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Die Berufsmaturität bildet die Zulassungsvoraussetzung für ein Studium an Fachhochschulen und wird in der Praxis auch als Zulassungsvoraussetzung für bestimmte Studiengänge genannt (z. B. Primarstufe an der PH Thurgau). Für die Erlangung der Berufsmaturität setzt das Gesetz den erfolgreichen Abschluss einer Lehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis voraus; die thematische Ausrichtung der abgeschlossenen Lehre ist dabei nicht relevant.
“Zudem seien keine knappen finanziellen Verhält- nisse gegeben, welche eine schnellstmögliche wirtschaftliche Selbständigkeit der Klägerin notwendig machen würden (Urk. 26 E. 3.4). Gemäss Art. 39 des Berufs- bildungsgesetzes (BBG, SR: 412.10) setze die Ausstellung eines eidgenössi- schen Berufsmaturitätszeugnisses neben dem erfolgreichen Bestehen der Be- rufsmaturitätsprüfung ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis voraus. Letzteres könne insbesondere mit einer Lehrabschlussprüfung erlangt werden (Art. 38 BBG). Der erfolgreiche Lehrabschluss sei somit Voraussetzung, um die Berufs- maturitätsschule überhaupt besuchen und abschliessen zu können. Dabei sei die thematische Ausrichtung der Lehre nicht relevant. Für die Zulassung zum Studi- engang "Primarstufe" an der pädagogischen Hochschule Thurgau sei gemäss § 18 f. des Tertiärbildungsgesetzes des Kantons Thurgau (RB 414.2) unter ande- rem ein Berufsmaturitätszeugnis Voraussetzung (vgl. auch Art. 25 Abs. 1 BBG). Damit zeige sich, dass die Klägerin mit Abschluss der Lehre und Erhalt des eid- genössischen Fähigkeitszeugnisses erst die Voraussetzungen geschaffen habe, um die Berufsmaturitätsschule und hernach auf Tertiärstufe den Hochschul- Studiengang "Primarstufe" besuchen zu können. Entsprechend könne der Lehr- - 11 - abschluss per se noch nicht bedeuten, dass die Erstausbildung abgeschlossen sei, zumal der hier aufgezeigte Ausbildungsweg bis zur Tertiärstufe vom Gesetz- geber als Erstausbildung für Berufe mit höherer Verantwortung vorgesehen sei. Nicht erforderlich sei zudem gemäss vorerwähnter Rechtsprechung, dass die im minderjährigen Alter begonnene Lehre bereits thematisch mit dem letztlich ge- troffenen Berufs- bzw. Studienwahlentscheid übereinstimme. Entsprechend könne die Ausbildung zur Primarlehrerin nicht als Zweitausbildung oder als Berufswech- sel interpretiert werden (Urk. 26 E. 3.5). Nachdem umstritten gewesen sei, ob die Klägerin sich bereits vor Eintritt ihrer Volljährigkeit entschieden habe, nach Lehrabschluss die Berufsmaturitätsschule zu besuchen, habe die Klägerin ein unterzeichnetes Schreiben ihrer Lehrmeisterin eingereicht, welche darin bestätigt habe, dass die Klägerin den Lehrbetrieb be- reits um den Jahreswechsel 2017/2018 über ihre entsprechende Absicht infor- miert habe.”
Gestützt auf Art. 25 Abs. 5 BBG hat der Bundesrat die Berufsmaturitätsverordnung erlassen. Diese regelt insbesondere die Notenberechnung in Fächern mit Abschlussprüfungen (je zur Hälfte Prüfungs- und Erfahrungsnote) sowie die Definitionen von Prüfungs- und Erfahrungsnoten (Art. 24 BMV). Die Verordnung legt ferner die Promotionsvoraussetzungen für die Berufsmaturität fest (u. a. Gesamtnote mindestens 4; die kumulierte Differenz der ungenügenden Noten zur Note 4 darf den Wert 2 nicht übersteigen; nicht mehr als zwei Noten unter 4) (Art. 17 Abs. 4 BMV).
“Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 127 I 60 E. 5a und 125 I 166 E. 2a, BGer 2P.177/2002 vom 7. November 2002 E. 3.1). Die Beschwerdeführerin besuchte das KBZSG, um die Berufsmaturität nach erfolgreichem Lehrabschluss zu erlangen. Bei dieser Schule handelt es sich um eine kantonal anerkannte Berufsfachschule (siehe Art. 9 Abs. 1 des Einführungsgesetzes über die Berufsbildung; sGS 231.1, EG-BB in Verbindung mit Art. 9 Abs. 1 der Berufsbildungsverordnung; sGS 231.11; www.sg.ch unter: Bildung & Sport/Berufsbildung/Berufsfachschulen/Kantonale Berufsfachschulen). Massgebend für die Berufsmaturität ist das Bundesgesetz über die Berufsbildung (SR 412.10; Berufsbildungsgesetz, BBG), welches die berufliche Grundbildung, einschliesslich die Berufsmaturität regelt (Art. 2 Abs. 1 lit. a BBG), und die gestützt auf Art. 25 Abs. 5 BBG erlassene Berufsmaturitätsverordnung. Die Notenberechnung für die Berufsmaturitätsprüfung ergibt sich in den Fächern mit Abschlussprüfungen je zur Hälfte aus der Prüfungsnote und aus der Erfahrungsnote (Art. 24 Abs. 1 BMV). Die Prüfungsnote entspricht der Leistung oder dem Mittel der Leistungen in den Prüfungen im entsprechenden Fach (Art. 24 Abs. 2 BMV). Die Erfahrungsnote ist das Mittel aller Semesterzeugnisnoten im entsprechenden Fach oder im interdisziplinären Arbeiten (Art. 24 Abs. 3 BMV). In Art. 24 Abs. 7 BMV wird für die Leistungsbewertung und die Notenberechnung sinngemäss auf Art. 16 BMV verwiesen. Die Promotion nach Art. 17 Abs. 4 BMV erfolgt, wenn die Gesamtnote mindestens 4 beträgt (lit. a), die Differenz der ungenügenden Noten zur Note 4 gesamthaft den Wert 2 nicht übersteigt (lit. b); und nicht mehr als zwei Noten unter 4 erteilt wurden (lit. c). Im Rahmenplan für die Berufsmaturität wird das Sprachniveau für die zweite Landessprache, vorliegend Französisch, festgelegt.”
Gestützt auf Art. 25 Abs. 5 BBG hat der Bundesrat die Berufsmaturitätsverordnung erlassen. Diese Verordnung regelt unter anderem die Berufsmaturitätsprüfung und enthält Bestimmungen zur Notenberechnung, zur Bildung von Erfahrungsnoten, zu Promotionsvoraussetzungen sowie im Rahmenplan zu Fragen wie dem Sprachniveau.
“Die eidgenössische Berufsmaturität schafft die Voraussetzungen für ein Studium an einer Fachhochschule (Art. 25 BBG). Gestützt auf Art. 25 Abs. 5 BBG hat der Bundesrat die Berufsmaturitätsverordnung vom 24. Juni 2009 (BMV, SR 412.103.1) erlassen. Diese Verordnung regelt unter anderem die Berufsmaturitätsprüfung (Art. 1 Bst. d BMV). Das eidgenössische Berufsmaturitätszeugnis erhält, wer ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis besitzt und die vom Bund anerkannte Berufsmaturitätsprüfung bestanden oder ein gleichwertiges Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat (Art. 39 Abs. 1 BBG). Für Inhaberinnen und Inhaber eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses, die keinen anerkannten Bildungsgang absolviert haben, regelt die Vorinstanz die eidgenössische Berufsmaturitätsprüfung (Art. 4 Abs. 2 BMV). Auf dieser Grundlage erliess die Vorinstanz die VEBMP.”
“Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 127 I 60 E. 5a und 125 I 166 E. 2a, BGer 2P.177/2002 vom 7. November 2002 E. 3.1). Die Beschwerdeführerin besuchte das KBZSG, um die Berufsmaturität nach erfolgreichem Lehrabschluss zu erlangen. Bei dieser Schule handelt es sich um eine kantonal anerkannte Berufsfachschule (siehe Art. 9 Abs. 1 des Einführungsgesetzes über die Berufsbildung; sGS 231.1, EG-BB in Verbindung mit Art. 9 Abs. 1 der Berufsbildungsverordnung; sGS 231.11; www.sg.ch unter: Bildung & Sport/Berufsbildung/Berufsfachschulen/Kantonale Berufsfachschulen). Massgebend für die Berufsmaturität ist das Bundesgesetz über die Berufsbildung (SR 412.10; Berufsbildungsgesetz, BBG), welches die berufliche Grundbildung, einschliesslich die Berufsmaturität regelt (Art. 2 Abs. 1 lit. a BBG), und die gestützt auf Art. 25 Abs. 5 BBG erlassene Berufsmaturitätsverordnung. Die Notenberechnung für die Berufsmaturitätsprüfung ergibt sich in den Fächern mit Abschlussprüfungen je zur Hälfte aus der Prüfungsnote und aus der Erfahrungsnote (Art. 24 Abs. 1 BMV). Die Prüfungsnote entspricht der Leistung oder dem Mittel der Leistungen in den Prüfungen im entsprechenden Fach (Art. 24 Abs. 2 BMV). Die Erfahrungsnote ist das Mittel aller Semesterzeugnisnoten im entsprechenden Fach oder im interdisziplinären Arbeiten (Art. 24 Abs. 3 BMV). In Art. 24 Abs. 7 BMV wird für die Leistungsbewertung und die Notenberechnung sinngemäss auf Art. 16 BMV verwiesen. Die Promotion nach Art. 17 Abs. 4 BMV erfolgt, wenn die Gesamtnote mindestens 4 beträgt (lit. a), die Differenz der ungenügenden Noten zur Note 4 gesamthaft den Wert 2 nicht übersteigt (lit. b); und nicht mehr als zwei Noten unter 4 erteilt wurden (lit. c). Im Rahmenplan für die Berufsmaturität wird das Sprachniveau für die zweite Landessprache, vorliegend Französisch, festgelegt.”
Gestützt auf Art. 25 Abs. 5 BBG hat der Bundesrat die Berufsmaturitätsverordnung (BMV) erlassen (24. Juni 2009, SR 412.103.1).
“Die eidgenössische Berufsmaturität schafft die Voraussetzungen für ein Studium an einer Fachhochschule (Art. 25 BBG). Gestützt auf Art. 25 Abs. 5 BBG hat der Bundesrat die Berufsmaturitätsverordnung vom 24. Juni 2009 (BMV, SR 412.103.1) erlassen. Diese Verordnung regelt unter anderem die Berufsmaturitätsprüfung (Art. 1 Bst. d BMV). Das eidgenössische Berufsmaturitätszeugnis erhält, wer ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis besitzt und die vom Bund anerkannte Berufsmaturitätsprüfung bestanden oder ein gleichwertiges Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat (Art. 39 Abs. 1 BBG). Für Inhaberinnen und Inhaber eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses, die keinen anerkannten Bildungsgang absolviert haben, regelt die Vorinstanz die eidgenössische Berufsmaturitätsprüfung (Art. 4 Abs. 2 BMV). Auf dieser Grundlage erliess die Vorinstanz die VEBMP.”
Die in Art. 25 Abs. 2 BBG erwähnte vertiefte/erweiterte Allgemeinbildung (maturité professionnelle) kann auch nach Erwerb des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (CFC) erworben werden. Wenn sie nach dem CFC erworben wird, kann dies zu einer zusätzlichen Ausbildungszeit (z. B. eines weiteren Studienjahres) führen; in der Praxis wurde eine solche zusätzliche Ausbildungszeit bei der Beurteilung eines «langen» Ausbildungswegs im Rahmen anderer Bestimmungen berücksichtigt.
“En effet, le fait qu'en l'espèce le recourant a effectué deux CFC, dont la durée de formation est prise en compte dans le délai absolu, n'a pas de portée sur la nature de la maturité professionnelle et son caractère préparatoire. Le fait qu'elle donne accès à un titre ne saurait de même lui dénier ce caractère, ce diplôme visant essentiellement à l'accès aux études dans une haute école spécialisée (voir la formulation de l'art. 25 al. 1 de la loi fédérale du 13 décembre 2002 sur la formation professionnelle [LFPr; RS 412.10]). En comparaison, un titulaire de maturité gymnasiale, obtenue au bout de trois ans de formation (sous réserve de redoublement; cf. art. 3 du règlement du 6 juillet 2022 de l'Ecole de maturité [REM; BLV 412.12.1]), doit effectuer au minimum une année de moins de formation qu'un titulaire de CFC, en santé ou autre. En effet, ces dernières formations se déroulent également usuellement en trois ou quatre ans (cf. art. 17 al. 3 LFPr), l'obtention d'une maturité professionnelle nécessitant encore l'obtention d'une attestation de formation générale approfondie (art. 17 al. 4 LFPr). Si cette dernière peut être acquise en même temps que le CFC, elle peut également l'être postérieurement (art. 25 al. 2 LFPr). Ainsi, si tel est le cas, l'étudiant aura effectué une année supplémentaire de formation, dont le but, comme indiqué plus haut, est essentiellement l'accès aux hautes écoles spécialisées. La LAEF ayant pour but notamment de promouvoir l'égalité des chances (cf. art. 2 al. 1 LAEF), il ne se justifie pas de traiter différemment, sous l'angle des lart. 18 al. 1 et 10 let. b LAEF les titulaires d'une maturité gymnasiale ou d'une maturité professionnelle. Ainsi, il convient donc d'admettre que le recourant suit un parcours long au sens de l'art. 18 al. 2 let. d LAEF et qu'il se justifie de déroger à la durée de dix ans de l'art. 18 al. 1 LAEF en ne tenant pas compte de l'année académique visant à l'obtention de la maturité professionnelle.”
“En effet, le fait qu'en l'espèce le recourant a effectué deux CFC, dont la durée de formation est prise en compte dans le délai absolu, n'a pas de portée sur la nature de la maturité professionnelle et son caractère préparatoire. Le fait qu'elle donne accès à un titre ne saurait de même lui dénier ce caractère, ce diplôme visant essentiellement à l'accès aux études dans une haute école spécialisée (voir la formulation de l'art. 25 al. 1 de la loi fédérale du 13 décembre 2002 sur la formation professionnelle [LFPr; RS 412.10]). En comparaison, un titulaire de maturité gymnasiale, obtenue au bout de trois ans de formation (sous réserve de redoublement; cf. art. 3 du règlement du 6 juillet 2022 de l'Ecole de maturité [REM; BLV 412.12.1]), doit effectuer au minimum une année de moins de formation qu'un titulaire de CFC, en santé ou autre. En effet, ces dernières formations se déroulent également usuellement en trois ou quatre ans (cf. art. 17 al. 3 LFPr), l'obtention d'une maturité professionnelle nécessitant encore l'obtention d'une attestation de formation générale approfondie (art. 17 al. 4 LFPr). Si cette dernière peut être acquise en même temps que le CFC, elle peut également l'être postérieurement (art. 25 al. 2 LFPr). Ainsi, si tel est le cas, l'étudiant aura effectué une année supplémentaire de formation, dont le but, comme indiqué plus haut, est essentiellement l'accès aux hautes écoles spécialisées. La LAEF ayant pour but notamment de promouvoir l'égalité des chances (cf. art. 2 al. 1 LAEF), il ne se justifie pas de traiter différemment, sous l'angle des lart. 18 al. 1 et 10 let. b LAEF les titulaires d'une maturité gymnasiale ou d'une maturité professionnelle. Ainsi, il convient donc d'admettre que le recourant suit un parcours long au sens de l'art. 18 al. 2 let. d LAEF et qu'il se justifie de déroger à la durée de dix ans de l'art. 18 al. 1 LAEF en ne tenant pas compte de l'année académique visant à l'obtention de la maturité professionnelle.”
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