel einzig zur Finanzierung der eigenen Sucht betreiben. Diese Einschränkung wurde von der zuständigen Kommission des Nationalrats bestätigt (Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats vom 4. Mai 2006; BBl 2006, S. 8573, 8613; AGE AS.2011.30 vom 20. April 2012 E. 5.1; SB.2012.8 vom 21. Mai 2013 E. 6.3). Vorliegend hat der Berufungskläger eingestanden, nebst seinem eigenen auch den Konsum seiner Freundin mitfinanziert zu haben (vgl. Ziff. 4 lit. d der Berufungsbegründung). Zudem hat der Berufungskläger auch noch andere Schulden als nur «Drogenschulden» mit dem Betäubungsmittelhandel beglichen. Der vom Berufungskläger betriebene Betäubungsmittelhandel mit einem Umsatz von CHF 74'992. in rund 3 Monaten ging gemäss inkriminiertem Sachverhalt weit über die Finanzierung seines Eigenkonsums hinaus. Bei dieser Sachlage gelangt die fakultative Strafmilderungsmöglichkeit nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG nicht zur Anwendung. Demgegenüber ist die Suchtabhängigkeit des Berufungsklägers praxisgemäss wie von der Vorinstanz im Rahmen der allgemeinen Strafzumessung strafmindernd zu berücksichtigen.”
“Les éléments mis en exergue par l’expert privé, qui ressortent d’une appréciation subjective, n’ébranlent pas cette conclusion, qui est d’ailleurs renforcée par le fait qu’en décembre 2019, soit deux mois avant son interpellation, l’appelant a réussi à mettre un terme à toute consommation de stupéfiants, sans avoir besoin de recourir à une assistance médicale pour palier une dépendance physique ou psychique quelconque. 2.5.3. En tout état de cause, même s’il fallait retenir que l’appelant souffrait d’une telle dépendance, il faudrait alors constater qu’il n’a pas recouru au trafic de stupéfiants exclusivement pour financer sa propre toxicomanie ; l’appelant admet en effet qu’il a trafiqué pour pouvoir accéder à une meilleure qualité de produits en procédant à des achats en gros. Les quantités de cocaïne et de substances cannabiques, tout comme les sommes en cause, dépassent en tout état largement la simple alimentation d’une consommation personnelle, fût-elle importante. C’est dès lors en vain que l’appelant se prévaut de la circonstance atténuante de l’art. 19 al. 3 LStup. Sa consommation de stupéfiants sera néanmoins l’un des critères retenu dans l’examen de sa situation personnelle au sens de l’art. 47 CP, dans la mesure où même en l’absence de dépendance au sens strictement médical du terme, il est établi que, par périodes, l’appelant consommait compulsivement. 2.6. L’appelant a récidivé très rapidement dans le délai d’épreuve qui lui a été imparti le 12 avril 2019. En effet, il a repris son trafic, de façon relativement intense et en proposant à ses clients consommateurs un assortiment varié de produits, à peine quatre mois plus tard, ce qui démontre un véritable professionnalisme et une détermination criminelle certaine. Cette récidive trahit également la confiance placée en lui par la justice lors de cette condamnation. Si son activité est restée cantonnée au niveau local, il avait néanmoins conscience de la provenance espagnole des produits de type cannabis, et donc d’une composante internationale de son activité. L’importance de son trafic ressort de la diversité des produits stupéfiants proposés, de leur qualité connue de l’appelant, de leur disponibilité et de l’ampleur des ventes.”
Die vorsätzliche und wissentlich erfolgte Zurverfügungstellung von Räumen (z.B. Lagerraum, Tresor) oder die Beherbergung kann, wenn dadurch der Betäubungsmittelhandel gefördert wird und der Bereitsteller daraus einen Vorteil zieht, als Gehilfenschaft zum Betäubungsmittelhandel zu qualifizieren sein (Art. 25 StGB i.V.m. Art. 19 Abs. 1 BetmG).
“im März 2021 angefragt habe, ob er jemanden kenne, der bis im Sommer 2021 Drogen und Geld lagern könne und wolle. Der Kollege X habe daraufhin mit Wissen und Willen und der Bereitschaft von A.________, den Handel mit harten Drogen zu ermöglichen resp. zu fördern, die in der Hauptanklage erwähnten Substanzen an Kokain- und Heroingemisch und MDMA/Ecstasy sowie Streckmittel - ohne aber das erwähnte Marihuana und Haschisch -, in dem ihm (X) frei zugänglichen Raum (inkl. Tresor) aufbewahrt. In der Folge habe auch A.________ den Raum mehrmals frequentiert, sodass er die Substanzen auch selber wahrgenommen habe (eingeklagt als Verbrechen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. b und d BetmG). Sodann soll A.________ die in der Hauptanklage umschriebenen Verkäufe von 49.8 g Kokaingemisch (46.2 g reines Kokain) für Fr. 3'000.-- an B.________ sowie von 49.9 g Kokaingemisch (46.4 g reines Kokain) für Fr. 3'700.-- an C.________ getätigt haben (eingeklagt als Verbrechen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG). Weiter soll A.________ seit Anfang 2021 bis zum 3. Juni 2021 im erwähnten Lagerraum wissentlich und willentlich Marihuana und Haschisch (drei Asservate mit insgesamt 11,874 kg Marihuana und ein Asservat mit 4,168 kg Haschisch) gelagert haben, wobei er über die Absicht und die ständige Bereitschaft verfügt habe, diese Betäubungsmittel einer Vielzahl von Dritten gegen Entgelt zugänglich zu machen. Zudem habe A.________, so die Eventualanklage weiter, im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zur Verhaftung am 3. Juni 2021, an nicht näher eruierbare Abnehmer bei zahlreichen Gelegenheiten Marihuana und Haschisch (je mindestens 1 kg insgesamt) verkauft (eingeklagt als mehrfaches Vergehen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit b-d BetmG). Schliesslich wird A.________ auch vorgeworfen, er habe zugelassen, dass der Kollege X im Zuge des Einlagerns von sehr grossen Mengen an Betäubungsmitteln im Tresor im erwähnten Raum Fr. 100'000.-- (in einem Vakuumbeutel) versteckt habe. A.________ habe den Raum und den Tresor wissentlich und willentlich zur Verfügung gestellt, wobei er um die verbrecherische Herkunft (namentlich den umfangreichen Handel mit harten Betäubungsmitteln) gewusst oder diese zumindest in Kauf genommen habe (eingeklagt als Geldwäscherei im Sinne von Art.”
“Immerhin hat der Beschuldigte in casu von der Förderung der Haupttat mitprofitiert, hat er doch für die Beherbergung einen grossen Anteil an die Miete sowie Drogen zum Eigenkonsum erhalten. Damit unterschiedet sich der vorliegende Fall wesentlich vom blossen Vermieter, welcher die Miete ebenso von einem Mieter erhalten würde, der keinen Drogengeschäften nachgeht. Die Beweiswürdigung hat schliesslich ergeben, dass der Beschuldigte U.________ im Wissen um dessen Tätigkeit und willentlich bei sich beherbergte. Der Beschuldigte wusste zudem, dass sein Tatbeitrag die Haupttat förderte, was er auch wollte. Der subjektive Tatbestand ist erfüllt. Zumal eine Gehilfenschaft zum qualifizierten Betäubungsmittelhandel mit Blick auf den Anklagegrundsatz ausscheidet, kann offenbleiben, ob der Beschuldigte um die Menge der von U.________ veräusserten Betäubungsmittel wusste. Der Beschuldigte hat damit einen untergeordneten Tatbeitrag geleistet und die Haupttat von U.________ wissentlich und willentlich gefördert. Er ist folglich der Gehilfenschaft zum Betäubungsmittelhandel nach Art. 25 StGB i.V.m. Art. 19 Abs. 1 BetmG schuldig zu sprechen.”
Codierte Chatnachrichten (z. B. WhatsApp), die codierte Hinweise auf Transaktionen oder Mengen enthalten und für die keine glaubhafte Erklärung vorgebracht wird, können als Indizien für Betäubungsmittelhandel herangezogen werden und einen Tatverdacht nach Art. 19 Abs. 1 BetmG begründen.
“Il en va de même pour des choses abandonnées dont le propriétaire s'est volontairement dessaisi (objets encombrants, ordures, vieux papiers) (L. MOREILLON / A. MACALUSO / N. QUELOZ [éds], op. cit., n. 39 ad art. 137). 2.3.2. Il n'y a pas lieu de s'écarter des explications de l'appelant, s'agissant des circonstances dans lesquelles il serait entré en possession du vélo incriminé (art. 10 al. 3 CPP), au demeurant non-signalé volé et dont le détenteur est inconnu. Il faut donc considérer ce vélo comme une chose abandonnée, n'appartenant plus à autrui, ce qui exclut tout acte d'appropriation. Dût-on retenir un acte d'appropriation qu'il faudrait douter du dessein d'enrichissement illégitime, vu l'état du vélo, très abîmé, et nécessitant des réparations. Or si l'infraction peut être réalisée, en l'absence d'un tel dessein, sous sa forme privilégiée (art. 137 ch. 2 CP), elle n'en nécessite pas moins le dépôt d'une plainte pénale, qui fait défaut ici. L'appelant sera acquitté du chef d'appropriation illégitime (art. 137 ch. 1 CP) et le jugement entrepris réformé en ce sens. 2.4.1. À teneur de l'art. 19 al. 1 LStup, est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ou celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d). 2.4.2. Il existe un faisceau d'indices permettant de retenir que l'appelant s'adonnait au trafic de stupéfiants pendant la période pénale. Les messages WhatsApp extraits de son téléphone sont évocateurs de transactions, de quantités, suffisamment codés pour suggérer un contenu illicite. L'appelant ne fournit pas d'explication rationnelle, partant crédible, à leur sujet. Du moins était-ce le cas lors de la procédure préliminaire et devant le premier juge. Aux débats d'appel, il a fini par admettre, bien qu'à demi-mot et en tenant des propos volontairement confus, que certaines discussions tournaient autour du crack, en particulier que des gens recevaient son numéro de téléphone car ils échangeaient cette substance et savaient qu'il en avait.”
Für die Zuständigkeit nach Art. 19 Abs. 4 BetmG kann es genügen, dass die ausländische Tat auf die Schweiz bzw. deren Bestimmungsort gerichtet war; Ländern, in denen die Tat lediglich zufällig bzw. als Transit stattfand, wird nicht automatisch eine konkurrierende Zuständigkeit zugeschrieben.
“Au surplus, même s’il fallait retenir la seconde version de la mule, qui a déclaré devoir livrer la cocaïne à H______ [France] – ce que la Cour ne retient pas – la destination finale de la cocaïne était de toute façon la métropole genevoise, centre du trafic du commanditaire. La compétence ratione loci des autorités suisses est donnée. 2.3.2. L’appelant conteste l’application de l’art. 19 al. 4 LStup au motif qu’il a été extradé à la Suisse et ne s’y trouve ainsi pas librement. Or, il découle de la nature même de cette disposition, qui vise à permettre la poursuite en Suisse d’infractions commises depuis l’étranger mais à destination de notre pays, que l’extradition de l’auteur à la Suisse doit être possible ; à défaut d’une telle possibilité, la Suisse ne pourrait exercer sa compétence que si et lorsque l’auteur se rend en Suisse, soit de façon purement aléatoire et sans aucune maîtrise des autorités. 2.3.3. L’appelant conteste la compétence des autorités suisses, motif tiré de l’absence de nihil obstat des autorités françaises. Or, il n’a pas agi en France, et c’est par hasard que la drogue qu’il a remise à la mule a été saisie dans ce pays, alors qu’elle transitait à destination de la Suisse. Dans le contexte d’un trafic international, l’art. 19 al. 4 LStup ne fonde aucune compétence concurrente de tous les pays traversés par la drogue remise dans un pays et envoyée à destination de la Suisse, mais uniquement du ou des pays dans lequel le prévenu concerné a agi. Cette disposition régit uniquement la compétence des autorités suisses, et leur prescrit de s’assurer de la punissabilité des actes poursuivis dans le pays où ils ont été commis. Le raisonnement de l’appelant confine d’ailleurs à l’absurde, dans la mesure où il suffirait de faire traverser un pays dans lequel le trafic de stupéfiants ne serait par hypothèse pas ou moins sanctionné pour « dépénaliser » toute infraction. Au surplus, s’il fallait retenir une compétence des autorités françaises sur la base de l’arrestation de la mule dans leur pays, celles-ci ont manifesté, dans le cadre de la procédure P/22161/2019, dirigée contre le comparse de l’appelant, qu’elles n’entendaient pas faire valoir leur compétence à l’égard des autres protagonistes du trafic. Le MP pouvait à raison inférer de l’absence de volonté française de poursuivre le destinataire de la drogue, une renonciation à poursuivre également son fournisseur.”
“1 supra), l’appelant conteste que les empreintes retrouvées sur l’aluminium ayant conditionné la drogue retrouvée dans son appartement soient les siennes. En vain. En effet, le rapport établi le 15 avril 2021 par l’Institut forensique de Zurich, ainsi que le rapport complémentaire du 17 octobre 2022 requis par son défenseur sont formels : les empreintes sont celles de l’appelant. L’alibi de l’appelant, soit le fait qu’il avait quitté le Brésil peu avant le transport de la drogue, ne convainc pas. Le conditionnement et l’organisation du transport pouvaient intervenir avant le 6 décembre 2015, date de son départ. Fondés sur ces éléments probants indiscutables, c’est à raison que les premiers juges ont reconnu l’appelant coupable d’infraction grave à la LStup, la quantité transportée étant de 839 grammes nets de cocaïne, correspondant à 395 grammes de cocaïne pure, selon le taux de pureté analysé de 47%, réalisant ainsi manifestement le cas grave, lequel est retenu à compter de 18 grammes pure de cocaïne (cf. jgmt, p. 19). 4.2.2 L’appelant semble invoquer une violation de l’art. 19 al. 4 LStup. Selon l’alinéa 4 de l’art. 19 LStup, qui énumère les actes punissables, celui qui commet l’acte à l’étranger, se trouve en Suisse et n’est pas extradé est également punissable en vertu des al. 1 et 2, pour autant que l’acte soit également punissable dans le pays où il a été commis. La législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l’auteur. L’art. 6 du code pénal est applicable. En réalité, la question de la compétence territoriale ne se pose pas dans la mesure où il était convenu que la drogue transite par la Suisse. 4.2.3 S’agissant de l’implication de l’appelant dans le trafic de cocaïne en relation avec C.________, en particulier pour les cas 1.2 et 1.3 de l’acte d’accusation (cf. ch. 2.2 et 2.3 supra), force est de relever que ce dernier n'avait d'abord aucune raison d'incriminer l'appelant – qu'il ne désigne d'ailleurs pas par son nom – plutôt qu'un autre. En parlant de son fournisseur, C.________ s'incriminait en effet lui-même, ce qui rajoute de la crédibilité à ses mises en cause.”
Art. 19 Abs. 1 BetmG ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a setzt kumulativ eine objektive Voraussetzung (die Widerhandlung kann die Gesundheit vieler Personen direkt oder indirekt in Gefahr bringen) und eine subjektive Voraussetzung (der Täter wusste dies oder konnte es nicht übersehen).
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1 mit Hinweisen).”
“L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire celui qui, sans droit, cultive, fabrique ou produit de toute autre manière des stupéfiants (let. a); celui qui, sans droit, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b); celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c). L'art. 19 al. 2 LStup prévoit les cas aggravés pour lesquels une peine privative de liberté d'un an au moins doit être prononcée. Il réprime le comportement de l'auteur qui sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (let. a). Cette formulation contient une condition objective (la mise en danger, directe ou indirecte, de la vie de nombreuses personnes) et une condition subjective (le fait que l'auteur le sache ou ne puisse l'ignorer). Les deux conditions sont cumulatives: l'intention de l'auteur (y compris le dol éventuel) ne peut suppléer l'absence de la condition objective (ATF 145 IV 312 consid.”
Bei sehr grossen Mengen (mehrere Kilogramm, z. B. 7,18 kg; über 17 kg; 28,36 kg) wird die Qualifikation als schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 BetmG in den angeführten Entscheidungen als strafzumessungsrelevanter Umstand gewertet. Solche Mengen können zu deutlich längeren Freiheitsstrafen führen und erhöhen zugleich das Risiko für Flucht- und Haftgründe sowie den Bedarf an Untersuchungshaft.
“Sachverhalt: A. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat führt eine Strafuntersuchung gegen A.________. Sie verdächtigt ihn, 7.18 Kilogramm Kokaingemisch, bestehend aus sechs Blöcken, in die Schweiz eingeführt und damit eine qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (SR 812.121) begangen zu haben. Im Rahmen einer Personen- und Fahrzeugkontrolle vom 12. November 2024 wurde neben dem Kokain auch ein Mobiltelefon (Smartphone) von A.________ sichergestellt, wobei Letzterer dessen Siegelung verlangte. B. Mit Gesuch vom 21. November 2024 beantragte die Staatsanwaltschaft die vollständige Entsiegelung und Durchsuchung des sichergestellten Mobiltelefons. Mit Verfügung vom 14. Januar 2025 hiess das Bezirksgericht Zürich, Zwangsmassnahmengericht, das Entsiegelungsgesuch der Staatsanwaltschaft gut und ordnete die Freigabe des sichergestellten Mobiltelefons der Staatsanwaltschaft zur Durchsuchung und weiteren Verwendung in der laufenden Strafuntersuchung an. C. Dagegen erhob A.________ mit Eingabe vom 17. Februar 2025 beim Bundesgericht Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das sichergestellte Mobiltelefon ihm herauszugeben. Zudem sei festzustellen, dass das Zwangsmassnahmengericht das Beschleunigungsgebot verletzt habe und die Belassung des gesiegelten Mobiltelefons bei den Strafverfolgungsbehörden Bundesrecht verletze.”
“Einerseits hat der Beschwerdeführer nach den Feststellungen der Vorinstanz selbst dargelegt, dass er nach der Einvernahme vom 9. Dezember 2024 nicht mit seiner Verhaftung gerechnet hat. Entsprechend gab es für den Beschwerdeführer bis zu seiner erneuten Verhaftung am 12. Dezember 2024 auch (noch) keinen Grund, die Flucht zu ergreifen. Andererseits hat sich die Situation des Beschwerdeführers zwischenzeitlich erheblich verändert. So wurde dem Beschwerdeführer bisher "nur" die Veräusserung von 3 kg Kokaingemisch vorgeworfen. Nach der erfolgreichen Auswertung des Kryptomobiltelefons von B.________ hat sich der dringende Verdacht gegenüber dem Beschwerdeführer nun allerdings auf eine Menge von über 17 kg Kokaingemisch erhöht. Die Menge der Drogen stellt bei der Strafzumessung einen wichtigen Faktor dar (vgl. Urteil 6B_603/2021 vom 18. Mai 2022 E. 4.3.2). Zwar verliert diese an Bedeutung, je weiter man sich von der Grenze - für Kokain von 18 g (vgl. BGE 145 IV 312 E. 2.1 mit Hinweisen) - entfernt, ab welcher der Fall als schwerwiegend im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG zu betrachten ist (vgl. BGE 121 IV 193 E. 2b/aa). Indes versteht sich von selbst, dass dem Beschwerdeführer bei einer Menge von 17 kg Kokaingemisch gleichwohl eine deutlich empfindlichere bzw. längere Freiheitsstrafe droht als bei einer Menge von "bloss" 3 kg. Insgesamt hat sich für den Beschwerdeführer damit der konkrete Anreiz, sich dem Strafverfahren mittels Flucht zu entziehen, zwischenzeitlich erheblich erhöht. Die Frage, ob die Fluchtgefahr auch bereits nach dem Vorwurf hinsichtlich der Veräusserung von 3 kg Kokaingemisch bestand, ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und kann daher offenbleiben.”
“Les soupçons tels que retenus par ces autorités sont clairement articulés en lien avec l'infraction qualifiée à la LStup qu'aurait commise le recourant en se livrant à un trafic de diverses drogues. Les charges pesant sur le recourant en lien avec ce trafic ressortent de manière suffisamment claire du dossier auquel renvoie la décision attaquée, en particulier de la demande de prolongation de la détention provisoire du recourant déposée le 8 novembre 2024 par le Ministère public et de l'ordonnance du 15 novembre 2024 du TMC. Ces considérations suffisent à exclure une quelconque violation du droit d'être entendu et du principe de l'interdiction de la reformation in pejus (sur le premier principe: ATF 147 IV 249 consid. 2.4; 142 II 154 consid. 4.2; sur le second: ATF 147 IV 167 consid. 1.5.2; 142 IV 89 consid. 2.1). Cela étant, le TMC a expliqué, dans son ordonnance du 15 novembre 2024, qu'aucun élément nouveau n'était venu dissiper de manière décisive les soupçons initiaux, le recourant étant toujours gravement soupçonné d'avoir commis une infraction grave à la LStup au sens de l'art. 19 al. 2 LStup; le 16 août 2024, le TMC avait estimé qu'à l'instar de la situation examinée lorsqu'avait été rendue l'ordonnance du 14 mai 2024, ces réflexions restaient d'actualité notamment au vu des investigations policières menées à ce stade; le faisceau d'indices à charge ne s'étant pas affaibli en faveur du recourant, les graves soupçons quant à la commission de l'infraction reprochée à ce dernier reposaient toujours, sous l'angle de la vraisemblance, sur des indices de culpabilité suffisants. Aux yeux du TMC, il en allait toujours de même à ce stade de la procédure; aucun nouvel élément susceptible d'infirmer les soupçons pesant sur le recourant n'étant apparu, celui-ci était toujours fortement soupçonné d'avoir commis les infractions qui lui étaient reprochées; au contraire, les soupçons se trouvaient renforcés au vu des déclarations qu'il avait lui-même effectuées au cours de son audition du 15 août 2024, ce qui n'était pas remis en cause par la défense. Comme l'a relevé l'autorité précédente, l'instruction a permis de renforcer les soupçons retenus à l'endroit du recourant, puisqu'il a reconnu, lors de son audition du 15 août 2024, la vente de 28'360 grammes ayant occasionné un chiffre d'affaires allant de 119'112 fr.”
“Mit dem angefochtenen Entscheid ordnete das Zwangsmassnahmengericht die Untersuchungshaft für drei Monate an. Mit Blick auf die Schwere der Vorwürfe (qualifizierte Widerhandlungen gegen das BetmG und qualifizierte Geldwäscherei) und der beträchtlichen Menge an Kokaingemisch (über 17 Kilogramm mit einem Reinheitsgrad von 86%) droht dem Beschwerdeführer eine langjährige Freiheitsstrafe (Art. 19 Abs. 2 BetmG; vgl. Hafteinvernahme des Beschwerdeführers vom 12. Dezember 2024, Z. 130 ff.). Damit besteht auch unter Berücksichtigung der bereits ausgestandenen Untersuchungshaft offensichtlich keine Gefahr einer Überhaft. Auch angesichts der geplanten Ermittlungshandlungen (Durchführung der Schlusseinvernahmen und Anklageerhebung) ist die angeordnete Haftdauer von drei Monaten verhältnismässig.”
Findet der Täter in der Schweiz Zuflucht und wird er nicht ausgeliefert, ist die Tat nur zu bestrafen, sofern sie auch am Begehungsort strafbar ist; ist dortiges Recht für den Täter milder, ist dieses anzuwenden. Art. 19 Abs. 4 ist als Lex specialis zur Regelung der Ersatzkompetenz zu verstehen und steht im Zusammenhang mit dem Grundsatz «aut dedere aut judicare».
“Me C______, défenseure d'office de A______, dépose un état de frais pour la procédure d'appel, facturant, sous des libellés divers, 23 heures et 55 minutes d'activité de collaboratrice (dont cinq heures d’étude du dossier et six heures de préparation des débats d’appel, ainsi qu’un parloir à la prison postérieur aux débats d’appel) et une heure et dix minutes d’activité de cheffe d’étude (soit la rédaction de la déclaration d’appel et l’étude du jugement et du dossier au moment de la notification du jugement du TCO), hors débats d'appel, lesquels ont duré cinq heures et demie (y-compris deux parloirs organisés pendant les débats avec l’appelant). EN DROIT : 1. L'appel est recevable pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits (art. 398 et 399 du Code de procédure pénale [CPP]). La Chambre n'examine que les points attaqués du jugement de première instance (art.404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP), sans être liée par les motifs invoqués par les parties ni par leurs conclusions, à moins qu'elle ne statue sur une action civile (art. 391 al. 1 CPP). 2. 2.1. À teneur de l'art. 3 al. 1 CP, le Code pénal est applicable à quiconque commet un crime ou un délit en Suisse. Un crime ou un délit est réputé commis tant au lieu où l'auteur a agi ou aurait dû agir qu'au lieu où le résultat s'est produit (art. 8 al. 1 CP). 2.2. Selon l'art. 19 al. 4 LStup, celui qui commet à l'étranger un acte punissable selon les al. 1 et 2 de cette même disposition est également punissable, s'il se trouve en Suisse et n'est pas extradé, pour autant que l'acte soit également punissable dans le pays où il a été commis. La législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur de l'acte. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du code pénal (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3, 126 IV 255 consid. 4c p. 266 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_969/2010 du 31 mars 2011 consid. 2.1.1). Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement qui peut se résumer pour l'essentiel à l'adage "aut dedere aut judicare" ("livrer ou juger"; ATF 116 IV 244 consid. 3b p. 248). Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art.”
“Me C______, défenseure d'office de A______, dépose un état de frais pour la procédure d'appel, facturant, sous des libellés divers, 23 heures et 55 minutes d'activité de collaboratrice (dont cinq heures d’étude du dossier et six heures de préparation des débats d’appel, ainsi qu’un parloir à la prison postérieur aux débats d’appel) et une heure et dix minutes d’activité de cheffe d’étude (soit la rédaction de la déclaration d’appel et l’étude du jugement et du dossier au moment de la notification du jugement du TCO), hors débats d'appel, lesquels ont duré cinq heures et demie (y-compris deux parloirs organisés pendant les débats avec l’appelant). EN DROIT : 1. L'appel est recevable pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits (art. 398 et 399 du Code de procédure pénale [CPP]). La Chambre n'examine que les points attaqués du jugement de première instance (art.404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP), sans être liée par les motifs invoqués par les parties ni par leurs conclusions, à moins qu'elle ne statue sur une action civile (art. 391 al. 1 CPP). 2. 2.1. À teneur de l'art. 3 al. 1 CP, le Code pénal est applicable à quiconque commet un crime ou un délit en Suisse. Un crime ou un délit est réputé commis tant au lieu où l'auteur a agi ou aurait dû agir qu'au lieu où le résultat s'est produit (art. 8 al. 1 CP). 2.2. Selon l'art. 19 al. 4 LStup, celui qui commet à l'étranger un acte punissable selon les al. 1 et 2 de cette même disposition est également punissable, s'il se trouve en Suisse et n'est pas extradé, pour autant que l'acte soit également punissable dans le pays où il a été commis. La législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur de l'acte. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du code pénal (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3, 126 IV 255 consid. 4c p. 266 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_969/2010 du 31 mars 2011 consid. 2.1.1). Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement qui peut se résumer pour l'essentiel à l'adage "aut dedere aut judicare" ("livrer ou juger"; ATF 116 IV 244 consid. 3b p. 248). Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art.”
Aneinander anschliessende Teilakte, die im Rahmen desselben Drogengeschäfts erfolgen, bilden nur eine Straftat (Bewertungseinheit).
“Der Aufbewahrer ist in diesem Fall nicht Besitzer, weil er keine Herrschaftsmacht über die Betäubungsmittel hat (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 614 zu Art. 19 BetmG). Veräussern bedeutet die vorsätzliche Übertragung der Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person. Damit ist insbesondere auch der Verkauf erfasst. Ob die Veräusserung auf eigene Rechnung oder für einen anderen erfolgt, spielt keine Rolle, so dass Verkauf von Betäubungsmitteln in Kommission oder stellvertretend für einen Dritten ebenfalls tatbestandsmässig ist. Die Vollendung der Veräusserung tritt mit der der Entäusserung folgenden Erlangung der Verfügungsgewalt durch den Erwerber ein. Die Entäusserung allein genügt da, wo der Abgebende seiner Handlung nichts mehr hinzufügen muss, um die tatsächliche Verfügungsgewalt beim Empfänger zu bewirken, z.B. bei der Postaufgabe. Die Beendigung der Tat fällt in der Regel mit deren Vollendung zusammen. Die Entgegennahme eines allfälligen Kaufpreises ist irrelevant (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 52 ff. zu Art. 19 BetmG). Die Tatbestandsvariante des Anstaltentreffens erfasst sowohl den Versuch wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen zu den in Art. 19 Abs. 1 Bst. a-f BetmG genannten Taten. Ein Anstaltentreffen liegt nur vor, wenn sich der Entschluss des Täters in bestimmten Handlungen äussert, wie zum Beispiel Kontaktaufnahme mit dem Drogenmilieu (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 97 ff. zu Art. 19 BetmG; Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 796 zu Art. 19 BetmG). Das Verhalten des Täters muss seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lassen (BGE 117 IV 309). Sämtliche im Rahmen ein und desselben Drogengeschäfts aufeinander folgende Teilakte stellen stets nur eine Straftat dar. Es handelt sich um verschiedene Angriffe auf das gleiche Rechtsgut. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer sogenannten Bewertungseinheit (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 164 zu Art. 19 BetmG). Dies hat zur Folge, dass trotz der verschiedenen Handlungen nur ein Schuldspruch ergeht, auch wenn in einem Strafurteilsdispositiv die verschiedenen Straftatbestände von Art.”
Art. 19 Abs. 3 BetmG (insbesondere lit. b) ist nach der Rechtsprechung nicht Bestandteil der rechtlichen Würdigung des Tatbestands, sondern ein im Rahmen der Strafzumessung zu prüfender Strafmilderungsgrund. Die Vorinstanz hat diesen Umstand zu berücksichtigen und in ihrer Strafzumessung darzulegen, ob und in welchem Umfang sie den Milderungsgrund anwendet.
“Im angefochtenen Urteil wurden die diesbe- züglichen Tathandlungen des Beschuldigten im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 109 IV 143 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts Nr. 6B_458/2019 vom 23. Mai 2019, E. 4.2.2) in zutreffender Weise unter den Tatbe- stand der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von dessen Art. 19 Abs. 1 lit. c und d in Verbindung mit Abs. 2 lit. a BetmG subsumiert (Urk. 83 S. 39 f.), was vom Beschuldigten im Übrigen auch anerkannt wird (Urk. 72 S. 22; Urk. 85 S. 5; Urk. 122 S. 4). Abgesehen vom Umstand, dass der Strafmilderungsgrund von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG entgegen der Vorinstanz nicht bei der rechtlichen Würdigung, sondern im Rahmen der Strafzumessung zu prüfen sein wird, erübrigen sich deshalb weitere Bemerkungen (vgl. Erw. V.2.1. und V.4.2.). - 47 - V. Strafzumessung”
“b BetmG eine fakultative Strafmilderung nach freiem Ermessen erlaubt, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und die qualifizierte Widerhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen. Konkret erkennt sie aber keine Umstände für eine Öffnung des unteren Strafrahmens. Zu Recht, denn nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der ordentliche Strafrahmen nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart erscheint. Der Beschwerdeführer legt auch vor Bundesgericht nicht dar, inwiefern strafreduzierende Faktoren zusammentreffen, die seine Tat derart relativieren würden, dass eine Strafe innerhalb des ordentlichen Rahmens dem Rechtsempfinden widerspräche. Jedenfalls führt nicht einmal verminderte Schuldfähigkeit unweigerlich zu einer Erweiterung des unteren Strafrahmens (vgl. zum Ganzen: BGE 136 IV 55 E. 5.8). Es kann keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz die Begründungspflicht nach Art. 50 StGB verletzt hätte. Sie verweist ausdrücklich auf den Strafmilderungsgrund von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG und hält fest, der Beschwerdeführer habe ungefähr die Hälfte des Kokains für seinen Eigenkonsum und den Konsum seiner Ehefrau verbraucht. Diesem Umstand trägt die Vorinstanz strafmindernd Rechnung. Sie erwägt, der Beschwerdeführer sei von Kokain abhängig gewesen, und folgt seinen Aussagen, wonach er täglich”
Hanfpflanzen oder -teile sowie Erzeugnisse aus Hanf mit einer durchschnittlichen Gesamt‑THC‑Konzentration von mindestens 1,0 % gelten gemäss Anhang 1 OTStup als Stupefiantien im Sinne von Art. 19 LStup und unterliegen der Konfiskation nach Art. 69 StGB.
“Selon le tableau des substances de l’annexe 1 de l’Ordonnance sur les tableaux des stupéfiants (OTStup-DFI ; RS 812.121.11), sont considérés comme des produits stupéfiants au sens de la loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes (LStup ; RS 812.121), les plantes de chanvre ou parties de plantes de chanvre présentant une teneur totale moyenne en THC de 1,0 % au moins et tous les objets et préparations présentant une teneur totale en THC de 1,0 % au moins ou fabriqués à partir de chanvre présentant une teneur totale en THC de 1,0 % au moins. Les stupéfiants au sens de l’art. 19 LStup sont susceptibles de confiscation au sens de l’art. 69 CP (Madeleine Hirsig-Vouilloz, Commentaire Romand CP, 2ème éd. 2021, Bâle, N 24 ad art. 69).”
Bei der Gesamtwürdigung kann der wesentliche Unrechtsgehalt des Erlangens der Droge bereits durch eine andere Tatfolge abgegolten sein; dies ist bei der Strafzumessung strafmildernd zu berücksichtigen (Asperation/Anrechnung anderer Sanktionen).
“Weiter muss der Beschuldigte als treibende Kraft hinter dem Überfall gesehen werden, offenbar genoss er das Ver- trauen des Privatklägers, der bereit war, ihm rund ein Kilo hochreines Kokain zu liefern. Die Tat war geplant. Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich und aus rein finanziellen Motiven. Mit der Vorinstanz ist das Verschulden als keineswegs leicht zu qualifizieren und die Einsatzstrafe auf 42 Monate Freiheitsstrafe festzu- setzen. Auch für die Nötigung ist eine Freiheitsstrafe auszufällen. Nicht nur ist dies angesichts der diversen (teilweise einschlägigen) Vorstrafen die einzig denk- bare Sanktion; die Tat betrifft auch den gleichen Vorfall wie das Betäubungsmit- teldelikt und ist eng damit verbunden. Des Weiteren ist ebenfalls auf die Ausfüh- rungen der Vorinstanz zu verweisen (a.a.O., S. 17 E. V.4.), mit der insbesondere davon auszugehen ist, dass der wesentliche Unrechtsgehalt des Erlangens der Droge bereits durch Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG abgegolten ist . Dafür erscheint ei- ne Einzelstrafe von 6 Monaten angemessen. Die für das Betäubungsmitteldelikt festgesetzte Einsatzstrafe ist daher asperierend um 4 Monate zu erhöhen. Weiter kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zur Zusatzstrafe zum Ur- teil vom 1. Februar 2021 des Kriminalgerichts des Kantons Luzern verwiesen werden (a.a.O., S. 17 f. E. V.5.). Das Kriminalgericht des Kantons Luzern verur- teilte den Beschuldigten am 1. Februar 2021 wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 lit. a und c BetmG sowie wegen Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB zu einer Frei- heitsstrafe von zwei Jahren. Dieses Strafmass ist bindend. Diese Vorstrafe betrifft ebenfalls den Handel mit Kokain (Urk. 100 S. 3). Um dem Art. 49 Abs. 2 StGB zu- grunde liegende Asperationsgedanken Rechnung zu tragen, reduzierte die Vo- rinstanz die oben festgelegte Einsatzstrafe um 8 Monate, was eher milde er- scheint.”
Mehrere Veräusserungshandlungen werden in der Rechtsprechung als mehrere Vergehen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG qualifiziert; jede Veräusserungshandlung kann somit einzeln zu beurteilen und zu bestrafen sein.
“In rechtlicher Hinsicht hat das Strafgericht die Verkaufshandlungen des Beschuldigten 1 zu Recht unter Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (unbefugte Veräusserung) subsumiert. Die für die verschiedenen Verkaufshandlungen erfolgten Schuldsprüche wegen mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz sind damit zu bestätigen.”
“Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Be- täubungsmittel unter anderem unbefugt veräussert (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG). Die Vorinstanz hat die Kokainverkäufe zutreffend als mehrfaches Vergehen ge- gen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG ge- würdigt. Der Beschuldigte ist entsprechend schuldig zu sprechen.”
“Gramm reinem Stoff, was zwei nicht qualifizierte Veräusserungshandlungen ergibt, woran auch nichts zu ändern vermag, dass der Beschuldigte gleichzeitig eine qualifizierte Menge besass bzw. aufbewahrte, welche er allenfalls ebenfalls zu verkaufen beabsichtigte. Der Beschuldigte ist - 16 - demnach für diese beiden Tathandlungen der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG schuldig zu sprechen.”
Fehlen konkrete Hinweise auf eine Veräusserung, bleibt in der Praxis häufig nur eine Verurteilung nach Art. 19 Abs. 1 lit. d. Für die Qualifikation als Vergehen nach lit. c verlangt die Rechtsprechung die Würdigung eines Gesamtbildes aus verschiedenen Indizien.
“In der Anklageschrift wird dem Beschuldigten vorgeworfen, 40 Tabletten Diaphin im Hinblick auf einen Wei- terverkauf erworben, diese an seinen Wohnort nach I._____ genommen und dar- über "verfügt" zu haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, mindestens eine dieser Tabletten D._____ überlassen zu haben. Die Vorinstanz hat diesbezüglich ausge- führt, dass sich dieser Vorwurf mit den im Recht liegenden Beweismitteln nicht erhärten lasse. Woher D._____ das in der Nacht vom tt. auf den tt.mm.2019 inj i- zierte Diaphin gehabt habe, sei bis zum Schluss ungeklärt geblieben. Der Be- schuldigte habe zwar die Möglichkeit anerkannt, dass D._____ ihm eine Tablette "gestohlen" haben könnte (Prot. I S. 14 f.). Genauso gut sei aber möglich, dass D._____ das Medikament selbst mit zum Beschuldigten genommen habe. Inso- fern liesse sich dieser Vorwurf nicht erstellen (Urk. 49 S. 17). Die Vorinstanz hat den Beschuldigten in der Folge lediglich des Vergehens gegen das Betäubungs- mittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig gesprochen, ihn je- doch nicht – wie es formell richtig gewesen wäre – vom Vorwurf des Vergehens - 19 - gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (Überlassen einer Tablette Diaphin an D._____) freigesprochen.”
“Nach dem Gesagten lässt sich im hier zu beurteilenden Fall demnach nicht erstellen, dass die Kokainabgaben durch den Beschuldigten gegen Entgelt erfolg- ten. In Anwendung von Art. 19b Abs. 1 BetmG bleibt sein Verhalten damit im Zu- sammenhang mit den beiden eingeklagten Betäubungsmittelabgaben straflos. Demzufolge ist er in diesem Punkt vom Anklagevorwurf des Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG freizusprechen. Soweit der Kokainkonsum selber strafbar ist, ist übrigens anzufügen, dass dies durch den erstinstanzlich ergange- nen und unbestritten gebliebenen Schuldspruch wegen mehrfacher Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG abgedeckt wird. - 16 -”
“La libre appréciation des preuves implique que l'état de fait retenu pour construire la solution doit être déduit des divers éléments et indices, qui doivent être examinés et évalués dans leur ensemble (arrêts du Tribunal fédéral 6B_1169/2017 du 15 juin 2018 consid. 1.1 ; 6B_608/2017 du 12 avril 2018 consid. 3.1). 2.2. Quiconque, en usant de violence ou de menace, empêche une autorité, un membre d’une autorité ou un fonctionnaire de faire un acte entrant dans ses fonctions, les contraint à faire un tel acte ou se livre à des voies de fait sur eux pendant qu’ils y procèdent, est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus. Dans les cas de peu de gravité, le juge peut prononcer une peine pécuniaire (art. 285 ch. 1 al. 1 CP). 2.3.1. Est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire quiconque, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ou celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d) (art. 19 al. 1 LStup). 2.3.2. La simple possession de drogue, même lorsque l'auteur allègue qu'il s'agit de sa consommation personnelle, peut être appréhendée sous l'angle de l'art. 19 al. 1 let. c LStup si, au vu des circonstances, notamment le lieu de l'arrestation et les explications fluctuantes, le contraire ne peut être retenu (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup : dispositions pénales, Bâle 2022, n. 25 ad art. 19 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1130/2020 consid. 1.3 et 1.4). 2.3.3. Celui qui se borne à préparer des stupéfiants en quantités minimes, pour sa propre consommation ou pour permettre à des tiers de plus de 18 ans d’en consommer simultanément en commun après leur en avoir fourni gratuitement, n’est pas punissable (art. 19b al. 1 LStup). Dix grammes de stupéfiants ayant des effets de type cannabique sont considérés comme une quantité minime (al. 2). 2.4.1. Quoi qu'en dise l'appelant, il est établi que deux gendarmes sont intervenus le 27 novembre 2022 sur la rue de la Coulouvrenière et qu'à leur vue, celui-ci a pris le fuite en courant malgré les sommations d'usage.”
Sind keine Rechtfertigungs‑ oder Schuldausschlussgründe ersichtlich und liegt vorsätzliches bzw. sonst schuldhaftes Handeln vor, begründet dies die Strafbarkeit nach Art. 19 Abs. 1 BetmG.
“In casu sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe ersicht- lich. Solche wurden von der Verteidigung auch nicht geltend gemacht. Folglich han- delte der Beschuldigte schuldhaft, sodass er sich des Vergehens gegen das Bun- desgesetz über die Betäubungsmittel i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG strafbar ge- macht hat. Er ist dafür schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen. Eine Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG fällt ausser Betracht.”
Wenn die einzelnen in Art. 19 Abs. 1 genannten Handlungen auf dasselbe konkret bestimmte Betäubungsmittel und denselben einheitlichen Tatentschluss Bezug nehmen, werden sie als Entwicklungsstufen einer einheitlichen deliktischen Tätigkeit angesehen. In der Praxis genügt damit regelmässig die Qualifikation der leitenden/abschliessenden Tat (z.B. Veräusserung); frühere Phasen (z.B. Erwerb, Besitz, Beförderung) gelten subsidiär bzw. werden von der leitenden Tat konsumiert. Die Mehrfachheit der Teilakte bleibt bei der Strafzumessung zu berücksichtigen, führt aber nicht automatisch zu einer Kumulation von Strafen im Sinne von Art. 49 StGB.
“Die Tatbestandsvariante des Anstaltentreffens erfasst sowohl den Versuch wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen zu den in Art. 19 Abs. 1 Bst. a-f BetmG genannten Taten. Ein Anstaltentreffen liegt nur vor, wenn sich der Entschluss des Täters in bestimmten Handlungen äussert, wie zum Beispiel Kontaktaufnahme mit dem Drogenmilieu (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 97 ff. zu Art. 19 BetmG; Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 796 zu Art. 19 BetmG). Das Verhalten des Täters muss seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lassen (BGE 117 IV 309). Sämtliche im Rahmen ein und desselben Drogengeschäfts aufeinander folgende Teilakte stellen stets nur eine Straftat dar. Es handelt sich um verschiedene Angriffe auf das gleiche Rechtsgut. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer sogenannten Bewertungseinheit (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 164 zu Art. 19 BetmG). Dies hat zur Folge, dass trotz der verschiedenen Handlungen nur ein Schuldspruch ergeht, auch wenn in einem Strafurteilsdispositiv die verschiedenen Straftatbestände von Art. 19 Abs. 1 BetmG einzeln aufgeführt werden. Dies darf jedoch keine höhere Strafe im Sinne von Art. 49 StGB zur Folge haben, weil eine Tateinheit vorliegt (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 16 f. und 168 zu Art. 19 BetmG). In der Literatur wird folgende Konkurrenzausscheidung vorgenommen: Besitz ist als Auffangtatbestand subsidiär zu anderen Erwerbs- und Weitergabehandlungen. Das Anstaltentreffen wird durch alle anderen Tathandlungen konsumiert (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 17 zu Art. 19 BetmG). Frühere Entwicklungsstufen der deliktischen Tätigkeit wie ein vorangehender Erwerb und die Beförderung der zur Veräusserung bestimmten Drogen sind von einem Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung nicht erfasst. Das hat zur Folge, dass neben dem Schuldspruch für den Erwerb ein selbstständiger Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung zu ergehen hat. Der mehrfache Schuldspruch darf dabei nicht zu einer Strafschärfung i.S.v. Art. 49 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.”
“Die Vorinstanz erwägt zur Frage der mehrfachen Verübung zum einen, der Beschwerdeführer habe bereits durch den Erwerb der Dopingmittel von H.________ am 29. Januar 2015 und der Übergabe derselben an L.________ am 7. Februar 2015 zwecks Weiterveräusserung mehrfach gehandelt (angefochtener Entscheid E. 5.3.4.2 S. 45). Dieser Auffassung kann nicht zugestimmt werden. Das Bundesgericht hat in Bezug auf die Betäubungsmittelgesetzgebung festgehalten, die in Art. 19 Abs. 1 BetmG erwähnten Handlungen stellen in Bezug auf einen bestimmten Vorgang, d.h. sofern sie sich auf dasselbe konkret bestimmte Betäubungsmittel beziehen, verschiedene Entwicklungsstufen derselben deliktischen Tätigkeit dar (vgl. BGE 137 IV 33 E. 2.1.3 mit Hinweis). Gemäss der Lehre und Rechtsprechung hat daher lediglich ein Schuldspruch wegen Verkaufs zu erfolgen, wenn ein Täter zum Beispiel Betäubungsmittel im Ausland erwirbt, anschliessend in die Schweiz einführt und dort - wie von Anfang an geplant - an Konsumenten veräussert (Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 6B_249/2020 vom 27. Mai 2021 E. 4.3.2). Gleich verhält es sich hinsichtlich der in Art. 22 Abs. 1 SpoFöG aufgeführten strafbaren Verhaltensweisen, sofern sie sich auf den gleichen verbotenen Stoff beziehen. Das ist hier der Fall. Der Beschwerdeführer erwarb die Dopingmittel von H.________ am 29. Januar 2015, um sie gewinnbringend weiterzuverkaufen. Dieses Vorhaben setzte er mit der Weitergabe an L.”
Hanfprodukte mit einem THC-Gehalt von mehr als 1 % unterstehen dem Betäubungsmittelgesetz. Das Lagern von 4'159 g Marihuana mit 3,1 % THC im Lagerraum der C._____ GmbH erfüllte objektiv den Tatbestand des unbefugten Lagerns von Betäubungsmitteln nach Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG.
“Der Beschuldigte gab in der Untersuchung (Urk. 3/5 S. 1 f.), vor Bezirks- gericht (Prot. I S. 12) und auch heute (Prot. II S. 11) zu, von "B._____" 4'159 Gramm Marihuana entgegengenommen und dieses anschliessend im Lagerraum der C._____ GmbH in E._____ aufbewahrt zu haben. Vor Vorinstanz und heute anerkannte er auch als zutreffend, dass dieses Marihuana einen THC-Gehalt von 3,1 % aufwies (Prot. I S. 12 f.; Prot. II S. 11; vgl. auch Urk. 55 Rz. 10). Hanfpro- dukte mit einem THC-Gehalt von mehr als 1 % sind dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt (Anhang 5 zur BetmVV-EDI, SR 812.121.11). Der Beschuldigte erfüllte somit in objektiver Hinsicht den Tatbestand des unbefugten Lagerns von Betäu- bungsmitteln (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG).”
“Der Beschuldigte gab in der Untersuchung (Urk. 3/5 S. 1 f.), vor Bezirks- gericht (Prot. I S. 12) und auch heute (Prot. II S. 11) zu, von "B._____" 4'159 Gramm Marihuana entgegengenommen und dieses anschliessend im Lagerraum der C._____ GmbH in E._____ aufbewahrt zu haben. Vor Vorinstanz und heute anerkannte er auch als zutreffend, dass dieses Marihuana einen THC-Gehalt von 3,1 % aufwies (Prot. I S. 12 f.; Prot. II S. 11; vgl. auch Urk. 55 Rz. 10). Hanfpro- dukte mit einem THC-Gehalt von mehr als 1 % sind dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt (Anhang 5 zur BetmVV-EDI, SR 812.121.11). Der Beschuldigte erfüllte somit in objektiver Hinsicht den Tatbestand des unbefugten Lagerns von Betäu- bungsmitteln (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG).”
Auch bei geringen Mengen bleibt die Strafbarkeit nach Art. 19 Abs. 1 bestehen, wenn etwa Verfahrenspflichten wie die erforderliche Bewilligung verletzt wurden. Die geringe Menge kann jedoch bei der Strafzumessung zu einer entsprechend herabgesetzten Sanktion führen; eine generelle Straflosigkeit allein wegen geringer Menge ist dem Urteil zufolge nicht angezeigt.
“Elle a estimé que le recourant avait dès lors inversé les priorités et qu'il avait préféré suivre ses intuitions plutôt que les règles légales, de sorte qu'il était exclu d'admettre que sa culpabilité était nulle (jugement querellé, pp. 24-25). Ce raisonnement ne prête pas le flanc à la critique et permet de considérer que la culpabilité de recourant n'est en l'espèce pas de peu d'importance. Le recourant savait qu'il devait engager une procédure d'autorisation pour commander les produits stupéfiants litigieux et pour effectuer les tests envisagés. Il a toutefois préféré, qui plus est sans le concours de sa hiérarchie, outrepasser les obligations qui lui incombaient dans le but de procéder à l'expérimentation sollicitée, au lieu de simplement suivre le cadre légal et le régime d'autorisation prévu à cet effet. On peut ajouter que, par rapport aux cas typiques réprimés par les art. 19 al. 1 LStup et 28 al. 1 let. e LPA, la culpabilité du recourant n'apparaît pas moindre. Si les quantités de stupéfiants commandées sont certes faibles, on ne saurait exempter de toute peine chaque infraction à la LStup pour ce seul motif, au risque de vider l'art. 19 al. 1 LStup de sa substance. A cet égard, il y a plutôt lieu d'en réduire, comme l'ont fait les autorités précédentes, la quotité en une juste proportion selon la quantité de substance incriminée. De plus, en s'abstenant de demander l'autorisation nécessaire pour procéder à des expérimentations animales, le recourant a enfreint l'art. 18 al. 1 LPA de manière typique par rapport aux cas revêtant la même qualification. Pour le surplus, la procédure jusqu'au jugement de l'autorité cantonale, de l'ordre de trois ans, a été d'une durée usuelle, ce d'autant plus qu'elle a impliqué de nombreux actes judiciaires intermédiaires, comme des ordonnances pénales ou des décisions sur la question du for. Les éventuelles difficultés en lien avec la profession du recourant ou avec les médias ne sont enfin pas de nature à réduire sa culpabilité ou la gravité des actes qu'il a commis. Ainsi, ces deux éléments ne sont pas propres à conduire à une application de l'art. 52 CP. Il s'ensuit que la cour cantonale n'a pas violé le droit fédéral en renonçant à exempter de peine le recourant.”
In milderen Fällen kann der Vollzug aufgeschoben werden; die Praxis kennt etwa den bedingten Vollzug einer Geldstrafe mit Probezeit (beispielsweise zwei Jahre).
“Sachverhalt A. Das Regionalgericht Plessur sprach A. am 6. April 2021 des mehrfa- chen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG schuldig. Es bestrafte ihn mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 80.00 und einer Busse von CHF 300.00, wobei es den Vollzug der Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufschob. Die Ersatzfreiheits- strafe für die Busse legte es auf drei Tage fest. Das Regionalgericht Plessur ver- zichtete auf die Erhebung einer Ersatzforderung gemäss Art. 71 StGB. Es wies die Kantonspolizei Graubünden an, die Löschung des DNA-Profils bzw. des ED- Materials von A. per 6. April 2028 zu veranlassen. B. Gegen dieses Urteil meldete A. (nachfolgend: Beschuldigter) am 14. April 2021 Berufung an und reichte am 28. Juli 2021 eine Berufungserklärung ein. Er beantragte einen Freispruch von Schuld und Strafe. C. Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 4. August 2021 auf eine Stellungnahme im Sinne von Art. 400 Abs. 3 StPO. D. Die Berufungsverhandlung fand am 14. Juni 2021 in Anwesenheit der Ver- teidigerin und der Staatsanwaltschaft statt. Der Beschuldigte bestätigte die mit der Berufungserklärung gestellten Anträge.”
“Mit (Abwesenheits-)Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 31. März 2021 wurde der Beschuldigte des betrügerischen Konkurs- und Pfändungsbetrugs im Sinne von Art. 163 StGB, der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB, der falschen Anschuldigung im Sinne von Art. 303 Ziff. 1 und 2 StGB, der unrechtmässige Verwendung von Vermögenswerten im Sinne von Art. 141 bis StGB, des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG (Anklage lit. E) und des mehrfachen vorsätzlichen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG schuldig gesprochen und mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten bestraft. Der Vollzug der Freiheits- strafe wurde im Umfang von 18 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im übrigen Umfang von 18 Monaten (abzüglich der erstande- nen Haft) wurde die Freiheitsstrafe vollzogen (Urk. 121 S. 56). Zufolge Verjährung wurde das Verfahren – wie bereits am 16. Februar 20121 angekündigt – in den Anklagepunkten lit. C HD (Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB und Begünstigung im Sinne von Art. 305 Abs. 1 StGB), lit. E ND 1 (1. Anbau/Ernte, Jahresende 2013), lit. F bezüglich dem Jahr 2013 (mehrfaches vorsätzliches Fahren ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG) sowie Anklage lit. F. ND 5 (Führen eines nicht betriebssicheren Fahrzeuges im Sinne von Art.”
“Sorti de la délinquance, il allait régulariser sa situation administrative avec le soutien de sa compagne, ce qui lui permettrait de s'acquitter d'une peine pécuniaire. Le TP aurait ainsi dû renoncer à la révocation de la libération conditionnelle et prononcer une peine pécuniaire clémente, d'autant qu'une peine privative de liberté de substitution pouvait intervenir si la créance n'était pas honorée. Les faits étant anciens, l'appelant n'ayant plus été interpellé depuis lors, ce qui dénotait une prise de conscience. Sa collaboration avait été bonne. Le MP conclut à la confirmation du jugement. D. Me B______, défenseure d'office de A______ dépose un état de frais pour la procédure d'appel, facturant, sous des libellés divers, trois heures d'activité de cheffe d'étude. EN DROIT : 1. L'appel est recevable pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits (art. 398 et 399 CPP). La Chambre limite son examen aux violations décrites dans l'acte d'appel (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP). 2. 2.1.1. La violation de l'art. 19 al. 1 LStup est réprimée par une peine privative de liberté de trois ans au plus ou par une peine pécuniaire, tandis la consommation de stupéfiants (art. 19a LStup) l'est d'une amende. L'art. 115 al. 1 let. b LEI prévoit qu'est puni d’une peine privative de liberté d’un an au plus ou d’une peine pécuniaire quiconque séjourne illégalement en Suisse, notamment après l’expiration de la durée du séjour non soumis à autorisation ou du séjour autorisé. 2.1.2. Selon l'art. 47 CP, le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al.”
Liegt eine Persönlichkeitsakzentuierung oder Suchtmittelproblematik vor, die zwar eine Verminderung der Schuldfähigkeit ausschliesst, aber tatbegünstigend wirkt, kann das Gericht dies nach Art. 19 Abs. 3 BetmG strafmindernd berücksichtigen.
“Bei den inneren Umständen ist unter anderem an psychische Stö- rungen zu denken, die noch unterhalb der Schwelle der Verminderung der Schuldfähigkeit liegen (STRATENWERTH/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Stra- fen und Massnahmen, 3. Aufl. 2020, § 5 N. 35). Das Gutachten von Dr. med. D._____ stellt wie ausgeführt eine emotional instabile, impulsive und dissoziale Persönlichkeitsakzentuierung, eine Kokainabhängigkeit (ICD-10: F14.2) und einen multiplen schädlichen Substanzgebrauch (ICD-10: F19.1) fest. Wenngleich der Gutachter eine Verminderung der Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit aus- schliesst, hält er fest, dass sich die Persönlichkeitsakzentuierung und die Sucht- mittelproblematik tatbegünstigend ausgewirkt haben (Urk. 91 S. 24 ff.). Diesem Umstand trägt die Vorinstanz zutreffend strafmindernd Rechnung (vgl. Urteil 6B_608/2011 vom 26. April 2012 E. 3). Damit vermögen die Elemente der sub- jektiven Tatkomponente die objektive Tatschwere leicht zu relativieren (vgl. auch Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 BetmG).”
Art. 19 Abs. 4 ist als Lex specialis ausgestaltet. Die Bestimmung sieht vor, dass bei in der Schweiz anklagbaren Taten im Ausland der Täter ebenfalls nach Abs. 1 und 2 bestraft werden kann, wenn er sich in der Schweiz befindet und nicht ausgeliefert wird; ist das Recht des Begehungsortes für den Täter milder, ist dieses anzuwenden (Art. 6 StGB). Praktisch hat der schweizerische Richter vor Ausübung der Kompetenz zu prüfen, ob eine Auslieferung verlangt oder zu erwarten ist bzw. ob die zuständigen ausländischen Behörden auf Auslieferung verzichten, sie nicht erlangen oder nicht reagieren; die Zuständigkeit der Schweiz tritt in der Regel erst ein, wenn die Voraussetzungen von Art. 19 Abs. 4 erfüllt sind.
“Il s’agit donc incontestablement d’un cas grave au sens de l’art. 19 al. 2 let. a LStup (ATF 145 IV 312 consid. 2.1.1 ; ATF 138 IV 100 consid. 3.2 ; ATF 109 IV 143 consid. 3b ; TF 6B_281/2022 du 8 juin 2022 consid. 1.2). 9. 9.1 Les appelants soutiennent qu’une partie des faits qui leur sont reprochés violerait le principe d’extranéité en ne respectant pas les conditions de l’art. 19 al. 4 LStup. L’appelant O.________ soutient ainsi que les faits qui lui sont reprochés aux cas 3 et 7 de l’acte d’accusation n’auraient pas été commis en Suisse et ne s’y seraient pas non plus matérialisés par des résultats. L’appelant I.________ argue quant à lui que lors des faits qui se sont déroulés avant le 21 juillet 2022, puis entre le 8 août et le 13 septembre 2022 (cas 1.6 et 2 à 8) il se trouvait à l’étranger, le plus souvent aux Pays-Bas, pays dans lequel il avait alors sa résidence habituelle, et exceptionnellement en Espagne. 9.2 Conformément à l'art. 19 al. 4 LStup, l'auteur d'une infraction commise à l'étranger, appréhendé en Suisse et qui n'est pas extradé, est passible des peines prévues aux al. 1 et 2 si l'acte est réprimé dans le pays où il l'a perpétré ; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP ; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art.”
“Selon l'art. 19 al. 4 LStup, est également punissable en vertu des al. 1 et 2 celui qui commet l'acte à l'étranger, se trouve en Suisse et n'est pas extradé, pour autant que l'acte soit également punissable dans le pays où il a été commis; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du CP. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid.”
“La Chambre limite son examen aux violations décrites dans l'acte d'appel (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP). 2. Selon l'art. 339 al. 2 CPP, le tribunal et les parties peuvent soulever des questions préjudicielles, notamment concernant les preuves recueillies (let. d). 2.1.1. À teneur de l'art. 3 al. 1 CP, le Code pénal est applicable à quiconque commet un crime ou un délit en Suisse. Un crime ou un délit est réputé commis tant au lieu où l'auteur a agi ou aurait dû agir qu'au lieu où le résultat s'est produit (art. 8 al. 1 CP). 2.1.2. Selon l'art. 19 al. 4 LStup, celui qui commet à l'étranger un acte punissable selon les al. 1 et 2 de cette même disposition est également punissable, s'il se trouve en Suisse et n'est pas extradé, pour autant que l'acte soit également punissable dans le pays où il a été commis. La législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur de l'acte. Lorsque des actes ont été commis à l'étranger, l'art. 19 al. 4 LStup s'applique à titre de lex specialis. En règle générale, le juge suisse ne connaîtra pas des infractions commises à l'étranger sans s'être assuré que l'extradition – admissible a priori – ne sera pas requise (ATF 116 IV 244). Dans la mesure où il s'agit d'une compétence de remplacement, le juge suisse doit interpeller préalablement le for naturel, c'est-à-dire le juge du lieu de commission et le juge suisse n'est compétent que si le juge du lieu de commission renonce à demander l'extradition, ne l'obtient pas ou ne répond pas (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup – dispositions pénales, 2022, n. 157 ad art. 19 ; CORBOZ, Les infractions en droit suisse, vol. II 2010, n. 131, p. 929). L'art. 19 al. 4 LStup n'exige pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionné dans l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle.”
Einfuhr per Post: Einführen im Sinn von Art. 19 BetmG erfordert kein persönliches Verbringen durch den Täter. Auch das Absenden einer Sendung im Ausland, die über die Grenze in das schweizerische Zollgebiet gelangt, erfüllt den Einfuhrtatbestand. Die Einfuhr auf dem Postweg gilt als vollendet, sobald die Postsendung die Grenze überschritten hat.
“Einführen ist jedes tatsächliche Verbringen oder Verbringenlassen von Betäubungsmitteln aus dem Ausland in das schweizerische Zollgebiet (HANS MAURER, in: Andreas Donatsch [Hrsg.], Kommentar StGB/JStG mit weiteren Erlassen, 21. Aufl. 2022, N. 15 zu Art. 19 BetmG; HUG-BEELI, a.a.O., N. 330 und 336 zu Art. 19 BetmG). Gleiches muss für betäubungsmittelähnliche Stoffe im Sinne von Art. 7 BetmG gelten. Der Tatbestand der Einfuhr verlangt kein eigenhändiges Verbringen der fraglichen Substanzen in das Inland (MAURER, a.a.O., N. 15 zu Art. 19 BetmG; GRODECKI/JEANNERE t, Petit commentaire LStup, Dispositions pénales, 2022, N. 23 zu Art. 19 BetmG). Er wird beispielsweise auch erfüllt, wenn die Täterschaft eine Sendung im Ausland absendet und die Post zur Beförderung der fraglichen Stoffe über die Grenze benutzt (HUG-BEELI, a.a.O., N. 335 zu Art. 19 BetmG; so auch Beschluss des deutschen Bundesgerichtshofs 1 StR 676/10 vom 15. Februar 2011 Rn. 7, in: HRRS 2011 Nr. 429). Die Einfuhr auf dem Postweg ist vollendet, wenn die Postsendung die Grenze überschritten hat (HUG-BEELI, a.a.O., N. 335 zu Art. 19 BetmG, Fn. 654).”
“Einführen ist jedes tatsächliche Verbringen oder Verbringenlassen von Betäubungsmitteln aus dem Ausland in das schweizerische Zollgebiet (HANS MAURER, in: Andreas Donatsch [Hrsg.], Kommentar StGB/JStG mit weiteren Erlassen, 21. Aufl. 2022, N. 15 zu Art. 19 BetmG; HUG-BEELI, a.a.O., N. 330 und 336 zu Art. 19 BetmG). Gleiches muss für betäubungsmittelähnliche Stoffe im Sinne von Art. 7 BetmG gelten. Der Tatbestand der Einfuhr verlangt kein eigenhändiges Verbringen der fraglichen Substanzen in das Inland (MAURER, a.a.O., N. 15 zu Art. 19 BetmG; GRODECKI/JEANNERE t, Petit commentaire LStup, Dispositions pénales, 2022, N. 23 zu Art. 19 BetmG). Er wird beispielsweise auch erfüllt, wenn die Täterschaft eine Sendung im Ausland absendet und die Post zur Beförderung der fraglichen Stoffe über die Grenze benutzt (HUG-BEELI, a.a.O., N. 335 zu Art. 19 BetmG; so auch Beschluss des deutschen Bundesgerichtshofs 1 StR 676/10 vom 15. Februar 2011 Rn. 7, in: HRRS 2011 Nr. 429). Die Einfuhr auf dem Postweg ist vollendet, wenn die Postsendung die Grenze überschritten hat (HUG-BEELI, a.a.O., N. 335 zu Art. 19 BetmG, Fn. 654).”
Bei nur leichtem objektivem Verschulden — etwa blosses Anstaltentreffen, unklare Tatbeteiligung oder gescheiterte Besorgungs‑/Diebstahlsversuche — kann das Gericht nach Art. 19 Abs. 3 BetmG die Strafe mildern. Dies ist jedoch nicht automatisch der Fall, wenn das objektive Tatverschulden insgesamt als nicht mehr leicht zu werten ist. Als konkretes Beispiel hat ein Entscheid eine Reduktion von 30 auf 20 Tage (Minderung um 10 Tage) wegen blossen Anstaltentreffens angeordnet.
“Der Beschuldigte unternahm zusammen mit N._____ (Sachverhalt F) bzw. N._____ und R._____ und einer weiteren unbekannten Person (Sachverhalt L) zweimal an unterschiedlichen Orten einen Einbruchversuch, um von dort Mari- huana mit einem THC-Gehalt von über 1 % zu entwenden und es in der Folge weiterzuverkaufen (Sachverhalte F und L). Das Anstalten treffen zu einer Wider- handlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d des Betäubungsmittelgesetzes ist dabei nur leicht verschuldensmindernd zu werten (vgl. Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG), gelangten der Beschuldigte und seine Mittäter doch nur deshalb nicht an das Marihuana, weil es ihnen nicht gelang, die Eingangstüren aufzubrechen bzw. die Polizei von an den jeweiligen Tatorten anwesenden Mitarbeitern alarmiert wurde. Das objektive Tatverschulden ist in beiden Fällen als nicht mehr leicht zu werten.”
“Der Beschuldigte unternahm zusammen mit N._____ (Sachverhalt F) bzw. N._____ und R._____ und einer weiteren unbekannten Person (Sachverhalt L) zweimal an unterschiedlichen Orten einen Einbruchversuch, um von dort Mari- huana mit einem THC-Gehalt von über 1 % zu entwenden und es in der Folge weiterzuverkaufen (Sachverhalte F und L). Das Anstalten treffen zu einer Wider- handlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d des Betäubungsmittelgesetzes ist dabei nur leicht verschuldensmindernd zu werten (vgl. Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG), gelangten der Beschuldigte und seine Mittäter doch nur deshalb nicht an das Marihuana, weil es ihnen nicht gelang, die Eingangstüren aufzubrechen bzw. die Polizei von an den jeweiligen Tatorten anwesenden Mitarbeitern alarmiert wurde. Das objektive Tatverschulden ist in beiden Fällen als nicht mehr leicht zu werten.”
“In objektiver Hinsicht vermittelte der Beschuldigte einem unbekannten Drogenab- nehmer den Kontakt zu einem unbekannten LSD-Verkäufer, wobei nicht bekannt ist, um welche Drogenmenge es dabei ging. Insgesamt erscheint das objektive Verschulden des Beschuldigten als leicht, weshalb das Strafmass innerhalb des anwendbaren Strafrahmens auf 30 Tage festzusetzen ist. In subjektiver Hinsicht fällt ein egoistisches Motiv des Beschuldigten in Betracht, beabsichtigte er doch zunächst offenbar selbst als Zwischenhändler aufzutreten, wobei ihm das Risiko schliesslich zu gross war (vgl. Urk. 197 S. 461). Dies entlas- tet den Beschuldigten nicht. Wie bereits ausgeführt liegt sodann beim Beschuldig- - 63 - ten insbesondere auch keine verminderte Schuldfähigkeit vor (vgl. Urk. D1/16/15 S. 82 f.). Die subjektive Komponente relativiert das objektive Verschulden damit vorliegend nicht und es bleibt bei der festgelegten Einzelstrafe von 30 Tagen. Da nicht bekannt ist, ob es tatsächlich zu einem Drogengeschäft kam, mithin ein blosses Anstaltentreffen vorliegt, ist die Strafe in Anwendung von Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG um 10 Tage auf 20 Tage zu reduzieren. Unter Hinweis auf die vorstehenden Erwägungen unter E. 4.7.3 ist auch für dieses Delikt eine Freiheitsstrafe auszufällen, zumal der Gutachter die Rückfallgefahr für weitere Betäubungsmitteldelikte als hoch eingestuft hat (Urk. D1/16/15 S. 85). In Anwendung des Asperationsprinzips ist die vorstehend festgelegte Einsatzstra- fe um weitere 10 Tage zu erhöhen.”
Wenn zugleich der Anbau einer überaus grossen Menge THC‑haltiger Pflanzen und Veräusserungsvorwürfe vorliegen, hat das Gericht den unbefugten Anbau (Produktion) als das schwerwiegendere Delikt nach Art. 19 Abs. 1 BetmG gewertet. Die Produktion kann bei der Gesamtstrafenbildung höher zu gewichten sein und eine Einsatzstrafe rechtfertigen.
“Aussergewöhnliche Umstände, welche es angezeigt erscheinen lassen würden, diesen Strafrahmen zu verlassen, liegen auch unter Berücksichtigung der Tat- und Deliktsmehrheit nicht vor. Die Strafe ist daher innerhalb des ordentlichen Strafrahmens festzulegen. Obgleich die Deliktsmehrheit im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB nicht zu einer Erhöhung des abstrakten Strafrahmens führt, ist sie innerhalb des ordentlichen Strafrahmens des schwersten Delikts bei der Gesamtstrafenbildung straferhöhend zu gewichten. Dabei kommt die Bildung einer Gesamtstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB nur in Betracht, wenn gleichartige Strafen auszusprechen sind. Unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren ist in concreto die Produktion der Drogen, mit der eine Gefahr überhaupt erst geschaffen wird, mithin der unbefugte Anbau von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, als das schwerwiegendere Delikt denn das Anstaltentreffen zur unbefugten Veräusserung der nämlichen Betäubungsmittel nach Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG zu erachten, weshalb für diese Straftat eine Einsatzstrafe festzusetzen ist.”
“zu erwägen, dass diese Sachverhaltsdarstellung weder von P. noch von G. bestätigt wird. Vielmehr hat Letzterer in Bezug auf eine Bestellung Paneele bei der Firma "V. GmbH" vom 27. April 2020 ausdrücklich ausgesagt, er habe die Bestellung aufgegeben, das mache alles er (Einvernahme durch die Polizei, Spezialisierter Ermittlungsdienst, vom 24. August 2020 [act. 1283]). Gestützt hierauf sowie in Beachtung der vorstehenden Erwägungen ist es offensichtlich unrichtig, dass die Ehefrau des Beschuldigten alle Bestellungen für die Firma E. GmbH getätigt haben soll und hierin der Grund für den Vermerk "Kom. A. " liege. Der Rüge, wonach aus der enormen Diskrepanz zwischen dem Tatvorwurf und dem ausgesprochenen Strafmass erhelle, dass man sich von Anfang an gegen A. eingeschossen habe, ist zu entgegnen, dass der dem Beschuldigten zur Last gelegte Tatbeitrag keineswegs bloss im Anstaltentreffen (zur unbefugten Veräusserung von Betäubungsmitteln) im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG liegt, sondern diesem auch der unbefugte Anbau einer überaus grossen Menge von THChaltigen Hanfpflanzen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG vorgeworfen wird. Die in der heimischen Waschmaschine aufgefundene Rolex weist sodann zwar tatsächlich keinen direkten Bezug zum Anklagevorwurf auf und fliesst insofern auch nicht in die Indizienkette ein, ist aber immerhin insofern bemerkenswert, als deren Finanzierung angesichts der unklaren wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschuldigten zumindest mit einem Fragezeichen zu versehen ist. Dies gilt umso mehr, als seine Ehefrau gemäss der Aktennotiz der Polizei, Spezialisierter Ermittlungsdienst, vom 25. August 2020 angegeben hat, die Uhr mit dem Geld vom Erbe ihres Vaters gekauft zu haben (act. 1069), während der Beschuldigte geltend macht, sie ihr als eine Art Hochzeitsgeschenk übergeben zu haben (act. 1901; Protokoll KG S. 7). Abgesehen davon handelt es sich bei einer Waschmaschine um einen zweifelsohne äusserst unüblichen Aufbewahrungsort für eine luxuriöse Uhr, zumal diese gemäss den Depositionen des Beschuldigten auch als Wertanlage gedient haben soll (Protokoll KG S.”
Das öffentliche Anbieten oder Bewerben von Erwerbsgelegenheiten (z. B. über Webseiten, Schaffung von Bestellwegen) kann Tatbestandsmerkmale von Art. 19 Abs. 1 lit. f BetmG erfüllen. Eine öffentliche Bekanntgabe einer solchen Erwerbsmöglichkeit kann – je nach konkretem Tatvorsatz und Tatbestandserfüllung – bereits strafbar sein.
“Öffentliche Bekanntgabe einer Gelegenheit zum Erwerb von Betäubungs- mitteln (Art. 19 Abs. 1 lit. f BetmG)”
“Öffentliche Bekanntgabe einer Gelegenheit zum Erwerb von Betäubungs- mitteln (Art. 19 Abs. 1 lit. f BetmG)”
“Okto- ber 2017 als Betäubungsmittel gilt und deshalb in der Schweiz verboten ist. So- dann wusste er, dass auch nach diesem Datum Bestellungen betreffend Mitragy- nin-haltige Produkte von Abnehmern mit Wohnsitz in der Schweiz über seine Webseiten <www.B._____.ch> und <www.C._____.de> aufgegeben werden konnten und von der D._____ GmbH verschickt wurden. Weiter wurde erstellt, dass der Beschuldigte während des Deliktszeitraums hierzulande eine Möglichkeit - 30 - schaffen wollte zum Erwerb von Produkten, die den verbotenen Wirkstoff Mitragy- nin enthalten. Er handelte demnach direktvorsätzlich, womit der subjektive Tatbe- stand von Art. 19 Abs. 1 lit. f BetmG erfül lt ist.”
“Der Beschuldigte wusste, dass Kratom bzw. der darin enthaltene Wirkstoff Mitragynin seit dem 1. Oktober 2017 als Betäubungsmittel gilt und deshalb in der Schweiz verboten ist. Trotzdem wollte er Kunden mit Wohnsitz in der Schweiz Mitragynin-haltige Produkte, welche sie zuvor über seine Webseiten - 32 - <www.B._____.ch> oder <www.C._____.de> bestellt hatten, verkaufen und ihnen mit dem postalischen Versand an ihren Wohnsitz durch die D._____ GmbH die Verfügungsmacht daran verschaffen. Damit ist auch der subjektive Tatbestand gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG erfüllt.”
Bei Art. 19 BetmG muss nicht jede einzelne Transaktion materiell exakt quantifiziert werden. Für die Akte und die Beweisführung kann eine Gesamtdarstellung des Verkehrs bzw. das Vorbringen entsprechender Anhaltspunkte genügen, weil die Norm eine abstrakte Gefährdungsdelikt ist und die genaue Menge in vielen Fällen nicht feststellbar ist. Entsprechend kann die Konfiskation nicht voraussetzen, dass der Richter jede einzelne Transaktion und deren Ertrag bis aufs Detail rekonstruiert; vielmehr ist die Beschlagnahme möglich, wenn der Richter nach Prüfung aller relevanten Umstände überzeugt ist, dass die in Frage stehenden Vermögenswerte aus dem insgesamt betriebenen Handel stammen.
“En l’espèce et de l’avis de la Cour, aucune violation du principe d’accusation ne peut être retenu quant à l’infraction en cause. En effet, la description du ministère public (D. 360, AA. I.3) permet parfaitement au prévenu de comprendre les faits qui lui sont reprochés dans le chef d’accusation en question, à savoir : « Délit à la LStup (art. 19 al. 1 LStup) commis entre le 10 décembre 2018 et le 5 février 2019, à Biel/Bienne, rue de D.________, par le fait d’avoir remis une quantité indéterminée de fleurs de marijuana à E.________ ». Il est rappelé que la disposition légale en cause réprime celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce. Les exigences de l’article 325 let. f et g CPP sont respectées et on ne voit pas comment le chef d’accusation en question pourrait être plus complet. La quantité exacte de marijuana remise par le prévenu à E.________ n’est pas quantifiable. Des précisions sur ce point ne sont donc pas possibles. En outre, l’infraction à l’art. 19 LStup est une infraction de mise en danger abstraite de sorte que les conséquences de l’acte n’ont pas à être prouvées et dès lors, n’ont pas nécessairement besoin de figurer dans l’acte d’accusation. Finalement, le mode de procéder de l’auteur est défini avec suffisamment de précision par l’emploi de la formule : « par le fait d’avoir remis […] ». Partant, il n’est pas perçu en quoi d’éventuelles imprécisions ont pu faire obstacle à une préparation convenable de la défense et il est constaté que les intérêts du prévenu ont été défendus de manière effective durant toute la procédure. Les deux fonctions primordiales de l’acte d’accusation ont ainsi été respectées. Le grief est dès lors rejeté.”
“8 et suivante avec les références ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_56/2010 du 29 juin 2010 consid. 3.2, 6B_697/2009 du 30 mars 2010 consid. 2.2, 6P.236/2006 du 23 mars 2007 consid. 11.3, non publié aux ATF 133 IV 112). Ainsi, le Tribunal fédéral a retenu le principe de la recette brute pour, notamment, des comportements généralement interdits, tels que le trafic de stupéfiants (arrêt 6B_986/2008 du 20 avril 2009 consid. 6.1.1), le recel par métier (arrêt 6B_728/2010 du 1er mars 2011 consid. 4.6) ou le blanchiment d'argent (arrêt 6S.426/2006 du 28 décembre 2006 consid. 5). Par contre, le principe de la recette nette trouve application lors de la commission d'une simple contravention (ATF 141 IV 305 consid. 6.3.3 p. 313 ; 141 IV 317 consid. 5.8.2 p. 326 s. ; 124 I 6 consid. 4b/cc et dd p. 9 ss ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_697/2009 du 30 mars 2010 consid. 2.4.1). Dans le domaine des stupéfiants, la question de la preuve du rapport de connexité doit s'appréhender à l'aune du fait que l'art. 19 LStup ne réprime pas globalement le "trafic de stupéfiants", mais érige différents comportements en autant d'infractions indépendantes, chaque acte, même répété, constituant une infraction distincte. Cependant, on ne saurait en déduire qu'une mesure de confiscation nécessiterait, dans ce contexte, d'établir un rapport de connexité entre chaque acte isolé constitutif d'une infraction au sens de l'art. 19 LStup et un montant correspondant, retiré de cet acte. En d'autres termes, on ne peut exiger du juge qu'il reconstitue a posteriori, au franc près, chaque transaction et le montant de son produit, respectivement la comptabilité précise du trafic, pour être à même de confisquer les sommes en main d'un trafiquant. Certes le juge ne peut-il se borner à exiger de l'auteur ou d'un tiers séquestré qu'il démontre l'origine licite des sommes en cause, pas plus qu'il ne peut se borner à constater une origine délictuelle indéterminée ou simplement vraisemblable. En revanche, le juge doit prononcer la confiscation lorsqu'il parvient à la conclusion, après avoir examiné l'ensemble des circonstances pertinentes – y compris, le cas échéant, l'incapacité de l'intéressé à justifier l'origine de fonds rendus suspects par d'autres éléments probants –, que les valeurs patrimoniales en cause sont le résultat d'un trafic appréhendé dans sa globalité.”
Für eine Bestrafung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG ist Vorsatz erforderlich; dolus eventualis genügt. Der Vorsatz muss sämtliche objektiven Tatbestandsmerkmale erfassen, namentlich Tatobjekt und Tathandlung sowie — soweit einschlägig — die Art, Menge und Qualität der Betäubungsmittel.
“Nach Art. 19 Abs. 1 BetmG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer unter anderem: Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Weise erzeugt (lit. a); Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (lit. c); zu einer Widerhandlung nach den Buchstaben a-f Anstalten trifft (lit. g). Eine Bestrafung gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG verlangt Vorsatz, wobei dolus eventualis genügt (BGE 126 IV 201; Stephan Schlegel/ Oliver Jucker, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 4. Auflage, Zürich 2022, N 114 ff. zu Art. 19 BetmG, mit Hinweisen; Gustav Hug-Beeli, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, Basel 2016, N 102 ff. zu Art. 19 BetmG, mit Hinweisen). Nach diesem Gesetz gelten als Betäubungsmittel abhängigkeitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen Morphin, Kokain oder Cannabis, sowie Stoffe und Präparate, die auf deren Grundlage hergestellt werden oder eine ähnliche Wirkung wie diese haben (Art. 2 lit. a BetmG). Cannabisprodukte sind zwar nicht geeignet, die körperliche und seelische Gesundheit vieler Menschen in eine naheliegende und ernstliche Gefahr zu bringen. Dementsprechend findet der Qualifikationstatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (Menge) auf Cannabis keine Anwendung (BGE 117 IV 314; Schlegel/ Jucker, a.a.O., N 181 zu Art. 19 BetmG). Sie sind in gesundheitlicher Hinsicht dennoch nicht unbedenklich und stellen Betäubungsmittel dar (BGE 120 IV 256).”
“In subjektiver Hinsicht erfordert Art. 19 Abs. 1 BetmG eine vorsätzliche Begehung (Art. 26 BetmG i.V.m. Art. 12 Abs. 1 StGB), wobei Eventualvorsatz genügt. Vorsätzlich verübt ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Wollen ausführt. Der Vorsatz muss sämtliche objektive Tatbestandsmerkmale umfassen, wie Tatobjekt und Tathandlung (Schlegel/Jucker, in: BetmG-Kommentar, 4. Aufl. 2022, N 114 ff. zu Art. 19 BetmG).”
“a-e BetmG, so ist demnach zu prüfen, ob (echte) Realkonkurrenz im Sinne einer wiederholten Deliktsbegehung vorliegt. Echte Idealkonkurrenz ist demgegenüber grundsätzlich nicht möglich. Die Erwerbshandlungen stehen zu den anschliessenden Weitergabehandlungen im Verhältnis der Subsidiarität. Die Tathandlung des Besitzes ist als Auffangtatbestand konzipiert und gelangt deshalb im Verhältnis zu anderen vom Gesetz erfassten Erwerbs- und Weitergabehandlungen bloss subsidiär zur Anwendung (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., Art. 19 N 155, 157 und 159). Eine Bestrafung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG verlangt Vorsatz, wobei dolus eventualis genügt. Der Vorsatz muss sämtliche objektiven Tatbestandsmerkmale umfassen. Gegenstand des Vorsatzes sind insbesondere die Art, die Menge und die Qualität der in den Verkehr gebrachten Betäubungsmittel (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., Art. 19 N 114, 116 und 119).» […] «Gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann, bestraft, wer weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung (i.S. von Art 19 Abs. 1 BetmG) mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Aufgrund der gesetzlichen Formulierung „in Gefahr bringen kann“ ergibt sich, dass es sich um ein abstraktes Gefährdungsdelikt handelt (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, Basel 2016, Art. 19 N 860). Die Widerhandlung muss geeignet sein, die Gesundheit von mindestens 20 Personen in Gefahr zu bringen, wobei das Bundesgericht in Bezug auf Kokain in konstanter Praxis davon ausgeht, dass 18 Gramm (reine Menge) die mengenmässige Qualifikation gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG erfüllt bzw. eine solche Menge 20 Personen in Gefahr zu verbringen vermag (BGE 109 IV 143 E. 3b; Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 N 915 f. m.w.H.; Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., Art. 19 N 176 und 180 ff.). In Bezug auf die Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG wird ebenfalls Vorsatz verlangt, wobei Eventualvorsatz genügt (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., Art. 19 N 201).»”
Nach der Rechtsprechung bzw. Kommentarliteratur fällt das Trocknen von Betäubungsmitteln unter den Begriff des Herstellens im Sinne von Art. 19 BetmG. Dagegen wird das blosse Verpacken der Droge in gebrauchsfähige Portionen nicht als Herstellen qualifiziert.
“Als Herstellen gilt unter anderem das Trocknen von Betäubungsmitteln (Hug-Beeli, 1. Aufl. 2016, Betäubungsmittelgesetz, Kommentar [...], Art. 19 BetmG N 261). Nicht als Herstellen gilt hingegen, wenn die Droge lediglich in gebrauchsfähige Portionen verpackt wird (Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 BetmG N 281).”
Bei mehrfachen Vorfällen und umfangreicher Vorstrafenlage fliessen diese Umstände in die Strafzumessung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG ein. Ebenso werden bei Widerruf der bedingten Entlassung / Revokation die verbleibenden (widerrufenen) Strafen in die Bemessung der Gesamtstrafe einbezogen; dies kann zu einer Erhöhung der Gesamtstrafe führen.
“Par acte déposé le 19 février 2025, A______ recourt contre l'ordonnance du 17 précédent, notifiée le lendemain, par laquelle le Ministère public a ordonné que soit établi son profil d'ADN. Le recourant conclut, sous suite de frais et dépens, à l'annulation de cette ordonnance. B. Les faits pertinents suivants ressortent du dossier : a. Le 1er février 2025, A______, démuni de pièce d'identité et de titre de séjour, a été interpellé dans la chambre d'un appartement au C______ (GE). En ce lieu, la police a découvert une sacoche contenant 30 boulettes de cocaïne pour un poids total de 23,72 grammes bruts, laquelle contenait également un porte-monnaie avec divers papiers au nom du précité. Des prélèvements biologiques ont été effectués par la police sur les emballages de drogue. b. A______ a été prévenu le lendemain, par le Ministère public, de rupture de ban pour avoir persisté à séjourner en Suisse depuis une date à déterminer alors qu'il faisait l'objet d'une expulsion judiciaire (art. 291 CP) ainsi que d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup pour avoir détenu plus de 23 grammes de cocaïne conditionnés pour la vente. L'intéressé a admis n'avoir pas quitté la Suisse depuis sa dernière sortie de détention. La drogue retrouvée, à laquelle s'ajoutait de la MDMA, était destinée à sa propre consommation. c. Par ordonnance du 17 février 2025, le Ministère public a joint à la présente procédure, la procédure P/27273/2023 dans laquelle A______ a été prévenu, le 13 décembre 2023, d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup et de rupture de ban pour avoir, à Genève, la veille, détenu 26 grammes de cocaïne, 6,3 grammes de MDMA et 13 pilules d'ecstasy destinés à la vente, ainsi que séjourné sur le territoire suisse depuis le 9 novembre 2023 alors qu'il était sous le coup d'une expulsion en force prononcée le 15 mars 2021 pour une durée de trois ans. d. Il ressort de l'extrait du casier judiciaire de A______ (dans sa teneur au 2 février 2025) qu'il fait l'objet de treize condamnations, prononcées entre le 3 décembre 2007 et le 7 juin 2023, en particulier pour ruptures de ban, entrées et séjours illégaux, faux dans les certificats et infractions à la LStup.”
“Il n'a pas hésité à reprendre ses activités illégales quelques mois à peine après sa libération conditionnelle, s'agissant du séjour illégal il reconnaît d'ailleurs n'avoir jamais quitté la Suisse depuis sa sortie de prison en août 2021. Il n'a même pas ne serait-ce que tenté d'honorer la confiance des autorités placée en lui. Il n'a pas fait preuve dans cette procédure d'une quelconque prise de conscience, n'a aucun projet et ne démontre pas une volonté particulière de se prendre en main à l'avenir. Dans ces circonstances, les risques de récidive sont certains. Ainsi, c'est à juste titre que le TP a révoqué la libération conditionnelle prononcée par le Tribunal d'application des peines et des mesures le 19 août 2021. 3.6.3. L'infraction à l'art. 19 al. 1 let. d LStup est abstraitement plus grave que celle réprimée par l'art. 115 al. 1 let. b LEI. La première emporte une peine privative de liberté de l'ordre de deux mois, laquelle constitue la peine de base. Celle-ci devrait être augmentée pour tenir compte du séjour illégal. L’appelant a déjà été condamné à plusieurs reprises pour séjour illégal ; il s’agissait à chaque fois de concours avec des infractions plus graves (art. 19 al. 1 LStup et / ou art. 119 LEI, passibles d’une peine pouvant aller jusqu’à trois ans). La part afférente au séjour illégal dans ces condamnations n’excède ainsi pas 120 unités. La peine de base pourrait dès lors être aggravée pour tenir compte du séjour illégal. Néanmoins, compte tenu de ce qui suit, il n’y a pas lieu de procéder à une aggravation de ce chef. La peine d'ensemble prononcée doit en effet prendre en compte également celle résultant de la révocation de la libération conditionnelle (solde de peine de 140 jours de peine privative de liberté). En conséquence, la peine de base (deux mois pour délit à la LStup) doit être augmentée de quatre mois (peine théorique : 140 jours) pour tenir compte de la libération conditionnelle à révoquer. Compte tenu de l’interdiction de la reformatio in peius (art. 391 al. 2 CPP) il n’y a donc pas place pour une aggravation en raison du séjour illégal. Ainsi, la peine d'ensemble fixée à six mois de peine privative de liberté est conforme au droit et sera confirmée.”
“Widerhandlungen gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG Das Betäubungsmittelstrafrecht dient dem Schutz der Volksgesundheit (vgl. BGE 122 IV 211 E. 4). Auch wenn der Drogenmenge keine vorrangige Bedeutung bei der Strafzumessung mehr zukommt, so ist als Anhaltspunkt für die Verletzung bzw. Gefährdung des geschützten Rechtsguts gleichwohl von der umgesetzten Drogenmenge auszugehen, zumal die Gefährdung umso grösser ausfällt, je mehr der gesundheitsgefährdenden Drogen in Umlauf gebracht werden (Fingerhuth/ Schlegel/Jucker, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016, N 37 zu Art. 47 StGB; Wiprächtiger/Keller, in: Basler Kommentar StGB/JStG, 4. Aufl. 2019, N 93 zu Art. 47 StGB). Vorliegend wurde der Beschuldigte 1 wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen am 29. März 2018, 19. April 2018 und 13. September 2018 (also mehrfach) durch Besitz zum Verkauf von total 87,2 Gramm Marihuana und Verkauf einer unbestimmten, 150 Gramm nicht übersteigenden Menge Marihuana verurteilt. Das Ausmass des verschuldeten Erfolgs wiegt mit Blick auf die gehandelten Mengen und den damit erzielten Erlös noch leicht.”
Gesamtmenge und die koordiniert erscheinende Vorgehensweise können als Indizien für ein organisiertes oder berufsmässig ausgerichtetes Handeln gewertet werden. Für die Qualifikation als Bande ist daneben relevant, dass die Beteiligten sich der Existenz und dem Zweck der Bande bewusst sind und die jeweilige Rolle der Beteiligten berücksichtigt wird.
“La mention de la bande a cependant le mérite de mettre l'accent sur l'association des deux prévenus – neveu et oncle – et le rôle paritaire joué par M.________ dans cette bande familiale. Le métier aurait aussi pu être retenu, les sommes trouvées en possession des deux hommes et confisquées totalisant 14'160 fr., soit plus que le seuil jurisprudentiel du gain important de 10'000 fr., ce montant comprenant notamment deux lots de coupures, respectivement de 6'250 fr. et de 6'650 fr., dissimulés dans les deux valises disposées dans le logement des deux hommes (P. 61 p. 17), appartenant à l'un et à l'autre (PV aud. 2 p. 3). A l'inverse des premiers juges, il faut exclure un concours réel. En effet, s'il y a bien pluralité d'actes de trafic, ils relèvent d'une unité de but et l'ensemble des actes punissables ne forment qu'une infraction, la pluralité constituant un indice de l'intensité de la volonté criminelle (ATF 110 IV 100 consid. 3 ; Corboz, Les infractions en droit suisse, volume II, 3e éd., Berne 2010, p. 912 et 913, n. 67 ad art. 19 LStup et p. 932 n. 145 ad art. 19 LStup). Pour le reste, l'appréciation de la culpabilité en première instance est bien fondée. Il s'agit d'un criminel professionnel, déjà condamné en Serbie, et qui est venu en Suisse avec son oncle dans l'objectif exclusif de mener à bien une entreprise criminelle. Il a joué un rôle de grossiste et de distributeur dans le canton. Il s'est comporté en criminel organisé et précautionneux. Ses aveux partiels n'étaient dictés que par l'impossibilité de nier plus avant au vu des preuves réunies par les enquêteurs. Il n'a pas collaboré en livrant des informations utiles au démantèlement du trafic, mais il a notamment tenté de protéger son oncle et d'autres criminels. Ses excuses ne sont que de façade. A cet égard, la conversation qu'il a eue avec un de ses frères le 21 mai 2020, où il n'exprime aucun remord, est illustrative (P. 38). La prise de conscience s'avère inexistante. Au vu de ce qui précède, la peine privative de liberté de 4,5 ans prononcée par les premiers juges est adéquate et sera donc confirmée.”
“Il faut que l’auteur aspire à obtenir des revenus relativement réguliers représentant un apport notable au financement de son genre de vie et qu’il se soit ainsi, d’une certaine façon, installé dans la délinquance (ATF 129 IV 253 cons. 2.1). Sont importants un chiffre d’affaires de 100'000 francs (ATF 129 IV 188 cons. 3.1) et un gain de 10'000 francs (ATF 129 IV 253 cons. 2.2). La circonstance aggravante du métier ne peut être appliquée que si le chiffre d’affaires ou le gain a été effectivement réalisé ; les quantités et type de drogue vendue doivent être établis, de même que le bénéfice effectivement réalisé (arrêt du TF du 18.03.2022 [6B_738/2021] cons. 2.5, cité par Grodecki/Jeanneret, op. cit., n. 94 ad art. 19 LStup). b.e) Lorsque le juge constate un motif pour lequel le cas doit être qualifié de grave, il ne doit pas rechercher s’il en existerait un autre, le cadre légal ne devant pas être déplacé davantage vers le haut. Ce sera seulement au moment de la fixation de la peine, dans le cadre extrêmement large fixé par l’article 19 al. 2 LStup, que le juge tiendra compte de toutes les circonstances importantes pour apprécier la gravité de la faute commise (Corboz, op. cit., n. 112 à 115 ad art. 19 LStup). c.a) Au niveau subjectif, l’article 19 al. 1 et 2 LStup est une infraction intentionnelle, le dol éventuel étant toutefois suffisant (ATF 126 IV 198 cons. 2 et Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3e éd., 2016, n. 201 ad art. 19 LStup et les réf. cit.). c.b) Pour ce qui a trait à la circonstance aggravante de la bande (cf. l’arrêt précité [6B_281/2022] cons. 1.2 et les réf. cit.), l'auteur doit être conscient de l'existence et du but de la bande. Son intention doit englober les éléments constitutifs de l'infraction en bande pour justifier cette qualification. Un acte commis en bande ne doit être admis que si l'auteur avait la volonté de commettre une pluralité d'infractions avec ses comparses. c.c) Selon la jurisprudence (arrêt du TF du 27.08.2021 [6B_627/2021] cons. 2.2 et les réf. cit.), il y a dol éventuel lorsque l'auteur tient pour possible la réalisation de l'infraction et l'accepte au cas où celle-ci se produirait, même s'il ne le souhaite pas (art. 12 al. 2 CP). 7.”
Die Rechtsprechung des Bundesgerichts geht bei Heroin von einer Reinmenge von rund 12 g (reiner Wirkstoff) aus; ab dieser Menge wird regelmässig die Gefährdung der Gesundheit vieler Personen im Sinne des verschärfenden Tatbestands von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG angenommen.
“Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. Auf der subjektiven Seite ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei einer Heroinmenge von 12 Gramm vor, wobei die Menge des reinen Stoffs entscheidend ist (BGE 145 IV 312, Regeste und E.”
“Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. Auf der subjektiven Seite ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei einer Heroinmenge von 12 Gramm vor, wobei die Menge des reinen Stoffs entscheidend ist (BGE 145 IV 312, Regeste und E. 2.1.1 und 2.1.3, 138 IV 100 E. 3.2, 120 IV 334 E. 2a, 109 IV 143 E.”
“C’est donc une quantité totale d’héroïne pure de 20.88 grammes qui doit être retenue. 2.2. Le prévenu conteste l’application de la circonstance aggravante de l’art. 19 al. 2 let. a LStup. Il se prévaut notamment de l’ATF 120 IV 334. Il soutient qu’il n’est pas établi que la santé de nombreuses personnes (au moins 20) a pu être mise en danger dès lors qu’il s’est limité à remettre de la drogue à un nombre restreint de consommateurs, bien inférieur à 20, et que la drogue a été consommée en très grande partie sur place. 2.2.1. Selon la jurisprudence, l'existence d'un cas aggravé au sens de l'art. 19 al. 2 let. a LStup doit être appréciée au regard de la mise en danger, directe ou indirecte, de la santé de nombreuses personnes. La quantité de stupéfiants en cause constitue à cet égard un élément central d'appréciation, même si d'autres critères sont également susceptibles d'être pris en considération, tels les risques liés à une drogue particulièrement pure ou à un mélange dangereux (ATF 145 IV 312). Au niveau subjectif, l’art. 19 al. 1 LStup est une infraction intentionnelle, le dol éventuel étant toutefois suffisant (ATF 126 IV 198 consid. 2). L’intention doit porter sur tous les éléments constitutifs de l’infraction. L’auteur doit adopter volontairement le comportement prohibé et savoir que des stupéfiants sont en cause et qu’il n’est pas au bénéfice de l’une des autorisations prévues par la loi (art. 3e, 4 al. 1, 5 al. 1, 7 al. 1, 8 al. 5, et 9 à 14a LStup). S’agissant du cas grave de l’art. 19 al. 2 let. a LStup, l’auteur doit savoir ou accepter que l’infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la vie de nombreuses personnes, le dol éventuel étant toutefois suffisant (Fingerhuth/ Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3e éd. 2016, art. 19 LStup n° 201). Comme l’a exposé le jugement attaqué, de jurisprudence constante, une quantité dès 12 grammes d’héroïne pure est suffisante pour justifier le cas grave de l’art. 19 al. 2 let. a LStup (cf. ATF 109 IV 143). La volonté de l'auteur de s'enrichir ou d'enrichir un tiers est sans pertinence, dès lors que la quantité d'héroïne trafiquée permet à elle seule de retenir le cas grave au sens de l'art.”
“2 de la Convention de sauvegarde des droits de l’homme et des libertés fondamentales (CEDH), ainsi que par son corollaire, le principe in dubio pro reo, concernent tant le fardeau de la preuve que l'appréciation des preuves au sens large. En tant que règle sur le fardeau de la preuve, elle signifie, au stade du jugement, que le fardeau de la preuve incombe à l'accusation et que le doute doit profiter au prévenu. Comme règle d'appréciation des preuves, la présomption d'innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait. Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 134 IV 154 consid. 1.1 et les références citées). 2.1.2. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire celui qui notamment, sans droit, transporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b). L'art. 19 al. 2 LStup prévoit les cas aggravés pour lesquels une peine privative de liberté d'un an au moins doit être prononcée. Il réprime le comportement de l'auteur qui sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (let. a). En matière d'héroïne, le cas est grave à partir de 12 grammes de drogue pure (ATF 145 IV 312 consid. 2.1.1). La formulation de l'art. 19 al. 2 LStup contient, notamment, une condition subjective, soit le fait que l'auteur sache ou ne puisse ignorer qu'il transporte ou passe en transit des stupéfiants pouvant mettre en danger la santé de nombreuses personnes (ATF 145 IV 312 consid. 2.1.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_894/2020 du 26 novembre 2020 consid. 1.1 ; 6B_1428/2019 du 5 février 2020 consid. 1.1.2).”
“Son casier judiciaire suisse ne comporte aucune inscription mais les autorités lettonnes ont signalé 17 condamnations en Lettonie et une au Royaume-Uni entre 2011 et 2019, pour des vols, brigandages, résistance à un représentant de l'autorité et dommages à la propriété. A______ indique avoir été incarcéré mais comme mineur, quand il avait 16 ans. E. Me C______, défenseur d'office de A______, dépose un état de frais pour la procédure d'appel, facturant, sous des libellés divers, 16 heures et 35 minutes d'activité de stagiaire, dont 25 minutes pour l'annonce d'appel et une heure pour la déclaration d'appel et plus de 11 heures de préparation de l'audience ainsi que 20 minutes d'activité de chef d'Etude hors débats d'appel, qui ont duré une heure. EN DROIT : 1. L'appel est recevable pour avoir été interjeté et motivé selon la forme et dans les délais prescrits (art. 398 et 399 du code de procédure pénale [CPP]). La Chambre limite son examen aux violations décrites dans l'acte d'appel (art. 404 al. 1 CPP), sauf en cas de décisions illégales ou inéquitables (art. 404 al. 2 CPP). 2. 2.1.1. L'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup est punie d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. L'alinéa 2 prévoit, pour les cas aggravés, une peine privative de liberté d'un an au moins. Il en va notamment ainsi de l'auteur qui sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (let. a). Cette formulation contient une condition objective (la mise en danger, directe ou indirecte, de la vie de nombreuses personnes) et une condition subjective (le fait que l'auteur le sache ou ne puisse l'ignorer). Les deux conditions sont cumulatives : l'intention de l'auteur (y compris le dol éventuel) ne peut suppléer l'absence de la condition objective. S'agissant d'héroïne, l'aggravante est réalisée lorsque la quantité est de 12 grammes de substance pure (arrêt du Tribunal fédéral 6B_504/2019 du 29 juillet 2019 consid. 2.1.1). 2.1.2. Selon l'art. 47 du code pénal suisse (CP), le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur.”
Bei erheblichem Plantagenbefund und hinreichendem Tatverdacht kann die Bedeutung der Straftat grundsätzlich die Entsiegelung und Durchsuchung eines sichergestellten Mobiltelefons zwecks Auswertung rechtfertigen.
“Die Vorinstanz erwägt in diesem Zusammenhang Folgendes: Es bestehe der hinreichende Verdacht, dass der Beschwerdeführer sich eines Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG (Anbau von Betäubungsmitteln) schuldig gemacht habe. Anlässlich der polizeilichen Durchsuchung eines vom Beschwerdeführer gemieteten Raumes, bei der er angehalten worden sei, seien unter anderem 308 Marihuanapflanzen sowie einschlägige Lampen, Filteranlagen und Ventilatoren sichergestellt worden. Er habe ausgesagt, die Hanfstecklinge angepflanzt und geplant zu haben, das gewonnene Marihuana bzw. Cannabis zu ernten und "zum Rauchen" zu verkaufen. Der Beschwerdeführer bestreitet den hinreichenden Tatverdacht ausdrücklich nicht (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO). Es wird ihm vorgeworfen, erhebliche Mengen Marihuana angebaut zu haben in der Absicht, diese zu ernten und an Dritte zu verkaufen. Die gesetzliche Strafdrohung umfasst eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG). Die Ansicht der Vorinstanz, die Bedeutung der untersuchten Straftat rechtfertige grundsätzlich die Entsiegelung und Durchsuchung des beim Beschwerdeführer sichergestellten Mobiltelefons, hält vor dem Bundesrecht (Art. 197 Abs. 1 lit. d StPO) stand.”
Art. 19 Abs. 4 ist nach der Rechtsprechung als lex specialis zu verstehen. Die Bestimmung gehört zur Kompetenz de remplacement und schliesst die Anwendung der allgemeinen Bestimmungen über die Delegation der Verfolgung nach Art. 85 EIMP aus, wenn die Tat im Ausland begangen wurde, der Täter sich in der Schweiz befindet und nicht ausgeliefert wird.
“Il s’agit donc incontestablement d’un cas grave au sens de l’art. 19 al. 2 let. a LStup (ATF 145 IV 312 consid. 2.1.1 ; ATF 138 IV 100 consid. 3.2 ; ATF 109 IV 143 consid. 3b ; TF 6B_281/2022 du 8 juin 2022 consid. 1.2). 9. 9.1 Les appelants soutiennent qu’une partie des faits qui leur sont reprochés violerait le principe d’extranéité en ne respectant pas les conditions de l’art. 19 al. 4 LStup. L’appelant O.________ soutient ainsi que les faits qui lui sont reprochés aux cas 3 et 7 de l’acte d’accusation n’auraient pas été commis en Suisse et ne s’y seraient pas non plus matérialisés par des résultats. L’appelant I.________ argue quant à lui que lors des faits qui se sont déroulés avant le 21 juillet 2022, puis entre le 8 août et le 13 septembre 2022 (cas 1.6 et 2 à 8) il se trouvait à l’étranger, le plus souvent aux Pays-Bas, pays dans lequel il avait alors sa résidence habituelle, et exceptionnellement en Espagne. 9.2 Conformément à l'art. 19 al. 4 LStup, l'auteur d'une infraction commise à l'étranger, appréhendé en Suisse et qui n'est pas extradé, est passible des peines prévues aux al. 1 et 2 si l'acte est réprimé dans le pays où il l'a perpétré ; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP ; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art.”
“Selon l'art. 19 al. 4 LStup, est également punissable en vertu des al. 1 et 2 celui qui commet l'acte à l'étranger, se trouve en Suisse et n'est pas extradé, pour autant que l'acte soit également punissable dans le pays où il a été commis; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du CP. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid.”
Das Betreiben des Handels aus der eigenen Wohnung kann ein Indiz für eine tiefere Hierarchiestufe und damit mildernde Umstände im Rahmen von Art. 19 Abs. 3 BetmG sein.
“Tatkomponenten Bezüglich E____ hat einzig die Staatsanwaltschaft Berufung erhoben. Für den nun eingetretenen Fall der Bestätigung der Schuldsprüche und Drogenmengen macht die Staatsanwaltschaft geltend, selbst bei dieser Ausganglage müsste E____ nach der Tabelle von [...] 2 ¾ Jahren Freiheitsstrafe ausgesprochen erhalten. Nicht gefolgt werden könne der Vorinstanz, wenn diese E____ attestiere, sie sei dadurch, dass sie aus dem eigenen Logis heraus verkauft habe, ein gewisses Risiko eingegangen. Vielmehr sieht die Staatsanwaltschaft darin Bequemlichkeit, zumal ihr Logis an der V-Strasse [...] in Basel die perfekte Tarnung geboten habe, sei dieses doch als bekanntes Etablissement im Rotlicht- und Spielautomatenmilieu bekannt und dergestalt auch von anderen Personen frequentiert worden. Sodann gelte auch sie als Konsumentin, jedoch nicht in dem Ausmass, wie vom Strafgericht angenommen und von Art. 19 Abs. 3 BetmG erfasst. E____ ist wegen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz (grosse Gesundheitsgefährdung, Bandenmässigkeit) schuldig zu sprechen. Ausgangspunkt für das Tatverschulden von C____ ist der Handel mit rund 240 Gramm reinem Crystal Meth. Mit dieser Gesamtmenge ist der vom Bundesgericht vorgegebene qualifizierende Grenzwert um ein Vielfaches überschritten worden. E____ handelte zudem in der Zeit, in welcher sie mit C____ in der Wohnung an der V-Strasse [...] logierte und die beiden gemeinsam Abnehmer belieferten, gemäss den unangefochten gebliebenen und zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz bandenmässig, was straferhöhend ins Gewicht fällt. Es war eine gleichrangige Zusammenarbeit, von der beide profitierten und die den Handel lukrativer machte, was eben gerade die Gefährlichkeit des bandenmässigen Zusammenwirkens ausmacht. Dass E____ den Handel aus ihrer Wohnung heraus betrieb und somit einen Teil ihrer Privatsphäre einbüsste, zeugt allerdings eher davon, dass sie sich im Gesamtgefüge des Crystal Meth Handels auf einer tieferen Hierarchiestufe befand.”
Eine fakultative Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 BetmG kann trotz bereits getroffener Vorbereitungen abgelehnt werden, wenn kein mildernder Umstand vorliegt. Das blosse Treffen von Anstalten (gem. Art. 19 Abs. 1 lit. g) begründet nicht automatisch eine Strafmilderung, sofern dem Verhalten kein für eine Milderung sprechender Bezug zu entnehmen ist.
“Damit kann sich die auszusprechende Strafe nicht mehr unmittelbar an der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestgrenze von ei- nem Jahr bewegen. Immerhin ist zu seinen Gunsten davon auszugehen, dass der Beschuldigte das Kokain aus reiner Gefälligkeit gegenüber D._____ vermittelte, ohne davon finanziell selbst zu profitieren. Daran ändert wenig, dass ihm D._____ vielleicht eine kleine Portion zum gemeinsamen Konsum vor Ort geschenkt hätte. Aufgrund der Menge von über 60 Gramm und des sehr hohen reinen Wirkstoffge- haltes nahm der Beschuldigte in Kauf, dass D._____ einen Teil veräussert hätte, allenfalls vorgängig auch gestreckt hätte. Daran ändert nichts, wenn er davon ausging, dass D._____ einen Teil selbst konsumiert hätte. Auch aus diesem Grund bleibt es – wie bereits ausgeführt – bei der Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG. Eine Strafe im Bereich von 15 Monaten für das noch leichte Tat- verschulden ist angemessen. Die Verteidigung bringt vor, Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG sehe bei einer Verurteilung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG (Anstalten treffen) ausdrücklich eine fa- kultative Strafmilderung vor. Eine Abweichung von dieser Kannvorschrift sei ge- mäss Lehre zu begründen (Urk. 103 S. 30). Nachdem der Beschuldigte alles nach seiner Vorstellung Notwendige unternommen hat, um den Drogendeal zu organi- si eren und durchzuführen, ist es nicht sein Verdienst, dass dieser nicht zum ord- - 13 - nungsgemässen Abschluss gekommen ist. Entsprechend ist eine Strafmilderung vorliegend nicht angezeigt. Den Akten ist nicht zu entnehmen, dass die Vermittlungshandlung des Beschul- digten in irgendeinem Zusammenhang mit seiner Alkoholsucht oder Persönlich- keitsstörung stand. Deshalb kann auch – entgegen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 103 S. 30) – nicht von einer verminderten Schuldfähigkeit ausgegangen werden. Die Verteidigung wendet sodann ein, dass die Vorinstanz das Geständ- nis des Beschuldigten nicht berücksichtigt oder zumindest nicht erwähnt habe (Urk.”
Nach dem zitierten Entscheid erfüllt das Angebot und der Versand von Betäubungsmitteln aus dem Ausland an Empfänger mit Wohnsitz in der Schweiz den objektiven Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. f BetmG (vgl. Quelle 0). Wird die Ausführung oder Weiterleitung solcher Lieferungen von der Schweiz aus gesteuert, kommt nach dem Entscheid Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG zur Anwendung (vgl. Quelle 1).
“Damit steht fest, dass der Be- schuldigte während des Deliktszeitraums Kratomprodukte an potentielle Abneh- mer mit Wohnsitz in der Schweiz zum Kauf anbot, samt Versand ab Deutschland an die jeweiligen Empfängeradressen (vgl. Urk. 6/8 S. 2 f.). Auf diese Weise teilte der Beschuldigte einem unbestimmten Personenkreis in der Schweiz mit, dass - 28 - über die Online Shops seiner Internetseiten Betäubungsmittel erworben werden können. Daran ändert nichts, dass der Beschuldigte zu einem unbekannten Zeit- punkt zwischen dem 6. Oktober 2017 und dem 13. November 2017 auf <www.B._____.ch> einen Hinweis auf die geänderte Gesetzeslage in der Schweiz betreffend Mitragynin aufschaltete, da er sein Angebot im entsprechen- den Online Shop nicht zeitgleich anpasste. Vielmehr konnten nach wie vor Pro- duktangebote betreffend Kratom über diese Webseite aufgerufen werden und be- liebige Personen mit Wohnsitz in der Schweiz konnten entsprechende Bestellun- gen samt Lieferung an ihre Wohnadressen aufgeben. Der objektive Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. f BetmG ist damit erfüllt.”
“ch> oder <www.C._____.de> an die jeweiligen Abnehmer zu verschicken. So veran- lasste der Beschuldigte, dass ihm Lieferungen von Mitragyna speciosa u.a. an die Niederlassung der D._____ GmbH in E._____ (DE) zugestellt und nicht (mehr) in die Schweiz geliefert wurden (Urk. 4/11+12; Urk. 3/1 F/A 47 f.). Weiter sorgte er dafür, dass sämtliche Bestellungen, die zwischen dem 7. November 2017 und dem 4. April 2018 über die beiden Webseiten eingingen, automatisch an die D._____ GmbH weitergeleitet wurden. Schliesslich beauftragte er diese Gesell- schaft mit der Vornahme des Postversands von Kratomprodukten an Empfänger mit Wohnsitz in der Schweiz (Urk. 1/9 F/A 51; Urk. 3/1 F/A 46, 52, 65). Diese Vor- kehrungen traf der Beschuldigte von der Schweiz aus. Dem Einwand der Vertei- digung, wonach sich die tatbestandsmässigen Handlungen des Beschuldigten in Deutschland ereignet hätten, ist deshalb nicht zu folgen. Vielmehr kommt Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG vorliegend zur Anwendung. Der objektive Tatbestand dieser Bestimmung ist erfüllt.”
Wer gleichzeitig mehrere verschiedene Betäubungsmittel verkauft, begründet wegen Tateinheit grundsätzlich nur eine einzige Widerhandlung (es entsteht keine Konkurrenz). Soweit es um die Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a geht, kann bei einer dauernden Handelstätigkeit die Menge verschiedener Stoffe zusammengezählt werden; die Zusammenrechnung gilt auch für verschiedenartige Betäubungsmittel und ist zu prüfen, ob dadurch die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr gebracht wurde.
“Werden gleichzeitig mehrere verschiedene Betäubungsmittel wie Heroin oder Kokain verkauft, liegt aufgrund der Tateinheit nur eine Widerhandlung vor und es wird keine Konkurrenz begründet (BSK BetmG-Hug-Beeli, 2016, Art. 19 N 162). Weiterhin ist die Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG gegeben, wenn jemand gleichzeitig mehrere Päckchen mit bloss geringen Quantitäten von Betäubungsmitteln verkauft, die Gesamtmenge aber die Grenzwerte der Rechtsprechung zu Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG überschreitet. Dies gilt, wie bereits die Vorinstanz ausgeführt hat, auch dann, wenn sich die Widerhandlung auf verschiedenartige Betäubungsmittel bezieht. Verkauft mithin ein Täter bspw. Kokain und Heroin, fällt die Anwendung von Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG nicht schon dann weg, wenn die einzelnen der verkauften Betäubungsmittel für sich separat die Grenzwerte zum qualifizierten Fall nicht erreichen. Vielmehr ist zu prüfen, ob mit dem Verkauf der verschiedenartigen Betäubungsmittel zusammen die Gesundheit vieler Menschen i.S. der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in Gefahr gebracht wurde (Schlegel/Jucker, a.a.O., N 195 zu Art. 19 BetmG mit Hinweis auf Hug-Beeli, Kommentar zum Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe, 2016, N 876 f. zu Art. 19). Das Gesagte erlaubt es, die Mengen zusammenzuzählen, die jemand durch eine dauernde Handelstätigkeit umsetzt: Wer dauernd Betäubungsmittel entgegennimmt und weiter vertreibt, kann sich wohl kaum darauf berufen, sich jeden Tag wieder neu für seine Tätigkeit entschieden und sie immer wieder frisch in Angriff genommen zu haben. Beim eher unregelmässigen Gelegenheitshändler kommt eine solche Zusammenfassung indes nicht in Betracht (Fiolka, in: Die revidierten Strafbestimmungen des BetmG, Aktuelle juristische Praxis [AJP] 2011, S. 1278). So scheidet eine Zusammenrechnung mangels einheitlichen Willensakts (aufgrund des immer wieder neu zu fassenden Vorsatzes) z.B. dann aus, wenn der Täter im Abstand von mehreren Monaten auf Bestellung von Kollegen immer einmal wieder kleinere Mengen an Betäubungsmitteln kauft und für Partys ausliefert (Schlegel/Jucker, a.a.”
Nach der in der zitierten Entscheidung vertretenen Auffassung (unter Verweis auf CORBOZ) kommt Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG nur zur Anwendung, wenn die Tathandlungen eines Abhängigen ausschliesslich der Finanzierung des eigenen Konsums dienten. Betrug die Delinquenz zudem der Finanzierung von Lebensunterhalt oder sonstigen Zwecken, wurde eine fakultative Strafmilderung nach dieser Bestimmung nicht gewährt.
“Im Rahmen der subjektiven Tatschwere berücksichtigt die Vorinstanz das direktvorsätzliche Vorgehen. Dieses fällt straferhöhend aus. Zudem macht die Vorinstanz in Anlehnung an HUG-BEELI (a.a.O., N. 1165 ff. zu Art. 19 BetmG) Erwägungen zum Strafmilderungsgrund von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG und Art. 19 Abs. 2 StGB. Die Suchtproblematik des Beschuldigten (vgl. die ärztlichen Zeugnisse von Dr. med. B._____ vom 12. März 2020 und 3. Juni 2020, Urk. 49/1- 2) sei im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB leicht strafmindernd zu werten. Eine wei- tere fakultative Strafmilderung im Sinne von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG komme nicht in Frage, nachdem der Beschuldigte mit der Delinquenz nicht nur seine Sucht, sondern auch einen Teil seines Lebensunterhalts finanziert habe. Die feh- lende Reue sei neutral zu gewichten (Urk. 61 S. 20 ff.). Diese Erwägungen kön- nen übernommen werden. Insbesondere verzichtet die Vorinstanz entgegen der Argumentation der Verteidigung mit zutreffender Begründung auf eine weitere fa- - 21 - kultative Strafmilderung im Sinne von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG (Urk. 61 S. 21 f. und Urk. 83 S. 8). Nach C ORBOZ gelangt Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG nur zur Anwendung, wenn die Tathandlungen des von Betäubungsmitteln Abhängigen ausschliesslich der Finanzierung des eigenen Konsums dienten (CORBOZ, a.a.O., N. 117 zu Art. 19 BetmG; a.M. PETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19-28l BetmG], 3. Aufl. 2016, N. 283 ff. zu Art. 19 BetmG, wonach es ausreicht, wenn die Finanzierung der eigenen Sucht das vor- herrschende, nicht aber das einzige Handlungsziel des Täters sei).”
Die in Art. 19 Abs. 1 BetmG genannten Tatbestandsvarianten (z. B. Anbau, Ein- fuhr, Veräusserung, Besitz, Finanzierung) stellen jeweils eigenständige, strafbare Verhaltensweisen dar. Art. 19 Abs. 1 listet somit mehrere für sich verfolg- bare Tatbestände auf; verschiedene der aufgezählten Handlungen können daher unabhängig voneinander festgestellt und strafrechtlich verfolgt werden.
“L'infraction doit porter sur un objet corporel, mobilier ou immobilier, appartenant à autrui. L'atteinte peut consister à détruire ou à altérer la chose. L'auteur se rend coupable de dommages à la propriété dès qu'il cause un changement de l'état de la chose qui n'est pas immédiatement réversible sans frais ni effort et qui porte atteinte à un intérêt légitime (ATF 128 IV 250 consid. 2 p. 252 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_77/2017 du 16 janvier 2018 consid. 2.1 ; 6B_348/2012 du 24 octobre 2012 consid. 2.2). 2.4. À teneur de l’art. 19 al. 1 let. c et d LStup, est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce et celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière. L'art. 19 LStup ne réprime pas une infraction unique de « trafic de stupéfiants » réalisée par les différents comportements visés par cette disposition (art. 19 al. 1 LStup), qui pourraient être reprochés à un auteur sur une période donnée. Cette norme énumère au contraire de nombreux actes constituant chacun un état de fait poursuivi pour lui-même (ATF 133 IV 187 consid. 3.2 p. 192 ss ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_704/2012 du 3 avril 2013 consid. 1.2). Il n'en va pas différemment de la répétition d'un même comportement réprimé (par exemple la vente réitérée à la même personne). 2.5. Selon l’art. 19bis LStup, celui qui, sans indication médicale, propose, remet ou rend accessible de toute autre manière des stupéfiants à une personne de moins de 18 ans est puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire. Cette norme pénale, entrée en vigueur le 1er juillet 2011, est une lex specialis par rapport à l'art. 136 CP et vise à renforcer la répression contre les fournisseurs de drogues aux jeunes. Par rapport à l'art. 136 CP, l'âge de protection a été relevé à 18 ans et la quantité de stupéfiants remise n'est pas prise en compte (arrêt du Tribunal fédéral 6B_687/2019 du 9 septembre 2019).”
“Subsumtion Haupttat 2.2.1.In objektiver Hinsicht handelte es sich gemäss erstelltem Sachverhalt bei Cannabis mit einem durchschnittlichen THC-Gehalt von über 1% um ein Betäu- bungsmittel gemäss Art. 2 lit. a BetmG, das weder angebaut, eingeführt, hergestellt noch in Verkehr gebracht werden darf (Art. 8 Abs. 1 lit. d BetmG). Hinsichtlich der erfüllten Tathandlungen baute der Mitbeschuldigte E._____ als Haupttäter das Cannabis an (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG), er veräusserte es (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), besass es (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) und finanzierte mittels der inves- tierten Fr. 376'800.– die Produktion der Betäubungsmittel (Art. 19 Abs. 1 lit. e BetmG), wobei letzteres bezüglich des Beschuldigten nicht relevant ist. Der objek- tive Tatbestand gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a, c, d und e BetmG der Haupttat ist somit erfüllt. 2.2.2.In subjektiver Hinsicht handelte der Mitbeschuldigte E._____ wissent- lich, willentlich und somit vorsätzlich. Der Tatbestand der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c, d und e BetmG als Haupttat ist dementsprechend erfüllt. 2.2.3.Der Mitbeschuldigte E._____ verwendete den aus dem Betäubungsmit- telhandel erwirtschafteten Gewinn für seinen Lebensunterhalt, wobei er nach eige- nen Angaben durchaus in einem gewissen Luxus lebte, indem er seiner Familie teure Ferien und gutes Essen finanzieren sowie seiner Ehefrau und einem seiner Söhne eine Ausbildung bezahlen konnte.”
“Durch die Weitergabe von Kokain an C._____, D._____, I._____, H._____ und an einen unbekannten Abnehmer machte sich der Beschuldigte oh- ne Weiteres der Tatbestandsvariante von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG strafbar. Ausserdem erfüllte er durch die Aufbewahrung von Kokain in seinem Bastelraum und den Besitz von rund 20 Gramm Kokaingemisch zum Zeitpunkt seiner Verhaf- tung auch die Tatbestandsvariante von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. Mit der Koor- dination der Einfuhr eines Kilogramm Kokaingemischs von Deutschland in die Schweiz machte er sich schliesslich der Tatbestandsvariante von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG strafbar. - 48 -”
Das Zurverfügungstellen von Wohnung oder Fahrzeug kann — insbesondere bei Ermöglichung erheblicher Abwicklung, Lagerung oder Vorbereitung grösserer Mengen — kausal zur Haupttat beitragen und die Abgrenzung zur Mittäterschaft berühren; die Rechtsprechung hat dies in Fällen mit umfangreichem Handel in der bereitgestellten Wohnung anerkannt. Demgegenüber werden vertragliche Pflichten oder gewöhnliche Alltagshandlungen (z. B. Vermietung zu üblichen Konditionen) in der Lehre als Einschränkung der Gehilfenschaft angesehen; in solchen Fällen ist die Strafbarkeit enger zu prüfen.
“69-75), font état d’une activité de trafic soutenue lorsqu’il se trouvait dans l’appartement du prévenu, sans qu’il soit possible d’établir avec certitude quelle quantité a été vendue durant cette période. A défaut d’un logement sur place dans lequel X.________ pouvait organiser son trafic de manière autonome, notamment couper et préparer la drogue en boulettes, il lui aurait été beaucoup plus difficile d’écouler la drogue dans de telles quantités. La contribution causale à la réalisation de l’infraction est donc réalisée et il en va de même des autres éléments objectifs. A relever enfin que la présente affaire, en raison des quantités de drogue retrouvées chez le prévenu (120 grammes d’héroïne coupée et 52 grammes de cocaïne coupée, D. 7 ; D. 501-503) se situe à la limite de la coactivité, étant entendu que la jurisprudence du Tribunal fédéral avait considéré qu’un individu mettant son appartement à disposition pour stocker des stupéfiants devait être qualifié de coauteur et non de simple complice (ATF 119 IV 266 consid. 3 ; S. Grodecki, Y. Jeanneret, Petit commentaire de la LStup – disposition pénales, 2022, no 111 ad art. 19 LStup). Toutefois cette question doit demeurer ouverte en raison de l’interdiction de la reformatio in peius prévalant ici.”
“270) oder eine Garage zur Lagerung von Drogen zur Verfügung stellt (Urteil des Bundesgerichts 6P.110/2004 vom 21. Dezember 2004 E. I.2; Urteil des Obergerichts des Kantons Bern SK 20 182 vom 26. November 2021 E. 10.2: Zur-Verfügung-Stellung einer Wohnung als sicherer Hafen für Aufbewahrung, Verarbeitung und Vorbereitung zur Veräusserung). Auch der wissentliche mehrmalige Transport von Drogenläufern mit dem Taxi ist strafbar (Urteil des Bundesgerichts 6B_911/2009 vom 15. März 2010 E. 1.3) und das Chauffieren des Ehemanns kann ebenfalls darunterfallen, wenn die Fahrten sichtlich den alleinigen Zweck haben, Drogen abzuholen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1021/2013 vom 29. September 2014 E. 7). Die Lehre sieht bei der Erfüllung von vertraglichen Pflichten und bei sogenannten Alltagshandlungen wie etwa dem Vermieten einer Wohnung zu üblichen Konditionen verschiedene Einschränkungen der Strafbarkeit der Gehilfenschaft vor und verlangt zuweilen etwa direkten Vorsatz ersten Grades betreffend die Gehilfenschaft (Schlegel/Jucker, a.a.O., N 25 zu Art. 19 BetmG m.H.). Keine Rechtspflicht besteht gegenüber einem Wohnungspartner, diesem den Drogenhandel in der gemeinsamen Wohnung zu verbieten oder zu verhindern. Hingegen liegt zumindest gemäss Hug-Beeli Gehilfenschaft zu Betäubungsmittelhandel vor, wenn ein Wohnungsinhaber seine Wohnung Drittpersonen für illegale Betäubungsmittelhandlungen überlässt (Hug-Beeli, a.a.O., N 154 Art. 19 m.w.H.). Die Frage, inwieweit sogenannte «Alltagshandlungen» eines Gehilfen straflos sein sollen, hat das Bundesgericht zwar schon angeschnitten, aber jeweils offengelassen (so auch Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, SB170055 vom 14. August 2018 E. 6.4 mit Hinweis auf BGE 120 IV 265 E.2c/aa). Ergänzend sind als Beispiele das Zurverfügungstellen von Autos oder Wohnungen für den Drogenhandel oder das Durchführen von Fahrtdiensten zu erwähnen, wobei sogar die Mittäterschaft nicht ausgeschlossen ist (Hug-Beeli, a.a.O., N 456 zu Art.19 BetmG).”
“De cette manière, il a prêté son aide matérielle et logistique qui a été déterminante à la commission de l’infraction, sans directement préparer ou vendre la marchandise. En particulier, E.________ a pu écouler 400 grammes d’héroïne, soit 80 grammes purs, durant son séjour chez le prévenu, ce qui représente plus de 6 fois la quantité minimum du cas grave (12 grammes). A défaut d’un logement sur place dans lequel E.________ pouvait faire ce qu’il avait à faire de manière autonome, il lui aurait été beaucoup plus difficile d’écouler autant de marchandise. La contribution causale à la réalisation de l’infraction est donc réalisée et il en va de même des autres éléments objectifs. A relever d’ailleurs que la présente affaire se situe à la limite de la coactivité et qu’elle l’aurait peut-être même déjà franchie, étant entendu que la jurisprudence du Tribunal fédéral avait considéré qu’un individu mettant son appartement à disposition pour stocker des stupéfiants devait être qualifié de coauteur et non de simple complice (ATF 119 IV 266 consid. 3 ; S. Grodecki, Y. Jeanneret, Petit commentaire de la LStup – disposition pénales, 2022, no 111 ad art. 19 LStup). Toutefois cette question peut demeurer ouverte en raison de l’interdiction de la reformatio in peius qui prévaut dans la présente affaire.”
“Mengenmässig qualifizierte Widerhandlung gegen das BetmG durch Besitz und Veräussern Es ist erstellt, dass die Beschuldigte im Zeitraum 21.-28. Juli 2017 ein Paket mit ca. 10'000 Thaipillen in ihrer Wohnung in C.________ aufbewahrte und diese am 28. Juli 2017 S.________ überliess. Damit hat sie einerseits den Tatbestand des Besitzes im Sinne von Art. 19 Abs. 1 Bst. d BetmG erfüllt: Sie hat das Paket mit den Thaipillen auf Anweisung von Q.________ in ihre Wohnung raufgenommen. Sie wusste, was sich darin befand und konnte jederzeit darauf zu greifen. Durch das Überlassen an S.________ hat die Beschuldigte zudem auch den Tatbestand der Veräusserung gemäss Art. 19 Abs. 1 Bst. c BetmG erfüllt. Veräussern im Sinne des Tatbestands bedeutet die vorsätzliche Übertragung der Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3. Auflage, Zürich 2016, N 52 zu Art. 19 BetmG). Es ist deshalb unerheblich, ob die Beschuldigte das Paket mit den Thaipillen selber aus dem Kissen nahm und S.________ eigenhändig überreichte, oder ob er diese auf ihre Anweisung hin und in ihrem Beisein selber vom Schrank holte und aus dem Kissen nahm. So oder anders hat die Beschuldigte S.________ den Zutritt zu ihrer Wohnung verschafft, ihm den Aufbewahrungsort der Betäubungsmittel gezeigt, ihn aufgefordert, diese vom Schrank herunterzuholen und mitzunehmen und ihm dabei geholfen, diese in den Rucksack zu verpacken. Sie hat ihm dadurch wissentlich und willentlich die Verfügungsmacht über die Betäubungsmittel eingeräumt und damit den Tatbestand der Veräusserung erfüllt. Selbst wenn sie die Betäubungsmittel in der Gegenwart von S.________ nicht mehr angefasst hat, kann sie sich damit nicht aus der Verantwortung ziehen. Im fraglichen Paket befanden sich ca. 10'000 Thaipillen, ausmachend”
Die Abgabe oder Übergabe von Betäubungsmitteln an Dritte kann bereits in einmaliger Form den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 BetmG verwirklichen; dies gilt auch für unentgeltliche (gratis) Abgaben. Eine Ausnahme bildet die unentgeltliche Abgabe zum gemeinsamen und gleichzeitigen Konsum, die nach Art. 19b Abs. 1 BetmG straflos bleibt, sofern die Voraussetzungen dieser Bestimmung (insbesondere Unentgeltlichkeit) erfüllt sind.
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG macht sich strafbar, wer Betäu- bungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem anderen verschafft oder in Verkehr bringt. Der Tatbestand ist als abstraktes Gefährdungs- delikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt mit- hin generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf gera- ten oder allfälligen Konsumenten zugänglichgemacht werden. Lediglich derjenige, der Betäubungsmittel in geringfügiger Menge an Dritte abgibt, um den gemeinsa- men und gleichzeitigen Konsum zu ermöglichen, bleibt nach Art. 19b Abs. 1 BetmG straflos. Die Bestimmung kommt allerdings nur dann zur Anwendung, wenn die Abgabe überdies unentgeltlich erfolgt. Erfolgt eine Gegenleistung, fällt die Anwendung dieser Norm hingegen ausser Betracht. Was als Gegenleistung zu qualifizieren ist, wird in der Lehre überwiegend mit Zahlung eines Geldbetra- - 15 - ges, Übergabe anderer Vermögenswerte, Erbringen von Dienstleistungen oder Erlass von Schulden beschrieben (vgl.”
“Dès lors, ses dénégations, lesquelles sont globalement contradictoires, ne paraissent pas crédibles. De plus, il détenait, lors de son arrestation, un billet de CHF 50.-, soit la même coupure que l'acheteur avait remise à son fournisseur, et n'est pas parvenu à démontrer que l'argent provenait d'un emploi en France, ce qui est peu plausible vu la devise. 2.5.5. Les faits visés sous chiffre 1.2.a. de l'acte d'accusation sont établis et constitutifs de l'infraction à l'art. 19 al. 1 let. c et d LStup. L'appel sera rejeté sur ce point. 2.6.1. L'appelant ne conteste pas, à juste titre, qu'il était en possession de 2.3 grammes de cannabis lors son arrestation du 23 mars 2023. Il nie toutefois avoir eu l'intention de vendre cette drogue arguant principalement qu'elle devait être donnée à un tiers pour la fabrication de produits capillaires. 2.6.2. La remise à un tiers, y compris à titre gratuit (hors de l'hypothèse non réalisée de la consommation en commun de l'art. 19a al. 1 LStup) suffit à réaliser l'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup, de sorte que la condamnation paraît déjà justifiée à ce titre. 2.6.3. De surcroît, les explications de l'appelant quant à la finalité de la drogue n'apparaissent pas crédibles. Il a été interpellé ce soir-là, car il se livrait à du trafic de stupéfiants dans un lieu notoirement connu pour cela et n'a pas su apporter des explications constantes. Il a commencé par dire que la marchandise était destinée à un ami barbier, puis à ses cheveux, avant de préciser qu'il utiliserait en réalité le produit préparé par le premier. Quoi qu'il en soit, si le but avait réellement été de fabriquer un produit de beauté, il se serait procuré un dérivé légal, de l'huile de chanvre par exemple, et n'aurait pas risqué une double condamnation à ce motif. 2.6.4. La défense plaide encore, en vain, que le cannabis pouvait être destiné à la consommation personnelle de l'appelant. Or, force est de constater que cette thèse ne correspond pas aux déclarations du prévenu lequel soutient a minima depuis janvier 2023 avoir cessé toute consommation, d'autant qu'il a encore répété qu'il n'utilisait pas de drogue lors de l'arrestation du 23 mars 2023 (C-98).”
“Aufgrund des Gesagten ist der dringende Tatverdacht hinsichtlich der Betäubungsmitteldelikte sowohl wegen der Drogenübergabe am 21. November 2023 gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG als auch eines weitergehenden Drogenhandels im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG gegeben.”
“Nach dem Gesagten lässt sich im hier zu beurteilenden Fall demnach nicht erstellen, dass die Kokainabgaben durch den Beschuldigten gegen Entgelt erfolg- ten. In Anwendung von Art. 19b Abs. 1 BetmG bleibt sein Verhalten damit im Zu- sammenhang mit den beiden eingeklagten Betäubungsmittelabgaben straflos. Demzufolge ist er in diesem Punkt vom Anklagevorwurf des Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG freizusprechen. Soweit der Kokainkonsum selber strafbar ist, ist übrigens anzufügen, dass dies durch den erstinstanzlich ergange- nen und unbestritten gebliebenen Schuldspruch wegen mehrfacher Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG abgedeckt wird. - 16 -”
Art. 19 ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann bereits der Besitz bzw. das Lagern einer qualifizierten Menge harter Betäubungsmittel eine hinreichende abstrakte Gefährdung i.S.v. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG begründen, auch wenn die Substanzen noch nicht tatsächlich an Dritte abgegeben wurden.
“Folglich erlangte der Beschuldigte Besitz an den inkriminierten Sub- stanzen. 1.3.Unter Lagern wird gemeinhin das Aufbewahren zur späteren Verwendung, insbesondere zu Handelszwecken verstanden (OFK/BetmG-SCHLEGEL/JUCKER, BetmG 19 N 41; FIOLKA, AJP 2011, 1276). Dem Vorgang des Aufbewahrens der verschiedenen Substanzen (Bunkern von Betäubungsmittel und Streckmittel) im Lagerraum, im Sinne eines eigentlichen Vorrats mit der Bereitschaft, stets genug an Lager zu haben, kommt hier eigenständige Bedeutung zu, sodass über den blos- sen Besitz hinaus auch die Tatbestandsvariante von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG erfüllt wurde (a. M. die Verteidigung, vgl. Urk. 54 Rz II/1 f. S. 13). 1.4.Mit dem Drogenhandel im Allgemeinen und namentlich mit den Verkäufen von Kokaingemisch an D._____ und F._____ im Speziellen erfüllte der Beschul- digte klarerweise auch die Tatbestandsvariante des Veräusserns gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG. 1.5.Die Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG ist als abstraktes Gefähr- dungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3f). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelangt Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG auch zur Anwendung, wenn die (harte) Droge noch nicht an Dritte abgegeben wurde, aber zur Abgabe an Dritte bestimmt war. Bereits der Besitz einer qualifizierten Menge an harten Drogen kann eine ausreichende Gefährdung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG begründen (BGer 6B_1070/2018 vom 14. August 2019 E. 4.3.2; 6B_134/2021 vom 20. Juni 2020 E. 1.3.5). 1.6.Eine bandenmässige Tatbegehung (Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG) wirft die An- klage dem Beschuldigten nicht vor. Erstellt wurde jedoch, dass noch eine weitere Person mit dem Beschuldigten in massgebender Weise mitgewirkt hat (BGE 133 IV 82), nämlich der ominöse «Kollege G._____». Bei der Gewichtung des Tatver- schuldens wird im Rahmen der Strafzumessung insofern Rechnung zu tragen sein, - 30 - als es auf den Tatbeitrag bzw. die hierarchische Stellung des Beschuldigten an- kommt (vgl.”
“23) oder ob die abstrakte Gesundheits- gefährdung bereits beim Besitz von Betäubungsmitteln besteht (so GUSTAV HUG- - 24 - BEELI, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 2016, N. 1023 ff. zu Art. 19 BetmG; FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., N. 190 zu Art. 19 BetmG; vgl. auch Urteil 6S.115/1993 vom 10. September 1993 E. 4, nicht publ. in: BGE 119 IV 266). In einem wenig später ergangenen Entscheid hielt das Bundesgericht fest, dass Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG auch zur Anwendung gelangt, wenn die Droge noch nicht an Dritte abgegeben wurde, aber zur Abgabe an Dritte bestimmt war. Bereits der Besitz einer qualifizierten Drogenmenge kann eine ausreichende Gefährdung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG begründen (Urteil 6B_1070/2018 vom 14. August 2019 E. 4.3.2; Urteil 6B_134/2021 vom 20. Juni 2020 E. 1.3.5). Glei- ches bejahte es im selben Entscheid und unter Hinweis auf BGE 138 IV 100 E. 3.6 S. 106 sogar für den Fall, dass der Täter die Betäubungsmittel noch nicht einmal besitzt, sondern nur entsprechende Anstalten im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG trifft. Damit ist mit Blick auf die Rechtsnatur von Art. 19 Abs. 1 BetmG als abstraktes Gefährdungsdelikt der Besitz einer qualifizierten Drogenmenge als Ge- fährdung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG zu qualifizieren. CORBOZ verweist zu Recht auf den Gesetzeswortlaut ("mittelbar oder unmittelbar") und unterstreicht, es sei etwa ohne Bedeutung, wenn das Produkt noch umgewandelt werden müsse (CORBOZ, a.a.O., N. 79 zu Art. 19 BetmG). 1.4.Die relativ grosse Menge Kokain, welche sichergestellt wurde, war offen- sichtlich für Dritte bestimmt. 1.5.Der Beschuldigte erfüllte alle Merkmale eines gesetzlichen Straftat- bestands objektiv und subjektiv. Der Beschuldigte ist demnach schuldig zu sprechen der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG. 1.6.Überdies machte sich der Beschuldigte durch den Konsum einer Portion Marihuana der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art.”
Bei einer Verurteilung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG können gerichtliche Massnahmen wie eine ambulante therapeutische Behandlung und die Weisung zu regelmässigen Kontrollen der Drogenabstinenz angeordnet werden.
“________, und an einem unbekannten Ort; der Gewaltdarstellungen und der verbotenen Pornografie, mehrfach begangen bzw. festgestellt, am 19.09.2017 in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________; der Sachbeschädigung, begangen am 20.09.2017, zirka 09:00 Uhr, in H.________ (Ortschaft), I.________strasse, Regionalgefängnis, Wartezelle 00.020; der Widerhandlung gegen das Waffengesetz, mehrfach begangen bzw. festgestellt, am 19.09.2017 und früher, in H.________ (Ortschaft), F.________Strasse, Domizil A.________; der Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Fahren ohne Berechtigung, mehrfach begangen am 12.10.2017, zirka 15:10 Uhr und früher, in H.________ (Ortschaft), J.________strasse, und anderswo; am 02.11.2018, zirka 18:30/18:35 Uhr sowie früher und später, in H.________ (Ortschaft), K.________strasse, Tankstelle L.________ (Geschäft), und anderswo; und in Anwendung der Art. 34, Art. 40, Art. 47, Art. 49, Art. 51, Art. 63, Art. 135 Abs. 1bis, Art. 144, Art. 197 Abs. 5 Satz 1 StGB Art. 426 ff. StPO, Art. 19 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 19 Abs.1 BetmG und Art. 19 Abs. 1 BetmG Art. 33 Abs. 1 lit. a und Art. 34 Abs. 1 lit. e WG Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG verurteilt: Zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten. Die Polizei- und Untersuchungshaft von insgesamt 4 Tagen werden im Umfang von 4 Tagen auf die Freiheitsstrafe angerechnet. Es wird eine ambulante therapeutische Behandlung angeordnet. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zugunsten der Massnahme aufgeschoben. Zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu CHF 20.00, ausmachend total CHF 3'600.00. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 200.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung wird auf 2 Tage festgesetzt. Zu den auf den Schuldspruch entfallenden Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren von CHF 16'400.00 und Auslagen von CHF 29'289.30, insgesamt bestimmt auf CHF 45’689.30. [Zusammensetzung der Gebühren und Auslagen] IV. [Entschädigung amtliche Verteidigung] V. Weiter wird verfügt: Dem Beschuldigten wird, verbunden mit der ambulanten Massnahme, die Weisung erteilt, sich regelmässig, mindestens alle 2 Monate, einer Kontrolle der Drogenabstinenz zu unterziehen.”
Auch bei qualifiziertem Drogentrafik können bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafen zur Eintragung einer Ausweisung im Schengener Informationssystem (SIS) und zu daraus resultierenden Ausweisungsfolgen führen. Ob trotz einer solchen SIS‑Meldung ein Aufenthaltstitel erteilt wird, liegt in der Zuständigkeit bzw. im Ermessen des betreffenden Mitgliedstaats.
“Un ressortissant d'un État tiers peut en effet obtenir un titre de séjour d'un État Schengen si celui-ci considère, après consultation entre États, que l'inscription ne fait pas obstacle à l'octroi d'une telle autorisation, par exemple au titre du regroupement familial. Il importe néanmoins de procéder à l'inscription pour informer les États membres de l'existence d'une condamnation (arrêts du Tribunal fédéral 6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.3 et 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.2.5). Dans deux récents arrêts (6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.4 et 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.4.1), le Tribunal fédéral a confirmé les décisions cantonales d'inscrire dans le SIS l'expulsion des recourants d'une durée de cinq et huit ans, lesquels avaient été condamnés à 16 mois, respectivement 24 mois, de peine privative de liberté, avec sursis, pour infraction grave à la LStup (trafic et possession de cocaïne). Dans le premier arrêt cité, le Tribunal fédéral a considéré que les conditions étaient remplies compte tenu du trafic portant sur environ 35 grammes de chlorhydrate de cocaïne pure, de la peine menace de l'infraction qualifiée retenue, laquelle était d'une certaine gravité, et des antécédents spécifiques de la recourante (art. 19 al. 1 LStup). Dans le second arrêt, le Tribunal fédéral est arrivé à la même conclusion, alors que le recourant, ressortissant guinéen, qui s'était livré pendant plus de deux ans au trafic de cocaïne auprès de différents consommateurs, résidait de manière légale en Suisse depuis 2005 et était père de deux filles mineures, l'une de nationalité néerlandaise et l'autre guinéenne, domiciliée chacune dans leur pays respectif avec leur mère. Il appartenait en effet aux autorités néerlandaises de décider si, malgré le signalement de l'expulsion suisse dans le SIS, le recourant devait se voir délivrer une autorisation pour visiter sa fille. À ces deux occasions, le Tribunal fédéral a rappelé que le trafic de drogue qualifié pour des motifs purement pécuniaires était considéré comme une infraction grave, représentant une menace sérieuse pour l'ordre public (cf. ATF 139 I 145 consid. 2.5 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_932/2021 du 7 septembre 2022 consid. 1.8.4 ; 6B_834/2021 du 5 mai 2022 consid. 2.4.1). 3.”
Ein Anstaltentreffen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG kann bereits mit der Beschaffung von Geldmitteln im Inland für den Einkauf von Betäubungsmitteln im Ausland beginnen. Eine mengenmässig qualifizierte Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG kann auch in der Form eines solchen Anstaltentreffens begangen werden.
“Ist damit mit der Vorinstanz bereits gestützt auf den Inhalt der ausgetauschten Sprach- und Textnachrichten zwischen dem Beschwerdeführer und "B.________" von einem Anstaltentreffen auszugehen, braucht nicht weiter geprüft zu werden, ob (auch) die von der Vorinstanz angeführte Textnachricht zwischen dem Beschwerdeführer und C.________ (angefochtenes Urteil S. 14) für sich allein betrachtet ihrem äusseren Erscheinungsbild nach eine deliktische Bestimmung klar erkennen lassen würde oder ob sie einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte (Beschwerde S. 13). Die Vorinstanz konnte gestützt auf den weiteren Inhalt der ausgetauschten Sprach- und Textnachrichten zwischen dem Beschwerdeführer und "B.________" in Bezug auf die Textnachricht zwischen dem Beschwerdeführer und C.________ ohne Verletzung von Bundesrecht zum Schluss kommen, der Beschwerdeführer habe tatsächlich versucht, an Barmitteln zu kommen, um eine Vorausteilzahlung im Zusammenhang mit der vorgesehenen Drogenlieferung leisten zu können (angefochtenes Urteil S. 13). Anzumerken bleibt, dass ein Anstaltentreffen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG bereits bei der Geldmittelbeschaffung im Inland für den Einkauf von Betäubungsmitteln im Ausland beginnt (vgl. GUSTAV HUG-BEELI, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 2016, N. 381 zu Art. 19 BetmG). Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.”
“und Ziffer 3.2.n des Anklagesachverhalts A) und er traf einmalig Anstalten für eine Veräusserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG (Ziffer 3.2.m des Anklagesachverhalts A). Da diese Handlungen für sich alleine gesehen bei einem Reinheitsgehalt von 33.3% mit Ausnahme von Ziffer 3.2.m des Anklagesachverhalts A die Grenze zum schweren Fall nicht erreichen und in Bezug auf das Marihuana eine entsprechende Schwelle nicht besteht, ist der Be- schuldigte hierfür der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittel- - 27 - gesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG schuldig zu sprechen. In Bezug auf Ziffer 3.2.m des Anklagesachverhalts A wäre der Beschuldigte der qua- lifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen. Eine mengenmässig qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelge- setz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG kann selbst in der Form des Anstal- tentreffens nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG begangen werden (BGE 138 IV 100 E.”
“Vorgang 30/2 Gemäss erstelltem Sachverhalt traf B._____ erste Vorkehrungen, um im Auftrag des Beschuldigten zwecks Weiterverkaufs eine Kokainlieferung von ca. 1'000 Gramm oder zumindest ca. 500 Gramm Kokaingemisch zu organisieren (bei ei- nem statistischen Reinheitsgehalt von 69 % mithin ca. mindestens 345 bis 690 Gramm Reinsubstanzkokain), wobei es seitens des Beschuldigten lediglich bei Gesprächen über das genannte bevorstehende Kokaingeschäft blieb. Das objektive Tatverschulden ist im Rahmen einer qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG – trotz der erheblichen Kokainmenge – insbesondere da es sich bei diesem Tatvorwurf bloss um ein Anstaltentreffen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG handelt, noch leicht. In subjektiver Hinsicht ist festzuhalten, dass der Beschuldigte direktvor- sätzlich und aus rein finanziellen Motiven gehandelt hat. Das subjektive Tat- verschulden vermag das objektive nicht zu relativieren (vgl. Urk. 95 S. 32, m.H.). Wäre dieser Vorgang alleine zu beurteilen, wäre insbesondere aufgrund der Drogenmenge eine Einzelstrafe in Höhe von 28 Monaten Freiheitsstrafe ange- zeigt. Es rechtfertigt sich, die Einsatzstrafe für den Vorgang 30/2 in Anwendung des Asperationsprinzips um 5 Monate zu erhöhen. - 15 -”
Bei banden- oder organisationsmässigem Handeln sowie bei quantitativ oder umsatzmässig erheblichem Handel (insbesondere wenn qualifizierende Grenzwerte deutlich überschritten sind) kommt die fakultative Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 BetmG regelmässig nicht oder nur eingeschränkt zur Anwendung. Der bloss aus der eigenen Wohnung erfolgte Verkauf oder die Behauptung, als Konsument gehandelt zu haben, begründet die Milderung nicht automatisch.
“Tatkomponenten Bezüglich E____ hat einzig die Staatsanwaltschaft Berufung erhoben. Für den nun eingetretenen Fall der Bestätigung der Schuldsprüche und Drogenmengen macht die Staatsanwaltschaft geltend, selbst bei dieser Ausganglage müsste E____ nach der Tabelle von [...] 2 ¾ Jahren Freiheitsstrafe ausgesprochen erhalten. Nicht gefolgt werden könne der Vorinstanz, wenn diese E____ attestiere, sie sei dadurch, dass sie aus dem eigenen Logis heraus verkauft habe, ein gewisses Risiko eingegangen. Vielmehr sieht die Staatsanwaltschaft darin Bequemlichkeit, zumal ihr Logis an der V-Strasse [...] in Basel die perfekte Tarnung geboten habe, sei dieses doch als bekanntes Etablissement im Rotlicht- und Spielautomatenmilieu bekannt und dergestalt auch von anderen Personen frequentiert worden. Sodann gelte auch sie als Konsumentin, jedoch nicht in dem Ausmass, wie vom Strafgericht angenommen und von Art. 19 Abs. 3 BetmG erfasst. E____ ist wegen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz (grosse Gesundheitsgefährdung, Bandenmässigkeit) schuldig zu sprechen. Ausgangspunkt für das Tatverschulden von C____ ist der Handel mit rund 240 Gramm reinem Crystal Meth. Mit dieser Gesamtmenge ist der vom Bundesgericht vorgegebene qualifizierende Grenzwert um ein Vielfaches überschritten worden. E____ handelte zudem in der Zeit, in welcher sie mit C____ in der Wohnung an der V-Strasse [...] logierte und die beiden gemeinsam Abnehmer belieferten, gemäss den unangefochten gebliebenen und zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz bandenmässig, was straferhöhend ins Gewicht fällt. Es war eine gleichrangige Zusammenarbeit, von der beide profitierten und die den Handel lukrativer machte, was eben gerade die Gefährlichkeit des bandenmässigen Zusammenwirkens ausmacht. Dass E____ den Handel aus ihrer Wohnung heraus betrieb und somit einen Teil ihrer Privatsphäre einbüsste, zeugt allerdings eher davon, dass sie sich im Gesamtgefüge des Crystal Meth Handels auf einer tieferen Hierarchiestufe befand.”
“Mit 12 g Heroin-Hydrochlorid ist der quantitativ schwere Fall im Sinne der Strafzumessungsnorm des Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG bereits erfüllt (BGE 119 IV 180 E. 2d). Im Wesentlichen wegen Transports einer grossen Menge Heroingemischs wird der Beschwerdeführer wegen Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 2 BetmG zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 31 Monaten verurteilt. Deshalb ist er von Gesetzes wegen (unter Vorbehalt insb. von Art. 66a Abs. 2 StGB) obligatorisch aus der Schweiz zu verweisen im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB. Angesichts dieser Verurteilung erweist sich die Argumentation des Beschwerdeführers von vornherein als irrelevant. Es ist nicht erkennbar, wie gestützt auf Erläuterungen unter den Gesichtspunkten von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG (betr. Strafmilderung), Art. 105 Abs. 1 StGB (betr. Übertretungen, die keine Katalogtaten sind) oder BGE 145 IV 404 (betr. Ladendiebstahl) beim Beschwerdeführer auf einen Härtefall nach Art. 66a Abs. 2 StGB geschlossen werden sollte (Beschwerde S. 5 f.). Wie die Vorinstanz bereits festhielt, enthält die Bestimmung von Art. 19 Abs. 3 BetmG zwei besondere betäubungsmittelspezifische Strafmilderungsgründe fakultativen Charakters. Diese stellen kein eigenes Unrecht dar und sind einzig für die Strafzumessung von Bedeutung (Urteil S. 9 sowie S. 13 mit Hinweis auf BGE 144 IV 168 E. 1.4.2). Auch auf diese Vorbringen ist nicht einzutreten.”
“3715, 3773) ist diese Bestimmung für «abhängige Kleindealer» vorgesehen, deren Abhängigkeit Krankheitswert im Sinne der ICD-10 der WHO aufweist und die den Betäubungsmittelhandel einzig zur Finanzierung der eigenen Sucht betreiben. Diese Einschränkung wurde von der zuständigen Kommission des Nationalrats bestätigt (Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats vom 4. Mai 2006; BBl 2006, S. 8573, 8613; AGE AS.2011.30 vom 20. April 2012 E. 5.1; SB.2012.8 vom 21. Mai 2013 E. 6.3). Vorliegend hat der Berufungskläger eingestanden, nebst seinem eigenen auch den Konsum seiner Freundin mitfinanziert zu haben (vgl. Ziff. 4 lit. d der Berufungsbegründung). Zudem hat der Berufungskläger auch noch andere Schulden als nur «Drogenschulden» mit dem Betäubungsmittelhandel beglichen. Der vom Berufungskläger betriebene Betäubungsmittelhandel mit einem Umsatz von CHF 74'992. in rund 3 Monaten ging gemäss inkriminiertem Sachverhalt weit über die Finanzierung seines Eigenkonsums hinaus. Bei dieser Sachlage gelangt die fakultative Strafmilderungsmöglichkeit nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG nicht zur Anwendung. Demgegenüber ist die Suchtabhängigkeit des Berufungsklägers praxisgemäss wie von der Vorinstanz im Rahmen der allgemeinen Strafzumessung strafmindernd zu berücksichtigen.”
Fehlt eine Analyse, weil keine Betäubungsmittel sichergestellt wurden, darf das Gericht nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vernünftigerweise von mittlerer Qualität ausgehen und den Reinheitsgrad stichhaltig auf statistischer Grundlage bzw. anhand des üblichen Reinheitsgrads zur fraglichen Zeit und am fraglichen Ort schätzen. Praxisgemäss kann dafür auf SGRM-Statistiken oder vergleichbare durchschnittliche Werte abgestellt werden. Von dieser Vorgehensweise darf nur abgewichen werden, wenn konkrete Hinweise auf eine besonders hohe oder besonders niedrige Reinheit vorliegen. Sind Betäubungsmittel hingegen verfügbar, ist der reine Wirkstoffgehalt regelmässig durch Laboruntersuchung zu bestimmen.
“Secondo la giurisprudenza, questa soglia è raggiunta, potendosi ammettere la messa in pericolo di almeno 20 persone, quando la miscela di cocaina contiene almeno 18 grammi di sostanza pura (DTF 150 IV 213 consid. 1.4; 145 IV 312 consid. 2.1.1 e 2.1.2; 138 IV 100 consid. 3.2; sentenze 6B_1153/2023 del 29 gennaio 2024 consid. 4.3.3; 6B_971/2017 del 23 luglio 2018 consid. 6.2). Se lo stupefacente non ha potuto essere sequestrato e il suo grado di purezza non può pertanto essere dimostrato con certezza, è ragionevolmente possibile partire dal presupposto ch'esso sia di qualità media, nella misura in cui non vi siano elementi per concludere che la sostanza fosse particolarmente pura o particolarmente diluita (DTF 138 IV 100 consid. 3.5 e riferimenti). Secondo la più recente giurisprudenza, in tale circostanza, il grado di purezza può essere determinato sostenibilmente su una base statistica con riferimento al grado di purezza abituale della sostanza al momento dei fatti nel luogo in questione (DTF 145 IV 312 consid. 2.1.1; sentenza 6B_965/2018 del 15 novembre 2018 consid. 1.5 e rinvio; BERNARD CORBOZ, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3a ed. 2010, n. 86 all'art. 19 LStup). 4.3. 4.3.1. Contrariamente all'opinione dell'opponente, contestando il grado di purezza dello stupefacente stabilito dalla Corte cantonale, il ricorrente non ha addotto nuovi fatti o nuovi mezzi di prova in questa sede. Ha piuttosto criticato la mancata applicazione della giurisprudenza fondata sull'impiego di dati statistici per determinare il quantitativo di sostanza pura. La questione è strettamente connessa con quella della realizzazione di un'infrazione aggravata secondo l'art. 19 cpv. 2 lett. a LStup e pertanto con l'applicazione del diritto federale. La censura ricorsuale è di conseguenza ammissibile sotto il profilo dell'art. 99 cpv. 1 LTF. 4.3.2. La Corte cantonale si è limitata ad applicare un grado di purezza del 10 % (corrispondente nel caso in esame a 17.36 grammi di sostanza pura) senza particolari considerazioni e valutazioni al riguardo. Dalla sentenza impugnata risulta tuttavia che, nella fattispecie, un certo quantitativo di cocaina, seppur limitato, è stato sequestrato dall'autorità di perseguimento penale.”
“Lors que la drogue n'est plus disponible pour une analyse, le taux de pureté peut être déterminé sur une base statistique en référence au degré de pureté habituel à l'époque du trafic (ATF 145 IV 12 consid. 2.1.1 p. 315 in fine; 138 IV 100 consid. 3.5 p. 105; arrêt 6B_291/2020 du 15 mai 2020 consid. 1.4: BERNARD CORBOZ, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3 e éd. 2010, n. 86 ad art. 19 LStup).”
“Theoretische Grundlagen der Beweiswürdigung Für die theoretischen Grundlagen der Beweiswürdigung wird auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen (S. 52 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 2041 ff.). Entgegen des durch die Verteidigung im Parteivortrag an der Berufungsverhandlung Vorgebrachten (pag. 2344) sind auch die Aussagen der beschuldigten Personen nicht nur auf ihre Plausibilität, sondern auch auf ihre Glaubhaftigkeit zu überprüfen und entsprechend zu würdigen. Hinsichtlich der Ermittlung des reinen Wirkstoffgehalts von Betäubungsmitteln ist sodann Folgendes zu ergänzen bzw. in Erinnerung zu rufen: Sofern Betäubungsmittel zur Untersuchung verfügbar sind, kann auf die Feststellung des reinen Wirkstoffgehalts nicht verzichtet werden. Der Wirkstoffgehalt muss deshalb regelmässig durch Untersuchung der sichergestellten Betäubungsmittel in einem chemischen Labor bestimmt werden (Hug-Beeli, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, N. 870 zu Art. 19 BetmG m.w.H.). Können keine Betäubungsmittel sichergestellt werden, kann das Gericht nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts vernünftigerweise davon ausgehen, dass die Drogen mittlerer Qualität sind, solange es keine Hinweise auf eine besonders reine oder gestreckte Substanz gibt (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; 138 IV 100 E. 3.5). Das Gericht kann sich dabei auf den üblichen Reinheitsgrad auf dem Markt in der fraglichen Zeit und am fraglichen Ort beziehen (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1). Praxisgemäss ist dabei auf die Betäubungsmittelstatistik der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM) abzustellen. Im Gegensatz zum Heroin, wo zur Bestimmung des Reinheitsgrades bzw. der Berechnung der Menge des reinen Wirkstoffes vom Heroinhydrochlorid ausgegangen wird (BGE 109 IV 143 E. 3b.), hat das Bundesgericht keine Leitlinien aufgestellt, von welcher chemischen Form beim Kokain für die Bestimmung des Reinheitsgrades auszugehen ist. Es beurteilte in seiner Rechtsprechung verschiedentlich Fälle, in denen die kantonalen Vorinstanzen auf Kokainhydrochlorid (Urteile des Bundesgerichts 6S.”
“Abstellen auf den Mittelwert gemäss SGRM-Statistik Weiter hat die Vorinstanz die Menge reinen Kokains anhand des Mittelwerts gemäss Statistik der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM), Cocain-Base 2018, berechnet (pag. 855). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf davon ausgegangen werden, dass Drogen von mittlerer Qualität sind, solange keine Analyse vorliegt und es keine Hinweise auf eine besonders reine oder gestreckte Substanz gibt (BGE 138 IV 100 E. 3.5). Zur Beurteilung der mittleren Qualität wird praxisgemäss auf die SGRM-Statistik abgestellt (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Auflage, Zürich 2016, N 188 zu Art. 19 BetmG). Vorliegend gibt es diverse Hinweise darauf, dass das vom Beschuldigten vertriebene Kokain in der Regel von guter Qualität war: Zunächst wies das beim Beschuldigten am 1. November 2018 sichergestellte Kokain einen Kokainbasewert von 84% auf (pag. 313 f.). Auch das bei E.________ am 11. Oktober 2018 sichergestellte Kokain hatte gemäss Laboranalyse einen Kokainbasewert von 84% bzw. 85% (pag. 318 f.). Weiter haben E.________, F.________ und G.________ den beim Beschuldigten gekauften «Stoff» alle glaubhaft als «gut bis sehr gut», «sehr gut» bzw. «gut» bezeichnet (siehe Ziff. 9.5.4, Ziff.”
“Damit - 22 - bestehen keine Hinweise darauf, dass das vom Beschuldigten weiterveräusserte Kokain von besonders schlechter bzw. stark gestreckter Qualität gewesen sein könnte. Entsprechende Beanstandungen gehen denn auch aus den ausgewerte- ten Chats oder den Angaben anderer Abnehmer des Beschuldigten nicht hervor. Angesichts der Schwankungen in den festgestellten Reinheitsgraden der sicher- gestellten Kokainportionen wäre demnach weder von ausschliesslich besonders guter noch von ausschliesslich minderer Qualität auszugehen. Mithin ist es ge- rechtfertigt, in Bezug auf jene Kokainportionen mit unbekanntem Reinheitsgrad jeweils von einem solchen in der Grössenordnung der bei den Sicherstellungen ermittelten bzw. von mittlerer Qualität auszugehen. Gemäss der Statistik der Gruppe Forensische Chemie der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM) lag der Medianwert im Jahre 2018 für Kokainkonfiskate zwischen 10 Gramm und 100 Gramm bei 70 % und für Kokainkonfiskate zwischen 100 Gramm und einem Kilogramm bei 74 % (vgl. Fingerhuth/Schlegel/ Jucker, a.a.O., N 186 ff. zu Art. 19 BetmG). Entsprechend rechtfertigt es sich, hin- sichtlich der gemäss den Anklageziffern I.4, I.5, I.6, I.8, I.9, I.10, I.12 veräusserten Kokainmengen von einem Reinheitsgrad von 70 % Kokaingemisch auszugehen. Vor diesem Hintergrund zeigt sich, dass die von der Vorinstanz getroffene An- nahme eines Reinheitsgrades von 20 % willkürlich tief ausfiel. Mithin resultiert in Bezug auf die Anklageziffern I.4, I.5, I.6, I.8, I.9, I.10 und I.12 eine Menge von 203 Gramm veräusserter Reinsubstanz Kokain. Was die an C._____ weitergege- bene Menge von 700 Gramm Kokaingemisch betrifft, wird dem Beschuldigten in Anklageziffer I.14 zur Last gelegt, dass jenes Kokain einen Reinheitsgrad von mindestens 80 % aufgewiesen habe. Angesichts der vorstehenden Erwägungen rechtfertigt sich hinsichtlich dieser Kokainmenge lediglich die Annahme des Rein- heitsgrades für mittlere Qualität, mithin von 74 %. Hinsichtlich des gemäss Ankla- geziffer I.14 veräusserten Kokains resultiert somit eine Menge von 518 Gramm Reinsubstanz Kokain.”
Liegt die Einfuhr oder der Besitz zum nicht rechtlich privilegierten Zweck des Eigenkonsums vor, erfüllt der Beschuldigte lediglich den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG. Qualifizierte Vorbereitungshandlungen sind in diesem Zusammenhang nicht erkennbar.
“A, Bern 2016, Art. 19 N 178). Durch die Einfuhr resp. den Besitz zum nicht rechtlich privilegierten Zweck des Eigenkonsums hat der Beschul- digte lediglich den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG erfüllt. Von der Vor- instanz angenommene qualifizierte Vorbereitungshandlungen sind demgegenüber keine zu erkennen. Der Beschuldigte ist somit des Verbrechens gegen das Betäu- bungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen.”
Forderungen oder andere geldwerte Ansprüche, die aus einem aufgrund von Art. 19 Abs. 1 BetmG absolut verbotenen Handel hervorgehen, sind zivilrechtlich nicht geschützt und gelten nicht als vermögensrechtlich beachtliche Positionen. Solche nicht geschützten Vermögenswerte können deshalb nicht Gegenstand einer Einziehung bzw. einer daraus abgeleiteten Ersatzforderung sein.
“z.B. Urteil 6B_523/2007 vom 18. Januar 2008 E. 6.2), rechtfertigt sich hier ein entsprechender Vermögensausgleich nicht. Nach dem juristisch-wirtschaftlichen Vermögensbegriff setzt sich das Vermögen zusammen aus der Summe aller geldwerten Güter, die einer Person von Rechts wegen zustehen bzw. die rechtlich nicht missbilligt werden. Zum Vermögen gehören danach diejenigen geldwerten Positionen, deren Realisierung zivilrechtlich geschützt ist bzw. die Gegenstand eines Rechtsgeschäfts "Tausch gegen Geld" sein können (BGE 147 IV 73 E. 6.2 mit Hinweisen). Dieser Vermögensbegriff ist richtigerweise auch dem Einziehungsrecht zugrundezulegen (vgl. SCHOLL, in: Ackermann [Hrsg.], Kommentar, Kriminelles Vermögen, Kriminelle Organisationen, [Einziehung/Kriminelle Organisationen/Finanzierung des Terrorismus/Geldwäscherei], Bd. I, 2018, N. 194 zu Art. 70 StGB). Ein Vertrag über den Kauf bzw. Verkauf von Waren, deren Handel absolut verboten ist, wie dies bei Betäubungs- oder Dopingmittel aufgrund von Art. 19 Abs. 1 BetmG bzw. Art. 22 Abs. 1 SpoFöG der Fall ist, ist wegen seines Inhalts rechtswidrig und damit gemäss Art. 20 OR nichtig (vgl. BGE 117 IV 139 E. 3d/bb; Urteil 6B_994/2010 vom 7. Juli 2011 E. 5.3.3.2; je mit Hinweisen). Die dem Beschwerdeführer gegen L.________ zustehende, aus dem verbotenen Dopingmittelhandel herrührende Forderung ist dementsprechend zivilrechtlich nicht geschützt und kann nicht Gegenstand eines legalen Rechtsgeschäfts sein, weshalb sie keinen Vermögenswert im Rechtssinn darstellt. Weil dem Beschwerdeführer aus dem Dopingmittelhandel damit (noch) kein relevanter Vermögensvorteil zugekommen ist, fällt eine diesbezügliche Einziehung bzw. Ersatzforderung ausser Betracht (vgl. auch Urteil 6B_334/2019 vom 28. Januar 2020 E. 4.3.3 betreffend die fehlende vermögensrechtliche Beachtlichkeit rechtswidriger oder sittenwidriger Gegenleistungen bei der Einziehung gegenüber einer gutgläubigen Drittperson nach Art. 70 Abs. 2 StGB). Würde eine solche, von der Rechtsordnung nicht geschützte Forderung dennoch als auszugleichende Vermögensvermehrung beurteilt und eine Einziehung bzw.”
Nach h.M. ist Besitz als Auffangtatbestand subsidiär zu anderen Erwerbs- und Weitergabehandlungen; das Anstaltentreffen kann durch andere Tathandlungen konsumiert werden. Vorangehende Entwicklungsstufen wie Erwerb und Beförderung der zum Verkauf bestimmten Betäubungsmittel bleiben hingegen nicht vom Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung erfasst und können gesondert verurteilt werden. Ein Mehrfachschuldspruch darf dabei nicht zu einer unzulässigen Strafschärfung im Sinne von Art. 49 StGB führen.
“In der Literatur wird folgende Konkurrenzausscheidung vorgenommen: Besitz ist als Auffangtatbestand subsidiär zu anderen Erwerbs- und Weitergabehandlungen. Das Anstaltentreffen wird durch alle anderen Tathandlungen konsumiert (Hug-Beeli, Kommentar zum BetmG, 2016, N. 17 zu Art. 19 BetmG). Frühere Entwicklungsstufen der deliktischen Tätigkeit wie ein vorangehender Erwerb und die Beförderung der zur Veräusserung bestimmten Drogen sind von einem Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung nicht erfasst. Das hat zur Folge, dass neben dem Schuldspruch für den Erwerb ein selbstständiger Schuldspruch wegen Anstaltentreffens zur Veräusserung zu ergehen hat. Der mehrfache Schuldspruch darf dabei nicht zu einer Strafschärfung i.S.v. Art. 49 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) führen, weil sonst das Anstaltentreffen zur Veräusserung härter bestraft würde, als die erfolgreiche Veräusserung, bei der dann eine Konsumtion vorangehender Erwerbs- und Beförderungshandlungen vorläge (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, Kommentar zum BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 163 zu Art. 19 BetmG m.w.H.).”
In der Praxis können für verschiedene Tathandlungen bzw. unterschiedliche literae von Art. 19 Abs. 1 BetmG nebeneinander stehende Schuldsprüche erfolgen; es kommt somit in einzelnen Fällen zu kumulativen Verurteilungen nach mehreren literae.
“Demnach ist der Beschuldigte in Abweisung seiner Berufung und damit in Bestätigung des angefochtenen Urteils der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz nach Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG und Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG schuldig zu erklären.”
“Der Beschuldigte hat sich zusätzlich zu den rechtskräftigen Schuldsprüchen des Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sowie der mehrfachen Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG auch des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig gemacht. V.”
“Gramm Kokain-Reinsubstanz) an seinen Vermieter C._____ als ein Delikt bzw. Verbrechen nach Art. 19 Abs. 2 lit. a - 8 - BetmG angeführt. Die Verteidigung wies an der Hauptverhandlung vor Vorinstanz darauf hin, dass die Anklagepunkte der Aufbewahrung für B._____ und der Über- gabe an C._____ zwei verschiedene Tathandlungen bzw. Lebensvorgänge beträ- fen (Urk. 43 S. 4). Die Vorinstanz folgte dieser Ansicht (Urk. 54 S. 19 f.). Die Beur- teilung der Verteidigung und der Vorinstanz ist richtig, es handelt sich um zwei voneinander unabhängige Tathandlungen und Lebensvorgänge. Wiederum eine andere Tathandlung betrifft den Konsum und Besitz von Kokain zum Eigenkon- sum (Übertretung nach Art. 19a Ziff. 1 BetmG; vgl. Urk. 23 S. 2 f.). Vorweg ist da- her festzustellen, dass das vorinstanzliche Urteil bezüglich der Dispositiv-Ziffer 1 teilweise, nämlich hinsichtlich der vom Anklagepunkt und Schuldspruch wegen Verbrechens gegen das BetmG auch vom Sachverhalt her unabhängigen Schuldsprüche wegen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sowie mehrfacher Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG (Dispositivziffer 1 Absätze bzw. Spiegelstriche 2 und 3) in Rechtskraft erwachsen ist (Art. 404 StPO). Rechtskräftig ist das vorinstanzliche Urteil ferner hinsichtlich der Be- schlagnahmungen (Dispositivziffern 6 und 7), der Vernichtung der DNA-Spuren und Spurenträger (Dispositivziffer 8) sowie hinsichtlich der Kostenfestsetzung (Dispositivziff er 9). III.”
“Castrovilli und Ersatzoberrichter lic. iur. Weder sowie Gerichts- schreiberin lic. iur. Kümin Grell Urteil vom 11. Juni 2021 in Sachen A._____, Beschuldigter und Berufungskläger amtlich verteidigt durch Fürsprecher X._____, gegen Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis, Anklägerin und Berufungsbeklagte betreffend Hehlerei etc. und Widerruf Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht, vom 10. Juni 2020 (GG190027) - 2 - Anklage: Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 26. November 2019 (Urk. D1/10) ist diesem Urteil beigeheftet. Urteil der Vorinstanz: (Urk. 50 S. 41 ff.) 1. Der Beschuldigte ist schuldig − des mehrfachen Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Betäu- bungsmittel im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG; − der mehrfachen Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäu- bungsmittel im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG; − der mehrfachen Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäu- bungsmittel im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG i.V.m. Art. 19a Ziff. 1 BetmG; − der Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB. 2. Die mehrfache Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG im Zeitraum vom 23. Dezember 2016 bis zum 10. Juni 2017 ist verjährt. 3. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 22. Dezem- ber 2016 ausgefällte bedingte Freiheitsstrafe von 6 Monaten wird widerru- fen. 4. Die widerrufene Freiheitsstrafe ist, unter Anrechnung von 1 Tag entstande- ner Haft, zu vollziehen. 5. Der Beschuldigte wird mit einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen à Fr. 60.00 und einer Busse von Fr. 1'000.00 bestraft. - 3 - 6. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 7. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 16 Tagen. 8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 11. Novem- ber 2019 beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr.”
Aus den parlamentarischen Beratungen ergibt sich, dass die Änderungen der Strafbestimmung zu Art. 19 BetmG in der Sache nicht diskutiert wurden. Ein Antrag von Nationalrat Christian Waber zu Abs. 2 gab zwar Anlass zu einem Vorschlag, führte jedoch zu keiner Sachdiskussion; der von Kommission und Bundesrat vorgeschlagene Wortlaut wurde im Nationalrat (116 zu 58) und im Ständerat einstimmig ohne inhaltliche Änderungen angenommen.
“Aus den parlamentarischen Beratungen geht nichts anderes hervor. Die Änderungen der Strafbestimmung von Art. 19 BetmG wurden in beiden Räten in der Sache nicht thematisiert. Nationalrat Christian Waber beantragte zwar betreffend die qualifizierte Regelung, Art. 19 Abs. 2 BetmG sei wie im bisherigen Recht mit der einleitenden Wendung "insbesondere" zu formulieren und der Mengenbezug in lit. a der genannten Bestimmung sei aufrechtzuerhalten; auch dieser Antrag gab jedoch zu keinen Sachdiskussionen Anlass. Der von der Kommission bzw. vom Bundesrat vorgeschlagene Art. 19 BetmG wurde ohne Weiterungen im Nationalrat mit deutlichen 116 zu 58 Stimmen und im Ständerat einstimmig angenommen (vgl. AB 2006 N 2014; 2007 S 1150).”
In den vorliegenden Entscheidungen treten Verfahren wegen Art. 19 Abs. 1 BetmG neben aufenthaltsrechtlichen Delikten auf. Die Akten enthalten Hinweise auf eine gleichzeitig bestehende IES bzw. auf Vorbereitungen zur Rückführung; Polizei und Migrationsbehörden können in solchen Fällen koordinierte Schritte (z. B. Anfragen an Rückführungsstellen) unternehmen.
“9) Le 2 avril 2020, M. A______ a été condamné par ordonnance pénale du Ministère public (ci-après : MP) à une peine privative de liberté de 150 jours pour infractions aux art. 115 al. 1 LEI (séjour illégal), 119 LEI (non-respect d'une interdiction de pénétrer dans une région déterminée) et 139 al. 1 Code pénal suisse du 21 décembre 1937 (CP - RS 311.0 ; vol). 10) Le 30 septembre 2020, il a été condamné par le MP à une peine privative de liberté de 140 jours pour infraction à l'art. 115 al. 1 LEI (séjour illégal et exercice d'une activité lucrative sans autorisation) et délit à la LStup. 11) Le 8 avril 2022, M. A______ s'est vu notifier une nouvelle IES, prononcée le 30 décembre 2021 par le SEM, valable jusqu’au 29 décembre 2024. 12) Le 24 avril 2022, il a été interpellé par la police genevoise à la rue du Rhône, après avoir été observé par les agents de police en train remettre de la drogue (5 gr. de haschich) à un tiers en échange de CHF 50.-. Il a dès lors été prévenu d'infraction aux art. 19 al. 1 LStup (trafic de stupéfiants) et 115 LEI. Entendu par la police, il a expliqué qu'il agissait de la sorte pour pouvoir manger. Il n'avait pas de travail et dépendait de ses amis pour subvenir à ses besoins. Il résidait à Lausanne chez un ami, au sujet duquel il ne souhaitait pas donner de précisions. Il était arrivé en Suisse 15 ans auparavant et n'avait plus d'attaches avec l'Algérie, les membres de sa famille ayant émigré en Europe. 13) Par ordonnance pénale du 25 avril 2022, le MP a condamné M. A______, à la suite de cette interpellation, pour infractions à la LStup et à la LEI, à une peine privative de liberté de 30 jours. Il a été conduit à la prison de Champ-Dollon pour purger plusieurs écrous. 14) Le 20 juillet 2022, le SEM a informé la brigade migration et retour que le laissez-passer en sa faveur pourrait être obtenu dès qu'une date de vol aurait été fixée. 15) Le lendemain, les services de police genevois ont adressé à swissREPAT une demande en vue de l'obtention pour M. A______ d'une place à bord d'un avion à destination de l'Algérie dans les meilleurs délais.”
“Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung, vom 25. November 2020 (DG190229) - 3 - Anklage: Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 19. August 2019 (Urk. 34) ist diesem Urteil beigeheftet. Urteil der Vorinstanz: 1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig − der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier 1) − des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB (Dossier 1) − der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 StGB (Dossier 3) 2. Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen vom Vorwurf der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB (Dossier 3) 3. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig − der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier 1) − des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB (Dossier 1) − des Raufhandels im Sinne von Art. 133 StGB (Dossier 5) − der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (Dossier 4) − des rechtswidrigen Aufenthaltes im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AIG i.V.m. Art. 61 Abs. 1 lit. c AIG (Dossier 4) 4. Der Beschuldigte B._____ wird freigesprochen vom Vorwurf des Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (Dossier 2) 5. Der Beschuldigte I._____ ist schuldig des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB (Dossier 1) - 4 - 6. Der Beschuldigte I._____ wird freigesprochen vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier 1) 7. Der Beschuldigte J._____ ist schuldig des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB (Dossier 1) 8. Der Beschuldigte J._____ wird freigesprochen vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier 1) 9. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 33 Monaten Freiheitsstrafe, wo- von bis und mit heute 60 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 10.–. 10. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.”
Bleibt der Unrechtserfolg aus (z. B. blosses Anstaltentreffen ohne tatsächlichen Besitz oder Verkauf der Drogen), ist dies strafmildernd zu berücksichtigen. Nach der Rechtsprechung reduziert dieser Umstand die objektive Tatsschwere und kann — je nach den weiteren Umständen des Einzelfalls — zu einer erheblichen Strafreduktion führen.
“Ausserdem traf G____ Anstalten zum Verkauf weiterer 910 Gramm Crystal Meth vergleichbarer Qualität. Hinsichtlich des Anstaltentreffens dieser 910 Gramm Crystal Meth gilt es zu beachten, dass dies deutlich weniger ins Gewicht fällt, als die effektiv umgesetzte Menge. Dies zum einen, da G____ lediglich zweimal A____ verbal zur Lieferung aufforderte, was einer deutlich geringeren kriminellen Energie bedarf als das tatsächliche physische Beziehen und Verkaufen der Droge. Zum anderen hat sich aber auch erheblich entlastend auszuwirken, dass der Unrechtserfolg nicht eingetreten ist. Die grosse Gesundheitsgefahr, welche von Betäubungsmitteln ausgeht und hohe Strafen rechtfertigt, wurde nicht verwirklicht, da G____ nie im Besitz des geforderten Crystal Meths war und dieses somit auch nicht an Abnehmer verkaufte. G____ ist wie A____ ebenfalls in der Hierarchiestufe 4 des gemäss von Eugster/Frischknecht entworfenen Rasters anzusiedeln (Eugster/Frischknecht, a.a.O., S. 327 ff.), jedoch innerhalb von dieser leicht niedriger als A____. Als eigentlicher Konsumdealer im Sinne von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG, der ausschliesslich wegen seiner Sucht mit Drogen handelte (vgl. zum Ganzen: Hug/Beeli a.a.O. N 1186 bis 1188), kann G____ jedoch entgegen der Ansicht der Verteidigung nicht betrachtet werden. Dies zeigt bereits die Tatsache, dass er sich mit seiner Delinquenz beispielsweise auch seine Wohnungsmieten bezahlte (vgl. Separatbeilage 1 S. 29). Indem G____ bandenmässig mit einer qualifizierten Menge handelte, erfüllte er gleich zwei Qualifikationsmerkmale gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG, was ebenso straferhöhend ins Gewicht fällt wie der Umstand, dass er die ihm anzulastende Menge in wesentlich mehr als 5 Einzelgeschäften umsetzte. Die Strafe ist daher im mittleren bis oberen Bereich des für die Hierarchiestufe 4 erarbeiteten Rahmens von 3 bis 5 Jahren anzusiedeln. Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte erscheint für die qualifizierte Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (mengenmässigen Qualifikation) und Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG (bandenmässige Qualifikation) unter Einbezug des Anstaltentreffens von 910 Gramm Crystal Meth insgesamt eine Strafe im Umfang von 39 Monaten schuldangemessen.”
“Es ist nicht zu erkennen, dass der Beschuldigte bloss auf Anweisung anderer, als bloss Ausführender in untergeordneter Stellung handelte, sondern er wollte den Drogenhandel via dieser Quellen relativ selbständig organisieren und führen. Straferhöhend ist der internationale Bezug zu werten. Internationaler Betäu- bungsmittelhandel ist besonders gefährlich, weil er die nationalen Grenzen und damit die erschwerte grenzüberschreitende Strafverfolgung ausnützt (Entscheide des Bundesgerichtes 6B_107/2013 vom 15. Mai 2013 Erw. 2.1.1 und 6B_189/2017 vom 7. Dezember 2017 Erw. 5.1). Dass es im vorliegenden Fall beim blossen Anstalten treffen blieb, d.h., dass das Drogengeschäft in Holland letztlich nicht zum Abschluss kam, führt, in Überein- stimmung mit der Vorinstanz, zu einer erheblichen Strafreduktion (Urk. 289 S. 329 und 333). Derselbe Gedanke liegt auch dem revidierten Betäubungsmittelgesetz bzw. der Strafmilderung in Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG zu Grunde, weil sich eben mit dem blossen Anstaltentreffen die konkrete Gefährdung nicht realisierte. Dieser Umstand ist allerdings nicht bei der subjektiven Tatschwere (Vorinstanz Urk. 289 S. 332), sondern – gleich wie ein vollendeter Versuch – bei der objektiven Tat- - 34 - schwere zu berücksichtigen, weil es das Ausmass des bewirkten Erfolgs betrifft (M ATHYS, Leitfaden Strafzumessung, Basel 2016, Rz 89). Anders wäre es beim unvollendeten Versuch oder beim Rücktritt.”
Bei erheblichem Anbau von Betäubungsmitteln (konkret: umfangreicher Cannabisanbau) kann die Schwere der Sache die Entsiegelung und Durchsuchung rechtfertigen. Das öffentliche Interesse an der Aufklärung der Tat überwiegt in solchen Fällen nach Auffassung des Bundesgerichts regelmässig die allgemeine Privatsphäre; allgemeine private Inhalte von Mobiltelefonen stellen dabei nicht per se ein Entsiegelungshindernis dar.
“Die Vorinstanz erwägt in diesem Zusammenhang Folgendes: Es bestehe der hinreichende Verdacht, dass der Beschwerdeführer sich eines Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG (Anbau von Betäubungsmitteln) schuldig gemacht habe. Anlässlich der polizeilichen Durchsuchung eines vom Beschwerdeführer gemieteten Raumes, bei der er angehalten worden sei, seien unter anderem 308 Marihuanapflanzen sowie einschlägige Lampen, Filteranlagen und Ventilatoren sichergestellt worden. Er habe ausgesagt, die Hanfstecklinge angepflanzt und geplant zu haben, das gewonnene Marihuana bzw. Cannabis zu ernten und "zum Rauchen" zu verkaufen. Der Beschwerdeführer bestreitet den hinreichenden Tatverdacht ausdrücklich nicht (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO). Es wird ihm vorgeworfen, erhebliche Mengen Marihuana angebaut zu haben in der Absicht, diese zu ernten und an Dritte zu verkaufen. Die gesetzliche Strafdrohung umfasst eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG). Die Ansicht der Vorinstanz, die Bedeutung der untersuchten Straftat rechtfertige grundsätzlich die Entsiegelung und Durchsuchung des beim Beschwerdeführer sichergestellten Mobiltelefons, hält vor dem Bundesrecht (Art.”
“Wie bereits dargelegt, wird dem Beschwerdeführer vorgeworfen, erhebliche Mengen Marihuana bzw. Cannabis (308 Pflanzen) angebaut zu haben in der Absicht, diese zu ernten und an Dritte zu verkaufen. Der Beschwerdeführer bestreitet den hinreichenden Tatverdacht (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO) nicht. Die gesetzliche Strafdrohung für das untersuchte Vergehen umfasst eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG). Zwar beruft sich der Beschwerdeführer auf "Privatgeheimnisse". Wie die Vorinstanz feststellt, hat er jedoch schon im Entsiegelungsverfahren nicht dargelegt, dass sich auf seinem Mobiltelefon konkrete sensible, höchstpersönliche oder intime Aufzeichnungen befänden, die vom ZMG zu triagieren und auszusondern gewesen wären. Die allgemeine Privatsphäre, etwa bezüglich persönliche Korrespondenz oder sonstige private Aufzeichnungen, ist bei der Durchsuchung von Mobiltelefon praktisch immer tangiert und stellt per se kein gesetzliches Entsiegelungshindernis dar. Bei dieser Sachlage sind keine konkreten Privatinteressen des Beschwerdeführers dargetan, welche das öffentliche Interesse an der Aufklärung der untersuchten Straftat überwiegen würden. Folglich bilden auch die vom Beschwerdeführer angerufenen privaten Geheimnisinteressen kein Entsiegelungshindernis (aArt. 248 Abs. 1 i.V.m. Art. 264 Abs. 1 lit. b StPO).”
Ermittlungsbeweise (z. B. Auswertungen von Telefondaten) können zur Feststellung von Gehilfenschaft herangezogen werden, wenn sie im Verfahren erhoben wurden und entsprechende Rückschlüsse auf Mitwirkung erlauben.
“Or, elle n’a mentionné aucun de ces revenus dans les questionnaires mensuels et déclarations de revenus qu’elle a remplis au cours de la période considérée (cf. P. 35/2). Les indemnités perçues par A.W.________ se sont élevées à 1'862 fr. 50 en janvier et février 2015, à 1'811 fr. 90 en avril 2015, à 1'022 fr. 25 en mai 2015 et à 640 fr. 45 en juin 2015, soit à 7'199 fr. 60 au total. Il est évident que si la prévenue n’avait pas fautivement omis d’annoncer les montants reçus de ses parents conformément à l’art. 29 RLASV, lesquels sont supérieurs aux aides allouées, celle-ci n’aurait perçu aucune aide sociale. Cette omission est constitutive d’escroquerie et la condamnation de A.W.________ pour escroquerie par métier doit donc être confirmée, compte tenu de la durée des faits, du montant perçu et du train de vie mené durant la période considérée. 4. L’appelante conteste encore s’être rendue coupable d’infraction à la Loi fédérale sur les stupéfiants, au motif qu’il ne serait pas été établi que le cannabis cultivé et vendu par B.W.________ aurait eu un taux de THC supérieur à la limite légale de 1%. 4.1 Aux termes de l'art. 19 al. 1 LStup, est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire notamment celui qui, sans droit, cultive, fabrique ou produit de toute autre manière des stupéfiants (let. a), celui qui, sans droit, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b), celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d), celui qui finance le trafic illicite de stupéfiants ou sert d’intermédiaire pour son financement (let. e) et celui qui prend des mesures aux fins de commettre une des infractions visées aux let. a à f (let. g). 4.2 En l’espèce, A.W.________ a reconnu en cours d’instruction avoir prêté assistance à son concubin, sous diverses formes, dans le cadre de son trafic de cannabis. Elle s’est notamment occupée des cultures et de transactions avec des clients, et il résulte en outre de l’extraction de ses données téléphoniques que certains d’entre eux prenaient commande directement auprès d’elle.”
Art. 19 Abs. 1 BetmG enthält eigenständige Straftatbestände. Aus diesem Grund fällt die — nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG vorgenommene — Qualifikation als mengenmässig grosser Fall grundsätzlich nicht in den Anwendungsbereich von Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO.
“Gemäss Eröffnungsverfügung führt die Staatsanwaltschaft gegen die Beschwerdeführerin eine Strafuntersuchung wegen "Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG etc." (vgl. StA act. 1.1). Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG umfasst den mengenmässig grossen Fall der in Art. 19 Abs. 1 BetmG aufgeführten Tatvarianten. Wie die Staatsanwaltschaft in der angefochtenen Verfügung zu Recht festhielt, umschreibt Art. 19 Abs. 1 BetmG selbständige Straftatbestände (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 E. 1.2.2); dementsprechend fällt auch die Qualifikation von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG grundsätzlich nicht in den Anwendungsbereich von Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO.”
Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG erfasst nicht blosse innere Vorsatzformen, sondern nur konkrete, nach aussen erkennbar deliktische Vorbereitungshandlungen (versuchsnahe bzw. qualifizierte Vorbereitungshandlungen). Erfasst sind nur Verhaltensweisen, die sich in ihrem äusseren Erscheinungsbild klar als deliktisch darstellen und nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnten. Subjektiv ist Vorsatz erforderlich; der Entschluss zur Tat muss allerdings nicht endgültig sein.
“Nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG macht sich strafbar, wer zu einer Wiederhandlung nach den Buchstaben a bis f Anstalten trifft. Damit werden sowohl der Versuch im Sinne von Art. 22 StGB wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen erfasst und zu selbständigen Taten mit derselben Strafdrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen aufgewertet (BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 102 f.; 133 IV 187 E. 3.2 S. 193; 130 IV 131 E. 2.1 S. 135; je mit Hinweisen). Zwar umfasst der Begriff des Anstaltentreffens eine Vielzahl nicht näher umschriebener Vorbereitungshandlungen, was mitunter zu Schwierigkeiten in der Anwendung der Bestimmung führt. Die Rechtsprechung hat diesen Tatbestand indessen eingegrenzt, um der Gefahr zu entgehen, allein die Gesinnung zum Gegenstand der Strafverfolgung zu erheben. Zu ahnden sind demnach nur Fälle, in denen das Verhalten nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äussern Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt (BGE 138 IV 100 E. 3.”
“Die Rechtsprechung hat diesen Tatbestand indessen eingegrenzt, um der Gefahr zu entgehen, allein die Gesinnung zum Gegenstand der Strafverfolgung zu erheben. Zu ahnden sind demnach nur Fälle, in denen das Verhalten nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äussern Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt (BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 103; 117 IV 309 E. 1d S. 313; je mit Hinweisen). Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Täter sich mit der Absicht des Erwerbs von Betäubungsmitteln nach Bezugsquellen erkundigt (BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 103; 117 IV 309 E. 1a S. 310 f. und E. 1d S. 312 f.; je mit Hinweisen). In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand voraus, dass der Täter Anstalten zu einer der in Art. 19 Abs. 1 lit. a bis f BetmG genannten Straftaten vorsätzlich getroffen hat. Der Beschluss zur Begehung einer solchen Tat braucht allerdings kein endgültiger zu sein. Auch wer sich vorbehält, beim Auftreten entsprechender Hindernisse von seinem Vorhaben Abstand zu nehmen, kann gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG Anstalten treffen (BGE 117 IV 309 E. 1e S. 313; Urteil 6B_632/2018 vom 21. August 2018 E. 1.1.1).”
“Nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG macht sich strafbar, wer zu einer Widerhandlung nach den Buchstaben a-f Anstalten trifft. Die Rechtsprechung hat den Begriff des Anstaltentreffens eingegrenzt. Zu ahnden sind demnach nur Fälle, in denen das Verhalten nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich jemand mit der Absicht des Erwerbs von Betäubungsmitteln nach Bezugsquellen erkundigt (BGE 138 IV 100 E. 3.2; 117 IV 309 E. 1a und E. 1d; je mit Hinweisen). Auch die telefonische Vereinbarung eines Treffens an einem bestimmten Ort, damit Betäubungsmittel zu Testzwecken überbracht werden können, stellt ein Anstaltentreffen dar (Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.2 mit Hinweis). In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand voraus, dass der Täter Anstalten zu einer der in Art. 19 Abs. 1 lit. a-f BetmG genannten Straftaten vorsätzlich getroffen hat. Der Entschluss zur Begehung einer solchen Tat braucht kein endgültiger zu sein.”
“Wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von dessen Art. 19 Abs. 1 lit. g ist zu bestrafen, wer zu einer Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a bis f BetmG Anstalten trifft. Dieser Tatbestand erfasst den Ver- such sowie gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen vor der Stufe des Ver- suchs, wobei der Entschluss alleine, eine Tat nach Art. 19 Abs. 1 BetmG zu be- gehen, nicht strafbar ist und auch blosse Absichten und Pläne den Tatbestand noch nicht erfüllen. Es ist vielmehr erforderlich, dass sich der Tatentschluss in be- stimmten konkreten Handlungen äussert. Erfasst sind Verhaltensweisen, welche nicht auch einem gesetzesmässigem Zweck dienen könnten, sondern in ihrem äusseren Erscheinungsbild auch eine deliktische Bestimmung erkennen lassen (F INGERHUT/SCHLEGEL/JUCKER, BetmG Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2016, N 97 ff. zu Art. 19 BetmG).”
Vorbereitende Handlungen können bereits den Tatbestand der Anstalten zur Einfuhr nach Art. 19 BetmG erfüllen. Dazu gehören nach Rechtsprechung und Literatur etwa das Anwerben oder Verhandeln mit Transporteuren, die Organisation der Einfuhr sowie die Zustimmung zum Transport nach Erhalt einer Probe, sofern sich daraus die erforderliche Tatbestands- und Vorsatzstruktur ergibt.
“Zur Begründung verweist die Verteidigung auf zwei Bundesgerichtsentscheide (BGE 140 IV 40 und BGE 106 IV 74), in welchen das Anstalten treffen bejaht worden sei, eben mit der Begründung, dass Vorbereitungshandlungen getroffen worden seien. Im ersten Fall sei die Täterin extra für den Erwerb von 100 LSD-Pillen nach London gereist und habe diese in der Absicht der Veräusserung portioniert. Im zweiten Fall sei der Täter von der Schweiz aus nach Deutschland gereist, um die Adresse eines Lieferanten ausfindig zu machen. Zudem sei er nach Italien gereist um mit den Abnehmern zu verhandeln. Er habe Zeit und Geld für Reisen investiert und diverse Verhandlungen geführt (vgl. Ausführungen der Verteidigung anlässlich ihres Parteivortrags an der Hauptverhandlung). Dem ist entgegen zu halten, dass gemäss Lehre und Rechtsprechung eben gerade bereits dann ein Anstalten treffen zur Einfuhr von Betäubungsmitteln vorliegt, wenn z.B. mit der Geldmittelbeschaffung im Inland für den Einkauf im Ausland und der gezielten Reise begonnen wird oder eben trifft derjenige Anstalten zur Einfuhr, wer eine Einfuhr organisiert und schon nur einen Transporteur anzuwerben versucht (BSK zum BetmG, Hug-Beeli, N 381 ff. zu Art. 19 BetmG). Daran ändern auch die zitierten Bundesgerichtsentscheide nichts, zumal in casu der Beschuldigte eben bereits solche Handlungen getätigt hat. Er hat mit dem Transporteur verhandelt, und zwar über Lieferumfang und Preis und hat, nachdem er eine Probe über einen weiteren Mittelsmann erhalten hatte, die Zustimmung für den Transport gegeben. Damit hat er ohne weiteres den Tatbestand des Anstaltentreffens zur Einfuhr und damit auch zum Erwerb bzw. Erlangen des Heroins erfüllt, sowohl in objektiver wie auch in subjektiver Hinsicht. Das Beweisverfahren hat ergeben, dass der Beschuldigte wusste, dass es um eine Lieferung von 5 Kilogramm Heroin geht.”
“u) Il s’ensuit que l’appel des prévenus doit être partiellement admis s’agissant des quantités retenues en lien avec les mises à disposition de cocaïne imputables à chacun d’eux. 5. a) L’article 19 al. 1 LStup réprime d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire la production, le commerce et la possession illicites de stupéfiants sous toutes ses formes. La liste des actes punissables est exhaustive (ATF 118 IV 405 cons. 2a). b) Sont considérés comme des stupéfiants notamment les méthamphétamine (parmi lesquelles la Crystal meth et les amphétamines thaïes), les amphétamines (dont les ecstasies sont un dérivé synthétique, le speed, etc.), la cocaïne (ATF 145 IV 312) et les stupéfiants ayant des effets de type cannabique, ces deux dernières catégories étant considérées comme des drogues « douces » (ATF 145 IV 312 cons. 2.1.1). c) L’article 19 al. 1 let. b LStup vise tous les actes caractéristiques du commerce, qui interviennent avant la vente proprement dite (Corboz, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3e éd., 2010, n°24 ad art. 19 LStup). Cette disposition réprime notamment l’importation, qui est un cas de transport qui se caractérise par le fait que la drogue est introduite en Suisse en provenance d’un pays étranger (Corboz, op. cit., n°30 ad art. 19 LStup ; Albrecht, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes, art. 19-28 BetmG, 3e éd., 2016, n°58 ad art. 19 LStup). L’article 19 al. 1 let. c LStup vise tous les actes qui ont pour effet la remise de stupéfiants à autrui (Corboz, op. cit., n°31 ad art. 19 LStup). Aliéner vise le fait de transférer à autrui la possession de stupéfiants ou de substances psychotropes, quelle qu’en soit la cause juridique. Il faut considérer que l’infraction, sous cette forme, n’est consommée qu’au moment où se produit effectivement le transfert de possession. « Procurer de toute autre manière » est une expression générale qui englobe tout comportement qui conduit à la remise de stupéfiants à autrui. Tel est le cas lorsque la remise ne s’effectue pas par l’auteur lui-même, mais qu’il fait intervenir un tiers à cette fin (Corboz, op.”
Für die Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 BetmG ist eine tatsächliche Abhängigkeit von Betäubungsmitteln erforderlich. Gelegentlicher Konsum genügt hierfür nicht; der Täter muss geradezu abhängig sein und der Handel musste der Finanzierung des eigenen Konsums dienen.
“Subjektive Tatkomponenten Zur Willensrichtung ist festzuhalten, dass der Beschuldigte direktvorsätzlich handelte, was tatbestandsimmanent und damit neutral zu werten ist. Die Beweggründe des Beschuldigten waren rein egoistischer Natur. Die Tätigkeit diente zwar zunächst primär der Deckung und Finanzierung des eigenen Konsums zunehmend jedoch auch der Finanzierung seines überschwänglichen Lebensstils (vgl. hierzu pag. 725 f., Z. 420 und Z. 432 ff.; pag. 1186, Z. 169 ff. und Z. 177 ff.). Da auch der «Beschaffungskriminalität» ein finanzieller Beweggrund zugrunde liegt und eine allfällige Suchtmittelabhängigkeit bei der Frage der Vermeidbarkeit zu berücksichtigen ist, wiegen die Beweggründe des Beschuldigten insgesamt neutral. Beim Kriterium der Vermeidbarkeit ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte während seiner deliktischen Tätigkeit selbst Drogen konsumierte. Gemäss Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG kann das Gericht die Strafe bei einer Widerhandlung nach Abs. 2 nach freiem Ermessen mildern, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Widerhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen. Wer in den Genuss der Strafmilderung kommen soll, muss geradezu abhängig sein und nicht nur gelegentlich selbst Betäubungsmittel konsumieren (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N. 247 zu Art. 19 BetmG mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des BGer 6B_27/2013 vom 5. März 2013 E 2.2). Vorliegend konsumierte der Beschuldigte im Deliktszeitraum zwar eine grössere Menge an Betäubungsmitteln (insbesondere Cannabis) und sagte konstant aus, die Delikte primär zur Finanzierung seines Eigenkonsums begangen zu haben. Zugleich war er jedoch in der Lage, auf eigene Initiative und Rechnung einen semi-professionellen Drogenhandel zu betreiben, was Planung, Organisation und Zuverlässigkeit erfordert. Zudem betrieb er den Drogenhandel zunehmend auch zur Finanzierung seines überschwänglichen Lebensstils.”
“Subjektive Tatschwere A.________ handelte direktvorsätzlich und primär aus egoistischen, pekuniären Motiven. Diese Umstände sind tatbestandsimmanent und deshalb neutral zu gewichten. A.________ hätte ohne Weiteres von der Tat absehen können. Er hätte sich eine legale Arbeitstätigkeit suchen oder Sozialhilfe beziehen können. Er konsumierte zum Tatzeitpunkt selbst Cannabis (pag. 359 Z. 45 ff.), war jedoch nicht abhängig. Daher kommt er nicht in den Genuss einer Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG. Die subjektive Tatschwere wirkt sich neutral auf das Tatverschulden aus. Es bleibt bei einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten.”
“Il est à ce propos relevé que les montants séquestrés sont importants – de même que le chiffre d’affaire et le bénéfice relatifs aux activités criminelles du prévenu. Ces éléments démontrent que ce dernier a fait preuve d’une énergie criminelle importante durant une longue période. Au moment de son arrestation, le prévenu détenait des quantités très importantes de produits stupéfiants très divers qui n’attendaient que leur vente prochaine. La Cour relève qu’elle a rarement eu à juger un trafic portant sur un panel de stupéfiants aussi varié, le prévenu ayant importé et vendu pas moins de huit produits en partie très dangereux pour la santé. Il ne fait en outre aucun doute que A.________ aurait continué son trafic s’il n’avait pas été arrêté. S’y ajoute le fait que le prévenu a réalisé deux des circonstances aggravantes prévues par la loi. Ainsi, la peine de base est fixée à 82 mois de peine privative de liberté. Cette peine peut être très légèrement réduite de 6 mois, à 76 mois, pour prendre en compte la consommation de stupéfiants du prévenu. En effet, même si celle-ci n’était pas suffisamment importante pour justifier une application de l’art. 19 al. 3 LStup (une véritable dépendance étant nécessaire à ce titre, ce qui n’était pas le cas en l’espèce au vu des déclarations du prévenu, cf. ch. IV.13.3 ci-dessus), il peut être tenu compte de sa consommation de stupéfiants dans le cadre de l’art 47 CP.”
“Die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sieht einen ordentlichen Strafrahmen von mindestens einem Jahr bis maximal 20 Jahre Freiheitsstrafe vor (Art. 19 Abs. 2 lit. a und c BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG i.V.m. Art. 40 Abs. 2 StGB). Strafschärfungsgründe liegen keine vor. In- dessen stellt sich die Frage des Strafmilderungsgrundes nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG, auf welchen sich die Beschuldigte beruft (act. H.2; RG act. 7). Das Gericht kann bei einer Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 2 BetmG, wenn der Täter von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Widerhandlung zur Finanzie- rung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen, die Strafe nach freiem Ermessen mildern (Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG). Bei der Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 BetmG handelt es sich um eine Kann-Vorschrift (Gustav Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz [BetmG] Kommentar, Basel 2016, N 1168 zu Art. 19 BetmG). Um in den Genuss dieses Strafmilderungsgrundes zu kommen, muss die Beschuldigte sowohl abhängig sein, als auch den Handel allein zur Finanzierung der eigenen Sucht betrieben haben. Dabei reicht das gelegentliche Konsumieren nicht aus (Hug-Beeli, a.a.O., N 1175 zu Art. 19 BetmG). Der Begriff Abhängigkeit ist nach der ICD-10 Klassifikation der WHO zu interpretieren. Abhängigkeit ist durch den starken Wunsch gekennzeichnet, die Substanz einzunehmen, Schwie- rigkeiten, den Konsum zu kontrollieren, und die Substanz trotz schädlicher Folgen zu gebrauchen, wobei dem Substanzgebrauch Vorrang vor anderen Verpflichtun- gen und Aktivitäten gegeben wird.”
Bei längerfristigem oder kantonsübergreifendem Handel sowie bei umfangreichem oder gewerbsmässigem Handel sind einschlägige Vorstrafen strafzumessungsrelevant und können zu einer deutlichen Straferhöhung führen; dies kann namentlich die Verhängung von Freiheitsstrafe rechtfertigen.
“Der angefochtenen Verfügung kann entnommen werden, dass dem Beschwerdeführer Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) vorgeworfen werden. Unter Zweck der Prüfung werden Sachverhalte aufklären, Verdacht auf begangene Verbrechen oder Vergehen in der Vergangenheit und Verdacht auf zukünftige Verbrechen oder Vergehen aufgeführt. Der Kurzbegründung kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer verdächtigt wird, seit Juni 2016 in den Kantonen Freiburg und Bern im Marihuana-Handel tätig zu sein. Zudem weise er einschlägige Vorstrafen auf.”
“c, d und g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie wegen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 13 Monaten. Die Probezeit wurde auf zwei Jahre festgelegt (act. 42; Beizugsakten Urk. 24). Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 3. März 2021 wurde gegen den Beschuldigten wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sowie Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. g WG, Art. 25 WG und Art. 27 WG eine Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 11. November 2020 von 40 Tagen bedingter Freiheitsstrafe verhängt. Die Probezeit wurde wiederum auf zwei Jahre festgesetzt. Sodann wurde für die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG eine Busse von Fr. 300.– ausgefällt (Urk. 17/5). Diese beiden Vorstrafen liegen zeitlich nicht weit vor der heute zu beurteilenden Delinquenz zurück. Gerade mal wenige - 10 - Wochen nach der jüngeren Verurteilung delinquierte der Beschuldigte unbeirrt und dazu noch einschlägig in grösserem Stil weiter. Wenn die Vorinstanz unter diesem Titel lediglich eine Straferhöhung von drei Monaten als angezeigt erachtete, erscheint dies mild, aber noch vertretbar. Dabei hält die Vorinstanz richtig fest, dass es sich bei der zweiten Vorstrafe um eine Zusatzstrafe handelt und der Beschuldigte seit der Verurteilung vom 11. November 2020 zum ersten Mal wieder delinquierte (Urk. 40 S. 16). Sodann ist auch die Delinquenz während laufender Probezeit – welche die Vorinstanz unberücksichtigt liess – merklich straferhöhend zu berücksichtigen. 3.3. Strafreduzierend berücksichtigte die Vorinstanz das Nachtatverhalten des Beschuldigten.”
“Die Vorinstanz hat das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten korrekt wiedergegeben. Darauf kann verwiesen werden (Urk. 40 S. 15 f.). Aus den persönlichen Verhältnissen ergibt sich nichts, was für die Strafzumessung relevant wäre. 3.2. Der Beschuldigte verfügt über zwei einschlägige Einträge im Strafregister (Urk. 42). Am 11. November 2020 verurteilte ihn das Bezirksgericht Bülach wegen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie wegen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 13 Monaten. Die Probezeit wurde auf zwei Jahre festgelegt (act. 42; Beizugsakten Urk. 24). Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 3. März 2021 wurde gegen den Beschuldigten wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sowie Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. g WG, Art. 25 WG und Art. 27 WG eine Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 11. November 2020 von 40 Tagen bedingter Freiheitsstrafe verhängt. Die Probezeit wurde wiederum auf zwei Jahre festgesetzt. Sodann wurde für die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG eine Busse von Fr. 300.– ausgefällt (Urk. 17/5). Diese beiden Vorstrafen liegen zeitlich nicht weit vor der heute zu beurteilenden Delinquenz zurück. Gerade mal wenige - 10 - Wochen nach der jüngeren Verurteilung delinquierte der Beschuldigte unbeirrt und dazu noch einschlägig in grösserem Stil weiter. Wenn die Vorinstanz unter diesem Titel lediglich eine Straferhöhung von drei Monaten als angezeigt erachtete, erscheint dies mild, aber noch vertretbar.”
“E. 3.2, je m.w.H.). Der Beschuldigte hat sich mit der Anlasstat eines qualifizierten Falls des Betäu- bungsmittelhandels schuldig gemacht und dadurch die öffentliche Gesundheit, Sicherheit und Ordnung erheblich gefährdet, nachdem er bereits in der Vergan- genheit unter anderem wegen eines Verstosses gegen Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG verurteilt worden war. Zwar ist dabei der Umstand, dass der durch den Beschul- digten betriebene Betäubungsmittelhandel in engem Zusammenhang mit seiner eigenen Drogensucht stand, mildernd zu werten, es ist aber dennoch nicht mehr von einem leichten Tatverschulden auszugehen. Ausserdem führt die langjährige, von mehreren Rückschlägen geprägte Drogenabhängigkeit des Beschuldigten in Kombination mit seinen aktuell zwar geregelten, aber nicht hinreichend stabil wir- kenden Lebensumständen dazu, dass dem Beschuldigten zum jetzigen Zeitpunkt keine positive Legalprognose gestellt werden kann und weitere, auch erhebliche Straftaten des Beschuldigten im Betäubungsmittelbereich nicht ausgeschlossen werden können (vgl. zum Ganzen E. 3.5.2). Es besteht somit das Risiko einer schweren Verletzung des hohen Rechtsguts der Gesundheit vieler Menschen und damit verbunden eine nicht zu vernachlässigende Gefährdung für Ordnung und Sicherheit (vgl. Stephan Schlegel/Oliver Jucker, BetmG Kommentar, 4. Aufl.”
“5 Anhang I FZA namentlich auch im Zusammenhang mit Cannabishandel begründet sind, da die Droge trotz der vergleichsweise geringen Gefahr für die menschliche Gesundheit nicht unbedenklich ist (vgl. zum Ganzen E. 3.4.3 oben). Die vom Beschuldigten eingeführte Marihuanamenge ist mit rund 51 Kilogramm äusserst gross. Der Beschuldigte handelte zudem direktvorsätzlich und sein Verschulden ist gerade noch als mittelschwer einzustufen. Die hinreichend schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Gesundheit im Sinn von Art. 5 Anhang I FZA ist mit der vorliegenden Verurteilung damit klarerweise gegeben. Bereits unter dem Titel des Vollzugs der vorliegenden Freiheitsstrafe wurde erörtert, dass dem Beschuldigten eine schlechte Legalprognose gestellt werden muss. Der unter verschiedenen Alias-Namen auftretende Beschuldigte (vgl. Akten S. 3, 144 ff.; ferner auch seine Ausführungen anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung, Akten S. 744) ist mehrfach vorbestraft, wobei in Bezug auf die vorliegende Verurteilung insbesondere die Vorstrafe vom 22. Juli 2019 negativ ins Gewicht fällt. Nachdem er bereits damals unter anderem wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG im Zusammenhang mit Marihuana verurteilt worden war, wurde er vorliegend nur rund ein Jahr später erneut bei der Einfuhr von einer beträchtlichen Menge an Marihuana festgenommen, wobei er dabei zudem gegen ein gegen ihn bestehendes Einreiseverbot des SEM verstossen hat. Es erscheint offenkundig, dass der Beschuldigte die hiesige Rechtsordnung schlichtweg nicht beachtet; er muss daher als unbelehrbar bezeichnet werden. Das gegenwärtige Rückfallrisiko im Sinne des FZA ist aus diesen Gründen als gross einzustufen.”
“Dès lors, il y a lieu de constater que le prévenu a de nombreux antécédents, ce qui implique une aggravation non négligeable de la peine, d’autant plus que la récidive par rapport à la sanction du 4 juin 2015 concerne à nouveau un délit au sens de l’art. 19 al. 1 LStup, infraction pour laquelle il avait déjà été condamné le 4 décembre”
Erkennbares Mitwirken als Fahrer oder Mitreisender kann — je nach Umständen — Mittäterschaft nach Art. 19 Abs. 1 BetmG begründen. Indizien hierfür sind, dass die Fahrt erkennbar zum Zwecke des Beschaffens oder Überführens von Betäubungsmitteln unternommen wurde, dass der Beteiligte den Tatplan kannte oder aktiv an dessen Ausführung mitwirkte (z. B. eigenes Lenken bei Teilstrecken, Übernahme der Grenzepassage). Dagegen begründet das reine Bereitstellen eines Fahrzeugs oder blosse Hilfeleistung (z. B. bei Panne) in der Regel nur Gehilfenschaft. Die Abgrenzung hängt vom konkreten Tatbeitrag und den Umständen des Einzelfalls ab.
“nicht erstellt ist. IV. Rechtliche Würdigung 1.Grundlagen Hinsichtlich der Ausführungen zu den Grundlagen der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie der Gehilfenschaft ist zwecks Vermei- dung von Wiederholungen auf die Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen (Urk. 23 S. 32 f.). 2.Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG 2.1.Die Vorinstanz hat richtig festgehalten, dass in objektiver Hinsicht die Be- schuldigte das Kokain gemeinsam mit C._____ und den Kurieren in die Schweiz einführte, indem sie C._____ begleitete und während eines Teils der Fahrt auch das Fahrzeug lenkte. 2.2.Die Vorinstanz ging dabei von Mittäterschaft aus. Mittäter ist, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Delikts vorsätzlich und in massge- bender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Entscheidend ist, ob der Tatbeitrag nach den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt (vgl. u.a. BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; Urteile des Bundesge- richts 6B_688/2019 vom 26. September 2019 E. 3.2; 6B_1206/2018 vom 17. Mai 2019 E. 2.3.3). Ein Indiz für Mittäterschaft ist das Interesse an der Tat, insbeson- dere auch die anteilsmässige Beteiligung an der Beute bzw.”
“3 CPP, concerne tant le fardeau de la preuve que l'appréciation des preuves au sens large (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.1). En tant que règle sur le fardeau de la preuve, la présomption d'innocence signifie, au stade du jugement, que ce fardeau incombe à l'accusation et que le doute doit profiter au prévenu (arrêts du Tribunal fédéral 6B_519/2018 du 29 août 2018 consid. 3.1 ; 6B_377/2018 du 22 août 2018 consid. 1.1). Comme règle d'appréciation des preuves, la présomption d'innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait. Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 138 V 74 consid. 7 ; ATF 127 I 38 consid. 2a ; ATF 124 IV 86 consid. 2a). 2.2. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire celui qui aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d). L'auteur de l'infraction est puni d'une peine privative de liberté d'un an au moins, cette sanction pouvant être cumulée avec une peine pécuniaire, s'il sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (art. 19 al. 2 let. a LStup). La jurisprudence, rendue sous l'ancien droit mais qui reste applicable, a admis la qualité de coauteur de celui qui, comme conducteur, accomplit un trajet en voiture avec des personnes qui, de manière reconnaissable pour lui, font le parcours dans le seul but d'aller chercher, également dans son propre intérêt, des stupéfiants et de les ramener chez eux, et qui gardent la drogue sur eux, sans la cacher dans le véhicule (ATF 114 IV 162 consid.”
“Dans cette mesure, la présomption d'innocence se confond avec l'interdiction générale de l'arbitraire, prohibant une appréciation reposant sur des preuves inadéquates ou sans pertinence (ATF 138 V 74 consid. 7 ; ATF 124 IV 86 consid. 2a ; ATF 120 la 31 consid. 2). L'appréciation des preuves est l’acte par lequel le juge du fond évalue librement la valeur de persuasion des moyens de preuve à disposition et pondère ces différents moyens de preuve afin de parvenir à une conclusion sur la réalisation ou non des éléments de fait pertinents pour l’application du droit pénal matériel. Elle est dite libre, car le juge peut par exemple attribuer plus de crédit à un témoin, même prévenu dans la même affaire, dont la déclaration va dans un sens, qu’à plusieurs témoins soutenant la thèse inverse. Le juge peut fonder une condamnation sur un faisceau d’indices ; en cas de versions contradictoires, il doit déterminer laquelle est la plus crédible. En d’autres termes, ce n’est ni le genre ni le nombre des preuves qui est déterminant, mais leur force de persuasion (Verniory, Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2e éd., Bâle 2019, nn. 29 et 34 ad art. 10 CPP). 4.2.2 L’art. 19 al. 1 LStup n’exclut pas totalement une condamnation en qualité de complice, mais une telle configuration doit être envisagée avec retenue. Celui qui se contente de mettre une voiture à disposition pour le trajet ou de prêter assistance au transporteur en raison d’une panne de véhicule agit comme complice. Celui qui entreprend un déplacement en voiture avec un passager qu’il sait détenir de la drogue commet, en qualité de coauteur, un acte de transport réprimé par l’art. 19 al. 1 let. b LStup, peu importe qu’il n’ait pas eu une maîtrise directe sur la drogue. Celui qui conduit personnellement sa voiture jusqu’en France afin de prendre en charge la « mule » puis lui fait passer la frontière pour regagner la Suisse agit en tant que coauteur (TF 6B_600/2018 du 23 août 2018 consid. 3 et les références). 4.3 En l’espèce, comme les premiers juges, il y a lieu de retenir que l’appelant était impliqué dans le trafic de marijuana d’Espagne en Suisse compte tenu des éléments de preuve concrets convergents suivants : - l’appelant n’a donné aucune explication crédible quant à la présence d’une de ses empreintes digitales sur un des sachets de marijuana découverts dans le coffre de son véhicule.”
“Er holte auch hier vermehrt zu Gegenangriffen aus (beispielhaft pag. 589, Z. 341 f.; pag. 599, Z. 45 f.; pag. 610 f., Z. 610 ff.; pag. 613 f., Z. 762 ff.) und konzentrierte sich im Wesentlichen darauf, die Aussagen der anderen Einvernommenen zu negieren statt auf die gestellten Fragen zu antworten. Aufgrund der vorangegangenen Beweiswürdigung ist damit erstellt, dass der Beschuldigte am 17. Dezember 2015 gemeinsam mit einer weiteren Person und K.________ 300 Gramm Kokaingemisch (enthaltend ca. 170 Gramm Kokain Base) von H.________ nach I.________ sowie von I.________ nach J.________ befördern und somit in die Schweiz einführen liess. III. Rechtliche Würdigung 9. Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 und 2) 9.1 Theoretische Grundlagen Für die theoretischen Grundlagen zum Tatbestand kann vorab auf die zutreffenden, wenn auch knappen Ausführungen in der vorinstanzlichen Urteilsbegründung verwiesen werden (pag. 4275 f., S. 45 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). Der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz nach Art. 19 Abs. 1 BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt lagert, versendet, befördert, einführt, ausführt oder durchführt (lit. b) bzw. unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (lit. c). Der Täter wird sodann mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann, bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). Die Tathandlung des Veräusserns i.S.v. Art. 19 lit. c BetmG bedeutet die vorsätzliche Übertragung der Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person, mithin das Anbieten, Verteilen, Verkaufen, Vermitteln oder Abgeben von Betäubungsmittel (Urteil des Bundesgerichts 6B_360/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 2.2; Fingerhut/Schlegel/Jucker, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl., Art. 19 N 51 f.). Die Vollendung tritt mit der der Entäusserung folgenden Erlangung der Verfügungsgewalt durch den Erwerber ein (Fingerhut/Schlegel/Jucker, a.”
Bei Art. 19 Abs. 4 genügt bei einem zusammenhängenden Tatkomplex in der Regel, diesen gesamten Komplex einem Staat zuzurechnen; es ist nicht erforderlich, für jede einzelne Teilhandlung oder jedes Teildelikt gesondert den Tatort im Ausland nachzuweisen. Diese Betrachtungsweise gilt insbesondere, wenn die einzelnen Verhaltensweisen als aufeinanderfolgende Stadien derselben Deliktstätigkeit zu verstehen sind.
“Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP ; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas a priori exclue, qu'elle ne sera pas requise par l'Etat étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet Etat un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'Etat étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art. 8 al. 1 CP. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle. On peut ainsi considérer que ces différents comportements forment, pour une opération donnée, un complexe de faits. Dans ce cas, il n'est pas nécessaire de rechercher pour chacun des actes constitutifs le lieu où il a été commis et il suffit de déterminer à quel Etat le complexe de faits peut être rattaché (ATF 137 IV 33 consid.”
“6 CP étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du CP. Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement. Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP; RS 351.1), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 al. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). Le droit suisse, à l'exclusion du droit étranger même plus favorable, s'applique alors seul. Ces particularités guident l'interprétation de l'art. 19 al. 4 LStup (ATF 137 IV 33 consid. 2.1.3 et les références citées). Le juge suisse doit s'assurer, lorsque l'extradition n'est pas exclue a priori, qu'elle ne sera pas requise par l'État étranger, à savoir qu'il doit obtenir de cet État un nihil obstat à l'exercice par la Suisse de sa propre compétence répressive. L'art. 19 al. 4 LStup n'exige toutefois pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'État étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Les comportements visés par l'art. 19 al. 1 LStup sont en effet appréhendés comme des délits de mise en danger abstraite, de sorte que ces infractions sont, en principe, réputées commises au lieu où est réalisé le comportement abstraitement dangereux, respectivement où le comportement illicite s'est produit, au sens de l'art. 8 al. 1 CP. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins, comme on l'a vu, les stades successifs de la même activité délictuelle. On peut ainsi considérer que ces différents comportements forment, pour une opération donnée, un complexe de faits. Dans ce cas, il n'est pas nécessaire de rechercher pour chacun des actes constitutifs le lieu où il a été commis et il suffit de déterminer à quel État le complexe de faits peut être rattaché (cf.”
“Cette norme se rattache au principe de la compétence de remplacement qui peut se résumer pour l'essentiel à l'adage "aut dedere aut judicare" ("livrer ou juger"; ATF 116 IV 244 consid. 3b p. 248). Elle consacre une réglementation située entre l'universalité pure et la délégation de la poursuite instituée par l'art. 85 de la loi fédérale sur l'entraide internationale en matière pénale (EIMP), dont l'application est exclue lorsque les conditions de l'art. 19 ch. 4 LStup sont réalisées (art. 85 al. 3 EIMP). En règle générale, le juge suisse ne connaîtra pas des infractions commises à l'étranger sans s'être assuré que l'extradition – admissible a priori – ne sera pas requise (ATF 116 IV 244). Dans la mesure où il s'agit d'une compétence de remplacement, le juge suisse doit interpeller préalablement le for naturel, c'est-à-dire le juge du lieu de commission et le juge suisse n'est compétent que si le juge du lieu de commission renonce à demander l'extradition, ne l'obtient pas ou ne répond pas (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup – dispositions pénales, 2022, n. 157 ad art. 19 ; CORBOZ, Les infractions en droit suisse, vol. II 2010, n. 131, p. 929). L'art. 19 al. 4 LStup n'exige pas que le juge suisse établisse précisément et séparément quels actes mentionné dans l'art. 19 al. 1 LStup ont été commis dans l'État étranger dont le nihil obstat a été obtenu. Si les comportements mentionnés par l'art. 19 al. 1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle. On peut ainsi considérer que ces différents comportements forment, pour une opération donnée, un complexe de faits. Il suffit de déterminer à quel État le complexe de fait peut-être rattaché (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 159 ad art. 19). Pour déterminer si l'acte est punissable dans le pays où il a été commis et, cas échéant, si la législation de ce dernier elle est plus favorable à l'auteur, le droit étranger doit être véritablement établi préalablement à une condamnation, par exemple grâce à un avis de droit de l'institut suisse de droit comparé (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 160 ad art. 19). L’art.”
Art. 19 setzt Vorsatz voraus; dolus eventualis genügt. Die Tat ist damit verwirklicht, wenn der Täter zumindest die Möglichkeit des tatbestandsmässigen Verhaltens in Kauf nimmt (etwa im Sinne des in der Rechtsprechung erwähnten Beispiels „nicht nein sagen können“).
“L'infraction définie à l'art. 19 LStup est intentionnelle. Le dol éventuel suffit. L'infraction est ainsi réalisée lorsque l'auteur accepte l'éventualité de réaliser l'infraction, notamment admet qu'il s'agisse de stupéfiants (arrêts du Tribunal fédéral 6B_590/2023 du 20 septembre 2023 consid. 3.1 ; 6B_381/2011 du 22 août 2011). S'agissant du dol éventuel, le Tribunal fédéral a, notamment, jugé que celui qui ne sait pas dire non à une requête se rend coupable d'infraction à l'art. 19 LStup, sous la forme du dol éventuel (arrêts du Tribunal fédéral 6B_894/2020 du 26 novembre 2020 consid. 1.4.2 ; S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire, LStup : dispositions pénales, 2022, n. 101-103 ad art. 19 LStup).”
Als Herstellen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG gelten alle zur Erzeugung von Betäubungsmitteln geeigneten Verfahren. Für die Vollendung des Delikts ist kein erfolgreicher Herstellungserfolg erforderlich; die Vollendung tritt bereits mit Beginn des Herstellungsvorgangs ein (z. B. beim Tätigwerden an Pollinator/Extraktionsanlage).
“1 Dem Beschuldigten B. wird in Anklageziffer 1.2.1 zudem mehrfache Herstellung von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG vorgeworfen, indem dieser in einem unbekannten Zeitraum, jedoch spätestens bis zum 16. November 2022, unbefugt mit Hilfe eines Pollinators aus Drogenhanf 24.4671 kg Cannabisharz (Haschisch) gewonnen und dieses teilweise mit einer Presse zu Haschischblöcken gepresst habe, wobei der THC-Gehalt den Grenzwert von 1 % jeweils überschritten habe. Weiter soll er mit Hilfe einer Extraktionsanlage 16 Liter Cannabisextrakt mit einem THC-Gehalt von 1.9 % gewonnen haben. 3.1.2 Die Anklage wirft dem Beschuldigten B. in Anklageziffer 1.2.2 alsdann vor, 256.643 kg Cannabismaterial, 24.4671 kg Cannabisharz (Haschisch), 16 Liter Cannabisextrakt sowie ca. 15'000 Cannabissamen, jeweils der Kategorie «Drogenhanf» mit einem THC-Gehalt von über 1 %, ab einem unbekannten Zeitpunkt und bis am 16. November 2022 besessen und sich damit des mehrfachen Besitzes von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG strafbar gemacht zu haben. 3.1.3 Rechtliches 3.1.3.1 Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Betäubungsmittel in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden (Urteil 6B_1440/2019 vom 25. Februar 2020 E. 2.3.1 mit Hinweis). Nach Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Weise erzeugt. Als Herstellen gelten dabei alle zur Erzeugung von Betäubungsmitteln geeigneten Verfahren. Zur Vollendung des Delikts gehört dabei kein Herstellungserfolg, es genügt vielmehr, dass mit einem Betäubungsmittel gearbeitet wird, womit bereits mit Beginn des Herstellungsvorganges die Vollendung eintritt. Gemäss lit. d desselben Artikels macht sich auch strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Besitz im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes setzt grundsätzlich Herrschaftsmöglichkeit, d.”
Für die Anwendung oder den Vergleich ausländischen Rechts ist dieses vor einer Verurteilung verbindlich festzustellen; dies kann etwa durch ein Gutachten des Instituts für internationales und vergleichenden Recht (ISDC) erfolgen. Zur Abklärung der internationalen Zuständigkeit sind gegebenenfalls Rechtserkundigungen vorzunehmen und ein nihil obstat der ausländischen Behörden einzuholen oder einholen zu lassen.
“1 LStup sont érigés en infractions indépendantes, ils n'en constituent pas moins les stades successifs de la même activité délictuelle. On peut ainsi considérer que ces différents comportements forment, pour une opération donnée, un complexe de faits. Il suffit de déterminer à quel État le complexe de fait peut-être rattaché (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 159 ad art. 19). Pour déterminer si l'acte est punissable dans le pays où il a été commis et, cas échéant, si la législation de ce dernier elle est plus favorable à l'auteur, le droit étranger doit être véritablement établi préalablement à une condamnation, par exemple grâce à un avis de droit de l'institut suisse de droit comparé (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 160 ad art. 19). L’art. 19 al. 4 LStup exige que l’auteur se trouve en Suisse. Il importe à cet égard peu qu’il s’y trouve de son plein gré ou soit extradé à la Suisse, et qu’il soit détenu ou non (ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes, 3e édition, Berne 2016, n. 289 ad art. 19 LStup ; voir aussi l’arrêt du Tribunal fédéral 6B_969/2010 susmentionné, qui concerne précisément le cas d’un prévenu extradé à la Suisse). 2.3.1. La CPAR a retenu, dans son arrêt du 10 février 2023 relatif au comparse de l’appelant, que la drogue était bien destinée à la Suisse. Il n’y a en l’espèce aucune raison de statuer différemment. En effet, ainsi que cela ressort de l’arrêt AARP/59/2023, ledit comparse a agi principalement depuis Genève, où il vivait et a vendu de la cocaïne au détail ; il se servait d’un raccordement suisse pour ses contacts avec la mule, laquelle a initialement déclaré qu’elle devait livrer la drogue à Genève. Il ne fait ainsi pas de doute que la cocaïne était destinée au marché genevois, où le commanditaire entendait la revendre. Il n’allait certainement pas prendre le risque de faire lui-même passer la frontière franco-suisse à la marchandise. Au surplus, même s’il fallait retenir la seconde version de la mule, qui a déclaré devoir livrer la cocaïne à H______ [France] – ce que la Cour ne retient pas – la destination finale de la cocaïne était de toute façon la métropole genevoise, centre du trafic du commanditaire.”
“Sous la plume de son conseil, A______ a, le 10 février 2023, fait part au Ministère public de ses doutes sur la compétence des autorités suisses pour le poursuivre dès lors qu'il était prévenu pour avoir vendu de la cocaïne au Portugal, à une personne arrêtée par la suite en France. Il sollicitait ainsi du Ministère public de statuer sur cette question. f. Le 2 mars 2023, en réponse à un courrier du Ministère public, A______ a requis du Ministère public le prononcé d'une décision formelle sur sa compétence. g. Lors d'une audience tenue le 9 mars 2023, le Procureur a déclaré n'avoir "pas à rendre de décision formelle sujette à recours en lien avec la question de la compétence des autorités de poursuite pénale suisses". A______ conservait la possibilité de faire valoir, plus tard, ses prétentions en indemnités, notamment pour détention injustifiée, et de soulever, par-devant l'autorité de jugement, un incident en lien avec la compétence des autorités suisses. Par ailleurs, l'Institut suisse de droit comparé (ci-après: ISDC) avait été invité à établir l'équivalent, en droit portugais, de l'art. 19 LStup et une commission rogatoire avait été adressée au Parquet de E______ [Portugal] pour obtenir son nihil obstat au sens de l'art. 19 ch. 4 LStup. C. a. Dans son premier recours, A______ soutient avoir, à bon droit, sollicité du Ministère public le prononcé d'une décision formelle sujette à recours en lien avec la compétence ratione loci des autorités pénales suisses. En refusant expressément de rendre une telle décision, l'autorité intimée s'était rendue coupable d'un déni de justice. b. Dans ses observations, le Ministère public souligne que la compétence des autorités suisses avait été reconnue par la Chambre pénale d'appel et de révision de la Cour de justice dans son arrêt rendu contre C______. Pour la présente procédure, il avait entrepris des démarches auprès des autorités portugaises et de l'ISDC pour valider sa compétence, en lien avec l'art. 19 ch. 4 LStup. Dans l'attente du nihil obstat, il ne voyait pas quelle décision il "aurait pu et dû rendre". À teneur des pièces reçues en retour des autorités portugaises, une extradition vers ce pays n'était pas à l'ordre du jour.”
Einführen im Sinne von Art. 19 BetmG ist jedes tatsächliche Verbringen oder Verbringenlassen von Betäubungsmitteln aus dem Ausland in das schweizerische Zollgebiet. Für den Tatbestand ist nicht erforderlich, dass der Täter die Stoffe eigenhändig über die Grenze bringt oder während des Grenzübertritts Gewahrsam daran hat; das Verbringenlassen durch Dritte kann ausreichen.
“Einführen ist jedes tatsächliche Verbringen oder Verbringenlassen von Betäubungsmitteln aus dem Ausland in das schweizerische Zollgebiet (HANS MAURER, in: Andreas Donatsch [Hrsg.], Kommentar StGB/JStG mit weiteren Erlassen, 21. Aufl. 2022, N. 15 zu Art. 19 BetmG; HUG-BEELI, a.a.O., N. 330 und 336 zu Art. 19 BetmG). Gleiches muss für betäubungsmittelähnliche Stoffe im Sinne von Art. 7 BetmG gelten. Der Tatbestand der Einfuhr verlangt kein eigenhändiges Verbringen der fraglichen Substanzen in das Inland (MAURER, a.a.O., N. 15 zu Art. 19 BetmG; GRODECKI/JEANNERE t, Petit commentaire LStup, Dispositions pénales, 2022, N. 23 zu Art. 19 BetmG). Er wird beispielsweise auch erfüllt, wenn die Täterschaft eine Sendung im Ausland absendet und die Post zur Beförderung der fraglichen Stoffe über die Grenze benutzt (HUG-BEELI, a.a.O., N. 335 zu Art. 19 BetmG; so auch Beschluss des deutschen Bundesgerichtshofs 1 StR 676/10 vom 15. Februar 2011 Rn. 7, in: HRRS 2011 Nr. 429). Die Einfuhr auf dem Postweg ist vollendet, wenn die Postsendung die Grenze überschritten hat (HUG-BEELI, a.a.O., N. 335 zu Art. 19 BetmG, Fn. 654).”
“Der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, c, d und g BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt lagert, versendet, befördert, einführt, ausführt, durchführt, veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft, in Verkehr bringt, besitzt, aufbewahrt, erwirbt, auf andere Weise erlangt oder wer zu einer dieser Wider- handlungen Anstalten trifft. Hervorzuheben ist dabei, dass unter die Tatvariante der Einfuhr grundsätzlich jedes tatsächliche Verbringen von Betäubungsmitteln - 47 - (aus dem Ausland) in das schweizerische Hoheitsgebiet bzw. den Geltungsbe- reich des BetmG fällt. Hinsichtlich der Täterschaft ist nicht vorausgesetzt, dass diese selbst beim Verbringen der Betäubungsmittel über die Grenze mitwirkt oder gar Gewahrsam an den Betäubungsmitteln hat (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 45 f. zu Art. 19 BetmG). In subjektiver Hinsicht ist jeweils Vorsatz erfor- derlich, wobei Eventualvorsatz genügt (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N 114 zu Art. 19 BetmG). Einer qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmit- telgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG macht sich strafbar, wer weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Ge- sundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Eine Gefährdung der Gesund- heit vieler Menschen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt gemäss bun- desgerichtlicher Praxis ab einer Personenanzahl von mindestens 20 oder ab einer Reinsubstanz von mindestens 18 Gramm Kokain vor (BGE 121 IV 332 E. 2a; BGE 109 IV 143 E. 3b; Urteil des Bundesgerichtes 6B_1068/2014 vom”
“Theoretische Grundlagen Betreffend die theoretischen Grundlagen zu den anzuwendenden Tatbeständen (Art. 19 Abs. 1 Bst. b und Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG) kann vorab auf die korrekten Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (S. 51 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 3743). Der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz nach Art. 19 Abs. 1 Bst. b BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt lagert, versendet, befördert, einführt, ausführt oder durchführt. Als Einfuhr wird grundsätzlich jedes tatsächliche Verbringen von Betäubungsmitteln aus dem Ausland in das schweizerische Hoheitsgebiet betrachtet. Wer also Betäubungsmittel aus dem Ausland in das Gebiet der Schweiz über deren Grenzen bringt oder bringen lässt, führt diese Betäubungsmittel im Sinne des Gesetzes ein (Hug-Beeli, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 2016, N 330 zu Art. 19 BetmG; Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3. Auflage 2016, N 45 f. zu Art. 19 BetmG). Dabei ist nicht erforderlich, dass sich die Betäubungsmittel während des Grenzübertritts im Gewahrsam des Täters befinden. Der Tatbestand der Einfuhr von Betäubungsmitteln verlangt kein eigenhändiges Verbringen der Substanzen in das Inland. Einfuhr umfasst also nicht nur das persönliche, das eigenhändige Verbringen von Drogen in die Schweiz, sondern auch das Verbringenlassen durch Drittpersonen (Hug-Beeli, a.a.O., N 335 zu Art. 19 BetmG). Der Täter wird sodann mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann, bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG). Der Tatbestand des mengenmässig qualifizierten Falls ist erfüllt, wenn sich die Tathandlung auf eine Menge von mindestens 18 g reinem Kokain bezieht (BGE 145 IV 312 E. 2.1.”
Bei qualifizierter Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 (Katalogtat) kommt eine Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 lit. b in den in den zitierten Entscheiden vorliegenden Fällen nicht in Betracht.
“Der Beschuldigte ist somit der qualifizierten Widerhandlung gegen das BetmG im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b und c in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen und hierfür angemessen zu bestrafen. Eine Strafmil- derung nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG fällt ausser Betracht.”
“Der Beschuldigte hat sich des Verbrechens gegen das Betäubungsmit- telgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie der Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG strafbar gemacht. Der ordentliche Strafrahmen hierfür erstreckt sich von einem Jahr bis 20 Jahren Freiheitsstrafe. Zurecht verneinte die Vorinstanz das Vorliegen von Strafmilderungsgründen nach Art. 19 Abs. 3 BetmG (Urk. 91 S. 42). Entgegen der Vorinstanz liegt jedoch keine Deliktsmehrheit vor. Die Stra- fe ist innerhalb des genannten Strafrahmens in Würdigung des objektiven und subjektiven Verschuldens des Beschuldigten (Tatkomponente) und der Täter- komponenten festzulegen.”
Gewerbsmässigkeit (Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG): Massgeblich sind Indizien wie der zeitliche und materielle Einsatz, die Häufigkeit der Taten sowie die angestrebten oder erzielten Einkünfte; die Tätigkeit muss darauf gerichtet sein, regelmässige Einnahmen zu erzielen und so einen spürbaren Beitrag zur Lebensführung zu leisten. In der Praxis gelten – nach der zitierten Rechtsprechung – Orientierungswerte von mindestens einem Jahresumsatz von rund CHF 100'000 oder einem Gewinn von mindestens CHF 10'000. Liegen Umsatz- und Gewinnzahlen darunter, kann dies dazu führen, dass die Gewerbsmässigkeit verneint wird, auch wenn andere besondere Merkmale (z. B. grosse Mengen) vorliegen.
“Handel mit Betäubungsmitteln Die Vorinstanz kam zutreffend zum Ergebnis, dass der Beschuldigte durch das Herstellen und Verkaufen von grösseren Mengen Kokain und Heroin den Tatbestand Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG erfüllt hat. Von einem gewerbsmässigen Handel im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG kann indes nicht ausgegangen werden, da die entsprechenden Umsatz- und Gewinnzahlen zu tief sind. Der Staatsanwaltschaft kann nicht gefolgt werden und der Schuldspruch der Vorinstanz ist zu bestätigen.”
“2 et les références citées ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_1273/2023 du 19 février 2024 consid. 2.1.1). L'auteur agit par métier lorsqu'il résulte du temps et des moyens qu'il consacre à ses agissements délictueux, de la fréquence des actes pendant une période déterminée, ainsi que des revenus envisagés ou obtenus, qu'il exerce son activité coupable à la manière d'une profession, même accessoire. Il faut que l'auteur aspire à obtenir des revenus relativement réguliers représentant un apport notable au financement de son genre de vie et qu'il se soit ainsi, d'une certaine façon, installé dans la délinquance. L'art. 19 al. 2 let. c LStup suppose en outre la réalisation d'un chiffre d'affaires d'au minimum CHF 100'000.- ou d'un gain d'au moins CHF 10'000.- (ATF 147 IV 176 consid. 2.2.1 ; 129 IV 253 consid. 2.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_1273/2023 du 19 février 2024 consid. 2.1.1 ; 6B_1183/2023 du 19 janvier 2024 consid. 3.1). Lorsque l'une des circonstances aggravantes prévues à l'art. 19 al. 2 LStup est réalisée, il est superflu de se demander si l'infraction ne pourrait pas également être qualifiée de grave pour un autre motif. En effet, la suppression de l'une des circonstances aggravantes retenues ne modifie pas la qualification de l'infraction, qui reste grave au sens de l'art. 19 al. 2 LStup, ni, par conséquent, le cadre légal de la peine encourue pour cette infraction (ATF 124 IV 286 consid. 3 ; ATF 122 IV 265 consid. 2c ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_970/2022 du 13 avril 2023 consid. 2.1). En revanche, si la réalisation d'une seconde circonstance aggravante ne modifie pas le cadre légal de la peine, le juge pourra en tenir compte lors de la fixation de celle-ci sur la base des critères généraux de la fixation de la peine concrète, selon l'art. 47 CP, car cela aggrave la faute de l'auteur (ATF 120 IV 330 consid. 1c/aa ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_970/2022 précité).”
Mitwirkung am Einfuhr‑ oder Transportgeschehen (z. B. Fahrdienst, Fahrzeug als «Öffner», Abholen) kann als Begehung oder als Gehilfenschaft zu einer Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG qualifiziert werden.
“der Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie mit Art. 25 StGB schuldig zu spre- chen. - 32 - 3.Mehrfache Gehilfenschaft zur qualifizierten Widerhandlung gegen das Be- täubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. b und c BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie mit Art. 25 StGB 3.1.Weiter hat die Vorinstanz zur objektiven Hinsicht richtig erwogen, dass die Beschuldigte mit folgenden Handlungen Hilfe zur Einfuhr der Betäubungsmittel in die Schweiz bzw. deren Verkauf leistete: Sie mietete unter Anklageziffer”
“________ pour les mois d’octobre à décembre 2019, dans lesquels il était faussement attesté que B.________ réalisait un salaire annuel de CHF 48'000.-, se faisant passer pour le président dudit club via sa signature, 2. Agi ainsi afin de permettre à B.________ d’obtenir sans droit le bail d’un appartement en France et d’ainsi tromper le futur bailleur sur sa réelle capacité financière, su en agissant ainsi que B.________ allait faire prendre un risque financier audit bailleur sur la base d’une représentation erronée de la vérité, Faits constitutifs de faux dans les certificats (art. 251 CP) et de tentative d’escroquerie (art. 146/22 CP), 3. Entre juillet 2019 et février 2020, sachant que B.________ et C.________ déployaient sur territoire du Littoral neuchâtelois un important trafic de cocaïne, 4. Sur demande de B.________, remis à des clients de ce dernier à 4 reprises 1 g de cocaïne, réclamé pour le compte de B.________ CHF 300.- à un client de ce dernier à un dénommé « F.________ ». Faits constitutifs de trafic de stupéfiants (art. 19 al. 1 LStup) 5. Sachant que B.________ et C.________ avaient convenu avec G.________ qu’elle irait en Hollande chercher de la cocaïne pour le compte de ce dernier, prêté assistance aux deux précités sous la forme suivante : 6. Le 26 janvier 2020, sachant que G.________ revenait de S.________/NL au volant de son Audi NExxxx, accompagnée de H.________, sachant que sur demande de B.________ elle revenait porteuse de 400 gr. de cocaïne (à un taux de 64.5 % équivalant à 258 gr. de drogue pure), prêté assistance à B.________ afin de faciliter l’entrée en Suisse de G.________ et de la drogue qu’elle portait sur elle. 7. Conduit ce jour-là son véhicule Opel, cependant que C.________ était passager, en tant que véhicule ouvreur depuis T.________/F, garantissant ainsi l’entrée en toute sécurité sur territoire suisse au niveau de Z.________ du véhicule Audi en question jusqu’à U.________, agissant en sachant qu’il aidait ainsi aux (sic) susnommés à importer sur territoire suisse des produits stupéfiants. 8.”
Für die Gefährdungsbeurteilung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG ist die Menge der betreffenden Betäubungsmittel (insbesondere die Reinmenge) ein zentrales Kriterium. Daneben können die Reinheit einer Droge und das Vorliegen besonders gefährlicher Mischungen als weitere relevante Umstände berücksichtigt werden.
“Le principe in dubio pro reo, qui découle de la présomption d'innocence garantie par l'art. 6 § 2 CEDH et, sur le plan interne, par l'art. 32 al. 1 Cst. et l'art. 10 CPP, concerne tant le fardeau de la preuve que l'appréciation des preuves. En tant que règle sur le fardeau de la preuve, ce principe signifie qu'il incombe à l'accusation d'établir la culpabilité de l'accusé, et non à ce dernier de démontrer son innocence. Il est violé lorsque le juge rend un verdict de culpabilité au seul motif que l'accusé n'a pas prouvé son innocence (ATF 127 I 38 consid. 2a ; 120 Ia 31 consid. 2c et 2d). Comme règle de l'appréciation des preuves, le principe in dubio pro reo signifie que le juge ne peut se déclarer convaincu d'un état de fait défavorable à l'accusé, lorsqu'une appréciation objective de l'ensemble des éléments de preuve laisse subsister un doute sérieux et insurmontable quant à l'existence de cet état de fait (ATF 127 I 38 consid. 2a; 124 IV 86 consid. 2a; 120 Ia 31 consid. 2c). 2.2. L'art. 19 al. 1 LStup punit d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire, notamment celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s’en procure de toute autre manière (let. d) ou prend des mesures aux fins de commettre une des infractions visées aux let. a et f. de l'art. 19 al. 1 LStup (let. g). 2.3.1. Selon l'art. 19 al. 2 LStup, l'auteur sera puni d'une peine privative de liberté d'un an au moins, cette sanction pouvant être cumulée avec une peine pécuniaire, s'il sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (let. a) ou s’il agit comme membre d’une bande formée pour se livrer de manière systématique au trafic illicite de stupéfiants (let. b). 2.3.2. Est déterminante pour l'application de la circonstance aggravante de l'art. 19 al. 2 let. a LStup la quantité de drogue pure mettant en danger la santé de nombreuses personnes (ATF 121 IV 193 consid.”
“3 CPP, concerne tant le fardeau de la preuve que l'appréciation des preuves au sens large (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.1). En tant que règle sur le fardeau de la preuve, la présomption d'innocence signifie, au stade du jugement, que ce fardeau incombe à l'accusation et que le doute doit profiter au prévenu (arrêts du Tribunal fédéral 6B_519/2018 du 29 août 2018 consid. 3.1 ; 6B_377/2018 du 22 août 2018 consid. 1.1). Comme règle d'appréciation des preuves, la présomption d'innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait. Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 138 V 74 consid. 7 p. 82 ; ATF 127 I 38 consid. 2a p. 41 ; ATF 124 IV 86 consid. 2a p. 87 s.). 2.2.1. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d), ou celui qui prend des mesures aux fins de commettre une des infractions visées aux lettres a à f (let. g). 2.2.2. Selon l'art. 19 al. 2 let. a LStup, le cas est grave lorsque l'auteur sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes. Pour apprécier la mise en danger, directe ou indirecte, de la santé de nombreuses personnes, la quantité de stupéfiants en cause constitue un élément central d'appréciation, même si d'autres critères sont également susceptibles d'être pris en considération, tels les risques liés à une drogue particulièrement pure ou à un mélange dangereux (ATF 145 IV 312 consid. 2.”
“Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen der qualifizierten Wider- handlung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden (Urk. 87 S. 25 ff.). Nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG macht sich strafbar, wer weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Viele Menschen sind nach Rechtsprechung 20 Personen oder mehr. Die vom Bundesgericht festgelegten Grenzwerte betragen bei LSD 200 Trips und bei Amphetamin 36 Gramm, welche die potenzielle Gefahr einer dauerhaften Gesundheitsschädigung bei regelmässigem Konsum berücksichtigen (BGE 145 IV 312, E. 2.1.1 ff., BGE 121 IV 334). Die Verteidigung streitet zu Recht nicht ab, dass vorliegend das Lagern von LSD (611 Trips), Amphetamin (963 Gramm reines Amphetamin) jeweils als schwerer Fall im Sinne dieser Bestim- - 34 - mung zu qualifizieren ist (Urk. 73 S. 16). Auch ist nicht bestritten, dass der Be- schuldigte die zweite Lieferung mehrheitlich zum Zweck der Weiterleitung erhal- ten hat (Urk. 73 S. 15 Ziffer 20). Wie oben erstellt, ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte diese Betäubungsmittel grösstenteils hätte weitergeben wollen, insofern also als Zwischenhändler fungiert hätte.”
Bei deutlicher Überschreitung des in Art. 19 Abs. 2 (lit. a) verwendeten Grenzwerts verliert die exakte Menge als alleiniges Strafzumessungskriterium an Bedeutung. In solchen Fällen sind neben der Gesamtmenge insbesondere Art und Weise der Tatbegehung, die Stellung und Funktion des Täters im Drogengeschäft, die Anzahl der Operationen (Wiederholungen), der Reinheitsgrad der Substanz sowie gegebenenfalls die internationale Struktur und die daraus folgende Gefährdung der Allgemeinheit gewichtige weitere Kriterien für die Strafzumessung.
“g übersteigt den vom Bundesgericht in konstanter Praxis defi- nierten Grenzwert von 18 g um ein Vielfaches, konkret um mehr als 40-fach. Das Mass der Überschreitung des schweren Falles ist für die Strafzumessung von er- heblicher Bedeutung (vgl. Gustav Hug-Beeli, in: Betäubungsmittelgesetz [BetmG] Kommentar zum Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe vom 3. Oktober 1951, Basel 2016, N 893 zu Art. 19 BetmG). Gleichzeitig verliert die Betäubungsmittelmenge als Strafzumessungskriterium an Bedeutung, je deutlicher der Grenzwert im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG überschritten ist (vgl. BGE 121 IV 202 E. 2cc; 121 IV 193 E. 2aa), wobei in der Lehre die Auf- fassung vertreten wird, dies gelte nur, wenn mehrere Qualifikationsgründe gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG erfüllt seien (vgl. Mathys, a.a.O., N 108). Aufgrund der überdurchschnittlich guten Qualität des vom Beschuldigten gehan- delten Kokains (vgl. dazu act. E.1, E. 3.2.3, StA act. 10.2, Frage 2; StA act. 12.2, Frage 6 ff .; StA act. 11.14, Frage 53; StA act. 11.15, Frage 25; StA act. 11.16, Frage 26; StA act. 11.18, Frage 26) und der hohen Menge von”
“g übersteigt den vom Bundesgericht in konstanter Praxis defi- nierten Grenzwert von 18 g um ein Vielfaches, konkret um mehr als 40-fach. Das Mass der Überschreitung des schweren Falles ist für die Strafzumessung von er- heblicher Bedeutung (vgl. Gustav Hug-Beeli, in: Betäubungsmittelgesetz [BetmG] Kommentar zum Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe vom 3. Oktober 1951, Basel 2016, N 893 zu Art. 19 BetmG). Gleichzeitig verliert die Betäubungsmittelmenge als Strafzumessungskriterium an Bedeutung, je deutlicher der Grenzwert im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG überschritten ist (vgl. BGE 121 IV 202 E. 2cc; 121 IV 193 E. 2aa), wobei in der Lehre die Auf- fassung vertreten wird, dies gelte nur, wenn mehrere Qualifikationsgründe gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG erfüllt seien (vgl. Mathys, a.a.O., N 108). Aufgrund der überdurchschnittlich guten Qualität des vom Beschuldigten gehan- delten Kokains (vgl. dazu act. E.1, E. 3.2.3, StA act. 10.2, Frage 2; StA act. 12.2, Frage 6 ff .; StA act. 11.14, Frage 53; StA act. 11.15, Frage 25; StA act. 11.16, Frage 26; StA act. 11.18, Frage 26) und der hohen Menge von”
“A. Zürich 2016, Art. 19 BetmG N 176, 181), wurde um ein Vielfaches überschritten. Bei Kokain handelt es sich um eine harte Drogen mit stark abhän- gigkeitserzeugender und gesundheitsgefährdender Wirkung, die in der vorliegen- den Menge ausreicht, um die Gesundheit sehr vieler Menschen in Gefahr zu brin- gen. Die Betäubungsmittelmenge bildet ein erstes wichtiges Element des objektiven Tatverschuldens. Je deutlicher der genannte Grenzwert zum schweren Fall aber überschritten wird, desto mehr ist er nicht allein entscheidendes Element bei der Beurteilung der objektiven Tatschwere (BGE 121 IV 193, 196). Gewichtige weite- re Elemente bilden die Art und Weise der Tatbegehung, die Umstände, aufgrund derer der Täter mit den Drogen in Kontakt kam, sowie die Funktion und der Rang des Täters im Rahmen der Drogengeschäfte.”
“Enfin, le nombre d'opérations constitue un indice pour mesurer l'intensité du comportement délictueux. Celui qui écoule une fois un kilo d'héroïne sera en principe moins sévèrement puni que celui qui vend cent grammes à dix reprises (arrêt du Tribunal fédéral 6B_189/2017 du 7 décembre 2017 consid. 5.1). S'agissant d'apprécier les mobiles qui ont poussé l'auteur à agir, le juge doit distinguer le cas de celui qui est lui-même toxicomane et agit pour financer sa propre consommation de celui qui participe à un trafic uniquement poussé par l'appât du gain (arrêt du Tribunal fédéral 6B_1192/2018 du 23 janvier 2019 consid. 1.1). 4.2.3. Selon l'art. 48 let. e CP, le juge atténue la peine si l'intérêt à punir a sensiblement diminué en raison du temps écoulé depuis l'infraction et que l'auteur s'est bien comporté dans l'intervalle. Cette condition est en tout cas réalisée lorsque les deux tiers du délai de prescription de l'action pénale sont écoulés (ATF 140 IV 145 consid. 3.1 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_773/2016 du 22 mai 2017 consid. 4.4). L'infraction grave à l’art. 19 LStup se prescrit en particulier par quinze ans (art. 97 al. 1 let. b CP), de sorte que les deux tiers du délai de prescription sont de dix ans. 4.3. La faute de l'appelant est lourde. Il a pris part à un trafic international de stupéfiants, en organisant deux transports de cocaïne en Suisse, depuis le Brésil, le premier ayant porté sur une quantité indéterminée, mais conséquente ‒ vu le contexte d'un transport international et les rémunérations de CHF 5'000.- et de 150 grammes de cocaïne perçues par D______ et E______ ‒, et le second sur 1'192.50 grammes, d'un taux de pureté moyen élevé, soit 86%. Il a fait preuve d'une volonté délictuelle intense, ces transports ayant permis l'importation d'une quantité de drogue importante à Genève, en l'espace de deux mois seulement. La drogue étant destinée à la vente, il a agi de façon à mettre en péril la santé de nombreuses personnes, en faisant totalement fi de la législation suisse sur les stupéfiants. L'appelant a agi pour des mobiles égoïstes et par appât du gain facile, étant relevé qu'il ne ressort pas du dossier qu'il était lui-même consommateur et qu'il ne pouvait ignorer les effets néfastes de la cocaïne sur la santé d'autrui.”
Beim Vorwurf des Betreibens einer Hanf-Indooranlage (Strafandrohung bis zu drei Jahren) kann das Strafverfolgungsinteresse das Interesse des Beschuldigten an Geheimhaltung überwiegen, sodass die Beschlagnahme entsprechender persönlicher Daten zulässig sein kann. Für besonders schutzwürdige Daten (z. B. sexueller Natur) gilt die Substanziierungspflicht des Beschuldigten: Er muss konkret darlegen, wo und wie sich solche Daten finden lassen, sonst ist ihr Schutz nicht ohne Weiteres zu gewähren.
“Diese Erwägungen sind jedenfalls im Ergebnis nicht zu beanstanden. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht. Ungeachtet des Ortes, wo sie sich befinden, und des Zeitpunktes, in welchem sie geschaffen worden sind, dürfen gemäss Art. 264 Abs. 1 lit. b StPO persönliche Aufzeichnungen und Korrespondenz der beschuldigten Person nicht beschlagnahmt werden, wenn ihr Interesse am Schutz der Persönlichkeit das Strafverfolgungsinteresse überwiegt. Es geht hier um den Vorwurf des Betreibens einer Hanf-Indooranlage. Bei den vorgeworfenen Widerhandlungen gegen das BetmG handelt es sich um strafrechtliche Vergehen, für die eine Strafandrohung von bis zu drei Jahren Gefängnis vorgesehen ist (Art. 19 Abs. 1 BetmG i.V.m. Art. 10 Abs. 2 StGB). Das Strafverfolgungsinteresse ist deshalb erheblich und überwiegt das Interesse des Beschwerdeführers an der Geheimhaltung der von ihm geltend gemachten privaten und geschäftlichen Daten. Einzig bei den geltend gemachten Daten sexueller Natur erscheint dies als fraglich. Wie es sich damit verhält, kann jedoch dahingestellt bleiben. Denn insoweit ist der Beschwerdeführer seiner Substanziierungspflicht nicht nachgekommen. Er hätte es nach der dargelegten Rechtsprechung nicht beim pauschalen Hinweis bewenden lassen dürfen, in den Mobiltelefonen seien Daten sexueller Natur in zwei Apps in bestimmten, weit gefassten Zeiträumen gespeichert. Vielmehr hätte er näher darlegen müssen, wo genau bzw. wie sie darin zu finden seien. Es war nicht Aufgabe des Einzelrichters, die mutmasslich unüberschaubare Zahl von Fotos und Videoaufzeichnungen in den Mobiltelefonen von Amtes wegen danach zu durchforschen, ob und wo sich die angeblichen Daten allenfalls finden lassen könnten.”
“Diese Erwägungen sind jedenfalls im Ergebnis nicht zu beanstanden. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht. Ungeachtet des Ortes, wo sie sich befinden, und des Zeitpunktes, in welchem sie geschaffen worden sind, dürfen gemäss Art. 264 Abs. 1 lit. b StPO persönliche Aufzeichnungen und Korrespondenz der beschuldigten Person nicht beschlagnahmt werden, wenn ihr Interesse am Schutz der Persönlichkeit das Strafverfolgungsinteresse überwiegt. Es geht hier um den Vorwurf des Betreibens einer Hanf-Indooranlage. Bei den vorgeworfenen Widerhandlungen gegen das BetmG handelt es sich um strafrechtliche Vergehen, für die eine Strafandrohung von bis zu drei Jahren Gefängnis vorgesehen ist (Art. 19 Abs. 1 BetmG i.V.m. Art. 10 Abs. 2 StGB). Das Strafverfolgungsinteresse ist deshalb erheblich und überwiegt das Interesse des Beschwerdeführers an der Geheimhaltung der von ihm geltend gemachten privaten und geschäftlichen Daten. Einzig bei den geltend gemachten Daten sexueller Natur erscheint dies als fraglich. Wie es sich damit verhält, kann jedoch dahingestellt bleiben. Denn insoweit ist der Beschwerdeführer seiner Substanziierungspflicht nicht nachgekommen. Er hätte es nach der dargelegten Rechtsprechung nicht beim pauschalen Hinweis bewenden lassen dürfen, in den Mobiltelefonen seien Daten sexueller Natur in zwei Apps in bestimmten, weit gefassten Zeiträumen gespeichert. Vielmehr hätte er näher darlegen müssen, wo genau bzw. wie sie darin zu finden seien. Es war nicht Aufgabe des Einzelrichters, die mutmasslich unüberschaubare Zahl von Fotos und Videoaufzeichnungen in den Mobiltelefonen von Amtes wegen danach zu durchforschen, ob und wo sich die angeblichen Daten allenfalls finden lassen könnten.”
Bei geringen Betäubungsmittelmengen (z. B. einzelne Kokainmengen im Gramm‑Bereich) können die Gerichte eine mildere Sanktion ansetzen (Geldstrafe, relativ kurze Freiheitsstrafe oder Einstufung als Übertretung); bei Cannabis finden sich in der Rechtsprechung Hinweise auf relativ milde Bemessungen bis hin zu geringeren Einheitenstrafen bei Mengen bis rund 100 g. Die Formulierung ist fallabhängig und richtet sich nach Droge, Menge und Umständen des Einzelfalls.
“Mehrfaches Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz Das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz nach Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sieht einen Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Dem Beschuldigten 1 konnten insgesamt sieben Verkaufshandlungen von brutto insgesamt 12 Gramm Kokain nachgewiesen werden. Die einzelnen Schuldsprüche unterscheiden sich verschuldensmässig lediglich von der jeweils veräusserten Menge. In objektiver Hinsicht ist zunächst zu berücksichtigen, dass es sich beim gehandelten Betäubungsmittel um Kokain, und damit um eine harte Droge handelte, was verschuldenserhöhend ins Gewicht fällt. Zu Gunsten des Beschuldigten 1 zu werten ist hingegen, dass die einzelnen Mengen jeweils äusserst gering ausgefallen sind (zwischen einem und vier Gramm) und offensichtlich für den Endgebrauch bestimmt waren. Ausserdem war Abnehmerin der Betäubungsmittel immer dieselbe Person. Dass der Beschuldigte 1 demnach in grösserem Rahmen mit Kokain handelte, ist mithin nicht erstellt, geschweige denn, dass er in eine grössere Organisation eingebunden gewesen wäre. Die Staatsanwaltschaft gibt zwar zu bedenken, dass es sich bei den 12 Gramm um eine Minimalmenge handle und die Aussagen von H____ auf die doppelte Menge schliessen liessen (Berufungsbegründung Staatsanwaltschaft S.”
“letb RÉPUBLIQUE ET CANTON DE GENÈVE POUVOIR JUDICIAIRE P/15890/2021 AARP/428/2023 COUR DE JUSTICE Chambre pénale d'appel et de révision Arrêt du 8 novembre 2023 Entre A______, Sans domicile fixe, comparant par Me B______, avocate, appelant, contre le jugement JTDP/ rendu le 8 mai 2023 par le Tribunal de police, et LE MINISTÈRE PUBLIC de la République et canton de Genève, route de Chancy 6B, case postale 3565, 1211 Genève 3, intimé. EN FAIT : A. a. En temps utile, A______ appelle du jugement du Tribunal de police (TP) du 8 mai 2023, par lequel le TP l'a reconnu coupable d'infraction à la Loi fédérale sur les stupéfiants (art. 19 al. 1 let. d LStup), d'infraction à la Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration (art. 115 al. 1 let. b LEI), condamné à une peine privative de liberté de 30 jours, sous déduction de deux jours de détention avant jugement, a révoqué les sursis, ordonné la restitution du téléphone et des valeurs patrimoniales, l'a condamné aux frais de la procédure et a rejeté ses conclusions en indemnisation. A______ entreprend partiellement ce jugement, concluant à l'acquittement pour l'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup, au prononcé d'une peine pécuniaire égale à zéro pour le séjour illégal, à la non-révocation des sursis et à l'allocation de CHF 400.- "pour la détention" et CHF 4'402.25 "pour les frais de première instance de son Conseil". b. Selon l'ordonnance pénale du Ministère public (MP) du 8 mars 2022, il est reproché ce qui suit à A______ : Il a, du 23 novembre 2018 au 14 août 2021, séjourné sur le territoire helvétique alors qu'il était démuni de papiers d'identité et n'était pas au bénéfice des autorisations nécessaires. Il a, le 14 août 2021, détenu sans droit trois boulettes de cocaïne d'un poids total de 1.5 gramme destinées à la vente. B. Les faits pertinents suivants ressortent de la procédure : a. Selon les rapports d'interpellation et d'arrestation du 14 août 2021, une patrouille de police était intervenue, le jour même à 02h15, à la rue 1______ no. ______, pour une bagarre. Sur place, un individu avait pris la fuite ; les deux autres avaient été interpellés. Ces derniers, en état d'ébriété (0.”
“Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 BetmG in Bezug auf 1 Gramm Kokain”
“En revanche, elles contiennent des indications pertinentes pour le délit à l’art. 19 al. 1 LStup, à savoir qu’une peine de 5 unités pénales au maximum est prévue pour les trafiquants non toxicomanes de marijuana lorsque la quantité en cause est de 100 grammes au maximum. Les 30 unités pénales retenues par l’autorité inférieure pour ce délit (D. 461), alors que la quantité exacte de marijuana remise par le prévenu à E.________ n’est pas déterminable, sont excessives. A noter d’ailleurs que la Procureure sollicitait 10 unités pénales pour cette prévention (D. 380).”
“Immerhin haben die Zugeständnisse das Verfahren aber vereinfacht. Die von der Vorinstanz (vgl. Urk. 32 E. IV/3.2.3 S. 11) dafür gewährte Strafminderung von 2 Monaten erscheint dem angemessen und ist zu übernehmen. 3.3.Zwischenfazit Was das Gesamtverschulden für das Hauptdelikt betrifft, erscheint dafür (mit Blick auf einen ordentlichen Strafrahmen bis zu zwanzig Jahren Freiheitsstrafe) eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten als angemessen. - 18 - 4.Nebendelikt: Mehrfacher Erwerb von Marihuana 4.1.Tatverschulden In objektiver Hinsicht ist mit der Vorinstanz (Urk. 32 E. IV/4.1 S. 12) zu bemer- ken, dass der Beschuldigte bei vier Gelegenheiten Marihuana erwarb, insgesamt 50 Gramm. Es handelt sich um eine relativ geringfügige Menge einer «weichen» Droge. Die subjektive Tatschwere vermag die objektive nicht zu relativieren; es ist von direktem Vorsatz auszugehen, wobei die Motive letztlich im Dunkeln blieben. Die rechtliche Würdigung des Nebendelikts als Vergehen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG blieb übrigens unangefochten und steht nun nicht mehr zur Diskussion, folglich auch nicht, ob die Beschaffungshandlung bloss zum eigenen Konsum erfolgte (worüber der Beschuldigte keine Aussagen gemacht hatte; vgl. Urk. 3/2 F/A 1 ff. und 57 sowie Prot. I S. 12; vgl. hierzu die Verteidigung in Urk. 50 Rz 40 ff.). Angesichts des weiten Strafrahmens bei Drogendelikten wiegt das Tatverschulden als sehr leicht. Für die Tatkomponente wäre eine Einsatzstrafe von 90 Tagessätzen angemessen. 4.2.Täterkomponente Die persönlichen Verhältnisse zeitigen wiederum keine Auswirkungen auf die Straf- zumessung. Den erwähnten, teils einschlägigen Vorstrafen und dem Delinquieren während laufender Probezeit kommt in etwa gleich grosses Gewicht zu wie dem Umstand, dass der Beschuldigte den mehrfachen Marihuana-Erwerb gestanden hat (zutreffend die Vorinstanz in Urk. 32 E. IV/4.2 S. 12 f.). 4.3.Zwischenfazit Die von der Vorinstanz ausgefällte Geldstrafe von 90 Tagessätzen erscheint angemessen und ist zu übernehmen.”
“Concernant l’application de l’art. 19 al. 1 LStup aux faits non contestés, à savoir la remise par le prévenu d’une quantité indéterminée de marijuana à E.________ (D. 68 l. 291, D. 375 l. 6), il est rappelé qu’E.________ remettait parfois de l’argent au prévenu pour ladite marchandise que ce dernier achetait lui-même (D. 95 l. 113ss). Vu les faibles montants en jeu, ces faits n’ont pas été mis en accusation sous le mode d’exécution de la vente, mais il est néanmoins établi qu’E.________ payait en particulier entre CHF”
Fehlende Einsicht, fehlende Reue und egoistische Motive sprechen gegen die Gewährung des bedingten Strafvollzugs (Sursis) im Sinne von Art. 42 Abs. 1 StGB; sofern Vorstrafen und eine entsprechende Haltung vorliegen, erfüllt der Betroffene die subjektiven Voraussetzungen für das Sursis nicht.
“Il a agi par mépris des règles en vigueur et sans considération pour la santé d'autrui, même s'il prétend ne pas avoir réalisé de bénéfice. Ses mobiles sont ainsi égoïstes. Sa collaboration à la procédure doit être qualifiée au mieux de moyenne. S'il n'a pas contesté la conduite sans autorisation et sous l'influence de stupéfiants, il a été pris en flagrant délit et ne pouvait nier l'évidence. Il par ailleurs persisté à contester les faits en lien avec le trafic de stupéfiants et à fournir des explications contradictoires. Sa prise de conscience paraît peu élaborée. Il n'a exprimé aucun regret, ni repentir. Sa situation personnelle n'explique en rien ses actes. Il a deux antécédents spécifiques récents. Les infractions aux art. 91 al. 2 let. b et 95 al. 1 let. b LCR, ainsi que 19 al. 1 let. d LStup entrent ainsi en concours. Le genre de peine est acquis à l'appelant. Sa quotité sera arrêtée à 100 jours-amende pour l'infraction à l'art. 91 al. 2 let. b LCR, augmentée de 50 jours-amende (peine théorique de 80 jours-amende) pour le délit à l'art. 19 al. 1 LStup et de 30 jours-amende (peine théorique de 50 jours-amende) pour l'infraction à l'art. 95 al. 1 LCR, soit une peine de 180 jours-amende, telle que fixée par le premier juge, sous déduction de la détention avant jugement (art. 51 CP). Le montant du jour-amende, non discuté en appel, paraît adéquat et sera partant confirmé. 3.2.2. En revanche, le sursis doit être examiné à l'aune de l'art. 42 al. 1 CP, non pas de l'al. 2, comme relevé par l'appelant, puisque ce dernier a été précédemment condamné à une peine pécuniaire de 60 jours-amende. Dans tous les cas, l'intéressé ne remplit pas la condition subjective du sursis au vu de sa condamnation en octobre 2021 pour des infractions de même nature, mais également au regard de son attitude et de son absence de prise de conscience, comme examiné supra. A cet effet, la cessation de toute consommation de stupéfiants est un effort qui doit être salué, pour autant qu'elle soit avérée, dès lors qu'elle n'est nullement documentée à l'instar de la récente conclusion d'un contrat de travail.”
In den zitierten Fällen wurden enge Angehörige (z. B. Ehefrau, Schwester) bzw. Personen aus dem Umfeld, die in die Herstellung oder den Kauf/Verkauf von Betäubungsmitteln verwickelt waren, wegen Gehilfenschaft nach Art. 19 Abs. 1 BetmG verfolgt; eine Ehefrau wurde mittels Strafbefehl zu einer Geldstrafe (20 Tagessätze) verurteilt.
“Juni 2018 insbesondere wegen qualifizierten Widerhandlungen gegen die Betäubungsmittelgesetzgebung (Art. 19 Abs. 2 lit. a und c i.V.m. Abs. 1 lit. a-d und g BetmG) schuldig gesprochen und ihn zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt: Die Polizei hatte beim ihm grössere Mengen an Betäubungsmitteln (rund 1'123 Gramm Kokain, 692 Ecstasy-Pillen, 79,6 Gramm Amphetamin und 96,4 Gramm Marihuana), Bargeld (Fr. 25'147.75) sowie Waffen (Revolver, Elektroschockgerät, Schmetterlingsmesser) sichergestellt. Gemäss dem Urteil hat er mehrmals grosse Mengen an Kokain von Frankreich in die Schweiz eingeführt und zudem grössere Mengen an Ecstasy, Amphetamin und Marihuana gekauft sowie verkauft, wobei er den Drogenhandel gewerbsmässig betrieb und über einen längeren Zeitraum von Juli 2014 bis September 2015 delinquierte. In die Herstellung bzw. den Kauf und Verkauf von Marihuana war auch seine Ehefrau (Beschwerdeführerin 2) verwickelt, welche mit Strafbefehl vom 22. September 2016 wegen Gehilfenschaft zu Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen verurteilt wurde.”
“Des Weiteren baute er Cannabis-Pflanzen bei sich zu Hause an und stellte daraus Marihuana her, welches er verkaufte. Ferner verschob er Drogengelder von sich und seinen Lieferanten über nicht nachverfolgbare Wege. Schliesslich stellte die Polizei beim Beschwerdeführer 1 neben den Drogen auch Waffen sicher (Revolver, Elektroschockgerät, Schmetterlingsmesser). Aufgrund der Auswertung von Mobiltelefonen ging die Polizei davon aus, dass es sich bei einem der Drogenlieferanten um den Schwager des Beschwerdeführers 1 (verheiratet mit der Schwester der Beschwerdeführerin 2) oder um Personen aus dessen Umfeld handelte (vgl. Akten MIDI 3B pag. 253 ff.). In die Herstellung bzw. den Kauf und Verkauf von Marihuana verwickelt waren auch die Ehefrau des Beschwerdeführers 1 sowie seine Schwester und deren Ehemann (vgl. Akten MIDI 3B pag. 268 ff.; vgl. auch Akten MIDI 3D zur Beschwerdeführerin 2 pag. 53 ff.). Die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn sprach die Ehefrau mit Strafbefehl vom 22. September 2016 wegen Gehilfenschaft zu Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG schuldig und verurteilte sie zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen (Akten MIDI 3D zur Beschwerdeführerin 2 pag. 58).”
Die Überlassung von Wohnraum zum Verstecken oder Lagern von Betäubungsmitteln kann nach Art. 19 BetmG bereits unbefugten Besitz begründen. Massgeblich ist, dass der Wohnungsgeber eine faktische Herrschaftsmöglichkeit über die dort befindlichen Betäubungsmittel hat (Möglichkeit des Zugriffs) und subjektiv den Willen zur Sachherrschaft trägt. Für die Abgrenzung gegenüber blossen Gehilfenhandlungen ist insbesondere relevant, ob der Raum mehr als nur gelegentlich zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt wurde.
“3), elle n’exclut pas totalement que, dans certains cas, il puisse être retenu une complicité (cf. l’arrêt du TF du 11.09.2012 [6B_273/2012] cons. 1.3, où le Tribunal fédéral, qui certes n’a pas eu à revoir cet aspect, n’a fait aucun commentaire au sujet de la complicité qui avait été retenue par les instances cantonales, s’agissant d’une femme qui avait prêté son appartement à des dealers pendant un mois). e.c) Il convient encore de rappeler que la possession de stupéfiants, soit celle d’une chose illicite, suppose pour être punissable que l’auteur dispose d’une certaine maîtrise de fait sur la drogue. Il faut donc non seulement la volonté de maîtriser le produit, mais aussi la possibilité effective d’accéder à la chose et de savoir où elle se trouve (ATF 119 IV 266 cons. 3.c). En principe, c’est le cas de celui qui met à disposition un logement pour y cacher des stupéfiants ou de celui qui est en mesure de récupérer à tout moment de la drogue cachée dans une cave dont il détient la clé (Grodecki, Jeanneret, op.cit., n. 31 ad art. 19 LStup et la référence citée ; cf. aussi l’arrêt du TF du 01.07.2008 [6B_120/2008] cons. 3.2). f.a) La Cour pénale a retenu que A.________ avait mis à la disposition de trafiquants de drogues opérant depuis l’étranger son studio de Z.________ pour y héberger des transporteurs de drogue – « courriers » – en échange d’un loyer. Posséder ou détenir des stupéfiants est punissable, sans qu’il soit nécessaire d’établir à qui la drogue appartient économiquement, étant entendu que, par principe, personne ne peut exercer un droit de propriété licite sur une chose illégale. Il suffit donc que l’auteur dispose d’une certaine maitrise de fait sur des stupéfiants. Il s’ensuit que, en tant que locataire sous-louant son studio, A.________ disposait de la possession médiate, alors que les sous-locataires, qui avaient la maîtrise effective de la chose louée et de ce qui se trouvait dans le studio, exerçaient une maîtrise effective des lieux (cf. ATF 144 III 145, cons. 3.2.1). Tant le logeur que les « courriers » sont susceptibles de posséder ou de détenir de la drogue et d’être condamnés comme auteur principal d’une violation de la loi sur les stupéfiants : s’agissant du logeur qui n’a que la possession médiate de la drogue, il sera décisif, pour distinguer une coaction d’un cas de complicité, de déterminer si l’auteur avait véritablement l’intention de mettre à disposition, de façon plus qu’occasionnelle, son appartement pour servir de lieu d’entreposage pour de la drogue (art.”
“Es kommt nicht auf eine irgendwie geartete Sachherrschaft an, sondern auf die faktische Möglichkeit des Täters, die betreffenden Betäubungsmittel in den Verkehr zu bringen (FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 4. Aufl. 2022, N. 69 zu Art. 19 BetmG). Dass der Beschuldigte über diese Möglichkeit verfügte, ist nicht zweifelhaft. Dabei bleibt unerheblich, ob weitere Personen Zugang zum Zimmer hatten. Eine Person, die mit zwei anderen Personen eine Wohnung teilt und mit einem Schlüssel Zugang zur Wohnung hat, hat in Bezug auf die dort gelagerten Drogen die tatsächliche Herrschaftsmöglichkeit (Urteil 6B_120/2008 vom 1. Juli 2008 E. 3.1 und 3.2). 1.3.Der Beschuldigte besass mithin eine qualifizierte Kokainmenge. Die Wider- handlung gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3f S. 205; 117 IV 58 E. 2 S. 60; BERNARD CORBOZ, Les infractions en droit suisse, Vol. II, 3. Aufl. 2010, N. 16 zu Art. 19 BetmG). Das Bundesgericht liess im Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publiziert in BGE 145 IV 146, die Frage offen, ob beim Besitz im Hinblick auf die Gefährdung einer Vielzahl von Menschen nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine anschliessende Weitergabehandlung gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. b oder lit. c BetmG erforderlich ist (so GERHARD FIOLKA, Die revidierten Strafbestimmungen des BetmG – Vier Säulen und einige Überraschungen, AJP 2011 S. 1278; PETER ALBRECHT, Die Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG, in: Jusletter 2. März 2009, Rz. 23) oder ob die abstrakte Gesundheits- gefährdung bereits beim Besitz von Betäubungsmitteln besteht (so GUSTAV HUG- - 24 - BEELI, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 2016, N. 1023 ff. zu Art. 19 BetmG; FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., N. 190 zu Art. 19 BetmG; vgl. auch Urteil 6S.115/1993 vom 10. September 1993 E. 4, nicht publ. in: BGE 119 IV 266).”
“Besitz setzt, in Anlehnung an den strafrechtlichen Gewahrsamsbegriff, ein bewusstes tatsächliches Herrschaftsverhältnis über Betäubungsmittel voraus, das faktisch die unmittelbare Einwirkung auf die Sache unter Ausschluss Dritter ermöglicht. Hinzukommen muss subjektiv ein auf die Sachherrschaft gerichteter Wille, die Sache für sich oder einen andern zu besitzen. Wer einem andern seine Wohnung für das Verstecken von Betäubungsmitteln zur Verfügung stellt, ist nicht nur Gehilfe, sondern macht sich selbstständig durch aktives Tun wegen unbefugten Besitzes strafbar (BGE 119 IV 266; Maurer, a.a.O., Art. 19 BetmG N 24).”
Bei mehreren Beteiligten können die Verfahrenskosten anteilig auf die Beteiligten verteilt werden (vgl. Urteil: Kosten je zur Hälfte A.________ und dem Mitbeschuldigten auferlegt).
“Sachverhalt A. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg erhob am 30. August 2018 beim Strafgericht des Sensebezirks Anklage gegen A.________ wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG und Übertretung nach Art. 19a Ziff. 1 BetmG. Mit Urteil vom 16. April 2019 verurteilte das Strafgericht des Sensebezirks A.________ wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sowie Übertretung von Art. 19a Ziff.1 BetmG zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft, und zu einer Busse von CHF 200.- und widerrief den mit Urteil des Polizeirichters des Sensebezirks vom 1. April 2014 gewährten bedingten Vollzug einer Freiheitsstrafe von acht Monaten. Anlässlich der Hausdurchsuchung wurden Gegenstände beschlagnahmt (Marihuana und Vakuumiergerät), welche eingezogen und vernichtet wurden. Die Kosten des Verfahrens wurden zur Hälfte A.________ und zur Hälfte dem anderen Mitbeschuldigten auferlegt, welcher wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sowie Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten und zu einer Busse von CHF 200.- verurteilt wurde. B. Gegen dieses Urteil meldete A.________ (nachfolgend: der Beschuldigte oder der Berufungsführer) am 6.”
Die Strafbestimmungen des Art. 19 BetmG dienen dem Schutz der Volksgesundheit als kollektives Rechtsgut. Für eine Verurteilung ist nach der Rechtsprechung und Lehre nicht erforderlich, dass durch die Tat eine konkrete Gesundheitsschädigung oder -gefährdung nachgewiesen wird; Art. 19 sanktioniert typischerweise abstrakt gefährdendes Verhalten.
“Der Leitgedanke des BetmG besteht darin, die Gesellschaft vor gesundheitlicher Beeinträchtigung als Folge von Drogenmissbrauch und den damit zusammenhängenden Drittwirkungen zu schützen. Geschütztes Rechtsgut der Strafbestimmungen des BetmG ist demnach die Gesundheit in einem weiteren Sinn, also nicht nur die Gesundheit des Einzelnen, sondern die Gesundheit der Bevölkerung als Kollektiv (Maurer, in StGB/JStG Kommentar, Mit weiteren Erlassen und Kommentar zu den Strafbestimmungen des SVG, BetmG und AuG/AIG, 20. Aufl. 2018, Art. 19 BetmG N. 2 mit Hinweisen). Das Betäubungsmittelstrafrecht dient somit dem Schutz der Volksgesundheit (vgl. BGE 122 IV 211 E. 4). Für eine Bestrafung wird nicht vorausgesetzt, dass durch die jeweilige Tathandlung jemand in seiner Gesundheit geschädigt oder zumindest konkret gefährdet sein muss. Als abstrakte Gefährdungsdelikte sanktionieren die Betäubungsmitteldelikte ein allgemein gefährliches Verhalten, ein Verhalten, welches in der Regel eine erhöhte Möglichkeit der Verletzung des betreffenden Rechtsgutes schafft (Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz, Kommentar, 2016, Art. 19 N. 22). Die Betäubungsmittelmenge ist ein wichtiger Strafzumessungsfaktor, auch wenn ihr keine vorrangige Bedeutung zukommt (Urteil BGer 6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 E. 4.5).”
“Der Leitgedanke des BetmG besteht darin, die Gesellschaft vor gesundheitlicher Beeinträchtigung als Folge von Drogenmissbrauch und den damit zusammenhängenden Drittwirkungen zu schützen. Geschütztes Rechtsgut der Strafbestimmungen des BetmG ist demnach die Gesundheit in einem weiteren Sinn, also nicht nur die Gesundheit des Einzelnen, sondern die Gesundheit der Bevölkerung als Kollektiv (Maurer, in StGB/JStG Kommentar, mit weiteren Erlassen und Kommentar zu den Strafbestimmungen des SVG, BetmG und AuG/AIG, 20. Aufl. 2018, Art. 19 BetmG N. 2 mit Hinweisen). Das Betäubungsmittelstrafrecht dient somit dem Schutz der Volksgesundheit (vgl. BGE 122 IV 211 E. 4). Für eine Bestrafung wird nicht vorausgesetzt, dass durch die jeweilige Tathandlung jemand in seiner Gesundheit geschädigt oder zumindest konkret gefährdet sein muss. Als abstrakte Gefährdungsdelikte sanktionieren die Betäubungsmitteldelikte ein allgemein gefährliches Verhalten, ein Verhalten, welches in der Regel eine erhöhte Möglichkeit der Verletzung des betreffenden Rechtsgutes schafft (Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz, Kommentar, 2016, Art. 19 N. 22). Auch wenn ihr keine vorrangige Bedeutung zukommt, ist die Betäubungsmittelmenge ein wichtiger Strafzumessungsfaktor (Urteil BGer 6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 E. 4.5). Die genaue Betäubungsmittelmenge und gegebenenfalls ihr Reinheitsgrad verlieren darüber hinaus an Bedeutung, wenn mehrere Qualifikationsgründe gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG gegeben sind, und sie werden umso weniger wichtig, je deutlicher der Grenzwert im Sinne von Art.”
“Betreffend das zwischen Frühling 2016 und 7. Dezember 2016 begangene Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG ist festzuhalten, dass der Berufungsführer massgeblich am Hanfanbau auf seinem Hof beteiligt war. Er verfügte über die nötige Infrastruktur und das Wissen für den Betrieb einer solchen Anlage. Der Leitgedanke des BetmG besteht darin, die Gesellschaft vor gesundheitlicher Beeinträchtigung als Folge von Drogenmissbrauch und den damit zusammenhängenden Drittwirkungen zu schützen. Geschütztes Rechtsgut der Strafbestimmungen des BetmG ist demnach die Gesundheit in einem weiteren Sinn, also nicht nur die Gesundheit des Einzelnen, sondern die Gesundheit der Bevölkerung als Kollektiv (Maurer, in StGB/JStG Kommentar, Mit weiteren Erlassen und Kommentar zu den Strafbestimmungen des SVG, BetmG und AuG/AIG, 20. Aufl. 2018, Art. 19 BetmG N. 2 mit Hinweisen). Das Betäubungsmittelstrafrecht dient somit dem Schutz der Volksgesundheit (vgl. BGE 122 IV 211 E. 4). Für eine Bestrafung wird nicht vorausgesetzt, dass durch die jeweilige Tathandlung jemand in seiner Gesundheit geschädigt oder zumindest konkret gefährdet sein muss. Als abstrakte Gefährdungsdelikte sanktionieren die Betäubungsmitteldelikte ein allgemein gefährliches Verhalten, ein Verhalten, welches in der Regel eine erhöhte Möglichkeit der Verletzung des betreffenden Rechtsgutes schafft (Hug-Beeli, Betäubungsmittelgesetz, Kommentar, 2016, Art. 19 N. 22). Die Betäubungsmittelmenge ist ein wichtiger Strafzumessungsfaktor, auch wenn ihr keine vorrangige Bedeutung zukommt (Urteil BGer 6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 E. 4.5). Es ist festzustellen, dass der Berufungsführer Hanf in grosser Menge anbaute und auch eine beträchtliche Menge Marihuana beschlagnahmt wurde. Damit gefährdete der Berufungsführer die Gesundheit unzähliger Menschen zumindest in abstrakter Weise. Im Übrigen handelte er aus egoistischen Beweggründen.”
Als Anstalten im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG gelten nach der Rechtsprechung solche Verhaltensweisen, die ihrem äusseren Erscheinungsbild nach eindeutig eine deliktische Bestimmung erkennen lassen. Als Beispiele werden genannt: das Erkundigen nach Bezugsquellen, die Kontaktaufnahme mit dem Drogenmilieu sowie das Besprechen von Drogenart, Menge, Qualität und Preis. Auch die telefonische Vereinbarung eines Treffens zur Übergabe von Betäubungsmitteln und konkrete Online‑Bestellvorgänge (etwa Waren in den «Warenkorb» legen, «Checkout» und Erhalt eines Zahlungs‑QR‑Codes) können Anstalten darstellen.
“Nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG macht sich strafbar, wer zu einer Widerhandlung nach den Buchstaben a-f Anstalten trifft. Die Rechtsprechung hat den Begriff des Anstaltentreffens eingegrenzt. Zu ahnden sind demnach nur Fälle, in denen das Verhalten nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich jemand mit der Absicht des Erwerbs von Betäubungsmitteln nach Bezugsquellen erkundigt (BGE 138 IV 100 E. 3.2; 117 IV 309 E. 1a und E. 1d; je mit Hinweisen). Auch die telefonische Vereinbarung eines Treffens an einem bestimmten Ort, damit Betäubungsmittel zu Testzwecken überbracht werden können, stellt ein Anstaltentreffen dar (Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.2 mit Hinweis). In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand voraus, dass der Täter Anstalten zu einer der in Art. 19 Abs. 1 lit. a-f BetmG genannten Straftaten vorsätzlich getroffen hat. Der Entschluss zur Begehung einer solchen Tat braucht kein endgültiger zu sein.”
“22 StGB wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen und wertet sie zu selbständigen Taten mit derselben Strafdrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen auf (BGE 133 IV 187 E. 3.2 mit Hinweisen). Die Rechtsprechung hat den Begriff des Anstaltentreffens eingegrenzt. Zu ahnden sind nur Fälle, in denen das Verhalten des Täters nicht ebenso gut einem gesetzmässigen Zweck dienen könnte, sondern seinem äusseren Erscheinungsbild nach die deliktische Bestimmung klar erkennen lässt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich jemand mit der Absicht des Erwerbs von Betäubungsmitteln nach Bezugsquellen erkundigt (BGE 117 IV 309 E. 1a S. 310 f. und E. 1d S. 312 f. mit Hinweisen). Auch die telefonische Vereinbarung einer Zusammenkunft an einem bestimmten Ort, damit Betäubungsmittel zu Testzwecken überbracht werden können, stellt ein Anstaltentreffen (etwa zum Kauf oder Verkauf) dar (Urteile 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.2; 6B_273/2013 vom 4. November 2013 E. 2.2; 6S.380/2004 vom 11. Januar 2006 E. 2.4). In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand voraus, dass der Täter Anstalten zu einer der in Art. 19 Abs. 1 BetmG genannten Straftaten vorsätzlich getroffen hat. Der Entschluss zur Begehung einer solchen Tat braucht jedoch kein endgültiger zu sein. Auch wer sich vorbehält, beim Auftreten entsprechender Hindernisse von seinem deliktischen Vorhaben Abstand zu nehmen, kann gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG Anstalten treffen (BGE 117 IV 309 E. 1e; zum Ganzen: Urteil 6B_273/2013 vom 4. November 2013 E. 2.2).”
“In rechtlicher Hinsicht wird dem Beschuldigten vorgeworfen, sich damit der qualifizierten Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig gemacht zu haben. Die Vorinstanz hat die the- oretischen rechtlichen Grundlagen zu diesen Tatbeständen unter Hinweis auf Leh- re und Rechtsprechung zutreffend dargelegt (Urk. 49 S. 26-28). Der Tatbestand - 25 - des Anstaltentreffens erfasst neben dem Versuch auch gewisse qualifizierte Vor- bereitungshandlungen schon vor der Stufe des Versuchs zu den in Art. 19 Abs. 1 lit. a-f BetmG genannten Taten und wertet sie zu selbständigen Delikten auf. Blos- se Absichten und Pläne erfüllen den Tatbestand nicht, ebenso wenig ein bloss theoretisches Abtasten eventueller Möglichkeiten von Drogengeschäften im Ge- spräch. Erfasst sind Verhaltensweisen, die ihrem äusseren Erscheinungsbild nach eine deliktische Bestimmung erkennen lassen. Anstalten im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG sind nur gegeben, wenn sich der Entschluss des Täters in bestimm- ten Handlungen äussert, wobei dieser kein endgültiger Entschluss zu sein braucht. Auch wer sich vorbehält, beim Auftreten entsprechender Hindernisse von einem Vorhaben Abstand zu nehmen, kann in diesem Sinne Anstalten treffen. Anwen- dungsfälle sind etwa, das Erkundigen des Täters nach Bezugsquellen, Kontakt- aufnahme mit dem Drogenmilieu und Besprechen von Drogenart, Menge, Qualität und Preis (vgl. OFK BetmG-SCHLEGEL/JUCKER,”
“En premier lieu, il sied de relever que conformément à la jurisprudence précitée, le grief tendant à ce que le comportement de l’appelant soit qualifié d’actes préparatoires plutôt que de tentative est vain dès lors qu’en matière de trafic de stupéfiants tous deux sont punissables au sens de l’art. 19 al. 1 let. g LStup. Pour le surplus, il ressort de l’instruction que l’appelant s’est rendu sur un site internet dédié à la vente de GBL, qu’il a sélectionné 50 litres de ce produit, les a mis dans son « panier », a confirmé sa commande en procédant au « check out », a cliqué sur l’onglet « order » et a obtenu le même jour un QR-code de paiement avec des bitcoins pour USD 1'500.-, montant correspondant exactement au prix de la commande. Le fait que le prix ne pouvait être payé qu’en bitcoins et que l’intéressé ne disposait pas de telle monnaie ne lui a cependant pas permis de finaliser son achat. Quoiqu’il en soit, en agissant de la sorte, l’appelant a manifestement accompli des actes préparatoires à l’achat de stupéfiants et il doit être reconnu coupable d’infraction à l’art. 19 al. 1 let. g LStup. On relèvera toutefois que c’est à tort que le tribunal a retenu, dans ce cas, la lettre d de l’art. 19 al. 1 LStup, dès lors que l’acquisition n’a finalement pas pu se concrétiser, faute pour l’appelant de détenir des bitcoins et de pouvoir s’acquitter du montant dû. 4. 4.1. L’appelant conteste l’ampleur des faits retenus sous chiffre 6.8 de l’acte d’accusation (qui a conduit aux faits retenus sous la lettre C.2.5.3 ci-dessus), soit, selon les termes de l’acte d’accusation, un trafic portant sur la vente à crédit d’au moins 51 grammes de crystal méthamphétamine, estimant que ce serait tout au plus une quantité de 15,42 grammes de crystal méthamphétamine qui aurait dû être retenue à sa charge (P. 107/1, pp. 3 à 5). 4.2. L'art. 10 CPP dispose que toute personne est présumée innocente tant qu’elle n’est pas condamnée par un jugement entré en force (al. 1). Le tribunal apprécie librement les preuves recueillies selon l'intime conviction qu'il retire de l'ensemble de la procédure (al. 2). Le tribunal se fonde sur l'état de fait le plus favorable au prévenu lorsque subsistent des doutes insurmontables quant aux éléments factuels justifiant une condamnation (al.”
Fehlt der Nachweis einer speziellen Tatqualifikation (z.B. Anstaltentreffen), wurde in den Entscheidungen die Tat regelmässig nach Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG subsumiert. Weiter zeigen die Gerichtsentscheide, dass eine Drogenübergabe/Transport als Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG ausreichen kann, um einen dringenden Tatverdacht im Sinne der Strafprozessordnung zu begründen.
“Gramm Methamphetamin sowie die 560 ml GBL. Aus den obgenannten Gründen ist auch hinsichtlich der sicherge- - 15 - stellten Drogen nicht ersichtlich, dass der Beschuldigte den Tatbestand des Anstal- tentreffens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG erfüllt hätte. Dementsprechend ist der Beschuldigte heute des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig zu sprechen.”
“Der Beschwerdeführer bestreitet vor Bundesgericht den dringenden Tatverdacht insoweit nicht, als die Vorinstanz ausführt, "[b]ezüglich der Drogenübergabe am 21. November 2023 ist der dringende Verdacht eines Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG (vgl. Art. 10 Abs. 3 StGB) im Grundsatz unbestritten". Dieses Vergehen genügt zur Begründung des dringenden Tatverdachts im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO.”
“Zu beachten ist allerdings, dass sich der Anklagevorwurf in diesem Zu- sammenhang einzig auf das Aufbewahren der Drogen zum Zeitpunkt der Haus- durchsuchung vom 28. Mai 2021 bezieht. Ungeachtet dessen, dass damals un- terschiedliche Substanzen sichergestellt wurden, geht es der Sache nach folglich um einen einmaligen Vorgang. Diesbezüglich liegt mithin ein Fall von einfacher Tatbegehung vor. Nachdem im Berufungsprozess hinsichtlich des weiteren An- klagevorwurfs, wonach der Beschuldigte im Zeitraum vor der Hausdurchsuchung Drogen konsumiert haben soll, schon aus sachverhaltsmässigen Gründen ein (Teil-) Freispruch zu erfolgen hat (s. vorn E. III. 4.), ist der Beschuldigte daher der (einfachen) Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig zu sprechen. - 17 - V. Sanktion”
Art. 19 Abs. 4 BetmG findet Anwendung, wenn die Tat im Ausland begangen wurde, sich der Täter in der Schweiz befindet und nicht ausgeliefert wird; Voraussetzung ist, dass die Tat auch am Begehungsort strafbar ist. Ist das ausländische Recht für den Täter milder, so ist dieses anzuwenden; Art. 6 StGB ist dabei anzuwenden.
“En l’occurrence, aucun élément ne justifie de s’écarter des tabelles de la Société suisse de médecine légale s’agissant des quantités de drogue qui n’ont pas pu être saisies ni analysées, de sorte que c’est un taux de 77,3 % qui sera retenu, soit 38 kg de cocaïne pure. Pour la drogue saisie dans le logement de Prilly occupé par les appelants au cas 10 de l’acte d’accusation, soit 1'032,8 g de cocaïne, il faut retenir 715,1 g de cocaïne pure sur la base des analyses réalisées par l’Ecole des sciences criminelles. En définitive, c’est une quantité totale de 42,715 kg (4 kg + 38 kg + 715,1 g) de cocaïne pure qu’il y a lieu de retenir et d’imputer aux appelants. Il s’agit donc incontestablement d’un cas grave au sens de l’art. 19 al. 2 let. a LStup (ATF 145 IV 312 consid. 2.1.1 ; ATF 138 IV 100 consid. 3.2 ; ATF 109 IV 143 consid. 3b ; TF 6B_281/2022 du 8 juin 2022 consid. 1.2). 9. 9.1 Les appelants soutiennent qu’une partie des faits qui leur sont reprochés violerait le principe d’extranéité en ne respectant pas les conditions de l’art. 19 al. 4 LStup. L’appelant O.________ soutient ainsi que les faits qui lui sont reprochés aux cas 3 et 7 de l’acte d’accusation n’auraient pas été commis en Suisse et ne s’y seraient pas non plus matérialisés par des résultats. L’appelant I.________ argue quant à lui que lors des faits qui se sont déroulés avant le 21 juillet 2022, puis entre le 8 août et le 13 septembre 2022 (cas 1.6 et 2 à 8) il se trouvait à l’étranger, le plus souvent aux Pays-Bas, pays dans lequel il avait alors sa résidence habituelle, et exceptionnellement en Espagne. 9.2 Conformément à l'art. 19 al. 4 LStup, l'auteur d'une infraction commise à l'étranger, appréhendé en Suisse et qui n'est pas extradé, est passible des peines prévues aux al. 1 et 2 si l'acte est réprimé dans le pays où il l'a perpétré ; la législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l'auteur, l'art. 6 CP (Code pénal suisse du 21 décembre 1937 ; RS 311.0) étant applicable. Cette disposition constitue une lex specialis qui exclut l'application des règles générales du Code pénal.”
“Gramm (netto) Crystal Meth, welches sie dem Beschwerdeführer zuordnen. Ort der vorgeworfenen Betäubungsmittel ist somit unbestrittenermassen Deutschland. Nach den Bestimmungen von Art. 19 Abs. 1 und 2 Betäubungsmittelgesetz (BetmG, SR 812.121) ist aber in der Schweiz auch strafbar, wer die Tat im Ausland begangen hat, sich in der Schweiz befindet und nicht ausgeliefert wird, sofern die Tat auch am Begehungsort strafbar ist (Art. 19 Abs. 4 BetmG).”
“Cette disposition codifie, pour la procédure pénale, la règle jurisprudentielle déduite de l’art. 29 al. 2 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101) en matière d’appréciation anticipée des preuves (TF 6B_322/2021 du 2 mars 2022 consid. 2.1 ; TF 6B_732/2021 du 24 février 2022 consid. 1.1 ; TF 6B_1189/2021 du 16 février 2022 consid. 2.1). Le tribunal peut ainsi refuser des preuves nouvelles, lorsqu’une administration anticipée de ces preuves démontre qu’elles ne seront pas de nature à modifier le résultat de celles déjà administrées (ATF 136 I 229 consid. 5.3, JdT 2011 I 58 p. 64 ; TF 6B_870/2020 du 3 septembre 2020 consid. 1.1 ; TF 6B_812/2020 du 16 juillet 2020 consid. 2.2). Ce refus d’instruire ne viole ainsi le droit d’être entendu des parties et l’art. 389 al. 3 CPP que si l’appréciation anticipée effectuée est entachée d’arbitraire (ATF 144 II 427 consid. 3.1.3 ; ATF 141 I 60 consid. 3.3 et les réf. citées, JdT 2015 I 115 p. 118). 3.2.2 Selon l’art. 19 al. 4 LStup, est également punissable pour infraction simple ou grave à la LStup celui qui commet l’acte à l’étranger, se trouve en Suisse et n’est pas extradé, pour autant que l’acte soit également punissable dans le pays où il a été commis. La législation de ce dernier est applicable si elle est plus favorable à l’auteur. 3.3 Au moment des faits, le prévenu était domicilié à [...] et travaillait à Berne. Il a passé la commande depuis Paris. Selon l'analyse des feuilles de papier buvard, celles-ci contenaient du LSD (classé comme stupéfiant) et du 1cP-LSD (pas classé comme stupéfiant). Il ne fait pas de doute que les autorités françaises sanctionnent aussi la commande de LSD, produit qui y est illicite, comme l'a d'ailleurs relevé le premier juge (jugement, p. 31). Cette mesure d'instruction est dès lors totalement inutile. 4. 4.1 L’appelant a également requis le retranchement, hors du dossier, des documents liés à la demande d’expertise (P. 5), subsidiairement la mise en œuvre d’une expertise technique « visant la crédibilité » d’un document intitulé « Bericht » de l’Administration fédérale des douanes du 23 septembre 2019 et d’un document intitulé « Kurzbericht » du Forensisches Institut Zürich du 18 octobre 2019.”
Bei mehreren Tatvorwürfen nach Art. 19 BetmG ist zunächst zu prüfen, ob Handlungseinheit oder Handlungsmehrheit vorliegt. Besteht Handlungseinheit (einheitlicher Willensakt, enger zeitlicher und räumlicher Zusammenhang), ist für das zusammengehörige Geschehen ein einziger Schuldspruch zu fällen. Liegt Handlungsmehrheit vor, ist ein Zusammenrechnen der einzeln umgesetzten Drogenmengen unzulässig; zwischen den einzelnen Widerhandlungen besteht echte Konkurrenz.
“c BetmG bedeutet die vorsätzliche Übertragung der Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person, mithin das Anbieten, Verteilen, Verkaufen, Vermitteln oder Abgeben von Betäubungsmittel (Urteil des Bundesgerichts 6B_360/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 2.2; Fingerhuth/Schlegel/Jucker, OFK BetmG, 3. Auflage, Art. 19 N 51 f.). Die Vollendung tritt mit der der Entäusserung folgenden Erlangung der Verfügungsgewalt durch den Erwerber ein (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., Art. 19 N 55). Anstalten Treffen i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG bezeichnet Vorbereitungshandlungen qualifizierter Art. Der Entschluss des Täters, der zur Begehung der Tat noch kein endgültiger zu sein braucht, muss sich zumindest in bestimmten Handlungen äussern und sein Verhalten muss zumindest seinem äusseren Erscheinungsbilde nach seine deliktische Bestimmung erkennen lassen. Das Stadium des Versuchs braucht aber noch nicht erreicht zu sein (Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 N 793). Marihuana gilt als Betäubungsmittel i.S.v. Art. 19 BetmG, wenn es einen THC-Gehalt von mindestens 1% aufweist (Anhang 1 der Verordnung des EDI über die Verzeichnisse der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe, Vorläuferstoffe und Hilfschemikalien [Betäubungsmittelverzeichnisverordnung, BetmVV-EDI; SR 821.121.11]). Hat das Gericht gleichzeitig über mehrere Tatvorwürfe (Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz) zu befinden, hat es vorab zu prüfen, ob zwischen diesen Handlungseinheit oder Handlungsmehrheit besteht. Liegt Handlungseinheit vor, ist für diese Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein einziger Schuldspruch zu fällen. Bei Handlungsmehrheit demgegenüber ist ein Zusammenrechnen der einzeln umgesetzten Drogenmengen unzulässig und besteht zwischen den einzelnen Widerhandlungen echte Konkurrenz. Handlungseinheit wird allgemein angenommen, wenn mehreren Einzelhandlungen auf einem einheitlichen Willensakt beruhen und wegen des engen räumlichen und zeitlichen Zusammenhangs bei objektiver Betrachtung noch als ein einheitliches zusammengehörendes Geschehen erscheinen (BGE 133 IV 256 E.”
Mehrfache Verurteilungen oder wiederholte Betäubungsmittelauffälligkeiten können die Anordnung bzw. Neuerhebung eines DNA‑Profils bzw. einen DNA‑Abgleich rechtfertigen. Entscheidend ist, dass konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die betroffene Person an weiteren, mittels DNA aufklärbaren Delikten beteiligt sein könnte und die Massnahme verhältnismässig ist.
“4; arrêt du Tribunal fédéral 1B_230/2022 du 7 septembre 2022 consid 2.2). 3.1.3. L'art. 255 CPP ne permet pas le prélèvement routinier d'échantillons d'ADN et leur analyse, ce que concrétise l'art. 197 al. 1 CPP. Selon cette disposition, des mesures de contrainte ne peuvent être prises que si des soupçons suffisants laissent présumer une infraction (let. b), si les buts poursuivis ne peuvent pas être atteints par des mesures moins sévères (let. c) et si elles apparaissent justifiées au regard de la gravité de l'infraction (let. d). Les antécédents doivent également être pris en compte. Cependant, l'absence d'antécédents n'exclut pas en soi l'établissement d'un profil d'ADN (ATF 147 I 372 précité consid. 2.1; ATF 145 IV 263 consid. 3.4; arrêt du Tribunal fédéral 1B_230/2022 du 7 septembre 2022 consid. 2.2). 3.2. En l'espèce, il résulte clairement de l'ordonnance querellée que l'établissement du profil d'ADN du recourant a été ordonné par le Ministère public en raison de ses condamnations des 20 juillet et 17 octobre 2017 pour des infractions à l'art. 19 al. 1 LStup, soit des délits, ainsi que de son interpellation le 30 janvier 2025 "suite à la vente de stupéfiants marijuana". Il existe ainsi des indices concrets laissant présumer qu’il pourrait avoir commis d’autres délits à la LStup, que la vente de deux pilules d'ecstasy le 10 janvier 2025 dont il est soupçonné dans la présente procédure. Dans ces circonstances, le prélèvement du profil d'ADN du recourant se justifie, étant au demeurant relevé que, contrairement à ce qu'il soutient, la Directive A.5 art. 4.3 du Ministère public prévoit bien un tel prélèvement sur la base de l'art. 255 al. 1bis CP lorsqu'il s'agit d'infractions à l'art. 19 LStup, soit tant les délits que les crimes, puisque n'y figure pas spécifiquement l'al. 2 de cette disposition, soit la forme aggravée. Pour le surplus, le prélèvement d'ADN est une mesure impliquant une atteinte légère aux droits personnels, proportionnée par rapport au trafic de stupéfiants dont le recourant est soupçonné, à la perspective de ses deux antécédents spécifiques.”
“Par acte déposé le 19 février 2025, A______ recourt contre l'ordonnance du 17 précédent, notifiée le lendemain, par laquelle le Ministère public a ordonné que soit établi son profil d'ADN. Le recourant conclut, sous suite de frais et dépens, à l'annulation de cette ordonnance. B. Les faits pertinents suivants ressortent du dossier : a. Le 1er février 2025, A______, démuni de pièce d'identité et de titre de séjour, a été interpellé dans la chambre d'un appartement au C______ (GE). En ce lieu, la police a découvert une sacoche contenant 30 boulettes de cocaïne pour un poids total de 23,72 grammes bruts, laquelle contenait également un porte-monnaie avec divers papiers au nom du précité. Des prélèvements biologiques ont été effectués par la police sur les emballages de drogue. b. A______ a été prévenu le lendemain, par le Ministère public, de rupture de ban pour avoir persisté à séjourner en Suisse depuis une date à déterminer alors qu'il faisait l'objet d'une expulsion judiciaire (art. 291 CP) ainsi que d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup pour avoir détenu plus de 23 grammes de cocaïne conditionnés pour la vente. L'intéressé a admis n'avoir pas quitté la Suisse depuis sa dernière sortie de détention. La drogue retrouvée, à laquelle s'ajoutait de la MDMA, était destinée à sa propre consommation. c. Par ordonnance du 17 février 2025, le Ministère public a joint à la présente procédure, la procédure P/27273/2023 dans laquelle A______ a été prévenu, le 13 décembre 2023, d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup et de rupture de ban pour avoir, à Genève, la veille, détenu 26 grammes de cocaïne, 6,3 grammes de MDMA et 13 pilules d'ecstasy destinés à la vente, ainsi que séjourné sur le territoire suisse depuis le 9 novembre 2023 alors qu'il était sous le coup d'une expulsion en force prononcée le 15 mars 2021 pour une durée de trois ans. d. Il ressort de l'extrait du casier judiciaire de A______ (dans sa teneur au 2 février 2025) qu'il fait l'objet de treize condamnations, prononcées entre le 3 décembre 2007 et le 7 juin 2023, en particulier pour ruptures de ban, entrées et séjours illégaux, faux dans les certificats et infractions à la LStup.”
“En ce lieu, la police a découvert une sacoche contenant 30 boulettes de cocaïne pour un poids total de 23,72 grammes bruts, laquelle contenait également un porte-monnaie avec divers papiers au nom du précité. Des prélèvements biologiques ont été effectués par la police sur les emballages de drogue. b. A______ a été prévenu le lendemain, par le Ministère public, de rupture de ban pour avoir persisté à séjourner en Suisse depuis une date à déterminer alors qu'il faisait l'objet d'une expulsion judiciaire (art. 291 CP) ainsi que d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup pour avoir détenu plus de 23 grammes de cocaïne conditionnés pour la vente. L'intéressé a admis n'avoir pas quitté la Suisse depuis sa dernière sortie de détention. La drogue retrouvée, à laquelle s'ajoutait de la MDMA, était destinée à sa propre consommation. c. Par ordonnance du 17 février 2025, le Ministère public a joint à la présente procédure, la procédure P/27273/2023 dans laquelle A______ a été prévenu, le 13 décembre 2023, d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup et de rupture de ban pour avoir, à Genève, la veille, détenu 26 grammes de cocaïne, 6,3 grammes de MDMA et 13 pilules d'ecstasy destinés à la vente, ainsi que séjourné sur le territoire suisse depuis le 9 novembre 2023 alors qu'il était sous le coup d'une expulsion en force prononcée le 15 mars 2021 pour une durée de trois ans. d. Il ressort de l'extrait du casier judiciaire de A______ (dans sa teneur au 2 février 2025) qu'il fait l'objet de treize condamnations, prononcées entre le 3 décembre 2007 et le 7 juin 2023, en particulier pour ruptures de ban, entrées et séjours illégaux, faux dans les certificats et infractions à la LStup. C. Dans son ordonnance, le Ministère public considère qu'il convient d'établir le profil d'ADN du prévenu dès lors que, d'une part, l'infraction porte sur un crime ou un délit susceptible d'être élucidé au moyen de l'ADN et que la police a prélevé des traces biologiques susceptibles d'être comparées avec un profil d'ADN (art. 255 al. 1 CPP) et, d'autre part, le prévenu a déjà été soupçonné d'avoir commis une infraction susceptible d'être élucidée au moyen de l'ADN, soit des infractions à la LStup (art.”
Bei Kokaïn- und Heroinfällen gelten gemäss Rechtsprechung Schwellenwerte von 18 g reinem Kokain bzw. 12 g reinem Heroin als massgebliche Anhaltspunkte für die objektive Komponente von Art. 19 Abs. 2 lit. a. Die Mengen sind damit ein zentrales Kriterium für die Annahme des schweren Falls; die subjektive Bedingung (der Täter «weiss oder kann nicht ignorieren», dass die Tat die Gesundheit vieler Personen gefährden kann) muss jedoch ebenfalls erfüllt sein. Sind beide Voraussetzungen gegeben, ist Art. 19 Abs. 2 anwendbar und es droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.
“La libre appréciation des preuves implique que l'état de fait retenu pour construire la solution doit être déduit des divers éléments et indices, qui doivent être examinés et évalués dans leur ensemble (arrêts du Tribunal fédéral 6B_1169/2017 du 15 juin 2018 consid. 1.1 ; 6B_608/2017 du 12 avril 2018 consid. 3.1 et les références citées). 3. 3.1.1. L'art. 19 al. 1 LStup rend punissable notamment celui qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c), possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d), ou prend des mesures aux fins de commettre une des infractions visées aux let. a à f. de l'art. 19 al. 1 LStup (let. g). Selon l'art. 19 al. 2 LStup, le cas est grave lorsque l'auteur sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (let. a), s'il agit comme membre d'une bande formée pour se livrer de manière systématique au trafic illicite de stupéfiants (let. b) ou s'il se livre au trafic par métier et réalise ainsi un chiffre d'affaires ou un gain important (let. c). 3.1.2. Les circonstances aggravantes de l'art. 19 al. 2 LStup sont des circonstances personnelles au sens de l'art. 27 CP, qui doivent dès lors être examinées individuellement pour chaque auteur de l'infraction (ATF 147 IV 176 consid. 2.2.2). La formulation de l'art. 19 al. 2 let. a LStup contient une condition objective (la mise en danger, directe ou indirecte, de la vie de nombreuses personnes) et une condition subjective (le fait que l'auteur le sache ou ne puisse l'ignorer). Les deux conditions sont cumulatives : l'intention de l'auteur (y compris le dol éventuel) ne peut suppléer l'absence de la condition objective. Pour apprécier la mise en danger, directe ou indirecte, de la santé de nombreuses personnes, la quantité de stupéfiants en cause constitue un élément central d'appréciation. La limite à partir de laquelle le cas doit être considéré comme grave au sens de l'art. 19 al. 2 let. a LStup est de 12 grammes de drogue pure pour l'héroïne et de 18 grammes de drogue pure pour la cocaïne (ATF 121 IV 193 consid. 2b/aa ; ATF 145 IV 312 consid.”
“Les circonstances aggravantes de l'art. 19 al. 2 LStup sont des circonstances personnelles au sens de l'art. 27 CP, qui doivent dès lors être examinées individuellement pour chaque auteur de l'infraction (ATF 147 IV 176 consid. 2.2.2). La formulation de l'art. 19 al. 2 let. a LStup contient une condition objective (la mise en danger, directe ou indirecte, de la vie de nombreuses personnes) et une condition subjective (le fait que l'auteur le sache ou ne puisse l'ignorer). Les deux conditions sont cumulatives : l'intention de l'auteur (y compris le dol éventuel) ne peut suppléer l'absence de la condition objective. Pour apprécier la mise en danger, directe ou indirecte, de la santé de nombreuses personnes, la quantité de stupéfiants en cause constitue un élément central d'appréciation. S'agissant de la cocaïne, la condition objective est remplie dès que l'infraction porte sur une quantité contenant 18 grammes de substance pure (ATF 145 IV 312 consid. 2.1 ; 138 IV 100 consid. 3.2). La condition de l'affiliation à une bande (let.”
“kg reinem Kokain entspricht. Damit wäre die von der Rechtsprechung festgesetzte Grenze von 18 g für die Annahme eines qualifizierten Falles nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (vgl. BGE 145 IV 312 E. 2.1 mit Hinweisen) um ein Vielfaches überschritten. Die mengenmässig qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft; die Höchststrafe beträgt 20 Jahre Freiheitsstrafe (Art. 26 BetmG in Verbindung mit Art. 40 Abs. 2 Satz 1 StGB). Die Vorinstanz geht im angefochtenen Entscheid von einer dem Beschwerdeführer drohenden Freiheitsstrafe von 8.5 bis”
Überwachungs- oder Instruktionshandlungen, namentlich etwa die telefonische Überwachung der Lieferung, können als Import bzw. sonstiger Transport im Sinne von Art. 19 BetmG qualifiziert werden. Für das Tatbestandsmerkmal genügt dol eventuale.
“De manière générale, il convient de rechercher si la procédure, considérée dans son ensemble, y compris la présentation des moyens de preuve, a revêtu un caractère équitable (ATF 131 I 476 consid. 2.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_721/2020 du 11 février 2021 consid. 3.3.1 et 6B_289/2020 du 1er décembre 2020 consid. 4.5.1). 3.2.1. Selon l'art. 19 al. 1 LStup, se rend notamment coupable d'un délit à la LStup celui qui, sans droit, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b). L'importation, l'exportation ou le transit sont des cas de transport, qui se caractérisent par le passage des stupéfiants par une frontière. L'activité n'est pas nécessairement un transport physique. Celui qui surveille la livraison par téléphone se rend coupable d'importation, soit de transport, de stupéfiants. Il faut une activité qui a un lien direct avec le transport de stupéfiants, aboutissant à elle seule au déplacement de la marchandise (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup : dispositions pénales, Bâle 2022, n. 22 et 23 ad art. 19). 3.2.2. L'infraction à l'art. 19 LStup est intentionnelle. Le dol éventuel suffit (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 101 ad art. 19). 3.2.3. L'art. 19 al. 2 let. a LStup érige en circonstance aggravante le fait que l'auteur ait su ou n'ait pu ignorer que son acte pouvait directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes. Tel est notamment le cas lorsque la quantité en cause est d'au moins 18 grammes de cocaïne pure (ATF 138 IV 100 consid. 3.2 ; 109 IV 143 consid. 3b). 3.3.1. En l'espèce, il est établi et non contesté que le 8 octobre 2012, D______ a, pour le compte d'un dénommé "A______", "A______" ou "A______", importé en Suisse, en provenance du Brésil, une quantité indéterminée de cocaïne, mais conséquente ‒ vu le contexte d'un transport international ainsi que les rémunérations prévues pour D______ et E______, soit respectivement CHF 5'000.- et 150 grammes de cocaïne ‒, d'un taux de pureté inconnu, drogue remise à son arrivée en Suisse aux fins d'être vendue. Le 12 novembre 2012, il a encore, dans le même contexte, importé en Suisse une quantité de 1'192.”
“De manière générale, il convient de rechercher si la procédure, considérée dans son ensemble, y compris la présentation des moyens de preuve, a revêtu un caractère équitable (ATF 131 I 476 consid. 2.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_721/2020 du 11 février 2021 consid. 3.3.1 et 6B_289/2020 du 1er décembre 2020 consid. 4.5.1). 3.2.1. Selon l'art. 19 al. 1 LStup, se rend notamment coupable d'un délit à la LStup celui qui, sans droit, entrepose, expédie, transporte, importe, exporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b). L'importation, l'exportation ou le transit sont des cas de transport, qui se caractérisent par le passage des stupéfiants par une frontière. L'activité n'est pas nécessairement un transport physique. Celui qui surveille la livraison par téléphone se rend coupable d'importation, soit de transport, de stupéfiants. Il faut une activité qui a un lien direct avec le transport de stupéfiants, aboutissant à elle seule au déplacement de la marchandise (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire LStup : dispositions pénales, Bâle 2022, n. 22 et 23 ad art. 19). 3.2.2. L'infraction à l'art. 19 LStup est intentionnelle. Le dol éventuel suffit (S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 101 ad art. 19). 3.2.3. L'art. 19 al. 2 let. a LStup érige en circonstance aggravante le fait que l'auteur ait su ou n'ait pu ignorer que son acte pouvait directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes. Tel est notamment le cas lorsque la quantité en cause est d'au moins 18 grammes de cocaïne pure (ATF 138 IV 100 consid. 3.2 ; 109 IV 143 consid. 3b). 3.3.1. En l'espèce, il est établi et non contesté que le 8 octobre 2012, D______ a, pour le compte d'un dénommé "A______", "A______" ou "A______", importé en Suisse, en provenance du Brésil, une quantité indéterminée de cocaïne, mais conséquente ‒ vu le contexte d'un transport international ainsi que les rémunérations prévues pour D______ et E______, soit respectivement CHF 5'000.- et 150 grammes de cocaïne ‒, d'un taux de pureté inconnu, drogue remise à son arrivée en Suisse aux fins d'être vendue. Le 12 novembre 2012, il a encore, dans le même contexte, importé en Suisse une quantité de 1'192.”
Art. 19 Abs. 1 umfasst die in den Buchstaben genannten Handlungen: unbefugtes Anbauen/Herstellen (lit. a), Lagern/Befördern/Einführen/Ausführen (lit. b), Veräussern/Verschaffen/Inverkehrbringen (lit. c) sowie Besitz/Aufbewahren/Erwerben/auf andere Weise Erlangen (lit. d). Das Erwerbserfordernis setzt das Erlangen der tatsächlichen Verfügungsgewalt voraus; auch unentgeltliches Erlangen durch Tausch oder Schenkung fällt darunter. Jede vorsätzliche Übertragung der Verfügungsmacht an eine andere Person erfüllt das Tatbestandsmerkmal des Veräusserns. Besitz erfordert ein tatsächliches Herrschaftsverhältnis getragen vom Herrschaftswillen; mittelbarer Besitz ist möglich, wenn der Täter einen so sicheren Zugang zu den Betäubungsmitteln hat, dass er tatsächlich darüber verfügen kann.
“Den objektiven Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 BetmG erfüllt, wer Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Weise erzeugt (lit. a); Betäubungsmittel unbefugt lagert, versendet, befördert, einführt, ausführt oder durchführt (lit. b); Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (lit. c); Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt (lit. d).”
“Subsumtion Dass es sich bei dem hier in Frage stehenden Heroingemisch um illegale Drogen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG handelt, bedarf keiner weiteren Ausführungen. Das Beweisergebnis ergab, dass der Beschuldigte am 15. August 2017 nach E.________/D fuhr, wo er drei Gramm Heroingemisch von F.________ erhielt und dadurch die tatsächliche Verfügungsgewalt über das Heroingemisch erlangte. Die Übernahme des Heroins ist somit als «Erlangen» zu qualifizieren, womit der objektive Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 Bst. d BetmG erfüllt ist. Am 16. August 2017 fuhr der Beschuldigte mit dem Heroingemisch von E.________/DE zurück nach Biel, wodurch er sowohl die Handlung des Beförderns als auch des Einführens i.S.v. Art. 19 Abs. 1 Bst. b BetmG erfüllte. Am Folgetag traf er sich im Restaurant H.________ mit D.________ und überreichte ihm die aus Deutschland mitgebrachte Heroinprobe. Durch die körperliche Überlassung des Heroins räumte der Beschuldigte D.________ die Verfügungsgewalt über die Drogen ein, was als «Abgeben» zu qualifizieren ist, wodurch auch der objektive Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 Bst. c BetmG erfüllt ist.”
“Tatbestand Für die rechtlichen Grundlagen zum Tatbestand der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz wird vorab auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen (pag. 606 f., S. 17 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). Gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer (unter anderem) Betäubungsmittel unbefugt besitzt, erwirbt, auf andere Weise erlangt (Bst. d), veräussert oder auf andere Weise einem anderen verschafft (Bst. c). Das Erwerben von Betäubungsmitteln gemäss Buchstabe d ist das auf einem Rechtsgeschäft beruhende Erlangen der tatsächlichen Verfügungsgewalt über Betäubungsmittel gegen Entgelt, zum Beispiel durch Kauf. Auch derjenige, der die Betäubungsmittel in Form eines Tausches unentgeltlich erwirbt oder sich schenken lässt, erfüllt den Tatbestand. Erforderlich ist jedoch immer, dass der Täter durch die Handlung die tatsächliche Gewalt über das Betäubungsmittel erhält (Fingerhut/Schlegel/Jucker, a.a.O. N 77 zu Art. 19). Als Veräussern im Sinne von Buchstabe c dieses Artikels gilt jede vorsätzliche Übertragung der Verfügungsmacht über Betäubungsmittel an eine andere Person, wobei der Rechtsgrund dabei nicht massgebend ist. Damit ist insbesondere auch die Tatalternative des Verkaufens erfasst.”
“Erwägungen der Kammer Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG). Der Begriff Besitz bedeutet ein vom Herrschaftswillen getragenes tatsächliches Herrschaftsverhältnis an einer Sache (Urteil BGer 6B_539/2009 vom 8. September 2009). Massgebend sind somit immer die tatsächliche Sachherrschaft und der Wille, sie auch auszuüben. Die Herrschaftsmöglichkeit umfasst die tatsächliche Möglichkeit des Zugangs zur Sache und das Wissen darum, wo sie sich befindet, und der Herrschaftswille bezeichnet den Willen, die Sache der tatsächlichen Möglichkeit gemäss zu beherrschen, d. h. über die Betäubungsmittel nach eigenem und freien Belieben verfahren zu können, z. B. sie nach seinem Willen zu verbrauchen oder weiterzugeben oder zu vernichten oder sie einstweilen einfach aufzubewahren. Das tatsächliche Herrschaftsverhältnis muss mit dem Herrschaftswillen verbunden sein, das Machtverhältnis aufrecht zu erhalten und die tatsächliche Verfügungsgewalt ausüben zu können (zum Ganzen Hug-Beeli, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, Basel 2016, Art. 19 N 575 m.w.H.). Es handelt sich bei den Tatbeständen gemäss Art.”
“Ein solches ist auch dann gegeben, wenn der Täter das Betäubungsmittel nicht selbst unmittelbar besitzt, sondern anderweitig einen solchen sicheren Zugang zu ihm hat, dass er ohne Schwierigkeiten tatsächlich darüber verfügen kann. Massgeblich für die Erfüllung des Besitzestatbestandes ist die tatsächliche Einwirkungsmöglichkeit auf die Betäubungsmittel, d. h. der ungehinderte Zugang zu ihnen (Beeli, a.a.O., N. 572 f. zu Art. 19 BemtG). Der mittelbare Besitz setzt demnach voraus, dass der Täter einen so sicheren Zugang zu den an irgendeiner Stelle verwahrten Betäubungsmitteln hat und auch tatsächlich ohne Schwierigkeiten über die Betäubungsmittel verfügen kann. Mittelbarer Besitz reicht aus, wenn er mit der tatsächlichen Verfügungsmacht über die Betäubungsmittel verbunden ist. (Beeli, a.a.O., N. 580 f. zu Art. 19 BemtG). Albrecht verlangt eine restriktive Interpretation des Besitzes, um eine Gleichwertigkeit mit den übrigen Tathandlungen des Bst. d herzustellen (Albrecht, Stämpflis Handkommentar, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes, 3. Aufl. 2016, Art. 19 Rz. 68). Eine Bestrafung nach Art. 19 Abs. 1 BetmG verlangt Vorsatz, wobei dolus eventualis genügt. Der Vorsatz muss sämtliche objektiven Tatbestandsmerkmale umfassen. Gegenstand des Vorsatzes sind insbesondere die Art, die Menge und die Qualität der in den Verkehr gebrachten Betäubungsmittel (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, 3. Aufl. 2016, N. 114 ff. zu Art. 19 BetmG). Weiss der Täter, oder muss er annehmen, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann, droht Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr an, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt im Fall von Heroin ein schwerer Fall vor, wenn die Menge des reinen Stoffes 12 Gramm erreicht (BGE 145 IV 312; Urteil des Bundesgerichts 6B_504/2019 vom 29. Juli 2019 E. 2.1.1.; vgl. zum Ganzen Fingerhuth/Schlegel/Jucker, a.a.O., N. 175 ff. zu Art. 19 BetmG). Bei Heroin ist auf das Hydrochlorid abzustellen (BGE 109 IV 143 S. 145). Art. 19 Abs. 2 Bst.”
In der Praxis dienen mengenmässige Schwellen als Indizien dafür, dass eine sichergestellte Menge nicht für reinen Eigenkonsum bestimmt ist und damit für die Annahme einer Weiterverbreitungsgefahr bzw. die Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 BetmG relevant sein kann. Gerichtsentscheide und Gutachten nennen hierzu als Anhaltspunkte etwa rund 12 g Methamphetamin bzw. etwa 18 g Kokain. Bei der Bewertung werden zudem Stoffqualität, Marktwert und die konkreten Umstände herangezogen; das Überschreiten solcher Indizschwellen spricht regelmässig für eine stärkere Qualifikation und erhöhte Strafschwere, ohne dass die Gesamtwürdigung der konkreten Fallumstände entbehrlich wäre.
“Aufgrund des konkreten Vergleichs mit Kokain und Am- phetamin empfehle es sich, die Substanzmenge für Methamphetamin, die die Ge- sundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann, auf 12 Gramm Methamphet- amin-Hydrochlorid festzulegen (https://sgrm.ch/inhalte/Forensische-Chemie-und- Toxikologie/gutachten_methamphetamin_jun2010_06.pdf). Dies überzeugt nach wie vor. - 14 - Aufgrund des erstellten Sachverhalts, wonach der Hauptteil des eingeführten Me- thamphetamins für die Weitergabe an Dritte bestimmt war, ist die rechtliche Würdi- gung durch die Vorinstanz weitgehend zu bestätigen. Entgegen der Vorinstanz kann im Verhalten des Beschuldigten jedoch kein Anstaltentreffen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG erkannt werden. Nach Auffassung der Vorinstanz ent- spreche die vom Beschuldigten eingeführte Menge rund 4'728 bis 59'100 Konsu- meinheiten und sei eine derart grosse Menge offensichtlich nicht mehr für den blos- sen Eigenkonsum bestimmt, sondern für die Weitergabe an Drittpersonen, weshalb der Beschuldigte Anstalten zu Widerhandlungen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG getroffen habe (Urk. 43 S. 20 f. u. S. 23). Anstalten im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG sind nur gegeben, wenn sich der Entschluss des Täters in bestimmten Handlungen äussert; mithin kann von Vorbereitungshandlungen qualifizierter Art gesprochen werden (BGE 117 IV 309 E 1a; HUG-BEELI, BetmG-Komm, Art. 19 N 793). Die strafbaren Handlungen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG werden durch die Tathandlungen der lit. a–f von Art. 19 Abs. 1 BetmG konsumiert. Wer bspw. strafbare Anstalten zur Drogeneinfuhr unternimmt und anschliessend den Stoff auch in die Schweiz einführt, wird lediglich nach Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG schuldig gesprochen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.3; SCHLEGEL/JUCKER, OFK-Kommentar BetmG,”
“Allein durch den Besitz der Betäubungsmittel könne vorliegend weder in objektiver noch subjektiver Hinsicht auf eine unmittelbare oder mittelbare Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen i.S.v. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG geschlossen werden. Die zutreffende Feststellung der Vorinstanz, wonach der Berufungskläger ausschliesslich B____ mit den Betäubungsmitteln beliefert habe, stehe einer unmittelbaren Gesundheitsgefährdung vieler Menschen entgegen. Aus dem Umstand, dass gegen B____ kein Verfahren wegen eines Verbrechens gegen das BetmG eingeleitet worden sei, müsse zumindest in dubio geschlossen werden, dass auch eine mittelbare Gesundheitsgefährdung vieler Menschen nicht gegeben sei. Ausserdem enthalte das erstinstanzliche Urteil keinerlei Ausführungen dazu, inwiefern er gewusst habe oder hätte annehmen müssen, mit der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz die Gesundheit vieler Menschen mittelbar oder unmittelbar zu gefährden (Berufungsbegründung S. 4 ff., Akten S. 2396 ff.). 2.2.3 Rechtliche Grundlagen 2.2.3.1 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). 2.2.3.2 In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt bei einer Kokainmenge von 18 Gramm bzw.”
“Die Vorinstanz erwägt, für die Annahme eines qualifizierten Falls nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sei nicht entscheidend, welche der in Art. 19 Abs. 1 BetmG genannten Widerhandlungen der Täter im Einzelnen begangen habe. Trotz Erreichung der mengenmässigen Grenzwerte von der Qualifikation ausgenommen seien einzig Konstellationen, in denen die Gefahr einer Weiterverbreitung der Drogen auszuschliessen sei. Eine solche Konstellation sei hier nicht gegeben. Zunächst deuteten sowohl die aufgefundene Menge als auch die Qualität der Stoffe offensichtlich nicht auf blossen Eigenkonsum hin. Insbesondere die mit einem Reinheitsgrad von 90 % ausserordentlich gute Qualität des Kokains stelle ein Indiz für eine höhere Hierarchiestufe des Beschuldigten innerhalb des Drogenhandels dar. Auch der Wert des sichergestellten Kokains (rund Fr. 2'500.-- bei gassenüblichen Fr. 100.-- pro Gramm) und des Amphetamins (rund Fr. 2'700.-- bei gassenüblichen Fr. 30.-- pro Gramm) spreche gegen die Annahme einer Vorratshaltung für den Eigenkonsum, zumal dies aufgrund der leichten Verfügbarkeit und den in den letzten Jahren konstanten Preisen für Abnehmer auch unsinnig wäre.”
Art. 19 Abs. 1 BetmG sieht Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor; ein Mindestfreiheitsstrafmass ist nicht vorgesehen. Beim Übergang von altem auf neues Recht ist auf das für den Täter günstigere Recht abzustellen; sind die Sanktionen gleichwertig, ist altes Recht anzuwenden.
“Bei Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz reicht der Strafrahmen von Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann (Art. 19 Abs. 2 BetmG). Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Bei der Beschimpfung ist die Sanktion Geldstrafe bis 90 Tagessätze (Art. 177 StGB).”
“Anzuwenden ist in Bezug auf ein und dieselbe Tat nur entweder das alte oder das neue Recht (BGE 134 IV 82 E. 6.2). Ausschlaggebend ist, nach welchem der beiden Rechte der Täter für die gerade zu beurteilende Tat besser wegkommt (vgl. zum Ganzen Trechsel/Vest, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 11 zu Art. 2 StGB mit Hinweisen; Donatsch, StGB/JStG Kommentar, 20. Aufl. 2018, S. 40 N. 10 zu Art. 2 StGB sowie BGE 126 IV 5 S. 8 – je mit Hinweisen). Der Gesetzesvergleich hat sich ausschliesslich nach objektiven Gesichtspunkten zu richten (BGE 134 IV 82, E. 6.2.2). Sind im Übrigen die Sanktionen im Einzelfall gleichwertig, so ist altes Recht anzuwenden (Popp/Berkemeier, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 20 zu Art. 2 StGB mit weiteren Hinweisen). Mit den neu in Kraft getretenen Änderungen des Sanktionenrechts wurde vor allem der Anwendungsbereich der Geldstrafe eingeschränkt und derjenige der Freiheitsstrafe ausgeweitet. Der Strafrahmen von Art. 19 Abs. 1 BetmG wie auch von Art. 33 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes über Waffen, Waffenzubehör und Munition (WG; SR 514.54) lautet sowohl nach neuem als auch nach altem Recht auf Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Indes wurde mit der Änderung des Sanktionenrechts (in Kraft seit 1. Januar 2018 [AS 2016 1249]) die Zahl der Tagessätze auf höchstens 180 herabgesetzt, während nach altem Recht die Höchstgrenze 360 Tagessätze betrug (Art. 34 Abs. 1 [a]StGB). In der konkreten Anwendung erweist sich indes das neue Recht nicht als das mildere; weder im Einzelnen noch unter Anwendung des Asperationsprinzips resultiert eine Geldstrafe höher als 180 Strafeinheiten, und im Übrigen verbietet allein schon das Verschlechterungsverbot eine Bestrafung über 75 Tagessätze Geldstrafe. Betreffend mengenmässig qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz ist ohne Weiteres das alte Recht anwendbar. Der Strafrahmen der Freiheitsstrafe von einem bis zu 20 Jahren blieb unverändert.”
Herstellung und Vorratshaltung von NaP können nach Art. 19 Abs. 1 BetmG strafbar sein, wenn sie ohne medizinische Indikation erfolgen. Ergibt die Auswertung der Patientendossiers, dass NaP als Heilmittel eingesetzt wurde, sind sachverständige Abklärungen vorzunehmen und zu prüfen, ob die Herstellung nach Art. 11 Abs. 3 BetmKV bewilligungspflichtig war; dies kann eine Strafbarkeit entfallen lassen. Bei Anwendung zu Zwecken wie «Bilanzsuizid» ist hingegen eine Prüfung der Strafbarkeit wegen Herstellung und Vorratshaltung ohne medizinische Indikation vorzunehmen.
“Weil es sich um medizinische Fachfragen handelt, würde sich eine sachverständige Begutachtung der Patientendossiers (Art. 182 ff. StPO) aufdrängen. Zumal in diesem Zusammenhang unerlässliche Beweise noch nicht erhoben worden sind, stellt sich die Frage, ob das Verfahren in Anwendung von Art. 329 Abs. 2 i.V.m. Art. 379 StPO sistiert und an die Staatsanwaltschaft zur Vornahme weiterer Untersuchungshandlungen zurückgewiesen werden müsste. Ergibt eine Auswertung der Patientendossiers, dass das NaP als Heilmittel eingesetzt wurde, wäre in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, inwiefern seine Herstellung gemäss Art. 11 Abs. 3 der Verordnung über die Betäubungsmittelkontrolle (BetmKV; SR 812.121.1) für die Beschuldigte als zugelassene Ärztin überhaupt bewilligungspflichtig war, womit eine Strafbarkeit für die angeklagten Tathandlungen entfallen könnte. Wurde das NaP demgegenüber zwecks "Bilanzsuizid" verabreicht, wäre eine Strafbarkeit nach Art. 20 Abs. 1 lit. d i.V.m. Art. 11 BetmG (in Bezug auf die Abgabe) und Art. 19 Abs. 1 BetmG (in Bezug auf die Herstellung und Vorratshaltung) zu prüfen. In letzterem Fall würde das strafbare Verhalten in der Herstellung, Vorratshaltung und Abgabe von NaP "ohne medizinische Indikation" liegen. Weil jedoch die Anklageschrift in den Ziffern II.2 und II.3 von Herstellung, Vorratshaltung und Abgabe "ohne Bewilligung" spricht, würde die Verurteilung eine Änderung der Anklage gemäss Art. 333 Abs. 1 StPO voraussetzen.”
“Weil es sich um medizinische Fachfragen handelt, würde sich eine sachverständige Begutachtung der Patientendossiers (Art. 182 ff. StPO) aufdrängen. Zumal in diesem Zusammenhang unerlässliche Beweise noch nicht erhoben worden sind, stellt sich die Frage, ob das Verfahren in Anwendung von Art. 329 Abs. 2 i.V.m. Art. 379 StPO sistiert und an die Staatsanwaltschaft zur Vornahme weiterer Untersuchungshandlungen zurückgewiesen werden müsste. Ergibt eine Auswertung der Patientendossiers, dass das NaP als Heilmittel eingesetzt wurde, wäre in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, inwiefern seine Herstellung gemäss Art. 11 Abs. 3 der Verordnung über die Betäubungsmittelkontrolle (BetmKV; SR 812.121.1) für die Beschuldigte als zugelassene Ärztin überhaupt bewilligungspflichtig war, womit eine Strafbarkeit für die angeklagten Tathandlungen entfallen könnte. Wurde das NaP demgegenüber zwecks "Bilanzsuizid" verabreicht, wäre eine Strafbarkeit nach Art. 20 Abs. 1 lit. d i.V.m. Art. 11 BetmG (in Bezug auf die Abgabe) und Art. 19 Abs. 1 BetmG (in Bezug auf die Herstellung und Vorratshaltung) zu prüfen. In letzterem Fall würde das strafbare Verhalten in der Herstellung, Vorratshaltung und Abgabe von NaP "ohne medizinische Indikation" liegen. Weil jedoch die Anklageschrift in den Ziffern II.2 und II.3 von Herstellung, Vorratshaltung und Abgabe "ohne Bewilligung" spricht, würde die Verurteilung eine Änderung der Anklage gemäss Art. 333 Abs. 1 StPO voraussetzen.”
Sind keine Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe ersichtlich bzw. von der Verteidigung geltend gemacht worden, kommt eine Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 BetmG nicht in Betracht.
“In casu sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe ersicht- lich. Solche wurden von der Verteidigung auch nicht geltend gemacht. Folglich han- delte der Beschuldigte schuldhaft, sodass er sich des Vergehens gegen das Bun- desgesetz über die Betäubungsmittel i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG strafbar ge- macht hat. Er ist dafür schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen. Eine Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG fällt ausser Betracht.”
“In casu sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe ersicht- lich. Solche wurden von der Verteidigung auch nicht geltend gemacht. Folglich han- delte der Beschuldigte schuldhaft, sodass er sich des Vergehens gegen das Bun- desgesetz über die Betäubungsmittel i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG strafbar ge- macht hat. Er ist dafür schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen. Eine Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG fällt ausser Betracht.”
Vor einer Verfolgung nach Art. 19 Abs. 4 BetmG ist in der Regel Rücksprache mit dem mutmasslichen Tatstaat zu nehmen, insbesondere um abzuklären, ob dort Auslieferung ersucht wird oder ob die Tat dort bereits (stellvertretend) verurteilt worden ist.
“Da die Betäubungsmittel Mitte Januar 2010 aufgefunden wurden, kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass diese bereits im Jahre 2009 in die Schweiz eingeführt wurden, wodurch diese Einfuhr noch nicht durch das französische Urteil vom 22. November 2016 erfasst wäre. Auch diesen Umstand gilt es vom Strafgericht zu klären. Gegen die Möglichkeit, dass Frankreich bereits stellvertretend die auch in der Schweiz begangenen Betäubungsmitteldelikte abgeurteilt hat, spricht überdies Folgendes: Zwar gilt die Regelung, dass bei schweren Betäubungsmitteldelikten gestützt auf Art. 19 Abs. 4 BetmG von der Schweiz auch Auslandstaten verfolgt werden können, jedoch kann dies nicht als Universalitäts- bzw. Weltrechtsprinzip verstanden werden. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Zwischenform zwischen dem Universalitätsprinzip und der Übernahme der Strafverfolgung nach Art. 85 des Rechtshilfegesetzes (IRSG, SR 351.1, vgl. BGE 126 IV 255 E. 4.c S. 266). Sofern die Schweiz einen Ausländer wegen z.B. in Frankreich begangener Delikte gestützt auf Art. 19 Abs. 4 BetmG verurteilen will, so wäre zuerst Rücksprache mit Frankreich zu nehmen und etwa abzuklären, ob nicht Frankreich um zulässige Auslieferung des Delinquenten ersucht (vgl. BGE 118 IV 416 E. 2 S. 418 f.; Hug-Beeli, in: Kommentar Betäubungsmittelgesetz, Basel 2016, Art. 19 N 1200). Im umgekehrten Fall ist nicht anzunehmen, dass Frankreich, sollte es Betäubungsmitteldelikte mit Tatort Schweiz verfolgen und bestrafen wollen, eine Verurteilung ohne vorhergehende Rücksprache mit der Schweiz hätte vornehmen können. Solche Anfragen der französischen Justizbehörden sind aber nicht aktenkundig und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Ferner ist die Ausführung des Beschwerdeführers nicht korrekt, dass die Betäubungsmittel gemäss Anklage der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt unbestrittenermassen aus Frankreich stammen würden, führt die Anklage doch aus, dass diese auch aus Deutschland stammen könnten (Ziff.”
Mengenmässige Befunde prägen die Anwendung und die Strafzumessung nach Art. 19 BetmG. Die bundes- und kantonale Praxis nennt für Kokain eine Richtgrenze (18 g reines Kokain) für die mengenmässige Qualifikation; je deutlicher diese Grenze überschritten wird, desto stärker ist innerhalb des qualifizierten Strafrahmens mit einer Erhöhung der Tatschwere und damit der Strafe zu rechnen. Sehr grosse Mengen (beispielsweise deutlich über 250 g reines Kokain oder Mengen im Kilogrammbereich bei Heroin) erfüllen regelmässig den qualifizierten Tatbestand und wirken entsprechend strafverschärfend. Zudem verstärken Tatfunktionen wie Transport/Kurrier‑tätigkeit oder eine aktive Rolle im internationalen Handel die objektive Tatschwere.
“Mengenmässige Qualifikation Auf die oben beschriebene Weise wurden insgesamt 17'267 Gramm Kokaingemisch (9'587 Gramm reines Kokain) in die Schweiz eingeführt. Durch die Kurierinnen sowie H.________ und I.________ wurde insgesamt eine Menge von 15'050 Gramm Kokaingemisch (8'262 Gramm reines Kokain) an verschiedene Abnehmer veräussert. Die restlichen für die Veräusserung bestimmten 2'217 Gramm Kokaingemisch (1'325 Gramm reines Kokain) wurden in Teilmengen bei den Anhaltungen der Drogenkurierinnen durch die Polizei beschlagnahmt. Nach diesen Ausführungen sind dem Beschuldigten rund 17'267 Gramm Kokaingemisch, ausmachend 9'587 Gramm reines Kokain zuzurechnen. Die von der Praxis entwickelte Grenze von 18 Gramm reinem Kokain für die Anwendung der mengenmässigen Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (vgl. Hug-Beeli, a.a.O., N. 915 zu Art. 19 BetmG) ist vorliegend um ein Vielfaches überschritten und die mengenmässige Qualifikation klar zu bejahen. Dabei kannte der Beschuldigte die insgesamt eingeführte und veräusserte Menge und wusste von deren Potenzial, die Gesundheit vieler Menschen zu gefährden. Demzufolge ist auch der subjektive Tatbestand der mengenmässigen Qualifikation erfüllt. Auch diesbezüglich liegen weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe vor.”
“Dieser erstreckt sich von einem bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe, wobei die Möglichkeit besteht, mit dieser eine Geldstrafe zu verbinden (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). Aussergewöhn- liche Umstände, die ein Über- oder Unterschreiten des ordentlichen Strafrahmens rechtfertigen würden, bestehen nicht. 4. Tatschwere 4.1 Objektive Tatschwere 4.1.1 Der Beschuldigte reiste mit dem Flugzeug von B._____ (C._____ [Staat in Südamerika]) nach D._____ (C._____) und anschliessend nach Zürich, in der Ab- sicht, nach E._____ (F._____ [Staat in Europa]) weiterzufliegen. In einem Dop- pelboden seines Koffers führte er eine Menge von 2'662 Gramm Kokaingemisch mit einem Reinheitsgehalt von 91 %, und damit insgesamt 2'426 Gramm reines Kokain mit sich. Die Menge von 18 Gramm Reinsubstanz Kokain, welche gemäss Bundesgericht einen schweren Fall begründet (BGE 121 IV 332 E. 2a; BGE 109 - 7 - IV 143 E. 3b; F INGERHUTH/ SCHLEGEL/JUCKER, Kommentar Betäubungsmittelge- setz, 3. A. Zürich 2016, Art. 19 BetmG N 176, 181), wurde um ein Vielfaches überschritten. Bei Kokain handelt es sich um eine harte Drogen mit stark abhän- gigkeitserzeugender und gesundheitsgefährdender Wirkung, die in der vorliegen- den Menge ausreicht, um die Gesundheit sehr vieler Menschen in Gefahr zu brin- gen. Die Betäubungsmittelmenge bildet ein erstes wichtiges Element des objektiven Tatverschuldens. Je deutlicher der genannte Grenzwert zum schweren Fall aber überschritten wird, desto mehr ist er nicht allein entscheidendes Element bei der Beurteilung der objektiven Tatschwere (BGE 121 IV 193, 196). Gewichtige weite- re Elemente bilden die Art und Weise der Tatbegehung, die Umstände, aufgrund derer der Täter mit den Drogen in Kontakt kam, sowie die Funktion und der Rang des Täters im Rahmen der Drogengeschäfte. 4.1.2 Der Beschuldigte transportierte Kokain von Südamerika nach Europa. Die Vorinstanz hält dazu richtig fest, dass es sich beim Transport um einen we- sentlichen und unabdingbaren Beitrag im internationalen Drogenhandel handelt (vgl.”
“Gramm und 1'524 Gramm reines Kokain in die Schweiz eingeführt. Bei jeder Einfuhr wurde die Menge des qualifizierten Tatbestandes von Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG (vgl. Fingerhuth/Schlegel/Jucker, in: OFK BetmG, 3. Aufl. 2016, N. 181 zu Art. 19 BetmG, wonach die vom Bundesgericht entwickelte Grenze bei 18 Gramm reinem Kokain liegt) um ein Vielfaches überschritten. Praktisch die ganze in die Schweiz eingeführte Menge, sowie ein weiteres Kilogramm Kokaingemisch resp. 508 Gramm reines Kokain – insgesamt also rund 7 Kilogramm reines Kokain – wurden in Verkehr gebracht. Aufgrund des Doppelverwertungsverbots darf die Drogenmenge zwar nicht noch einmal straferhöhend berücksichtigt werden, soweit sie schon zur Anwendung des mengenmässig qualifizierten Falls gemäss Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG führt. Umgekehrt muss aber innerhalb des qualifizierten Strafrahmens berücksichtigt werden, in welchem Ausmass die Grenze zu mengenmässig qualifizierten Widerhandlungen überschritten worden ist. Entsprechend ist von einem ganz erheblichen Schädigungs- und Gefährdungspotential auszugehen. Mit Blick auf die Tabelle Hansjakob (vgl. diesbezüglich die Ausführungen unter Erwägung 19 hiervor) legt die Kammer hierfür eine Einstiegsstrafe von 6 ¾ Jahren Freiheitsstrafe fest.”
“Gramm). Der Beschuldigte hat dadurch die Grenze der mengenmässig qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz um ein Vielfaches überschritten und damit die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr gebracht (gemäss der immer noch geltenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt die Grenze bei 18 Gramm reinem Kokain; vgl. Schlegel/Jucker, a.a.O., N 181 zu Art. 19 BetmG). Es ist erneut darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte bereits mit jedem einzelnen der Schuldsprüche deutlich über den 18 Gramm liegt und nicht erst durch eine Zusammenrechnung der Mengen. Mit Blick auf die Tabelle Schlegel/Jucker erachtet die Kammer hierfür eine Freiheitsstrafe von 46 Monaten als angemessen. Art und Weise des Tatvorgehens / Verwerflichkeit des Handelns Hinsichtlich der Art und Weise des Tatvorgehens gilt es verschuldenserhöhend zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte vorliegend in einer grösseren Anzahl Fälle verurteilt wurde und sich sein Kokainhandel über eine längere Zeitdauer (November 2016 – November 2017) erstreckte. Strafmildernd ist hingegen zu berücksichtigen, dass es beim grössten Anteil der 1'220 Gramm Kokain nicht um Handel, sondern um ein Anstalten treffen zur Veräusserung ging. Da das Tatgeschehen seitens des Beschuldigten jedoch bereits weit fortgeschritten war, kann dies nur leicht strafmildernd berücksichtigt werden. Leicht verschuldensmindernd ist zudem der Einsatz des verdeckten Ermittlers zu würdigen, wobei mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen ist, dass der Beschuldigte selber nicht direkt mit diesem zu tun hatte, sondern nur als Kontaktperson von Q.”
“4 Sur le plan juridique, l’appelant conteste l’aggravante de l’art. 19 al. 2 let. a LStup, soit la mise en danger directe ou indirecte de nombreuses personnes pour le motif qu’il ne serait pas établi que le nombre des amis/clients ayant eu accès à cette cocaïne atteignait le chiffre de 20. Sur ce point, l’appelant fait une mauvaise lecture de la jurisprudence fédérale en ce sens que celle-ci n’exige pas que le nombre de clients du trafiquant atteigne 20 personnes pour que puisse être retenu le cas grave, mais considère qu’un trafic portant sur une quantité de 18 grammes de cocaïne pure est susceptible de mettre en danger la santé de 20 personnes et plus, et que, sur cette base, la santé de « nombreuses personnes » est mise en danger au sens de la loi, réalisant de ce fait le cas grave. S’agissant d’une notion objective, il est sans pertinence que la drogue ait été destinée à un nombre restreint d’individus (Favre/Pellet/Stoudmann, Droit pénal accessoire, Lausanne 2018, n. 2.2 et 2.4 ad art. 19 LStup). En l’occurrence, N.________ s’est adonné à un trafic de stupéfiants portant sur plus de 250 grammes de cocaïne pure, quantité dépassant largement le minimum requis par la jurisprudence pour retenir le cas grave. De fait, le trafic auquel s’est adonné l’appelant a donc bien porté sur une quantité de drogue (près de quatorze fois !) supérieure à celle susceptible de mettre en danger la santé de nombreuses personnes. En définitive, la condamnation de l’appelant pour infraction grave à la loi fédérale sur les stupéfiants doit être confirmée et l’appel sur ce point rejeté. 7. Cas de P.________ 7.1 L’appelant conteste la réalisation de l’infraction d’acte d’ordre sexuel sur une personne incapable de discernement ou de résistance à l’égard de P.________. Il fait en particulier valoir que le fait de considérer qu’un sommeil même profond, pourrait entrer dans la cadre des éléments constitutifs de l’infraction serait objectivement indéfendable, quel que soit l’angle d’interprétation utilisé. Il ajoute que, comme la victime a réagi en exprimant sa résistance, il y aurait lieu de retenir qu’elle avait le discernement.”
Bei arbeitsteilig organisierten oder umfangreichen, gewinnorientierten Handlungen (z. B. professioneller Anbau, grosse Mengen, führende/steuernde Rolle) kann sich die Tatschwere im Rahmen von Art. 19 Abs. 1 BetmG erhöhen. Vorinstanzen stellen in solchen Fällen häufig Gewerbsmässigkeit oder Bandenmässigkeit fest und sprechen eher Freiheitsstrafen anstelle von Geldstrafen aus.
“Gleichfalls nicht zu beanstanden ist die Erhöhung der Einsatzstrafe um 12 bzw. asperiert um 9 Monate aufgrund des Anbietens von knapp 60 Kilogramm Marihuana. Der Beschwerdeführer bestreitet zu Recht nicht, dass die Strafe innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens liegt. Angesichts des offensichtlichen Zusammenhangs mit dem Hauptvorwurf ist es insbesondere nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz hier keine Geldstrafe ausspricht (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Ebenso geht sie - zumal angesichts der grossen Menge - zu Recht von Gewerbsmässigkeit bzw. der Absicht hierzu aus. Die Straferhöhung ist mithin auch vor dem Hintergrund, dass es mit Bezug auf den Verkauf von Marihuana bei der Absicht blieb, nicht zu beanstanden. Insbesondere blieb die Vorinstanz bei der Festsetzung der Strafe innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens und dabei auf dem Minimum von 12 Monaten. Eine weitere Reduktion war somit auch Eingedenk des leichten Verschuldens gar nicht möglich, was der Beschwerdeführer zu verkennen scheint. Dass die Vorinstanz bei der Asperation Bundesrecht verletzt hätte, legt er nicht dar. Dies gilt insbesondere für den Einwand, wonach die Erstinstanz lediglich eine Erhöhung um 3 Monate vornahm. Daran war die eine eigene Strafzumessung vornehmende Vorinstanz nicht gebunden, was der Beschwerdeführer auch nicht behauptet.”
“Bei der Ermittlung der Einsatzstrafe für den unbefugten Anbau von illegalem Hanf gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG ist auf der Seite der objektiven Tatkomponenten zu Lasten des Beschuldigten zu würdigen, dass es sich bei der in casu betriebenen Hanfplantage um eine ausserordentlich professionelle, von mehreren Personen bewirtschaftete und die überaus grosse Anzahl von 4'733 einzelnen Hanfpflanzen beinhaltende Anlage gehandelt hat. Ausserdem hat der THC-Gehalt der untersuchten Pflanzen zwischen 9 % und 16 % betragen und ist damit weit über der zulässigen Grenze von 1 % gelegen. Verschuldenserhöhend kommt hinzu, dass A. die höchste Hierarchiestufe aller bekannten Mittäter bekleidet hat, indem er als Auftraggeber für die zweite Einhausung in Erscheinung getreten ist und im Gegensatz zu B. , C. sowie D. nicht blosser Handlanger oder Strohmann gewesen ist, sondern durchaus inhaltlich gestaltende Entscheidungsbefugnisse gehabt hat. Ohne ihn und seine persönliche, familiäre Nähe zur Firma E. GmbH wäre zumindest die Erweiterung und Professionalisierung der bestehenden Anlage nicht im vorliegend erfolgten Umfang möglich gewesen.”
“Subsumtion Haupttat 2.2.1.In objektiver Hinsicht handelte es sich gemäss erstelltem Sachverhalt bei Cannabis mit einem durchschnittlichen THC-Gehalt von über 1% um ein Betäu- bungsmittel gemäss Art. 2 lit. a BetmG, das weder angebaut, eingeführt, hergestellt noch in Verkehr gebracht werden darf (Art. 8 Abs. 1 lit. d BetmG). Hinsichtlich der erfüllten Tathandlungen baute der Mitbeschuldigte E._____ als Haupttäter das Cannabis an (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG), er veräusserte es (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), besass es (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) und finanzierte mittels der inves- tierten Fr. 376'800.– die Produktion der Betäubungsmittel (Art. 19 Abs. 1 lit. e BetmG), wobei letzteres bezüglich des Beschuldigten nicht relevant ist. Der objek- tive Tatbestand gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a, c, d und e BetmG der Haupttat ist somit erfüllt. 2.2.2.In subjektiver Hinsicht handelte der Mitbeschuldigte E._____ wissent- lich, willentlich und somit vorsätzlich. Der Tatbestand der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c, d und e BetmG als Haupttat ist dementsprechend erfüllt. 2.2.3.Der Mitbeschuldigte E._____ verwendete den aus dem Betäubungsmit- telhandel erwirtschafteten Gewinn für seinen Lebensunterhalt, wobei er nach eige- nen Angaben durchaus in einem gewissen Luxus lebte, indem er seiner Familie teure Ferien und gutes Essen finanzieren sowie seiner Ehefrau und einem seiner Söhne eine Ausbildung bezahlen konnte. Durch den Betäubungsmittelhandel er- zielte E._____ einen Gesamtumsatz von mindestens Fr. 920'000.–. Zudem ging er der Produktion und dem Handel von und mit Cannabis gewissermassen vollberuf- - 41 - lich nach, indem er während der betreffenden Zeit keine weitere Berufstätigkeit auf- wies.”
“Die rechtliche Subsumtion der Beteiligung des Beschuldigten an der erstellten Einfuhr sowie dem Anbau von Marihuana unter Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG (unbefugtes Anbauen), Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG (unbefugtes Lagern, Versenden, Befördern, Einführen), Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG (unbefugtes Veräussern, in Verkehr Bringen) sowie Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG (unbefugtes Besitzen, Aufbewahren und Erwerben) durch die Vorinstanz (Urk. 195 S. 204) ändert sich auch unter Berücksichtigung des Wegfalls der Teilmenge gemäss Anklageziffer 1.1.1.1. lit. a nicht. Dies wird vom Beschuldigten denn auch im Rückweisungsverfahren zu Recht nicht in Abrede gestellt (Urk. 247). Gleiches gilt hinsichtlich der Qualifikation gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG (Bandenmässigkeit) und Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG (Gewerbsmässigkeit) mit Bezug auf die Ziffern”
“Dans ces conditions, les juges cantonaux pouvaient, sans violer le droit fédéral, conclure que le recourant avait agi en qualité de coauteur (cf. supra consid. 1.3), ainsi qu'en tant que membre d'une bande de trafic de stupéfiants ( supra consid. 1.2) et lui imputer dans son intégralité, la quantité de cocaïne dont il a organisé la réception, respectivement la distribution. Dans la mesure où, dans la présente occurrence, la responsabilité du recourant est donnée pour l'ensemble du trafic, la référence à l'arrêt publié aux ATF 118 IV 397 consid. 2c ne saurait lui être d'une quelconque utilité. En effet, cette jurisprudence, qui prévoit que celui qui adopte l'un des comportements énumérés à l'art. 19 al. 1 LStup doit en principe être puni comme auteur de son acte et non comme coauteur de l'acte d'un tiers impliqué, ne s'applique pas lorsque, comme en l'espèce, on se trouve en présence d'une organisation comportant une répartition des tâches définie (cf. ATF 118 IV 397 consid. 2c p. 401).”
“Im Folgenden ist die Einsatzstrafe von 30 Monaten Freiheitsstrafe für das Verbrechen nach Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG aufgrund des Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG angemessen zu erhöhen, wobei wiederum den jeweiligen Umständen Rechnung zu tragen ist. Betreffend das Vergehen nach Art. 19 Abs. 1 Bst. a BetmG ist festzuhalten, dass der Berufungsgegner beim Cannabis-Anbau professionell vorging und in grosser Menge Hanfpflanzen anbaute. Die objektiven Tatkomponenten wiegen nicht mehr leicht. In subjektiver Hinsicht ist hervorzuheben, dass der Berufungsgegner vorsätzlich handelte. Auch hier war sein Handeln darauf ausgerichtet, Geld zu verdienen. Selbst wenn er sich in einer finanziell prekären Situation befunden hätte, rechtfertigt dies den Griff zu deliktischen Mitteln nicht. Die subjektiven Tatkomponenten sind somit leicht negativ zu berücksichtigen. Insgesamt liegt ein mittelschweres Tatverschulden vor.”
Das Zurverfügungstellen eines Fahrzeugs oder andere aktive Mitwirkungen beim Transport (z. B. Vorausfahren, Melden von Grenzsituationen, Einrichten einer Versteckmöglichkeit) können — abhängig von Intensität und Kenntnis der Haupttat — als eigenständige, schwere Tat nach Art. 19 qualifiziert werden. Wird durch das Verhalten ein in Art. 19 genannter Tatbestand verwirklicht, gilt der Handelnde als Täter; eine reine Beteiligung (Komplizenschaft/Beihilfe) kommt nur in Betracht, wenn die Unterstützung bloss akzessorisch ist und selbst nicht bereits Tatbestand der Norm bildet.
“d) En matière d’infractions à l’article 19 LStup, dès que le prévenu accomplit l’un des actes visés par cette disposition, il est l’auteur de l’infraction, une participation à un autre titre, telle une complicité, n’entrant pas en ligne de compte (ATF 133 IV 187 cons. 3.2 p. 193). La LStup ne laisse une place à la complicité que lorsque l’assistance porte sur l’acte d’un autre, présente un caractère accessoire et ne constitue pas en elle-même une infraction définie comme telle expressément par la loi, c’est-à-dire qu’elle ne tombe pas non plus sous le coup de l’article 19 ch. 1 al. 6 aLStup ou de l’article 19 al. 1 let. g LStup (ATF 115 IV 59 cons. 3 p. 61 ; arrêt du TF du 05.01.2009 [6B_325/2008] cons. 5). Tel est par exemple le cas de celui qui met à disposition un véhicule pour le transport de stupéfiants ou qui aménage une cachette à cette fin dans un véhicule. Le complice doit favoriser intentionnellement la commission de l’acte punissable par autrui, ce qui suppose qu’il connaisse, au moins dans les grandes lignes, l’infraction principale projetée (Corboz, op.cit., n°137 ad art. 19 LStup). 7. En l’occurrence, il est établi que A.________ a pris part au trafic de cocaïne que B.________ et C.________ avaient déployé dans le bas du canton entre 2019 et 2020. Il est intervenu comme intermédiaire en acheminant pour le compte de B.________ de la cocaïne à des clients (4 x 1g) et en allant réclamer à un consommateur 300 francs pour des achats de drogue. Ce comportement tombe sous le coup de l’article 19 al. 1 let. c LStup. A.________ a également mis sa voiture à disposition, ainsi que ses compétences de conducteur pour emmener C.________, qui n’avait plus le permis de conduire, à T.________. Il s’agissait d’aller à la rencontre d’une voiture dont les occupantes emportaient avec elles de 400 grammes de cocaïne emballés dans un carton, de les devancer avec son automobile, afin de leur indiquer si le poste de frontière suisse, par lequel elles devaient passer, était libre ou pas et de récupérer la marchandise dans un lieu sûr, plus loin, à Z.________. S’agissant de C.________, ce comportement a été qualifié d’infraction grave à la LStup (art.”
Vorbereitende Handlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g (z. B. sog. «Anstaltentreffen») können durch Schuldsprüche wegen anderer in Abs. 1 genannter Tatbestände (etwa Verkauf oder Transport nach lit. c/d) konsumiert werden. In der Praxis bedeutet dies, dass bei Vorliegen der vollendeten Tat ein gesonderter Schuldspruch wegen bestimmter Vorbereitungshandlungen oftmals entbehrlich ist; dies ist jedoch vom konkreten Tatablauf abhängig.
“Anstaltentreffen zum Verkauf von Betäubungsmitteln nach Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG Die Vorinstanz verneinte zutreffend eine Strafbarkeit auch für Vorbereitungs- handlungen, die als "Anstaltentreffen" nach lit. g gelten, weil diese Vorberei- tungshandlungen durch die Schuldsprüche nach Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG konsumiert werden (Urk. 91 S. 35; vgl. dazu OFK BetmG-S CHLEGEL/JUCKER, 4. Auflage 2022, BetmG 19 N 162 mit Hinweisen). Weiterungen dazu erübrigen sich, zumal in diesem Punkt ohnehin das Verschlechterungsverbot bzw. das - 31 - Verbot der reformatio in peius greift (Art. 391 Abs. 2 StPO). Der Beschuldigte ist bezüglich dieses Vorwurfs nicht schuldig zu sprechen.”
“1 BetmG aufgeführten Handlungen die Bedeutung eines selbständigen Straftatbestandes, sodass Täter ist und der vollen Strafdrohung untersteht, wer in eigener Person einen dieser gesetzlichen Tatbestände objektiv und subjektiv erfüllt (BGE 133 IV 187 E. 3.2 S. 193 mit Hinweisen). Die fraglichen Handlungen stellen verschiedene Entwicklungsstufen derselben deliktischen Tätigkeit dar (BGE 137 IV 33 E. 2.1.3 S. 39 mit Hinweis). Gemäss der Lehre und Recht- sprechung hat lediglich ein Schuldspruch wegen Verkaufs zu erfolgen, wenn ein Täter zum Beispiel Betäubungsmittel im Ausland erwirbt, anschliessend in die Schweiz einführt und dort – wie von Anfang an geplant – an Konsumenten ver- äussert (Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.3). Ein Schuldspruch wegen Drogentransports schliesst einen Schuldspruch wegen des vorgängigen Erwerbs derselben Droge demgegenüber nicht aus (vgl. Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.6), da wer Betäubungsmittel transportiert, diese nicht zwingend auch erworben hat. Die entsprechenden Verhaltensweisen erfahren eine Erweiterung durch das Anstaltentreffen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG. Gemäss BGE 138 IV 100 E. 3.2 S. 102 f. erfasst das Anstaltentreffen sowohl den Versuch im Sinne von Art. 22 StGB wie auch gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen und wertet sie zu selbständigen Taten mit derselben Strafdrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen auf (BGE 133 IV 187 E. 3.2 S. 193 mit Hinweisen). 1.4.4.2. Es stellt sich die Frage, wie es sich mit den allgemeinen Konkurrenz- regeln im Bereich der qualifizierten Tatbegehung verhält. Nach HUG-BEELI liegt eine mehrfache Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG vor, wenn jemand mehrfach Betäubungsmittel in einer qualifizierten Menge umsetzt (GUSTAV HUG-BEELI, Kommentar Betäubungsmittelgesetz [BetmG], 2016, N. 983 zu Art. 19 BetmG). In dieser absoluten Form ist dem nicht beizupflichten. Zentra- - 14 - les Kriterium für die Qualifikation im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG ist die Menge der Betäubungsmittel.”
Verpackungsmerkmale, die auf Absatz- oder Verkaufstätigkeiten hindeuten (z. B. in Boulettengrösse abgepackte Dosen und vorgestanzte Plastik-Tütchen) sowie das Auffinden von predosierten Säckchen sprechen nach der zitierten Praxis gegen die Anwendung der konsumbezogenen Sondermilderung nach Art. 19a LStup. Im entschiedenen Fall wurde dies bei rund 7,4 g Kokain in sechs Bouletten nebst vorgestanzten Tütchen berücksichtigt.
“Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 144 IV 345 consid. 2.2.3.3 ; 127 I 38 consid. 2a). 2.1.2. L'art. 19 al. 1 let. d LStup est réalisé par celui qui, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière. Selon l'art. 19a ch. 1 LStup, celui qui, sans droit, aura consommé intentionnellement des stupéfiants ou celui qui aura commis une infraction à l'art. 19 LStup pour assurer sa propre consommation est passible de l'amende. La jurisprudence a adopté une conception restrictive de cette disposition. Il faut que l'acte soit destiné exclusivement à permettre à l'auteur de se procurer la drogue pour sa propre consommation. L'application de cette circonstance atténuante spéciale est exclue dès que les infractions à l'art. 19 LStup conduisent des tiers à faire usage de stupéfiants. Celui qui, ne serait-ce que pour satisfaire ses propres besoins, se livre au trafic, vend ou permet à autrui, soit à des consommateurs potentiels, de se procurer de la drogue, ne peut dès lors bénéficier de l'art. 19a ch. 1 LStup (ATF 119 IV 180 consid. 2a ; 118 IV 200 consid. 3b et 3d ; SJ 1996 p. 341 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_352/2014 du 22 mai 2015 consid. 4 non publié in ATF 141 IV 273). 2.2. In casu, lors de son interpellation par la police, le 24 août 2020, l'appelant détenait 7.4 gr. de cocaïne, conditionnés sous forme de six boulettes, dont les deux tiers étaient dissimulés dans son caleçon. A ce conditionnement, typique de celui utilisé pour la vente, s'ajoute à charge le lot de sachets prédécoupés en plastique découvert dans sa chambre. L'appelant a tenté de justifier ces aspects en arguant d'une consommation de stupéfiants pour apaiser ses douleurs. Or, il était suivi par un médecin et sous traitement, en particulier de Tramal.”
Bei der Strafzumessung kann das Geständnis oder die gute Zusammenarbeit mit Polizei oder Justiz strafmildernd berücksichtigt werden, insbesondere wenn dadurch Tatsachen aufgeklärt werden, die andernfalls im Dunkeln geblieben wären. Umgekehrt ist es zulässig, ein mangelndes Kooperationsverhalten als für die Strafhöhe relevantes Merkmal zu berücksichtigen.
“Sa situation personnelle, plutôt bonne, ne justifie aucunement son comportement. Il a affirmé avoir travaillé depuis sa dernière condamnation tant en Allemagne qu'en France, où il a expliqué avoir un cousin, ainsi qu'en Albanie, ce qui lui a permis de subvenir aux besoins de sa mère. Outre ces éléments, il a produit en appel une garantie d'emploi tout en précisant connaître l'employeur depuis de nombreuses années. Dans ces circonstances, on peine à comprendre pourquoi il n'a pas fait jouer ses relations auparavant. Partant, seul l'appât du gain facile, soit un mobile purement égoïste, explique qu'il se soit retrouvé à la tête d'un trafic d'importance sur Genève. De par son implication dans cette activité illicite, il a également violé les dispositions de la LEI en pénétrant et en séjournant sur le territoire suisse, à plusieurs occasions, alors même qu'il se savait être dans l'illégalité. Il a ainsi agi par pure convenance personnelle et au mépris de la législation en vigueur. Il y a concours d'infractions (art. 19 LStup sous forme de trois comportements distincts, art. 305bis CP et les infractions à la LEI), facteur d'aggravation de la peine, étant rappelé que les deux infractions les plus graves ont été commises en récidive spécifique et la dernière à plusieurs reprises. Seule la collaboration du prévenu permet de contrebalancer en partie sa faute. Celle-ci peut être qualifiée de bonne, étant souligné qu'elle a concerné directement le déroulement global du trafic de stupéfiants, y compris s'agissant de son rôle dès son arrivée en Suisse, du chiffre d'affaires perçu ainsi que des quantités trafiquées, plus particulièrement dans un premier temps en lien avec les faits litigieux impliquant D______ avant de s'élargir au fil de l'avancée de la procédure, dès lors qu'il a admis immédiatement et sans discussion dans un deuxième temps devant le MP les faits impliquant F______. Cette collaboration marque une prise de conscience de sa faute et constitue un acte d'amendement, étant relevé que le prévenu a également donné des éléments financiers utiles pour juger de l'ampleur du trafic (sommes générées par les ventes, revenu obtenu pour son travail, paiement du loyer, des frais personnels ainsi que de la drogue remise par les grossistes), étant relevé qu'au vu de ces éléments et du prix de vente au détail, le trafic de drogue reproché par l'acte d'accusation pourrait s'inscrire dans une fourchette basse alors qu'une partie de la drogue n'a pas été vendue pour avoir été saisie par la police et que des liquidités ont été retrouvées dans l'appartement perquisitionné.”
“Le juge pourra atténuer la peine en raison de l'aveu ou de la bonne coopération de l'auteur de l'infraction avec les autorités policières ou judiciaires notamment si cette coopération a permis d'élucider des faits qui, à ce défaut, seraient restés obscurs (ATF 121 IV 202 consid. 2d/aa ; 118 IV 342 consid. 2d). Si le prévenu est en droit de ne pas s’auto-incriminer (« nemo tenetur se ipsum accusare »), il n’est pas critiquable de tenir compte de son comportement au cours de la procédure, en l’occurrence une mauvaise collaboration, s’agissant d'un facteur pertinent dans le cadre de la fixation de la peine (arrêt TF 6B_101/2021 du 22 décembre 2021 consid. 3.4.8). 2.2.2. Lors de la fixation de la peine, le juge doit également tenir compte des circonstances atténuantes énumérées aux art. 48 CP et 19 al. 3 LStup et de la circonstance aggravante du concours prévue à l'art. 49 CP. Cela étant, il n’y a pas de concours entre l’art. 19 al. 1 et l’art. 19 al. 2 LStup. En effet, de jurisprudence constante, diverses violations de l’art. 19 LStup sont réprimées en dehors des règles sur le concours comme une seule infraction, jugée en application du chiffre premier ou second de cette disposition, selon que la quantité globale de drogue en cause est ou non de nature à mettre en danger la santé de nombreuses personnes (arrêt TC FR 501 2020 27 du 25 novembre 2020 consid. 2.5 et les références citées). 2.2.3. Le principe de la célérité consacré par les art. 29 al. 1 Cst., 6 par. 1 CEDH et 14 par. 3 let. c Pacte ONU II (RS 0.103.2), et prévu à l'art. 5 CPP pour la procédure pénale, impose aux autorités, dès le moment où l'accusé est informé des soupçons qui pèsent sur lui, de mener la procédure pénale sans désemparer, afin de ne pas maintenir inutilement l'accusé dans les angoisses qu'elle suscite. Il s'agit d'une exigence posée à l'égard des autorités pénales, qui se distingue de la circonstance atténuante du temps relativement long tel que prévu par l'art. 48 let. e CP, liée à l'approche de la prescription et qui suppose que l'accusé se soit bien comporté dans l'intervalle.”
Bei mehreren qualifizierten Widerhandlungen gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG ist jeweils eine Freiheitsstrafe anzuordnen; mehrere Taten sind zudem strafschärfend zu berücksichtigen.
“Vorstehenden Erwägungen zufolge ist der Beschuldigte der mehrfachen qua- lifizierten Widerhandlung gegen das BetmG im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b und c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie der Widerhandlung ge- gen das BetmG im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG schuldig zu sprechen und hierfür angemessen zu bestrafen. Es liegt somit sowohl eine Deliktsmehrheit als auch eine mehrfache Tatbegehung vor.”
“2, 136 IV 55 E. 5.4; 136 IV 55 E. 5.4 ff.; BGer 7B_181/2022 vom 27. September 2023; je mit Hinweisen). Darauf sowie auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 65 E. III/1.1 und III/2 S. 38 ff.) kann verwiesen werden. Die Bildung einer Gesamtstrafe ist nur bei gleichartigen Strafen möglich. Un- gleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen, da das Asperationsprinzip nur greift, wenn mehrere gleichartige Strafen ausgesprochen werden. Mehrere gleichartige Strafen liegen vor, wenn das Gericht im konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss gleichartige Strafen ausfällen würde (BGE 144 IV 313 E. 1.1.3; 138 IV 120 E. 5.2; je mit Hinweisen). 2.Wahl Sanktionsart, Strafrahmen 2.1.Für qualifizierte Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 BetmG sieht das Gesetz eine Freiheits- strafe von mindestens einem Jahr vor, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann. Der Grundtatbestand von Art. 19 Abs. 1 BetmG enthält eine Strafan- drohung von Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. 2.2.Bei der Wahl der Sanktionsart ist als wichtiges Kriterium die Zweckmässig- keit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf die Täterschaft und auf ihr soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen (BGE 147 IV 241 E. 3.2; BGer 6B_355/2021 vom 22. März 2023 E. 3.3; je mit Hinweisen). Nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll nach konstanter Rechtsprechung bei alternativ zur Verfügung stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen im Regelfall diejenige gewählt werden, die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift (BGE 138 IV 120 E. 5.2; BGer 6B_355/ 2021 vom 22. März 2023 E. 3.3). - 34 - Während für die mehreren qualifizierten Widerhandlungen gegen das Be- täubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 lit. b – d i.V.m. Abs. 2 lit. a BetmG) wie gesehen, von Gesetzes wegen stets eine Freiheitsstrafe auszufällen ist, käme für den minderschweren Verstoss (Art.”
“Strafrahmen Es ist bei der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG von einem Strafrahmen von einem bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe auszugehen. Die mehrfache Tatbegehung ist mit der Vorinstanz innerhalb des ordentlichen Strafrahmens – da keine aussergewöhnlichen Umstände vorliegen – straferhö- hend zu berücksichtigen (vgl. Urk. 55 S. 96 f.). Strafmilderungsgründe sind ferner nicht ersichtlich. Als Ausgangspunkt für die Festsetzung der Einzelstrafe ist die Kokaineinfuhr vom 18. Februar 2019 heranzuziehen, bei welcher rund”
Ist die Auslieferung verweigert oder der Täter in der Schweiz (z. B. wegen Staatsangehörigkeit) nicht ausgeliefert worden, kann die Schweiz subsidiär verfolgen. Voraussetzung ist, dass die Tat auch am Begehungsort strafbar ist. Ist das ausländische Recht für den Täter milder, ist dieses anzuwenden.
“Da sich der beschuldigte Beschwerdeführer in der Schweiz befindet, als Schweizer Bürger nicht ausgeliefert werden könnte und das Delikt auch in Deutschland strafbar ist (vgl. § 29 Abs. 1 Nr. 3 des Gesetzes über den Verkehr mit Betäubungsmitteln in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. März 1994 [BtMG DE]), kann das Delikt in der Schweiz verfolgt werden (vgl. Hug-Beeli, in: Basler Kommentar, 1. Auflage 2016, Art. 19 BetmG N 1195 ff.). Methamphetamin (in Deutschland: Metamfetamin) gehört gemäss Anlage II BtMG DE zu den verkehrsfähigen, aber nicht verschreibungsfähigen Betäubungsmitteln. Jeglicher Besitz ist ohne Erlaubnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte strafbar. Das Nettogewicht beträgt gemäss kriminaltechnischem Untersuchungsbericht vom 12. Oktober 2023”
“104 StPOart. 104 CPPart. 104 CPP Art. 400 StPOart. 400 CPPart. 400 CPP Art. 400 StPOart. 400 CPPart. 400 CPP Art. 398 StPOart. 398 CPPart. 398 CPP Art. 398 StPOart. 398 CPPart. 398 CPP Art. 391 StPOart. 391 CPPart. 391 CPP Art. 404 StPOart. 404 CPPart. 404 CPP Art. 405 StPOart. 405 CPPart. 405 CPP Art. 406 StPOart. 406 CPPart. 406 CPP Art. 389 StPOart. 389 CPPart. 389 CPP Art. 389 StPOart. 389 CPPart. 389 CPP Art. 389 StPOart. 389 CPPart. 389 CPP Art. 405 StPOart. 405 CPPart. 405 CPP Art. 331 StPOart. 331 CPPart. 331 CPP Art. 336 StPOart. 336 CPPart. 336 CPP Art. 407 StPOart. 407 CPPart. 407 CPP Art. 10 StPOart. 10 CPPart. 10 CPP 6B_988/2018 BGE 143 IV 500ATF 143 IV 500DTF 143 IV 500 Art. 82 StPOart. 82 CPPart. 82 CPP 6B_632/2019 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup BGE 138 IV 100ATF 138 IV 100DTF 138 IV 100 Art. 47 StGBart. 47 CPart. 47 CP BGE 134 IV 17ATF 134 IV 17DTF 134 IV 17 6B_353/2012 BGE 138 IV 100ATF 138 IV 100DTF 138 IV 100 BGE 120 IV 334ATF 120 IV 334DTF 120 IV 334 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup BGE 122 IV 299ATF 122 IV 299DTF 122 IV 299 BGE 121 IV 193ATF 121 IV 193DTF 121 IV 193 BGE 121 IV 202ATF 121 IV 202DTF 121 IV 202 BGE 122 IV 299ATF 122 IV 299DTF 122 IV 299 6B_567/2012 6B_107/2013 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 40 StGBart. 40 CPart. 40 CP Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 43 StGBart. 43 CPart. 43 CP 6B_1176/2020 Art. 66a StGBart. 66a CPart. 66a CP Art. 66a StGBart. 66a CPart. 66a CP Art. 426 StPOart. 426 CPPart. 426 CPP Art. 428 StPOart. 428 CPPart. 428 CPP Art. 428 StPOart. 428 CPPart. 428 CPP Art. 422 StPOart. 422 CPPart. 422 CPP Art. 135 StPOart. 135 CPPart. 135 CPP Art. 135 StPOart. 135 CPPart. 135 CPP Art. 57 JRart. 57 RJart. 57 JR Art. 58 JRart. 58 RJart. 58 JR Art. 76 JRart. 76 RJart. 76 JR Art. 77 JRart. 77 RJart. 77 JR Art. 25 MWSTGart. 25 LTVAart. 25 LIVA Art. 135 StPOart. 135 CPPart. 135 CPP Art. 429 StPOart. 429 CPPart. 429 CPP Art. 436 StPOart. 436 CPPart. 436 CPP Art. 431 StPOart. 431 CPPart. 431 CPP BGE 135 IV 126ATF 135 IV 126DTF 135 IV 126 6B_431/2015 Art.”
“104 StPOart. 104 CPPart. 104 CPP Art. 382 StPOart. 382 CPPart. 382 CPP Art. 399 StPOart. 399 CPPart. 399 CPP Art. 400 StPOart. 400 CPPart. 400 CPP Art. 104 StPOart. 104 CPPart. 104 CPP Art. 400 StPOart. 400 CPPart. 400 CPP Art. 398 StPOart. 398 CPPart. 398 CPP Art. 398 StPOart. 398 CPPart. 398 CPP 6B_43/2012 Art. 391 StPOart. 391 CPPart. 391 CPP Art. 404 StPOart. 404 CPPart. 404 CPP Art. 405 StPOart. 405 CPPart. 405 CPP Art. 406 StPOart. 406 CPPart. 406 CPP Art. 389 StPOart. 389 CPPart. 389 CPP Art. 389 StPOart. 389 CPPart. 389 CPP Art. 389 StPOart. 389 CPPart. 389 CPP Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 82 StPOart. 82 CPPart. 82 CPP Art. 47 StGBart. 47 CPart. 47 CP BGE 136 IV 55ATF 136 IV 55DTF 136 IV 55 BGE 134 IV 17ATF 134 IV 17DTF 134 IV 17 Art. 47 StGBart. 47 CPart. 47 CP BGE 136 IV 55ATF 136 IV 55DTF 136 IV 55 6B_353/2012 BGE 138 IV 100ATF 138 IV 100DTF 138 IV 100 BGE 120 IV 334ATF 120 IV 334DTF 120 IV 334 BGE 109 IV 143ATF 109 IV 143DTF 109 IV 143 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup BGE 138 IV 100ATF 138 IV 100DTF 138 IV 100 BGE 122 IV 299ATF 122 IV 299DTF 122 IV 299 BGE 121 IV 193ATF 121 IV 193DTF 121 IV 193 BGE 121 IV 202ATF 121 IV 202DTF 121 IV 202 BGE 122 IV 299ATF 122 IV 299DTF 122 IV 299 6B_567/2012 6B_107/2013 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup BGE 121 IV 202ATF 121 IV 202DTF 121 IV 202 BGE 118 IV 342ATF 118 IV 342DTF 118 IV 342 Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 19 BetmGart. 19 LStupart. 19 LStup Art. 40 StGBart. 40 CPart. 40 CP BGE 136 IV 1ATF 136 IV 1DTF 136 IV 1 6B_99/2012 Art. 48 StGBart. 48 CPart. 48 CP Art. 42 StGBart. 42 CPart. 42 CP BGE 134 IV 1ATF 134 IV 1DTF 134 IV 1 Art. 43 StGBart. 43 CPart. 43 CP Art. 42 StGBart. 42 CPart. 42 CP Art. 43 StGBart. 43 CPart. 43 CP BGE 134 IV 1ATF 134 IV 1DTF 134 IV 1 6B_713/2007 Art. 42 StGBart. 42 CPart. 42 CP Art. 43 StGBart. 43 CPart. 43 CP Art. 42 StGBart. 42 CPart. 42 CP 6B_492/2008 BGE 135 IV 152ATF 135 IV 152DTF 135 IV 152 6B_1013/2014 Art. 66a StGBart. 66a CPart. 66a CP Art. 19 BetmGart. 19 LStupart.”
Fehlt eine echte Betäubungsmittelabhängigkeit bzw. dient der Handel nicht primär der Finanzierung des eigenen Konsums (etwa weil damit auch Lebensunterhalt bestritten, erhebliche Gewinne erzielt oder professionell gehandelt wird), kommt die fakultative Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 BetmG häufig nicht zur Anwendung oder wird nur gering gewichtet. Entscheidend ist die Ausrichtung der Tathandlung auf die Suchtfinanzierung und die tatsächliche Umfangs- und Motivlage des Handels.
“Il est à ce propos relevé que les montants séquestrés sont importants – de même que le chiffre d’affaire et le bénéfice relatifs aux activités criminelles du prévenu. Ces éléments démontrent que ce dernier a fait preuve d’une énergie criminelle importante durant une longue période. Au moment de son arrestation, le prévenu détenait des quantités très importantes de produits stupéfiants très divers qui n’attendaient que leur vente prochaine. La Cour relève qu’elle a rarement eu à juger un trafic portant sur un panel de stupéfiants aussi varié, le prévenu ayant importé et vendu pas moins de huit produits en partie très dangereux pour la santé. Il ne fait en outre aucun doute que A.________ aurait continué son trafic s’il n’avait pas été arrêté. S’y ajoute le fait que le prévenu a réalisé deux des circonstances aggravantes prévues par la loi. Ainsi, la peine de base est fixée à 82 mois de peine privative de liberté. Cette peine peut être très légèrement réduite de 6 mois, à 76 mois, pour prendre en compte la consommation de stupéfiants du prévenu. En effet, même si celle-ci n’était pas suffisamment importante pour justifier une application de l’art. 19 al. 3 LStup (une véritable dépendance étant nécessaire à ce titre, ce qui n’était pas le cas en l’espèce au vu des déclarations du prévenu, cf. ch. IV.13.3 ci-dessus), il peut être tenu compte de sa consommation de stupéfiants dans le cadre de l’art 47 CP.”
“Les éléments mis en exergue par l’expert privé, qui ressortent d’une appréciation subjective, n’ébranlent pas cette conclusion, qui est d’ailleurs renforcée par le fait qu’en décembre 2019, soit deux mois avant son interpellation, l’appelant a réussi à mettre un terme à toute consommation de stupéfiants, sans avoir besoin de recourir à une assistance médicale pour palier une dépendance physique ou psychique quelconque. 2.5.3. En tout état de cause, même s’il fallait retenir que l’appelant souffrait d’une telle dépendance, il faudrait alors constater qu’il n’a pas recouru au trafic de stupéfiants exclusivement pour financer sa propre toxicomanie ; l’appelant admet en effet qu’il a trafiqué pour pouvoir accéder à une meilleure qualité de produits en procédant à des achats en gros. Les quantités de cocaïne et de substances cannabiques, tout comme les sommes en cause, dépassent en tout état largement la simple alimentation d’une consommation personnelle, fût-elle importante. C’est dès lors en vain que l’appelant se prévaut de la circonstance atténuante de l’art. 19 al. 3 LStup. Sa consommation de stupéfiants sera néanmoins l’un des critères retenu dans l’examen de sa situation personnelle au sens de l’art. 47 CP, dans la mesure où même en l’absence de dépendance au sens strictement médical du terme, il est établi que, par périodes, l’appelant consommait compulsivement. 2.6. L’appelant a récidivé très rapidement dans le délai d’épreuve qui lui a été imparti le 12 avril 2019. En effet, il a repris son trafic, de façon relativement intense et en proposant à ses clients consommateurs un assortiment varié de produits, à peine quatre mois plus tard, ce qui démontre un véritable professionnalisme et une détermination criminelle certaine. Cette récidive trahit également la confiance placée en lui par la justice lors de cette condamnation. Si son activité est restée cantonnée au niveau local, il avait néanmoins conscience de la provenance espagnole des produits de type cannabis, et donc d’une composante internationale de son activité. L’importance de son trafic ressort de la diversité des produits stupéfiants proposés, de leur qualité connue de l’appelant, de leur disponibilité et de l’ampleur des ventes.”
“Dieses fällt straferhöhend aus. Zudem macht die Vorinstanz in Anlehnung an HUG-BEELI (a.a.O., N. 1165 ff. zu Art. 19 BetmG) Erwägungen zum Strafmilderungsgrund von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG und Art. 19 Abs. 2 StGB. Die Suchtproblematik des Beschuldigten (vgl. die ärztlichen Zeugnisse von Dr. med. B._____ vom 12. März 2020 und 3. Juni 2020, Urk. 49/1- 2) sei im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB leicht strafmindernd zu werten. Eine wei- tere fakultative Strafmilderung im Sinne von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG komme nicht in Frage, nachdem der Beschuldigte mit der Delinquenz nicht nur seine Sucht, sondern auch einen Teil seines Lebensunterhalts finanziert habe. Die feh- lende Reue sei neutral zu gewichten (Urk. 61 S. 20 ff.). Diese Erwägungen kön- nen übernommen werden. Insbesondere verzichtet die Vorinstanz entgegen der Argumentation der Verteidigung mit zutreffender Begründung auf eine weitere fa- - 21 - kultative Strafmilderung im Sinne von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG (Urk. 61 S. 21 f. und Urk. 83 S. 8). Nach C ORBOZ gelangt Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG nur zur Anwendung, wenn die Tathandlungen des von Betäubungsmitteln Abhängigen ausschliesslich der Finanzierung des eigenen Konsums dienten (CORBOZ, a.a.O., N. 117 zu Art. 19 BetmG; a.M. PETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19-28l BetmG], 3. Aufl. 2016, N. 283 ff. zu Art. 19 BetmG, wonach es ausreicht, wenn die Finanzierung der eigenen Sucht das vor- herrschende, nicht aber das einzige Handlungsziel des Täters sei). Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG gelangt damit nicht zur Anwendung. Selbst wenn dem Beschuldigten eine entsprechende Strafmilderung zugebilligt würde, wäre das vorinstanzliche Strafmass im Ergebnis gleichwohl zu bestätigen. Wie noch zu zeigen sein wird, erscheint insgesamt eine Freiheitsstrafe von 33 Monaten als angemessen. Auch bei einer zusätzlichen Strafminderung wäre die vorinstanzliche Strafhöhe von 28 Monaten Freiheitsstrafe nicht zu unterschreiten.”
“In subjektiver Hinsicht sind das direktvorsätzliche Handeln sowie die egois- tischen Beweggründe zu berücksichtigen. Es ist einerseits davon auszugehen, dass der von Sozialhilfe lebende Beschuldigte ohne in einer Notlage zu sein aus finanziellen Überlegungen delinquierte. Zudem hielt er den Drogenhandel bis zu seiner Verhaftung aufrecht. Das Tatmotiv ist straferhöhend zu werten. Anderseits dürfte er mit dem Drogenerlös hauptsächlich seinen eigenen Heroinkonsum be- stritten haben. Dass der Beschuldigte an einer schweren Heroinabhängigkeit litt bzw. auf die Einnahme von Methadon angewiesen war, weshalb grundsätzlich ei- ne klassische Beschaffungskriminalität (fakultativer Strafminderungsgrund nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG) vorlag, ist strafreduzierend zu berücksichtigen. Es kann indessen nicht gesagt werden, dass die Entscheidungsfreiheit des Beschul- digten stark eingeschränkt war, da er auch über Methadon zur Suchtmittelsubsti- tution verfügte. Die subjektive Tatschwere vermag die objektive Tatschwere ins- gesamt nur mässig strafmindernd zu beeinflussen, weshalb aufgrund des nicht mehr leichten Tatverschuldens eine Einzelstrafe von 15 Monaten resultiert.”
Bei mehreren Sicherstellungen oder mehreren Chargen ist für die Beurteilung des Reinheitsgrads der hergestellten/handelsrelevanten Menge der durchschnittliche (mittlere) Analysenwert heranzuziehen.
“Enfin, le soi-disant illettrisme de l'appelant semble être une excuse de circonstances puisqu'il possède et donc utilise plusieurs téléphones (cf. Z-100 et Z-108). Plaide en revanche en faveur de la version de l'appelant le fait que le compte de l'intimé a été, en définitive, vidé, sans qu'il ne soit établi que le solde apparaissait sur l'interface de l'application Twint. Cet unique élément ne suffit néanmoins pas à contrebalancer les éléments qui sont favorables à celle du plaignant, en particulier pas le fait qu'il ne serait pas parti sans son argent ou n'aurait pas porté plainte. 2.2.3.4. Au vu de ce qui précède la version des faits présentée par l'intimé apparaît crédible et les faits tels que décrits sous chiffres 1.2.1, 1.2.2 et 1.4.1 sont établis. 3. 3.1. Quiconque qui, sans droit, aliène ou prescrit des stupéfiants, en procure de toute autre manière à un tiers ou en met dans le commerce (let. c) ou, sans droit, possède, détient ou acquiert des stupéfiants ou s'en procure de toute autre manière (let. d) est passible d'une peine de droit (art. 19 al. 1 LStup). S'il sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes, l'auteur est puni de l'infraction en sa forme aggravée (art. 19 al. 2 LStup). La formulation de l'art. 19 al. 2 let. a LStup contient une condition objective (la mise en danger, directe ou indirecte, de la vie de nombreuses personnes) et une condition subjective (le fait que l'auteur le sache ou ne puisse l'ignorer). Les deux conditions sont cumulatives : l'intention de l'auteur (y compris le dol éventuel) ne peut suppléer l'absence de la condition objective. Pour apprécier la mise en danger, directe ou indirecte, de la santé de nombreuses personnes, la quantité de stupéfiants en cause constitue un élément central d'appréciation. La condition objective est remplie dès que l'infraction porte sur une quantité contenant 18 grammes de cocaïne pure (ATF 145 IV 312 consid. 2.1 ; 138 IV 100 consid. 3.2). Lorsqu'il existe plusieurs saisies, il faut retenir le taux moyen des analyses (arrêt du Tribunal fédéral 6B_291/2020 consid.”
“Was die rechtliche Würdigung des erstellten Tatgeschehens anbelangt, so ist die Qualifikation der Anklägerin als qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 BetmG nicht zu beanstanden. Namentlich ist auch nicht in Frage zu stellen, dass es sich beim festgestellten Beweisergebnis um einen schweren Fall der Betäubungsmitteldelinquenz handelt, zumal betreffend den Reinheitsgrad der Drogen die Heranziehung von Durchschnittswerten zulässig ist (vgl. Urteil 6B_1068/2014 vom 29. September 2015, E. 1.5.; Urteil 6B_892/2010 vom 22. Dezember 2010 E. 1.4.) und diese im vorliegenden Fall mit 20 Prozent für gehandeltes Heroin eher tief angesetzt wurden (vgl. dazu https://sgrm.ch/inhalte/Forensische-Chemie-und- Toxikologie/Fachgruppe_Chemie/Statistiken/Cocain_und_Heroin/Cocain_Heroin_ - 17 - Gehaltsstatistik_SGRM_2020: Heroin Hydrochlorid Mittlere Gehalte 2020). Zu fol- gen ist der Anklägerin schliesslich auch dahingehend, dass den eingeklagten Taten ein Gesamtvorsatz auf die Lieferungen inhärent war und sich der Beschuldigte mithin nicht einer mehrfachen Tatbegehung hinsichtlich einer qualifizierten und einer einfachen Betäubungsmittelwiderhandlung strafbar gemacht hat, sondern sich stattdessen ein Schuldspruch wegen (einfacher) qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art.”
Art. 19 Abs. 1 erfasst nach seinem Wortlaut und der Rechtsprechung unbefugtes Lagern, Versenden, Befördern, Einführen, Ausführen und Durchführen von Betäubungsmitteln und damit praktisch alle denkbaren vorsätzlichen Formen des unbefugten Transports. Transporthandlungen gelten in der Praxis als eigenständige Tatbestände; Gehilfenschaft wird im Rahmen des BetmG zurückhaltend angenommen.
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. b StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt lagert, versendet, beför- dert, einführt, ausführt oder durchführt. Strafbar sind somit nach der abschlies- senden Aufzählung in Art. 19 Abs. 1 BetmG u.a. beinahe alle denkbaren Formen einer vorsätzlichen Beteiligung am unbefugten Transport von Betäubungsmitteln. - 9 -”
“Gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG verstösst, wer Betäubungsmittel unbefugt be- fördert, ausführt oder einführt (lit.”
“Befördern von Betäubungsmitteln Gemäss Art. 19 Abs. 1 Bst. b BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt lagert, sendet, befördert, einführt, ausführt oder durchführt. Indem der Beschuldigte in der Zeit vom 16. bis 23. Februar 2016 sowie am 22. Februar 2016 wissentlich und willentlich Heroin und Kokain transportierte, erfüllte er jeweils direktvorsätzlich den Tatbestand des unbefugten Beförderns von Betäubungsmitteln. Gehilfenschaft – wie von der Verteidigung ins Feld geführt (pag. 779) – fällt ausser Betracht. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist im Rahmen des BetmG Gehilfenschaft nur zurückhaltend anzunehmen. Art. 19 Abs. 1 BetmG umschreibt nahezu alle Unterstützungshandlungen, so auch das Befördern von Betäubungsmitteln in Bst. b, als selbstständige Handlungen. Es sind eigene Straftatbestände, so dass Täter ist und der vollen Strafandrohung untersteht, wer wie der Beschuldigte einen dieser gesetzlichen Tatbestände objektiv und subjektiv erfüllt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.4).”
Bei Betäubungsmittelhandel nach Art. 19 LStup sind verschiedene Tatshandlungen (z. B. Erwerb, Weiterverkauf — wobei der Weiterverkauf den Transport einschliesst — und Verabreichung/Abgabe) grundsätzlich als eine einzige strafbare Tat zu qualifizieren. Die Vielzahl der einzelnen Handlungen und die insgesamt beteiligten Mengen werden hingegen bei der Strafzumessung berücksichtigt.
“a) Au moment de fixer la peine, il sied de relever que l’appelant, dans sa déclaration d’appel, n’a pas formulé de grief sur la peine qui lui a été infligée, pour le cas où il serait quand même condamné ; le cas échéant, il n’a pris aucune conclusion subsidiaire en vue de faire diminuer la peine prononcée en première instance. En d’autres termes, l’appelant n’a pas du tout discuté la question de la peine. Comme la Cour pénale a abandonné les chiffres 3 et 4 de l’acte d’accusation soit les faux dans les certificats, il convient tout de même de revoir la peine. À cet égard, il sied de relever que l’appelant n’a pas remis en cause le genre de peine. b) À titre liminaire, il faut relever que les premiers juges ont correctement rappelé les règles juridiques qui doivent être observées pour fixer une peine en cas de concours et qu’il convient d’y renvoyer l’appelant (art. 82 al. 4 CPP), en précisant toutefois que, contrairement à ce qu’a été retenu par la première juge, la jurisprudence (arrêt du TF du 06.10.2021 [6B_93/2021] cons. 2.2 et les réf. cit.) rappelle qu’en matière de trafic de stupéfiants, les différents actes (acquisition, revente – qui comprend le transport [Grodecki/Jeanneret, PC LStup, 2022, Bâle, n. 18 ad art. 19 LStup] – et la distribution) n’entrent pas en concours entre eux, mais doivent être considérés comme une seule infraction ; en contrepartie, l’abondance des actes est prise en considération au stade de la fixation de la peine, les quantités de drogue en cause étant notamment additionnées pour dire si l’on se trouve en présence d’une infraction qui peut directement ou indirectement mettre en danger la vie de nombreuses personnes. c) La façon dont la première juge a arrêté la peine pour l’infraction à l’article 19 al. 1 et 2 LStup à huit mois est conforme au droit (art. 25 et 48a CP) et en tout cas pas trop sévère. Il convient de renvoyer à la motivation du jugement attaqué sur ce point, à cela près que, selon la jurisprudence précitée, il faut considérer que cette peine réprimera également la prévention visée aux chiffres 3 et 4 de l’acte d’accusation (entre juillet 2019 et février 2020, la remise par A.________ de quatre fois un gramme de cocaïne et réclamation de 300 francs à un client) ; le jugement attaqué sera réformé dans ce sens.”
In den vorliegenden Entscheidungen wurde der Vollzug nach Art. 19 Abs. 3 BetmG aufgeschoben; es wurden Bewährungshilfe und Abstinenzkontrollen (jeweils Bezug auf Methamphetamin und Kokain) angeordnet, und in einem der Fälle wurde keine Landesverweisung verfügt.
“a BetmG) durch 1.1. Befördern von Methamphetamin und teilweise Cannabis zwischen dem 1. Januar 2019 und 9. Mai 2019 (AKS Ziff. I. 1.1.); 1.2. Veräussern von Kokain ab Juni 2019 bis 29. Oktober 2019 (AKS Ziff. I. 1.2.); 1.3. Anstalten treffen zur Einfuhr von Methamphetamin im April/Mai 2019 (AKS Ziff. I. 1.3.); 1.4. Veräussern von Methamphetamin zwischen Juni und August 2019 (AKS Ziff. I. 1.4.); 2. der Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach begangen in der Schweiz (namentlich C.________; Art. 19 Abs. 1 lit. b und c BetmG), durch 2.1. Veräussern von Methamphetamin zwischen 1. Oktober 2018 und 31. Dezember 2018 (AKS Ziff. I. 2.1.); 2.2. Lagern von Kokain am 29. Oktober 2019 (AKS Ziff. I. 2.2.); 3. der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes, begangen durch Konsum und dem Konsum dienenden Handlungen zwischen 28. Juni 2019 und Juni 2021 in C.________ und andernorts in der Schweiz (Art. 19a BetmG; AKS Ziff. I. 2.3.); und in Anwendung der Art. 40, 42, 44, 47, 49 Abs. 1, 93, 106 StGB, Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG; Art. 426 Abs. 1 StPO verurteilt: 1. Zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf drei Jahre festgesetzt. Während der Probezeit wird Bewährungshilfe angeordnet (inkl. Abstinenzkontrolle hinsichtlich unbefugten Konsums von Betäubungsmittel, namentlich Methamphetamin und Kokain). Die Untersuchungshaft von zwei Tagen (29. – 30. Oktober 2019) wird auf die Freiheitsstrafe angerechnet (Art. 51 StGB). 2. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 200.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung wird auf zwei Tage festgesetzt. 3. Zu den Verfahrenskosten von CHF 16'042.30. [Zusammenstellung Verfahrenskosten] Ohne schriftliche Begründung reduziert sich die Gebühr um CHF 600.00. Die reduzierten Verfahrenskosten betragen CHF 15’442.30. III. Die amtliche Entschädigung für die Verteidigung von A.________ durch Fürsprecher B.________ wird wie folgt bestimmt: Der Kanton Bern entschädigt Fürsprecher B.________ für die amtliche Verteidigung von A.”
“Sachverhalt A. Das Regionalgericht Plessur sprach A. (im Folgenden: der Beschuldigte) am 17. August 2023 von den Vorwürfen des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 lit. a und c BetmG [SR 812.121]; Anklageziffern 1.2 und 1.15), des Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB; Anklageziffer 3) und der fahrlässigen Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen (Art. 239 Ziff. 2 StGB in Verbindung mit Ziff. 1 StGB; Anklageziffer 4), frei. Es sprach ihn des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie i.V.m. Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG), der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a Ziff. 1 BetmG), der Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 StGB), des geringfügigen Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB), der Übertretung des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen (Art. 5 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 2 Abs. 1 und Art. 1 Abs. 2 lit. i), des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG) sowie der Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 Abs. 1 StGB) schuldig. Es bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten, einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu je CHF 30.00 und einer Busse von CHF 500.00. Der Vollzug der Freiheits- und der Geldstrafe wurde unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren aufgeschoben. Die beschlagnahmten Gegenstände wurden verwertet bzw. vernichtet, das Bargeld eingezogen. Die beschlagnahmten CHF 12'829.42 auf dem Konto des Beschuldigten wurden eingezogen und zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet. Das Regionalgericht sprach keine Landesverweisung aus.”
Im schweren Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a sind zwei kumulative Voraussetzungen erforderlich: (1) eine objektive Voraussetzung — eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Personen; und (2) eine subjektive Voraussetzung — dass der Täter dies wusste oder hätte wissen müssen. Die beiden Voraussetzungen sind kumulativ; die Vorsatzform (einschliesslich dolus eventualis) erfüllt nur das subjektive Element, kann aber das Fehlen der objektiven Gefährdung nicht ersetzen.
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt. Nach lit. d derselben Bestimmung macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen.”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf andere Weise erlangt. Die Bestimmung ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.2.4, nicht publ. in: BGE 145 IV 146; je mit Hinweis). Art. 19 Abs. 1 BetmG untersagt generell alle Handlungen, die dazu führen, dass Drogen in den Umlauf geraten oder allfälligen Konsumenten zugänglich gemacht werden. Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1 mit Hinweisen).”
“2 de la Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales (CEDH), ainsi que son corollaire, le principe in dubio pro reo, concernent tant le fardeau de la preuve que l'appréciation des preuves au sens large. En tant que règle sur le fardeau de la preuve, elle signifie, au stade du jugement, que le fardeau de la preuve incombe à l'accusation et que le doute doit profiter au prévenu. Comme règle d'appréciation des preuves, la présomption d'innocence signifie que le juge ne doit pas se déclarer convaincu de l'existence d'un fait défavorable à l'accusé si, d'un point de vue objectif, il existe des doutes quant à l'existence de ce fait. Il importe peu qu'il subsiste des doutes seulement abstraits et théoriques, qui sont toujours possibles, une certitude absolue ne pouvant être exigée. Il doit s'agir de doutes sérieux et irréductibles, c'est-à-dire de doutes qui s'imposent à l'esprit en fonction de la situation objective (ATF 145 IV 154 consid. 1.1 et les références citées). 2.1.2. L'art. 19 al. 1 LStup punit d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire celui qui notamment, sans droit, transporte des stupéfiants ou les passe en transit (let. b). L'art. 19 al. 2 LStup prévoit les cas aggravés pour lesquels une peine privative de liberté d'un an au moins doit être prononcée. Il réprime le comportement de l'auteur qui sait ou ne peut ignorer que l'infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la santé de nombreuses personnes (let. a). La formulation de l'art. 19 al. 2 LStup contient, notamment, une condition subjective, soit le fait que l'auteur sache ou ne puisse ignorer qu'il transporte ou passe en transit des stupéfiants pouvant mettre en danger la santé de nombreuses personnes (ATF 145 IV 312 consid. 2.1.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_894/2020 du 26 novembre 2020 consid. 1.1 ; 6B_1428/2019 du 5 février 2020 consid. 1.1.2). Il y a dol éventuel lorsque l'auteur tient pour possible la réalisation de l'infraction et l'accepte au cas où celle-ci se produirait, même s'il ne le souhaite pas (art.”
Art. 19 Abs. 3 setzt nach der Rechtsprechung das Vorliegen einer Toxikodependenz voraus. Fehlen hierzu Indizien, ist die Vorschrift nicht anzuwenden; in solchen Fällen braucht das Gericht nicht zwingend eine toxikologische Expertise anzuordnen.
“________ a également indiqué que c’était sa sœur qui lui avait offert des vacances en Turquie et éventuellement en Grèce, ce qui sème par ailleurs le doute sur le fait qu’il aurait fait de ses études une priorité au point de les financer par du trafic de stupéfiants (D. 146 l. 615-618 ; 150 l. 73-74). Au surplus, le prévenu a lui-même déclaré : « avant de venir ici, je ne savais pas si et combien je serais payé » (D. 444 l. 9) ; ceci contredit l’idée de vouloir payer la suite de ses études, étant toutefois relevé que le prévenu n’a pas tenu ce discours lors des débats d’appel (D. 572 l. 89-98). Partant, sa situation personnelle, bien que possiblement délicate sous l’angle financier, n’était manifestement pas désespérée au point qu’elle expliquerait que le prévenu a décidé d’exercer une telle activité criminelle. Enfin, la Cour retient que le prévenu n’était pas toxicodépendant puisque le test de drogue rapide s’est avéré négatif (D. 135 l. 42 ; D. 61 et 73) et qu’aucun constat en ce sens n’a été effectué en détention (D. 403 ; D. 408-409 ; D. 413), de sorte qu’il n’était pas soumis à la pression du besoin impératif de financer une consommation régulière et onéreuse, ce qui exclut également l’application de l’art. 19 al. 3 LStup.”
“2 CP aurait dû entrer en ligne de compte en raison de sa toxicodépendance au moment des faits et rappelle qu'elle aurait dû être établie au moyen d'une expertise sur la base de l'art. 20 CP. En l'espèce, il n'y a pas lieu de reprocher à la juridiction cantonale de ne pas avoir appliqué l'art. 19 al. 3 LStup, dès lors que cette disposition légale exige, selon la jurisprudence, que l'auteur soit toxicodépendant (cf. arrêt 6B_858/2014 du 19 mai 2015 consid. 2.2). Or, comme on l'a vu, l'autorité cantonale a retenu sans arbitraire qu'il n'y avait pas d'indices de toxicodépendance du recourant au moment des faits et qu'il n'y avait dès lors pas lieu de douter de sa responsabilité pénale pour cette raison. Pour le même motif, l'application de l'art. 19 al. 2 CP n'entre pas non plus en ligne de compte. Il n'est dès lors pas nécessaire d'examiner le moyen du recourant selon lequel la cour cantonale aurait dû examiner l'éventuel atténuation de peine sur la base de cette disposition légale plutôt que sur celle de l'art. 19 al. 3 LStup. Enfin, au regard du large pouvoir d'appréciation dont dispose l'autorité cantonale en matière de fixation de la peine (cf. ATF 144 IV 313 consid. 1.2), le fait qu'elle ait voulu tenir compte de la consommation du recourant comme un motif de réduction de peine au sens de l'art. 47 CP ne prête pas le flanc à la critique. A toutes fins utiles, on relève que dans le mesure où la mise en oeuvre d'une expertise n'est en l'espèce pas nécessaire, il n'y a pas lieu d'entrer en matière sur la conclusion du recourant tendant à la réforme du jugement querellé en ce sens qu'il doit être condamné à une peine privative de liberté de 40 mois. En définitive, le recours doit être rejeté dans la mesure où il est recevable. Le recourant, qui succombe, supportera les frais judiciaires (art. 65 al. 2 let. a et 66 al. 1 LTF). Il ne sera pas alloué de dépens (art. 68 al. 3 LTF). Par ces motifs, le Tribunal fédéral prononce :”
Das Mitführen sowie das Aufbewahren von Betäubungsmitteln in der eigenen Wohnung begründet regelmässig Besitz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG, sobald Sachherrschaft und Herrschaftswillen gegeben sind. Ferner kann das Trocknen beziehungsweise die Herstellung von Pflanzen – etwa Aufhängen von Hanfpflanzen zum Trocknen – unter die Tatbestände von Art. 19 Abs. 1 fallen.
“Der Beschuldigte hat ausdrücklich eingestanden, dass die unterschiedli- chen Substanzen, die in seiner Wohnung herumlagen oder die er in der eigenen Hosentasche trug, dem Eigenkonsum oder dem gemeinsamen Konsum mit ande- ren hätten dienen sollen (s. vorn E. III. 3.). Infolgedessen verfügte er nicht nur über die faktische Zugangsmöglichkeit zu den Drogen, sondern verfolgte offen- kundig auch eigene Interessen an deren Verbrauch. Entsprechend verfügte er entgegen dem Vorbringen der Verteidigung anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung (Urk. 36 S. 7) mit Bezug auf sämtliche sichergestellten Betäu- bungsmittel sowohl über Sachherrschaft wie auch über Herrschaftswillen. Das Verhalten des Beschuldigten fällt daher ohne weiteres unter Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG (vgl. FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, OFK-BetmG, Art. 19 BetmG N 73), weshalb die Strafbarkeit dieser im Hinblick auf den Betäubungsmittelkonsum vor- genommenen Tathandlung gegeben ist.”
“d BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt besitzt, aufbewahrt, erwirbt oder auf an- dere Weise erlangt. Mit dem Konsum der verschiedenen Betäubungsmitteln hat der Beschuldigte die in Art. 19a Ziff. 1 BetmG umschriebenen Übertretungen begangen. Indem er zum Eigenkonsum Betäubungsmittel auf sich trug und in seiner Wohnung aufbewahr- te, besass er diese im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. Betreffend die objek- tiven Tatbestandsmerkmale handelte der Beschuldigte gestützt auf das Beweis- ergebnis mit Wissen und Willen und damit vorsätzlich. Das Lagern und Aufbewah- ren ist in der Regel im Begriff des unbefugten Besitzes enthalten (F INGER- HUTH /SCHLEGEL/JUCKER, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016, N. 76 zu Art. 19 BetmG). Ein Lagern im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG liegt entgegen der Vorinstanz (Urk. 51 S. 73 und 111) deshalb nicht vor. Der Beschuldigte ist demnach schuldig zu sprechen der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG, teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. Teilweise ist der Beschuldigte wie ausgeführt vom Vorwurf freizusprechen. - 24 - 3. Fahren in fahrunfähigem Zustand (Dossier 2) 3.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 22. Februar 2019 unter Einfluss von Kokain von einem unbekannten Ort in der Stadt Zürich nach P._____ und wenig später zurück nach Zürich gefahren zu sein. Die Vorinstanz kommt zu- sammengefasst zum Schluss, der Anklagesachverhalt sei erstellt. Der Beschul- digte habe den Vorwurf in der Untersuchung und anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung anerkannt. Auch die Verteidigung habe auf einen Schuld- spruch plädiert (Urk. 51 S. 12 f.). 3.2. Im Berufungsverfahren wendet sich die Verteidigung neu gegen den Schuldspruch und beantragt, der Beschuldigte sei vom entsprechenden Vorwurf freizusprechen (Urk. 54/1 S. 4). 3.3. Der Beschuldigte räumte nach den zutreffenden vorinstanzlichen Erwä- gungen wiederholt ein, vor der fraglichen Fahrt Kokain konsumiert zu haben (Urk.”
“Indem der Beschuldigte fünf Hanfpflanzen mit einem THC-Gehalt von mindestens 1 % an einem Draht im Hobbyraum in N. zum Trocknen aufhängte, erfüllte er unzweifelhaft den objektiven und subjektiven Tatbestand der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG.”
Ein Geständnis, das mit den Untersuchungsergebnissen übereinstimmt, kann als Anhaltspunkt für die Prüfung einer Strafmilderung nach Art. 19 Abs. 3 BetmG herangezogen werden.
“Gegenstand des Berufungsverfahrens bilden Dossier 1, Anklageziffer 1 (qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz), sowie Dossi- er 2, Anklageziffer 2 (qualifizierte einfache und versuchte schwere Körperverlet- zung), wobei der Beschuldigte den Anklagesachverhalt betreffend Ersteres aner- kennt (statt vieler Urk. 1/3/9 F/A 46; Prot. I S. 15 f.). Das Geständnis des Be- schuldigten in Dossier 1, Anklageziffer 1 (qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz), deckt sich mit dem Untersuchungsergebnis (vgl. Urk. 1/1; Urk. 1/2/2; Urk. 1/4/1; Urk. 1/6/4; Urk. 1/7/3 f.; Urk. 1/8/1) und ist ent- sprechend erstellt. Der Beschuldigte rügt mit seiner Berufung einzig die Nichtan- wendung des Strafmilderungsgrundes von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG (Urk. 85 S. 5; Urk. 122 S. 4 f.), worauf im Rahmen der Strafzumessung einzugehen sein wird (vgl. Erw. V.2.1. und V.4.2.). Hingegen bestreitet der Beschuldigte Dossier 2, Anklageziffer 2 (qualifiziert einfache und versuchte schwere Körperverletzung). Er - 16 - räumt zwar ein, dass es zum Gegenstand der Anklage bildenden Treffen zwi- schen dem Privatkläger 1 und ihm kam, bei welchem er in Begleitung zwei weite- rer Personen und der Privatkläger 1 in Begleitung der Privatklägerin 2 war, be- streitet indes jegliche Gewaltanwendung gegenüber dem Privatkläger 1 (vgl. nachstehend Erw. III.3.1.). Darauf ist im Folgenden einzugehen.”
Ein Vertrag über den Kauf oder Verkauf von Waren, deren Handel nach Art. 19 Abs. 1 BetmG absolut verboten ist, ist wegen seines Inhalts rechtswidrig und nach Art. 20 OR nichtig. Eine aus einem solchen, verbotenen Handel herrührende Forderung ist zivilrechtlich nicht geschützt und begründet keinen Vermögenswert im Rechtssinn.
“z.B. Urteil 6B_523/2007 vom 18. Januar 2008 E. 6.2), rechtfertigt sich hier ein entsprechender Vermögensausgleich nicht. Nach dem juristisch-wirtschaftlichen Vermögensbegriff setzt sich das Vermögen zusammen aus der Summe aller geldwerten Güter, die einer Person von Rechts wegen zustehen bzw. die rechtlich nicht missbilligt werden. Zum Vermögen gehören danach diejenigen geldwerten Positionen, deren Realisierung zivilrechtlich geschützt ist bzw. die Gegenstand eines Rechtsgeschäfts "Tausch gegen Geld" sein können (BGE 147 IV 73 E. 6.2 mit Hinweisen). Dieser Vermögensbegriff ist richtigerweise auch dem Einziehungsrecht zugrundezulegen (vgl. SCHOLL, in: Ackermann [Hrsg.], Kommentar, Kriminelles Vermögen, Kriminelle Organisationen, [Einziehung/Kriminelle Organisationen/Finanzierung des Terrorismus/Geldwäscherei], Bd. I, 2018, N. 194 zu Art. 70 StGB). Ein Vertrag über den Kauf bzw. Verkauf von Waren, deren Handel absolut verboten ist, wie dies bei Betäubungs- oder Dopingmittel aufgrund von Art. 19 Abs. 1 BetmG bzw. Art. 22 Abs. 1 SpoFöG der Fall ist, ist wegen seines Inhalts rechtswidrig und damit gemäss Art. 20 OR nichtig (vgl. BGE 117 IV 139 E. 3d/bb; Urteil 6B_994/2010 vom 7. Juli 2011 E. 5.3.3.2; je mit Hinweisen). Die dem Beschwerdeführer gegen L.________ zustehende, aus dem verbotenen Dopingmittelhandel herrührende Forderung ist dementsprechend zivilrechtlich nicht geschützt und kann nicht Gegenstand eines legalen Rechtsgeschäfts sein, weshalb sie keinen Vermögenswert im Rechtssinn darstellt. Weil dem Beschwerdeführer aus dem Dopingmittelhandel damit (noch) kein relevanter Vermögensvorteil zugekommen ist, fällt eine diesbezügliche Einziehung bzw. Ersatzforderung ausser Betracht (vgl. auch Urteil 6B_334/2019 vom 28. Januar 2020 E. 4.3.3 betreffend die fehlende vermögensrechtliche Beachtlichkeit rechtswidriger oder sittenwidriger Gegenleistungen bei der Einziehung gegenüber einer gutgläubigen Drittperson nach Art. 70 Abs. 2 StGB). Würde eine solche, von der Rechtsordnung nicht geschützte Forderung dennoch als auszugleichende Vermögensvermehrung beurteilt und eine Einziehung bzw.”
“z.B. Urteil 6B_523/2007 vom 18. Januar 2008 E. 6.2), rechtfertigt sich hier ein entsprechender Vermögensausgleich nicht. Nach dem juristisch-wirtschaftlichen Vermögensbegriff setzt sich das Vermögen zusammen aus der Summe aller geldwerten Güter, die einer Person von Rechts wegen zustehen bzw. die rechtlich nicht missbilligt werden. Zum Vermögen gehören danach diejenigen geldwerten Positionen, deren Realisierung zivilrechtlich geschützt ist bzw. die Gegenstand eines Rechtsgeschäfts "Tausch gegen Geld" sein können (BGE 147 IV 73 E. 6.2 mit Hinweisen). Dieser Vermögensbegriff ist richtigerweise auch dem Einziehungsrecht zugrundezulegen (vgl. SCHOLL, in: Ackermann [Hrsg.], Kommentar, Kriminelles Vermögen, Kriminelle Organisationen, [Einziehung/Kriminelle Organisationen/Finanzierung des Terrorismus/Geldwäscherei], Bd. I, 2018, N. 194 zu Art. 70 StGB). Ein Vertrag über den Kauf bzw. Verkauf von Waren, deren Handel absolut verboten ist, wie dies bei Betäubungs- oder Dopingmittel aufgrund von Art. 19 Abs. 1 BetmG bzw. Art. 22 Abs. 1 SpoFöG der Fall ist, ist wegen seines Inhalts rechtswidrig und damit gemäss Art. 20 OR nichtig (vgl. BGE 117 IV 139 E. 3d/bb; Urteil 6B_994/2010 vom 7. Juli 2011 E. 5.3.3.2; je mit Hinweisen). Die dem Beschwerdeführer gegen L.________ zustehende, aus dem verbotenen Dopingmittelhandel herrührende Forderung ist dementsprechend zivilrechtlich nicht geschützt und kann nicht Gegenstand eines legalen Rechtsgeschäfts sein, weshalb sie keinen Vermögenswert im Rechtssinn darstellt. Weil dem Beschwerdeführer aus dem Dopingmittelhandel damit (noch) kein relevanter Vermögensvorteil zugekommen ist, fällt eine diesbezügliche Einziehung bzw. Ersatzforderung ausser Betracht (vgl. auch Urteil 6B_334/2019 vom 28. Januar 2020 E. 4.3.3 betreffend die fehlende vermögensrechtliche Beachtlichkeit rechtswidriger oder sittenwidriger Gegenleistungen bei der Einziehung gegenüber einer gutgläubigen Drittperson nach Art. 70 Abs. 2 StGB). Würde eine solche, von der Rechtsordnung nicht geschützte Forderung dennoch als auszugleichende Vermögensvermehrung beurteilt und eine Einziehung bzw.”
Wiederholte einschlägige Vorstrafen und Rückfall können dazu führen, dass Gerichte für Verstösse nach Art. 19 Abs. 1 BetmG eine Freiheitsstrafe (statt ausschliesslich eine Geldstrafe) für angezeigt erachten. Das gilt insbesondere, wenn ein enger Sachzusammenhang mit weiterem Drogenhandel besteht, der Tatumfang erheblich ist oder frühere Geldstrafen bzw. kurze Sanktionen den Beschuldigten nicht vom Delinquieren abgehalten haben.
“Eine (einfache) Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz ist ge- mäss Art. 19 Abs. 1 BetmG mit Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren oder mit - 14 - Geldstrafe (bis zu 180 Tagessätzen, vgl. Art. 34 Abs. 1 StGB) zu bestrafen. Ent- gegen der Vorinstanz erscheint die Ausfällung einer Geldstrafe vorliegend jedoch nicht adäquat. Vielmehr kommt zum einen angesichts des engen "Sachzusam- menhangs" mit dem Hauptdelikt (gewinnstrebiger Drogenhandel im selben Zeit- raum mit Kokain einerseits und Cannabis anderseits, im Sinne einer "Diversifika- tion") sowie zum anderen unter Berücksichtigung des Umstands, dass sich der Beschuldigte durch die in der Vergangenheit ausgesprochene Geldstrafe nicht da- von abhalten liess, erneut delinquent zu werden, auch für das Nebendelikt ledig- lich die Ausfällung einer Freiheitsstrafe in Betracht. In objektiver Hinsicht erwarb der Beschuldigte zu einem unbekannten Zeitpunkt zwischen Dezember 2021 und Juni 2022 bei einem unbekannten Lieferanten in E._____ insgesamt 536 Gramm Cannabis, in der Absicht, dieses in der Folge bei sich zu Hause aufzubewahren und schliesslich gewinnbringend zu verkaufen.”
“ausgesprochen. Vorliegend ist festzuhalten, dass sich der Beschuldigte trotz (einschlägiger) Vorstrafen und Verurteilungen zu bedingten sowie zu einer unbedingten Geldstrafe nicht vom Delinquieren abhalten liess und sein delinquentes Verhalten erst mit der Versetzung in die Untersuchungs- und Sicherheitshaft endete. Insgesamt erachtet es die Kammer angesichts der nicht lange zurückliegenden Vorstrafen, der wiederholten Vergehen gegen das BetmG sowie des engen zeitlichen Zusammenhangs mit den qualifizierten Widerhandlungen gegen das BetmG sachgerecht und zweckmässig, auch für die vorliegend zu beurteilenden Widerhandlungen gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG eine Freiheitsstrafe auszusprechen. Bei diesem Ergebnis kann die Frage der Uneinbringlichkeit einer allfälligen Geldstrafe offen bleiben.”
“Le fait que le deuxième juge doive fixer la peine complémentaire d'après les principes développés à l'art. 49 al. 1 CP ne l'autorise pas à revenir sur la peine antérieure entrée en force ; il doit fixer la peine d'ensemble hypothétique en se fondant sur la peine de base entrée en force et sur les peines à prononcer d'après sa libre appréciation pour les infractions nouvellement commises (ATF 142 IV 329 consid. 1.4.2 ; 142 IV 265 consid. 2.4.1 et 2.4.2 ; 137 IV 249 consid. 3.4.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_87/2022 du 13 octobre 2022 consid. 2.3). 5.2.1. S'agissant de l'infraction d'aliénation de stupéfiants selon l'art. 19 al. 1 let. c LStup, la culpabilité de l'appelant est faible vu la quantité de stupéfiants en cause. Cette faible culpabilité doit toutefois être relativisée à l'aune de ses antécédents judiciaires particulièrement mauvais. Arrivé en Suisse en 2017, il a déjà fait l'objet de 11 condamnations pénales, sans compter la présente procédure, dont huit pour violation de l'art. 19 al. 1 LStup. Il apparaît ainsi ancré dans la délinquance, sans que des courtes peines privatives de liberté n'aient jusqu'ici permis d'éviter qu'il récidive. Sa prise de conscience est ainsi inexistante. La situation personnelle de l'appelant est difficile, mais celle-ci n'est pas directement en lien avec l'infraction d'aliénation de stupéfiants selon l'art. 19 al. 1 let. c LStup. S'agissant de son absence de collaboration, elle n'a en tant que telle pas d'influence sur sa peine, malgré la formulation ambigüe du TP qui semble reprocher à l'appelant d'avoir nié sa culpabilité lors de l'instruction pénale, alors qu'il s'agit d'une garantie fondamentale (cf. ATF 148 IV 221 consid. 2.2 ; 148 IV 205 consid. 2.4). Étant donné les antécédents de l'appelant et son absence de ressources, il est très vraisemblable qu'une peine pécuniaire n'aurait aucun effet préventif et ne pourrait pas être exécutée. Il y a donc lieu de prononcer une peine privative de liberté. De plus, au vu du pronostic négatif, seule une peine ferme entre en ligne de compte.”
“Anlässlich seiner Verhaftung (im April 2019) seien bei ihm 351 Gramm Kokaingemisch mit einem - für den Strassenhandel untypisch hohen - Reinheitsgrad von 90 % sichergestellt worden; damit habe er den Grenzwert zum schweren Fall, der bei 18 Gramm reinem Kokain liege, um ein Vielfaches überschritten. Er habe mehrfach und über einen Zeitraum von mehreren Monaten delinquiert. Dabei sei es ihm einzig um seinen finanziellen Vorteil gegangen, ohne dass er sich in einer eigentlichen Notlage befunden habe, zumal er bereits seit Oktober 2018 regelmässig Unterstützung von der Arbeitslosenkasse erhalten habe. Die Staatsanwaltschaft habe einen Umsatz bzw. Gewinn von über Fr. 40'000.-- bzw. 45'000.-- behauptet. Laut Anklage habe er aber pro Gramm Fr. 90.-- bezahlt und es für Fr. 100.-- verkaufen können; demnach wäre der effektive Gewinn mit ca. Fr. 4'500.-- deutlich tiefer, aber auch nicht nur gering ausgefallen. Insgesamt wiege das Verschulden des Beschwerdeführers nicht mehr leicht. Die Einsatzstrafe von 28 Monaten Freiheitsstrafe verschärft die Vorinstanz mit Blick auf den weiteren Schuldspruch wegen des Handels mit mindestens 100 Gramm Marihuana (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG) um einen Monat. In diesem Zusammenhang hält sie eine Freiheitsstrafe - die die Bildung einer Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB erlaubt - für angezeigt, weil einzig eine solche Sanktion zielführend sei. Der Beschwerdeführer habe sich weder durch früher ausgefällte Geldstrafen noch vom Vollzug von über zehn Monaten Freiheitsstrafe (gemäss Urteil vom 1. April 2015) von weiterer Delinquenz abschrecken lassen. Zwar wiege das Verschulden eher leicht, da es sich bei Marihuana um eine "weiche Droge" und bei 100 Gramm um eine eher geringe Menge handle und mit dem Handel lediglich der Eigenkonsum finanziert worden sei. Indessen sei (isoliert betrachtet) für den immerhin mehrere Monate dauernden Handel angesichts der gesetzlichen Strafandrohung von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe eine solche von etwas mehr als einem Monat angemessen. Weiter erachtet die Vorinstanz als ("deutlich", "merklich" bzw. "klar") straferhöhend, dass der Beschwerdeführer drei - wenn auch nicht einschlägige - Vorstrafen aufweist und dass er trotz Vollzugs einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe während laufender - und verlängerter - Probezeit erneut und wiederholt delinquierte.”
“Ses aveux complets ainsi que les regrets qu'il a exprimés lors de l'audience de confrontation suggèrent que sa prise de conscience a débuté, au cours de l'instruction déjà. Sa situation personnelle, qui est précaire, notamment en raison de sa toxicomanie, explique ses agissements mais ne les excuse pas, d'autant moins qu'il bénéficiait, à le suivre, d'un emploi qu'il espérait voir prolongé, à l'époque des faits. Il y a concours d'infractions, facteur aggravant. 2.3.6. Vu les nombreux antécédents de l'appelant, en partie spécifiques, étant souligné qu'il a purgé à plusieurs reprises en France des peines privatives de liberté, sans que cela ne le dissuade de récidiver, il se justifie de sanctionner les délits contre la LStup et l'entrée illégale (dite infraction ayant été perpétrée dans l'unique but de s'adonner au trafic de stupéfiants) par le prononcé d'une peine privative de liberté. L'amorce de prise de conscience observée en cours de procédure ne suffit pas à contrebalancer son historique. Ainsi, l'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup, objectivement la plus grave, doit être sanctionnée par une peine privative de liberté de sept mois. Cette sanction sera aggravée d'une peine privative de liberté d'un mois pour réprimer l'entrée illégale (peine hypothétique : deux mois) (art. 49 al. 1 CP). En définitive, c'est une peine privative de liberté de huit mois qui sera prononcée. 2.3.7. Une peine pécuniaire de 15 jours-amende sera également fixée pour sanctionner la violation de l'art. 286 CP. Le montant du jour-amende est fixé à CHF 30.-, compte tenu de la situation personnelle et financière de l'appelant. 2.3.8. L'appelant sera en sus condamné à une amende de CHF 200.- en lien avec l'art. 19a LStup. 2.4.1. L'appelant requiert l'octroi du sursis (art. 42 al. 1 CP). 2.4.2. Vu le genre et la quotité de la peine prononcée (huit mois de détention), la condamnation du 8 octobre 2018 fait échec à la présomption d'un pronostic favorable. Elle constitue un indice laissant craindre que l'appelant commettra d'autres infractions, ce d'autant qu'elle s'inscrit, comme relevé supra, parmi de nombreux antécédents, dont certains de même typicité.”
“L'appelant s'est déjà vu infliger deux peines pécuniaires pour des faits similaires avant de commettre l'infraction reprochée, sans que cela ne suffise à le détourner de nouvelles récidives et sans qu'il ne semble disposé à remettre son comportement en question. La situation personnelle et financière de l'appelant n'est, en outre, pas claire, puisqu'il s'est lui-même refusé à toute déclaration et qu'on ignore tout de son activité rémunérée laquelle ne ressort que des dires de son conseil en son absence. Cet élément n'est, en tout état, pas déterminant, le prononcé d'une peine privative de liberté étant déjà justifié au titre de l'art. 41 al. 1 let. a CP. Les faits sont antérieurs à deux condamnations dont l'appelant a fait l'objet, mais seule celle du 30 janvier 2024 contenait une peine du même genre. Il y a donc lieu de fixer une peine complémentaire à la peine privative de liberté de 170 jours prononcée par ordonnance pénale du MP du 30 janvier 2024. Étant entendu que cette peine de base visait l'infraction la plus grave (soit celle à l'art. 19 al. 1 LStup portant sur la vente de cinq cailloux de crack), ainsi que deux délits à la LEI portant sur une longue période, il y a lieu de considérer que l'ajout du seul 26 mai 2023 à la période pénale d'environ huit mois (du 27 mai 2023 au 29 janvier 2024), visée par l'infraction de non-respect d'une interdiction de pénétrer dans une région déterminée, n'aurait manifestement pas influé sur la durée de la peine prononcée si l'ensemble des faits avaient été jugés en même temps. Partant, une peine complémentaire égale à zéro sera prononcée et le jugement querellé sera annulé sur ce point. Les deux jours de détention avant jugement subis dans la présente procédure seront déduits sur la peine prononcée par ordonnance pénale du 30 janvier 2024 dans la procédure P/1______/2024 et ne donnent pas lieu à indemnisation (ATF 141 IV 236 consid. 3.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_431/2015 du 24 mars 2016 consid. 2.2). 4. L'appelant obtient gain de cause quant à la quotité de la peine, mais succombe s'agissant du genre de peine, alors qu'un classement est obtenu pour des motifs non plaidés.”
“Vorliegend wird der Berufungsführer wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 BetmG sowie Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig gesprochen. Er hat folglich mehrere Straftatbestände erfüllt. Das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a Ziff. 1 BetmG) mit Busse. Für das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz kann somit grundsätzlich sowohl eine Freiheitsstrafe wie auch eine Geldstrafe ausgesprochen werden. Hierzu ist hervorzuheben, dass der Berufungsführer einschlägig vorbestraft ist und die vorliegend zu beurteilenden Straftaten während der Probezeit verübt wurden. Das konkrete Tatvorgehen, das Verschulden des Berufungsführers sowie die kriminelle Energie rechtfertigen hierfür das Verhängen einer Freiheitsstrafe. Da die widerrufene und die neue Strafe somit gleicher Art sind, ist in sinngemässer Anwendung von Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe zu bilden. Dazu kommt eine Busse für die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes.”
“Par la suite, face à la résistance de l'appelant, les policiers ont dû pratiquer deux clés de bras afin de lui passer les menottes, ce qui témoigne de ce que l'appelant ne s'est pas soumis à son interpellation de son plein gré. Dans la mesure où les agissements de l'appelant ont effectivement rendu plus difficile l'action des agents de police, l'appelant aurait dû être déclaré coupable de l'infraction consommée et non d'une simple tentative. Cela étant, en application de l'interdiction de la reformatio in pejus, le verdict de première instance sera confirmé en tant qu'il ne peut être aggravé (art. 391 al. 2 CPP). Par ailleurs, au moment où il a entrepris de fuir, l'appelant savait qu'il avait affaire à un policier et qu'il allait faire l'objet d'un contrôle ou d'une arrestation, ce qui réalise l'élément subjectif de l'infraction. Il peut encore être relevé que l'appelant a déjà été puni pour de tels faits en 2019 et avait déjà éprouvé les pratiques de la police genevoise, de sorte qu'on ne saurait tenir compte d'une éventuelle crainte d'être tombé dans un piège. Sa culpabilité du chef de tentative d'empêchement d'accomplir un acte officiel sera partant confirmée. 4. 4.1.1. Les infractions aux art. 19 al. 1 LStup et 119 al. 1 LEI sont sanctionnées par une peine privative de liberté de trois ans au plus ou par une peine pécuniaire, l'entrée illégale (art. 115 al. 1 let. a LEI) par une peine privative de liberté d'un an au plus ou par une peine pécuniaire et l'empêchement d'accomplir un acte officiel (art. 286 al. 1 CP) par une peine pécuniaire de 30 jours-amende au plus. 4.1.2. L'art. 47 CP prévoit que le juge fixe la peine d'après la culpabilité de l'auteur. Il prend en considération les antécédents et la situation personnelle de ce dernier ainsi que l'effet de la peine sur son avenir (al. 1). La culpabilité est déterminée par la gravité de la lésion ou de la mise en danger du bien juridique concerné, par le caractère répréhensible de l'acte, par les motivations et les buts de l'auteur et par la mesure dans laquelle celui-ci aurait pu éviter la mise en danger ou la lésion, compte tenu de sa situation personnelle et des circonstances extérieures (al. 2). La culpabilité de l'auteur doit être évaluée en fonction de tous les éléments objectifs pertinents, qui ont trait à l'acte lui-même, à savoir notamment la gravité de la lésion, le caractère répréhensible de l'acte et son mode d'exécution.”
Für die Strafzumessung nach Art. 19 BetmG sind die nettobestimmte (wirkstoffbezogene) Menge der in Verkehr gebrachten Drogen und die Rolle des Täters (z.B. Mitglied einer Organisation, Stellung innerhalb der Organisation, gewerbsmässiges Handeln vs. Eigenkonsum) zwei wichtige, aber nicht ausschliessliche Kriterien. Bei der Würdigung sind weiter zu berücksichtigen: Typ der Droge, Reinheitsgrad (nur ins Gewicht fallend, wenn er deutlich vom üblichen Reinheitsgrad abweicht), Anzahl bzw. Umfang der Operationen sowie die Ausdehnung des Verkehrs (z.B. lokal vs. international) und das Motiv (z.B. Finanzierung des Eigenkonsums vs. rein gewinnorientiertes Handeln).
“À ces composantes de la culpabilité, il faut ajouter les facteurs liés à l'auteur lui-même, à savoir les antécédents, la situation personnelle (état de santé, âge, obligations familiales, situation professionnelle, risque de récidive, etc.), la vulnérabilité face à la peine, de même que le comportement après l'acte et au cours de la procédure pénale (ATF 149 IV 395 consid. 3.6.2 ; 149 IV 217 consid. 1.1 ; 141 IV 61 consid. 6.1.1 ; 136 IV 55 consid. 5.5, 5.6 et 5.7), ainsi que l'effet de la peine sur son avenir. L'art. 47 CP confère un large pouvoir d'appréciation au juge (ATF 149 IV 395 consid. 3.6.1 ; 144 IV 313 consid. 1.2 ; 135 IV 130 consid. 5.3.1 ; 134 IV 35 consid. 2.1). 2.2.1.2. En matière d'infractions à l'art. 19 LStup, la quantité nette de drogue en cause et le rôle joué par l'auteur sont deux critères importants, mais pas exclusifs, pour déterminer la quotité de la peine ; le critère de la quantité de drogue a d'autant plus de poids que celle-ci est importante et le critère du rôle de l'auteur pèse d'autant plus lourd que plusieurs comportements couverts par l'art. 19 LStup sont réalisés (ATF 121 IV 202 consid. 2d/cc ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_843/2014 du 7 avril 2015 consid. 1.1.1 ; 6B_632/2014 du 27 octobre 2014 consid. 1.2 ; 6B_107/2013 du 15 mai 2013 consid. 2.1). Le degré de pureté des stupéfiants ne joue un rôle distinct de la quantité de drogue concernée sur la culpabilité de l'auteur que lorsque qu'il est notablement plus faible ou plus élevé que l'usage (ATF 122 IV 299 consid. 2c ; voir également ATF 121 IV 193 consid. 2b/aa). Outre les critères susmentionnés, il faut prendre en compte le type de drogue, la nature du trafic, en particulier le fait que l'auteur ait ou non agi comme membre d'une organisation et, le cas échéant, sa position au sein de celle-ci, l'étendue de celui-ci et le nombre d'opérations au moment de fixer la peine ; eu égard au mobile, il convient par ailleurs de faire une différence entre le toxicomane qui agit pour financer sa propre consommation et l'auteur qui participe à un trafic uniquement poussé par l'appât du gain (arrêts du Tribunal fédéral 6B_1009/2023 du 12 mars 2024 consid.”
“Celle-ci doit être évaluée en fonction de tous les éléments objectifs pertinents, qui ont trait à l'acte lui-même, à savoir notamment la gravité de la lésion, le caractère répréhensible de l'acte et son mode d'exécution. Du point de vue subjectif, sont pris en compte l'intensité de la volonté délictuelle ainsi que les motivations et les buts de l'auteur. À ces composantes de la culpabilité, il faut ajouter les facteurs liés à l'auteur lui-même, à savoir les antécédents, la situation personnelle (état de santé, âge, obligations familiales, situation professionnelle, risque de récidive, etc.), la vulnérabilité face à la peine, de même que le comportement après l'acte et au cours de la procédure pénale (ATF 149 IV 395 consid. 3.6.2 ; 149 IV 217 consid. 1.1 ; 141 IV 61 consid. 6.1.1 ; 136 IV 55 consid. 5.5, 5.6 et 5.7), ainsi que l'effet de la peine sur son avenir. L'art. 47 CP confère un large pouvoir d'appréciation au juge (ATF 149 IV 395 consid. 3.6.1 ; 144 IV 313 consid. 1.2 ; 135 IV 130 consid. 5.3.1 ; 134 IV 35 consid. 2.1). 2.2.1.2. En matière d'infractions à l'art. 19 LStup, la quantité nette de drogue en cause et le rôle joué par l'auteur sont deux critères importants, mais pas exclusifs, pour déterminer la quotité de la peine ; le critère de la quantité de drogue a d'autant plus de poids que celle-ci est importante et le critère du rôle de l'auteur pèse d'autant plus lourd que plusieurs comportements couverts par l'art. 19 LStup sont réalisés (ATF 121 IV 202 consid. 2d/cc ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_843/2014 du 7 avril 2015 consid. 1.1.1 ; 6B_632/2014 du 27 octobre 2014 consid. 1.2 ; 6B_107/2013 du 15 mai 2013 consid. 2.1). Le degré de pureté des stupéfiants ne joue un rôle distinct de la quantité de drogue concernée sur la culpabilité de l'auteur que lorsque qu'il est notablement plus faible ou plus élevé que l'usage (ATF 122 IV 299 consid. 2c ; voir également ATF 121 IV 193 consid. 2b/aa). Outre les critères susmentionnés, il faut prendre en compte le type de drogue, la nature du trafic, en particulier le fait que l'auteur ait ou non agi comme membre d'une organisation et, le cas échéant, sa position au sein de celle-ci, l'étendue de celui-ci et le nombre d'opérations au moment de fixer la peine ; eu égard au mobile, il convient par ailleurs de faire une différence entre le toxicomane qui agit pour financer sa propre consommation et l'auteur qui participe à un trafic uniquement poussé par l'appât du gain (arrêts du Tribunal fédéral 6B_1009/2023 du 12 mars 2024 consid.”
“Celle-ci doit être évaluée en fonction de tous les éléments objectifs pertinents, qui ont trait à l'acte lui-même, à savoir notamment la gravité de la lésion, le caractère répréhensible de l'acte et son mode d'exécution. Du point de vue subjectif, sont pris en compte l'intensité de la volonté délictuelle ainsi que les motivations et les buts de l'auteur. À ces composantes de la culpabilité, il faut ajouter les facteurs liés à l'auteur lui-même, à savoir les antécédents, la situation personnelle (état de santé, âge, obligations familiales, situation professionnelle, risque de récidive, etc.), la vulnérabilité face à la peine, de même que le comportement après l'acte et au cours de la procédure pénale (ATF 149 IV 395 consid. 3.6.2 ; 149 IV 217 consid. 1.1 ; 141 IV 61 consid. 6.1.1 ; 136 IV 55 consid. 5.5, 5.6 et 5.7), ainsi que l'effet de la peine sur son avenir. L'utilisation par le prévenu de son droit à ne pas coopérer volontairement à la procédure pénale a un effet neutre sur la peine (ATF 149 IV 9 consid. 5.1.3). L'art. 47 CP confère un large pouvoir d'appréciation au juge (ATF 149 IV 395 consid. 3.6.1 ; 144 IV 313 consid. 1.2 ; 135 IV 130 consid. 5.3.1). En matière d'infractions à l'art. 19 LStup, la quantité nette de drogue en cause et le rôle joué par l'auteur sont deux critères importants, mais pas exclusifs, pour déterminer la quotité de la peine ; le critère de la quantité de drogue a d'autant plus de poids que celle-ci est importante et le critère du rôle de l'auteur pèse d'autant plus lourd que plusieurs comportements couverts par l'art. 19 LStup sont réalisés (ATF 121 IV 202 consid. 2d/cc ; arrêts du Tribunal fédéral 6B_843/2014 du 7 avril 2015 consid. 1.1.1 ; 6B_632/2014 du 27 octobre 2014 consid. 1.2 ; 6B_107/2013 du 15 mai 2013 consid. 2.1). Le degré de pureté des stupéfiants ne joue un rôle distinct de la quantité de drogue concernée que lorsque qu'il est notablement plus faible ou plus élevé que l'usage (ATF 122 IV 299 consid. 2c ; voir également : ATF 121 IV 193 consid. 2b/aa). Outre les critères susmentionnés, il faut prendre en compte le type de drogue, le nombre d'opérations en cause, et la nature et l'étendue du trafic, en particulier le fait que l'auteur ait ou non agi comme membre d'une organisation et, le cas échéant, sa position au sein de celle-ci et sa nature locale ou internationale, au moment de fixer la peine ; eu égard par ailleurs au mobile, il convient de faire une différence entre le toxicomane qui agit pour financer sa propre consommation et l'auteur qui participe à un trafic uniquement poussé par l'appât du gain (arrêts du Tribunal fédéral 6B_1009/2023 du 12 mars 2024 consid.”
Bei Widerhandlungen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG wird in der Praxis häufig eine Geldstrafe verhängt. Soweit Freiheits- und Geldstrafe als in ihrer Wirkung gleichwertig erscheinen, ist nach dem Verhältnismässigkeitsprinzip in der Regel der Geldstrafe der Vorzug zu geben.
“Lorsque tant une peine pécuniaire qu'une peine privative de liberté entrent en considération et que toutes deux apparaissent sanctionner de manière équivalente la faute commise, il y a en règle générale lieu, conformément au principe de la proportionnalité, d'accorder la priorité à la première, qui porte atteinte au patrimoine de l'intéressé et constitue donc une sanction plus clémente qu'une peine privative de liberté, qui l'atteint dans sa liberté personnelle. Le choix de la sanction doit être opéré en tenant compte au premier chef de l'adéquation de la peine, de ses effets sur l'auteur et sur sa situation sociale ainsi que de son efficacité du point de vue de la prévention. La faute de l'auteur n'est en revanche pas déterminante (ATF 137 II 297 consid. 2.3.4 p. 301 ; ATF 134 IV 97 consid. 4.2 p. 100 s. ; ATF 144 IV 313 consid. 1.1.1 ; 6B_420/2017 du 15 novembre 2017 consid. 2.1), pas plus que sa situation économique ou le fait que son insolvabilité apparaisse prévisible (ATF 134 IV 97 consid. 5.2.3 p. 104). 4.2. En l'espèce, l'appelant A______ est reconnu coupable d'infractions aux art. 19 al. 1 let. c LStup et 115 al. 1 let a LEI, l'apelant C______ l'étant pour infractions aux art. 19 al. 1 let. c Lstup et 115 al. 1 let a et b LEI ainsi que 286 CP et 115 al. 3 LEI. La peine menace de l'art. 19 al. 1 LStup est une peine privative de liberté de trois ans au plus ou une peine pécuniaire, celle à l'art. 115 al. 1 LEI est une peine privative de liberté d'un an au plus ou une peine pécuniaire. 4.2.1. La faute de l'appelant A______ n'est, comme relevé par le premier juge, pas négligeable. Il a commis deux infractions contre l'ordre public, en vendant du crack, substance hautement addictive, et en ne respectant pas les dispositions légales en matière de police des étrangers. Il a agi pour des mobiles égoïstes s'agissant du trafic de stupéfiants (appât du gain) ou de convenance personnelle s'agissant de l'entrée illégale. La quantité de stupéfiants vendue est peu importante, mais la substance hautement addictive. L'appelant a agi comme vendeur de rue. Sa situation personnelle n'explique pas ses actes en ce qu'il séjournait légalement en Espagne au moment des faits et y disposait d'un emploi correctement rémunéré selon ses dires non prouvés, et contredits par les explications données à la police (selon lesquelles il s'est livré au trafic pour gagner de l'argent).”
“S’agissant de l’infraction simple en matière de stupéfiants au sens de l’art. 19 al. 1 LStup, une peine pécuniaire est justifiée dans la mesure où les actes relatifs à cette prévention demeurent bien ici dans le cadre de la petite criminalité (remise de marijuana par le prévenu à E.________). A cela s’ajoute l’absence de besoin de prévention spéciale dans la mesure où le prévenu n’a pas d’antécédents judiciaires (primo-délinquant) et qu’il n’a pas commis de nouvelles infractions durant toute la durée de la procédure. A cela s’ajoute qu’en dépit de ses nombreuses poursuites, le prévenu travaille actuellement de sorte que le recouvrement éventuel de la sanction semble possible. C’est donc une peine pécuniaire qui devra sanctionner le délit à la loi sur les stupéfiants commis par A.________.”
“Nach dem Gesagten erscheint es unter Berücksichtigung der Tat- und Täterkomponente mithin angemessen, die Beschuldigte betreffend die Wider- handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu bestrafen.”
“Strafzumessung betreffend den Beschuldigten 1 Der Beschuldigte 1 hat sich des gewerbsmässigen Betrugs und des Versuchs hierzu sowie der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (mehrfach begangen) schuldig gemacht. Die Widerhandlung gegen Art. 19a BetmG durch Konsum von Kokain ist zufolge Rechtskraft des Schuldspruchs und der Sanktion nicht mehr aufzugreifen. Die Strafdrohungen für die einzelnen Delikte betragen: - Gewerbsmässiger Betrug (Art. 146 Abs. 2 StGB): Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 90 Tagessätzen mit Strafmilderung gestützt auf Art. 22 StGB (Versuch); - Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG): Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Das abstrakt schwerste Delikt stellt der gewerbsmässige Betrug dar. Es kann bereits an dieser Stelle vorweggenommen werden, dass die Kammer für die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz – analog der Vorinstanz – ebenfalls eine Geldstrafe als angemessene und zweckmässige Sanktion erachtet (vgl. Ziff.”
“Der Strafrahmen für das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz be- trägt Freiheitsstrafe von drei Tagen bis zu drei Jahren (Art. 19 Abs. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 40 Abs. 1 StGB) oder Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen (Art. 34 Abs. 1 StGB). Für die Übertretung desselben ist zusätzlich eine Busse auszufällen (Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 StGB).”
“Bei Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz reicht der Strafrah- men von Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe, womit eine Geldstrafe von mindestens drei und höchstens 180 Tagessätzen zu maximal Fr. 3'000.– verbunden werden kann (Art. 19 Abs. 2 BetmG). Für das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist eine Bestrafung mit Freiheits- strafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe vorgesehen (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Die falsche Anschuldigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu 20 Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 303 Ziff. 1 StGB).”
Abhängigkeit (Art. 19 Abs. 3 lit. b): Art. 19 Abs. 3 lit. b eröffnet dem Gericht die Möglichkeit, die Strafe in schweren Fällen zu mildern, wenn der Täter von unter das BetmG fallenden Substanzen abhängig ist und die Tat der Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen. In der Lehre ist umstritten, wie eng die Voraussetzung der Finanzierung des Konsums auszulegen ist.
“Strafrahmen Art. 19 Abs. 2 BetmG sieht für schwere Fälle von Betäubungsmitteldelikten einen Strafrahmen von mindestens einem Jahr bis 20 Jahre Freiheitsstrafe vor. Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG gibt dem Gericht die Möglichkeit, die Strafe in diesen Fällen zu mildern, wenn der Täter oder die Täterin von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Wiederhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen. Damit sollen abhängige Kleindealer (im Gegensatz zu den nichtabhängigen Profiteuren des Drogenschwarzmarktes) milder bestraft werden können (BGE 150 IV 213 E. 1.6.2.5 m.w.H.). Es ist unbestritten, dass die Bestimmung nur auf Personen anwendbar ist, die selbst von unter den Anwendungsbereich des BetmG fallenden Substanzen abhängig sind (im Sinne der Klassifikation ICD-10 der WHO; vgl. Parlamentarische Initiative, Teilrevision des Betäubungsmittelgesetzes, Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates vom 4. Mai 2006, BBl 2006 8573 f., Ziff. 3.1.11.3). Nicht einig ist man sich in der Lehre, was die Voraussetzung der Finanzierung des Betäubungsmittelkonsums anbelangt.”
“Strafrahmen Art. 19 Abs. 2 BetmG sieht für schwere Fälle von Betäubungsmitteldelikten einen Strafrahmen von mindestens einem Jahr bis 20 Jahre Freiheitsstrafe vor. Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG gibt dem Gericht die Möglichkeit, die Strafe in diesen Fällen zu mildern, wenn der Täter oder die Täterin von Betäubungsmitteln abhängig ist und diese Wiederhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums hätte dienen sollen. Damit sollen abhängige Kleindealer (im Gegensatz zu den nichtabhängigen Profiteuren des Drogenschwarzmarktes) milder bestraft werden können (BGE 150 IV 213 E. 1.6.2.5 m.w.H.). Es ist unbestritten, dass die Bestimmung nur auf Personen anwendbar ist, die selbst von unter den Anwendungsbereich des BetmG fallenden Substanzen abhängig sind (im Sinne der Klassifikation ICD-10 der WHO; vgl. Parlamentarische Initiative, Teilrevision des Betäubungsmittelgesetzes, Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates vom 4. Mai 2006, BBl 2006 8573 f., Ziff. 3.1.11.3). Nicht einig ist man sich in der Lehre, was die Voraussetzung der Finanzierung des Betäubungsmittelkonsums anbelangt.”
Art. 19 BetmG setzt Vorsatz voraus; bedingter Vorsatz (dolus eventualis) genügt. Die Norm ist damit verwirklicht, wenn der Täter die Möglichkeit, dass es sich um Betäubungsmittel handelt, in Kauf nimmt oder akzeptiert. Der Bundesgerichthof hat in diesem Zusammenhang ausgeführt, dass bereits das Inkaufnehmen der Möglichkeit – etwa wenn der Täter erklärt, er wolle nicht wissen, was er transportiert oder könne einer Aufforderung «nicht nein sagen» – dolus eventualis begründen kann.
“2 LStup, ni, par conséquent, le cadre légal de la peine encourue pour cette infraction (ATF 124 IV 286 consid. 3 ; ATF 122 IV 265 consid. 2c ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_970/2022 du 13 avril 2023 consid. 2.1). En revanche, si la réalisation d'une seconde circonstance aggravante ne modifie pas le cadre légal de la peine, le juge pourra en tenir compte lors de la fixation de celle-ci sur la base des critères généraux de la fixation de la peine concrète, selon l'art. 47 CP, car cela aggrave la faute de l'auteur (ATF 120 IV 330 consid. 1c/aa ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_970/2022 précité). 3.1.3. L'infraction définie à l'art. 19 LStup est intentionnelle. Le dol éventuel suffit. L'infraction est ainsi réalisée lorsque l'auteur accepte l'éventualité de réaliser l'infraction, notamment admet qu'il s'agisse de stupéfiants (arrêts du Tribunal fédéral 6B_590/2023 du 20 septembre 2023 consid. 3.1 ; 6B_381/2011 du 22 août 2011). S'agissant du dol éventuel, le Tribunal fédéral a, notamment, jugé que celui qui ne sait pas dire non à une requête se rend coupable d'infraction à l'art. 19 LStup, sous la forme du dol éventuel (arrêts du Tribunal fédéral 6B_894/2020 du 26 novembre 2020 consid. 1.4.2 ; S. GRODECKI / Y. JEANNERET, op. cit., n. 101-103 ad art. 19 LStup). 3.2. L'appelant conteste sa condamnation pour violation grave à la LStup prononcée en lien avec le plan "C______" et portant, à tout le moins, sur la détention et le conditionnement d'une quantité équivalente à 21 sachets d'héroïne (105 grammes bruts) et deux boulettes de cocaïne (AA, ch. 1.1.1 [i]). 3.2.1. La procédure met en lumière certains éléments troublants s'agissant du contexte dans lequel les faits se sont déroulés. L'appelant a été interpellé avec D______, à proximité d'une cache de drogue, moins d'un an avant les actes reprochés dans la présente cause et dans des circonstances pour lesquelles il a été condamné pour délit à la LStup. Cet épisode démontre que l'appelant a fréquenté le chef du plan "C______", étant rappelé qu'il a plusieurs antécédents spécifiques à la LStup à son casier judiciaire suisse entre 2016 et 2020.”
“L'infraction définie à l'art. 19 LStup est intentionnelle. Le dol éventuel suffit. L'infraction est ainsi réalisée lorsque l'auteur accepte l'éventualité de réaliser l'infraction, notamment admet qu'il s'agisse de stupéfiants (arrêts du Tribunal fédéral 6B_590/2023 du 20 septembre 2023 consid. 3.1 ; 6B_381/2011 du 22 août 2011). S'agissant du dol éventuel, le Tribunal fédéral a, notamment, jugé que celui qui ne sait pas dire non à une requête se rend coupable d'infraction à l'art. 19 LStup, sous la forme du dol éventuel (arrêts du Tribunal fédéral 6B_894/2020 du 26 novembre 2020 consid. 1.4.2 ; S. GRODECKI / Y. JEANNERET, Petit commentaire, LStup : dispositions pénales, 2022, n. 101-103 ad art. 19 LStup).”
“L'infraction définie à l'art. 19 LStup est intentionnelle. Le dol éventuel suffit. L'infraction est ainsi réalisée lorsque l'auteur accepte l'éventualité de réaliser l'infraction, notamment admet qu'il s'agisse de stupéfiants (arrêt 6B_381/2011 du 22 août 2011 et la référence citée). Déterminer ce qu'une personne a su, voulu, envisagé ou accepté relève du contenu de la pensée, à savoir de faits "internes" qui, en tant que tels, lient le Tribunal fédéral (cf. art. 105 al. 1 LTF), à moins qu'ils aient été retenus de manière arbitraire (ATF 148 IV 234 consid. 3.3; 142 IV 137 consid. 12).”
“En d’autres termes, ce n’est ni le genre ni le nombre des preuves qui est déterminant, mais leur force de persuasion (Verniory, in : Jeanneret et al. [éd.], Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse [ci-après : CR CPP], 2e éd., Bâle 2019, n. 34 ad art. 10 CPP ; Kistler Vianin, in : CR CPP, nn. 19 ss ad art. 398 CPP et les références citées). L'appréciation des preuves doit être examinée dans son ensemble. Il n'y a ainsi pas d'arbitraire si l'état de fait retenu pouvait être déduit de manière soutenable du rapprochement de divers éléments ou indices. De même, il n'y a pas d'arbitraire du seul fait qu'un ou plusieurs arguments corroboratifs apparaissent fragiles, si la solution retenue peut être justifiée de façon soutenable par un ou plusieurs arguments de nature à emporter la conviction (TF 6B_732/2021 précité consid. 2.1 ; TF 6B_1189/2021 du 16 février 2022 consid. 3.1 ; TF 6B_802/2021 du 10 février 2022 consid. 1.1 et les références citées). 3.2.2.2 L’infraction réprimée par l’art. 19 Lstup est intentionnelle. Elle est ainsi réalisée lorsque l’auteur accepte l’éventualité de réaliser l’infraction, notamment s’il envisage qu’il s’agit de stupéfiants, respectivement d’un produit illicite, étant précisé que de simples interrogations de l’auteur sur la nature des opérations ne suffisent pas (Grodecki/Jeanneret, Petit commentaire LStup, Bâle 2022, n. 101 ad art. 19 LStup et les références citées). 3.2.3 En l’espèce, après avoir tergiversé en cours d’enquête sur le nombre de trajets qu’il avait effectués, P.________ a reconnu aux débats de première instance que le chiffre de onze voyages dans la région lausannoise pouvait correspondre à la réalité (jugement p. 4 : « il est vrai que je suis venu environ 11 fois »). Il a déclaré ensuite : « Pour vous répondre, je n'ai pas trouvé étonnant qu'on me paie pour aller d'un point A à un point B sans raison ; du moins je ne voulais pas le savoir ». Puis il a affirmé qu’il craignait des représailles des personnes qui lui avaient donné la marchandise et expliqué qu’il pensait que ce qu’il transportait était « légal ou possiblement de l’argent de sale ».”
“19 Lstup, dès que le prévenu accomplit l'un des actes visés par cette disposition, il est l'auteur de l'infraction, une participation à un autre titre, telle une complicité, n'entrant pas en ligne de compte (ATF 133 IV 187 consid. 3.2 ; arrêt TF 6B_419/2016 du 10 avril 2017 consid. 2.2). 4.2.3. Au niveau subjectif, l’art. 19 al. 1 LStup est une infraction intentionnelle, le dol éventuel étant toutefois suffisant (ATF 126 IV 198 consid. 2). L’intention doit porter sur tous les éléments constitutifs de l’infraction. L’auteur doit adopter volontairement le comportement prohibé et savoir que des stupéfiants sont en cause et qu’il n’est pas au bénéfice de l’une des autorisations prévues par la loi (art. 3e, 4 al. 1, 5 al. 1, 7 al. 1, 8 al. 5, et 9 à 14a LStup). S’agissant du cas grave de l’art. 19 al. 2 let. a LStup, l’auteur doit savoir ou accepter que l’infraction peut directement ou indirectement mettre en danger la vie de nombreuses personnes, le dol éventuel étant toutefois suffisant (Fingerhuth/ Schlegel/ Jucker, BetmG Kommentar, 3e éd. 2016, art. 19 LStup n° 201). 4.3. S’agissant de la qualification juridique des transports de cocaïne reprochés au prévenu, la Cour se réfère expressément à la motivation pertinente et convaincante du Tribunal (cf. jugement attaqué, p. 26), qui ne prête pas le flanc à la critique et qu’elle fait sienne (art. 82 al. 4 CPP). Elle la complète comme suit : Le comportement du prévenu n’a à l’évidence pas été celui d’un simple complice. L’appelant a activement participé au transport de la cocaïne en conduisant en voiture F.________ faire ses livraisons de cocaïne à ses clients. Il a ainsi accompli personnellement l'un des actes que la loi érige en infraction, soit celle réprimée par l'art. 19 al. 1 let. b LStup qui sanctionne le transport de stupéfiants. Peu importe qu’il n’ait reçu ni rémunération ni cocaïne en échange des trajets effectués. Il ne s’agit pas d’une condition objective de punissabilité de l’infraction. Les motifs de l’auteur ne sont pas pertinents. Quant au fait qu’il ne savait pas quelle quantité de drogue F.”
Bei Art. 19 Abs. 1 BetmG führen in den vorliegenden Entscheidungen geringe Mengen, fehlender Erlös oder Gefälligkeitsleistungen regelmässig zu milder Strafzumessung (z. B. wenige Tagessätze, wenige Strafeinheiten oder geringe Geldstrafen). Diese Umstände werden in den Entscheiden als Milderungsgründe gewertet und können zur Qualifizierung des Tatverschuldens als leicht beitragen.
“August 2021 ausgefällten Geldstrafe nicht merklich beeindrucken liess. Vor diesem Hin- - 16 - tergrund bestehen erhebliche Zweifel an der künftigen Bewährung des Beschul- digten. Dem steht gegenüber, dass die Vorstrafe vom 18. April 2018, deren Wider- ruf in Frage steht, bereits mehr als sechs Jahre zurückliegt und nicht einschlägig ist. Zur Schwere der neu zu beurteilenden Tat kann auf die vorstehenden Erwä- gungen zur Strafzumessung verwiesen werden (vgl. E. IV.2.). An dieser Stelle ist nochmals hervorzuheben, dass sich das strafbare Verhalten des Beschuldigten auf die Lagerung von qualitativ schlechtem Marihuana beschränkte, woraus er keinen eigenen Nutzen zog. Handlungsanleitend war vielmehr, dass er seinem Geschäftsnachbarn einen Gefallen erweisen wollte, wobei er in Kauf nahm, dass in der Kartonschachtel THC-haltiges Hanf enthalten sein könnte. Direktvorsätzli- ches Handeln kann ihm dagegen nicht vorgeworfen werden. Angesichts der gros- sen Bandbreite von Delikten, die unter den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG fallen können, erscheint die vom Beschuldigten verübte Tat noch geringfü- gig und wiegt sein Verschulden entsprechend leicht. Zu berücksichtigen ist weiter, dass der Beschuldigte die 14 Monate Freiheitsstrafe gemäss Urteil des Bezirksge- richts Baden vom 18. April 2018 nicht in Halbgefangenschaft oder mittels Electro- nic Monitoring vollziehen könnte (vgl. Art. 77b Abs. 1 und Art. 79b Abs. 1 StGB). Der Widerruf der genannten Vorstrafe hätte somit zur Folge, dass er aus den vor- stehend dargelegten, gefestigten Verhältnissen (vgl. E. IV.3”
“Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist mit Freiheitsstrafe bis zur drei Jahren oder Geldstrafe bedroht (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Die VBRS-Richtlinien sehen für weiche Drogen wie Haschisch oder Marihuana bis 100 g 1 - 5 Strafeinheiten vor (VBRS-Richtlinien, S. 26). Vorliegend verschaffte der Beschuldigten einer Bekannten einmalig rund 10 g Marihuana für CHF 100.00, womit keine erhebliche Gefährdung der Volksgesundheit einhergeht. Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich und aus egoistischen, finanziellen Beweggründen, was neutral zu gewichten ist. Er hätte sich ohne Weiteres rechtskonform verhalten können. Eine Verschuldensminderung unter dem Titel der Vermeidbarkeit ist mithin nicht angezeigt. Das Tatverschulden ist im Verhältnis zum Strafrahmen von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe insgesamt als sehr leicht zu bezeichnen. Die Kammer erachtet für den Schuldspruch wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz – für sich alleine beurteilt eine Strafe von drei Strafeinheiten als angemessen, welche mit zwei Strafeinheiten zu asperieren ist (pag. 560, S. 37 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung).”
“(Asperation) Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Die abgegebenen Betäubungsmittelmengen sind klein. Der Beschuldigte erzielte auch keinen Erlös daraus. Die objektive Tatschwere ist leicht. Ebenso die subjek- tive Tatschwere, handelte es sich doch einzig um eine Gefälligkeitsleistung zu- gunsten eines Bekannten. Das Tatverschulden ist leicht. Eine Erhöhung der Ein- satzstrafe um 3 Tage erscheint angemessen.”
“Zum Vergehen gegen das BetmG gemäss Dossier 5: In objektiver Hinsicht ist zu gewichten, dass der Beschuldigte im Keller des Einfamilienhauses eine Anlage für die Indoor-Hanfproduktion durch Ansähen und Aufziehen von je- weils 136 Hanfpflanzen installierte, die er zu ernten, verarbeiten und verkaufen beabsichtigte. Genauere Angaben zur Aktivität in zeitlicher Hinsicht ergeben sich aus der Anklageschrift nicht. Es ist daher eine kurze Deliktsdauer anzunehmen. Mit der Vorinstanz ist nicht von einem professionellen Vorgehen und einer ver- gleichsweise eher geringen Zahl von Pflanzen auszugehen. Subjektiv fällt ins Gewicht, dass der Beschuldigte direktvorsätzlich und aus egoistischen Motiven handelte, indem er sich finanziellen Profit erhoffte. Auch hier gilt, dass er eine - 19 - grosse Entscheidungsfreiheit hatte und bei gegebener Knappheit der finanziellen Mittel andere - legale - Weg zur Verfügung gestanden hätten. Das Verschulden ist aber insgesamt leicht. Bei einem Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu drei Jah- ren oder Geldstrafe (Art. 19 Abs. 1 BetmG) erscheinen 90 Strafeinheiten ange- messen.”
“Geldstrafe für die Widerhandlung gegen das BetmG Art. 19 Abs. 1 BetmG schützt die Gesundheit anderer Menschen. Die VBRS-Richtlinien sehen für den Drogenhandel mit bis zu fünf Gramm Kokaingemisch eine Strafe von 30 Strafeinheiten vor (S. 26). Gemäss rechtskräftigem Schuldspruch der Vorinstanz gab E.________ dem Straf- und Zivilkläger ein wenig Kokain zum Probieren – er verkaufte ihm dieses mithin nicht. Das Verschulden E.________'s wiegt – wie die Vorinstanz zurecht erwog – somit deutlich geringer als dasjenige des Täters im Referenzsachverhalt. Die von der Vorinstanz auf acht Tagessätze festgesetzte Geldstrafe erscheint verschuldensangemessen (zum Ganzen S. 56 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 994). Die Täterkomponenten sind mit Verweis auf die voranstehenden Ausführungen unter Erwägung”
“Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz Hinsichtlich der von der Vorinstanz erkannten Busse für die mehrfache Übertre- tung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19a BetmG in Verbin- dung mit Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG kann grundsätzlich auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden (Urk. 71 S. 34). In Anbetracht des geringen Tat- verschuldens sowie der sehr begrenzten finanziellen Verhältnisse des Beschul- digten (vgl. Prot. II S. 22) erscheint mit der Vorinstanz eine Busse von Fr. 500.– angemessen. - 42 - VI. Vollzug”
Eine bestehende Abhängigkeit kann nach Art. 19 Abs. 3 BetmG strafmindernd sein; sie rechtfertigt aber nicht automatisch eine starke Milderung. Wenn Substitutionsangebote bestanden und nicht in Anspruch genommen wurden oder die Entscheidungsfreiheit nur mässig eingeschränkt war, wirkt sich die Abhängigkeit nach den zitierten Entscheiden höchstens begrenzt strafmindernd aus.
“In subjektiver Hinsicht sind das direktvorsätzliche Handeln sowie die egois- tischen Beweggründe zu berücksichtigen. Es ist einerseits davon auszugehen, dass die von Sozialhilfe lebende Beschuldigte ohne in einer Notlage zu sein aus finanziellen Überlegungen delinquierte. Zudem hielt sie den Drogenhandel bis zur Verhaftung ihres Wohnpartners und Beschuldigten B._____ aufrecht. Das Tatmo- tiv ist straferhöhend zu werten. Anderseits dürfte sie mit dem Drogenerlös haupt- sächlich den eigenen Heroinkonsum bestritten haben. Dass die Beschuldigte an einer schweren Heroinabhängigkeit litt bzw. auf die Einnahme von Methadon angewiesen war (vgl. Urk. 31 S. 10 ff.), weshalb grundsätzlich eine klassische Beschaffungskriminalität (fakultativer Strafminderungsgrund nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG) vorlag, ist strafreduzierend zu berücksichtigen. Es kann indessen nicht gesagt werden, dass die Entscheidungsfreiheit der Beschuldigten stark ein- geschränkt war, da sie im Rahmen der mehreren ambulanten und stationären (letztlich allesamt gescheiterten) Suchtbehandlungen über Methadon zur Sucht- mittelsubstitution verfügte, sie das Methadonprogramm jedoch nicht in Anspruch nahm. Die subjektive Tatschwere vermag die objektive Tatschwere insgesamt nur mässig strafmindernd zu beeinflussen, weshalb aufgrund des nicht mehr leichten Tatverschuldens eine Einzelstrafe von 12 Monaten resultiert.”
“In subjektiver Hinsicht sind das direktvorsätzliche Handeln sowie die egois- tischen Beweggründe zu berücksichtigen. Es ist einerseits davon auszugehen, dass der von Sozialhilfe lebende Beschuldigte ohne in einer Notlage zu sein aus finanziellen Überlegungen delinquierte. Zudem hielt er den Drogenhandel bis zu seiner Verhaftung aufrecht. Das Tatmotiv ist straferhöhend zu werten. Anderseits dürfte er mit dem Drogenerlös hauptsächlich seinen eigenen Heroinkonsum be- stritten haben. Dass der Beschuldigte an einer schweren Heroinabhängigkeit litt bzw. auf die Einnahme von Methadon angewiesen war, weshalb grundsätzlich ei- ne klassische Beschaffungskriminalität (fakultativer Strafminderungsgrund nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG) vorlag, ist strafreduzierend zu berücksichtigen. Es kann indessen nicht gesagt werden, dass die Entscheidungsfreiheit des Beschul- digten stark eingeschränkt war, da er auch über Methadon zur Suchtmittelsubsti- tution verfügte. Die subjektive Tatschwere vermag die objektive Tatschwere ins- gesamt nur mässig strafmindernd zu beeinflussen, weshalb aufgrund des nicht mehr leichten Tatverschuldens eine Einzelstrafe von 15 Monaten resultiert.”
Auch bei fehlendem festen Wohnsitz kann ein Verfahren wegen Art. 19 Abs. 1 LStup eröffnet oder fortgeführt werden, wenn die Delikte örtlich konzentriert oder wiederholt auftreten und somit ein örtlicher Bezug zum Tatort ersichtlich ist (vgl. die in den Quellen dokumentierten Verfahrensakten).
“Le 5 septembre 2022, l'intéressé – porteur d'une attestation de demande d'asile française établie par la préfecture des Alpes-Maritimes le 9 juillet 2021, valable jusqu'au 8 mai 2022 – a été arrêté par la police alors qu'il cheminait le long de la rue de la Coulouvrenière. Entendu par la police, M. A______ a nié s'adonner au trafic de cocaïne, mais reconnu consommer de la marijuana quotidiennement. Il n'avait pas de lieu de résidence en Suisse ni de lien particulier avec ce pays. Il percevait des subsides de l'État français dans le cadre de sa demande d'asile. Il ressort du rapport de police que, depuis octobre 2021, M. A______ avait été impliqué dans quatre affaires, toutes localisées dans le périmètre de la rue de la Coulouvrenière. Il a été prévenu de trafic de stupéfiants (loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes du 3 octobre 1951 - LStup – RS 812.121) et d'infractions à la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI – RS 142.20). 4) Par ordonnance pénale du Ministère public du 6 septembre 2022, il a été reconnu coupable notamment d'infraction à l'art. 19 al. 1 LStup pour les faits qui se sont déroulés le 30 août 2022, puis a été libéré. Il s’est opposé à cette ordonnance. 5) Le 6 septembre 2022, en application de l'art. 74 de la loi fédérale sur les étrangers et l’intégration du 16 décembre 2005 (LEI - RS 142.20), le commissaire de police a prononcé à l'encontre de M. A______ une mesure d'interdiction de pénétrer dans le canton de Genève d’une durée de douze mois. 6) Par acte du 16 septembre 2022, M. A______ a formé opposition contre cette décision. Lors de l’audience, qui s’est tenue le 3 octobre 2022 devant le Tribunal administratif de première instance (ci-après : TAPI), M. A______ a déclaré qu'il s'était opposé à la mesure d'éloignement parce qu'il aimait Genève et qu'il souhaitait y rester. Pour l'instant, il n'avait pas de liens dans le canton de Genève. Il avait « une copine » dans le canton de Genève et ne voulait pas risquer une interpellation lorsqu'il venait la voir. Il venait depuis Grenoble où il habitait. Il n'avait pas de travail dans cette ville.”
“À teneur du rapport de renseignements du 12 juillet 2020, le jour des faits la centrale d'engagement, de coordination et d'alarme (CECAL) a demandé l'intervention de la police au domicile des protagonistes. Arrivée sur place, la police a été mise en présence de D______, qui leur a expliqué s'être disputée avec son conjoint et que celui-ci détenait des stupéfiants. Avec l'accord de la prénommée, une perquisition a eu lieu à son domicile, qui a conduit à la découverte de 97.53 grammes de résine de cannabis emballée et d'une balance. Interpellé dans le parc à proximité de son domicile, A______ a été conduit au poste de police E______ pour y être auditionné. Lors de sa fouille de sécurité, 1,24 grammes de marijuana, 1.32 grammes de cannabis, CHF 65.05 ainsi qu'un téléphone portable non signalé volé ont été trouvés sur lui. d. Par ordonnance du 12 juillet 2020, le Ministère public a ordonné l'ouverture d'une instruction pénale contre A______ pour injures (art. 177 CP), lésions corporelles simples (art. 123 CP), voies de fait (art. 126 CP), infraction à la loi fédérale sur les stupéfiants (art. 19 al. 1 LStup) et consommation de stupéfiants (art. 19a LStup). e. Auditionné ce jour-là par le Ministère public, A______ a maintenu ses précédentes déclarations, ajoutant que la veille, D______ l'avait frappé à plusieurs reprises. Aussi, lorsqu'elle avait découvert les messages qu'il avait échangés avec une autre femme, elle l'avait giflé. Enfin, il n'avait pas levé la main sur son épouse en 2016, mais c'était elle qui l'avait violenté à cette époque. f. Par courrier du 24 août 2020, reçu par le Ministère public le 1er septembre 2020,D______ a retiré sa plainte contre A______, aux motifs qu'il était le père de ses deux enfants, qu'elle n'avait plus de contact avec lui depuis les faits litigieux et qu'ils avaient entamé une procédure de divorce. g. Par lettre du 3 septembre 2020 le Ministère public l'a informée que la procédure ne pouvait être classée du seul fait du retrait de sa plainte, puisque les violences conjugales se poursuivaient d'office. h. Lors de l'audience de confrontation, le 16 septembre 2020, D______, qui a d'abord été entendue seule par le Ministère public, a confirmé son retrait de plainte et nié avoir fait l'objet de pressions de la part de A______.”
Ob für eine Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG eine Geld- oder Freiheitsstrafe anzuwenden ist, hat das Gericht zu begründen. Zwar gilt die Geldstrafe als mildere Sanktion grundsätzlich vorrangig; in der Rechtsprechung ist jedoch anerkannt, dass eine Geldstrafe spezialpräventiv kontraproduktiv sein und zugleich unvollziehbar sein kann (beispielsweise bei Sozialhilfeabhängigkeit, hoher Verschuldung oder fehlenden Ressourcen). In solchen Fällen kann die Verhängung einer Freiheitsstrafe als zweckmässig erscheinen.
“Ausgangslage Bei der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 aBetmG sieht das Gesetz einzig eine Freiheitsstrafe als mögliche Strafart vor. Bei der einfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG kommt hingegen sowohl die Strafart der Geld- als auch der Freiheitsstrafe in Betracht. Gleiches gilt für die Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB. Es ist deshalb bei den Schuldsprüchen wegen einfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Geldwäscherei darüber zu befinden, ob hierfür ebenfalls eine Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe auszusprechen ist. Die Vorinstanz erkannte auch bei den Schuldsprüchen wegen einfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Geldwäscherei auf eine Freiheitsstrafe. Sie begründete die Wahl der Strafart damit, dass eine Geldstrafe infolge der Inhaftierung sowie unter Berücksichtigung der finanziellen Situation des Beschuldigten voraussichtlich nicht vollzogen werden könne (vgl. S. 31 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 1310).”
“Bei der Wahl der Strafart trägt es neben dem Verschulden des Täters, der Angemessenheit der Strafe, ihren Auswirkungen auf den Täter und auf seine soziale Situation sowie ihrer Wirksamkeit unter dem Gesichtswinkel der Prävention Rechnung (BGE 147 IV 241 = Pra 111 [2022] Nr. 17). Die Geldstrafe hat als mildere Sanktion grundsätzlich Vorrang gegenüber der Freiheitsstrafe (BGE 144 IV 217 E. 3.6). Eine mengenmässig qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zieht gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG zwingend eine Freiheitsstrafe nach sich. Für eine Verbindung mit einer Geldstrafe, wie es Art. 19 Abs. 2 BetmG in seiner bis zum 30. Juni 2023 geltenden Fassung zuliess, besteht kein Anlass. Die nicht qualifiziert begangenen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 BetmG können sowohl mit einer Geldstrafe als auch einer Freiheitsstrafe geahndet werden. Es ist deshalb vorab darüber zu befinden, ob die Schuldsprüche wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 BetmG ebenfalls mit Freiheitsstrafen oder lediglich mit Geldstrafen zu sanktionieren sind. Die Vorinstanz erkannte bei sämtlichen oberinstanzlich zu beurteilenden Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz auf eine Freiheitsstrafe, da eine Geldstrafe aufgrund der Sozialhilfeabhängigkeit und der hohen Schulden des Beschuldigten spezialpräventiv kontraproduktiv sei und sich die finanziell angespannte Lage aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme auch mittelfristig kaum verbessern werde (vgl. S. 31 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, pag. 1639). Auch nach Überzeugung der Kammer erscheint unter spezialpräventiven Gesichtspunkten einzig eine Freiheitsstrafe zweckmässig und angemessen. Diesbezüglich besteht auch unter den Parteien – wie bereits vor erster Instanz (pag. 1594 und pag. 1596) – oberinstanzlich Einigkeit (vgl. pag. 1741 und pag. 1742). Der Beschuldigte delinquierte wiederholt und über längere Zeit. Während laufenden Verfahrens trat er zudem erneut strafrechtlich in Erscheinung.”
“Für das Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz sieht das Gesetz nebst einer Freiheitsstrafe alternativ auch eine Geldstrafe (bis zu 180 Tagessätzen, vgl. Art. 34 Abs. 1 StGB) als mögliche Sanktion vor (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Hält das Gericht im Rahmen der Gesamtstrafenbildung für einzel- ne Delikte im konkret zu beurteilenden Fall unter Beachtung des Verhältnismäs- sigkeitsprinzips eine Geldstrafe nicht mehr für schuldadäquat und zweckmässig, hindert Art. 41 Abs. 1 StGB es nicht daran, auf Einzelfreiheitsstrafen von weniger als sechs Monaten zu erkennen, wenn die daraus zu bildende Gesamtstrafe sechs Monate übersteigt (BGE 144 IV 217 E. 4.3). Das Gericht hat im Urteil die Wahl der Sanktionsart zu begründen (Art. 50 StGB; Urteile des Bundesgerichts 6B_449/2011 vom 12. September 2011 E. 3.6.1 und 6B_210/2017 vom 25. September 2017 E. 2.2.1).”
“Le fait que le deuxième juge doive fixer la peine complémentaire d'après les principes développés à l'art. 49 al. 1 CP ne l'autorise pas à revenir sur la peine antérieure entrée en force ; il doit fixer la peine d'ensemble hypothétique en se fondant sur la peine de base entrée en force et sur les peines à prononcer d'après sa libre appréciation pour les infractions nouvellement commises (ATF 142 IV 329 consid. 1.4.2 ; 142 IV 265 consid. 2.4.1 et 2.4.2 ; 137 IV 249 consid. 3.4.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_87/2022 du 13 octobre 2022 consid. 2.3). 5.2.1. S'agissant de l'infraction d'aliénation de stupéfiants selon l'art. 19 al. 1 let. c LStup, la culpabilité de l'appelant est faible vu la quantité de stupéfiants en cause. Cette faible culpabilité doit toutefois être relativisée à l'aune de ses antécédents judiciaires particulièrement mauvais. Arrivé en Suisse en 2017, il a déjà fait l'objet de 11 condamnations pénales, sans compter la présente procédure, dont huit pour violation de l'art. 19 al. 1 LStup. Il apparaît ainsi ancré dans la délinquance, sans que des courtes peines privatives de liberté n'aient jusqu'ici permis d'éviter qu'il récidive. Sa prise de conscience est ainsi inexistante. La situation personnelle de l'appelant est difficile, mais celle-ci n'est pas directement en lien avec l'infraction d'aliénation de stupéfiants selon l'art. 19 al. 1 let. c LStup. S'agissant de son absence de collaboration, elle n'a en tant que telle pas d'influence sur sa peine, malgré la formulation ambigüe du TP qui semble reprocher à l'appelant d'avoir nié sa culpabilité lors de l'instruction pénale, alors qu'il s'agit d'une garantie fondamentale (cf. ATF 148 IV 221 consid. 2.2 ; 148 IV 205 consid. 2.4). Étant donné les antécédents de l'appelant et son absence de ressources, il est très vraisemblable qu'une peine pécuniaire n'aurait aucun effet préventif et ne pourrait pas être exécutée. Il y a donc lieu de prononcer une peine privative de liberté. De plus, au vu du pronostic négatif, seule une peine ferme entre en ligne de compte.”
Beförderung im Sinn von Art. 19 BetmG liegt vor, wenn Betäubungsmittel von einem Ort an einen anderen transportiert werden; der Tatbestand ist damit an einen Ortswechsel der Sache geknüpft.
Auch der Handel mit vergleichsweise geringen Mengen (z. B. einzelne Pillen) kann nach Art. 19 Abs. 1 BetmG als Vergehen gewertet werden. Art. 19 Abs. 1 erfasst verschiedene Formen des unbefugten Drogenverkehrs; Teilnahme oder Gehilfenschaft sind ebenfalls möglich.
“Ecstasy Das Veräussern von Ecstasy ist nach Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG strafbar. Bezüglich A____, C____ sowie E____ ist gemäss dem Beweisergebnis der Handel mit jeweils 100 Pillen Ecstasy erstellt. Durch den Verkauf dieser Pillen haben sich die drei genannten Beschuldigten somit des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gemacht. Hinzu kommen bezüglich A____ die von ihm angebotenen 25 Pillen Ecstasy gemäss Ziffer 1 der Anklageschrift, wobei er für diese in Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne des Anstaltentreffens gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG schuldig zu sprechen ist.”
“Durch Beförderung (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG) und Veräussern, evtl. Gehilfenschaft dazu (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG, evtl. i.V.m. Art. 25 StGB):”
“Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem anderen verschafft oder in Verkehr bringt. Strafbar sind somit nach der abschliessenden Aufzählung in Art. 19 Abs. 1 BetmG beinahe alle denkbaren Formen einer vorsätzlichen Beteiligung am unbefugten Drogenver- kehr, d.h. sowohl die Verbreitung wie auch schon der Erwerb von Betäubungsmit- teln.”
Für die Annahme der Bandenmässigkeit genügt jeder Beitrag zur Tat. Auf die konkrete Funktion oder den Rang des Mitglieds sowie auf das Vorhandensein persönlicher Beziehungen zwischen den Mitgliedern kommt es nicht an. Eine Bande kann durch sukzessives Hinzutreten von Personen entstehen; Rotation von Einsatzorten/Schichten und anonyme Einbindung von Mitgliedern sind typisch und möglich.
“En particulier, il n’est pas exigé qu'une organisation fixe ait été convenue, dans laquelle des rôles fixes et bien précis sont attribués aux différents membres. Il n'est pas non plus nécessaire que les membres de la bande coopèrent en permanence. Il n'est pas non plus nécessaire que tous les membres de la bande se connaissent entre eux, respectivement que chaque membre ait une connaissance concrète de toutes les activités des autres personnes impliquées dans celle-ci, voire de tous les participants. Enfin, tous les participants d'une bande ne doivent pas nécessairement se concerter en même temps. Une bande peut se former par des accords successifs et d'autres participants peuvent également se joindre à la bande au fil du temps (Gustav Hug-Beeli, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 2016, n° 1072-1078 ad art. 19 LStup). Des rocades ainsi que des tournus sont possibles. Toute contribution à l'acte suffit à la réalisation de l'infraction en bande (Stephan Schlegel/Oliver Jucker, Kommentar BetmG, 4e éd. 2016, n° 208 ad art. 19 LStup), étant relevé qu’il n'est pas nécessaire que tous les membres de la bande aient participé ou soient censés participer à toutes les infractions (Marcel Alexander Niggli/Christof Ried, in: Basler Kommentar Strafrecht II, 4e éd. 2019, n° 131 ad art. 139 CP). En l’espèce et au vu de ce qui précède et des ch. 23 et 26.5-26.7, le prévenu bénéficiait de l’aide efficace et précieuse de plusieurs autres personnes. Le but commun de la bande était de faire fonctionner le trafic à la manière d’un magasin, ouvert quotidiennement, pour assurer la vente à la clientèle de manière constante et conserver cette dernière. Une telle activité ne peut par définition pas être assumée par un trafiquant agissant seul et il est conforme à l’expérience de la vie que la collaboration à développer pour ce faire présente une certaine stabilité et régularité, ne serait-ce que pour des raisons de sécurité. C’est ainsi que l’adresse en question a prospéré, s’est pérennisée et est devenue une référence dans le milieu des stupéfiants.”
“En effet, il n’est pas nécessaire que le nombre de membres de la bande soit déterminé dès le départ, d’autres membres pouvant la rejoindre au fil du temps, en s’intégrant dans le système mis en place et l’organisation préexistante. La bande n'a pas besoin d'une forme ou d'une structure d'organisation particulière. En particulier, il n’est pas exigé qu'une organisation fixe ait été convenue, dans laquelle des rôles fixes et bien précis sont attribués aux différents membres. Il n'est pas non plus nécessaire que les membres de la bande coopèrent en permanence. Il n'est pas non plus nécessaire que tous les membres de la bande se connaissent entre eux, respectivement que chaque membre ait une connaissance concrète de toutes les activités des autres personnes impliquées dans celle-ci, voire de tous les participants. Enfin, tous les participants d'une bande ne doivent pas nécessairement se concerter en même temps. Une bande peut se former par des accords successifs et d'autres participants peuvent également se joindre à la bande au fil du temps (Gustav Hug-Beeli, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 2016, n° 1072-1078 ad art. 19 LStup). Des rocades ainsi que des tournus sont possibles. Toute contribution à l'acte suffit à la réalisation de l'infraction en bande (Stephan Schlegel/Oliver Jucker, Kommentar BetmG, 4e éd. 2016, n° 208 ad art. 19 LStup), étant relevé qu’il n'est pas nécessaire que tous les membres de la bande aient participé ou soient censés participer à toutes les infractions (Marcel Alexander Niggli/Christof Ried, in: Basler Kommentar Strafrecht II, 4e éd. 2019, n° 131 ad art. 139 CP). En l’espèce et au vu de ce qui précède et des ch. 23 et 26.5-26.7, le prévenu bénéficiait de l’aide efficace et précieuse de plusieurs autres personnes. Le but commun de la bande était de faire fonctionner le trafic à la manière d’un magasin, ouvert quotidiennement, pour assurer la vente à la clientèle de manière constante et conserver cette dernière. Une telle activité ne peut par définition pas être assumée par un trafiquant agissant seul et il est conforme à l’expérience de la vie que la collaboration à développer pour ce faire présente une certaine stabilité et régularité, ne serait-ce que pour des raisons de sécurité.”
“En effet, il n’est pas nécessaire que le nombre de membres de la bande soit déterminé dès le départ, d’autres membres pouvant la rejoindre au fil du temps, en s’intégrant dans le système mis en place et l’organisation préexistante. La bande n'a pas besoin d'une forme ou d'une structure d'organisation particulière. En particulier, il n’est pas exigé qu'une organisation fixe ait été convenue, dans laquelle des rôles fixes et bien précis sont attribués aux différents membres. Il n'est pas non plus nécessaire que les membres de la bande coopèrent en permanence. Il n'est pas non plus nécessaire que tous les membres de la bande se connaissent entre eux, respectivement que chaque membre ait une connaissance concrète de toutes les activités des autres personnes impliquées dans celle-ci, voire de tous les participants. Enfin, tous les participants d'une bande ne doivent pas nécessairement se concerter en même temps. Une bande peut se former par des accords successifs et d'autres participants peuvent également se joindre à la bande au fil du temps (Gustav Hug-Beeli, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 2016, n° 1072-1078 ad art. 19 LStup). Des rocades ainsi que des tournus sont possibles. Toute contribution à l'acte suffit à la réalisation de l'infraction en bande (Stephan Schlegel/Oliver Jucker, Kommentar BetmG, 4e éd. 2016, n° 208 ad art. 19 LStup), étant relevé qu’il n'est pas nécessaire que tous les membres de la bande aient participé ou soient censés participer à toutes les infractions (Marcel Alexander Niggli/Christof Ried, in: Basler Kommentar Strafrecht II, 4e éd. 2019, n° 131 ad art. 139 CP). En l’espèce et au vu de ce qui précède et des ch. 23 et 26.5-26.7, le prévenu bénéficiait de l’aide efficace et précieuse de plusieurs autres personnes. Le but commun de la bande était de faire fonctionner le trafic à la manière d’un magasin, ouvert quotidiennement, pour assurer la vente à la clientèle de manière constante et conserver cette dernière. Une telle activité ne peut par définition pas être assumée par un trafiquant agissant seul et il est conforme à l’expérience de la vie que la collaboration à développer pour ce faire présente une certaine stabilité et régularité, ne serait-ce que pour des raisons de sécurité.”
“En particulier, il n’est pas exigé qu'une organisation fixe ait été convenue, dans laquelle des rôles fixes et bien précis sont attribués aux différents membres. Il n'est pas non plus nécessaire que les membres de la bande coopèrent en permanence. Il n'est pas non plus nécessaire que tous les membres de la bande se connaissent entre eux, respectivement que chaque membre ait une connaissance concrète de toutes les activités des autres personnes impliquées dans celle-ci, voire de tous les participants. Enfin, tous les participants d'une bande ne doivent pas nécessairement se concerter en même temps. Une bande peut se former par des accords successifs et d'autres participants peuvent également se joindre à la bande au fil du temps (Gustav Hug-Beeli, Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 2016, n° 1072-1078 ad art. 19 LStup). Des rocades ainsi que des tournus sont possibles. Toute contribution à l'acte suffit à la réalisation de l'infraction en bande (Stephan Schlegel/Oliver Jucker, Kommentar BetmG, 4e éd. 2016, n° 208 ad art. 19 LStup), étant relevé qu’il n'est pas nécessaire que tous les membres de la bande aient participé ou soient censés participer à toutes les infractions (Marcel Alexander Niggli/Christof Ried, in: Basler Kommentar Strafrecht II, 4e éd. 2019, n° 131 ad art. 139 CP). En l’espèce et au vu de ce qui précède et des ch. 23 et 26.5-26.7, le prévenu bénéficiait de l’aide efficace et précieuse de plusieurs autres personnes. Le but commun de la bande était de faire fonctionner le trafic à la manière d’un magasin, ouvert quotidiennement, pour assurer la vente à la clientèle de manière constante et conserver cette dernière. Une telle activité ne peut par définition pas être assumée par un trafiquant agissant seul et il est conforme à l’expérience de la vie que la collaboration à développer pour ce faire présente une certaine stabilité et régularité, ne serait-ce que pour des raisons de sécurité. C’est ainsi que l’adresse en question a prospéré, s’est pérennisée et est devenue une référence dans le milieu des stupéfiants.”
“A., Zürich 2022, Art. 19 BetmG N 206 m.w.H.), was vorliegend durch die Bildung eines festen Teams durch den Beschuldigten und E._____ mit durchdachter Aufgabenteilung (s. vorstehend unter E. 3). ohne Weiteres gegeben ist. Auch ist aus dieser Organi- sationsform, der Aufgabenteilung, der durchgeführten Drogendeals und insbeson- dere auch der involvierten erheblichen Drogenmenge ferner klar der Wille, inskünf- tig zur Verübung mehrerer selbstständiger, im Einzelnen möglicherweise noch un- bestimmter Straftaten zusammenzuwirken, erkennbar, wobei für die Verwirklichung - 36 - der Bandenmässigkeit jeder Tatbeitrag genügt (Urteil des Bundesgerichtes BGer 6S. 398/2006 v.”
“Die Beteiligung an einer Bande lässt Abstufungen nach dem Tatinteresse und dem Tateinfluss zu. Auch in einer Bande kann eine Rangordnung der Mitglieder bestehen. Mitglied einer Bande kann auch sein, wem nach der Bandenabrede nur Aufgaben zufallen, die sich bei wertender Betrachtung als Gehilfentätigkeit darstellen. Gerade bei einem bandenmässig verübten Betäubungsmitteldelikt leisten die Bandenmitglieder oft recht unterschiedliche Tatbeiträge. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist es nicht notwendig, dass die Bandenmitglieder ständig zusammenwirken. Es ist nicht erforderlich, dass sämtliche Bandenmitglieder sich kennen. Es reicht aus, wenn der Täter den Willen hat, mit einer anderen Person Betäubungsmitteldelikte zu begehen. Gerade im internationalen Drogenhandel wird darauf geachtet, dass die Bandenmitglieder anonym bleiben, damit ein Mitglied bei einer Festnahme nicht in der Lage ist, Auskunft über die Struktur der Bande zu geben (vgl. GUSTAV HUG-BEELI, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 2016, N. 1075 ff. zu Art. 19 BetmG). Der Beschwerdeführer trägt vor, er habe nicht mit den Bandenmitgliedern B.________ und C.________ zusammengearbeitet. Diese seien bereits in Haft gewesen, als er aktiv gewesen sei. Dem hält die Vorinstanz schlüssig entgegen, dass die gemeinsame Begehung der Straftaten keine Voraussetzung der Bandenmässigkeit ist. Ein selbständiges Handeln der Bandenmitglieder im Rahmen des Vereinigungsziels genügt. Die Vorinstanz weist auf die Aussage des Beschwerdeführers hin, wonach er nicht gewusst habe, wer vor oder nach ihm seine Stelle besetzt habe. Damit bestätige er, dass er einer hierarchisch aufgebauten Bande angehört habe. Der Beschwerdeführer habe betont, er und der Konsument hätten ihre Telefonnummern gegenseitig nicht gekannt. Die Bestellungen seien über einen Hintermann in U.________ gelaufen. Daraus zieht die Vorinstanz folgerichtig den Schluss, dass die Organisation von U.________ aus die Bestellungen der Konsumenten entgegengenommen und an Lieferanten wie den Beschwerdeführer weitergeleitet habe.”
“Vielmehr ist gerade für den bandenmässigen Drogenhandel geradezu typisch, dass konkrete Aktivitäten wie Bestellungen, Lieferungen, Kurierfahrten, Geldübergaben und vielfältige Handlungen zur Koordination der Beteiligten nur von Einzelpersonen durchgeführt werden, damit das Risiko vermindert und ökonomisch vorgegangen werden kann (Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 BetmG N 1076). Ob zwischen den Bandenmitgliedern besondere persönliche Beziehungen bestehen oder nicht, ist für den Begriff der Bande unerheblich. Ebenso wenig ist es erforderlich, dass sämtliche Bandenmitglieder sich untereinander kennen, oder dass jedes einzelne Mitglied der Bande konkrete Kenntnis von allen Aktivitäten anderer oder gar sämtlicher Beteiligter hat. Es reicht aus, wenn der Täter den Willen hat, mit einer anderen Person künftig Betäubungsmitteldelikte zu begehen. Gerade im internationalen Drogenhandel wird besonders darauf geachtet, dass die Bandenmitglieder möglichst anonym bleiben, damit bei einer Festnahme eines Mitgliedes dieses gar nicht in der Lage ist, Auskunft über die Bandenstruktur und die Bandenmitglieder zu geben (Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 BetmG N 1077, mit Hinweisen).”
“Theoretische Grundlagen zur Bandenmässigkeit Für die theoretischen Grundlagen kann vorab auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 1158; S. 42 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). Ergänzend bzw. teilweise wiederholend ist auf Folgendes hinzuweisen: Das Betäubungsmittelgesetz definiert den Begriff der „Bande“ nicht gesetzesauto-nom. Nach Lehre und Rechtsprechung kann daher der im allgemeinen Strafrecht verwendete Begriff der Bande übernommen, mithin zur Begriffsumschreibung der bandenmässigen Verübung die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum bandenmässigen Diebstahl und Raub sowie zur bandenmässigen Geldwäscherei herangezogen werden (Hug-Beeli, in: Basler Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 1. Aufl. 2016, N. 1059 zu Art. 19 BetmG, mit weiteren Hinweisen). Auf den Bereich der Drogendelikte übertragen bedeutet dies, dass als Bande der Zusammenschluss von zwei oder mehreren Personen für längere oder kürzere Zeit aufgrund eines gemeinsamen, im Voraus gefassten Tatentschlusses zum gemeinsamen Tätigwerden auf dem Gebiet der Drogendelikte zu bezeichnen ist. Ist eine solche Bandenmitgliedschaft ausgewiesen, genügt für die bandenmässige Begehung jeder Tatbeitrag. Auf die Funktion des Mitgliedes innerhalb der Bande kommt es nicht an, weshalb hinsichtlich dieser Tatbeiträge stets Mittäterschaft gegeben ist. Entscheidend ist nur, dass das Mitglied beim einzelnen – sei es zum Voraus genau („generalstabsmässig“) geplanten oder aber improvisierten – Delikt in Erfüllung der ihm zugedachten Aufgabe mitgewirkt hat, wozu jede bewusste Unterstützung der Mitbeteiligten bei Entschliessung, Planung, Vorbereitung oder Durchführung des Delikts genügt (Urteil des Bundesgerichts 6S.398/2006 vom 02. November 2006; Hug-Beeli, a.a.O., N. 1074 zu Art.”
“Una banda può essere costituita già dall’unione di due persone, a condizione che vi siano determinati elementi di organizzazione (ad esempio, la ripartizione di ruoli o compiti) che vanno oltre quelli della semplice correità o che l’intensità della collaborazione raggiunga una misura tale per cui si possa parlare di una squadra con un certo grado di affiatamento e stabile (“von einem fest verbundenen und stabilen Team gesprochen werden kann”), anche se la sua durata si è eventualmente protratta soltanto per un lasso di tempo breve (DTF 135 IV 158 consid. 2 e 3; 124 IV 86 consid. 2b). Una certa gerarchia non è inusuale in una banda, anzi proprio il contrario; e anche chi riveste un ruolo di mero esecutore ne è considerato membro (STF 6S.398/2006 del 2 novembre 2006 consid. 1.2). Dal punto di vista soggettivo occorre che l’autore conosca e voglia la realizzazione delle circostanze di fatto che portano il giudice a concludere per la presenza di una banda (DTF 124 IV 86 consid. 2b). Un accordo esplicito, come già accennato, non è necessario. Per la realizzazione del concetto di banda è sufficiente ogni apporto alla commissione del reato (Fingerhuth/Schlegel/Jucker, BetmG Kommentar, Betäubungsmittelgesetz mit weiteren Erlassen, 2016, ad art. 19 LStup n. 208). 27. Le quantità di eroina che, come accertato nei considerandi precedenti, vengono attribuite a AP1, fossero anche prese singolarmente, superano di gran lunga la soglia di 12 grammi di sostanza pura posta dalla giurisprudenza federale per ritenere il caso grave. Egli ha inoltre senza dubbio agito intenzionalmente ed è pertanto autore colpevole di infrazione aggravata ai sensi dell’art. 19 cpv. 2 lett. a LStup. L’imputato ha inoltre agito quale membro di una banda costituitasi per esercitare sistematicamente il traffico illecito di stupefacenti, e ciò in piena consapevolezza e con altrettanta volontà, ed è pertanto autore colpevole di infrazione aggravata anche ai sensi dell’art. 19 cpv. 2 lett. b LStup. Si annota peraltro che, allorquando sussiste un motivo per considerare la fattispecie quale infrazione aggravata (come in casu, già solo per il quantitativo), non deve neppure essere esaminato se l'infrazione debba essere ritenuta grave anche per altri motivi (DTF 124 IV 286 consid.”
Wer in eigener Person objektiv und subjektiv sämtliche Merkmale eines in Art. 19 Abs. 1 BetmG umschriebenen Tatbestands erfüllt, ist nach der bundesgerichtlichen Praxis als Täter und nicht als blosser Teilnehmer oder Gehilfe zu qualifizieren und untersteht als solcher der vollen Strafdrohung.
“Die beschwerdeführende Partei hat mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz anzusetzen (BGE 148 IV 205 E. 2.6; 146 IV 297 E. 1.2). Da sich der Beschwerdeführer nicht mit den entsprechenden Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil auseinandersetzt, genügt seine Beschwerdeschrift in diesem Punkt den Begründungsanforderungen nicht, weshalb darauf nicht einzugehen ist (Art. 42 Abs. 2 BGG). Sodann ist seine Behauptung, es bleibe unklar, mit welcher Begründung die Verfahrenstrennung gerechtfertigt sei (Beschwerde S. 9 Ziff. 25), unbegründet. Hierzu hält die Vorinstanz nämlich fest, der Beschwerdeführer habe zur Sache keine Aussagen gemacht und B.________ insofern in keiner Weise belastet. Alsdann hätten sich die beiden auf unterschiedlichen Hierarchiestufen bewegt. Gemäss Lehre und Rechtsprechung würden Akteure verschiedener Hierarchiestufen selbst dann nicht als Mittäter betrachtet, wenn sie tatsächlich bei einzelnen Handlungen miteinander zusammenwirkten. Die sehr weite Fassung der Verbotsmaterie in Art. 19 Abs. 1 BetmG habe zur Folge, dass verschiedene der aufgezählten Handlungen, die zwar den Charakter der Mittäterschaft oder Teilnahme an Drogengeschäften von Drittpersonen aufweisen könnten, als selbständige Straftatbestände eingestuft würden. Wer in solchen Fällen selber alle Merkmale eines Tatbestands erfülle, sei nicht Teilnehmer, sondern Täter. Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO gelange daher hier nicht zur Anwendung. Die getrennte Verfahrensführung sei somit rechtens (Urteil S. 8 f. E. 4.2.3).”
“oder durch gewerbsmässigen Handel einen grossen Umsatz oder einen erheblichen Gewinn erzielt (lit. c). Die strafbaren Vorbereitungen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG werden durch die Tathandlungen der lit. a–f von Art. 19 Abs. 1 BetmG konsumiert. Wer bspw. straf- bare Anstalten zur Drogeneinfuhr unternimmt und anschliessend den Stoff auch in die Schweiz einführt, wird lediglich nach Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG schuldig ge- sprochen. Die Vorinstanz hat sodann sorgfältig und zutreffend die theoretischen Grundlagen gemäss Lehre und Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Gehil- fenschaft und Mittäterschaft sowie des gewerbs- und bandenmässigen Handeln gemäss Lehre und Rechtsprechung dargetan. Auf diese Ausführungen ist vorab zu verweisen (Urk. 123 S. 86, S. 92 ff., S. 98 ff.). Angesichts der extrem weiten Fassung der Verbotsmaterie in Art. 19 Abs. 1 BetmG ist zu beachten, dass ver- schiedene der aufgezählten verbotenen Handlungen den Charakter der Mittäter- - 58 - schaft oder einer Teilnahme an Drogengeschäften von Drittpersonen aufweisen können, gleichwohl aber als selbstständige Straftatbestände eingestuft sind. Wer in solchen Fällen selber alle Merkmale eines der gesetzlichen Tatbestände objek- tiv wie subjektiv erfüllt, ist – nach der bundesgerichtlichen Praxis – als Täter zu betrachten und untersteht als solcher der vollen Strafdrohung.”
“In zweiter Linie ist ein Aktenbeizug auch geboten, wenn sich aus dem jeweils anderen Strafverfahren entlastende Momen- te ergeben, die nicht bereits aus den Akten im eigenen Strafverfahren hervor- gehen. Ebenso, wenn Aktenstücke aus anderen Verfahren bereits in Kopie bei- gezogen wurden. Straftaten werden gemeinsam verfolgt und beurteilt, wenn Mittäterschaft oder Teilnahme vorliegt (Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO). Ist diese Voraussetzung gegeben, besteht selbstredend auch Anspruch auf Einsicht in alle Verfahrensakten aller Mitbeschuldigten im selben Verfahren. Bei Betäubungs- mitteldelikten handelt es sich zwar um Delikte, die sich typischerweise durch Arbeitsteilung auszeichnen und von mehreren Personen in unterschiedlichen Rollen gemeinsam begangen werden (A LBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19 - 28 BetmG], 3. Aufl. 2016, Art. 19 N 148 m.w.H.). Angesichts der extrem weiten Fassung der Verbotsmaterie in Art. 19 Abs. 1 BetmG ist jedoch zu beachten, dass verschiedene der aufgezählten ver- botenen Handlungen den Charakter der Mittäterschaft oder einer Teilnahme an Drogengeschäften von Drittpersonen aufweisen können, gleichwohl aber als selbständige Straftatbestände einzustufen sind (A LBRECHT, a.a.O, Art. 19 N 149; Urteil des Bundesgerichts 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 E. 1.2.2). Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt demnach als Täter und unter- steht als solcher der vollen Strafdrohung, wer in eigener Person alle Merkmale eines in Art. 19 Abs. 1 BetmG umschriebenen Tatbestandes objektiv und subjek- tiv erfüllt (BGE 142 IV 401 E. 3.3.2; BGE 133 IV 187 E. 3.2; BGE 119 IV 266 E. 3a; BGE 118 IV 397 E. 2c; BGE 106 IV 72 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts - 9 - 6B_1026/2017 vom 1. Juni 2018 E. 1.2.2). Sodann macht auch ein allfälliges Unterordnungsverhältnis einen Täter rechtlich nicht zum Gehilfen (BGE 133 IV 187 E.”
Begeht derselbe Täter mehrere der in Art. 19 genannten Handlungen kumulativ, werden diese in der Praxis regelmässig nicht als mehrere selbständige Delikte, sondern als eine einheitliche Tat behandelt; für die Einordnung nach Abs. 1 oder 2 ist die insgesamt in Betracht kommende Menge massgeblich.
“________ transportait lors des trajets en voiture, cet élément n’est pas déterminant en l’occurrence puisqu’il savait qu’il transportait de la drogue et que les quantités retenues restent faibles et ne pouvaient que correspondre à ce qu’il imaginait transporter. Partant, c’est à juste titre que le Tribunal a retenu que l’appelant a agi comme coauteur de l'infraction en cause et non comme un simple complice. 5. Il convient cependant de corriger d’office le verdict de culpabilité du prévenu. En effet, si l'auteur a accompli plusieurs des actes énumérés à l'art. 19 LStup, on considère, sans appliquer les règles sur le concours, qu'il s'agit d'une seule infraction, jugée en application de l’alinéa premier ou second de l'art. 19 LStup, selon que la quantité globale de drogue en cause est ou non de nature à mettre en danger la santé de nombreuses personnes (ATF 112 IV 109 ; ATF 110 IV 99 consid. 3 ; arrêt TC FR 501 2020 29 du 19 octobre 2020 consid. 2.3. ; arrêt TC FR 501 2020 27 du 25 novembre 2020 consid. 2.5. ; Corboz, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3e éd., 2010, art. 19 LStup n° 145). Partant, pour l’ensemble des faits retenus à la charge de A.________, soit la vente de 54 grammes de cocaïne brute à un taux de pureté de 45%, ce qui fait 24.3 grammes purs, et le transport de 16 grammes de cocaïne brute à un taux de pureté de 45%, ce qui fait 7.2 grammes purs, il doit être reconnu coupable de crime contre la LStup au sens de l’art. 19 al. 1 let. b et c et al. 2 let. b LStup, et non pas de délit et de crime à la LStup, comme l’a retenu le Tribunal. 6. La culpabilité de l’appelant est confirmée en appel. L’appelant critique la quotité de la peine uniquement comme conséquence de la requalification juridique demandée et non pas à titre indépendant (cf. déclaration d’appel, p. 9). La Cour n’est ainsi pas tenue de revoir la peine prononcée par le premier juge à titre indépendant, à défaut de conclusion subsidiaire (cf. arrêt TF 6B_419/2014 du 9 janvier 2015 consid. 2.3). Au demeurant, il ne ressort pas du dossier que la fixation de la peine, telle qu’opérée par le Tribunal, apparaîtrait comme illégale ou inéquitable (art.”
In Verfahren nach Art. 19 Abs. 1 BetmG können formelle Mängel in Strafbefehlen oder Verfahrensakten — etwa die fehlende Zustellung an den Verteidiger oder unzureichende Angaben in einem Beschlagnahmebefehl zu Objekt, Zweck oder Konnex — als Verfahrensmangel gerügt bzw. angefochten werden.
“Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat erliess am 7. Oktober 2020 einen Strafbefehl gegen den Gesuchsgegner wegen eines Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG und bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu CHF 30.-- sowie einer Busse in Höhe von CHF 300.--. Der Strafbefehl wurde dem Gesuchsgegner am 20. Oktober 2020 zugestellt (Urk. 2/D1/12). Eine Zustellung an den Verteidiger des Gesuchsgegners erfolgte nicht, zumal dieser weder im Rubrum noch im Mitteilungssatz des Strafbefehls erwähnt wurde.”
“Die Beschlagnahme vom 29. Januar 2021 wurde von der Staatsanwaltschaft zuerst mündlich angeordnet und gleichentags schriftlich bestätigt. Dies ist gestützt auf Art. 263 Abs. 2 Satz 2 StPO und mit Blick auf die Dringlichkeit der Durchsuchung nicht zu beanstanden (vgl. zu dieser Frage oben, E. 3.2). Der schriftliche Befehl enthält zwar die Personalien des Beschuldigten, den Tatbestand (Art. 19 Abs. 1 BetmG) und eine Rechtsmittelbelehrung. Bezüglich des Objekts der Beschlagnahme, dessen Zweck und die anwendbare Gesetzesbestimmung ist dem Beschlagnahmebefehl hingegen unter Hinweis auf Art. 263 Bst. b StPO einzig zu entnehmen, dass die Vermögenswerte zur Sicherstellung von Verfahrenskosten gebraucht werden («les valeurs patrimoniales serviront à garantir les frais»), was zum einen zumindest bezüglich der sichergestellten Betäubungsmittel und Installationen offensichtlich falsch ist und zum andern nicht dem Wortlaut von Art. 263 Abs. 1 Bst. b StPO entspricht. Eine weitere Begründung oder gar der mutmassliche Konnex zwischen dem Delikt und dem Beschlagnahmeobjekt lässt sich der Beschlagnahmeverfügung vom 29. Januar 2021 nicht entnehmen. Die Rüge erscheint offensichtlich begründet.”
Bei sehr geringfügigem Abgabeverhalten (kleine Mengen, Gefälligkeiten) kann das Tatverschulden als leicht eingestuft werden; dies wird in der Praxis zu milderen Sanktionen führen, etwa zu einer Geldstrafe mit wenigen Tagessätzen oder zu einer kurzen Freiheitsstrafe.
“(Asperation) Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Die abgegebenen Betäubungsmittelmengen sind klein. Der Beschuldigte erzielte auch keinen Erlös daraus. Die objektive Tatschwere ist leicht. Ebenso die subjek- tive Tatschwere, handelte es sich doch einzig um eine Gefälligkeitsleistung zu- gunsten eines Bekannten. Das Tatverschulden ist leicht. Eine Erhöhung der Ein- satzstrafe um 3 Tage erscheint angemessen.”
“Geldstrafe für die Widerhandlung gegen das BetmG Art. 19 Abs. 1 BetmG schützt die Gesundheit anderer Menschen. Die VBRS-Richtlinien sehen für den Drogenhandel mit bis zu fünf Gramm Kokaingemisch eine Strafe von 30 Strafeinheiten vor (S. 26). Gemäss rechtskräftigem Schuldspruch der Vorinstanz gab E.________ dem Straf- und Zivilkläger ein wenig Kokain zum Probieren – er verkaufte ihm dieses mithin nicht. Das Verschulden E.________'s wiegt – wie die Vorinstanz zurecht erwog – somit deutlich geringer als dasjenige des Täters im Referenzsachverhalt. Die von der Vorinstanz auf acht Tagessätze festgesetzte Geldstrafe erscheint verschuldensangemessen (zum Ganzen S. 56 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 994). Die Täterkomponenten sind mit Verweis auf die voranstehenden Ausführungen unter Erwägung”
“August 2021 ausgefällten Geldstrafe nicht merklich beeindrucken liess. Vor diesem Hin- - 16 - tergrund bestehen erhebliche Zweifel an der künftigen Bewährung des Beschul- digten. Dem steht gegenüber, dass die Vorstrafe vom 18. April 2018, deren Wider- ruf in Frage steht, bereits mehr als sechs Jahre zurückliegt und nicht einschlägig ist. Zur Schwere der neu zu beurteilenden Tat kann auf die vorstehenden Erwä- gungen zur Strafzumessung verwiesen werden (vgl. E. IV.2.). An dieser Stelle ist nochmals hervorzuheben, dass sich das strafbare Verhalten des Beschuldigten auf die Lagerung von qualitativ schlechtem Marihuana beschränkte, woraus er keinen eigenen Nutzen zog. Handlungsanleitend war vielmehr, dass er seinem Geschäftsnachbarn einen Gefallen erweisen wollte, wobei er in Kauf nahm, dass in der Kartonschachtel THC-haltiges Hanf enthalten sein könnte. Direktvorsätzli- ches Handeln kann ihm dagegen nicht vorgeworfen werden. Angesichts der gros- sen Bandbreite von Delikten, die unter den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG fallen können, erscheint die vom Beschuldigten verübte Tat noch geringfü- gig und wiegt sein Verschulden entsprechend leicht. Zu berücksichtigen ist weiter, dass der Beschuldigte die 14 Monate Freiheitsstrafe gemäss Urteil des Bezirksge- richts Baden vom 18. April 2018 nicht in Halbgefangenschaft oder mittels Electro- nic Monitoring vollziehen könnte (vgl. Art. 77b Abs. 1 und Art. 79b Abs. 1 StGB). Der Widerruf der genannten Vorstrafe hätte somit zur Folge, dass er aus den vor- stehend dargelegten, gefestigten Verhältnissen (vgl. E. IV.3”
Wenn Menge, hoher Reinheitsgrad oder die Aufteilung in viele Einzelmengen auf einen Verkauf oder eine Weitergabe schliessen lassen, kann daraus regelmässig auf das erforderliche subjektive Wissen geschlossen werden, dass durch die Widerhandlung die Gesundheit vieler Menschen gefährdet werden kann. Objektive Gefährdung und subjektives Wissen müssen kumulativ vorliegen.
“Dem Beschuldigten dürften sodann die ungefähre Menge und der Reinheitsgrad des auf sich getragenen Kokains bekannt gewesen sein. Jedenfalls war ihm aufgrund seiner früher erlangten Kenntnisse im Drogenhandel zweifelsohne bewusst, dass es sich vorliegend um eine grössere Drogenmenge handeln musste; ansonsten wäre er wohl kaum der Polizeikontrolle entflohen und hätte sich den Drogen entledigt. Angesichts dessen musste dem Beschuldigten auch klar sein, dass die erhebliche Gesamtmenge an Drogen geeignet war, die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr zu bringen. Dies umso mehr, als das Kokain bereits in mind. 114 Einzelmengen für den Verkauf abgepackt war. Entsprechend ist auch der subjektive Tatbestand der mengenmässigen Qualifikation erfüllt. Rechtfertigungs- und/oder Schuldausschliessungsgründe sind nicht ersichtlich und wurden auch nicht geltend gemacht. Der Beschuldigte hat sich somit der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a i.V. m. Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig gemacht.”
“g reines Kokain) zum Preis von Fr. 3'000.– übernommen, welches er zuvor ausdrücklich bestellt habe. Dieses Kokain habe der Beschuldigte wissentlich und willentlich erworben, um es einer unbekannten Viel- zahl von Personen, insbesondere an einer bevorstehenden Geburtstagsfeier, zu- gänglich zu machen. Dem Beschuldigten wird dabei in subjektiver Hinsicht weiter vorgeworfen, dass er beim Kauf um die Art, Qualität und Menge gewusst habe bzw. dass er diese Para- meter zumindest in Kauf genommen habe. Darüber hinaus habe der Beschuldigte auch um die Gefahren des von ihm geplanten In-Umlauf-Setzens des Kokain- gemischs in dieser Menge gewusst. Er habe über die weitere Verwendung keine konkreten Kenntnisse gehabt. Er habe indes gewusst und auch gewollt oder aber in Kauf genommen, dass eine Vielzahl von Menschen dabei gefährdet würde (Ge- fahr einer Abhängigkeit, Gefahr einer gesundheitlichen Schädigung). 1.2.Nach Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG macht sich strafbar, wer Betäubungsmittel (u.a.) unbefugt erwirbt. Eine qualifizierte Wiederhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass die - 9 - Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Ge- fahr bringen kann. Die Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG ist als ab- straktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (BGE 118 IV 200 E. 3f). 1.3.In objektiver Hinsicht ist vom Beschuldigten eingeräumt worden (vgl. Urk. 2/5 F/A 23 ff., 42 ff.; Urk. 3/2 F/A 7 ff.; nach anfänglichem Bestreiten: Urk. 2/1 F/A 3 ff.; Urk. 3/1 F/A 4 ff.) und auch vom Untersuchungsergebnis gedeckt (Urk. 1/1–5; Urk. 1/6/2 und Urk. 1/6/4), dass er wie eingeklagt das Kokaingemisch bei B._____ erwarb (so bereits die Vorinstanz in Urk. 32 E. II/2.1 S. 4; Urk. 50 Rz 5 S. 5). Dass ein Erwerb im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG vorliegt, steht damit fest. Bestritten vom Beschuldigten ist auch im Berufungsverfahren, dass er wusste oder auch nur hätte annehmen müssen, dass er mit seinem Kauf mittelbar oder unmit- telbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr hätte bringen können (vgl.”
“Allein durch den Besitz der Betäubungsmittel könne vorliegend weder in objektiver noch subjektiver Hinsicht auf eine unmittelbare oder mittelbare Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen i.S.v. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG geschlossen werden. Die zutreffende Feststellung der Vorinstanz, wonach der Berufungskläger ausschliesslich B____ mit den Betäubungsmitteln beliefert habe, stehe einer unmittelbaren Gesundheitsgefährdung vieler Menschen entgegen. Aus dem Umstand, dass gegen B____ kein Verfahren wegen eines Verbrechens gegen das BetmG eingeleitet worden sei, müsse zumindest in dubio geschlossen werden, dass auch eine mittelbare Gesundheitsgefährdung vieler Menschen nicht gegeben sei. Ausserdem enthalte das erstinstanzliche Urteil keinerlei Ausführungen dazu, inwiefern er gewusst habe oder hätte annehmen müssen, mit der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz die Gesundheit vieler Menschen mittelbar oder unmittelbar zu gefährden (Berufungsbegründung S. 4 ff., Akten S. 2396 ff.). 2.2.3 Rechtliche Grundlagen 2.2.3.1 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer Betäubungsmittel unter anderem unbefugt lagert oder befördert (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG), veräussert, verordnet, auf andere Weise einem andern verschafft oder in Verkehr bringt (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), unbefugt besitzt oder aufbewahrt (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) sowie Anstalten zu einer solchen Widerhandlung trifft (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG). Der Täter wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr womit eine Geldstrafe verbunden werden kann bestraft, wenn er weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). 2.2.3.2 In objektiver Hinsicht verlangt der Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1; BGer 6B_894/2020 vom 26. November 2020 E. 1.1, je mit Hinweisen). Eine Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen liegt bei einer Kokainmenge von 18 Gramm bzw.”
“Anerkanntermassen hortete er nämlich das Kokain auch diesfalls nicht für den Eigenkonsum und musste als Depothalter für einen Dritten zumindest ernsthaft damit rechnen, dass er eine solch hohe Menge an Betäubungsmitteln zwecks späterer Weitergabe an Dritte zur Verfügung hält. Damit beteiligte er sich - 17 - aber bereits mit seiner Aufbewahrung in massgeblicher Weise an einem abstrakten Gefährdungsdelikt, unabhängig davon, inwiefern er die Drogen selber in Umlauf brachte bzw. hätte bringen wollen. Bezeichnenderweise lag dem vom Verteidiger vorinstanzlich angeführten Bundesgerichtsentscheid (Urk. 24 S. 14 f.) denn auch eine andere Konstellation zu Grunde, indem dort die Weitergabe an eine süchtige Bezugsperson zur Disposition stand und dabei die Gewissheit herrschte, dass die Betäubungsmittel nicht weiter in Umlauf gesetzt würden, weshalb die abstrakte Gefahr, dass der Stoff in die Hände unbestimmt vieler Personen gelangen könnte, vernachlässigbar war (vgl. BGE 120 IV 334, E. 2.b). Diese Überlegungen führen mithin zum Schuldspruch wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG.”