Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 6. Okt. 1995 (AS 1996 965;BBl 1994 III 1075). Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Sept. 2000 (AS 2000 2042;BBl 1996 III 513). ↩
Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Sept. 2000 (AS 2000 2042;BBl 1996 III 513). ↩
Treten am 1. Juli 2026 in Kraft (AS 2025 640;BBl 2018 7443). ↩
Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 29. Sept. 2023, in Kraft seit 1. Jan. 2026 (AS 2025 640;BBl 2018 7443). ↩
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Bei Vorhaben ausserhalb der Bauzone prüft die zuständige kantonale Behörde neben raumplanerischen Gesichtspunkten auch die Vereinbarkeit mit einschlägigem Bundesrecht (insbesondere Gewässerschutz und landwirtschaftliche Schutzvorschriften) und bezieht hierfür die zuständigen Fachstellen in die Prüfung ein.
“Die Einwohnergemeinde führt in ihrer Vernehmlassung aus, die streitbetroffene Leitung sei unabhängig von Art. 25 Abs. 1 lit. h BauV/OW gemäss Art. 22 RPG bewilligungspflichtig. Ein Interesse an der vorgängigen behördlichen Kontrolle ergebe sich bereits daraus, dass die Leitung ausserhalb der Bauzonen errichtet werden soll und daher gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG die zuständige kantonale Behörde zu prüfen habe, ob sie als zonenwidrige Anlage in der Landwirtschaftszone gestützt auf Art. 24 ff. RPG bewilligungsfähig sei. Zudem sollte die Leitung im Gewässerraum der Engelberger Aa errichtet werden, wobei sie im Zonenplan eingetragene Uferhölzer tangieren könnte. Die Leitung bedürfe daher, auch wenn sie unterirdisch verlegt werde, einer vertieften Prüfung der Vereinbarkeit mit den bundesrechtlichen Vorgaben des Gewässerschutzes, die unter Mitwirkung der Fachabteilung des zuständigen kantonalen Departements vorgenommen werden müsse.”
“Il en ressort que la Direction générale du territoire et du logement, Division Hors zone à bâtir (DGTL/HZB; ci-après DGTL ou l'autorité intimée I) refuse de délivrer l'autorisation requise. Son préavis est le suivant : "SITUATION / PROJET Selon le plan de situation du géomètre du 31 mars 2020, ce projet est situé dans le domaine public des eaux DP 9006, ainsi que sur la parcelle n° 1204 affectée en zone de villas, en zone verte et en zone de non-bâtir du plan d'extension cantonal (PEC) n° 12c. Selon l'addenda au règlement du PEC n° 12, du 26 juillet 1966, les constructions et installations prévues dans le PEC n° 12 doivent faire l'objet d'une autorisation préalable de la Direction générale du territoire et du logement, au sens des dispositions de l'article 120 lettre d LATC [ndr loi du 4 décembre 1985 sur l'aménagement du territoire et les constructions ; BLV 700.11]. Les travaux étant prévus hors de la zone à bâtir, ce projet requiert une autorisation de notre direction générale (art. 25 al. 2 LAT [ndr loi fédérale du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire ; RS 700], 4 al. 3 let. a et 120 al. 1 let. a LATC). Le projet consiste à construire un garage à bateau au sud-ouest de la parcelle, 2 rails de mise à l'eau d'une longueur de 16 mètres dans le DP des eaux, se prolongeant sur la rive et dans le garage, ainsi qu'un ponton d'une longueur de 10 mètres, sur pilotis. Dans le cadre de la demande CAMAC n° 187415, la DGTL (alors SDT) a refusé, le 22 juillet 2019, de délivrer son autorisation pour la construction d'un ponton d'une longueur de 18 mètres et l'installation d'une bouée sur corps-mort, à 10 mètres au large du ponton. Cette décision n'a pas fait l'objet d'un recours auprès de la CDAP [ndr Cour de droit administratif et public du Tribunal cantonal]. CONTEXTE LEGAL / EXAMEN Selon addenda au règlement du PEC n° 12, du 26 juillet 1966, la zone de non bâtir est caractérisée par l'interdiction de bâtir à l'exception des constructions et installations publiques telles que notamment: stations de pompage, installation pour le transport et le traitement des eaux usées, plage et installations sportives.”
Die Gemeinde darf nicht abschliessend über Gesuche für Vorhaben ausserhalb der Bauzone entscheiden; sie hat das Gesuch der zuständigen kantonalen Behörde zuzuführen, auch wenn sie es ablehnt. Bestehen parallele kommunale und kantonale Entscheide, sind diese inhaltlich zu koordinieren, sodass die Anwendung des Bundesrechts nicht vereitelt oder wesentlich erschwert wird.
“Zur streitigen Fragestellung finden sich nur wenige Literaturstellen. In dem von der Vorinstanz zitierten RPG-Kommentar (Ausgabe 2010) wird (noch) die Meinung vertreten, eine positivrechtliche Regelung im kantonalen Recht, wonach ein negativer Antrag nicht an die kantonale Behörde weitergeleitet werden müsse, sondern umgehend der Beschwerde unterliege, sei mit Art. 25 Abs. 2 RPG vereinbar (vgl. RUCH, RPG-Kommentar, 2010, N. 30 zu Art. 25 RPG; so auch noch Urteil 1C_200/2012 vom 17. Dezember 2012 E. 3.2). Hierzu ist allerdings anzumerken, dass diese Kommentierung inhaltlich mit der Fassung des RPG-Kommentars aus dem Jahr 1999 übereinstimmt und sich - wohl versehentlich - noch auf den alten Gesetzestext von aArt. 25 Abs. 2 RPG bezieht. In der neuesten Ausgabe des RPG-Kommentars (2020) wird - mit Blick auf den heutigen Gesetzestext von Art. 25 Abs. 2 RPG - indessen die gegenteilige Auffassung vertreten. Es wird davon ausgegangen, die Gemeinde könne nicht selbstständig über Gesuche für Vorhaben ausserhalb der Bauzone entscheiden, sondern die kantonale Behörde sei selbst "Bewilligungsinstanz"; sie müsse die Prüfungen der Zonenkonformität und die Ausnahmemöglichkeiten vornehmen und die Entscheide treffen. Denkbar seien zwei Varianten des Vorgehens: (1) Die kantonale Behörde prüfe das Gesuch eigenständig und treffe die Entscheide nach Anhören der Gemeindebehörden; (2) Die Gemeindebehörden würden das Bau- und Ausnahmegesuch bearbeiten und Antrag an die kantonale Behörde stellen. Dazu seien sie auch dann verpflichtet, wenn sie das Gesuch ablehnten (ALEXANDER RUCH, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020 [nachfolgend: RPG-Kommentar, 2020], N. 28 zu Art. 25 RPG). Auch andere Autoren verlangen mit Blick auf den Hauptzweck der Bestimmung, die rechtsgleiche und einheitliche Behandlung von Ausnahmegesuchen innerhalb des Kantons sicherzustellen, sowie mit Blick auf das Erfordernis der Beurteilung durch eine fachlich kompetente, von Pressionen unabhängige Behörde, dass sämtliche Gesuche bei einer übergeordneten Behörde konzentriert werden sollen (WALDMANN/HÄNNI, a.”
“Dazu seien sie auch dann verpflichtet, wenn sie das Gesuch ablehnten (ALEXANDER RUCH, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020 [nachfolgend: RPG-Kommentar, 2020], N. 28 zu Art. 25 RPG). Auch andere Autoren verlangen mit Blick auf den Hauptzweck der Bestimmung, die rechtsgleiche und einheitliche Behandlung von Ausnahmegesuchen innerhalb des Kantons sicherzustellen, sowie mit Blick auf das Erfordernis der Beurteilung durch eine fachlich kompetente, von Pressionen unabhängige Behörde, dass sämtliche Gesuche bei einer übergeordneten Behörde konzentriert werden sollen (WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., N. 38 und 40 zu Art. 25 RPG; in diesem Sinne auch: JEAN-BAPTISTE ZUFFEREY, Droit public de la construction, 2024, N. 1143; BENOÎT BOVAY, Le permis de construire, 2024, S. 82 f.; MUGGLI, a.a.O., S. 66, N. 2 zu Art. 25 RPG; CHRISTOPH BANDLI, Bauen ausserhalb der Bauzonen, Diss. 1989, S. 114; BAUMANN, a.a.O., N. 4 zu § 63 BauG/AG). Mit Art. 25 Abs. 2 RPG werde der gesamte Bereich der Ausnahmebewilligungen ausserhalb der Bauzone sowohl in materiellrechtlicher als auch in verfahrensrechtlicher Hinsicht der kommunalen Zuständigkeit entzogen und durch das Bundesrecht einer kantonalen Behörde vorbehalten (WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., N. 35 zu Art. 25a RPG).”
“Im Kanton Graubünden ist bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone neben dem kantonalen zusätzlich noch ein kommunaler Entscheid erforderlich (Art. 87 Abs. 1 KRG/GR). Nach der bundesrechtlichen Zuständigkeitsordnung gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG muss die kantonale Behörde abschliessend und für die Gemeinden verbindlich über die Zonenkonformität und Ausnahmebewilligungsfähigkeit entscheiden (vgl. E. 3 hiervor). Es bestehen somit bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone parallele bzw. geteilte Zuständigkeiten der kommunalen und kantonalen Behörde, die ihre Entscheide aufgrund des engen sachlichen Zusammenhangs zwingend inhaltlich abstimmen müssen. Muss die Rechtsanwendung materiell koordiniert erfolgen, ist das kantonale Recht so auszugestalten und anzuwenden, dass dadurch die Verwirklichung des Bundesrechts nicht vereitelt, verunmöglicht oder wesentlich erschwert wird; die Anwendung des materiellen Rechts ist in solchen Fällen in formeller, verfahrensmässiger Hinsicht in geeigneter Weise zu koordinieren (zum Ganzen: BGE 116 Ib 50 E. 4a mit Hinweisen; Urteile 1C_241/2024 vom 12. Februar 2025 E. 2.3.2; 1C_238/2021 vom 27. April 2022 E. 1.5.2).”
Besteht Anlass, den Grundsatz der Bewilligungspflicht für ausserhalb der Bauzonen gelegene Bauvorhaben (Art. 25 Abs. 2) in Frage zu stellen, begründet die Anordnung, eine Baubewilligung einzureichen, nach kantonaler Rechtsprechung ein schutzwürdiges Interesse an der sofortigen Anfechtung der diesbezüglichen Zwischenentscheidung. Damit kann das Verwaltungsgericht über das Eintreten und die materiellen Vorbringen des Rechtsmittels entscheiden.
“Selon la pratique du Tribunal cantonal, un recourant dispose d'un intérêt digne de protection à pouvoir contester immédiatement la décision incidente qui l'enjoint de déposer une demande de permis de construire lorsqu'il conteste le principe même de la soumission des travaux à autorisation (cf. arrêts TC FR 602 2021 32 du 2 juin 2021; 602 2019 150 du 30 avril 2020; 602 2019 18 du 15 avril 2019; cf. ég. arrêt TF 1C_51/2015 du 8 avril 2015). Cette jurisprudence s'applique par analogie dans le cas présent, dans la mesure où la Lieutenante de Préfet considère qu'une autorisation de construire est nécessaire pour les travaux litigieux, quand bien même elle renonce à exiger le dépôt d'une telle demande. Partant, le Tribunal cantonal peut entrer en matière sur les mérites du recours. 2. 2.1. Selon l'art. 22 al. 1 de la loi du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire (LAT; RS 700), aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. L'art. 25 al. 2 LAT dispose que, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 136 LATeC). Aux termes de cette disposition, les constructions et installations sises hors de la zone à bâtir sont soumises à une autorisation spéciale de la Direction, délivrée lors de la procédure de permis de construire. 2.2. Selon la jurisprudence, sont considérés comme des constructions ou installations au sens de l'art. 22 al. 1 LAT tous les aménagements durables et fixes créés par la main de l'homme, exerçant une incidence sur l'affectation du sol, soit parce qu'ils modifient sensiblement l'espace extérieur, soit parce qu'ils chargent l'infrastructure d'équipement ou soit encore parce qu'ils sont susceptibles de porter atteinte à l'environnement. Les constructions mobilières fixées au sol pour une certaine durée en font également partie (ATF 123 II 256 consid.”
Fehlt im vorinstanzlichen Verfahren eine förmliche Verfügung der zuständigen kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG (stattdessen liegt nur eine Stellungnahme vor), begründet dies einen formellen Mangel des Verfahrens. Ist die fehlende Verfügung für die Beurteilung des Rechtsverhältnisses erforderlich, kommt eine Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und die Rückweisung an die Vorinstanz in Betracht, damit diese die Verfügung einholt.
“Gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG entscheidet die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Im Kanton Bern zuständig ist das AGR (Art. 12 Abs. 1 Bst. e OrV DIJ[5]). Im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids hatte das AGR noch nicht mittels Verfügung über das ersuchte Bauvorhaben entschieden. Es lag lediglich die Stellungnahme vom 14. März 2022 vor. Das vorinstanzliche Verfahren weist damit einen formellen Mangel auf.”
“Gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG entscheidet die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Im Kanton Bern zuständig ist das AGR (Art. 12 Abs. 1 Bst. e OrV DIJ6). Im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids hatte das AGR noch nicht mittels Verfügung über die ersuchten Bauvorhaben entschieden. Es lag lediglich die Stellungnahme vom 10. Juni 2022 vor. Das vorinstanzliche Verfahren weist damit einen formellen Mangel auf.”
“Ausnahmen für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen sind bundesrechtlich in den Art. 24 ff. RPG geregelt. Gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG entscheidet die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Im Kanton Bern zuständig ist das AGR (Art. 12 Abs. 1 Bst. e OrV DIJ15). Im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides hatte das AGR noch nicht mittels Verfügung über die beantragte Ausnahmebewilligung entschieden. Es lag lediglich die Stellungnahme vom 28. Juli 2022 sowie das Protokoll des Augenscheins vom 9. September 2022 vor. Das vorinstanzliche Verfahren weist damit einen formellen Mangel auf und es ist zu prüfen, ob das Verfahren gestützt auf Art. 40 Abs. 1 VRPG aufzuheben und an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, damit diese die fehlende Verfügung beim AGR einholen kann.”
Nach Art. 25 Abs. 2 RPG ist die Zuständigkeit für die Beurteilung der Zonenkonformität und der Erteilung von Ausnahmebewilligungen bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone einer kantonalen Behörde zuzuweisen. Das Bundesgericht hält diese Vorgabe — insbesondere die Zuständigkeit einer einzigen kantonalen Behörde zur Sicherstellung eines einheitlichen Vollzugs — für ein wichtiges Vollzugsanliegen, das eine zulässige Einschränkung der kantonalen Organisationsautonomie rechtfertigt.
“Einer solchen Auslegung von Art. 25 Abs. 2 RPG steht auch der Grundsatz der kantonalen Organisationsautonomie (Art. 25 Abs. 1 RPG; Art. 46, 47 und 75 BV) nicht entgegen. Der Bundesgesetzgeber erachtete zur Sicherstellung eines einheitlichen Vollzugs in den für die geordnete Besiedlung des Landes entscheidenden Fragen der Zonenkonformität und der Erteilung von Ausnahmebewilligungen die Zuständigkeit einer kantonalen Behörde für erforderlich. Es handelt sich hierbei um ein wichtiges Vollzugsanliegen in einer Grundsatzfrage der Raumplanung, das eine Einschränkung der kantonalen Organisationsautonomie rechtfertigt (dazu eingehend BGE 128 I 254 E. 3.8). Dies gilt nicht nur für die vom Bundesgericht in BGE 128 I 254 bereits beantwortete Frage betreffend die Anforderungen an "die zuständige kantonale Behörde" (eine einzige kantonale Behörde), sondern auch für das zwingende Erfordernis einer kantonalen Entscheidung bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone. Da Landwirtschaftszonen der langfristigen Sicherung der Ernährungsbasis des Landes dienen (Art.”
“Einer solchen Auslegung von Art. 25 Abs. 2 RPG steht auch der Grundsatz der kantonalen Organisationsautonomie (Art. 25 Abs. 1 RPG; Art. 46, 47 und 75 BV) nicht entgegen. Der Bundesgesetzgeber erachtete zur Sicherstellung eines einheitlichen Vollzugs in den für die geordnete Besiedlung des Landes entscheidenden Fragen der Zonenkonformität und der Erteilung von Ausnahmebewilligungen die Zuständigkeit einer kantonalen Behörde für erforderlich. Es handelt sich hierbei um ein wichtiges Vollzugsanliegen in einer Grundsatzfrage der Raumplanung, das eine Einschränkung der kantonalen Organisationsautonomie rechtfertigt (dazu eingehend BGE 128 I 254 E. 3.8). Dies gilt nicht nur für die vom Bundesgericht in BGE 128 I 254 bereits beantwortete Frage betreffend die Anforderungen an "die zuständige kantonale Behörde" (eine einzige kantonale Behörde), sondern auch für das zwingende Erfordernis einer kantonalen Entscheidung bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone. Da Landwirtschaftszonen der langfristigen Sicherung der Ernährungsbasis des Landes dienen (Art.”
Konkrete kantonale Ausgestaltung: Kantonalrecht regelt die Form der Umsetzung von Art. 25 Abs. 2 RPG. Im Kanton Thurgau entscheidet das kantonale Amt für Raumentwicklung über die Zonenkonformität bzw. die Erteilung einer Ausnahmebewilligung (PBV/TG §53 Abs. 3). Im Kanton Uri bedürfen Bauten ausserhalb der Bauzone neben der kommunalen Bewilligung der Zustimmung der zuständigen kantonalen Direktion; das PBG/UR regelt das Überweisungs- und Entscheidverfahren (Art. 108 PBG/UR).
“2 RPG entscheidet die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Hierbei handelt es sich um eine grundlegende Verfahrensregelung zur Einhaltung des raumplanungsrechtlichen Trennungsgrundsatzes (BGE 128 I 254 E. 3.8.4; Urteil 1C_260/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1). Im Kanton Thurgau entscheidet das kantonale Amt für Raumentwicklung bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone, ob sie zonenkonform sind oder ob eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG erteilt werden kann (§ 53 Abs. 3 der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz und zur Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe des Kantons Thurgau vom 18. September 2012 [PBV/TG; RB 700.1]). Dem bisherigen Verfahren lag die Überzeugung der kantonalen Behörden zugrunde, das Grundstück befinde sich innerhalb der Bauzone. Deshalb liegt auch weder eine Einschätzung zur Zonenkonformität des geplanten Bauvorhabens ausserhalb der Bauzone noch eine Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 24 RPG der zuständigen kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG vor. Das kantonale Amt für Raumentwicklung wird zu beurteilen haben, ob die Voraussetzungen gemäss Art. 24 ff. RPG zur Bewilligung der geplanten Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone gegeben sind.”
“Gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG entscheidet die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. In welcher Form dies geschieht, regelt das kantonale Recht (BGE 145 II 83 E. 4). Im Kanton Uri bedürfen Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen neben der kommunalen Baubewilligung die Zustimmung der zuständigen kantonalen Direktion (Art. 108 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzez des Kantons Uri vom 13. Juni 2010 [PBG/UR], RB Nr. 40.1111). Nach Art. 108 Abs. 2 PBG/UR überweist die Baubehörde Gesuche für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, bei denen sie die Voraussetzungen für eine Baubewilligung als erfüllt betrachtet, der zuständigen Direktion. Andernfalls weist sie das Gesuch von sich aus ab. Weiter sieht Art. 108 Abs. 3 PBG/UR vor, dass die Baubehörde der Gesuchstellerin oder dem Gesuchsteller den Entscheid des Kantons zusammen mit ihrem Bauentscheid eröffnet. Gemäss Art. 34 Abs. 2 lit. b RPG i.V.m. Art. 111 BGG sind Gemeinden zur Beschwerde gegen die Entscheide betreffend Zonenkonformität von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen berechtigt.”
Die Notwendigkeit der kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone nach Art. 25 Abs. 2 RPG kann grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt werden. Die Gutgläubigkeit des Grundeigentümers wird eng geprüft; er darf sich nur dann auf Vertrauensschutz berufen, wenn er bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt annehmen durfte, zur Ausführung oder Nutzung berechtigt zu sein.
“Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kann sich aus Vertrauensschutzgründen insbesondere dann als unzulässig erweisen, wenn die Baupolizeibehörden den baurechtswidrigen Zustand über Jahre hinaus duldeten, obschon ihnen die Gesetzeswidrigkeit bekannt war oder sie diese bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt hätten kennen müssen. Darauf kann sich nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aber nur berufen, wer selbst im guten Glauben handelte, sprich bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt annehmen durfte, zur Bauausführung oder Nutzung berechtigt zu sein (BGE 136 II 359 E. 7.1; Urteile 1C_510/2023 vom 16. April 2024 E. 5.5; 1C_280/2022 vom 15. März 2024 E. 4.2 und 4.7.3; je mit Hinweisen). Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, darf die Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone (Art. 25 Abs. 2 RPG) grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt werden (vgl. statt vieler Urteil 1C_78/2023 vom 30. Oktober 2023 E. 4.3 mit Hinweisen). Zudem ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid, den Beschwerdeführenden sei der Zonengrenzverlauf bei der Errichtung der Weganlage bewusst gewesen. Die Beschwerdeführenden führen demgegenüber keine überzeugenden Argumente ins Feld, die für ihre Gutgläubigkeit sprechen würden. Bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt hätten sie erkennen müssen, dass die Errichtung des befestigten Fusswegs auf dem ausserhalb der Bauzone gelegenen Teil ihrer Parzelle einer (Ausnahme-) Bewilligung des zuständigen kantonalen Amts bedurft hätte. Folglich vermögen sie sich von vornherein nicht auf die behauptete jahrelange Duldung des rechtswidrigen Zustands im Sinne eines Vertrauenstatbestands zu berufen.”
“Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann die Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für die Bewilligung baulicher Massnahmen ausserhalb der Bauzone (Art. 25 Abs. 2 RPG) grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt werden (Urteil 1C_572/2020 vom 30. November 2021 E. 9.3 mit Hinweis). Dieser Grundsatz hat auch in Bezug auf den Beschwerdeführer zu gelten, zumal er in der Baubewilligung des Gemeinderats Schönenberg vom 23. Juni 1992 betreffend den Anbau einer Doppelgarage darauf hingewiesen wurde, dass die Direktion der öffentlichen Bauten des Kantons Zürich für das in der Landwirtschaftszone zonenwidrige Bauvorhaben eine Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 24 Abs. 2 aRPG erteilte. Der Beschwerdeführer durfte daher bei der Erstellung der Remise im Jahr 2008 nicht davon ausgehen, diese dürfe ohne vorherige Bewilligung der zuständigen kantonalen Behörde erstellt werden. Gleiches hat bezüglich des Gartenhauses selbst dann zu gelten, wenn er ein solches erstmals im Jahr 1978 erstellt hätte. Da ihm dafür keine Baubewilligung erteilt wurde, durfte er daraus nicht ableiten, ein Ersatzbau sei zonenkonform und bedürfe keiner Baubewilligung. Dies wird dadurch bestätigt, dass das Baurekursgericht gestützt auf Luftbilder feststellte, an der Stelle des heutigen Gartenhauses habe im Jahr 1996 keine und in den Jahren 2005/2006 eine erheblich kleinere Baute bestanden.”
Bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone entscheidet die zuständige kantonale Behörde, ob das Vorhaben zonenkonform ist oder ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann (Art. 25 Abs. 2 RPG). Diese Zuständigkeit bleibt massgeblich auch gegenüber kommunalen Bewilligungen oder früheren Genehmigungen; die kantonale Entscheidung kann deren Wirksamkeit präjudizieren oder von ihr abhängig machen.
“Comme on l'a vu ci-dessus, l'art. 25 al. 2 LAT exige que, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Il importe ainsi peu que le projet soit ou non conforme aux prescriptions du RPPA régissant la zone de hameau. Même en cas d'autorisation délivrée dans le cadre de l'art. 22 LAT, la décision appartient à l'autorité cantonale. Seule la qualification de la zone, en l'occurrence inconstructible, est déterminante. Dans le cas présent, le SDT a refusé par deux fois de délivrer son autorisation spéciale s'agissant d'une construction située hors zone à bâtir. Le fait que les plans finalement admis par la municipalité ne soient pas les mêmes que ceux ayant fait l'objet des déterminations précédentes du SDT n'y change rien. Contrairement à ce que soutient la municipalité, les nouveaux plans ne permettaient pas de respecter les éléments critiqués par le SDT dans sa synthèse, en particulier le fait que la lucarne projetée sortait du gabarit existant sans justification spécifique.”
“Le bâtiment ECA no 354a est situé en zone agricole au sens de l'art. 16 de la loi fédérale du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire (LAT; RS 700). Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, il incombe à l'autorité cantonale compétente – le département chargé de l'aménagement du territoire, auquel est rattachée la DGTL – de décider s'ils sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 25 al. 2 LAT, art. 81, 120 et 121 de la loi du 4 décembre 1985 sur l'aménagement du territoire et les constructions [LATC; BLV 700.11]). Il n'est pas contesté que le bâtiment ECA no 354a avait initialement une vocation purement agricole, mais que celle-ci s'est modifiée entre les années 1980 et 1990 durant lesquelles le recourant a petit à petit adapté son activité professionnelle pour se réorienter vers la mécanique sur machines agricoles. Ce bâtiment n'est donc plus conforme à l'affectation de la zone. Une autorisation a posteriori (régularisation) pour les ouvrages litigieux ne pourrait donc être délivrée que dans le cadre d'une dérogation selon les art. 24 ss LAT.”
“Aux termes de l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. Cette exigence s'applique à l'ouvrage litigieux; du reste, la municipalité a considéré en 2011 que la construction du couvert nécessitait une autorisation. Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, il incombe à l'autorité cantonale compétente – le département chargé de l'aménagement du territoire, auquel est rattachée la DGTL – de décider s'ils sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 25 al. 2 LAT, art. 81, 120 al. 1 let. a et 121 al.1 let. a de la loi du 4 décembre 1985 sur l'aménagement du territoire et les constructions [LATC; BLV 700.11]; AC.2022.0241 du 15 juillet 2024 consid. 4a). Il n'est pas contesté que le couvert litigieux, accolé à un bâtiment d'habitation qui n'est pas nécessaire pour l'exploitation agricole d'un domaine, n'est pas conforme à l'affectation de la zone agricole. Une autorisation cantonale a posteriori (régularisation) ne pourrait être délivrée que dans le cadre d'une dérogation selon les art. 24 ss LAT. La validité de l'autorisation municipale du 5 septembre 2011 est subordonnée à l'octroi par la DGTL de cette autorisation spéciale.”
Fehlt die nach Art. 25 Abs. 2 RPG vorgesehene Entscheidung der zuständigen kantonalen Behörde, kann eine von der Gemeinde allein im Aussenbereich erteilte Baubewilligung keine Rechtswirkung entfalten. In der Rechtsprechung ist eine solche Gemeindebewilligung in der Regel als nichtig angesehen worden.
“Comme on l'a vu ci-dessus, l'art. 25 al. 2 LAT exige que, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Il importe ainsi peu que le projet soit ou non conforme aux prescriptions du RPPA régissant la zone de hameau. Même en cas d'autorisation délivrée dans le cadre de l'art. 22 LAT, la décision appartient à l'autorité cantonale. Seule la qualification de la zone, en l'occurrence inconstructible, est déterminante. Dans le cas présent, le questionnaire de demande du permis de construire indiquait que la construction n'était pas située hors des zones à bâtir. Le projet n'a donc pas été soumis à autorisation du SDT. La synthèse CAMAC du 14 juin 2016 ne contenait aucune détermination de ce service et encore moins de décision de sa part au titre d'autorité compétente pour les constructions hors zone à bâtir. Dans ces conditions, force est de constater que l'autorisation de construire délivrée par la municipalité est nulle de plein droit.”
“et si le terrain est équipé (let. b). L'art. 103 LATC prévoit qu'aucun travail de construction ou de démolition, en surface ou en sous-sol, modifiant de façon sensible la configuration, l'apparence ou l'affectation d'un terrain ou d'un bâtiment, ne peut être exécuté avant d'avoir été autorisé (al. 1). Aux termes de l'art. 25 al. 2 LAT, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Dans ce cadre, l'art. 120 al. 1 let. a LATC, prévoit que les constructions hors des zones à bâtir ne peuvent être construites, reconstruites, agrandies, transformées ou modifiées dans leur destination, sans autorisation spéciale; l'autorité compétente est le département cantonal (cf. art. 81 al. 1 et 121 let. a LATC). Dans le canton de Vaud, la DGTL (respectivement l'ancien SDT dans le cas présent) est l'autorité compétente selon l'art. 25 al. 2 LAT pour décider si les projets situés hors de la zone à bâtir sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 4 al. 3 let. a LATC). Sans autorisation cantonale préalable, un permis de construire délivré par une commune hors de la zone à bâtir ne peut déployer aucun effet. Il est radicalement nul (ATF 132 II 21 consid. 3.2.2; ATF 111 Ib 213 consid. 5; TF 1C_537/2011 du 26 avril 2012 consid. 2.2.1; CDAP AC.2019.0203 du 2 juin 2020 consid. 3a et les références citées).”
“Cependant, la nouvelle décision du 16 juillet 2020 ne vaut que pour ce qu’elle statue expressément, soit la « démolition et reconstruction d’un chalet avec conservation de l’identité du bâtiment et agrandissement de 30% ». En particulier, cette décision, pas plus que celle de l’OACOT du 12 décembre 2019, n’autorise la construction de raccordements aux eaux propres et aux eaux usées. En 2021, une procédure d’octroi du permis était apparemment pendante pour ces objets. La DTT se permet encore une fois de rappeler, à toutes fins utiles, que si entretemps ce permis devait avoir été octroyé par la seule commune, sans que l’affaire n’ait été transmise à l’OACOT afin que ce service rende sa décision (cf. art. 25 al. 2 LAT), alors ce permis serait frappé de nullité. L’examen de l’OACOT devrait par exemple porter sur la question de savoir si les raccordements permettent de respecter les conditions de l’art. 42 OAT, notamment celle de l’identité (en l’occurrence peut-être villégiature simple, cf. consid. g ci-dessus). En cas d’absence de décision de l’OACOT, la commune devrait entreprendre en bonne et due forme une procédure de rétablissement de l’état conforme tendant à l’enlèvement de ces raccordements. Les plans autorisés par décisions de l’OACOT du 12 décembre 2019 et de la commune du 16 juillet 2020 ne prévoient aucun aménagement des abords (p.ex. accès, places de stationnement, modifications de terrain). Si des aménagements des abords devaient avoir été exécutés sans permis de construire, et sans décision de l’OACOT, ils devraient également faire l’objet, en bonne et due forme, d’une procédure de rétablissement de l’état conforme.”
“Selon le dossier en l’état, toujours s’agissant de la remise agricole no R.________ au lieu-dit E.________ sur parcelle no T.________, une décision de permis de construire a été accordée le 2 septembre 2021 pour le raccordement aux eaux usées. Cette information n’émane pas du recourant. Le permis en question ne se trouve pas au dossier. Hors de la zone à bâtir, la construction de conduites souterraines servant au raccordement des maisons est soumise à autorisation (art. 23 LAT, art. 6 al. 1 let. q DPC en relation avec art. 7 al. 1 DPC). La DTT se permet à toutes fins utiles de rappeler que si ce permis devait avoir été octroyé par la seule commune, sans que l’affaire n’ait été transmise à l’OACOT afin que ce service rende sa décision (cf. art. 25 al. 2 LAT), alors ce permis serait frappé de nullité. Si tel devait être le cas, la commune devrait entreprendre en bonne et due forme une procédure de rétablissement de l’état conforme tendant à l’enlèvement du raccordement.”
Zur Wahrung des rechtlichen Gehörs obliegt den Kantonen die Regelung von Zuständigkeiten und Verfahren im Sinne von Art. 25 Abs. 1 RPG. Dazu gehört, ob und unter welchen Voraussetzungen bei Änderungen von Projekten eine erneute öffentliche Auflage erforderlich ist. Kantonale Erlasse können vorsehen, dass für unbedeutende Projektänderungen, die keine Interessen Dritter berühren und die Hauptmerkmale des Vorhabens nicht verändern, auf eine erneute öffentliche Auflage verzichtet werden kann.
“Soweit die Beschwerdeführenden beanstanden, die Änderungen seien nicht ordentlich publiziert worden, bemängeln sie primär einen verfahrensrechtlichen Aspekt zur Sicherung des rechtlichen Gehörs. Die Publikation eines Baugesuchs dient an sich Drittbetroffenen zur Wahrung ihrer Rechte (DAVID DUSSY, in: Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, 2016, Rz. 7.115) und betrifft damit einen verfahrensrechtlichen Aspekt zur Sicherung des rechtlichen Gehörs, welcher grundsätzlich durch die Kantone gewährleistet wird (vgl. Art. 25 Abs. 1 RPG). Wie auch vorliegend, werden die der Baueingabe zugehörigen Projektpläne während des Verfahrens häufig geändert oder ergänzt, sei es um Einwänden der Gemeinde oder von Einsprechenden Rechnung zu tragen, oder weil der Gesuchstellende sein Vorhaben ändern will. Es fragt sich, wieweit und unter welchen Voraussetzungen solche Änderungen zulässig sind (ausführlich dazu ZAUGG/LUDWIG, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl. 2020, N. 12 Art. 32-32d). Die Bestimmungen im Kanton Wallis sehen vor, dass für unbedeutende Arbeiten und Projektänderungen, die keine Interessen Dritter betreffen, von einer öffentlichen Auflage abgesehen werden kann (Art. 42 Abs. 3 des Baugesetzes des Kantons Wallis vom 15. Dezember 2016 [BauG/VS; SGS 705.1]). Art. 45 Abs. 1 der Bauverordnung des Kantons Wallis vom 22. März 2017 (BauV/VS; SGS 705.100) präzisiert, dass bei einer Projektänderung von einer öffentlichen Auflage abgesehen werden könne, wenn das Bauvorhaben in seinen Hauptmerkmalen gleich bleibt.”
Für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen ist vorgängig die kantonale Entscheidung nach Art. 25 Abs. 2 RPG darüber erforderlich, ob das Vorhaben zonenkonform ist oder eine Ausnahme bewilligt werden kann. Nach der etablierten Rechtsprechung kann ein von der Gemeinde erteilter Baubewilligungsentscheid in solchen Fällen ohne die vorgängige kantonale Entscheidung keine Wirkung entfalten; fehlt diese Zustimmung, ist der kommunale Entscheid nach der Rechtsprechung als nichtig anzusehen.
“et si le terrain est équipé (let. b). L'art. 103 LATC prévoit qu'aucun travail de construction ou de démolition, en surface ou en sous-sol, modifiant de façon sensible la configuration, l'apparence ou l'affectation d'un terrain ou d'un bâtiment, ne peut être exécuté avant d'avoir été autorisé (al. 1). Aux termes de l'art. 25 al. 2 LAT, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Dans ce cadre, l'art. 120 al. 1 let. a LATC, prévoit que les constructions hors des zones à bâtir ne peuvent être construites, reconstruites, agrandies, transformées ou modifiées dans leur destination, sans autorisation spéciale; l'autorité compétente est le département cantonal (cf. art. 81 al. 1 et 121 let. a LATC). Dans le canton de Vaud, la DGTL (respectivement l'ancien SDT dans le cas présent) est l'autorité compétente selon l'art. 25 al. 2 LAT pour décider si les projets situés hors de la zone à bâtir sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 4 al. 3 let. a LATC). Sans autorisation cantonale préalable, un permis de construire délivré par une commune hors de la zone à bâtir ne peut déployer aucun effet. Il est radicalement nul (ATF 132 II 21 consid. 3.2.2; ATF 111 Ib 213 consid. 5; TF 1C_537/2011 du 26 avril 2012 consid. 2.2.1; CDAP AC.2019.0203 du 2 juin 2020 consid. 3a et les références citées).”
“Il faut encore qu'il se soit fondé sur les assurances ou le comportement dont il se prévaut pour prendre des dispositions auxquelles il ne saurait renoncer sans subir de préjudice et que la réglementation n'ait pas changé depuis le moment. Or, même si l'assurance a été donnée, il faut encore que l'intérêt à l'application correcte du droit n'apparaisse pas prépondérant. Il est en effet nécessaire d’examiner individuellement chaque cas et l’aspect de la bonne foi n’est qu’un des éléments à prendre en compte (cf. ATF 143 V 95 consid. 3.6.2; arrêt TF 1C_622/2021 du 1er juin 2022 consid. 3.1.; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8e éd., 2020, no 699). 3.4. Dans la présente occurrence, le recourant ne peut rien tirer des permis communaux qui lui ont été octroyés. Il convient de rappeler que la Commune ne pouvait pas les délivrer seule, mais qu'une autorisation spéciale cantonale était requise. Ce vice de forme entraîne leur nullité (cf. arrêt TF 1C_182/2023 du 16 août 2024 consid. 4.5; art. 25 al. 2 LAT). Par ailleurs, le recourant a été mis au bénéfice, en 2002, d'un permis de construire en vue de la rénovation de sa ferme, permis dûment accompagné d'une autorisation spéciale. Il ne pouvait donc pas ignorer le régime juridique spécifique et l'exigence d'autorisation spéciale pour les travaux de construction en zone agricole. Il importe peu que le recourant ait agi seul ou avec l'assistance de mandataires. L'obligation de solliciter une autorisation spéciale pour les constructions en zone agricole est une règle de droit public fédéral, inscrite dans une loi au sens formel, et, selon la jurisprudence, il est bien établi que les autorisations de travaux en dehors des zones à bâtir ne peuvent être délivrées qu'avec le concours de l'autorité cantonale en raison des enjeux particuliers liés à l'aménagement du territoire dans ces secteurs (cf. TF 1C_709/2020 du 24 août 2021 consid. 4.2.2). Il est, par ailleurs, surprenant que le recourant soutienne que, faute de preuve stricte de la notification de l'autorisation spéciale du 8 octobre 2002, il ne saurait être retenu qu'il ne pouvait pas ignorer l'existence d'un tel régime.”
“Aux termes de l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. Cette exigence s'applique à l'ouvrage litigieux; du reste, la municipalité a considéré en 2011 que la construction du couvert nécessitait une autorisation. Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, il incombe à l'autorité cantonale compétente – le département chargé de l'aménagement du territoire, auquel est rattachée la DGTL – de décider s'ils sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 25 al. 2 LAT, art. 81, 120 al. 1 let. a et 121 al.1 let. a de la loi du 4 décembre 1985 sur l'aménagement du territoire et les constructions [LATC; BLV 700.11]; AC.2022.0241 du 15 juillet 2024 consid. 4a). Il n'est pas contesté que le couvert litigieux, accolé à un bâtiment d'habitation qui n'est pas nécessaire pour l'exploitation agricole d'un domaine, n'est pas conforme à l'affectation de la zone agricole. Une autorisation cantonale a posteriori (régularisation) ne pourrait être délivrée que dans le cadre d'une dérogation selon les art. 24 ss LAT. La validité de l'autorisation municipale du 5 septembre 2011 est subordonnée à l'octroi par la DGTL de cette autorisation spéciale.”
“Sur le vu de ce qui précède, le recours est admis et l'arrêt attaqué est annulé. La cause est renvoyée à la Municipalité de Bière (autorité désignée comme compétente selon les décisions des 24 et 29 septembre 2021 de la DGTL) afin que l'enfouissement de la ligne électrique sur la parcelle du recourant, sans autorisation de construire ni consentement du recourant, soit régularisé (art. 107 al. 2 LTF). S'agissant de travaux réalisés hors de la zone à bâtir, l'autorisation cantonale exigée par l'art. 25 al. 2 LAT devra être préalablement obtenue de la DGTL. Les frais judiciaires sont mis à la charge des intimés, dès lors que leurs conclusions sont écartées et qu'ils doivent être considérés comme la partie succombante (art. 66 al. 1 LTF); il en va de même pour l'indemnité de dépens allouée au recourant, lequel obtient gain de cause avec l'assistance d'un mandataire professionnel (art. 68 al. 2 LTF). La cause est également renvoyée à la cour cantonale pour nouvelle décision sur les frais et dépens de l'instance cantonale (art. 68 al. 5 in fine LTF). Par ces motifs, le Tribunal fédéral prononce :”
“Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, il incombe à l'autorité cantonale compétente – le département chargé de l'aménagement du territoire, auquel est rattachée la DGTL – de décider s'ils sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 25 al. 2 LAT, art. 81, 120 et 121 LATC). Conformément à l'art. 104 LATC, avant de délivrer le permis de construire, la municipalité s'assure que le projet est conforme aux dispositions légales et réglementaires et aux plans d’affectation légalisés ou en voie d’élaboration (al. 1). Elle vérifie si les autorisations cantonales et fédérales préalables nécessaires ont été délivrées (al. 2) et transmet aux autorités cantonales intéressées, dans les cas prévus à l'art. 120 LATC et dans tous ceux où l’autorisation ou l'approbation cantonale est requise, la demande d'autorisation et les pièces annexes, avant l'ouverture de l'enquête publique (art. 113 LATC). L'art. 75 al. 1 du règlement du 19 septembre 1986 d'application de la LATC (RLATC; BLV 700.11.1) précise que le permis ne peut être délivré par la municipalité avant l'octroi de l'autorisation spéciale cantonale. Le permis indique en effet les autorisations spéciales délivrées par l'Etat et reprend les conditions particulières posées par celles-ci pour l'exécution de l'ouvrage (art.”
In einzelnen Kantonen (insbesondere im Kanton Luzern) werden Weilerzonen seit 2018 als Nichtbauzonen behandelt, sodass Bauvorhaben darin gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG von einer kantonalen Behörde auf Zonenkonformität bzw. auf die Möglichkeit einer Ausnahmebewilligung überprüft werden; dies soll im betreffenden Kanton zu einer einheitlicheren Rechtsanwendung beitragen. In anderen Kantonen (z. B. Thurgau) wurden Behörden 2010 und erneut 2018 aufgefordert, die Zonenzuweisung bestehender Weiler zu überprüfen und an das Bundesrecht anzupassen.
“• Die Gebäude eines Weilers ergeben unter sich ein geschlossenes Siedlungsbild (d.h. in der Regel nicht mehr als rund 30 m Abstand zwischen den Wohnhäusern oder abgestimmt auf die traditionellen regionalen Siedlungsstrukturen mit aus der Topographie begründeten geringfügig grösseren Gebäudeabständen). • Der Weiler ist sodann räumlich klar getrennt von der Hauptsiedlung (mind. 200-300 m Abstand). Der von der Delegiertenversammlung LuzernPlus am 8. Juni 2018 beschlossene und mit Entscheid Nr. 1084 vom 30. Oktober 2018 vom Regierungsrat genehmigte regionale Teilrichtplan Weiler ordnet den Weiler D.________ dem Typus B zu. Als solcher gilt eine Kleinsiedlung, bei der landwirtschaftliche Bauten und Nutzungen mit anderen gemischt sind oder bei denen wenig landwirtschaftliche Bauten und Nutzungen bestehen. Die Weilerzone gemäss § 59a PBG ist in Nachachtung von Art. 3 RPV den Nichtbauzonen zugeordnet worden, mit der Folge, dass Bauvorhaben in der Weilerzone gemäss § 59a PBG ab 1. Januar 2018 mit Blick auf Art. 25 Abs. 2 RPG auch von einer kantonalen Behörde überprüft werden, was mit Bezug auf Weilerzonen im Kanton nicht zuletzt eine einheitliche Rechtsanwendung garantiert (LGVE 2018 IV Nr. 14 E. 3.3 mit Hinweisen).”
“Die Thurgauer Behörden wurden 2010 und erneut 2018 vom Bundesrat aufgefordert, die Zonenzuweisung der bestehenden Weiler zu überprüfen und Kleinsiedlungen einer bundesrechtskonformen Zone zuzuteilen. Auf die verfahrensrechtliche Problematik (Anwendbarkeit von Art. 25 Abs. 2 RPG in Zonen gemäss Art. 33 RPV) wurde der Kanton im Jahr 2018 aufmerksam, aufgrund des Entscheids BGE 145 II 83 und des bundesrätlichen Prüfberichts.”
Auch nach Erteilung einer kantonalen Sonderbewilligung gemäss Art. 25 Abs. 2 kann die Gemeindebehörde ein Baugesuch in der Landwirtschaftszone wegen Gründen der landschaftlichen Integration/Ästhetik ablehnen. Die Ablehnung stützt sich auf die allgemeine Ästhetik-Klausel (Art. 86 LATC) und muss sich auf eine sachgerechte Interessen- und Umständeabwägung stützen; sie darf nicht willkürlich erfolgen und hat die Ziele und sonstigen relevanten Vorgaben des übergeordneten Rechts zu berücksichtigen.
“La commune et les services cantonaux compétents disposent, en matière de constructions en zone agricole, de compétences parallèles sur les questions de préservation du paysage, d’intégration et d’esthétique (CDAP AC.2022.0294, AC.2022.0359, AC.2022.0365 du 2 avril 2024 consid. 6b/aa; AC.2023.0056 du 10 novembre 2023 consid. 5a). D’une part, les services cantonaux compétents doivent veiller au respect des art. 3 al. 2 let. b et 24 let. b LAT (CDAP AC.2023.0056 précité consid. 5a et la référence citée). D’autre part, même si l’autorisation cantonale spéciale a été délivrée (v. art. 25 al. 2 LAT), l’autorité communale reste habilitée, au nom de l’autonomie dont elle dispose dans ce domaine, à refuser un permis de construire pour un motif fondé sur la clause générale d’esthétique (v. art. 86 LATC) ou sur son droit communal (CDAP AC.2022.0294, AC.2022.0359, AC.2022.0365 précité consid. 6b/aa ; AC.2023.0205 du 2 février 2024 consid. 2b; TF 1C_228/2022, 1C_229/2022 du 22 février 2023 consid. 5.1.2 et l’arrêt cité). La clause générale d’esthétique prévue à l’art. 86 LATC impose en particulier à la municipalité de veiller à ce que les constructions, quelle que soit leur destination, ainsi que les aménagements qui leur sont liés, présentent un aspect architectural satisfaisant et s’intègrent à l’environnement (al. 1). Elle refuse le permis pour les constructions ou les démolitions susceptibles de compromettre l’aspect et le caractère d’un site, d’une localité, d’un quartier ou d’une rue, ou de nuire à l’aspect d’un édifice de valeur historique, artistique ou culturelle (al. 2). Les règlements communaux doivent contenir des dispositions en vue d’éviter l’enlaidissement des localités et de leurs abords (al.”
“Selon la jurisprudence, la commune et les services cantonaux compétents disposent, en matière de constructions en zone agricole, de compétences parallèles sur les questions de préservation du paysage, d'intégration et d'esthétique. D'une part, les services cantonaux compétents doivent tenir compte de ces points (cf. art. 3 al. 2 let. b LAT) dans l'application de l'art. 16a al. 1 LAT. D'autre part, même si l'autorisation spéciale cantonale a été délivrée (cf. art. 25 al. 2 LAT), l'autorité communale reste habilitée, au nom de l'autonomie dont elle dispose dans ce domaine, à refuser un permis de construire pour un motif fondé sur la clause générale d'esthétique (art. 86 LATC) ou sur son droit communal basé sur cette disposition (TF 1C_96/2918 du 11 octobre 2018 consid. 3.3.2). La décision de l'autorité communale ne doit cependant pas procéder d'un excès du pouvoir d'appréciation: elle doit reposer sur une appréciation adéquate des circonstances pertinentes, ne pas être guidée par des considérations étrangères à la réglementation applicable ni omettre de tenir compte des intérêts et autres éléments pertinents en présence, à l'instar des objectifs poursuivis par le droit supérieur, en particulier en matière d'aménagement du territoire (art. 1 et 3 LAT) (cf. ATF 145 I 52 consid. 3.6; TF 1C_639/2018 du 23 septembre 2019 consid. 3.1.3; 1C_540/2016 du 25 août 2017 consid. 2.2). Aussi, une autorité communale ne saurait-elle priver de toute portée les art. 16, 16a LAT et 34 OAT (cf.”
“La commune et les services cantonaux compétents disposent, en matière de constructions en zone agricole, de compétences parallèles sur les questions de préservation du paysage, d'intégration et d'esthétique. D'une part, les services cantonaux compétents doivent tenir compte de ces points (cf. art. 3 al. 2 let. b de la loi fédérale sur l'aménagement du territoire du 22 juin 1979 [LAT; RS 700]) dans l'application de l'art. 16a al. 1 LAT (précisé par l'art. 34 al. 4 de l'ordonnance sur l'aménagement du territoire du 28 juin 2000 [OAT; RS 700.1]), qui prévoit en substance que les constructions et installations nécessaires à l'exploitation agricole sont conformes à l'affectation de la zone agricole. D'autre part, même si l'autorisation spéciale cantonale a été délivrée (cf. art. 25 al. 2 LAT), l'autorité communale reste habilitée, au nom de l'autonomie dont elle dispose dans ce domaine, à refuser un permis de construire pour un motif fondé sur la clause générale d'esthétique (art. 86 LATC) ou sur son droit communal basé sur cette disposition (cf. arrêt 1C_80/2015 du 22 décembre 2015 consid. 2.3). La clause générale d'esthétique prévue, en droit vaudois, à l'art. 86 LATC, impose plus particulièrement à la municipalité de veiller à ce que les constructions, quelle que soit leur destination, ainsi que les aménagements qui leur sont liés, présentent un aspect architectural satisfaisant et s'intègrent à l'environnement (al. 1). Celle-ci peut refuser le permis de construire pour des projets susceptibles de compromettre l'aspect ou le caractère d'un site, d'une localité, d'un quartier ou d'une rue, ou de nuire à l'aspect d'un édifice de valeur historique, artistique ou culturelle (al. 2). Les règlements communaux doivent contenir des dispositions en vue d'éviter l'enlaidissement des localités et de leurs abords (al.”
“La commune et les services cantonaux compétents disposent, en matière de constructions en zone agricole, de compétences parallèles sur les questions de préservation du paysage, d'intégration et d'esthétique. D'une part, les services cantonaux compétents doivent tenir compte de ces points (cf. art. 3 al. 2 let. b de la loi fédérale sur l'aménagement du territoire du 22 juin 1979 [LAT; RS 700]) dans l'application de l'art. 16a al. 1 LAT (précisé par l'art. 34 al. 4 de l'ordonnance sur l'aménagement du territoire du 28 juin 2000 [OAT; RS 700.1]), qui prévoit en substance que les constructions et installations nécessaires à l'exploitation agricole sont conformes à l'affectation de la zone agricole. D'autre part, même si l'autorisation spéciale cantonale a été délivrée (cf. art. 25 al. 2 LAT), l'autorité communale reste habilitée, au nom de l'autonomie dont elle dispose dans ce domaine, à refuser un permis de construire pour un motif fondé sur la clause générale d'esthétique (art. 86 LATC) ou sur son droit communal basé sur cette disposition (cf. arrêt 1C_80/2015 du 22 décembre 2015 consid. 2.3). La clause générale d'esthétique prévue, en droit vaudois, à l'art. 86 LATC, impose plus particulièrement à la municipalité de veiller à ce que les constructions, quelle que soit leur destination, ainsi que les aménagements qui leur sont liés, présentent un aspect architectural satisfaisant et s'intègrent à l'environnement (al. 1). Celle-ci peut refuser le permis de construire pour des projets susceptibles de compromettre l'aspect ou le caractère d'un site, d'une localité, d'un quartier ou d'une rue, ou de nuire à l'aspect d'un édifice de valeur historique, artistique ou culturelle (al. 2). Les règlements communaux doivent contenir des dispositions en vue d'éviter l'enlaidissement des localités et de leurs abords (al.”
Werden Ufer als Zone zu schützen im Sinne von Art. 17 LAT ausgewiesen, kommt der dort geregelte Schutz‑ und Gestaltungsregime zur Anwendung; in solchen Fällen gelten die dortigen Vorgaben statt der üblichen Bauzonenregelungen und am Ufer vorgenommene Anlagen können als zonenwidrig gelten und benötigen eine besondere Bewilligung nach Art. 25 Abs. 2 RPG.
“32 LATC), ce sont les dispositions de la zone agricole, voire d'une zone de protection selon l'art. 17 LAT qui doivent s'appliquer. Il en résulte que les travaux entrepris sans droit ne sont pas conformes à la zone d'affectation (art. 16a et 17 LAT)". Il est évident que le périmètre du PEC n° 2, à tout le moins le secteur dont fait partie la parcelle litigieuse, n'a pas les caractéristiques d'une zone agricole au sens de l'art. 16 LAT; cette bande de terrain assez étroite, directement riveraine du lac et parcourue par un chemin pour piétons, ne se prête pas à l'exploitation agricole ni à l'horticulture productrice (cf. art. 16 al. 1 let. a LAT) et ce n'est pas un espace devant, dans l'intérêt général, être voué à l'agriculture (cf. art. 16 al. 1 let. b LAT). En réalité, seul le régime de la zone à protéger au sens de l'art. 17 LAT entre en considération, s'il faut retenir – comme la DGTL – que le périmètre du PEC n° 2 se trouve hors de la zone à bâtir, avec la conséquence que les aménagements extérieurs litigieux nécessitent une autorisation spéciale en vertu de l'art. 25 al. 2 LAT. L’art. 17 al. 1 let. a LAT pose le principe selon lequel "les zones à protéger comprennent les cours d'eau, les lacs et leurs rives" et le périmètre du PEC n° 2 comprend précisément une rive de lac. En droit cantonal, la définition des zones à protéger correspond à celle du droit fédéral (cf. art. 31 LATC: "les zones à protéger sont définies conformément à l'article 17 LAT"). La LAT énonce par ailleurs à son art. 3 plusieurs principes régissant l’aménagement du territoire. Il incombe ainsi aux autorités de préserver le paysage, notamment de "tenir libres les bords des lacs et des cours d’eau et de faciliter au public l’accès aux rives et le passage le long de celles-ci" (art. 3 al. 2 let. c LAT). La mise en œuvre de ce principe peut impliquer la création de zones à protéger. Cela ne signifie cependant pas que les bords des lacs doivent dans tous les cas rester libres de constructions et d’installations. Les autorités de planification peuvent créer des zones où sont autorisées des installations d’utilité publique (ports de plaisance, plage, etc.”
“Le PEC no 4a étant toujours en vigueur, il faut examiner sa portée en fonction des normes actuelles du droit de l'aménagement du territoire définissant l'affectation des zones. La LAT prévoit que les plans d'affectation délimitent en premier lieu les zones à bâtir, les zones agricoles et les zones à protéger (art. 14 al. 1 LAT), le droit cantonal pouvant instituer d'autres zones d'affectation (art. 18 al. 1 LAT). Il est évident que le périmètre du PEC no 4a, à tout le moins le secteur dont fait partie la parcelle no 267, n'a pas les caractéristiques d'une zone agricole au sens de l'art. 16 LAT; cette bande de terrain assez étroite supporte, dans la portion de rive en cause, un espace ensablé de baignade, de détente et de jeux au bord du lac, bordé par un chemin piétonnier en béton sur lequel donne la terrasse de l'hôtel-restaurant de la Plage. En réalité, seul le régime de la zone à protéger au sens de l'art. 17 LAT entre en considération s'il faut retenir – comme la DGTL – que le périmètre du PEC no 4a se trouve hors de la zone à bâtir, avec la conséquence que les aménagements extérieurs litigieux nécessitent une autorisation spéciale en vertu de l'art. 25 al. 2 LAT.”
Kann aus Planunterlagen hervorgehen, dass die Waldgrenze zurückgewichen ist und die freigewordene Fläche zwischen bestehender Bauzone und einer anderen (z. B. öffentlichen) Zone liegt, kann diese Fläche im Einzelfall als Teil der Bauzone betrachtet werden. Liegen keine schutzwürdigen Interessen Dritter bzw. kein erkennbarer Nachteil für das öffentliche Interesse vor und ist die künftige Zweckzuweisung evident, so kann eine vollständige Planungsrevision für die Erlaubnis kleiner Nebenanlagen unverhältnismässig sein. In solchen Fällen ist in der Regel eine kommunale Baubewilligung ausreichend und die kantonale Vorprüfung entfällt.
“Les panneaux solaires litigieux sont situés sur un espace de la parcelle des recourants qui se trouve pour partie en aire forestière. Le plan de situation figurant au dossier reprend cependant la limite forestière validée par l'inspecteur des forêts et montre que celle-ci a reculé depuis l'adoption du plan des zones communal (consid. 5b). Les dispositions de l'aire forestière ne sont donc plus applicables et il ne convient pas plus de se référer à l'art. 135 LATC, ledit plan étant postérieur à l'adoption de la loi (consid. 5c/aa et bb). La jurisprudence a déjà indiqué que l'espace libéré par la forêt n'est pas automatiquement affecté à la zone à bâtir et doit faire l'objet d'une planification. Toutefois, en l'espèce, l'espace libéré par la forêt est situé entre une zone à bâtir de faible densité et une zone d'utilité publique. Il ne fait donc pas de doute que cet espace sera attribué à la zone à bâtir. Dans ce cadre, les intérêts des voisins ne sont pas mis en péril. Il convient donc de statuer que la bande de terrain doit être considérée comme faisant partie de la zone à bâtir au sens de l'art. 25 LAT; une procédure complète de planification serait en l'espèce disproportionnée pour l'installation de petites installations annexes (consid. 5c/dd). L'installation de panneaux solaires est compatible avec les règles de la zone de faible densité et celles de la zone d'utilité publique (consid. 6). Même si la bande de terrain ne devait pas être assimilée à de la zone à bâtir, le principe de proportionnalité imposerait la régularisation de la structure (consid. 7.). Recours admis et cause renvoyée à la municipalité pour qu'elle autorise les panneaux solaires et statue sur la piscine. TRIBUNAL CANTONAL COUR DE DROIT ADMINISTRATIF ET PUBLIC Arrêt du 13 mai 2022 Composition M. Serge Segura, président; M. André Jomini, juge et Mme Pascale Fassbind-de Weck, assesseure. Recourants A.________ et B.________, à ********, représentés par Me Nicolas SAVIAUX, avocat, à Lausanne, Autorités intimées 1.”
“Le cercle des personnes touchées par un changement d'affectation correspondrait en substance à ceux disposant d'un intérêt digne de protection à s'opposer aux constructions érigées en application de la nouvelle planification (voir sur la qualité pour recourir en matière de planification: arrêt CDAP AC.2017.0018 du 27 avril 2017 consid. 1a). Or, on ne perçoit pas que les intérêts de ceux-ci soient mis en péril par une assimilation du terrain libéré à la zone à bâtir. En effet, le projet d'installation des panneaux solaires n'a pas fait l'objet d'oppositions, ce qui montre que les voisins considèrent probablement déjà cette partie de la parcelle n° 957 comme située en zone à bâtir. Dans un tel cas, il n'y a donc pas de préjudice particulier pour les tiers ou pour l'intérêt public à ce que le terrain libéré de la forêt soit intégré à la zone à bâtir (art. 15 LAT) en vue de l'examen de la conformité des panneaux solaires litigieux. En définitive, le présent arrêt ne modifie pas formellement l'affectation de la bande de terrain auparavant soumise au statut de l'aire forestière, mais il statue que cette bande de terrain doit être considérée comme faisant partie de la zone à bâtir au sens de l'art. 25 LAT, de sorte que l'exigence d'une autorisation cantonale, selon l'art. 25 al. 2 LAT, ne s'applique plus. En d'autres termes, en vue de la réalisation d'une construction ou d'une installation dans cette bande de terrain, un permis de construire communal est en principe suffisant (cf. art. 114 LATC) et l'autorisation cantonale préalable prévue à l'art. 120 al. 1 let. a LATC, pour les constructions hors des zones à bâtir (autorisation de la DGTL; cf. art. 121 let. a LATC), n'est pas requise. Exiger – comme paraît le faire la DGTL en l'espèce – une procédure complète de planification avant que de petites installations annexes puissent être autorisées dans le jardin de la maison des recourants, serait disproportionné; même une procédure simplifiée de révision du plan d'affectation au sens de l'art. 45 LATC, sans enquête publique ni adoption par le conseil communal, serait en l'occurrence une formalité superflue, avant l'examen de la possibilité de régulariser l'installation de quelques panneaux solaires.”
“Les panneaux solaires litigieux sont situés sur un espace de la parcelle des recourants qui se trouve pour partie en aire forestière. Le plan de situation figurant au dossier reprend cependant la limite forestière validée par l'inspecteur des forêts et montre que celle-ci a reculé depuis l'adoption du plan des zones communal (consid. 5b). Les dispositions de l'aire forestière ne sont donc plus applicables et il ne convient pas plus de se référer à l'art. 135 LATC, ledit plan étant postérieur à l'adoption de la loi (consid. 5c/aa et bb). La jurisprudence a déjà indiqué que l'espace libéré par la forêt n'est pas automatiquement affecté à la zone à bâtir et doit faire l'objet d'une planification. Toutefois, en l'espèce, l'espace libéré par la forêt est situé entre une zone à bâtir de faible densité et une zone d'utilité publique. Il ne fait donc pas de doute que cet espace sera attribué à la zone à bâtir. Dans ce cadre, les intérêts des voisins ne sont pas mis en péril. Il convient donc de statuer que la bande de terrain doit être considérée comme faisant partie de la zone à bâtir au sens de l'art. 25 LAT; une procédure complète de planification serait en l'espèce disproportionnée pour l'installation de petites installations annexes (consid. 5c/dd). L'installation de panneaux solaires est compatible avec les règles de la zone de faible densité et celles de la zone d'utilité publique (consid. 6). Même si la bande de terrain ne devait pas être assimilée à de la zone à bâtir, le principe de proportionnalité imposerait la régularisation de la structure (consid. 7.). Recours admis et cause renvoyée à la municipalité pour qu'elle autorise les panneaux solaires et statue sur la piscine. TRIBUNAL CANTONAL COUR DE DROIT ADMINISTRATIF ET PUBLIC Arrêt du 13 mai 2022 Composition M. Serge Segura, président; M. André Jomini, juge et Mme Pascale Fassbind-de Weck, assesseure. Recourants A.________ et B.________, à ********, représentés par Me Nicolas SAVIAUX, avocat, à Lausanne, Autorités intimées 1.”
Kantone können in ihren Verfahrensregeln vorsehen, dass bei sekundären oder von geringer Bedeutung geänderten Projektteilen keine erneute öffentliche Auflage erforderlich ist, sofern dadurch die Rechte Dritter nicht berührt werden. Diese Regelung dient der Verfahrensökonomie und verhindert, dass geringfügige Änderungen das gesamte Baubewilligungsverfahren von neuem auslösen.
“On ne saurait de toute manière voir dans la succession à elle seule de deux mises à l'enquête à six années d'intervalle la volonté d'éluder les prescriptions en matière de mise à l'enquête et plus généralement de procédure de permis de construire. Dans la mesure où la première demande date de 2016 et que la seconde de 2022, alors même que la procédure initiale n'avait toujours pas abouti, on peut par ailleurs tout à fait concevoir que la situation a évolué et que c'est au fil du temps que l'intimée s'est décidée à changer l'affectation des deux bâtiments existants (non destinés à la destruction) et à procéder à différents aménagements sans toutefois toucher à l'essence même de ces deux immeubles, au contraire de la première procédure. Le grief des recourants doit dès lors être rejeté. 5.2. 5.2.1 Selon l’art. 140 al. 1 1ère phrase LATeC, toute demande de permis de construire faisant l’objet de la procédure ordinaire doit être mise à l’enquête publique afin que toutes les personnes potentiellement concernées par la requête de permis soient orientées et puissent faire valoir leur droit d’être entendues au sens de l’art. 29 al. 2 Cst. (arrêt TF 1C_478/2008 du 28 août 2009 consid. 2.3; cf. art. 25 LAT). Aux termes de l’art. 97 du règlement cantonal du 1er décembre 2009 d'exécution de la loi sur l'aménagement du territoire et les constructions (ReLATeC; RSF 710.11), lorsqu’un projet est modifié pendant la procédure ou après la décision de l’autorité compétente, il est procédé à une nouvelle enquête selon les formes prévues à l’art. 140 LATeC et à l’art. 92 ReLATeC (al. 1). Lorsqu’il s’agit de modifications secondaires apportées durant la procédure, celle-ci peut suivre son cours sans nouvelle mise à l’enquête, dans la mesure où ces modifications ne touchent pas le droit des tiers (al. 2). L’art. 97 ReLATeC permet d’éviter qu’une modification de moindre importance apportée au projet initial ne conduise à devoir reprendre une nouvelle procédure d’autorisation de construire (pour le droit bernois similaire: Zaugg/Ludwig, in Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern vom 9. Juni 1985, 5ème éd. 2020, art. 32-32d n. 12 ss). Pour le Tribunal fédéral, cette règle répond à un souci d’économie de procédure et tend à éviter qu’une modification du projet de moindre importance ne conduise systématiquement à la reprise ab ovo de toute la procédure d’autorisation de construire.”
“________ SA – également réalisateur des plans de constructions des chalets litigieux – dans le quartier de O.________, que "l’abornement possède un poids prépondérant et est présumé donner une exacte représentation des limites tant que la mensuration proprement dite n’est pas terminée et n’a pas été approuvée". Il tient "pour fortement vraisemblable que les écarts constatés sur les points-limites proviennent de l’imprécision de la digitalisation et de la numérisation ainsi que des éléments qui ont servi de base au calcul des coordonnées des points-limites actuellement enregistrés dans la base de données de la mensuration officielle". 7.2. Selon l’art. 140 al. 1, 1ère phrase, LATeC, toute demande de permis de construire faisant l’objet de la procédure ordinaire doit être mise à l’enquête publique afin que toutes les personnes potentiellement concernées par la requête de permis soient orientées et puissent faire valoir leur droit d’être entendues au sens de l’art. 29 al. 2 Cst. (arrêt TF 1C_478/2008 du 28 août 2009 consid. 2.3; cf. art. 25 LAT). Aux termes de l’art. 97 ReLATeC, lorsqu’un projet est modifié pendant la procédure ou après la décision de l’autorité compétente, il est procédé à une nouvelle enquête selon les formes prévues à l’art. 140 LATeC et à l’art. 92 ReLATeC (al. 1). Lorsqu’il s’agit de modifications secondaires apportées durant la procédure, celle-ci peut suivre son cours sans nouvelle mise à l’enquête, dans la mesure où ces modifications ne touchent pas le droit des tiers (al. 2). L’art. 97 ReLATeC permet d’éviter qu’une modification de moindre importance apportée au projet initial ne conduise à devoir reprendre une nouvelle procédure d’autorisation de construire (pour le droit bernois similaire: Zaugg/Ludwig, in Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern vom 9. Juni 1985, 5ème éd. 2020, art. 32-32d n. 12 ss). Pour le Tribunal fédéral, cette règle répond à un souci d’économie de procédure et tend à éviter qu’une modification du projet de moindre importance ne conduise systématiquement à la reprise ab ovo de toute la procédure d’autorisation de construire.”
Widersprüchliche Äusserungen oder Unterlassen kantonaler Stellen können allenfalls als konkludente Zustimmung zu einem ausserhalb der Bauzone geplanten Vorhaben gewertet werden; ob eine solche konkludente Zustimmung vorliegt, kann im Einzelfall jedoch offenbleiben. Eine allenfalls entstandene Zustimmung kann widerrufen werden und ist an die Voraussetzungen von Art. 25 Abs. 2 RPG gebunden.
“In einem Schreiben vom 24. Mai 2016 und in einer E-Mail Nachricht vom 3. Juni 2016 zuhanden der Gemeinde haben die Dienststelle Raum und Wirtschaft bzw. der damalige Dienststellenleiter sich dahingehend geäussert, dass eine kantonale Bewilligung für das Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen nicht erteilt werden könne. Gleichzeitig wurde der Gemeinde indessen zu verstehen gegeben, sie könne das geänderte Bauvorhaben allenfalls in eigener Kompetenz genehmigen, was die Gemeinde am 29. Juni 2016 denn auch getan hat. Die erwähnten Mitteilungen der Dienststelle Raum und Wirtschaft bzw. des damaligen Dienststellenleiters an die Gemeinde sind widersprüchlich und inhaltlich teilweise falsch. Mit Blick auf Art. 25 Abs. 2 RPG klar falsch ist der Hinweis darauf, die Gemeinde könne das geänderte Bauvorhaben allenfalls in eigener Kompetenz bewilligen. Andererseits hat die Dienststelle mit den erwähnten Schreiben jedenfalls eine ausdrückliche Bewilligung im Sinne von Art. 25 Abs. 2 RPG für das geänderte Bauvorhaben nicht erteilt, sondern eine kantonale Bewilligung für das geänderte Bauvorhaben vielmehr ausgeschlossen. Die Beschwerdeführerinnen weisen indessen zu Recht darauf hin, dass die Dienststelle, auch nachdem sie von der Bewilligung der Gemeinde vom 29. Juni 2016 Kenntnis erhalten hat, nicht sofort reagiert und namentlich den Entscheid der Gemeinde nicht während der Rechtsmittelfrist angefochten hat. Ob im beschriebenen Verhalten der Dienststelle Raum und Wirtschaft zwar keine ausdrückliche, aber - wie die Beschwerdeführerinnen vorbringen - allenfalls eine konkludente Zustimmung zum geänderten Bauvorhaben erblickt werden könnte und ob dieses Verhalten allenfalls dazu geführt haben könnte, dass die Baubewilligung der Gemeinde vom 29. Juni 2016 - entgegen § 182 Abs. 2 Satz 1 PBG/LU und dem Grundsatz gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 25 Abs. 2 RPG - nicht nichtig ist, kann mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen offen bleiben.”
“1 hiervor), konnte die Bauherrin trotz der von der Gemeinde am 29. Juni 2016 erteilten Baubewilligung und des kommunalen Entscheids vom 22. März 2017 nicht berechtigterweise darauf vertrauen, das geänderte Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen sei rechtskonform. Sodann äussert sich die Bauherrin auch nicht substanziiert dazu, inwiefern sie nach dem 29. Juni 2016 nicht wieder rückgänging zu machende Dispositionen getroffen hätte. Und schliesslich stünde dem Vertrauensschutz auch das grosse öffentliche Interesse an der Beachtung und Durchsetzung der bundesrechtlichen Vorschriften für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen bzw. an der Einhaltung des raumplanungsrechtlichen Trennungsprinzips (vgl. E. 6.1 hiervor) entgegen. Sofern somit das Verhalten der Dienststelle Raum und Wirtschaft als konkludente Zustimmung zum geänderten Bauvorhaben einzustufen wäre, hätte sie eine entsprechende Zustimmung mit ihren Entscheiden vom 26. September 2016 bzw. vom 22. Januar 2020 zu Recht widerrufen, ohne Art. 9 BV oder § 116 Abs. 1 VRG/LU zu verletzen. Mit Blick auf Art. 25 Abs. 2 RPG folgerichtig hat am 30. September 2020 der Gemeinderat seine früheren, dem geänderten Bauvorhaben zustimmenden Entscheide ebenfalls widerrufen und unter Hinweis auf die Entscheide der Dienststelle verfügt, das geänderte Bauvorhaben könne nicht bewilligt werden.”
Gemäss Art. 25 Abs. 3 RPG ist die zuständige kantonale Behörde bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone dafür zuständig, über Zonenkonformität oder die Erteilung einer Ausnahmebewilligung zu entscheiden. Blosse Untätigkeit der Behörde begründet nicht automatisch eine Vollzugsverweigerung; hierfür muss gestützt auf den Entscheid nachgewiesen werden, dass die Behörde von den vorschriftswidrigen Zuständen Kenntnis hatte und trotz dieser Kenntnis ihre subsidiäre Zuständigkeit nicht wahrgenommen hat.
“Schliesslich ist auf die Bestimmung von Art. 94 Abs. 2 KRG hinzuweisen. Danach ist für den Erlass und die Durchsetzung von Wiederherstellungsverfügungen zwar die kommunale Baubehörde zuständig (Satz 1). Bei vorschriftswidrigen Zuständen ausserhalb der Bauzonen trifft indessen die BAB-Behörde (d.h. das kantonale Amt für Raumentwicklung Graubünden) die erforderlichen Massnahmen, sofern die kommunale Baubehörde trotz Aufforderung durch den Kanton untätig bleibt (Satz 2). Gemäss dem angefochtenen Entscheid und den Akten wurde zwar das ursprüngliche Baugesuch vom 2. Juli 2009 von der BAB-Behörde beurteilt, nicht aber das nachträgliche vom 22. August 2014, obwohl gemäss Art. 25 Abs. 3 RPG bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen die zuständige kantonale Behörde entscheidet, ob sie zonenkonform sind oder ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Dass die BAB-Behörde von den teilweise vorschriftswidrigen Zuständen auf der in einer Nichtbauzone gelegenen Wiesner Alp Kenntnis hätte, ist somit nicht belegt. Unter diesen Umständen kann aber nicht von einer eigentlichen Vollzugsverweigerung im Sinne der Rechtsprechung gesprochen werden (Urteil 1C_398/2011 vom 7. März 2012 E. 3.9). Eine solche läge erst vor, wenn auch die BAB-Behörde trotz Kenntnis der vorschriftswidrigen Zustände ihre subsidiäre Zuständigkeit nach Art. 94 Abs. 2 KRG nicht wahrnehmen würde und ebenfalls untätig bliebe. Auch dieser Umstand wird von der Vorinstanz zu berücksichtigen sein.”
Die kantonale Mitwirkungspflicht nach Art. 25 Abs. 2 RPG gilt für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen. Daraus folgt in bestätigten Konstellationen, namentlich bei Bodeneingriffen in Erholungszonen, bei Leitungsverlegungen sowie in Verfahren im Zusammenhang mit dem bäuerlichen Bodenrecht (LDFR), eine Beteiligung der zuständigen kantonalen Behörde. Weiter darf sich die kantonale (bzw. kommunale) Behördenebene nicht durch Untätigkeit der bundesrechtlich vorgesehenen Zuständigkeit entziehen.
“A., Wädenswil 2019, S. 165; Monika Mörikofer Fässler, Bauten und Anlagen in Freihalte- und Erholungszonen, in: pbg-aktuell 1/2017, S. 5 ff., 22). Zu beachten ist, dass die Auflistung im Anhang BVV nicht abschliessend ist (vgl. lit. b des Ingresses zum Anhang BVV). Die Mitwirkungspflicht der kantonalen Behörde bei der Beurteilung von Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen ergibt sich aus dem direkt anwendbaren Art. 25 Abs. 2 RPG (vgl. VGr, 22. Oktober 2020, VB.2019.00630, E. 4.3, in: BEZ 2021 Nr. 3; VGr, 23. April 2015, VB.2014.00523, E. 4.3). Einzuhalten ist dabei auch die Koordinationspflicht gemäss Art. 25a RPG. So hat die Rechtsprechung eine kantonale Zuständigkeit bei einem Bodeneingriff in einer Erholungszone ausserhalb der Bauzonen schon im Lichte der vor der BVV-Revision vom 29. April 2015 geltenden Fassung bejaht und dabei den Einwand zurückgewiesen, dass die Gemeinden damals allein zuständig gewesen wären, um die Zulässigkeit von Bauten und Anlagen in dieser Zone festzulegen (BGr, 4. April 2016, 1C_256/2015, E. 3.5). Daraus folgt, dass jedenfalls bei einem Baugesuch in einer Erholungszone ausserhalb der Bauzonen, das relevante Bodeneingriffe vorsieht, eine kantonale Mitwirkungspflicht unabhängig von der Frage der Zonenkonformität des Bauprojekts gegeben ist.”
“Im gleichen Sinne kann der in Art. 35 FMG gewährte Anspruch auf die Bewilligung der Sondernutzung von Boden im Gemeingebrauch zur Verlegung von Fernmeldeleitungen nicht dazu führen, dass für diese Leitungen die bundesrechtlichen raumplanerischen und umweltschutzrechtlichen Regelungen bezüglich der Errichtung von Bauten und Anlagen nicht gelten sollen (vgl. RÜSSLI, a.a.O., S. 362). Zu diesen Regelungen gehört Art. 22 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451), der bei Bauvorhaben, die zu einer Beseitigung der Ufervegetation führen, eine Bewilligung der zuständigen kantonalen Behörde verlangt. Gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG entscheidet die zuständige BGE 150 II 489 S. 502 kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Die damit verlangte kantonale Mitwirkung für bewilligungspflichtige bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone ist für die Einhaltung des raumplanungsrechtlichen Trennungsprinzips grundlegend (Urteil 1C_709/2020 vom 24. August 2021 E. 4.2.2 mit Hinweisen). Sie soll die einheitliche und rechtsgleiche Beurteilung von Ausnahmegesuchen durch eine fachlich kompetente, den Gemeinden übergeordnete Behörde sicherstellen (BGE 128 I 254 E. 3.5 und 3.8.4). Mit dieser Zielsetzung wäre nicht vereinbar, für die Verlegung von Fernmeldeleitungen im Gemeindeboden ausserhalb der Bauzonen die kommunale Bewilligung der Sondernutzung dieses Bodens gemäss Art. 35 FMG genügen zu lassen, zumal darauf ein Anspruch besteht, wenn der Gemeingebrauch des Bodens nicht beeinträchtigt wird. Davon geht auch die Beschwerdeführerin aus, wenn sie in ihrer Replik ausführt, die Bewilligungen im Sinne von Art.”
“Une de celles-ci veut que les constructions et installations qui ont été érigées sur la parcelle doivent l'avoir été de manière légale, que ce soit par le biais d'une autorisation au sens des art. 22 et 24 ss de la loi du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire (LAT; RS 700), ou qu'elles aient été implantées avant l'entrée en force de cette loi, respectivement lorsque l'immeuble se trouvait dans une zone alors constructible (art. 24c LAT; cf. ATF 139 III 327 consid. 3.3; arrêt TF 2C_458/2021 du 2 décembre 2021 consid. 4.1). Ainsi, la procédure en matière de droit foncier rural implique une décision en matière de droit des constructions, selon l'art. 4a ODFR. D'après l'art. 4a ODFR, dans la procédure d'octroi d'une dérogation à l'interdiction de partage matériel ou de morcellement, de même que dans la procédure d'octroi d'une décision en constatation y relative ou de non-application de la LDFR, l'autorité compétente en matière d'autorisation au sens de cette loi transmet le dossier pour décision à l'autorité cantonale compétente en matière de construction hors de la zone à bâtir (art. 25 al. 2 LAT) lorsqu'une construction ou une installation se trouve sur le bien-fonds concerné et qu'elle est située hors de la zone à bâtir au sens du droit de l'aménagement du territoire (al. 1). L'autorité compétente en matière d'autorisation au sens de la LDFR ne se prononce alors que s'il existe une décision exécutoire fondée sur le droit de l'aménagement du territoire et constatant la légalité de l'affectation de la construction ou de l'installation (al. 2). Il n'est pas nécessaire de procéder à la coordination des procédures s'il est évident qu'aucune dérogation au sens de la LDFR ne peut être accordée (al. 3 let. a) ou que le bien‑fonds considéré doit rester soumis à la LDFR (al. 3 let. b). Ainsi, lorsqu'une demande en partage matériel, en morcellement ou en soustraction à la loi sur le droit foncier rural est soumise à l'autorité compétente en matière de droit foncier rural, l'art. 4a ODFR lui impose de requérir une décision de l'autorité compétente en matière d'aménagement du territoire, décision dans laquelle sera examinée la légalité des constructions et installations présentes sur la parcelle en cause (cf.”
“E. 9.1. und 9.3). Es geht nicht an, dass unter dem Titel der Prüfung der Wiederherstellung der formelle Anschein erweckt wird, die kommunale Baubewilligungsbehörde handle im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs, wenn die materielle Gesamtbetrachtung ergibt, dass die nicht bloss vorübergehende Duldung der Umnutzungen einer nachträglichen Ausnahmebewilligung nach den Art. 24 ff. RPG gleichkommt, für welche nach dem Gesagten ausschliesslich die Dienststelle rawi zuständig ist (Art. 25 Abs. 2 RPG und § 182 Abs. 1 PBG i.V.m. § 51 Abs. 1 der Planungs- und Bauverordnung [PBV; SRL Nr. 736]). Denn dann könnten sich die kommunalen Behörden der bundesrechtlichen Verpflichtung, die Unterbindung formell und materiell rechtswidriger Nutzungen ausserhalb der Bauzonen anzuordnen, durch Untätigkeit entziehen, womit die einheitliche Anwendung des Bundesrechts und der Trennungsgrundsatz in Frage gestellt würden (vgl. BGE 147 II 309 E. 5.5). Mit ihrer Duldungsverfügung setzt sich die Vorinstanz inhaltlich in Widerspruch zur verweigerten Bewilligung der kantonalen Behörde und verletzt damit auch das Gebot zur materiellen Koordination gemäss Art. 25a RPG Abs. 3 RPG.”
Eingriffe im öffentlichen Gewässerdomaine bzw. an Uferbereichen ausserhalb der Bauzone unterliegen der Prüfung durch die zuständige kantonale Behörde. In den zitierten Fällen wurde eine einfache Baubewilligung als unzureichend angesehen; es können vorgängige Planungs- oder Spezialplanungsverfahren bzw. eine gesonderte kantonale Autorisation erforderlich sein, damit alle betroffenen Interessen systematisch ermittelt und gegeneinander abgewogen werden können.
“Cette procédure sera coordonnée à la procédure LATC et à la demande de permis de construire. Vu ce qui précède le projet doit faire l'objet d'une nouvelle demande auprès des autorités cantonales et sera constitué de trois parties distinctes. Les trois procédures seront coordonnées conformément à l'art. 25a de la loi fédérale sur l'aménagement du territoire (LAT; BLV [recte: RS] 700)." La Direction générale du territoire et du logement (DGTL), Division Hors zone à bâtir, refusait également de délivrer l'autorisation spéciale requise pour les motifs suivants: "Le projet de réaménagement de la place du marché est situé en majeure partie à l’intérieur de la zone à bâtir selon le plan général d’affectation de la commune de Vevey. Une partie des travaux projetés est située à l’intérieur du domaine public des eaux (DP 9009), soit hors de la zone à bâtir. En conséquence, la partie des travaux projetés à l’intérieur du domaine public des eaux, est soumise à autorisation de notre direction (art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3 let. a LATC). Nous constatons que les travaux situés à l’intérieur du domaine public des eaux sont liés au projet de création d’une plateforme en cours de procédure (demande de permis de construire CAMAC n° 196092) et visent à aménager une plage publique sur la rive du lac. Selon l’article 2 LAT, les tâches dont l’accomplissement a des effets sur l’organisation du territoire doivent faire l’objet de plans d’aménagement concordés. Les besoins pour la création de plages et de points de baignade dans l’agglomération de Vevey-Montreux sont reconnus dans le plan directeur des rives vaudoises du lac Léman, qui juge la situation actuelle peu satisfaisante étant donné l’importante population. Cependant, vu les impacts liés à l’intensification des activités humaines sur le domaine public des eaux, la création d’une nouvelle plage est une intervention trop conséquente pour faire l’objet d’une simple autorisation dans le cadre d’une procédure de demande de permis de construire. Un tel projet devra être soumis à une procédure de planification dans le cadre de laquelle tous les intérêts en présence pourront être identifiés de manière précise et faire l’objet d’une pesée.”
“Il en ressort que la Direction générale du territoire et du logement, Division Hors zone à bâtir (DGTL/HZB; ci-après DGTL ou l'autorité intimée I) refuse de délivrer l'autorisation requise. Son préavis est le suivant : "SITUATION / PROJET Selon le plan de situation du géomètre du 31 mars 2020, ce projet est situé dans le domaine public des eaux DP 9006, ainsi que sur la parcelle n° 1204 affectée en zone de villas, en zone verte et en zone de non-bâtir du plan d'extension cantonal (PEC) n° 12c. Selon l'addenda au règlement du PEC n° 12, du 26 juillet 1966, les constructions et installations prévues dans le PEC n° 12 doivent faire l'objet d'une autorisation préalable de la Direction générale du territoire et du logement, au sens des dispositions de l'article 120 lettre d LATC [ndr loi du 4 décembre 1985 sur l'aménagement du territoire et les constructions ; BLV 700.11]. Les travaux étant prévus hors de la zone à bâtir, ce projet requiert une autorisation de notre direction générale (art. 25 al. 2 LAT [ndr loi fédérale du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire ; RS 700], 4 al. 3 let. a et 120 al. 1 let. a LATC). Le projet consiste à construire un garage à bateau au sud-ouest de la parcelle, 2 rails de mise à l'eau d'une longueur de 16 mètres dans le DP des eaux, se prolongeant sur la rive et dans le garage, ainsi qu'un ponton d'une longueur de 10 mètres, sur pilotis. Dans le cadre de la demande CAMAC n° 187415, la DGTL (alors SDT) a refusé, le 22 juillet 2019, de délivrer son autorisation pour la construction d'un ponton d'une longueur de 18 mètres et l'installation d'une bouée sur corps-mort, à 10 mètres au large du ponton. Cette décision n'a pas fait l'objet d'un recours auprès de la CDAP [ndr Cour de droit administratif et public du Tribunal cantonal]. CONTEXTE LEGAL / EXAMEN Selon addenda au règlement du PEC n° 12, du 26 juillet 1966, la zone de non bâtir est caractérisée par l'interdiction de bâtir à l'exception des constructions et installations publiques telles que notamment: stations de pompage, installation pour le transport et le traitement des eaux usées, plage et installations sportives.”
Die kantonale Behörde kann für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen das Einreichen formeller Unterlagen verlangen; in der zitierten Rechtssache wurden namentlich ein Nachweis über die bisherigen Arbeiten, ein fotografisches Dossier der Fassaden und eine Begründung der Terrassierungen verlangt. Waren die Gesuchsteller von der Behörde entsprechend informiert, konnten sie sich nicht auf Unkenntnis oder Gutgläubigkeit berufen, als sie die Arbeiten ohne vorgängige kantonale Bewilligung ausführten.
“Les recourants ne sauraient invoquer leur bonne foi concernant les travaux réalisés de manière non conforme aux plans établis le 23 juin 2014 et au permis de construire délivré le 17 juillet 2014 sur la base de ces plans. Ils ne peuvent davantage se prévaloir d'aucune assurance concrète de la part de l'autorité cantonale compétente en matière d'autorisation hors zone à bâtir auxquelles ils se seraient fiés en toute confiance s'agissant des aménagements extérieurs, dont ils ne contestent au demeurant pas la non-conformité au droit fédéral. Au contraire, l'architecte mandaté par A.________ avait adressé le 16 juin 2011, soit avant la constitution et l'acquisition du droit distinct et permanent, un projet de transformation du chalet pour préavis au Service du développement territorial. Le 14 juillet 2011, ce dernier l'avait rendu attentif au fait que tous projets ou travaux relatifs à la parcelle n° 3213, comprise dans la zone agricole du plan général d'affectation communal, requéraient une autorisation cantonale en vertu des art. 25 al. 2 LAT et 120 al. 1 let. a de la loi vaudoise sur l'aménagement du territoire et les constructions (LATC), réclamant entre autres documents un historique des travaux réalisés sur le chalet et aux alentours, un dossier photographique des façades du bâtiment et de ses abords ainsi qu'une justification des terrassements projetés. Les recourants n'ignoraient dès lors pas que les aménagements extérieurs réalisés nécessitaient l'aval du Service du développement territorial et devaient lui être soumis préalablement à leur exécution, indépendamment de ce que le droit distinct et permanent de superficie leur permettait, le cas échéant, de réaliser. Ils ont au demeurant entrepris les travaux litigieux sans s'assurer auparavant auprès de la Municipalité qu'ils respectaient le cadre de ce qui pouvait être toléré à titre d'entretien ou, s'agissant du jardin, à titre d'agrément selon le contrat de servitude. Dans ces circonstances, ils ne sauraient arguer de leur bonne foi pour s'opposer à la suppression des aménagements extérieurs et à la remise en état des lieux.”
Kann ein Geländeabschnitt, der zuvor dem Waldstatus unterlag, im konkreten Fall als Teil der Zone zu Bauen im Sinne von Art. 25 LAT zu behandeln sein, entfällt die kantonale Genehmigungspflicht nach Art. 25 Abs. 2 LAT; für die Bewilligung einer dort vorgesehenen baulichen Anlage kann dann grundsätzlich ein kommunales Baubewilligungsverfahren ausreichen.
“Le cercle des personnes touchées par un changement d'affectation correspondrait en substance à ceux disposant d'un intérêt digne de protection à s'opposer aux constructions érigées en application de la nouvelle planification (voir sur la qualité pour recourir en matière de planification: arrêt CDAP AC.2017.0018 du 27 avril 2017 consid. 1a). Or, on ne perçoit pas que les intérêts de ceux-ci soient mis en péril par une assimilation du terrain libéré à la zone à bâtir. En effet, le projet d'installation des panneaux solaires n'a pas fait l'objet d'oppositions, ce qui montre que les voisins considèrent probablement déjà cette partie de la parcelle n° 957 comme située en zone à bâtir. Dans un tel cas, il n'y a donc pas de préjudice particulier pour les tiers ou pour l'intérêt public à ce que le terrain libéré de la forêt soit intégré à la zone à bâtir (art. 15 LAT) en vue de l'examen de la conformité des panneaux solaires litigieux. En définitive, le présent arrêt ne modifie pas formellement l'affectation de la bande de terrain auparavant soumise au statut de l'aire forestière, mais il statue que cette bande de terrain doit être considérée comme faisant partie de la zone à bâtir au sens de l'art. 25 LAT, de sorte que l'exigence d'une autorisation cantonale, selon l'art. 25 al. 2 LAT, ne s'applique plus. En d'autres termes, en vue de la réalisation d'une construction ou d'une installation dans cette bande de terrain, un permis de construire communal est en principe suffisant (cf. art. 114 LATC) et l'autorisation cantonale préalable prévue à l'art. 120 al. 1 let. a LATC, pour les constructions hors des zones à bâtir (autorisation de la DGTL; cf. art. 121 let. a LATC), n'est pas requise. Exiger – comme paraît le faire la DGTL en l'espèce – une procédure complète de planification avant que de petites installations annexes puissent être autorisées dans le jardin de la maison des recourants, serait disproportionné; même une procédure simplifiée de révision du plan d'affectation au sens de l'art. 45 LATC, sans enquête publique ni adoption par le conseil communal, serait en l'occurrence une formalité superflue, avant l'examen de la possibilité de régulariser l'installation de quelques panneaux solaires.”
Bei umfangreichen Eingriffen ausserhalb der Bauzone (z. B. Anlagen im Bereich des öffentlichen Gewässergrunds) kann die zuständige kantonale Behörde verlangen, dass anstelle einer Einzelbewilligung ein Planungs- oder Abstimmungsverfahren durchgeführt wird; kantonale Prüfungen können daher eine umfassende planerische Abklärung und Koordination verlangen.
“Cette procédure sera coordonnée à la procédure LATC et à la demande de permis de construire. Vu ce qui précède le projet doit faire l'objet d'une nouvelle demande auprès des autorités cantonales et sera constitué de trois parties distinctes. Les trois procédures seront coordonnées conformément à l'art. 25a de la loi fédérale sur l'aménagement du territoire (LAT; BLV [recte: RS] 700)." La Direction générale du territoire et du logement (DGTL), Division Hors zone à bâtir, refusait également de délivrer l'autorisation spéciale requise pour les motifs suivants: "Le projet de réaménagement de la place du marché est situé en majeure partie à l’intérieur de la zone à bâtir selon le plan général d’affectation de la commune de Vevey. Une partie des travaux projetés est située à l’intérieur du domaine public des eaux (DP 9009), soit hors de la zone à bâtir. En conséquence, la partie des travaux projetés à l’intérieur du domaine public des eaux, est soumise à autorisation de notre direction (art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3 let. a LATC). Nous constatons que les travaux situés à l’intérieur du domaine public des eaux sont liés au projet de création d’une plateforme en cours de procédure (demande de permis de construire CAMAC n° 196092) et visent à aménager une plage publique sur la rive du lac. Selon l’article 2 LAT, les tâches dont l’accomplissement a des effets sur l’organisation du territoire doivent faire l’objet de plans d’aménagement concordés. Les besoins pour la création de plages et de points de baignade dans l’agglomération de Vevey-Montreux sont reconnus dans le plan directeur des rives vaudoises du lac Léman, qui juge la situation actuelle peu satisfaisante étant donné l’importante population. Cependant, vu les impacts liés à l’intensification des activités humaines sur le domaine public des eaux, la création d’une nouvelle plage est une intervention trop conséquente pour faire l’objet d’une simple autorisation dans le cadre d’une procédure de demande de permis de construire. Un tel projet devra être soumis à une procédure de planification dans le cadre de laquelle tous les intérêts en présence pourront être identifiés de manière précise et faire l’objet d’une pesée.”
“Cette procédure sera coordonnée à la procédure LATC et à la demande de permis de construire. Vu ce qui précède le projet doit faire l'objet d'une nouvelle demande auprès des autorités cantonales et sera constitué de trois parties distinctes. Les trois procédures seront coordonnées conformément à l'art. 25a de la loi fédérale sur l'aménagement du territoire (LAT; BLV [recte: RS] 700)." La Direction générale du territoire et du logement (DGTL), Division Hors zone à bâtir, refusait également de délivrer l'autorisation spéciale requise pour les motifs suivants: "Le projet de réaménagement de la place du marché est situé en majeure partie à l’intérieur de la zone à bâtir selon le plan général d’affectation de la commune de Vevey. Une partie des travaux projetés est située à l’intérieur du domaine public des eaux (DP 9009), soit hors de la zone à bâtir. En conséquence, la partie des travaux projetés à l’intérieur du domaine public des eaux, est soumise à autorisation de notre direction (art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3 let. a LATC). Nous constatons que les travaux situés à l’intérieur du domaine public des eaux sont liés au projet de création d’une plateforme en cours de procédure (demande de permis de construire CAMAC n° 196092) et visent à aménager une plage publique sur la rive du lac. Selon l’article 2 LAT, les tâches dont l’accomplissement a des effets sur l’organisation du territoire doivent faire l’objet de plans d’aménagement concordés. Les besoins pour la création de plages et de points de baignade dans l’agglomération de Vevey-Montreux sont reconnus dans le plan directeur des rives vaudoises du lac Léman, qui juge la situation actuelle peu satisfaisante étant donné l’importante population. Cependant, vu les impacts liés à l’intensification des activités humaines sur le domaine public des eaux, la création d’une nouvelle plage est une intervention trop conséquente pour faire l’objet d’une simple autorisation dans le cadre d’une procédure de demande de permis de construire. Un tel projet devra être soumis à une procédure de planification dans le cadre de laquelle tous les intérêts en présence pourront être identifiés de manière précise et faire l’objet d’une pesée.”
“Cette procédure sera coordonnée à la procédure LATC et à la demande de permis de construire. Vu ce qui précède le projet doit faire l'objet d'une nouvelle demande auprès des autorités cantonales et sera constitué de trois parties distinctes. Les trois procédures seront coordonnées conformément à l'art. 25a de la loi fédérale sur l'aménagement du territoire (LAT; BLV [recte: RS] 700)." La Direction générale du territoire et du logement (DGTL), Division Hors zone à bâtir, refusait également de délivrer l'autorisation spéciale requise pour les motifs suivants: "Le projet de réaménagement de la place du marché est situé en majeure partie à l’intérieur de la zone à bâtir selon le plan général d’affectation de la commune de Vevey. Une partie des travaux projetés est située à l’intérieur du domaine public des eaux (DP 9009), soit hors de la zone à bâtir. En conséquence, la partie des travaux projetés à l’intérieur du domaine public des eaux, est soumise à autorisation de notre direction (art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3 let. a LATC). Nous constatons que les travaux situés à l’intérieur du domaine public des eaux sont liés au projet de création d’une plateforme en cours de procédure (demande de permis de construire CAMAC n° 196092) et visent à aménager une plage publique sur la rive du lac. Selon l’article 2 LAT, les tâches dont l’accomplissement a des effets sur l’organisation du territoire doivent faire l’objet de plans d’aménagement concordés. Les besoins pour la création de plages et de points de baignade dans l’agglomération de Vevey-Montreux sont reconnus dans le plan directeur des rives vaudoises du lac Léman, qui juge la situation actuelle peu satisfaisante étant donné l’importante population. Cependant, vu les impacts liés à l’intensification des activités humaines sur le domaine public des eaux, la création d’une nouvelle plage est une intervention trop conséquente pour faire l’objet d’une simple autorisation dans le cadre d’une procédure de demande de permis de construire. Un tel projet devra être soumis à une procédure de planification dans le cadre de laquelle tous les intérêts en présence pourront être identifiés de manière précise et faire l’objet d’une pesée.”
Vor einer Anwendung von Art. 25 Abs. 2 RPG ist zuerst zu prüfen, ob die betroffene Fläche grundsätzlich als Bauzone oder als Nichtbauzone anzusehen ist. Liegt eine tatsächliche Einordnung der Fläche in die Bauzone vor, kann die kantonale Ausnahmeprüfung nach Art. 25 Abs. 2 RPG entfallen; in solchen Fällen ist typischerweise ein kommunaler Baubewilligungsprozess ausreichend.
“Pour déterminer si un immeuble est assujetti à la LDFR, il faut donc commencer par déterminer si la zone considérée est, sur le principe, une zone à bâtir (art. 15 LAT) ou au contraire une zone de non bâtir, à laquelle l'art. 25 al. 2 LAT s'applique (FRANÇOIS ZÜRCHER, La coordination entre aménagement du territoire et droit foncier rural: Quand? Pourquoi? Comment?, in Territoire & Environnement, 2004, ch.”
“Le cercle des personnes touchées par un changement d'affectation correspondrait en substance à ceux disposant d'un intérêt digne de protection à s'opposer aux constructions érigées en application de la nouvelle planification (voir sur la qualité pour recourir en matière de planification: arrêt CDAP AC.2017.0018 du 27 avril 2017 consid. 1a). Or, on ne perçoit pas que les intérêts de ceux-ci soient mis en péril par une assimilation du terrain libéré à la zone à bâtir. En effet, le projet d'installation des panneaux solaires n'a pas fait l'objet d'oppositions, ce qui montre que les voisins considèrent probablement déjà cette partie de la parcelle n° 957 comme située en zone à bâtir. Dans un tel cas, il n'y a donc pas de préjudice particulier pour les tiers ou pour l'intérêt public à ce que le terrain libéré de la forêt soit intégré à la zone à bâtir (art. 15 LAT) en vue de l'examen de la conformité des panneaux solaires litigieux. En définitive, le présent arrêt ne modifie pas formellement l'affectation de la bande de terrain auparavant soumise au statut de l'aire forestière, mais il statue que cette bande de terrain doit être considérée comme faisant partie de la zone à bâtir au sens de l'art. 25 LAT, de sorte que l'exigence d'une autorisation cantonale, selon l'art. 25 al. 2 LAT, ne s'applique plus. En d'autres termes, en vue de la réalisation d'une construction ou d'une installation dans cette bande de terrain, un permis de construire communal est en principe suffisant (cf. art. 114 LATC) et l'autorisation cantonale préalable prévue à l'art. 120 al. 1 let. a LATC, pour les constructions hors des zones à bâtir (autorisation de la DGTL; cf. art. 121 let. a LATC), n'est pas requise. Exiger – comme paraît le faire la DGTL en l'espèce – une procédure complète de planification avant que de petites installations annexes puissent être autorisées dans le jardin de la maison des recourants, serait disproportionné; même une procédure simplifiée de révision du plan d'affectation au sens de l'art. 45 LATC, sans enquête publique ni adoption par le conseil communal, serait en l'occurrence une formalité superflue, avant l'examen de la possibilité de régulariser l'installation de quelques panneaux solaires.”
Vor einer Anordnung der Wiederherstellung ist von der kantonalen Behörde zunächst die Frage zu prüfen, ob bereits ausgeführte, nicht zonenkonforme Arbeiten nachträglich legalisiert werden können; erst anschliessend ist über allenfalls erforderliche Rückbau- oder Wiederherstellungsmassnahmen zu entscheiden.
“Or, tous ces travaux n’étaient pas l’objet de la première demande de permis pour la mise en conformité de la construction. Elle a dès lors, dans la décision litigieuse, examiné la possibilité d’une légalisation de cette nouvelle construction. Par conséquent, quand bien même la question de la légalisation de "l’entretien poussé des éléments extérieurs d’un ancien four à pain et l’agrandissement de deux fenêtres" avait été tranchée de manière définitive par le refus du permis de construire sollicité, il convient, à l’instar de ce qu’a fait la DIME dans la décision attaquée, d’examiner la question de la légalisation de la démolition du four à pain puis de la reconstruction du pavillon ainsi que des autres travaux illégaux constatés lors de l’inspection locale du 23 janvier 2017 (cf. infra consid. 3), avant d’aborder la question de la remise en état des lieux (cf. infra consid. 4). 3. 3.1. 3.1.1. Selon l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. L'art. 25 al. 2 LAT dispose que, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. L'art. 16a al. 1, 1ère phrase, LAT prévoit que sont conformes à l'affectation de la zone agricole les constructions et installations qui sont nécessaires à l'exploitation agricole ou à l'horticulture productrice, tandis que les art. 24 ss LAT fixent les exceptions admissibles hors de la zone à bâtir. 3.1.2. En l'occurrence, il n'est pas contesté que le recourant n'est pas agriculteur et que les travaux litigieux ne sont pas nécessaires à une exploitation agricole ni n'ont de vocation agricole, de sorte que ceux-ci ne sont pas conformes à l'affectation de la zone. Partant, il convient d'analyser si une autorisation exceptionnelle au sens des art. 24 ss LAT peut être délivrée. L'examen des conditions des art. 24a, 24b et 24d LAT peut d'emblée être écarté étant donné qu'il ne s'agit pas d'un changement d'affectation ne nécessitant pas de travaux de transformation (art.”
Fachliche Belange (z. B. Verkehrssicherheit und Erschliessung) können die nach Art. 25 Abs. 2 RPG erforderliche kantonale Zustimmung verhindern: Stehen überwiegende öffentliche Interessen entgegen, kann die zuständige kantonale Behörde die erforderliche Bewilligung verweigern.
“A ce titre, tout projet dans le périmètre du plan partiel d’affectation susmentionné requiert une autorisation de notre service selon les dispositions des articles 25 alinéa 2 LAT et 4 alinéa 3 lettre a LATC. 1. PREAMBULE Lors d’une précédente demande de permis de construire (dossier CAMAC n° 151900), notre service avait relevé par erreur qu’il n’avait pas d’autorisation à délivrer pour ce projet. Dans la mesure où notre service avait été consulté pour ce projet, il ne remet cependant pas en question le permis de construire délivré par l’autorité communale pour ces travaux en date du 7 juillet 2015. […] Au vu de l’analyse qui précède, notre service serait en mesure d’admettre les travaux envisagés si aucun intérêt prépondérant ne s’y oppose. Or, en l’occurrence, tel n’est pas le cas. En effet, le Voyer d’arrondissement (…) a émis, en date du 5 février 2020, une détermination négative à l’encontre du projet car l’aménagement des accès sur la route cantonale tel que envisagé n’est pas conforme aux dispositions règlementaires. En conséquence, notre service refuse de délivrer son autorisation spéciale pour ce projet (art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3 let. a LATC). Notre service sera toutefois en mesure de revoir sa détermination en cas de décision positive du Voyer". Quant à la DGMR, elle indiquait en particulier ce qui suit: "L’article 32 de la loi sur les routes du 10 décembre 1991 (LRou ; RS 725.01) précise, entre autre, que l’aménagement d’un accès privé aux routes cantonales est soumis à autorisation du département et que « l’autorisation n’est donnée que si l’accès est indispensable pour les besoins du fonds, s’il correspond à l’usage commun de la route, en particulier s’il n’en résulte pas d’inconvénient pour la fluidité ou la sécurité du trafic, et si l’accès envisagé s’intègre à l’aménagement du territoire et à l’environnement ». L’aménagement des accès sur la route cantonale no 628-ILS tel que présenté dans le projet est non conforme avec la base légale précédemment citée (notamment en termes de multiplication et disposition des accès). Les deux accès au Nord-Est de la parcelle doivent être regroupés en un seul accès.”
In Weilerzonen können kantonale Übergangsregelungen bzw. provisorische Nutzungsordnungen erlassen werden, die über eine rein negative Vorwirkung hinausgehen und einer provisorischen kantonalen Nutzungszone entsprechen. Art. 25 Abs. 2 RPG ist vor diesem Hintergrund in Verbindung mit Art. 36 Abs. 2 RPG und Art. 33 RPV anwendbar. Gestützt auf Art. 36 Abs. 2 RPG können kantonale Verordnungen vorläufiges materielles Raumplanungsrecht sowie Regelungen zu Zuständigkeiten und Verfahren erlassen.
“Die provisorische Nutzungsordnung im angefochtenen Beschluss geht insoweit über die Tragweite von Planungszonen (Art. 27 RPG) hinaus, als ihr nicht lediglich negative Vorwirkung, sondern positive Vorwirkung (mit Regelungen zu Verfahren, Zuständigkeiten und anwendbarem Recht) zukommt, was einer provisorischen kantonalen Nutzungszone entspricht (vgl. BGr, 23. November 2022, 1C_35/2022, E. 4.4.1). Auch handelt es sich vorliegend nicht um eine Regelung im Sinn von Art. 27a RPG. Die von Art. 36 Abs. 2 gedeckten Regelungsbereiche sind in dieser Bestimmung aber nicht abschliessend aufgeführt. Gestützt auf Art. 36 Abs. 2 RPG können durch Regierungsverordnung vorläufiges materielles kantonales Raumplanungsrecht sowie Zuständigkeits- und Verfahrensrecht einschliesslich Vorschriften über den Rechtsschutz erlassen werden (vgl. Ruch, in: Praxiskommentar RPG, Art. 36 N. 25). Der angefochtene Beschluss dient der Umsetzung der eingetretenen Änderungen bei der Rechtslage zur Anwendbarkeit von Art. 15 RPG und von Art. 25 Abs. 2 RPG in Weilerzonen gemäss Art. 33 RPV, und er bewegt sich Rahmen der Grundsatzgesetzgebungskompetenz des Bundes gemäss Art. 75 Abs. 1 BV; in dieser Hinsicht verhält es sich parallel zur Thurgauer Kleinsiedlungsverordnung (vgl. zu letzterer BGr, 23. November 2022, 1C_35/2022, E. 5.1 und 5.2). Für den angefochtenen Beschluss enthält Art. 36 Abs. 2 RPG daher in genügender Weise die wichtigen bzw. wesentlichen Grundzüge und bildet insoweit eine hinreichend bestimmte formell-gesetzliche Grundlage für die Einschränkung verfassungsmässiger Rechte von Grundeigentümern. Im Übrigen wird weder von den Beschwerdeführenden geltend gemacht noch ist ersichtlich, dass die kantonale Planungs- und Baugesetzgebung die Zuständigkeit für eine solche kantonsweite vorläufige Regelung einer anderen Behörde (als dem Regierungsrat) einräumt. Insoweit erweist sich Art. 36 Abs. 2 RPG ebenfalls als eingehalten. Ausserdem nimmt der angefochtene Beschluss die gebotenen Anpassungen weder bei den raumplanungsrechtlichen Gesetzesbestimmungen und des Richtplans auf kantonaler Ebene noch bei den Ortsplanungen auf kommunaler Ebene vorweg.”
“Die provisorische Nutzungsordnung im angefochtenen Beschluss geht insoweit über die Tragweite von Planungszonen (Art. 27 RPG) hinaus, als ihr nicht lediglich negative Vorwirkung, sondern positive Vorwirkung (mit Regelungen zu Verfahren, Zuständigkeiten und anwendbarem Recht) zukommt, was einer provisorischen kantonalen Nutzungszone entspricht (vgl. BGr, 23. November 2022, 1C_35/2022, E. 4.4.1). Auch handelt es sich vorliegend nicht um eine Regelung im Sinn von Art. 27a RPG. Die von Art. 36 Abs. 2 gedeckten Regelungsbereiche sind in dieser Bestimmung aber nicht abschliessend aufgeführt. Gestützt auf Art. 36 Abs. 2 RPG können durch Regierungsverordnung vorläufiges materielles kantonales Raumplanungsrecht sowie Zuständigkeits- und Verfahrensrecht einschliesslich Vorschriften über den Rechtsschutz erlassen werden (vgl. Ruch, in: Praxiskommentar RPG, Art. 36 N. 25). Der angefochtene Beschluss dient der Umsetzung der eingetretenen Änderungen bei der Rechtslage zur Anwendbarkeit von Art. 15 RPG und von Art. 25 Abs. 2 RPG in Weilerzonen gemäss Art. 33 RPV, und er bewegt sich Rahmen der Grundsatzgesetzgebungskompetenz des Bundes gemäss Art. 75 Abs. 1 BV; in dieser Hinsicht verhält es sich parallel zur Thurgauer Kleinsiedlungsverordnung (vgl. zu letzterer BGr, 23. November 2022, 1C_35/2022, E. 5.1 und 5.2). Für den angefochtenen Beschluss enthält Art. 36 Abs. 2 RPG daher in genügender Weise die wichtigen bzw. wesentlichen Grundzüge und bildet insoweit eine hinreichend bestimmte formell-gesetzliche Grundlage für die Einschränkung verfassungsmässiger Rechte von Grundeigentümern. Nichts Gegenteiliges ergibt sich aus der von der Beschwerdeführerin zitierten Kommentarstelle (Bernhard Waldmann/Peter Hänni, Handkommentar Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 36 N. 12), wonach im Rahmen von Art. 36 Abs. 2 RPG die Grundrechte zu beachten sind.”
Das Bundesrecht enthält keine detaillierten Regeln zu Remise-in-état-Anordnungen; Zuständigkeit und Verfahrensfragen können daher vom kantonalen Recht geregelt werden. In der Praxis werden solche Anordnungen häufig an die Person gerichtet, die die tatsächliche Herrschaft über das Grundstück ausübt (in der Regel der Grundeigentümer).
“La LAT n'énonce pas de règle spécifique au sujet de l'ordre de remise en état, en cas de construction non autorisée (dans ou hors de la zone à bâtir). Le législateur fédéral a vraisemblablement estimé qu'il n'était pas nécessaire d'énoncer un principe à ce propos, le droit cantonal pouvant régler la compétence et la procédure lorsqu'une remise en état entre en considération (cf. art. 25 al. 1 LAT). Dans son commentaire de l'art. 22 LAT, Ruch relève que le droit de l'aménagement du territoire a développé un système spécifique de sanctions, avec une pesée des intérêts correspondant à celle prévue en droit cantonal vaudois sur la base de l'art. 105 LATC (cf. Alexander Ruch, Commentaire pratique LAT: Autorisation de construire, protection juridique et procédure, 2020, art. 22 N. 68). Ce commentaire ne mentionne pas la théorie du perturbateur car il envisage uniquement la situation où l'ordre de démolition est signifié au "maître d'ouvrage" (dans la version originale en langue allemande du commentaire: "Bauherr"). Pour qu'un ordre de démolition ou de remise en état puisse être exécuté, il est nécessaire qu'il soit adressé à celui qui a la maîtrise effective sur l'immeuble, en d'autres termes le propriétaire – d'où la formulation de l'art. 105 al. 1 LATC. Fréquemment, le propriétaire foncier au moment où l'autorité exige la remise en état est la personne qui était déjà propriétaire de l'immeuble lorsque les travaux de construction ont été réalisés, voire au moment où l'autorisation de construire a été demandée (lorsque la remise en état est ordonnée en raison d'une exécution des travaux non conforme à ce qui avait été autorisé): Dans cette situation "classique", où l'autorité vise exclusivement à assurer la bonne application du droit de l'aménagement du territoire et des constructions, il n'y a aucune nécessité de prévoir un autre destinataire que le propriétaire foncier pour l'ordre de remise en état.”
Die Kantone regeln Zuständigkeit und Verfahren (Art. 25 Abs. 1 RPG) und verfügen über kantonale Organisationsautonomie. Dabei müssen sie jedoch bundesrechtliche Mindestanforderungen beachten (z. B. Informations- und Beteiligungsrechte sowie Rechtsschutzbestimmungen). Weiter kann das Bundesrecht die kantonale Organisationsautonomie in bestimmten Bereichen einschränken (etwa durch Vorgaben zur Zuständigkeit einer kantonalen Behörde).
“En matière d’aménagement du territoire et des constructions, il appartient en premier lieu aux cantons de régler la compétence et la procédure (art. 25 al. 1 LAT). La LAT contient toutefois des dispositions qui obligent les cantons à respecter certains critères lorsqu’ils règlementent ces aspects (Ruch, Commentaire pratique LAT, Autorisation de construire, protection juridique et procédure, 2020, N. 9 ad art. 25 LAT). Tel est le cas de l’art. 4 LAT, consacré à l’information et à la participation, ou de l’art. 33 LAT, qui règle la protection juridique, selon lequel les plans d’affectation doivent être mis à l’enquête publique (al. 1) et qui prévoit que soit aménagée au moins une voie de recours contre les décisions et les plans d’affectation fondés sur la LAT et sur les dispositions cantonale et fédérales d’exécution (al. 2). Tel est également le cas de l’art. 26 LAT, qui énonce qu’une autorité cantonale approuve les plans d’affectation et leurs adaptations (al. 1) et qu’elle examine s’ils sont conformes aux plans directeurs cantonaux approuvé par le Conseil fédéral (al. 2). En revanche et en particulier, le droit fédéral ne règle pas l’organisation d’une procédure spécifique de consultation préalable des différents services de l’Etat concernés par un projet de planification.”
“Einer solchen Auslegung von Art. 25 Abs. 2 RPG steht auch der Grundsatz der kantonalen Organisationsautonomie (Art. 25 Abs. 1 RPG; Art. 46, 47 und 75 BV) nicht entgegen. Der Bundesgesetzgeber erachtete zur Sicherstellung eines einheitlichen Vollzugs in den für die geordnete Besiedlung des Landes entscheidenden Fragen der Zonenkonformität und der Erteilung von Ausnahmebewilligungen die Zuständigkeit einer kantonalen Behörde für erforderlich. Es handelt sich hierbei um ein wichtiges Vollzugsanliegen in einer Grundsatzfrage der Raumplanung, das eine Einschränkung der kantonalen Organisationsautonomie rechtfertigt (dazu eingehend BGE 128 I 254 E. 3.8). Dies gilt nicht nur für die vom Bundesgericht in BGE 128 I 254 bereits beantwortete Frage betreffend die Anforderungen an "die zuständige kantonale Behörde" (eine einzige kantonale Behörde), sondern auch für das zwingende Erfordernis einer kantonalen Entscheidung bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone. Da Landwirtschaftszonen der langfristigen Sicherung der Ernährungsbasis des Landes dienen (Art. 16 Abs. 1 Satz 1 RPG), stellt auch die Errichtung von zonenkonformen Bauten, die den Bedürfnissen eines landwirtschaftlichen Betriebes entsprechen, ein Anliegen des RPG dar (vgl.”
Bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet die zuständige kantonale Behörde über Zonenkonformität bzw. über die Erteilung einer Ausnahmebewilligung (Art. 25 Abs. 3 RPG). Gemäss der zitierten Rechtsprechung trifft die kantonale Behörde zudem die erforderlichen Massnahmen bei vorschriftswidrigen Zuständen ausserhalb der Bauzonen, soweit die kommunale Behörde trotz Aufforderung durch den Kanton untätig bleibt.
“Schliesslich ist auf die Bestimmung von Art. 94 Abs. 2 KRG hinzuweisen. Danach ist für den Erlass und die Durchsetzung von Wiederherstellungsverfügungen zwar die kommunale Baubehörde zuständig (Satz 1). Bei vorschriftswidrigen Zuständen ausserhalb der Bauzonen trifft indessen die BAB-Behörde (d.h. das kantonale Amt für Raumentwicklung Graubünden) die erforderlichen Massnahmen, sofern die kommunale Baubehörde trotz Aufforderung durch den Kanton untätig bleibt (Satz 2). Gemäss dem angefochtenen Entscheid und den Akten wurde zwar das ursprüngliche Baugesuch vom 2. Juli 2009 von der BAB-Behörde beurteilt, nicht aber das nachträgliche vom 22. August 2014, obwohl gemäss Art. 25 Abs. 3 RPG bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen die zuständige kantonale Behörde entscheidet, ob sie zonenkonform sind oder ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Dass die BAB-Behörde von den teilweise vorschriftswidrigen Zuständen auf der in einer Nichtbauzone gelegenen Wiesner Alp Kenntnis hätte, ist somit nicht belegt. Unter diesen Umständen kann aber nicht von einer eigentlichen Vollzugsverweigerung im Sinne der Rechtsprechung gesprochen werden (Urteil 1C_398/2011 vom 7. März 2012 E. 3.9). Eine solche läge erst vor, wenn auch die BAB-Behörde trotz Kenntnis der vorschriftswidrigen Zustände ihre subsidiäre Zuständigkeit nach Art. 94 Abs. 2 KRG nicht wahrnehmen würde und ebenfalls untätig bliebe. Auch dieser Umstand wird von der Vorinstanz zu berücksichtigen sein.”
Bei parallelen kantonalen und kommunalen Bewilligungen handelt es sich um zwei verschiedene Anordnungen; sie können unterschiedliche Rechtsmittelbelehrungen und parallellaufende Rechtsmittelfristen aufweisen, auch wenn eine Bewilligung als „integrierender Bestandteil“ bezeichnet wird.
“Der erst in der Replik und mithin nach Ablauf der Rekursfrist gestellte Antrag auf Aufhebung auch dieser Bewilligung wurde verspätet gestellt. Dass die kantonale Bewilligung in der kommunalen Baubewilligung zum "in- tegrierenden Bestandteil" der kommunalen Baubewilligung erklärt wurde, än- dert nichts daran, dass es sich um zwei verschiedene Anordnungen bzw. Bewilligungen handelt. Letzteres wird dadurch unterstrichen, dass sie über verschiedene Rechtsmittelbelehrungen verfügen. Die Bezeichnung als "Be- standteil" hebt hervor, dass die Nebenbestimmungen beider Verfügungen eingehalten werden müssen, was insbesondere im Zusammenhang mit der Erteilung der Baufreigabe relevant ist (vgl. VB.2022.00012 vom 30. Juni 2022, E. 3.2.2). Wenn nun eine spezifisch die raumplanungsrechtliche Ausnahmebewilligung betreffende Antragstellung verlangt wird, wird damit nicht gegen Art. 25 oder Art. 25a des Raumplanungsgesetzes (RPG) verstossen. Die Bewilligungen des Gemeinderates sowie der Baudirektion wurden unter Berücksichtigung der Zuständigkeitsordnung von Art. 25 RPG erlassen sowie in Nachachtung des in Art. 25a RPG statuierten Koordinationsgebots gemeinsam eröffnet R4.2023.00103 Seite 10 und konnten innert für beide Entscheide parallellaufender Rechtsmittelfrist angefochten werden. Es stellt schliesslich keinen überspitzten Formalismus dar, wenn bei anwaltlich vertretenen Rekurrierenden auf deren klaren Re- kursantrag abgestellt wird, ohne dass die Begründung herangezogen wird (VB.2022.00012 vom 30. Juni 2022, E. 3.3). 6.3. Auf die Ausführungen der Rekurrierenden A betreffend die Verfügung der Baudirektion Kanton Zürich vom 24. August 2022 ist daher nicht einzugehen. Wie sich aus dem Folgenden ergibt, wird diese Verfügung indes von den Rekurrierenden B angefochten, weshalb die Verfügung der Baudirektion oh- nehin zu überprüfen ist. 7.1. Die Rekurrierenden B sind der Auffassung, dass das Bauvorhaben nicht zo- nenkonform sei. In der Landwirtschaftszone seien nur Bauten und Anlagen zulässig, welche einen landwirtschaftlichen Zweck hätten. Die geplante An- lage soll primär nur den externen Nutzern der Verbindungsstrasse zwischen X, I und J bzw.”
Bei der Auslegung von Art. 25 Abs. 2 RPG sind die Entstehungsgeschichte und die frühere Rechtsprechung zu berücksichtigen; diese liefern Hinweise darauf, welche Anforderungen an die "zuständige kantonale Behörde" zu stellen sind, namentlich im Hinblick auf die Frage, inwieweit kantonales Recht sicherstellen muss, dass Gesuche bzw. Bewilligungen für Bauten ausserhalb der Bauzonen zentral der kantonalen Behörde übermittelt werden.
“Zu prüfen ist weiter, ob einer solchen Auslegung die Entstehungsgeschichte von Art. 25 Abs. 2 RPG (und seiner Vorgängerbestimmungen: aArt. 25 Abs. 2 RPG; Art. 29 Abs. 5 des Raumplanungsgesetzes vom 4. Oktober 1974 [BBl 1974 II 816]) entgegensteht. Das Bundesgericht hat sich bereits in BGE 128 I 254 E. 3.3, in dem zu beurteilen war, welche Anforderungen an "die zuständige kantonale Behörde" zu stellen sind, eingehend mit der Entstehungsgeschichte dieser Bestimmung auseinandergesetzt. Darauf kann grundsätzlich verwiesen werden, weshalb hier lediglich die wichtigsten Punkte zusammenfassend darzustellen und um die für die Beantwortung der vorliegend streitigen Fragestellung relevanten Erkenntnisse zu ergänzen sind.”
“Für eine solche Regelung spreche weiter, dass Bewilligungen für Ausnahmen ausserhalb der Bauzonen mit mehr Eigenständigkeit und Überblick erteilt würden, weil dann sämtliche Gesuche dafür an einer einzigen Stelle zusammenliefen (EJPD/BRP, Erläuterungen zum Bundesgesetz über die Raumplanung [nachfolgend: Erläuterungen RPG], 1981, N. 5 zu Art. 25 RPG). Ausdrücklich vorgeschrieben war nach aArt. 25 Abs. 2 RPG nur, dass die Ausnahmebewilligung durch die kantonale Behörde oder mit deren Zustimmung erteilt wird. Dass auch im Falle einer Verweigerung der Ausnahmebewilligung eine kantonale Behörde mitwirken musste, und zwar unabhängig davon, ob die Gemeinde zu einem positiven oder negativen Entscheid gefunden hat, geht nicht aus dem damaligen Wortlaut von aArt. 25 Abs. 2 RPG hervor. Nach der damaligen Gesetzesfassung bestand somit noch Raum für eine kantonale Regelung, wonach "nur" die Bewilligung, nicht auch deren Verweigerung durch die kantonale Behörde ausgesprochen werden müsse. In diesem Sinne wird in den Erläuterungen des EJPD/BRP festgehalten, aArt. 25 Abs. 2 RPG wirke erst, wenn das kantonale Recht dafür sorge, dass alle Gesuche oder mindestens alle Bewilligungen für Bauwerke ausserhalb der Bauzone der zuständigen kantonalen Behörde übermittelt werden. Nur so sei gewährleistet, dass Ausnahmen nach Art. 24 RPG nicht unter dem Mantel des ordentlichen Bewilligungsverfahrens verschwänden (EJPD/BRP, Erläuterungen RPG, 1981, N. 8 zu Art. 25 RPG).”
Für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone entscheidet die kantonale Behörde über Zonenkonformität oder das Erteilen einer Ausnahmebewilligung. Im Kanton Waadt liegt die formelle Zuständigkeit beim Departement, diese Kompetenz ist jedoch an spezialisierte Dienste (SDT / heutige DGTL) delegiert.
“Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (art. 25 al. 2 LAT). Dans le canton de Vaud, cette compétence revient à la DGTL (art. 4 al. 3 let. a LATC). La municipalité ne peut pas, sans autorisation spéciale de l'autorité cantonale, octroyer un permis de construire.”
“La construction litigieuse se trouvant hors de la zone à bâtir, il incombe, en vertu de l'art. 25 al. 2 LAT, à une autorité cantonale de se prononcer sur la conformité du projet à l'affectation de la zone, ou le cas échéant sur l'octroi d'une dérogation. Cette compétence a été attribuée au département chargé de l'aménagement du territoire (cf. art. 120 al. 1 let. a et art. 121 let. a de la loi du 4 décembre 1985 sur l'aménagement du territoire et les constructions [LATC; BLV 700.11]), qui l'a déléguée au service spécialisé (SDT puis DGTL). Un ordre de remise en état, parce que l'autorisation spéciale cantonale ne pouvait pas être délivrée, peut faire l'objet d'un recours de droit administratif, au sens des art. 92 ss de la loi du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative (LPA-VD; BLV 173.36). En l'occurrence, la commune, destinataire de la décision cantonale en tant que propriétaire de l'immeuble concerné, a qualité pour recourir directement contre cette décision cantonale (art. 75 let. a LPA-VD, par renvoi de l'art. 99 LPA-VD). Le recours a été déposé dans le délai légal (art. 95 LPA-VD).”
“Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, il incombe à une autorité cantonale, conformément à l'art. 25 al. 2 LAT, de décider s'ils sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Dans le canton de Vaud, cette compétence appartient formellement au département en charge de l’aménagement du territoire et de la police des constructions (cf. art. 10 et 120 al. 1 let. a LATC), soit actuellement le Département du territoire et de l’environnement (DTE); elle est déléguée au SDT (actuellement la DGTL).”
Die für ausserhalb der Bauzone vorgesehenen Sonderbewilligungen nach Art. 25 RPG sind typischerweise im Rahmen der kantonalen Baubewilligungsverfahren zu prüfen. Die Kantone legen dabei Fristen sowie deren Auswirkungen auf das Verfahren fest und bestimmen die konkreten Verfahrensfolgen.
“1 LAT tous les aménagements durables et fixes créés par la main de l'homme, exerçant une incidence sur l'affectation du sol, soit parce qu'ils modifient sensiblement l'espace extérieur, soit parce qu'ils chargent l'infrastructure d'équipement ou soit encore parce qu'ils sont susceptibles de porter atteinte à l'environnement. La procédure d'autorisation doit permettre à l'autorité de contrôler, avant la réalisation du projet, sa conformité aux plans d'affectation et aux réglementations applicables. Pour déterminer si l'aménagement prévu est soumis à cette procédure, il faut évaluer si, en général, d'après le cours ordinaire des choses, il entraînera des conséquences telles qu'il existe un intérêt de la collectivité ou des voisins à un contrôle préalable (ATF 119 Ib 222 consid. 3a; voir aussi ATF 123 II 256 consid. 3; 120 Ib 379 consid. 3c). L'obligation du permis s'étend également aux changements d'affectation de locaux, aux remblais et déblais, à la démolition de constructions et installations et à l'exploitation de matériaux (art. 135 al. 2 LATeC). Depuis le 1er janvier 1980, l'octroi d'une autorisation par une autorité cantonale en cas de constructions hors zone à bâtir est désormais consacré à l'art. 25 LAT. En application de l'art. 136 LATeC, cette autorisation spéciale est délivrée par la DAEC lors de la procédure de permis de construire (cf. art. 59 de l'ancienne version de la LATeC entrée en vigueur le 1er juillet 1984). 2.3. Conformément à la maxime inquisitoire, qui prévaut en droit public, l'autorité définit les faits pertinents et ne tient pour existants que ceux qui sont dûment prouvés; elle oblige notamment les autorités compétentes à prendre en considération d'office l'ensemble des pièces pertinentes qui ont été versées au dossier. Elle ne dispense pas pour autant les parties de collaborer à l'établissement des faits (arrêt TF 1C_2/2020 du 13 mai 2020 consid. 3.1 et la jurisprudence citée notamment ATF 148 II 248 consid. 3.5); il leur incombe d'étayer leurs propres thèses, de renseigner le juge sur les faits de la cause et de lui indiquer les moyens de preuves disponibles (ATF 128 III 411 consid. 3.2.1; arrêt TF 5A_762/2013 du 27 mars 2014 consid. 4.1), spécialement lorsqu'il s'agit d'élucider des faits qu'elles sont le mieux à même de connaître (arrêts TF 1C_582/2012 du 9 juillet 2013 consid.”
“- et de les compenser par l'avance de frais de même montant prestée par le recourant le 9 novembre 2023. Pour le même motif, il n'est pas alloué d'indemnité de partie au recourant. Les autorités intimées n'y ont pas droit non plus (art. 139 CPJA). la Cour arrête : I. Le recours est rejeté. II. Des frais de procédure de CHF 2'500.- sont mis à la charge du recourant. Ils sont compensés par l'avance de frais de même montant déjà prestée. III. Il n'est pas alloué d'indemnité de partie. IV. Notification. Cette décision peut faire l'objet d'un recours auprès du Tribunal fédéral, à Lausanne, dans les 30 jours dès sa notification. La fixation du montant des frais de procédure peut, dans un délai de 30 jours, faire l'objet d'une réclamation auprès de l'autorité qui a statué, lorsque seule cette partie de la décision est contestée (art. 148 CPJA). Fribourg, le 19 avril 2024/jfr/jud Le Président Le Greffier-rapporteur 602 2023 136 Art. 24 RPGart. 24 LATart. 24 LPT Art. 77 VRGart. 77 CPJAart. 77 VRG Art. 22 RPGart. 22 LATart. 22 LPT Art. 25 RPGart. 25 LATart. 25 LPT Art. 24 RPGart. 24 LATart. 24 LPT Art. 75 BVart. 75 Cst.art. 75 Cost. BGE 129 II 63ATF 129 II 63DTF 129 II 63 BGE 121 II 72ATF 121 II 72DTF 121 II 72 1C_425/2008 Art. 3 RPGart. 3 LATart. 3 LPT Art. 1 RPBGart. 1 LATeCart. 1 RPBG Art. 34 RPBGart. 34 LATeCart. 34 RPBG Art. 18 RPBGart. 18 LATeCart. 18 RPBG Art. 60 RPBGart. 60 LATeCart. 60 RPBG Art. 6 NHGart. 6 LPNart. 6 LPN Art. 5 NHGart. 5 LPNart. 5 LPN Art. 1 VBLNart. 1 OIFPart. 1 OIFP Art. 13 RPGart. 13 LATart. 13 LPT Art. 6 RPGart. 6 LATart. 6 LPT Art. 9 RPGart. 9 LATart. 9 LPT Art. 14 RPGart. 14 LATart. 14 LPT Art. 17 RPGart. 17 LATart. 17 LPT BGE 135 II 209ATF 135 II 209DTF 135 II 209 1C_180/2019 1C_87/2019 BGE 111 Ib 213ATF 111 Ib 213DTF 111 Ib 213 1C_486/2015 1A.211/1999 Art. 24 RPGart. 24 LATart. 24 LPT Art. 131 VRGart. 131 CPJAart. 131 VRG Art. 139 VRGart. 139 CPJAart. 139 VRG Art. 148 VRGart. 148 CPJAart. 148 VRG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos602 2023 13619.”
Zonenwidrige Umnutzungen ausserhalb der Bauzone unterliegen der Bewilligungspflicht nach Art. 25 Abs. 2 RPG; das Fehlen einer Waldbetroffenheit oder der Nachbarsituation ändert daran nichts. Die kantonale Behörde prüft Ausnahmen restriktiv, namentlich hinsichtlich innerer Alternativen (Lösung innerhalb der Bauzone bzw. technische Unmöglichkeit), landwirtschaftlicher Notwendigkeit oder vergleichbarer Rechtfertigungen.
“Da die Umnutzung und die damit verbundenen baulichen Massnahmen ausserhalb der Bauzone nicht zonenkonform sind, ist dafür eine Ausnahmebewillung der zuständigen kantonalen Behörde erforderlich (Art. 25 Abs. 2 RPG; Art. 87 KRG). Dies gilt auch für Bauvorhaben, über die im vereinfachten Verfahren nach Art. 50 f. KRV entschieden wird (vgl. Art. 51 Abs. 2 KRV). Ob die Anlagen bzw. deren Nutzung den Wald tangiert und damit (zusätzlich) einer waldrechtlichen (Ausnahme) Bewilligung bedarf, wird im baurechtlichen Verfahren zu prüfen sein. Auch wenn dies zu verneinen wäre, änderte dies nichts an der Baubewilligungspflicht von zonenwidrigen Umnutzungen ausserhalb der Bauzone gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG und Art. 87 KRG. Es ist nicht Sache des Bundesgerichts, der Beurteilung der zuständigen kantonalen Behörde vorzugreifen. Es wird vielmehr deren Aufgabe sein, über die streitigen bau- und raumplanungsrechtlichen Fragen zu entscheiden. Dies gilt auch für die Frage, ob als Vergleichszustand auf die 1992 von der Stadt Chur (ohne Mitwirkung des Kantons) bewilligte Nutzung als Degustationsraum abzustellen ist oder auf die seit Anfang der 70er-Jahre praktizierte Nutzung als Autogarage und Lagerraum.”
“Durant ce délai, de nombreuses oppositions ont été formées à l'encontre du projet. La Municipalité de Lutry (ci-après: la municipalité) a transmis le dossier à l'administration cantonale, par l'intermédiaire de la Centrale des autorisations en matière de construction (CAMAC). Il ressort de la synthèse no 193110, établie le 6 décembre 2022, que la Direction générale du territoire et du logement (DGTL), par sa Division Hors zone à bâtir, a refusé de délivrer l'autorisation spéciale nécessaire (art. 120 LATC), exposant ce qui suit: "[C]e projet est situé entièrement à l'intérieur du domaine ferroviaire. Selon l'arrêt de la Cour de droit administratif et public (CDAP) du 29 janvier 2019, le domaine ferroviaire à l'endroit du projet doit être considéré comme étant situé hors de la zone à bâtir. Les travaux projetés ne servent pas exclusivement ou principalement l'exploitation ferroviaire (art. 18m LCdF). Dès lors, les travaux projetés sont soumis à autorisation de notre direction générale (art. 25 al. 2 LAT et art. 4 al. 3 let. a LATC). [...] Conformément aux jurisprudences rendues en la matière, une antenne de téléphonie mobile hors de la zone à bâtir n'est, en principe, imposée par sa destination que lorsque son installation dans la zone à bâtir est techniquement impossible. Or, le dossier transmis ne présente aucune alternative située à l'intérieur de la zone à bâtir (située à environ 20 mètres) qui serait à même de répondre d'une manière satisfaisante aux objectifs du projet. Reste à examiner si l'installation de l'antenne à l'emplacement souhaité pourrait se justifier en regard d'une réduction de l'impact paysager dans le site. En effet, selon une jurisprudence (1P.68/2007, Günsberg SO), la pose d'une antenne de téléphonie dans une zone agricole proche de la zone à bâtir est susceptible d'être admise si cette implantation est nettement plus favorable, notamment si elle permet de minimiser de manière significative une atteinte au paysage (par exemple, en posant l'antenne sur un silo à fourrage déjà existant).”
“C'est le lieu de noter qu'une mesure de rétablissement de l'état de droit ne peut pas être prononcée si la légalisation est souhaitée par les propriétaires et qu'elle est possible (cf. arrêt TC FR 602 2021 13 du 22 juin 2021). A la lumière de ce qui vient d’être dit, on peut ainsi se demander si le recourant a un intérêt digne de protection à recourir contre cette transmission. La question peut en revanche rester indécise dès lors que la décision incidente du Préfet est manifestement exempte de critique (cf. arrêt TC FR 602 2021 59 du 7 juillet 2021 consid. 3.2). 3. 3.1. Selon l'art. 22 al. 1 de la loi du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire (LAT; RS 700), aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. Pour qu'une autorisation de construire hors de la zone à bâtir soit délivrée, la construction ou l'installation doit y être conforme à l'affectation de la zone (art. 22 al. 2 let. a LAT), ou alternativement remplir les conditions des exceptions prévues aux art. 24 ss LAT. L'art. 25 al. 2 LAT dispose que pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Aux termes de l'art. 136 LATeC, les constructions et installations sises hors de la zone à bâtir sont soumises à une autorisation spéciale de la Direction, délivrée lors de la procédure de permis de construire. L'art. 16a al. 1 LAT prévoit notamment que sont conformes à l'affectation de la zone agricole les constructions et installations qui sont nécessaires à l'exploitation agricole ou à l'horticulture productrice. En l'occurrence, l'art. bbb RF est situé hors zone à bâtir et le recourant n'est pas agriculteur. Dans ces conditions, ce dernier - qui entend détenir des animaux à titre de loisir - ne peut pas être suivi lorsqu'il considère que les travaux effectués sont conformes à la zone agricole. Le caractère non conforme à la zone en question découle de la lettre et de la systématique de la loi elle-même.”
“Par ailleurs, le tribunal dispose en principe du même pouvoir de cognition que la DIME en fait et en droit; ainsi, dans l'hypothèse d'une irrégularité, celle-ci a été réparée devant la Cour de céans. 3. La recourante s'oppose au rétablissement de l'état de droit en affirmant tout d'abord qu'une légalisation était possible et que, partant, l'autorité intimée – qui ne serait de plus pas compétente pour juger du caractère exclu de la légalisation – a violé la loi en ordonnant le rétablissement de l'état de droit alors même que le préfet avait estimé que les travaux n'apparaissaient pas non légalisables. Elle soutient que la DIME ne pouvait ainsi que rendre une décision de refus de l'autorisation spéciale, respectivement qu'elle aurait dû rendre le préfet attentif au fait qu'une demande de permis de construire faisait défaut. Il y a donc lieu de se prononcer sur cette question avant d'aborder celle de la remise en état des lieux. 3.1. Selon l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. L'art. 25 al. 2 LAT dispose que, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 136 LATeC). L'art. 16a al. 1 LAT prévoit notamment que sont conformes à l'affectation de la zone agricole les constructions et installations qui sont nécessaires à l'exploitation agricole ou à l'horticulture productrice, tandis que les art. 24 ss LAT fixent les exceptions admissibles hors de la zone à bâtir. En l'occurrence, il n'est en soi pas contesté que le changement d'affectation de l'abri pour spa et sauna et la véranda non chauffée ne sont pas nécessaires à une exploitation agricole et qu'ils n'ont pas de vocation agricole, de sorte qu'ils ne sont pas conformes à l'affectation de la zone. Partant, il convient d'analyser si une autorisation exceptionnelle au sens des art. 24 ss LAT pourrait être délivrée. 3.2. L'examen des conditions des art. 24, 24c, 24d et 24e LAT peut d'emblée être écarté, étant donné qu'il s'agit de constructions hors de la zone à bâtir qui ne sont pas imposées par leur destination (art.”
“Dans la mesure où les recourants ont disposé de toutes les informations nécessaires pour critiquer la décision litigieuse – preuve en est le mémoire de recours –, où la DAEC a pris position dans ses observations sur les pièces qu'elle a ignorées à tort au moment de prendre sa décision et où elle parvient à la conclusion que le résultat de la décision reste inchangé, on peut considérer que l'atteinte à leurs droits formels a manifestement été réparée. Au demeurant, il faut rappeler aux recourants que le droit d'être entendu n'est pas une fin en soi; il constitue un moyen d'éviter qu'une procédure judiciaire ne débouche sur un jugement vicié en raison de la violation du droit des parties de participer à la procédure, notamment à l'administration des preuves. Lorsqu'on ne voit pas quelle influence la violation du droit d'être entendu a pu avoir sur la procédure, il n'y a pas lieu d'annuler la décision attaquée. Le Tribunal rejoint en cela la DAEC lorsqu'elle expose qu'un renvoi reviendrait en l'espèce à une vaine formalité, contraire au principe de l'économie de procédure. 3. 3.1. Selon l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. L'art. 25 al. 2 LAT dispose que pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. L'art. 16a al. 1, 1ère phrase, LAT prévoit que sont conformes à l'affectation de la zone agricole les constructions et installations qui sont nécessaires à l'exploitation agricole ou à l'horticulture productrice, tandis que les art. 24 ss LAT fixent les exceptions admissibles hors de la zone à bâtir. 3.2. En l'occurrence, il n'est pas contesté que les recourants ne sont pas agriculteurs et que les travaux envisagés ne sont pas nécessaires à une exploitation agricole et n'ont pas de vocation agricole, de sorte que ceux-ci ne sont pas conformes à l'affectation de la zone. Partant, il convient d'analyser si une autorisation exceptionnelle au sens des art. 24 ss LAT pourrait être délivrée. L'examen des conditions des art. 24a, 24b, 24d et 24e LAT peut d'emblée être écarté étant donné qu'il ne s'agit pas d'un changement d'affectation ne nécessitant pas de travaux de transformation (art.”
Kommt im betreffenden Kanton keine gesonderte Zuständigkeitsregelung zur Anwendung, tritt subsidiär Art. 25 Abs. 2 RPG in Kraft, sodass die kantonale Behörde die Bewilligung erteilt; im Kanton Bern wurde hierfür das AGR genannt. Diese subsidiäre Zuständigkeitsregelung diente der Umsetzung der bundesrechtlichen Vorgaben in Art. 71a EnG und Art. 9g EnV.
“Die Zuständigkeit der Regierungsstatthalterin als Bewilligungs- und Leitbehörde betreffend Photovoltaik-Grossanlagen hat der Regierungsrat ebenfalls in der dringlichen Einführungsverordnung geregelt (vgl. Art. 3 EV Photovoltaik-Grossanlagen; vorne E. 1.4). Der Bund gibt mit Art. 71a Abs. 3 EnG vor, dass die Baubewilligung zwingend durch den Kanton erfolgen muss. Kommunale Behörden, die im Kanton Bern neben den Regierungsstatthalterinnen und Regierungsstatthalter Baubewilligungsbehörde sind (vgl. Art. 33 BauG), kommen bei Photovoltaik-Grossanlagen aufgrund der bundesrechtlichen Vorgaben als Baubewilligungsbehörde nicht infrage. Insofern muss daher geregelt werden, welche kantonale Behörde zuständig ist; ansonsten kommt die subsidiäre Regelung von Art. 9g EnV zur Anwendung, wonach die kantonale Bewilligung durch die Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG erteilt wird, im Kanton Bern das AGR (vorne E. 2.4). Der Verordnungsgeber wollte mit dieser Bestimmung verhindern, dass sich Verfahren in die Länge ziehen, weil die Zuständigkeiten im Kanton nicht geregelt sind. Es bestand jedoch keinerlei Absicht, die Kantone daran zu hindern, die von ihnen als sachgerecht erachtete Kompetenzordnung festzulegen (Erläuternder Bericht UVEK Art. 9g S. 4). Der Kanton Bern erachtete das AGR als nicht geeignet, ein effizientes, korrektes und schnelles Verfahren für die Bewilligung von Photovoltaik-Grossanlagen durchzuführen; es verfüge nicht über genügend fachliche Ressourcen für die Durchführung eines Baubewilligungsverfahrens als Leitbehörde (vgl. Vortrag EV Art. 3 S. 4). Um der bundesrechtlichen Vorgabe einer kantonalen Bewilligungsbehörde nachzukommen, musste daher insofern eine neue Regelung getroffen werden; eine solche war mit anderen Worten notwendig zur Umsetzung von Art. 71a Abs. 3 EnG und Art. 9g EnV. Die Ausführungsbestimmungen zu Art. 71a EnG, namentlich Art.”
Innerhalb von Schutzperimetern (z. B. PAC/PEC) entscheidet die zuständige kantonale Behörde nach Art. 25 Abs. 2, ob ein Vorhaben zonenkonform ist oder einer besonderen Bewilligung bedarf. Liegt das Vorhaben vollständig in der als bebaubar bezeichneten Fläche, ist in der Regel keine zusätzliche Bewilligung des betreffenden Fachdienstes erforderlich; befindet es sich ausserhalb der Bauzone oder in einer Zone «zu schützen», kann eine besondere Bewilligung nach Art. 25 Abs. 2 RPG verlangt werden.
“Il a indiqué que la parcelle où se situe le projet est partiellement répertoriée en zone de danger de glissements de terrain spontanés et coulées de terre (GSS) selon la carte mise à disposition par l’Unité des Dangers Naturels de la Direction générale de l'environnement (niveau de danger faible). L'ECA n'a pas exigé de mesures constructives compte tenu du type et de l'ampleur du projet, tout en ajoutant que la modification de l'ampleur du projet nécessiterait une reconsidération de la décision. La Direction générale du territoire et du logement, Division Hors zone à bâtir (ci-après: la DGTL) a formulé la remarque suivante: "Conformément aux documents du dossier, ce projet est sis sur la parcelle n° 901, dans le plan d'affectation «Vieille Ville » de la commune de Cossonay. La parcelle est située dans le périmètre 4 du plan de protection PAC Venoge, soit la zone du bassin versant de la Venoge. Dès lors que l'entier du projet est compris dans la zone constructible, il ne requiert pas d´autorisation spéciale de notre service, à délivrer pour ces travaux (art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3, let. a LATC)." D. Le 17 août 2020, l'architecte de la constructrice a produit des plans modifiés datés des 3 avril/17 août 2020 comprenant diverses corrections portant: - au sous-sol sur l'accès extérieur pour abri PC; - au rez inférieur sur l'accès aux trois places de parc en bordure de la route de La Sarraz (création d'une contre-allée à l'ouest du bâtiment projeté); - en façade est sur la surélévation du remblai contre la face d'accès parking. E. Le 15 septembre 2020, la constructrice a sollicité de la municipalité qu'elle procède à la radiation des servitudes nos 138822 et 138823 précitées (supra, let. A) pour les motifs suivants: "Le projet de l'immeuble cité en référence se situe sur la parcelle 901 qui est régie par le plan partiel d'affectation "Vieille Ville" Selon cette réglementation, la parcelle no 901 et la parcelle no 186 voisine au sud, doivent permettre la constitution d'un ensemble bâti ininterrompu. La contiguïté des constructions est exigée sur la limite de propriété entre ces 2 parcelles.”
“Le PEC no 4a étant toujours en vigueur, il faut examiner sa portée en fonction des normes actuelles du droit de l'aménagement du territoire définissant l'affectation des zones. La LAT prévoit que les plans d'affectation délimitent en premier lieu les zones à bâtir, les zones agricoles et les zones à protéger (art. 14 al. 1 LAT), le droit cantonal pouvant instituer d'autres zones d'affectation (art. 18 al. 1 LAT). Il est évident que le périmètre du PEC no 4a, à tout le moins le secteur dont fait partie la parcelle no 267, n'a pas les caractéristiques d'une zone agricole au sens de l'art. 16 LAT; cette bande de terrain assez étroite supporte, dans la portion de rive en cause, un espace ensablé de baignade, de détente et de jeux au bord du lac, bordé par un chemin piétonnier en béton sur lequel donne la terrasse de l'hôtel-restaurant de la Plage. En réalité, seul le régime de la zone à protéger au sens de l'art. 17 LAT entre en considération s'il faut retenir – comme la DGTL – que le périmètre du PEC no 4a se trouve hors de la zone à bâtir, avec la conséquence que les aménagements extérieurs litigieux nécessitent une autorisation spéciale en vertu de l'art. 25 al. 2 LAT.”
Die Revision hat in Art. 25 Abs. 5 RPG für den Anspruch auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ausserhalb der Bauzone eine Verjährungsfrist von 30 Jahren eingeführt. Die Frist gilt als gewahrt, wenn die zuständige Behörde vor Ablauf erstmals einschreitet. Nach dieser Bestimmung tritt keine Verjährung ein, wenn Polizeigüter, namentlich öffentliche Ordnung, Ruhe, Sicherheit oder Gesundheit, gefährdet sind. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hält indessen in bestimmten Fällen (z. B. bei Missachtung des verfassungsmässigen Trennungsgrundsatzes) weiterhin an einer Nichtverjährung fest.
“Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verwirkt der Wiederherstellungsanspruch ausserhalb der Bauzone, für Bauten und Anlagen, die unter Missachtung des verfassungsmässigen Trennungsgrundsatzes (Art. 75 Abs. 1 BV) erstellt wurden, nicht, auch nicht nach 30 Jahren (BGE 147 II 309 E. 5). Zwar hat der Gesetzgeber anlässlich der Revision des RPG vom 29. September 2023 in Art. 25 Abs. 5 RPG eine neue Bestimmung eingefügt, wonach der Anspruch auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ausserhalb der Bauzone nach 30 Jahren verjährt; die Frist sei gewahrt, wenn die zuständige Behörde vor Ablauf der Frist erstmals einschreite. Keine Verjährung tritt nach dieser Bestimmung ein, wenn Polizeigüter, insbesondere die öffentliche Ordnung, Ruhe, Sicherheit oder Gesundheit, gefährdet sind (BBl. 2023 2488). Die 30-jährige Verwirkungsfrist wäre bei den meisten der vorliegend streitigen Bauten und Anlagen ohne weiteres eingehalten, da diese nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz 2003 (Treppe und Bootssteg) bzw. 2010/2011 errichtet worden sind (Sitzplatz, Aufschüttungen und Kleinbauten im Gewässerraum der Gewässerparzelle des Kantons). Nur für die Bauten ausserhalb der östlichen Schlossmauer hat das Verwaltungsgericht das genaue Erstellungsdatum offengelassen (wenn auch unter Hinweis auf Indizien, die für eine Erstellung nach 2010 sprechen; vgl. E. 4.1.1. S. 8/9 des angefochtenen Entscheids).”
“Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verwirkt der Wiederherstellungsanspruch ausserhalb der Bauzone, für Bauten und Anlagen, die unter Missachtung des verfassungsmässigen Trennungsgrundsatzes (Art. 75 Abs. 1 BV) erstellt wurden, nicht, auch nicht nach 30 Jahren (BGE 147 II 309 E. 5). Zwar hat der Gesetzgeber anlässlich der Revision des RPG vom 29. September 2023 in Art. 25 Abs. 5 RPG eine neue Bestimmung eingefügt, wonach der Anspruch auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ausserhalb der Bauzone nach 30 Jahren verjährt; die Frist sei gewahrt, wenn die zuständige Behörde vor Ablauf der Frist erstmals einschreite. Keine Verjährung tritt nach dieser Bestimmung ein, wenn Polizeigüter, insbesondere die öffentliche Ordnung, Ruhe, Sicherheit oder Gesundheit, gefährdet sind (BBl. 2023 2488). Die 30-jährige Verwirkungsfrist wäre bei den meisten der vorliegend streitigen Bauten und Anlagen ohne weiteres eingehalten, da diese nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz 2003 (Treppe und Bootssteg) bzw. 2010/2011 errichtet worden sind (Sitzplatz, Aufschüttungen und Kleinbauten im Gewässerraum der Gewässerparzelle des Kantons). Nur für die Bauten ausserhalb der östlichen Schlossmauer hat das Verwaltungsgericht das genaue Erstellungsdatum offengelassen (wenn auch unter Hinweis auf Indizien, die für eine Erstellung nach 2010 sprechen; vgl. E. 4.1.1. S. 8/9 des angefochtenen Entscheids).”
Die Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG ist unentbehrlich und wirkt konstitutiv für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone. Fehlt diese Zustimmung, sind kommunale Baubewilligungen grundsätzlich als nichtig zu qualifizieren.
“2 RPG entscheidet die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Hierbei handelt es sich um eine grundlegende Verfahrensregelung zur Einhaltung des raumplanungsrechtlichen Trennungsprinzips (BGE 128 I 254 E. 3.8.4; Urteil 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Zustimmung der kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG ein unentbehrliches, konstitutiv wirkendes Element der kommunalen Bewilligung. Ohne Zustimmung der zuständigen kantonalen Bewilligungsbehörde gewährte Baubewilligungen sind grundsätzlich als nichtig zu qualifizieren (BGE 111 Ib 213 E. 5b; Urteile 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2 und 1C_500/2016 vom 30. Mai 2017 E. 3.1; je mit Hinweisen). Dies gilt mindestens dann, wenn die kantonale Behörde keine Kenntnis vom Baugesuch hatte (Urteil 1C_500/2016 vom 30. Mai 2017 E. 3.1; vgl. auch BGE 132 II 21 E. 3). Die Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone (Art. 25 Abs. 2 RPG) darf grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt werden (Urteil 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2 mit Hinweisen). Die Dienststelle Raum und Wirtschaft ist die im Kanton Luzern für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen zuständige Bewilligungsbehörde (§ 51 und § 60 Abs. 1 lit. b PBV/LU i.V.m. § 182 Abs. 1 und § 192a Abs. 4 PBG/LU). Der erwähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 25 Abs. 2 RPG entsprechend bestimmt das kantonale Recht, eine von der Gemeinde für ein Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen erteilte Baubewilligung sei nichtig, wenn der Entscheid der zuständigen kantonalen Behörde fehlt (§ 182 Abs. 2 Satz 1 PBG/LU). Die Vorinstanz kam in den angefochtenen Urteilen vom 25. August 2017 und vom 17. März 2021 zum Schluss, die Baubewilligung des Gemeinderats vom 29. Juni 2016 und der Entscheid des Gemeinderats vom 22. März 2017 seien nichtig, weil die Baubewilligung ohne Zustimmung der Dienststelle Raum und Wirtschaft erfolgt sei. Die Beschwerdeführerinnen sind gegenteiliger Auffassung.”
“Zunächst ist zu bemerken, dass sich ein allfällig bestehender Vertrauensschutz nicht auf das Hühnerhaus erstrecken kann, zumal dessen Standort nachträglich geändert worden ist und die heutige Situation also nicht mit der gemeindlichen Bewilligung übereinstimmt. Die Rüge betreffend Treu und Glauben der Beschwerdeführenden kann also von vornherein nur bezüglich des Gewächshauses geprüft werden. Die oben erwähnten Bedingungen sind jedoch nicht erfüllt. Insbesondere konnten die Beschwerdeführenden nicht von der Richtigkeit der behördlichen Information, d.h. der Baubewilligung der Gemeinde, ausgehen, sondern mussten deren Unrichtigkeit erkennen. Die Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone (Art. 25 Abs. 2 RPG) darf gemäss langjähriger bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt werden (Urteile 1C_260/2021, 1C_262/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1; 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2; 1C_403/2008 vom 23. Oktober 2008 E. 3.3). In der Tat sind Baubewilligungen, die ohne die Zustimmung der kantonalen Bewilligungsbehörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG gewährt wurden, grundsätzlich nichtig (BGE 128 I 254 E. 3.1; 111 Ib 213 E. 5b; Urteile 1C_260/2021, 1C_262/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1; 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2 und 1C_500/2016 vom 30. Mai 2017 E. 3.1, je mit Hinweisen). Ausserdem steht einer Berufung auf den Vertrauensschutz im vorliegenden Fall die Verwirklichung des fundamentalen raumplanerischen Grundsatzes der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet als erhebliches öffentliches Interesse entgegen (Urteil 1C_79/2022 vom 30. September 2022 E. 8.3). Die Rüge der Verletzung von Treu und Glauben der Beschwerdeführenden ist somit unbegründet.”
“Entgegen den Beschwerdeführenden kann nicht die Rede davon sein, die "hobbymässige Gartennutzung" der in der Landwirtschaftszone gelegenen Teilfläche der Parzelle KTN 1450 und damit - im Sinne einer lediglich untergeordneten Abänderung bzw. massvollen Erweiterung - der strittige Fussweg seien bereits rechtskräftig bewilligt worden. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, wäre eine allfällige Bewilligung des Gemeinderats unbeachtlich, die ohne Mitwirkung des kantonalen Amts erfolgt wäre. Die Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone (Art. 25 Abs. 2 RPG [SR 700]) stellt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein unentbehrliches, konstitutiv wirkendes Element dar; besteht Klarheit darüber, dass die kantonale Zustimmung auch nachträglich nicht erteilt wird, ist die kommunale Bewilligung wegen des schwerwiegenden Mangels gar als nichtig zu betrachten (vgl. BGE 111 Ib 213 E. 5b; Urteil 1C_15/2022 vom 7. August 2023 E. 5.3 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführenden behaupten nicht, die Gartenanlage als solche oder der vom strittigen Rückbaubefehl erfasste, in der Landwirtschaftszone gelegene befestigte Fussweg seien vom kantonalen Amt für Raumentwicklung unter dem Titel von Art. 16a oder Art. 24 ff. RPG bewilligt worden. Aus dem Vorgehen des Amtes, das von Anfang an den Rückbau forderte, kann ohne Weiteres gefolgert werden, dass es seine Zustimmung auch nachträglich verweigert hat. Selbst wenn der Gemeinderat im Zusammenhang mit der Gestaltung bzw. Nutzung der südlichen, ausserhalb der Bauzone gelegenen Parzellenfläche eine Bewilligung erteilt hätte, vermöchte sie demnach keine Rechtswirkungen zu entfalten.”
“Bei der Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone (vgl. Art. 25 Abs. 2 RPG) handelt es sich um eine grundlegende Verfahrensregelung zur Einhaltung des raumplanungsrechtlichen Trennungsprinzips (vgl. BGE 128 I 254 E. 3.8.4; Urteil 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2). Sie gilt seit Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes im Jahr 1980 für Ausnahmebewilligungen ausserhalb der Bauzone und ergab sich schon zuvor aus dem Gewässerschutzrecht (vgl. BGE 111 Ib 213 E. 5a; Urteil 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2). Die kantonale Zuständigkeit für die Prüfung der Zonenkonformität ausserhalb der Bauzone wurde mit der Revision von Art. 25 Abs. 2 RPG vom 20. März 1998 (in Kraft seit 1. September 2000) gesetzlich verankert, galt aber schon zuvor gestützt auf die Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1). Bau- und Ausnahmebewilligungen ausserhalb der Bauzone, die ohne die Mitwirkung der zuständigen kantonalen Behörde von der Gemeinde erlassen werden, sind nach ständiger Rechtsprechung nicht nur anfechtbar, sondern nichtig (BGE 111 Ib 213 E. 5b; Urteil 1C_556/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2). Aufgrund ihres fundamentalen Charakters ist die Erforderlichkeit einer kantonalen Mitwirkung für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone grundsätzlich auch ohne juristische Beratung als bekannt vorauszusetzen (vgl. Urteile 1C_556/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2; 1C_403/2008 vom 23. Oktober 2008 E. 3.1).”
Im Rahmen der kantonalen Zuständigkeitsregelung gemäss Art. 25 Abs. 1 RPG müssen die von der zuständigen Behörde verwendeten Bezeichnungen und Beschreibungen von Projekten in Publikationen mit dem materiellen Inhalt der eingereichten Gesuche übereinstimmen. Die kantonalen Behörden haben darauf zu achten, die terminologisch gebräuchlichen und zutreffenden Projektangaben konsequent zu verwenden, namentlich bei der öffentlichen Auflage, damit das rechtliche Gehör gewahrt ist.
“À teneur de l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. Les détails relatifs à la compétence et à la procédure sont réglés par le droit cantonal (art. 25 al. 1 LAT). Dans le canton de Genève, le Département du territoire est l'autorité compétente pour l'instruction des demandes et la délivrance des autorisations de construire (art. 1 al. 6 LCI). Cette attribution exige de l'autorité qu'elle connaisse la terminologie consacrée par le droit applicable, mais aussi qu'elle l'utilise de façon conséquente et précise dans les procédures qu'elle conduit. Cela implique en particulier que les intitulés et descriptifs des projets mis à l'enquête publique - puis autorisés - correspondent matériellement au contenu des demandes d'autorisation déposées (cf. ALEXANDER RUCH, Commentaire pratique LAT: Autorisation de construire, protection juridique et procédure, 2020, n. 53 ad art. 22 LAT). En effet, les administrés doivent pouvoir attendre des autorités spécialisées qu'elles décrivent correctement les projets qui leur sont soumis, en particulier dans le cadre de la publication officielle de la demande d'autorisation. Ces exigences concrétisent le droit d'être entendu garanti à l'art.”
Die kantonale Zuständigkeitsregelung verlangt, dass die zuständige Behörde die in der Praxis gebräuchliche Terminologie kennt und konsequent anwendet. Insbesondere müssen die in Verfügungen und bei der öffentlichen Auflage verwendeten Projektbezeichnungen und -beschreibungen materiell mit dem Inhalt des eingereichten Gesuchs übereinstimmen, damit die Veröffentlichung den Antragsinhalt korrekt widerspiegelt und das Recht auf Gehör gewahrt bleibt.
“À teneur de l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. Les détails relatifs à la compétence et à la procédure sont réglés par le droit cantonal (art. 25 al. 1 LAT). Dans le canton de Genève, le Département du territoire est l'autorité compétente pour l'instruction des demandes et la délivrance des autorisations de construire (art. 1 al. 6 LCI). Cette attribution exige de l'autorité qu'elle connaisse la terminologie consacrée par le droit applicable, mais aussi qu'elle l'utilise de façon conséquente et précise dans les procédures qu'elle conduit. Cela implique en particulier que les intitulés et descriptifs des projets mis à l'enquête publique - puis autorisés - correspondent matériellement au contenu des demandes d'autorisation déposées (cf. ALEXANDER RUCH, Commentaire pratique LAT: Autorisation de construire, protection juridique et procédure, 2020, n. 53 ad art. 22 LAT). En effet, les administrés doivent pouvoir attendre des autorités spécialisées qu'elles décrivent correctement les projets qui leur sont soumis, en particulier dans le cadre de la publication officielle de la demande d'autorisation. Ces exigences concrétisent le droit d'être entendu garanti à l'art.”
Eine zeitlich unbeschränkte Duldung kantonal nicht bewilligter Umnutzungen umgeht die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung nach Art. 25 Abs. 2 RPG. Eine solche Duldung ist mit dem Legalitätsprinzip nicht vereinbar und unterläuft den Zweck von Art. 25 Abs. 2 RPG; sie ist daher nicht zulässig.
“RPG hinaus, was einen Fall eines Ermessensmissbrauchs (vgl. BGE 141 V 365 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 137 V 71 E. 5.1) darstellt. Obwohl die Dienststelle rawi die Voraussetzungen einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24a RPG nicht im Detail geprüft und die Zustimmung für die Umnutzungen integral verweigert hat, hat die Vorinstanz mit unhaltbarer Begründung gänzlich von entsprechenden Wiederherstellungsmassnahmen abgesehen und die Umnutzungen unter Bedingungen und Auflagen als mit Art. 24a RPG vereinbar bezeichnet. Diese vorinstanzliche Duldung der kantonal nicht bewilligten Umnutzungen schafft damit im Ergebnis faktisch eine der nachträglichen Baubewilligung vergleichbare Situation. Die verfahrens- und materiell-rechtlichen Voraussetzungen der Ausnahmebewilligung für Bauvorhaben und Nutzungen ausserhalb der Bauzone werden mit einer solchen zeitlich unbeschränkten Duldung umgangen, was mit dem Legalitätsprinzip (dazu: Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., N 325 ff.) nicht vereinbar ist. Mit der strittigen Duldung wird der Zweck von Art. 25 Abs. 2 RPG bzw. § 182 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; SRL Nr. 735) unterlaufen und Bundes- und kantonales Recht verletzt (vgl. 1C_572/2020 vom”
Bei Verstössen gegen eine auf Art. 25 Abs. 2 RPG gestützte Ausnahmebewilligung sind die zuständigen kantonalen bzw. kommunalen Behörden befugt, die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands anzuordnen. Namentlich kommt bei unzulässigen Arbeiten, die sich nicht legalisieren lassen, die Anordnung eines Rückbaus in Betracht.
“36), zumal es sich dabei nicht um ein neues materiell-baurechtliches Vorbringen, sondern um einen das Verfahren betreffenden Einwand handelt (vgl. zur ansonsten zurückhaltenden Praxis bezüglich Geltendmachung neuer Bauhinderungsgründe im Beschwerdeverfahren Donatsch, § 52 N. 41 ff.). 2.3 Die Zuständigkeitsordnung im öffentlichen Verfahrensrecht ist mit Blick auf das Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [SR 101]) zwingender Natur; eine fehlende Verfügungsbefugnis kann mithin weder durch explizite Vereinbarung noch durch stillschweigende Einlassung kompensiert werden (vgl. Regina Kiener/Bernhard Rütsche/Mathias Kuhn, Öffentliches Verfahrensrecht, 3. A., Zürich/St. Gallen 2021, Rz. 496 f.). Zu klären ist vor diesem Hintergrund vorliegend die Frage, ob dem Bauausschuss Unterengstringen – wie von den Beschwerdeführenden vorgebracht – die Kompetenz zum Erlass des strittigen Abbruchbefehls gefehlt hat. 2.3.1 Bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG zunächst die zuständige kantonale Behörde über die Zonenkonformität bzw. die Erteilung einer Ausnahmebewilligung. Gemäss § 2 lit. c des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG, LS 700.1) sind sodann die Gemeinden für die erstinstanzliche Gesetzesanwendung in Bausachen zuständig, bei Bauten ausserhalb der Bauzonen also insbesondere für die Prüfung der weiteren (über Art. 25 Abs. 2 RPG hinausgehenden) Bewilligungsvoraussetzungen (vgl. Alain Griffel, Raumplanungs- und Baurecht, Zürich/St. Gallen 2017, S. 124 f.; vgl. zur Koordination der kantonalen und der kommunalen Bewilligung im vorliegenden Fall Bst. A hiervor). Gestützt auf § 2 lit. c in Verbindung mit § 341 PBG sind die Gemeinden sodann auch dazu berufen, bei Verstössen gegen eine gestützt auf Art. 25 Abs. 2 RPG erteilte Ausnahmebewilligung den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen (VGr, 26. August 2010, VB.2010.00232, E. 3.1; zur diesbezüglichen bundesrechtlichen Verpflichtung der zuständigen kantonalen und kommunalen Behörden BGE 147 II 309 E.”
“Pour les murs, il était néanmoins d'ores et déjà relevé que ces ouvrages en pierres naturelles ne sont pas caractéristiques des aménagements sis aux abords des bâtiments d'habitation situés en zone agricole. Pour la pergola, notre service vous avait indiqué que pour pouvoir être admise au sens de l'article 68a RLATC celle-ci devait consister en réalisation d'un abri de 12 m2 recouvert d'un chevronnage ouvert. Toutes autres constructions, mêmes recouvertes d'un store, ne seraient pas susceptibles d'être admises. L'ancienne construction réalisée en 2000 – qui telle que conçue ne peut pas être assimilée à une pergola dans la mesure où cet ouvrage est surmonté d'un toit – n'est en effet pas susceptible de pouvoir être reconstruite. Cet ouvrage ne bénéficie effectivement pas de la garantie de la situation acquise ayant été érigé sur la base d'une autorisation communale. Comme vous le savez, suite à des précédents travaux litigieux entrepris sur votre propriété (construction d'une écurie pour chevaux en 2007), tous travaux entrepris sur votre parcelle sise hors de la zone à bâtir nécessitent une autorisation spéciale de notre service (art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3 let. a LATC). Sur la base des photographies qui nous ont transmises par le bureau technique communal, notre service peut effectivement constater que les murs et gradins réalisés ne sont pas typiques des aménagements extérieurs qui se situent aux abords des bâtiments d'habitation et des fermes situés hors des zones à bâtir. De tels ouvrages, qui sont caractéristiques des aménagements que l'on peut trouver dans les zones à bâtir (en zones de villas par exemple), sont de nature à modifier l'identité des abords de votre bâtiment comme nous vous en avons rendu attentif dans notre courrier du 3 avril dernier. Vu ce qui précède, notre service vous signifie qu'il ne serait pas en mesure de régulariser ces aménagements litigieux lors de l'enquête publique que ces travaux nécessitent. Dans ce contexte, notre service vous informe qu'il envisage de se déterminer formellement sur ces travaux illicites dans le cadre d'une décision de remise en état. Préalablement, il vous laisse le soin de nous indiquer, d'ici le 20 mai 2019, si vous envisagez de supprimer ces aménagements de votre propre initiative et remettre les lieux dans leur état d'origine.”
Bei der Behördenkoordination sind die kantonalen Verfahrens- und Fachstellen sowie die betroffenen eidgenössischen Behörden zu beteiligen; die koordinierende kantonale Instanz muss die hierzu eingehenden Stellungnahmen gesamthaft berücksichtigen. In der Praxis werden zudem Fristen und die erforderlichen Spezialbewilligungen verschiedener Departemente im Rahmen der Koordination zusammengeführt.
“En matière d’aménagement du territoire et des constructions, il appartient en premier lieu aux cantons de régler la compétence et la procédure (art. 25 al. 1 LAT). La LAT contient toutefois des dispositions qui obligent les cantons à respecter certains critères lorsqu’ils règlementent ces aspects (Ruch, Commentaire pratique LAT, Autorisation de construire, protection juridique et procédure, 2020, N. 9 ad art. 25 LAT). Tel est le cas de l’art. 4 LAT, consacré à l’information et à la participation, ou de l’art. 33 LAT, qui règle la protection juridique, selon lequel les plans d’affectation doivent être mis à l’enquête publique (al. 1) et qui prévoit que soit aménagée au moins une voie de recours contre les décisions et les plans d’affectation fondés sur la LAT et sur les dispositions cantonale et fédérales d’exécution (al. 2). Tel est également le cas de l’art. 26 LAT, qui énonce qu’une autorité cantonale approuve les plans d’affectation et leurs adaptations (al. 1) et qu’elle examine s’ils sont conformes aux plans directeurs cantonaux approuvé par le Conseil fédéral (al. 2). En revanche et en particulier, le droit fédéral ne règle pas l’organisation d’une procédure spécifique de consultation préalable des différents services de l’Etat concernés par un projet de planification. Tout au plus prévoit-il qu’une autorité cantonale chargée de la coordination doit recueillir les avis circonstanciés relatifs au projet auprès de toutes les autorités cantonales et fédérales concernées par la procédure (art.”
“Constate que les emprises du projet sur les SDA ont été priorisées par le Conseil d’Etat le 26 février 2020 et qu’elles ont d’ores et déjà été décomptées de la marge cantonale. IV. Lève les oppositions pendantes mentionnées dans la liste de distribution de la présente décision. V. Approuve le Plan d’affectation cantonal valant permis de construire N° 367, installation de stockage définitif « Les Echatelards », et son règlement, sur territoire de la Commune de Grandson. VI. Soumet le plan aux conditions posées par les Services consultés de l’Etat et mentionnées sous chiffres 3.4, 3.5 et 3.9 et au respect des charges et conditions résultant du dossier d’enquête comprenant notamment le rapport d’impact sur l’environnement du 10 septembre 2021. VII. Réserve l’octroi des autorisations d’aménager selon l’art. 39 OLED et d’exploiter selon l’art. 40 OLED et 24 LGD qui devra faire l’objet d’une nouvelle décision par l’autorité compétente". Le PAC est coordonné avec les autorisations spéciales nécessaires selon l’art. 120 LATC suivantes (cf. ch. 2.4): "● autorisation pour les constructions hors zone à bâtir selon l’art. 25 LAT et l’art. 4 al. 3 let. a LATC, délivrée par la DGTL, Direction des autorisations de construire hors zone à bâtir (DAC-HZB), le 12 juillet 2022 ; ● autorisation spéciale au sens de l’annexe II RLATC, délivrée par la Direction générale de l’environnement, Direction de l’environnement industriel, urbain et rural, Division Assainissement, Section Assainissement industriel (DGE DIREV ASS-AI) le 31 [recte: 18] mars 2022 ; ● autorisation spéciale au sens des art. 18 LPN, 4a LPNMS et 22 LFaune, délivrée par la Direction générale de l’environnement, Direction des ressources et du patrimoine naturels, Division Biodiversité (DGE DIRNA BIODIV) le 12 mai 2022 ; ● autorisation spéciale au sens de l’art. 120 LATC, délivrée par l’Etablissement Cantonal d’Assurance (ECA), le 12 juillet 2022 ; ● autorisation spéciale au sens de l’art. 12 LPDP, délivrée par la Direction générale de l’environnement, Direction des ressources et du patrimoine naturels, Division Eaux (DGE DIRNA EAU), le 7 juin 2022 ; ● autorisation spéciale selon l’art.”
Das Bundesrecht schreibt im Zusammenhang mit dem Bauen ausserhalb der Bauzone lediglich eine Bewilligung durch eine kantonale Behörde vor und überlässt deren Organisation den Kantonen. Aus den zitier ten Entscheidungen ergibt sich, dass daraus keine bundesrechtliche Pflicht zur Einrichtung gestalterischer Fachkommissionen oder zum Erlass gestalterischer Wegleitungen folgt.
“Bei der erwähnten Bestimmung handelt es sich um eine generelle Ästhetikklausel (konkret: Einordnungsgebot) des Rechts des Kantons Appenzell I.Rh.. Mithin geht es darin – anders als die Beschwerdeführerin meint – nicht um eine Konkretisierung des bundesrechtlich geregelten Identitätserfordernisses. Eine solche oder eine ähnliche Regelung kennt das PBG des Kantons St. Gallen hingegen nicht bzw. es behält über das kantonale Beeinträchtigungsverbot hinausgehende Vorschriften für bestimmte Zonen oder bestimmte gesondert gekennzeichnete Gebiete dem kommunalen Gesetzgeber vor (vgl. Art. 99 Abs. 1 und 2 PBG). Soweit solche kommunalen Vorschriften bestehen, sind diese im Rahmen der Interessenabwägung zu berücksichtigen (dazu nachfolgende E. 7). Ebenfalls ist dem st. gallischen Recht keine Beurteilung durch eine Fachkommission für die gestalterische Beurteilung auf Stufe Kanton bekannt. Eine entsprechende Fachkommission ist auch nicht von Bundesrechts wegen erforderlich. Das Bundesrecht schreibt im Zusammenhang mit dem Bauen ausserhalb der Bauzone einzig eine Bewilligung durch eine kantonale Behörde vor (vgl. Art. 25 RPG), überlässt aber deren Organisation den Kantonen. Letztlich besteht für die kantonal zuständige Fachstelle auch keine Pflicht zum Erlass von gestalterischen Wegleitungen und Richtlinien, selbst wenn solches wünschbar, aber auch aufgrund der regionalen Verschiedenartigkeit der Gebäudeformen ausserhalb der Bauzone im Kanton St. Gallen anspruchsvoll wäre. Nach den vorstehenden Darlegungen ist festzuhalten, dass das geplante Bauvorhaben die gestellten bundesrechtlichen Anforderungen in Bezug auf die Wahrung der Identität und der Wesensgleichheit nicht verletzt. Die Beschwerde ist mithin insofern unbegründet. Zu klären bleiben die weiteren Voraussetzungen. Weitere Voraussetzung ist, dass dem Vorhaben keine wichtigen Anliegen der Raumplanung entgegenstehen (vgl. Art. 24c Abs. 5 RPG). Hierzu zählen namentlich die Vorschriften zu den Zielen und Grundsätzen in Art. 1 und 3 RPG, wie etwa die Landschaft zu schützen (Art. 1 Abs. 2 lit. b RPG) und sie zu schonen (Art. 1 Abs. 2 Ingress RPG). Siedlungen, Bauten und Anlagen sollen sich insbesondere in die Landschaft einordnen und naturnahe Landschaften und Erholungsräume sollen erhalten bleiben (vgl.”
“Bei der erwähnten Bestimmung handelt es sich um eine generelle Ästhetikklausel (konkret: Einordnungsgebot) des Rechts des Kantons Appenzell I.Rh.. Mithin geht es darin – anders als die Beschwerdeführerin meint – nicht um eine Konkretisierung des bundesrechtlich geregelten Identitätserfordernisses. Eine solche oder eine ähnliche Regelung kennt das PBG des Kantons St. Gallen hingegen nicht bzw. es behält über das kantonale Beeinträchtigungsverbot hinausgehende Vorschriften für bestimmte Zonen oder bestimmte gesondert gekennzeichnete Gebiete dem kommunalen Gesetzgeber vor (vgl. Art. 99 Abs. 1 und 2 PBG). Soweit solche kommunalen Vorschriften bestehen, sind diese im Rahmen der Interessenabwägung zu berücksichtigen (dazu nachfolgende E. 7). Ebenfalls ist dem st. gallischen Recht keine Beurteilung durch eine Fachkommission für die gestalterische Beurteilung auf Stufe Kanton bekannt. Eine entsprechende Fachkommission ist auch nicht von Bundesrechts wegen erforderlich. Das Bundesrecht schreibt im Zusammenhang mit dem Bauen ausserhalb der Bauzone einzig eine Bewilligung durch eine kantonale Behörde vor (vgl. Art. 25 RPG), überlässt aber deren Organisation den Kantonen. Letztlich besteht für die kantonal zuständige Fachstelle auch keine Pflicht zum Erlass von gestalterischen Wegleitungen und Richtlinien, selbst wenn solches wünschbar, aber auch aufgrund der regionalen Verschiedenartigkeit der Gebäudeformen ausserhalb der Bauzone im Kanton St. Gallen anspruchsvoll wäre. Nach den vorstehenden Darlegungen ist festzuhalten, dass das geplante Bauvorhaben die gestellten bundesrechtlichen Anforderungen in Bezug auf die Wahrung der Identität und der Wesensgleichheit nicht verletzt. Die Beschwerde ist mithin insofern unbegründet. Zu klären bleiben die weiteren Voraussetzungen. Weitere Voraussetzung ist, dass dem Vorhaben keine wichtigen Anliegen der Raumplanung entgegenstehen (vgl. Art. 24c Abs. 5 RPG). Hierzu zählen namentlich die Vorschriften zu den Zielen und Grundsätzen in Art. 1 und 3 RPG, wie etwa die Landschaft zu schützen (Art. 1 Abs. 2 lit. b RPG) und sie zu schonen (Art. 1 Abs. 2 Ingress RPG). Siedlungen, Bauten und Anlagen sollen sich insbesondere in die Landschaft einordnen und naturnahe Landschaften und Erholungsräume sollen erhalten bleiben (vgl.”
Weilerzonen im Sinne von Art. 33 RPV gelten nicht als Bauzonen; Baugesuche in diesen Zonen bedürfen deshalb der Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG. Die Kantone sind durch Prüfberichte und Verwaltungen aufgefordert worden, die bestehenden Weiler zu überprüfen und ihnen, sofern erforderlich, eine bundesrechtskonforme Zonenzuweisung vorzunehmen.
“Im Rahmen der Teilrevision 2014-2017 wurden im kantonalen Richtplan das Siedlungsgebiet festgesetzt sowie die Bereiche Verkehr und Energie überarbeitet. Ziel der Teilrevision war es vor allem, die Siedlungsentwicklung im Kanton Thurgau in den nächsten 25 Jahren zu lenken und dadurch eine weitere Zersiedelung der Landschaft zu vermeiden. Am 4. Juli 2018 genehmigte der Bundesrat die Anpassung des kantonalen Richtplans mit gewissen Vorbehalten. Er forderte den Kanton auf, die Festlegungen im Kapitel 1.9 "Kleinsiedlungen" im Hinblick auf eine korrekte Umsetzung der bundesrechtlichen Vorgaben zu ergänzen und die bestehenden Weiler aufgrund ihrer Ausprägung und Eignung sowie den Anforderungen des Bundesrechts zu prüfen und sie – sofern sie den Kriterien einer Kleinsiedlung nach Art. 33 RPV nicht entsprächen – einer sachgerechten Zone zuzuweisen (Ziff. 6c). Das Bundesamt für Raumentwicklung wies in seinem Prüfungsbericht vom 19. Juni 2018 darauf hin, dass es sich bei den Weilerzonen nach Art. 33 RPV nicht um Bauzonen, sondern vielmehr um Spezialzonen ausserhalb der Bauzone handle, weshalb Baugesuche gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG der Zustimmung des Kantons bedürften. Am 19. Februar 2019 beschloss der Thurgauer Regierungsrat das Projekt "Überprüfung Kleinsiedlungen im Kanton Thurgau". Eine Arbeitsgruppe überprüfte bei insgesamt 304 Kleinsiedlungen die Zonenzuweisung. Sie kam zum Ergebnis, dass von den 245 Kleinsiedlungen in Weiler- und Dorfzonen nach § 6 PBV 104 Kleinsiedlungen einer Bauzone nach Art. 15 RPG zugewiesen werden respektive in einer solchen verbleiben könnten. 29 Kleinsiedlungen müssten einer Landwirtschafts- oder Landschaftsschutzzone zugeteilt werden. 112 Kleinsiedlungen erfüllten die Kriterien für eine Zone nach Art. 18 RPG i.V.m. Art. 33 RPV. Zudem könnten von den 59 in Landwirtschafts- oder Landschaftsschutzzonen gelegenen Kleinsiedlungen – sofern es die betroffenen Gemeinden als sinnvoll erachteten – 29 Kleinsiedlungen einer Zone nach Art. 18 RPG i.V.m. Art. 33 RPV zugewiesen werden. 30 Kleinsiedlungen würden in der Landwirtschafts- oder Landschaftsschutzzone verbleiben. Um für die Übergangszeit – bis zur Anpassung des kantonalen Richtplans und der kommunalen Zonenpläne – Rechtssicherheit zu schaffen, erliess der Regierungsrat am 12.”
“Die Thurgauer Behörden wurden 2010 und erneut 2018 vom Bundesrat aufgefordert, die Zonenzuweisung der bestehenden Weiler zu überprüfen und Kleinsiedlungen einer bundesrechtskonformen Zone zuzuteilen. Auf die verfahrensrechtliche Problematik (Anwendbarkeit von Art. 25 Abs. 2 RPG in Zonen gemäss Art. 33 RPV) wurde der Kanton im Jahr 2018 aufmerksam, aufgrund des Entscheids BGE 145 II 83 und des bundesrätlichen Prüfberichts.”
Kantonale Fachstellen (z. B. Landwirtschaftsdienst, Dienst für Raumplanung/SDT) können fachlich begründete Vorprüfungen bzw. Vorentscheide/Prognosen abgeben, die bei der Beurteilung von Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen zu berücksichtigen sind und — je nach verfahrensrechtlicher Grundlage — verbindende Wirkungen haben können. Für deren Beurteilung werden regelmässig detaillierte Unterlagen verlangt (z. B. Begründung der landwirtschaftlichen Notwendigkeit, historische Angaben, fotografische Dokumentation, Angaben zu geplanten Terrainveränderungen), soweit dies in den Akten ersichtlich ist.
“La "Directive interdépartementale du Département du territoire et de l'environnement (DTE) et du Département de l'économie et du sport (DECS) relative à l'examen des projets de constructions agricoles hors des zones à bâtir" relève que, compte tenu du caractère technique de certaines conditions permettant d'évaluer la survie à long terme de l'exploitation, "il paraît indiqué, comme la LATC le prévoit expressément, que le DTE puisse fonder sa décision (art. 25 al. 2 LAT et art. 81 al. 5 LATC) sur un préavis motivé du DECS, élaboré par le Service de l'agriculture (SAGR)". La Directive précise ce qui suit au sujet de la répartition des compétences entre le Service de l'agriculture (DGAV) et le SDT (DGTL): "2.1 Examen des dossiers soumis à l'enquête publique SAGR : lors d'une demande de construction hors zone à bâtir, le contrôle effectif de la nécessité du projet et de la viabilité des exploitations agricoles à analyser par le SAGR consiste à traiter les points suivants: o Déterminer le statut du requérant (dans un premier temps, agriculteur ou agriculture exercée à titre de loisirs, puis si nécessaire entreprise agricole ou exploitation agricole), conformément aux dispositions légales en vigueur (LAT, LAgr, LDFR/Loi fédérale sur le droit foncier rural, et OTerm/Ordonnance fédérale sur la terminologie agricole et la reconnaissance des formes d'exploitation). o Déterminer la nécessité agricole de la construction pour l'exploitation agricole, sur la base d'une expertise.”
“Les recourants ne sauraient invoquer leur bonne foi concernant les travaux réalisés de manière non conforme aux plans établis le 23 juin 2014 et au permis de construire délivré le 17 juillet 2014 sur la base de ces plans. Ils ne peuvent davantage se prévaloir d'aucune assurance concrète de la part de l'autorité cantonale compétente en matière d'autorisation hors zone à bâtir auxquelles ils se seraient fiés en toute confiance s'agissant des aménagements extérieurs, dont ils ne contestent au demeurant pas la non-conformité au droit fédéral. Au contraire, l'architecte mandaté par A.________ avait adressé le 16 juin 2011, soit avant la constitution et l'acquisition du droit distinct et permanent, un projet de transformation du chalet pour préavis au Service du développement territorial. Le 14 juillet 2011, ce dernier l'avait rendu attentif au fait que tous projets ou travaux relatifs à la parcelle n° 3213, comprise dans la zone agricole du plan général d'affectation communal, requéraient une autorisation cantonale en vertu des art. 25 al. 2 LAT et 120 al. 1 let. a de la loi vaudoise sur l'aménagement du territoire et les constructions (LATC), réclamant entre autres documents un historique des travaux réalisés sur le chalet et aux alentours, un dossier photographique des façades du bâtiment et de ses abords ainsi qu'une justification des terrassements projetés. Les recourants n'ignoraient dès lors pas que les aménagements extérieurs réalisés nécessitaient l'aval du Service du développement territorial et devaient lui être soumis préalablement à leur exécution, indépendamment de ce que le droit distinct et permanent de superficie leur permettait, le cas échéant, de réaliser. Ils ont au demeurant entrepris les travaux litigieux sans s'assurer auparavant auprès de la Municipalité qu'ils respectaient le cadre de ce qui pouvait être toléré à titre d'entretien ou, s'agissant du jardin, à titre d'agrément selon le contrat de servitude. Dans ces circonstances, ils ne sauraient arguer de leur bonne foi pour s'opposer à la suppression des aménagements extérieurs et à la remise en état des lieux.”
“En l'espèce, les parcelles nos 6465 et 6466 appartiennent à un secteur situé hors de la zone à bâtir, de sorte que l'aménagement de la servitude no AF 1042 était soumise à autorisation spéciale (art. 25 al. 2 LAT; art. 120 LATC) et, partant, à préavis liant en vertu de l'art. 7 al. 2 RLAF. Il ressort cependant du dossier que la servitude no AF 1042 ne figurait pas sur les documents mis à l'enquête publique à compter du 19 novembre 2001, raison pour laquelle le SDT n'a pas émis de préavis liant lors de sa consultation dans ce cadre. La servitude no AF 1042 résulte en réalité de la décision de la CCl du 1er décembre 2003, rendue suite à l'opposition formée le 14 décembre 2001, soit dans le cadre de l'enquête publique, par A.________ et aux termes de laquelle le précité réclamait précisément l'inscription d'une telle servitude. La décision du 1er décembre 2003 a certes été prise par la CCl en accord avec les deux propriétaires concernés et n'a pas fait l'objet d'un recours. S'agissant cependant d'une modification de l'avant-projet/projet d'exécution, la CCl aurait dû recueillir l'accord du SDT, conformément à l'art. 5 al. 5 RLAF, ce dont on ne trouve toutefois pas trace au dossier et l'autorité intimée indiquant que le SDT ne s'est jamais prononcé à cet égard.”
Liegt ein Vorhaben innerhalb eines Teilnutzungsplans (PPA), der als «bereits stark überbaut» zu betrachten ist, hat die kantonale Behörde für Arbeiten ausserhalb der Bauzone nach der zitierten Praxis keine eigene Bewilligungszuständigkeit; die Gemeinde ist für die Prüfung der Konformität mit den im PPA anwendbaren Reglementsbestimmungen zuständig.
“________ est propriétaire de la parcelle n° 51 de Saint-Sulpice. Elle y est domiciliée, de même que E.________, F.________ et G.________. E. La Centrale des autorisations (CAMAC) a établi sa synthèse (n° 213963) le 24 février 2023. Les services concernés de l'administration cantonale, notamment la Direction générale de l'environnement (ci-après: la DGE), ont délivré les autorisations spéciales requises, lesquelles énumèrent les conditions impératives que l'exécution du projet devrait respecter. Parmi les services cantonaux consultés, la Direction générale du territoire et du logement, Division Hors zone à bâtir (ci-après: la DGTL) a exposé ce qui suit: "Selon le plan d'affectation communal, le bâtiment ECA n° 483 se trouve à l'intérieur du plan partiel d'affectation (PPA) «Le Coteau». Ce PPA doit être considéré comme une mesure d'aménagement du territoire déjà largement bâti. En conséquence, l'autorité cantonale en matière de travaux hors de la zone à bâtir n'a pas d'autorisation à délivrer pour ces travaux (art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3 LATC). Il incombe à la municipalité d'examiner s'ils sont conformes aux dispositions du règlement du PPA applicables." F. Par décision du 23 mai 2023, la municipalité, se référant à sa séance du 3 avril 2023, a levé toutes les oppositions et a délivré le permis de construire requis, assorti des conditions fixées dans la synthèse CAMAC n° 213963, et de conditions communales concernant l'organisation et l'exécution des travaux. En substance, elle a considéré que le projet de la constructrice respecte les dispositions légales et réglementaires applicables. Elle a indiqué notamment ce qui suit: "[…] 1. Il n'est pas question de créer un droit distinct et permanent (DDP). La Commune tient à ce qu'il s'agisse d'une location temporaire et saisonnière d'une fraction de restant du domaine privé communal. Est prévue une convention intégrant les éléments précis, empruntés au droit du bail. 2. Les services cantonaux ont été consultés. La Direction des ressources et du patrimoine naturels, Division Ressources en eau et économie hydraulique, a délivré l'autorisation spéciale.”
Soweit einschlägige Fachrechte betroffen sind, umfasst die kantonale Prüfung nach Art. 25 Abs. 2 RPG nicht nur raumplanungs- und baurechtliche Fragen, sondern auch die Vereinbarkeit mit einschlägigen Spezialgesetzen (insbesondere Gewässerschutz-, Landwirtschafts- oder Waldrecht). In solchen Fällen ist die Mitwirkung der zuständigen kantonalen Fachstellen bzw. Departemente herbeizuführen und deren Befunde im Entscheidverfahren zu berücksichtigen.
“Die Einwohnergemeinde führt in ihrer Vernehmlassung aus, die streitbetroffene Leitung sei unabhängig von Art. 25 Abs. 1 lit. h BauV/OW gemäss Art. 22 RPG bewilligungspflichtig. Ein Interesse an der vorgängigen behördlichen Kontrolle ergebe sich bereits daraus, dass die Leitung ausserhalb der Bauzonen errichtet werden soll und daher gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG die zuständige kantonale Behörde zu prüfen habe, ob sie als zonenwidrige Anlage in der Landwirtschaftszone gestützt auf Art. 24 ff. RPG bewilligungsfähig sei. Zudem sollte die Leitung im Gewässerraum der Engelberger Aa errichtet werden, wobei sie im Zonenplan eingetragene Uferhölzer tangieren könnte. Die Leitung bedürfe daher, auch wenn sie unterirdisch verlegt werde, einer vertieften Prüfung der Vereinbarkeit mit den bundesrechtlichen Vorgaben des Gewässerschutzes, die unter Mitwirkung der Fachabteilung des zuständigen kantonalen Departements vorgenommen werden müsse.”
“Da die Umnutzung und die damit verbundenen baulichen Massnahmen ausserhalb der Bauzone nicht zonenkonform sind, ist dafür eine Ausnahmebewillung der zuständigen kantonalen Behörde erforderlich (Art. 25 Abs. 2 RPG; Art. 87 KRG). Dies gilt auch für Bauvorhaben, über die im vereinfachten Verfahren nach Art. 50 f. KRV entschieden wird (vgl. Art. 51 Abs. 2 KRV). Ob die Anlagen bzw. deren Nutzung den Wald tangiert und damit (zusätzlich) einer waldrechtlichen (Ausnahme) Bewilligung bedarf, wird im baurechtlichen Verfahren zu prüfen sein. Auch wenn dies zu verneinen wäre, änderte dies nichts an der Baubewilligungspflicht von zonenwidrigen Umnutzungen ausserhalb der Bauzone gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG und Art. 87 KRG. Es ist nicht Sache des Bundesgerichts, der Beurteilung der zuständigen kantonalen Behörde vorzugreifen. Es wird vielmehr deren Aufgabe sein, über die streitigen bau- und raumplanungsrechtlichen Fragen zu entscheiden. Dies gilt auch für die Frage, ob als Vergleichszustand auf die 1992 von der Stadt Chur (ohne Mitwirkung des Kantons) bewilligte Nutzung als Degustationsraum abzustellen ist oder auf die seit Anfang der 70er-Jahre praktizierte Nutzung als Autogarage und Lagerraum.”
“La "Directive interdépartementale du Département du territoire et de l'environnement (DTE) et du Département de l'économie et du sport (DECS) relative à l'examen des projets de constructions agricoles hors des zones à bâtir" relève que, compte tenu du caractère technique de certaines conditions permettant d'évaluer la survie à long terme de l'exploitation, "il paraît indiqué, comme la LATC le prévoit expressément, que le DTE puisse fonder sa décision (art. 25 al. 2 LAT et art. 81 al. 5 LATC) sur un préavis motivé du DECS, élaboré par le Service de l'agriculture (SAGR)". La Directive précise ce qui suit au sujet de la répartition des compétences entre le Service de l'agriculture (DGAV) et le SDT (DGTL): "2.1 Examen des dossiers soumis à l'enquête publique SAGR : lors d'une demande de construction hors zone à bâtir, le contrôle effectif de la nécessité du projet et de la viabilité des exploitations agricoles à analyser par le SAGR consiste à traiter les points suivants: o Déterminer le statut du requérant (dans un premier temps, agriculteur ou agriculture exercée à titre de loisirs, puis si nécessaire entreprise agricole ou exploitation agricole), conformément aux dispositions légales en vigueur (LAT, LAgr, LDFR/Loi fédérale sur le droit foncier rural, et OTerm/Ordonnance fédérale sur la terminologie agricole et la reconnaissance des formes d'exploitation). o Déterminer la nécessité agricole de la construction pour l'exploitation agricole, sur la base d'une expertise.”
Fehlt die vorgängige kantonale Autorisation nach Art. 25 Abs. 2 RPG für ein ausserhalb-der-Bauzone liegendes Bauvorhaben, entfaltet eine von der Gemeinde erteilte Baubewilligung keine Wirkung; sie ist als radikal nichtig anzusehen. Soweit eine nachträgliche Genehmigung durch die kantonale Behörde nicht mehr möglich ist, bestätigt die Rechtsprechung die Unheilbarkeit der kommunalen Bewilligung.
“et si le terrain est équipé (let. b). L'art. 103 LATC prévoit qu'aucun travail de construction ou de démolition, en surface ou en sous-sol, modifiant de façon sensible la configuration, l'apparence ou l'affectation d'un terrain ou d'un bâtiment, ne peut être exécuté avant d'avoir été autorisé (al. 1). Aux termes de l'art. 25 al. 2 LAT, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Dans ce cadre, l'art. 120 al. 1 let. a LATC, prévoit que les constructions hors des zones à bâtir ne peuvent être construites, reconstruites, agrandies, transformées ou modifiées dans leur destination, sans autorisation spéciale; l'autorité compétente est le département cantonal (cf. art. 81 al. 1 et 121 let. a LATC). Dans le canton de Vaud, la DGTL (respectivement l'ancien SDT dans le cas présent) est l'autorité compétente selon l'art. 25 al. 2 LAT pour décider si les projets situés hors de la zone à bâtir sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 4 al. 3 let. a LATC). Sans autorisation cantonale préalable, un permis de construire délivré par une commune hors de la zone à bâtir ne peut déployer aucun effet. Il est radicalement nul (ATF 132 II 21 consid. 3.2.2; 111 Ib 213 consid. 5; TF 1C_537/2011 du 26 avril 2012 consid. 2.2.1; CDAP AC.2019.0203 du 2 juin 2020 consid. 3a et les références citées).”
“et si le terrain est équipé (let. b). L'art. 103 LATC prévoit qu'aucun travail de construction ou de démolition, en surface ou en sous-sol, modifiant de façon sensible la configuration, l'apparence ou l'affectation d'un terrain ou d'un bâtiment, ne peut être exécuté avant d'avoir été autorisé (al. 1). Aux termes de l'art. 25 al. 2 LAT, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Dans ce cadre, l'art. 120 al. 1 let. a LATC, prévoit que les constructions hors des zones à bâtir ne peuvent être construites, reconstruites, agrandies, transformées ou modifiées dans leur destination, sans autorisation spéciale; l'autorité compétente est le département cantonal (cf. art. 81 al. 1 et 121 let. a LATC). Dans le canton de Vaud, la DGTL (respectivement l'ancien SDT dans le cas présent) est l'autorité compétente selon l'art. 25 al. 2 LAT pour décider si les projets situés hors de la zone à bâtir sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 4 al. 3 let. a LATC). Sans autorisation cantonale préalable, un permis de construire délivré par une commune hors de la zone à bâtir ne peut déployer aucun effet. Il est radicalement nul (ATF 132 II 21 consid. 3.2.2; ATF 111 Ib 213 consid. 5; TF 1C_537/2011 du 26 avril 2012 consid. 2.2.1; CDAP AC.2019.0203 du 2 juin 2020 consid. 3a et les références citées).”
“a du code cantonal du 23 mai 1991 de procédure et de juridiction administrative (CPJA; RSF 150.1), s'agissant de la contestation de l'autorisation spéciale, et de l'art. 141 al. 3 de la loi cantonale du 2 décembre 2008 sur l'aménagement du territoire et les constructions (LATeC; RSF 710.1), en ce qui concerne la contestation de la décision communale révoquant le permis de construire pour un objet de minime importance situé hors de la zone à bâtir. Le Tribunal cantonal peut donc entrer en matière sur les mérites du recours. 2. Selon l'art. 77 CPJA, le recours devant le Tribunal cantonal peut être formé pour violation du droit, y compris l'excès ou l'abus du pouvoir d'appréciation (let. a) et pour constatation inexacte ou incomplète des faits pertinents (let. b). Aucune question d'opportunité ne se pose en l'espèce. 3. Tout d'abord, le recourant conteste la décision communale révoquant le permis de construire délivré le 14 mars 2023. 3.1. Selon l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. L'art. 25 al. 2 LAT dispose que, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. La jurisprudence précise, s'agissant de cette exigence, que, sans autorisation cantonale préalable, un permis de construire délivré par une commune hors de la zone à bâtir ne peut déployer d'effet. Si l'approbation cantonale ne peut être obtenue après coup, le permis communal est radicalement nul (cf. arrêts TF 1C_486/2015 du 24 mai 2016 consid. 3.1; TC FR 602 2023 136 du 19 avril 2024 consid. 3.2). Selon l'art. 146 al. 1 LATeC, un permis de construire peut être révoqué par l'autorité qui l'a accordé si un intérêt public prépondérant le justifie. 3.2. En l'espèce, malgré le refus de la DIME d'accorder l'autorisation spéciale pour le projet litigieux, la commune a délivré le permis de construire le 14 mars 2023 puis elle l'a révoqué le 22 mai suivant. La question de savoir quelle conséquence tirer du refus d'autorisation spéciale sur le permis de construire peut souffrir de rester indécise, dès lors que le recours doit être admis et la cause renvoyée aux autorités intimées pour nouvelles décisions.”
Ausserhalb der Bauzone vorgenommene Umgestaltungen und nachträgliche Bauten unterliegen der kantonalen Bewilligungspflicht gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG; fehlt die erforderliche kantonale Sonderbewilligung, ist eine allenfalls erteilte kommunale Bewilligung ohne Wirkung.
“Il faut ainsi considérer que les recourants ont créé un aménagement nouveau (soit les plantations ainsi que les aménagements qui lui sont liés, à savoir les pierres, les murets ou les escaliers et la végétation) correspondant, dans sa globalité, à un aménagement soumis à autorisation de construire, sans avoir requis l'autorisation nécessaire. Il en est de même s'agissant de la palissade réalisée en bois et sur le mur existant en bordure de parcelle. Si cet ouvrage a remplacé une haie de thuyas, il ne saurait être considéré comme un ouvrage de minime importance qui pourrait éventuellement être dispensé d'autorisation de construire selon l'art. 68a du règlement d'application de la loi du 4 décembre 1985 sur l'aménagement du territoire et les constructions du 19 septembre 1986 (RLATC; BLV 700.11.1), dont on rappelle au demeurant la nature potestative. Il est manifeste également qu'elle a un effet sur l'environnement et l'aménagement du territoire, nonobstant le fait qu'elle serait plus ou moins facilement démontable et qu'elle présente un mode de construction léger. Ainsi, tant la paroi que le jardin d'agrément composés des éléments décrits ci-dessus sont soumis, hors des zones à bâtir, à une autorisation spéciale du SDT, respectivement de la DGTL (art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3 let. a LATC). En l'absence de l'autorisation de la DGTL, une éventuelle autorisation communale est nulle et sans effet. A cet égard, c'est donc en vain que les recourants se réfèrent à l'avis de l'autorité communale (cf. aussi consid. 7 ci-dessous). Il en est a fortiori de même s'agissant des places de stationnement créées qui ont impliqué l'aménagement du terrain, des mouvements de terre et, s'agissant de la surface sis au sud-est, la construction d'un muret de soutènement, constituant un ensemble de travaux fixes et durables, modifiant sensiblement l'espace extérieur et susceptible de porter atteinte à l'environnement agricole, par conséquent soumis à autorisation.”
“Die Vorinstanz ist somit im Ergebnis richtigerweise davon ausgegangen, dass die von der Beschwerdeführerin ausgeführten bzw. streitigen Arbeiten einer Baubewilligung bedürfen. Sie hat folglich zu Recht angeordnet, dass sämtliche weiteren Arbeiten an der Liegenschaft "D.________" zu unterlassen seien, und der Beschwerdeführerin eine Frist bis zum 15. Juni 2022 eingeräumt, um ein nachträgliches Baugesuch im ordentlichen Verfahren einzureichen. Aufgrund der Situierung des Wohnhauses ausserhalb der Bauzone ist gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG und Art. 136 RPBG zudem eine Sonderbewilligung der RIMU erforderlich.”
“Im Streit liegt die Verpflichtung der Beschwerdeführer, den rechtmässigen Zustand auf ihrem Grundstück Nr. 533/GB Engi gemäss Verfügung des DBU vom 4. Februar 2019 und Entscheid des Regierungsrats vom 2. Juni 2020 wiederherzustellen. Von keiner Seite in Frage gestellt wird, dass die in den Jahren 2005, 2006 und 2009 im kommunalen Meldeverfahren genehmigten Bauten einer kantonalen Bewilligung bedurft hätten (vgl. Art. 25 Abs. 2 RPG [SR 700]).”
Zur Gewährleistung einer einheitlichen Behandlung von Ausnahmegesuchen ausserhalb der Bauzonen soll eine gesamtkantonlich zuständige Behörde mitwirken können. Aus den Erläuterungen des EJPD/BRP und der Rechtsprechung ergibt sich, dass nur so eine kohärente Beurteilung über das ganze Kantonsgebiet erreicht werden kann. Nach dem damaligen Wortlaut von aArt. 25 Abs. 2 RPG war allerdings nur die Erteilung einer Ausnahmebewilligung durch die kantonale Behörde oder mit ihrer Zustimmung vorgeschrieben; für die Mitwirkung bei einer verweigerten Bewilligung war dies nicht ausdrücklich vorgeschrieben. Deshalb kann kantonales Recht vorsehen, dass sämtliche Gesuche oder zumindest alle erteilten Bewilligungen für ausserhalb der Bauzone liegende Bauvorhaben der zuständigen kantonalen Behörde übermittelt werden, um eine rechtsgleiche Behandlung sicherzustellen.
“In den Erläuterungen zum Bundesgesetz über die Raumplanung des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) und des Bundesamts für Raumplanung (BRP; heute: Bundesamt für Raumentwicklung ARE) wird ausgeführt, Ausnahmen ausserhalb der Bauzonen seien oft ein Politikum, weshalb eine rechtsgleiche Behandlung der Gesuche oberstes Gebot sei. Ein solcher Anspruch erleide aber unheilvollen Schaden, wenn Bewilligungen nach Art. 24 RPG ausschliesslich in der Hand einer Gemeinde oder eines Bezirkes lägen. Fragen betreffend die Bewilligung von zonenwidrigen Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone sollen für das gesamte Kantonsgebiet mit gewisser Einheitlichkeit beantwortet werden. Also muss eine Behörde, die für den ganzen Kanton zuständig ist, mitwirken können. Für eine solche Regelung spreche weiter, dass Bewilligungen für Ausnahmen ausserhalb der Bauzonen mit mehr Eigenständigkeit und Überblick erteilt würden, weil dann sämtliche Gesuche dafür an einer einzigen Stelle zusammenliefen (EJPD/BRP, Erläuterungen zum Bundesgesetz über die Raumplanung [nachfolgend: Erläuterungen RPG], 1981, N. 5 zu Art. 25 RPG). Ausdrücklich vorgeschrieben war nach aArt. 25 Abs. 2 RPG nur, dass die Ausnahmebewilligung durch die kantonale Behörde oder mit deren Zustimmung erteilt wird. Dass auch im Falle einer Verweigerung der Ausnahmebewilligung eine kantonale Behörde mitwirken musste, und zwar unabhängig davon, ob die Gemeinde zu einem positiven oder negativen Entscheid gefunden hat, geht nicht aus dem damaligen Wortlaut von aArt. 25 Abs. 2 RPG hervor. Nach der damaligen Gesetzesfassung bestand somit noch Raum für eine kantonale Regelung, wonach "nur" die Bewilligung, nicht auch deren Verweigerung durch die kantonale Behörde ausgesprochen werden müsse. In diesem Sinne wird in den Erläuterungen des EJPD/BRP festgehalten, aArt. 25 Abs. 2 RPG wirke erst, wenn das kantonale Recht dafür sorge, dass alle Gesuche oder mindestens alle Bewilligungen für Bauwerke ausserhalb der Bauzone der zuständigen kantonalen Behörde übermittelt werden. Nur so sei gewährleistet, dass Ausnahmen nach Art. 24 RPG nicht unter dem Mantel des ordentlichen Bewilligungsverfahrens verschwänden (EJPD/BRP, Erläuterungen RPG, 1981, N.”
“2 RPG nur, dass die Ausnahmebewilligung durch die kantonale Behörde oder mit deren Zustimmung erteilt wird. Dass auch im Falle einer Verweigerung der Ausnahmebewilligung eine kantonale Behörde mitwirken musste, und zwar unabhängig davon, ob die Gemeinde zu einem positiven oder negativen Entscheid gefunden hat, geht nicht aus dem damaligen Wortlaut von aArt. 25 Abs. 2 RPG hervor. Nach der damaligen Gesetzesfassung bestand somit noch Raum für eine kantonale Regelung, wonach "nur" die Bewilligung, nicht auch deren Verweigerung durch die kantonale Behörde ausgesprochen werden müsse. In diesem Sinne wird in den Erläuterungen des EJPD/BRP festgehalten, aArt. 25 Abs. 2 RPG wirke erst, wenn das kantonale Recht dafür sorge, dass alle Gesuche oder mindestens alle Bewilligungen für Bauwerke ausserhalb der Bauzone der zuständigen kantonalen Behörde übermittelt werden. Nur so sei gewährleistet, dass Ausnahmen nach Art. 24 RPG nicht unter dem Mantel des ordentlichen Bewilligungsverfahrens verschwänden (EJPD/BRP, Erläuterungen RPG, 1981, N. 8 zu Art. 25 RPG).”
Nach Art. 25 Abs. 2 RPG ist die kantonale Behörde als Bewilligungsinstanz für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone anzusehen; sie hat die Zonenkonformität und die Frage der Erteilung einer Ausnahmebewilligung zu prüfen und den Entscheid zu treffen. In der Lehre und Rechtsprechung werden dabei zwei Verfahrensvarianten für die praktische Handhabung diskutiert: (1) die kantonale Behörde prüft das Gesuch selbständig und entscheidet nach Anhören der Gemeinde(n); oder (2) die Gemeinde bereitet das Bau‑ und Ausnahmegesuch vor und erstattet sodann Antrag an die kantonale Behörde (zu dieser Pflicht auch bei Ablehnung des Gesuchs vgl. Literatur).
“Es wird davon ausgegangen, die Gemeinde könne nicht selbstständig über Gesuche für Vorhaben ausserhalb der Bauzone entscheiden, sondern die kantonale Behörde sei selbst "Bewilligungsinstanz"; sie müsse die Prüfungen der Zonenkonformität und die Ausnahmemöglichkeiten vornehmen und die Entscheide treffen. Denkbar seien zwei Varianten des Vorgehens: (1) Die kantonale Behörde prüfe das Gesuch eigenständig und treffe die Entscheide nach Anhören der Gemeindebehörden; (2) Die Gemeindebehörden würden das Bau- und Ausnahmegesuch bearbeiten und Antrag an die kantonale Behörde stellen. Dazu seien sie auch dann verpflichtet, wenn sie das Gesuch ablehnten (ALEXANDER RUCH, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020 [nachfolgend: RPG-Kommentar, 2020], N. 28 zu Art. 25 RPG). Auch andere Autoren verlangen mit Blick auf den Hauptzweck der Bestimmung, die rechtsgleiche und einheitliche Behandlung von Ausnahmegesuchen innerhalb des Kantons sicherzustellen, sowie mit Blick auf das Erfordernis der Beurteilung durch eine fachlich kompetente, von Pressionen unabhängige Behörde, dass sämtliche Gesuche bei einer übergeordneten Behörde konzentriert werden sollen (WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., N. 38 und 40 zu Art. 25 RPG; in diesem Sinne auch: JEAN-BAPTISTE ZUFFEREY, Droit public de la construction, 2024, N. 1143; BENOÎT BOVAY, Le permis de construire, 2024, S. 82 f.; MUGGLI, a.a.O., S. 66, N. 2 zu Art. 25 RPG; CHRISTOPH BANDLI, Bauen ausserhalb der Bauzonen, Diss. 1989, S. 114; BAUMANN, a.a.O., N. 4 zu § 63 BauG/AG). Mit Art. 25 Abs. 2 RPG werde der gesamte Bereich der Ausnahmebewilligungen ausserhalb der Bauzone sowohl in materiellrechtlicher als auch in verfahrensrechtlicher Hinsicht der kommunalen Zuständigkeit entzogen und durch das Bundesrecht einer kantonalen Behörde vorbehalten (WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., N. 35 zu Art. 25a RPG).”
“2 RPG bezieht. In der neuesten Ausgabe des RPG-Kommentars (2020) wird - mit Blick auf den heutigen Gesetzestext von Art. 25 Abs. 2 RPG - indessen die gegenteilige Auffassung vertreten. Es wird davon ausgegangen, die Gemeinde könne nicht selbstständig über Gesuche für Vorhaben ausserhalb der Bauzone entscheiden, sondern die kantonale Behörde sei selbst "Bewilligungsinstanz"; sie müsse die Prüfungen der Zonenkonformität und die Ausnahmemöglichkeiten vornehmen und die Entscheide treffen. Denkbar seien zwei Varianten des Vorgehens: (1) Die kantonale Behörde prüfe das Gesuch eigenständig und treffe die Entscheide nach Anhören der Gemeindebehörden; (2) Die Gemeindebehörden würden das Bau- und Ausnahmegesuch bearbeiten und Antrag an die kantonale Behörde stellen. Dazu seien sie auch dann verpflichtet, wenn sie das Gesuch ablehnten (ALEXANDER RUCH, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020 [nachfolgend: RPG-Kommentar, 2020], N. 28 zu Art. 25 RPG). Auch andere Autoren verlangen mit Blick auf den Hauptzweck der Bestimmung, die rechtsgleiche und einheitliche Behandlung von Ausnahmegesuchen innerhalb des Kantons sicherzustellen, sowie mit Blick auf das Erfordernis der Beurteilung durch eine fachlich kompetente, von Pressionen unabhängige Behörde, dass sämtliche Gesuche bei einer übergeordneten Behörde konzentriert werden sollen (WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., N. 38 und 40 zu Art. 25 RPG; in diesem Sinne auch: JEAN-BAPTISTE ZUFFEREY, Droit public de la construction, 2024, N. 1143; BENOÎT BOVAY, Le permis de construire, 2024, S. 82 f.; MUGGLI, a.a.O., S. 66, N. 2 zu Art. 25 RPG; CHRISTOPH BANDLI, Bauen ausserhalb der Bauzonen, Diss. 1989, S. 114; BAUMANN, a.a.O., N. 4 zu § 63 BauG/AG). Mit Art. 25 Abs. 2 RPG werde der gesamte Bereich der Ausnahmebewilligungen ausserhalb der Bauzone sowohl in materiellrechtlicher als auch in verfahrensrechtlicher Hinsicht der kommunalen Zuständigkeit entzogen und durch das Bundesrecht einer kantonalen Behörde vorbehalten (WALDMANN/HÄNNI, a.”
Die neu eingeführte 30‑Jahres‑Regel ausserhalb der Bauzone ist derzeit noch nicht in Kraft und darf nicht vorzeitig angewendet werden. Gleichwohl hat die Rechtsprechung anerkannt, dass diese gesetzliche Änderung als Paradigmenwechsel die Interessenabwägung beeinflussen kann; bei der Beurteilung, ob ein Wiederherstellungsgebot öffentliche Interessen überwiegt, ist zu berücksichtigen, dass der Gesetzgeber künftig in bestimmten Fällen (Bauten, die seit mindestens 30 Jahren bestehen) dem öffentlichen Schutzinteresse weniger Gewicht beimessen will.
“Il ne peut pas non plus être retenu que le département aurait fait preuve de tolérance à l'égard des constructions et installations litigieuses du fait que le chemin d'accès, la cour et le chalet soient cadastrés, que ce dernier soit raccordé à l'électricité ainsi qu'aux canalisations et qu'une demande d'autorisation de construire, finalement abandonnée, ait été déposée. Le Tribunal fédéral a en effet déjà retenu que la cadastration d’une construction illégale ne constituent pas une validation de l’objet en cause (arrêt du Tribunal fédéral 1C_277/2012 du 16 novembre 2012 consid. 5.3). 30. S'agissant finalement de la cinquième condition à laquelle est soumis un ordre de remise en état, à savoir le fait que ce dernier vise des intérêts publics qui l'emportent sur les intérêts opposés au maintien de la situation, le tribunal considère que l'on ne saurait faire abstraction du fait que les objets litigieux, qui sont aujourd'hui soumis à la possibilité d'un ordre de remise en état, y échapperont dès l'entrée en vigueur relativement proche du futur art. 25 al. 5 LAT. La pesée des intérêts en présence, et notamment des intérêts publics que l'autorité doit veiller à préserver, est ainsi influencée dans le cas d'espèce par le fait que le législateur a récemment décidé que l'intérêt public à préserver les périmètres situés hors zone à bâtir (dont en particulier la zone agricole) contre les constructions illégales, doit céder le pas à l'intérêt privé des propriétaires à pouvoir préserver ces constructions lorsque ces dernières ont été érigées au moins 30 ans auparavant. Même si la loi qui introduit le délai de prescription de 30 ans hors de la zone à bâtir n'est pas encore en vigueur, il s'agit, du point de vue des intérêts publics et privés qui régissent les zones non constructibles, d'un changement de paradigme dans la manière dont il faut envisager ces questions. Il apparaîtrait ainsi incompréhensible, dans le présent litige, de vouloir encore préserver un intérêt public auquel le législateur fédéral a d'ores et déjà décidé qu'il convenait de renoncer dans les circonstances spécifiques de constructions datant de plus de 30 ans (voir en ce sens JTAPI/809/2024 du 22 août 2024).”
“A toutes fins utiles, il est encore relevé que le nouvel art. 25 al. 5 LAT, réintroduisant un délai de prescription de trente ans hors zone à bâtir, n'est pas déterminant. Cette modification légale, adoptée par l'Assemblée fédérale le 29 septembre 2023 (LAT 2, cf. FF 2023 2488), n'est en effet pas entrée en vigueur et ne saurait s'appliquer à titre anticipé (TF 1C_182/2023 du 16 août 2024 consid. 3; 1C_667/2023 du 3 juin 2024 consid. 4.5.3; 1C_452/2023 du 31 mai 2014 consid. 8; arrêt AC.2022.0306 du 4 décembre 2024 consid. 5d).”
Art. 25 Abs. 2 RPG verfolgt den Zweck, eine einheitliche und rechtsgleiche Behandlung von Ausnahmegesuchen für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen sicherzustellen. Er verlangt, dass die Beurteilung der Zonenkonformität und der Ausnahmebewilligungsfähigkeit durch eine fachlich kompetente, von politischen Pressionen unabhängige kantonale Behörde erfolgt. Lehre und Rechtsprechung sprechen dafür, dass die kantonale Behörde bei sämtlichen entsprechenden Bauvorhaben beizuziehen ist und dass die Gesuche — bzw. zumindest die erteilten Bewilligungen — der zuständigen kantonalen Stelle zugeleitet werden sollen, damit diese mit dem nötigen Überblick und der erforderlichen Eigenständigkeit entscheiden kann.
“Wie der Entstehungsgeschichte entnommen werden kann, besteht der Hauptzweck von Art. 25 Abs. 2 RPG darin, eine einheitliche und rechtsgleiche Behandlung von Ausnahmegesuchen innerhalb des Kantonsgebiets sicherzustellen. Überdies soll über die Zonenkonformität und Ausnahmebewilligungsfähigkeit eine fachlich kompetente, von Pressionen und persönlichen Abhängigkeiten unabhängige Behörde entscheiden. Aus diesen Gründen sollen sämtliche Gesuche bei einer übergeordneten Behörde mit entsprechender Eigenständigkeit und entsprechendem Überblick zusammenlaufen (vgl. BGE 128 I 254 E. 3.5 mit Hinweisen). Der Wortlaut sowie der Sinn und Zweck von Art. 25 Abs. 2 RPG sprechen somit für eine bundesrechtliche Pflicht, die zuständige kantonale Behörde bei sämtlichen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone beizuziehen. Auch die Entstehungsgeschichte bietet keinen Anlass, davon abzuweichen. Daran ändern auch die zur alten Fassung der Bestimmung (aArt. 25 Abs. 2 RPG) ergangenen Erläuterungen des EJPD/BRP nichts, wonach nicht zwingend sämtliche Gesuche, sondern zumindest die Bewilligungen der kantonalen Behörde weitergeleitet werden müssten (vgl.”
“Im Jahr 1978 legte der Bundesrat einen neuen Gesetzesentwurf vor (Botschaft vom 27. Februar 1978 zum Bundesgesetz über die Raumplanung, BBl 1978 I 1006 ff.). Art. 25 Abs. 2 des Entwurfs sah vor, dass Ausnahmen nach Art. 24 RPG "durch eine kantonale Behörde oder mit deren Zustimmung bewilligt" werden. Im Parlament wurde aArt. 25 Abs. 2 RPG ohne Diskussion angenommen (vgl. AB 1978 S 471 und AB 1979 N 338), d.h. auch mit Zustimmung der ehemaligen Gegner einer einzigen kantonalen Bewilligungsbehörde, die ihre Opposition offensichtlich aufgegeben hatten. In den Erläuterungen zum Bundesgesetz über die Raumplanung des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) und des Bundesamts für Raumplanung (BRP; heute: Bundesamt für Raumentwicklung ARE) wird ausgeführt, Ausnahmen ausserhalb der Bauzonen seien oft ein Politikum, weshalb eine rechtsgleiche Behandlung der Gesuche oberstes Gebot sei. Ein solcher Anspruch erleide aber unheilvollen Schaden, wenn Bewilligungen nach Art. 24 RPG ausschliesslich in der Hand einer Gemeinde oder eines Bezirkes lägen. Fragen betreffend die Bewilligung von zonenwidrigen Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone sollen für das gesamte Kantonsgebiet mit gewisser Einheitlichkeit beantwortet werden. Also muss eine Behörde, die für den ganzen Kanton zuständig ist, mitwirken können. Für eine solche Regelung spreche weiter, dass Bewilligungen für Ausnahmen ausserhalb der Bauzonen mit mehr Eigenständigkeit und Überblick erteilt würden, weil dann sämtliche Gesuche dafür an einer einzigen Stelle zusammenliefen (EJPD/BRP, Erläuterungen zum Bundesgesetz über die Raumplanung [nachfolgend: Erläuterungen RPG], 1981, N.”
“Dazu seien sie auch dann verpflichtet, wenn sie das Gesuch ablehnten (ALEXANDER RUCH, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020 [nachfolgend: RPG-Kommentar, 2020], N. 28 zu Art. 25 RPG). Auch andere Autoren verlangen mit Blick auf den Hauptzweck der Bestimmung, die rechtsgleiche und einheitliche Behandlung von Ausnahmegesuchen innerhalb des Kantons sicherzustellen, sowie mit Blick auf das Erfordernis der Beurteilung durch eine fachlich kompetente, von Pressionen unabhängige Behörde, dass sämtliche Gesuche bei einer übergeordneten Behörde konzentriert werden sollen (WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., N. 38 und 40 zu Art. 25 RPG; in diesem Sinne auch: JEAN-BAPTISTE ZUFFEREY, Droit public de la construction, 2024, N. 1143; BENOÎT BOVAY, Le permis de construire, 2024, S. 82 f.; MUGGLI, a.a.O., S. 66, N. 2 zu Art. 25 RPG; CHRISTOPH BANDLI, Bauen ausserhalb der Bauzonen, Diss. 1989, S. 114; BAUMANN, a.a.O., N. 4 zu § 63 BauG/AG). Mit Art. 25 Abs. 2 RPG werde der gesamte Bereich der Ausnahmebewilligungen ausserhalb der Bauzone sowohl in materiellrechtlicher als auch in verfahrensrechtlicher Hinsicht der kommunalen Zuständigkeit entzogen und durch das Bundesrecht einer kantonalen Behörde vorbehalten (WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., N. 35 zu Art. 25a RPG).”
Für Art. 25 Abs. 1 RPG gilt, dass die konkrete Ausgestaltung der Verfahrenskoordination grundsätzlich den Kantonen überlassen bleibt. Die Rechtsprechung stellt aber klar, dass der Genehmigungsentscheid bzw. die hierzu erforderlichen fachlichen Abklärungen spätestens im Verfahren vor der letzten kantonalen Rechtsmittelinstanz eingeholt und in deren Beurteilung einbezogen werden müssen.
“zu den nicht beweisbedürftigen notorischen Tatsachen etwa BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 143 IV 380 E. 1.2, in: Pra 2018 Nr. 61). Bezüglich der sich hier vorab stellenden Fragen rechtlicher Natur ist nicht ersichtlich, was die beantragte, erneute Durchführung eines Augenscheins oder die Einholung eines Gutachtens an zusätzlichem Erkenntnisgewinn für das Gericht bringen würde (vgl. dazu BGer 1C_90/2020 vom 15. September 2021 E. 3.4.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin rügt unter Berufung auf den Verwaltungsgerichtsentscheid B 2010/266 und B 2012/227 vom 22. März 2018 vorab eine Verletzung des im Bundesrecht fussenden Koordinationsgebots (act. 5, S. 4-7 Ziff. IV/1, act. 18, S. 2-4 Ziff. III/1.1, 3.1). Auf welche Weise die Koordination im Sinne von Art. 25a und Art. 33 Abs. 4 RPG (vgl. dazu BGer 1C_348/2019 vom 27. April 2020 E. 5.3 mit Hinweisen) zwischen dem Genehmigungs- (Art. 26 RPG) und dem Rechtsmittelentscheid (Art. 33 Abs. 2 RPG) hergestellt wird, bleibt grundsätzlich den Kantonen überlassen (Art. 25 Abs. 1 RPG). Der Genehmigungsentscheid muss aber, wie dies im Kanton St. Gallen noch unter den alten, bis 30. September 2017 gültigen (nGS 2017-049 Ziff. IV) Art. 31 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 1. Januar 2015), den Art. 1 Abs. 1 und 2 lit. a sowie Art. 8 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Verfahrenskoordination in Bausachen (nGS 34-12, VKoG) praktiziert wurde, spätestens im Rahmen des Verfahrens vor der letzten kantonalen Rechtsmittelinstanz eingeholt und in deren Beurteilung miteinbezogen werden (vgl. dazu VerwGE B 2015/19 vom 26. April 2018 E. 5 mit Hinweisen und A. Ruch, in: Aemisegger/Moor/derselbe/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, Zürich 2016, N 20 zu Art. 26 RPG). Seit dem 1. Oktober 2017 schreibt Art. 38 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG, in der seit 1. Oktober 2022 gültigen Fassung vom 9. August 2022, nGS 2022-045) in Verbindung mit Art. 3 lit. c der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (sGS 731.”
“zu den nicht beweisbedürftigen notorischen Tatsachen etwa BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 143 IV 380 E. 1.2, in: Pra 2018 Nr. 61). Bezüglich der sich hier vorab stellenden Fragen rechtlicher Natur ist nicht ersichtlich, was die beantragte, erneute Durchführung eines Augenscheins oder die Einholung eines Gutachtens an zusätzlichem Erkenntnisgewinn für das Gericht bringen würde (vgl. dazu BGer 1C_90/2020 vom 15. September 2021 E. 3.4.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin rügt unter Berufung auf den Verwaltungsgerichtsentscheid B 2010/266 und B 2012/227 vom 22. März 2018 vorab eine Verletzung des im Bundesrecht fussenden Koordinationsgebots (act. 5, S. 4-7 Ziff. IV/1, act. 18, S. 2-4 Ziff. III/1.1, 3.1). Auf welche Weise die Koordination im Sinne von Art. 25a und Art. 33 Abs. 4 RPG (vgl. dazu BGer 1C_348/2019 vom 27. April 2020 E. 5.3 mit Hinweisen) zwischen dem Genehmigungs- (Art. 26 RPG) und dem Rechtsmittelentscheid (Art. 33 Abs. 2 RPG) hergestellt wird, bleibt grundsätzlich den Kantonen überlassen (Art. 25 Abs. 1 RPG). Der Genehmigungsentscheid muss aber, wie dies im Kanton St. Gallen noch unter den alten, bis 30. September 2017 gültigen (nGS 2017-049 Ziff. IV) Art. 31 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 1. Januar 2015), den Art. 1 Abs. 1 und 2 lit. a sowie Art. 8 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Verfahrenskoordination in Bausachen (nGS 34-12, VKoG) praktiziert wurde, spätestens im Rahmen des Verfahrens vor der letzten kantonalen Rechtsmittelinstanz eingeholt und in deren Beurteilung miteinbezogen werden (vgl. dazu VerwGE B 2015/19 vom 26. April 2018 E. 5 mit Hinweisen und A. Ruch, in: Aemisegger/Moor/derselbe/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, Zürich 2016, N 20 zu Art. 26 RPG). Seit dem 1. Oktober 2017 schreibt Art. 38 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG, in der seit 1. Oktober 2022 gültigen Fassung vom 9. August 2022, nGS 2022-045) in Verbindung mit Art. 3 lit. c der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (sGS 731.”
“zu den nicht beweisbedürftigen notorischen Tatsachen etwa BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 143 IV 380 E. 1.2, in: Pra 2018 Nr. 61). Bezüglich der sich hier vorab stellenden Fragen rechtlicher Natur ist nicht ersichtlich, was die beantragte, erneute Durchführung eines Augenscheins oder die Einholung eines Gutachtens an zusätzlichem Erkenntnisgewinn für das Gericht bringen würde (vgl. dazu BGer 1C_90/2020 vom 15. September 2021 E. 3.4.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin rügt unter Berufung auf den Verwaltungsgerichtsentscheid B 2010/266 und B 2012/227 vom 22. März 2018 vorab eine Verletzung des im Bundesrecht fussenden Koordinationsgebots (act. 5, S. 4-7 Ziff. IV/1, act. 18, S. 2-4 Ziff. III/1.1, 3.1). Auf welche Weise die Koordination im Sinne von Art. 25a und Art. 33 Abs. 4 RPG (vgl. dazu BGer 1C_348/2019 vom 27. April 2020 E. 5.3 mit Hinweisen) zwischen dem Genehmigungs- (Art. 26 RPG) und dem Rechtsmittelentscheid (Art. 33 Abs. 2 RPG) hergestellt wird, bleibt grundsätzlich den Kantonen überlassen (Art. 25 Abs. 1 RPG). Der Genehmigungsentscheid muss aber, wie dies im Kanton St. Gallen noch unter den alten, bis 30. September 2017 gültigen (nGS 2017-049 Ziff. IV) Art. 31 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 1. Januar 2015), den Art. 1 Abs. 1 und 2 lit. a sowie Art. 8 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Verfahrenskoordination in Bausachen (nGS 34-12, VKoG) praktiziert wurde, spätestens im Rahmen des Verfahrens vor der letzten kantonalen Rechtsmittelinstanz eingeholt und in deren Beurteilung miteinbezogen werden (vgl. dazu VerwGE B 2015/19 vom 26. April 2018 E. 5 mit Hinweisen und A. Ruch, in: Aemisegger/Moor/derselbe/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, Zürich 2016, N 20 zu Art. 26 RPG). Seit dem 1. Oktober 2017 schreibt Art. 38 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG, in der seit 1. Oktober 2022 gültigen Fassung vom 9. August 2022, nGS 2022-045) in Verbindung mit Art. 3 lit. c der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (sGS 731.”
“zu den nicht beweisbedürftigen notorischen Tatsachen etwa BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 143 IV 380 E. 1.2, in: Pra 2018 Nr. 61). Bezüglich der sich hier vorab stellenden Fragen rechtlicher Natur ist nicht ersichtlich, was die beantragte, erneute Durchführung eines Augenscheins oder die Einholung eines Gutachtens an zusätzlichem Erkenntnisgewinn für das Gericht bringen würde (vgl. dazu BGer 1C_90/2020 vom 15. September 2021 E. 3.4.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin rügt unter Berufung auf den Verwaltungsgerichtsentscheid B 2010/266 und B 2012/227 vom 22. März 2018 vorab eine Verletzung des im Bundesrecht fussenden Koordinationsgebots (act. 5, S. 4-7 Ziff. IV/1, act. 18, S. 2-4 Ziff. III/1.1, 3.1). Auf welche Weise die Koordination im Sinne von Art. 25a und Art. 33 Abs. 4 RPG (vgl. dazu BGer 1C_348/2019 vom 27. April 2020 E. 5.3 mit Hinweisen) zwischen dem Genehmigungs- (Art. 26 RPG) und dem Rechtsmittelentscheid (Art. 33 Abs. 2 RPG) hergestellt wird, bleibt grundsätzlich den Kantonen überlassen (Art. 25 Abs. 1 RPG). Der Genehmigungsentscheid muss aber, wie dies im Kanton St. Gallen noch unter den alten, bis 30. September 2017 gültigen (nGS 2017-049 Ziff. IV) Art. 31 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 1. Januar 2015), den Art. 1 Abs. 1 und 2 lit. a sowie Art. 8 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Verfahrenskoordination in Bausachen (nGS 34-12, VKoG) praktiziert wurde, spätestens im Rahmen des Verfahrens vor der letzten kantonalen Rechtsmittelinstanz eingeholt und in deren Beurteilung miteinbezogen werden (vgl. dazu VerwGE B 2015/19 vom 26. April 2018 E. 5 mit Hinweisen und A. Ruch, in: Aemisegger/Moor/derselbe/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, Zürich 2016, N 20 zu Art. 26 RPG). Seit dem 1. Oktober 2017 schreibt Art. 38 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG, in der seit 1. Oktober 2022 gültigen Fassung vom 9. August 2022, nGS 2022-045) in Verbindung mit Art. 3 lit. c der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (sGS 731.”
Die zuständige kantonale Behörde ist bei sämtlichen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen beizuziehen und hat sowohl über die Erteilung von Bewilligungen als auch über deren Verweigerung zu entscheiden. Gemeinden dürfen solche Ablehnungen nicht vorwegnehmen oder durch eine Vorselektion der kantonalen Prüfung entziehen.
“3 Satz 1 KRG überweist die kommunale Baubehörde Gesuche für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen (BAB-Gesuch), bei denen sie die Voraussetzungen für eine Baubewilligung und eine BAB-Bewilligung als erfüllt betrachtet, mit begründetem Antrag auf Erteilung der BAB-Bewilligung der Fachstelle (vgl. auch Art. 47 Abs. 1 KRVO). Andernfalls weist sie das Gesuch von sich aus ab (Art. 87 Abs. 3 Satz 2 KRG). Art. 25 Abs. 2 RPG (SR 700) sieht vor, dass die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet, ob sie zonenkonform sind oder für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Das Bundesgericht hat im Urteil 1C_170/2024 vom 5. März 2025 geprüft, ob Art. 87 Abs. 3 KRG mit Art. 25 Abs. 2 RPG vereinbar ist. Es kam (zusammengefasst) zu folgendem Schluss: Der Wortlaut sowie der Sinn und Zweck von Art. 25 Abs. 2 RPG sprechen somit für eine bundesrechtliche Pflicht, die zuständige kantonale Behörde bei sämtlichen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone beizuziehen. Auch die Entstehungsgeschichte bietet keinen Anlass, davon abzuweichen [ ... ]. Die neue Formulierung von Art. 25 Abs. 2 RPG verdeutlicht, dass die Zonenkonformität bzw. Ausnahmebewilligungsfähigkeit einer Baute oder Anlage ausserhalb der Bauzonen von einer kantonalen und nicht von einer kommunalen Behörde beurteilt werden muss. Daraus ergibt sich, dass nicht nur die Bewilligung bzw. Zustimmung, sondern auch deren Verweigerung durch die kantonale Fachbehörde zu erfolgen hat und nicht von der Gemeinde vorweggenommen werden darf. Die kantonale Behörde kann von ihrer Entscheidzuständigkeit nicht durch die antragsstellende Gemeinde entlastet werden [ ... ]. Es darf nicht im Belieben der Gemeinde liegen, im Sinne einer Vortriage bzw. - selektion die aus ihrer Sicht nicht bewilligungsfähigen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone einer kantonalen Prüfung durch eine Fachbehörde (und damit auch einer Koordination) zu entziehen, soweit es - wie hier - um die Beurteilung der Zonenkonformität und Ausnahmebewilligungsfähigkeit geht. Mit einer solchen kantonalen Regelung (Art. 87 Abs. 3 KRG/GR) wird der Gesetzeszweck - eine gesamtkantonal einheitliche und rechtsgleiche Behandlung von Ausnahmegesuchen durch eine kompetente Fachbehörde - gerade vereitelt, zumal auch eine strengere Praxis der Gemeinden dem bundesrechtlichen Ziel von Art.”
“Wie der Entstehungsgeschichte entnommen werden kann, besteht der Hauptzweck von Art. 25 Abs. 2 RPG darin, eine einheitliche und rechtsgleiche Behandlung von Ausnahmegesuchen innerhalb des Kantonsgebiets sicherzustellen. Überdies soll über die Zonenkonformität und Ausnahmebewilligungsfähigkeit eine fachlich kompetente, von Pressionen und persönlichen Abhängigkeiten unabhängige Behörde entscheiden. Aus diesen Gründen sollen sämtliche Gesuche bei einer übergeordneten Behörde mit entsprechender Eigenständigkeit und entsprechendem Überblick zusammenlaufen (vgl. BGE 128 I 254 E. 3.5 mit Hinweisen). Der Wortlaut sowie der Sinn und Zweck von Art. 25 Abs. 2 RPG sprechen somit für eine bundesrechtliche Pflicht, die zuständige kantonale Behörde bei sämtlichen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone beizuziehen. Auch die Entstehungsgeschichte bietet keinen Anlass, davon abzuweichen. Daran ändern auch die zur alten Fassung der Bestimmung (aArt. 25 Abs. 2 RPG) ergangenen Erläuterungen des EJPD/BRP nichts, wonach nicht zwingend sämtliche Gesuche, sondern zumindest die Bewilligungen der kantonalen Behörde weitergeleitet werden müssten (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Die neue Formulierung von Art. 25 Abs. 2 RPG verdeutlicht, dass die Zonenkonformität bzw. Ausnahmebewilligungsfähigkeit einer Baute oder Anlage ausserhalb der Bauzonen von einer kantonalen und nicht von einer kommunalen Behörde beurteilt werden muss. Daraus ergibt sich, dass nicht nur die Bewilligung bzw. Zustimmung, sondern auch deren Verweigerung durch die kantonale Fachbehörde zu erfolgen hat und nicht von der Gemeinde vorweggenommen werden darf. Die kantonale Behörde kann von ihrer Entscheidzuständigkeit nicht durch die antragsstellende Gemeinde entlastet werden. Dies gilt auch in denjenigen Fällen, in denen die kantonale Behörde gestützt auf das einschlägige kantonale Recht bloss zur Zustimmung berechtigt ist (vgl. PETER HEER, Die raumplanungsrechtliche Erfassung von Bauten und Anlagen im Nichtbaugebiet, Diss.”
“Diese Praxis, die kantonale Behörde zwar im Sinne einer unverbindlichen vorläufigen Beurteilung gemäss Art. 41 KRVO/GR beizuziehen, es aber letztlich (alleine) der Gemeinde zu überlassen, das Ausnahmegesuch - auch entgegen der vorläufigen kantonalen Einschätzung - von sich aus abzuweisen, ist nicht bundesrechtskonform. Damit wird weder der kantonalen Entscheidzuständigkeit (Art. 25 Abs. 2 RPG) noch dem Koordinationsgebot (Art. 25a RPG) Rechnung getragen. Der zu beurteilende Fall zeigt exemplarisch, wie unkoordiniert das Verfahren abgelaufen ist: Das kantonale ARE hat in seiner vorläufigen Beurteilung vom 7. Juli 2022 (nach Einholung der Stellungnahmen verschiedener Ämter) die Bewilligungsfähigkeit des streitbetroffenen Bauvorhabens zwar noch nicht in Aussicht gestellt, sondern festgehalten, es seien dazu noch einige Unterlagen und Nachweise zu erbringen und das Projekt entsprechend anzupassen. Es hat das Vorhaben aber insbesondere in Bezug auf die Zonenkonformität und die Vereinbarkeit mit der Landschaftsschutzzone sehr wohl positiver beurteilt als die Gemeinde Zizers. Es ist nämlich zum Schluss gekommen, das geplante Bauvorhaben könne landwirtschaftlich begründet werden und sei - mit den wenn auch sehr optimistischen Annahmen des Beschwerdeführers - wirtschaftlich tragbar. Es handle sich - unter der Annahme, dass der Beschwerdeführer das Projekt und die zukünftige Bewirtschaftung gemäss Betriebskonzept umsetze - um eine Nebenerwerbslandwirtschaft mit bodenabhängiger Pflanzenproduktion.”
Die zuständige kantonale Behörde entscheidet, ob ausserhalb der Bauzone Bauten zonenkonform sind oder eine Ausnahmebewilligung zugelassen werden kann. Bei der Prüfung, ob Bauten in der Landwirtschaftszone als zonenkonform gelten, ist die Notwendigkeit für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung bzw. den produzierenden Gartenbau objektiv zu beurteilen. Massgebliche Kriterien sind namentlich die bewirtschaftete Fläche, die Kulturart bzw. Produktionsweise sowie Struktur, Grösse und betriebliche Bedürfnisse des Betriebs.
“Soulignons en particulier que la DIME ne se fonde pas uniquement sur le préavis de Grangeneuve, Section Agriculture, pour rendre sa décision, contrairement à ce que prétendent les recourants, mais elle a examiné elle-même les conditions prévues pour accorder ou non une dérogation au sens des art. 24 ss de la loi du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire (LAT; RS 700). Au surplus, elle relève que le refus d'autoriser la construction de pergolas en zone agricole relève de sa pratique. 3.4. Quoi qu'il en soit, dans la mesure où le recours doit être admis pour un autre motif et la cause renvoyée aux autorités intimées pour nouvelles décisions, la question de la violation de leur droit d'être entendus et de l'abus et de l'excès du pouvoir d'appréciation de l'autorité intimée peut être laissée ouverte. 4. Il sied en effet d'examiner si c'est à juste titre que la DIME a refusé de délivrer l'autorisation spéciale. 4.1. Selon l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. L'art. 25 al. 2 LAT dispose que, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Selon l'art. 16a al. 1 LAT, sont conformes à l'affectation de la zone agricole les constructions et installations qui sont nécessaires à l'exploitation agricole ou à l'horticulture productrice. L’art. 34 al. 3 de l'ordonnance du 28 juin 2000 sur l'aménagement du territoire (OAT; RS 700.1) précise que sont conformes à l’affectation de la zone les constructions qui servent au logement indispensable à l’entreprise agricole, y compris le logement destiné à la génération qui prend sa retraite. La nécessité s'apprécie en fonction de critères objectifs. Elle dépend notamment de la surface cultivée, du genre de cultures et de production (dépendante ou indépendante du sol), ainsi que de la structure, de la taille et des besoins de l'exploitation (arrêts TF 1C_170/2019 du 9 avril 2020 consid.”
“Bauten und Anlagen dürfen gemäss Art. 22 Abs. 1 RPG nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden. Bei sämtlichen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet die zuständige kantonale Behörde, ob sie zonenkonform sind oder ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann (Art. 25 Abs. 2 RPG). Zonenkonform in der Landwirtschaftszone sind Bauten und Anlagen, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind. Die Ausnahmetatbestände für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen sind in den Art. 24 ff. RPG geregelt. Vorliegend fällt einzig der Ausnahmetatbestand nach Art. 24d Abs. 2 und 3 RPG in Betracht.”
“Il s’agit d’une entreprise agricole au sens de la LDFR, dont l’exploitant est M. B.________ à Puidoux. Cette exploitation, d'une surface agricole utile totale de 36.97 hectares, se consacre à l’engraissement de bovins (55 UGB), l’engraissement de porc (25 unités par rotation) et de volailles (350 unités par rotation), la garde de poules pondeuses (350 unités) ainsi qu’aux grandes cultures et aux cultures fourragères. Une communauté partielle d’exploitation (CPEX) lie B.________ et E.________ pour l’élevage de bovins, l’exploitation E.________, reconnue au sens de l’OTerm (5607.0221) se consacre à l’élevage de vaches allaitantes (91 UGB). Cependant, même les besoins agricoles objectivement fondés selon la législation sur l’agriculture doivent démontrer qu’ils ne peuvent pas être implantés en zone constructible. C’est au service en charge de l’aménagement du territoire que revient la tâche d’examiner la conformité à la zone agricole ou de décider le cas échéant si une dérogation peut être accordée (art. 25 al. 2 LAT). 2. Examen en conformité avec l’affectation de la zone (art. 16a LAT et 34 al. 2 OAT). Pour rappel, la création d’une boucherie de campagne a été autorisée en 1988 en application des dispositions dérogatoires du droit relatives aux constructions situées hors de la zone à bâtir (art. 24 aLAT) et non en conformité à la zone agricole. Cette autorisation se rapporte à la construction et à l’utilisation des locaux en question. L’activité en elle-même et le volume d’abattage ne sont pas définis par cette autorisation et ne bénéficient pas, du point de vue de la loi sur l’aménagement du territoire, d’un acquis permettant de réaliser une nouvelle construction, qui serait contraire au droit applicable actuellement. Outre les conditions relatives à la provenance des produits préparés ou vendus, l’article 34 alinéa 2 OAT stipule également que la construction de locaux destinés à la préparation, au stockage ou à la vente de produits agricoles ne peut être autorisée que pour autant que l’activité ne revête pas un caractère industriel (art.”
Die zuständige kantonale Behörde muss bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen beigezogen werden. Die Gemeinde darf die Beurteilung der Zonenkonformität bzw. der Ausnahmebewilligungsfähigkeit nicht bereits vorwegnehmen oder endgültig abweisen, sodass die kantonale Entscheidzuständigkeit und das Koordinationsgebot faktisch ausgehebelt würden.
“3 Satz 1 KRG überweist die kommunale Baubehörde Gesuche für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen (BAB-Gesuch), bei denen sie die Voraussetzungen für eine Baubewilligung und eine BAB-Bewilligung als erfüllt betrachtet, mit begründetem Antrag auf Erteilung der BAB-Bewilligung der Fachstelle (vgl. auch Art. 47 Abs. 1 KRVO). Andernfalls weist sie das Gesuch von sich aus ab (Art. 87 Abs. 3 Satz 2 KRG). Art. 25 Abs. 2 RPG (SR 700) sieht vor, dass die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet, ob sie zonenkonform sind oder für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Das Bundesgericht hat im Urteil 1C_170/2024 vom 5. März 2025 geprüft, ob Art. 87 Abs. 3 KRG mit Art. 25 Abs. 2 RPG vereinbar ist. Es kam (zusammengefasst) zu folgendem Schluss: Der Wortlaut sowie der Sinn und Zweck von Art. 25 Abs. 2 RPG sprechen somit für eine bundesrechtliche Pflicht, die zuständige kantonale Behörde bei sämtlichen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone beizuziehen. Auch die Entstehungsgeschichte bietet keinen Anlass, davon abzuweichen [ ... ]. Die neue Formulierung von Art. 25 Abs. 2 RPG verdeutlicht, dass die Zonenkonformität bzw. Ausnahmebewilligungsfähigkeit einer Baute oder Anlage ausserhalb der Bauzonen von einer kantonalen und nicht von einer kommunalen Behörde beurteilt werden muss. Daraus ergibt sich, dass nicht nur die Bewilligung bzw. Zustimmung, sondern auch deren Verweigerung durch die kantonale Fachbehörde zu erfolgen hat und nicht von der Gemeinde vorweggenommen werden darf. Die kantonale Behörde kann von ihrer Entscheidzuständigkeit nicht durch die antragsstellende Gemeinde entlastet werden [ ... ]. Es darf nicht im Belieben der Gemeinde liegen, im Sinne einer Vortriage bzw. - selektion die aus ihrer Sicht nicht bewilligungsfähigen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone einer kantonalen Prüfung durch eine Fachbehörde (und damit auch einer Koordination) zu entziehen, soweit es - wie hier - um die Beurteilung der Zonenkonformität und Ausnahmebewilligungsfähigkeit geht. Mit einer solchen kantonalen Regelung (Art. 87 Abs. 3 KRG/GR) wird der Gesetzeszweck - eine gesamtkantonal einheitliche und rechtsgleiche Behandlung von Ausnahmegesuchen durch eine kompetente Fachbehörde - gerade vereitelt, zumal auch eine strengere Praxis der Gemeinden dem bundesrechtlichen Ziel von Art.”
“Diese Praxis, die kantonale Behörde zwar im Sinne einer unverbindlichen vorläufigen Beurteilung gemäss Art. 41 KRVO/GR beizuziehen, es aber letztlich (alleine) der Gemeinde zu überlassen, das Ausnahmegesuch - auch entgegen der vorläufigen kantonalen Einschätzung - von sich aus abzuweisen, ist nicht bundesrechtskonform. Damit wird weder der kantonalen Entscheidzuständigkeit (Art. 25 Abs. 2 RPG) noch dem Koordinationsgebot (Art. 25a RPG) Rechnung getragen. Der zu beurteilende Fall zeigt exemplarisch, wie unkoordiniert das Verfahren abgelaufen ist: Das kantonale ARE hat in seiner vorläufigen Beurteilung vom 7. Juli 2022 (nach Einholung der Stellungnahmen verschiedener Ämter) die Bewilligungsfähigkeit des streitbetroffenen Bauvorhabens zwar noch nicht in Aussicht gestellt, sondern festgehalten, es seien dazu noch einige Unterlagen und Nachweise zu erbringen und das Projekt entsprechend anzupassen. Es hat das Vorhaben aber insbesondere in Bezug auf die Zonenkonformität und die Vereinbarkeit mit der Landschaftsschutzzone sehr wohl positiver beurteilt als die Gemeinde Zizers. Es ist nämlich zum Schluss gekommen, das geplante Bauvorhaben könne landwirtschaftlich begründet werden und sei - mit den wenn auch sehr optimistischen Annahmen des Beschwerdeführers - wirtschaftlich tragbar. Es handle sich - unter der Annahme, dass der Beschwerdeführer das Projekt und die zukünftige Bewirtschaftung gemäss Betriebskonzept umsetze - um eine Nebenerwerbslandwirtschaft mit bodenabhängiger Pflanzenproduktion.”
“- selektion die aus ihrer Sicht nicht bewilligungsfähigen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone einer kantonalen Prüfung durch eine Fachbehörde (und damit auch einer Koordination) zu entziehen, soweit es - wie hier - um die Beurteilung der Zonenkonformität und Ausnahmebewilligungsfähigkeit geht. Mit einer solchen kantonalen Regelung (Art. 87 Abs. 3 KRG/GR) wird der Gesetzeszweck - eine gesamtkantonal einheitliche und rechtsgleiche Behandlung von Ausnahmegesuchen durch eine kompetente Fachbehörde - gerade vereitelt, zumal auch eine strengere Praxis der Gemeinden dem bundesrechtlichen Ziel von Art. 24 RPG entgegenstehen kann [ ... ]. Eine einheitliche und vor allem auch rechtsgleiche Rechtsanwendung durch eine fachkompetente Behörde drängt sich nicht nur für den Fall der Erteilung von Bewilligungen auf, sondern auch bei der Verweigerung von Bau- bzw. Ausnahmegesuchen (vgl. E. 3.3 des erwähnten Urteils). Diese Praxis, die kantonale Behörde zwar im Sinne einer unverbindlichen vorläufigen Beurteilung gemäss Art. 41 KRVO/GR beizuziehen, es aber letztlich (alleine) der Gemeinde zu überlassen, das Ausnahmegesuch - auch entgegen der vorläufigen kantonalen Einschätzung - von sich aus abzuweisen, ist nicht bundesrechtskonform. Damit wird weder der kantonalen Entscheidzuständigkeit (Art. 25 Abs. 2 RPG) noch dem Koordinationsgebot (Art. 25a RPG) Rechnung getragen (vgl. E. 4.2 des erwähnten Urteils).”
Bei der Anwendung von Art. 25 Abs. 5 RPG kann die anstehende Einführung einer bundesrechtlichen 30‑Jahres‑Regelung für ausserhalb der Bauzone errichtete Bauten die Interessenabwägung beeinflussen. Gerichte haben bereits festgehalten, dass die Aussicht, wonach Bauten, die seit mindestens 30 Jahren bestehen, künftig vom öffentlichen Interesse zum Rückbau ausgenommen sein können, in der Abwägung zu berücksichtigen ist. Die Regelung ist jedoch noch nicht in Kraft und wirkt derzeit als relevanter Umstand bei der Interessenprüfung.
“Il ne peut pas non plus être retenu que le département aurait fait preuve de tolérance à l'égard des constructions et installations litigieuses du fait que le chemin d'accès, la cour et le chalet soient cadastrés, que ce dernier soit raccordé à l'électricité ainsi qu'aux canalisations et qu'une demande d'autorisation de construire, finalement abandonnée, ait été déposée. Le Tribunal fédéral a en effet déjà retenu que la cadastration d’une construction illégale ne constituent pas une validation de l’objet en cause (arrêt du Tribunal fédéral 1C_277/2012 du 16 novembre 2012 consid. 5.3). 30. S'agissant finalement de la cinquième condition à laquelle est soumis un ordre de remise en état, à savoir le fait que ce dernier vise des intérêts publics qui l'emportent sur les intérêts opposés au maintien de la situation, le tribunal considère que l'on ne saurait faire abstraction du fait que les objets litigieux, qui sont aujourd'hui soumis à la possibilité d'un ordre de remise en état, y échapperont dès l'entrée en vigueur relativement proche du futur art. 25 al. 5 LAT. La pesée des intérêts en présence, et notamment des intérêts publics que l'autorité doit veiller à préserver, est ainsi influencée dans le cas d'espèce par le fait que le législateur a récemment décidé que l'intérêt public à préserver les périmètres situés hors zone à bâtir (dont en particulier la zone agricole) contre les constructions illégales, doit céder le pas à l'intérêt privé des propriétaires à pouvoir préserver ces constructions lorsque ces dernières ont été érigées au moins 30 ans auparavant. Même si la loi qui introduit le délai de prescription de 30 ans hors de la zone à bâtir n'est pas encore en vigueur, il s'agit, du point de vue des intérêts publics et privés qui régissent les zones non constructibles, d'un changement de paradigme dans la manière dont il faut envisager ces questions. Il apparaîtrait ainsi incompréhensible, dans le présent litige, de vouloir encore préserver un intérêt public auquel le législateur fédéral a d'ores et déjà décidé qu'il convenait de renoncer dans les circonstances spécifiques de constructions datant de plus de 30 ans (voir en ce sens JTAPI/809/2024 du 22 août 2024).”
Art. 25 Abs. 1 RPG betrifft auch die Ausgestaltung kantonaler Zuständigkeitsordnungen hinsichtlich der Ausstattung von Verwaltungsstellen und Kommissionen mit hoheitlichen Befugnissen, wozu in der Praxis auch Übertragungen an kommunale Stellen zählen können. Bei Zweifeln an der Zuständigkeit kann die Frage der Nichtigkeit einer erteilten Bewilligung relevant werden; dies ist in der zitierten Rechtsprechung thematisiert.
“8-10) ins Feld geführte fehlende Zuständigkeit der Bauverwaltung der Beschwerdebeteiligten betreffend die Bewilligung vom 19. November 2019 im vereinfachten Verfahren (act. 8/12/2019-96/7) hinsichtlich der Erweiterung der Stützmauer im Bereich des nordwestlichen Grenzpunkts der Parzelle Nr. 0001__ (Baugesuch Nr. 2019-96 vom 25./30. Oktober 2019, act. 8/12/2019-96/1-3, 9-14) für die Beschwerdeführerin offensichtlich resp. leicht erkennbar war. Auch kann diesbezüglich sowie mit Blick auf die Durchführung des vereinfachten Verfahrens trotz anderer Auffassung der Vorinstanz nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass die Annahme der Nichtigkeit nicht zu einer ernsthaften Gefährdung der Rechtssicherheit führte (vgl. zur Nichtigkeit: BGer 1C_497/2020; 1C_507/2020 vom 27. Juni 2022 E. 6.4.1 mit Hinweisen [innerhalb der Bauzone] und demgegenüber BGer 1C_709/2020 vom 24. August 2021 E. 4.2.2 mit Hinweisen [ausserhalb der Bauzone]; zur Ausstattung von Verwaltungsstellen und Kommissionen mit hoheitlichen Befugnissen: Art. 25 Abs. 1 RPG, Art. 135 PBG, Art. 3 Abs. 1, Art. 89 Abs. 1, Art. 90 Abs. 1 Ingress und lit. b, Art. 93 Abs. 1 des Gemeindegesetzes; sGS 151.2, GG, Art. 95 Abs. 1 Ingress und lit. b der Verfassung des Kantons St. Gallen; sGS 111.1, KV, Botschaft der Regierung zum Planungs- und Baugesetz vom 11. August 2015, S. 103, Schindler/Rüefli, in: Jaag/Rüssli/Jenni [Hrsg.], Kommentar zum Zürcher Gemeindegesetz, Zürich 2017, N 16 zu § 44 GG ZH, H.-R. Arta, Die Zuständigkeitsordnung nach dem st. gallischen Gemeindegesetz in der politischen Gemeinde mit Bürgerversammlung, St. Gallen 1990, S. 59 f., 76, 221, allerdings in Bezug auf Art. 136 lngress und lit. c des alten Gemeindegesetzes vom 23. August 1979, Neudruck April 2001, nGS 36-29, BGE 148 III 172 E. 3.2.2 mit Hinweisen, act. 3/3; zur Durchführung des vereinfachten Verfahrens: Präsidialentscheid VerwGE B 2021/241 vom 17. Februar 2022 E. 4.2.1 in fine mit Hinweisen, insbesondere auf BGer 1C_5/2019 vom 12. Juni 2019 E. 4.2 f., in: ZBl 2020, S. 444 ff.). Wie es sich damit letztlich verhält, kann vorliegend indes aus folgenden Gründen dahingestellt bleiben: Das von der Beschwerdeführerin nachträglich eingereichte Baugesuch Nr.”
“8-10) ins Feld geführte fehlende Zuständigkeit der Bauverwaltung der Beschwerdebeteiligten betreffend die Bewilligung vom 19. November 2019 im vereinfachten Verfahren (act. 8/12/2019-96/7) hinsichtlich der Erweiterung der Stützmauer im Bereich des nordwestlichen Grenzpunkts der Parzelle Nr. 0001__ (Baugesuch Nr. 2019-96 vom 25./30. Oktober 2019, act. 8/12/2019-96/1-3, 9-14) für die Beschwerdeführerin offensichtlich resp. leicht erkennbar war. Auch kann diesbezüglich sowie mit Blick auf die Durchführung des vereinfachten Verfahrens trotz anderer Auffassung der Vorinstanz nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass die Annahme der Nichtigkeit nicht zu einer ernsthaften Gefährdung der Rechtssicherheit führte (vgl. zur Nichtigkeit: BGer 1C_497/2020; 1C_507/2020 vom 27. Juni 2022 E. 6.4.1 mit Hinweisen [innerhalb der Bauzone] und demgegenüber BGer 1C_709/2020 vom 24. August 2021 E. 4.2.2 mit Hinweisen [ausserhalb der Bauzone]; zur Ausstattung von Verwaltungsstellen und Kommissionen mit hoheitlichen Befugnissen: Art. 25 Abs. 1 RPG, Art. 135 PBG, Art. 3 Abs. 1, Art. 89 Abs. 1, Art. 90 Abs. 1 Ingress und lit. b, Art. 93 Abs. 1 des Gemeindegesetzes; sGS 151.2, GG, Art. 95 Abs. 1 Ingress und lit. b der Verfassung des Kantons St. Gallen; sGS 111.1, KV, Botschaft der Regierung zum Planungs- und Baugesetz vom 11. August 2015, S. 103, Schindler/Rüefli, in: Jaag/Rüssli/Jenni [Hrsg.], Kommentar zum Zürcher Gemeindegesetz, Zürich 2017, N 16 zu § 44 GG ZH, H.-R. Arta, Die Zuständigkeitsordnung nach dem st. gallischen Gemeindegesetz in der politischen Gemeinde mit Bürgerversammlung, St. Gallen 1990, S. 59 f., 76, 221, allerdings in Bezug auf Art. 136 lngress und lit. c des alten Gemeindegesetzes vom 23. August 1979, Neudruck April 2001, nGS 36-29, BGE 148 III 172 E. 3.2.2 mit Hinweisen, act. 3/3; zur Durchführung des vereinfachten Verfahrens: Präsidialentscheid VerwGE B 2021/241 vom 17. Februar 2022 E. 4.2.1 in fine mit Hinweisen, insbesondere auf BGer 1C_5/2019 vom 12. Juni 2019 E. 4.2 f., in: ZBl 2020, S. 444 ff.). Wie es sich damit letztlich verhält, kann vorliegend indes aus folgenden Gründen dahingestellt bleiben: Das von der Beschwerdeführerin nachträglich eingereichte Baugesuch Nr.”
In Weiler- und Kleinsiedlungszonen kann ein kantonales Vorverfahren bzw. eine provisorische Nutzungsordnung eingesetzt werden, um die Anwendbarkeit von Art. 25 Abs. 2 RPG zu klären. Solche provisorischen Regelungen können verfahrens- und zuständigkeitsrechtliche Bestimmungen sowie vorübergehende materielle Regelungen enthalten und so dazu beitragen, die Gefahr bundesrechtswidriger Baubewilligungen bzw. nachträglicher Aufhebungen von Bewilligungen zu verringern.
“Da die gesamthafte Überprüfung der Thurgauer Weilerzonen eine gewisse Zeit beanspruchen wird, war zu befürchten, dass bis zur formellen Änderung der Zonenordnung in den jeweiligen Gemeinden noch bundesrechtswidrige Bauvorhaben bewilligt und realisiert werden könnten, welche die Erfüllung des bundesrätlichen Auftrags erschwert oder vereitelt hätten. Sodann bestand das Risiko, dass Baubewilligungen, die ohne Mitwirkung des Kantons erteilt würden, im Rechtsmittelverfahren aufgehoben oder sogar als nichtig erklärt werden könnten. Hierfür kann auf verwaltungsgerichtliche Entscheide aus anderen Kantonen mit Weilerzonen verwiesen werden, die in der Folge von BGE 145 II 83 zum Ergebnis kamen, dass Baubewilligungen in den bestehenden Weiler- und Erhaltungszonen nur noch mit Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde erteilt werden dürften (vgl. Urteile 7H 18 11 des Kantonsgerichts Luzern vom 7. August 2018 E. 3-6; VB.2019.00630 vom 22. Oktober 2020 E. 3 und 4 zu Weilerzonen im Kanton Zürich; B 2020/165 des Verwaltungsgerichts St. Gallen vom 14. Juli 2021 E. 6 und 8). Schliesslich war damit zu rechnen, dass die nach Art. 25 Abs. 2 RPG mitwirkende kantonale Behörde oder die Rechtsmittelbehörden (z.B. auf Beschwerde des ARE) die bestehenden Nutzungspläne akzessorisch auf ihre Bundesrechtskonformität überprüfen und deren weitere Anwendung ablehnen könnten. Die meisten Weilerzonen für Kleinsiedlungen beruhen auf älteren Zonenplänen, seit deren Erlass sich die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse nicht unwesentlich geändert haben dürften (vgl. BGE 145 II 83 E. 5.2-5.4). Im Kanton Thurgau ist überdies zu berücksichtigen, dass die Planungsziele der zweckmässigen und haushälterischen Nutzung und Überbauung des Bodens, der Erhaltung des Nichtsiedlungsgebietes sowie der qualitativ hochwertigen Siedlungsentwicklung seit dem 17. August 2016 in § 77 KV/TG verankert wurden und seither Verfassungsrang geniessen. Die geschilderte Ungewissheit in formeller und materieller Hinsicht war geeignet, die Rechtssicherheit in sämtlichen Weilerzonen des Kantons (auch denjenigen, welche die Anforderungen an Bauzonen materiell erfüllen) zu gefährden, und die Durchführung von Baubewilligungsverfahren erheblich zu erschweren oder zu verzögern.”
“Diese Ermächtigung beschränkt sich nicht auf die erstmalige Einführung des RPG, sondern ist auch anwendbar auf vorläufige Massnahmen in Bezug auf neu eingefügte Rechtsnormen oder vorgenommene Praxisänderungen (vgl. BGE 117 Ia 147 E. 4b S. 151 zur Umsetzung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Planungspflicht von Materialabbau- und -ablagerungsanlagen; Urteil 1C_551/2018 vom 19. November 2019 E. 2.2 betreffend Verdichtung der Bauzonen). Vorliegend dient die KSV der Umsetzung des bundesrätlichen Prüfungs- und Anpassungsauftrags sowie der bundesrechtlichen Rechtsprechung zur Anwendbarkeit von Art. 25 Abs. 2 RPG in Weiler- und Erhaltungszonen gemäss Art. 33 RPV (BGE 145 II 83).”
“Die provisorische Nutzungsordnung im angefochtenen Beschluss geht insoweit über die Tragweite von Planungszonen (Art. 27 RPG) hinaus, als ihr nicht lediglich negative Vorwirkung, sondern positive Vorwirkung (mit Regelungen zu Verfahren, Zuständigkeiten und anwendbarem Recht) zukommt, was einer provisorischen kantonalen Nutzungszone entspricht (vgl. BGr, 23. November 2022, 1C_35/2022, E. 4.4.1). Auch handelt es sich vorliegend nicht um eine Regelung im Sinn von Art. 27a RPG. Die von Art. 36 Abs. 2 gedeckten Regelungsbereiche sind in dieser Bestimmung aber nicht abschliessend aufgeführt. Gestützt auf Art. 36 Abs. 2 RPG können durch Regierungsverordnung vorläufiges materielles kantonales Raumplanungsrecht sowie Zuständigkeits- und Verfahrensrecht einschliesslich Vorschriften über den Rechtsschutz erlassen werden (vgl. Ruch, in: Praxiskommentar RPG, Art. 36 N. 25). Der angefochtene Beschluss dient der Umsetzung der eingetretenen Änderungen bei der Rechtslage zur Anwendbarkeit von Art. 15 RPG und von Art. 25 Abs. 2 RPG in Weilerzonen gemäss Art. 33 RPV, und er bewegt sich Rahmen der Grundsatzgesetzgebungskompetenz des Bundes gemäss Art. 75 Abs. 1 BV; in dieser Hinsicht verhält es sich parallel zur Thurgauer Kleinsiedlungsverordnung (vgl. zu letzterer BGr, 23. November 2022, 1C_35/2022, E. 5.1 und 5.2). Für den angefochtenen Beschluss enthält Art. 36 Abs. 2 RPG daher in genügender Weise die wichtigen bzw. wesentlichen Grundzüge und bildet insoweit eine hinreichend bestimmte formell-gesetzliche Grundlage für die Einschränkung verfassungsmässiger Rechte von Grundeigentümern. Nichts Gegenteiliges ergibt sich aus der von der Beschwerdeführerin zitierten Kommentarstelle (Bernhard Waldmann/Peter Hänni, Handkommentar Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 36 N. 12), wonach im Rahmen von Art. 36 Abs. 2 RPG die Grundrechte zu beachten sind.”
Bei Mobilfunkanlagen kann die zuständige kantonale Behörde gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG ausserhalb der Bauzone eine Ausnahmebewilligung erteilen. Das Bundesgericht lässt die Aufstellung solcher Anlagen als «relativ durch die Destination imposiert» gelten, wenn die Antennen den Zweck der Zone, in der nicht gebaut werden darf, nicht wesentlich verfehlen und keine störende visuelle Wirkung haben; dies gilt namentlich bei Montage auf bestehenden Bauten oder Anlagen (z. B. Hochspannungsmasten, landwirtschaftliche Bauten). Die Voraussetzungen sind kumulativ und erfordern eine Abwägung technischer Erfordernisse gegenüber überwiegenden Interessen (Art. 24 LAT).
“En l’occurrence, la DGTL a accordé une dérogation pour le projet litigieux situé hors de la zone à bâtir (v. art. 25 al. 2 LAT et 120 al. 1 let. a LATC) et la commune n’a pas recouru contre cette autorisation cantonale spéciale. La municipalité ne pouvait donc pas refuser le permis de construire aux motifs que l’implantation de cette installation hors zone à bâtir ne serait pas imposée par sa destination ou qu’un intérêt prépondérant s’y opposerait (v. art. 24 LAT). S'agissant des installations de communication mobile, le Tribunal fédéral admet d’ailleurs que leur implantation est relativement imposée par leur destination lorsque les antennes en cause ne détournent pas de façon significative le but de la zone non constructible et qu'elles n'ont pas d'impact visuel gênant (ATF 141 II 245 consid. 7.6.2). C'est notamment le cas lorsque l'installation est montée sur des bâtiments ou installations existants, par exemple sur des pylônes à haute tension ou sur des bâtiments et installations agricoles (ATF 138 II 570 consid. 4.3; ATF 133 II 321 consid. 4.3.3 ; v. aussi CDAP AC.2023.0056 du 10 novembre 2023 consid. 6a; AC.”
“Reste à déterminer si l'autorisation spéciale délivrée l'a été à juste titre. La parcelle n° 148 est classée en zone intermédiaire, dont le caractère non constructible n'est pas contesté par les parties. Ce n'est donc qu'aux conditions dérogatoires de l'art. 24 LAT que la construction de l'installation de téléphonie mobile querellée peut, comme l'a retenu la DGTL, être autorisée. Selon cette disposition, une autorisation dérogatoire peut être délivrée si l'implantation d'une nouvelle construction hors de la zone à bâtir est imposée par sa destination (art. 24 let. a LAT) et si aucun intérêt prépondérant ne s'y oppose (art. 24 let. b LAT). Ces conditions de droit fédéral sont cumulatives (ATF 141 II 245 consid. 7.6; TF 1C-8/2022 du 5 décembre 2022 consid. 3.1). Elles ont été reprises à l'art. 81 al. 2 LATC, tandis qu'il appartient au département en charge de l'aménagement du territoire et de la police des constructions, soit pour lui la DGTL, de statuer en la matière (cf. art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3 let. a LATC). Une construction est imposée par sa destination au sens de l'art. 24 let. a LAT lorsque, pour des raisons techniques ou d'exploitation, elle est tributaire d'un emplacement hors de la zone à bâtir ou lorsque, pour des raisons déterminées, l'installation est exclue en zone à bâtir (ATF 129 II 63 consid. 3.1; 124 II 252 consid. 4a). Il n'est toutefois pas nécessaire qu'une implantation dans la zone à bâtir soit absolument exclue. Il suffit que l'implantation de l'installation projetée soit relativement imposée par sa destination, c'est-à-dire que des motifs importants et objectifs la fasse apparaître comme nettement plus avantageuse par rapport à d'autres emplacements situé à l'intérieur de la zone à bâtir (ATF 141 II 245 consid. 7.6.1 et les références citées). L'examen du caractère relativement imposé par sa destination de l'implantation projetée implique une pesée de l'ensemble des intérêts en présence, pesée qui se recoupe avec celle imposée par l'art. 24 let.”
Die Zuständigkeit einer kantonalen Behörde soll eine gesamtkantonal einheitliche und rechtsgleiche Behandlung von Gesuchen für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen gewährleisten. Als Begründung wurde angeführt, dass gerade kleinere Gemeinden mit der Komplexität der relevanten Bundesrechtsfragen oft überfordert sind und daher zentrale Entscheide auf kantonaler Ebene geboten erscheinen.
“Im Rahmen der Teilrevision des Raumplanungsgesetzes vom 20. März 1998 wurde Art. 25 Abs. 2 RPG allerdings dahingehend ergänzt, dass für alle Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone und unabhängig von deren Zonenkonformität die Zuständigkeit einer kantonalen Behörde vorgesehen wurde. Damit erfolgte zwar keine materielle Neuerung, da eine entsprechende Regelung bereits in Art. 25 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung vom 2. Oktober 1989 (AS 1989 S. 1985) bzw. zuvor in Art. 16 der Raumplanungsverordnung vom 26. März 1986 (AS 1986 S. 626) verankert war. Danach musste die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone prüfen, ob sie eine Ausnahmebewilligung benötigen. Mit der Gesetzesänderung von 1998 wurde jedoch eine einwandfreie Grundlage in einem formellen Gesetz geschaffen. Als Grund für diese in die kantonale Organisationsautonomie eingreifende Verfahrensbestimmung wurde die Gemeindestruktur der Schweiz angeführt: Gerade kleinere Gemeinden seien von der Komplexität der im Zusammenhang mit der künftig in einem erweiterten Sinn verstandenen Zonenkonformität von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone zu treffenden Abklärungen meistens überfordert und in der Regel nicht in der Lage, die komplexen Rechtsnormen des (neuen) Bundesrechts anzuwenden (vgl.”
“Als Grund für diese in die kantonale Organisationsautonomie eingreifende Verfahrensbestimmung wurde die Gemeindestruktur der Schweiz angeführt: Gerade kleinere Gemeinden seien von der Komplexität der im Zusammenhang mit der künftig in einem erweiterten Sinn verstandenen Zonenkonformität von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone zu treffenden Abklärungen meistens überfordert und in der Regel nicht in der Lage, die komplexen Rechtsnormen des (neuen) Bundesrechts anzuwenden (vgl. Botschaft RPG 1996, BBl 1996 III 513 ff., S. 546 Ziff. 209; RUDOLF MUGGLI, Kurzkommentar zum Entwurf für eine Änderung des Raumplanungsgesetzes vom 20. März 1998, in: Raum & Umwelt 1998, S. 66 f., N. 2 zu Art. 25 RPG; WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar Raumplanungsgesetz, 2006, N. 33 und 35 zu Art. 25 RPG). Die Frage, ob ein konkretes Vorhaben ausserhalb der Bauzone zonenkonform sei, müsse daher - nicht zuletzt im Interesse einer gesamtkantonal einheitlichen Rechtsanwendung - von einer kantonalen Behörde beantwortet werden (Botschaft RPG 1996, BBl 1996 III 513 ff., S. 546 Ziff. 209). Die eidgenössischen Räte stimmten dem Entwurf des Bundesrats zu Art. 25 Abs. 2 RPG ohne Diskussion zu (AB 1997 N 1870; AB 1997 S 221).”
“Im Jahr 1978 legte der Bundesrat einen neuen Gesetzesentwurf vor (Botschaft vom 27. Februar 1978 zum Bundesgesetz über die Raumplanung, BBl 1978 I 1006 ff.). Art. 25 Abs. 2 des Entwurfs sah vor, dass Ausnahmen nach Art. 24 RPG "durch eine kantonale Behörde oder mit deren Zustimmung bewilligt" werden. Im Parlament wurde aArt. 25 Abs. 2 RPG ohne Diskussion angenommen (vgl. AB 1978 S 471 und AB 1979 N 338), d.h. auch mit Zustimmung der ehemaligen Gegner einer einzigen kantonalen Bewilligungsbehörde, die ihre Opposition offensichtlich aufgegeben hatten. In den Erläuterungen zum Bundesgesetz über die Raumplanung des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) und des Bundesamts für Raumplanung (BRP; heute: Bundesamt für Raumentwicklung ARE) wird ausgeführt, Ausnahmen ausserhalb der Bauzonen seien oft ein Politikum, weshalb eine rechtsgleiche Behandlung der Gesuche oberstes Gebot sei. Ein solcher Anspruch erleide aber unheilvollen Schaden, wenn Bewilligungen nach Art. 24 RPG ausschliesslich in der Hand einer Gemeinde oder eines Bezirkes lägen. Fragen betreffend die Bewilligung von zonenwidrigen Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone sollen für das gesamte Kantonsgebiet mit gewisser Einheitlichkeit beantwortet werden. Also muss eine Behörde, die für den ganzen Kanton zuständig ist, mitwirken können. Für eine solche Regelung spreche weiter, dass Bewilligungen für Ausnahmen ausserhalb der Bauzonen mit mehr Eigenständigkeit und Überblick erteilt würden, weil dann sämtliche Gesuche dafür an einer einzigen Stelle zusammenliefen (EJPD/BRP, Erläuterungen zum Bundesgesetz über die Raumplanung [nachfolgend: Erläuterungen RPG], 1981, N.”
“Im Rahmen der Teilrevision des Raumplanungsgesetzes vom 20. März 1998 wurde Art. 25 Abs. 2 RPG allerdings dahingehend ergänzt, dass für alle Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone und unabhängig von deren Zonenkonformität die Zuständigkeit einer kantonalen Behörde vorgesehen wurde. Damit erfolgte zwar keine materielle Neuerung, da eine entsprechende Regelung bereits in Art. 25 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung vom 2. Oktober 1989 (AS 1989 S. 1985) bzw. zuvor in Art. 16 der Raumplanungsverordnung vom 26. März 1986 (AS 1986 S. 626) verankert war. Danach musste die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone prüfen, ob sie eine Ausnahmebewilligung benötigen. Mit der Gesetzesänderung von 1998 wurde jedoch eine einwandfreie Grundlage in einem formellen Gesetz geschaffen. Als Grund für diese in die kantonale Organisationsautonomie eingreifende Verfahrensbestimmung wurde die Gemeindestruktur der Schweiz angeführt: Gerade kleinere Gemeinden seien von der Komplexität der im Zusammenhang mit der künftig in einem erweiterten Sinn verstandenen Zonenkonformität von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone zu treffenden Abklärungen meistens überfordert und in der Regel nicht in der Lage, die komplexen Rechtsnormen des (neuen) Bundesrechts anzuwenden (vgl.”
Eine zeitlich unbeschränkte Duldung kantonal nicht bewilligter Umnutzungen kann die nachträgliche Ausnahmebewilligungspflicht nach Art. 25 Abs. 2 RPG faktisch umgehen und ist daher mit dem Legalitätsprinzip nicht vereinbar; eine solche Duldung kann als Ermessensmissbrauch und damit rechtswidrig qualifiziert werden.
“RPG hinaus, was einen Fall eines Ermessensmissbrauchs (vgl. BGE 141 V 365 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 137 V 71 E. 5.1) darstellt. Obwohl die Dienststelle rawi die Voraussetzungen einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24a RPG nicht im Detail geprüft und die Zustimmung für die Umnutzungen integral verweigert hat, hat die Vorinstanz mit unhaltbarer Begründung gänzlich von entsprechenden Wiederherstellungsmassnahmen abgesehen und die Umnutzungen unter Bedingungen und Auflagen als mit Art. 24a RPG vereinbar bezeichnet. Diese vorinstanzliche Duldung der kantonal nicht bewilligten Umnutzungen schafft damit im Ergebnis faktisch eine der nachträglichen Baubewilligung vergleichbare Situation. Die verfahrens- und materiell-rechtlichen Voraussetzungen der Ausnahmebewilligung für Bauvorhaben und Nutzungen ausserhalb der Bauzone werden mit einer solchen zeitlich unbeschränkten Duldung umgangen, was mit dem Legalitätsprinzip (dazu: Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., N 325 ff.) nicht vereinbar ist. Mit der strittigen Duldung wird der Zweck von Art. 25 Abs. 2 RPG bzw. § 182 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; SRL Nr. 735) unterlaufen und Bundes- und kantonales Recht verletzt (vgl. 1C_572/2020 vom”
Nach herrschender Darstellung in der Literatur ist die kantonale Behörde als Bewilligungsinstanz für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone zu verstehen; sie muss die Zonenkonformität und die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung prüfen und den Entscheid treffen. Gemeinden können demnach allenfalls als Vorinstanz oder als Antragstellende auftreten, sind aber nicht befugt, eigenständige abschliessende Entscheide anstelle der kantonalen Behörde zu treffen; in der Praxis kommen zwei Verfahrensvarianten in Betracht (Eigenprüfung durch die kantonale Behörde nach Anhörung der Gemeinde oder Überweisung eines Antrags durch die Gemeinde an die kantonale Behörde, auch wenn die Gemeinde das Gesuch ablehnt).
“Zur streitigen Fragestellung finden sich nur wenige Literaturstellen. In dem von der Vorinstanz zitierten RPG-Kommentar (Ausgabe 2010) wird (noch) die Meinung vertreten, eine positivrechtliche Regelung im kantonalen Recht, wonach ein negativer Antrag nicht an die kantonale Behörde weitergeleitet werden müsse, sondern umgehend der Beschwerde unterliege, sei mit Art. 25 Abs. 2 RPG vereinbar (vgl. RUCH, RPG-Kommentar, 2010, N. 30 zu Art. 25 RPG; so auch noch Urteil 1C_200/2012 vom 17. Dezember 2012 E. 3.2). Hierzu ist allerdings anzumerken, dass diese Kommentierung inhaltlich mit der Fassung des RPG-Kommentars aus dem Jahr 1999 übereinstimmt und sich - wohl versehentlich - noch auf den alten Gesetzestext von aArt. 25 Abs. 2 RPG bezieht. In der neuesten Ausgabe des RPG-Kommentars (2020) wird - mit Blick auf den heutigen Gesetzestext von Art. 25 Abs. 2 RPG - indessen die gegenteilige Auffassung vertreten. Es wird davon ausgegangen, die Gemeinde könne nicht selbstständig über Gesuche für Vorhaben ausserhalb der Bauzone entscheiden, sondern die kantonale Behörde sei selbst "Bewilligungsinstanz"; sie müsse die Prüfungen der Zonenkonformität und die Ausnahmemöglichkeiten vornehmen und die Entscheide treffen. Denkbar seien zwei Varianten des Vorgehens: (1) Die kantonale Behörde prüfe das Gesuch eigenständig und treffe die Entscheide nach Anhören der Gemeindebehörden; (2) Die Gemeindebehörden würden das Bau- und Ausnahmegesuch bearbeiten und Antrag an die kantonale Behörde stellen. Dazu seien sie auch dann verpflichtet, wenn sie das Gesuch ablehnten (ALEXANDER RUCH, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020 [nachfolgend: RPG-Kommentar, 2020], N. 28 zu Art.”
“Zur streitigen Fragestellung finden sich nur wenige Literaturstellen. In dem von der Vorinstanz zitierten RPG-Kommentar (Ausgabe 2010) wird (noch) die Meinung vertreten, eine positivrechtliche Regelung im kantonalen Recht, wonach ein negativer Antrag nicht an die kantonale Behörde weitergeleitet werden müsse, sondern umgehend der Beschwerde unterliege, sei mit Art. 25 Abs. 2 RPG vereinbar (vgl. RUCH, RPG-Kommentar, 2010, N. 30 zu Art. 25 RPG; so auch noch Urteil 1C_200/2012 vom 17. Dezember 2012 E. 3.2). Hierzu ist allerdings anzumerken, dass diese Kommentierung inhaltlich mit der Fassung des RPG-Kommentars aus dem Jahr 1999 übereinstimmt und sich - wohl versehentlich - noch auf den alten Gesetzestext von aArt. 25 Abs. 2 RPG bezieht. In der neuesten Ausgabe des RPG-Kommentars (2020) wird - mit Blick auf den heutigen Gesetzestext von Art. 25 Abs. 2 RPG - indessen die gegenteilige Auffassung vertreten. Es wird davon ausgegangen, die Gemeinde könne nicht selbstständig über Gesuche für Vorhaben ausserhalb der Bauzone entscheiden, sondern die kantonale Behörde sei selbst "Bewilligungsinstanz"; sie müsse die Prüfungen der Zonenkonformität und die Ausnahmemöglichkeiten vornehmen und die Entscheide treffen. Denkbar seien zwei Varianten des Vorgehens: (1) Die kantonale Behörde prüfe das Gesuch eigenständig und treffe die Entscheide nach Anhören der Gemeindebehörden; (2) Die Gemeindebehörden würden das Bau- und Ausnahmegesuch bearbeiten und Antrag an die kantonale Behörde stellen.”
Formelle Stellungnahmen der zuständigen kantonalen Behörde können einen Verfahrensmangel begründen, wenn anstelle einer Verfügung entschieden werden müsste. Dieser Mangel führt jedoch nicht zwingend zur Nichtigkeit des vorinstanzlichen Entscheids, wenn aus den Stellungnahmen eindeutig hervorgeht, dass die Behörde die Erteilung der Ausnahmebewilligung in jedem Fall abgelehnt hätte.
“Oktober 2022 denn auch selber, dass er bereits im Baugesuch erläutert habe, dass der Anbau für den Pächter notwendig sei und der Landwirtschaft diene. Es liegt somit kein Wiederaufnahmegrund nach Art. 56 Abs. 1 Bst. b VRPG vor. Im Übrigen vermag das Vorbringen, in nächster Umgebung würden Projekte ohne Baugesuch umgesetzt und geduldet, kein zwingendes öffentliches Interesse für eine Wiederaufnahme des Baubewilligungsverfahrens begründen (vgl. Art. 56 Abs. 1 Bst. c VRPG). Zusammengefasst sind keine Gründe für eine Wiederaufnahme des Baubewilligungsverfahrens im Sinne von Art. 56 Abs. 1 Bst. a bis c VRPG ersichtlich. Dass die Gemeinde das Verfahren gestützt auf Art. 56 Abs. 1 Satz 2 VRPG zugunsten des Beschwerdeführers nicht wiederaufgenommen hat, liegt in ihrem Ermessen und ist daher nicht zu beanstanden. Zu prüfen bleibt, ob der Bauabschlag vom 4. Juni 2021 allenfalls nichtig sein könnte. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass das AGR als zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet, ob sie zonenkonform sind oder ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann (Art. 25 Abs. 2 RPG, Art. 84 Abs. 1 BauG und Art. 12 Abs. 1 Bst. e OrV DIJ15). Im Zeitpunkt des Bauabschlages vom 4. Juni 2021 hatte das AGR noch nicht mittels Verfügung über die Erteilung einer Ausnahmebewilligung entschieden. Es lagen lediglich die negativen Stellungnahmen des AGR vom 10. September 2020 und vom 26. Februar 2021 vor.16 Streng genommen weist das Verfahren damit einen formellen Mangel auf. Das AGR hat statt einer Verfügung eine zweite Stellungnahme eingereicht. Die Gemeinde hat anschliessend den Bauabschlag erteilt, ohne dass eine förmliche Verfügung des AGR vorlag. Dies genügt jedoch nicht, um von der Nichtigkeit des Bauabschlages vom 4. Juni 2021 auszugehen. Das AGR hat in seinen Stellungnahmen vom 10. September 2020 und vom 26. Februar 2021 mitgeteilt, dass keine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 ff. RPG erteilt werden könne. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass das AGR die Ausnahmebewilligung auch nicht verfügt hätte. Nach dem Gesagten kann der Bauabschlag vom 4. Juni 2021 im Wiederherstellungs- bzw.”
Bei Spezialfällen (z. B. Mobilfunkantennen, Anlagen im Uferbereich, Projekte im Bahndomaine) ist im Rahmen von Art. 25 Abs. 2 RPG zu prüfen, ob innerhalb der Bauzone Alternativen bestehen. Ebenso ist zu prüfen, ob eine ausserhalb der Bauzone beabsichtigte Lage landschaftlich oder standortbezogen deutlich vorteilhafter ist. Bei Ufer- bzw. nautischen Einrichtungen ist zudem ein objektiver Bedürfnisnachweis erforderlich.
“Durant ce délai, de nombreuses oppositions ont été formées à l'encontre du projet. La Municipalité de Lutry (ci-après: la municipalité) a transmis le dossier à l'administration cantonale, par l'intermédiaire de la Centrale des autorisations en matière de construction (CAMAC). Il ressort de la synthèse no 193110, établie le 6 décembre 2022, que la Direction générale du territoire et du logement (DGTL), par sa Division Hors zone à bâtir, a refusé de délivrer l'autorisation spéciale nécessaire (art. 120 LATC), exposant ce qui suit: "[C]e projet est situé entièrement à l'intérieur du domaine ferroviaire. Selon l'arrêt de la Cour de droit administratif et public (CDAP) du 29 janvier 2019, le domaine ferroviaire à l'endroit du projet doit être considéré comme étant situé hors de la zone à bâtir. Les travaux projetés ne servent pas exclusivement ou principalement l'exploitation ferroviaire (art. 18m LCdF). Dès lors, les travaux projetés sont soumis à autorisation de notre direction générale (art. 25 al. 2 LAT et art. 4 al. 3 let. a LATC). [...] Conformément aux jurisprudences rendues en la matière, une antenne de téléphonie mobile hors de la zone à bâtir n'est, en principe, imposée par sa destination que lorsque son installation dans la zone à bâtir est techniquement impossible. Or, le dossier transmis ne présente aucune alternative située à l'intérieur de la zone à bâtir (située à environ 20 mètres) qui serait à même de répondre d'une manière satisfaisante aux objectifs du projet. Reste à examiner si l'installation de l'antenne à l'emplacement souhaité pourrait se justifier en regard d'une réduction de l'impact paysager dans le site. En effet, selon une jurisprudence (1P.68/2007, Günsberg SO), la pose d'une antenne de téléphonie dans une zone agricole proche de la zone à bâtir est susceptible d'être admise si cette implantation est nettement plus favorable, notamment si elle permet de minimiser de manière significative une atteinte au paysage (par exemple, en posant l'antenne sur un silo à fourrage déjà existant).”
“Conclusion Vu ce qui précède, la DGE-BIODIV délivre l'autorisation en matière de pêche, conformément à l'article 51 de la loi du 29 novembre 1978 sur la pêche pour le projet mentionné ci-dessus et le préavise favorablement. Cette autorisation est soumise à la condition suivante: - Le ponton sera construit semblable au ponton voisin (ponton simple, sans balustrade)" La Direction générale de l'environnement, Direction des Ressources et du patrimoine naturels, Division des ressources en eau et économie hydraulique (DGE-EAU) n'a pas formulé de remarque. Le Chef de secteur 4 des lacs et des cours d'eau de la DGE-EAU a délivré un préavis favorable. Le Service du développement territoriale (SDT, devenu depuis la Direction générale du territoire et du logement [DGTL]) a quant à lui indiqué qu'il refusait de délivrer l'autorisation spéciale requise (autorisation pour les constructions hors de la zone à bâtir) en relevant ce qui suit: "Selon le Plan général d'affectation de la commune de Pully, le projet est situé dans le domaine public des eaux (DP 9019). Etant prévus hors de la zone à bâtir, ces travaux demeurent soumis à l'autorisation de l'autorité cantonale compétente en la matière (art. 25 al. 2 LAT), en l'occurrence le service en charge de l'aménagement du territoire (art. 4 al. 3 LATC) Il examine si ces travaux sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (art. 81 al. 1 LATC). Le projet consiste à construire un nouveau ponton d'une longueur de 8 mètres et une bouée d'amarrage à environ 16 mètres au large dans le prolongement du ponton. Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral (ATF 1A.279/2004/fzc du 21 septembre 2005), les installations nautiques destinées à l'utilisation normale du lac doivent être examinées en conformité à l'affectation du domaine public des eaux. Aucun intérêt prépondérant ne doit cependant s'y opposer. L'accès à pied au lac pour les propriétés riveraines est notamment considéré comme un usage normal du lac. Tel n'est pas le cas pour des installations nécessaires à accoster un bateau. Dans le cas présent, le projet soumis ne répond pas à un besoin objectif avéré et n'est donc pas conforme à l'affectation de la zone (art.”
Bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet die zuständige kantonale Behörde, ob das Vorhaben zonenkonform ist oder ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Dies betrifft sowohl die Erteilung als auch die Verweigerung der Ausnahmebewilligung; die Gemeinde kann diese kantonale Zuständigkeit nicht vorwegnehmen.
“Nach Art. 87 Abs. 3 Satz 1 KRG überweist die kommunale Baubehörde Gesuche für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen (BAB-Gesuch), bei denen sie die Voraussetzungen für eine Baubewilligung und eine BAB-Bewilligung als erfüllt betrachtet, mit begründetem Antrag auf Erteilung der BAB-Bewilligung der Fachstelle (vgl. auch Art. 47 Abs. 1 KRVO). Andernfalls weist sie das Gesuch von sich aus ab (Art. 87 Abs. 3 Satz 2 KRG). Art. 25 Abs. 2 RPG (SR 700) sieht vor, dass die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet, ob sie zonenkonform sind oder für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Das Bundesgericht hat im Urteil 1C_170/2024 vom 5. März 2025 geprüft, ob Art. 87 Abs. 3 KRG mit Art. 25 Abs. 2 RPG vereinbar ist. Es kam (zusammengefasst) zu folgendem Schluss: Der Wortlaut sowie der Sinn und Zweck von Art. 25 Abs. 2 RPG sprechen somit für eine bundesrechtliche Pflicht, die zuständige kantonale Behörde bei sämtlichen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone beizuziehen. Auch die Entstehungsgeschichte bietet keinen Anlass, davon abzuweichen [ ... ]. Die neue Formulierung von Art. 25 Abs. 2 RPG verdeutlicht, dass die Zonenkonformität bzw. Ausnahmebewilligungsfähigkeit einer Baute oder Anlage ausserhalb der Bauzonen von einer kantonalen und nicht von einer kommunalen Behörde beurteilt werden muss. Daraus ergibt sich, dass nicht nur die Bewilligung bzw. Zustimmung, sondern auch deren Verweigerung durch die kantonale Fachbehörde zu erfolgen hat und nicht von der Gemeinde vorweggenommen werden darf.”
“L'habitation des recourants est située en zone agricole au sens de l’art. 16 de la loi fédérale sur l’aménagement du territoire (LAT; RS 700), soit hors de la zone à bâtir; la construction n’est pas liée à une exploitation agricole. Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, il incombe à une autorité cantonale de décider s'ils sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée, ceci en vertu de l'art. 25 al. 2 LAT. Dans le Canton de Vaud, la compétence de délivrer une autorisation spéciale pour construire, reconstruire, agrandir, transformer ou modifier dans leur destination les constructions hors des zones à bâtir appartient au département en charge de l’aménagement du territoire et de la police des constructions (cf. art. 120 al. 1 let. a et d et art. 121 al. 1 let. a LATC), soit actuellement le Département des institutions, du territoire et du sport (ci-après: DITS); plus précisément, cette compétence a été attribuée à la DGTL (art. 4 al. 3 let. a LATC). La municipalité ne peut pas, sans autorisation spéciale de l'autorité cantonale, octroyer un permis de construire. De jurisprudence constante, et antérieure à 1997, une autorisation délivrée en dehors de la zone à bâtir par l'autorité communale est nulle, l'autorisation cantonale étant un élément constitutif et indispensable de l'art. 24 LAT (ATF 111 Ib 213 consid. 5; voir aussi ATF 132 II 21 consid. 3.2.2; TF 1C_483/2012 du 30 août 2013 consid.”
“Es handle sich - unter der Annahme, dass der Beschwerdeführer das Projekt und die zukünftige Bewirtschaftung gemäss Betriebskonzept umsetze - um eine Nebenerwerbslandwirtschaft mit bodenabhängiger Pflanzenproduktion. Aber selbst wenn es sich bei der geplanten Ökonomiebaute um eine zonenwidrige Freizeitlandwirtschaft handeln sollte - was von der kantonalen Behörde zu prüfen sein wird -, ist damit noch nichts über die Ausnahmebewilligungsfähigkeit nach Art. 24 RPG gesagt. Im Rahmen der Beurteilung der Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit der Landschaftsschutzzone im Sinne von Art. 34 Abs. 2 KRG/GR hat die Vorinstanz den Entscheid der Gemeinde Zizers zwar insoweit bestätigt, als die - auch für Art. 24 lit. a RPG relevante - negative Standortgebundenheit verneint wurde. Als Begründung führte sie aber einzig an, auch mit der erneuten Eingabe vom 5. August 2022 ("Aktualisierung definitives Baugesuch") habe der Beschwerdeführer die fehlenden Unterlagen und Nachweise nicht nachgereicht, weshalb er mit seinen Argumenten nicht durchzudringen vermöge. Abgesehen davon, dass über die Ausnahmebewilligungsfähigkeit ohnehin nicht die Gemeinde, sondern ebenfalls die zuständige kantonale Behörde zu entscheiden hat (Art. 25 Abs. 2 RPG; E. 3 hiervor), übersieht die Vorinstanz auch, dass der Beschwerdeführer den kantonalen Behörden bereits eine Alternativstandortprüfung vorgelegt hat, welche nach der vorläufigen Beurteilung des kantonalen ARE in genügender Weise aufzeige, dass keine zumutbaren Alternativen vorhanden seien. Die Vorinstanz hat die negative Standortgebundenheit und damit eine mögliche Ausnahmebewilligungsfähigkeit jedoch nicht geprüft, sondern sich diesbezüglich mit dem Hinweis auf die aus ihrer Sicht unvollständigen Baugesuchsunterlagen begnügt (zur Frage der Unvollständigkeit des Baugesuchs vgl. E. 5.1 hiernach).”
“Selon l'art. 22 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente (al. 1); l'autorisation est délivrée si la construction ou l'installation est conforme à l'affectation de la zone et le terrain est équipé (al. 2). Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, il incombe à l'autorité cantonale compétente – le département chargé de l'aménagement du territoire, auquel est rattachée la DGTL – de décider s'ils sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 25 al. 2 LAT, art. 81, 120 et 121 LATC).”
“Le chalet des recourants est situé en zone agricole au sens de l’art. 16 de la loi fédérale sur l’aménagement du territoire (LAT; RS 700), soit hors de la zone à bâtir et la construction n’est pas liée à une exploitation agricole. Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, il incombe à une autorité cantonale de décider s'ils sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée, ceci conformément à l'art. 25 al. 2 LAT. Dans le canton de Vaud, la compétence de délivrer une autorisation spéciale pour construire, reconstruire, agrandir, transformer ou modifier dans leur destination les constructions hors des zones à bâtir appartient au département en charge de l’aménagement du territoire et de la police des constructions (cf. art. 120 al. 1 let. a et d et art. 121 al. 1 let. a de la loi du 4 décembre 1985 sur l'aménagement du territoire et les constructions - LATC; BLV 700.11), soit actuellement le DITS; plus précisément, cette compétence a été attribuée à la DGTL (art. 4 al. 3 let. a LATC). La municipalité ne peut pas, sans autorisation spéciale de l'autorité cantonale, octroyer un permis de construire. Au vu de ce qui précède, les aménagements faisant en l’espèce l’objet d’un ordre de remise en état, réalisés sur une parcelle située en dehors de la zone à bâtir, nécessitaient une autorisation spéciale. Dès lors que celle-ci n’a pas été requise, ni a fortiori délivrée à l’époque de la réalisation des travaux, il faut examiner, ainsi que le fait la décision attaquée, si les constructions litigieuses peuvent être autorisées a posteriori.”
“Selon l'art. 22 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente (al. 1); l'autorisation est délivrée si la construction ou l'installation est conforme à l'affectation de la zone et le terrain est équipé (al. 2). Le droit fédéral et le droit cantonal peuvent poser d’autres conditions (al. 3). A l'intérieur de la zone à bâtir, c'est le droit cantonal qui règle les exceptions (art. 23 LAT). En revanche, les exceptions prévues hors de la zone à bâtir sont régies par le droit fédéral (art. 24 ss LAT). Selon l'art. 25 al. 2 LAT, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l’autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l’affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Conformément à l'art. 81 al. 1 LATC, pour tous les projets de construction ou de changement de l'affectation d'une construction ou d'une installation existante situés hors de la zone à bâtir, le département décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. L'art. 120 al. 1 let. a LATC prévoit expressément que les constructions hors des zones à bâtir ne peuvent être construites, reconstruites, agrandies, transformées ou modifiées dans leur destination, sans autorisation spéciale, l'autorité compétente étant le département cantonal (art. 121 let. a LATC), à savoir actuellement le Département des institutions, du territoire et du sport (DITS) et, sur délégation, la DGTL.”
“Aux termes de l'art. 22 de la loi fédérale du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire (LAT; RS 700), aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente (al. 1). L’autorisation est délivrée si la construction ou l’installation est conforme à l’affectation de la zone et que le terrain est équipé (al. 2). Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (art. 25 al. 2 LAT). Dans le canton de Vaud, cette compétence revient à la DGTL (art. 4 al. 3 let. a de la loi vaudoise du 4 décembre 1985 sur l'aménagement du territoire et les constructions [LATC; BLV 700.11]). En d’autres termes, sur le principe, la construction d'ouvrages hors zone à bâtir est soumise à l'autorisation spéciale de l'autorité intimée, qui constitue une condition préalable à la délivrance du permis de construire (art. 113 LATC). Celui-ci doit être accordé - ou refusé - par la municipalité (art. 104 et 114 LATC).”
In überlagernden Zonen wie Weiler‑ bzw. Erhaltungszonen und vergleichbaren Schutz- oder Grünzonen gelten diese Flächen als Nichtbauzonen; für Vorhaben ausserhalb der Bauzone ist daher die zuständige kantonale Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG (bzw. entsprechend) zuständig. Gestützt auf Art. 36 Abs. 2 RPG können Kantone zudem vorläufiges kantonales materielles Raumplanungsrecht sowie Zuständigkeits‑ und Verfahrensvorschriften, etwa in Form von Regierungsverordnungen, erlassen.
“Der Umfang der kommunalen Autonomie ergibt sich aus dem für den entsprechenden Bereich anwendbaren kantonalen Verfassungs- und Gesetzesrecht. Gemäss §§ 45 ff. des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG; LS 700.1) kommt den Gemeinden bei der Nutzungsplanung Autonomie zu (vgl. BGE 147 I 433 E. 4.4.2 mit Hinweisen). Das vom angefochtenen kantonalen Nutzungsplan erfasste Gemeindegebiet wird der kommunalen Planungshoheit vorläufig entzogen. Dadurch wird in die kommunale Autonomie eingegriffen. Ausserdem verfügt die kommunale Baubehörde unter Umständen nicht nur bei der Anwendung kommunalen Rechts, sondern auch bei der Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe des kantonalen Rechts über eine erhebliche Entscheidungsfreiheit, soweit die Art der geregelten Materie Raum für ein kommunales Selbstbestimmungsrecht lässt (Marco Donatsch, in: Kommentar VRG, § 20 N. 61; BGE 136 I 395 E. 3.2.3). Allerdings kann der Gemeinde keine Autonomie bezüglich der Anwendung der Vorschriften des kantonalen Rechts und des Bundesrechts über die erstinstanzliche Zuständigkeit in Bausachen, wie von § 318 PBG und Art. 25 Abs. 2 RPG, zukommen; davon zu trennen ist etwa der kommunale Regelungsspielraum zur Festlegung der örtlichen Baubehörde gemäss § 318 PBG (vgl. dazu VGr, 11. Mai 2023, VB.2022.00614, E. 4.2.1). Zudem hat die bundesgerichtliche Rechtsprechung festgehalten, dass besondere Zonen für Weiler ausserhalb des Siedlungsgebiets im Sinn von Art. 33 RPV keine Bauzonen nach Art. 15 RPG, sondern beschränkte, das Nichtbaugebiet überlagernde Zonen darstellen und damit Nichtbauzonen bilden, bei denen Baubewilligungen (auch für zonenkonforme Vorhaben) gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG nur mit Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde erteilt werden dürfen (BGE 145 II 83 E. 4.2; BGr, 23. November 2022, 1C_35/2022, E. 4.1.1). Gegenüber diesen bundesrechtlichen Mindestanforderungen des RPG kann die Gemeinde keine Autonomie beanspruchen.”
“Die provisorische Nutzungsordnung im angefochtenen Beschluss geht insoweit über die Tragweite von Planungszonen (Art. 27 RPG) hinaus, als ihr nicht lediglich negative Vorwirkung, sondern positive Vorwirkung (mit Regelungen zu Verfahren, Zuständigkeiten und anwendbarem Recht) zukommt, was einer provisorischen kantonalen Nutzungszone entspricht (vgl. BGr, 23. November 2022, 1C_35/2022, E. 4.4.1). Auch handelt es sich vorliegend nicht um eine Regelung im Sinn von Art. 27a RPG. Die von Art. 36 Abs. 2 gedeckten Regelungsbereiche sind in dieser Bestimmung aber nicht abschliessend aufgeführt. Gestützt auf Art. 36 Abs. 2 RPG können durch Regierungsverordnung vorläufiges materielles kantonales Raumplanungsrecht sowie Zuständigkeits- und Verfahrensrecht einschliesslich Vorschriften über den Rechtsschutz erlassen werden (vgl. Ruch, in: Praxiskommentar RPG, Art. 36 N. 25). Der angefochtene Beschluss dient der Umsetzung der eingetretenen Änderungen bei der Rechtslage zur Anwendbarkeit von Art. 15 RPG und von Art. 25 Abs. 2 RPG in Weilerzonen gemäss Art. 33 RPV, und er bewegt sich Rahmen der Grundsatzgesetzgebungskompetenz des Bundes gemäss Art. 75 Abs. 1 BV; in dieser Hinsicht verhält es sich parallel zur Thurgauer Kleinsiedlungsverordnung (vgl. zu letzterer BGr, 23. November 2022, 1C_35/2022, E. 5.1 und 5.2). Für den angefochtenen Beschluss enthält Art. 36 Abs. 2 RPG daher in genügender Weise die wichtigen bzw. wesentlichen Grundzüge und bildet insoweit eine hinreichend bestimmte formell-gesetzliche Grundlage für die Einschränkung verfassungsmässiger Rechte von Grundeigentümern. Nichts Gegenteiliges ergibt sich aus der von der Beschwerdeführerin zitierten Kommentarstelle (Bernhard Waldmann/Peter Hänni, Handkommentar Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 36 N. 12), wonach im Rahmen von Art. 36 Abs. 2 RPG die Grundrechte zu beachten sind.”
“Die Überprüfung ergab, dass etwas mehr als die Hälfte der heute in Weiler- oder Dorfzonen gelegenen Kleinsiedlungen inskünftig einer Nicht-Bauzone zugewiesen werden müssen. Dagegen wurden – immerhin – 104 Kleinsiedlungen der Kategorie 1 (Bauzone) zugewiesen. Dass der streitgegenständliche Parzellenteil mit dem Projekt der Berufungsbeklagten (gemäss § 2 KSV "voraussichtlich", tatsächlich aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) nicht überbaubar sein werde, stand erst mit dem Erlass der KSV (mit den Anhängen 1 und 2) vom 12. Mai 2020 am 15. Mai 2020 fest. Der Kanton machte damit die Ergebnisse der Arbeitsgruppe publik, hielt (einstweilen, provisorisch) fest, welche Kleinsiedlungen voraussichtlich Baugebiet und welche voraussichtlich Nichtbaugebiet sein würden, und schuf in den letzteren eine Art Planungszone im Sinn von Art. 27 RPG beziehungsweise eine provisorische kantonale Nutzungszone. Der Anhang 2 erklärte "Gebiet A" konkret nicht mehr zur Bauzone im Sinn von Art. 15 RPG, sondern zur Weiler- beziehungsweise Erhaltungszone nach Art. 33 RPV, womit in Beachtung von Art. 25 Abs. 2 RPG neu und ab sofort die zuständige kantonale Behörde (ARE) für Baubewilligungen zuständig war. Dies hatte zur Folge, dass ab 15. Mai 2020 nichts mehr dergestalt bewilligt werden durfte, als handelte es sich dabei um Bauzonen, wofür allein die Gemeinden sachlich zuständig sind. Die grosse Zäsur, die das Inkrafttreten der KSV bedeutete, zeigt sich auch an der Haltung des ARE zum Baugesuch der Berufungsbeklagten. Das ARE, welches am 28. April 2020 noch unmissverständlich festgehalten hatte "Einer Erteilung der Baubewilligung steht aus kantonaler Sicht (…) nichts entgegen", verweigerte am 22. Oktober 2021 die Baubewilligung und begründete dies in den”
“64 RPGA), la zone de verdure est destinée à « la sauvegarde des sites et à la création d'îlots de verdure au sens de la loi sur la protection des monuments, de la nature et des sites (LPNMS) ». À la lecture de l'art. 64 RPGA, il apparaît que cette zone constitue dans ce contexte un espace de protection. Elle doit donc être regardée comme inconstructible et hors de la zone à bâtir ; elle entre ainsi dans le champ d'application de l'article 25 alinéa 2 LAT et tout projet de construction, transformation ou démolition y prenant place requiert une autorisation de notre direction (art. 25, al. 2 LAT et art. 4, al. 3, let. a LATC). En effet, il convient de distinguer la destination de la zone de verdure selon la fonction principale qu'elle remplit. La zone de verdure peut être une mesure d'aménagement du milieu bâti visant à conserver des dégagements suffisants ou alors - comme cela est le cas ici - avoir la fonction de protection d'un espace hors de la zone à bâtir (en l'occurrence, les rives du lac de Neuchâtel) ou constituer un espace de transition. Dès lors, tous travaux éventuels en zone de verdure nécessitent une autorisation de notre direction (art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3 let. a LATC) et doivent préalablement lui être soumis. L'art. 64 RPGA précise au deuxième paragraphe que toute construction « y est interdite. La Municipalité peut cependant autoriser l'installation de rampes de mise à flot, voire d'abris à bateaux, dont elle arrête l'implantation et les dimensions. Ces installations et abris seront grevés d'une servitude d'enlèvement en faveur de la Commune, servitude inscrite au registre foncier ». 2) Légalité de la zone de verdure Toutefois, force est de constater que les dispositions de l'article 64 du règlement communal sur le plan d'extension et la police des constructions ne sont pas conformes à la LAT dans la mesure où il est possible de construire dans la zone de verdure alors que celle-ci est située sur les rives du lac de Neuchâtel et qu'elle constitue une mesure de protection. Par ailleurs, il est à rappeler que, selon la mesure E25 du Plan directeur cantonal (PDCn), les rives doivent être préservées de manière restrictive.”
Bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet die zuständige kantonale Behörde (im Kanton Waadt: DGTL) über die Zonenkonformität bzw. darüber, ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Die kantonale Behörde hat dabei unter anderem zu prüfen, ob die Bauten für den Betrieb notwendig sind, und die vorgeschriebene Interessenabwägung vorzunehmen (z. B. Landschaftsverträglichkeit, Integration und Gruppierung grösserer landwirtschaftlicher Bauten). Die Gemeinde kann die kantonale Entscheidung über Zonenkonformität bzw. die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nicht ersetzen.
“et si le terrain est équipé (al. 2 let. b). Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, il incombe à l'autorité cantonale compétente – le département chargé de l'aménagement du territoire, auquel est rattachée la DGTL – de décider s'ils sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 25 al. 2 LAT, art. 81, 120 et 121 de la loi vaudoise du 4 décembre 1985 sur l’aménagement du territoire et les constructions [LATC; BLV 700.1]). Selon l'art. 16a al. 1 LAT, sont conformes à l'affectation de la zone agricole les constructions et installations qui sont nécessaires à l'exploitation agricole ou à l'horticulture productrice. Concernant les habitations, l'art. 34 al. 3 de l'ordonnance du 28 juin 2000 sur l'aménagement du territoire (OAT; RS 700.1) mentionne que sont conformes à l’affectation de la zone les constructions qui servent au logement indispensable à l’entreprise agricole, y compris le logement destiné à la génération qui prend sa retraite. Selon l'art. 24 LAT, en dérogation à l'art. 22 al. 2 let. a LAT, des autorisations peuvent être délivrées pour de nouvelles constructions ou installations ou pour tout changement d'affectation si l'implantation de ces constructions ou installations hors de la zone à bâtir est imposée par leur destination (let.”
“Le droit fédéral (art. 25 al. 2 LAT) exige, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, qu'une autorité cantonale statue au sujet de la conformité à l'affectation de la zone. Dans le canton de Vaud, cette compétence revient à la DGTL, qui doit délivrer une autorisation spéciale pour les constructions agricoles en zone agricole (art. 4 al. 3 let. a LATC, art. 120 al. 1 let. a LATC). La municipalité ne peut donc pas, sans cette autorisation spéciale, octroyer un permis de construire. Il incombe à la DGTL d'examiner si la construction litigieuse est nécessaire à l'exploitation et d'effectuer la pesée des intérêts prévue par le droit fédéral (cf. supra, consid. 2a). Pour les bâtiments agricoles importants, l'intégration dans le paysage et le regroupement des constructions sont naturellement des éléments à prendre soigneusement en considération dans l'appréciation globale. Cela étant, dans le canton de Vaud, l'administration cantonale et la municipalité disposent, en matière de constructions en zone agricole conformes à une telle affectation, de compétences parallèles sur les questions de police des constructions, de préservation du paysage, d'intégration et d'esthétique.”
“Il s’agit d’une entreprise agricole au sens de la LDFR, dont l’exploitant est M. B.________ à Puidoux. Cette exploitation, d'une surface agricole utile totale de 36.97 hectares, se consacre à l’engraissement de bovins (55 UGB), l’engraissement de porc (25 unités par rotation) et de volailles (350 unités par rotation), la garde de poules pondeuses (350 unités) ainsi qu’aux grandes cultures et aux cultures fourragères. Une communauté partielle d’exploitation (CPEX) lie B.________ et E.________ pour l’élevage de bovins, l’exploitation E.________, reconnue au sens de l’OTerm (5607.0221) se consacre à l’élevage de vaches allaitantes (91 UGB). Cependant, même les besoins agricoles objectivement fondés selon la législation sur l’agriculture doivent démontrer qu’ils ne peuvent pas être implantés en zone constructible. C’est au service en charge de l’aménagement du territoire que revient la tâche d’examiner la conformité à la zone agricole ou de décider le cas échéant si une dérogation peut être accordée (art. 25 al. 2 LAT). 2. Examen en conformité avec l’affectation de la zone (art. 16a LAT et 34 al. 2 OAT). Pour rappel, la création d’une boucherie de campagne a été autorisée en 1988 en application des dispositions dérogatoires du droit relatives aux constructions situées hors de la zone à bâtir (art. 24 aLAT) et non en conformité à la zone agricole. Cette autorisation se rapporte à la construction et à l’utilisation des locaux en question. L’activité en elle-même et le volume d’abattage ne sont pas définis par cette autorisation et ne bénéficient pas, du point de vue de la loi sur l’aménagement du territoire, d’un acquis permettant de réaliser une nouvelle construction, qui serait contraire au droit applicable actuellement. Outre les conditions relatives à la provenance des produits préparés ou vendus, l’article 34 alinéa 2 OAT stipule également que la construction de locaux destinés à la préparation, au stockage ou à la vente de produits agricoles ne peut être autorisée que pour autant que l’activité ne revête pas un caractère industriel (art.”
Fehlende kantonale Zustimmung nach Art. 25 Abs. 2 RPG führt nicht automatisch zur Nichtigkeit der Baubewilligung. Entscheidend ist, ob die Bewilligung materiell rechtswidrig ist; ist dies nicht der Fall, kann die kantonale Behörde dem Vorhaben nachträglich zustimmen bzw. kann ein Ausnahmegesuch im Beschwerdeverfahren gestellt werden.
“Wie es sich damit im Einzelnen verhält, muss indes nicht abschliessend beurteilt werden; ebenso kann auf Ausführungen zur Zuständigkeit des Tiefbauamts des Kantons Bern (TBA) anstelle des AGR verzichtet werden, welche die Beigeladenen thematisieren («rein wasserbauliche Angelegenheit»; act. 7 S. 5 ff.). 2.2.2 Das Bundesgericht hat mehrfach erwogen, dass eine Baubewilligung ohne Zustimmung der kantonal zuständigen Behörde nichtig sei, da sie unentbehrliches, konstitutiv wirkendes Element der Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG darstelle (BGE 111 Ib 213 E. 5b, bestätigt mit BGE 128 I 254 E. 3.1; BGer 1C_709/2020 vom 24.8.2021 E. 4.2.2, 1C_566/2019 vom 5.8.2020 E. 5.2). Die Baubewilligungsbehörde ist denn auch im Sinn von Art. 40 Abs. 2 VRPG offensichtlich unzuständig, alleine eine solche Ausnahmebewilligung zu erteilen (Michel Daum, a.a.O., Art. 40 N. 20 mit Hinweis auf die genannten BGE). Das Bundesgericht hat indes auch entschieden, die kantonale Behörde könne dem Vorhaben nachträglich zustimmen (BGE 111 Ib 213 E. 5b), da eine ohne deren Zustimmung erteilte Baubewilligung nur dann nichtig und damit in jeder Hinsicht unwirksam sei, wenn sie auch materiell rechtswidrig ist (vgl. allgemein BGE 133 II 181 E. 5.1.3 am Ende, mit Hinweisen; zu Art. 25 Abs. 2 RPG BGE 132 II 21 E. 3; BGer 1C_404/2009 vom 12.5.2010, in Pra 100/2011 Nr. 16 E. 2.2, 1A.211/1999 vom 27.9.2000 E. 4c; Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 25 N. 37). Daraus folgt, dass der verfahrensrechtliche Mangel der fehlenden Zustimmung allein nicht derart gravierend ist, dass er nicht geheilt werden könnte. Entscheidend ist vielmehr die Frage nach der materiellen Rechtswidrigkeit. Entgegen den Beschwerdeführenden ist nicht einsichtig, weshalb das nur bei der nachträglichen Bewilligung von bereits erstellten Bauten und Anlagen zutreffen sollte (Beschwerde S. 8). Zwar mag die Rechtssicherheit ungleich stärker betroffen sein, wenn eine bereits ausgeübte Baubewilligung zur Diskussion steht. Die Schwere des Mangels an sich ist deshalb aber nicht anders zu beurteilen. Das Bundesgericht hat das Kriterium der materiellen Rechtswidrigkeit in den erwähnten Urteilen denn auch nicht spezifisch im Rahmen der Abwägung zwischen den Interessen der Rechtssicherheit und der Anwendung des richtigen Rechts erwähnt, sondern ganz allgemein.”
“E. 5.2). Die Baubewilligungsbehörde ist denn auch im Sinn von Art. 40 Abs. 2 VRPG offensichtlich unzuständig, alleine eine solche Ausnahmebewilligung zu erteilen (Michel Daum, a.a.O., Art. 40 N. 20 mit Hinweis auf die genannten BGE). Das Bundesgericht hat indes auch entschieden, die kantonale Behörde könne dem Vorhaben nachträglich zustimmen (BGE 111 Ib 213 E. 5b), da eine ohne deren Zustimmung erteilte Baubewilligung nur dann nichtig und damit in jeder Hinsicht unwirksam sei, wenn sie auch materiell rechtswidrig ist (vgl. allgemein BGE 133 II 181 E. 5.1.3 am Ende, mit Hinweisen; zu Art. 25 Abs. 2 RPG BGE 132 II 21 E. 3; BGer 1C_404/2009 vom 12.5.2010, in Pra 100/2011 Nr. 16 E. 2.2, 1A.211/1999 vom”
“E. 4c; Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 25 N. 37). Daraus folgt, dass der verfahrensrechtliche Mangel der fehlenden Zustimmung allein nicht derart gravierend ist, dass er nicht geheilt werden könnte. Entscheidend ist vielmehr die Frage nach der materiellen Rechtswidrigkeit. Entgegen den Beschwerdeführenden ist nicht einsichtig, weshalb das nur bei der nachträglichen Bewilligung von bereits erstellten Bauten und Anlagen zutreffen sollte (Beschwerde S. 8). Zwar mag die Rechtssicherheit ungleich stärker betroffen sein, wenn eine bereits ausgeübte Baubewilligung zur Diskussion steht. Die Schwere des Mangels an sich ist deshalb aber nicht anders zu beurteilen. Das Bundesgericht hat das Kriterium der materiellen Rechtswidrigkeit in den erwähnten Urteilen denn auch nicht spezifisch im Rahmen der Abwägung zwischen den Interessen der Rechtssicherheit und der Anwendung des richtigen Rechts erwähnt, sondern ganz allgemein. Wesentlich ist damit, ob dem Zweck des Zustimmungserfordernisses nach Art. 25 Abs. 2 RPG hinreichend Rechnung getragen wird (BGE 132 II 21 E. 3.3). Eine vergleichbare Überlegung gilt im Zusammenhang mit Art. 44 Abs. 2 des Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1). Daraus ergibt sich, dass eine fehlende Ausnahmebewilligung nicht schon zur Nichtigkeit der Baubewilligung führt, kann doch ein Ausnahmegesuch auch nachträglich im Beschwerdeverfahren vor der BVD gestellt werden (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 34/34a N. 13). Entscheidend ist auch insoweit die materielle Rechtslage.”
Art. 25 Abs. 1 gibt den Kantonen die Zuständigkeit für das Verfahrensrecht; bei nahezu vollständiger Zerstörung kann es zulässig sein, dass der Kanton die Einreichung eines neuen, vollständigen Gesuchs mit den erforderlichen Vernehmlassungen und einer neuen Auflage verlangt.
“La présidente suppléante a considéré que si l'art. 24c LAT prévoyait certes également la reconstruction d'une installation hors zone à bâtir et non conforme à l'affectation de la zone, elle devrait néanmoins faire l'objet d'une nouvelle demande de permis de construire. Ce constat est exempt de critique et n'aboutit pas à une violation de l'art 24c LAT. Cette disposition de droit fédéral consacre la garantie des situations acquises, en permettant notamment la reconstruction de bâtiments qui ont été érigés ou transformés sous l'égide de l'ancien droit. Elle ne règle en revanche pas la procédure d'autorisation de construire qui ressortit de la compétence des cantons (cf. art. 25 al. 1 LAT), lesquels jouissent à cet égard d'une certaine autonomie dans le cadre posé par la LAT (cf. arrêt 1C_188/2011 du 23 septembre 2011 consid. 4.1). L'application du droit cantonal n'est revue par le Tribunal fédéral que sous l'angle de l'arbitraire, dans le cadre d'un moyen pris de la violation d'un droit constitutionnel expressément soulevé et développé conformément aux exigences de motivation accrues prévues à l'art. 106 al. 2 LTF (cf. ATF 150 I 80 consid. 2.1). Or, les recourants ne prétendent pas et démontrent encore moins que des règles de procédures cantonales auraient été violées et qu'elles auraient dispensé le projet d'une nouvelle mise à l'enquête publique. En raison de la destruction quasi-totale du bâtiment, il n'était pas arbitraire pour la présidente suppléante de considérer qu'un nouveau dossier comprenant les préavis des différents services cantonaux, singulièrement celui du SBC, devra être déposé, suivi d'une nouvelle mise à l'enquête publique (cf. art. 140 al. 1 de la loi fribourgeoise sur l'aménagement du territoire et les constructions [LATeC; RS/FR 710.”
Nach herrschender Auffassung ist die zuständige kantonale Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG selbst Bewilligungsinstanz für Vorhaben ausserhalb der Bauzone; sie muss die Zonenkonformität und die Frage der Ausnahmebewilligung prüfen und entscheiden. Die konkrete Verfahrensform bestimmt das kantonale Recht; es werden zwei zulässige Modelle beschrieben: (1) die kantonale Behörde prüft und entscheidet nach Anhörung der Gemeinde, oder (2) die Gemeinde bearbeitet das Gesuch und stellt einen Antrag an die kantonale Behörde. In der neueren Kommentarliteratur wird zudem darauf hingewiesen, dass Gemeinden nach kantonalem Recht verpflichtet sein können, Gesuche – auch bei ablehnender Stellungnahme – an die kantonale Instanz weiterzuleiten.
“Zur streitigen Fragestellung finden sich nur wenige Literaturstellen. In dem von der Vorinstanz zitierten RPG-Kommentar (Ausgabe 2010) wird (noch) die Meinung vertreten, eine positivrechtliche Regelung im kantonalen Recht, wonach ein negativer Antrag nicht an die kantonale Behörde weitergeleitet werden müsse, sondern umgehend der Beschwerde unterliege, sei mit Art. 25 Abs. 2 RPG vereinbar (vgl. RUCH, RPG-Kommentar, 2010, N. 30 zu Art. 25 RPG; so auch noch Urteil 1C_200/2012 vom 17. Dezember 2012 E. 3.2). Hierzu ist allerdings anzumerken, dass diese Kommentierung inhaltlich mit der Fassung des RPG-Kommentars aus dem Jahr 1999 übereinstimmt und sich - wohl versehentlich - noch auf den alten Gesetzestext von aArt. 25 Abs. 2 RPG bezieht. In der neuesten Ausgabe des RPG-Kommentars (2020) wird - mit Blick auf den heutigen Gesetzestext von Art. 25 Abs. 2 RPG - indessen die gegenteilige Auffassung vertreten. Es wird davon ausgegangen, die Gemeinde könne nicht selbstständig über Gesuche für Vorhaben ausserhalb der Bauzone entscheiden, sondern die kantonale Behörde sei selbst "Bewilligungsinstanz"; sie müsse die Prüfungen der Zonenkonformität und die Ausnahmemöglichkeiten vornehmen und die Entscheide treffen. Denkbar seien zwei Varianten des Vorgehens: (1) Die kantonale Behörde prüfe das Gesuch eigenständig und treffe die Entscheide nach Anhören der Gemeindebehörden; (2) Die Gemeindebehörden würden das Bau- und Ausnahmegesuch bearbeiten und Antrag an die kantonale Behörde stellen. Dazu seien sie auch dann verpflichtet, wenn sie das Gesuch ablehnten (ALEXANDER RUCH, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020 [nachfolgend: RPG-Kommentar, 2020], N. 28 zu Art. 25 RPG). Auch andere Autoren verlangen mit Blick auf den Hauptzweck der Bestimmung, die rechtsgleiche und einheitliche Behandlung von Ausnahmegesuchen innerhalb des Kantons sicherzustellen, sowie mit Blick auf das Erfordernis der Beurteilung durch eine fachlich kompetente, von Pressionen unabhängige Behörde, dass sämtliche Gesuche bei einer übergeordneten Behörde konzentriert werden sollen (WALDMANN/HÄNNI, a.”
“Gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG entscheidet die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. In welcher Form dies geschieht, regelt das kantonale Recht (BGE 145 II 83 E. 4). Im Kanton Uri bedürfen Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen neben der kommunalen Baubewilligung die Zustimmung der zuständigen kantonalen Direktion (Art. 108 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzez des Kantons Uri vom 13. Juni 2010 [PBG/UR], RB Nr. 40.1111). Nach Art. 108 Abs. 2 PBG/UR überweist die Baubehörde Gesuche für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, bei denen sie die Voraussetzungen für eine Baubewilligung als erfüllt betrachtet, der zuständigen Direktion. Andernfalls weist sie das Gesuch von sich aus ab. Weiter sieht Art. 108 Abs. 3 PBG/UR vor, dass die Baubehörde der Gesuchstellerin oder dem Gesuchsteller den Entscheid des Kantons zusammen mit ihrem Bauentscheid eröffnet. Gemäss Art. 34 Abs. 2 lit. b RPG i.V.m. Art. 111 BGG sind Gemeinden zur Beschwerde gegen die Entscheide betreffend Zonenkonformität von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen berechtigt.”
Die zuständige kantonale Behörde ist für die Beurteilung der Zonenkonformität bzw. der Ausnahmebewilligungsfähigkeit sämtlicher Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen zuständig. Gemeinden dürfen eine solche Verweigerung nicht vorwegnehmen und die Gesuche durch eine Vorselektion der kantonalen Prüfung entziehen.
“Nach Art. 87 Abs. 3 Satz 1 KRG überweist die kommunale Baubehörde Gesuche für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen (BAB-Gesuch), bei denen sie die Voraussetzungen für eine Baubewilligung und eine BAB-Bewilligung als erfüllt betrachtet, mit begründetem Antrag auf Erteilung der BAB-Bewilligung der Fachstelle (vgl. auch Art. 47 Abs. 1 KRVO). Andernfalls weist sie das Gesuch von sich aus ab (Art. 87 Abs. 3 Satz 2 KRG). Art. 25 Abs. 2 RPG (SR 700) sieht vor, dass die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet, ob sie zonenkonform sind oder für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Das Bundesgericht hat im Urteil 1C_170/2024 vom 5. März 2025 geprüft, ob Art. 87 Abs. 3 KRG mit Art. 25 Abs. 2 RPG vereinbar ist. Es kam (zusammengefasst) zu folgendem Schluss: Der Wortlaut sowie der Sinn und Zweck von Art. 25 Abs. 2 RPG sprechen somit für eine bundesrechtliche Pflicht, die zuständige kantonale Behörde bei sämtlichen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone beizuziehen. Auch die Entstehungsgeschichte bietet keinen Anlass, davon abzuweichen [ ... ]. Die neue Formulierung von Art. 25 Abs. 2 RPG verdeutlicht, dass die Zonenkonformität bzw. Ausnahmebewilligungsfähigkeit einer Baute oder Anlage ausserhalb der Bauzonen von einer kantonalen und nicht von einer kommunalen Behörde beurteilt werden muss. Daraus ergibt sich, dass nicht nur die Bewilligung bzw. Zustimmung, sondern auch deren Verweigerung durch die kantonale Fachbehörde zu erfolgen hat und nicht von der Gemeinde vorweggenommen werden darf. Die kantonale Behörde kann von ihrer Entscheidzuständigkeit nicht durch die antragsstellende Gemeinde entlastet werden [ ... ]. Es darf nicht im Belieben der Gemeinde liegen, im Sinne einer Vortriage bzw. - selektion die aus ihrer Sicht nicht bewilligungsfähigen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone einer kantonalen Prüfung durch eine Fachbehörde (und damit auch einer Koordination) zu entziehen, soweit es - wie hier - um die Beurteilung der Zonenkonformität und Ausnahmebewilligungsfähigkeit geht.”
Bei der Prüfung der materiellen Schutzwürdigkeit von Bauwerken ausserhalb der Bauzone hat die zuständige kantonale Behörde in der Praxis den Beizug der kantonalen Denkmalpflege vorgenommen und sich dabei auf deren Mitbericht gestützt; der Beizug wurde von der Verwaltungsinstanz nicht beanstandet.
“Die materielle Schutzwürdigkeit bildet deshalb, was bereits die Vorinstanz explizit festhielt, Prüfungsgegenstand des kantonalen Ausnahmebewilligungsentscheids (zum Ganzen, auch zum Nachfolgenden, Rudolf Muggli in: Heinz Aemisegger/Pierre Moor/Alexander Ruch/Pierre Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, Zürich etc. 2017, Art. 24d N. 22 ff.; Bernhard Waldmann/Peter Hänni, Handkommentar, RPG 2006, Art. 24d N. 12 ff.; Chantal Dupré, Kommentar zum Bundesgesetz über die Raumplanung, Zürich etc. 2010, Art. 24d N. 34 ff.). 4.2 4.2.1 Erste Voraussetzung des Ausnahmebewilligungstatbestands ist das Vorliegen einer formell unter Schutz gestellten (Art. 24d Abs. 2 lit. a RPG) und von der zuständigen kantonalen Behörde (Art. 25 Abs. 2 RPG) überdies auch materiell als schützenswert anerkannten Baute und Anlage ausserhalb der Bauzone (Art. 24d Abs. 2 Einleitungssatz RPG). 4.2.2 Das streitbetroffene Gebäude wurde mit zwischen dem Mitbeteiligten 1 und dem Beschwerdeführer ausgehandelten Schutzvertrag vom 15. April 2019 im Sinn von § 205 lit. d PBG formell unter Denkmalschutz gestellt. Die Beschwerdegegnerin als zuständige kantonale Behörde im Sinn von Art. 25 Abs. 2 RPG geht sodann gestützt auf den Mitbericht der kantonalen Denkmalpflege vom 21. Januar 2021 jedenfalls im Grundsatz von einem Schutzobjekt ("Kulturdenkmal" bzw. "Baudenkmal"; "Schutzobjekt") und damit von einer (auch) materiell bzw. bundesrechtlich als schützenswert zu betrachtenden Baute aus. Das anerkennt auch der Beschwerdeführer. Der Beizug der kantonalen Denkmalpflege zur von der Beschwerdegegnerin zu beurteilenden Frage der materiellen Schutzwürdigkeit des Gebäudes ist nicht zu beanstanden. Die Betitelung der Bauverweigerung vom 14. Juni 2021 (auch) mit der Überschrift "[…] im Geltungsbereich einer überkommunalen Schutzanordnung" ist – wie die Vorinstanz zu Recht festhielt (act 4 E. 4.5.1) und worauf in Anwendung von § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG verwiesen werden kann – ein offensichtliches Versehen. Inhaltlich ging die Beschwerdegegnerin stets (nur) von einem kommunalen Schutzobjekt aus. 4.2.3 Gestützt auf das Gutachten der F GmbH vom 2. September 2016 ist das Vorliegen einer materiell als schützenswert zu anerkennenden Baute nicht zu beanstanden.”
Die Beurteilung der Zonenkonformität und die Entscheidung über die Erteilung von Ausnahmebewilligungen für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen obliegt der kantonalen Behörde; die Gemeinde darf diese Entscheide nicht vorwegnehmen.
“Nach Art. 87 Abs. 3 Satz 1 KRG überweist die kommunale Baubehörde Gesuche für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen (BAB-Gesuch), bei denen sie die Voraussetzungen für eine Baubewilligung und eine BAB-Bewilligung als erfüllt betrachtet, mit begründetem Antrag auf Erteilung der BAB-Bewilligung der Fachstelle (vgl. auch Art. 47 Abs. 1 KRVO). Andernfalls weist sie das Gesuch von sich aus ab (Art. 87 Abs. 3 Satz 2 KRG). Art. 25 Abs. 2 RPG (SR 700) sieht vor, dass die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet, ob sie zonenkonform sind oder für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Das Bundesgericht hat im Urteil 1C_170/2024 vom 5. März 2025 geprüft, ob Art. 87 Abs. 3 KRG mit Art. 25 Abs. 2 RPG vereinbar ist. Es kam (zusammengefasst) zu folgendem Schluss: Der Wortlaut sowie der Sinn und Zweck von Art. 25 Abs. 2 RPG sprechen somit für eine bundesrechtliche Pflicht, die zuständige kantonale Behörde bei sämtlichen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone beizuziehen. Auch die Entstehungsgeschichte bietet keinen Anlass, davon abzuweichen [ ... ]. Die neue Formulierung von Art. 25 Abs. 2 RPG verdeutlicht, dass die Zonenkonformität bzw. Ausnahmebewilligungsfähigkeit einer Baute oder Anlage ausserhalb der Bauzonen von einer kantonalen und nicht von einer kommunalen Behörde beurteilt werden muss. Daraus ergibt sich, dass nicht nur die Bewilligung bzw. Zustimmung, sondern auch deren Verweigerung durch die kantonale Fachbehörde zu erfolgen hat und nicht von der Gemeinde vorweggenommen werden darf.”
“Zur streitigen Fragestellung finden sich nur wenige Literaturstellen. In dem von der Vorinstanz zitierten RPG-Kommentar (Ausgabe 2010) wird (noch) die Meinung vertreten, eine positivrechtliche Regelung im kantonalen Recht, wonach ein negativer Antrag nicht an die kantonale Behörde weitergeleitet werden müsse, sondern umgehend der Beschwerde unterliege, sei mit Art. 25 Abs. 2 RPG vereinbar (vgl. RUCH, RPG-Kommentar, 2010, N. 30 zu Art. 25 RPG; so auch noch Urteil 1C_200/2012 vom 17. Dezember 2012 E. 3.2). Hierzu ist allerdings anzumerken, dass diese Kommentierung inhaltlich mit der Fassung des RPG-Kommentars aus dem Jahr 1999 übereinstimmt und sich - wohl versehentlich - noch auf den alten Gesetzestext von aArt. 25 Abs. 2 RPG bezieht. In der neuesten Ausgabe des RPG-Kommentars (2020) wird - mit Blick auf den heutigen Gesetzestext von Art. 25 Abs. 2 RPG - indessen die gegenteilige Auffassung vertreten. Es wird davon ausgegangen, die Gemeinde könne nicht selbstständig über Gesuche für Vorhaben ausserhalb der Bauzone entscheiden, sondern die kantonale Behörde sei selbst "Bewilligungsinstanz"; sie müsse die Prüfungen der Zonenkonformität und die Ausnahmemöglichkeiten vornehmen und die Entscheide treffen. Denkbar seien zwei Varianten des Vorgehens: (1) Die kantonale Behörde prüfe das Gesuch eigenständig und treffe die Entscheide nach Anhören der Gemeindebehörden; (2) Die Gemeindebehörden würden das Bau- und Ausnahmegesuch bearbeiten und Antrag an die kantonale Behörde stellen.”
Die zuständige kantonale Behörde entscheidet nicht nur über Zonenkonformität oder die Erteilung einer Ausnahmebewilligung, sondern hat im Rahmen dieses Entscheids auch materielle Voraussetzungen zu prüfen. Dazu gehört insbesondere die Prüfung der materiellen Schutzwürdigkeit formell unter Schutz gestellter Bauten; ferner sind einschlägige raum‑ und umweltschutzrechtliche Vorgaben (z. B. NHG) zu berücksichtigen.
“Die Unterschutzstellung von materiell schützenswerten Bauten im Sinne von Art. 24d Abs. 2 RPG richtet sich nach dem kantonalen Recht. Das Bundesrecht enthält diesbezüglich - im Unterschied zur Unterschutzstellung von Bauten im Sinne von Art. 39 Abs. 2 RPV - grundsätzlich keine verfahrensrechtlichen Vorgaben. Erforderlich ist nach Art. 24d Abs. 2 RPG immerhin, dass die materielle Schutzwürdigkeit der Baute in einem formellen Verfahren nach objektiv-fachlichen Kriterien festgestellt wird (vgl. MUGGLI, a.a.O., N. 23 zu Art. 24d RPG; AB 1997 S 217). Im kantonalen Ausnahmebewilligungsverfahren ist zu prüfen, ob der Schutz der Baute, deren Zweck geändert werden soll, im Lichte von Art. 24d Abs. 2 RPG materiell gerechtfertigt ist (vgl. Art. 25 Abs. 2 RPG; MUGGLI, a.a.O., N. 23 zu Art. 24d RPG; Botschaft vom 22. Mai 1996 zu einer Teilrevision des Bundesgesetzes über die Raumplanung [RPG], BBl 1996 III 542). Dies gilt auch, wenn die formelle Unterschutzstellung bereits rechtskräftig ist (vgl. WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., N. 13 zu Art. 24d RPG). Das Bundesgericht prüft die materielle Schutzwürdigkeit im Sinne von Art. 24d Abs. 2 RPG grundsätzlich frei, handelt es sich doch um eine der bundesrechtlichen Voraussetzungen für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach der Regelung von Art. 24d Abs. 2 und 3 RPG (Art. 95 lit. a BGG; vgl. MUGGLI, a.a.O., N. 23 zu Art. 24d RPG). Es auferlegt sich jedoch eine gewisse Zurückhaltung, soweit es um spezifische örtliche Besonderheiten geht, welche die kantonalen Behörden besser kennen. BGE 147 II 465 S. 473”
“Die bundesrechtliche Natur der Vorschrift von Art. 24d Abs. 2 RPG schliesst damit aus, dass Bauten umgenutzt werden können, die bloss nach kantonalem oder kommunalem Recht formell unter Schutz gestellt worden sind, jedoch materiell gar keinen besonderen Wert aufweisen. Die materielle Schutzwürdigkeit bildet deshalb, was bereits die Vorinstanz explizit festhielt, Prüfungsgegenstand des kantonalen Ausnahmebewilligungsentscheids (zum Ganzen, auch zum Nachfolgenden, Rudolf Muggli in: Heinz Aemisegger/Pierre Moor/Alexander Ruch/Pierre Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, Zürich etc. 2017, Art. 24d N. 22 ff.; Bernhard Waldmann/Peter Hänni, Handkommentar, RPG 2006, Art. 24d N. 12 ff.; Chantal Dupré, Kommentar zum Bundesgesetz über die Raumplanung, Zürich etc. 2010, Art. 24d N. 34 ff.). 4.2 4.2.1 Erste Voraussetzung des Ausnahmebewilligungstatbestands ist das Vorliegen einer formell unter Schutz gestellten (Art. 24d Abs. 2 lit. a RPG) und von der zuständigen kantonalen Behörde (Art. 25 Abs. 2 RPG) überdies auch materiell als schützenswert anerkannten Baute und Anlage ausserhalb der Bauzone (Art. 24d Abs. 2 Einleitungssatz RPG). 4.2.2 Das streitbetroffene Gebäude wurde mit zwischen dem Mitbeteiligten 1 und dem Beschwerdeführer ausgehandelten Schutzvertrag vom 15. April 2019 im Sinn von § 205 lit. d PBG formell unter Denkmalschutz gestellt. Die Beschwerdegegnerin als zuständige kantonale Behörde im Sinn von Art. 25 Abs. 2 RPG geht sodann gestützt auf den Mitbericht der kantonalen Denkmalpflege vom 21. Januar 2021 jedenfalls im Grundsatz von einem Schutzobjekt ("Kulturdenkmal" bzw. "Baudenkmal"; "Schutzobjekt") und damit von einer (auch) materiell bzw. bundesrechtlich als schützenswert zu betrachtenden Baute aus. Das anerkennt auch der Beschwerdeführer. Der Beizug der kantonalen Denkmalpflege zur von der Beschwerdegegnerin zu beurteilenden Frage der materiellen Schutzwürdigkeit des Gebäudes ist nicht zu beanstanden. Die Betitelung der Bauverweigerung vom 14. Juni 2021 (auch) mit der Überschrift "[…] im Geltungsbereich einer überkommunalen Schutzanordnung" ist – wie die Vorinstanz zu Recht festhielt (act 4 E.”
“Im gleichen Sinne kann der in Art. 35 FMG gewährte Anspruch auf die Bewilligung der Sondernutzung von Boden im Gemeingebrauch zur Verlegung von Fernmeldeleitungen nicht dazu führen, dass für diese Leitungen die bundesrechtlichen raumplanerischen und umweltschutzrechtlichen Regelungen bezüglich der Errichtung von Bauten und Anlagen nicht gelten sollen (vgl. RÜSSLI, a.a.O., S. 362). Zu diesen Regelungen gehört Art. 22 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451), der bei Bauvorhaben, die zu einer Beseitigung der Ufervegetation führen, eine Bewilligung der zuständigen kantonalen Behörde verlangt. Gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG entscheidet die zuständige BGE 150 II 489 S. 502 kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Die damit verlangte kantonale Mitwirkung für bewilligungspflichtige bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone ist für die Einhaltung des raumplanungsrechtlichen Trennungsprinzips grundlegend (Urteil 1C_709/2020 vom 24. August 2021 E. 4.2.2 mit Hinweisen). Sie soll die einheitliche und rechtsgleiche Beurteilung von Ausnahmegesuchen durch eine fachlich kompetente, den Gemeinden übergeordnete Behörde sicherstellen (BGE 128 I 254 E. 3.5 und 3.8.4). Mit dieser Zielsetzung wäre nicht vereinbar, für die Verlegung von Fernmeldeleitungen im Gemeindeboden ausserhalb der Bauzonen die kommunale Bewilligung der Sondernutzung dieses Bodens gemäss Art. 35 FMG genügen zu lassen, zumal darauf ein Anspruch besteht, wenn der Gemeingebrauch des Bodens nicht beeinträchtigt wird. Davon geht auch die Beschwerdeführerin aus, wenn sie in ihrer Replik ausführt, die Bewilligungen im Sinne von Art.”
Die Kantone regeln Zuständigkeiten und Verfahren der Raumplanung (Art. 25 Abs. 1 RPG). Zu diesen verfahrensrechtlichen Aufgaben gehört die Gewährleistung der Beteiligung der Bevölkerung sowie des rechtlichen Gehörs Dritter. Die Publikation bzw. öffentliche Auflage von Plänen und Baugesuchen dient dabei der Wahrung der Rechte Drittbetroffener. Kantonales Recht kann vorsehen, bei unbedeutenden Projektänderungen, die keine Interessen Dritter berühren, von einer öffentlichen Auflage abzusehen (vgl. kantonale Bestimmungen etwa im Kanton Wallis).
“Soweit die Beschwerdeführenden beanstanden, die Änderungen seien nicht ordentlich publiziert worden, bemängeln sie primär einen verfahrensrechtlichen Aspekt zur Sicherung des rechtlichen Gehörs. Die Publikation eines Baugesuchs dient an sich Drittbetroffenen zur Wahrung ihrer Rechte (DAVID DUSSY, in: Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, 2016, Rz. 7.115) und betrifft damit einen verfahrensrechtlichen Aspekt zur Sicherung des rechtlichen Gehörs, welcher grundsätzlich durch die Kantone gewährleistet wird (vgl. Art. 25 Abs. 1 RPG). Wie auch vorliegend, werden die der Baueingabe zugehörigen Projektpläne während des Verfahrens häufig geändert oder ergänzt, sei es um Einwänden der Gemeinde oder von Einsprechenden Rechnung zu tragen, oder weil der Gesuchstellende sein Vorhaben ändern will. Es fragt sich, wieweit und unter welchen Voraussetzungen solche Änderungen zulässig sind (ausführlich dazu ZAUGG/LUDWIG, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl. 2020, N. 12 Art. 32-32d). Die Bestimmungen im Kanton Wallis sehen vor, dass für unbedeutende Arbeiten und Projektänderungen, die keine Interessen Dritter betreffen, von einer öffentlichen Auflage abgesehen werden kann (Art. 42 Abs. 3 des Baugesetzes des Kantons Wallis vom 15. Dezember 2016 [BauG/VS; SGS 705.1]). Art. 45 Abs. 1 der Bauverordnung des Kantons Wallis vom 22. März 2017 (BauV/VS; SGS 705.100) präzisiert, dass bei einer Projektänderung von einer öffentlichen Auflage abgesehen werden könne, wenn das Bauvorhaben in seinen Hauptmerkmalen gleich bleibt.”
“5) La recourante estime que le principe de la participation de la population à l’aménagement du territoire a été violé, car le plan modifié aurait dû être soumis à une nouvelle enquête publique en raison des modifications apportées et de la durée prise pour l’adoption du plan. La recourante invoque également la durée prise par la procédure, les six ans entre la mise à l’enquête publique et la première procédure d’opposition intervenue en 2016 ainsi que l’adoption du PDZIA G______ le 4 mai 2022. a. Aux termes de la LAT, les autorités chargées de l’aménagement du territoire renseignent la population sur les plans dont la LAT prévoit l’établissement, sur les objectifs qu’ils visent et sur le déroulement de la procédure. Elles veillent également à ce que la population puisse participer de manière adéquate à l’établissement des plans (art. 4 al. 1 et 2 LAT). Les plans d’affectation sont mis à l’enquête publique (art. 33 al. 1 LAT). Il appartient aux cantons de régler la compétence et la procédure d’adoption et de recours, notamment s’agissant des plans d’affectation su sol (art. 25 al. 1 LAT). Le projet de PDZIA est soumis à une enquête publique d’au moins trente jours (art. 6 al. 1 et 2 LGZD applicable par renvoi de l’art. 5 al. 3 LZIAM), pendant laquelle chacun peut adresser au département ses observations (art. 6 al. 3 LGZD). Ces dernières sont ensuite transmises à la commune, qui communique son préavis sur le projet de plan (art. 6 al. 4 et 5 LGZD). À l’issue du délai référendaire, le projet est soumis à la procédure d’opposition (art. 6 al. 8 et 9 LGZD), au terme de laquelle le Conseil d’État statue sur les oppositions, le cas échéant modifie le projet et adopte ensuite le plan (art. 6 al. 10 LGZD). Dans l’hypothèse où une commune a formé une opposition au projet et que le Conseil d’État entend la rejeter, il en saisit préalablement le Grand Conseil qui statue sur celle-ci, sous forme de résolution. Si l’opposition est acceptée, le Conseil d’État doit modifier le plan en conséquence (art. 6 al. 11 LGZD). La chambre de céans a déjà jugé que cette procédure assurait une large participation de la population et était conforme aux exigences de la LAT (ATA/441/2006 du 31 août 2006 consid.”
Für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone entscheidet die zuständige kantonale Behörde auch über das Gesuch um eine besondere Bewilligung. In der Praxis wird diese Spezialbewilligung im Verfahren zur Baubewilligung durch die kantonale Behörde erteilt; die Behörde prüft das Gesuch und trifft die entsprechende Entscheide.
“1 LAT tous les aménagements durables et fixes créés par la main de l'homme, exerçant une incidence sur l'affectation du sol, soit parce qu'ils modifient sensiblement l'espace extérieur, soit parce qu'ils chargent l'infrastructure d'équipement ou soit encore parce qu'ils sont susceptibles de porter atteinte à l'environnement. La procédure d'autorisation doit permettre à l'autorité de contrôler, avant la réalisation du projet, sa conformité aux plans d'affectation et aux réglementations applicables. Pour déterminer si l'aménagement prévu est soumis à cette procédure, il faut évaluer si, en général, d'après le cours ordinaire des choses, il entraînera des conséquences telles qu'il existe un intérêt de la collectivité ou des voisins à un contrôle préalable (ATF 119 Ib 222 consid. 3a; voir aussi ATF 123 II 256 consid. 3; 120 Ib 379 consid. 3c). L'obligation du permis s'étend également aux changements d'affectation de locaux, aux remblais et déblais, à la démolition de constructions et installations et à l'exploitation de matériaux (art. 135 al. 2 LATeC). Depuis le 1er janvier 1980, l'octroi d'une autorisation par une autorité cantonale en cas de constructions hors zone à bâtir est désormais consacré à l'art. 25 LAT. En application de l'art. 136 LATeC, cette autorisation spéciale est délivrée par la DAEC lors de la procédure de permis de construire (cf. art. 59 de l'ancienne version de la LATeC entrée en vigueur le 1er juillet 1984). 2.3. Conformément à la maxime inquisitoire, qui prévaut en droit public, l'autorité définit les faits pertinents et ne tient pour existants que ceux qui sont dûment prouvés; elle oblige notamment les autorités compétentes à prendre en considération d'office l'ensemble des pièces pertinentes qui ont été versées au dossier. Elle ne dispense pas pour autant les parties de collaborer à l'établissement des faits (arrêt TF 1C_2/2020 du 13 mai 2020 consid. 3.1 et la jurisprudence citée notamment ATF 148 II 248 consid. 3.5); il leur incombe d'étayer leurs propres thèses, de renseigner le juge sur les faits de la cause et de lui indiquer les moyens de preuves disponibles (ATF 128 III 411 consid. 3.2.1; arrêt TF 5A_762/2013 du 27 mars 2014 consid. 4.1), spécialement lorsqu'il s'agit d'élucider des faits qu'elles sont le mieux à même de connaître (arrêts TF 1C_582/2012 du 9 juillet 2013 consid.”
Fehlt die kantonale Genehmigung, kann eine von der Gemeinde erteilte Bewilligung für ein ausserhalb der Bauzone gelegenes Bauvorhaben keine Wirkung entfalten; sie gilt in der Rechtswirklichkeit als radikal nichtig. Eine nachträgliche Legalisierung ist nur im Rahmen der von der Kantonsbehörde zu entscheidenden Ausnahmebewilligung (Art. 24 ff.) möglich.
“et si le terrain est équipé (let. b). L'art. 103 LATC prévoit qu'aucun travail de construction ou de démolition, en surface ou en sous-sol, modifiant de façon sensible la configuration, l'apparence ou l'affectation d'un terrain ou d'un bâtiment, ne peut être exécuté avant d'avoir été autorisé (al. 1). Aux termes de l'art. 25 al. 2 LAT, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Dans ce cadre, l'art. 120 al. 1 let. a LATC, prévoit que les constructions hors des zones à bâtir ne peuvent être construites, reconstruites, agrandies, transformées ou modifiées dans leur destination, sans autorisation spéciale; l'autorité compétente est le département cantonal (cf. art. 81 al. 1 et 121 let. a LATC). Dans le canton de Vaud, la DGTL (respectivement l'ancien SDT dans le cas présent) est l'autorité compétente selon l'art. 25 al. 2 LAT pour décider si les projets situés hors de la zone à bâtir sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 4 al. 3 let. a LATC). Sans autorisation cantonale préalable, un permis de construire délivré par une commune hors de la zone à bâtir ne peut déployer aucun effet. Il est radicalement nul (ATF 132 II 21 consid. 3.2.2; 111 Ib 213 consid. 5; TF 1C_537/2011 du 26 avril 2012 consid. 2.2.1; CDAP AC.2019.0203 du 2 juin 2020 consid. 3a et les références citées).”
“Aux termes de l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. Cette exigence s'applique à l'ouvrage litigieux; du reste, la municipalité a considéré en 2011 que la construction du couvert nécessitait une autorisation. Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, il incombe à l'autorité cantonale compétente – le département chargé de l'aménagement du territoire, auquel est rattachée la DGTL – de décider s'ils sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 25 al. 2 LAT, art. 81, 120 al. 1 let. a et 121 al.1 let. a de la loi du 4 décembre 1985 sur l'aménagement du territoire et les constructions [LATC; BLV 700.11]; AC.2022.0241 du 15 juillet 2024 consid. 4a). Il n'est pas contesté que le couvert litigieux, accolé à un bâtiment d'habitation qui n'est pas nécessaire pour l'exploitation agricole d'un domaine, n'est pas conforme à l'affectation de la zone agricole. Une autorisation cantonale a posteriori (régularisation) ne pourrait être délivrée que dans le cadre d'une dérogation selon les art. 24 ss LAT. La validité de l'autorisation municipale du 5 septembre 2011 est subordonnée à l'octroi par la DGTL de cette autorisation spéciale.”
“Cet intérêt peut être juridique ou de fait et englobe ainsi aussi les intérêts économiques de la partie, pour autant que le recours vise à empêcher autre chose qu'une simple prolongation de la procédure ou son renchérissement. Si l'on peut exiger que le désavantage que doit subir le recourant présente un certain poids, il n'est pas nécessaire cependant que le préjudice soit d'une importance existentielle (cf. pour le tout, arrêt TC FR 602 2021 59 du 7 juillet 2021 consid. 2.1 et les références citées); qu'en l'espèce, du moment que le recourant conteste le principe même de l'obligation de permis de construire pour les aménagements effectués en zone agricole, il y a lieu, essentiellement pour des raisons d'économie de procédure, d'entrer en matière sur son recours afin de clarifier la situation sans attendre une prochaine procédure de rétablissement de l'état de droit ouverte par la DIME et fondée sur l'absence d'autorisation spéciale; que selon l'art. 22 al. 1 de la loi du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire (LAT; RS 700), aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente; que l'art. 25 al. 2 LAT dispose que, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. La jurisprudence du Tribunal fédéral (arrêt TF 1C_486/2015 du 24 mai 2016 consid. 3.1. et références citées) précise, s'agissant de cette exigence, que, sans autorisation cantonale préalable, un permis de construire délivré par une commune hors de la zone à bâtir ne peut déployer d'effet. L'autorisation cantonale est un élément constitutif indispensable de l'application de l'art. 24 LAT. Si l'approbation cantonale ne peut être obtenue après coup, le permis communal est radicalement nul (cf. ATF 111 Ib 213 consid. 5b; voir aussi arrêt TF 1A.211/1999 du 27 septembre 2000 consid. 4c). Avec la mise en vigueur le 24 mars 1972 de l'arrêté fédéral du 17 mars 1972 instituant des mesures urgentes en matière d'aménagement du territoire et le 18 juillet 1972 de l'arrêté cantonal d'exécution y relatif, l'exigence d'une autorisation spéciale de la part de l'autorité cantonale a été introduite dans le canton de Fribourg.”
Fehlt die Voraussetzung der Gutgläubigkeit, schützt eine jahrelange Duldung durch kantonale oder kommunale Behörden grundsätzlich nicht gegen die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Die Notwendigkeit der kantonalen Mitwirkung nach Art. 25 Abs. 2 RPG darf in der Regel als bekannt vorausgesetzt werden; Baubewilligungen ohne die erforderliche kantonale Zustimmung sind grundsätzlich nichtig, sodass allein aus einer Ortszusage bzw. aus einer Duldung kein Schutz folgt, wenn Gutglauben fehlt.
“Le recourant, qui se prévaut de sa bonne foi, ne peut rien tirer des autorisations ou des garanties orales qui ont été délivrées par la municipalité à l'ancien propriétaire: celles-ci l'ont été par une autorité incompétente (art. 25 al. 2 LAT; TF 1C_182/2023 du 16 août 2024 consid. 4.6 et les références), vice sanctionné par leur nullité. Contrairement à ce qu'il semble sous-entendre, le désassujettissement de la parcelle no 4520 à la loi fédérale sur le droit foncier rural du 4 octobre 1991 (LDFR; RS 211.412.11) n'a pas pour effet d'attribuer ce bien-fonds à la zone constructible ou encore d'exclure un retour à sa vocation agricole, ce à défaut de mesure de planification au sens de la LAT. Cet élément demeure en l'espèce sans pertinence: aussi le principe cardinal de la séparation entre territoire construit et non construit conserve-t-il sa pleine vigueur (TF 1C_182/2023 précité consid. 4.3). Le recourant ne peut par ailleurs pas déduire du fait que l'autorité cantonale compétente s'est désintéressée des travaux exécutés sur la parcelle no 4520 une assurance particulière quant au maintien des ouvrages et aménagements réalisés sans droit en zone agricole; sa bonne foi, fût-elle établie, ne saurait le protéger contre une intervention de l'autorité de surveillance destinée à rétablir une situation conforme au droit lorsque cette intervention est conforme au principe de la proportionnalité (TF 1C_182/2023 précité consid.”
“Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kann sich aus Vertrauensschutzgründen insbesondere dann als unzulässig erweisen, wenn die Baupolizeibehörden den baurechtswidrigen Zustand über Jahre hinaus duldeten, obschon ihnen die Gesetzeswidrigkeit bekannt war oder sie diese bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt hätten kennen müssen. Darauf kann sich nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aber nur berufen, wer selbst im guten Glauben handelte, sprich bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt annehmen durfte, zur Bauausführung oder Nutzung berechtigt zu sein (BGE 136 II 359 E. 7.1; Urteile 1C_510/2023 vom 16. April 2024 E. 5.5; 1C_280/2022 vom 15. März 2024 E. 4.2 und 4.7.3; je mit Hinweisen). Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, darf die Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone (Art. 25 Abs. 2 RPG) grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt werden (vgl. statt vieler Urteil 1C_78/2023 vom 30. Oktober 2023 E. 4.3 mit Hinweisen). Zudem ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid, den Beschwerdeführenden sei der Zonengrenzverlauf bei der Errichtung der Weganlage bewusst gewesen. Die Beschwerdeführenden führen demgegenüber keine überzeugenden Argumente ins Feld, die für ihre Gutgläubigkeit sprechen würden. Bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt hätten sie erkennen müssen, dass die Errichtung des befestigten Fusswegs auf dem ausserhalb der Bauzone gelegenen Teil ihrer Parzelle einer (Ausnahme-) Bewilligung des zuständigen kantonalen Amts bedurft hätte. Folglich vermögen sie sich von vornherein nicht auf die behauptete jahrelange Duldung des rechtswidrigen Zustands im Sinne eines Vertrauenstatbestands zu berufen.”
“Zunächst ist zu bemerken, dass sich ein allfällig bestehender Vertrauensschutz nicht auf das Hühnerhaus erstrecken kann, zumal dessen Standort nachträglich geändert worden ist und die heutige Situation also nicht mit der gemeindlichen Bewilligung übereinstimmt. Die Rüge betreffend Treu und Glauben der Beschwerdeführenden kann also von vornherein nur bezüglich des Gewächshauses geprüft werden. Die oben erwähnten Bedingungen sind jedoch nicht erfüllt. Insbesondere konnten die Beschwerdeführenden nicht von der Richtigkeit der behördlichen Information, d.h. der Baubewilligung der Gemeinde, ausgehen, sondern mussten deren Unrichtigkeit erkennen. Die Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone (Art. 25 Abs. 2 RPG) darf gemäss langjähriger bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt werden (Urteile 1C_260/2021, 1C_262/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1; 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2; 1C_403/2008 vom 23. Oktober 2008 E. 3.3). In der Tat sind Baubewilligungen, die ohne die Zustimmung der kantonalen Bewilligungsbehörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG gewährt wurden, grundsätzlich nichtig (BGE 128 I 254 E. 3.1; 111 Ib 213 E. 5b; Urteile 1C_260/2021, 1C_262/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1; 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2 und 1C_500/2016 vom 30. Mai 2017 E. 3.1, je mit Hinweisen). Ausserdem steht einer Berufung auf den Vertrauensschutz im vorliegenden Fall die Verwirklichung des fundamentalen raumplanerischen Grundsatzes der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet als erhebliches öffentliches Interesse entgegen (Urteil 1C_79/2022 vom 30. September 2022 E. 8.3). Die Rüge der Verletzung von Treu und Glauben der Beschwerdeführenden ist somit unbegründet.”
Fehlende kantonale Zustimmung stellt einen verfahrensrechtlichen Mangel dar, der nachträglich geheilt werden kann, sofern die Baute nicht materiell rechtswidrig ist. Bei wesentlichen Änderungen einer bewilligten Anlage ist die Standortgebundenheit der gesamten Anlage erneut zu prüfen. Gemeinden sind befugt, den rechtmässigen Zustand bei Verstössen gegenüber einer gestützt auf Art. 25 Abs. 2 RPG erteilten Ausnahmebewilligung wiederherzustellen.
“Wie es sich damit im Einzelnen verhält, muss indes nicht abschliessend beurteilt werden; ebenso kann auf Ausführungen zur Zuständigkeit des Tiefbauamts des Kantons Bern (TBA) anstelle des AGR verzichtet werden, welche die Beigeladenen thematisieren («rein wasserbauliche Angelegenheit»; act. 7 S. 5 ff.). 2.2.2 Das Bundesgericht hat mehrfach erwogen, dass eine Baubewilligung ohne Zustimmung der kantonal zuständigen Behörde nichtig sei, da sie unentbehrliches, konstitutiv wirkendes Element der Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG darstelle (BGE 111 Ib 213 E. 5b, bestätigt mit BGE 128 I 254 E. 3.1; BGer 1C_709/2020 vom 24.8.2021 E. 4.2.2, 1C_566/2019 vom 5.8.2020 E. 5.2). Die Baubewilligungsbehörde ist denn auch im Sinn von Art. 40 Abs. 2 VRPG offensichtlich unzuständig, alleine eine solche Ausnahmebewilligung zu erteilen (Michel Daum, a.a.O., Art. 40 N. 20 mit Hinweis auf die genannten BGE). Das Bundesgericht hat indes auch entschieden, die kantonale Behörde könne dem Vorhaben nachträglich zustimmen (BGE 111 Ib 213 E. 5b), da eine ohne deren Zustimmung erteilte Baubewilligung nur dann nichtig und damit in jeder Hinsicht unwirksam sei, wenn sie auch materiell rechtswidrig ist (vgl. allgemein BGE 133 II 181 E. 5.1.3 am Ende, mit Hinweisen; zu Art. 25 Abs. 2 RPG BGE 132 II 21 E. 3; BGer 1C_404/2009 vom 12.5.2010, in Pra 100/2011 Nr. 16 E. 2.2, 1A.211/1999 vom 27.9.2000 E. 4c; Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 25 N. 37). Daraus folgt, dass der verfahrensrechtliche Mangel der fehlenden Zustimmung allein nicht derart gravierend ist, dass er nicht geheilt werden könnte. Entscheidend ist vielmehr die Frage nach der materiellen Rechtswidrigkeit. Entgegen den Beschwerdeführenden ist nicht einsichtig, weshalb das nur bei der nachträglichen Bewilligung von bereits erstellten Bauten und Anlagen zutreffen sollte (Beschwerde S. 8). Zwar mag die Rechtssicherheit ungleich stärker betroffen sein, wenn eine bereits ausgeübte Baubewilligung zur Diskussion steht. Die Schwere des Mangels an sich ist deshalb aber nicht anders zu beurteilen. Das Bundesgericht hat das Kriterium der materiellen Rechtswidrigkeit in den erwähnten Urteilen denn auch nicht spezifisch im Rahmen der Abwägung zwischen den Interessen der Rechtssicherheit und der Anwendung des richtigen Rechts erwähnt, sondern ganz allgemein.”
“und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b). Nach Art. 25 Abs. 2 RPG entscheidet die kantonale Behörde – im Kanton St. Gallen das AREG –, ob für ein nicht zonenkonformes Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Die Rechtskraft einer früheren Bewilligung erfasst nur die bewilligte Anlage (Art. 24c RPG). Bei einer wesentlichen Änderung der bewilligten Anlage ist die Standortgebundenheit der gesamten Anlage erneut zu überprüfen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung stellt der Ausbau bzw. die Erweiterung einer Mobilfunkantenne mit einem neuen Frequenzband und einer Erhöhung der Sendeleistung (in jenem Fall um 2'400 Watt) keine massvolle Erweiterung im Sinn von Art. 24c Abs. 2 RPG, sondern eine wesentliche Änderung dar, welche die Voraussetzungen der Standortgebundenheit nach Art. 24 RPG erfüllen muss (BGE 133 II 409 E. 3). Allerdings führt die Verneinung der Standortgebundenheit in einem solchen Fall – sofern keine Widerrufsgründe vorliegen – nur zur Verweigerung des Änderungsgesuchs und nicht zur Beseitigung der rechtskräftig bewilligten bestehenden Anlage (BGE 133 II 409 E.”
“Zu klären ist vor diesem Hintergrund vorliegend die Frage, ob dem Bauausschuss Unterengstringen – wie von den Beschwerdeführenden vorgebracht – die Kompetenz zum Erlass des strittigen Abbruchbefehls gefehlt hat. 2.3.1 Bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG zunächst die zuständige kantonale Behörde über die Zonenkonformität bzw. die Erteilung einer Ausnahmebewilligung. Gemäss § 2 lit. c des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG, LS 700.1) sind sodann die Gemeinden für die erstinstanzliche Gesetzesanwendung in Bausachen zuständig, bei Bauten ausserhalb der Bauzonen also insbesondere für die Prüfung der weiteren (über Art. 25 Abs. 2 RPG hinausgehenden) Bewilligungsvoraussetzungen (vgl. Alain Griffel, Raumplanungs- und Baurecht, Zürich/St. Gallen 2017, S. 124 f.; vgl. zur Koordination der kantonalen und der kommunalen Bewilligung im vorliegenden Fall Bst. A hiervor). Gestützt auf § 2 lit. c in Verbindung mit § 341 PBG sind die Gemeinden sodann auch dazu berufen, bei Verstössen gegen eine gestützt auf Art. 25 Abs. 2 RPG erteilte Ausnahmebewilligung den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen (VGr, 26. August 2010, VB.2010.00232, E. 3.1; zur diesbezüglichen bundesrechtlichen Verpflichtung der zuständigen kantonalen und kommunalen Behörden BGE 147 II 309 E. 5.5; VGr, 1. Juli 2021, VB.2020.00856, E. 6.2). Entsprechend wird die Zuständigkeit der Gemeinde Unterengstringen für den Erlass der Abbruchverfügung von den Beschwerdeführenden zu Recht nicht infrage gestellt. Strittig ist hingegen, welches Organ innerhalb der Gemeinde Unterengstringen verfügen durfte. Diese Frage richtet sich nach dem kantonalen und kommunalen Gemeinderecht. 2.3.2 Nach § 5 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 des Gemeindegesetzes vom 20. April 2015 (GG, LS 131.1) zählt zu den Gemeindeorganen unter anderem der Gemeindevorstand, wobei die Gemeindeordnung auch eine andere Bezeichnung vorsehen kann (§ 5 Abs. 2 GG). Der Gemeindevorstand ist die oberste Behörde der Gemeinde und zuständig für die politische Planung und Führung (§ 48 Abs. 1 GG). Ausserdem besorgt er alle Angelegenheiten, soweit das kantonale Recht oder die Gemeindeordnung sie keinem anderen Organ zuweist (§ 48 Abs.”
Bei nebeneinander ergangenen Entscheiden handelt es sich um selbständige Verfügungen mit eigenen Rechtsmittelbelehrungen; deshalb können für die jeweiligen Bewilligungen parallele, gleichzeitig laufende Rechtsmittelfristen bestehen.
“Der erst in der Replik und mithin nach Ablauf der Rekursfrist gestellte Antrag auf Aufhebung auch dieser Bewilligung wurde verspätet gestellt. Dass die kantonale Bewilligung in der kommunalen Baubewilligung zum "in- tegrierenden Bestandteil" der kommunalen Baubewilligung erklärt wurde, än- dert nichts daran, dass es sich um zwei verschiedene Anordnungen bzw. Bewilligungen handelt. Letzteres wird dadurch unterstrichen, dass sie über verschiedene Rechtsmittelbelehrungen verfügen. Die Bezeichnung als "Be- standteil" hebt hervor, dass die Nebenbestimmungen beider Verfügungen eingehalten werden müssen, was insbesondere im Zusammenhang mit der Erteilung der Baufreigabe relevant ist (vgl. VB.2022.00012 vom 30. Juni 2022, E. 3.2.2). Wenn nun eine spezifisch die raumplanungsrechtliche Ausnahmebewilligung betreffende Antragstellung verlangt wird, wird damit nicht gegen Art. 25 oder Art. 25a des Raumplanungsgesetzes (RPG) verstossen. Die Bewilligungen des Gemeinderates sowie der Baudirektion wurden unter Berücksichtigung der Zuständigkeitsordnung von Art. 25 RPG erlassen sowie in Nachachtung des in Art. 25a RPG statuierten Koordinationsgebots gemeinsam eröffnet R4.2023.00103 Seite 10 und konnten innert für beide Entscheide parallellaufender Rechtsmittelfrist angefochten werden. Es stellt schliesslich keinen überspitzten Formalismus dar, wenn bei anwaltlich vertretenen Rekurrierenden auf deren klaren Re- kursantrag abgestellt wird, ohne dass die Begründung herangezogen wird (VB.2022.00012 vom 30. Juni 2022, E. 3.3). 6.3. Auf die Ausführungen der Rekurrierenden A betreffend die Verfügung der Baudirektion Kanton Zürich vom 24. August 2022 ist daher nicht einzugehen. Wie sich aus dem Folgenden ergibt, wird diese Verfügung indes von den Rekurrierenden B angefochten, weshalb die Verfügung der Baudirektion oh- nehin zu überprüfen ist. 7.1. Die Rekurrierenden B sind der Auffassung, dass das Bauvorhaben nicht zo- nenkonform sei. In der Landwirtschaftszone seien nur Bauten und Anlagen zulässig, welche einen landwirtschaftlichen Zweck hätten. Die geplante An- lage soll primär nur den externen Nutzern der Verbindungsstrasse zwischen X, I und J bzw.”
Kantonale und kommunale Behörden verfügen für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone über parallele Zuständigkeiten in Bezug auf Landschaftsschutz, Integration und Ästhetik. Die kantonale Behörde entscheidet nach Art. 25 Abs. 2 RPG, ob ein Projekt zonenkonform ist oder ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann; dabei sind Belange von Landschaft und Integration zu berücksichtigen. Unabhängig von einer derartigen kantonalen Erlaubnis bleibt die Gemeinde befugt, ein Baugesuch aus Gründen der kommunalen Ästhetik (z. B. gestützt auf die allgemeine Ästhetikklausel) abzulehnen, sofern ihre Entscheidung auf einer tragfähigen Würdigung der relevanten Umstände beruht und nicht dem höherrangigen Recht widerspricht.
“Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (art. 25 al. 2 LAT). Dans le canton de Vaud, cette compétence revient à la DGTL (art. 4 al. 3 let. a LATC). La municipalité ne peut pas, sans autorisation spéciale de l'autorité cantonale, octroyer un permis de construire. Ainsi, la commune et les services cantonaux compétents disposent, en matière de constructions en zone agricole conformes à une telle affectation, de compétences parallèles sur les questions de police des constructions, de préservation du paysage, d'intégration et d'esthétique. D'une part, les services cantonaux compétents doivent tenir compte de ces points dans l'application des art. 34 al. 4 OAT et 3 al. 2 let. b LAT. D'autre part, même si l'autorisation spéciale a été délivrée, l'autorité communale reste habilitée, au nom de l'autonomie dont elle dispose dans ce domaine, à refuser un permis de construire pour un motif fondé sur la clause générale d'esthétique de l'art. 86 LATC ou sur son droit communal reposant sur cette disposition, pour peu que sa position repose sur une appréciation soutenable des circonstances pertinentes et ne contrevienne pas au droit supérieur.”
“Selon la jurisprudence, la commune et les services cantonaux compétents disposent, en matière de constructions en zone agricole, de compétences parallèles sur les questions de préservation du paysage, d'intégration et d'esthétique. D'une part, les services cantonaux compétents doivent tenir compte de ces points (cf. art. 3 al. 2 let. b LAT) dans l'application de l'art. 16a al. 1 LAT. D'autre part, même si l'autorisation spéciale cantonale a été délivrée (cf. art. 25 al. 2 LAT), l'autorité communale reste habilitée, au nom de l'autonomie dont elle dispose dans ce domaine, à refuser un permis de construire pour un motif fondé sur la clause générale d'esthétique (art. 86 LATC) ou sur son droit communal basé sur cette disposition (TF 1C_96/2918 du 11 octobre 2018 consid. 3.3.2). La décision de l'autorité communale ne doit cependant pas procéder d'un excès du pouvoir d'appréciation: elle doit reposer sur une appréciation adéquate des circonstances pertinentes, ne pas être guidée par des considérations étrangères à la réglementation applicable ni omettre de tenir compte des intérêts et autres éléments pertinents en présence, à l'instar des objectifs poursuivis par le droit supérieur, en particulier en matière d'aménagement du territoire (art. 1 et 3 LAT) (cf. ATF 145 I 52 consid. 3.6; TF 1C_639/2018 du 23 septembre 2019 consid. 3.1.3; 1C_540/2016 du 25 août 2017 consid. 2.2). Aussi, une autorité communale ne saurait-elle priver de toute portée les art. 16, 16a LAT et 34 OAT (cf.”
“La commune et les services cantonaux compétents disposent, en matière de constructions en zone agricole, de compétences parallèles sur les questions de préservation du paysage, d'intégration et d'esthétique. D'une part, les services cantonaux compétents doivent tenir compte de ces points (cf. art. 3 al. 2 let. b de la loi fédérale sur l'aménagement du territoire du 22 juin 1979 [LAT; RS 700]) dans l'application de l'art. 16a al. 1 LAT (précisé par l'art. 34 al. 4 de l'ordonnance sur l'aménagement du territoire du 28 juin 2000 [OAT; RS 700.1]), qui prévoit en substance que les constructions et installations nécessaires à l'exploitation agricole sont conformes à l'affectation de la zone agricole. D'autre part, même si l'autorisation spéciale cantonale a été délivrée (cf. art. 25 al. 2 LAT), l'autorité communale reste habilitée, au nom de l'autonomie dont elle dispose dans ce domaine, à refuser un permis de construire pour un motif fondé sur la clause générale d'esthétique (art. 86 LATC) ou sur son droit communal basé sur cette disposition (cf. arrêt 1C_80/2015 du 22 décembre 2015 consid. 2.3). La clause générale d'esthétique prévue, en droit vaudois, à l'art. 86 LATC, impose plus particulièrement à la municipalité de veiller à ce que les constructions, quelle que soit leur destination, ainsi que les aménagements qui leur sont liés, présentent un aspect architectural satisfaisant et s'intègrent à l'environnement (al. 1). Celle-ci peut refuser le permis de construire pour des projets susceptibles de compromettre l'aspect ou le caractère d'un site, d'une localité, d'un quartier ou d'une rue, ou de nuire à l'aspect d'un édifice de valeur historique, artistique ou culturelle (al. 2). Les règlements communaux doivent contenir des dispositions en vue d'éviter l'enlaidissement des localités et de leurs abords (al.”
Die Notwendigkeit der kantonalen Mitwirkung nach Art. 25 Abs. 2 RPG gilt nach ständiger Rechtsprechung grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt. Baubewilligungen ohne Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde sind in der Regel nichtig. Ein auf behördlichen Auskünften gestützter Vertrauensschutz kommt nur unter den üblichen Bedingungen in Betracht; er scheidet insbesondere aus, wenn die Unrichtigkeit der Bewilligung erkennbar war oder überwiegende öffentliche Interessen (z.B. das Trennungsprinzip zwischen Bau- und Nichtbauzonen) entgegenstehen.
“Zunächst ist zu bemerken, dass sich ein allfällig bestehender Vertrauensschutz nicht auf das Hühnerhaus erstrecken kann, zumal dessen Standort nachträglich geändert worden ist und die heutige Situation also nicht mit der gemeindlichen Bewilligung übereinstimmt. Die Rüge betreffend Treu und Glauben der Beschwerdeführenden kann also von vornherein nur bezüglich des Gewächshauses geprüft werden. Die oben erwähnten Bedingungen sind jedoch nicht erfüllt. Insbesondere konnten die Beschwerdeführenden nicht von der Richtigkeit der behördlichen Information, d.h. der Baubewilligung der Gemeinde, ausgehen, sondern mussten deren Unrichtigkeit erkennen. Die Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone (Art. 25 Abs. 2 RPG) darf gemäss langjähriger bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt werden (Urteile 1C_260/2021, 1C_262/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1; 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2; 1C_403/2008 vom 23. Oktober 2008 E. 3.3). In der Tat sind Baubewilligungen, die ohne die Zustimmung der kantonalen Bewilligungsbehörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG gewährt wurden, grundsätzlich nichtig (BGE 128 I 254 E. 3.1; 111 Ib 213 E. 5b; Urteile 1C_260/2021, 1C_262/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1; 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2 und 1C_500/2016 vom 30. Mai 2017 E. 3.1, je mit Hinweisen). Ausserdem steht einer Berufung auf den Vertrauensschutz im vorliegenden Fall die Verwirklichung des fundamentalen raumplanerischen Grundsatzes der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet als erhebliches öffentliches Interesse entgegen (Urteil 1C_79/2022 vom 30. September 2022 E. 8.3). Die Rüge der Verletzung von Treu und Glauben der Beschwerdeführenden ist somit unbegründet.”
“Dass das kommunale Meldeverfahren für die im Nachgang zu den Baugesuchen in den Jahren 2005, 2006 und 2009 erstellten Bauten unzureichend war, wird von keiner Seite bestritten. Sämtliche Bauvorhaben hätten gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG die Zustimmung der kantonalen Behörde vorausgesetzt. Vor diesem Hintergrund steht nicht in Frage, dass es seitens der Ortsgemeinde Engi zu Versäumnissen gekommen ist. Dies wird auch von der Vorinstanz nicht in Abrede gestellt. Unter dem Blickwinkel des rechtlichen Gehörs hätte sich eine Befragung der zuständigen Personen daher nur aufgedrängt, wenn sie in Bezug auf die Tragfähigkeit der von den Beschwerdeführern angerufenen Vertrauensgrundlage zusätzliche Erkenntnisse hätte erwarten lassen. Inwieweit das der Fall gewesen sein könnte, zeigen die Beschwerdeführer indes nicht auf. Die Vorinstanz sah die Verfügungen der Ortsgemeinde Engi aus den Jahren 2005, 2006 und 2009 unabhängig von telefonischen Auskünften als grundsätzlich geeignet an, um Vertrauen in die Zulässigkeit der Bauvorhaben zu schaffen. Telefonische Auskünfte vor Einreichung der Baugesuche, wie sie von den Beschwerdeführern geltend gemacht werden, konnten den Verfügungen aus den Jahren 2005, 2006 und 2009 als Vertrauensgrundlage kein zusätzliches, entscheiderhebliches Gewicht verleihen.”
“Bei der Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone (vgl. Art. 25 Abs. 2 RPG) handelt es sich um eine grundlegende Verfahrensregelung zur Einhaltung des raumplanungsrechtlichen Trennungsprinzips (vgl. BGE 128 I 254 E. 3.8.4; Urteil 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2). Sie gilt seit Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes im Jahr 1980 für Ausnahmebewilligungen ausserhalb der Bauzone und ergab sich schon zuvor aus dem Gewässerschutzrecht (vgl. BGE 111 Ib 213 E. 5a; Urteil 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2). Die kantonale Zuständigkeit für die Prüfung der Zonenkonformität ausserhalb der Bauzone wurde mit der Revision von Art. 25 Abs. 2 RPG vom 20. März 1998 (in Kraft seit 1. September 2000) gesetzlich verankert, galt aber schon zuvor gestützt auf die Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1). Bau- und Ausnahmebewilligungen ausserhalb der Bauzone, die ohne die Mitwirkung der zuständigen kantonalen Behörde von der Gemeinde erlassen werden, sind nach ständiger Rechtsprechung nicht nur anfechtbar, sondern nichtig (BGE 111 Ib 213 E. 5b; Urteil 1C_556/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2). Aufgrund ihres fundamentalen Charakters ist die Erforderlichkeit einer kantonalen Mitwirkung für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone grundsätzlich auch ohne juristische Beratung als bekannt vorauszusetzen (vgl. Urteile 1C_556/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2; 1C_403/2008 vom 23. Oktober 2008 E. 3.1).”
Im Kanton Bern beurteilt in erster Instanz das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), ob Vorhaben ausserhalb der Bauzonen zonenkonform sind oder ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann (Art. 25 Abs. 3 RPG).
“Danach werden bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, in ihrem Bestand grundsätzlich geschützt (Abs. 1). Sie können mit Bewilligung der zuständigen Behörde erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden (Abs. 2). Gemäss Art. 42 RPV gilt eine Änderung als teilweise und eine Erweiterung als massvoll, wenn die Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen Zügen gewahrt bleibt; Verbesserungen gestalterischer Art sind zulässig (Abs. 1). Ob die Identität der Baute oder Anlage im Wesentlichen gewahrt bleibt, ist unter Würdigung der gesamten Umstände zu beurteilen (Abs. 3). In jedem Fall bleibt die Vereinbarkeit mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vorbehalten (Art. 24c Abs. 5 RPG); der Bewilligung dürfen keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 43a Bst. e RPV). Ob ein Vorhaben zonenkonform ist oder hierfür eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann, beurteilt im Kanton Bern erstinstanzlich das AGR (Art. 25 Abs. 3 RPG i.V.m. Art. 84 BauG, Art. 108a der Bauverordnung vom 6. März 1985 [BauV; BSG 721.1] und Art. 12 Bst. e der Verordnung über die Organisation und die Aufgaben der Direktion für Inneres und Justiz [Organisationsverordnung DIJ, OrV DIJ; BSG 152.221.131]). 3.2 Die Vorinstanz ist zum Schluss gekommen, dass das vorgesehene Dachmaterial unabhängig von der Farbe an diesem Standort grundsätzlich nicht mit den kommunalen Gestaltungsvorschriften vereinbar sei; die gegenteilige Auffassung der Gemeinde sei rechtlich nicht haltbar. Damit verletze das Vorhaben ein wichtiges Anliegen der Raumplanung (Ortsbild- und Landschaftsschutz), dem ausserhalb der Bauzonen besonderes Gewicht zukomme, und scheitere eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG bereits an überwiegenden entgegenstehenden Interessen (Art. 24c Abs. 5 RPG). Ob das Vorhaben die weiteren Voraussetzungen nach Art. 24c RPG erfülle, namentlich die Identität wahre, könne bei diesem Ergebnis offenbleiben (angefochtener Entscheid E. 6 f.). Die BVD folgte damit im Ergebnis der Beurteilung des AGR (Verfügung vom 14.”
“Danach werden bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, in ihrem Bestand grundsätzlich geschützt (Abs. 1). Sie können mit Bewilligung der zuständigen Behörde erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden (Abs. 2). Gemäss Art. 42 RPV gilt eine Änderung als teilweise und eine Erweiterung als massvoll, wenn die Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen Zügen gewahrt bleibt; Verbesserungen gestalterischer Art sind zulässig (Abs. 1). Ob die Identität der Baute oder Anlage im Wesentlichen gewahrt bleibt, ist unter Würdigung der gesamten Umstände zu beurteilen (Abs. 3). In jedem Fall bleibt die Vereinbarkeit mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vorbehalten (Art. 24c Abs. 5 RPG); der Bewilligung dürfen keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 43a Bst. e RPV). Ob ein Vorhaben zonenkonform ist oder hierfür eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann, beurteilt im Kanton Bern erstinstanzlich das AGR (Art. 25 Abs. 3 RPG i.V.m. Art. 84 BauG, Art. 108a der Bauverordnung vom 6. März 1985 [BauV; BSG 721.1] und Art. 12 Bst. e der Verordnung über die Organisation und die Aufgaben der Direktion für Inneres und Justiz [Organisationsverordnung DIJ, OrV DIJ; BSG 152.221.131]).”
Von einer zuständigkeitswidrig erteilten Bewilligung (auch in Form einer mündlichen Zusage) kann der Begünstigte nichts herleiten: Solche Akte sind nach der Rechtsprechung nichtig. Weder blosses Verstreichen der Zeit noch behauptete Gutgläubigkeit begründen einen Anspruch auf Beibehaltung der rechtswidrigen Nutzung oder schützen vor Rückgriff durch die zuständige kantonale Behörde. Die Behörden müssen bei Vollzugsmassnahmen jedoch das Verhältnismässigkeitsprinzip beachten; die Rechtsprechung nennt als mögliche, situationserforderliche Lösungen z. B. Atermoiements, Amortisation von Anlagen oder längere Fristen zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands.
“Le recourant, qui se prévaut de sa bonne foi, ne peut rien tirer des autorisations ou des garanties orales qui ont été délivrées par la municipalité à l'ancien propriétaire: celles-ci l'ont été par une autorité incompétente (art. 25 al. 2 LAT; TF 1C_182/2023 du 16 août 2024 consid. 4.6 et les références), vice sanctionné par leur nullité. Contrairement à ce qu'il semble sous-entendre, le désassujettissement de la parcelle no 4520 à la loi fédérale sur le droit foncier rural du 4 octobre 1991 (LDFR; RS 211.412.11) n'a pas pour effet d'attribuer ce bien-fonds à la zone constructible ou encore d'exclure un retour à sa vocation agricole, ce à défaut de mesure de planification au sens de la LAT. Cet élément demeure en l'espèce sans pertinence: aussi le principe cardinal de la séparation entre territoire construit et non construit conserve-t-il sa pleine vigueur (TF 1C_182/2023 précité consid. 4.3). Le recourant ne peut par ailleurs pas déduire du fait que l'autorité cantonale compétente s'est désintéressée des travaux exécutés sur la parcelle no 4520 une assurance particulière quant au maintien des ouvrages et aménagements réalisés sans droit en zone agricole; sa bonne foi, fût-elle établie, ne saurait le protéger contre une intervention de l'autorité de surveillance destinée à rétablir une situation conforme au droit lorsque cette intervention est conforme au principe de la proportionnalité (TF 1C_182/2023 précité consid.”
“La recourante se prévaut encore de l'écoulement du temps et reproche à l'instance précédente d'avoir nié sa bonne foi. Si le Tribunal cantonal a certes émis des doutes quant à la bonne foi de la recourante, il ne l'a pas pour autant exclue - sous réserve de la question du retour à une utilisation identique à celle de 1972 (cf. arrêt attaqué, consid. 4.2 p. 11 s.). Quoi qu'il en soit et indépendamment du temps écoulé, la recourante ne peut ici rien tirer des autorisations qui lui ont été délivrées: celles-ci l'ont été par des autorités incompétentes (cf. arrêt 1C_292/2019 du 12 mai 2020 consid. 4.3.1; art. 25 al. 2 LAT), vice sanctionné par leur nullité (cf. arrêts 1C_537/2011 du 26 avril 2012 consid. 2.2.1 et 2.3.3; 1C_486/2015 du 24 mai 2016 consid. 3.1; 1A_1/2005 consid. 8.3). La recourante ne saurait par ailleurs pas non plus déduire du fait que l'autorité cantonale compétente a tardé à agir une assurance particulière quant à la poursuite d'une activité illégale à long terme en zone agricole; sa bonne foi - fût-elle établie - ne saurait la protéger contre une intervention de l'autorité de surveillance destinée à rétablir une situation conforme au droit (cf. arrêts 1C_53/2022 du 15 mai 2023 consid. 4.2; 1A.2005 du 11 novembre 2005 consid. 8.3). Il est vrai que la jurisprudence commande de tenir compte de ce type de situations et cite l'adoption de solutions spécifiques, à l'instar d'atermoiements permettant par exemple l'amortissement d'installations réalisées de bonne foi ou encore des délais de remise en état plus longs; elle exclut cependant qu'une utilisation illégale, qui contrevient au principe fondamental en matière d'aménagement du territoire de la séparation du territoire bâti et non bâti, se poursuive indéfiniment sur la base du simple écoulement du temps (cf.”
Werden kantonale und kommunale Entscheide koordiniert eröffnet, so sind sie gemeinsam zuzustellen. In der Praxis können die dabei beibehaltenen getrennten Rechtsmittelwege und separaten Rechtsmittelbelehrungen dazu führen, dass Rechtsmittelfristen bzw. -wege übersehen werden; dies kann dazu führen, dass gegen einen der koordinierten Entscheide kein Rechtsmittel erhoben wird.
“Es handelt sich vorliegend um ein Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone, das nach dem Solothurner Recht neben der kantonalen (Ausnahme-) Bewilligung zusätzlich noch eine kommunale Baubewilligung erfordert (vgl. § 134 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Solothurn vom 3. Dezember 1978 [PBG/SO; BGS 711.1] i.V.m. § 135 Abs. 1 PBG/SO und § 38bis Abs. 1 PBG/SO). Diese beiden eng zusammenhängenden (raumplanungs- bzw. baurechtlichen) Entscheide unterliegen der Koordinationspflicht nach Art. 25a Abs. 1 RPG (vgl. Urteil 1C_236/2013 vom 4. Februar 2014 E. 3.2; RENÉ WIEDERKEHR, Ausgewählte Fragen der Koordinationspflicht nach Art. 25a RPG aus Sicht der Praxis, AJP 2015, S. 601; WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar Raumplanungsgesetz, 2006, N. 40 zu Art. 25 RPG). Dies ist vorliegend unstreitig. Das Verfahren wurde vorliegend insoweit formell koordiniert, als die kantonale Verfügung des BJD vom 4. November 2021 den Beschwerdeführenden zusammen mit der kommunalen Baubewilligung vom 12. April 2022 eröffnet worden ist (vgl. § 134 Abs. 2 PBG/SO i.V.m. Anhang III der Verordnung des Kantons Solothurn vom 28. September 1993 über Verfahrenskoordination und Umweltverträglichkeitsprüfung [VVK/SO; BGS 711.15]). Die beiden zu koordinierenden Entscheide enthalten aber - der kantonalen Rechtsmittelordnung entsprechend - separate Rechtsmittelbelehrungen an unterschiedliche Rechtsmittelinstanzen (vgl. schematische Übersicht über den kantonalen Rechtsweg: § 5 Abs. 1 i.V.m. Anhang III der VVK/SO) : Die Verfügung des BJD vom 4. November 2021 wäre direkt beim Verwaltungsgericht anzufechten gewesen, während die Baubewilligung der Baukommission Rodersdorf vom 12. April 2022 erstinstanzlich beim BJD anfechtbar war. Hier wurde die kommunale Baubewilligung zwar angefochten, die kantonale Ausnahmebewilligung aber nicht.”
Die Kantone bestimmen die Zuständigkeiten und das Verfahrensrecht der Raumplanung; dazu gehört auch die konkrete Ausgestaltung von Verfahrensvorschriften, etwa für Pläne, Öffentlichkeitsbeteiligung und das Annahme‑/Beschwerdeverfahren.
“5) La recourante estime que le principe de la participation de la population à l’aménagement du territoire a été violé, car le plan modifié aurait dû être soumis à une nouvelle enquête publique en raison des modifications apportées et de la durée prise pour l’adoption du plan. La recourante invoque également la durée prise par la procédure, les six ans entre la mise à l’enquête publique et la première procédure d’opposition intervenue en 2016 ainsi que l’adoption du PDZIA G______ le 4 mai 2022. a. Aux termes de la LAT, les autorités chargées de l’aménagement du territoire renseignent la population sur les plans dont la LAT prévoit l’établissement, sur les objectifs qu’ils visent et sur le déroulement de la procédure. Elles veillent également à ce que la population puisse participer de manière adéquate à l’établissement des plans (art. 4 al. 1 et 2 LAT). Les plans d’affectation sont mis à l’enquête publique (art. 33 al. 1 LAT). Il appartient aux cantons de régler la compétence et la procédure d’adoption et de recours, notamment s’agissant des plans d’affectation su sol (art. 25 al. 1 LAT). Le projet de PDZIA est soumis à une enquête publique d’au moins trente jours (art. 6 al. 1 et 2 LGZD applicable par renvoi de l’art. 5 al. 3 LZIAM), pendant laquelle chacun peut adresser au département ses observations (art. 6 al. 3 LGZD). Ces dernières sont ensuite transmises à la commune, qui communique son préavis sur le projet de plan (art. 6 al. 4 et 5 LGZD). À l’issue du délai référendaire, le projet est soumis à la procédure d’opposition (art. 6 al. 8 et 9 LGZD), au terme de laquelle le Conseil d’État statue sur les oppositions, le cas échéant modifie le projet et adopte ensuite le plan (art. 6 al. 10 LGZD). Dans l’hypothèse où une commune a formé une opposition au projet et que le Conseil d’État entend la rejeter, il en saisit préalablement le Grand Conseil qui statue sur celle-ci, sous forme de résolution. Si l’opposition est acceptée, le Conseil d’État doit modifier le plan en conséquence (art. 6 al. 11 LGZD). La chambre de céans a déjà jugé que cette procédure assurait une large participation de la population et était conforme aux exigences de la LAT (ATA/441/2006 du 31 août 2006 consid.”
Die Kantone können gestützt auf Art. 25 Abs. 1 RPG Zuständigkeiten und Verfahrensregelungen vorsehen, nach denen im Baubewilligungsverfahren nicht eindeutig zu beantwortende zivilrechtliche Vorfragen (insbesondere zur zivilrechtlichen Bauberechtigung des Gesuchstellers) den Zivilgerichten zugewiesen werden. Art. 22 RPG begründet keine Pflicht der Baubewilligungsbehörden, solche zivilrechtlichen Fragen vor Erteilung der Bewilligung selbst zu klären.
“22 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG) dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden. Voraussetzung einer Bewilligung ist, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen und das Land erschlossen ist (Art. 22 Abs. 2 RPG). Die übrigen Voraussetzungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts bleiben vorbehalten (Art. 22 Abs. 3 RPG). Das öffentlich-rechtliche Baubewilligungsverfahren hat grundsätzlich einzig zum Zweck festzustellen, ob das Bauvorhaben mit den öffentlich-rechtlichen Vorschriften übereinstimmt (vgl. dazu auch Art. 146 PBG). Die Person des Gesuchstellers, insbesondere dessen zivilrechtliche Bauberechtigung, steht dagegen nicht im Vordergrund. Aus der in Art. 22 RPG vorgesehenen Bewilligungspflicht von Bauten ergibt sich keine Pflicht der Baubewilligungsbehörden, zivilrechtliche Vorfragen betreffend die Bauberechtigung des Baugesuchstellers selber zu prüfen, zumal gemäss Art. 25 Abs. 1 RPG die Kantone die Zuständigkeiten und das Verfahren ordnen. Die Kantone können daher bundesrechtskonform vorsehen, dass im Baubewilligungsverfahren nicht klar zu beantwortende zivilrechtliche Vorfragen von den Zivilgerichten zu entscheiden sind. Art. 22 RPG verpflichtet die Baubehörden nicht, sich über die zivilrechtliche Bauberechtigung des Gesuchstellers vor Erteilung der Baubewilligung Gewissheit zu verschaffen (vgl. dazu BGer 1C_628/2020 vom 21. Juli 2021 E. 2.4 mit Hinweisen, in: RDAF 2021, S. 346 f., siehe dazu auch VerwGE B 2014/27 vom 30. Juni 2015 E. 3.4.3 und VerwGE B 2020/244 vom 8. Juli 2021 E. 2.2 je mit Hinweisen). Der Kanton St. Gallen schreibt im unmittelbar anwendbaren (Art. 137 PBG in Verbindung mit) Art. 21 Abs. 1 Satz 3 der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (sGS 731.11, PBV) vor, dass das Baugesuch von der Bauherrschaft und den Grundeigentümern unterzeichnet werden muss (vgl. dazu auch die inhaltlich identische Vorschrift von Art. 48 Abs. 5 Satz 2 des Baureglements der Beschwerdebeteiligten 1, vom Baudepartement genehmigt am 9.”
“Nach Art. 22 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden (Abs. 1); Voraussetzung einer Bewilligung ist, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen und das Land erschlossen ist (Abs. 2); die übrigen Voraussetzungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts bleiben vorbehalten (Abs. 3). Das öffentlich-rechtliche Baubewilligungsverfahren hat grundsätzlich einzig zum Zweck festzustellen, ob das Bauvorhaben mit den öffentlich-rechtlichen Vorschriften übereinstimmt. Die Person des Gesuchstellers, insbesondere deren zivilrechtliche Bauberechtigung, steht dagegen nicht im Vordergrund (Urteile 1C_116/2013 vom 11. Oktober 2013 E. 5.2; 1C_13/2020 vom 13. Oktober 2020 E. 3.1). Aus der in Art. 22 RPG vorgesehenen Bewilligungspflicht von Bauten ergibt sich keine Pflicht der Baubewilligungsbehörden, zivilrechtliche Vorfragen betreffend die Bauberechtigung des Baugesuchstellers selber zu prüfen, zumal gemäss Art. 25 Abs. 1 RPG die Kantone die Zuständigkeiten und das Verfahren ordnen. Die Kantone können daher bundesrechtskonform vorsehen, dass im Baubewilligungsverfahren nicht klar zu beantwortende zivilrechtliche Vorfragen von den Zivilgerichten zu entscheiden sind (Urteil 1C_246/2015 vom 4. März 2016 E. 4.2). Wird im Baubewilligungsverfahren der Entscheid über eine zivilrechtliche Vorfrage den Zivilgerichten überlassen, kann gemäss der Lehre und Rechtsprechung das Baubewilligungs- bzw. das entsprechende Rechtsmittelverfahren bis zum Entscheid des Zivilrichters sistiert werden (Urteil 1C_246/2015 vom 4. März 2016 E. 6.2 mit Hinweisen). Eine bundesrechtliche Pflicht zu einer solchen Sistierung besteht jedoch nicht. So erachtete das Bundesgericht eine kantonale Gerichtspraxis als bundesrechtskonform, gemäss welcher die Gemeinden nicht bereits dann befugt sind, die Behandlung von Baugesuchen auszusetzen, wenn sie Zweifel an der zivilrechtlichen Bauberechtigung des Gesuchstellers haben (Urteil 1C_116/2013 vom 11.”
Widersprüchliche oder unterlassene Reaktionen kantonaler Behörden können unter Umständen als konkludente Zustimmung bzw. dazu führen, dass eine kommunale Bewilligung «geheilt» erscheint. Ob dies der Fall ist, ist jedoch fallabhängig zu prüfen; massgeblich sind insbesondere das konkrete Verhalten der Behörde, der Wortlaut ihrer Mitteilungen und das Verhalten im Hinblick auf einschlägige Fristen (z. B. Rechtsmittelfrist).
“In einem Schreiben vom 24. Mai 2016 und in einer E-Mail Nachricht vom 3. Juni 2016 zuhanden der Gemeinde haben die Dienststelle Raum und Wirtschaft bzw. der damalige Dienststellenleiter sich dahingehend geäussert, dass eine kantonale Bewilligung für das Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen nicht erteilt werden könne. Gleichzeitig wurde der Gemeinde indessen zu verstehen gegeben, sie könne das geänderte Bauvorhaben allenfalls in eigener Kompetenz genehmigen, was die Gemeinde am 29. Juni 2016 denn auch getan hat. Die erwähnten Mitteilungen der Dienststelle Raum und Wirtschaft bzw. des damaligen Dienststellenleiters an die Gemeinde sind widersprüchlich und inhaltlich teilweise falsch. Mit Blick auf Art. 25 Abs. 2 RPG klar falsch ist der Hinweis darauf, die Gemeinde könne das geänderte Bauvorhaben allenfalls in eigener Kompetenz bewilligen. Andererseits hat die Dienststelle mit den erwähnten Schreiben jedenfalls eine ausdrückliche Bewilligung im Sinne von Art. 25 Abs. 2 RPG für das geänderte Bauvorhaben nicht erteilt, sondern eine kantonale Bewilligung für das geänderte Bauvorhaben vielmehr ausgeschlossen. Die Beschwerdeführerinnen weisen indessen zu Recht darauf hin, dass die Dienststelle, auch nachdem sie von der Bewilligung der Gemeinde vom 29. Juni 2016 Kenntnis erhalten hat, nicht sofort reagiert und namentlich den Entscheid der Gemeinde nicht während der Rechtsmittelfrist angefochten hat. Ob im beschriebenen Verhalten der Dienststelle Raum und Wirtschaft zwar keine ausdrückliche, aber - wie die Beschwerdeführerinnen vorbringen - allenfalls eine konkludente Zustimmung zum geänderten Bauvorhaben erblickt werden könnte und ob dieses Verhalten allenfalls dazu geführt haben könnte, dass die Baubewilligung der Gemeinde vom 29.”
“In einem Schreiben vom 24. Mai 2016 und in einer E-Mail Nachricht vom 3. Juni 2016 zuhanden der Gemeinde haben die Dienststelle Raum und Wirtschaft bzw. der damalige Dienststellenleiter sich dahingehend geäussert, dass eine kantonale Bewilligung für das Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen nicht erteilt werden könne. Gleichzeitig wurde der Gemeinde indessen zu verstehen gegeben, sie könne das geänderte Bauvorhaben allenfalls in eigener Kompetenz genehmigen, was die Gemeinde am 29. Juni 2016 denn auch getan hat. Die erwähnten Mitteilungen der Dienststelle Raum und Wirtschaft bzw. des damaligen Dienststellenleiters an die Gemeinde sind widersprüchlich und inhaltlich teilweise falsch. Mit Blick auf Art. 25 Abs. 2 RPG klar falsch ist der Hinweis darauf, die Gemeinde könne das geänderte Bauvorhaben allenfalls in eigener Kompetenz bewilligen. Andererseits hat die Dienststelle mit den erwähnten Schreiben jedenfalls eine ausdrückliche Bewilligung im Sinne von Art. 25 Abs. 2 RPG für das geänderte Bauvorhaben nicht erteilt, sondern eine kantonale Bewilligung für das geänderte Bauvorhaben vielmehr ausgeschlossen. Die Beschwerdeführerinnen weisen indessen zu Recht darauf hin, dass die Dienststelle, auch nachdem sie von der Bewilligung der Gemeinde vom 29. Juni 2016 Kenntnis erhalten hat, nicht sofort reagiert und namentlich den Entscheid der Gemeinde nicht während der Rechtsmittelfrist angefochten hat. Ob im beschriebenen Verhalten der Dienststelle Raum und Wirtschaft zwar keine ausdrückliche, aber - wie die Beschwerdeführerinnen vorbringen - allenfalls eine konkludente Zustimmung zum geänderten Bauvorhaben erblickt werden könnte und ob dieses Verhalten allenfalls dazu geführt haben könnte, dass die Baubewilligung der Gemeinde vom 29.”
Die Kantone können nach Art. 25 Abs. 1 RPG Zuständigkeiten und Verfahrensregelungen vorsehen, sodass das öffentlich-rechtliche Baubewilligungsverfahren in erster Linie die Übereinstimmung des Bauvorhabens mit öffentlich-rechtlichen Vorschriften prüft. Aus Art. 22 RPG folgt keine Pflicht der Baubehörden, zivilrechtliche Vorfragen zur Bauberechtigung des Gesuchstellers abschliessend zu klären; unklare zivilrechtliche Fragen können kantonalrechtlich den Zivilgerichten zugewiesen werden.
“22 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG) dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden. Voraussetzung einer Bewilligung ist, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen und das Land erschlossen ist (Art. 22 Abs. 2 RPG). Die übrigen Voraussetzungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts bleiben vorbehalten (Art. 22 Abs. 3 RPG). Das öffentlich-rechtliche Baubewilligungsverfahren hat grundsätzlich einzig zum Zweck festzustellen, ob das Bauvorhaben mit den öffentlich-rechtlichen Vorschriften übereinstimmt (vgl. dazu auch Art. 146 PBG). Die Person des Gesuchstellers, insbesondere dessen zivilrechtliche Bauberechtigung, steht dagegen nicht im Vordergrund. Aus der in Art. 22 RPG vorgesehenen Bewilligungspflicht von Bauten ergibt sich keine Pflicht der Baubewilligungsbehörden, zivilrechtliche Vorfragen betreffend die Bauberechtigung des Baugesuchstellers selber zu prüfen, zumal gemäss Art. 25 Abs. 1 RPG die Kantone die Zuständigkeiten und das Verfahren ordnen. Die Kantone können daher bundesrechtskonform vorsehen, dass im Baubewilligungsverfahren nicht klar zu beantwortende zivilrechtliche Vorfragen von den Zivilgerichten zu entscheiden sind. Art. 22 RPG verpflichtet die Baubehörden nicht, sich über die zivilrechtliche Bauberechtigung des Gesuchstellers vor Erteilung der Baubewilligung Gewissheit zu verschaffen (vgl. dazu BGer 1C_628/2020 vom 21. Juli 2021 E. 2.4 mit Hinweisen, in: RDAF 2021, S. 346 f., siehe dazu auch VerwGE B 2014/27 vom 30. Juni 2015 E. 3.4.3 und VerwGE B 2020/244 vom 8. Juli 2021 E. 2.2 je mit Hinweisen). Der Kanton St. Gallen schreibt im unmittelbar anwendbaren (Art. 137 PBG in Verbindung mit) Art. 21 Abs. 1 Satz 3 der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (sGS 731.11, PBV) vor, dass das Baugesuch von der Bauherrschaft und den Grundeigentümern unterzeichnet werden muss (vgl. dazu auch die inhaltlich identische Vorschrift von Art. 48 Abs. 5 Satz 2 des Baureglements der Beschwerdebeteiligten 1, vom Baudepartement genehmigt am 9.”
“22 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG) dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden. Voraussetzung einer Bewilligung ist, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen und das Land erschlossen ist (Art. 22 Abs. 2 RPG). Die übrigen Voraussetzungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts bleiben vorbehalten (Art. 22 Abs. 3 RPG). Das öffentlich-rechtliche Baubewilligungsverfahren hat grundsätzlich einzig zum Zweck festzustellen, ob das Bauvorhaben mit den öffentlich-rechtlichen Vorschriften übereinstimmt (vgl. dazu auch Art. 146 PBG). Die Person des Gesuchstellers, insbesondere dessen zivilrechtliche Bauberechtigung, steht dagegen nicht im Vordergrund. Aus der in Art. 22 RPG vorgesehenen Bewilligungspflicht von Bauten ergibt sich keine Pflicht der Baubewilligungsbehörden, zivilrechtliche Vorfragen betreffend die Bauberechtigung des Baugesuchstellers selber zu prüfen, zumal gemäss Art. 25 Abs. 1 RPG die Kantone die Zuständigkeiten und das Verfahren ordnen. Die Kantone können daher bundesrechtskonform vorsehen, dass im Baubewilligungsverfahren nicht klar zu beantwortende zivilrechtliche Vorfragen von den Zivilgerichten zu entscheiden sind. Art. 22 RPG verpflichtet die Baubehörden nicht, sich über die zivilrechtliche Bauberechtigung des Gesuchstellers vor Erteilung der Baubewilligung Gewissheit zu verschaffen (vgl. dazu BGer 1C_628/2020 vom 21. Juli 2021 E. 2.4 mit Hinweisen, in: RDAF 2021, S. 346 f., siehe dazu auch VerwGE B 2014/27 vom 30. Juni 2015 E. 3.4.3 und VerwGE B 2020/244 vom 8. Juli 2021 E. 2.2 je mit Hinweisen). Der Kanton St. Gallen schreibt im unmittelbar anwendbaren (Art. 137 PBG in Verbindung mit) Art. 21 Abs. 1 Satz 3 der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (sGS 731.11, PBV) vor, dass das Baugesuch von der Bauherrschaft und den Grundeigentümern unterzeichnet werden muss (vgl. dazu auch die inhaltlich identische Vorschrift von Art. 48 Abs. 5 Satz 2 des Baureglements der Beschwerdebeteiligten 1, vom Baudepartement genehmigt am 9.”
In Verfahren nach Spezialrecht (z.B. im Bereich des bäuerlichen Bodenrechts) ist vorab eine raumplanungsrechtliche Entscheidung der zuständigen kantonalen Behörde einzuholen: Die für das Spezialverfahren zuständige Behörde darf erst entscheiden, wenn eine vollstreckbare raumplanungsrechtliche Verfügung vorliegt, die die Rechtmässigkeit der auf dem Grundstück stehenden Baute oder Anlage feststellt (vgl. Art. 25 Abs. 2 RPG in Verbindung mit Art. 4a ODFR/VBB).
“Une de celles-ci veut que les constructions et installations qui ont été érigées sur la parcelle doivent l'avoir été de manière légale, que ce soit par le biais d'une autorisation au sens des art. 22 et 24 ss de la loi du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire (LAT; RS 700), ou qu'elles aient été implantées avant l'entrée en force de cette loi, respectivement lorsque l'immeuble se trouvait dans une zone alors constructible (art. 24c LAT; cf. ATF 139 III 327 consid. 3.3; arrêt TF 2C_458/2021 du 2 décembre 2021 consid. 4.1). Ainsi, la procédure en matière de droit foncier rural implique une décision en matière de droit des constructions, selon l'art. 4a ODFR. D'après l'art. 4a ODFR, dans la procédure d'octroi d'une dérogation à l'interdiction de partage matériel ou de morcellement, de même que dans la procédure d'octroi d'une décision en constatation y relative ou de non-application de la LDFR, l'autorité compétente en matière d'autorisation au sens de cette loi transmet le dossier pour décision à l'autorité cantonale compétente en matière de construction hors de la zone à bâtir (art. 25 al. 2 LAT) lorsqu'une construction ou une installation se trouve sur le bien-fonds concerné et qu'elle est située hors de la zone à bâtir au sens du droit de l'aménagement du territoire (al. 1). L'autorité compétente en matière d'autorisation au sens de la LDFR ne se prononce alors que s'il existe une décision exécutoire fondée sur le droit de l'aménagement du territoire et constatant la légalité de l'affectation de la construction ou de l'installation (al. 2). Il n'est pas nécessaire de procéder à la coordination des procédures s'il est évident qu'aucune dérogation au sens de la LDFR ne peut être accordée (al. 3 let. a) ou que le bien‑fonds considéré doit rester soumis à la LDFR (al. 3 let. b). Ainsi, lorsqu'une demande en partage matériel, en morcellement ou en soustraction à la loi sur le droit foncier rural est soumise à l'autorité compétente en matière de droit foncier rural, l'art. 4a ODFR lui impose de requérir une décision de l'autorité compétente en matière d'aménagement du territoire, décision dans laquelle sera examinée la légalité des constructions et installations présentes sur la parcelle en cause (cf.”
“Die angestrebte Nichtunterstellung der abzuparzellierenden Teilflächen unter das bäuerliche Bodenrecht wirft die Frage nach deren künftigen Nutzung auf, da diese nicht nur einen bodenrechtlichen, sondern auch einen raumplanerischen Aspekt aufweist und damit ein Bedürfnis nach verfahrensrechtlicher Koordination begründet (BGE 125 III 175 E. 2c). Seit dem Inkrafttreten am 1. September 2000 sieht Art. 4a VBB und die analoge Bestimmung von Art. 49 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) in Nachachtung der zitierten Rechtsprechung eine solche Verfahrenskoordination bei der Bewilligung von Ausnahmen vom Realteilungs- und Zerstückelungsverbot und im Verfahren um Erlass einer entsprechenden Feststellungsverfügung oder einer solchen über die Nichtanwendbarkeit des BGBB ausdrücklich vor, wenn auf dem betroffenen Grundstück eine Baute oder Anlage besteht und sich diese ausserhalb der Bauzone im Sinne des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (RPG; SR 700) befindet. In diesen Fällen kann die bodenrechtliche Bewilligungsbehörde erst entscheiden, wenn eine rechtskräftige raumplanungsrechtliche Verfügung der zuständigen kantonalen Behörde (Art. 25 Abs. 2 RPG; im Kanton Freiburg gemäss Art. 136 des kantonalen Raumplanungs- und Baugesetzes vom 2. Dezember 2008 [RPBG; SGF 710.1] die Direktion für Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Umwelt [RIMU]) vorliegt, in der die Rechtmässigkeit der künftigen Nutzung der betreffenden Baute oder Anlage festgestellt wird (Art. 4a Abs. 2 VBB; vgl. Urteil BGer 2C_747/2013 vom 8. September 2014, das im Nachgang an das Urteil KG FR 603 2012 89 vom 11. Juni 2013 ergangen ist). Die Verfahrenskoordination erübrigt sich, wenn offensichtlich ist, dass keine Ausnahmebewilligung nach dem BGBB erteilt werden kann oder das betroffene Grundstück dem BGBB unterstellt bleiben muss (Art. 4a Abs. 3 VBB).”
Bei der Auslegung und Anwendung von Art. 25 Abs. 2 RPG sind die Entstehungsgeschichte und die einschlägige Rechtsprechung zu berücksichtigen. Die Vorschrift gilt bereits seit Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes 1980; mit der Revision vom 20. März 1998 (in Kraft seit 1. September 2000) wurde die kantonale Zuständigkeit zur Prüfung der Zonenkonformität ausserhalb der Bauzone gesetzlich verankert.
“Zu prüfen ist weiter, ob einer solchen Auslegung die Entstehungsgeschichte von Art. 25 Abs. 2 RPG (und seiner Vorgängerbestimmungen: aArt. 25 Abs. 2 RPG; Art. 29 Abs. 5 des Raumplanungsgesetzes vom 4. Oktober 1974 [BBl 1974 II 816]) entgegensteht. Das Bundesgericht hat sich bereits in BGE 128 I 254 E. 3.3, in dem zu beurteilen war, welche Anforderungen an "die zuständige kantonale Behörde" zu stellen sind, eingehend mit der Entstehungsgeschichte dieser Bestimmung auseinandergesetzt. Darauf kann grundsätzlich verwiesen werden, weshalb hier lediglich die wichtigsten Punkte zusammenfassend darzustellen und um die für die Beantwortung der vorliegend streitigen Fragestellung relevanten Erkenntnisse zu ergänzen sind.”
“Bei der Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone (vgl. Art. 25 Abs. 2 RPG) handelt es sich um eine grundlegende Verfahrensregelung zur Einhaltung des raumplanungsrechtlichen Trennungsprinzips (vgl. BGE 128 I 254 E. 3.8.4; Urteil 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2). Sie gilt seit Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes im Jahr 1980 für Ausnahmebewilligungen ausserhalb der Bauzone und ergab sich schon zuvor aus dem Gewässerschutzrecht (vgl. BGE 111 Ib 213 E. 5a; Urteil 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2). Die kantonale Zuständigkeit für die Prüfung der Zonenkonformität ausserhalb der Bauzone wurde mit der Revision von Art. 25 Abs. 2 RPG vom 20. März 1998 (in Kraft seit 1. September 2000) gesetzlich verankert, galt aber schon zuvor gestützt auf die Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1). Bau- und Ausnahmebewilligungen ausserhalb der Bauzone, die ohne die Mitwirkung der zuständigen kantonalen Behörde von der Gemeinde erlassen werden, sind nach ständiger Rechtsprechung nicht nur anfechtbar, sondern nichtig (BGE 111 Ib 213 E. 5b; Urteil 1C_556/2019 vom 5. August 2020 E.”
In koordinierten Fällen sind kantonale und kommunale Entscheide inhaltlich und verfahrensrechtlich aufeinander abzustimmen. Vorinstanzen dürfen die Zonenkonformität von Amtes wegen prüfen und sind in koordinierten Verfahren dazu verpflichtet. Fehlt in den Vorinstanzen eine materielle Prüfung der Zonenkonformität, kann in bestimmten Fällen — etwa wenn das Vorhaben mangels Bewilligungsfähigkeit nicht genehmigungsfähig ist — auf Rückweisung verzichtet werden.
“Im Kanton Graubünden ist bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone neben dem kantonalen zusätzlich noch ein kommunaler Entscheid erforderlich (Art. 87 Abs. 1 KRG/GR). Nach der bundesrechtlichen Zuständigkeitsordnung gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG muss die kantonale Behörde abschliessend und für die Gemeinden verbindlich über die Zonenkonformität und Ausnahmebewilligungsfähigkeit entscheiden (vgl. E. 3 hiervor). Es bestehen somit bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone parallele bzw. geteilte Zuständigkeiten der kommunalen und kantonalen Behörde, die ihre Entscheide aufgrund des engen sachlichen Zusammenhangs zwingend inhaltlich abstimmen müssen. Muss die Rechtsanwendung materiell koordiniert erfolgen, ist das kantonale Recht so auszugestalten und anzuwenden, dass dadurch die Verwirklichung des Bundesrechts nicht vereitelt, verunmöglicht oder wesentlich erschwert wird; die Anwendung des materiellen Rechts ist in solchen Fällen in formeller, verfahrensmässiger Hinsicht in geeigneter Weise zu koordinieren (zum Ganzen: BGE 116 Ib 50 E. 4a mit Hinweisen; Urteile 1C_241/2024 vom 12. Februar 2025 E. 2.3.2; 1C_238/2021 vom 27. April 2022 E. 1.5.2).”
“Der Beschwerdegegner hat die mangelnde Zonenkonformität des strittigen Bauvorhabens in seiner Beschwerde an die Vorinstanz gerügt. Dass er dies nicht ausdrücklich unter dem Titel von Art. 15 RPG oder § 59a PBG tat bzw. selbst keine akzessorische Überprüfung der Nutzungsplanung forderte, hinderte die Vorinstanz angesichts des Grundsatzes der Rechtsanwendung von Amtes wegen entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht daran, den vor Änderung des PBG genehmigten Art. 17 BZR auf seine Vereinbarkeit mit dem übergeordneten neuen Recht zu überprüfen. Gleich verhält es sich bezüglich des Einwands, der Beschwerdegegner habe formell nur den Baubewilligungsentscheid des Gemeinderats angefochten, weshalb das Kantonsgericht den Entscheid der Dienststelle Raum und Wirtschaft gar nicht habe prüfen dürfen: Zwar ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass die Zonenkonformität vorliegend von der Dienststelle Raum und Wirtschaft zu beurteilen war (vgl. Art. 25 Abs. 2 RPG i.V.m. § 182 Abs. 1 PBG und § 51 Abs. 1 der Planungs- und Bauverordnung des Kantons Luzern vom 29. Oktober 2013 [SRL 736]). Deren Entscheid erging indes in einem koordinierten Verfahren (Art. 25a Abs. 1 RPG und § 192a PBG) und wurde den Parteien gemeinsam mit dem Baubewilligungsentscheid des Gemeinderats eröffnet. Die Frage der Zonenkonformität ist untrennbar mit der Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens verknüpft. Es schadete dem Beschwerdegegner daher nicht, wenn er formell "nur" die Aufhebung der Baubewilligung beantragte. Die Vorinstanz war in Nachachtung des Koordinationsgebots (Art. 25a und Art. 33 Abs. 4 RPG) berechtigt und verpflichtet, das strittige Bauvorhaben unter sämtlichen in Frage kommenden Rechtsvorschriften auf seine Zonenkonformität zu prüfen.”
“Mangels Bewilligungsfähigkeit verzichtete die Vorinstanz auf eine Rückweisung an die Gemeinde. Ergänzend hielt sie fest, weder die Gemeinde noch die Dienststelle Raum und Wirtschaft - als kantonale Behörde im Sinne von Art. 25 Abs. 2 RPG - hätten eine materielle Beurteilung der Zonenkonformität vorgenommen, was angesichts der Wichtigkeit der einzelfallweisen Überprüfung der Zonenkonformität von Bauvorhaben in Weilerzonen problematisch erscheine.”
Bei dauerhaften und festen vom Menschen geschaffenen Anlagen (z. B. Hinweis‑ oder Wegweiser) ist zu prüfen, ob sie als solche anzusehen sind und damit der Bewilligungspflicht unterliegen. Massgeblich ist, ob die Anlage das Aussenraumverhältnis, die Infrastruktur oder die Umwelt derart beeinflusst, dass ein Interesse der Öffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorgängigen Kontrolle besteht.
“1 LMob, l'autorité en charge du projet entreprend le plus tôt possible, même avant l'ouverture de la procédure d'approbation, les démarches pour tenter d'acquérir de gré à gré ou par un remaniement parcellaire les droits nécessaires. A défaut d'entente sur une acquisition de gré à gré, il est procédé par voie d'expropriation (cf. à ce sujet, art. 110 LMob). Selon la nouvelle loi sur la mobilité, les routes exclusivement privées font l'objet d'un permis de construire. En cas de doute sur le caractère privé ou public, le préfet prend l'avis de la Direction (cf. art. 85 al. 2 LMob; cf. également art. 19 al. 2 a contrario LMob). Il ressort ainsi tant de l'ancienne loi sur les routes que de la nouvelle loi sur la mobilité que, dans les circonstances de l'espèce, s'agissant d'une route privée et de la mise en œuvre d'un plan de réseau de randonnée pédestre selon l'ancien droit, il est nécessaire de disposer d'un permis de construire, au péril sinon de violer le droit fondamental de la propriété et celui de l'accès à un juge (art. 29 et 30 Cst.). 5. Le lieutenant de préfet a nié que la pose des panneaux indicateurs nécessite l'octroi d'un permis de construire. 5.1. L'art. 25 al. 2 LAT dispose que, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 136 LATeC). Selon la jurisprudence, sont considérés comme des constructions ou installations au sens de l'art. 22 al. 1 LAT tous les aménagements durables et fixes créés par la main de l'homme, exerçant une incidence sur l'affectation du sol, soit parce qu'ils modifient sensiblement l'espace extérieur, soit parce qu'ils chargent l'infrastructure d'équipement ou soit encore parce qu'ils sont susceptibles de porter atteinte à l'environnement. La procédure d'autorisation doit permettre à l'autorité de contrôler, avant la réalisation du projet, sa conformité aux plans d'affectation et aux réglementations applicables. Pour déterminer si l'aménagement prévu est soumis à cette procédure, il faut évaluer si, en général, d'après le cours ordinaire des choses, il entraînera des conséquences telles qu'il existe un intérêt de la collectivité ou des voisins à un contrôle préalable (ATF 119 Ib 222 consid.”
Entscheide über die Zonenkonformität nach Art. 25 Abs. 2 RPG sind nicht personengebunden, sondern durch die als zuständige Stelle bezeichnete Behörde (hier: das AGR) zu fällen. Die Organisation der Direktion und die Regelung von Vertretungs- und Unterschriftsbefugnissen erfolgen gestützt auf die OrV DIJ und ein Amtsreglement; vor diesem Hintergrund ist eine amtsinterne Delegation der Unterschrifts- bzw. Vertretungsbefugnisse zulässig.
“Gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG und Art. 84 Abs. 1 BauG entscheidet die zuständige Stelle der Direktion für Inneres und Justiz (DIJ) über die Zonenkonformität bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone und über Ausnahmegesuche nach den Artikeln 24 bis 24e und 37a RPG. Zuständige Stelle der DIJ ist das AGR (Art. 12 Abs. 1 Bst. e OrV DIJ27). Nach Art 6 Abs. 2 OrV DIJ erlässt die Direktorin oder der Direktor der DIJ eine Geschäftsordnung und regelt die Organisation der Direktion im Einzelnen, insbesondere u.a. die Vertretungsbefugnisse und Unterschriftenberechtigung. Nach Art. 7 Abs. 2 OrV DIJ legen sodann die Generalsekretärin oder der Generalsekretär und die Vorsteherinnen und Vorsteher der Ämter Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schriftlich fest und umschreiben die Organisation und die wichtigsten Abläufe ihrer Organisationseinheit in einem Reglement, soweit die Geschäftsordnung der Ergänzung bedarf. Gemäss Amtsreglement des AGR28, welches sowohl von der Direktorin als auch vom Amtsvorsteher des AGR unterschrieben wurde, unterzeichnen die Abteilungsvorstehenden die in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Geschäfte und Verfügungen.”
“Daran ändern auch die Einwände der Beschwerdeführenden in ihrer Stellungnahme vom 20. April 2022 nichts. Wie oben ausgeführt besteht für die hier strittige Delegation der Unterschriftenberechtigung eine genügende gesetzliche Grundlage. Die Situation ist nicht vergleichbar mit den von den Beschwerdeführenden erwähnten Entscheiden des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, in welchen dieses die Delegation der Unterschrift von Entscheiden des Regierungsstatthalters Bern-Mittelland an dessen Abteilungsleiter «Recht» als unzulässig bezeichnete.29 So ist die hoheitliche Entscheidgewalt dort von Gesetzes wegen an die Regierungsstatthalterin / den Regierungsstatthalter bzw. deren Stellvertretende gebunden, weshalb die Unterschriftenbefugnis für deren Entscheide nicht an Mitarbeitende delegiert werden dürfen. Was die Entscheide über die Zonenkonformität bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone und über Ausnahmegesuche nach den Artikeln 24 bis 24e und 37a RPG anbelangt, so sind diese gemäss Gesetz (Art. 25 Abs. 2 RPG und Art. 84 Abs. 1 BauG) nicht personengebunden, sondern durch das AGR als zuständige Stelle der DIJ zu fällen. Die amtsinterne Delegation gestützt auf die ORV DIJ und das Amtsreglement (vgl. oben) ist damit zulässig. Die Eingabe des AGR vom 8. April 2022 erweist sich sodann – entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer 1 und 2 in der Stellungnahme vom 20. April 2022 – nicht als verspätet. So ging diese nicht im Rahmen des mit Verfügung vom 21. Februar 2022 angesetzten Schriftenwechsels ein, sondern wurde vom AGR danach und gestützt auf das Editionsbegehren des Rechtsamts eingereicht. Darüber wurden die Verfahrensbeteiligten vom Rechtsamt mit Verfügung vom 8. April 2022 informiert (Ziff. 3 dieser Verfügung). Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführenden besteht daher kein Grund, dieses Schreiben aus den Akten zuweisen. Dass das Amtsreglement schliesslich im Schreiben des AGR vom 8. April 2022 unter Aufführung der Beilagen als «Amtsreglement vom 1.12.2022» bezeichnet wurde, ist offensichtlich ein Schreibfehler.”
Bei kumulierten, zusammenhängenden baulichen Anlagen ausserhalb der Bauzone ist die Gesamtwirkung auf den Zonenzweck massgebend. Die kantonale Behörde entscheidet, ob die Anlagen zonenkonform sind oder ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann; dabei sind alle zusammenhängenden Arbeiten in einem einzigen Gesuch zu erfassen und gesamthaft zu beurteilen. Eine kommunale Bewilligung ersetzt die kantonale Ausnahmebewilligung nicht und ist in deren Fehlen unwirksam.
“4); qu'en l'espèce, le recourant a installé deux composts, une pergola métallique, un bassin, une terrasse de 10m2 non couverte, une fontaine, un banc, des lampadaires, des haies, des plantations d'arbres et des clôtures, et a ainsi créé un véritable jardin d'agrément sur ses parcelles situées en zone agricole; que, les travaux effectués par le recourant ayant eu lieu hors zone à bâtir, l'affectation de ses parcelles a été modifiée et une autorisation spéciale aurait dû être délivrée par la DIME; qu'en l'occurrence, aucune autorisation spéciale n'a été octroyée pour les installations litigieuses, alors que le recourant savait qu'il aurait dû le faire. En effet, il a déposé une demande d'autorisation spéciale pour la construction de son mur en 2006, preuve qu'il était au fait de la procédure à suivre pour une construction en zone agricole; que le fait que la commune ait considéré dans son courrier du 27 novembre 2007 que tout était en ordre ne saurait dispenser le recourant de demander une autorisation spéciale. En effet, comme le mentionne la jurisprudence précitée, toute autorisation de la commune est nulle en l'absence d'autorisation spéciale délivrée par l'autorité cantonale compétente; que, conformément à l'art. 25 al. 2 LAT, il revient à la DIME de décider si les installations litigieuses, situées hors de la zone à bâtir, sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Pour ce faire, une demande de permis de construire doit être déposée; qu'il convient de prendre en considération l'ensemble des travaux effectués, et non chaque construction séparément; ainsi, il importe peu, contrairement aux allégations du recourant, que certains objets ne soient pas soumis à autorisation selon l'art. 87 ReLATeC; que, puisqu'il convient de prendre en considération l'ensemble des travaux effectués, et non chaque construction séparément, et qu'il s'agit d'installations de nature à modifier de façon sensible la configuration du sol ou l'aspect d'un paysage, d'un lieu ou d'un quartier, il sied de déposer une demande selon la procédure ordinaire (art. 84 al. 1 let. i ReLATeC). Il est indéniable que, prises dans leur ensemble, les modifications effectuées constituent un changement d'affectation considérable par rapport à l'affectation de base des parcelles.”
Für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone entscheidet die zuständige kantonale Behörde, ob das Vorhaben zonenkonform ist oder ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Die Beurteilung erfolgt auf der Grundlage der im Bewilligungsverfahren öffentlich aufgelegten Pläne.
“Il importe en effet que la construction corresponde en tous points aux plans mis à l'enquête et destinés à être intégrés dans le permis de construire. Pour des raisons évidentes de sécurité du droit notamment, une construction doit refléter ce qui a été, ou sera, autorisé par le permis de construire (cf. arrêts TC FR 602 2022 166 du 5 janvier 2024 consid. 2; 602 2023 9 du 9 octobre 2023 consid. 3.2; 602 2022 14 du 5 avril 2022 consid. 4.1). Partant, dès lors que la recourante propose dans son recours des modifications pour le cabanon litigieux – tant quant à son affectation qu'à ses dimensions –, il convient de préciser que la Cour examinera ses griefs uniquement sur la base des plans mis à l'enquête. Ces considérations n'entraînent toutefois aucune conséquence particulière en l'espèce, compte tenu de l'issue du litige. 4. 4.1. Selon l'art. 22 al. 1 de la loi du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire (LAT; RS 700), aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. L'art. 25 al. 2 LAT dispose que pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux‑ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. L'art. 16a al. 1 1ère phrase LAT prévoit que sont conformes à l'affectation de la zone agricole les constructions et installations qui sont nécessaires à l'exploitation agricole ou à l'horticulture productrice, tandis que les art. 24 ss LAT fixent les exceptions admissibles hors de la zone à bâtir. Concrètement, l'art. 24 LAT permet l'octroi d'une autorisation de construire pour les constructions situées hors zone à bâtir, ceci, à condition qu'elles s'imposent par leur destination (let. a) et qu'aucun intérêt prépondérant ne s'y oppose (let. b). 4.2. On peut d'emblée rappeler que l'autorité de planification doit se conformer aux buts et aux principes d'aménagement du territoire de la Confédération (art. 75 de la Constitution fédérale du 18 avril 1999 de la Confédération suisse, Cst.”
“1.2 Als Baugesuchsteller und Eigentümer des betroffenen Grundstücks ist der Beschwerdeführer nach § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 1 VRG zur Beschwerde legitimiert (vgl. auch § 338a des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 [PBG, LS 700.1]). Da die übrigen Prozessvoraussetzungen ebenfalls erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. 2.1 Bauten und Anlagen dürfen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden (Art. 22 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 [RPG, SR 700]). Voraussetzung einer Bewilligung ist nach Art. 22 Abs. 2 RPG, dass die Bauten und Anlagen zonenkonform sind (lit. a) und das Land erschlossen ist (lit. b). Für nicht zonenkonforme Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen ist eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24–24e bzw. Art. 37a RPG erforderlich. Bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen entscheidet die zuständige kantonale Behörde, ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann (Art. 25 Abs. 2 RPG). Vorliegend zuständig war die Beschwerdegegnerin 2 (vgl. § 7 und Anhang Ziffer 1.2.1 der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 [BVV, LS 700.6] in Verbindung mit § 319 PBG). 2.2 Das streitbetroffene Baugrundstück liegt in der Landwirtschaftszone (vgl. Art. 16 RPG) und damit ausserhalb der Bauzonen. Sowohl das bestehende als auch das neu geplante Wohnhaus sind in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform (vgl. Art. 16a RPG), weshalb die Beschwerdegegnerin 2 eine Bewilligung nach Art. 22 RPG verweigerte. Die Erteilung einer Ausnahmebewilligung gestützt auf Art. 24 RPG schloss die Beschwerdegegnerin 2 wegen fehlender Standortgebundenheit des Bauvorhabens aus. Weiter prüfte und verneinte die Beschwerdegegnerin 2 die Erteilung einer Ausnahmebewilligung gestützt auf Art. 24c RPG. Wie bereits im Verfahren vor der Vorinstanz bringt der Beschwerdeführer zu Recht nicht vor, das Bauvorhaben hätte von der Beschwerdegegnerin 2 als zonenkonforme oder als ausserhalb der Bauzonen standortgebundene Baute bewilligt werden müssen.”
“ddd RF lui permettant de prétendre à l'utilisation des places de stationnement litigieuse, on ne voit en effet pas sur quelle base il lui serait possible d'imposer les travaux en cause à la propriétaire du terrain si cette dernière refuse d'y consentir et si cette dernière n'a pas elle-même interjeté recours. Dans ces circonstances, la recourante ne peut pas justifier d'un intérêt digne de protection à ce que les décisions attaquées soient annulées ou modifiées (cf. art. 76 let. a CPJA). Faute de qualité pour recourir, la Cour de céans ne peut pas entrer en matière sur le recours, lequel est irrecevable. 2. Cela étant, même si le recours avait été recevable, il aurait dû être rejeté pour les motifs suivants. 2.1. En vertu de l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. Pour qu'une autorisation de construire hors de la zone à bâtir soit délivrée, la construction ou l'installation doit être conforme à l'affectation de la zone (art. 22 al. 2 let. a LAT) ou, alternativement, remplir les conditions des exceptions prévues aux art. 24 ss LAT. L'art. 25 al. 2 LAT dispose que, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Aux termes de l'art. 136 LATeC, les constructions et installations sises hors de la zone à bâtir sont soumises à une autorisation spéciale de la Direction, délivrée lors de la procédure de permis de construire. L'art. 16a al. 1 1ère phrase LAT prévoit que sont conformes à l'affectation de la zone agricole les constructions et installations qui sont nécessaires à l'exploitation agricole ou à l'horticulture productrice, tandis que les art. 24 ss LAT fixent les exceptions admissibles hors de la zone à bâtir. 2.2. En l'occurrence, il n'est pas contesté que l'emplacement choisi pour les trois places de stationnement litigieuses se situe en dehors de la zone à bâtir, que la recourante n'est pas agricultrice et que les travaux en question ne sont pas nécessaires à une exploitation agricole ni n'ont aucune vocation agraire, de sorte que ces travaux ne sont pas conformes à l'affectation de la zone.”
Bei Spezialzonen wie der Zone für Gartenbau/Marktwirtschaft/Horticulture/Maraîchage ist die zuständige Behörde nicht nach den strengen Kriterien der allgemeinen Landwirtschaftszone zu beurteilen, sondern nach den für diese Spezialzone geltenden Regeln. Dementsprechend können bestimmte Bauten in einer solchen Spezialzone als zonenkonform gelten, auch wenn sie den Massstäben der normalen Landwirtschaftszone nicht entsprechen; für Bauten ausserhalb der Bauzone bleibt jedoch die besondere Ausnahmebewilligung nach Art. 25 Abs. 2 RPG massgebend.
“Il convient donc d'admettre, avec les autorités intimées, qu'elle constitue une zone spéciale fondée sur les art. 18 al. 1 LAT et 32 al. 2 LATC. Le périmètre du PPA est bordé sur deux côtés par des terrains agricoles. Il fait partie d'un ensemble de plateaux agricoles qui s'étirent en direction de Treycovagnes et de Montagny-près-Yverdon. Le secteur est destiné aux exploitations horticoles et maraîchères (art. 70 al. 1 RPGA, qui a repris l'art. 2 RPPA). Les constructions y sont admises, à condition qu'elles correspondent strictement aux besoins de l’exploitation (art. 70 al. 2 et 72 RPGA). Ainsi, et compte tenu du but dans lequel le PPA a été élaboré, il convient d'admettre que la zone horticole et maraîchère relève de la zone non constructible. Pour les constructions hors de la zone à bâtir, une autorisation spéciale de la DGTL est nécessaire (cf. art. 25 al. 2 LAT et 81 al. 1 LATC). Toutefois, cette autorité n'avait pas à raisonner, ainsi que l'affirment les recourants, en application des critères stricts de la zone agricole au sens des art. 16a LAT et 34 al. 3 OAT, mais devait se baser sur les règles applicables à la zone horticole et maraîchère (art. 70 à 72 RPGA, qui ont repris les dispositions du RPPA). Certaines constructions peuvent être conformes à cette zone spéciale, quand bien même elles ne seraient pas conformes à la zone agricole (cf. dans ce sens CDAP AC.2021.0377 du 9 novembre 2022 consid. 3e). Le raisonnement serait du reste identique s'agissant d'une parcelle classée en zone agricole spéciale au sens de l'art. 16a al. 3 LAT, dans la mesure où cette zone constitue une exception au caractère inconstructible de la zone agricole (ATF 150 II 48 consid. 2.4).”
Für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone entscheidet die kantonale Behörde, ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Baubewilligungen, die ohne die erforderliche Zustimmung der kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG erteilt wurden, sind nach der Rechtsprechung grundsätzlich nichtig. Gleichwohl zeigt die Rechtsprechung Nuancen: Der verfahrensrechtliche Mangel kann durch eine nachträgliche kantonale Zustimmung geheilt werden und die Frage der materiellen Rechtswidrigkeit ist für die Wirksamkeit der Bewilligung entscheidend.
“und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b). Nach Art. 25 Abs. 2 RPG entscheidet die kantonale Behörde – im Kanton St. Gallen das AREG –, ob für ein nicht zonenkonformes Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Die Rechtskraft einer früheren Bewilligung erfasst nur die bewilligte Anlage (Art. 24c RPG). Bei einer wesentlichen Änderung der bewilligten Anlage ist die Standortgebundenheit der gesamten Anlage erneut zu überprüfen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung stellt der Ausbau bzw. die Erweiterung einer Mobilfunkantenne mit einem neuen Frequenzband und einer Erhöhung der Sendeleistung (in jenem Fall um 2'400 Watt) keine massvolle Erweiterung im Sinn von Art. 24c Abs. 2 RPG, sondern eine wesentliche Änderung dar, welche die Voraussetzungen der Standortgebundenheit nach Art. 24 RPG erfüllen muss (BGE 133 II 409 E. 3). Allerdings führt die Verneinung der Standortgebundenheit in einem solchen Fall – sofern keine Widerrufsgründe vorliegen – nur zur Verweigerung des Änderungsgesuchs und nicht zur Beseitigung der rechtskräftig bewilligten bestehenden Anlage (BGE 133 II 409 E.”
“Zunächst ist zu bemerken, dass sich ein allfällig bestehender Vertrauensschutz nicht auf das Hühnerhaus erstrecken kann, zumal dessen Standort nachträglich geändert worden ist und die heutige Situation also nicht mit der gemeindlichen Bewilligung übereinstimmt. Die Rüge betreffend Treu und Glauben der Beschwerdeführenden kann also von vornherein nur bezüglich des Gewächshauses geprüft werden. Die oben erwähnten Bedingungen sind jedoch nicht erfüllt. Insbesondere konnten die Beschwerdeführenden nicht von der Richtigkeit der behördlichen Information, d.h. der Baubewilligung der Gemeinde, ausgehen, sondern mussten deren Unrichtigkeit erkennen. Die Notwendigkeit einer kantonalen Mitwirkung für bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone (Art. 25 Abs. 2 RPG) darf gemäss langjähriger bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich als bekannt vorausgesetzt werden (Urteile 1C_260/2021, 1C_262/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1; 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2; 1C_403/2008 vom 23. Oktober 2008 E. 3.3). In der Tat sind Baubewilligungen, die ohne die Zustimmung der kantonalen Bewilligungsbehörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG gewährt wurden, grundsätzlich nichtig (BGE 128 I 254 E. 3.1; 111 Ib 213 E. 5b; Urteile 1C_260/2021, 1C_262/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1; 1C_566/2019 vom 5. August 2020 E. 5.2 und 1C_500/2016 vom 30. Mai 2017 E. 3.1, je mit Hinweisen). Ausserdem steht einer Berufung auf den Vertrauensschutz im vorliegenden Fall die Verwirklichung des fundamentalen raumplanerischen Grundsatzes der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet als erhebliches öffentliches Interesse entgegen (Urteil 1C_79/2022 vom 30. September 2022 E. 8.3). Die Rüge der Verletzung von Treu und Glauben der Beschwerdeführenden ist somit unbegründet.”
“Wie es sich damit im Einzelnen verhält, muss indes nicht abschliessend beurteilt werden; ebenso kann auf Ausführungen zur Zuständigkeit des Tiefbauamts des Kantons Bern (TBA) anstelle des AGR verzichtet werden, welche die Beigeladenen thematisieren («rein wasserbauliche Angelegenheit»; act. 7 S. 5 ff.). 2.2.2 Das Bundesgericht hat mehrfach erwogen, dass eine Baubewilligung ohne Zustimmung der kantonal zuständigen Behörde nichtig sei, da sie unentbehrliches, konstitutiv wirkendes Element der Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG darstelle (BGE 111 Ib 213 E. 5b, bestätigt mit BGE 128 I 254 E. 3.1; BGer 1C_709/2020 vom 24.8.2021 E. 4.2.2, 1C_566/2019 vom 5.8.2020 E. 5.2). Die Baubewilligungsbehörde ist denn auch im Sinn von Art. 40 Abs. 2 VRPG offensichtlich unzuständig, alleine eine solche Ausnahmebewilligung zu erteilen (Michel Daum, a.a.O., Art. 40 N. 20 mit Hinweis auf die genannten BGE). Das Bundesgericht hat indes auch entschieden, die kantonale Behörde könne dem Vorhaben nachträglich zustimmen (BGE 111 Ib 213 E. 5b), da eine ohne deren Zustimmung erteilte Baubewilligung nur dann nichtig und damit in jeder Hinsicht unwirksam sei, wenn sie auch materiell rechtswidrig ist (vgl. allgemein BGE 133 II 181 E. 5.1.3 am Ende, mit Hinweisen; zu Art. 25 Abs. 2 RPG BGE 132 II 21 E. 3; BGer 1C_404/2009 vom 12.5.2010, in Pra 100/2011 Nr. 16 E. 2.2, 1A.211/1999 vom 27.9.2000 E. 4c; Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 25 N. 37). Daraus folgt, dass der verfahrensrechtliche Mangel der fehlenden Zustimmung allein nicht derart gravierend ist, dass er nicht geheilt werden könnte. Entscheidend ist vielmehr die Frage nach der materiellen Rechtswidrigkeit. Entgegen den Beschwerdeführenden ist nicht einsichtig, weshalb das nur bei der nachträglichen Bewilligung von bereits erstellten Bauten und Anlagen zutreffen sollte (Beschwerde S. 8). Zwar mag die Rechtssicherheit ungleich stärker betroffen sein, wenn eine bereits ausgeübte Baubewilligung zur Diskussion steht. Die Schwere des Mangels an sich ist deshalb aber nicht anders zu beurteilen. Das Bundesgericht hat das Kriterium der materiellen Rechtswidrigkeit in den erwähnten Urteilen denn auch nicht spezifisch im Rahmen der Abwägung zwischen den Interessen der Rechtssicherheit und der Anwendung des richtigen Rechts erwähnt, sondern ganz allgemein.”
Nach konstanter Rechtsprechung entscheidet die kantonale Behörde über die Zulässigkeit von Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone; die kantonale Bewilligung ist hierfür konstitutiv. Fehlt eine vorgängige kantonale Ermächtigung, entfaltet eine von der Gemeinde allein erteilte Baubewilligung ausserhalb der Bauzone keine Wirkung und ist nach der Rechtsprechung nichtig.
“et si le terrain est équipé (let. b). L'art. 103 LATC prévoit qu'aucun travail de construction ou de démolition, en surface ou en sous-sol, modifiant de façon sensible la configuration, l'apparence ou l'affectation d'un terrain ou d'un bâtiment, ne peut être exécuté avant d'avoir été autorisé (al. 1). Aux termes de l'art. 25 al. 2 LAT, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Dans ce cadre, l'art. 120 al. 1 let. a LATC, prévoit que les constructions hors des zones à bâtir ne peuvent être construites, reconstruites, agrandies, transformées ou modifiées dans leur destination, sans autorisation spéciale; l'autorité compétente est le département cantonal (cf. art. 81 al. 1 et 121 let. a LATC). Dans le canton de Vaud, la DGTL (respectivement l'ancien SDT dans le cas présent) est l'autorité compétente selon l'art. 25 al. 2 LAT pour décider si les projets situés hors de la zone à bâtir sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 4 al. 3 let. a LATC). Sans autorisation cantonale préalable, un permis de construire délivré par une commune hors de la zone à bâtir ne peut déployer aucun effet. Il est radicalement nul (ATF 132 II 21 consid.”
“et si le terrain est équipé (let. b). L'art. 103 LATC prévoit qu'aucun travail de construction ou de démolition, en surface ou en sous-sol, modifiant de façon sensible la configuration, l'apparence ou l'affectation d'un terrain ou d'un bâtiment, ne peut être exécuté avant d'avoir été autorisé (al. 1). Aux termes de l'art. 25 al. 2 LAT, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Dans ce cadre, l'art. 120 al. 1 let. a LATC, prévoit que les constructions hors des zones à bâtir ne peuvent être construites, reconstruites, agrandies, transformées ou modifiées dans leur destination, sans autorisation spéciale; l'autorité compétente est le département cantonal (cf. art. 81 al. 1 et 121 let. a LATC). Dans le canton de Vaud, la DGTL (respectivement l'ancien SDT dans le cas présent) est l'autorité compétente selon l'art. 25 al. 2 LAT pour décider si les projets situés hors de la zone à bâtir sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée (cf. art. 4 al. 3 let. a LATC). Sans autorisation cantonale préalable, un permis de construire délivré par une commune hors de la zone à bâtir ne peut déployer aucun effet. Il est radicalement nul (ATF 132 II 21 consid. 3.2.2; ATF 111 Ib 213 consid. 5; TF 1C_537/2011 du 26 avril 2012 consid. 2.2.1; CDAP AC.2019.0203 du 2 juin 2020 consid. 3a et les références citées).”
“Comme on l'a vu ci-dessus, l'art. 25 al. 2 LAT exige que, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Il importe ainsi peu que le projet soit ou non conforme aux prescriptions du RPPA régissant la zone de hameau. Même en cas d'autorisation délivrée dans le cadre de l'art. 22 LAT, la décision appartient à l'autorité cantonale. Seule la qualification de la zone, en l'occurrence inconstructible, est déterminante. Dans le cas présent, le questionnaire de demande du permis de construire indiquait que la construction n'était pas située hors des zones à bâtir. Le projet n'a donc pas été soumis à autorisation du SDT. La synthèse CAMAC du 17 juillet 2013 ne contenait aucune détermination de ce service et encore moins de décision de sa part au titre d'autorité compétente pour les constructions hors zone à bâtir. Dans ces conditions, force est de constater que l'autorisation de construire délivrée par la municipalité est nulle de plein droit.”
“Comme on l'a vu ci-dessus, l'art. 25 al. 2 LAT exige que, pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux-ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. Il importe ainsi peu que le projet soit ou non conforme aux prescriptions du RPPA régissant la zone de hameau. Même en cas d'autorisation délivrée dans le cadre de l'art. 22 LAT, la décision appartient à l'autorité cantonale. Seule la qualification de la zone, en l'occurrence inconstructible, est déterminante. Dans le cas présent, le questionnaire de demande du permis de construire indiquait que la construction n'était pas située hors des zones à bâtir. Le projet n'a donc pas été soumis à autorisation du SDT. La synthèse CAMAC du 14 juin 2016 ne contenait aucune détermination de ce service et encore moins de décision de sa part au titre d'autorité compétente pour les constructions hors zone à bâtir. Dans ces conditions, force est de constater que l'autorisation de construire délivrée par la municipalité est nulle de plein droit.”
“L'habitation des recourants est située en zone agricole au sens de l’art. 16 de la loi fédérale sur l’aménagement du territoire (LAT; RS 700), soit hors de la zone à bâtir; la construction n’est pas liée à une exploitation agricole. Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, il incombe à une autorité cantonale de décider s'ils sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée, ceci en vertu de l'art. 25 al. 2 LAT. Dans le Canton de Vaud, la compétence de délivrer une autorisation spéciale pour construire, reconstruire, agrandir, transformer ou modifier dans leur destination les constructions hors des zones à bâtir appartient au département en charge de l’aménagement du territoire et de la police des constructions (cf. art. 120 al. 1 let. a et d et art. 121 al. 1 let. a LATC), soit actuellement le Département des institutions, du territoire et du sport (ci-après: DITS); plus précisément, cette compétence a été attribuée à la DGTL (art. 4 al. 3 let. a LATC). La municipalité ne peut pas, sans autorisation spéciale de l'autorité cantonale, octroyer un permis de construire. De jurisprudence constante, et antérieure à 1997, une autorisation délivrée en dehors de la zone à bâtir par l'autorité communale est nulle, l'autorisation cantonale étant un élément constitutif et indispensable de l'art. 24 LAT (ATF 111 Ib 213 consid. 5; voir aussi ATF 132 II 21 consid. 3.2.2; TF 1C_483/2012 du 30 août 2013 consid.”
“Conformément à l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l’autorité compétente. L'art. 103 al. 1 LATC prévoit pour sa part qu'aucun travail de construction ou de démolition en surface ou en sous-sol, modifiant de façon sensible la configuration, l'apparence ou l'affectation d'un terrain ou d'un bâtiment, ne peut être exécuté avant d'avoir été autorisé. Pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, il incombe à une autorité cantonale de décider s'ils sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée, ceci conformément à l'art. 25 al. 2 LAT. Dans le canton de Vaud, la compétence de délivrer une autorisation spéciale pour construire, reconstruire, agrandir, transformer ou modifier dans leur destination les constructions hors des zones à bâtir appartient au département en charge de l’aménagement du territoire et de la police des constructions (cf. art. 120 al. 1 let. a et d et art. 121 al. 1 let. a LATC, soit actuellement le Département des institutions, du territoire et du sport (DITS); cette compétence a été déléguée à la DGTL. La municipalité ne peut pas, sans autorisation spéciale de l'autorité cantonale, octroyer un permis de construire. De jurisprudence constante, une autorisation délivrée en dehors de la zone à bâtir par l'autorité communale est nulle, l'autorisation cantonale étant un élément constitutif et indispensable pour tout permis de construire délivré en zone inconstructible (ATF 132 II 21 consid. 3.2.2; TF 1C_265/2012 du 25 mars 2013 consid. 3; 1C_537/2011 du 26 avril 2012 consid. 2.2.1; cf. aussi CDAP AC.2022.”
Im Rahmen der kantonalen Zuständigkeits‑ und Verfahrensregelung ist die zuständige Behörde dafür Sorge zu tragen, dass die in der öffentlichen Auflage bzw. Publikation verwendeten Projektbezeichnungen und -beschriebe materiell dem Inhalt der eingereichten Gesuche entsprechen.
“À teneur de l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. Les détails relatifs à la compétence et à la procédure sont réglés par le droit cantonal (art. 25 al. 1 LAT). Dans le canton de Genève, le Département du territoire est l'autorité compétente pour l'instruction des demandes et la délivrance des autorisations de construire (art. 1 al. 6 LCI). Cette attribution exige de l'autorité qu'elle connaisse la terminologie consacrée par le droit applicable, mais aussi qu'elle l'utilise de façon conséquente et précise dans les procédures qu'elle conduit. Cela implique en particulier que les intitulés et descriptifs des projets mis à l'enquête publique - puis autorisés - correspondent matériellement au contenu des demandes d'autorisation déposées (cf. ALEXANDER RUCH, Commentaire pratique LAT: Autorisation de construire, protection juridique et procédure, 2020, n. 53 ad art. 22 LAT). En effet, les administrés doivent pouvoir attendre des autorités spécialisées qu'elles décrivent correctement les projets qui leur sont soumis, en particulier dans le cadre de la publication officielle de la demande d'autorisation. Ces exigences concrétisent le droit d'être entendu garanti à l'art.”
Vor einer materiellen gerichtlichen Prüfung hat die zuständige kantonale Behörde zunächst festzustellen, ob für das ausserhalb der Bauzone geplante Vorhaben eine Bewilligung erforderlich ist und gegebenenfalls über eine Ausnahmebewilligung zu entscheiden. Fehlt eine solche verwaltungsbehördliche Entscheidung, sollen Gerichte die materielle Rechtmässigkeit des Vorhabens nicht vorentscheiden.
“Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. Das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 23. November 2022 ist aufzuheben und die Angelegenheit zum Entscheid an das Amt für Raumentwicklung des Kantons Thurgau zu überweisen. Dieses hat die Bewilligungsvoraussetzungen für das ausserhalb der Bauzone geplante Bauvorhaben zu prüfen (Art. 25 Abs. 2 RPG i.V.m. § 53 Abs. 3 PBV/TG). Eine Beurteilung der weiteren Rügen der Beschwerdeführenden durch das Bundesgericht erübrigt sich unter diesen Umständen. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdegegnerin kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Sie hat den Beschwerdeführenden für das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Über die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des kantonalen Verfahrens wird die Vorinstanz neu zu befinden haben (Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG). Demnach erkennt das Bundesgericht:”
“Il ressort de ce qui précède que la municipalité ne pouvait pas ordonner l'enlèvement de la haie de lauriers-cerises litigieuse. Vu les art. 25 al. 2 LAT et 120 al. 1 let. a LATC, il appartiendra à la DGTL de déterminer si cette plantation est soumise à autorisation puis, si tel est le cas, de décider si elle peut être autorisée et, cas échéant, si son enlèvement doit être ordonné. Contrairement à ce que demande le recourant dans les conclusions de son recours, il n'appartient pas au tribunal de céans, en l'absence de toute décision de l'autorité administrative compétente sur ce point, de statuer à ce stade sur la conformité au droit de la plantation en question. Vu le sort du recours, les frais sont mis à la charge de la Commune de Trélex (art. 49 al. 1, 91 et 99 de la loi vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative [LPA-VD; RS 173.36]). Cette dernière versera des dépens au recourant, qui a procédé par l'intermédiaire d'un mandataire professionnel (art. 55 al. 1 et 2, 91 et 99 LPA-VD). Par ces motifs la Cour de droit administratif et public du Tribunal cantonal arrête: I. Le recours est admis.”
Für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen kann die Gemeinde keine eigene Autonomie für die Entscheidung über die Erteilung der Baubewilligung beanspruchen. Art. 25 Abs. 2 RPG gebietet, dass über Zonenkonformität bzw. die Erteilung einer Ausnahmebewilligung die zuständige kantonale Behörde entscheidet; Zuständigkeiten dafür dürfen nicht der kommunalen Autonomie zugeschoben werden.
“Ausserdem verfügt die kommunale Baubehörde unter Umständen nicht nur bei der Anwendung kommunalen Rechts, sondern auch bei der Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe des kantonalen Rechts über eine erhebliche Entscheidungsfreiheit, soweit die Art der geregelten Materie Raum für ein kommunales Selbstbestimmungsrecht lässt (Marco Donatsch, in: Kommentar VRG, § 20 N. 61; BGE 136 I 395 E. 3.2.3). Allerdings kann der Gemeinde keine Autonomie bezüglich der Anwendung der Vorschriften des kantonalen Rechts und des Bundesrechts über die erstinstanzliche Zuständigkeit in Bausachen, wie von § 318 PBG und Art. 25 Abs. 2 RPG, zukommen; davon zu trennen ist etwa der kommunale Regelungsspielraum zur Festlegung der örtlichen Baubehörde gemäss § 318 PBG (vgl. dazu VGr, 11. Mai 2023, VB.2022.00614, E. 4.2.1). Zudem hat die bundesgerichtliche Rechtsprechung festgehalten, dass besondere Zonen für Weiler ausserhalb des Siedlungsgebiets im Sinn von Art. 33 RPV keine Bauzonen nach Art. 15 RPG, sondern beschränkte, das Nichtbaugebiet überlagernde Zonen darstellen und damit Nichtbauzonen bilden, bei denen Baubewilligungen (auch für zonenkonforme Vorhaben) gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG nur mit Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde erteilt werden dürfen (BGE 145 II 83 E. 4.2; BGr, 23. November 2022, 1C_35/2022, E. 4.1.1). Gegenüber diesen bundesrechtlichen Mindestanforderungen des RPG kann die Gemeinde keine Autonomie beanspruchen.”
Sind mehrere Teilpläne (PPA) betreffend dasselbe Gebiet vorgelegt, kann ein koordiniertes gemeinsames Prüfungs- und Berichtsverfahren genügen; ein einzig verbindlicher gemeinsamer Plan ist nicht zwingend, sofern die Teilpläne einzeln anwendbar bleiben und die Koordination (z. B. durch gemeinsame Berichte oder ein gemeinsames Raumplanungsdokument) die gesamthaften raumplanerischen Probleme erfasst.
“On ne distingue dès lors pas d'emblée quels éléments interdiraient la réalisation d'une planification tripartite; la solution adoptée par l'autorité communale et approuvée par le service cantonal compétent n'apparaît ainsi pas inappropriée. Dans ces conditions, compte tenu de la retenue dont doit faire preuve l'autorité de recours quand entrent en ligne de compte, comme en l'espèce, la connaissance des circonstances et des lieux, c'est à raison que le Tribunal cantonal n'a pas substitué sa propre appréciation - favorable à une planification unique - à celle de l'autorité communale, ménageant en cela l'autonomie dont celle-ci dispose dans ce domaine (cf. art. 139 al. 1 de la Constitution du canton de Vaud du 14 avril 2003 [RS/VD 101.01] et art. 2 al. 2 LATC; cf. arrêt 1C_365/2010 du 18 janvier 2011 consid. 2.1 non publié in ATF 137 II 23). 5.3.2. Quant au principe de coordination à proprement parler, celui-ci n'est en l'espèce d'aucun secours à la recourante. Appliqué par analogie à un plan d'affectation en vertu de l'art. 25 al. 4 LAT, ce principe suppose que ce plan - qui constitue lui-même déjà un instrument de coordination (ARNOLD MARTI, Commentaire LAT, 2010, n. 42 ad art. 25a LAT) - tienne compte de l'ensemble des problématiques susceptibles de se présenter (cf. ATF 123 II 88 consid. 2a p. 93; arrêt 1C_163/2011 du 15 juin 2012 consid. 3). Or, pris individuellement, chacun des PPA répond à ces exigences: ils ont tous trois été soumis au SDT et ont fait l'objet de rapports d'examen réunissant les préavis de l'ensemble des différents services de l'Etat concernés. Cela étant, à supposer qu'outre le critère géographique les trois plans soient unis par un lien si étroit qu'ils ne puissent être appliqués isolément - comme le prétend la recourante -, le principe de coordination ne s'en trouve pas moins respecté. En effet, les PPA ont été établis de façon cohérente par un même bureau d'architectes et ont fait l'objet d'un rapport d'aménagement conjoint (art. 47 OAT; dont la dernière version au dossier date du 16 janvier 2009), identifiant l'ensemble des problématiques liées au secteur, dans son intégralité.”
Bis zur Anpassung der Kommunalplanungen sind kantonale Regelungen notwendig. Sie schaffen Klarheit über Zuständigkeit, Verfahrensablauf und anwendbares Recht und verhindern, dass Baubewilligungen, die ohne Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde erteilt werden, mit dem Rechtsmakel der Nichtigkeit belastet werden und dadurch grosse Rechtsunsicherheit entsteht.
“Der Thurgauer Regierungsrat stützte sich auf § 43 Abs. 1 der Thurgauer Kantonsverfassung vom 16. März 1987 (KV/TG, RB 101). Danach sei er befugt, die für den Vollzug von Art. 15 und Art. 25 Abs. 2 RPG notwendigen Verordnungen zu erlassen. Im Prüfbericht zum kantonalen Richtplan habe der Bundesrat darauf hingewiesen, dass Kleinsiedlungen, die den Anforderungen an eine Bauzone nach Art. 15 RPG nicht entsprechen, von Bundesrechts wegen zu einer Zone des Nichtbaugebietes zu zählen seien. Gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG entscheide bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen die zuständige kantonale Behörde, ob sie zonenkonform seien oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden könne. Bis die Gemeinden die erforderlichen Anpassungen in ihren Kommunalplanungen vorgenommen hätten, bestünde somit die Gefahr, dass einerseits eine nicht auf die übergeordneten Vorgaben abgestimmte Neubautätigkeit entstehe, und dass andererseits Baubewilligungen, die ohne Zustimmung der kantonalen Behörde von den Gemeinden erteilt würden, mit dem Rechtsmakel der Nichtigkeit belastet seien. Diese Ausgangslage führe zu grosser Rechtsunsicherheit. Aus diesem Grunde seien Regelungen nötig, die für die Baubewilligungsverfahren in den betroffenen Kleinsiedlungen bis zur Anpassung der Kommunalplanungen Klarheit schafften hinsichtlich Zuständigkeit, Verfahren und anwendbaren Rechts.”
Bei interkantonaler oder grenzüberschreitender Planung kann eine formell geregelte Koordination («coordination réglée») ausreichend sein, soweit die konkrete Festlegung von Standorten nicht zur Richtplanung gehört und die beteiligten Kantone abgestimmt haben; genauere Standortentscheidungen können danach der nachfolgenden Planung zustehenden Kompetenz des Kantons verbleiben.
“Il faut plutôt constater que les cantons de Berne et du Jura se sont entretenus dès l'élaboration du PDPE, lors des procédures d'adaptation du plan directeur bernois ainsi qu'au stade de l'examen préalable du plan de quartier litigieux (dos. OACOT EP, p. 23) et que les éléments de désaccord qui ont été invoqués en lien avec le projet entrepris n'ont en définitive plus été contestés formellement par le canton du Jura, qui n'a formulé que des regrets et n'a pas souhaité poursuivre la discussion avec les autorités bernoises. Dès lors, c'est à juste titre que le plan directeur porte la mention "coordination réglée", s'agissant du site de la Montagne de Tramelan. Quoi qu'il en soit, il apparaît d'ailleurs que les remarques du canton du Jura n'ont porté que sur l'emplacement des aérogénérateurs (dos. OACOT EP, p. 44; surtout T6 et T7). Or, le choix de l'emplacement des turbines au sein du périmètre du parc éolien désigné dans le plan directeur ne relève pas de la planification directrice. L’art. 7 LAT traite toutefois de la collaboration, au-delà des frontières cantonales, dans la planification directrice, la collaboration dans la planification d'affectation relevant en premier lieu du droit cantonal (art. 25 al. 1 LAT; P. Tschannen, Commentaire LAT – Planification, art. 7 n. 6 et 20 ainsi que rem. ad art. 6 à 12, n. 3). 4.5.5 Enfin, pour les mêmes raisons, c'est à tort que les recourants affirment que le site de la Montagne de Tramelan est dépourvu d'une base suffisante dans le plan directeur bernois, faute de coordination intercantonale adéquate. A ce propos, comme l'intimée 1 l'a souligné (ch. 47 de la réponse), il y a lieu de relever que l'affaire ayant fait l'objet de la jurisprudence invoquée (par analogie) par ces derniers (TF 1C_346/2014 du 26 octobre 2016) se distingue du présent cas, puisque, comme évoqué (voir c. 4.5.1), le plan directeur bernois présente l'ensemble des éléments ayant permis de définir le site de la Montagne de Tramelan en tant qu'emplacement propice à l'implantation d'éoliennes et détaille aussi, par renvoi au PDPE, les résultats concrets de l'appréciation de ces différents critères, s'agissant du site en question (PDPE 2008, Partie 6: "Fiches descriptives des périmètres étudiés", ch.”
Die Kantone können nach Art. 25 Abs. 1 RPG vorsehen, dass unklare zivilrechtliche Vorfragen von den Zivilgerichten zu entscheiden sind. In der Lehre und Rechtsprechung wird angenommen, dass das Baubewilligungs- oder das entsprechende Rechtsmittelverfahren bis zum Entscheid des Zivilgerichts sistiert werden kann; eine bundesrechtliche Pflicht zur Sistierung besteht jedoch nicht.
“Nach Art. 22 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden (Abs. 1); Voraussetzung einer Bewilligung ist, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen und das Land erschlossen ist (Abs. 2); die übrigen Voraussetzungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts bleiben vorbehalten (Abs. 3). Das öffentlich-rechtliche Baubewilligungsverfahren hat grundsätzlich einzig zum Zweck festzustellen, ob das Bauvorhaben mit den öffentlich-rechtlichen Vorschriften übereinstimmt. Die Person des Gesuchstellers, insbesondere deren zivilrechtliche Bauberechtigung, steht dagegen nicht im Vordergrund (Urteile 1C_116/2013 vom 11. Oktober 2013 E. 5.2; 1C_13/2020 vom 13. Oktober 2020 E. 3.1). Aus der in Art. 22 RPG vorgesehenen Bewilligungspflicht von Bauten ergibt sich keine Pflicht der Baubewilligungsbehörden, zivilrechtliche Vorfragen betreffend die Bauberechtigung des Baugesuchstellers selber zu prüfen, zumal gemäss Art. 25 Abs. 1 RPG die Kantone die Zuständigkeiten und das Verfahren ordnen. Die Kantone können daher bundesrechtskonform vorsehen, dass im Baubewilligungsverfahren nicht klar zu beantwortende zivilrechtliche Vorfragen von den Zivilgerichten zu entscheiden sind (Urteil 1C_246/2015 vom 4. März 2016 E. 4.2). Wird im Baubewilligungsverfahren der Entscheid über eine zivilrechtliche Vorfrage den Zivilgerichten überlassen, kann gemäss der Lehre und Rechtsprechung das Baubewilligungs- bzw. das entsprechende Rechtsmittelverfahren bis zum Entscheid des Zivilrichters sistiert werden (Urteil 1C_246/2015 vom 4. März 2016 E. 6.2 mit Hinweisen). Eine bundesrechtliche Pflicht zu einer solchen Sistierung besteht jedoch nicht. So erachtete das Bundesgericht eine kantonale Gerichtspraxis als bundesrechtskonform, gemäss welcher die Gemeinden nicht bereits dann befugt sind, die Behandlung von Baugesuchen auszusetzen, wenn sie Zweifel an der zivilrechtlichen Bauberechtigung des Gesuchstellers haben (Urteil 1C_116/2013 vom 11.”
Die Prüfung der Zonenkonformität von Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone ist gesamtkantonale Aufgabe einer fachkompetenten Behörde und hat nach einheitlichen, rechtsgleichen Kriterien zu erfolgen; eine materielle Delegation dieser Beurteilung an die Gemeinden ist ausgeschlossen, auch im Verweigerungsfall. Gemeinden dürfen die Realisierung zonenkonformer Landwirtschaftsbauten nicht systematisch verhindern. Den Kantonen bleibt ein beschränkter Gestaltungsspielraum beim Verfahrensmodell (z. B. ausschliesslich kantonale Zuständigkeit oder Beibehaltung der kommunalen Zuständigkeit mit obligatorischer kantonaler Zustimmung), wobei die kantonale Behörde die Zonenkonformität und die Frage der Ausnahmebewilligungsfähigkeit materiell zu prüfen hat.
“Da Landwirtschaftszonen der langfristigen Sicherung der Ernährungsbasis des Landes dienen (Art. 16 Abs. 1 Satz 1 RPG), stellt auch die Errichtung von zonenkonformen Bauten, die den Bedürfnissen eines landwirtschaftlichen Betriebes entsprechen, ein Anliegen des RPG dar (vgl. Urteil 1C_228/2022, 1C_229/2022 vom 22. Februar 2023 E. 5.1.3). Diese Beurteilung muss gesamtkantonal durch eine fachkompetente Behörde nach einheitlichen und rechtsgleichen Kriterien erfolgen. Es darf nicht im Belieben der Gemeinde liegen, die Realisierung solcher Bauten systematisch zu verhindern. Dies schliesst eine Delegation dieser wichtigen raumplanungsrechtlichen Fragestellungen an die Gemeinden - auch im Verweigerungsfall - aus. Insofern besteht kein Raum mehr für die Gemeindeautonomie (Art. 50 Abs. 1 BV; vgl. BGE 133 II 321 E. 4.3.5; zum verbleibenden Spielraum der Gemeinde: Urteil 1C_228/2022, 1C_229/2022 vom 22. Februar 2023 E. 5.1.2 f. mit Hinweisen). Den Kantonen verbleibt ein - wenn auch beschränkter - Gestaltungsspielraum bei der Ausgestaltung des Verfahrens nach Art. 25 Abs. 2 RPG: Sie können für die Zuständigkeit zur Bewilligungserteilung ausschliesslich eine kantonale Behörde bestimmen, an welche die ordentliche (in der Regel kommunale) Bewilligungsbehörde Antrag zu stellen hat, oder sie belassen die Bewilligungszuständigkeit bei der ordentlichen Bewilligungsbehörde, wobei in diesem Fall aber zwingend die Zustimmung einer kantonalen Behörde eingeholt werden muss; auch in letzterem Fall hat die kantonale Behörde die Zonenkonformität und Ausnahmebewilligungsfähigkeit zu prüfen und mithin materiell darüber zu entscheiden (vgl. HEER, a.a.O., S. 72 Fn. 489 [E. 3.3 hiervor]; ZUFFEREY, a.a.O., N. 454 und 1144; zu den zwei Modellen bzw. Regelungsmöglichkeiten der Kantone auch: WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., N. 41 zu Art. 25 RPG; RUCH, RPG-Kommentar, 2020, N. 28 und 34 f. zu Art. 25 RPG). Der Kanton Graubünden ist grundsätzlich dem ersten Modell verpflichtet: Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone erfordern gemäss Art. 87 Abs. 1 KRG/GR neben der Baubewilligung eine kantonale Bewilligung (BAB-Bewilligung).”
“Da Landwirtschaftszonen der langfristigen Sicherung der Ernährungsbasis des Landes dienen (Art. 16 Abs. 1 Satz 1 RPG), stellt auch die Errichtung von zonenkonformen Bauten, die den Bedürfnissen eines landwirtschaftlichen Betriebes entsprechen, ein Anliegen des RPG dar (vgl. Urteil 1C_228/2022, 1C_229/2022 vom 22. Februar 2023 E. 5.1.3). Diese Beurteilung muss gesamtkantonal durch eine fachkompetente Behörde nach einheitlichen und rechtsgleichen Kriterien erfolgen. Es darf nicht im Belieben der Gemeinde liegen, die Realisierung solcher Bauten systematisch zu verhindern. Dies schliesst eine Delegation dieser wichtigen raumplanungsrechtlichen Fragestellungen an die Gemeinden - auch im Verweigerungsfall - aus. Insofern besteht kein Raum mehr für die Gemeindeautonomie (Art. 50 Abs. 1 BV; vgl. BGE 133 II 321 E. 4.3.5; zum verbleibenden Spielraum der Gemeinde: Urteil 1C_228/2022, 1C_229/2022 vom 22. Februar 2023 E. 5.1.2 f. mit Hinweisen). Den Kantonen verbleibt ein - wenn auch beschränkter - Gestaltungsspielraum bei der Ausgestaltung des Verfahrens nach Art. 25 Abs. 2 RPG: Sie können für die Zuständigkeit zur Bewilligungserteilung ausschliesslich eine kantonale Behörde bestimmen, an welche die ordentliche (in der Regel kommunale) Bewilligungsbehörde Antrag zu stellen hat, oder sie belassen die Bewilligungszuständigkeit bei der ordentlichen Bewilligungsbehörde, wobei in diesem Fall aber zwingend die Zustimmung einer kantonalen Behörde eingeholt werden muss; auch in letzterem Fall hat die kantonale Behörde die Zonenkonformität und Ausnahmebewilligungsfähigkeit zu prüfen und mithin materiell darüber zu entscheiden (vgl. HEER, a.a.O., S. 72 Fn. 489 [E. 3.3 hiervor]; ZUFFEREY, a.a.O., N. 454 und 1144; zu den zwei Modellen bzw. Regelungsmöglichkeiten der Kantone auch: WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., N. 41 zu Art. 25 RPG; RUCH, RPG-Kommentar, 2020, N. 28 und 34 f. zu Art. 25 RPG). Der Kanton Graubünden ist grundsätzlich dem ersten Modell verpflichtet: Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone erfordern gemäss Art. 87 Abs. 1 KRG/GR neben der Baubewilligung eine kantonale Bewilligung (BAB-Bewilligung).”
Zu Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone gilt, dass Einrichtungen, Nebenanlagen und Aussenanlagen, die in direktem Zusammenhang mit Bauten in der Bauzone stehen, grundsätzlich innerhalb der Bauzone vorzusehen bzw. auszuführen sind. Die Verwaltungspraxis beruft sich auf die entsprechende Rechtsprechung, wonach z. B. Zufahrten, Parkplätze, Terrassen, Zäune oder Gartenhäuschen, die in direktem Bezug zu einer in der Bauzone liegenden Baute stehen, nicht ausserhalb der Bauzone realisiert werden dürfen.
“Un plan d'implantation daté du 1er août 2022 et modifié le 16 août 2022, figure encore dans le dossier de la cause; ne portant pas de visa de la municipalité, il ne contient plus la place de stationnement empiétant sur la zone agricole, tout au sud de la parcelle, mais prévoit nouvellement quatre places situées le long de sa limite est. La Centrale des autorisations en matière de construction (CAMAC) a rendu le 24 août 2022 ses deux synthèses relatives aux deux enquêtes publiques dont il ressort que les autorités cantonales compétentes ont délivré les autorisations spéciales requises, respectivement des préavis favorables. S'agissant de la reconstruction, la Direction générale du territoire et du logement, Division Hors zone à bâtir (ci-après: la DGTL), a formulé la remarque suivante: "La présente détermination se base sur les plans modifiés en date du 16 août 2022 par le bureau N.________. Le projet étant entièrement inclus dans la zone du village du plan d'affectation de l'ancienne commune de Pampigny, il n'est pas soumis à autorisation de notre direction (art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3 let. a LATC). S'agissant de la fraction de la parcelle n° 4042 en zone agricole et en tenant compte des accès et place de stationnement qui y ont été aménagés sans l'autorisation de la DGTL, nous devons apporter les précisions suivantes: Conformément à la jurisprudence du Tribunal cantonal (AC.2005.0236, AC.2027.0286) et du Tribunal fédéral (1A.36/2001, 1A.276/2006), tous les aménagements (routes privées, places de stationnement, terrasse, mouvements de terre, plantations ornementales, place de jeu, jardins privatifs, gazon anglais, potager, murs, cabanon, débords d'avant-toit et de balcons, bande drainante en pied de façade, etc.) en rapport direct avec des constructions situées en zone à bâtir doivent être prévus exclusivement à l'intérieur de cette dernière. Dans ce cadre, même la pose d'une clôture ou d'une haie, pour une parcelle qui sera déjà affectée en partie en zone à bâtir et en partie hors zone à bâtir, ne peut pas être exécutée sur la fraction de la parcelle sise hors zone à bâtir.”
“En cas d'atteintes à l'aire forestière, l'Inspection cantonale des forêts, en application de l'article 50, al. 2, LFo exigera la remise en état de l'aire forestière aux frais du requérant. (...). La Direction générale du territoire et du logement, Division Hors zone à bâtir (DGTL/HZB5) formule la remarque suivante: Selon les plans modifiés et datés du 10 juin 2020, il apparait que le projet envisagé sur la parcelle n° 821 de la commune de Jorat-Mézières - qui consiste en la construction d'un bâtiment de 40 boxes de stockage - est compris entièrement en zone à bâtir (zone artisanale) selon le plan général d'affectation communal. De sorte que notre direction générale n'a pas d'autorisation spéciale à délivrer pour ces travaux (art. 25 al. 2 LAT et 4 al. 3 let. a LATC). Au vu de la limite avec la zone agricole notre direction générale attire toutefois l'attention des propriétaires et de l'autorité communale que, conformément à la jurisprudence en la matière du Tribunal cantonal et du Tribunal fédéral (1A.36/2001, AC.2005.0236, 1A.276/2006), tous les aménagements (routes privées, places de stationnement, terrasse, chemin, cabanon de jardin, bûcher, serres, couverts, balançoires et toboggans, piscine, étangs, mouvement de terre, murs, etc.) en rapport direct avec des constructions situées en zone à bâtir, doivent être exclusivement prévus à l'intérieur de cette dernière. En l'occurrence, toutes constructions et installations en rapport avec le bâtiment situé en zone à bâtir doivent dès lors impérativement être exécutées dans ladite zone à bâtir. Au vu des éléments qui précèdent, il sera mentionné dans le permis de construire que: - aucun travaux ne peuvent être réalisés hors des zones à bâtir; - le projet sera réalisé selon les plans modifiés et datés du 10 juin 2020".”
Bei Legalisierungsgesuchen bleibt es dem Eigentümer vorbehalten, selbst zonenkonforme Varianten vorzuschlagen; die zuständige kantonale Behörde hat sich nicht an seine Stelle zu setzen, indem sie anstelle des Eigentümers inhaltliche Entscheidungen trifft oder ein alternatives Baugesuch für ihn formuliert (vgl. Rechtsprechung).
“Elle ne peut être prise en considération que lorsqu'il s'agit d'examiner s'il s'impose de procéder au rétablissement de l'état conforme au droit, ce qui n'est pas l'objet de la présente procédure. Partant, les griefs soulevés par les recourants sur ce point ne sont pas pertinents. A cet égard, la Cour rappelle qu'une nouvelle demande de permis de construire visant à la légalisation de travaux non conformes n'oblige pas le propriétaire à reprendre le projet initialement autorisé. Il lui est loisible de proposer d'autres variantes, allant du simple maintien des travaux réalisés sans autorisation à une modification complète de l'aménagement, pour autant que celles-ci soient conformes à la législation en vigueur. En d'autres termes, le propriétaire conserve la liberté que lui reconnaît la loi et il n'appartient pas à l'autorité de se substituer à lui pour présenter une demande de permis de construire en effectuant des choix qui lui reviennent (cf. arrêt TC FR 602 2016 5 du 7 novembre 2016 consid. 6). 3. 3.1. Selon l'art. 22 al. 1 LAT, aucune construction ou installation ne peut être créée ou transformée sans autorisation de l'autorité compétente. L'art. 25 al. 2 LAT dispose que pour tous les projets de construction situés hors de la zone à bâtir, l'autorité cantonale compétente décide si ceux‑ci sont conformes à l'affectation de la zone ou si une dérogation peut être accordée. L'art. 16a al. 1 1ère phrase LAT prévoit que sont conformes à l'affectation de la zone agricole les constructions et installations qui sont nécessaires à l'exploitation agricole ou à l'horticulture productrice, tandis que les art. 24 ss LAT fixent les exceptions admissibles hors de la zone à bâtir. En l'espèce, l'art. ccc RF est situé hors de la zone à bâtir. Il n'est pas contesté que les recourants n'exercent pas d'activité agricole et que les travaux entrepris ne sont pas conformes à l'affectation de la zone agricole. De même, il est constant que les travaux réalisés par les recourants sur leur parcelle ont consisté, dans les faits, en la démolition et la reconstruction d'une part très importante du bâtiment, et que cette reconstruction s'est accompagnée d'une surélévation effective de celui-ci (cf.”
“Il faut rappeler à cet égard que la constatation du non-assujettissement a pour conséquence que l'immeuble est définitivement exclu du champ d'application de la LDFR et peut dès lors, en particulier, être aliéné sans restrictions quant à la personne de l'acquéreur et au prix d'acquisition (ATF 132 III 515 consid. 3.5.2). Cela étant, même assortie d'une mention (art. 86 LDFR), la décision constatatoire de l'autorité foncière au sens de l'art. 84 LDFR n'a toutefois nullement pour effet d'attribuer à la zone à bâtir le bien-fonds désassujetti: seul un changement du régime des zones, à savoir un passage de la parcelle en zone constructible, permettrait en principe d'aboutir à un tel résultat. Ainsi, le bien-fonds désassujetti reste soumis aux règles relatives aux zones inconstructibles. Le désassujettissement n'a aucune conséquence quant à l'utilisation permise des parcelles concernées au regard des dispositions régissant l'aménagement du territoire. En particulier, toute transformation d'un ouvrage existant, cas échéant, et toute édification d'un nouvel ouvrage demeurent subordonnées comme auparavant à une autorisation de construire à délivrer par l'autorité cantonale compétente en matière de construction hors zone à bâtir (cf. art. 25 al. 2 LAT) (YVES DONZALLAZ, Traité de droit agraire suisse, tome 2, Berne 2006, n. 1937; FRANÇOIS ZÜRCHER, La coordination entre aménagement du territoire et droit foncier rural: quand? pourquoi? comment?, in: Territoire et Environnement 2004, ch.”
Bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone entscheidet die zuständige kantonale Behörde, ob sie zonenkonform sind oder ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. In Einzelfällen kann die zuständige kantonale Behörde vorgängig kantonale Fachstellen konsultieren (z. B. wie im Fall eines Hochsitzes erfolgt), um die Bewilligungspflicht abzuklären.
“Unüblich sei sicherlich die Höhe der Hochsitzkanzel über dem Boden; diese könnte jedoch aus jagd- technischen Gründen (Einsicht in die Geländekammern) nötig sein. Ab- schliessend hält das ARE fest, dass wenn vorliegend das Einverständnis des Grundeigentümers eingeholt worden sei, der fragliche Hochsitz nicht der Be- willigungspflicht unterliege. Die örtliche Baubehörde habe darüber in einem selbständig anfechtbaren Zwischenentscheid zu befinden. 2.3. Die Vorinstanz begründet den angefochtenen Beschluss vom 29. März 2022 zuhanden des Rekurrenten wie folgt: R3.2022.00082 Seite 5 Gemäss § 309 Abs. 3 PBG seien Massnahmen geringfügiger Bedeutung durch Verordnung von der Bewilligungspflicht befreit. Aufgrund des vorlie- genden Standorts ausserhalb der Bauzone seien die befreienden Tatbe- stände in § 1 der Bauverfahrensverordnung (BVV) jedoch nicht anwendbar. Bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone entscheide die kantonale Behörde, ob sie zonenkonform seien oder ob für sie eine Ausnahmebewilli- gung erteilt werden könne (Art. 25 Abs. 3 RPG). Deshalb sei zur Frage der Bewilligungspflicht das ARE als für die Landwirtschaftszone zuständige kan- tonale Behörde konsultiert worden (vgl. Anhang zur BVV Ziff. 1.2.1). Aufgrund der Ausführungen des ARE sowie nach Prüfung der Konstruktions- und Fundationsart des strittigen Hochsitzes kam die Vorinstanz zum Schluss, dass die Bewilligungspflicht zu verneinen sei. Nach den Feststel- lungen des Leiters Hochbau der Gemeinde X seien die Stützen des strittigen Hochsitzes lediglich ins Erdreich gerammt und würden somit über kein Fun- dament verfügen. Grabungen seien ebenfalls nicht vorgenommen worden. Auch sei die Grundfläche der Plattform kleiner als 2,00 m 2 (1,70 m x 1,10 m) und die Grundeigentümerschaft habe ihr Einverständnis erteilt. 3.1. Dem Rekurrenten zufolge hat die Vorinstanz zwei Augenscheine durchge- führt; einen durch die Präsidentin des Bauausschusses X in Anwesenheit des Rekurrenten sowie einen weiteren alleine durch den Leiter Hochbau der Gemeinde X (act.”
“Schliesslich ist auf die Bestimmung von Art. 94 Abs. 2 KRG hinzuweisen. Danach ist für den Erlass und die Durchsetzung von Wiederherstellungsverfügungen zwar die kommunale Baubehörde zuständig (Satz 1). Bei vorschriftswidrigen Zuständen ausserhalb der Bauzonen trifft indessen die BAB-Behörde (d.h. das kantonale Amt für Raumentwicklung Graubünden) die erforderlichen Massnahmen, sofern die kommunale Baubehörde trotz Aufforderung durch den Kanton untätig bleibt (Satz 2). Gemäss dem angefochtenen Entscheid und den Akten wurde zwar das ursprüngliche Baugesuch vom 2. Juli 2009 von der BAB-Behörde beurteilt, nicht aber das nachträgliche vom 22. August 2014, obwohl gemäss Art. 25 Abs. 3 RPG bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen die zuständige kantonale Behörde entscheidet, ob sie zonenkonform sind oder ob eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Dass die BAB-Behörde von den teilweise vorschriftswidrigen Zuständen auf der in einer Nichtbauzone gelegenen Wiesner Alp Kenntnis hätte, ist somit nicht belegt. Unter diesen Umständen kann aber nicht von einer eigentlichen Vollzugsverweigerung im Sinne der Rechtsprechung gesprochen werden (Urteil 1C_398/2011 vom 7. März 2012 E. 3.9). Eine solche läge erst vor, wenn auch die BAB-Behörde trotz Kenntnis der vorschriftswidrigen Zustände ihre subsidiäre Zuständigkeit nach Art. 94 Abs. 2 KRG nicht wahrnehmen würde und ebenfalls untätig bliebe. Auch dieser Umstand wird von der Vorinstanz zu berücksichtigen sein.”
Bei bereits vorhandenen rechtswidrigen Bauten können kantonale Behörden den Eigentümerinnen und Eigentümern eine angemessene Frist zur Einreichung eines Gesuchs um Legalisierung setzen; eine Legalisierung kann jedoch ausgeschlossen sein. Für das einzureichende Gesuch um eine Baugenehmigung richtet sich die Verfahrensform (ordentliche oder vereinfachte Verfahren) nach den kantonalen Vorschriften und Verfahrensordnungen.
“1 et lorsque des constructions ou installations illégales sont déjà réalisées, le préfet impartit un délai convenable au ou à la propriétaire pour déposer une demande de permis de construire en vue de la légalisation des travaux effectués, à moins qu'une légalisation n'apparaisse d'emblée exclue. Est formellement illégale une construction qui existe sans reposer sur une autorisation de construire ou sans correspondre entièrement à l’autorisation de construire délivrée. Si une autorisation existe, l’illégalité concerne tout écart – total ou partiel; positif ou même négatif – entre la réalité et cette autorisation (Wisard/Brückner/Pirek, Les constructions "illicites" en droit public, in Journées suisses du droit de la construction, 2019, p. 212). Selon l'art. 140 al. 1, 1ère phrase, LATeC, toute demande de permis de construire faisant l'objet de la procédure ordinaire doit être mise à l'enquête publique afin que toutes les personnes potentiellement concernées par la requête de permis soient orientées et puissent faire valoir leur droit d'être entendues au sens de l'art. 29 al. 2 Cst. (arrêt TF 1C_478/2008 du 28 août 2009 consid. 2.3; cf. art. 25 LAT). D'après l'art. 84 al. 1 du règlement du 1er décembre 2009 d'exécution de la loi sur l'aménagement du territoire et les constructions (ReLATeC; RSF 710.11), sont notamment soumis à l'obligation d'un permis de construire selon la procédure ordinaire les murs de soutènement d'une hauteur de plus de 1,20 m par rapport au terrain naturel (let. f). Selon l'art. 85 al. 1 ReLATeC, sont notamment soumis à l'obligation d'un permis de construire selon la procédure simplifiée: les murs de soutènement d'une hauteur maximale de 1,20 m par rapport au terrain naturel et les murs de clôture (let. a) et les autres constructions et installations de peu d'importance qui ne sont pas utilisées ni utilisables pour l'habitation et le travail, telles qu'antennes de radio, abris pour petits animaux (poulaillers, clapiers…), garages, couverts à voitures ou places de stationnement, cabanes de jardin, couverts, jardins d'hiver non chauffés, biotopes, piscines privées (let. j). 2.3. Le principe de la légalité de l'activité administrative prévaut en principe sur celui de l'égalité de traitement.”
Wird eine kantonale Ausnahmebewilligung für ein Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone von der zuständigen kantonalen Behörde erteilt, bildet diese in der Praxis eine verbindliche Grundlage für die kommunale Baubewilligung. Die Gemeinde kann einen derart erlassenen kantonalen Entscheid nicht allein mithilfe eines fakultativen Vorentscheids ersetzen.
“Dans le canton de Vaud, l’autorité cantonale compétente pour délivrer l’autorisation spéciale pour les constructions hors de la zone à bâtir est la Direction générale du territoire et du logement (plus précisément le chef de la division hors zone à bâtir), ceci sur la base d’une délégation de compétences du Conseil d’Etat fondée sur l’art. 67 de la loi du 11 février 1970 sur l’organisation du Conseil d’Etat (LOCE; BLV 172.115). A la lecture du dossier, on constate que l’autorisation spéciale cantonale requise a été délivrée par la Direction générale du territoire et du logement, ce qui a notamment été confirmé par cette dernière dans ses déterminations sur le recours déposées le 18 août 2021. A cette occasion, la Direction générale du territoire et du logement a expressément indiqué qu’elle n’entendait pas annuler cette autorisation. Vu ce qui précède, il apparaît, prima face, que c’est à tort que la Municipalité de Prilly a refusé de délivrer le permis de construire au motif que l’autorisation spéciale cantonale requise par les art. 25 LAT et 81 LATC n’avait pas été délivrée". Par courrier du 10 mars 2022, la recourante a indiqué qu'elle n'avait pas de remarques supplémentaires à formuler. La DGAV s'est déterminée le 18 mars 2022 et a déclaré s'en remettre à justice. La DGTL a indiqué, en date du 31 mars 2022, qu'elle n'envisageait pas de retirer son autorisation pour les raisons explicitées dans son courrier du 18 août 2021. Partant, si la Commune de Prilly avait l'intention de contester le bien-fondé de la décision de la DGTL, elle avait la possibilité de recourir contre cette décision lors de la réception de la synthèse CAMAC. En revanche, le préavis de la DGAV ne constituait pas une décision formelle et il n'était à son avis pas suffisant pour constituer le seul motif pour un refus du permis de construire communal.”
Übergangs- oder kantonale Regelungen können die aus Art. 25 Abs. 2 RPG fliessenden Anforderungen vorübergehend konkretisieren oder abgrenzen. Zugleich ergab sich in mehreren Kantonen (seit 2018) die Praxis bzw. rechtliche Bewertung, dass Bauvorhaben in Weiler‑/Kleinsiedlungs‑Zonen der Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde nach Art. 25 Abs. 2 RPG bedürfen.
“Dadurch werde unzulässigerweise in die Befugnisse des formellen Gesetzgebers eingegriffen (unter Hinweis auf BGr, 1C_35/2022, 23. November 2022, E. 4.3). Wie es sich mit den Unterschieden zwischen der thurgauischen und der zürcherischen Gesetzgebung in dieser Hinsicht verhält, muss nicht erörtert werden. Selbst wenn der angefochtene Beschluss vorübergehend Regelungslücken im PBG füllen soll, greift er nicht in unzulässiger Weise in Kompetenzen des kantonalen formellen Gesetzgebers ein. Vielmehr ermächtigt Art. 36 Abs. 2 RPG den Regierungsrat in einem Fall der vorliegenden Art, bisheriges kantonales Gesetzesrecht zu ändern; allerdings dürfen die gestützt auf diese Bundesbestimmung erlassenen Massnahmen nur vorläufigen Charakter haben und nicht dazu führen, dass eine geltende Kompetenzausscheidung in unzulässiger Weise verschoben und umgangen oder die spätere Planung vorweggenommen wird (vgl. BGE 117 Ia 352 E. 6b und d). Der angefochtene Beschluss hat zeitlich und sachlich wie auch hinsichtlich der geltenden Kompetenzordnung eine begrenzte Tragweite. Er setzt vorläufig die Anforderungen, die sich aus Art. 15 und Art. 25 Abs. 2 RPG ergeben, für die Kleinsiedlungen ausserhalb des grafischen Siedlungsgebiets des Richtplans um. Wie sich aus § 1 in Verbindung mit § 15 VKaB ergibt, gilt diese Übergangsordnung bis zum Inkrafttreten der in diesen Punkten angepassten Bau- und Zonenordnungen. Der angefochtene Beschluss nimmt die gebotenen Anpassungen weder bei den raumplanungsrechtlichen Gesetzesbestimmungen und des Richtplans auf kantonaler Ebene noch bei den Ortsplanungen auf kommunaler Ebene vorweg. Auch unter diesem Blickwinkel hält der angefochtene Beschluss den Delegationsrahmen von Art. 36 Abs. 2 RPG ein.”
“Im Rahmen der Teilrevision 2014-2017 wurden im kantonalen Richtplan das Siedlungsgebiet festgesetzt sowie die Bereiche Verkehr und Energie überarbeitet. Ziel der Teilrevision war es vor allem, die Siedlungsentwicklung im Kanton Thurgau in den nächsten 25 Jahren zu lenken und dadurch eine weitere Zersiedelung der Landschaft zu vermeiden. Am 4. Juli 2018 genehmigte der Bundesrat die Anpassung des kantonalen Richtplans mit gewissen Vorbehalten. Er forderte den Kanton auf, die Festlegungen im Kapitel 1.9 "Kleinsiedlungen" im Hinblick auf eine korrekte Umsetzung der bundesrechtlichen Vorgaben zu ergänzen und die bestehenden Weiler aufgrund ihrer Ausprägung und Eignung sowie den Anforderungen des Bundesrechts zu prüfen und sie – sofern sie den Kriterien einer Kleinsiedlung nach Art. 33 RPV nicht entsprächen – einer sachgerechten Zone zuzuweisen (Ziff. 6c). Das Bundesamt für Raumentwicklung wies in seinem Prüfungsbericht vom 19. Juni 2018 darauf hin, dass es sich bei den Weilerzonen nach Art. 33 RPV nicht um Bauzonen, sondern vielmehr um Spezialzonen ausserhalb der Bauzone handle, weshalb Baugesuche gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG der Zustimmung des Kantons bedürften. Am 19. Februar 2019 beschloss der Thurgauer Regierungsrat das Projekt "Überprüfung Kleinsiedlungen im Kanton Thurgau". Eine Arbeitsgruppe überprüfte bei insgesamt 304 Kleinsiedlungen die Zonenzuweisung. Sie kam zum Ergebnis, dass von den 245 Kleinsiedlungen in Weiler- und Dorfzonen nach § 6 PBV 104 Kleinsiedlungen einer Bauzone nach Art. 15 RPG zugewiesen werden respektive in einer solchen verbleiben könnten. 29 Kleinsiedlungen müssten einer Landwirtschafts- oder Landschaftsschutzzone zugeteilt werden. 112 Kleinsiedlungen erfüllten die Kriterien für eine Zone nach Art. 18 RPG i.V.m. Art. 33 RPV. Zudem könnten von den 59 in Landwirtschafts- oder Landschaftsschutzzonen gelegenen Kleinsiedlungen – sofern es die betroffenen Gemeinden als sinnvoll erachteten – 29 Kleinsiedlungen einer Zone nach Art. 18 RPG i.V.m. Art. 33 RPV zugewiesen werden. 30 Kleinsiedlungen würden in der Landwirtschafts- oder Landschaftsschutzzone verbleiben. Um für die Übergangszeit – bis zur Anpassung des kantonalen Richtplans und der kommunalen Zonenpläne – Rechtssicherheit zu schaffen, erliess der Regierungsrat am 12.”
“• Die Gebäude eines Weilers ergeben unter sich ein geschlossenes Siedlungsbild (d.h. in der Regel nicht mehr als rund 30 m Abstand zwischen den Wohnhäusern oder abgestimmt auf die traditionellen regionalen Siedlungsstrukturen mit aus der Topographie begründeten geringfügig grösseren Gebäudeabständen). • Der Weiler ist sodann räumlich klar getrennt von der Hauptsiedlung (mind. 200-300 m Abstand). Der von der Delegiertenversammlung LuzernPlus am 8. Juni 2018 beschlossene und mit Entscheid Nr. 1084 vom 30. Oktober 2018 vom Regierungsrat genehmigte regionale Teilrichtplan Weiler ordnet den Weiler D.________ dem Typus B zu. Als solcher gilt eine Kleinsiedlung, bei der landwirtschaftliche Bauten und Nutzungen mit anderen gemischt sind oder bei denen wenig landwirtschaftliche Bauten und Nutzungen bestehen. Die Weilerzone gemäss § 59a PBG ist in Nachachtung von Art. 3 RPV den Nichtbauzonen zugeordnet worden, mit der Folge, dass Bauvorhaben in der Weilerzone gemäss § 59a PBG ab 1. Januar 2018 mit Blick auf Art. 25 Abs. 2 RPG auch von einer kantonalen Behörde überprüft werden, was mit Bezug auf Weilerzonen im Kanton nicht zuletzt eine einheitliche Rechtsanwendung garantiert (LGVE 2018 IV Nr. 14 E. 3.3 mit Hinweisen).”
“Die Beschwerdeführer bringen ferner vor, die Zustimmung des AREG zum strittigen Bauvorhaben sei nicht notwendig (act. 7, S. 22 Ziff. IV/B, act. 21 lit. A/2, B/9 a.E.). Diesbezüglich hat das Baudepartement bzw. das AREG zwischenzeitlich die kantonale Praxis in verfahrensrechtlicher Hinsicht geändert (vgl. zur Zulässigkeit einer Praxisänderung Wiederkehr/Richli, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Band I, Bern 2012, N 1660 ff.): Bis ins Jahr 2018 durften Baubewilligungen für zonenkonforme Vorhaben in der Weilerzone ohne Zustimmung des AREG von der Gemeinde nach Art. 22 RPG bewilligt werden. Seit dem 3. Mai 2018 bedürfen auch zonenkonforme Bauvorhaben in der Weilerzone neu – wie alle Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen – der Zustimmung des AREG im Sinne von Art. 25 Abs. 2 RPG und Art. 112 PBG in Verbindung mit Art. 9 der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (sGS 731.11, PBV, vgl. dazu Kreisschreiben des Baudepartements Weilerzonen im Kanton St. Gallen – [Bestätigung der] Praxisänderung [im] Baubewilligungsverfahren vom 3. Mai 2018 und 4. April 2019, www.sg.ch, BGE 145 II 83 E. 4.4, R. Muggli, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], a.a.O., N 26 zu Art. 18 RPG mit Hinweis auf BGE 118 Ia 446 E. 2c, und Botschaft, S. 39, siehe auch E. 5 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 11 f., und zu den Folgen einer fehlenden Zustimmung BGer 1C_265/2012 vom 25. März 2013 E. 3 mit Hinweisen). Diese Praxisänderung erging schon rund ein Jahr vor der Einreichung der strittigen Baugesuche am 10./13./15. Mai”
Für bestimmte Vorhaben ausserhalb der Bauzone, etwa befestigte Lagerplätze, kann gemäss Praxis die Zustimmung der kantonalen Agrarbehörde (AGR) nach Art. 25 Abs. 2 RPG erforderlich sein.
“________gasse einen befestigten Lagerplatz erstellt haben. Darauf befinden sich Metallgitter, die gemäss Angaben der Beschwerdeführenden der Lagerung von vier Siloballen dienen. Lagerplätze sind grundsätzlich baubewilligungspflichtig.43 Das gilt bereits für Vorhaben in der Bauzone. Bewilligungsfrei möglich ist einzig das Lagern von Material während einer Dauer von drei Monaten (vgl. Art. 6 Abs. 1 Bst. m BewD), wobei ausserhalb der Bauzone der Vorbehalt von Art. 7 Abs. 1 BewD zu beachten ist. Im Übrigen können Siloballenlager einzig bei Landwirtschaftsbetriebe (inklusive Nebenerwerbsbetriebe) als baubewilligungsfreie Nebenanlagen gelten, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen eingehalten sind.44 Unabhängig davon, was dort gelagert wird, ist der befestigte Lagerplatz entlang der I.________gasse somit baubewilligungspflichtig. Die Beschwerdeführenden legen weder dar noch ist aktenkundig, dass für den Lagerplatz eine Baubewilligung im Sinn von Art. 22 RPG vorhanden wäre. Zudem fehlt auch für den Lagerplatz eine Zustimmung des AGR gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG. Somit liegt auch in dieser Hinsicht ein formell rechtswidriger Zustand vor.”