5 commentaries
Die konkrete Distanz zur nächsten Querung (im vorliegenden Fall: Fussgängerstreifen ca. 27 m entfernt) kann für die Beurteilung, ob eine Strassenreklame «in unmittelbarer Nähe» eines Signals bzw. einer Querung liegt und damit nach Art. 97 Abs. 1 SSV zu verbieten ist, relevant sein und ist im Einzelfall zu prüfen.
“Vorab kann festgehalten werden, dass der B.________ die lichte Breite gemäss Art. 83 Abs. 3 SG einhält.[28] Ein Fall von Art. 96 Abs. 2 Bst. a SSV liegt damit nicht vor. Ebenso wenig befindet sich die Strassenreklame auf der Fahrbahn, in einem Tunnel oder einer Unterführung und enthält auch keine Signale oder wegweisende Elemente (vgl. Art. 96 Abs. 2 Bst. b bis d SSV). Zudem ist die Reklame nicht an einem Signal oder in dessen unmittelbarer Nähe geplant (vgl. Art. 97 Abs. 1 SSV). Ca. 27 m nach der Reklametafel befindet sich ein Fussgängerstreifen. Daher umstritten und zu prüfen ist, ob der B.________ die Verkehrssicherheit beeinträchtigen könnte, indem er das Erkennen anderer Verkehrsteilnehmender erschwert (vgl. Art. 96 Abs. 1 Bst. a SSV).”
Werbung, die an Signaltafeln angebracht wird, fällt nach der Rechtsprechung unter das Bundesrecht (Art. 95 ff. SSV/OSR); in diesen Fällen ist die Anwendung kantonalen Reklamerechts ausgeschlossen.
“Les points de la décision attaquée qui n'ont pas été remis en cause dans le recours au Tribunal fédéral, ceux qui ne l'ont pas été valablement et ceux sur lesquels le recours a été écarté sont ainsi définitivement acquis et ne peuvent plus être réexaminés par l'autorité à laquelle la cause est renvoyée (arrêt TF 6B_977/2008 du 5 février 2009 consid. 4.1.1). 1.2. Le Tribunal fédéral a confirmé l’arrêt de la Cour d’appel dans la mesure où il retenait que A.________ était bien la personne qui avait collé les affiches en question les jours en question. Il en a fait de même s’agissant de la question de savoir si les affiches en question constituaient des réclames au sens de la loi fribourgeoise sur les réclames et par conséquent la condamnation prononcée. Il a en revanche constaté que deux des affiches apposées par A.________ l’avaient été sur des panneaux de circulation routière. Le comportement du recourant relevait partant pour ces deux cas de la réclame routière au sens de l’art. 95 al. 1 OSR, interdite par l’art. 97 OSR. Le droit fédéral réglant la matière de manière exhaustive, l’application du droit cantonal était exclue dans ces cas et la condamnation de l’appelant violait le droit fédéral. Dans la mesure où ces cas ont pu influencer la quotité globale de l’amende infligée au recourant ainsi que le montant des frais mis à sa charge, il convenait de renvoyer la cause à l’autorité cantonale afin qu’elle rende une nouvelle décision. Il pourrait en aller de même d’une troisième affiche apposée sur le panneau de parking, la Cour de céans étant invitée à examiner si ce panneau constituait également un signal au sens de l’art. 97 al. 1 OSR. Partant, seuls font encore l’objet de la présente procédure la question de la condamnation pour les trois affiches en question, celle de la fixation de la peine et celle de la répartition des frais. 1.3. Même si le Tribunal fédéral a invité la Cour à compléter au besoin l’instruction de la cause, il faut constater que la production de preuves ou de faits nouveaux poserait problème au regard de l’art.”
Strassenreklamen sind bei Signalen und in ihrer unmittelbaren Nähe untersagt.
“m seitlich zum Fahrbahnrand nicht freihalten (vgl. Art. 96 Abs. 2 Bst. a SSV und Art. 83 Abs. 1 und 3 SG[20]). Dasselbe gilt auch für Strassenreklamen auf der Fahrbahn, ausgenommen in Fussgängerzonen, in Tunneln sowie in Unterführungen ohne Trottoirs und wenn sie Signale oder wegweisende Elemente enthalten (Art. 96 Abs. 2 Bst. b bis d SSV). In den Fällen nach Art. 96 Abs. 2 SSV kommt eine Bewilligung nicht in Frage und es braucht keine Abklärung im Einzelfall, ob die Verkehrssicherheit gefährdet sein könnte.[21] Ebenso untersagt sind Strassenreklamen bei Signalen oder in ihrer unmittelbarer Nähe (Art. 97 Abs. 1 SSV). In den Fällen gemäss Art. 96 Abs. 1 SSV ist einzelfallweise zu prüfen, ob die Strassenreklame die Verkehrssicherheit beeinträchtigen könnte. Art. 96 Abs. 1 Bst. a SSV nennt namentlich den Fall, wenn Strassenreklamen das Erkennen anderer Verkehrsteilnehmer erschweren, wie im näheren Bereich von Fussgängerstreifen, Verzweigungen oder Ausfahrten. Gemäss Ziff. 29 der Norm 20 241 «Querungen für den Fussgänger- und leichten Zweiradverkehr / Fussgängerstreifen» des Schweizerischen Verbandes der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) vom 31. März 2019 ist näher als 20 m vor und nach Fussgängerstreifen auf Strassenreklamen, die sich direkt an den Fahrverkehr richten, zu verzichten, soweit es sich nicht um Ankündigungen mit verkehrserzieherischem Charakter oder unvermeidbare Firmenanschriften handelt.[22] Der Verordnungsgeber hat jedoch darauf verzichtet, den Begriff «im näheren Bereich» in der SSV zu definieren und starre Distanzangaben festzulegen. Das heisst, es kommt jeweils auf die konkreten Umstände des Einzelfalls an.”
“m seitlich zum Fahrbahnrand nicht freihalten (vgl. Art. 96 Abs. 2 Bst. a SSV und Art. 83 Abs. 1 und 3 SG[20]). Dasselbe gilt auch für Strassenreklamen auf der Fahrbahn, ausgenommen in Fussgängerzonen, in Tunneln sowie in Unterführungen ohne Trottoirs und wenn sie Signale oder wegweisende Elemente enthalten (Art. 96 Abs. 2 Bst. b bis d SSV). In den Fällen nach Art. 96 Abs. 2 SSV kommt eine Bewilligung nicht in Frage und es braucht keine Abklärung im Einzelfall, ob die Verkehrssicherheit gefährdet sein könnte.[21] Ebenso untersagt sind Strassenreklamen bei Signalen oder in ihrer unmittelbarer Nähe (Art. 97 Abs. 1 SSV). In den Fällen gemäss Art. 96 Abs. 1 SSV ist einzelfallweise zu prüfen, ob die Strassenreklame die Verkehrssicherheit beeinträchtigen könnte. Art. 96 Abs. 1 Bst. a SSV nennt namentlich den Fall, wenn Strassenreklamen das Erkennen anderer Verkehrsteilnehmer erschweren, wie im näheren Bereich von Fussgängerstreifen, Verzweigungen oder Ausfahrten. Gemäss Ziff. 29 der Norm 20 241 «Querungen für den Fussgänger- und leichten Zweiradverkehr / Fussgängerstreifen» des Schweizerischen Verbandes der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) vom 31. März 2019 ist näher als 20 m vor und nach Fussgängerstreifen auf Strassenreklamen, die sich direkt an den Fahrverkehr richten, zu verzichten, soweit es sich nicht um Ankündigungen mit verkehrserzieherischem Charakter oder unvermeidbare Firmenanschriften handelt.[22] Der Verordnungsgeber hat jedoch darauf verzichtet, den Begriff «im näheren Bereich» in der SSV zu definieren und starre Distanzangaben festzulegen. Das heisst, es kommt jeweils auf die konkreten Umstände des Einzelfalls an.”
Reklamen sind verboten, wenn sie mit Signalen verwechselbar sind oder anderweitig die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, etwa indem sie die Aufmerksamkeit ablenken oder das Erkennen anderer Verkehrsteilnehmender erschweren. Massgeblich ist, ob die Reklame im Wahrnehmungsfeld der Fahrzeuglenker liegt.
“Conformément à l'art. 6 al. 1 LCR, les réclames et autres annonces qui pourraient créer une confusion avec les signaux et les marques ou compromettre d'une autre manière la sécurité de la circulation, par exemple en détournant l'attention des usagers de la route, sont interdites sur les routes ouvertes aux véhicules automobiles ou aux cycles, ainsi qu'à leurs abords. Aux termes de l'art. 95 al. 1 OSR sont considérées comme réclames routières toutes les formes de publicité et autres annonces faites par l'écriture, l'image, la lumière, le son, etc., qui sont situées dans le champ de perception des conducteurs lorsqu'ils vouent leur attention à la circulation. De telles réclames sont interdites sur les signaux ou à leurs abords immédiats (art. 97 al. 1 OSR), sous réserve des exceptions, non pertinentes en l'espèce, prévues par l'al. 2 de ce même article.”
“Vorab kann festgehalten werden, dass der B.________ die lichte Breite gemäss Art. 83 Abs. 3 SG einhält.[28] Ein Fall von Art. 96 Abs. 2 Bst. a SSV liegt damit nicht vor. Ebenso wenig befindet sich die Strassenreklame auf der Fahrbahn, in einem Tunnel oder einer Unterführung und enthält auch keine Signale oder wegweisende Elemente (vgl. Art. 96 Abs. 2 Bst. b bis d SSV). Zudem ist die Reklame nicht an einem Signal oder in dessen unmittelbarer Nähe geplant (vgl. Art. 97 Abs. 1 SSV). Ca. 27 m nach der Reklametafel befindet sich ein Fussgängerstreifen. Daher umstritten und zu prüfen ist, ob der B.________ die Verkehrssicherheit beeinträchtigen könnte, indem er das Erkennen anderer Verkehrsteilnehmender erschwert (vgl. Art. 96 Abs. 1 Bst. a SSV).”
Ist zu klären, ob ein Verkehrszeichen bzw. eine Signaltafel (z. B. Parktafel oder andere Verkehrszeichen) als «Signal» i.S.v. Art. 97 Abs. 1 SSV/OSR zu qualifizieren ist. Wird dies bejaht, fällt das Verhalten unter das Verbot der Strassenreklame nach Art. 97 Abs. 1 SSV/OSR; in diesem Fall regelt das Bundesrecht die Materie abschliessend, sodass kantonale Strafbestimmungen bzw. kantonale Bewilligungen nicht an deren Stelle treten können.
“Il en a fait de même s’agissant de la question de savoir si les affiches en question constituaient des réclames au sens de la loi fribourgeoise sur les réclames et par conséquent la condamnation prononcée. Il a en revanche constaté que deux des affiches apposées par A.________ l’avaient été sur des panneaux de circulation routière. Le comportement du recourant relevait partant pour ces deux cas de la réclame routière au sens de l’art. 95 al. 1 OSR, interdite par l’art. 97 OSR. Le droit fédéral réglant la matière de manière exhaustive, l’application du droit cantonal était exclue dans ces cas et la condamnation de l’appelant violait le droit fédéral. Dans la mesure où ces cas ont pu influencer la quotité globale de l’amende infligée au recourant ainsi que le montant des frais mis à sa charge, il convenait de renvoyer la cause à l’autorité cantonale afin qu’elle rende une nouvelle décision. Il pourrait en aller de même d’une troisième affiche apposée sur le panneau de parking, la Cour de céans étant invitée à examiner si ce panneau constituait également un signal au sens de l’art. 97 al. 1 OSR. Partant, seuls font encore l’objet de la présente procédure la question de la condamnation pour les trois affiches en question, celle de la fixation de la peine et celle de la répartition des frais. 1.3. Même si le Tribunal fédéral a invité la Cour à compléter au besoin l’instruction de la cause, il faut constater que la production de preuves ou de faits nouveaux poserait problème au regard de l’art. 398 al. 4 CPP, s’agissant d’un appel restreint. Quoi qu’il en soit, il ne serait pas possible de récolter plus d’informations utiles que celles figurant dans le rapport de police, les faits datant de près de 3 ans déjà et la configuration des lieux ayant au demeurant pu être modifiée de telle sorte que la Cour renonce à compléter l’instruction. 1.4. Une requalification juridique d’une contravention de droit cantonal, pour laquelle le CPP ne s’applique qu’à titre de droit cantonal supplétif, en contravention de droit fédéral n’étant de toute manière pas possible sur la base de l’art. 344 CPP (arrêt TF 6B_1295/2020 du 26 mai 2021, consid.”
“En l'espèce, il ressort de la décision cantonale que deux affiches retrouvées le 24 septembre 2018 étaient apposées sur des panneaux de signalisation. Le rapport de gendarmerie du 30 septembre 2018 indique, en sus, qu'une affiche aurait été posée sur le panneau d'un parking (dossier cantonal 50 218 392). Les autorités cantonales ont certes fondé la contrariété au droit cantonal sur le fait que le recourant avait agi sans autorisation et avait collé ses tracts à des emplacements non prévus à cet effet (cf. art. 5 al. 1 let. a LRec/FR). Toutefois, dès lors que ces affiches ont été posées sur des panneaux de signalisation routière, le comportement du recourant relevait de la réclame routière au sens de l'art. 95 al. 1 OSR, interdite par l'art. 97 al. 1 OSR. Par ailleurs, dans la mesure où il est patent qu'aucune autorisation de droit cantonal ne pourrait être délivrée pour apposer des affiches sur des panneaux de signalisation et où aucun panneau de signalisation ne pourrait non plus constituer un emplacement prévu pour la pose de publicité, force est de constater que le droit fédéral règle la matière de manière exhaustive, ce qui exclut l'application du droit pénal cantonal. Il s'ensuit que dans ces cas, la condamnation du recourant en application du droit cantonal viole le droit fédéral. Dans la mesure où ces cas ont pu influencer la quotité globale de l'amende infligée au recourant ainsi que le montant des frais mis à sa charge, il convient de renvoyer la cause à l'autorité cantonale afin qu'elle rende une nouvelle décision. Elle examinera, en particulier, si le " panneau de parking " constituait également un signal au sens de l'art. 97 al. 1 OSR et plus généralement, si les placards du recourant se trouvaient dans le champ de perception des conducteurs vouant leur attention à la circulation au sens de l'art.”
Utilisez la page actuelle comme contexte pour rechercher, résumer, comparer ou rédiger.