Dritter Satz eingefügt durch Ziff. I der V vom 7. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 1103). ↩
Fassung des zweiten Satzes gemäss Ziff. I der V vom 7. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 1103). ↩
Eingefügt durch Ziff. I der V vom 16. Nov. 2016, in Kraft seit 15. Jan. 2017 (AS 2016 5131). ↩
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Bei Kurven muss die Signaltafel so aufgestellt werden, dass sie aus der Fahrtrichtung rechtzeitig und gut erkennbar ist; in der Entscheidung 6B_14/2024 wird ausgeführt, dass die Tafel in der Regel unmittelbar vor der Kurve zu platzieren ist, weil sie im Scheitelpunkt oder danach von der anfahrenden Richtung aus nicht lesbar sein kann.
“Die Vorinstanz hält bezugnehmend auf Art. 103 SSV fest, es bestünden grösste Zweifel hinsichtlich der bei einer Signaltafel geforderten leichten Erkennbarkeit. Beim Befahren einer Linkskurve richte sich der Blick des Lenkers spätestens ab der Kurvenmitte zum Kurvenausgang hin. Der Argumentation der ersten Instanz, die Signaltafel sei bereits auf der etwa 200 Meter langen geraden Anfahrt zur Kurve sichtbar gewesen, könne nicht gefolgt werden. Jedenfalls erscheine die Behauptung gewagt, wonach ein Fahrzeuglenker, wenn er sich einer Kurve annähere, bereits eine Signaltafel bemerken müsse, die im Scheitelpunkt der Kurve aufgestellt sei (bzw. hier sogar erst kurz danach), zumal die Zeigefläche der Tafel nicht zur Kurvenanfahrt hin ausgerichtet und so aus der Distanz auch nicht lesbar gewesen sei. Richtigerweise hätte die Tafel unmittelbar vor der Kurve aufgestellt werden müssen, wie dies im konkreten Fall gemäss dem für den betreffenden Baustellenabschnitt entworfenen Signalisationsplan effektiv auch vorgesehen gewesen sei. An den Zweifeln hinsichtlich der Erkennbarkeit ändere auch nichts, dass die erste Instanz nach durchgeführtem Augenschein zu einem anderen Schluss gelangt sei.”
“Die Vorinstanz hält bezugnehmend auf Art. 103 SSV fest, es bestünden grösste Zweifel hinsichtlich der bei einer Signaltafel geforderten leichten Erkennbarkeit. Beim Befahren einer Linkskurve richte sich der Blick des Lenkers spätestens ab der Kurvenmitte zum Kurvenausgang hin. Der Argumentation der ersten Instanz, die Signaltafel sei bereits auf der etwa 200 Meter langen geraden Anfahrt zur Kurve sichtbar gewesen, könne nicht gefolgt werden. Jedenfalls erscheine die Behauptung gewagt, wonach ein Fahrzeuglenker, wenn er sich einer Kurve annähere, bereits eine Signaltafel bemerken müsse, die im Scheitelpunkt der Kurve aufgestellt sei (bzw. hier sogar erst kurz danach), zumal die Zeigefläche der Tafel nicht zur Kurvenanfahrt hin ausgerichtet und so aus der Distanz auch nicht lesbar gewesen sei. Richtigerweise hätte die Tafel unmittelbar vor der Kurve aufgestellt werden müssen, wie dies im konkreten Fall gemäss dem für den betreffenden Baustellenabschnitt entworfenen Signalisationsplan effektiv auch vorgesehen gewesen sei. An den Zweifeln hinsichtlich der Erkennbarkeit ändere auch nichts, dass die erste Instanz nach durchgeführtem Augenschein zu einem anderen Schluss gelangt sei.”
Temporäre Signale, die korrekt am rechten Strassenrand angebracht sind, sind nach Art. 103 Abs. 1 SSV für alle Verkehrsteilnehmer verbindlich.
Die Klägerin räumt die festgestellte Geschwindigkeitsüberschreitung ein; beanstandet einzig die linksseitige Anbringung des Signals.
“à l’endroit de l’incident, ni n’invoque avoir été dans l’impossibilité de voir ce panneau, admettant avoir été distraite un court instant durant sa conduite. Elle ne nie pas non plus l’excès de vitesse constaté (67 km/h. au lieu de 50 km/h.). Selon elle, le fait que le panneau soit situé à gauche de la route contrevient cependant aux règles en la matière et sa condamnation en raison d’une violation de l’obligation faite par ce panneau serait dès lors injustifiée. 5.2 5.2.1 Selon l’art. 90 al. 1 LCR (loi fédérale sur la circulation routière du 19 décembre 1958 ; RS 741.01), celui qui viole les règles de la circulation prévues par cette loi ou par les dispositions d’exécution émanant du Conseil fédéral est puni de l’amende. Le Conseil fédéral limite la vitesse des véhicules automobiles sur toutes les routes (art. 32 al. 2 LCR), la vitesse maximale générale des véhicules pouvant atteindre 50 km/h. dans les localités lorsque les conditions de la route, de la circulation et de visibilité sont favorables (art. 4a al. 1 let. a OCR). Selon l’art. 103 al. 1 OSR (ordonnance sur la signalisation routière du 5 septembre 1979 ; RS 741.21), les signaux seront placés sur le bord droit de la route. Ils pourront être répétés sur le côté gauche, suspendus au-dessus de la chaussée, installés sur des îlots ou, en cas de nécessité absolue, placés uniquement à gauche. Les signaux indiquant la fin d’une prescription sur des routes secondaires peuvent être placés uniquement à gauche, au revers du signal opposé. 5.2.2 En vertu de l’art. 27 al. 1 première phrase LCR, chacun se conformera aux signaux et aux marques ainsi qu’aux ordres de la police. L'art. 27 al. 1 LCR impose aux usagers de la route de se conformer aux signes et aux marques. Ceux-ci ne sont obligatoires que s'ils sont clairs et que leur portée est aisément reconnaissable (ATF 127 IV 229 consid. 2c.aa ; ATF 106 IV 138 consid. 3). Selon une jurisprudence constante, dans l'intérêt de la sécurité du trafic, ce devoir s'étend également aux signaux et aux marques qui n'ont pas été apposés de manière régulière, lorsque ceux-ci créent une apparence digne de protection pour d'autres usagers, un tel devoir découlant du principe de la confiance (art.”
Die Rechtsprechung wendet das Vertrauensprinzip auf die Signalisation an: Ein nach aussen als verbindlich erscheinendes Signal begründet schutzwürdiges Vertrauen Dritter. Die mögliche Unregelmässigkeit oder Rechtswidrigkeit der Signale ist für die meisten Verkehrsteilnehmer nicht erkennbar; daher rechtfertigt dies grundsätzlich, dass an der Verbindlichkeit des nach aussen erscheinenden Signals festgehalten wird. Eine gegenteilige Schlussfolgerung kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht, in denen die Mängel der Signalisation derart offenkundig sind, dass sie den Rechtsschein offensichtlich zerstören.
“Secondo la giurisprudenza, nell'interesse della sicurezza della circolazione, questo obbligo si estende anche ai segnali e alle demarcazioni stradali che non sono stati collocati in modo regolare, ma che creano un'apparenza degna di protezione per gli altri utenti della strada: ciò deriva dal principio dell'affidamento (art. 26 cpv. 1 LCStr). Un'eventuale illiceità della segnaletica non è infatti riconoscibile per la maggior parte degli utenti. Un utente consapevole che un segnale non è stato collocato correttamente, omettendo di rispettarlo non deve mettere in pericolo gli altri utenti della strada che vi fanno affidamento (DTF 128 IV 184 consid. 4.2). Ciò vale anche per le limitazioni della velocità massima, che creano per gli altri utenti della strada un'apparenza giuridica che merita di essere protetta in molteplici circostanze. Una diversa conclusione è ammissibile soltanto in casi eccezionali, in cui i segnali sono inficiati da vizi particolarmente manifesti, tali da renderli nulli (DTF 128 IV 184 consid. 4.3; sentenze 6B_211/2021 del 2 agosto 2021 consid. 4.2; 6B_95/2017 del 22 maggio 2017 consid. 1.4.2; 6B_112/2011 dell'8 giugno 2011 consid. 3.3). Secondo l'art. 103 OSStr, i segnali sono collocati sul bordo destro della strada. Possono essere ripetuti sul lato sinistro, appesi al di sopra della carreggiata, istallati su isole o, in caso di necessità assoluta, collocati unicamente a sinistra (cpv. 1, prima e seconda frase). I segnali sono collocati in maniera che siano scorti per tempo e che non siano coperti da ostacoli (cpv. 2, prima frase). Il bordo inferiore dei segnali deve trovarsi a una distanza di 60 cm fino a 2.50 m dal punto più alto della carreggiata; questa distanza è di almeno 1.50 m nel caso di autostrade e semiautostrade e di almeno 4.50 m se i segnali sono sospesi al di sopra della carreggiata. Per segnalazioni temporanee o in caso di urgenti necessità, il bordo inferiore dei segnali può trovarsi più in basso (cpv. 3). 4.3. La Corte cantonale ha rilevato che l'art. 103 cpv. 1 OSStr non imponeva la collocazione del segnale sul lato sinistro della carreggiata, essendo sufficiente per l'obbligatorietà della limitazione di velocità il segnale collocato sul lato destro della carreggiata, in corrispondenza del senso della circolazione.”
Signale sind so zu platzieren, dass sie rechtzeitig erkannt und gelesen werden können. Bei Kurven ist die Signaltafel unmittelbar vor dem Scheitelpunkt aufzustellen, weil sie sonst aus der Kurvenfahrt in der Regel nicht lesbar ist.
“Die Vorinstanz hält bezugnehmend auf Art. 103 SSV fest, es bestünden grösste Zweifel hinsichtlich der bei einer Signaltafel geforderten leichten Erkennbarkeit. Beim Befahren einer Linkskurve richte sich der Blick des Lenkers spätestens ab der Kurvenmitte zum Kurvenausgang hin; dies gelte erst recht bei einem Motorradfahrer. Die Argumentation der ersten Instanz, die Signaltafel sei bereits auf der etwa 200 Meter langen geraden Anfahrt zur Kurve sichtbar gewesen, mute spitzfindig an. Jedenfalls erscheine die Behauptung gewagt, wonach ein Fahrzeuglenker, wenn er sich einer Kurve annähere, bereits eine Signaltafel bemerken müsse, die im Scheitelpunkt der Kurve aufgestellt sei (bzw. hier sogar erst kurz danach), zumal die Zeigefläche der Tafel nicht zur Kurvenanfahrt hin ausgerichtet und so aus der Distanz auch nicht lesbar gewesen sei. Richtigerweise hätte die Tafel unmittelbar vor der Kurve aufgestellt werden müssen, wie dies im konkreten Fall gemäss dem für den betreffenden Baustellenabschnitt entworfenen Signalisationsplan effektiv auch vorgesehen gewesen sei.”