Introdotto dal n. I dell’O del 6 ott. 1997 (RU 1997 2374). Abrogato dal n. 2 dell’all. all’O del 9 nov. 2016, con effetto dal 1° gen. 2017 (RU 2016 4393). ↩
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Betriebsbesuche lösen, wenn Verstösse festgestellt werden, eine Ermahnung und damit ein formelles Durchführungsverfahren nach Art. 61 VUV aus.
“Art. 60 - 63 VUV regeln die Kontrolle durch die Durchführungsorgane. Die Kontrolltätigkeit umfasst die Beratung (Art. 60 VUV), die Betriebsbesuche und Befragungen (Art. 61 VUV) sowie die Ermahnung (Art. 62 VUV) des Arbeitgebers. Ausserdem müssen die Durchführungsorgane auf Anzeige (Art. 63 VUV) hin tätig werden. Gemäss Art. 62 Abs. 1 VUV macht das zuständige Durchführungsorgan den Arbeitgeber darauf aufmerksam und setzt ihm eine angemessene Frist zur Einhaltung der Vorschrift, wenn sich aufgrund eines Betriebsbesuches herausstellt, dass Vorschriften über die Arbeitssicherheit verletzt worden sind. Diese Ermahnung ist dem Arbeitgeber schriftlich zu bestätigen. Sie markiert den Beginn des Durchführungsverfahrens (Roger andres, Die Normen der Arbeitssicherheit, Diss. 2016, N 753, 791). Wird der Ermahnung keine Folge geleistet, so ordnet das zuständige Durchführungsorgan, nach Anhörung des Arbeitgebers und der unmittelbar betroffenen Arbeitnehmer, die erforderlichen Massnahmen durch Verfügung an und setzt dem Arbeitgeber eine angemessene Frist zum Vollzug (Art. 64 Abs. 1 VUV). In dringenden Fällen ist die Verfügung ohne vorgängige Ermahnung zu erlassen (vgl. Art.”
Bei wiederholten Mängelfeststellungen bzw. Verstößen in Bauprojekten wird zunächst häufig ein Warnungs-/Feststellungsverfahren geführt; Sanktionen wie Prämienerhöhungen werden in der Praxis erst nach wiederholten (typischerweise drei) Verwarnungen geprüft.
“Si aucune suite n'est donnée à un avertissement, l'organe d'exécution compétent, après avoir entendu l'employeur et les travailleurs directement intéressés, ordonne les mesures nécessaires par la voie d'une décision et fixe à l'employeur un délai convenable pour les exécuter (art. 64 al.1 OPA). Selon les art. 92 al. 3 LAA et 66 OPA, une entreprise peut être classée dans un degré plus élevé du tarif des primes (augmentation de prime) lorsque l'employeur ne donne pas suite à une décision exécutoire ou s'il contrevient aux prescriptions sur la sécurité au travail. 3.4.2 Afin d'assurer une application uniforme des prescriptions sur la prévention des accidents, la Commission fédérale de coordination pour la sécurité au travail (ci-après : la CFST) a édicté les règles de procédure applicables en matière de sécurité au travail (art. 85 al. 2, 3 et 4 LAA ; arrêt du TAF C-5910/2019 du 23 février 2021 consid. 2.3). Ainsi, lorsque des lacunes sont relevées à l'occasion d'une visite d'entreprise (art. 61 OPA), les inspecteurs déterminent tout d'abord s'il s'agit d'un manquement de courte durée dans un poste mobile. En effet, particulièrement dans le domaine de la construction, il est des situations où en raison de la nature du travail à exécuter voire de la méthode utilisée, les lacunes sont d'une durée relativement courte et disparaissent d'elles-mêmes notamment en raison de la progression des travaux. Dans ces constellations, la notification d'une décision requérant leur élimination n'aurait pas de sens ; aussi l'autorité applique-t-elle la procédure d'exécution extraordinaire, selon laquelle une décision d'augmentation des primes n'est en principe signifiée qu'au quatrième constat d'une situation contraire au droit, lequel intervient d'ordinaire suite à la notification de trois avertissements au sens de l'art. 62 LAA, compris comme des décisions constatatoires sujettes à opposition (Manuel de la procédure d'exécution pour la sécurité au travail publié par la CFST [ci-après : manuel CFST] ch.”
Bei Suva-Unfalluntersuchungen dienen die Unfallrapportaufzeichnungen bzw. der schriftliche Betriebsbesuchbericht der Suva als zentrales Beweismittel zur Feststellung des Unfallhergangs.
“Falls keine klaren Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Tatsachenfeststellungen bestehen, darf die Verwaltungsbehörde nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung deshalb von den tatsächlichen Feststellungen im Strafurteil nur abweichen, wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid zugrunde legt, die dem Strafgericht unbekannt waren, wenn sie zusätzliche Beweise erhebt oder wenn das Strafgericht bei der Rechtsanwendung nicht sämtliche Rechtsfragen abgeklärt hat (vgl. BGE 139 II 95 E. 3.2; 137 I 363 E. 2.3.2; 136 II 447 E. 3.1; Urteil des BGer 2C_606/2020 vom 5. März 2021 E. 3.3.1). Vorliegend wurden die Strafverfahren gegen die Mitarbeitenden der Arbeitgeberin zwar eingestellt, aber nicht mit der Begründung, diesen sei kein strafrechtlich relevantes Verschulden vorzuwerfen, sondern mit Blick auf die Desinteresseerklärung der Geschädigten und die vollständige Tragung des Schadens (zumindest im Aussenverhältnis) durch die Versicherung der Arbeitgeberin (StA-act. 18 [Beilage 1], 21 [Beilage 10], 26 - 29). Für das vorliegende Verfahren kann daraus mithin nichts abgeleitet werden. Aus dem Unfallrapport, den die Suva anlässlich der Untersuchung des Unfallhergangs vor Ort erstellt hatte (vgl. dazu Art. 61 Abs. 4 VUV; EKAS-Leitfaden Ziff. 4.4.1), der Befragung der Beteiligten (BVGer-act. 1 [Beilagen 6, 7]) und der E-Mail vom 22. Januar 2021 (BVGer-act. 1 [Beilage 8]) ergibt sich der Unfallhergang klarerweise (vgl. dazu E. 4 hiervor), wobei dieser vom Gutachten der Forensik K._______ (StA-act. 14, Beilage 1), dem Polizeirapport (StA-act. 1) und den weiteren Einvernahmen (StA-act. 3 - 7) bestätigt wird. Insbesondere gestand selbst H._______ anlässlich der Konfrontationseinvernahme zu, dass die Ursache für den Kransturz, nämlich die Entfernung der Druckstrebe, klar und einleuchtend sei (BVGer-act. 8 [Beilage 12, S. 17]). Ebenso steht fest, dass er den Auftrag zur Beseitigung derselben gab, dass diesbezüglich keine schriftliche Einwilligung des Kraninverkehrbringers vorlag (vgl. dazu Art. 7 Kranverordnung) und dass die Entfernung der Druckstrebe durch weitere Mitarbeitende der Beschwerdeführerin vorgenommen wurde. Damit ist der Unfallverlauf beziehungsweise der rechtserhebliche Sachverhalt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt: Gestützt auf den Unfallrapport und die vorliegenden Zeugenaussagen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der Kransturz infolge Entfernen der Druckstrebe ereignete, wobei es der Mitarbeiter der Beschwerdeführerin u.”
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